Nr. SL Mittwoch den I. März 1882. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1 Schul straße 8. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mar! 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch di- Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Nr. 6 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 23. I. M., enthält: (Nr. 1461.) Gesetz, betreffend die Feststellung des Reichshaushalts-Etats für das Etatsjahr 1882/83. Vom 15. Februar 1882. (Nr. 1462.) Gesetz, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Reichseisenbahnen, sowie zur Erhöhung der Betriebsfonds der Neichskaffe. Vom 15. Februar 1882. Gießen, am 27. Februar 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntm a ch u n g. Betreffend: Den Gewerbebetrieb der Gesindcverdinger. Wir sehen uns veranlaßt, znr öffentlichen Keuntniß zu bringen, daß o betrieb der Gesindeverdinger betreffend, die sämmtlichen hiesigen Gesindeverdinger I. Gebühren von den Stelle suchenden Dienstboten: 1) Einschreibgebühr.......—.50 2) Gebühren für einen Auszug aus dein Gesinde-Register „ —.20 3) Für einen Gang mit dem Dienstboten zur Herrschaft „ —.30 4) Für Besorgung einer Herrschaft...... 1.— uf Grund des § 6 des Localreglements vom 28. Januar 1882, den Gewerbe- den nachstehenden Gebührentarif festgesetzt haben: II. Gebühren von den Dienstboten suchenden Herrschaften: 1) Einschreibgebühr.......je —.50 2) Für Vermittelung und Abschluß eines Dienstvertrags, sowie Gänge u. s. w.......„ 2.— Wir machen hierbei daraus aufmerksam, daß die Gesindevcrdinger die in diesem in ihren Geschäftslocalen an einer leicht in die Augen fallenden Stelle aufzuhängenden bezw. anzuschlagenden Tarise bestiminten Sätze nicht überschreiten dürfen. Gießen, am 27. Februar 1882. Großherzogliche Polizeiocrwaltung Gießen. ____Fresenius. Betreffendl Die Aufstellung der Jmpflisten für 1882. ...... " Gießen, den 26. Februar 1882. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großherzvglichcn Standesämter. Bürgermeistereien und Schulvorstände deS Kreises. Nachdem die Listen für die diesjährige Impfung nun an Sie abgegangen sind, bemerken wir Ihnen bezüglich der Aufstellung derselben Folgendes: •- In die Listen für «Ärst-Impfung werden von den Standesümten, unter B alle Kinder eingetragen, welche in der betreffenden Gemeinde während Zes wahres 1881 geboren sind und am Ende des Jahres noch am V»'1 ii waren, auch solche, welche etwa mit ihren Eltern weggezogen oder an einen anderen Ort m Pflege gegeben sind. Solche Kinder aber, welche bereits im Jahre 1881 gestorben sind, werden nicht in den Listen anqesührt Rach vollendetem Eintrag wird sodann die Liste von dem Standcsamte mit Datuin und Unterschrift versehen. Hierauf sind unter 0 von der Bürgermeisterei die bi» jetzt zugezogenen Impspflichtigen einzutragen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden, dies mit dem Vermerk anzugeben: C. Zugezogen: Niemand. Erst dann i|t die Liste mit dem Namen der Bürgermeisterei und deni Datum der Ausstellung zu unterzeichnen. Die wpalte i|t freizulassen und sind alle etwa nöthig scheinenden Bemerkungen (also auch die Angabe der Orte, wohin einzelne Pflichtige verzogen ffnd oder die Todestage der in 1882 bis jetzt gestorbenen Kinder) nur mit Bleistift einzuschreiben. ll. In die Listen für Wieder-Impfung sind unter B. die Namen derjenigen Schüler aufzunehmen, welche in 1882 das zwölfte Lebensjahr erreichen und zwar haben diese Einträge nach dem Schülerverzeichniffe, aber nicht nach dem Kirchenbuche zu geschehen. Die Gestorbenen und Weg- gezogenen, sowie Kinder, welche nicht in ihrer Hcimath, sondern an anderen Orten Schicken besuchen, sind in die Listen ihrer Heimachsorte nicht einzutragen. ■>Jn größeren schulen empfiehlt es sich, die Namen der Knaben und Mädchen in getrennter Reihenfolge aufzuführen. . Unterzeichnung dieser Listen geschieht durch den Schulvorstand unter Beifiigung de» Datuins der Ausfertigung. Unter C. hat dann ebenfalls durch die Großh. Bürgermeistereien Eintrag der Zugezogenen zu geschehen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden, die Bescheinigung anzufügen: C. zugezogen: Niemand. ®te «palte 28 i|t freizulassen oder sind Bemerkungen in dieselbe doch nur mit Bleistift einzutragen. werden ersucht, die Listen alsbald auszustellen und längstens bis zum 3t. März einzusenden. Aus denjenigen Orten, in welchen die Impfung dem Großh. Kreisassistenzarzte l>r. Ihring zu Lich übertragen ist, hat die Zusendung direct an diesen, aus den übrigen Orten aber an uns zu geschehen. ________ _________________________Dr. G lasor.__________ Deutschland. Darmstadt. 27. Februar. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 4, aus- gegebcn am Heutigen, enthält die Verordnung, das Gewerbe der Pfandleiher und Trödler betreffend. w. Darmstadt, 25. gebiuar. fZwette Kammer der Stände 10. Sitzung.1 Beraihung des Etats d-S Gymnasiums zu Darmstadt. (Schliß.) - Aba Metz spricht für die Dm schule und weist -ing.hend die Rothwendigkeit cin-s Neubaues in Taimstadt nach. — Abg. Freiherr von Nor dcck zur Na den au motivirt seine Abstimmung allgemein und insbesondere zu diesem Posten dahin, daß nach seiner Ansicht die Auszehrung der nach der sog. Frankenstein'schcn Klausel aus dem Er trag- der neuen Reichssteuern an Hessen überwiesenen und zu überweisenden Gcid- ium neu im lausenden Budget anders als zu Steucrerleichierungen unzulässig erscheine, da nach den von dem Fürsten Reichskanzler an Reichstage Namens des BundeSrath-S abgegebenen Erklärungen diese Betiäge zur Stcuereniiastung der ärmeren und de- dürstigeren Klassen in den Einzelstaaten verwendet werden sollen. Er unterlasse die Stellung eines diesbezüglichen Antrages nur wegen dessen völliger Aussichtslosigkeit aus Erfolg. Geh Staatsrath Knorr bittet den Borredner, in Eonscguenz dieser Ausführungen demnächst, wenn es sich um die Errichlun» einer landwirthfchastliche» Versuchsstation handele, auch gegen diesen Posten zu stimmen. — Abg. Franck ist gegen die Borschule mit Rücksicht auf die finanziellen Eonfequcnzen, Abg. Böhm au4 der Erwägung, daß nur die Berbindung der Vorschule mit dem Gymnasium einen Neubau ersorderlich mache, Letzt-re Bemerkung veranlahie den Geh. Obe, schul, all, Becker zu wiederholter detailirter Darlegung der sactischen Naumoeihältnisse de» der maligen Gymnasiums — Ein Antrag aus Schlus, der Debatte wird angenommen. Als bereits eingeschriebener Redner eihält noch da« Wort Abg. Osann, der den Bestand einer Boi schule an dem Gymnasium al« eine pädagogische Noihwcndigkeii bezeichnet. — Rach einem Sedlus,Worte des Berichterstatter« Eil enbcrger, welcher die den Vorschulen semdlichc Minorität deS Ausschusses verlritr, worin derselbe die in dem Berichte bereits entwickelten Glünde für Aufhebung der Vorschulen recapitultrt, erklärt Abg. Freiherr v. Rabenau persönlich, gegen die vonr RegierungStifch nufl- gesprochene Voßlf, das, er in Folge seiner heutigen Erklärung auch gegen die für die Landwlrihschast vorgcschlagenen Ei Höhungen stimmen müsse, lege er Beiwabrung ein und weise die gezogene Eonscqu-nz aus Gründen der Logik zurück — DK Abstimmung ergibt Ablehnung der RegterungSrrorlag e mit 26 gegen 20 Stimmen und Annahme deS MinorstäisantrageS, sür da« Gymnasium zu Darmstadt, unter iftblibnunn b(r Errichtung, resp. Fortsührung der Vorschule aus Staatskosten einen um 4954 erhöhten Staatszuschuh im Betrage von 52,254 X zu bewilligen. — Für das Gymnasium zu Bensheim werden ohne besondere Debatte die gerörterten 10100 X, nach Abzug von 200 X Besoldungdei Höhung für den Rechner, also 9,900 X bewilligt. — Bei Titel 3, „Gymnasium zu Gießen", glaubt Muhl, daß der vorhin bei dem Gnmnastum zu Darmstadt gefaßte Beschluß wohl nicht aus die durch ständische Beschlüsse mit dem Gymnasium zu Gicßeii bereits oiganisch verbundene Vorschule angewandt und auSgedrhnt werden könne. — Ged. Oberschulrath Becker wendet sich gegen die vorn Ausschuß beantragte provisorische Anstellung eines weiteren aeademisch gebildeten Lehrers, indem er die Nothwendigkeit eines definitiven Lehrers nachweist. — Geh. < taatSrath Knorr findet cs unerfindlich, wie man das Prineip soweit tre den könne, in Gießen eine fett Jahren bestehende Vorschule wieder hinaus zu treiben, obwohl man die Zweckmäßigkeit, wenn nicht das Bedürsniß der Vorschulen anerkenne. — Nachdem die Abgg. Schräder und Wolz, sowie der Berichterstatter Eilender ger gegen die Regierungsvorlage gesprochen, wird dieselbe gegen 14 Stimmen abgelehnt und der MmoritätSantrag angeltommeu, für da» Gymnasium zu Gießen anstatt der Ansordcrung von 29,000 x nur 26,060 JL, sowie weiter für einen provisorischen aeademisch gebildeten Lehrer 1700 X, im Ganzen also 27,760 X unter Ad- lebnung der Fortführung der dort bestehenden Vorschule, zu bewilligen. — Die für da« Gymnasium zu Büdingen angesorderten 22,900 X werden ohne Debatte bewilligt. — Bei Titel 5, „Gymnasium und Realschule zu Worms" glaubt Geh. StaatSratb Knorr, daß da« von der Minorität de« Ausschusses ausgestellte Prineip aus dies- Anstalt keine Anwendung finden könne, da dort die Gemeinde die Gebäulichkeiien zu stellen habe. - Abg. Reinhart schließt sich dieser AuSsübrung an. — Abg. Schröder silhrt au«, wie die gestern gepflogenen Eroit-rungen über die Zustände an den Gymnasien ihre ganz eoncrete Illustration in einem Theil von Vor- gängen an der Wormser Anstalt finden, welche in der e bat eilte Lernschule in dem gestern gerügten Sinne sei Redner weist aus einige Vorgänge Hin, woraus er eine nuSuahinSweise oder wenigstens mehr al« foult zu Tage tretende Härte der DiSciplin und einen Mangrl an Pädagogik dedueirt womit er übrigen« der Direction al« solcher keinen Votums machen will, und erinnert an zwei in kurzer Aufeinandersolge in der letzteren Zeit voigekomin.ne Selbstmorde von Schillern Er beantragt: Die Kammer wolle beschließen, Großh Regierung zu ersuchen, alle Gymnasien de« Landes, zunächst die höhere Lehranstalt zu Woims. durch eine Commission bald genau untersuchen zu lasse». Diese Eommission soll an« Fachmännern, die an keiner dieser Anstalten tbStig finb an« einem Arzte und einer den Interessen de« Schnlleben«, wie der Eltern nahe- stchenben Person gebildet werden und ihre Thäiigkeit aus die Untersuchung de« Wertde« der Leistungen dieser Aiistallen, besonder« aus die darin gehanbbabte DiSciplin und vor Allem auf die Berechtigung der gestern allgemein in der ersten Kammer erhobenen Beschwerden, sowie auf Rathschläge, zu deren befriedigender Abstellung, refp. Erledigung erstrecken. — G-h. Staatsrath Knorr bedauert, daß der Abg. Schröder die tragischen Fälle in einer Weise zur Sprach- gebracht, welche geeignet sei, diese Todesfälle dem Gymnasium selbst zur Last zu legen. Den Antrag bitte er der Regierung zur Aeußerung mitzuihccken. — Abg. Schröder zieht seinen Antrag zu diesem Eapitel zurück, um ihn als selbstständigen Antrag cinzubringcn. — Abg. Reinhart bedauert, daß Schröder sich veranlaßt gesehm, die unglücklichen Wormser Verhältnisse hier zur Sprache zu bringen, ehe sie durch die Untersuchung klargestellt seien. — Schließlich wird für Worms unter Ablehnung von 600 X Besoldungserhöhung für den Director und der Anstellung von vier weiteren seminaristisch gebildeten Lehrern statt den geforderten 18,970 X der Betrag von 19,777 X bewilligt. Die Vereinigung der Vorschule ist also abgelehnt. Fortsetzung der Budgetberathung Dienstag. Berlin, 26. Februar. Aus Paris wird den „Berl. Polit. Nachr." geschrieben, daß die Hetzereien der Ganibettistischen Organe, die ganz besonders die egyptische Angelegenheit zu inehr oder minder directen Aufstachelungen gegen die Regierung benutzen, daselbst ganz wirkungslos bleiben und inan überhaupt die Wahrnehmung machen kann, daß der Einfluß Gambetta'S im Niedergange begriffen sei. — Die Nachricht, daß dem preußischen Volkswitthschaftsrath das Unfallversicherungs-Gesetz in seinen Grundzügeu und das Tabaksmonopol in feinem vollen Entwurf vorgelegt werden wird, findet heute in der „Nordd. Allg. Ztg." die Bestätigung mit dem Hinzufügen, daß auch die Grundzüge des Hülfskaffen- Gesetzes zur Vorlage gelangen werden. Außerdem sind für die einzelnen Sectio- nen bestimmt: 1) Ein Gesetzentwurf, betr. die Abänderung des Titels III. der Gewerbeordnung über den Gewerbebetrieb im Umherziehen, und einiger Vorschriften über den stehenden Gewerbebetrieb; 2) Fragen, welche sich auf die Subhastationsordnung beziehen; 3) ein Gesetzentwurf, betr. dte Fabrikation von Zündhölzern mit weißem Phosphor; 4) die Einführung einer Controle der zum Verkauf gelangenden Milch; 5) Frage wegen Abänderung einer Vorschrift des Viehseuchen-Gesetzes (Hundesperre); 6) Ausgabe von Obligationen auf den Namen. Hesterreich. Wien. 26. Februar. Von der 18. Infanterie-Division wird unterm 25. ds., Abends, gemeldet: Die Colonne des Oberst Haas bestand am 23. ds., von Glavatieevo in nördlicher Richtung vorrückend, auf dem Rücken der Krstac- Planina ein siegreiches Gefecht, welches von Vormittags 10 Uhr bis 7 Uhr Abends dauerte. Die etwa 1000 Alaun starke Jnsurgenten-Abtheilung zog sich, zahlreiche Verwundete mit sich nehmend, zurück; 4 Todte und 2 Gefangene ließ sie zurück. Das 71. Infanterie-Regiment verlor 2 Todte, 4 Schwer- und 2 Leichtverwundete. — Das General-Commando in Serajewo berichtet unterm 25. ds., Nachts: Oberst Arlow meldete am 24. ds., Nachmittags, aus Kali- novie: Heute Mittag ist die Vereinigung mit der Colonne des Generals Leddihn bewirkt worden. Krbljena-Han und Vratloscharte sind besetzt. Es sind Feldsignal-Stationen zur Verbindung mit der Feldtelegraphen-Station etablirt worden. General Leddihn meldet, daß er die Verbindung mit der Colonne des Oberst Haas aufsuche. General Obadich meldet aus Foca die Ausführung von Reeognoseirungen am 24. ds. im Drina-Thale aufwärts gegen Bunovi und im Dragoeana-Thale. Die im Drina-Thale vorgehende Colonne brachte in Erfahrung, daß der Jnfurgentenführer Kovacevie beim Beginn des Gefechtes äm 23. ds. in Bunovi gewesen war, in Folge des Geschützfeuers bei Brod aber eiligst mit seiner Abthellung nach Bastaei abging. Telegraphische Depeschen. Wolff's telogr. Correspondcnz-Bureau. Berlin, 27. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg.", einen Artikel der „Unite nationale" zu Paris reprodueirend, sagt, die Gambettistische Presse scheint zum Verständniß gelangt zu sein, daß die Zusammenstellung der Nanien Gam- betta-Skobeleff für Gambetta nicht von besonderem Vortheile sei, und beeilt sich, den politischen General schonungslos über Bord zu werfen. An anderer Stelle reprodueirt die „Nordd. Allg. Ztg." die Auslassungen der „Republ. francaise" über den Bericht der egyptischen Finanzeontroleure und sagt, die „Republ. francaife" scheint, wenn auch mit menig Aussicht auf Erfolg, allen Ernstes zuni Angriff auf das Ministerium Freycinet sich vorzubereiten und sainmelt mit unermüdlichem Fleiß Material, um im geeigneten Momente dem Nachfolger Gain- betta's Schwierigkeiten zu bereiten. — Der „Reichs-Anzeiger" publicirt das Gesetz, betr. den Hamburger Zollanschluß. Kiel, 27. Februar. Der „Kieler Ztg." zufolge ertranken gestern die Marine-Cadetten Crepin, v. Stoeßer und Quistorp, welche bei stürmischem Süd-West eine Segelfahrt in der Kieler Bucht machten. Das Boot kenterte. Die Cadetten Werckmeister und Stahmer wurden gerettet. Dresden, 27. Februar. In der heutigen Sitzung der zweiten Kannner wurde der Antrag Müller, „die Staatsregierung zu ersucheu, im Bundesrath des deutschen Reichs, menn daselbst, wie zu erwarten steht, erneute Anträge auf Einführung des Tabakstvonopols gestellt werden, gegen dieselbe zu wirken", auf Antrag der Conservativen an eine Deputation verwiesen. Morgen findet der Schluß der Session statt. Karlsruhe, 27. Februar. Nach dem heute veröffentlichten Bericht über den Gesundheitszustand des Großherzogs nimmt die Sehkraft stetig zu; die Trübung des rechten Auges ist nahezu verschwunden, diejenige des linken Auges nimmt regelmäßig ab. Das Allgemeinbefinden ist fortdauernd befriedigend. Pesth. 27. Februar. Von officieller Seite wird mitgetheilt: Mit Rücksicht auf die von der „Berliner Nationallib. Corresp" veröffentlichte Nachricht, daß die Siebenbürger Sachsen für ihre Briefe das fchwarze Cabinet zu fürchten hätten, muß constatirt werden, daß in Ungarn, wenigstens seit dem Bestehen der ungarischen Regierung, fein solches Cabinet existirt. London, 27. Februar. Das von dem „Daily Telegraph" verzeichnete Gerücht von der Absicht Gladstones, seine Entlassung zn nehmen, findet bis jetzt keinerlei Bestätigung und gilt ebenso, wie das Gerücht von einer Auflösung des Parlaments, für mindestens verfrüht. — In einer heute Nachmittag unter dem Vorsitze Gladftone's stattgehabten Versammlung von Deputirten der liberalen Partei wurde einstimmig beschlossen, die Resolution Gladstone's, welche sich gegen die vom Oberhause ernannte Untersuchungs-Commission in Sachen der irischen Sanbaf'te ausspricht, zu unterstützen. Das Gerücht von der beabsichtigten Demission Gladstone's wird, wie schon erwähnt, durch Nichts bestätigt. Lokales, Gießen, 28. Februar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 2. März 1882, Nachmittags 4 Uhr. 1) Die Bildung der Weinsteuer-Einschätzungs-Commifsionen für das Jahr 1882. 2) Die Eröffnung der Bleichstraße. 3) Die Erbauung eines Pulocrhauses für das hiesige Regiment. 4) Gesuch wegen Ueberlassung von Bildern aus dem städtischen Archiv. 5) Gesuch des Zieglers Kaspar Scham der dahier um Bauerlaubniß. 6) Desgleichen des Maurermeisters Balthaser Strauch dahier. 7) Desgleichen des Lacktrers Christian Euler II. dahier. 8) Gesuch des Kaufmanns Moritz Gregors L Sohn dahier um Erlaub- niß zur Vornahme von Bauoeränderungcn. 9) Gesuch des Wirths Johannes Seibel dahier um Erlaubniß zur Umänderung einer Halle. 10) Kostendecreturen Gießen, 28. Februar. Spruch liste für das Schwurgericht der Provinz Ober- Hessen vom I. Quartal 1882. 1) Georg Heinrich Fuhr, Fabrikant in Schwarz. 2) Johannes Hoos ,n Siorndorf. 3) Victor von Nordeck zur Rabenau, Rittmeister a. D. in Gießen. 4) Joh. Jost Schmidt in Strebendorf. 5) Johann Heinrich Jhring, SBierbrnuer in Lich. 6) Friedrich Stein III, Landwirth in Stumpertenrod. 7) Friedrich Möller, Landwirth in Eichelhausen. 8) Karl Schmidt I, Beigeordneter in Reichelsheim. 9) Jacob Schuchard in Brauerschivend. 10) Konrad Zinßer, Färber in Grimberg. 11) Konrad Mäser, Landw-rth in Selters. 12) Gustav Ickes, Landwirth in Bellmuth. 13) Joh. Konrad Heller, Rechner in Eberstadt. 14) Adam Lott, Landwirth in Düdelsheim. 15 Wilhelm Gerhard Michael Fauerbach in Dortelweil. 16) Heinrich @veb II, Beigeordneter von Hopfmannsfeld. 17) Hermann Wallach von Alsfeld. 18) Heinrich Wolf VII., Landwirth in Effolderbach. 19) Carl Friedrich Langsdorfs, Rittmeister z. D. in Bad-Nauheim. 20) Constantm Brumhard, Domänenrath in Gedern. 21) Julius Pfeiffer, Kaufmann in Laubach. 22) Richard Wefternacher i > Lindheim. 23) Heinrich Guth II. in Haarheim. 24) Konrad Euler V., Landwirth in Maar. 25) Karl Herbst, Landwirth in Wahlen. 26) Friedrich Lauckert III in Ständen. 27) Wilhelm Hensel in Okarben. 28) August Mayer, Weinhändler in Gießen. 29) Karl Wimmcnauer, Forstrath in Lich. 30) Heinrich Ufinger I. in Ilbeshausen. — sNachtrag zum Concerl vom 26. Februar.j Mair würde irren, wenn man den Verfasser des Referats über daS vorgestrige Eoncert in Rücksicht ans die Unzulänglichkeit des Klubsaals für Concerte auf anderm Boden vermulhm wollte, als der ist, auf welchem der Verfasser des Artikels der „Oberhefsischen Nachrichten" steht. Letzterer hat vollständig Recht, daß der geringe Erfolg, den die 9. Symphonie bei dem Publikum hatte, der schrecklichen Hitze des Saales zuzuschreiben war. Referent dieses mochte, da er sich in seinem Bericht über das Eoncert selbst wegen des Raumes entschieden beschränken mußte, eine Frage nicht berühren, die er nicht gebührend besprechen konnte. Wie man hört, sollen in dem Saale 21 Gr. R. beobachtet worden fein. Auch sei die Ventilation über dem Kronleuchter so sagte man, wieder geschlossen gewesen. Offenbar that man dieses, wenn es wahr ist, aus gutem Grunde, weil im vorletzten Concerte in Folge des Luftstromes, der bei der geöffneten Ventilation über den feuchten Tünch zog, dieser trocknete, sprüng-g wurde und herunterfiel, was mehrere auswärtige im damaligen Concerte mitwirkende Künstler sogar empfindlich störte. Was von einem Concertsaale zu halten ist, bei dem alle möglichen Experimente zum Abstellen von Mtß- lichkeiten fehljchlagen, sieht Jedermann ein. Also kommt man mit Recht immer wieder auf das alte „Ceterum censeo“ zurück. •—er. Vermischt« K. Berlin, 24. Februar, lieber die Höllenmaschine auf dem Slettiuer Bahnhof berichten die hirsigm Blätter Folgendes: Das Feuer im Güterbahnhofe der Stettiner Bahn ist nicht durch Selbstentzündung entstanden, sondern in frevelhafter Weise von einem in der Dresdenerstraße 54 wohnenden Agenten Bader angelegt worden. Derselbe hatte am 21. ds. Mts eine Kiste nach Stettin aufgegeben, deren angeblich aus Sammet, Federn und Pelzwaar-n bestehender Inhalt mit 8750 X deklarirt und versichert war. Es war nun constatirt worden, daß sich unter den etwa 20 vom Feuer beschädigten Collis eine Kiste befand, deren vom Feuer völlig unversehrter Deckel anscheinend mit großer Gewalt abgesprengt, circa 12 Schritte weit sortgefchleudert war und am Boden lag. Während die übrigen Collis von außen durch das Feuer beschädigt waren, war diese Kiste inwendig vollständig ausgebrannt und nur ein Haufen Asch- fand sich darin vor, deren Geruch annehmen ließ, daß sie von Theer oder andern ähnlichen Stoffen heriühre. Daß der Herd des Feuers tu dieser Kiste zu suchen sei, war sofort klar. Am Tage nach dem Brand fand man nun außerhalb des Schuppens auf der Eide ein merkwürdiges, ziemlich großes messingenes Uhrwerk mit sehr starker Feder, das ersichtlich vom Brande geschwärzt und theilweise verbogen war. Auch batte der Weichensteller, der das Feuer zuerst wahrgevommen, einen starken Knall gehört. Daraufhin wurde Bader am Donnerstag Abend verhaftet. Das Uhrweik ist nach der Angabe von Sachverständigen eine sogenannte amerikanische Uhr, tue zu Billardzwecken benutzt wird und 48 Stunden lang läuft An diese irgendwo erlangte Uhr hat Bader ein zweites Rad angefügt, durch welches der Lauf der Uhr noch erfolgtem Aufziehen auf 12 Stunden beschränkt wurde. An diesem Rad befindet sich ein Stift der, sobald er an eine bestimmte Stelle gelangt, eine Feder ersaßt, durch welche in demselben Augenblick die Explosion des damit verbundenen Sprengstoffes bewirkt wird. In dem Comptoir Bader's ist eine Anzahl von Zeichnungen derartiger Uhrwerke gefunden worden, In welche nachträglich ein zweites Rad, gleich wie das oben erwähnte, etn- gezeichnet worden. Die Beschränkung des Laufes der Uhr auf 12 Stunden erfolgte offenbar zu dem Zwecke, daß die Kiste vor, refp. während der Bahnbeförderung explodirie. Köln. Der am Morgen des 22. Febr. fahrplanmäßig um 7 Uhr 50 Minuten fällige Berliner Conrierzug traf diesen Morgen erst 11 Uhr 33 Minuten hier ein. Es war eine Reise mit Hindernissen theilweise grauenhafter Art Zuerst mußten mitten auf der Lüneburger Haide die Passagiere umfteigen und oas Gepäck in einen andern Zug umgeladen werden, weil dort ein Güierzug derartig entgleist war, daß beide Geleise der Bohn vollständig gesperrt waren. Erst 5 Uhr Morgens traf dadurch der Zug in Hannover ein In Münden muhten die Passagiere eines Wagens erster Classe aus- und einsteigen, weil derselbe in Brand gerathen war. Zwischen Bielefeld und Hamm gerieth der Postwagen in Brand und mußte derselbe ebenfalls aus- und ein- geladen werden. Das Gräßlichste wartete aber der Passagiere in Mühlheim am Rhein um 11 Uhr Morgens. Der Zug hielt hier, weil man einen abgefahrenen Menschenfuß im Geleise gesunden hatte und man nach dem Körper erst suchen mußte. Derselbe fand sich denn auch auf der Strecke am Deutzerselde. Es war die gräßlich verstümmelte Leiche eines Bremsers des eben vor dem Courierzuge in ein anderes Geleise gefahrenen Güterzuges. Der Verunglückte hatte einen Fehltritt beim Aufsteig n gethan, war unter die Räder gerathen und eine Strecke mitgeschleift worden. Dieses gräßliche „Memento mori“, und dos auf den Aschermittwoch, wird den Passagieren unvergeßlich bleiben. Ein Schaffner, der schon 12 Jahre lang eben diesen Köln-Mindener Courier- zug begleitet hat, behauptete, er fei bei vielen Unglücksfällen zugegen gewesen, aber eine Fahrt wie die heutige habe er noch nicht erlebt. — sFeine Umschreibung.) Nazi: „Ei, ei, Schorsch, woher hast Du denn den g'schwollenen Backen?" — Schorsch: „Dm? — das — das ist weibliche Handarbeit." 8*5 Handel und Verkehr. Gietzen, 28. Febr. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Psd. X 1.05—1.15, Hühnereier 1 Stück 4—5 2 Stück 00—00 Enteneier per Stück 5—0 X Gänieeier p. St. 10—11 Käse p. St. 4—9 H, Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 22 X Linsen 1 Liter 25 Tauhen das Paar 120 -00 H, Hühner per Stück X 1-30—1.70, Hahnen per Stück X 1.70—2 00, Enten per Stück X1 80—2.00, Gänse per Psund 00-0 H, Welsch- per Stück X 0.00-00, Ochsensleisch per Pfund 60 62 X Kuh- und Rindfleisch 45—50 Kalbfleisch 40—44 Schn>emefle,sch 62 bis 64 X, Hammelfleisch 50-60 Kartoffeln 100 Kilo X 3.00—4.00, Zwiebeln per C-ntner X 9—10, Milch per Liter 16—18 H. Frankfurt, 27. Fcbr. (Fruchtpreise.l Weizen, effecttv hiesiger und Wetterauer X 25.00, fremder X 25-50—00. Roggen effecnv hiesiger X 20.50—00.00, fremder X 20.50-21. Gerste ifftdio hiesige und Wetteruuer X 20.50—20.75, fremde X 20 bis 21. Hafer effectip hiesiger und Wetterauer X 15.75—17.25. fremder X 16—17 per 100 Kilo. Frankfurt a. M. 27. Februar. Der heutige Viehmarkt war gut befahre». Angetrieben waren circa 309 Ochsen, 321 Kühe, 294 Kälber und 347 Hämmel. Dte Preise für 100 Psund Fl-ischgewicht stellten sich: Ochsen 1. Qualität X 69-00 2 Qualität 60—63, Kühe 1- Qualität X 56—00, 2- Qualität X 50—00, Kälber 1' Qualität X 54-60, 2. Qualität X 40—00, Hämmel 1. Qualität X 65—00, 2. Qualität X 50 00, Schweine wurden vorige Woche ca. 371 Stück verkauft und mit 64 4 das Psund bezahlt. M „U «.«,n Novität „Di - tung - F r ° u ' ^f a" , 4 A t >n Scene gegangen. Der porthetl- Montag Abend vor vollstand, g ai^o-rrauflem v i - n Autors vorausgmg, hat sich Kaste Ruf, welcher dieser ersten Blihnenarbeit es ,ung Q[len Seiten hin bestätigt, auch durch die Darstellung an unseremStadtth-ai- r w üerftanbcn und Situationen molger hat die Scenen mff beschick zu °-rw^ n£u uflb „iginell mit n, sesit-m Schwanke geschaffen, welchen " welcher nach 17jährigem Wlttwer- uollem Rechte geben kann. - .Amtsrath B-rnymm^^ ^lbst sagt, „eine Ball- siaad wieder hetrathet, um ielner erwachsen n L mU lebhaftem Beifall gegeben, rnutler" zu verschaffen, wurde von Herrn S ^xn, trotz ihrer 40 Jahre, nach Seine neue Gemahlin, welche Een ihr gegenüber schwachen Mann zu allerhand Aus- ästen genießen will, zwingt ihren ihr 8W Ulcht ermöglichen, der Ruhe zu pflegen, m-ttsamk-it-n und Untern. “Ätet " und in seiner neuen Ehe zu welche er seinen vortre,stich gezeichnete „iung° grau' gab irringen gehofft hat. ®,e . . jht eigenen Kunstfertigkeit Lie L-eele d.s Fräulein von Jarzebowska mit ° v Drieselmann, welche unserem Komiker Stück-s ist die Rolle von Bernhardt s D>m-r, bic{em meisterhaft und .Herrn Schmahls - ld baczust-ll-n ^^th burd) Manuscript »Die Schals- «iaraklerisiisch dui chgetühtt w °e. h/j^ose Verwirrungen an, indem er di- bodenlos jucht im V-rhälin ß zur D^ksschu 9 ' H^„u dem V-rlagsbuchüandl-r Fried r iinsinn ge Arbeit unter dem Namen fv P„nhardt. seinen sonst so geschätzten itnsendet und diesen v-ranlabt, d A ^cht drastisch wirkenden Scenen Autor, für geistesgestört zu b-tra« ^ ^ entlarvt und Drieselmann, welcher >n wird der wahre ?u °r der Sch t überleben glaubt, entschließt sich,, den Tod seiner Ehre gekrankt d,° Schmach NW » Wasser wgr zupefroren und Drieselmann >> den Wellen zu fönten dte einzelnen schonen Epffoden des Stückes io dem Leden erhalten hoffen, daß bald eine Wiederholung der Novität statt- iwch näher deffmrcn, ab- wl I^ferraBeife Gelegenheit geboten wird, sich selbst von der Am M"twoch Ab g- g Komiker Herrn Schmahls-ldt zur bemoost« H--UV "S ,'st es Herrn Schmahlseldt gelungen, mehrere Aufführung., Wt-«'r b°° ' ' , Rundlichen Mitwirkung inden Studenten- ‘"US:«s £'»« ™ *.«>«« sollen Hauses. ------ 73t) Heber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine öder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von HAASENSTE1% A OtiLEH in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt | Kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde Gießen. Mittwoch den 1 M ärz: Abends 6 Uhr: 2. Passionsgottcsdienst. Pfarrer Schlosser. Bekanntmachung. Laut Notariatsact d. d. Lippstadt, Den 16. Februar 1882 hat Frits Happe ffeine seither in hiesiger Stadt unter Ler Firma „Konrad Vogt Ul. betriebene Handlung an Frau Alexander Sartorius Wwe, Julie geb. Bogt, dahier mit der Berechtigung zur Weiter- sichrung der Firma verkauft. Lich, den 25. Februar 1882. Großh. Amtsgericht Lich. 1404 Langermann. Holzverstergemug en neuesten Formen, Federn zum Waschen und färben in allen Nuancen werden angenommen und >estens besorgt. Gleichzeitig empfehle ich in großer Auswahl: Hüte, Federn, Blumen, Bänder, Spitzen, Krausen, Cravatten, Lavalieres re. re. 1393 JMLitm« Hof- Wetiset^ Ikeichensand-Bahnhofstraße 123. Merunetßungen. 1394 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Marktstraße D. 218, 1. St. 1390 Zwei gut möbl. Zimmer zu vermiethen.___Asterweg 106. 1399 Ein Familienlogis am Reichen- sand zu vermiethen. Hcinr. Frech I. 1402 Zwei ineinandergehende, schöne, möblirte Zimmer im 2. Stock sind zu vermiethen. Heinr. Kiefer, Neuenweg. Daselbst ein kleines Logis int Nebenhaus an ruhige Leute zu vermiethen.__ 1403 In meinem ncuerbauten Hause sind mehrere schöne Familienlogis zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen. Justus Bärru, Hammstraße^ ÜÖ9 Im älteren W o d e' schon Hause ist eine kleine Wohnung miethfrei. Näheres bei Frau Wode.___ ~T410"3m vormals Langc'schen Hause am Seltersweg sind 2 Wohnungen, auf Wunsch mit Gartenantheil, zu vermtethen und sofort zu beziehen. Näheres zu erfragen bet M. Ptlger. 1422 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße E. 92«. "MF-Liebigsstraße 80 zwei schöne, un- möblirte Zimmer, Bel-Etage, zu vermtethen. 1413 Ein Familienlogis im 1. Stock m vermiethen und per 1. April event. auch früher zu beziehen bei Fr. Werner Wwc., Ludwi gsstraße. __________________ 1411 Ein Logis, 4—5 Zimmer, per 1. Juni, event. auch früher, zu vermiethen. G. Bolk am Ludwigsplatz. 1226 Der 3. Stock meines Hauses, 6 Rimmer, geräumiger Corridor re., per 1 Juli, event. auch früher, zu vermtethen. ___________ Ttz. Haubach. S28 Rit vermiethen eine Familien- wohmmg." Bismarckstraße B. 170». 437 Wegzugshalber ein geräumiges Mansardenlogis . an ruhige Leute per 20, April zu vermtethen. 8. König Wwe. 1357 In meinem neuen Hause ist die Mansardenwohnung mit allen 'Bequem; «feiten omnict&6 HeUmold, ______________Schillerstraße. 613 In meinem neuerbauten Hause neben dem Justizpalast ist der 2. und 3 Stock, je 6 geräumige Ztmmer nebst allent Zubehör und sonstigen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermtethen. Aus Verlangen für ein Logis etn Pferdestall. I. Ruppel. 5Ö Zimmer mit Eabinet und Küche an anständige Leute zu vermiethen int „Darmstadter Haus . 1356 Eine Familienwohnung außer- halb der Stadt zu vermiethen. Neustadt D. 57. 1036 Die früher Vullers'sche Besitzung an der Hardt, zu welcher circa 14 Morgen Land gehören, und die sich wegen ihrer schönen Lage zu einer der schönstenSommerwirthschasten Inder Umgebung Gießens eignet, ist zu Verkäufern ^ä^Auskunft ertheilt die Exped. ds.Bl. A. Saame, Meinsaal, offerirt Rhein- u. Moselweine 45,50,60,70&80 Psg. per Schoppen. Moniinger per Schoppen 30 u. 33H, Moniinger Auslese per Schoppen 63 H, Rothwein 60, 70, 80 und 90 F, Monztnger Burgunder 80 und 90 Für Naturwein wird garantirt. 200 Neue I. holl. Vollhäringe per Stück 7 und 8 .$1, do. marinirt (sehr piquant) per Stück 12 empfiehlt , _______ Fr. 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