Nr 302. Donnerstag )cn 29. December 1881. Aichener ÄWiger Anreigt- mtb Amtsblatt für btn firtis Eieftn. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Bureaur Schulstraße B. 18. Wfcmt tL^ttch nnt Ausnahme brt Montag». Durch bic Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gießen, am 24. December 1881. Betreffend: Maßregeln zur Uoterdrückung M Milzbrandes in der Wetterau. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosiherzoglichen Bürgermeistereien 'Lllcndorf a. d. Labn, Beller«Keim, Bettenbausen. Birklar. Dorf- Oberstadt mit Arnsburg, «roßen-Linden, Grüningen, Solzhet», t-ungen. Jnbriden, Lllein-Linden, Langd, rang^^on», Langsdorf, Leihgestern, Lieh mir <5olnhaufen, Mufcbcnbeim mit Sof-Güll, Obbornhofen, Ober-Svrgern, Rabertshausen, Rodheim, Tteinheim, Trais-Horloff und Utphe, sowie beziehungsweise auch die Geudarmerte. Nach unterem «u«,»reiben vom 23. August 1880 - Anzeiger 9h. 201 - find d e boet er^Shuten Tabellen über die in dem 2 halbe» Jahre 1881 crepirten Tchiere zu Anfang des kommenden Monals an uns einzusenden. Indem wir das Muster der Tabelle nachstehend nochmal» abdrucken, scharfen wtt Ihnen ein, daß unter den „Bemerkungen" die Angabe über die Art der Beseitigung der Labover nicht vergessen werden darf. Dr. Boekmann. vom 1) 2) 3) 4) nqn IWi ** *»n''UmrMur der |)Q(fc zügel heilt, b(e seither zu dem «mtsaerichte Grünberg gehirigen Bema-kunaen Rübingshaulen, Weilershain unb Srmenrob davon abzeirennt und die beiden erstgenani-ten dem Smis-erichte Homberg, die leßtgenannie dem Amtsgerichte Alsfeld zugetheilt. die seither zu dem «mtsger chi Dilbel gehörigen Gemaikungen Burg- Gräsenrode, Heldenbergen ui d Latchen davon abgetrennt und dem Amtsgerichte Friedberg zugetheilt Wir ersuchen Sie um baldigste Einsendung von Bischeuitgungen über im Lause des Jahre« 1881 etwa abgebrochene und bi« seht nicht wieder ausgerichieie Gebäude unb zwar für jedeS auf einen besonderen ha den Bog-n. Gießen, den 27. December 1881. Großperzogliches ^teuer-Eommisfariat Gleßen. Süfftif. - _______________ 18 btfl Deutschland. Darmstadt, 24. Decbr. Se. Küntzl. Hoheit der Großherzog habet. Alleranädigst geruht: daß tte sicher zu btrn Amtsgerichte Hungen gehörigen Gemarkungen Bet« tenhaufen, LangSdorf und Villingeu davon abgelrennt und die beiden erstgenannten dem «a.tsgerichte Lich, die letztgenannte dem AmtSgr- richte Laubach zugetheilt tk seither zu dem Amtsgerichte Lich gihöriooernder b I eifläit hab-, nach roicbcrbolttm Kalkül über den Secundärbetried der Ober- bessischen Bahnen könne er die Offerte für Uebernahme dieses Betriebs auftech erhalten in der Hoffnung, daß durch btt Vermehrung der Auge die durch m.ttlerweile ein- getretene Peränderung der Peikehrsoerhältnnfe in Aussicht stehenden Ausfälle roicber flfbedt werden. Das vorhandene Betriebsmaterial fei nicht gnen öco- nomifchen Betrieb und müßte man für Beschaffung geeigneter Betriebsmittel em Kapital von m ndestens 400,000 aufwenden. Die Offerte sei zu einer Zeit verfaßt worden, wo Material und Vöbne auf dem tiefsten Niveau standen. Heute stehe man bereite vor besser n Perhälttnsien und fei eine Steiaerung der Mast, tasten und Löhne m sicherer ÄusnLt. (h1 könne demzufolge seine Offerte nur kurze Zeit aufrecht erhalten und würde übet Haupt aut daS vorliegende Geschäft verzichten, wenn es nicht innerhalb ® D ,sk AllerbLLste «noibi ung wi:b mit Angabe bes Zettpunkte« , wann, bie bett ‘ »enbetungen in Wirksamkeit treten, in nächster Nummer bes Großh. Reaeerungsbiatts tut öffentlichen »enntnifi gebracht werben. 9 Darmstadt, 24. Decbr. Se. «önizl. Hoheit ber Grvßherzog nahmen beute u ilitärische Meldungen entgegen unb empfingen den Oberst v Rauten- bera ron bei Faßartillerie Biigade ifl Meß; »um Vortrag ben Staatsmimster Ärbrn. v. Starck unb ben Ged. Staattrath ginget. ö M — $• König!. Hoheit ber Großderzog haben mittelst Allerhöchster E t- ieblitfiuna vom heutigen Tage bie Berufung des ObiramtS-Richters bei 'em Amtsgerichte Höchst August «lin g e l höfse r unb des «mts-R-ettets bet dem Amtsgerichte Groß-Gerau August Bergsträßer als Hülfsrichter m bae Landgericht der Provinz Starkenburg, vom 1. Januar 1882 an, zu geneh- migen ^ß6cn Se. König!. Hoheü der Grvßherzog am heuten Tage zu ernennen^ge^h^^ ^.Richter bei dem Amtsgericht Wald Michelbach Eduard Siebert zum Ober-Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst; den Amtsrichter bei dcm Amtsgericht Alsfeld Friedrich Schnittspahn zum Richter bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach, unter Verleihung drs Titels eine- Ober-AmtsrichterS; den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Grünberg Ludwig Ebel zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld; den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel Dr. Er, st Werte zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Groß-Gerau; den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umstadt Wilhelm Zimmer- mann zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Mainz; einiger Monate perfekt würbe. Weiler sühn der Antragsteller aus, daß die von Krauß unb Don ner gemachte Provosmon tbrem ganzen Charakter nach nur eme provisorische sein konnte, welche der Großh N.gxex'una eine Pachtsumme von 280,000 X per Jahr aut 15 Jahre öftersten sollte wSdrend alle Rebcubedtngunaen selbstverständlich weiteren Verhandlungen vor behalten bleiben mußten. Die Antragsteller erklären m der von (9r- Negierung beanstandeten Pos loder Offerte ielbst ausdrücklich, daß derTheftdes alten Mat-rialr, welcher keme Per- werduna im Lecunr ärbctrieb finden könnte, nur im Emverständniß mit Großd Regierung verkauft werden tolle. „Würbe dahe-" - so sagen die Motive bes Anstags Kugler — mir em der Regierung nicht genügend erscheinender Betrag dafür zu losen fern, so könnte ne ihre rZustimmung verweigern. Dadurch wird somit die ganze Berechnung, welche im ErposS für eventuelle Wiederanschaftung des Materials aufgestellt ist und wonach sich dadurch em bedeutender Ausfall an der Pachtsumme ergeben würde, vollständig din'ällig. - Uebngens ift bezüglich dieses Materials doch zu bemerken, daß der angebliche Werlh des Fahrparkes vor. 2,400,000 JL wobl der Wnlh sem dürft/, den dieses Material bei Neuanschaffung hatte. Denn wenn selbst m zetzl-er Z ", m welcher alle größeren Bahnen Mangel an Fahrmaterial haben und daher gerne solches m den wstklichcn Wenden entsprechenden Preisen übernehmen wurden, die Grovh. Regierung sagt, daß daffelbe nur zu 800,000 X verwendet werden konnte, so muß es bereits sehr geringweNhig und vnbraucht sein, was auch aus der Bemerkung der Dtreclion bervorgeb», wonach 30 o der Locomotiven stets im Reparaturzustand gerechnet werden müssen. Man kann also nicht.erwmten,.daß «S dem Erlös solchen alten Materials wieder neu-s Material 'n gleicher Anzahl neu ;u beschaffen wire . D-e durch Redunion des Bcaw.t-nversonals möglichen Ersparnisse anlangend, bemerkt der Antragsteller Kugler, nach den ihm gewordenen Mittheilungen würden nnn den circa 590 Angestellten der Bahnen circa 200 genügen, um den Dienst, entsprechend der Organ-sation der Thüringische Feldababn. zu versehen. An Gehaltm der Beamten, Bediensteten und Bahnwärter der Babnen, welche m-t 3^,000 veranschlagt find, sowie an den mit 126,000 veranschlagten sonstigm persönlichen Aue- gaben wäre somit eine der hauptsächlichsten Ersparnisse durch Einführung des Secundar- betriebs zu machen. Angenommen, es wurde von den 648-000 ^.Deamtttigehalte auch nur die Hälfte durch Pensionirung gespart und Pmfimten bez^lt so KÜrde imMAb'n eine i'oforstae Noarpiß non *7060_m. waiv-UmrÄli« Ord.- Rr. Monat Datum Namen der Besitzer Der crepirten oder getödteten Tüiere Bemerkungen über Kra. koeit, wenn solche durch den Thierarzt festgestellt ist, sowie über bie Art der Beseitigung der Eadaver. Zahl Gattung Alter Jahre auf die volle Summe von 174,000 x anwachsen würde. Von den vorhandenen Beamten könne der Pächter selbstverständlich nur die Zahl übernehmen, welche ihm für seinen Betrieb geeignet erscheine. Wenn er aber die Verwendbaren unter gleichen Bedingungen übernehme, unter welchen dieselben jetzt dienen, so scheine kein Grund vorhanden zu sein, daß den Angestellten die Wahl gelassen werden müßte, ob sie fort; dienen ober pensionjrt sein wollen. Gegenüber der Bemerkung des Regierungsschreibens, daß die finanziellen Vortheile der Proposition in sehr zweifelhaftem Lichte erscheinen, sagt der Antragsteller, die Pachtsumme würde nun allerdings für den Anfang sich als Staats-Einnahme um den Betrag der zu bezahlenden Pensionen vermindern; derselbe Fall werde aber auch früher oder später emtreten müssen, wenn die Regierung, anstatt den Betrieb zu verpachten, selbst den ^ecundärbetrteb etnsühren wollte. In dieser Richtung sei daher bie Offerte der Pächter nicht ungünstiger, als im Falle des Staatsbetriebs. Auch würde die Großh. Regierung überhaupt schwerlich mit so geringem Personal betreiben können, wie ein Privatpächter, weil die üblichen Formen und Controlen bei Staatsverwaltung größeres Personal erfordern, als bet Prioatdrenst. Ob die Einnahmen der Bahn sich durch Einführung des Secundärbetriebs erhöhen werden, könne der Großh. Regierung dann ganz gleichgültig sein, wenn der Betrieb an einen Uebernehmer verpachtet werde. — _ .. 5 Die Fahrplan-Angelegenheit betreffend, führt der Antragsteller aus, daß die Herien Krauß und Donner den von ihnen construirten Fahrplan keineswegs bedingungsweise, sondern nur auf besonderen Wunsch Großh. Regierung v or- ; schlagsweise vorlegten. Es werde für Sachverständige nicht schwer sein, auch für diese emgeleisigc Bahn einen den Bedürfnissen der oberhessischen Verkehrsinteressen entsprechenden Fahrplan zu construiren, wenn dafür die auf der Felda-Bahn zu Grunde s gelegten Grundsätze, namentlich die dort eingeführte Fahrgeschwindigkeit von durch- , schnittlich 25 Km. per Stunde, angenommen werden. Weiter sagen die Motive: »Auch ! für die Bevölkerung Oberhessens dürfte unter Umständen die Uebergabe des Betriebs j an Privatunternehmer eher vortheilhast als nachthetlig wirken. Im ersten Falle Der« - tritt die Regierung nur die Interessen der Bevölkerung dem Pächter gegenüber; bei ■ Selbstbetrieb durch die Regierung tritt für die Letztere die Erwägung hinzu die Rein- ! einnahmen der Effenbahnen möglichst zu steigern, auch wenn die deshalb zu machenden ; Einrich ungen mit dem Interesse der Bevölkerung nicht harmoniren. Der Betrieb der j Oberhessischen Bahnen hat dafür — seitdem derselbe auf den Staat übergegangen ist — em eclatantes Beispiel gegeben. Wenn der Betrieb in Händen der Actiengeseuschaft ? geblieben wäre, so hätte Großh. Regierung niemals zugegeben, daß der vierte Zug im t Winter weggelassen worden wäre. Da der Betrieb aber auf den Staat übergegangen > war, glaubte die Regierung — gegen das Interesse der Oberh. Bevölkerung — den | vierten Zug weglassen zu müssen, weil das finanzielle Interesse des Staates dadurch i besser gewahrt erschien." Im Wetteren sucht der Antragsteller die von der Regierung gegen den Secun- c därbetrieb im Allgemeinen geltend gemachten Gründe zu widerlegen m. Darmstadt, 27. December. Der Abgeordnete Schroeder hat unterm 21. I d. M. bei dem Bureau der zweiten Kammer folgende Interpellation übergeben: „Wird ! Gr. Staatsregierung den Ständen bald eine Gesetzesvorlag- zugehen lassen, welche die Benutzung und Instandhaltung der Gewässer (Waflerrechts-Gesetz) regelt." Die beigegebenen Motive sagen, ein solches Gesetz habe nicht blos zu bestimmen, wer die Lasten des Dammbaues und des Wasserbaues überhaupt zu tragen habe, sondern solle auch die Benutzungsrechte am fließenden Wasser regeln, die sich dafür bildenden Genoffenschasten fördern u. s. w. Ersichtlich sei ein solches Gesetz für unser Land von großer Bedeutung. Preußen, Bayern, Baden und andere Staaten seien bereits im werthvollen Besitz einer zusammenfassenden n?uen Gesetzgebung über diese Materie, während in Hessen bis jetzt nur Theile derselben, und diese nicht völlig genügend, vorhanden seien. Beide Kammern der Stände haben bereits auf dem vorigen Landtag den von dem Antragsteller eingebrachten Antrag angenommen : Gr. Regierung dringend zu ersuchen, bald eine Gesetzesvorlage, die Benutzung und Instandhaltung der Gewässer betreffend (Wasserrechts-Gesetz), zu machen. Bei den dessallsigen Verhandlungen zweiter Kämmer habe ein Vertreter Gr- Regierung erklärt, bezüglich des betonten Mangels eines Wassergesetzes könne er sich mit den kundgegebenen Wünschen nur einverstanden erklären- Es sei früher schon ein Entwurf gefertigt worden, der in den Ministertalacten liege und der mit wenigen Umänderungen als Grundlage einer neuen Bearbeitung dienen könnte. Das Bedürfniß der Eodification dieses Gegenstandes sei also allseitig anerkannt und könne keineswegs als geringfügig angesehen werden. Auch fordere die Rücksicht auf vorliegende wirthschaftlich wichtige Verhältnisse die Beschleunigung der Sache. Fulda, 26. December. Bischof Kopp ist heute Nachmittag um 2 Uhr mit großem Ehrengeleit hier ringet, offen und verrichtete alsbald am Grabe des heiligen Bontfacius ein Gebet. Breslau, 24. December. Der zoologische Garten ist heute wegen Auftretens der Rindeip st unter den Graffen polizeilich geichloff n worden. Karlsruhe, 24. December. Der Großhcrzog. dessen Genesung erfreuliche Fortschritte macht, unternahm beute eine kurze A isfahn. Morgen wird der Großherzog zum ersten Male feit seiner Krankheit dem Gottrsoienste anwohnen. — August v. Bulmerincq in Wiesbaden, Mitglied der internationalen Affociation für die Eodification des Völkerrechts und früher Pcoseffor des Staats- und Völkerrechts zu Dorpat, ist an Stelle BluntschU's an die Universität zu Heidelberg berufen worden. Bremerhafen, 24. December. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Braunschweig" ist im neuen Hafen gesunken. Kesterreich. Wien, 24. December. Nacd der nunmehr rectificirten Lste sind bei dem Brande des Ringtheaters 449 Personen verunglückt; bei 12 anderen Personen ist dies zweifelhaft. Wien, 25. December. Die „Wiener Ztg" veröffertl'cht ein kaiserliches Handschreiben an den Ministerpräsidenten Grafen Taaffe, in welchem der Kaiser kundgiebt, daß er, um se ner Tbellnahme an dem traurigen Schicksale der am 8. December d. Is. beim Brande deö Ringtheatrrs Verunglückten einen dauernden Ausdruck zu geben, beschlossen habe an der Unglücköstälte aus seinen Prtvatmitteln ein Gebäude mit einer entsprechend ausgestattcten Gedächtniß-Capelle aufführen zu laffen, in welchem bie alljährliche Abhaltung eines TrauergotteSdienstes durch besondere Stiftung sich^rgest.-llt werde. Die Erträgniffe des Stistungsgebäudes sollen für immerwährende Zeiten den Wiener Wohlthätigkeits-Vereinen und -Anstalten zufließen. Garantie für die Freiheit ihreS Oberhauptes verlangen. So sei es denn natürlich, fügte der Papst hinzu, daß.die nach Rom kommenden Bischöfe b-n gegenwärtigen Stand der Dinge unvereinbar halten mit der Würde deS heili gen Stuhles und daß die Gläubigen der ganzen Welt in dieser Bezi-pung ihre Besorgniffe für die Geg-nwrrt wie für die Zukunft ai den Tag l-aen. Rom, 27. December. Das Jvurnal „Popolo Romano" schreibt: Obwohl die Regierung nicht versäumt, sich mit der Wahl des neuen Botschafters für Paris zu be schäftigen und mit der Ernennung nicht zögern kann, ist dennoch bisher fein Entschluß gefaßt worden. — In einem „Deutschland, Italien und das Papstthum" überschriebenen Artikel stellt der „Diritto" folgende 3 Grundsätze auf: 1. Die weltliche Herrschaft des Papstes ist nicht werth, diskutirt zu werden, in welcher Form dies auch geschehen möge. 2. Der moderne Staat kann die Ueberlegenheit des kirchlichen Einflusses nicht anerkennen. 3. Jedes Uebereinfommen, welches eine mittelbare ober unmittelbare Eimmschung in unsere inneren Angelegenheiten in sich schließt, verletzt die Autonomie des Staates. Diese Prinzipien, heißt es in dem Artckel, gehören nicht Italien, sondern der allgemeinen Civilis fation an. Unsere Stellung ist politisch wie rechtlich unangreifbar; wir werden sie bis aufs Aeußerste vertheidigen. Was die Haltung der deutschen Regierung in dieser Ange legenheit angehe, die den Papst und seine Ansprüche zu unterstützen scheine, ohne früher gemachte Erfahrungen zu erwägen, so schreibt der „Dintto" : Auch wir müssen uns einen verantwortlichen Papst wünschen, denn wir vertheidigen in Italien tote Souveränität des weltlichen Staates, welche Fürst Bismarck in Deutschland vertheidigt. Es handelt sich darum, cm Mittel zu finden, um die Verantwortlichkeit des Papstes wirksam zu gestalten, ohne den Prinzipien unserer nationalen Existenz und unserer Unabhängigkeit Eintrag zu thun und um das wettere Prinzip, die Souveränität des weltlichen Staates sicher zu stellen. Es ist das wahrscheinlich eine schwierige, aber eine. des Fürsten Bismarck und Italiens roüttoigfc Aufgabe. Die Losung berselbtzä wirb sich entroeber mit Ober gegen Italien vollziehen. Zwischefi „Alles gefährden und Alles gewinnen" kann die Wahl nicht zweifelhäft fein. Spanien. Madrid, 25. December. Am 15. Mai k. Is. wird hier eine Ausstellung für Gegenstände aus dem Gebiete der Mineralogie, Keramik und bet Glasfabrikation eröffnet werden. Zu derselben werden auch alle verwandten und fremden Industrien zugelaffen werden. Nußrand. Petersburg, 24. December. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen gestern den französischen Botschafter General Chanzy, welcher sein Abberuf ungs- Schreiben überreichte. — Der „Regierungsbote" mach: bekannt, daß am 19. December, Morgens, in der Rentei von Sebastopol ein Diebstahl mittelst eines Minenganges ausgeführt worden ist. Ja der Rmteikaffe fehlten 47,000 Rubel. In Folge sofort angestellter energischer Nachforschungen im Innern des Reiches foiDobl wie in Konstantinoptl wurden in A'maenök 3 Personen mit 27,000 Rubel deS gestohlenen Geldes verhaftet. Petersburg, 26. December. Der „Reg erungsbote" veröffentlicht einen Allerhöchsten Befehl, nach welchem 23 in letzter Zett verhaftete politische Verbrecher, welche die Regittung für Leiter oder maßgebende Mitglieder der Terroristenpartet hält, zusammen in einer besonderen Sitzung des Senats unter Hinzuzi-buna der Vertreter der Stände gerichtet werden sollen. Warschau, 26. December. II der Kceuzkirche entstand gestern ein falscher Allarm, wodurch gegen 60 Personen zu Schaden, mehrere um'S Leben kamen. — Der „Nat.-Ztg." geht über den Vorsoll folgendes Privatschreiben zu: „Warschau, 26. Decbr., Mittags In der heiligen Dre'.Kreuzrs-K.rche, die an der Straße Kalaa, Krakauer Vorstadt, einer unserer belebtesten Straßen liegt, erscholl gestern Mittag gegen 12 Uhr plötzlich der SLreckeusruf „Fever." Die Verstonen über Entstehung dieies Lärms schwanken. Die weitverbreitetste ist die, daß ein jüdischer Taschei.dieb einen Griff in die Tasche seiner Nachbarin versuchte. Er wurde auf frischer Thrt ertappt; cs entstand Lärm; oer Rus „Feuer" ertönte und unter dem Eindruck der Wiener Katastrophe, die überall die Einbildungkraft erregt hat, begannen die Besucher aus der vollge- füllten Kirche nach dem Ausgang in's Freie zu drängen. Der Ausgang mündet auf ein kleines Hochliegendes Plateau, von dem rechts und links Treppen auf daö Trottoir führen. Und namentlich auf diesem Plateau und auf den eisten Stufen der Treppe entwickelte sich ein fürchterliches Gedränge, u nsomebr, als auch Leute von der Straße in die Kirch? hinein wollten. Nach den Mitthei. lungen heutiger Zeitungen zählt man 26 Todte und etwa 30 Verwundete. Ma > trug die Beschädigten tu ersten Augenblick nach einer neben der Ki'ch; belegenen Volksküche und in das Hospital zum heiligen Rochus. Aerzt- liche Hülse war glücklicher Weise zur Stelle. Die Todten sind meistens j Frauen; unter ihnen befi iden sich Gräfin Alexandrowitsch und eine Deutsche, i die Bonne Maria Swarenko. Afrika. Kairo, 26. December. Der Khedive hat die Notabeln-Kammer mit ’ einer Ansprache eröffnet, in welcher er erklärte, daß die Jntereffen der Bevölkerung durch Gerechtigkeit für Alle gewahrt werden sollen. Er strebe nach Aufklärung und Fortentwickelung auf allen Gebieten. Die internationalen Verpflichtungen sollen erfüllt werden. Schließlich bat der Khedive bie Versammlung um ihre Mitwirkung bei der civilisatortschen Umgestaltung des Landes. Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Oran, 24 December. In der Hebra-Ebene find von den Opfern der UeberfcbHemmung 201 Leichname aufgefunden, von denen 163 Eingeborenen, 33 Spaniern und 4 Franzosen ang hören. Italien. Now, 25. December. Der Papst empfing gestern die Kardinäle, welche erschienen waren, um in herkömmlicher Weise durch den Kardinaldekan ihre Glückwünsche anläßlich des Weihnachts- und Neujahrsfestes darzubringen. Unter den 23 anwesenden Kardinä en befand sich auch Prinz Hohenlohe, welcher gestern von feiner Reise hierher zurück ekehrt ist. — Die Begrüßungsansprache des Kardinaldekans anläßlich d-.s gestr.gen Empfanges der Kardinäle erwiderte dcr Papst, dem „Offervatore Romano" zufolge, intern er zunächst auf die L?ge des heiligen Stuhles hinwies, welche sich immer schwieriger gestalte, und sodann bekiagte, daß er gezwungen gewesen fei, dir jüngste Kanonisation ohne den herkömmlichen Pomp zu vollziehen. Ebenso beklagte der Papst die A- schuldigungen, welch; jedes Mal erhoben würden, so oft er, um bie Unabhängigkeit seiner geistlichen Gewalt zu sichern, die Wiederherstellung seiner tausendjährigen weltlichen Herrschaft fordere. Re- bellcn nnd Unruhestifter nenne mau die Katholcken, wenn sie eine wirksame Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. (Korrespondenz-Burea«. Berlin, 27. December. Der „Reichs-Anz." meldet die Vtrleihung des Kreuzes mit dem Stem der Großcomthurn des HauSordenS von Hohen- zollern an den Minister v. Puttkawe^. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine Verordnung vom 20 Decbr. über die Nachversteaerung der Waaretibestände in den an das deutsche Zollgebiet anschlleßendcn Gebi?tsthelleu der Unter-Elbe. Fulda, 27. Decemb r. Die Consecration des Bischofs hat soeben stattgefunden. Consecrator war der Bischof von HildeSheim, Assistenten die Bischöfe von Tner und non Würzburg. Freiburg Limburg, Mainz und Pi- berborn waren ourch Domherrn vertreten. Es waren 169 Geistliche bei her Feier anwesend, weicher sowohl der Oberpräsivent wie d-r Regirungsprästdent anwobnten. nber, Mor- Kiijengon^e* 1 empfinden 66em|ungi» eine Sui- lil unb btt Dtroanbitn , g-tll-W die » r,5 vo" ® he- jowobl ,000 Rubel i> gellem cm rarere um'S verßffenthcfit etc politische itgtleber der 5eniil unter rx? ^tnn I4l|e b-n bej hr^ «cü-uung ?bmhl bie i°NS zu k Entschlaf Unebenen des hehen möge, "nerkennen. n9 in unsere M Diese b'ckr Snge ohne früher 1 uns einen Whrihh de;, handeü suh ju gestalten, Eintrag zu iteO sicher zu es Fürsten entweder mit mti kann die *>«* riyatschrribeo reuzks-Klldc Eßen Ltrnßm ruf itoerbreitttfte seiner M v Läm ;otr lßrephe. W s der W igarg mündet Treppen auf :uf ben e' " njoi* J1’ dm 'M ' SerM"1'! d-r H; U »L find «elK eine *-;5 ®c strebe ni4 L«"' werben. Sckloffer. ergebenst ein. Kiel, 27. December Die „Rltltr ßffl.* meldet daS am 25. ds in gohe eines Herzleidens erfolgte Ableben des Prinzen Friedrich zu Schleswig- H-lstetn Auaustenbura (Braten v. Roer. Brcmerhafeo, 27. Dedember. Der am 24. d. MtS. im neuen H-fen gefunfcne Dampfer „Braaunschweig- iß leer gepumpt und wieder flott gemacht worden. ' Hochachtungsvoll Chr. Fetr! Lokale». (»teilen, 28. December. Wahrend der Feiertage war Mieden von Handwerks buricheir reich gesegnet. Zn der Schramm ichen Herberge logirten 5H und auf der Her berße zur Heimath 45. Laß bierunter mancher Fechter und Ihumchtgut sich befand, möge daran» zu ersehen fein, daß 20 derselben beim Betteln in der Stadt abgefaßt und ort haftet wurden, abgesehen von denjenigen, welche nicht erwischt worben. Heute Morgen nmrden von dem fleft ca. 30 Personen aue der Stadt geschubt, wahrend rin anderer Theü, 5eU völlig subsistenzlo», dem (Berichte zur werteren Äcrhandlung uberwrescn wurde. Äm ersten Feiertage wurden einer zu Besuch hier wertenden Zante dre goldene Uhr sammt nette im Werthe von 300 M. gestohlen Sm bei der betreffenden Familie bienenbet Mädchen, auf welchem »erdacht des Diebstahls ruht, wurde heute Morgen ver. haftet. _ _ , — Sin Handwertsbursche, welcher einem Sollegen den ,Berlrner wegzuschivindel« versuchte, wurde heute Morgen wegen Betrugsveri'uch verhafte. — Die Zahl der Sterbsälle während der Woche vom 16. bis 24. December belief fi<6 nur auf 4, welche sich säinmUich bei Bindern ereigneten. Zwei derselben roaten nur wenige Monate all und starben an «rümpfen, die beiden anderen hatten das erste Lebens jahr bereue überschritten und erlagen der Diphtherie. (' ,6en den 27. Dezember 1881. ® Untrer £oui» Bücking. Lehrer Jung. Mttpr.dig.r L^,». ^ntamtmcr.n Lyncker. Pfarrer Dr. Baumann. Pfarrer Ieichenschule für Handivcrkcr. 8436) Ich erlaube mir hiermit ergeben*» amu-,eigen, . daß Mittwocb den 28., Donnerstag den 2». und Kreitog «. on Detember, von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittags ? Ubr im Saale des alten Ratbkauses c.ne Ausstellung tCr von meinen Schülern gefertigten Zeicbnungen Nattsind». Eltern und Freunde der Schule labe ,ch hiermit ;um Besuche Ncujahrsgesclienke für die Klernktnder-Bcwahranftalt. einer Reche ton Jahren haben Freund« und WohlthLier der «kleiiklnder Bcwahranstalt beim Jahreswechsel ,ur Entbebung von dm üblichen R n h sbesuchen genannt, Anstatt mit e.n-r Gabe bedacht. Dieim.gm Herren welche auch n diesem Jahr, solche, zu thu» gedenken, werden ge. d-ttn hre Gaben bei einem der Unterzeichneten abg.ben zu wollen. Ramm derselben werden beim Jahre.schlnfi in diesem Blatte bekannt gemacht « cd. 150 Damrnwiiittrmänlkl x M* neueste Facon von dieser Saison, verkaufe, um vollständ.g ;« X räumen, unter StnfÄuf^ptctS- __ , X g Moritz Heichelheim. X Berlin, 23. December Ein großartiger verbrecherischer Plan von kaum glaubhafter tfndjbell' ist gestern Abend noch zur rechten Zett von der hiesigen Krimmal- Dolizei entberft und sc seine Ausführung verhindert worben. Heftern Vormittag mackttn zwei Individuen cfncm PoftzttbcaimeN die M'tidettung, baß eme dritte Person, die sich ihnen al« Schlosser Wilke bezeichnet habe, nut ihnen gemeinsam den Plan Terabiebct habe, möbltrte Zimmer in verschiedenen Stadttheilen zu miethen, dahin Aertte zu locken unter dem Borgeden, daß einer von ihnen k: ank sei, die Herangelocrtcn durch kunstvoll gearbeitete Fottti Werkzeuge welche jeben gulferuf beS Gefolterten unmöglich machten, zur Hrrgade ihrer Baarschaft unb zur Acceptuung von vorbereiteten auSgesüllten Wechseln zu zwingen unb schließlich bie Opfer zu "würgen unb in 4 qnafftT m werfen Su diesem Zwecke hatte Wilke em ganz eigenthümlich geformtes LalSeisen heraestellt * Dasselbe ^ettebt auS entern großen zangenartigen Instrument, befeftigt an einem langen eisernen Rohr, an beffen Enbe sich eine Kurbel befinbet. Durch Drehung biefer Äurbel schließen sich bie beiben janflenarngen ilrme am ent- fleamaefenten (frnbe langsam zusammen Sinb bie betben ttrme an den Hals eines &cn4’n pfleg’ und ro:rb ölt Äurbcl gebrrljl, fo «rrnag M Opfer md>t m
lke wurde iodanu verabredet, daß sie ihm bei ber Ausführung des Planes scheinbar Hülfe leisten unb erst im Augenblick der böchsten Roth das Opfer von dem HalSeisen befreien feilten, worin sie von den auf der Lauer bcsindl chen Polizltdeamkkn unterstützt werden roürb n Der Dr. LehdS sollte nicht herbetgeholt werden, vielmehr sollte ferne Stelle em ttriminal'Polizelwachtmeister vertreten. AbendS nach 7 Uhr fanden sich W'lke und feine beiden oomplicen in bem Zimmer ein, nachbem bereits vorher in einem Nebenzimmer eine Anzahl Polfzetbeamtrn auf die Lauer sich gelegt hatten. W'lke legte ch zu Bett und schickte einen ber (fomplictn -UM Dr Lehr« Rach einiger Zeit kehrte dieser m ber BeglriMNg dry (krtmtnal PolizeiwochMieisterS uirthf, welcher einen hohen Hut trug, eine Brille auf der Nase hatte und von bem Compilern als ber Herr Dr Lehr- efngesQhrt wurde. Der Pseudo-Nrzt begab sich zum Bett unb fragte ben W Ike nach seinem Befinben- In diesem Augenblick sprang Wilke auf, pre|te ben Hals betz Wachtmeisters zusammen, während einer der Complice i ihm von hinten die Hände hielt. Aus die von dem (Gewürgten mit Mühe hervorgedrachtc Aeußerung, daß er nur wenig <»elb bei sich habe, forberte Wilke ihn aut, einen bereits avtzgesüllten Wechsel zu acceptiren. Der Wachtmeister weigerte sich besten unb die Folge war eine weitere Drehung der Kurbel. Der Wachtmeister fühlte sich dem ErstickungStode nahe unb er begann mit ben Füßen auf ben Fußbobrn zu schlagen Jetzt ließ der eine (Vomplice betz Wilke bie HSnbe be« Opfer« lotz und gleichzeitig stürzten die Beamten in'S Zimmer, welche dem Wttke daß Zangen-Instiument auS der Hand "sten und datz Opfer autz feiner gefährlichen Lage befreiten. W'lke wurde fest genommen und zur Haft gebracht- Gr räumt ein, in der geschilderten Weise beabstchttgt zu haben, sich Geld zu verschaffen, ba er solche« zur Ausführung seiner geschäftlichen Projecte unb zur Erfaaliung seiner Existenz nothwendig brauchte. Ob Wilke der wirkliche Name betz festgenommenen Berdrecher« ist, hat bisher nicht festgestellt werben können. Bremen. Die Anmelbungen von AuSwanberern mehren sich in einer Weise, wie man etz nie in trgenb einem früheren Jahre gekannt Hal; in ber That haben wir nach allen Anzeichen im nächsten Jahre einen wahren ExoduS zu erwarten. Wir können auf (Brunb unserer Erkundigungen, die einer Quelle entlehnt wurden, welche jeden Zweifel autzschlußt, die Dhatfache verbürgen, daß bereit« jetzt die beispiel lose Zahl von über dreizehn Tausend Auswanderer fest für da« nächste Jahr engaatrt Ist — (Zjner solchen außerordentlichen Auswanderung gegenüber wird der Norddeutsche Lloyd die »^ahl seiner Abfahrten wesentlich vermehren. — Nach dem soeben au«ge- gebenen Fahrplan dieser Gesellschaft werden im März nächsten Jahre« achtzehn Dammer von hier noch den Bereinigten Staaten abge^en; davon werben 13 nach New Bork unb 5 nach Baltimore fahren. — Im Mürz werben neun Fahrten einen um ben anberen lag ur.b vier Abfahrten mit jebesmal zwei Tagen Zwischenraum nach New- Bork ftattfinben. Im Innern Deutschlands bat man ber außerorbentlichen Entwickelung be« transatlantischen Dampfeiv rkehrs bisher kaum bie nöthige Beachtung geschenkt unb aus betfriben keinen mbirecten Bortheil gezogen. — Wie außerordentl ch ber Aus sckwung dieses BerkehrS ist, möge man au« ber Tfaatsache entnehmen, baß bie west. inbttLe Linie ber in Hamburg etadlirten ^Hamburgffchen Packetsafart-Aetien GesellschasL in diesem Jahre ihre Einnahme autz Frachtgeldern unb PassagieitranSport um volle hundert Procent vermehrt bat — Diese Auskunft ist von Seiten ber Diversion Meter Gesellschaft auf eine birect gestellte Anfrage ertfaeilt worben. handel und Verkehr. Frankfurt, 27. Dezbr. Der heutige Biehm-rtt war ziemlich befahren. Snaetrieben waren ca. 300 Ochfen unb Stiere, 300 »übe unb Rinder, 300 Sälber und 400 -Lmmei. Die Prelle Renten sich: Ochfen 1. Qual. 65 -67, 2. Dual. JL 6t—64, Mbe unt Rinder 1 Qual. JL. 56-58, 2. Dual. 45-50, «alber 1. QuaL X 54-56, 2 Dual X 40 -50 Hämmel 1 Dual. X 56-60, 2. Dual. X 40 50 per 100 Pfd. Schlacht, gewicht. Schweine wurden 680 Stück angeführt und da« Pfund mit 65 bezahlt. MehlfT*brricht. Mitgetbellr von dem Agenten be« norddeutschen Lloyd in Bremen, L. W. Die- Nachfolger in Vielen. Bremen. 24 Dezember. sPer tran-atlantifche» relegraph.j Der Postvampfer Donau, Lapt. R. Ringk, vom Rorddeusichen Lloyd in Bremen, welcher am 11 Dez-mber von kjrfmen unb om 13. Dezember von Sonihampron abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgen« wohlbehalten in Newvork angekommen. r Anzeiger. VvlksbildungS-Verciii. Die ordentliche Generalvcrsammlung soll Mittwoch den 4 Januar 1882, Äber.ds 8 Uhr, im „Safe Schwirr« abgehalten werden. Tagesordnung: 1) Berichterstattung; 2) Rechnungsablage; 3) Er- gänzungswahl dis Ausschusses. Seit einigen Jahren ist die Betheilung der Mitglieder an der General. Versammlung und an dm Dereinsangelegenheiten eine so geringe gewesen, daß der Vorstand nicht im Stande ist, zu beurlheilen, ob er noch das Drttrauen des Verems für seine Thätigkeit in Anspruch nehmen kann. Wir fordern deshalb die Mitglieder dringend auf, an genanntem Abend zu erscheinen, um dadurch dem Vorstand die Unterstützung zu Theil werden zu lassen, ohne welche eine erfolgreiche Thätigkeit kaum denkbar ift Dereinsmitglieber ftrb alle, die ihren Beitrag bezahlt haben. Zuletzt bemerken wir noch, daß d'.e Vorträge auch in diesem Winter wieder in Gemeinschaft mit dem hiesigen Gewerbe-Verein abgehalten werden unb daß dieselben am 16. Januar ihren Anfang nehmen sollen. 8437) Der Vorstand. Das Bureau für Stellen-Vermittelung des Kaufmänn. Vereins 4720) in Frankfurt a. M. (unter Patronat der Handelskammer), welches die weitverzweigtesten Verbindungen unterhält, besetzte in den letzten 6 Jahren gegen 5000 Commis* nnd I p.hriinnRRtallnn (auch für Nichtmitgliedcr.. Kaiser Punsch lassen; V^rdbeer „ „ Burgunder- „ „ Ananas- „ ,, Arac „ „ Rum- „ ,, Cognac fine Champagne Arac de Batavia Rum de Jamaica empffehlt in xjx unD 1/2 Flaschen, sowie im Anbruch. 8E) ' H. F. Hassauer A. Bramm. (8455 8315) 8453) Heute treffen frische Schellfische in EiS ein. J. A. Busch Söhne. Näh, bei Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. 8 Geld - Cours 8451) 8454) 7273) Sckulstraßr 19. 8449) Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck mW Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Cdr Pietsch) in (Rieten. ;UtI1 liflü UnxUÖClIiyiCT nenne liiui! vic aimr vnmi Hierzu eine Beilage •ft 16 16 20 16 16 9 4 Bauer, Gerichtsvollzieher. A 17-21 14—18 30—35 68—72 72- 76 55—60 18-22 Ottmar Köhler, Lindenplatz. 8444) Man sucht für einen Gymnasiasten in einer gebildeten Familie in Gießen, in der er als zu ihr gehörig behandelt und gut beaufsichtigt wird, Pension. Offerten mir Preisangabe an die Expcd. ds. Blattes erbeten. 8452) Da mein kurzer Besuch in Gießen mir nicht ntnÖ0lid)te, mich von meinen hiesigen Freunden zu verabschieden, sage ich denselben bei me ner Abreise nach Konstantinopel hiermit herzlich Lebewohl Gießen, den 27. Dezember 1881. Adolf Bergen, Techniker in Diensten der Ottomannisch.n Eisenbahn. Bühner, Großh. Gerichtsvollzieher. Große Keifgeöotenes. Gratulationskartcn ZUM neuen Jahr empfiehlt Ankunft in GieHen von: Frankfurt l12, 813, 939*, 11« 2<9 4a» 7» S36*, 1212*. Marburg 632, 730. Cassel 213, SlZ-i-, gw* 11-8,4», u 9 Wetzlar 7-?, 9*», 11», 12«* 3«, 432 6« 832* n?o. EmS-Coblenz 9W, ll33,12»*, 315,64\ S32*. Deutz 1133, 4^ H2U Fulda ll23, 429, 10. Lauterbach Sto, 11“, i“, 10. Gelnhausen 920, 3», 6» Nidda 636, 920, 336 tzüv. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern die Nachtstunden. Sägen- Versteigerung beute Donnerstag den 29. Dezember, Vormittags 10 Ubr, im ^Darmstädter Haus". (8457 Wermischte Anzeigen. 8443) Ich warne hiermit Jedermann, meiner ungehorsamen Tochter Marie auf meinen Namen Etwas zu borgen, indem ich für nichts hafte. N-eder-Bessingen. den 27. Dez. 1881. Albert Lutz II. A* Uocler Selterswea 43. Neujahrskarten ^^lljabrlich in größter Auswahl bet 8435) Julius Koos am Markt. Versteigerung. Freitag den 30. dS. Mts., Nachm ttags 1 Uhr anfongend, werden in der Mietbswohnung des Herrn Metzgers Graus dahier — Neuenweg — die demselben seither gehörigen Mobiliaigegenstände, als: Tische, Stühle, Kleid^rschränke, 1 Kommode, 1 Sopha, l vollständiges Bett, 1 Küchenscbra' f, 1 Wandubr, 1 Buffet, 1 Bierpumpe, 1 neue Füllmaschine für Metzger, Hackstöcke, Fleischbollen, Bütten, Hockmrsser, Schneidemesser, 2 Waagen, Lampen, Gläser Porzellan, Küchengeschirr 11. sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert Die Versteigerung findet bestimmt statt- Gießen, den 28. Dezember 1881. Winter - Ueberzieher, Kaisermäntel, empfiehlt äußerst billig i&W Beachtenswertb! pilepsie* Krampf- und Nervenleidende. All.v welche sich für diese Krankheit, n interesliren, und sichere Hülfe suchen, mögen sich vertrauensvoll die Broschüre des Dr. Boa*» SpeclallMt, für Krampf- und Nervenleiden, verschaffen. Gratis und franko zu beziehen nur durch Herrn k6177 Parlaghy, München, 29 Bayerstraße. Halzvrrkaus. 8434) Mittwoch den 4 Januar k. Js. wird im hiesigen Gemeinde- Hause uachverz. Holz aus den Distnk- ten Jungfer-Anna, Steinbnsch, Bruch. Hecken, Platt und Wetterberg deS Ge- meinde-Waldcs Crofdorf-Gleiberg versteigert und zwar l) um 9 Uhr Brennholz: 136 Rm. Eicken-, 48 Rm. Buchen-, 95 Rm. Kiefern-Scheiter u. Knüppel. 1076 Rm. 'Eichen-, 127 Rm. Buchen-, 425 Rm. Kiesern-Reiser, 2) um 11 Uhr Bau-, Wagner-, G ru b enholz: 124 Stück Erchenstämme, 2., 3. und 4. Kl = 48,19 F stm. 96 Stück Eichenstangen, 10—12Ctm. stark, Wagnerholz, 37 Rm. Eichennutzholz, 2 Mtr. lang, Wagnerholz. Crofdorf, den 24. Dezbr. 1881. Das Bürgermeisteramt. -fafirpfdii. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2«, 424, zis*, tzw 816*, 11« 4.44 70« 750. Marburg 838, 853. Cassel 12i *, 130, 358, 953* n-3 1^* 4