nan di. tb(w ? Bender' 'Wen. und Kinderwabä^ w sofottigen Emtrill ■ ii der Exped. b§. -l ITO. Är. 171. Samstag den 30. Juli 1SS1. Kichener -UnMger Auffige- unb Amtsblatt für iiti Kreis Gießen. «»"»" - e»lstratz« ». IH. «rftcint iLglich mit «-.nahm- bei «-n.-g». ’ Ti^Äl ’«ÄT Amtlicher Hheil. Betreffend: AuSbruch der Tollwuth bet einem Hunde in Obbornhofen. Bekanntmachung. Nachdem wettere Fälle von Hundswuth in Obbornhofen und Umgegend nicht vorzekommen sind, werden die untrem 20. April L I. (|. Mzeiger Nr. 92) verfügten Sperrmaßregel nach Ablauf der gesetzlich vorgefchrirbenen Zeit hiermit wieder aufgehoben. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien Obbornhofen, Bellersheim und Utphe wollen dies auf ortsübliche Weife bekannt machen lassen und den Vollzug anzetgen. Gießen, am 28. Juli 1881. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ____ _________________________________ (4970 S-ÄMtti. \lree 50 Pfy. nnhäuser v Wagner. | ;t; Schmellerlingsjan! n. ends 8% W* ininfung mell“. yorstanä. »•" L ;*U>- rliiir*1 ,... «• *’ .Ugust 1881 chbmd-r, CeiPl'9- .tuen in m«"1®.” ' X «*-ä dengE ,“SÄ* D i e Fenier. Große Aufregung verursachte das am Montag auS London eingetroffene Telegramm, wonach in einem aus Amerika kommenden Schiffe m Leu ent- Tonnen verborgen, Höllenmaschinen ä la der von Thomas, die in Dnmeihafeu so furchlbares Unglück anrichtcte, entdeckt feien. Es wird dadurch hinlänglich cor.statirt, daß Notz der scheinbaren Ruhe, welche jetzt m Irland herrscht, die Femer, die Verschwörer von Piofetsion, ihre Sache doch iivch lange nicht vcr- loien geben, uno auf eigene Faust einen Kamps weiter führe»., der lebhaft an das Treiben der rujstlchen Nihilisten erinnert. Die Höllenmaschinen würden, wenn ihre Derthellnng gelungen wäre, schrrcklicheS Unglück angerichtet haben, und es ist daher die Aufgabe der englischen Regierung, threrseiiS nun ernstlich Schutte zu thuu, um den Fei nrn ihr Mordhandwerk von Grund auS zu legen. Em großes Hinderniß in diesem Vorhaben, daS auch der Staats- jecriiär Haicourl beretiS aigeküldigt hat, bietet — Amerika, das freie Land, in dem die Iren nach Belieben schallen und wallen können, und m-manchen L lstruten, wie z. B. in New Kork ganz und gar die Oberhai d m politischen «rgelegenheüen haben. Wie bekannt, halte die englijche Regierung bereus vor längerer Zeit nach Washington eine Note wegen der Brandariikel in dem Blatte deS Feniers O'Donnovan Rosta gesandt, aber, wenn auch die Antwort darauf noch nicht osficieü enheilt ist, so ist doch ihr Inhalt bereits in die Oeffei Ilichkrit gedrungei.. UeberauS höflich klingt sie freilich, aber nichts desto weniger wird jedoch entschieden die Nothwrndigkrit jedes Einschreitens gegen den frni'chen Fcnatiker in Abrede gestellt. Inzwischen har das B: Untat auf den Präsidenten Garfield stattgefunden, allerdings ist eine Aenderung der Politik den Feniern gegenüber nicht eingrireten, waL sich daraus erkiärt, daß diese dem frerelhasten Mordversuch total fernstehen. Anders dürfte sich j, statistische Bureau u. s. w. — Der deutsche Comrniflär bei der Weltausstellung in Melbourne, Geo. Regieruvgsrach Professor Reuleau;, welcher am 20. v. Mts. die Reise in die Hk'.math über Suez ongetreten, wird demnächst in Europa landen und in spä- testens 14 Ta-en hier eintreffen. Sein AdlatuS, der Geheimsecretär von Dobro- goieki, hat die Rückreise über Amerika mittelst der Pactfic-Eifenbahn zurück- gelegt und befindet fick schon seit einigen Tagen wieder in der Restdenz. Berlin, 24. Juli. Tie zusätzlichen Bezeichnungen der Postorte betr. hat der Staatssecretär des Reichspostamts unimn 18. Juli an die Kaiser!. Ober-Postdirectionen folgenden Erlaß gerichtet: Mit der wachsenden Zahl der Berkehrsanftalten des RelchspongebnteS mehren sich die Fälle, in denen eS erforderlich wnd, den Namen der Postanftaiten behufs der Unterscheidung von gleich oder ähnlich lautenden Namen zusätzliche Bezeichnungen beizulegen. Die Zabl der PonoNe mit zusätzlichen Bezeichnungen beläuft sich z. Z bereits auf mehr als 1800 gegenüber einer <8esammtzahl von etwa 7200 Po anstalten; somit entfällt auf vier Ortsnamen einer, welcher eme zusätzliche Bezeichnung trägt. Da btc Verlängerung der Ortsnamen durch Zusätze für das Publikum und für den Postbetrnd gleich lästig ist, auch die Kosten an Telegrammgebühren erhöht, und da ,udem die ÄnseNigung von runden Aufgabestempeln mit langen Ortsnamen Schwierigkeiten begegnet, so muß danach gestrebt weiden, die Zahl der Ortsnamen mit zusätzlichen Bezeichnungen auf das unbedingt nöthige Maß zurückzuführen, im Falle des Bedürfnisses aber auf die Wahl kurzer und einfacher Unterscheidungsbezeichnungen Bedacht genommen werdsn. Zu diesem Behuse wird Folgendes bestimmt- 1) Die Frage, ob einem Ortsnamen zur Vermeidung von Verwechslungen mit gleich oder ähnlich lautenden Namen em Zusatz beizulegen ist, bedarf in jedem Einzcl- falle einer sorgfältigen Erwägung Zmätze, die nicht undedingt erforderlich und, muffen vermieden werden Beispielsweise ist bei dem Ortsnamen Zabern im Elsaß der Zusatz tm Elsaß entbehrlich, weil nur eine Post an st alt dieses Namens betteht und Uber deren Lage kein Zweifel herrschen kann. Ebenso sind in den Onsnam n Offenbach am Main im Großherzogtburn Helfen, Fürth im Odenwald im Großherzogtbum Hesicn die Wone „tm Großherzogthurn Hessen" für überflüssig zu erachten, da die verbleibenden kurzen »Zusätze zur Unterscheidung der Postanstalten ausreichen. v 2) Ist eine zusätzliche Bezeichnung erforderlich, so muß m erster Reihe geprüft werden ob die geographische Lage emes Ortes durch ^e Angabe eines Flusies, eines Sees eines Gebirges oder durch den Namen der Landschaft, welcher der Ort angehö'.t, hinreichend hervorgehoben werden kann. Derartigen der phtzsischen Geograph'e tut- lehnten Zusätzen ist im Allgemeinen de Vorzug zu geben. Der gewählte Zmatz ist in der Re^el unmittelbar Himer den Ortsnamen zu setzen und von demselben l.diglich durch em Komma zu trennen. Präpositionen sind, soweit dies ohne Beeinträchtigung der Deutlichkeit geschehen kann, wegzulassen. Diese Regel soll nicht allein bei neu zu bildenden Zusätzen festgehalten, sondern auch nachträglich auf die bereits bestehenden Wortbildungen in Anwendung gebracht werden. Es heitzt also künftighin: Offenbach, Main: Köln. Rhein; Halle, Saale; Homberg, Ohm; Furth, Odenwald; Falkenftem, Taunus; Ludwigshafen. Bodensee; Schönau, W-esenthal u. s. w. Eine Ausnahme bilden de in den üblichen Namen selbst enthaltenden Zusätze, wie z. B. frei Stettin, am kalten Markt, Sulz unterm Wald, Münster am Stein. Bei dieser Gattung von Ortsnamen sind Abkürzungen unzulässig. 3) Wenn em der physischen Geographie entnommener Zusatz nicht angewandt werden kann so ist auf die bestehende politische oder administrative Emtheilung (das Land, 'die Provinz, den Ober-Postdirecttons-Bezirk, den Regierungsbezirk, den Kreis das Amt) ober auf eine aus früherer Zeit überkommene geschichtliche Bezeichnung des betr. Landestheiles zurückzugehen. Bei der Wahl ist die vorerwähnte Reihenfolge einzuhalten, so daß der Name des Kreis- oder Amtsbezirkes behufs Herstellung einer zusätzlichen Bezeichnung erst dann zu Hülfe genommen werden darf, wenn die Namen des Landes, der Provinz, des Ober-Postdtrections-, bezw. Regierungsbezirks nicht die erforderlichen unterscheidenden Merkmale bieten Für das Wort Regierungsbezirk i|i künftighin durchweg die Abkürzung „Rgbz." anzuwenden, welche im telegraphischen Verkehr als ein Toxwort gelten soll. Für Ober-Postdirectionsbezirk gilt die Abkürzung Opdbz." Das Wort Kreis wirb bei den zusätzlichen Bezeichnungen durch die abgekürzte Form „Kr." ausaedrückt. Bei der Angabe von Ober-Postdirections- bei-.o. Regierungsbezirken und Kreisen ist im Allgemeinen die von dem betreffenden Staate angenommene Schreibweise zu beobachten; es ist also z. B- zu schreiben: statt Ovdbz. Halle a. Saale Opdbz. Halle, statt Rgbz. Königsberg in Preußen Rgbz Königsberg, statt Kr. Oels in Schlesien Kr. Oels. Dagegen ist in allen Fällen, m welchen der Name eines Kreises oder einer Kreishauptstadt im Reichs-Postgebiet ein zweites Mal vorkommt, sorgfältig zu erwägen, ob die Kreisbezeichnung nach Lage der Verhältnisse überhaupt als zweckmäßig zu erachten ist. Beispielsweise wird für die im Bezirke der Ka serlichen Ober-Postdirection in Liegnitz bestehende Postanstalt in Günthersdorf anstatt der Bezeichnung „Kr. Grünberg i. Schlesien", zur Vermeidung von Verwechslungen mit Grünberg in Hessen, zutreffender der Zusatz „Obpdbz. Liegnitz" zu wählen fein. Die Namen wenig bekannter Kreise, wie z. B. Kr. Randow. Kr. Saatzig rc. sind für zusätzliche Bezeichnungen überhaupt nicht zu benurzen. Auä» bei den aus der politischen Einthetlung der Länder hergenommenen zusätzlichen Bezeichnungen soll als Grundsatz gelten, daß die Zusätze nur durch Kommata von den Ortsnamen zu trennen, die Präpositionen dagegen, wo keine Unsicherheiten entstehen können, wegzulassen sind. Hiernach ist z. B. zu schreiben: statt Lauterbach im Großherz. Hessen, Lauterbach, Hessen, statt Münster in Westfalen Münster. Westfalen, statt Königsberg in der Neumark Königsberg, Neumark. Trifft jedoch der Name eines La> destheils mit dem Namen einer Stadt zusammen, wie z. B. bei der Provinz Posen, so ist die Präposition „in" beizubehalten. Hiernach hat z. B. die in dieser Provinz gelegene Postanstalt tn Kolmar auch fernerhin den Namen Kolmar in Posen — nicht Kolmar. Posen — zu führen. 4) Nur wenn die vorstehenden Regeln zur Wahl einer unzweifelhaften zusätzlichen Bezeichnung nicht ausreichen, kann der Name der nächsten größeren Postanstalt zur Kennzeichnung der Laae einer kleineren Postanstalt zu Hülfe genommen werden, z. B. Schöneberg bei Berlin. Die Bezeichnuugsform empfiehlt sich insofern nicht zu allgemeiner Anwendung, als sie nicht mit Sicherheit erkennen läßt, ob es sich nm einen Postort mft einer zusätzlichen Bezeichnung ober um eine im Landbestellbezirke der letztbenannten Postanstalt liegende Wohnstätte behandelt. Es soll auch nicht ausgeschlossen sein, daß der allgemein bekannte und gebräuchliche Name einer Eisenbahn (z. B. Ostbahn, Taunusbahn, Moselbahn) als zusätzliche Bezeichnung gewählt werde. Hiervon ist aber nur bann Gebrauch zu machen, wenn eine Veränderung des Namens der Eisenbahn in Folge anderweiter Gestaltung des Netzes derselben oder durch einen Wechsel in der Verwaltungsorganisation nicht zu erwarten hat. 5) Behufs Ermäßigung der Kosten für Telegramme wird bestimmt, daß zusammengesetzte Ortsnamen mit Weglassung der Bindezeichen thunlichst in einem Worte zu schreiben sind. Es kommen in dieser Hinsicht namentlich die mit den Wörtern „Ober. Unter, Nieder, Alt, Neu, Groß. Klein, Mittel" u. s w. zusammengesetzten Ortsnamen in Betracht. Nur bei solchen Zusammensetzungen, welche ohne Sonderung ihrer Glieder das Auge leicht verwirren und daher mit unrichtigem Tone ober unrichtiger Sckbeneintheilung ausgesprochen werden könnten, also namentlich bei langen Wortverbindungen, ist die getrennte Schreibweise unter Anwendung der Bindezeichen beizubehalten. Es ist also beispielsweise nicht zu schreiben: „Deutschavr court. Preußisch- oldendorf, Sanctamarin, Königlichschmelz, Französischbuchholz, Altutka. Nenisenburg, sondern Deutsch Avricourt, Preutzisch-Oldenborf, Sanct-Amarin u. s. w. Selbstverständlich dürfen Aenderungen der bisherigen Schreibweise nur nach erfolgter Verständigung zwischen den Kaiserlichen Ober - Postdirectionen und den zuständigen Regierungsbehörden vorgenommen werden. Für die Schreibung der Umlaute „ä, ö, ü" (Bärenwalde, Bönstadt, Büchenbeuern) findet die früher übliche Form „ae, öe, ne" (Baerenn alde, Boenstadt, Buechenbeuern) allgemein nicht mehr Anwendung. Die vorstehenden Bestimmungen haben den Kaiserlichen Ober-Postdirectioneii bei allen künftig abzugebend'-n Vorschlägen wegen der den neuen Postansta'ten beizulegenden Zusätze zur Richtschnur zu dienen. Um aber auch die bereits bestehenden Zusätze mit den gegebenen Regeln in Einklang zu bringen, ist es erforderlich, daß das nach Ober Postdirections- bezirken geordnete Verzetchniß der Reichs-Postanstalten einer sorgfältigen Prüfung in Bezug auf die Nothwendigkeit und Geeignetheit der vorhandenen zusä lichen Bezeichnungen, sowie in Bezug auf das Zutreffen der gewählten Schreibweise unterzogen werde. Die Kaiserlichen Ober-Postdirectionen haben diese Arbeit alsbald in Angriff zu nehmen und in der zweiten Hälfte des Monat Oktober je zwei Eremplare des den Kaiserlichen Ober-Postdirectionen s-Z. von hier gelieferten gedruckten Verzeichnisses der Bezirks-Postanstalten, worin die Aenderungen mit rother Tinte ersichtlich zu machen sind, an das Comsbureau des Reichs Postamts einzusenden. In Zweifelsfallen sind die zur Begründung der Vorschläge eiforderlichen Angaben in einem besonderen Anschreiben an das Coursbureau zum Ausdruck zu bringen- Von der Veränderung der Stempel aus Anlaß der Umgestaltung der zusätzlichen Bezeichnungen wird bis zu der aus anderer Veranlassung erforderlich werdenden Neubeschaffung abgesehen. Itatien. Rom, 27. Juli. Der frühere apostolische Vicar in Tunis, Kapuziner Sutter, ist hier eingetroffen, um sich in das Kloster seines Ordens zurück- zuziehen. Außland. Petersburg, 27. Juli. Der „Regierungsbote" meldet: Großfürst Constantin Nicolajewitsch ist, seiner Bitte gemäß, seiner Stellungen als Prä- fident des Reichsraths, als Präsidirender des Haupt-Comit^s für die Angelegenheiten des Bauernstandes und alS Präsidirender der besonderen Wehrpflicht-Commission enthoben worden mit Belastung tn seiner Würde alS Generaladmiral und Generaladjutant, sowie in seinen übrigen Aemtern und Würden. — Laut Befehl des Kaisers an das Marineministerium ist Großfürst Constantin Nicolajewitsch seiner Bitte gemäß der Verwaltung der Flotte und des Marine-Restorts enthoben und Großfürst Alexei Alexandrowitsch zum Hauptcommandirenden der Flotte und des Marine-ReffortS mit den Rechten eines Generaladmirals ernannt worden. Afrika. LuuiS, 27. Juli. Eine Bande von 1500 Arabern ist bis RadeS, einige Kilometer von Tunis entfernt, vorgerückt und hat 7 Personen ermordet. Die europäischen Einwohner find nach Tunis geflüchtet, wo der größte Theil der Geschäftslocale geschloffen ist. Es find Maßregeln zur Wiederherstellung der Sicherheit getroffen worden. Die Schiffsbrücke zwischen Goletta und Rades ist abgebrochen. Amerika. Washington, 27. Juli. Nach einem Telegramm des Staatssecretärs Blaine an die Vertreter der Unionsstaatea im Auslande von heute Nachmittag 1 Uhr ist tn dem Befinden des Präsidenten Garfield eine bedeutende Beffe- rung eingetreten. üeiegraphtsche ^eptitycu. öolfTi ttleflt. London, 28. Juli. Das soeben zur Vertheilung gelangte Blaubuch tn Betreff Tripolis enthält eine Depesche des Staatssecretärs des Auswätti- tigrn, Lord Granville, an den englischen Boischafter in Paris, Lord Luons, . vom 15. Juli d. Js., in welcher es heißt: England könne mit Rückstcht aus die unzweifelhafte Zugehörigkeit des Vilajets Tripolis zu dem türkischen Reiche, ' sowie mit Rückstcht auf die Nachbarschaft desselben mit Egypten eine Ein- ! Mischung irgend welcher Art von Seiten Frankreichs tn Tripolis nicht in der- ! selben Weise wie die jüngsten Vorgänge in Tunis b-trachtea. Es würde eine i neue, von der tunesischen ganz verschiedene Frage entstehen, wenn Frankreich i dahin streben sollte, einen ausschließlichen oder jpeciellen Einfluß bezüglich Tri- l polis auszuüben, wodurch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frank- ' reich und England gestört werden dürsten. — Lord Lyons antwortete daraus i am 17. Juli, der französische Minister des Auswärtigen. Baithelemy St- Hst j latrc, habe ihn versichert, daß die französische Regierung Tripolis unstreitig als einen Bestandtheil des türkischen Reiches betrachte und weder eine Invasion noch die Herstellung eines ausschließlichen oder vorwiegenden EinfluffeS daselbst beabsichtige. Die Pforte sei versichert worden, daß, wenn Frankreich feine.- Hoffnungen und Wünschen zuwider genöthigt werde, militärische Maßregeln zu ergreifen, solche nur defensiver Art seien würden. Die französischen Truppen würden Tripolis nicht überschreiten. — In einer Depeiche Lord Granville'S vom 26. Juli an den englischen Botschafter in Konstantinopel. Lord Dufferin, wird Letzterer angewiesen, der Pforte anzurathcn, mit der größten Vorsicht zu Werke zu gehen und Frankreich nicht einen plausiblen Grund zu einer Be« schwerde zu geben. Verwischtes. Frankfurt, 28. Juli. Der gestrige Mittwoch war ein gut besuchter Aus- ; ftellungstag. Die electrische Eisenbahn hatte an diesem Tage die seither höchste Frequenz ! mit 1040 Personen und eine Tages Einnahme von 427 JL Den elektrischen Aufzug ! benutzten 272 Personen. Der Gesammtbesuch betrug aeftern 12000 Personen mit einer i Einnahme von ca. 4000 «A Unter den hervorragendsten Besuchern befanden sich Hr. I Contre-Admiral ferner und Se. Excellenz Hr. General-Intendant Hülsen in Be- j gleitung des Herrn Kohn-Speier. Heute zum Erstenmale werden die Doppel-Concerte von Bilse und Waßmann ftattfir.ben und Morgen, Freitag Abend, wird Herr Hof Musikdirector Bilse die I Mozart'sche Jupiter-Symphonie zur Ausführung bringen. — Seitdem die Lotterik- I Gewinne angekauft sind, hat der Loosoerkauf eine große Ausdehnung genommen. Ins: I besondere fesseln die Schürutann'schen, Lemie'schen und Bracher'schen Sch^nuck- ] fachen, die Speisezimmer-Einrichtung von Rauch, der Concertflügel von Stein- i way & Comp. und das Pianino von Wehagen, das Beer'sche Oelgemälde, der Damen-Schreibtisch vdn Oxenius und die verschiedenen Teppiche, Gardinen, Coup^.' u s. w. die Aufmerksamkeit des Publikums. —An kaltem Quellwasser zur Bewässerung der Anlagen und für die Eisbahn leidet bie Ausstellung jetzt keinen Mangel, nachdent der neue Brunnen in Bockenheim, der 1400 cbm kaltes Wasser ju 8° liefert, in ausgiebige Thätigkeit getreten ist. Franks urt, 26. Juli. Bei einer hiesigen angesehenen Familie, deren e>obn auf der Universität Heidelberg ftubirt, erschien, wie wir dem „Int. Bl." entnehmen, kürzlich em junger Herr, der sich als Albert S - . . aus Köln und Commiliton' des Sohnes einführte und, da er den Angehörigen als solcher aus den Erzählungen wohlbekannt war, auch mit größter Zuvorkommenheit aufgenommen wurde ^)iach o eleiii Hin- und Widerreden rückte der Herr Student endlich mit der Schreckensbotschaft heraus, daß er im Auftrage des Sohnes hierher gekommen sei, um den Eltern mitzutheilen, dersrlbe habe sich mit einem anderen Studenten in ein Duell eingelassen und habe: das Unglück gehabt, seinen Gegner lebensgefährlich zu verwunden; er sei sofort geslüchtci und zwar, da er ohne Geldmittel fei; vorerst nach der Schweiz; von da aus beabsichtige er mit der Einwilligung und Unterstützung der Eltern nach England zu daselbst ansässigen Verwandten zu reifen- Nachdem der erste Schrecken überwunden war, wurde in einem Familienrat!) eingehend beratschlagt, wie dem Flüchtling in unauffalligci Weise die ttöthigen Geldmittel übermittelt werden könnten. Vorsicht erschien um se dringender nöthig, da er nach Aussage des Kommilitonen bereits steckbrieflich verfolg! wurde. Endlich erbot sich Letzterer, falls es den Eltern genehm sei, die Geldmittel selbst zu überbringen, da er außerdem als Sekundant seines Freundes es für geratheu erachte, selbst eine Zeitlang ins Ausland zu gehen. Der Vorschlag wurde dankend an genommen und mit einem Geldbetrag von 300 JL und vielen Segenswünschen der Familie ausgerüstet, reifte er anderen Tags nach der Schweiz ab. Als aber die versprochene Nachricht, welche unter einer bestimmten Chiffre hier eintreffen sollte, nid)i erschien, reifte der Herr Papa, von bösen Ahnungen gequält, vor einigen Tagen felbfi nach Heidelberg, um sich über den Stand der Angelegenheit zu orientiren. Hier hatn er die Freude, seinen Sohn wohlauf und fleißig seinen Studien obliegend anzutreffen Es stellte sich heraus, daß an der ganzen Duellgeschichte nicht ein wahres Wort war Auf welche Weise der angebliche Freund — den ächten Herrn v. S. lernte der alt« Herr bei dieser Gelegenheit gleichfalls kennen — sich Kenntnis; von den Familienverhältnissen verschafft hatte, ist noch nicht ermittelt. (Sieben Kinder vom Blitz erschlagen.) In Ahrensdorf bei Trebbin waren wie der' „Post" geschrieben wird, während des Gewittere» am Mittwoch sieben Kinder au1 der Heimkehr von Felde unter einen Baum geflüchtet, als diesen ein Blitzstrahl traf uir alle sieben Kinder auf der Stelle töbtete. Die Theilnahme im Kreise ist ob dieses Unglückes allgemein. (Poetische W ohnungsanz eige.) Ein schweizerisches Blatt veröffentlicht die nach stehende poetische Wohnungsänzeige eines Buchbindern: Es wohnt die Reblaus in der Traube, Die Wachtel wohnt im golb’nen Weizen, In frommen Herzen wohnt der Glaube, Ich wohne Jakobstraße 13. Emanuel Kniehuber, Buchbindermeister. Roland Seck, 18. Juli. Bor einigen Tagen kam hier ein junges Ehepaar an das auf feiner Hochzeitsreise begriffen war. Die jungen Eheleute erstiegen den Rolande» bogen und kehrten erhitzt und erschöpft in den Gasthof zuruck. Hier hatten sie sich dura einen kühlen Trunk erfrischt, bald daraus klagte der junge Mann über Unwohlsein, das stä mit jeder Minute verschlimmerte. Die telegraphisch herbeigcrufenen Aerzte ettannten eint Lungenentzündung und als nach zwei Tagen ein Lungenschlag hinzutrat, starb der jungt Ehegatte. Die junge Frau kehrte nun allein nach ihrer Heimath Ostfriesland zurück, vor. wo sie vor sechs Tagen an der Seite ihres jungen Gatten freudestrahlend in die Welt hin ausgetreten war. — In Siegen (Westphalen) ist am vorletzten Mittwoch Abend während des Gewitter» nach kurzem Regen cm so vernichtender Hagel gefallen, wie man ihn kaum schon andersw.' erfahren haben dürfte. Es fielen Hagelstücke von der Größe eines Hühnereies, die, M der Hagel ungefähr 10 Minuten anhalten mochte, einen ungeheuren Schaden anrichteter. In der ganzen Stadt, sowie den drei Vorstädten, wo der Schlag gerade am meisten hin- getomnien ist, sind alle Fensterscheiben zertrümmert und vielfach die Dächer sehr beschädigt worden. Die Straßen boten einen traurigen Anblick dar. Auf den Feldern und in d^n / Gärten sind die Früchte fast alle zerschlagen, für die bevorstehende Ernte ein beklagenc-- ' werthes Ereigniß. . Wldch' (güt * Rum >8'1; Dtr Frode ,»« qvaßstab gab allttvln W > Uebtigen ,, *« Md < 1 ß.nn w 8™ icWwltinMbl,‘ ölt I» dn S unö <»nKt m fj m-n'»LLÄ nr.b .DurWaHll" dt'rStMlverlamM irisnlege, flriff auf unfett «euer Damit genug. Antwort würdigen wl -.mmnSin zufügt, sich Die gesicht Äbi »ar außnordentilch za Last als zu klein er» haltet bat, so möchte Hhim so zahlreich einst des Brreins müssen als Publikum ben Mitgliebe tztürmtitcn Applaus Ltreichzithn ,8m Grc Beilchkndust"-Malzer h Wir wünschen t Wir nhielten n Geigers diene Ihnen ieltß, wenn dieselben iroTtm sind. Leitens Die Anstagr be fcoitt ich Ihnen dahin mindtstens 30 Persvne Inspruch auf diese Be worden ist. Diese il werden konnte, touibi äolbtn, Setannh Warf« an hm NrPio6) unb 3 "Httona vm w Verp^unz«. lvährrnd der I ?Xber Großb in£ A'" StiibBtra, ©rinifto ■ ..te”*«. * to" ui "hoffen x 91^tu"885etfeit” luai »„»,”8- nad UL ,'7 »«M* 3 ? ®*" tüii (fr. Trlp«l,z„,ch, ln b(b $!*“' Ei -üid, ,ln, ®nIM itjüglidiin. DG« grad UM antaortete barm* °.Aith,Imy St. $., WIpolU Un(trt;tig all 5 »ebn eint >,((„ :nbtn ©nfluflt« b«>M ®ffln granhflt leint MrW Wilrtgth p t fttnjjpft^tn J'uppr Pil^e 8orb ©ranDiOi'l tinoftl. 8»tb Duffm: bet gtöbltn Bochih, p i Tiunb zu einet ®t iar ein gut besuchte!- la die seither höchste Fre^n. Den electrischen Au'ßj : 12000 Personen mit nr esuchern befanden sich h ntenbant Hülsen in Li von Bilse und SBaynLT oi Musikdirector Wie >: — Seitdem die ßrnr dehnung genommen. > d Bracker'schen St^ Concertslügel von Beer'sche Oelgemätde^ ppiche, Gardinen, _0--" KÜroaffir ,)ur!ötn)äiitu feinen tefld, WfJ (für zu 8° liefert, in aut aen Familie, deren 6er em Lnt- 'M“ *bcr Löln'und (iommditor ■■ । Mtz den ErMWN^ Mn wurde ME ,r Schreckensbotschaft d-rck • K-tSZ ?ÜSM5 Ätiin« m und** , sotfiit «#. :< Ä?x' torschlag/^nnsch7.' ä-äsä ilt, °°r f'fi Hin » it i«or b W|** lllbitn- Ki W°n- * -'»/Kni- bet; v . 6,i Tttddin * i>e, izen, nbe, b r Buchb'l^'tzhepai' Zlerzte^ M > S** »^sb' $<«*#*>' 2 chwedt a C., 22. /uh. Duell mit tdbtliebem Ausgange. Heute frtib 1anb in dem Wäldchen Heinrtchslust, > * Weik von hier entfernt, ein Duell auf Pistolen zwilchen den Cffijieren Lieutenant v. L hei mb und Lieutenant v. Geyso vom 1. Brandeu- burglschen Tragoner-Regnnent Ur. 2 statt, welches damit en orte, daß v. Geyso tobt auf dem Playa blieb. Der Grund zu dem Duell »ft bi« letzt unbekannt. Eingesandt. (gut all« unter tiefer Rubrik erschetneneen Artikel in tie Siebaction tem Publikum gegenüber nicht verantwortlich) Zum „öingefonbt* von gestern: Der .gerade Feuerwehrmann^ nimmt el krumm, daß ich ihm gegenüber an ein Wort von Platen erinnerte, (fr hat reckt man soll nickt mit Kanonen auf Spatzen schießen. Den Raßstab gab allerdings mehr die niedere Absicht, alb sonst die Pers-ntichkeit. Im Uebrigen kostet e- Uebnatntung, von den Windeiern dieses Bogels »eiter Notiz zu nehmen und auf solch G'püpie zu antworten Denn in Friedberg kein Schildchen für die F. St. F vorhanden war, so gebt das 'elbstverstLndlich die ÄHgliebn an nicht aber, ebenso selbtzverstLndsick die Ouli t "^Sr'edberg reisenden Feuerw.brmann auf ein gelöstes einfaches vtllet freie 6U a* de« Feste noch eine »e,t größere ge> ftriebberg. 27. Juli 1881. Fertzina.d Dom«. u mh8e:^tiU ton dem Agenten des norddeutschen Lwyb w. SV. Dietz in Gießen. - , Breme». 27. IM. (»tt tran8atl«! ZdtgTajpb.) Der P°»tx>mp,n Sürnbng, ®af’1 8 2äger, vom Rorbbeutschen Llovb in Bremen, welcher am 13 Juli von Bremen abgeganaen war, ist gestern 4 Ubr Rackm.ttagS wohltzebalten in Rewyork angekommen. Bremen, 27. Juli. Der Postbampfer Durham, Lapt. Andersen, vom La Plata kommend hat gestern wohlbehalten 6t Vincent passtet. Kandel und örrftfrt. Herborn (an der frölwGteßcnee Eisenbahn), 28. Juli, «uf den heutige, Mtilaen Warft wurden gebracht: 491 Ochsen, 499 frühe und Rinder, 659 Sckwetne. Der nächste M^kt 'st am Äontaa, ben 22. August Ifb. Jahre«, zugleich Preismarkt des II landw.nh. sckaftlicken Bezirks, womit eine Ausstellung landwirtbsckaftlicker Geräkhe und Masck nen vtt- bunben ist. Die zugleich beabsichtigte Verlooiung von Pretsthteren. Geräthen und Maschnren ist vom Kgl. Oberprasidium zu froffel nicht genehmigt worden, well 1) der Bezirk erst im vor gen Jahre eine Verloosung gehabt habe und weil 2, in dem benachbarten I Bezirk Bieden köpf schon eine Verloosung pro anno gestattet sei. Frankfurt a. M , den 29. Juli, Nachmittags 1 Uhr 50 Min. (Iekflr. (?our8bcrid):. durch das Bankgeschäft Älbcrt zraus mann in Gießen.) Kredit- ottten ZI?»/, Staatsdahnucliev Galizier 285, Och. St Iberrente 68' 2, 4% Ungar. 79 /t4 (° '6$/i6, 2. OhmbWetbc 61Vie, 5% ^umänific jicnie yz7,16* Tendenz fest. Kirchliche Anzeigen der evangelifchenGemeinde suGiefsen. Gotte-dienst: Während der in ber Stadtkirche vorgenommenen Ilmbauarbeiten werden bie Gottesdienste in ber Hospitalkirche unb ber Friebhofkapelle gehalten unb zwar: Sonntag, ben 31. Juli: Morgen- 8 Ubr in ber Ho-piia lkirche: Pfarrer Dr. Naumann. Morgen« 9' 2 Uhr in der Friebhofkapelle: Pfarrer Schlosser. sfratechiSmuSlehre mit ber confirmirten männl. Iugenb.^ Zu dem Gottesbienst um 8 Uhr wirb 5 Minuten lang unb zu dem um 9',, Uhr wirb 10 Minuten lang mit ben Glocken ber Stabtklrche geläutet werben. Nachmittag- finbet kein GotteSbienst statt. Die Pfarrgeschäfte für bie Woche vom 31. Juli bl« 6. August besorgt Pfarrer Schlosser. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Behufs öffentlicher Verdingung deS Bedarfs an Heu, Stroh (einschl. Lagerstrob) und Biwaksholz, sowie der Gestellung von Wagen zur Anfuhr der Verpfle^ungS- und Biwaksdedürf' mffe während der diesjährigen Herbst' Übungen der Großberzoglich Hessischen (25.) Division in Oberhrffreffe unb | 4741) Ern wenig gebrauchter, eleganter mehrere Fässer billig zu verkaufen. Landauer stt preiswürbig zu verkaufen. Restauration Fr. Lony, Marklftr. | Näheres bei Gebr Stamm. Arbeitsversteigerung Dienstag den 2. August l. 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