Nr. 278. Dienstag den 29. November 1881. Kichmer Wnzeiger Aiskigk- nnb Amtsblatt fir btn Kreis Gießen. ' ~~~~ . , 7 - PreiS vierteljährlich 2 Mari 20 Pf. mit Brinyerlohn. t^urrau : Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit «ulnahme bet Montage. Durch die Post bezogen rrerteljLhrlich 2 «ar! 50 Pf. We 3O.’F ^8 von P^nUtiot*. •ünluiULn • 2g . igcn. Atelier ifolger, [fd)en In fr rötze zu dm W Iterunq. htPWvö ÜitT CiftC Natlhm!(. uemveglK. mwtmhier IM. gewacht. >^ache vor- brinaen wollen und ihr Anliegen nicht vorher schon schriftlich vorgebracht haben. Besonders hervorgeboben wird noch, daß die Kosten t-urch Aufnahme eines Kapitales von 3000 JL. bet der Grogherzoglichen Landescultur-Rntenkaffe gedeckt werden sollen, welches Kap tal sich dadurch wieder abträgt, daß 41 Jahre lang für den Normalmorgen jährlich i JL 58 gezahlt werden, welcher aeiirge Betrag durch d,e großen Bortheile. welche die Trockenlegung der Grundstücke mit sich bringt, reichlich überwogen wird. Schl'eßlich bemerken wr noch, daß in Zukunft in ticser Sache keine spectellen Benachrichtigungen an jeden einzelnen Betdeiugten mehr stattsinden, sondern daß das Erforderliche nur r ock im Gi ßei er Anzeiger, forie in G eßen und Wieseck mit der Schelle bekannt gemacht werden wird. Den Uusw^rt gen wird daher empfohlen, sich einen Bevollmächtigten in Gießen oder Wi-.seck zu bestellen. Gießen, am 25. November 1881. Großberzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. __________ Betreffend: Den Frühjahrsmarkt zu Allendorf a. d. Lumda und Antrag auf eine damit zu verbindende Berloosung von Rindvieh. B e k a tt ll t m a ch u ll g. Großberzogliches Ministerium deS Innern und der Justiz hat dem Oitsvorstand zu Allendorf a. d. Lumda die Veranstaltung einer Berloosung von Vieh und landwirthschaftlichtu Gegenständen in Verbindung mit dem im Jahr 1882 in Allendorf a. d. Lumda stattfindenden Fruhjahrsmarkt unter den B'd'ngungen g'stanet, daß bei dieser Berloosung höchstens 5000 Loose ü 1 zur Ausgabe gelangen und wenigstens 72% des Brutto Erlöses der Loose zur Anschaffung von Gewinngegenständen verwendet werden müffen. Gießen, am 26. November 18vl. Großherzogliches Kreisamt Grcßen. Dr. Boekmann. . . .. Deutschland. Berlin, 26. Novbr. Der Ka scr hatte in der Nacht ununterbrochen erquickenden Schlaf, stand kurz n^ch 8 Uhr auf und nahm tm Laufe des Dor- mittags wieder die regelmäßigen Vorträge entgegen, erthellte dann einige Audienzen und arbeitet- daraus mit dem Kriegsminister und dem Ehef des Mil'tär-EabinetS. — Die Budzet'Commisfion erledigte mehrere kleinere Etatskheile. Beim Etat der Heeresverwaltung wurden von dem für die Ergänzung des Abgangs von Handfeuerwaffen eingestellte!! Pcsten von 1,490,600 C4L aus Antrag deS Abg. v. Maltzaht..Gültz 490,600 JL gestrichen. — Der ^Reichs-Anz." veröffentlicht einen Erlaß deS Re chskanzlerS vom 23. ds. an die Handelskammer In Grünberg, in welchem constatirc wird, daß nach deren Jahresbericht über 1880 der Eisenbahn Güter- und Personen- Verkehr, der Brief-, Telegramm- und Dank Verkehr zugenommcn, taß die Lohnverhältn'ffe sich gebeffert und die Spareirlagen sich wesentlich erhöht hätten. Gleichwohl führe ter Jahresbericht über völlige und aussichtslose GeschäsrSstockul g Klage und bleibe jeden Beweis dafür schuldig. Der Reichs- kanzler fordert die Handelskammer auf, die ihr durch das Gesetz auferlegte Pflicht der Berichterstattung und der Vertretung der Jntereffen des Bezirks mit größerer Sorgfalt und GewifferHastigkeit zu erfüllen. Berlin, 26. November. Em klares B'.id von den stattgehabten Wahl- Umtrieben flieht u. A. auch eine Notiz des Abg. Küfer. Rach derselben haben sich in Baden gegen die Anklage ungesetzlicher Wahlbeeirfluffungen nicht wcm- ger als 16 katholische Geistliche vor dem Richter zu verantworten. Karlsruhe, 23. November. Die von der ersten Kammer in ihrer gestrig, n Sitzung beschloffene Adreffe an Se. Kömgl. Hoheit den Großherzog hat folgenden Wortlaut: Durchlauchtigster Großherzog! Gnädigster Fürst und Herr! Die Kunde von der ernsten und gefahrdrohenden Erkrankung Ew. König!. Hoheit hat in allen Kreisen unseres Landes die tiefste Bestürzung verbreitet. Voll banger Sorge weilten die Gedanken aller Badener an dem Krankenlager des innig geliebten Landkssürsten, deffen Leben allezeit erfüllt war von fegens- reichem Wirken für das geistige ui.d inaterielle Wohl se,neS Volkes. Was in angstvollen Tagen das badische Volk empfand, war begleitet von der wärmsten Theilnahme der deutschen Nation für den edlen Fürsten, den Förd.rrr der Einheit und Größr Deutschland-. Gottes gt ädiger Schutz hat über dem Leben Ew. Köntgl. Hoheit gewaltet ; an die Stelle banger Sorge ist freudige Hoffnung getreten. Wollen Ew. Kömgl Hoheit in düfem Auge, blick auch der versa. mellen ersten Kammer Hulk oll gestatten, der tiefen Dankbarkeit Ausdruck zu geben, mit welcher sie die Erbailvnz dcs theuren Lebens gegen Gott erfüllt und damit die innigsten Wünscte zu verbinden, daß der Allmächtige Ew. Köntgl. Hoheit recht bald volle Wiedergenesung schenken möge zur Freude des Großherzoglichen Hauses, zum Heil und Segen unsere- 'Vaterlandes- Straßburg, 26. November. Wie die ^Slsaß-Lothr. Ztg." vernimmt, ist nach dem Vorgänge der preußischvn Regierung auch für Elsaß-Lothringen die Verbreitung der kaiserlichen Botschaft an den Reichstag mittelst öffentlichen Aushanges für olle Gemeinden des Landes angeordnet worden. Krankreich. Paris, 25. November. Der ehemalige Präfekt Tirman ist zum Cioil» Gouverneur von Algier ernannt worden. — Die Unterzeichnung des französisch-holländischen Handelsvertrags hat heute Vormittag stattgefunden. PariS, 26. November. Beim Empfang des Personals deS Cultus- depattements prach sich der Minister Bert dahin aus, baß nicht die religiösen Doctriner. die Argelegenhett des Ministeriums seien, Ion.ein die Überwachung der Befolgung ter Gesetze, welche die Beziehungen zwischen Kirche und Staat regeln. Die Regieru."g wolle die strikte Ausführung drs Concotdats. — Gerüchtweise verlautet, daß General Chanzy Botschafter in Peters- bürg bleiben werde. — Die Ern-nnung Tirmar/s zum Cioil-Gouverneur in Algerien bestätigt sich. General Sausster bleibt im Besitze der militärischen ©eroalt. — Nachrichten aus Kreider erwähnen eines Gerüchts, wonach Bou- Amena sich zwischen Fhellala und Arba befinde, um den treu gebliebenen Stamm der Harrar heimzusuchen ober das französische Lager bei Medjetia anzugreisen. , ---------- T- , nur.. I ■ rrrt i- "Ir- Italien. Rom, 26. November. In einem längeren Artikel, betitelt „das Ausland und das Ministerium", antwortete das „Diritto" denjenigen, welche die Idee der Königsreise nach Wien zu verkleinern, auf kleinliche Verhältnisse und insbesondere auf ein parlamentarisches Auskunftsmittel zu reduciren .trachten und constatirt sodann: Die Lage Italiens gegenüber Frankreich ist dieselbe geblieben wie im letzten Mai; Gam- betta thut, was er kann. Die Loyalität zwingt uns onzuerkennen, daß man die Politik seiner Vorgänger nicht acceptiren konnte. Wir nehmen seine friedlichen und wohlwollenden Erklärungen mit Vertrauen auf und sind alle geneigt, dieselben zu erwidern. Aber noch einmal: Die Dinge bleiben wie sie waren — wir können dieselben weder ändern noch aufgcben — weil ihre Ursache weiter besteht. Italien hatte keine feindlichen Absichten gegen Frankreich; es zog nur seine Interessen zu Rathe und sah sich für die Zukunft vor. Der Besuch in Wien war ein guter Anfang, der aber eine logische, vollständige Weiterentwickelung haben muß. Das Ministerium kann und will nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Wenige Tage nach dem 27. Oktober schrieb man in Berlin, daß das, was in Wien geschehe, nur in Berlin die öffentliche Be- kräftiguna und feierlUe Wirksamkeit erlangen werde. Derselben Ansicht war man in Wien und ist man auch in Rom. Ohne Zweifel ist die Uebereinstimmung zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn eine Friedensgarantie: der Hinzutritt Deutschlands wird diese Garantie verstärken. Sich an eine dieser Mächte anschließen und die andere bei Seite lassen, würde größere Mißstände als Vortheile im Gefolge haben. Rußland. Petersburg, 26. November. Gestern Nachmittag erschien während der Sitzung im Departement der Reichspolizei ein junger Mann, welcher den General Tscherewin zu sprechen wünschte und feuerte auf Letzteren einen Revolvrrschuß ab. Die Kugel durchlöcherte die Kleider des Generals. Die Verwundung soll unbedeutend sein. Der Thäter ist verhaftet. — Wettere Meldung. Gestern Nachmittag 2y4 Uhr erschien ein Mann von dürftigem Aussehen im Departement der Reichspolizei, angeblich um ein Bittgesuch an den General Tscherewin, den Adjunkt des Ministers des Innern, zu richten, und feuerte unmittelbar, nachdem er vorgelassen war, einen Revolver« schuß auf den General ab. Dieser wendete den Schuß ab, indem er den Arm des Attentäters ergriff. Dieser wurde sofort verhaftet. Nur die Uniform des Generals ist durch den Schuß beschädigt worden. Die angestellte Unter» suchung ergab, daß sich der Thäter NikolaS Sankowsky nennt und aus einem polnischen Abelsgeschlechte aus dem Gouvernement Grodno stammt. Derselbe gab an, aus Ansttften eines gewissen Paul Melnikoff gehandelt zu haben, welchem aus Grund einer Verurtheilung wegen Diebstahls die bürgerlichen Rechte aberkannt worden sind. Letzterer ist in Folge dessen ebenfalls verhaftet worden. Türkei. Konstantinopel, 25. Novbr. Das griechische Postamt in Konstan- tinopel und das griechische Postamt in Janina sind heute geschloffen worden. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz - Bureau. Wien, 27. November. Die der „Agence Havas" aus Skutari gemeldete Nachricht, daß Crivosctaner Insurgenten sich dreier Blockhäuser bemächtigt und die Garnisonen derselben gefangen genommen hätten, wird von com- petenter Seite in ihrem ganzen Inhalte als unrichtig bezeichnet. BreSlau, 27. November. Der gestrige Berliner Tages-Expreßzug, welcher um 4 Uhr Nachmittags hier eintreffen sollte, ist beim Passtren der englischen Weiche der Station Mochbern um 3 Uhr 51 Mtn. entgleist. Die Maschine, der Tender, der Post- und Packwagen stürzten um. Außer einigen Contustonen, welche der begleitende Postsecretär erlitten hat, sind keine gefährlichen Verletzungen vorgekommen. Der Zug traf mit einer Verspätung von 2 Stunden hier ein. Petersburg, 27. November. Der „Regiemngsbote" veröffentlicht die bereits gestern gemeldeten Mittheilungen über das am Freitag erfolgte Attentat auf den General Tscherewin. Der Thäter ist ein vor wenigen Tagen aus MorschanSk hier eingetroffener Edelmann Namens Nicolai Sankowsky, aus dem Gouvernement Grodno gebürtig. Gleichzeitig verdächtig, um das Attentat gewußt zu haben, ist sein Reisebegleiter aus Morschansk, der Bürger Melnikoff, gestern Nacht verhaftet worden. London, 27. November. Der Staatssecretäc für Indien, Marquis of Harttngton, hielt gestern in Blackbourne eine Rede, in welcher er auf die Nothwendtgkett htnwieS, daß nicht eine Macht, sondern das gesammte Europa aus die Ausführung sämmtlicher Bestimmungen des Berliner Vertrages dringe. Bezüglich der gegenwärtigrn Lage der Dinge in Irland sagte der Redner, dieselbe habe große Beunruhigung und eine arge Enttäuschung hervorgerufen. Es werde nöthig sein, die Frage einer Compensation für die Grundbesitzer in Erwägung zu ziehen. Die Regierung werde nicht aushören, mit entschiedener Festigkeit, gleichzeitig aber auch mit unerschöpflicher Geduld in dieser Ange- legenbeit vorzugehen. _________________ Vermischtes. flRoinj, 22. November. In einem Hause der auf die Augustinergasie einmündenden Seitenstraßen erhob sich heute früh ein „Mordspektakel". Mama und beide erwachsene Töchter, welche sich alle drei nicht eben durch sehr große Ordnung«- und Reinlichkeitsliebe auszeichnen, machten großen Lärm, da ihnen die „falschen Behauptungen", nämlich die Chignons und Zöpfe, abhanden gekommen waren- Schon hatte man den bekannten Bettler — der, wenn irgendwo etwas fehlt, immer herbaltcn muß, im Verdacht, den Diebstahl begangen zu haben, schon wollte man zur Polizei schicken — da brachte das Dienstmädchen unter bhn Herde hervor das Körbchen der „Minz", die heute Nackt den Hausstand durck sechs junge Kätzchen vermehrt batte, und zwar hatte sick „Minz" die falschen Haare der Damen zum weichen Lager er koren. Tableau! - sWer Hut Recht.) Folgende ergötzliche Iagdgeschtchte ist vor wenigen Tagen in der Räbe von Berlin passirt. Ein echter Berliner Sonntagsjäger hatte sich den ganzen Tag im Schweiße seines Angesichts auf seinem theuerbezahlten Revier Herumgetrieben, ohne auch nur von Weitem einen Hasen zu Gesicht zu bekommen. Wüthend kcbrte er gegen Abend in die Dorfschenke ein, um sein Pech mit einem Glase Bairisch hinunterzuspülen. In welcher Stimmung er sich befand, war ihm unschwer anzusehen. Auch der Krugwirth, ein dicker, jovialer Mann, wußte sofort, woran er mit unserem Nimrod war. „Pech gehabt auf der Jagd, was?" fragte er, das schäumende GlaS vor seinem Gaste auf den Tiich setzend. „Hunde- pech! Ganz niederträchtiges Hundepech/" sckimpfte der Jäger. „Auch nicht ein elender Haie ist mir vor'« Rohr gekommen. Na, meine Frau wird wieder schön ra'.sonniren, wenn ich mit der leeren Iagdla che aus dem Coupe gestiegen komme. Weiß es Gott, zehn Mark wollte icti auf der Stelle drum geben, wenn ich auch nur ein einziges Mal zum Schuß gekommen wäre!" „Zehn Mark!" fragte der Wirth, „im Ernst?" „Im vollen Einst!" „Topp, Ihnen soll geholfen werden! Es geht mir zwar nahe, das Thier herzugeben, aber zehn Mark sind bei den heutigen Zeiten immer mitzunehmen." Unser Sonntagsjäger horcht erstaunt auf. „Wovon sprechen Sie denn?" „Nun, von dem zahmen Halen, den ich im Stalle habe. Für zedn Mark sollen Sie ihn haben. Ich bince ihn im Garten an einen Baurn, Sic schießen ihn tobt und stopfen Muttern damit den Mund." Wie electrisirt sprang der Berliner in die Höhe. Es hätte nickt viel gefehlt und er wäre dem Krugwirth, dem Retter seiner Iagdehre, um den HalS gefallen. Dieser machte indeß sein Versprechen zur That. Binnen fünf Minuten war Meister Lampe mit dem rechten Hinterlauf kunstgerecht an einen Baum gebunoen und das neumodische Iagdvergnügen konnte beginnen. Um den Hajen nicht allzu sehr zu zerfleischen, stellte sich der Jäger in einiger Entfernung von ihm auf, legte das Gewehr an und zielte. Er zielte lange und bedächtig, doch endlich krachte der Schuß. Im nächsten Augenblick setzte Lampe, von seinem Strick befreit, durch den Zaun und verschwand im offenen Felde. „Da geht er hin, Ihr Hase", sagte der Jäger, nachdem er sich von seiner Ueberraschung etwas erholt hatte. „Mein Hase?" fragte höhnisch der Wirth. „Haben Sie mit den Haien nicht für zehn Mark abgekauft? Ihr Hase ist es und nicht der meinige." „Ich werde mich hüten, einen Hasen zu bezahlen, den ich nicht bekommen habe", schrie dagegen wieder der Jäger, und von der früheren Einigkeit der beiden Männer war keine Spur mehr vorhanden. Die Gerichte werden in dem Streite das letzte Wort zu sprechen haben. Hätten wir die Entscheidung darüber zu fällen, wir würden sagen: Wirth und Jäger haben Unrecht, der Hase aber hat Recht. — Eine naiv-romantische Geschichte erzählte eine Wiener Zeitung aus einer Schwur. gerichtSverhandlung. Ein junger Mann aus dem Volke wirbt um ein Mädchen. Der Vater macht ihnen Schwierigkeiten unv schließlich beschließen die jungen Leute, zu sterben. Sie begaben sich gegen Abend in einen Wald nächst der Hmterbrühl. Dort kramte der Geliebte seine Mordwerkzeuge aus; zwei Rastrmesser, just nicht die Instrumente, mit welchen romantische Selbstmorde verübt werden „Schneide Du mir den Hals ab, ich selbst treff'S nicht", sagte das Mädchen todesmuthig, legte sich auf bcn Rasen hin und bot ihm, ohne zu zittern, den Hals dar. Sie zuckte kaum, als er es wirklich that und wandte blos die Augen ab, als er selbst das Messer gegen sich richtete. Nun umarmten sie sich, drückten Wange an Wange und erwarteten den Tod. Sie fühlten, wie das Blut aus den Wunden rieselte und mit seiner Wärme auch das Leben fortzunehmen schien. Ihre Blicke richteten sich hierauf nach den Kronen der Bäume und nach den Wolken am Himmel, die, geröthet vom Sonnenuntergänge. gleich feurigen Boten dahinjagten. Sie vernahmen das Waldesbrausen des Windes, wußte aber nicht mehr, ob es nicht der Flügelschlag des Todes sei, der heransause, um ihre See mit sich fortzureiße« in eine unbekannte, weite, öde Ewigkeit ... und da umklammerten sic sich fester, damit sie sich nicht verlieren könnten. Aber es wehte vorüber, ohne sie mitzunehmc», der Tag erstarb, ohne ihr Leben mit hinabzuziehen, und die Wolken zogen langsamer am Himmel, wie das Blut langsamer aus den Wunden quoll. „Eduard, lebst Du noch?" fragte endlich das Mädchen mit schwacher, ängstlicher Stimme. Er antwortete und sie wunderten sich nun Beide sehr, daß sie noch Bewußtsein hätten. Es kam ihnen recht traurig vor, daß sie nicht einmal zu sterben veimochten. Wie tiaumbefangen kehrten sie in's Leben zurück, wuschen ihre Wunden und ließen sich von einem gutherzigen Fuhrmanne nach Wien zurückfahren. Sie genasen von den schrecklichen Wunden. Der arme Bursche mußte sein neues Leben mit einem Jahre schweren Kerkers bezahlen, da die Jury nur mit fünf Stimmen seine Unzurechnungsfähigkeit bejaht hatte. Und so bleibt das Liebespaar nun wohl länger getrennt, als dies ohne Blutvergießen geschehen wäre. Berlin. Ein recht betrübendes Zeichen der Zeit sind die erschreckend zahlreichen Annoncen, in denen Kinder zum Verschenken ausgeboten werden. Dutzendweise kann man der artige Offerten in den Blättern lesen. Das Unerhörteste aber ist wohl am Sonnabend geleistet worden. Da bietet n das Stück 2.50—3.50, Poularden «X 2—2.60, Rehbock daS Pfd. 70 80 Kapaunen vti* 2.50—3, Wälscher Hahn JL. 9—12, Kartoffeln 100 Ko. JL 3.50—5.00, Kob.kraut 20 41l Blumenkohl 1 St. 20—50 H, Wirsing 00-00 H, Gelberüben 1 Bund 00-0 H, Zwiebel 1 Bund 0 Sellerie das Stück 30—00 H Meerrettig 1 Stück 10—15, Spargel daS Pfunt 30 Romain-Salat Oü—00 H, Endivien 10 0 H Rothkraut 15—20 H, Weißkraut 10—12 Artischoken 00 00 Erbsen bas Pfd. 00 Bohnen 100 Pfund 0—00 Kartoffeln bas Gescheid 0-00 das Malter jl 3.09—5.00, Kopf-Salat 00 H, Spinat 30—50 H, Schnittlauck das Gebund 0 H Koblrabi per Stück 3—5 H Berlin, 26. November. Im oberen Saale bei Julitz hielt gestern die Norddeutsche Gruppe des Vereins deutscher Eisen und Stahlindustneller unter dem Vorsitz des Herrn Gebeimrath Schwartzkopff ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten fand eine längere Verhandlung über daS Eisenbahntarifwesen, insbesondere über die Einführung einer ermäßigten II. Stückgutklaffe und eine anderweite Normirung der Expeditionsgebühren statt, welche Dr. Rentzsch in einem längeren Referate einleitete. An der sehr lebhaften Debatte betheiligten sich u. A. die Herren Gebr. Schwartzkopff, Hoppe, Behrens, Beckrr, Brodnitz, Redacteur Kirchner, sämmtlick aus Berlin, Director Stahl vom Vulkan in Stettin, Pauksch-Landsberg, Dr. Rentzsch u A. Einstimmig wurde folgender Beschluß angenommen: „Die in Folge einer Einladung der norddeutschen Gruppe des Vereins deutscher Eisen und Stahlinbustrieller versammelten Vertreter des Maschinen= baueß und der Eisengießerei erklären die Einführung des von der Tarifkommission und dem Ausschuß der Deikehrsintereffenten empfohlenen neuen Tarifschrma's, insbesondere die Errichtung einer II. Stückgutklaffe für ein dringendes Bedürfntß." liebet die Expeditionsgebühren gingen die Ansichten sebr auseinander und sah man deshalb von einet Resolution ab. In Fo>ge der vorgerückten Zeit mußten die Verhandlungen über die Unfall-Versicherung einer später einzuberufenden Versammlung Vorbehalten bleiben. -rankfurt a. M., den 28. Novbr., Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegr. CourSbertcht Mttgethetlt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credtt. Een 3113/8^ aatsb.-Actien 2771/2, Gali,-er 262^, Oest. Silberrente 66«/16, 4% Ungar. Goldrente 771/«, 4% 1880er Ruffen 74, \ 2. Orient-Anleihe 60, 5% Rumänische Rente 88, Lombarden 1303/,. Tendenz fest. Allgemeiner Anzeiger. (ßrbrdiintru Kaffee täglich frisch, in den hochfeinsten Qualitäten, Sorten pr. Pfund zu 3t 1.20, 1.40, 1.60, l.SO empfieblt H. F« Nassauer, 7437) 114 B. Kreuz B. 114. Häcksel - Schneid - Maschinen rabrijiren als epecialität in vorzüglichster Construction und Ausführung unter Garantie iino irooet.it. Verbreitet in 20,000 Exemplaren. — Prämiirt mit 100Preismedaillen. c^ei^:d): Unflcn unt> tülftöste Preise auf Wunsch franco und gratis. Wo wir noch -001) nicht vertreten, werden solide Agenten angestellt. I’li. itlnyfartii «fe Co., Bekanntmachung. Bon dem heutigen Tage ab sind die sämmtlichen Annahme- und AuSgabe- ( stellen bei dem Postamt am Bahnhof auS dem südlichen in den nördlichen Flügel dis PostamtSgebäudrs verlegt worden. Der Eingang ist über den Hof durch die nach der Stadt hin gelegene HauSthüre zu nehmen. Der Briefkasten befindet sich jetzt unter dem ersten Fenster im nördlichen Flügel des PostamtSqebäudeS. Dießen, den 19. November 1881. Kaiserliches Postamt. Ritsert. Gclsenllichc Zullcllung. Der Rechtsanwalt Kraft zu Dießen klagt gegen den Ludwig Fritz, früher wohnhaft in Langd, jetzt unbekannt wo abwesend, auS anwaltlicher Vertretung mit dem Antrag auf Ver- uitheilung des Beklagten zur Zahlung von 77 JL nebst Zinsen und vorläufige Vollstreckbarkeitserklärung und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreit« vor daS Großh. Amtsgericht zu Dieß'n nuf Mittwoch denn.Jan. 1882, Vormittags 9 Uhr. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Gießen, den 17. November 1881. 7645) Neidhart, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgericht-. Oberhess. Eisenbahnen. Die Lieferung von Betrieb-- und Wcrk- siöttenmaterialten für 1882, alS. verschiedener Metalle und Metallwaarcn, Dieblen und Bohlen von Kiefern, Eichen- unb Pappelholz, Reiserwellcn, Ode und Petroleum, Firnisse und Lacke, Fruckt- oummt, Mennige, Bleiweitz, Kupfervitriol, Lampencylmder und Glas zu Wagenfestern, Dochtgarn und Wollenaarn zu Dockten, Oelsauzepolster, Stopfbüchfenoerpackung, Putzdaumwolle, Schmirgelleinen, Pinsel, Plombirkordel, Segeltuch zur Wagenbedachung, Zündhölzer und Morsestretfen, soll im Weg der Submission vergeben werden. LieferungSangebote sind spätestens bis zum 12. Dezember ds. Zs , Vormittags 10 Uhr, portofrei, versiegelt und mit der Aufschrift: „Offerte zur Lieferung von Betriebs- und WerkstSttenmaterialien" an uns anzufenden. Lieferungsbedingungen nebst Verzeickmtz der Materialien können bei unserer Magazinv.rwaltung, sowie auf der Station Alsfeld eingefeben, auch gegen eine franko einzusendendc Gebühr von 50^ durch unsere Kanzlei bezogen werden. (7798 Gießen, den 26. November 1881. Großh Direction. Lckannlmachung. Die Bahnhofs-Restauration zu Lollar, mit welcher Wohnungsraum verbunden, soll vom 25. Januar 1882 ab im Wege der Submission anderweit ver- packtet werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen in unserem Secretariat zur Einsicht offen und können auch gegen portofreie Einsendung von 50 H von uns bezogen werden. Refiectanten wollen ihre Offerten, denen ein kurzer Lebenslauf, sowie QualificationS-Attepe und ein Leu- mundSzeugniß der OrtSpolizeibehörde beizusügen find, mit der Aufschrift „Verpachtung der Bahnhofs-Restauration Lollar" versiegelt bis zu dem am 17. Dezember er., Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslokal zu Raffel stattfindenden Termin einreichen. Raffel, den 24. November 1881. Könijil. Eisenbahn-Betriebs Amt. 7780) (Main-Weier-Bahn). Bekanntmachung. 7782) Ein ausgemusterter bsttziger Personenpostwagen soll am 12. Dezember dS. IS., Dor- mittag- 10 Uhr, in dem hiesigen Post- dos gegen baare Zahlung an den Meistbietenden verkauft werden. Gießen, den 25. November 1881. Kaiserliches Postamt. Ritsert. yappdftämmc -Urrßt’igrrung. 7788) Wir versteigern Montag den 5. Dezember l 3 , von Vormittag- 10 Uhr, an den Vicinalwegen von Nieder-Gemünden nach Homberg, Burg- Gemünden und Rülfenrod 239 Stück Pappeln von 17 — 40 Ctm. Durchmesser, 6—13 Mtr. Länge im Gejammt- Inhalt von 144,57 gfhntr. Die Zusammenkunft ist bei Nr. 1 am Weg von Nieder-Gemünden nach Homberg. Steigerer werden hiermit rrgebenst ringeladrn. Nieder-Gemünden, 26. Nov. 1881. Gr. Bürgermeisterei Nieder-Gemünden. 7788) Hedrick. Freitag den 2 Drzrmbrr, Vormcktags 9 Uhr, sollen im alten Rathhaus versteigert werden: 1 Loos Erdausfüllung, veranschl. zu JL 1217.70, und 2 Loose Straßenkehren. Gießen den 28. November 1881. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 7795) A. Bramm. Donnerstag den 1. Demndrr, Nachmittags 2 Ubr, soll auf hiesigem OttSgertcht der zum Nachlaß der Frau Negierungsralb Pietsch gehörige (Marten, Flur 33/240, 938 Mtr, (h nter Wenzel'S Garten, in der Baulinie gelegen), welcher sich als Bauplatz eignet, meifthietenb oertietgert werben. G-eßen, den 27. November 1881. Großh. Ortsgericht. 7022) Muller. Feilgebotenes. 7505) Eine Markensammlung billig zu verkaufen Näh. Auskunft ertbeilt die Sxped. ds. Bl.__________________________ Vorst ecker, eine große Parthie, bedeutend untenn Preis. (7789) I Kaa» jr. 7786) Ich bin Willens, mein in der Bachgasse gelegenes Wohnhaus zu verkaufen^Messerschmitt Schwan Wwe. Haxen» 3 Stück JL 2.60, und Rehbraten stnd zu haben bei 779t)^Wildhandler JRbel. Fst. Toilettseifen in allen Farben, in Pfd.-Stanaen ä50 empfiehlt P Job nöb«, 7784) Seifenfabrik. TTiayst empfiehlt: w , Amerikaner Deren von ®rbr. 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St. Vermischte Anzeigen. 7800) Ein seidener Regenschirm ist am Samstag Abend im „Caf^Leib", jedenfalls irrthümlich, mitgenommen worden. Um gtfl. Rückgabe daselbst wird freund- lichst ersucht. Verspätet. 7781) Unserem lieben Freunde Wilh. Ffeiffer zu seinem vorgestrigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. „T.-3." Vogelsbcrger Bergwerks- Verein. Die Actionäre unserer Gesellschaft werden hiermit zur ersten ordentlichen Generalversammlung auf Mittwoch den 7. Dezember d. IS., Vormittags 9 Uhr. nach unserem Bureau in Gießen ergebenst eiugeladen. Tagesordnung: 1) Vorlage des Geschäftsberichts und der Bilance für das vergangene Geschäftsjahr u Ertheikung derDecharge. 2) Neuwahl des Aufsichtsraths (§ 21 der Statuten). 3) Wahl der Revisoren (§ 35 der Statuten). Diejenigen Actionäre, welche an der Versammlung Theil nehmen wollen, werden ersucht, ihre Actien bis spätestens den 1. Dezember, Abends 6 Uhr, in unserem Geschäftslokale in Gießen zu deponiren. Gießen, den 26. November 1881. 7'792)__________Der Aussichtsrath. 7783) Ein Scribent sucht Stelle. Näh. b. Karl Klippert zu Lauterbach. 7787) Ein Junge aus anständiger Familie kann in die Lehre treten bei __________LouiS Moll in Grünberg. 7712) Ein Dienstmädchen auf Weihnachten gesucht. Asterweg 105. Geschäfts-Eröffnung. 7790) Dem hochgeehrten Publikum Gießens und dessen Umgegend die ergebenste Mittheilung, daß ich am heutigen Tage unter der Firma „Thüringer Mimen-Razar" im Hause des Herrn Ph. Strack in Gießen, Neichensand-Bahnhosstraße E- 92?, als Filiale meines Thüringer Blumen, und Samencultui-Geichästes em- Blumen- und Pflanzen-Handlung, sowie Bouquet-Geschäft errichtet habe. Ich empfehle hiermit eine reiche Auswahl von Blatt- und blühenden Pflanzen, als Nelken, Wtnterlevkoyen, Primeln, Reseda rc., ferner Bouquets und Kränze aus frischen, wie auch aus getrockneten Blumen rc.; ebenso alle anderen in dies Fach etnschlagende Fabrikate. Es wird stets mein Bestreben sein, durch geschmackvolle Ausführung und billigste Preisberechnung der mir gewordenen Aufträge den Wünschen meiner verehrten Kunden in jeder Art gerecht zu werden und lade ich zum Besuche meines Gischäftes -rg-beust ein. Hochachtungsvoll C. M. Hildesheim, aus Arnstadt bei Erfurt (Thüringen). Eingesandt. Man muß gestchcn, es liegt Methode und Plan in Allem, was für die Bahnhofstraße geschieht. ^ch'plapaß, das M erz'sche Haus als Querriegel des Verkehrs, die Bruc^neinsenkung im Interesse des Thierschutzes, die kühnen Vorsprünge da und dort, die scharfen Contouren: immer derselbe planmäßige, zweckdienliche Gedanke, der zum Durchbruch kommt! Wären diese Gebilde nicht nach und nach entstanden, sondern plötzlich zum Vor- Ä^ü^^. /Hmen, wahrlich, der beschränkte, schwache Bürgerverstand würde unter der ; Wucht dieses genialen Gedankens erdrückt worden sein. Da noch ein Fleckchen städtischer Erde am Kübel'schcn Hause übrig geblieben war, Jo durfte man mit Recht erwarten, daß auch mit diesem etwas Außerordentliches gei chehen werde, zumal man mit der Abgrenzung durch Latten, welche zum Schutz zu erbärmlich, iur die Grenzbestimmung aber zu kostspielig und bald ganz überflüssig waren, gezeigt hatte, dax man keine Kosten scheut. — Das Außerordentliche ift eingetroffen. Nachdem der Antrag, diese Stelle mit einem Brunnen zu versehen, abgelehnt ™ roar' Tanb bcr andere dagegen, ein Pissoir daselbst aufzustcllen, den nöthigen 1 Beifall. wäre auch wirklich schade gewesen, wenn den bleichen Kindern des benachbarten volkreichen Viertels, die schaarenweise hierher kommen, um frische Lust zu schöpfen und sich ein wenig zu tummeln, ein unverpesteter Spielplatz gelassen, den Anwohnern und den Spaziergängern, welche letztere an diesem Platze nicht selten Halt machen müssen, um vor dem Weitergehen die Wagen passieren zu lassen, das Em- ' atbmen mephitischer Dünste erspart geblieben wäre! Es wäre auch wirklich unverantwortlich gewesen, wenn man den Leuten, welche um die Stadt gehen, zugemutbet hätte, sich mit den Pissoirs am Selters- und Neustädtetthor, denen, die vom Bahnhof kommen oder dabin wollen, sich mit den dortigen zu begnügen! Und welcher Schade wäre erst geschehen, wenn man durch eine oder die andere derartige Anstalt weniger den Leuten eine Zumuthung für eine paar Mmut n gemacht hätte, die ihnen beim Reisen und andern Gelegenheiten oft für Stunden lang auferlegt wird! Nachdem io viel Schönes und Zweckmäßiges für die Bewohner der Bahnhof- I st raße im Besonderen und die Einwohnerschaft im Gesammten projectirt und aus- ! geführt worden ist, sollten sich die Bewohner der Bahnhofstraße wenigstens endlich e.nmal bereit finden, auch ihrerseits etwas Außerordentliches zu thun. Einsender dieses fcklägt zu dem Zweck die Errichtung eines Denkmals an geeigneter Stelle vor, auf dem sich die Göttin der bildenden Künste erhebt, m der einen Hand eine Schuldurkunde und den Commvnalfteuerzettel, in der andern den Plan der Bahnhofstraße haltend. Die Namen solcher Männer, die Anspruch auf ein besonderes Verdienst um die Straße zu haben glauben, könnten am Sockel einen Ehrenvlatz für alle Zeiten finden. (7797 Recitoston von Kich. Mrschmann Heimlet Mittwoch den 30. November, Abends 1 Uhr, im Clubsaal. Sperrsitz JL 1,50, Saalbtllet JL 1,—, Gallerte 70 H. Für Familien Preisermässigung. Billets zu haben btt Herrn I. Ricker, Herrn W. Rudolph und Herrn F. E. Sehsenseld. (7775- Saalbillets für Studtrende bet Herrn Verwalter Stork, Aula. Gallerte-Schülerbillet 3 ä 50 bei den Pedellen der höheren Lehranstalten- Lssehenk für Bankier und Kapitalisten. Zweite unveränderte Auflage. Salings Börsen-Jahrbuch 1881,82. Fortsetzung von „Saling's Börsenpapieren.“ Bearbeitet von W. L. Hertalet. 63 Bogen. — Preis geheftet 9 M., elegant gebunden 10 M. Die ausserordentlich günstige Aufnahme, welche „Saling’s Börsenpapiere“ in ihrer neuen Gestalt gefunden haben, machte wenige Wochen nach dem Erscheinen der ersten Auflage (im September d. J.) die vorliegende zweite unveränderte nöthig; dafi Buch ist bereits ein unentbehrliches Nachschlagebuch für Bankiers^ und Kapitalisten geworden Es enthält sämmtliche an der Berliner und übrigen deutschen Hauptbörsen gehandelten Staats-, Communal-, Bank-, Eisenbahn-, Versicherungs-, Bergwerks- und Industriepapiere, mbb Mit Bilanzen und Betriebsergebnissen für 1880, resp. 1880/81 und Nachträgen bis 1. September. ■■ w ——mn Nach Orten ohne Buchhandlungen wird auf Bestellung durch Postanweisung franko geliefert, pam^n (7801 Verlag der Haude- und Spener’schen Buchhandlung (F. Weidling) in Berlin. Neuenweg 135. GIESSEN Neuen weg 13 Agent der „Allgemeinen internationalen Verkehrs Anstalt in Frankfurt a. M.“ An- und Verkauf von Geschäftshäusern, gut gehenden Gastwirtschaften, Herrschaftshäusern, kaufmännischen Geschäften jeder Branche etc. etc. wird discret vermittelt. Güter verschiedener Grösse, sowie mehrere Mühlen im Preise von 10,000 bis 60,000 Mark können nachgewiesen werden. ■’N ’N I ♦ ♦ 1 K K H I \\N Di- Administration des „Frankfurter Journals" der „Presse und Handels-Zeitung" hält sich in Herstellung aller Arten Drucksachen, als Facturen, Circulans, Plakaten, Formularten rc. auf das Beste empfohlen, geschmackvolle Ausführung bä reeller Bedienung und billigem Pretle zufichernd. Diesbezügliche Bestell- ngen hierauf, sowie Abonnements- und JnsertionS- Aufträae für beide Zeitungen werden jederzeit entgegen genommen. Neu eintretende Abonnenten erhalten die Zeitung bis Ende dieses Jahres gratis. (7642 Filiale des „Trankfurter Journals", der „presse u. Handelsmtung": Georg Petri, Seltersweg C. 50, Glessen. 2 Die in allen Kreisen ein nicht geringes Aufsehen erregende ▲ Streitschrift ♦ Ein Nimbus und sein Werth * oder 4k ♦ Hlinkerfucs und sein Wettercompass ♦ J ist in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes, oder durch die Verlagsbuchhandlung von Carl Spielmeyer in Göttingen für 0 50 zu beziehen. ♦ 7785) Unserem verehrten Präsidenten Karl Fischer zu» seinem heutigen Wiegenfest die herzlichsten Glückwünsche. Gießen, den 28. November 1881. Zithervereiu „Alpenröschen". 7774) Ein solides Mädchen, m allen häuslichen Arbeiten erfahren, wird auf Weihnachten gesucht. Ecke des Selterswegs u. Wilhelmsstraße 163, 3. St. 5694) Lumpen, Werg, Papier, Eisen, Zink, Messing, Kupfer, Blei, Flaschen rc. werden angekauft. LouiS Rothenberger, Neuenweg 193. vureau: Schu Beil! Sie haben Betrt Wir sehn .unehmn sind. 1) (Semei 2) Gerne! 3) Gemei 4) Gemei Bet den 1 genommen werden Tas B, - Grünbergei Gießen Berlin, Reichstags zusamv nen zu wählen. ! gtnbtr Weise cons i) E-Ichäftj 61 'Lthdewitz, K. ew« nu. N. Dr. Mrykr 2) Sfithton« ©teabettret (3*na), 2, Tchfift & M?*' D w M Ä6, 'Nttg ?Ä" Dr. ierantworrlichc Redactwn: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.