Nr. 74. Dienstag den 29. Marz 18S1. Gießener Wizeiger A«Mk- oiiti Amtsblatt fit dca Llkis Kichn. tmrrAii: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit Vringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Die neuen Reiebssteuern. Hohe Steuern, hohe Lultur I — |o lautet in Kürze der neue Grundsatz der Denkschrift, welche Fürst BiSrnarck dem Reichstage vorgelegt hat, um mittelst derselben die drei neuen Steuerprojekle, welche im vorigen Jahre unerledigt gebl'eben und jetzt wieder eingebracht worden sind, zu empfehlen. Im Grunde ist das ganze Thema eine Variation auf die populäre Ansicht, ein Staat sei um so reicher, je mehr er Schulden habe; — weil Deutschland wenher inb(recte Steuern erhebt, als die andern großen Länder, so muß j es das Versäumte nachdolen, und es fehlt nur noch die Behauptung, daß unser Land, weil eS auch weniger direkte Steuern zahlt, als reiche Länder, gleichzeitig auch seine direkten Steuern erhöhen soll. Aber in diesem Punkte ist die Regierung anderer Ansicht, sie hält die bereits bestehenden direkten Steuern für drückende und hat die löbliche Absicht, bk Mehrerträge der indirekten Steuern zur Verminderung der direkten Steuern zu verwenden. Das Ziel der Steuerreform ist klar hingestellt; es sragt sich nur, ob eS so rasch, wie man glaubt, auch zu ernteten ist. Tie Hauptsache bleibt immer, baß Deutschlands Wohlstand im gewünschten und erwarteten Maße zunimmt, dann b erten soaohl die direkten Steuern aus dem vergrößerten Nationalvermögen, als auch die indirekten Steuern durch ie.i größeren Verzehr, den ein reiches Land hat, sich erhöhen. Bei den beliebten Vergleichen der Steuer-Erträge von England, Frankreich und Deutschland darf niemals vergeffen werden, daß in England und in Frankreich mehr consuunrt wiid als bei uns, »nd eS wird dort mehr consumirt, weil der Wohlstand ein größerer ist. Nun sind aber beide Länder sicherlich nicht dadurch zum Wohlstand gelangt, daß sie zu alen Zeiten möglichst viel unb hohe indirekte Steuern erhoben haben, sondern, weil sie — aus so und so viel andern Giünden — wohlhabend geworden sind, wuchsen die Erträge der indirekten Steuern. In England hat man feit vielen I hren die Anzahl der Art.kel, welche inbhecte Steuern trugen, verringert; dort trägt der Branntwein den Löwen- vntheil, wählend man bei uns gerade diesen Äuifel scbont. Der Eonsum von ! Zucker beträgt in England 57, tn Deutschland nur 15 Pfd. jährlich pro Kopf der Berülkerung. und in diesem enoirn verschiedenen Eonsum liegt die Verschiedenheit der Steuer Erträge, btnn schweilich wird eine höhere Z ck rstener in Deutichland den Eonsum, der nur langsam st.igt, enorm heben können. In Frankreich ist bekanntlich ebenfalls der Standard of Life bifftr als bei unS, und die Frazofen veimögen basier zu liben, util dtc Gunst les Klimas und deS Bodens und der angesammelte Eapitalreich hum ihnen zu Gute kommen. Brod und Fleisch, das zum Leben Unabläßlickre, wird in E glano gar nicht, in Fra:.kreich nur gering besteuert, und auch das nur, weil die Kriegsschuld uüthlgte, die gi ze Steuert aft anzuspannen. Man vermetoet möglichst die Besttuerung der Arber Skrast, welche mit besierer Nahrung steigt. Die Erbaltnng deS Frieden-, das Vertrauen zur WindschaftSpolitik, Unterstützung der Bildung, Hebung deS Handels und der Industrie bringen uns vorwärts; m t dem Vor schreiten des Wohlstandes werden auch die Steuer-Erträge Deutsch- lantS steigen, aber es fehlt uns zur Zeit an jeder Veranlassung, ur.s die höheren Steuern anderer Länder zum Muster zu nehmen, denn wir beneiden sie darum des kreiies Erbach. 3. Bikanntmachuiig Großherzoglichen K.ekamts Alszey, die Besoldung des Rabbineii zu Alzev betreffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Heppenheim, die Umlagen der israelitischen Rellgions.Gemeinde zu N.cka.-Lttmach für 1880 betreffend. 5. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremtcr Orden. 6. Dienstnachrichten. Am 17. Februar wurde dem Lchull hrer Heinrich Seipp zu Büßgeld eine erledigte Lehrerttelle an der Gemcu beschule au Rom- rod, am 19. Februar tour re dem Scrulamts - Aspiranten JulmS Muth aus Asel eine erledigte Lebreistelle an der Gemeinkeschule zu Geiß Nidda, an dems. Tage wurde dem Schulamts-Aspiranten Gbnfhan Diener aus Burküaids- selden eine erledigte Lehrerstelle an der Gemem^schule zu Groß-Linden, am 23. Februar wurde der Schulamts-Aspirant n Kalbanna Stumpf aus Ober- Sauivemi et: e erledigte L hrerstrlle an der Gimeindeschule zu 2anaen, am 5. März wurde dem Schulamts-Aspiranten Ai gust Ntebrraall aus Mommen- betm die erledigte Lchrerstelle an der evang. Schule zu Ul enheim, an dems. Tage wurde dem ^chulamtL-Äspttauten Konrad Ludwig Gr mmel aus Vilbel, unter DrUeihung der Rechte ein^e definitiv angestellten Schullehrers, die erste Gesa: glehrerstelle an der Volksschule zu Mainz, an ems. Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Schneider zu Lollar die Ledrerstelle an der Gemeindeschule zu Wirseck übertragen. Berlin, 26. März Der Reichstag nahm in zweiter Lesung da-» Natural- leistungSgesey na di den Beschlüssen der (Kommission an, obwohl StaatSsecretär Bötticher erklärte, die verbündeten Negierungen hätten sich noch nicht mit dem (eommissiouS- deschluß beschä'trgt, könnten aber diesen Äbändelungen nicht zustimmen. Die butte Veralbung dc^' ztüstensrachtsabitgeseSetz wurde wegen der zahlreichen noch elngegangenen Petifonen von der Tagctzordnnnq abgesetzl E^ei der daraus folgenden Beralhuna der Gewerbeordnung äußerten sich die ?ldgg Ackermann und o Hertling wesentlich zustimmend zu derselben, roähnnb die Abgg. v Baumbach, Gareis und bzanincki einz-i-.e Bedenken geg-n dieselbi äußern, aotr aus eme Berstänbigung tn der Kommission hoffen. D5ociiili|t vartrnann will die Nesorm aus dem Schooße desHandwerkeistandes heraus und nicht von Leuten b'frdht wisi«n, die nicht wüßten, wo den Handwerker der Schuh drücke. Die Vorlage fei cm Krochen ohne Fleisch. Löwe (Berlin) bekämpft die Vorlage als reactionär. Sie wird schließlich an eine (Kommission von 21 Mitgliedern Der« wrcsen. — Nächste Sihung Montag Berlin, 26. März Der Kaiser conferide gestern mit dem LultuS- minister. Morgen Mittag um 12 Uhr werden der Kaiser und die Kaiserin unb fämmtliche Mit lieber des König!. HauseS bem Trauergottesbienfte in der russischen Kapelle anläßlich der Bestattung des russischen KiiserS beiwohnen. Die kronprinzlicke Fanilte begiibt sich sodann nach Potsdam, um an der Gedächtrißfeier für den verstorbenen Prinz n Waldemar theilzunehmen. — Das Antwortschreiben deS Raifeiä an den evangelischen Oberkirck n- ratb aus Anlaß der Lttmordung des Kaiser- Alexmder lautet: Unter dem Eindrücke der erschütternden Tvatsache, oaß der Kaiser Alexander von Rußland das Opfer ei^eö Meuchelmörders geworden, stehe ich tiefgebeugt in schmerzlicher Trauer um b eftaUen, Griechenland materielle Unterstützung zu gewähren, falls es die Türkei angreifen, oder die neuen Rathschläge der Mächte mißachten sollte. Wern Griechenla- d mit leichtem Herzen einen Krieg beginne, welcher hätte vermieden werden können, dürfe eS nicht erwarten, daß die Mächte zu seinen Gunsten intenennen würden, wenn es besirgt würde. Spanien. Madrid, 26. März. In einer zu Gunsten der Abschaffung der Sclaveiei abgehaltenen D «täte t,r T-zl-hn' Uitt «rtront - & läuffr könnt und die west ,,hr stdlich, nackt? - ® Mhön gibt « einander her. sogar bis nai ober, trenn l< blt r-hlnid» $(u|4r.‘tfenld da mußte Ttl zuletzt eine H - S Circularen 5a standschasi deS zu machen. w sich Ibnobme noi W Pst. M DaS PuMu grMut. Nizi Schutt htttl Familien an. Itrlh "'S? ®efa jn bim G-ichchchz-! um, löüt: n Her«« leit Aoj der Fi,, Gaid-rol Rovembei Ä »es Leu ^iden 1 ,|n( Vitt Michi Ml, |jf i, sh®1' ° vitt 1.1 Nntn ( «in. 1 Lokales. Gießen, 28. März. ^DaS Concert vorn 27. März.j Da« gestrige letzte Concert der Wmtersaiion war nicht das unbedeutendste — last, not least! Wir erfreuten uns zunäckst der vortrefflicken, wieder durch auswärtige Künstler unterstützten Ausführung der Mendelssobn'schen Svmphonie Nr. 3 in A-moll Die beiden ersten Sätze, die in ihrer Auffassung theilweise den fireundl'ch-gefälligen Spuren Haydn's und Mozarfs folgen, waren vorzüglich Wiedergegeben. Da« Adagio will un« etwas gedehnt erscheinen. Da« Allegro und Finale entwickelt Kraft und reiche Fülle des KlangWesen«. Fräulein Anna Schauenburg au« Crefeld bereitete uns den seltenen Genuß einer sonoren bis in die tiefstmögttche Tonlage hinabsteigenden Alt stimme^ Zu der hcirlicken Arie aus Gluck'« „Orpheus", „Ach ich habe sie verloren" brachte die Sanger,n edelsten Sttmmklang und svmpathiiche Wärme des Ausdrucks mit, zu Dem töteitatiu war sie noch wesentlich begünstigt durch außerordentlich reine und verständliche Intonation und Sprache. Ihr „O santissima rergine Maria“ fesselte durch seinen Gehalt und durch meisterhaften Vortrag. Auch die andern Lieder, von denen sie ein« ertra spendete verdienten den rauschenden Beifall und Da« mehrmalige Hervorrufen der Sängerin. Spohr'« Larghetto au« einer Symphonie in C-moll und Beethoven'« Ouvertüre zu Göthe s Eqmont" ®Lcnb Einen würdigen und kiassiichen Abschluß. Zu Dank sind wir dem verehr!. Vorstand de« Concert-Dercins verpflichtet, daß er diesmal den Text zu den GesangeSvorträgen m liberaler Weise gewährte. 9 __erö M t. lyießen, 28. März. Schwurgerichtsverhandlung am 26. März d. I. gegen Valentin Ruhl von Kölzenhain, wegen Brandstiftung. c Die Hofraithe dcs Valentin Rühl von Kölzenhain bestand aus zwei im rechten Winkel aufeinanderstoßenden, zusammenhängenden Gebäuden, einem einstöckigen Wohnhause und einem «maß höheren «nbau, welcher zwei Abtbeilungcn, nämlich etn sog. Scheuerviertel und einen Stall enthielt. Das Scheuerviertel grentte unmittelbar an das Wobnbau«. In dieser Los- raithe brach °m 8 Dc«mb-r v I , Avcnb« geg-n8Udr, F«uer au8, w.Ich-8 atsb«,d Schrun' vicrtk! und Stall bifi auf b.r Grundmaarrn ,n Asch- legte, während das Wahnhau« s-ibll abgesehen vom Strohdach-, welches beim Loschen -mgerissen wurde, nur gertnae B-Ickäd ' gungen erlitt. ö 6s lentte sick alsbald der Verdacht der Brandstiftung auf den Eigenthümer fr bst fluf erhobene Anzeige wurde das Vorversahien eingelettet, und da sich eabei weitere Verdachis- gründe gegen denselben ergaben, wurde die Voruntersuchung eröffnet. Der Angeschuldigie leugnete bei seiner Vernehmung da« ihm zur Last gelegte Derbrecken unb äußerte, e« sei ihm unerklärlich, auf welche Weise das Feuer entstanden sei Nach den negativen Resultaten Der Beweiserhebungen bleibt allein die Annahme, daß da« Feuer von einem Hausbewohner vorsätzlich angelegt Werben sei und es hat speciell gegen den Angeschulbigten die Voruntersuchung große Derbachtsgründe ergeben. t : Die Geschworenen hielten sich jedoch von der Schuld de« Angeschuldigten nicht für ) überzeugt unb sprachen daher da« „Richischulkig" aus, worauf der Gerichtshof denselb7n von l Strafe unb Kosten freisprach uno ihn sofort auf freien Fuß setzte. d Der heutig, Heu» und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostet, |t nach Qualität der Ltr. .* 3.40—<.30, Stroh x 3.2j—4.00 butter 50 Kilo 00—00 4, im Detail 1. Qualität das Pfund X 1.30—0 00, 2 Qualttä! £ 1J5—20. Gier das Hundert X 4 50-5.50. Ochsenflnick per Pfund 60 70 4, biind und Farcenfleisch 45-55 4, Kalbfleisch 40-55 4, Hammelfleisch <5 — 65 4 Schweinesteisch 65-HO 4, ein Hahn X 1.60—2.20, ein Huhn X 1 40 — 2 00 «ne Ente X 2.50-3 00, ein, Taube 00-50 4, Gans X O.OO-oOÜ Hasen tn« Stück X 0.00—0.00, Feldhuhn X 0.00- 0 00, Rehbock das Pfd. Ov 00 4, «apäunen X 2.50- 3, Wätscher Hahn X 5—10 Kartoffeln 100 Äo X 5.OO—6.OU, Kohlrabi 0—0 S Blumenkohl 1 St. 40—70 4, Wirsing 00-20 4, Gelberüben 1 Bund 00 - 00 4, «wiebeln 1 Bund 0 4. Sellerie das Stück 00— 00 4, Meerrettig 1 Stück 00—00 Spargel das Pfund 3.00—4, Romain-Salat 00- 00 4- Cndivien 00—40 4, Rothkraut 30— 50 A 2Udh> kraut 20 4 «rtischoken 40—80 4, Crbsen das Pfd. 00 4. Allgemeiner Anzeiger. Schnittholz Verkauf. Im Sch^oßganen zu Stockyausen be. Herbstein Hepcn circa 80 Fest, umer Fichlen-Scknlttho!z in Trummen von 5 rejp. 10 m Länge und 36 biS 66 cm Durchmesser zum Verkauf. Die Trummen find fast ganz walzig — Stämme von 30 m — und zumeist astrein; nur einzelne haben etraS Änotcn und können eventuell auS- geschieden werden. Unterzeichneter erbittet fich Offerten mit Angabe de« Pre'seS, der angeregt werden kann, und Angabe der gewünschtes Festmeterzchl. — AuSkunst wird bereitwillig ertheilt. Dte Entfernung von Stockhausen nach der Bahnstation Lauterbach tn Oberheffm beträgt auf gut chausfirtem Vicinalwea und SrartSstraße 11 km. Stockbausen bei Herbstein, am 26. März 1881. (2101 Dr. Dieffenbacd, Freiherrlich Nied es el'fcher Oberförster. Bekanntmachung. In dem Firmen- bezirhungSweise Gesellschafts-Register de- unterzeichneten Gerichts wurden heute folgende Ein- iräle vollzogen, beziehungsweise gelöscht : 1) Hermann Katz betreibt daselbst leit Ansa g vorigen MonalS unter der F'.rma seine- Namen- ein Gardrrobe'De'chäsl; 2) Kaspar Ranft daselbst seit November v. I. eine 8 gurren- und TabalShauNung unter ter Firma (5. Ranft; 3) Johanne- Pirr und Johannes Leun VIII. zu Groß-Linden betreiben daselbst seit dem 12. dS. MtS. eine Liqueur- und Brand- wem - Fabrik unter der Firma I. Pirr ST Eie. auf gemein- Ichaftltche Rechnung; jeder von ihnen ist zur Zeichnung und Der- Ire ung berechtigt. Die au- der Firma Joh. Pirr I berrübrenden Rctiven und Passiven gehen aus dte neue Firma über. Die Firmen: 8. Horman« zu Gießen, Job. Pirr I. zu Groß-Linden, Feist Katz II. zu Steinback wurden gelöscht. Gehen, den 24. März 1881. Großh. Amtsgericht G ehen. 2095) Gebhardt. Mittwoch den 6. k. Mts., DormitttagS von 10 Uhr ab, lrerd'n in meiner Amtsstube die Loderträge aus den Gemeinde-Waldungen diesseitigen Amtöb-zirks - ca. 1000 Err. — öffentlich versteigert, doch können auch schriftliche Gebote bis dahin ein- gereicht werden. Die der Versteigerung zu Grunde liegenden Bedingungen sind dieselben, wie solche bisher im diesigen Kreise angewendet wurden. Von denselben kann hier Einsicht genommen, auch Abschrift bezogen werden. Groß'Rechtenbach, 26. März 1881. 2099) Das Bürgermeister-Amt. MrhMlhk Ejstnbahnrli. 2094) Am 1. Mai d. I werden die im Ausnahmelarif für Holztransporte des Mitteldeuksch-Ungarischcn Verbands vom 1. Augusi 1879 enthaltenen Frachtsätze für den Verkehr mit den Stat.onen der Unga risckcn StaatSbabn aufgehoben Gretzen, den 23. Mär, 1881. GroAtzs rzo I. Direet n Berpncbtung eines (Grundstücks. D.e zum fiscaliichen Steinbruch gehörigen in der Gemarkung Oberbörgern gelegenen Grundstücke Flur V. Nr. 389 und 457 sollen Dienstag den 6. April er., Vormittags 11 Uyr, auf dem Gemeindehause von Ober- bürgern öffentlich an den Meistbietenden unttr den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf 12 Jsbre verpachtet werden. Friedberg, am 25. März 1881. Großberzozl. Kreisbauamt Friedberg. 2098) Neuß Öirnfiafl, den 29. !>. Hits., Nachmittags 2 Uhr, werden im Oswalds garte n dahier 50 MMlmgtn öffentlich mtifibtdmb gcgcn Baarzablung venteigert. Tie Persteigeruna findet bestimmt statt. Gießen, den 26. März 1881. 2117) Bühner, Gcrichtsvollzieber. fiferdtverllcigerung. Montag den 4. April l. I., Vormittags um 10 Uhr, wird in der Ge idarmerie Caserne zu Gießen ein auSrangirtes Dienstpferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 27. März 1881. Großherzogliches Gendamerie-Districts- Eommando Oberheffen. Beck, (2101 Major und Districts-Commandeur. Mittwoeb, den 30. Mar;, Nachmittags 2 Uhr, wird in meinem Geschäftszimmer eine große Parthie amcrikan. Drikblatt-^abak in Quantitäten von je 10 Pfd, sowie 3000 (Cigarren versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, 28 Marz 1881. (2124 ____Bauer, Gerichtsvollzieher._______ Mittwoch, de» 30. d. M , Vormittags 11 Uhr, soll in bei Flett schcn Hofraithe eine Häckselmaschine öffentlich meistbietend gegen Vaarzahlung versteigert werden. Gießen, den 28 März 1881. Geißler, 2128) Gr Gerichtsvollzieher. Jeilgeöotenes. 2111) Unschädliche Eierfarben in Packetchen zu 9 Pf. bei CFmjJ P (ft o r Birnbäumchen in großer Auswahl zu haben im 2116__________Körner'schen Earten ilüü) Als überall willkommenes Eon: ffrmattoaS'Gefchenk empfehle: 5nu.s - (COoriifburf) für die Provin; Heffen enthaltend 32 der schönsten und gebräuchlichst n Cdoräle der evangel. Kirche, für Klavier bearbeitet uno unter Beifügung der Urtexte herausgeaeben von Nlbrecht Breke, König! Musikdirector. Preis eleg. gebunden X 150, droch. x 1.25 Zu beziehen durch alle Luchhandlnngen, sow e (geaen Emsendung des Betrages tn Briefmarken) btred franco durch die Verlagsbuchhandlung »on Karl Augustin. Gaffel, —tfriebnchS-Wthelms-Platz Nr. 2- Anzüge für Eonfirmanden, forie schwane itachemire für -leider in großer Auswahl und zu billigen Preisen. (2118 J. Schmücker, 2119) Mein auf'» reichhaltigste affor- tirte Tapeten-Laqer empfehle ich zu billigen Pi eisen bestens. G-g. Schultheis, ______________Marktstraße D. 20. 2104) Ein komplettem einspännige- — eleaanteS — Fuhrwerk, bestehend aus vier- sitzigem leichtem Ehaisewägelchen, 14jähr. gut eingefahrcnem KohlsuchS und neuem Ehaisengeschirr, steht zu verkaufen. Bei wem L sagt die Exped. d. Bl.____________ Xfrdtbüdiiiuje empfiehlt (2131 ^mil tfifcbbacb. 21171 Landwirthschaftliche Sk Gar tenwerkzeuge aller Art, Gras und Sricesamen, künstliche Dünger empfiehlt ________Knill Pletor (tzuten Kuhmist verkauft 2ii") 3*1M Burrn am Hamm Kleesamen garantirt seidefrei, empfiehlt H. F. HafTaurr, 2133)_________«rru, B. 114. feinste (Eierflcmüfcmibefii Apfelspalten, Brünetten, Türk. und Damb. Zwetscdcn empfiehlt (515 G-g. Wilh. WeicLig. Asphall-Üacbpapiie empstehlt (1649 Carl Hensel. = nrr 5p =ZZ Wein, Branntwein, Essig, Talat- öl, selbstgebrannten reinen Kaffee, (sichorie, (shocolade, sowie alle Sorte« Mucker und Gewürze, vorzügliche Apselspalten ur d Zwetschen empfiehlt billigst (2122 S. Elsoffer. 203 Marktstraße 205. pornt H. M. Iugharkt. Scftwarse fackemlre in allen Qualitäten, sowie mein aufs reichste ausgestatteteS Lager in sammtlichen Damenkleiderstoffen 5 bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. 1999)________August Montanus. Carl Deines, taMchattsgärlner, empfiehlt Pläne zu neuen Garten-Anlagen, deren Ausführung 1587) und Unterhaltung. Obstbäume, Hochstamm u. Zwerg. Alleebäume. Ziersträucher. Rosen, hochstämmig wie medng. Stachel- und IohanniSbeer. Staudengewächse, schön blühend. Erdbeeren-mSpargelpflauzen Grassameu, beste Mischung. (2136 befindet. A. Fangmann (2106 furt n. M. Gebackene Flicke mit (2125 in der Pulvermühle Wissen a. d. Sieg. 2097) Aff (1213 Das Füllen der Betten besorge ich u entgelolich. Ihrem Wohlwollen. ©> O L 58t f A Preisen. 2113) Zur Löschung kamen aus Lebensversicherungen: durch Tod durch Ablauf der Versicherungen durch Rückkauf, Umwandlung, Reduktion aus Anssteuerversicherungen: durch Ablauf, Tod und Rückkauf rc. W ohnungs-V eränderung. Meinen werthen Kunden zur gefl. Nachricht, daß fich von heute an meine Wohnung im Hinterhause des Herrn Montanus in der Wagengasse 387 13 595 240 . X 23,444,000, „ 18,224,500- . „ 169,270,000. . . „ 1,897,000. . „ 111,800. . „ 3,039,500. . „ 384,700. X. 163,837,000. „ 12,791,100. Anträge wurden eingereicht: 4292 mit...... Hievon angenommen: 3458 mit Im Laufe des Jahres waren versichert 35691 Personen befördert die Expedition des Giessener Anzeigers in alle Zeitungen des In- und Auslandes unter denselben Bedingungen und Preisen wie bei den Zeitungen selbst Die Auftraggeber sparen also Briefschreiben, Zeit und Porto. — Das Abfassen der Inserate wird bestens besorgt, sowie jede gewünschte Auskunft bereitwilligst ertheilt. Vermischte Anzeigen. 2114) Eine Frau empfiehlt sich im Waschen und Putzen. * Zu erfragen im Hinterhausc des Herrn Buchbinder Kühn, Sttteisweg. bringt im zweiten Quartal dieses Jahrgangs die Erzählung „Bruderpflicht^ von Levin Schücking nebst einigen kleineren Novellen, denen sich eine Reihe von Aitckelu aus dem Leben der Zeit sowie zahlreiche unterhaltende und belehrende Aufsätze aller Art anschließen werden. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig- Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. Hochachtungsvoll Cltr. Bothmann Todes - Anzeige. 2132) Freunden und Bekannten st'tt besonderer Mitthedung die traurige Nachricht, d ß unfei unvergeßlicher Gatte, Vater und Bruder laidwig Kimi. Schuhmachermeister, nach k rvm schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, den 28. März 1881. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Neuenbäuen B- 84, aus statt. neue Zugang alle bisherigen Erfolge übertroffen hat- Das Nechnungs - Ergebn'st, welches noch nicht fettig gestellt ist, wird später ekannt ßtmad)t. A. Sciieyda in Gießen. Suppe» Anstalt. Suppenmarken ui Büchelchen g heftet zum Verschenken an Bedürftige sind zu h fen: Bahnhofstraße beim Hausvater der Herberge und bet Herrn Kaufmann H a tnbach; Markt bet Herrn Wilhelm Klee; Grünbergerstraße bei Herrn Kreisamtsgehilsen Döring. 74) Der Borstand. " 2127) Ein Pferde.Tepptch verloren, gez. B. 1. Näheres bei der Eped. d- Bl- Die Gartenlaube Illustrirles Wochenblatt Preis 1 Mark 60 Pfg. vierteljährlich Versichcrungsfrand 31. Dec. 1880 : 31'456 Personen Reiner Zugang int Jahre 1880 r 1893 „ Diese Resultate sind durchweg günstg; besonders ist hervorzuheben, daß 8er 2097) Ein kräftiger Fuhrknecht für ein Pferd wird gejucht. Bierbrauerei Haas^ Vermielyungen. 2109) Für Ginjähr. Freiwillige am Brand moblirte Zimmer zu vermiethen. Näheres bei der Expedition.__ 2115) Em freundlich möblirtes Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen im Körner'schen Garten. _____________ 2108) Ein kleines FamittenlogiS zu vermiethen und am 1- Mai beziehbar. ______________MühlgaOe D. 72. 2123) Zwei ineinandergehende Zimmer, fein möblirt, zusammen oder auch einzeln zu vermiethen bei S. Elsoffer. Sämereien empfiehlt zur geneigten Abnahme The Loos, Neuenweg. Mboden-Iackfarbe g in 3 Nuancen, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, empfiehlt Emil Fischbach. Dolksbildungs- und Gewerbcvcrein. Dienstag den 29. März, Abends 8 Uhr, im Caf6 Klein (Schwinn): Vortrag des Herrn Dr. Buchner über den ^wcfopfen: prozeß und das Bessemern.(2130)Der Vorstand. 2121) Hierdurch die -rgebene Mitthetlung, d ß ich mit heutigem Tage Wallthorstraße A. 226 ein Geschäft in Cigarren, u. Tabak, Flaschenbier, Butter, Eier u. Käse eröffnet habe. Unter Zusicherung billiger und reeller Bedienung empfehle ich mich Bettfedern und Daunen $ tubekaul n gu'en Q -alttä'en, Barchente, Federleinen, j Zwilche, Bettzeuge m Semen uir prima Baum - olle empfiehlt unter Zusiche'u g streng reeller Bedienung und zu den bill'gsten Preisen. •7. Bärtnann, Hotel Einhorn. Jakob Dech, Schuhmacher. "*2134) Ich suche einen Lehrling mit guten Schulkenntnissen aus braver Familie. H. F Nassauer, Col oni al w aaren-Handlung. OckerErden werden in größeren Posten direct vom Grubenbesitzer zu kaufen gesucht. Offerten mit Proben erbeten sub N. c. 6709 an SlRasenstein de Vogler in ^ranf; Pelzwaaeen und ZViuterstoffe werden unter Garantie zur Aufbe- Währung resp. Ucbersommernng in besonders dazu geeigneten Localitäten (gegen Feue sgefahr versichert) angenommen; auf Wunsch auch abgehttt. G. Schultheis, Kürschner, 2120) Marktstraße D. 20._________ 2129) Ein gewandtes Mädchen wird zu Aushülfe nur Wochen- und Jahrmärkte in ein hiesiges Colontalwaarengeschäft gesucht. Näheres in der Exp. d. Bl. Wegen baldiger Räumung des Ladens ettnsse gut gepolsterte Sopha's, Rohrstühle, Spiegel, Gallerien, Rouleaux, Tapeten u. s. tr. zu bedeutend ermäßigten Preisen. 2135) IB» Bepler, Sonnenllraße. Das Neueste in Strohbüten für Damen, Mädchen und Knaben empfiehlt zu sehr billigen 1264) Der Unterzeichnete empfiehlt sichrem hiesig«^ und aus vänigen Publikum zur Anfert gung von Gartenspalieren, Hütten, Hallen, Waschpfählen, Baumstangen und aCkn sonstigen in dieses Fach etiv schlagenden Artikeln unter Zusicherung billigster und promptester Bedienung. an der Marburger Straße. Lebensverficherungs und Ersparnis Bank in Stuttgart. Gang und Stand der Versicherungen im Jahre 1880. Zur Einj.-Zreiwillige. Ganz in der Nähe der Caserne, Wall- thorstrahe A. 152, ist ein möblirtes Zimmer event. auch mit Cabinet zu ver- miethen.__________<2096 2107) Ein Logis zu vermiethen und den 1. Mai beziehbar. Christ. Noll, Kaplansgasse. Für^Cinj. Freiwillige. Im „Frankfurter Hof" (in der Nähe der Caserne) sind einige gut moblirte Zimmer zu vermiethen. (2126 Emil Schmall. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage.