I'-Protocolltst. Zu Dtimictba Strasse 3o‘ ’ ^•fUhrxjß» t SfeW SyhZeieu S^t jrri ’M tn nEn_ JLfoptnfT. »Hauses, Cüd, vmnirihni ^LAlker ^btetame^ P™LJhenlbff, ö ßtiuntr zu wiMäW--, n und Zubehör, ucthen^ Logis aus bnn fr auch jedes gt» ofort zu bezieh u. . Orth, Phoro, )trm ftaufanann I), 2. Tlock, ist auch für einen ttignet, zu ver, Zimmer zu dct- rapp, Gartielk af, Grünbergcr- ! Zimmer zu sei tmi, 'Jbrtr. eÄogiS zu oen mgasie - w._ imilienmo-nuu- D, Teuiiny , 4 Ammern mit nb pn VS* r, Tchopba» ttTtuu'h^ den n"» iag mhosstrage 133. Zimmer zu vm enstraße t>x_ cn bei Lede» W? sagtblt $ nspo illm wahren Sinne des Wort s rechnen könne könnten ein warmes Herz für die Angeiegenherten der nneren Missi°hab«, I und namentUck für einzelne Zweige derselben mit Eifer wirkw und /ertttwiüig Op,er br nfltn. Selbst folcke Personen, welche mebr von humanem Standpunkte die Sache betrachteten, leie» nickt als Mitarbeiter zurück zu weisen, wenn sie als Helfer und Geber anfchlLffen. ® der Verein für -nnere Mission könne und werde zur Erweckung und Liderung 0- vd gen Christenglaubens dienen. Es kam nun noch auf zwei Werke der inneren Milsion bi W nämlich 9r.uf Volksbibliotheken und Kleinkinderschulen. Emi^ Geistliche suhrt.n ibre Erfahr p in Begebung auf den eist erwähnten Gegenstand an. Sie hatten ir ihren lS'w" d.n reckt ansehnhche Lolksbiblioth.ken gelabt, die auch recht fleißig benutzt worden seien, l0* für . I der in Herborn seinen Sitz habe, bmgetoiesen und zur Thetlnahrne an dem e aufaesordert. Es wurde nun der Vorschlag gemackt, damit man zu einemvraktstchen Refu^ komme, die Dekanotssvnvde möge einen Ausschuß für innere Mission erwählen, der zu g ch Theilen aus Geistlichen und Laien bestände, derselbe solle m den Kememden des Dek-n- sich umlhun, um zu sehen, wie und wo die Werke bfr inneren Mission S^^rt werden es sollten durch denselben den einz-tlnen Gemeinden Dorkage »«halten, Dor^lagc gmatht wo möglich Einrichtungen getroffen werden. Dieser Au8,chuß solle auf Grund der Tbst" u der Diskussion ein Programm ausarbeiten und der DekanatSsynode Rechenschaft Tätigkeit ablegen Der Vorschlag fand einstimmige Billigung, da aber d«l Zeit zur V b einer Wabl schon zu weit vorg-schrttten war, so bat der Dekan um D.-vollmächtigung für Dekanatsausjchuß, daß dieser durck Cooptation sich zu emem Comitä für denftrs ergänze und die Sacke so bald als möglich in die Hand nehme. Die Synode erthe.t ©teilen, 26. September. Schwur gerichts s itzung am 23. und 24. I. M.: gegen G eora Erdmann I. von Ruttershausen wegen Munzverbrechen. Derselbe war be,cku!digt im Mat und Juni Ifd. Js. nachgemachte Rcichskastenscheine ä 50 JL sick versckafft und solche in Verkehr gesetzt zu haben. - Erdmann wurde für schuldig erkannt und in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, worauf ihm ;edoch 2 Monate erlittene Untersuchungshaft in Aufrechnung kommen, sowie zum Ver.uste der bürgerlichen Ehren- ttite auf 61t Dauer von 3 Jahren »erurchM. Gießcn, 26. Septemdet. fD-kann ts-Syn ode in Gi-ben.f Am 21. S-Pt-M- b« wurde btt Synode des Dekanats Gi-b-n IN ter Stadtkirche zu Gi-v-n abgehalten. Es ba ten sich alle Abgeordnete biS auf -inen weltlichen, der plohlich v-rhtnd-r- wurde, -ing-fund-n. Di- Drediat wurde von Pfarrer Dr. Naumann zu Dt-b-n über Ps. 46, 14 gehalten. toil8 auf di- Nothstönde unfettr Kirche In der Gegenwart hin und ,-igtk, wie gerade dle Betrachtung dl-l.r Nothstönde un« auffordtrn und stärken mllffe, dre v-richr-°-n-n Werke der Nneren SMbfion ru treiben, «der tote schlimm es auch fei, wir hätten dennoch nicht Urfachi, une bänae i’ln ru lösten. Di- Kwche stände unter d.m Echuge Gortes, der ihr besten werd, rur ttdrun q-in In beiden Theilen ergingen nnst, Ermahnungen an dl, Mr-glt.d-r der Dekanatslnnod- fowie an alle. Die tm krrchliches Amt haben, beronder« die G-tstlich-n, für uSitrM- zu arbeiten. Di- vortreffliche Predigt machte nnver-ennbar den tieisten Eindruck auf all- Anwes-nben. Der hierauf oom Dekan tm Namen des Dekanats- aue chusteS vorgetragene R-chenfchaftsb,richt lieferte tm Gan,en fnn unerfreulich.« B.Id von d-n kirchlichen Berhältntst.n unfer-S Dekanats. In nrcht w.mg.n G.m.mden ist -lne B.sterung in B'ltiehung auf den Ktrchenbeiuch ein,.treten, namentltch gilt bas von Gt-b-n ielbst wo auch br- Srrl.gung des mittägigen ®ott.SDrenfi.« auf den Abend wahrend d.« Wmt.i i die Zahl d.. Krtchenbefucher nicht unanf.hbar vermehrt hat. An den drei Zahltagen b.fuchtm 1879 a,atn 1800 Perfon.n die Kirche, 1880 aber über 4000. In den Landg-m-mden nimmt dimännliche Bevölkerung viel fleißig» an d.m Golt-sdi-nst- iherl al« die werbliche weich I-kt«. in manchen Gemeinden V-ranlastung »ur Klagt gibt. Nur rn einer Gemeinde stndtt das umgekehrte Verbältniß statt. In ven meisten Landgemeinden ist die Zahl der Abendmahls- a ei'offen 20—30« größer als die der Bevölkerung; nur in etwa 7—N Gemeinden ist sie kleiner, »m auffallendsten ist dieser Untersckied in Gießen, wo etwa Vio der Bevölkerung sich am Abend. mad betbctliat. Die K a t e ch i S m u S1 e b r e wird in den meisten Landgemeinden fleißig besucht, in wenigen bis zum 20. Lebensjahre, in den meisten 4 oder drei Jahre lang, tn einet sogar nui zwei Sommer bindurck. vigentttche Taufverweigerungen sind nicht vorgekommen. Nur in Beuern verweigerte eine nock zur Landeskirche gehörige Familie die Taufe eines Kindes durch ein'n Getstl'cken dieser Kucke; das Kind soll durck den Prediger der separaten Lutheraner zu Aliendorf getauft worden sein. Ein andere« Elternpaar, wovon die Mutter der Baptisten- aemeinde angebört. verweigerte die Eonfirmation eine« Kindes. In den Landgemeinden wurden alle bürgerlich geschlossenen Eben auch kirch Irch getraut. In Gießen zogen 4 gemischte Paare die Trauung durch den kath. Geistlichen vor- ein gemischtes Paar verweigerte die kirchliche Trauung, auck vier rein evangelische Paare wurden wenigstens in Gießen nickt kirchlich copuUrr. Bei ewigen soll solches auswärts ge. sckeben sein Ein Paar wieS die kirchliche Trauung entschieden zurück. Kirchliche Beerd gungen mit Ausnahme bei ganz kleinen Kwdern sind bei uns noch allenthalben im Gebrauch, in Gießen biÄbcT nur bei confirmirten Personen, in Wies eck vom sckulpflicktigen Atter an. Dock find n Gießen in der letzten Zeit auck nicktconfirmirte Kwder mit getstlicker Begleitung beerdigt, ol ne eine solcke hauptsächttck nur Personen, welcke in der Klinik gestorben sind. Die Zahl der unehelichen Kinder hat sick während der letzten Zeit ansehnlich vermindert Wir haben eine Reihe von Gemeinden selbst größere, in welcken voriges Jahr ke ne uneheliche Geburt vorgekommcn st. Ueberbaupt^ waren von gerichtlichen Bestrafungen w.gen verübten Ver. recken nur einige erwähnt, hauptsächlich wegen Diebstahls; wegen Entweihung des Sonntags wurden nur in Gießen etwa 16 Personen bestraft. Ueber die äußere un> öffentliche Verletzung krr Sonntagsruhe durch ländliche und sonstige öffentliche Arbeiten trüb nirgends geklagt, desto mebr darüber, daß der Nachmittag fast ganz dem WirthShausbeiuch gewidmet wird auck geschieht dies leider dem Gesetz zuwider bisweilen schon am Sonntag borgen. AuS den Städten verbreitet sick diese Unsitte auf das Land Der Unfug der Spinn, ftuben findet sich nock in den meisten Gemeinden. Leider Gottes ist diesem Uebel kaum zu ^^^^Leider^fan^n^au^ diesmal der Gottesdienst sowohl wie die Verbannungen so nie keine BetheiUgunq von Seiten der Gemeinde Gießen, während in °^^ren Dekanaten w Synoden hin und her in den Landgemeinden gehalten wurden, d,e Bethei rgung «in ffl sei Es wurde drher beschloffen, wenigstens von Z-^it zu tn Canfegemnnben. b e langen abzubaltcn Für das nächste Jahr wurde vorläufig Kiew-Linden w Aussicht g r . Allgemein sprach man seine Befriedigung über den Verlauf der^diesmaligen Sv Gießcn, 26. September. Geüern Nachmittag sand bei überaus zablretwer theiligung in Wenzel s Garten eine Versammlung der liberalen Wähler unseres R tagswahtt^ises^Mt.^ beßrü6tc die sehr zahlreich ^N'chienenen und schlug Dr. Muhl als Vorsitzenden vor, welcher Vorschlag einstimmige Der Herr Vorsitzende wies auf den Umttand hin, dah er vorcirca * einer gle chen Versammlung präsidirte, die damals zu ^unsten des Candida 5 halten wurde, den die heutige Versammlung bekämpfen wolle und muffe eiti , hauptsächlich durch eine vollständige Umwandlung der^Verbältniffe des o Reich s die es heute für jeden liberalen Wähler unmöglich machten emen Ca d.v« 3U untm-lü8.n, d-r w'. H-rr oon R-b-n-u ber b-uckch-n *'&*<«* Hierauf -rkh-ilk- -r Herrn vr. Gutflei sch bas Wart, b-r tm ffolBtnbtm I- politische Stellung auseinandersetzte. Anknupsend an die einleitenden Worte des Vorsitzenden der Versammlu g. - Dr. Muh7. erklärte Redner, daß tbm, der von pol'tischer ThaNstkelt sich Folge seines Berufes habe ferne ballen muiien, der Entschluß, b'e ihm ang Re-.chstagscandidatur anzunehmen nicht le cht gefallen fei. ®jJ’obe {Ttb DVeiieln " die m feiner Person eingetrerene Vereinigung der liberalen Parteien n dürfen, da es tn ernster Zeit, wie der gegenwärtigen für fedenl patr")tlsw Pflicht sei, sich der Arbeit im Tientte des Vaterlandes nickt M entziehen, ö Jahren sei die freiheitliche Entwickelung unseres Deutichen Reiches, die fv u, ,5 gönnen, unterbrochen und allem Anscheine nach eine Reaction im Anz g. 6 (5 alle Kräfte einzusetzen gelte. Der Reichskanzler, der einmal kürzlich gesagt y jlnlid?1 «“'x un W s-S Oer man W :SO Sä; "•■SS-“ überflüssigen errungene * ftdlunfl nach«« unermüdlichen f aber doch nie o außer MN dies, zum ^yeil i iminermebr zu l keinerlei Widersp, jiren. Es habe 1 flcrabcju peinig1 Flinte der Ges« theilen ließ, um durch, daß er en daß er bei Sera: Mrdestem eben dückschen Richter n:M und die b-!>mdle. Auch« Linier sich bcizu! Sem Allen tag-s. 6s sei z> Liiöirholung vot die Lckasligung d Lorlagen. Allen nach Beschränkung bit 3ucht heroort Jiaiier und Aeich , an das Aeich zu l durch liberale Ler: Siegle des Reichs Regierungszwecken Landwirthe und < Reichstage in all gegen zweijährige dcutbar, in welc be'chritten habe, Di Gängern könne lichen Leben reich Ri''.chskanzlers, je gci.igige Regierun dar das Äikitarb ai'J in jeder Legi! Bezüglich d uin> geheime Wahlr Lüer vor dem Ge bt- ^rechte Grbitl «••lätlid) und enf ^eich der Anw lln6_ überdies bei Ansichten und L '"'M man sich puu.'ti gleicher; ftmblid', dürfe c nicht unirwähnt , , 1,1 [,e Äedeutuna den verschj ^'"i'che Schutz i ^al und fijrchx. 7n’° aber jeder - •öen Gebiete hak -^'Sffetzen hierzu w « Ä m“ Achlr», S?” ‘« Sei 5^*4 ^netz^ 3 LrK fiiCJ* t ^*a°i8htmai iüh AM K-ZZ ooi «Ib LK, ‘Wlbtn im f butTdgt ** I hi«. ’ *’ *' Sti I «Mu1(1 i(, R 8«tm «,t R * ft, W 3":r~ 9'1"I Mitten i ’t«, «WhK M tlt- Dnjrlb« iix en drS Lhnßnuru, 11 -ur inneren Rr. 1 absolut vothirkvi wirhn. Dal!iv 'onCttfi waimel fy Ö« Me alt ie> iaht uniert Z„( nr wn. ®n tttönttB ion sür Okchsm « i mit in 8iui u 1, wilche betftte« tu und bi« fyitent p n ab« kiäsitßn U* fltmielbttt {Raus a tn müssen, üi * ntt vältn. Du t/t I selbst «bollen, rt » entheb ton 8a:t* der DiStuthcn sn I innnen Äiiüc- tu Dber-Lonsiston-L ti licht süi ber ? I ich die lut iLt irr enbwttthe einer ;r bestritten, äbt ir ■; nleresse für t:e 6d- | -häligkeiten bei w jemand süi afl« ui « mit 3«bcr mit er ' * bt. 8nerfonnt in in uniert® ' j eeaukrotiilhen <5cra' r seine nTni' nibberein* m II«“’- habe. lebet, daß mir tf*1 fen müsse, bercr ir $ wurde ,ibb*w •fi, oud> : । - nltUflbart i'J-i r.t» jun in der Vw*' ßrtttrfuiü arf*«*’ tn ginnt trt D-' ' ton««"**; \* : &ad»t ^w’-„ sich onsMen ■ ch tzvrbtron« ' »sss sä¥ rs einem . - ? i erwäMer, @ememMn^;>/ sä*# r>;S xsA i %«•»*& ti f ja ei«” s1’4 Statt"J'- •Ä*" itixtzS «?! Xfe- ,*SS*"E hier aber um so bedenklicher, weil sie nur auf den Trümmern einer unvergleichlich blühenden Privaiindufkrie errichtet werden könne. Ein voller Ersatz für b:e hierdurch deocrstehenden wirthschaitlichen Schöben könne gar nicht geliefert werden. Diesen gegenüber verschwinde der finanzielle Vortheil des Monopol-, welcher ohnebie-, falls man eine wenigstens annähernde Entschädigung der Betroffenen leisten wolle, nur mäßig fein könne. Ein unerhörter Kommunismus würde e« fein, wolle man, wie neuerdings in officiöfen Blättern angedeutet, von jeder angemessenen Entschädigung der ExpropniNen absehen. Der B«tried teS Monopols vertheurc überdies erfahrungsgemäß, wenn er gewinnbringend fein solle, die Tadaksfabrikatt in solchem Maße, daß der m-nder Wohlhabende zu peinlichen Einschränkungen oder übergroßen Ausgaben ge« nöthigt werde. Eonstttut'onelle Garantieen für die Mitwirkung der Volksvertretung bei der Einnahme ließen sich kaum finden. Was mit der Einnahme, wenn sie. wie die Regierung me ne, erheblich fei, gemacht werden falle, fei vollends unklar, zumal daS nach offinöfen Angaben darauf radizirte Projett einer Altersversicherung wohl kaum, keinesfalls aber vor Ablauf langer Jahre ausführbar fei. ES geschehe daher nicht auS LocalpatrioNSmuS, weil Gießen eine entwickelte TabakSlndustrie besitze, sondern imt voller Würdigung der Interessen deS Reiches, wenn Redner sich entschieden gegen dns Monoool er Hat e. Es fei überhaupt unsere Finanzwirthschaft auch ohne solche verzweifelte Projecte zu regeln, wenn man weife die vorhandenen Einnahmequellen benutze und alle unnützen Ausgaben erspare, was sicherlich tn vielen Zweigen der Staatsverwaltung. namentlich aber beim Militär möglich fei Redner wendet sich zu den neuerdings flourenben Schutzzöllen und betont die mancherlei Bedenken, die er principiell gegen solche habe. Die natürlichen Bortheile, welche die inländische Production und Fabrikation vor der ausländischen habe, lassen den Schutzzoll meistens entbehrlich erscheinen ES sei auch nicht nöthig, daß ein Volk Alles bei sich erzeuge, d e heutige Völkerwirthschaft sei naturgemäß auf den internationalen Tausch angewiesen; Schutzzölle machen die Industrie, der sie ein Monpol gewähren, leicht bequem und drücken ihre Leistungsfähigkeit h.rad, schädigen die Durchfuhr deS Landes, reizen andere Staaten zur Retorsion und benachlhelligen durch Erhöhung aller Preise die Eonsumenten, sondern indirect hierdurch auch wieder die zu schützenden Betriebszweige. da biete nun kostspieliger produciren Redner verliest eine Atußerung Bismarck's vom 1!-. Octoder 1849, welche diese Anschauungen vollständig theilt. ES heißt darin: .Ich sehe in dem Schutzzoll nicht den Schutz der Fabriken gegen da- Ausland, „sondern den Schutz gegen die Freiheit der Inländer, zu kaufen, wo es ihnen am „wohlfeilsten und bequemsten scheint, also einen Schutz des Inlandes gegen daS In« „land. Der Schutzzoll und Zunftzwang legen einem Theil der Bevölkerung zum Vor- „theil deS andern Opfer auf, nämlich die Verpflichtung, die Maaten theurer zu bezahlen „als sonst, um den andern Theil der Bevölkerung im Brod zu erhalten und zu schützen. „Der Schutzioll bat dabei noch den Rachtheil, daß er im Wesentlichen nur einzelne „Fabrikbesitzer bereichert. DaS ist aber sein einziges Resultat, denn ick habe n e gesehen, „daß die Fabrikarbeiter große Cap talien zinückg-legt oder sich bereichert hüten - BiS- marck nennt in dieser Rede die Schutzzöllner Leute, „die von unserem Gelbe leben, „welches ber Fiscus und abfoibert, damit sie es in die Lasche stecken können" Redner findet bedauerlich, daß bei Berathung der Schutzzölle im Reichstage die Interessenten die hervorragendsten Wortführer waren und daß insbesondere Herr von Mirbach und Genossen nicht damals den Grundsatz befolgten, den Ersterer spät r bei Berathung der Börsensteuer aufstellte, daß die Rüthschläge der Interesfenten mißtrauisch aufzunehmen feien. ES gelte in solchen Fällen nicht, festzustellen, ob die neue Einrichtung einen Vortheil biete; denn dieser sei bei vielen Schutzzöllen wobl kaum zu bestreiten, sondern ob der Vortheil nicht vom Nachtheil überwogen werde, beziehungsweise ob für datz Ganze ein Vortheil herauskomme. WaS insbesondere bie Inbustrie- zölle anlange, so könnten diese solche Schäden der Industrie, die auf Ueberprobudion bet übten, allenfalls ve, mehren, aber nicht mindern. Immerhin könne ausnahmsweise ein Vortheil solcher Zölle m der Anbahnung von Handelsverträgen liegen; auch lassen sich Fälle herfen. in welchen eine schutzwürdige Industrie durch das Mittel der Schutzzölle zur Concurrenzsähigkeit mit dem AuSlande erstarkt. Für solche Fälle fei ein vorübergehender, keinesfalls aber allzulange andauernder'Schutzzoll wohl nicht zu mißbilligen. Die vermeintlichen Vortheile d Tecember 1808 un*> stimmt den bann hinbgegebenen, m Preußen auch lange Jahre hochgehaltenen freiheitlichen Anschauungen zu. Die derzeitigen übermäßigen Lasten des UnterstüHungswoHnsiyeS stammen nickt aus der Frei-ügigkeit; das Vagantenthum habe auch in der Zeit der Wanderbücher geblüht Man müsse theils durch private Hilfe, lheils Seitens der Gemeinden die Armenpflege besser organisiren. Eine Wiederherstellung des alten Heimath^chtcs habe Manches für sich, fei aber angesichts der immer größer werbenden Fluktuation der Bevölkerung nicht wohl ausrnhidar. Er neige sich der Ansicht zu. daß man b:e zweijährige Derjährungszelt des Unterstützungswohnsitzes auf fünt Jahre verlängern, die AuSwe fungSdefugniß der Gemeinde aber nicht entsprechend ausdehn-n solle. Möglichste Förderung der Volkswohlfahrt durch Gsenbahnen. Krnäle, Wege empfiehlt Redner; baß nach Lage der Dinge der noch bestehende Rest von Privot- babnen verstaatlicht werde, hält er für nicht wobl vermeidlich, bedauert eS aber und bäne dieser Verstaatlichung eine Unterstellung des ganzen Erienbabnirefens unter bie Controlc eines mit umfasienden Befugnisien ausgerüsteten Re chs-' nbahnamts vor- gejogen. T e in diesem Falle mögliche Wirksamkeit der Contiole sei durch Verstaatlichung der Bahnen ausgeschlosien. Bezüglich der Äctiengefetpebung fei strenge Verantwortlichkeit der Gründer und Aufsichtsrätde, nicht aber staatliche Controle zu empfehlen. Dem erlassenen Wucher- gei'.tze sei eine gute Wirkung nicht beizumessen; nach des Redners umfaffenber Erfahrung werbe eben mindestens io viel gewuchert, als fr her. der Wucherzins aber fei vielfach gestiegen Hebung des Credits des geringeren Ma nes durch bie auf Solidarität t beruhend-n Genossenschaften fei auf diesem Gebiete viel wirksamer; auch bie Wechselsähigkeit müsse zu diesem Zwecke eine allgemeine bleiben. Die großartigen Er- «ebe Zeiten, wo liberal und andere, wo dictatorisch regiert werden müffe, scheine der Ansicht zu fern daß jetzt die Zett der D'ctatur da fei. Dem widerspreche aber der Bildungsgrad und die Gesinnung Unseres deutschen Volkes, und auch unser Verhält- ntfc zu anderen Nationen sei n'cht fo kritisch, daß etwa deßhald eine Verstärkung der Regierungsgewall nölhig fei. Gerade da aber, wo man der Regierung die umfassendsten Vollmachten ertheilt bade, im Äampfe mit dem Mtrarnontanismus, da habe sie dis jetzt am wenigsten ausgerichtet „ u e Redner fei für möglichste Freiheit unteres StaatSleben». Er als Juns, wifie natürlich recht wohl, daß ein Rechtsleben ohne gemeinsame Beschränkungen undenkbar fei und daß das ganze Rcchtssystem em Softem vo > Freiheitsbeschränkungen bilde. A^cr man falle solche Beschränkungen, Staats,wang und Staatshitte überall nur da zulasten, wo ev unbedingt nöthig und Selbsthilfe unmöglich fei. Das Bedürjmß nach möglichster Freiheit sei heutzutage em fo allgemeines, daß selbst reactionäre Partei- fübrer efl sür nöthig hielten, sich einen liberalen Anstrich zu geben Er wolle daher, uni Mehrdeutigkeit darüber, wie er sich die Freiheit denke, zu vermeiden, seine Ansichten im Einzelnen darlegen „, , _ . . . Vor Allem gebe er unter der selbstverständlichen, aber heute doch nicht aanz überflüssigen Erklärung, daß er treu au Kaiser und Reich siebe, feiner Freude über die errungene einheitliche Gestaltung unseres deutschen Vaterlandes und dessen Macht- ftcllung nach außen aufrichtigen Ausdruck. Hoher Dank dafür gebühre vor Allem der unermüdlichen genialen und patriotischen rhät'gkelt des Reichskanzlers. ES dürfe aber doch nie vergessen werden, daß nur die begeiftrrte Mitwirkuna des Volkes in und auuer Waffen die Erfolge des Reichskanzlers ermöglicht habe. Der Kanzler scheine dies zum rheil wohl durch seine wideifpruchslose Umgebung verwöhnt, neuerdings imm'ermedr zu vergessen; er scheine sich selbst iür unfehlbar zu halten, vertrage keinerlei Widersprach unb neige dazu, sich eine Stellung über bem Gesetze zu vindi- giien. Es habe sich die- bei verschiedenen Gelegenheiten in einer für jeden Pattioten geiadezu peinl chen Weife gezeigt; fo insbesondere dadurch, daß Fürst Bismarck bie .«sinke ber Gesetzgebung- ergriff und sein Gut Varz-n dem Äreife RummelSburg ,u- the len ließ, um bem ihm lästigen KreiSauSschuß in Schlawe ju entgehen; ferner dadurch daß er ein defonberes Gesetz veranlaßte, um seine M ethst.uer ,u verringern, daß er bei Berathung dieses Ges tzeS sich darüber beschwerte, daß er wenige Mark P, rbeftnier ebenso wie jeher Andere zahlen mußte, daß er bei gleicher Gelegenheit die d< sichen Richter berunfeifehk, weil sie auf ferne BllcidigungSklagen nicht Hirt genug fn.Jien. und die Berliner Stadtverwaltung anflriff, weil sic ihn angeblich parteilich belunblr Auch ein Veto gegen bie Befchlüsfe des Bunbesrath.-S scheine ber ReichS- Li zier sich beizulegen. Dem Allen gegenüber gelte eS, festzuhalten an den Rechten des VoUeü und Reichs- tun v* sei ju mißbilligen die RichtaHtung des Reichstages, wie sie in der öfteren zu mißbilligen auch die tidatngung des Reichstages mit mangelhaft vorbereiteten und daher bcschlußunrcifen Vorlaqin. Allen conftituiionellen Grundsätzen wiederstrette es, wenn neben bem Bestreben nadj Beschränkung der Redefreiheit des Reichstages neuerdings in offieiöfen Zeitungen bü Lucht hervortrete, jeden nicht mit Bismarck gehenden Abgeordneten ,umb von Stufet und Reich zu verdächtigen und denen, die, wie z. B. die Stadt Hamburg, Ansprüche an das Reich zu bllden Hütten, zu drohen, daß man ihre Ansprüche herabietze, wenn sie durch liberale Vertreter geltend gemacht wurden. Im Interesie der Ausrechterhaltung der Rechte d.s Reickstages mißbilligt Redner die Einrichtung eine» coticurrtrenbcn und nur RcgierungSzwecken dienenden Lolkswirtbschaitvrathev. Im Reichstage feien seither 130 llaitbroiribc und auch alle sonstigen Berufsttas ■ t:: eten aewesen, um dem Reichstage in allen Ledensgehieten sachverständige Urtbalc zu ermöglichen. Redner ist gegen zweijährige Budget« und vierjährige Legislaturperioden. Es sei wobl eine Zeit denkbar, in welcher unser öffentliches Xkben wiche unangefochtene freiheitliche Bahnen be'chriiien bähe , daß man ohne Gefahr die GiltigtestSdauer der Abgeordnetenmandate verlängern löm iba m unfern an Amderungen und Ueberrajchungen im bffent ItWin Vcbcn reichen Zeit und namenNich nichi angesichts ... ausg« me yvi.tgigc : fegicrungsmchrbeit finde. Zur Wahrung der Rechte des Reichstages gehöre auch, daß das Militärbudget nicht, wie seither, alle sieben, sondern mindestens alle drei Jahre, abo in jeder Legislaturperiode einmal berathen werde. Bezüglich der bsienUichen Rechte des Volkes ist Redner für das allgemeine direkte unb geheime Wahlrecht, für Preßfreiheit, Verfammlungsfrelhett, Bcremsfreiheit und Gleichheit Aller vor dem Gesetze. Er mißbilligt daher das Loe.a islengesetz, dessen Erlaß wohl durch di. gerechte Erbitterung und Erregung Uber die wiederholten Mordansälle auf den Kaiser erUärlrch und entschuldbar sei, welches aber Nicht verlängert werden durse, wert es neben b.i Erzeugung ungerechter Behandlung einer großen Zahl unserer Mrttürger auch die Gefahr der Anwendung auf Personen, gegen die es nrchr erlassen war, mit sich bringe . n beabsichtigten Zweck nicht erreiche Es : Ansichten und Lehren äußerlich unterdrücken zu wollen , man schade im Gegenibell hr«rdrirch, ind.m man sich den Einfluß auf die nun geheime Agitation entziehe. Daß vom Stand- punkte gleicher Rechte Aller die heutigen Iutz^nb tzcn zu mißbilligen seien, fei felbslver- staüblich, dune aber heutigen TageS in einer polittschen Aerfammlung anständiger Manner nicht umrroähnl bleiben. 3in Vcrbältnifie des Staates zu den Religronsgenosienschaflen sei zu würdigen die Hobe Bedeutung der Religion für die sittliche Erziehung und Kraft d.s Volkes. Es fei baber den verschiedenen Eonfefsionen Frecheit der Religionsudung und jeder erforderte staatliche Schutz zu gewähren, jedoch festzuhalten die äußerste Trennung der Zwecke von Staat und Kirche. Jeder Eingriff des Staates in rem kirchliches Gebiet ,'ci zu mißbiUlgcn, ebe'nio aber jeder Ucbergriff der Kirche m Staatsgebiet zuruckzuweisen. Tie Grenzen der beiden Gebiete habe der Staat durch seine Gesetzgebung festzustellen. Der in den sogenannten Malgesetzen hierzu gemachte Versuch habe manches unnölbig Verletzende gegen die Kirche mit sich gebracht und dadurch den bedauerlichen Erfolg mult, eine Partei zu starken, die nun als sogenannte Eentrumspartei ein Viertel aller Sitze »m Reichstage inmhabc und uni er öffentliches Leben in ungesunder Weffe nut kirchlichen Intereffen zerf.tze. So sei es gekommen, daß man jetzt in kritischer ZeU nach Rom flicke statt nach Berlin und daß die Anstellung irgend e,ncs obskuren katholischen «Zcistlichen als Staatsaktion erscheine, über ber man Wichtigeres und Aschigeres vergeffe. Die Handhabung der Maigcsctze dem Ermeffen der Verwaltungsbehörde zu überlassen, s.i eben io bedenklich als der, wie es icheinc, beabsichtigte Weg ein cd Abkommens mit Rom. Rur die staatliche Gesetzgebung könne und dürfe HUfe 'chaffen. Redner betont sodann die Rotywendigkeit der Freiheit der Schule von der Kirche und das Recht des Staates zur Abschlletzung der EHcn und Führung der Eivüftandsrcgister; den geplanten Angriffeii auf die ErvileHe fei sich energisch zu widersetzen. liebergebend zu den Iustizgefetzen lprickt Redner seine Befriedigung aus über die großartigen Errungenschaften auf'bem Gebiete ernberUichcr Rechtsgestal ung; das Größte, die Cckafiung eines einheitlichen deutschen Cwilges.tzbuchs, siehe noch bevor Verkümmert werde bie Freude an unseren neueren Proceßgesetzen einigermaßen durcv die falsche Regdung der Kostenfrage. Ahbllfe durch Herabsetzung der Kosten fei h'er nötbig, übrigens auch geplant und es gelte nur noch, den fal'chen siscaluchen Standpunkt zu überwinden, als od aus der Justiz eine Einnahmequelle für bogramm heben wir besonders die Reisen in den nördlichen Polargegenden und die österreichisch-ungarische Polarexpedition hervor. Richt minder interessant sind die kleinen Künstler auf dem ©eil, ein Fest in Venedig u. s. w. Erwachsenen sowohl wie Kindern ist der Besuch dieses Theaters zu empfehlen, zumal seit Jahren ein ähnliches nicht hier war. — Ein junger Mann von hier, welcher im ProvtnztalarresthauS tnhaftirt ist, machte am vorigen ©amstag einen Fluchtversuch. Lin auf den Wiesen arbeitender BauerSmann hielt ihn jedoch fest. — Gestern morgen gegen 5 Uhr machte sich ein junger Mann in der Gartenftraße daS Vergnügen an einem Regenfaß den Krahnen herauszureißen und mit demseben einem dort wohnenden Lehrer eine Fensterscheibe einzuwerfen. — Gestern wurde ein Bettler arrettrt, welcher auf dem Wege nach dem Arresthaus das Lied „Jetzt gehts nach Lindenau" in munterer Weise sang. Heute morgen wurde er mit 8 Tagen Haft bedacht. — Gestern Abend wurde in einem Hause in der Wallthorstraße mittelst Erbrechens aus einer Schublade xa. 1700 JL gestohlen. — Heute morgen wurde aus einem Hause auf der MäuSburg ein Kleid entwendet. Die Diebin wurde in der Person eines Dienstmädchens verhaftet, sie hatte bereits das Kleid in einem Pfandhause für 2 Ju versilbert. folge der Solidargenossenschaften, die in Hessen sogar lange Jahre ohne irgend eine gesetzliche und richterliche Anerkennung gediehen, liefern den stärksten Beweis dafür, was die Selbsthilfe, wenn sie in richtiger Weise organisin wird, helfen kann. Jedem directen Staatsetnfluß auf diese ohne den Staat groß gewoi denen Genossenschaften sei zu widerstreben. Die Idee einer Unfallversicherung für Arbeiter sei beachtenswerth; bedenklich jedoch die Beschränkung der Veisicherung auf bestimmte Elasscn von Arbeiten., namentlich der Ausschluß der lanowirthschastlichen Arbeiter. Tas Vorzüglichere sei aber jedenfalls eine Ausdehnung der Haftpflcht des Unternehmers mit Gestattung der Rückversicherung desselben. Die seitherige Haftpflicht des Unternehmers sei ungenügend gewesen, insofern sie ein Verschulden desselben oder eines Aufsehees erfordert, auch auf bestimmte Unternehmungen sich beschränkt habe. Höchst bedenklich sei auch die seitherige Haftpflichtversicherung gewesen, welche dem Unternehmer Schutz gegen sein eigenes Verschulden bot. Eine Erweiterung der Haftpflicht werde nicht blos den Vortheil erzielen, daß der Arbeiter für geschehene Unfälle entschädigt, sondern den noch größeren, daß er durch Anregung der Vorsicht des Unternehmers vor Unfällen bewahrt werde. Die Ver- theilung der Prämie der Rückvergütung regle sich bei Einführung der allgemeinen Haftpflicht auf dem Wege der Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter. Im Uebrigen ziehe er die Privatversicherung der Staatsoersicherung, die concurirende Staatsversicherung der monopolisirten, die Versicherung für kleinere Kreise im Interesse der Erleichterung der Controle über die Gefahrenklasse, sowie über Schuld und Unterstützungsbedürftigkeit des Arbeiters der allzusehr centralisirten Versicherung vor, gebe aber im Streite zwischen Landesanstalten und Reichsanstalt der letzteren den Vorzug. Er sei gegen jeden Staatsbeitrag zur Versicherung, weil dem Staat hierzu die Mittel fehlen, es auch der Billigkeit entspricht, die Unfälle der Unternehmung zur Last »u setzen und die Versicherungssummen durch den Staatsbeitrag den Charakter des Almosens erhalten, man also auf diesem Weg wieder zur Armenunterstützung, die man doch vermeiden will, gelangen wird Er wünsche die Betheiligung auch der Arbeiter an der Prämienzahlung und an der Verwaltung, weil dies erziehlich auf die Arbeiter wirke und Simulationen erschwere. Für kleinere Unfälle empfehlen sich besondere Kassen, etwa mit den Krankenkassen zu vereinigen. Werde nicht der Weg der erweiterten Haftpflicht beschritten, so sei der Versicherungszwang zweckmäßig. Das Projekt rmer Altersversicherung sei neuerdings aufgetaucht, aber Mangels jeden bestimmten Vorschlags noch nicht zu krit'siren. Er halte eine Versicherung gegen Alter und Armuth für nicht wohl möglich; Zwang zum Beitrag sei nicht durchführbar, Staatshilfe unmöglich und bedenklich. Durch letztere würde überdies eine solche Unternehmung nur zu einer centralisirten Almosenoertheilungsanstalt werden. Wolle man versuchsweise Altersver'orgungskossen gründen, dann ohne Zwang und ohne Staatsbeitrag. Jede Staatshilfe werde den Arbeits- und Spartrieb des Arbeiters lähmen. Das Maß der h'erdurch unterdrückt werdenden Volkskräfte sei weit größer, als der scheinbare Vortheil. Als sonstigen Schutz der Arbeiter empfiehlt Redner freie Vereinigung derselben zur Wahrung ihrer berechtigten Interessen und Sicherung gegen unmenschliche Ausnutzung ihrer Arbeitskraft durch Verbot der Kinderarbeit, Einschränkung der Frauenarbeit, Einführung des Normalarbeitstages, mit Zuhilfenahme internationaler Verträge. Zu mißbilligen sei, daß der Staat durch seine großartigen und doch so unklaren Projecte die Begierde der Bevölkerung unnütz erregt habe. Sei es dem Staate wirklich ernst mit Verbesserung des Looses der Arbeiter, so möge er vor Allem mit seinen eigenen Arbeitern den Anfang machen. Man habe aber bis jetzt nie rfahren, daß in dieser Beziehung der Staat anders, als nach rein fiscalischen Grundsätzen handle, sowie er auch Prozesse verunglückter Arbeiter gegen ihn mindestens so häufig veranlasse, als jeder Privatunternehmer. Redner bemerkt schließlich, daß bei aller Noth des Lebens, unter welcher so viele unserer Mitmenschen leiden, eine allmäliche Besserung des Menschen- Allgemeiner Anzeiger. Fischerei in der Bberförsterei Nomrod. Donnerstag den 29. Septbr., Vormittags 10 Uhr, wird daS Ergebniß der Ausfischung deS M e l b a ch e r - T e t ch s, i/2 Stunde von der Station Ehringshausen, 1 Stunde von der Station Zell entfernt. an der Bahnlinie aelegen, be» stehend in ca. 6 Ctr. Fettkarpsen und V2 Ctr. Hechte, in kleineren und größeren Partien an Ort und Stelle versteigert. Romrod, den 25. Sept. 1881. Großh. Oberförsterei Romrod. 6279) Seyd. Die zum Nachlaß der Frau Regierungs- rath Pietsck gehörigen Möbel, worunter 1 antiker Weißzeugschrank, Bettwerk, Weißzeug rc., sollen m der Wohnung der Verstorbenen, Nahrungsberg, Dienstag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert werden. I. 51 : Müller, 6167) Ortsgerichtsmann. 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Bl. ooooQoooGoooaaoaoo O Unserem lieben Freunde o □ G-eorg Hofmann q Q zu seinem heutigen Wiegenfeste die Q □ herzlichsten Glückwünsche. n UQ-7AX 1 » M Verloren. 6287) Eine kleine aoldene Kette wurde auf dem Weg von der Süd-Anlage ibis zur Wallthorstraße verloren und wird um Zurückgabe gegen Belohnung Wallthor- Straße A. 194 gebt n. Verantwortliche Redaction: A. SLeyda. — Druck und Verlag der Brühlffchen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. _______ Hierzu eine Beilage. nttaui Schulstr Betre Wie Ihne» ius die Zeit von 21: mm 18. Novew ftirclton vom 20. £ I) Gmäß Wellung und Prr 2) Der ft Voranschlags einzulc Fühlbarkeit in sich licht, so ;(i d es, so 3) Die U Wesondtre muß t Ttmmde Einfluß ü :6 nicht nach Art. 5 Steuerpflichtigen sta 4) Als Ta 5) An Bei a) zu t t.) zu l Außerdem nech nicht sesistcht, i aus den Kreis überg Eichungen unter U G) Lch \ tn ftWchnntz i brnuckn, daß buch Wir erwl werden. 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