sr*. 147 1NM 'Bureau: Schulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. Jahren 161 000 24,500 35 000 98,000 31.500 Männliche En.wand, »wischen 15 und 40 n über 40 Jahren . ff „ unter 15 Jahren . Weibliche Einwanderer über 15 Jahren worden l Die vorstehende Berechnung kann natürlich, wie alle dergleichen mehr «der weniger aus Hypothesen gegründeten galculatioren, nt*t auf absolute Genauigkeit Anspruch machen; sie ist aber in ihren Sruntzügen richtig, und sie giebt wenigstens annähernd eine Idee, in wie immenser Weise daS Ratio- Preis vierteljährlich i War! 20 PI mit Bnwfrrto^i Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 «art 50 Ps. Irirgraphischr Keprsche». Wolff'- teleffT. darrrfp»e>aijeeertau Verliu, 27. Juni. Der Bundes ath trat am 25. dS. unter dem vorfitze deS Staatsmm.sterS v. Bötticher zu einer Plenarsitzung zusammen und runächst daS Et verpändniß mit der aut Anlaß deS deutsch-schwetzertschen HandelSv'rtrag's im Wege deS NotenwechsrlS getroffenen Vereinbarung über ;orttaucrnbe Gütigkeit deS Karlsruher Ueber ein kommens vom 27. August l vdS, während bezüglich weiterer in Folge der Handelsverträge mit Oesterreich. Ung rn und ber Schrei, ;u rrgklndkr Punkt, bie Btschlußfastung vorbehalten dlied. Rach GkNkbmigmig brf z wischen bem Ät die und Hamburg beShalb vereinbarten Vertrages vom 25. v. MtL. wurde auf den bezüglichen, von dem Hamburgtschen Bevollmächtigen gestellten Antrag der Anschluß Hamburg- an das deutsche Zollg.biet beschlossen und der Ausschuß für Zollweken beauftragt wegen der hiernach erforderlichen Dollzugsmaßregeln wettere Vorschläge tu ma*«'sche Berechnung in Vergleich zu bet angegebenen ln »m-tika während de- Zettraum« vom Ma, 8SS bi« »um Axrtl 1879 von 2 165 332 K»Pf,n, so ergieb: fich un« da« .u°-meSapital von 2,598,398,409 Doll, oder von rund 11 M.llia^ den da« Deutschland seitdem an Sibeit.krast an bie nordametikanische Unon abg^eben bat! — Und durch bte gescmmte Einwanderung in der an- gegebenen Zett hätten die Vereinigten Staaten an Arbeit-krast gewonnen 30 Arben W e°n 7 Milliarden Dollar« oder etwa Der ÄopitaltDcrtb der Auswanderung nacb Amerika. ... mnJ*r °b'r auch für un« sehr betrübliches Resul. tat, da« eine Berechnung über den Verlust an Kapitalwerth, den wir durch bie «„«Wanderung erleiden, ergi.bt. Vor einigen Jahren wurden dur-d d e ST/ «■‘gralton« bei Staate- Rew-Aork Erhebungen über bie durchschnittliche Summe angestellt, welche bie Einwanderer mit fich in bte neue 4pelmatt> bringen. Man gelangte damal« zu ber Annahme, baß ,m -Durch- f*nlJLaU.L n-»m"Tn i» 70 ®oUar8 ''»geführte« Baarkap tat kommen allo etwa 300 M. Nach den Beobachtungen, die an ber heutigen ameti- I3»''*'" «'"Wanderung gemach, werden, ist an,„nehmen, daß dieselbe finanziell k?1 k0, a,6 b» ®dd,t t" ' Schätzung tm Auge halte; — also keine«- fall« ist die damalige Annahme für bie heutig n Derhältniffe zu hoch. Seit b7' ^ Mai 849 bis »um 31. März 1879 landeten in New-Krk 2 165,332 Deutsche, die nach dieser Berechnung deS aus den Kopf deS Ein- wandernden mitgebrachten Geldes also etwa 152 Mill. Doll. = 646 M,ll. JL auö Deutschland nach den Vereinigten Staaten entführt Haden. Änterweite Ermittelungen laffe.. diesen Betrag logar noch viel zu gering erscheinen und annehmen, daß der wahre 1 Milliarde JL übeisteige. Durch die 5.732,183 Einwanderer aller Nationalitäten hätte demnach Amerika in b-n letzten 50 Jahren mindestens 390 Mill. Doll., also circa 1660 Mrll. JL, nach der döheren Schätzung logar beinahe 1 Milliarde Toll, oder etwa 4 Milliarden JL auS Europa an sich gezogen I — Äfldn dieser Zufluß von Baarmitteln ist verschwindend gegen den Gewinn, welcher den Vereinigten Staaten aus dem Etnströmen der auf Kosten Europas aroßaew. ger.en Arbeitskraft erwächst. H P9 5 In Rücksicht hierauf schreibt A. v. Totis in seiner Broschüre: .Die wirtbschastlichen VerhLltnisie der Vereinigten Staaten von Wmenfa m Ihrer Rückwirkung auf diejenige Europas^ (19. Hest der volkSwirthjchastlichrn Zeit, fragen, Berlin Stmion, 1881) folgendermaßen: .Verfasser h.,t die speciellen EtiiwanderungS-Ltattsttken der Vereinigten Staaten, welche die Immigration nach Älter und B.schäftigmg claisificiren nicht zur Hand; nehmen wir jedoch bie Durchschr.iitsätze der Altersklassen der vorhergehenden Jahre als Maßstab und wenden wir diesen auf eine Zahl von rund 350,000 tm letzten Finanzjahre aut Europa angelangten Einwanderern an, so erhalten wir folgende Proportionen: Mittwoch den 29. Juni Kießener Wi;cit;er __________ AMU- nnb Amtsblatt für hm Lrris «ifürn. Peutschkand. ^Jofen, 27. Juni. Ter ultramontane Graf Czanecki auf Ru«kv würbe beute von ber Ltrafkammer b.« hiesigen Lanbgericht« wegen Anbringung zweier Fahnen mit bet Jnfchrtft: »Tob ben Deutschen 1“ zu sechsmonatlicher Gesäng. mßstrase veruithetlt. Der Staat«anwalt beantragte 12 Monate. Em früh., res freilprechenbtS Urtheil vom Lanbgericht Liffe war bekanntlich vom Reichs- gericht vernichtet. Ztußland. Petersburg, 26. Juni. Man erzählt fich folgenbe Episobe au« einer tn h.t ietttn Zett erteilten «ubienj in Batschina. Die Deputation bet .Kellner eine« kleinen Stäbtchen«, welche auf ba« Brab beS 2,ar« AI,fandet II. einen Kran» nteberzulegen hierher tetste, erbat sich eine Audienz beim Kaiser, um ihm ihre Huldigung barzubringen. Da« Beaerbe ber Sell- ner »u welchem sich ber schwerfällige Ruffe nicht eignet, wirb zumeist von Tataren auSieübr JD.efet Deputation wurde ber gewohnte freunbltche Empfang unb katserl che Hänbebruck. wovon ein Mitglieb ber Deputation so entzückt war haß er fl» bem Szar zu Füßen warf, um ihm bie Füße zu küffen- Kaum lag bet barmlo|e Tatar zu Boben, al« ber bei ber Aubienz anwesenbe, h-chg net- ose Thronfolger zur Thür be« Reben-ApartemenlS lief unb auHcfarie - .TOama, zu H.lfe, man will ben Papa morben I“ Die im Nebenfaale anwe. enbe Ezarm er chrtck, unb läuft herbei, auch ber Ezat weiß in ber ersten j*"al*“n9 ”14t- »a« vorgeht, kurz, e« entsteht im ganzen Schlöffe em ^$recfeu sondergleichen. Dte Tataren werb'» untersucht, natürlich finbet man bet tbnen nicht«, unb fo werben fie rasch au« bem Schlöffe ezpedirt unb chn-n oerboten, über den Vorfall iu sprechen. — Zwischm bet russisch,n und e- glischen Preffe ist ein heftiger Feber- tneg entstanden unb zwar lebiglich des Fürstenthums Bulgarien halber. Dte liberale englische Preffe, brsonber« bie .Daily New«", matten ber russischen inegterung heftige Vorwür'e, well diese darnach strebe, ben Fürsten au« Bul- garten zu verdrängen. — Mag bem nun fein, wie ihm wolle, in wenigen Sagen ftnben bte Wahlen statt, unb wirb Fürst «lepnber bann vielleicht von selbst gehen. 46 7 10 28 9 100 * unter 15 Jahren . . . Zusammen . 1ÖÖ 350,000 Nehmen wir nun, um so niedrig wie möglich zu greisen, die Periode voller Erwerbsfähigkeit aller männlichen Einwanderer zwischen 15 und 40 Jahren zu 15 Jahren, dte derer über 40 Jahren zu 10 Jahren, bie derer unter 15 Jahren zu 20 Jahren, so haben wir die Zeitdauer der Producttot.ssähig. feit gewiß nicht überschätzt. Es ist ferner durchaus nicht zu bock) gegriffen, "nzunehmen, daß jeder beschäftigte Ärbe.ter 20 pEr. seines jährlichen Erwerbs zur Erweiterung des Nationalvermögens beiträgt, und da nach neueren Statt- stiken der Durchschnitts Erwerb der männlichen Arbeiter in den Vereinigten Staaten jährlich 625 St. beträgt, so würde der jährliche Gewinn des Walto- ralrermögenS aus jeder productiven Arbeitskraft auf 125 St. zu veranschlagen sein, und auf die obigen Altert klassen reparurt, führt also jeder männliche Einwanderer den Vereinigten Staaten in seiner Arbeitskraft ein Kapital von 1905 St. zu. Schlagen wir nun die productive Kraft der weiblichen Einwanderer, insoweit fie als Sreatoren von Nationalvermögen in Frage kom- mtr, auf ein Vierlheil der männlichen an und bringen wir von dem Ergebn.ß einen Thetl für Aufbringung der Einwanderer unter 15 Jahren b s zu diesem Alter dtr Eiwe.bSfähigkeit in Abr.chnung, so ist es eine billige Voraussetzung, daß jeder Einwanderer, männliche und weibliche aller Alterrkiaffen zusammen- gerechnet, den Vererrigten Staaten in seiner Arbeitskraft em Kapital von rund 1200 St. zuführt. Wenn nun auch bekannt ist, daß unter den Auswanderern Eurcpas fich mancher Abschaum befindet, dessen Einführung den Vereinigten Staaten mehr Schaden als Nutzen bringt, so ist doch unverkenn- Bar, daß auf der anderen Seite der productive Werth eines großen ^etlS der Einwanderer mit 1200 St. viel zu niedrig angeschlagen ist. ' Nach diesem Satze repräsentirr die vorjährige Einwanderung aus Europa em diesem entzogenes und den Vereinigten Staaten zugeführtes Kcpital von 420,000.000 St. Seit 1870 ist die Bevölkerung Amerikas durch mehr als 3.000,000 Ewwan- derer vermehrt worden; welch' ungeheures Kapital ist den Vereinigten Staaten in solcher Weise, und zwar größtentheils auf Kosten Europas, zugeführt Altersproportionen ~ n , in früheren Jahren * tichökafsmschetne zu 20 und 5 JL auf je 10,000,000 zu genehmigen und 1 -n Betrag der Reichskaffenscheine ä 50 in dem gleichen VerhLltmß zu erhöhen ; d) die Rechnungen der Kaffe deL Rechnungshofs für 1878/79 und .1879/80, sowie e) die in dem Jahresberichte der Reichsschulden-Commisston -zur Entlastung vorgeschlagenen Rechnungen der ReichSschulden Verwaltung pp. zu dechargiren; f) den zur Ausführung der beiden Zolltarif-Novellen vom 19. und 21. Juni d. Js. erforderlichen, vom Präsidium vorgelegten Aussührungs- Disttmmungen zuzustimmen. Paris, 27. Juni. Der ehemalige Minister Dusaure ist heute früh geforben. Haag, 27. Juni. Die zweite Kammer hat heute nach einer sechstägi- — Heute Morgen wurde von der Schutzmannschaft eine Fom'lie nach der Bahn gebracht und »ach ihrer früheren Hkimarh besördert. Die Familie wohnte hier noch nicht 2 Jabre, konnte sich aber, weil der Mann stets müßig ging, nicht ernähren und wurde deshalb aus der Stadt auSgewiesen. — Einen großen Menschenauflauf verursachte gestern Abend am Seltersweg ein Se» trunkener. Er mußte ins Arrcstvaus gefahren werd:n. — Den Hundebesitzern dürfte diesen Sommer wohl keine Freude an ihren Lieblingen lcscheert fein. Nach fast 4monatl'.cher Sperre ist in den letzten Tagen, wie man uns mit: üeilt ton Neuem ein Fall von Tollwuth an einem Hunde constatirt worden. Dieses voraus- «7 ietzt wird wohl bald die Fortdauer der Hundesperre in unserem amtlichen Theile veröffcnt- l cht werden. Gießen, 28. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 27. Juni l. I: Gegen Johan.nes Kraft II. und Johann Balth aser Menje von Alten» schlirf, wegen Meineids. Die Beschuldigten sind angeklagt und zwar: I. Johannes Kraft II., daß er den unterm 27. April 1881 in bet Strafsache gegen Jo Hannes Schäddel V. und Paul Döring von Altenschlirf wegen Vergehens in Bezug auf die Ausübung staatsbürgerlicher Rechte vor der Strafkammer Großherzogl. Landgerichts der Provinz Oderhesien vor seiner Vernehmung geleisteten Eid wisientlich durch ein falsches Zeugniß ver legt habe; II. Johann Balthaser Menje, daß er zu derselben Zeit vor derselben Behörde und in derselben Sache wisientlich ein falsches Zeugniß mit einem Eide bestätigt habe. Nach dem Ergebnisie der Voruntersuchung und der heutigen Hauptverbandlung wurden die beiden Angeschuldigten für schuldig erachtet und Jeder in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Jahren verurtheilt. Gleich, zeitig wurde den beiden Angeklagten die dauernde Fähigkeit ^abgejprochen, alS Zeuge und Sachverständiger eidlich vernommen zu werden. B e t m i f 4 t e l Frankfurt, 25. Juni. Heute fand bier die sechste Conferenz der Kgl. Eisenbahn' Directionen mit den Vertretern der wirthschaftlichen Korporationen statt. Nach Mittheilung der für den Winterfahrplan in Aussicht genommenen Aenderungen und nach Erledigung verschiedener auf den Verkehr von Kasiel, Limburg, Wächtersbach, Mühlhausen i Th ic. bezüg licher Anträge rc. wurde auf Antrag des Herrn Puls beschlosien, daß auf der Lahn: und Homburger Bahn die allgemein geltenden Personen-Fahrtaxe, mit Gewährung von 25 Kg. Freigepäck eingeführt werde. Bezüglich der Relationen von Frankfurt nach Halle, Leipzig, Hannover sollen viertägige Retourbillets beim Herrn Minister beantragt werden, desgleichen von Ems, Wiesbaden rc. Die Direction theilte hierauf mit, daß der frühere Antrag Frankfurts dal»in erledigt sei, daß alle Billcts von Frankfurt nach Köln und Koblenz von nun an auf btt Rückfahrt entweder für die Hessische Ludwigsbahn oder für die Rheinische Bahn benutzt werden können. Dieselbe Verkcbrserleichterung soll eingeführt werden bezüglich dcr Routen von Frank furt via Bebra, Nordhausen, Kreiensen nach Berlin, so daß von allen südlich und westlich ge lcgenen Stationen aus alle drei Staatsbabnen beliebig befahren werden können. Ferncv sind Ermäßigungen mit 662/3 pCt. für Schulen, desgleichen Erleichterung tn der telegraphischen Gepäckbrstellung bewilligt worden. Es kamen hierauf noch verschiedene Anträge, bett. Entlade fristen Tarifirung von Cylindem und eisernen Kisten (Brauerbund), Normirung der Expeditions^ Gebühren rc. zur Berathung. An der Conferenz nahmen Mitglieder Thcil: der HandelS-- kammcrn und Vereine aus Kasiel, Dillenburg, Gießen, Halle, Hanau, 2.mbürg, Mühlhausen, Nordhausen, Offenbach, Wiesbaden, Göttingen, Mainz, Birstein, Bockenheim, Eisleben, Osnabrück, Berlin, Magdeburg, Buckau Genthin, Halberstadt, Koblenz und Frankfurt a. M. — Nach Beendigung der Berathung begaben sich fast alle Theilnehmer nach der Ausstellung, nahmen in der Hcnrich'schen Bierhallc eine Erfrischung und machten dann unter Führung deS Vorsitzenden der Ausstellung, Herrn Dttector Schiele, einen Rundgang durch die Ausstellung, worauf ein Diner tn der Restauration Bauer stattfand. Frankfurt, 26. Juni. Der Karl der Große aus der Brücke bot heute Morgen einen drolligen Anblick dar. Derselbe hatte einen Schild mit der Aufschrift Cigarren und Tabak umhängen. — Gestern fand n Vorübergehende an einer Ladenthür auf ter Zeil einen Zettel ange- beftet, dcr in ickön verzierter Schrift folgenden Inhalt trug: „Zur Feier meines siebenten Concurseß bleibt mein Laden bis auf Weiteres geschloffenVs folgte die NamenSunter- fchnft. — — Heute Vorm'ttag gegen 11 Uhr wurde die Kunsthalle in der Patent- und Musterschutz - Ausstellung in Gegenwart der Vertreter der Behörden, einer großen Anzahl Frankfurter Künstler, Mitglieder der Ausstellungsausschüsse und anderer Ebrengäste eröffnet. Herr v. Nordheim begrüßte die Anwesenden Namens der hiesigen Künstlergesellschaft. Wie die Patent- und Musterschutz Ausstellung eine ungewöhnliche zu nennen sei, so sei auch die Kunstausstellung eine ungewöhnliche, insofern sie einen Ueberblick von fast vor 500 Jahren über die Kunstthätigkeit Frankfurts darbicte. Ein solches mühevolles Unternehmen habe aber nur durch Zusammenwirken vieler Umstände und Ueberwindung mancher Schwierigkeiten vollbracht werden können. Die Künstler- fchaft habe mit Freuden, wenn auch mit einigem Bedenken die Jnttiattve ergriffen, der Hauptausschuß dem Unlernehm.n den festen Rückhalt gegeben, die Besitzer wenbvoller und interessanter Werke durch bereitwillige Darleihung ihrer Schätze die nothwendige Unterstützung g boten. Endlich fanden sich im Comite Mitglieder zusammen, welche durch persönliche Opferwilligkcit die Schwierigkeiten der grogen Aufgabe üverwandten. Eben diese Schwierigkeiten müsse man beiücksichtigeu, wenn Manches nicht so recht zum vollen Ausdruck gebracht werden konnte. Indem Redner dem Hauptausschuß, den hiesigen und auswärtigen Behörden, d-n entgegenkommenden Mit' bürgern, sowie dem Comite, insbesondere den Herren May und Prestel, den wärmsten Dank der Künstlerschaft darbrachte, übergab er den Kunsttempel mit seinen Schätzen dem Hauptausschuß zur "Wahrung und Hütung und schloß mit dem Wunsche, daß diese Ausstellung den Impuls zu kräftiger Weiterentwicklung dcr Kunstthätigkeit und der Kunstpflegc unserer geliebten Stadt Frankfurt geben möge Herr Dircctor Schiele sprach Namens des Vorstands und Gesammtausschusfes die llebernabme aus Was gemeinschaftlich geschafft worden, sei cm großes Werk, das der Küiistlci schäft aber nicht das Geringste, lieber den realen Werken des Gewerbefleißes stehen die idealen der Kunst, und mit diesen sei nunmehr, wie mit emeni Glorienschein, das Werk gekrönt. Sind wir doch gewöhnt, den Culturzustand längst vergangener Völker nach ihren Kunstwerken zu beurtheilen und sie Hochzubalten in allen Zeiten! G'Übt man doch heute nn fernen Orient nach Dem, was die ersten Culturvölker erschaffen, um es beute als ein Beispiel für unsere Schulen darzustellen und den Menschen zu zeigen. So habe sich die Künstlerschaft hohen Dank verdient, daß sie in dem Tempel zeige, wie die Kunst von Anfang an hier in Frankfurt gewirkt, und besonderen Dank Denjenigen, die sich der mühevollen Arbeit unterzogen, die Kunst- gegenstände zu ordnen, sowie Denjenigen, welche aus öffentlichen und privaten Sammlungen Werke hergeliehen hätten, um eine Kunstgallerie im eigensten Smn, wenn auch in localer Umfassung zu schaffen. Hierauf wurde unter Führung des Comites die Besichtigung der in drei Sälen ausgestellten Kunstwerke vorgenommen. — fWeiblichc Feuerwehr^ — das ist die neueste Errungenschaft der^ Frauen- Emancipalion. In Flötzingen ^Württemberg) besitzt bie Feuerwehr 42 vollständig tn nffurtl auf bn ttnbtn F'ank l'ch ge !ti finb pbi)d)ti intlibt citionß: lanbdfl-- Ibauitn, ufilibtn, ; a. M. fttBur-g, uns tti (Mutig, BUtbil M, 6üdn nnti rotHnj B ter ,t- unb , einer anderer hiesigen ähnliche ie einen :tc. Sin iniiande wnstler- ien, der lbvoller wendige , welche vandten- nicdt so Haupl- n » »ariiislen Zchayen che, do8 hängkclt Herr ifi« kbi5 ens°^ *<: S'K- p* in 10 Jahren: mit Landet und Verkehr. Der heutige Pitbmarft war aut befohlen unb Stiere, 360 Hübe ur.b Rinder, Lcbnisvcrsichcrmiqsbaiik für Deutschland Tie Bank vertheitt alle Ueberschüffe voll und unverkürzt an die Ber- durch die Agentur von Wallthor 21. 156. 1858) die Ersparnisse wachsen, und ro* unb für Eonfinnatton, Lehrze sicherten und gewährt aus jede beträgt in diesem Jahre 39% Zahre 1882 aus 42 6 steigen sichtlich noch weiter erhöhen. , 58.16 , 116.58 „ 292.76 den Zinsen 384,231,300 Mark 97,950,000 „ m 14 Jahren: M 46.18 w 97.- . 19443 . 488.24 Frankfurt, 27. in 20 Iahrn : M. 71.68 , 144 20. „ 289.16, , 726.08 nach Amerika erhallen billigste und reellste Beförderung mittelst/ Post-Dampfer des Norddeutschen Lloyd in Bremen, in Gotha. Stand am 1. juni 1881. Bernchert 56604 Personen mit...... Bankfonds ............. Versicherungsanträge werden vermittelt durch 4220)Herrn F. Gros, Ludwigsplatz 145^. 1 Stück ix0 2) StS*< pn 22 J». Ümien 1 tiucr 25 X. Hafner p. 6t. .A 0.70—1 Ps> Ruf» ant r.intflet|di (43(7 J. M. Schulhof. Gte6en, 25 Juni. Auf cev» -turiflcn Wockenmark:« fettete ttuun ixt Pfd. 75 X bt6 .A 0l<0 Hübnereier 1 Stück 5 2 St. 11 X. Enteneier per 1 Stück 6H, »änieem 6 üd 5—11 X- ÄWnnattt per Stück i- 0 X. ttrbfen 1 8Uft Stauben da« Pa X o 70—0 80, Hühner p. St. X 1.30—1 60, Normalprämie Dividende- Tie letztere der Iahresprämie, wird aber schon im und in den nächsten Zähren sich voraus- r gut befahren. 3 npc Hieben 280 Ralber unt 150 Hämmel. 30, Enten per Stück .< 1 50—1.hu, DdJenfUüi 66-<*0 5» per 4h 50 X ÄaLbf.end) 40—44 X Hammelflnich 68—70 X Äarttffeln per 100 JHÜ> X 5 50 — 5 HO, Zwiebeln p. (itr X 24 16 unt 18 X Rachen das Pfund 2u- 30^ zu 48 Wocheneinlagen gerechnet: m 8 Jahren: von Ö Pfennigen: M 13.06 „ 10 , 2624 E 20 . 5261 „80 , 13248 Wir sehen hieraus, wie rasch waren ta. 400 Dcbfen — ------ --- „ Dtr Preise Bellten ndr Dcbfen 1 Dual. X 62—65, 2. DuaL X 55-60. Rübe unt Rinder 1 Dual. X- 54 - 66, 2. DuaL X 45—50, JUlbei 1. Dual. X 48—52, 2 Dual. X 40-5». Hammel 1. DuaL X 55-60 2. Dual. X UO- 00 per 100 Pfd. Scklacki gewickn Schwein« wurden 550 Stück angeführt unb bal Pfund mit 60 X briablt. Sx3rtnefleifirßrn. Alter Spruch: Wer den Pfennig nicht will achten, Wird urnson. nach Thalern trachten Verständige Arbeit wird un5 vorwätttz bringen zu Wohlstand und Zufriedenheit, wenn nun Fleth, welcher erwirbt, sich die Sparsamkeit gesellt, welche erhalt. Die Sparsamkeit bewahrt unS in schlimmen Tagen vor Hunger und Elend vor der Noth, welche unseren Besitz tn die Hände der Pfandleiher und Wucherer li^ett, rvelche »um Betteln und oft zum Verbrechen führt-, bte Sparsamkeit macht uns fähig, M der Noch un- selbst zu helfen, und damit mach! sie uns zu wahrhaft unabhängigen Die Sparsamkeit wird aber auch überaus reich belohnt, nicht nur durch da- »nn^tal sondern auch durch das wachsende Ansehen de- Sparsamen, durch >^«^sientl^che^Vertrauen^"welches slch ihm zuwendet. Tie besseren Stellen, der höhere Ne?d?enst sallen ihm zuerst zu, weil man ihm vertraut, weil bie Erfahrung lehrt, baß de?Svarsame Gewalt über sick selbst bat. daß er mäßig und ehrlich ut.^bafccr n cht- Ibun wird. wa? seinen guten Namen, ferne Zukunft foa^ • v ;,-,r Ki,i, hnifre Zukunft auch von 4.ag zu Tag befabigter. denn er kann z. B, wo e» 9iotl) tbut, bcfRrrt ffiertjtug auf »aff dt. eine kl-»k Saut.on fttllcn ober sich bl"* eine SuSgabe ,u oersagen um tu sparen, u, unenbl'chlchwer b-sonbet» wo tote tyinnabmen genug unb bte Bedürfnis,e ober bte srerlockuna mm Vergnügen groß sind . Nam ml'ch dcn jungen Männern muß deßhald der erne Entschluß zum Lparcn erleicktert"werden durch "möglichst degueme ^legenden, von dem erhaltenen ÄrdeltS- lobne sogleich etwa- der sicheren ^>parkao^unzuvertrauem^^^^^^^^^^^ langen. Sobald die Einlage eine- PsenniasparbüchlciuS 1 Mark und 70 Pf. erreicht, wird sie in der Spar - unb Leihkafsc auf den Namen deS Einleger- eingetragen und verzinst, (hn Schuldschein der Spar- und Lcihkasse w»rd durch Vermittlung der bc ttefsenden Psennigsparstation dem Einleger behändigt, welcher also in den Stand gesetzt wird, seine Einlagen stets selbst zu übetwachen. Tic Pfennig-Sparkassen leisten keine Rückzahlungen, wohl aber die Spar- und Leihkasse: soll also eine Psennigeinlage zurüctgenommcn werden, so bat der Einleget oder desien Erben die Einlage ditz zu 1 Mark und 70 Pf. zu vervollständigen, dann wird sie tn die Spar- unb Leihkasse eingelegt uND kann von bon zurückgenommen werben Ein Kuratorium von fünf Personen, bereu eine Mitalieb de- Vorstanbes bIrren alter Nahmen -c. und Einrahmen von Bildern tn Eoldleniea :- sfertigt werden. Bemerke noch, daß meine Arbeiten durchaus keine #abrtr- arbeiten find, und bitte um werlhe Aufträge. J. F. Ritsert, Vergolder, onfititen mit übet 70 Eorps find entteten! Die Höhe bei Ganzen beträgt SO Zoll (etwa MO Emtt - — [Umathtn vom Echetaiodes Em tütkiicheß Blatt (,®oleift*d> der Dahrheit ) berichtet aul ÄonftanttncpeL 16 Ium In dem Simei Imt Kapu ftatb der Barkeniührer Hapfchi Ibrahim an einer Lungenentzündung, fcte ihn ungefähr eine Dcche an 4 -rankenbett gcfeflelt hatte Der Leichnam wurde gewaschen unb — dreizehn Stunden nach dem Tode — tn eine leicht gezimmerte, durch einige Nägel geschlossene Beetrerkiste gelegt, wie sol<,e bet den Vegräbnissen der Mobamedanee zur Verwendung gelangen. Die Lifte wurde in e net Barke nad) Äaroal am Bvdporu- gebracht und dort von den Leichenirägeru auf die Schultern ge« nommer, um nach dem Fetedhose von «aradscha:«chmev getragen zu werden. Während bei Lean-parte- ntönt pl-zllch au< der Äifte betau» em gräßlicher Schrei, die Träger lassen ihre Last fallen entlaufen unb stellen sich in einiger Entfernung auf. um die Entwickelung des ungeahnten Falle» zu beobachten. Rach wenigen Augenblicken aelingt ei dem Schemtodten, den fast uniefeftigten Deckel dei Sarges zu sprengen, er springt auf und eilt tn den Erabgerrändern auf die entsetzten Träger zu. Nachdem diese ihm den Hergang der Sache erk.ürt, legen sie ihn wieder in den Sarg, nehmen ihn auf ihre Schulter und tragen ihn seiner Wohnung zu. Unterwegs aber begann der Unglückliche, der unterdesten wahrschkinlich tum vollen Bewußtsein der gräßlichen Gefahr gekommen war, in der er aeschwedt hatte, zu rasen und zu toben; während bee Wasseifahrt versuchte er seine Begleiter m s Me«r zu stürzen und formte er nur mit großer 'JRübc gebändigt werben, mehrmals war der Aahn in Gefahr, umzuschlagen ’M man end» lid) zu Hause gelangte war und einen Arzt gerufen hatte, stellte es sich heraus, daß Hadschi Ibrahim wahnsinnig geworden war. Er wurde nach Skntari in s Irrenhaus gebracht. — [6in bedauernsroerther Millionenerbe ] In Illmots vleaminster starb vor einigen JBodjen ein nach dort ausgewanderter Deutscher unb hinterließ ein Vermögen von eirca zwei Millionen Dollars, das er sich innerhalb 30 Jahren dort erworben hatte Zum glück- lichen (?) Erben hatte er einen augenblicklich in Holland lebenden Landsmann eingesetzt, welcher einstmals sowohl den peeuniären Ruin des Erblasiers verschuldet, als auch das Familienglück desselben zerstört und ihn somit zur Auswanderung getrieben hatte. — In feinem Testament sagte der Erblasier: Dieser Mann fei der Smzige auf der Welt, den er zu hasien Ursache habe; aber er fei auch derjenige dem er sein ipätere» Glück verdanke und dafür wolle er sich erkenntlich zeigen. Das klingt gewiß sehr großmüthig und wäre es auch, wenn nickt an die Uebernahme der Millionenerbichaft eine Bedingung gar eigenihümlicker Art geknüpft worden wäre, die nämlick, daß gerade dieser Erbemp Lnger zeit, lebens - einen ganz bestimmt vorgeschriebenen Anzug von schwarzem Wollenstoff mit hellgelben Passepoils nein einem Hut von gleicher Farbe unb der zweifellosen Form einer Narrenkappe mit fcrobbeln statt der Schellen zu tragen verpflichtet sei. «0 tem flupenblkf tn welchem tt sick die geringste Aenderung an seinem Kostüm erlaubt, fallt ebne Gnade das ganze 8ft* mögen an entfernte verwandte des Erblasiers, welcken ohnedies einige tausend Dollars ver- mackt worden sind, um die Innebaliuug der Erbb.bingung gewisiendaft Überwacken zu können. Daß dies auck eniipreckend geschehen wird, unterliegt demnach keinrni Werdern aber noch im Fall der Annahme der Erbschaft diese Bedingung durch sechs namhaft gemachte größere Zeitungen öffentlich bekannt gemacht werden, io daß bie Peinlichkeit be« Öiben vor der Will genügend .gezeichnet" werbe. Dem Erben sinb ferner sechs Monate Bedenkzeit bewilligt worden, zu entscheiden, ob er die mit dem Fluche der i.'acherlichkot belastktcn Millionen annehmen will oder nicht Bejahendenfalls werden ihm ganz gewiß den ®‘n“B //V*1 ähnlicher Art schwer verkümmern, wie Gbamifio solche in feinem .V'ter Schlemihl erz hl , während die Zurückweisung derselben viel mehr als menschliche Selbstverleugnung und Un lOgennükigkeit verlangt. - Man muh gestehen, der Mann ist um das .Hangen und Bangen in* schwebender Pein" während der noch nicht vollendeten sechs Monate nicht gerade zu beneiden. _______- leicht e- ist, für die eigene Zukunft, für Nothfälle und SluSstattuna der Kinder durch kleine wöchentliche Ersparnisse vorzusorgen. D e Pfennig-Sparkassen nehmen Einlagen in beliebigen, von ü zu 5 Pfennigen aufsteigenden Beträgen bi- zu 95 Pfennigen an, etthetlen darüber unentgeltlich Ouit» tungSbüchlein und schreiben die Einlagen m ein Tagebuch Die E^efammtetnnabme jedes Zahltage- wird im Tagebuch addirt, von bem Beamten der Pfennig-Sparkasse unterichrieden, der Betrag an die hiesige Spar- und Leihkasie alo Einlage der betr. Sparstation eingezahlt und dort quittirt. Baare Rückzahlungen können die Pfennigsparstattonen von der Spar - und Leihkasie nicht oer- ■ iN Marseille Lam. Dies wurde klar und beut» |r Vorfall bewiesen, der sich vorgestern auf den Docks ereignete: .,^en Arbeiter, dle zu einer Kohlenausladung gerufen waren, wollten Arbeit nur unter der Bedingung gehen, daß man die Italiener verab» r* Gte; die Compagnie der Docks gab nach und schickte ungefähr 30 Italic» w dem rt! Nun aber erklärten die Franzosen, sie würden nur dann aibe.ten, vhere-. man ihnen einen höher» Lohn gewähre. Die Compagnie schickte nun sehr Franzosen fort und ließ die Italiener zurückrnfen ; diese hinwieder erklärten, uß sie nicht mehr arbeiten und nach Italien zurückkehren würden. Die Ruhe I clb|t wurde in Marseille nicht weiter gestört, obgleich die Erregung der Ge» 'müther noch immer ziemlich groß ist. England. Loudon, 27. Juni. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Oldbury h iben heute gegen 30,000 Nagelfabrik»Arbeiter in den Grafschaften Stafford . i 'ub Worcester die Arbeit eingestellt. Dieselben verlangen eine Lohnerhöhung von 30 pCt. Türkei. Konstantinopel, 27. Juni. Die Verhandlungen in dem Prozesse gegen Midhat Pascha und Genosien wegen Ermordung des Sultans Abdul Aziz haben im Atldiz-Kiosk heute begonnen. srlegraphische Depeschen. Wolff'» telegr. toß oder Schlag mit seinem geöffneten Taschenmesser versetzt hab:, er behauptete er sei dem Mandler gegenüber in Nothwehr gewesen, da dieser ihn zuerst angevackt unL n i geöffnetem Taschenmesser bedroht habe. Die Geschworenen erkannten denselben unter Annahme mildernder Umstände für •' di tu worauf der Gerichtshof den Angeschuldtgten in eine Gefängntßstrafe von neun toonarc uei urtheilte. — Mit diesem Falle schloffen die Verhandlungen der diesmaligen Sei urgeeichtS Periode. — Vor ca. 3 Wochen wurde in einem Hause der Nordanlage eine Elfenbein Ho e fette mit Broche und tn einem Hause der Alicenstraße einem Dienstmädchen ein goldene- Mel. .Hon gestohlen. Der Verdacht fiel auf einen in den betr. Häusern beschäftigt gewesenen hoff,-. vollen jungen Menschen von hier. Die Polizei recherchirte nach den gestohlenen Sach, bei demselben, fand jedoch nichts vor. Auch leugnete der Verdächtige alles ab. Bei einer g.umi vorgenommenen Haussuchung an anderer Stelle fanden sich die Sachen zum Theil vor. Der Dieb hatte solche in nicht näher zu bezeichnender Weise dorten versetzt. Er wurde gestern Abend verhaftet. ' B e r mTf cd t e e. — Auf der in Frankfurt a. M. abgehaltenen Generalversammlung der „Concortia'*, Verein zur Förderung des Wohles der Arbeiter, wurde in dem erstatteten Geschäftsbericht zunächst eonstatirt, daß der Verein Ende 1880 im Ganzen 1725 Miigliederkarten auSgegttr.. hatte gegen 1268 Ende 1879. Die Einnahme in 1880 betrug 30031 JL, bie Ausg,tt en 15841 JL 79 und blieb Ende 1880 em Kapitalstock von 22443 JC, am Tage der Generalversammlung von 30481 Jt. Des verstorbenen Mitbegründers des Vereine», Profksior A. Held, der in Folge seiner opferbereiten Menschenliebe verunglückt sei, wurde in warmen Worten gedacht. — Die Zeitschrift des Vereins wurde in 918 bezahlten Exemplaren abgtieqt und in ihr neben der Beichreibung von Wohlfahrtseinrichtungen regelmäßige Berichte üb»r Arbeitslöhne und Preise der nothwenbigsten Lebensrnittel rc. zuletzt aus 270 Orten zur Per - öffentlickung gebracht, die in der Zeitschrift des Kgl. statistischen Bureaus sehr wohi'.c olleno beiprochen worden seien. — Der Verein habe sich bemüht, in der DereinSzeitschrift mögliä-st zahlreiche Veröffentlichungen in der oben erwähnten Beziehung eintreten zu lassen und eine möglichst vollständige Beschreibung derjenigen Wohlfahrtseinrichtungen zu geben, bezüglich welcher das nöthige Material zu erlangen gewesen sei. Es sei nicht zu bezweifeln, daß bei der weiten und gerade im Bereiche der Großindustrie thatsächlich stark verbreiteten Zeitschrift der Verein nicht wenig zur Veranstaltung neuer und zur Verbesserung und Vervollkommnung vorhandmer Wohlfahrtseinrichtungen beigetragen habe und er habe die Beweise in Händen, daß manche segensreiche Einrichtung seinem Vorgehen und feiner Anregung ihre Entstehung verdanke. Es könne überhaupt mit Genugthuung berichtet werden, daß die anregende Thätigkeit des Verein- in Bezug auf Herstellungen und Derbefferungm der großen und wichtigen Reihe von 6m richtungen, welche man unter dem mehrgenannten Namen zusammenzufaffen pflege, keine -,n- wesentliche gewesen sei. Als wichtiger und praktisch bedeutender noch als die von dem Verein ausgegangenen Anregungen seien die auf erfolgte Anfragen hin erteilten Ratbfchläge um Aut fünfte zu erachten, da es sich hier um Arbeitgeber handle, die von der Absicht, Gutes > schaffen, geleitet waren und nur über die Art der Ausführung, die Zweckmäßigkeit dies • Merl jener Einrichtung, Die Frage, welches Bedürfniß sie zuerst zur Befnedtgung brinf ic ten, Auskunft wünschten. Die Concordia habe hier um so ersprießlicher zu tonten ve- • als von vornherein festgestanben Hobe, daß ihre Anregungen auf guten Boden fallen wü Von der erklärten Bereitwilligkeit des Vereins, mit seiner Erfahrung und mit seinem . allen Mitgliedern zur Seite zu stehen, sei denn auch in einem großen Umfange Oebra. l g macht worben. Schon der Umstand und die Thatsache, daß der Arbeiter fc^e, daß fein Arbeitgeber bemüh: fei, für ihn zu sorgen, das Bewußtsein, daß der Arbeitgeber bestrebt sei, das LooS seiner Arbeiter zu verbeffem und angenehmer zu gestalten, müsse und werde auf das Verhältnis zwischen beiden Berufsständen der industriellen Arbeit begünstigend einwirken. Das Haupt- Programm deS Vereins, die Sicherstellung der Arbeiter gegen die aus dem Ableben und der Arbeitsunfähigkeit des Ernährers resultirenden Gefahren habe der Verein mit Rücksicht auf die Lage der Reichsgesetzgebung, bezw. die Absichten des Reichskanzlers, nicht weiter fördern können, die definitive Ausarbeitung und bezw. Vollendung des Projektes aber beschloflm. Es seien nur laue Anhänger des Vereins gewesen, die wegen dieses nothgedrungenen Gewehr bei Fuß Stehens denselben nicht mehr unterstützt batten. Dagegen hätte der Verein seinen za zen Einfluß geltend gemocht, die Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes verbessernd zu gestalten. Mit besonderer Schärfe wird die Zerreißung der vaterländischen Versicherung in par- ticulare Kassen gegeißelt. Die beantragte Decharge wurde ertheilt und mit Rücksicht auf Gruppe 14 (Fabriken. Arbetterwohnhäuser, Wasch- und Badeanstalten für Arbeiter, Arbe'.ter- küchen re.) der Ausschuß beauftragt, an der für 1882 in Berlin projectirten Ausstellung für Gesundheitspflege uvd Gesundbeittztechnik praktisches Interesse zu betätigen, auch die AuSsetzm g von Preisen für vorzügliche Leistungen auf dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrtsein'^^uni"'- in Anregung gebracht. Ueber die Bildung von Arbeilersparkassen touxber die ra. üehenl •