1SS1. Dienstag den 31. Mai Rr 121. Erscheint täglich mit Ausnahme de- Vrontags. •icircati t Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Warf 20 Pf. mit Vrmg^lot, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark LO Pi. Berlin, 28. Mat. Der Reich«-« fetz'« die Berathung deS Simpel- «f.ui b«, Tav.fnummei II für Schlußnv'cn und Rechnungen fort und geneh. Uligte den Sleuevfatz für Schlußnoten noch dem Antr-ge der Ls missten, den Steuerfotz für Rechnungen, Roten und Verzeichnisse u. s. w. nach dem Anträge v Wedell-Malchow, wonach der Stempel nicht 10 L, .Jontern ’/io Pro m'lle betragen soll. Der Reichstag lehnte sodann entsprechend dem «ntraae der Svmmifüon die Tarisposttionen für Lombarddarlehen, Quittungen, Checks und Viroanweifunaen ab und genehmigte die Besteuerung der 8otterttlooft, foeut di. übrigen SS de« Gesetzes nach den Anträgen der Lommstst-n- Schliebi ch wurde die beantragte Re'oiution wegen Aufhebung der Ltaatslottenm tm deutschen Reiche berathen, die Abstimmung darüber aber für die bntti Lesung Vorbehalten^ Dimr° b',7d«n Fürsten Bismarck an welchem auch der Kaiser theilnimmt, haben sämmtltch. Mtnifter mit Gemahlenem S'nlatun- 9'n "Berlin 28. Mai. Die Vermählung der Privzeffin Victoria von Baden mit dem Kronprimen von Schweden wird nach «euer« MidchAItmgm knse-Nens aeaen den 1 Qctober d. IS. erfolgen. Von schweb,scher Seite wünscht man den Termin noch vorgerückt, da die Hauplsestlichketten wLiock- Holm stattfinden sollen und mit Anfang des Qctebers die m>!d- Jahreszeit für die nordische Hauptstadt vorüber ist- Der König und die Romgm °on Schweden werden der Hochzeit in Karsruhe nicht bet wohnen, da nach dem Staatsgrundgeseß der Monarch das Land nicht verlassen kann, wenn Kronprmz^auße^ande^st.n apfd)Iufie6 von H-wburg an daS Z-llzebier hort man, daß die bterzv erforderliche Summe auf SO MO 000 ^veranschlagt wird wovon 40,000,000 je das Reich und den R.st von 50,000 000 M., sowie die noch barüber hinaus etwa erforderlich werdenden Summen Hamburg »ablkn soll. Es heißt, daß der Eintritt Hamburgs in den Zollverband nach emem Zeitraum von 5 Jahren erfolgen soll, während dessen die nothwendlgtn Arbeiten vorgerommen werden sollen- Es wird von Personen, dre den Der' Hesterrerch. Desth 28. Mai. Das Unterhaus bat den Gesetzentwurf, betr- die Regelung der Handels, und Derkehrk-Beziehungen zu Deutschland in der General- und Specialdebatte angenommen. Im Laufe der Debatte hatte der Ministerpräsident Tisza erklärt, daß er sich über die Revision des ’ept nicht cusspreckren wolle. Er bemerke nur so vrel, daß auch diese Frage unter die in Derbandlung befindlichen Fragen gehöre. Seiner individuellen Ueberreuqurg nach körnten die Verhältnisse Ungarns auch dahin drängen, in Betreff der Rohproducte in. gewiffer Beziehung eine Schutzzollpolitik zu befol- aen dock bedürfe diese Frage roch einer eingehenden Erwägung. Der Har- dels'mimster batte die Ausführungen Apvonyi'S widerlegt, welcher behauptet hatte, daß ein autonomer Zolltarif nur Oesterreich zu Gute komme. Frankreich. Paris, 28. Mai. Der Krieqsmmtster hat dem Budgetausschuß mit- theilen laffen, daß der Zug nach Tunesien bis zum 9. Mat blos 7 Millionen gekostet habe urb von borr bis 10. Juli nicht mehr als 14 Millionen kosten w-rde. Das Geschäft, daS b:e Republik gemacht hat, ist also voraussichtlich kein schlechtes. Blut bat die Eroberung ja fast gar nicht gefordert. Aller- bingS ist das „Prestige" der neuen Militärverwaltung und der emporgekom- uenen Generäle durch diele militärische Episode im Auslande nicht gestiegen. badorS, 27. Mai. Bei der Einw-ibur.g des Denkmals für die mr Jahre 1 a) acrallenen Mobilen dcs Departements Lot dielt Gambetta eine Rede tn der er w - fapte, man müsse vor allen Dingen die im Unglück und bei einer Niederlage Gefallenen Deutschland. Darmstadt, 28. Mat. Se. König!. Hoheit der Großherzog find nebst Sr. Königl. Hoheit dem Erbgroßherzog und Ihren GroßherzogULen Hoheiten den Prinzessinnen Irene und ÄIU beute Vormittag 8 Uhr 52 Mm. In erwünschtem Wohlbefinden hier etngetroffen. Darmstadt, 28. Mat. Setne Königl. Hobest der Großherzog haben Llleranävtast Ai verleihen geruht: Da- Großkreuz des Verdienstordens Philipps deS Großmuthtg-n. dem Generallieutenant und Gouverneur der Festung Mainz v. ^oyna. dem Generallieutenant und Eommandanten der Festung Mainz v. Go eben, doS Cowmandeurkreuz 2. Klaffe deffelben Orden-: dem Provinzialdirector der Provinz Rteinh ffen und KreiSrath des Kreises Mainz Frhrn. Röder v. Diersburg; daS Ritterkreuz 1. Klaffe deffelben Ordens. dem Oberbürgermeister der Stabt M.inz Dr. Dumont. Berlin, 28. Mai. Die auf der Poftconserinz tn Paris am 3 Novbr. v. J-. geschloffene Uibereinkunft wegen beS internationalen Austausches von Postpaketen har auch bte Seeportofätze nach einem funsstufigen Tarif geregelt, nachdem Deutschland unter Großbritanniens Zustimmung zuerst einen dre.stufi- arn oorfl.f.tlnflm batte. Auf Deutschland« Antrag wurde weiter beschloßen, eme Ueheifi»! färnrntlicher nur Z it bestehender regelmäßiger Setpostverbin. düngen unter gleichl'itiger Sünaabe der mittleren Entfernungen und der betr Vergütung-sätze Au(ammcmuflefle.-. Die erforderlichen Angaben wurden von ten Vertretern veesch'edener Länder iofort gemncht die Dertreter a"b(r,t ^n' »er waren iedoch außer Stande, da« nöthtge Material in allen Smfelheiten f-bon damal« zu liefern, uud setzt erst ist eine solch« Ueb«rficht »vüenbkt, welche die Linien von den Abgangshäfen nach den einzelnen Ländern dann■ M« jn fernung vorn AbgangSdafen nackt jedem legepunkte wie d^ m tl re Ent fernung nach Seemeilen, das Seepotto angiebt und eine Rubrik für Be merkunaen enthält. Von Deutschland gehen 46 solcher Linien nach der Argentinischen Republik. Brasilien. Ehcki, Dänemark, den Vereinigten Staaten von Aw.enka. den Vereinigten Staaten von Columbien. Großbritannien, Dest- intim, Mexico, Peru, Portugal. Schireben, Uruguay, Venezuela. Das niedrigste Porto ist 25c für jede Strecke bi- 500 Seemeilen, daS höchste 3sr für jede Strecke biS 6000 Seeme len. Deutsche Abgangshäfen find: Hamburg unb Bremerhaven, und zwar m der Ueberzadl. dann Stettw, Stralsund und Rostock, Geestemünde, Kiel unb Lübeck. Hamburg vermittelt nach allen über- $ Hamburg, 27. Mai. Die in der heut gen Sitzung der Bürger,chatt verlesem Mittbeilun" des Senats lautet: In der Muthe.lung vom 2. Mm mußte^sich der Senat auf die Erklärung bdschränken. daß er außer totanbe sei, bem $ Büraerichaft um Auskunft zu entsprechen, so lange die Verhandlungen nicht abgetchlossen S m“ bem Senat nunmehr „on feinen Kommilfarien berichtet worben ist, b H eine jieeeinbaeur.g ,u etanbe gekommen unb unter Vorbehalt der ^enehMgung b?o ReechSkan-ter« unb des Senate «estern unterzeichnet, auch erflere der-US Nhe.lt wotben if\ verfehlt brr Senat nicht, die Bürger,cha t hiervon ,rti benaAri*ttgen unb berietben über ben baupilädblidtftcu jnbalt be4 «bkommenS oorloufige Jiittbe lunß ut machen Vor Allen, lst hervorzuheben, daß em für die Zwecke des Großhandel» unb ber ^oortinbutlite bestimmter FrechafendeM Hamburg dauernd verbleibt unb h it» h',irr »iiibaknbtiirf unter tun Schutz de» Art 34 der He chsVerfassung g 1 mhh ' Ä^bnirr 7mfo§t d,e Norder-Elbe bei Hamburg, den Hasen, dte Ouu'ianlagen,Zeinen von Hamburg rod) näher zu bc^Jn^enbm-^c‘l?7dcintb‘m ‘^edb” Oua'anlagen u>.d dem von, Binnenbafen nach den, Oderhasrn sich ^Hfth.^ hekaa e^ uiq delegenen S'raßen und Häuserkomvltxe. tonnt der der Stadt (\ihim\ln '»riurbalb di tcs lediglich do ■ Außen zollamtlich zu bewachenden Bezi,ks feA'sr»: -nrit- unb iSfümtabrifcn der ^ortbetrteo nur auf 12 Jahre nach enotgtem mnöclicfat weiden Zer zweite gleich wichtige Punkt betont die Handhabung der Zoll- verwal!ung Di!selb^ w.rd m't dem S.nN tt des Zollamchlus es. welcher auf einen Zeitpunkt nach d.m L Cctober 188S festgestellt worb,n ist, aus H^b^ vbttgehrn. mithin unter der oberen üe.tung des Senols ausschließlich durch hamburgische^Bebörden nnh -Hfnmtc atfübrt werden. Die Hollstelle an der Elbgrenze bei Hamburg tritt unter hamburgische, dnjenige an der Elbgrenze bei Euxbasen u”tey(^rcu^t^eh^,0^,D?Ä^11I)®e L( vertragsmäßige Zusicherung der Benutzung von Zollflagge und'buchte ur die vö7und nach Hamburg fahrenden Scesch.ne ist bei der sur -u«schwß- l,ch in Anspruch Genommenen kompetent »urJRfflclu"ö ^rartiQer icbod) unter ale'chzeitiger Bczugnabme aut die lhatsache daß die ^roge durch r'unoe ralbsbo'chluß^und zwar aanz im Sinne der H°wburg,schen Wunsche berelts Seregelt sc, In Bezug cur die Revision und Abänderung der Zollregulative und. der Lor- djoften iür die Zollabfertigung sind n ckt nur we.tgehe^e allgemeine Zusicherungen aemaebt sondern die Vertreter des Herrn Reichskanzleis haben hinnchtlich ber für Camburg wichtigsten, von den Hamburgischen Komm's'ären im Einzelnen ^^'ckmeten blinkte noch besonders erklärt, daß b e Re'chsregierung gegen die al» erforderlich be- K;d)netm Erleichterungen und Aufnahmen prinzipielle Bedenken nicht> zui er^ben ^abe und daß der Herr Reichskanzler im Allgemeinen kernen Anstand nahmen wnde die Berücksichtigung derselben beim Vundesrathe zu befürworten. Was endlich.d^ "osnn der durch den »zollam'chluß veranlayte-.. Bauten rc^ deMsit. sc. wird da. Re ch d.e rälfte derselben'dis zum Moximalbetroge von 4U Mill'oncn Mark übernehmen ji e -illodal-tät-n der Ausführung bleiben rndetz Hamburgs eigenem Ermeßen Über lauen. W'm fäll. H°mbu?g »er («eiammtertrafl ber Rachf.-uer ,u Xer Sena wirb bin Wortlaut der Vere nbarung nebst dem dazugehörigen Protokoll der Bürgerschaft bald- tbunltchst mit einer seinerseiNgen Aeußerung mgeben los,em - unn )n d m Begleitschreiben zu dieser Mittheilung spricht der "-^ot die Meinung nua hnü hr-d) dieselbe auch das Auskunstsersuchen des Herrn Or^Sleschen seine gTkbiflung fldunbm haben bürfte. Zie Jürflerf«oft naftm diele Mttihe.lung jur Kenntniß und veNagte sich darauf bis nachuen Mittwoch. chiehener '2llii;ei(|cr Anieigk- unb AmtsAtt für b?n 6rris Gikßn. in eine Geldbuße von 160^L verurthetlt worden. Königliches Gericht der 15. Division. C ü l n , den 27. Mai 1VV1. ___________ __ trag gelesen haben uud die Hamburgischen Verhältntffe kennen, verficheN. baß der Vertrag im Allgemeinen - nicht ungünstig für Hamburg - zu Staude gekommen fei. Die Angelegenheit wirb der nothwendigen Bew lligungen wegen höchst wahrscheinlich noch im Laufe dieser Session den Reichstag prakt s . ehren, die ohne Hoffnung ihr Blut dohirgegeben hätten. Man müsse diesen Denkstein aber auch zu einem Beispiel mervcn lassen für künftige Generationen, aber „beruhigen Sie sich, nicht ein Beispiel, noch eine Lehre in der Angriffs-, Abenteuer- ober Eroberungspolitik 9?ein! Nein! Wenn dieses Denkmal mit unwiderstehlicher Gewalt etwas sagen will so sagt es, datz diese Tobten fielen, weil die Nation in unheilvoller Stunde sich voll und ganz in die Hande eines einzigen Mannes gab/ (Lebhafter Beifall.) Garnb tta wies sodann auf das während des Krieges unter allen Parteien bestandene Einvernehmen hin und bedauerte, daß ein gleiches Einvernehmen nicht auch bestanden habe bet der Berathung über die Form der neuen Regierung. Jndeß mache dieses Einvernehmen jetzt täglich Fortschritte trotz des Widerstandes des Generalstabs der ohnmächtigen Parteien. „Aber erinnern wir uns, seien wir nachsichtig, die Einen gegen die Andern, weil es gewiß ist, daß Catastrophen, wie diejenigen, an die wir erinnert werden, ein Volk nicht Heimsuchen, wenn es nicht einen gemeinsamen Fehler gibt. Die einen sündigten durch ein Uebermaß von Schwäche, die Anderen durch ein Uebermaß von Arroganz und Despotismus, die Majorität durch eine strafbare Indifferenz, aber Alles erhalt seinen Lohn in der Gesellschaft und in der Geschichte. Wir haben heut: zwei Bürgschaften dafür, daß der Degen Frankreichs in der Hand eines Abenteuerers nicht werden kann zu einem Werkzeuge der Unterdrückung nach Innen, noch auch zu dem Werkzeug eines illegitimen Angriffs nach Außen Die erste Bürgschaft ist der obligatorische Militärdienst, die zweite ist, daß in Frankreich künftig nichts, was Frieden oder Krieg betrifft, beschlossen werden kann außer durch den Willen des Volkes. (Beifall.) Seien Sie überzeugt, daß, wenn die Armee die erste Sorge Frankreichs ist, dies nur der Fall ist, weil die Armee Frankreich selbst ist in seiner Jugend und in seiner Zukunft. Frankreich ist aber entschlossen, seine Würde in Frieden zu behaupten, denn der Friede ist es, den es bedarf. Glauben Sie Denen nicht, welche sagen werden, datz eine große, für ihre Ehre leidenschaftlich eingenommene Armee eine Gefahr für den Frieden sei. Lange und dauerhafte Friedenszeiten beruhen auf der Macht der nationalen Organisation. Seien Sie darum dieses Friedens gewiß, welche Gerüchte man auch Ihnen zu Ohren bringen mag. Weil Sie die Herren sind, kann Nichts ohne den Willen der Nation geschehen. Was Frankreich will, ist das, was aucy die Republikaner wollen, — die Ordnung, den Frieden in der Freiheit und in dem Fortschritt, um die Entwickelung des französischen Gebiets zu sichern." (Enthusiastischer Beifall unter Hochs auf Gambetta, auf die Republik, auf Frankreich, auf die Armee.) Paris, 28. Mai. Senat. Berathung deö Vertrags mit dem Bey von Tunis. Gontaut-Biron erklärt, die Rechte werde, da sie keine Schwierig- ketten schaffen wolle, für den Vertrag stimmen, indem sie die Verantwortung für alle eventuellen Folgen der Regierung überlaffe. Der Vertrag wurde hieraus ohne Debatte angenommen. Paris, 28. Mai. Deputtrtenkammer. Bei der Berathung des Recru- ttrungsgesetzes sprach sich der Ministerpräsident Ferry gegen den von der Corn- Mission beantragten Artikel aus, nach welchem den Seminaristen eine Dienstzeit von 4 oder 5 Jahren und den weltlichen Lehrern eine solche von nur einem Jahre auserlegt werden soll. Der von der Commission beantragte Artikel wurde abgelehnt und schließlich der Gesetzentwurf in der Faffung der Regierungsvorlage angenommen, nach welcher sür die Seminaristen wie für die weltlichen Lehrer eine Dienstzeit von einem Jahre festgesetzt wird. Von dem Minister des Auswärtigen wurde ein Gesetzentwurf, betr. die Herstellung einer Postschtffoerbindung zwischen Frankreich, Algerien und Tunis, vorgelegt. CahorS, 28. Mai. In der Rede, welche Gambetta heute Abend auf dem Banket hielt, protestirte derselbe zunächst gegen die Versuche, welche man macht, um zwischen ihm und dem Präsidenten Grevy einen Antagonismus herzustellen. Gambetta hob rühmend die trefflichen persönlichen Eigenschaften deS Präsidenten hervor. Hierauf zu der Revisionsfrage der Verfaffung übergehend, äußerte er, daß die Verfaffung allerdings nicht als abgeschlossen gelten könne, sondern einer Umgestaltung bedürfe. Hierzu aber wäre der geeignete Zeitpunkt noch nicht gekommen; zur Zeit würde man bei einem solchen Versuche leicht in die Lage kommen, die Republik zu gefährden. England. London, 28. Mai. In Mitchelstown in Irland kam es gestern gelegentlich dreier Exmissionen, die mit Hülfe von 250 Polizeibeamten und einer Dragoner-Abtheilung vorgenommen wurden, zu einem ernsten Zusammenstöße zwischen der Bevölkerung und der Truppenmacht und Polizei. Die Volksmenge wuchs nach und nach bis auf 12,000 Personen an, die Polizei wurde mit Steinwürsen angegriffen, mehrere Polizeibeamte wurden verwundet. Die Polizei und die Kavallerie trieben die Volksmenge durch wiederholte Angriffe zurück, daS Gesetz gegen das Zusammenrotten von Personen wurde zweimal verlesen. Von der beabsichtigten Vornahme noch weiterer Exmissionen wurde schließlich abgesehen. Italien. Nom, 28. Mai. Das neue Cabinet ist nunmehr constituirt und wie folgt zusammengesetzt: Depretts Präsidium und Inneres, Mancini Auswärtiges, Zanardelli Justiz, Magliani Finanzen, Baccarini Arbeiten. Baccelli Unterricht, Berti Ackerbau, Ferrero Krieg, Acton Marine. Die Minister werden im Laufe des Vormittags den Eid leisten. Die Kammer soll in der nächsten Woche wieder einberufen werden. — Gegen die „Riforrna" ist wegen eines von derselben gebrachten Artikels über das russische Manifest, der gegen daS strenge autokratische Regiment in Rußland gerichtet ist, die gerichtliche Verfolgung eingeleitet worden. Die „Riforrna" drückt ihr Erstaunen darüber auS und behauptet, der Artikel enthalte eher den Ausdruck des Bedauerns als eine Beleidigung des russischen Kaisers. — Die anfänglich in Aussicht genommene Ernennung Mczzacapos zum Kriegsminister hat aus dem Grunde nicht stattgrfunden, weil eine Einigung über das Kriegsbudget nicht erfolgen konnte. Nußland. Petersburg, 28. Mai. Die Zeitungen haben strenge Weitung bekommen, bei Besprechung der Judenfrage sich einer anständigen Zurückhaltung zu befleißigen. Ferner wurde den Redactionen in Erinnerung gebracht, daffelbe gelte für den Abdruck und die Darstellung besonderer Geschichtsmomente, über die zu schreiben nur streng wissenschaftlichen Zeitungen erlaubt sei. Noch be» zeichnender als obige Proben russischer Preßfreiheit ist aber ein anderes Rund- schreiben, worin eS z. B. heißt, die Zeitungen brauchten durchaus nicht über die bulgarische Angelegenheit zu schweigen, sondern es stehe ihnen frei, darüber zu schreiben, was sie wollten, nur müßten die betr. Artikel in Bezug auf die sich vollziehenden Umwälzungen durchaus wohlwollend sein. Griechenland. Athen, 28. Mai. Die griechische Regierung hat die Annahme der türkisch.griechischen Convention erklärt und drei militärische Delegirte für die Delirnisations Cornrniffion ernannt. — Gennadius ist wieder zum Geschäfts' träger in London ernannt worden. Amerika. Die Stadt London in der canadifchen Provinz Ontario ist von einem entsetzlichen Unglücksfalle betroffen worden. Auf dem Dampfdoote „Victoria" unternahmen am Dienstag etwa 6- bis 700 Personen, unter ihnen viele der geachtetsten Bürger der Stadt, einen Ausflug nach Sprmgbank, einem Vergnügungsorte, welcher einige englische Meilen stromabwärts von London gelegen ist. Obgleich der Dampfer für eine so große Anzahl von Reisenden nicht berechnet war, ging doch die Hinfahrt ohne Unfall von Statten, bei der Rückfahrt aber schlug das Dampfboot um, wurde sofort leck und särnrnt- liche Reifende flogen über Bord. Der Strom ist an der Unglücksstelle sehr seicht und bet ruhigerer Haltung der Verunglückten hätten wohl mehr derselben gerettet werden ! können, als geschah; aber Schrecken und Angst riefen eine Verwirrung hervor, in welcher selbst rüstige Schwimmer den Tod fanden. Der Verlust wird nach den letzten Depeschen auf mehr als 200 lobte geschätzt. Ganze Familien sind durch das Unglück vernichtet und in dec Stadt London .ft kaum eine Familie, die nicht einen Verlust zu ! beklagen hätte. Der Jammer, welcher in der Stadt herrscht, wird als entsetzlich geschildert. Die Geschäfte sind geschloffen und auf allen bedeutenderen öffentlichen und , privaten Gebäuden wehen Flaggen mit Halbmast. Die Erregung der Hinterbiebenen wendet sich in erster Linie gegen die Leiter der Schiffsgesellschaft, welche man für das Unglück verantwortlich macht. Wie weit dieselben ein Verschulden trifft, wird die Untersuchung ergeben. So weit sich nach den vorliegenden Telegrammen der Unfall beurteilen läßt, ist in erster Linie der Leichtsinn der Amerikaner beim Bau dieser kleinen Boote für das Unglück verantwortlich zu machen. Die auf den canadifchen und sonstigen amerikanischen Sttömen laufenden Dampfboote sind viel zu yoch im Verhältniß za i ihrem Tiefgänge. Während das Deck der leichteren europäischen Flußdampfer bei einem ! Tiefgange derselben von 4 Fuß höchstens 3 Fuß über der Wasserlinie zu liegen pflegt | und die Kessel und Maschinen sehr tief gelegt sind, liegt das Deck der amerikanischen ; Dampfer oft gegen 16 Fuß über der Wasserlinie, wahrend die Dampskraft jener Boote 1 derjenigen der deutschen und englischen durchaus nicht überlegen ist. Wenn etz sich ■ nun, wie z. B beim Begegnen eines anderen Bootes, ereignet, daß sich die Reisenden ' auf eine Seite des Bootes drängen, so liegt die Gefahr des Kenterns sehr nahe. So hat sich denn auch das Unglück bei Springbank zugetragen. Das luftige, leichtgestützte ! Oberdeck und die ganze Last desselben brachte das Boot zum Umschlagen. Die Amerikaner sind gewohnt, auf europäischen Schiffbau und dergleichen mit einer gewissen Geringschätzung herabzusehen. Das Unglück der ^Victoria" beweist ihnen aufs Neue, daß auch sie von Europa noch manches lernen können. Telegraphische Depeschen. Woiff's tcleflt. UsOrresponde»z-B»reau. Kiel, 29. Mai. Die deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger beschloß tu ihrer heutigen Generalversammlung einstimmig, Se. Königl. Hoheit den Prinzen Heinrich zu bitten, das Ehrenpräsidium zu übernehmen. Se. Königl. Hoheit erschien in der Versammlung und erwiderte auf die Anrede des Präsidenten Meier (Bremen): „Ich nehme mit Dank das Ehrenamt an und werde mich bemühen, die schönen Bestrebungen der Gesellschaft nach Kräften zu unterstützen." Der Prinz nahm dann den Präsidentensitz cm, wohnte dem größten Theil der Verhandlungen bei und nahm an dem darauf folgenden Dejeuner Theil. Der Jahresbericht der Gesellschaft constatirt die erfreuliche Entwickelung des deutschen Rittungswerkes und die guten Beztehun- gen zu den auswärtigen Gesellschaften. Der bisherige Vorstand wurde wieder gewählt. Die nächste Jahresversammlung findet in Mainz statt. Konstantinopel, 29. Mai. Der bisherige englische Botschafter, | Göschen, wird auf der Rückreise nach London, Montag in Berlin eintreffen. ! Petersburg, 29. Mai. Der „Agence Ruffe" zufolge würde die in dem jüngsten Circulare des Ministers deö Innern, Grafen Jgnatieff angekündigte Maßnahme einer zweckmäßigeren Vertheilung der Steuern unverzüglich in Angriff genommen werden. Lokales. Gießen, 30. Mai. Bei der gestern nach Münzenberg stattgehabten Gauturnfahrt hatten sich ca. 130 Turner zusammengefunden, wovon sich 50 am Wettturnen betheiligt/n. I Es wurden 20 Preise ausgegcben; Gießen erhielt 6 Preise. Wilhelm D app er den 1., Gustav I Trübe den 3., Theodor Rühl den 4., Heinrich Rühl den 7., Wilhelm Garth den 9. und Hermann Köhler den 14. Es hatten sich bctheiligi außer Gießen die Vereine: Friedberg. Wetzlar, Bad Nauheim, Wehrheim, Butzback, L'ch N'dda und Wteseck. Vermischtes. Offenbach a. M., 29. Mai, 7 Uhr 35 Min. Bei der ersten Hessischen I Vereins-Regatta war das Resultat Folgendes: Inder ersten Wettfahrt für vierrädrige Kielboote war Sieger die Rudergesellschaft Oberrad, zweites Boot die Ruder- I gesellschaft Sachsenhausen. — Bei der z w e t t e n Race mit vierrudrigen Outrigged Racebooten siegte die Offenbacher Rudergesellschaft Undine, zweites Boot war die Rudergesell- schaft Gießen. Das dritte Rennm für Skiffs wurde, da keine andere Anmeldung, nur von Offenbach gefahren, wobei Klein als erster, Metzler als zweiter ankum, Im vierten Rennen für Jnregged Racrboote siegte Sachsenhausen. In fünfter Race in Outrigqed Gigs siegte der Offenbacher Rudervecein, während die Offenbacher Rudergesellschaft zweites Boot blieb. Im sechsten Rennen in Kielbooten siegte Oberrad', im siebenten Rennen für Jnrigged Raceboote siegte die Frankfurter Rudergesellschaft Germania gegen die Mannheimer Amicitia im achten Rennen kür Outrigged Raceboote siegte der Frankfurter Ruderverein gegen die Offenbacher Ruder- gesellsckaft Undine. Im neunten Rennen für Outrigged Raceboote zog Mannheim seine Meldung zurück und ging die Frankfurter Rudergesellschaft Germania allein über die Bahn. (Fr. Ztg.) — Die Universität Greifswald, die ehedem nur sehr spärlich besucht war und bet der Feier ihres 400jährigen Bestehens 1856 zu 45 Lehrern nur 232 Zuhörer zählte, hat durch die Entwicklung ihrer medicintschen Facultät einen solchen Aufschwung genommen, daß sie jetzt bei 67 Lehrern von 640 Studenten besucht ist. Davon sind 311 Mediciner, 1856 gab es deren nur 89. Aus Wiedenbrück, 19. Mai, wird dem W. D. eine muthige, aufopfernde Thal eines „armen Handwerksburscken" berichtet. Ein dreijähriges Kmd stürzte in die Ems und sank unter, während rin von dem Kinde in der Hand gehaltenes Butterbrod auf dem Waffer schwamm. Eine in der Nähe befindliche Frau sah das Kind untergehen und rief um Hülfe. Da springt schnell ein des WegeS kommender junger Handwcrksbursche hinzu, wirft seinen „Berliner" vom Rücken und rettet daS dem Ertrinken nahe Kind. Als Lohn erbat er sich nur daS mitgerettete Butterbrod. Gierig verschlang er es und entzog sich dann schleunigst mit seinen naffen Kleidern den Blicken des binnurilenden Publikums. Deutsches Reichsgericht. (Nachdruck verboten.) Sitzung vom 27. Ma!. II. Strafsenat. Präsident: Drenkmann. Reichsanwalt: v. Wolff. (Widerstand gegen die Staatsgewalt.) R.-C Zwei Knechte deS Rittergutsbesitzers Tfch. hatten auf Geheiß deS ihnen vorgesetzten GutSverwalterS aus einer Sandgrube, deren Benutzungsrecht das Object eines Rechtsstreites zwischen der Stabtgemeinde zu K. und dem Rittergutsbesitzer Tsch. bildete, ein Fuder Sand geholt und bei dieser Gelegenheit den Feldwächrer M.,.der im Auftrage des Bürgermeisters das Wegschaffen des Sandes verhindern wollte, thätlich angegriffen. Auf die Anklage wegen einer Übertretung und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt erfolgte von Seiten des Landgerichts zu Posen unterm 8. Marz 1881 Freisprechung, weil der Rittergutsbesitzer Tsch. zu der Sandentnahme aus der betr. Landgrube, nachdem ein von der Stadtgemeinde ange= ftrengter Proceß zu Ungunsten der Klägerin entschieden worden, berechtigt gewesen sei und weil der Feldhüter nicht in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes gehandelt habe, da sich dessen Aufsicht nach dem Feldpolizeigesetz nur auf „Gärten, Lecker, Wiesen tinb deren «eoision örtb01 hervor, MB IJj S,unÄ Wn'unaberÜ VcrwerM o Angeklagten du worden sind. . wcinde -M, Haupt obliege- Aniles, wenn er i«tti -uch.mcht Auftrag nicktrei Submi Baus Behufs Vnz einer Baracke des MW । forderlichen A' veranschlagt zu t) Eid- u. D sowie ßi Maurer-Ä 2) Asphaltail 3) Lleinmehc 4) Ziwmerarl 5) Dachdecker ner'sSpen 6) Schmiede- und Eisen 7) Tischlers beiten . 8) Schlossers' 9) Glaserarbe 10) Maler« ur arbeiten 11) Heizungs- lafions'A iß ein Termir Freitag de Bort im Bureau \ Zimmer Nr. auch die Wäl Bedingungen Erstattung bei den lamm. BttsteM M'sßon aus Offerten wol Mine kostens, Kareth eing Tießen, be. 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S euling, (^<33 provs. Beztrksbauaufseher. 3750) Grotz- Lbernbörfer Dickwur;. i ZUNgk Lk0nt>ergkr Hundk,Z pflanzen zu verkaufen bei Otto Lust. | zH^r Race, abzugeben. Nah. m der Exved. Nächsten Mittwoch den 1. Zuni, Nachmittags 2 Uhr, sollen nochmals die beiden zusammen, dängrnden vormal- Ist erling'jchen Häuser in der Bahnhof-Straße, be- stehend aus einem zweistöckigen unter- kellerten Eckyause in Fachwerk von 8.80 m Länge und 5,95 m Breite, sowie au- emem zweistöck gen Neben- hruse von 8,67 m Länge und 6/70 m vermittelter Breite an Ort ui d stelle auf den Abbruch versteigert werden. , lßfl. Gießen, den 28. Mai 188L Großderzogl Bürgermeisterei Gießen. 3715) A Bramm. _ ft-». I >alt' . .,r ihn-» 1 „uf ®«Ä 06i.^ Khs g u"/- der I ten ^f.her W | n,Jß^i^ I '/tlnftlVl Handel und Derkebr. Frankfurt. 2H Uai. (marftbmd>t.) Der heutig« Heu. »ad Strohmatte war mittel, mäht- fctfabrtn. Heu kostet« j« naw Dualtt&t der tttr. X 3.00-4.60, M 4 ^00-^00. Putin 50 Aiie .<95, im DttaU L Oualttlt da» Wund 1-2^—00, 2 QmUitLe da» Ls X 1 15-20, Lier da» Hundert.^ 4.50—5.60. Ordseusimcd per JJfunfc 60 J A, Rub . '.Krnfc und Karrensteiscb 45-55 Äaanrt((t., _3.5~5\ n^oo 40-65 A SLwttn.SeUch 65-ko 4, ein Habn X i.*0—2 20, ein Huhn X «tn« ifrntt X 3.00-0 Oo, nne Laub« 50—00 A< San» X 5.00— 0.00, Hasen ba» Stück .* u.OO—0 00, Poularden X 3—4X0, Rehdock da» Pfd. 00—00 -VI Äa»aun«n M 3 00 4 Dölscher Habn 10-14 Kartoffeln 100 Äo. X S00—।0.00, ^lttaui .0 4 Blumenkvbl' 1 St. 30-60 4. Wirsing 20-00 A. »etberüden 1 Bund 00-00 Zwiebel« 1 Bund o Sellerie da» Stück 00- 00 Ae MeerretNg Stück 00-00, Spargel da» Pfemd 50—< 0 A. Salat '0 00 H, »ndivien 00-"0 Rotbk^ut 40—50'4. ®cib traut 20—00 A. Attischsten 60 -00 A, Lrdlen da» Pfd. 00 A. Dohnen da» Pfund X 1, neu« «artoff.ln tal Pfd. 20-00 A. l»eps:Salat 10-00 A. ^urte 30 A OD ac ÜT 3727/ Für bevorstehenvt Fkicrlage empfehlen wir Feinstes Blüthcnmehl (Kaiserausrug) I. Ä II- " , , Vorzügliches Lchweeneicdmal; sowie alle Jngredenzien zu Äucbrn. I. A. Dusch Söl]ttc. 11) Heizung-- und Deuti- talwn-'Anlagen . . • bb5 “ ist «in Termin auf Freitag den 3. Juni d. IS-, Vormittags 10 Uhr, im Bureau des genannten Lazareth-, Ztmmrr Nr. 27, anberaumt, woselbst auch die Pläne, »kostenanschläge und Bedingungen eingesehen resp. gegen Erstattung der Eopialien bezogen werden können. ie _ , Versiegelte, mit der Aufschrlst ,.Sub- Mission aus Bauarbeiten" versehene Offerten wollen b,S zu gedachtem Termine kostenfrei an da- unterzeichnete Lazarett, eingesendet werden. (.3635 Gießen, den 20. Mai 1881. Großherzogliches Garntson-Lataretb. Die am 27. Mai d. I. abgehaltene Holzversteigerurg hat nicht: die Genehmigung erh lten. Den iLteigerern ist jedoch die Zeit innrrhilb 8 Tagen eingeräumt worden, für den Tarlfpreis ihr ersteigerte- Holz erhallen zu können. Hattenrod, am 28. Mai 1881. Grohh. Bürgermeisterei Hattenrod. 3745) Mengel.. ... hnhf Tie von der Staatsanwaltschaft eingewendete und deren Krüchte suerstrecken hab - ^ ^ ^Uen. »s ie-. d-.c Absicht de» Gesetzr Revision wird oom JflüberbflUpt .u „döhen bc» gehe schon daraus M? tMen Crt. unb Sdbmajrcn m der vor daß sich da» F«lvpo I »ei«^e, N ^oht werde, .wer Erde, Vebm, oanb rc. Idbbüin (d ver?sl'ch et. alle tn dem Gesetz erwähnten strafbaren Hand- grabt . Dtt 'ttlvyuter ,e, verm» nn». c(। auft yetpitg, deanttagt Lnfl«n »u o rtfttai T«r e bebt iSrfc bo® Srkenntniß auf, soweit die Verwerfung der Revision da» ^e w « bie Staatsgewalt freigesprochen Angeklagten durch d ff . . (Reifte des »tetdpol'zeigesetze», daß der von der Ge- W°r^n '^Ibbüi r als eine Petion »u betrachten fe>, welcher der I^eldfchutz über» F< B? am Der^rlddMer dudelte deßhald .n der rechtmäßigen Autzudung se.neS Haupt obliege Der ^eldvu e «orakfetiten iur AuSfübrung bringen wollte, und ÄÄX .o*.n WbW n.be.lte Auftrag nicht rechtmäßig erthetlt sei. T fomie einzelne Röcke, Hose«, Westen, Joppen, , , ■ yeber^icbcr 1C* in allen möglichen Stoffen. e , Schube und Stiefel ■ aller Art 1 für jedes Alter passend, empfiehlt in nur reeller V* ’ ’ 1 den billigsten Preisen v ' A. Docter, Seltersweg 43. ,, Feilgebotenes. 3720) Gin Wohnhaus mit Neben- aebaude und Watten, am 3tteaelpfad, ist für den Preis von 12,300 Mk. xu verkaufen durch ’ J. Blitz. l)r. Lincks Fettlaugen - Mehl — d» .nerk.nn: billigste Reinigungsmittel : '• UoncfrauPn UnsebüdBehkei. fdr Gewebe und F.rbe «H allen Hausfrauen | angelegentlichst empfohlen. Nur ächt 1 mit nebiger Sch™ke Mil Flrb2UnLlinSdenE^enSS^und Specerei-Hxndiungen. 3CXWXXKXXXXXXXIXXXXXXXXÄXXX 5 Damen-Umhänge, * Ilädjflrn Mittwoch den 1. Juni, Vormittag- 9 Uhr, oll auf dem städtischen Baubüreau Tchreinerarbeit, veranschlagt zu 329,48 JL, versteigert werden. Gießen, den 28. Mai 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 3723) A. Bramm. vienliag Örn 28. Juni, Pormittaag 10 Uhr, sollen auf dahiesigem OrtSgericht die Grund- stückc deS Ludwig Neurer in Wiefeck: Mehrere Güler verschiedener Größe in der guten Gegend von Frankfurt a. M- und Homburg v. d- H., Witthschaften. Gärtnereien und andere Geschärte babe ich zu verkaufen, auch an Tbeilnehmer ;u vermitteln im Auftrag und ettheile cuf vortofteie Anfragen jede gewünschte bezügliche Auskunft. 2623) G- Velten, Bad-Homburg. Feinsten reifen Limburger Käfe per Pfd. 45 , feinsten reifen Ruhmkäfe per Pfv. 60 3\, saftigen Lchweizerkäfe per Pst». 1- empfieblt (2968 S. Blsofier, 205. Marktstraße 205, “tüt eine |o7 I 1 eine ujfÄ I 81«» ftaS l-h- leid» un) I 8'«n« »ntxn üenn, tn ! n“4 btn letten I b bürd, das UnaUU I W < ntn Sttluh u >/d °li ierevn offtiUlichni un) 0 der HlMerdltbenrri man für da, lbm trifft, wird t c 0-ammen der Unfall I Ji Sau dikjcr °'lchm und sonstig,000; General-Debit: Bankhaus Magnus, Bureau im Ausstellungspalast, Preis pr. Loos Mk. 1 Irden Mittwoch von allen Stationen der in Frankfurt einmundenden Bahnen (bis 150 Kilometer Entfernung), sowohl für Eisenbahnsahrt als Ausstellung 40pEt. Ermäßigung. Ausstellungskarten bei den Eisenbahn-Billet Expeditionen. In den entfernteren Stationen achttägige RetourbillctS; desgleichen Daue, karten für siebenmaligen Besuch der Ausstellung für 3 Mark. Gelegenheit zu -Ausflügen in die an Natur und Schönheit außerordentlich reiche Umgebung Frankfurts Vereine, Gesellschaften und Arbeitercolonnen von mindestens 30 Personen, sowie Schüler mit Lehrern (mindestens 10 Personen) an allen Woch ntagen tür die Ausstellung 30 pEt- Ermäßigung, desgleichen auf Antrag erhebliche Preisermäßigung auf den Preußischen Staatsbahnen. Die Eisenbahn-Billet'Expeditionen geben nähere Auskunft. (3678 Wohnungsveränderung. 3694) Meine Wohnung befindet sich von Zonntag, den 29. Mai, ab Sch illerslrtisse III1 vis-ä-vis der höheren Töchterschule. Carl Demut h, Holz- und. Köhlen-Handlung. W ohnungs Veränderung. Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich von heute an, bei Herrn Metzger Vogt am Marktplatz Lit. A. 10, wohne. „ Hochachtungsvoll 3448>_________________Ch. Loos, Hebamme. Am 3. Zum d. I.: Festball für Israeliten aus her .Burg Staujenöerg, wozu ergebenst einladet _____________Das Comite.____ Schwächezustände 3178) Zur Ausführung von Blitzableiter-Anlagen in bewährtester Conffruction, empfiehlt sich Earl Stohr, Gießen D- 207. Durch Nachprüfung meiner ausgeführten Blitzableiter durch dle Herren Dr. Buchner und A. Hug, Architekt, wird deren Lei- tungsfahigkeit und Solidität nachgewiesen. werden bei alten u. jungen Männern dauernd unL Garantie geheilt durch die weltberühmten Oberstabsarzt Dr. Miiller’schen Miraculo-Präparate, welche dem erschlafften Körper die Kraft der Jugend zurückgeben. (3233 Depositeur Karl Kreikenbaum,Braun schwei 3761) Ein braver Junge in die Lehre gesucht. H. Sack, Schreiner 3759) Ein braves Dienstmädchen auf Johanni gebucht- Sonnenstraße 104 im Laden. 3-44) Die bisber dem Herrn Bau- Unternehmer A. MertenS dahier gehörige Ziegelei ist in meinen Besitz übergegauge... M. Baumbach, Architect, Wetzlar. 3749) Lumpen, Knochen, Eisen werden angefaufi frühere Judengasse, jetzt R ttergasse, von 8—12 und 1—7 Uhr täglich. la. Strickwaare, zahle bei Ablieferung über 5 Kilo per Psd- 30 Robert Köster. Weinagent, Eine leistungsfähige alte MoueliveknhanilluHg mit Hochgewächsen eigner Züchtung, sucht ausschliesslich für den Grossverkehr tüchtige in der Branche durchaus gut eingeführtu Vertreter. Prima Referenzen erforderlich. Fco.-Offertcn mit Angabe anderweit vertretener Häuser, unter M. 4414 besorgt Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. (3746 3676) Gesucht zur Stütze der Hausfrau und Pflege von 3 Kindern im Alter von 3—6 Jabren em gebildetes, älteres Mädchen, welches bügeln und nähen kann. Offerten unter R. R. S. 7 postlagernd Darmstadt erbeten. Salzhausen. Zu dem am Pfingst-Montage statifindenden laren ergebenst ent 3747) Gebrüder Eich. 3706) Ein Wärter und ein stark s Dienstmädchen fürs aca* demische Hospital gesucht. 3718) Ein cand. phil. wünscht eine Hauslebrerstelle anzunehmen oder Privatunterricht zu ertheilcn- Offerten erbeten in der Exped. d. Bltts. sub Chiffre 3718. 3707) Ein tüchtiger Anstreicher, der mit Holzmaser gut umgehen kann, sofort gegen guten Lohn gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Geld - Cours. 20-Francs-Stücke . do in i/r . Englische Souvereigns . Russische Imperiales Holländische fl. 10-Stücke Ducaten Dollars in Gold . . . JL A 16 17-21 16 16-20 20 41-45 16 69-73 16 65 9 55—59 4 25-28 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ebr. Pietsch) in Gießen.