1881 Samstag den 30. April Nr. »» Erscheint täglich mit «u-nahme de-> Montag». Bureau r Sch ul strafte B. 18. Illing "" Preis vierteljährlich 2 Start 20 W mit Vrin,ertöte- Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Kart bO Pi. emer erungg-Bank ifltn Bedingungen itfiethtttt flt: mit Mn Rrseih an die Lersichrrungö der Bremer erungs-tzank n wenden. ich »ich babi« °is md M11*'J8** ichmidt >!- - ert •änsluckner, idwig Hainer; ) Via._______- Italien und Ungarn Theil. Am 3. April 1849 wurde er Generalmajor und veer Jahre darauf Feldmarschall »Lieutenant. 1859 commandirte er da» 8 Armee-Lorp» in Italien und nahm an der Schlacht bei Solserino Ther. Er leitete den Rückzug der Oesterreicher. Al» Feldzeugmetper und General» gouverneur von Ungarn, sowie al» Oberbefehlshaber in Venetien hatte er sich daS Vertrauen der Regierenden in fo hohem Maße crroorfcen, daß er, obgleich bürgerlicher He.kunft, beim Aukdruch de» Krieges von 1866 zum Oberbefehl», hader der Nordarmee ernannt wurde. Die Enttäuschung war freilich groß und wenn ou* die Unferttgkeit der Armee, sowie der passive Widerstand de» hochsürstlichen EorpScommandanten gegen die Anordnungen de» Emporkömm. lingS manche Fehler ei klären mögen so erkannte man doch bald, daß Benedek kein genialer Siratege, sondern nur ein guter EorpSsührer und tapferer Soldat war. Er ließ die Preußen in Böhmen eindringen, zersplitterte seine Streitkräfte und wählte zur Entscheidungsschlacht ein Terrain, welche- im Falle der Niederlage für die österreichische Armee verhängnißvoll werden mußte. So erfolgte die schwere Niederlage bet Sömggrätz am 3. Juli 1866. Man erhob lebhafte Klagen und Beschuldigungen, Benedek wurde durch den Erzherzog Albrecht im Obercommando ersetzt und nebst einigen anderen Generalen vor ein Kriegsgericht gestellt, doch scheint man al-bald auch in Wien »griffen zu haben, daß die Untersuchung noch viel schlimmere Dinge, als die UnfLhtgkeit der Obe-befehlshaber zu Tage fördern würde, und so erfolgte auf kaiserlichen Befehl die Einstellung der Untersuchung. Benedek lebte seil seiner Penstoni. rung im October 1866 in Graz, wo er auch heute früh am Schlage ge- 27. April. Der Bürgermeister und die beiden Vtcebürgermeißer überreichten dem Kronprinzen Rudolf in einer heute Mittag stattgehabten Audienz ein Pracht-Exemplar deS FestzugwerkeS. Der Kronprinz nahm daS- selbe dankend entgegen und sicherte seine und der Prinzessin Stephanie Tyeil- nahme an dem projectirten Volksfeste zu. Frankreich. Pari-, 27. April. Eine Deprschr deS General Logerot au» Sef von heute Morgen meldet, daß der Gouverneur von Kef diesen Platz gestern im letzten Augenblick, alS von den französischen Truppen bereu» alle Vorbereitungen zu einem Angriff getroffen waren übergeben hat. G'neral Lozerot beabsichtigt morgen nach dem Thale deS Medjerea abzumarschiren und ein Besatzung»- Eorps in Kef zu ückzulaffen- Die in Sef Vorgefundenen Geschütze der Tunesen waren geladen, aber nicht abgefeuert gewesen. — Die telegraphische Verbindung zwischen TuniS und Algerien ist wieder hergestellt und befürchtet man nicht mehr, daß die öffentliche Ordnung in TuniS gestört werden wurde. — DaS Fort Tabarka ist zerstört und unbewohnbar. Der die französische Trup- penabiheilung in Tabarka commandirende Oberst hat mit 1500 Mann die Ruinen besetzt und wird die Pofilwn gegen jeden Angriff befestigen. Da» gejammte Be' tzungsEorps ist ohne Kampf auSgeschifft worden; die Araber wurden durch die französische Artillerie von dem Landungsplätze serngehaltea. DaS AuSschiffen von Lebensrnitteln und Munition dauert noch fort. — Sus TuniS vom 26. ds. wird gemeldet, daß der Bey, durch den Gouverneur von Deja von dem Einrücken französischer Truppen in das Gebiet von Tunis in Kenntniß gesetzt, d-m französischen Generalconsul Roustan eine neue Protestschrift habe zustellen laffe.i, in welcher er daS Vorgehen Frantteichs als gegen das Völkerrecht verstoßend bezeichnet habe. Diese Protestschrift habe der Bey auch den anderen europäischen Eonsuln mitgetheilt unter Bei- süguna einer Note, n welcher er sich bereit erkläre, die Angelegenheit der Entscheidung der Mächte zu unteibre ten und an den Ebelmuth und die Un- i | Parteilichkeit der Großmächte app-.llire. r (3010 ßltriigc ,.»i bei «"'S'» untkr Deutschland. Mainz, 27. April. An unseren Oberbürgermeister, Herrn Dr. Dumont, 1 »st Seitens eine» engeren EomilsS der demokratischen und Fortschrittspartei in WormS die Anfrage gerichtet worden, ob er gewillt fei, bei der bevor» Sehenden ReichStagSwahl in dem dortigen Wahlkreise eine Sandidatur anzu- nehmen. Wie ich hörte, hat Herr Dr. Dumont bis jetzt weder eine bejahende noch ablehnende Antwort gegeben, sondern sich vorbrhalten, Vie Frage mit ' |einen hiesigen Parteigenoffen zu besprechen. (Frkf. Ztg.) Berlin, 26. April. In Siel ist soeben für die kaiserliche Werft rin Sradn riesigsten UnfangS fertiggestellt worden. Dieses Hebewerkzeug hat den '^weck Ausrüstung und Armirung der großen Panzerschiffe zu beschleunigen, indem'e» in kürzester Frist die schwersten Maschinen. Geschütze, Anker u. s. w. an Bord schafft oder abladet, und zwar Lasten bis zu einem Gewichte von 1200 6ha.; e» hat formt eine Tragkraft ebe» bürtig derjenigen welche die mächtigsten Krähne in den Werften Frankreichs, Englands und Italiens be- sigen. Seine Anfertigung hat einen Softenaufwand von beinahe 130 000 JL eifoefctrt, der aber in Anbetracht der Dienste, welche dlejes Hebewerkzeug bei einer etwaigen Mobilmachung le sten wird, keineswegs als zu hoch ersche,. t. Berlin 27. April. Eine Eingabe an den Reichskanzler zur Gründung einer deutschen Rationalbiblioth.k al» eineS Eentra.pu.kieS für die Erzeugmffe der deutschen Nat.onalliteratur ist soeben von dem Allgemeinen deutschen Schrifistelleroerband" auSgearbeitet worden. Ss heißt ta dieser Eingabe dsndere Rationen haben die unserige in der musterhaften Organisation und im rechten Verständn'.ß deS BibliothekwesenS längst übertroffen. Die Nationalbibliotheken in Pari» und Washington und selbst Petersburg, vor Wem aber die englischen Bibliotheken, find von unS unerreichte Muster. Was auch der Er.gländer innerhalb der verschiedensten Literaturzweige seines Vaterlandes für Studien machen will, er darf hoffen, das größte und daS Einste literarische Document, da» in seinem Vaterland? gedruckt wurde »vorzu find en. ür brauche ein großartige» Prachtwerk, er brauche die klei'ste Wochenschrift deS unbedeutendsten englischen One» er brmtche den Wahlaufruf einer politi- zchen Partei, oder er schreibe Theatergeschich'e und suche ^wen T^ea'nzettel, __ eT finbet Alles vor und zwar nicht nur in der neuen Bibliothek^ des British Museum, nein, in den fünf Hauptbibliothek u semeS Lande-. Da ist keine wiffenschaftliche, keine sociale, keine merkanttlische k. ^ung m dem Geistesleben seineS Volkes, der er nicht, sobald fie fich m irgend welcher Form durch die Typographie manifestirt hat, bi» in S kleinste Detail fo^en könnte- lES kann deml-a* in Deutschland an die Errichtung -mer Rti*Sbiblwth.k wohl nur dann gedacht werden, wenn die in Eiland ac. bestehenden Emrich- tun gen acceptirt werden. Es muß also im deutschen Preßgesetze die Emliefe. nmg eines Frei-E;.mplareS von jeder beliebigen, auch der mcht im Buchhandel etfdliinenben Druckschrift voischriebrn Str.e solch« R.ichsbiilwlbkk M gesrtzmLßifl« Lammrlstrll« aller i,v°grr. Mschen Srzeugriffe in Deutschland würde un,w-isel?-ft bei der g-genwait^zen Diiwickeluna dir Publiiistil eine wichlize Förderung der SeschichlSschreibung bilden. Hcsterreich. Wien. 26. April. Der österreichische Feldzeugmeister Ludw. v. Benedei beficn Tod ein Telegramm meldet, war zu Oedenburg in Ungarn 1804 ge- 6or.n Im Alter von 18 Jahren trat er in die österreichische Armee und brachte es bis 1843 zum Obersten. Als solcher nahm er an der Expedition zur Unterdrückung des Aufstandes in Westgalizien, sowie an den Feldzugen in «...w Elches täuSlidie "was foim Ehrling > braver Familie und itmssen suche in mnn Nassauer, aarenhandlung, welche das Cchaiiem löttm, werden ange- jastenfabrik von K. Grünrbaum Bet.essend: Arlag« von F.Idwegen und Sntwöstirungögröben, I-wie 8u|Qmmenlegunfl der Srundstncke In Flur 111, IV und \ der ...... ä sc WM^ZMMMMS-ZW -r nur dirseiigen fpiter jur Abstimmung berechtigt sind, welche In den »bcheilungölisten etn9etiaflen strhen. ' Ließen am 26. April 1881. Sroßher,ogliche« »reiSami Siehm. p Dr. SB oe (mann. ________________________ fei«'! rW Kießemr Anzeiger Amtige- ililii Amtsblatt für bru Steig (Gicficn. England. Loudon, 26. April. In Irland find die Agrar-Ausschreitungen wie der an der Tagesordnung und ist der Zustand der Dinge auf der Nachbar. Insel kein sehr befriedigender. Im vorigen Monat wurden 146 Azrarverbrechen zur Kenntniß der Polizei gebracht, d. i. nur 14 weniger als im Februar, zu einer Zeit, wo das Zwangsgesetz noch nicht in Kraft gesetzt worden. Dublin, 27. April. In der gestrigen Sitzung der Agrarliga erklärte Dtllon, in nächster Woche werde an die Regierung das Verlangen gestellt werden, die Exmissionen und den Verkauf von Gütern in Irland auf 1 Jahr zu suSpendtren. Wenn die Regierung sich deffen weigere, würde ferneren Exmisstonen bewaffneter Widerstand entgestellt werden und Gladstone und For- per würden für daS vergoffene Blut verantwortlich sein. Türkei. Konstantinopel, 27. April. Die Pforte hat gestern telegraphisch ein Circular an ihre Vertreter im Auslande, betr. den Einmarsch französischer Truppen in Tunis gerichtet. — An Stelle Reuf Pascha's wird sich Fuad Pascha zur Begrüßung des Kaisers von Rußland nach Petersburg begeben. — In Konstantinopel beginnt ein merkwürdiges Nachspiel zu der Absetzung und dem Tode deS Sultans Abdul Aziz. Dieser wurde bekanntlich in der Nacht vom 29. auf den 30. Mat 1876 des Thrones für verlustig erklärt, aus dem Palaste von Dolmabagdsche entfernt und in einem Kiosk des ver- laffenen alten Serails auf der bei Stambul in das Marmara-Meer hinein- ragenden Landspitze untergebracht. Dort wurde er am Morgen des 4. Juni tobt gefunden. Die bedeutendsten türkischen und fränkischen Aerzte der Hauptstadt besichtigten den Leichnam und veröffentlichten dann ein ausführliches Gut« achten, nach dem Sultan Abdul Aziz einen Selbstmord begangen haben sollte, indem er sich mit einer Schere die Pulsadern durchgeschnitten habe. Damit war die Angelegenheit beendigt. Jetzt endlich, nach fast 5 Jahren, soll der Schleier gelüftet werden, der über dem grausig, gehetmnißvollen Schauspiel ruhte, das sich in der Nacht vom 3. aus den 4. Juni im alten Serail ab. spielte, jenem alten Serail, in dem so viele Sultane in Folge von Janttscharen- Empörungen und Palast-Jntriguen schon ein gewaltsames Ende gefunden haben. Man will Papiere entdeckt haben, die auch förmlich den Beweis liefern, daß Abdul Aziz auf heimtückische Weise ermordet wurde, und man beabsichtigt, die Mörder unnachsichtlich zur Bestrafung zu bringen. Zahlreiche Verhaftungen find bereits vorgenommen, hauptsächlich unter den Angehörigen des kaiserlichen Hofstaates; auch Mahmud Damat Pascha, des Sultans Schwager, und Nuri Pascha, des Ex-Sultans Murad Palafl-Marschall, sollen sich in engem Ge« wahrsam befinden. Telegraphische Depeschen. QBolfF» telegr <5-*-respo»»e«z-Bni^au Berlin, 28. April. Der Reichstag nahm in dritter Lesung das Gesetz über die Controle des Landeshaushalts für Elsaß-Lothringen an und verwies die Vorlage über die Abänderung des Gerichtskostengesetzes an eine Commission von 14 Mitgliedern. Alle Redner sprachen sich für noch weitere über die Vorlage hinausgehenden Ermätzig- ungen der Gerichtsgebühren aus. Der Abg. Reichensperger verlangte eine organische Reform des Kostenwesens. Staatssecretär Schelling erklärte, die Bundesregierungen könnten eine wesentliche Verringerung der Einnahmen aus den Justizgebühren nicht acceptiren. Es folgt sodann die erste Berathung der Gewerbeordnungsnooelle. Braun (Glogau) bekämpft die Vorlage als dem Geiste der Gewerbefreiheit widersprechend. Die Abgg v. Helldorf und Günther traten für die Vorlage ein, die keineswegs die polizeiliche Willkür stärken und die Gewerbefreiheit beschränke», sondern nur deren Auswüchsen entgegentreten solle. Richter bekämpfte die Vorlage im Sinne Braun's. Der Reichstag verwies schließlich die Gewerbeordnungs-Novelle an die Gewerbeordnungs- Commission. — Die Stempelsteuer-Commission hat die Quittungssteuer einstimmig abgelehnt. — Die Kaiserin empfing gestern Nachmittag den Fürsten Bismarck nebst Gemahlin. Abends fand eine größere Theegesellschaft im Kaiserlichen Palais statt. Heute empfingen der Kaiser und die Kaiserin die Besuche der Herzogin v. Edinburg und den Großfürsten Sergius und Constantin Constantinowitsch, welche Mittags, resp. Nachmittags wetterreisten. Am Nachmittags confertrte der Kaiser mit dem Vertreter des auswärtigen Amtes, Grafen Limburg-Stirum, und ertheilte mehrere Audienzen. Berlin, 28. April, lieber das Krepiren der 21 Ctm. Granate auf S- M- S. »Mars", wodurch die gestern telegraphisch gemeldeten beklagenswerthen Verluste an Menschenleben herbeigeführt wurden, sind heute Vormittag die ersten officiellen schriftlichen Berichte eingegangen. Der Hergang ist danach folgender gewesen: S. M- S. „Mars" war am 25. von Wilhelmshaven nach der Rhede von Schillig (Ausmündung des Jadebusens) gegangen, um die inftrukt«onsmäßige Schießübung zu beginnen. Bei dieser Uebung wird das Laden in seinen einzelnen Theilen und das Abfeuern der Geschütze instruktionsinäßig durchgenommen, jeder vorgeschriebene Griff wird in seiner Ausführung auf Richtigkeit genau kontrollirt, die Behandlung des Geschützes und der Munition unterliegt besonderer Überwachung; dadurch treten auch zwischen den einzelnen Handtierungen-größere Zeitpausen ein. jede Uebereilung bei der Bedienung ist also ausgeschlossen- Im Laufe der Uebung kr.pirte am 26. Nachmittags in einem 21 Ctm- Kanonenrohr der Backbordbatterie eine Langgranate, nachdem dieselbe vorschriftsmäßig untersucht und gut angesetzt war, in dem Moment, als die Kartusche in das Rohr eingesetzt werden sollte, so daß auch diese entzündet wurde und explodtrte. Das Zusammenwirken der nach hinten herausgeschleuderten Sprengstücke der Granate mit der Pulverflamme der Kartusche hat die schweren Verluste unter der Geschützbedienungsmannschaft und den Umstehenden herbeigeführt. Auf der entgegengesetzten Seite der Batterie wurden die Kadetten instruirt, wodurch sich der Tod der beiden Kadetten Mappes und Czech erklärt. Unter den gestern als tobt gemeldeten sind die Matrosen Kellner und Dirkfen aufgeführt, dies ist heute dahin zu bcrichtiaen, daß der Kellner Dirksen, welcher gerade die Batterie passirte, um an Deck zu gehen, getödtet worden ist und reduzirt sich damit die Zahl der Getödteten auf 7, während 5 schwer und 12 leicht verwundet gemeldet werden; bei den Ersteren handelt es sich hauptsächlich um Zerschmetterung der Hände und um Brandwunden, während die leichten Verwundungen ausschließlich durch Verbrennungen des Gesichts und der Hände, sowie einzelner anderer Körpertheile, jedoch leichteren Grades, herbeigeführt sind. Die gerichtliche Untersuchung ist sofort angcordnet. Es läßt sich aber schon jetzt, durch die sofort nach der Katastrophe zu Protokoll gebrachten Aussagen der Augenzeugen, mit Bestimmtheit behaupten, daß das Unglück nicht auf ein Versehen bei der Bedienung des Geschützes zurückzuführen ist. Möglichenfalls ist dasselbe in einer mangelhaften Konstruktion dieser einzelnen Granate zu suchen. An Aufsicht hat es nicht gefehlt; außer dem verwundeten 1. Offizier des Schiffes, C. C- Grafen von Ranzow, waren der das Geschütz kommandirende und ebenfalls verwundete Lt- z. S. Reincke, sowie der Artillerie-Instrukteur, C--Lt. Valette, zugegen. Bei der Vernehmung hat Lt. , S- Reincke zu Protokoll gegeben, daß das Geschütz vorschriftsmäßig bedient worden sei, daß der Vorstecker richtig eingesetzt und bis zum richtigen Mark eingefchoben wurde, ebenso auch, daß die Zündschraube weit genug eingeschraubt war. Von allen diesen Sacken habe er sich mit eigenen Augen überzeugt Das Geschoß war angc- setzt und sollte eben die Kartusche eingesetzt werden, sie war schon im Ladeloch, als die Explosion erfolgte und zwar vielleicht 10 Secunden, nachdem das Geschoß schon in'S Rohr eingesetzt war. Nach Explosion des Geschosses erfolgte erst die der Kartusche. Außerdem haben noch 6 Zeugen auSgesagt, daß die Behandlung des Geschosses und daS Laden instructionsmäßig erfolgt ist. In Folge der Catastrophe sind tobt: Cabett Czech-Ratibor, Cabett Mappes- Oels, Obermatrose Frenz-Berlin, Matrose Keesei'.berg-Wilhelmsburg, Obermatrose Bugheister-Bockenen , Obermatrose Deskowsk i= Schönau, Kellner Dirksen-Dornum. Schwer vcrwunbet: Obermatrose Schulz - Golbberg , Obermatrose Meyer-Neuferen, Obermatrose Bahlow-Jocksdorf, Obermatrose Debe-Bützfleeth, Obermatrose Wendbusch- Rastenbura. Leicht verwundet: Corvettenkapilän Graf v. Ranzow-Berlin, Lieutenant zur See Rcincke-Altona, Feuerwerker Gajewski-Marienburg, Oberbootsmannsmaar Lange-Oldenburg, Bootsmannsmaat Waag-Colmar, Bootsmannsmaat Wietzke-Coslin, Obermatrose Blachewitz-Graudenz, Obermatrose KilwinskH-Warschau, Obermatrose Riedel-Stralsund, Obermatrose Maul-Gernsheim, Obermatrose Schulze-Neustadt a. Iß., Einjährig-Freiwilliger-Matrose Kramer-Papenburg. dtom, 28. April. Nach hier ooniegenben Nachrichten aus Ko-iftan- ttnopel vom 27. ds. hätte die Pforte eine Note an die französische Regierung gerichtet, in welcher fie erklärt, daß die Regentschaft von Tunis mit dem türkischen Reiche nicht nur durch die religiöse Anhängigkeit, sondern auch nach politischer Oberhoheit verbunden sei und daß der Sultan daher die Beod achtung der zwischen den Mächten und der Türket bestehenden Verträge beanspruche. La Calle, 28. April. General RUter ist schwer erkrankt und soll hierher gebracht werden. Die bisher von ihm geführte Brigade ist, da sie auf keinen Feind gestoßen, nach el Alaun zurückgekehrt und wird sich morgen mit den Brigaden Vincendon und Galland vereinigen, um mit denselben g - me.nschnftlich in der Gegend von B^b Ouchou eine Recognoscirung vorzuneh- men, wo die Khrumtrs in starker Anzahl versammelt sein sollen. Aus Oran wird gemeldet, daß die Agitation sich nur auf den Süden von Geryoille beschränkt. Organisation der privaten Mohtthätigkeit und Anlehnung dersellicu an die amtliche Armenpflege. Daß in vielen Fällen die Wohlthätigkeitsoereine ber größ ren Städte gerabezu gefährlich wirken unb oft bie Armuth mehr groß zchen, als ihr entgegenwirken, nt eine alte Sacke unb würbe auch auf ber Armenpfleger-Conferenz, welche im Novem- ber 1880 zu Berlin abgehalten würbe, anerkannt. Die Wahrheit biescs Satzes hat sich oeini letzten Weihnachtsfeste wieber in Dresden gezeigt. Wohlthät-gkeits- uub andere Vereine, Sckulinstitute unb Privatleute schätzen es sich hier zur Ehre, eine Christ- bescheerung für arme Familien veranstalten zu können. Die Dertheilung ber Gaben ist jeboch eine völlig planlose. Familien, bie bas Betteln aus bem ff verstehen, ftnb oft zu 3, 4, 5 Christbescheerungen gelaben, währenb roürbigere Arme leer ausgehen. Bei ber letzten Weihnachlsbescheerung eines Dresdener Vereins hatten sich mehrere arme Familien nicht emgefunben. Als man ihnen bie für sie bestimmten Geschenke in's Haus trug (!), erklärten bie Leute, sie hätten nicht kommen können, ba sie zu mehreren anderen Christbescheerungen eingeladen gewesen wären! Die gleichen Erfahrungen sind mit Confirmanden Bekleidungen gemacht worden. Es ist durchaus nöthig, bie Privat-Wohlthätigkeit zu reorganifiren unb bie ver- schiebenen Vereine einer Stadt in nähere Verb nbung zu bringen, damit sich die Gaben nicht an oft unwürdigen Stellen anhäufen, sondern sich gegenseitig fördern, anregen unb ihre Arbeit richtig vertheilen. Dies geschieht am besten babnrch, baß bie Vorsitzenden der verschiedenen Wohlthätigkeitsoereine in den größeren Städten von Zeit zu Zeit zusammemretei,, um sich gegenseitig in ihren Aufgaben zu ergänzen. Jeder Verein behält natürlich seine Selbstständigkeit. Neben principiellen Fragen müßte man sich in derartigen Zusammenkünften darüber Mittheilungen machen, welche Gesuchsteller jeder Verein berücksichtigen wolle, um Doppel-Besckenkungen zu vermeiden. Hierdurch lernt man auch diejenigen Leute kennen, welche die Privat-Wohlthätigkeit gewerbsmäßig nach allen Seiten hin ausbeuten und an 8, 10 verschiedene Vereine Gesuche über Gesuche — nach derselben Schablone gearbeitet — richten Am Besten wird einer solchen Wohlthätigkeits Organisation durch Anlegung eines Hauptbuchs gedient sein, in welches jede einzelne Unterstützung eingetragen wirb Dasselbe muß an trgenb einer Centralstelle ausliegen unb ben Vorständen und Mitgliedern (aber auch nur solchen) ber Wohlthätigkeitsoereine zugänglich sein. Eine so organifirte Privat-Wohlthätigk it kann jeboch nur dann der Bevölkerung große Dienste leisten und ersprießlich wirken, wenn sie sich an die amtliche Armenpflege anlehnt. Beide sind von einander abhängig und müssen in innigen Wechselbeziehungen stehen. Wo diese fehlen, kann selbst die amtliche Armenpflege nicht gedeihlich wirken Die Privatwohlthätigkeit unterstützt z. B. oft Leute, die den Unterstützungswohnsitz in dem betreffenden Orte noch gar nickt erlangt haben. Durch diese Unterstützungen werden bie Leute jeboch in ben Stand gesetzt, so lange sich hinzufristen, bis sie den Unterstützungswohnsih in dem Orte erworben haben und demselben zur Last falle» Hätte man — in Beziehungen zur amtlichen Armenpflege stehend — solche Leute dieser letzteren überwiesen, so würde durch Gewährung einer Unterstützung von dort aus dir Frist zur Erlangung des Unterstützungswohnsitzes unterbrochen werden und ber Be» treffenbe ber Stabt nicht zur Last gefallen sein. Daß die Privat-Wohlthätigkeit mitunter planlos geübt wirb unb oft Unwürbigen Hülfe leistet, bie burch heuchlerisches Benehmen sich Unterstützungen zu erschleichen wissen, lehrt folgender Fall. Bei einem Dresbener Kirchenvorstanb, ber einige Legate zu verwalten und deren Zinsen zu vertheilen hat, meldete sich kürzlich ein Mann, der flehemlichst um einr Unterstützung bat, indem er vorgab, in der jämmerlichsten, traurigsten Lage zu fein und Hungers sterben au müssen, wenn ihm nicht geholfen würde. Von Seiten be« Kirchenvorstanbes wurden biesem Manne 15 oerwilligt Als bie Sache in einem amtlichen Pflegebezirk, in besten Nähe ber Mann wohnte, zufällig bekannt wurde, stellte sich heraus, baß berselbe eine Unterstützung weber bebürftig, nach roürbig war, ba er in wohlhabenden Verhältnissen sich befand und herrlich und in Freuden lebte Er besuchte Weinstuben, blnirte mit der Familie beim Traiteur unb war mit Wein- unb Biervorräthen wohl versorgt. Während des Sommers zog er mit ber ganzen Famili: in ein Bad und spielte den noblen Kurgast Hätte ber Kirchenvorstanb die Verhältnisse des Mannes gehörig ausgeforscht ober nähere Erkundigungen eingezogen, so wäre die Frechheit des Mannes an den Tag gekommen unb die 15 JL konnten in würdigerer Weise zur Linderung wirklicher Armennoth verwendet werden. Fälle wie dieser mögen in großen Städten oft vorkommen und können durch ein Zusammenwirken sämmtlicher Privat-Wohlthätigkeitsanstalten und der amtlichen Armenpflege vermieden werden. L o k a l e H. Gießen, 29 April. Für die nalfle Woche, Dienstag Freitag und Samstag stehen sehr interesiante Experimental Vorträge des Physikers Gustav Amberg hier in Aussicht. Die Borträge desielben haben in einer Reihe von großen Städten, wie Kö.n, Bonn, WieS baden, Mainz u. s. w., nach den unS vorliegende.' Berichten die beifälligste Aufnahme seitens der Fachmänner wie Laten gefunden. Der erste Abend behandelt den galvanischen Strom, bas elektrische Kohlenltcht, den Elektro-MagnetiSmuS, die Jnduktions Elektrizität, PboSpborescenz und Fluorescenz-Ersckeinungen, Experimente über die neuesten Erfindungen von Crook S über strahlende Materie, ferner die Spektral:Analyse. Der zweite Abend bietet einen Expertmental- Bortraa auS dem Gebiete deS SchalleS und der musikalischen Töne, insbesondere über Zurückwerfen deS SckalleS, Interferenz der Tonwellen, Schwebungen, die Sirene, schwingende Saiten, Obertöne und Klangfarbe, Ehlabni's Klangfiguren, Borführung des Edison'sch en Phonographen, Analyse der singenden und sensitiven Flammen. Der dritte Abend bietet einen Experimental-Dortrag über Wärme mit besonderer Berücksichtigung der mechanischen Wärme-Theorie, insbesondere über die Thermo Säule, das Galvanometer und anderes mehr. Ueberall nahmen die Borträge und Experimente deS Herrn Gustav Amberg tag vollste Jnteresie der gebildeten Kreise in Anspruch Derselbe beschränkt sich nicht auf eine Anzahl bereits bekannter Experimente, er macht sich vielmehr gerade bie allerneuesten Fortschritte und Erfindungen zu nutze und gibt seinen Zubörern und Zuschauern einen Begriff von der gewaltigen Ausdehnung der pbysikaltsch'n Entdeckungen unb Erfindungen unserer Zeit. Seine Sicherheit im Sxperimentiren wird als eine bewundernSwerthe geschildert. Wir zweifeln nicht, . vaß diese Vorträge auch hier lebhaftes Jnteresie erregen werden, zumal dieselben fern von aller ! Charlatanerie auf streng wissenschaftlichem Boden stehen und zu ihrem Verständniß keinerln spezielle Borkenntnisie voraussctzen. Der mündliche Vortrag des Herrn Amberg erläutert das Nöthige und die Experimente sind nicht nur belehrend, sondern auch unterhaltend. ganzen waren!* nldjniing berfelb» n auf ttUVrrl)oUfii durch ganz Deutschland zahlreiche Freunde auch bei von im Rveinlande, sondern erworben. Alleinige Niederlage J. M. Schulhof, Marktfiraße. 9 Pfund Franco-Zusendung nach auswärts . Gebrannten Java - Rassee S L Qualität ä 1,10 Mk. per Pfd., 400) NB Bei Abnabme Loüe8-Anzeige. Statt jeder besonderen Mittheilung hierdurch die ttaurige Nachricht, daß unsere gute Mutter und Schwiegermutter Frau Marie Kühn, geb. Bingmann, heute Mittag sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinter bliebe ne n. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag um 3 Uhr vom Sterbehause, Wetzsteingaffe A. 36, auS statt. (3038 Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde suSicßcn. Gottesdienst: Sonntag, den 1. Mal: Morgen» 9 */> Uhr : Pfarrer Schloff er. Nachmittag» 2 Uhr: Pfarrer Dr. Saumonn. sVorstellung und Prüfung der zu ronfirmirenden D.'Ldchen.j Nachstkünftigen Sonntag. den 8. Mal, findet die Lonsirmatlon der MLdLen und In Verbindung damit da» beilige Abendmahl statl. Beichte: Samstag den 7. Mat. Nachmittag» 2 Uhr. flm Eonfirmattonötag, wird die üblich, Kollekte für bi« Innen uvferer Gemeinde erhoben werden. Die PfarrgefckLfte für die Woche vom 1. bi» 7. Mal beforgt Pfarrer Dr Raumann. Zrischbäcker in Siesten. Sonntag, den 1. Mai (thriftiaa Faß, Neuenbäuen. LoutS Kammerer, Selter»weg. Ludwig Schneider, Reustadt.________________________________________ Handel und Verkehr. Limburg, 27. April. (Fruchtmarkt) Rothe« Wnz,n X 20.55, Weißer BfUcn JL 20.30, Korn X 16 70, Gerste X 11 40, Saatgerste X 1190. Hafer X 8.10, «rbfen x 0 00, Kartoffeln » 50 Kllo X 0.00. (Durchfchmtwprei» pro Malter.) Geahnt» war zur Wahrheit geworden: der h,nterltsttg« IMtttioi hatte Wa| für ft« b-forgi, — vor ihnen, von einer erfchreckrnten «ebnltchkeit. standen ihre Nachfolger und glozten st« mit bämilchen Blicken an. Dab kann hm gewLhnltcher Hammel vertragen, gefchwttg» denn ein .künstlmich' veranlagter Gift maßen stch Die vier .Kollegen', dann senkten fie a Uunpo die Köpfe, ein Sa, aufeinander zu - und ein fo furchtbare» Praffeln und Klirre« ertlnte, daß der eben noch von ,:nrr glänzenden Sommersatson träumende Direktor erschreckt im Bette emporfuhr. Doch damlt nicht genug , bi« arglose Köchin wollte eben ba» Dablett mit bem Kaffeegeschirr auf den Lisch stellen, al» der infernalische Lärm hinter ihr ertönte. Sie ließ vor Schreckm di» ganz» Geschichte ebensall» zur Erde fallen und ein zweiter Krach ließ den entsetzten Direktor vermuthen. daß die schreckllchen .Nihilisten* sein» ganze Wohnung unter mintrt hätten Die beiden Hammel standen beschämt vor den Lrümmern de» eingerannten Spiegel». Sle sahen ein, daß ft« in ihrem verletzten .Künstlerstolz' doch «etwa» zu weit ge- «BÄ«* Wen aus -s fa nut b(n lfi, lonbttn auch na6 daher blt Wbtn Btrltt- "krankt unb f0| W>t ist, da fie » wirb sich mo.J( um mit bmjdbtn g. ifinoSciTung vanuarz. l" sollen. Iu# Cri Süden von Gcryzillr Mainz 26 April Ein Stückchen *e*tll*fclt, wie e» selten zu stndm sei« dürfte. ,kz4lre * -Atefcenb n l. I-h'« 1*2» kaufte ein Soldat der htestgen Garnilon. setne» M< n. wahrscheinlich em Ü.uftfeei «« dr»stat,n um »eiter« Gefälltgkett In demselben Jahre, al» n die Flöte gekauft, hab, er stch auch von y».h»n Ä Summ. ... 1H Ibaio.a »6fe. d,un8 nach 7« »n Jr.'fl ' ’ Dn Wann firhl bi. «tau an unb fbürjt pli,iich — tarn Schiagr gtt'oflm •° 8°bn.i.i 27 «nriL In bnn «lon br« Hrrrn Inqrnirur Sw" ‘ u« «ranlfurt a K ,u trwuntrrn. Drn g'isirn Lhtii brr »utffrllungbrSum, nimmt bl.ltt li.an mit nicht irrnigrr al« «3 Dtioiiriin.n otrftbrn. rin, in piochtoolltr «quarrll- aMiftihun« «Bn Liiersch in München, ist di» Brücke in ihrer Letalanstcht, sowie £ Ibdl« »™ ».I»"-« «u’n'srfübrt. Dr. «-«,an,.»un,t b« B'llck. ist von len Ansrrtig'rn der Plän, von der Mainzer Seite au» in zwe, «ri»n gtdachi, der eine Plan ,it errart auög,führt, daß stch d.« neu, Rdetnd.ück, direkt bcm dala.» gegenüdn fc-K.-Y— NN, Rampe führte nach d^ Ndetnstraß, und di« andtttt nach d,r großrn Bleich, »rr a^n?ay«g.|6bn, da» bi< B.Ü3. t.r.rt auf bi. «drt< t« fl-=b-n «1.14. tohn würde zwei Lr.ppen v„mirt,ln drn ctreeien Berk.hr mit der Rheinstraße. Die ganz« Brück, ruht auf vier elastischen, au» Schmied,dien destkdendm Bvf«n, von denen seder ein« chöd« von «"m W X sowohl die v'ück. «14 auch di« detd.n i-andsfeiler und di, °t,r A fomrlttlet find stylvell m drutsLrm R,naistanr« aufgeführt. Bon d,n fünf O-ffnungrn §LWs- SSKjS Ki-ss e«”Ä’ s™ :: s “Bä r- «“■ Ätirw sw Führung zu bringm. , m , n P tt aibure 26 April. U,bet einen gestern Abend vorgekommenm traungen Vorfall bericht, di« Union' au«'zuvnlä'figer Quell,: In Folg, einer gestern Abend aus dem Metzgn- vla»7 »i'iichen einigen Miittärpersonen und Liviliften stattgrdadten Schlagertt wurden außer nem am Kopf stÄ vertttz.en U.an di. Laglöhner Eugen Mülle., 27 Jahr, alt, und Eduard 2/a 16 eblb„ gl. deide von hier, vom Wach:bab,nd.n bn Mctzgerthorwache amliil. Auf km'weae nach der Hauptwache rnsuch.e p Müller wi.derhol.entl.ch, der Paerou.ll,. die da» Seitengewehr aufa^ftjnU batte, zu entfliehen. Der Panouill.nführer ließ sich in Folg, deffm _en .,p, Wach-mannschaf-,n fast gänzlich zur Ablösung der !st^,l?m P^stm von Lach. adwOend. Die gerichtlich« Untersuchung .st bereit» ,ing,'.eitet „ . empfiehlt Zuntz set. lüme. in Vonn. Dieser aus den besten Sorten nach einer eigenkbümlichen durch lLnge vrfadruna erprobten Metbode gebrannte Kaffee ztiwi.et fich ebenso durch Fein- bcit wie durch Kraft des Aroma aus. so daß sein Gebrauch allen anderen Sorten gegenüber nicht nur einen bessern, sondern auch einen billigeren Trank diekek. Dem entsprechend hat sich mein Kaffee in wring Jahren nicht nur »ertw. gnncnc, ' ®« lesen in der .Gazette d Italia' folgend. Ankündigung: Em « « a V» w.^^T.rn Prrodif Mil guten Rfuamfl.n vers.den, wird btt ein.' reichen, ange um tie nnti brapiia^rjj$l, bn Dall°rT.h.at.i^. m M. b.l.,rn. femil»™ «f?on. iurhof ». bn wrau«fi*tlid> für bi.i. S-lio- rad.S.n« «mir Kuf.n Bei Anzeigen wie Geechäfu-, OrundBläcks - An - und Verkäufen , Stellen - Angeboten und -Geeuchen »owie in den sonstigen vielen 1 allen, wo Inserenten Bedenken tragen, ihren Namen in den Zeitungen xu nennen , nehmen Offerten von ReflecUnten an ihrer Stelle wir enU gegen und »teilen ihnen eolcbe am Tage dee Eingänge uneröffnet xu. — Auf Gründ langjähriger und vielseitiger Erfahrungen ertheilen wir Rath bei Abfassungen vsn An- teigen und der Wahl geeigneter Blätter. — Verschwiegenheit streng beobachtet. Il.aASBi’VSTBl.V «fc VOGLEH, Annoncen - Expedition, Frankfurt a. M. Karlsruhe. Stuttgart. München u. a. O. .Schlachtermttst^ verfaßte, Paff» außer tonte zwttbttnigen Personal auch «ta Hai Vier, ftßler, der Spott.» sammel' angehörig, al» Gäste dedüttren zu laffen. Besagt, Hammtt gehören em,« bitbmn Eigenlhümer, der mit Stolz unb Freud, allabmdlich s,t,e .Zöglin,, d», weit bedeutend,, B'en.r üeersprmgni sah. Di, bttde, gehörnten Debütanten waren jetzt »bersiüssig gewerd«, und sollten ihrem Besitzer wieder übergeben wnden. Leider hatte derlelde verabsäumt, sie am letzten Abend ihre» .Auftreten»' abholen zu lasten, und so war d« Dttrklor gezwungen, ton, .Darsteller' einstweilen für rtn, Rächt in inner Küche Nnzuguar. neren, um zu verhüten, daß tu, j.dnisall» übn da» Zuenbegehen ihre» strapazenrncke» Engagement», sehr muntreen Hammel Unfug auf der Bühne anrtchten konnten. Am nächsten Morgen In aller Früh, trat das DienstmLdchrn eben ,m vegttff, den Kaffee für di» direktar- Uch, FamUie in ba» Schlafzimmer derselben hinnrzulragen, vergaß aber dabtt, du Thür hinter sich zu schließm. Reugiettg, wie alle ^tzamm,!' nun einmal find, Ud«n »hr du verab« schudtten ,GLst«E nach, oder hatt.n viellttcht auch bl, Absicht, ihrem Direktor den Norgengrrch persönlich zu überbttngen. Beim Passiren der .guten Stub,' mußten di, Beiden vor einem bi» »ur Eide reichenden Drümeau vorüber. Starr standm plötzlich beide .Künstler»; da» nie gut Wahrheit geworden: der binlerltsttg. Direktor hatte Ersatz für fie b sorgt, von einer erschreckenden «ebnlickkttt. standen ihre Nachfolger und glotzten sie 'öß'M Siädle g'rab',. i ihr enlg-grnwirktn n: en), welche im jlooci" hrheil dieses Latzes U' Wobllhäl u: ier zur Ehre, nnt(Fjrr: : Pertheilung der (Mjbc ls dem ff versiehe^, sie- ' :re Arme leer auSgehe- ins hatten sich fte bestimmten nmen können^ ba sie iren! Die gleichen f en. eorganisiren unb die dc m, damit sich die inseitig förbtrn, ann;r. i babnrd), bah bi jren Städten von je i ii ergänzen- Jever fragen müßte nmn n: hkn, rotldx ]U vermeiden. IthätüM gwkrdSmaxiü rrtint Gesuche ib Frankfurter Waaren-Bazar Franz. 297 2 6 117 3 2 Buchen Eichen Nadel 535 27 100 84 7 9 100 am ersten Tage Hol »Versteigerung in der Freiherrlichen Oberförsterei Rabenau. 3014) ES werden versteigert: Donnerstag den 3. Mai d. I. Die Zusammenkunft findet jedesmal VormÜtags 9 Uhr, am Pslanzgarten im D»str. Noll, am zweiten Tage im Distr. Dietrichswald statt. Kesselbach, den 28. April 1981. Freiherrliche Oberförsteret Rabenau. aus dem Dtstrict Noll: .. .A o. 5 Eichen-Stämme von 22—42 cm Durchmeffer und 4—10 m Lange. Scheiter rm Knüppel rrn Reifig rm Stöcke rm Freitag den «. Mai d. I. aus den Distrikten Dtetrichswald, Gebrannte-Elche, Rabenköpschen, Alter-Brunnen, Fräuleinslust, Höllenrain und Steinberg 3. 3 Eichen-Stämme von 20—25 cm Durchmeffer und 8—13 m Länge. 12-16 „ „ Slöcke rm 4 1 52 Nadel. 14-51 „ n » 5 Nadel-DerLstangen „ 13-14 , if fi Scheiter rm Knüppel rm Reisig rm Buchen 18 6 44 Eichen 2 2 12 Erlen — 18 96 Nadel 60 89 60 3013) Die Holzverstetgerungen vom 28. und 2*7. d. Mts. sind genehmigt und können die Abfuhrschetne von Dienstag den 3. Mat aa bei Großh. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden. Die Holzüberweisung erfolgt Mittwoch den 4. Mat, Morgens 7 Uhr, wöbet Abfuhr von Holz gestattet tst. Treis a./Lda., den 28. Avril 1881. Großh. Oberförsteret Trets a./Lda. ______________Amendt.______________ Arbeitsversteigerung. Samstag drn 30. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden in der F l e t t'schen Hofraithe dahier gegen Baarzahlung versteigert: 1 silberne Eylinderuhr, 1 Häckselmaschine, 1 Sopha, 1 ovaler Spiegel 1 ovaler Tisch, 1 Wanduhr, 1 Vogelskäfig mit 2 Canarienvögeln, 2 Kommoden, 1 Tisch, 1 Kleiderschrank, 1 Consolsckränkchen u. a. Die Versteigerung findet theil- weise bestimmt statt. Gießen, den 28. April 1881. Geißler, Gerichtsvollzieher, 3(04) zu Gießen. Im Club-Saal. Dienstag den 3., Freitag den 6., und Samstag den 7. Mai: Drei naturwissenschaftliche Experimental-Vorträge von Gustav Amberg unter Vorführung vieler neuer und eigentlpimlidjer Apparate. Progra m m : Dienstag: GalvaniSmuS. — Elektro-Magnetismus. — In- duk tuns (5ief lijt ät. — (AelsierfRöb e . — Elektrische Eisenbahn. — Ein Motor, bewegt durck den Erdmagnetismus. — Versuche üoe strahlende Materie von CrookeS. — Objektive Darstellung dir Spectral Analyse du,ch elekt-isäres Licht. Freitag: Akustik. Die Lehre vowSchall und M mufikalischen Töne. — Wellencheorie. Schall R flrxion. — Objektive Darstellung der Sckwingungen von Stimmg beln durch elek- irisches Licht. — D' ©ir<- rn. — K> o enpu'-kte. — Cdl dm>S Kl rafignre''. — Vorführen des Edisonischen Phonographen. (Or'gmal.) — Die stngenden und seu» fitiven Flammen. Samstag: Wärme und die mechanische Wärmetheorie. — Thermosäule und Galvanometer. Schmelzen von Ntetall zwischen r«n Polen nneö El k'io Magn-ten durch Notation. — Ausdehnung. — Verdunstung. — G f terp o^h'. — Sprengung. — Der Papin'sche Topf — em Geyser mit r gelv äßigen Eruptionen. Dir Erhaltung der Krafi u. s. w. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Abo. n.menrS'BilletS für diese drei Vorträge i 3 M., für einen Vortrag ä 1 M., 50 Pf.; Abon ements-B-llets für Studirende, Schüler und Schülerinne- L 1 M. 50 Pi. für th en Vortrog 4 75 Pf. sind vorher tn der J. Ricker schen Buchhandlung zu ben. (301g Montag den 9. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr anfangend, sollen bet unterze chneter Stelle nachstehende Gemeinde-Bauarbetten an bte Wentgstnehmenden in Accord gegeben werden: (2999) JL Chausflrarbett, oeranschl. zu 472,50 Steinlteferung hierzu, circa, vrrarschl. zu 100,— Lieferung von Spritzen- schläuchen von Hanfgewebe, veranschl. zu 25,— Lieferung einer Feuerleiter und 2 Feuerhaken, veranschl. zu 20,— Vorrichtung zum Aushängen der Schläuche (Schreinerarbeit), veranschl. zu 30,— Cl mbach, am 26. April 1881. Großherzogl. Bü germeist»rei Climbach. Freitag den 20. Mai, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- roithe der JufiuS Traudt Eheleute dahier, als: Flur. Mtr. ‘/»eg 50 Hofraithe in der Flügelsgasse, V»»2 25 Mistftätte daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29 April 1881. Großh. Ortsgericht Gießen. 3020) Müller. Samstag den 7. Mai 1881, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiefigem Ortsgerrcht die Immobilien des Karl Kratzenberger dahier Verlniethnngen. 3018) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu verm. bei Helnr. Bepler, Ludwigsstraße. 3015) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. August Hilgardt, Kreuz. 3021) Ein möblirtes Zimmer zu vermieden bei (§. Fr. Conrad, Friseur. 3025) Ein klemes Logis, neu hergerichtet- ist an eine ruhige Familie zu vermiethen- ___Eafe Ebel. 3024) Em größeres und em kleineres ^amilienlogis und eine Mansardenstube zu vermiethen bei__H. Sauer, Neuenweg._ 2805) Familienlogis zu vermiethen bei _________Carl Heil, Schühenstraße. 2827) Marktstraße D. 32 ein Logis zu vermiethen.___________ 3030) Möblirte Zimmer zu vermiethen. H. Werner, Bismarckstraße 170. 3034) Ein kleines Logis ist an ruhige Leute zu vermiethen und alsbald beziehbar. __________________Marktstraße Nr. 29. 3032) Eine kleine Familienwohnung zu vermiethen._____________^5^ Klein. 3028) Eine Mansardenstube mit Küche und Bodenkammer zu vermiethen. ____________________________Lit. C. Nr. 1. 3033) Bismarckstraße 170 ist der dritte Stock, vollständig neu hergerichtet, auf sofort oder später zu vermiethen. _______H Werner. 3036) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. ____I A. Busch Söhne, Kreuz. 2966) Ein möblirtes Zimmer zu ver- mictben.___________Marktstraße D- 27. 5037) Ein Laden in der Sonnenstraße zu vermiethen. I. A. Busch Söhne. AU Pim MIPS FARIS AN UNSERE KUNDSCHAFT MADAME. Wir können Ihnen zu unserer Genugtuung mittheilen, dass unser Expeditionsdienst für Frankreich und das Ausland vollständig reorganisirt ist und wir von heute ab wieder in der Lage sind, alle uns zugehenden Aufträge, sowie Ersuchen um Einsendung von Proben oder Katalogen in derselben Weise wie früher ZU erledigen. In der Hoffnung, auch ferner mit Ihren geschätzten Ordres beehrt zu werden, deren sorgfältigsten und gewissenhaftesten Ausführung Sie sich versichert halten dürfen, sagen wir Ihnen dafür zum Voraus unseren Dank und begrüssen Sie mit aller H ochachtung. JULES JALTJZOT N. B. Alle Briefe sind zu adressiren : (3016 A. HI JULES JALUZOT GRANDS MA GASINS DU PRINTEMPS PARIS. 2996) 2674) Müller. l'oncordia Groß-Buseck. 3023) Q6> hat den tcippenteppid) ge- wonncn. _____(3022 Zein Hamburg. 3035) Verantwortliche Redaction: 9L Scheyda. 481 427 79 353 403 Mtr. 481 meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. April 1881. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 2976) Mehrere Wagen guten Mist zu verkauscn. Earl Baum, Teufelslustgärtchen. Flur. *Wio *M/io “as/.o ®»3l/ioo *°/4#a35/ioo Vermischte Anzeigen. 3031) Die frühere B ärrn'sche Bleiche Neustädter Thor) empfehle ein m verehrten Publikum zur gefälligen Benutzung. Für alle Bequemlichkeiten ist bestens gesorgt. Frau Eltsabethe Basel. Mittagstisch 3027) zu 30 und 80 Pfg. Restauration Mwald. Lieber Hans, ich muß immer an Dich denken, schreibe recht bald wie es Dir geht und zugleich die Adresse wohin ein Brief für Dich zu senden ist. Herzlichen Gruß. Grabgarten links der Chaussee, Grabgarten daselbst, Straße daselbst, Grabgarten daselbst, Hofraithe daselbst, Grabgarten daselbst Heute, Samstag d. 30. April, Abends 8>/i Uhr: 16. Stiftungsfest im vorderen Locale des Lindenhofes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 3019) Der Vorstand. Berliner (Daber'fche) Pfianzkartosfeln, vorzüglich fernen Geschmack, ertragsfähig und gegen die Kartoffelfäule weniger empfindlich, verkauft Pachter I Güngerich, — Druck und Verlag der Brühl'scken Druckerei (Fr. Ebr. Pietsch) tn ®t^en. . Cafe Leib. Heute Samllag: (yOWCt?'!*t 3026) Ein braves Dienstmädchen vom Lande sucht Frau Senner, Seltersweg. „C af e Klein“. Mittagstisch iw Abonnement.(30^9 der beliebten Tyroler Sänger-Gesellschaft Gr ällBluclmer, genannt Srtrner (früher erster Tenor bei Ludwig Rainer) Anfang 8 Uhr. - Entree 30 Pfg. TaqeS-Dillete BH Fiife.r G. Gerhardt, Lndenplatz.