Qm edtaebcrg, W, ptr 1. 3ult iu es btt btr drpj. tt H. Kuhn, Emg^Ltl^ ^NkUhttStNchm, Miltc zu otimidbm Jj./U Dtintkibtr •pNmnmit da* ^PMartitlb Jmiintr Ur,-- ^^mmtrmitg^.. r Sörot, am Jtimi. vtrmiclhtn. Partner Tchauw. milienlogis, bis gtgm >r, zu vtrmitthtn. l, Ärünbei gemäht. Zimmer mit «m zü lwkg B. 190. Wirtes Z>mmlr ^i) ue-^äue 86?. licnlogis, 4-5 Ztmtun , zu Dtimictbin. Eped. d. -llts. is, gleich beziehbar, zu charinengasse G. 2us. Zimmer zu v: niet ~ ‘mrter Straße g. 37 re Stock meines Porttt- aus 6 Zimmern, rttbü lg Juli an eine niL;t then. schor Dr v. Ritzen. 8 Nr. 77 ist der oderÄ nern zu vermi.lbir Herrn Rendant Lail.er anderweit >u vermied t. ssar! Leit __ itteS Zimmer (Pariere e) nbetßtr, Neuenwe mftÄm »>- ; ein geraum^ .c. i es Zimmer mit w; . i Neue Ä^lagc o , SE"W' 715nMn6ui^..'*. oermietb/ri im a ; f >ranhu^jL2L- -1 SttTS"“, iljrrfeJdÜ^- , hss Herrn Dr. »rl’in b oerM'db^ 'sE issss HM *Är. 8«. Mittwoch den 27. April 1881. Amigk- uni) Amtsblatt für brn Lrris Kirben. Bureau: E chulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringet l* Durch die Post bezogen viertclzahrlich 2 Marl 50 Pi. Amtlicher D h e i 1. Bekanntmachung. Wir bringen nochmal- zur allgemeinen Kenntniß, daß, abgesehen von sehr dringenden Fällen und selbstverständlich von Vorladungen, die Richter nur MtfftoocM zu sprechen find, Anträge bei den GerichtSschreibereten aber gestellt werden können, jeden Mittwoch und Samstag, Morgen- zwischen 10 und 12 Uhr, an den anderen Wochentagen Nachmittag- zwischen 3 urb 5 Uhr. Gießen, den 21. April 1881. Großherzogliche- Amtsgericht Gießen. LangSdorff. Die tunesische Affaire. Der Spaziergang nach Tunt- wird dieser Tage in Scene gesetzt werden, wenn nicht ganz außerordentliche Zwischenfälle etntreten. Nach menschlicher Berechnu: g liegen solche außir dem Bereiche ter Möglichkeit. Die stereoiy- ven Schüsse, welche bet solchen Kriegen den Grund zum LoSschlagen abgeben müfieu und von welchen regelmäßig Niemand wtfien w.ll, wer sie abgeseuert hat, find auch schon gefallen. Der Streit, „wer angefangen hat-, wird nun entbrennen, dürfte aber eine ziemlich müßige Sache fein. Von der Insel oder Halbinsel Tabarka wurden auf ein französisch«-Kanonenboot, baß in den tune. Aschen Gewässern umherfuhr, Flinteuschüffe abgefeuert. Man behauptete, eS wär.r. tuinsiiche Soldaten gewesen. Sie dürften, wenn fie wirklich die Schützin waren, mit ihren rostigen Flinten den gepanzerten Wänden des Sanvnenbcot- nchi allzu wehe getpan haben, allein der kostbare casus belli war nun da und die Franzosen werden tho so bald nicht mehr loSlafien. Es wurde eine Expedition ausgerüstet gegen die auf Tabarka liegenden tunesischen Verschanzungei, deren Besetzung so bosbafr ist, mit Flinten auf Kanonenboote zu schießen. Nach den neuesten Mttthetlungen ist Tabarka bombardtrt und von den Franzosen genommen, sowie die algietische Grenze von den franzöfi. schen Truppen überschritten worden. Aber wenn auch diese- AlleS nicht wäre, so würd'N doch die ominösen Schüfie und wa- drum und dran hängt, beweisen, daß der Kampf unvermeidlich ist. In dem berühmten Gesecht von Bronnzell im Jahre 1850 zwischen Bayern und Preußen wurde nur ein Schimmel todtgejchofien und die- Opser verhinderte einen blutigen Kau.pf; daS vor Tabarka beschoffene Kanonenboot wird leit er richt dieselbe friedliche Bedeutung daben, wie der Sckimmel vor Bronnzell. Müßte man nicht befürchten, daß die tunesische Affaire noch Nachwir. rangen haben und europäische Verwickelungen herbeisühren könne, so wäre es nur zu wünschen, daß die Ursachen der Fäulniß in den tunefi'chen Zuständen durch den Sturz deS Bey beseitigt würden. Es sind schon viele Versuche gemacht worden, Tunis unter europäische und speciell christliche Oberherrschaft zu bringen. Aber selbst der KrtegSzua Karl- V. 1535, bei welchen. Tunis erobert und eine Menge gefangener Christen befreit wurden, konnte TnniS nicht vor dem mohamedanilchen Joch bewahren; schon 1574 fiel es au die Oberhoheit der Pforte. Von da ab wurde jeder Fortschritt, jede Wendmg zum Befiern in Tunis absolut ui möglich. Roch heute ist der fruchibare nördliche Tbeil de- Lande-, einst das Africa propria der Römer fast gänzlich unangebaut ; der Einwohner mit seinen geringen Bedürfnissen sucht sich nur das Allernö'.higste zu beschaffen und im Uebrigen kümmert man sich um Nichts. Da- Volk lebt in ziemlich allgemeiner Stumpfheit dahin und hat daher auch kein Bedürfnlß gefühlt, die liberale Verfaffuug wieder zu verlangen, die der Vorgänger des jetzigen Bey, m löblicher Au-nahme von den übrigen rnoSlerni» rischen Selbstherrschern, im Jahre 1857 einführte. Der gegenwärtige Bey benutzte die erste Gelegenheit, um diese Veriaffung, die u. A. auch Religion-- frecheit enthielt, wieder umzustoßen. ES läßt sich denken, daß der Bry an seinen Umerthanen auch keine besondere Stütze hat; diese Bevölkerung k.nn nur dann in Flammen gesetzt werden, wenn fie für ihren Glauben fanatifin wird. Die Einwohnerschaft von TuniS besteht auS etwa 2 Mill. Menschen, worunter sehr viele Juden und etwa 25 bi- 30,000 Europäer. Die reguläre Armee besteht auS 20,000 Mann und man sagt, eS könnten im Kriege etwa 30.000 Mann irreguläre Reiterei aukefcoien werden. Die Flotte ist elend und besteht au- zwei oder drei KrieaSdampfern mit einem halben Dutzend Geschützen. Selbstverständlich ist a'.-ch die Arrn.rung und Mont'.rung der tunest» Ichen Truppen eine sehr zweifelhafte, und so werden in der Thal die F-an» jofen, wenn sie, wie belchlcffen, die tunesische Stadt Kes zum Mittelpunkt ihrer Operationen machen und von da in drei Heersäulen in da- Land einbringen, baib not Tunis stehen und der Bev wild seine vielgeliebte Residenz den Bardo mit dem «Knaben-Harem, im Stiche laffen müffen. Weniger leicht dürsten die Franzosen mit den wilden Stämmen der Khrum.rs oder beffer Khamirs, die den Anlaß zu diesem Feldzuge gegeben haben, fertig werden. Zwar würden fie den eigentlichen Zweck ihrer Expedition mit der Einnahme von Tunis und der Besetzung her Staaten des Bey erreicht haben, allein die militärische Ebre würde ihnen wahrscheinlich n'.cht gestatten, die Waffen niederzulegen, bis auch die LH'Uwirs besiegt wären. Und das ist nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht. Die -hrumirs ähneln in mancher Beziehuna den Kabylen, die man Anfang- auch unterschätzte und die den Franzosen nachher so viel zu schaffen machten. I» einer Feldschlacht werden sich die Khrumirs nicht entfernt mit den Franzosen messen können, allein fie werden dies auch nicht thun und haben es nach bet Lage ihre- Lande- auch gar nicht nöthig. DaS Land, da- diese zahlreichen und krieaerischen Stämme bewohnen, ist mit ten hohen und unzugänglichen Gebirgszügen des AtlaS bedeckt, welche unzählige Schlupfwinkel und leicht zu vertheidigende Engpäffe darbieten, (In Terrain sonach, da- für einen hartnäckigen Guerillakrieg wie geschaffen ist. Die KhrumirS haben keine Städte; folglich kann man fie nicht In solcher, belagern und auS dem Niederbrennen ihrer Dörfer, falls eS wirklich dahin kommen tollte, werden sie fich nicht viel machen. Dann wird, wenn die Franzosen in diese Gegenden eindringen, von Denen auch die Geographen nicht viel mehr als die Namen wiffen, sich ein Kampf von FelS zu Fels, von Pfad zu Pfao, so» Paß zu Paß enlspinnen, bei dem schwerlich viel Ruhm, sicherlich aber sehr große Menschenverluste zu holen sind. Die Versorgu g ter Truppen mit Proviant wird eine sehr schwierige sein und man ui b sich erst Wege und Straßen bauen müffen, um nur in daS Innere des Lbrumir-GebieteS zu gelangen. Und was wird der schließ» liche Erfolg (ein ? Eine formelle Oberherrschaft über Stämme, die fich schwer controliren und schwerlich ganz unterwerfe laffen. Aber die Franzosen hoffen, auS solch einem Kriege eine geschulte Armee zu erhalten und von deren Kriegsersahrung einst in Europa Gebrauch machen zu können. Nun, in Europa dürfte fich denn doch wenig Gelegenheit bieten, die in e nern Sbrumtr-Kriege gemachten Erfahrungen auSzunutzen, denn die europäische Kriegführung hat ganz andere Grundbedingu >gen. Solch ein Gewinn wäre beim koch gar geringfügig, wenn man bedenkt, welche Opfer eti. Krieg mit den Khrumits verschlingen wird. Und ohnehin hat fich die algerisch Schule nicht gerade besonder- bewährt. Man braucht doch nur die Namen Würtb, Sedan und Metz zu nennen, um den Credit der beiden hervorragendsten Repräientanten der afr ktnischen Armee der Herren Mac Mahon und Bazatne sofort bedeutend finken zu laffen. — Unter solchen Umständen ihun die ftanzösischen Generale recht gut daran, wenn fie die Sache mit Besonnen» hett anfafien, ohne fich von dem stets lärmender werdenden Geschrei der Pariser Preffe irre machen zu lasten. Man muß auch bedenken, daß bei diesem Feldzüge noch etwas Anderes auf dew'Spiele steht, als die bloße militärische Ehre, nämlich die Sicherheit und da- Leben der in Tunis ansässigen Europäer. Man weiß, daß in Momenten der Aufregung der fanatische muselmännische Pöbel sich leicht zu blutigen Exceffen hinre ßen läßt. Wer soll dann die Verantwortung tragen? Uno wao nützt eine Verantaortung überhaupt nachträglich ? Ter französische Gesandte kann wohl den Bey für Alle- verantwortlich machen, waS geschirrt aber damit ist dem Be» noch nicht die Macht verliehen, etwaige Greuelthaten abzuwe den, selbst werrn die- sein aufrichtiger Wille wäre, was wohl schwerlich der Fall ist. Die Dortheile, welche dieser Krieg der französischen Republik bringen kann, nfirben bei unbesonnener Handlungsweise mehr alS doppelt ausgewogen durch die Schäden, die fich ergeben müßten. Einstweilen find noch die Diplomaten an der Arbeit; ober di- Kanonen find auf dem Punkte angekommen, die Diplomaten abzulösen. Möge ein pütueg Geschick diesen Krieg und seine Wirkungen auf Aftika beschränken; die Völker Europas find wahrlich nicht in der Lage, kriegerische Verwickelungen wünschen zu sollen. telegraphische Depeschen. Wolff'- ttlegt. EOrrrsponvenz-Vnrrau Pari-, 25 April. Aus Tunis wird gemeldet, die Regierung des Bey treffe ernste Maßregeln zur Vermeidung jeden Eonfl cieS, die Stadt werde Nachts von stärkeren Patrouillen durchzogen, jeder Araber, der fich nach 9 Uhr Abends r.od> auf der Straße befinde, werde verhaftet, auch sei denselben verboten worden, bewaffnet auszugehen. In den au8 Algier vorliegenden Nach, richten wird e- für nicht unmöglich gehalten, daß vereinzelte Akte des Fang» tismus vorkommen könnten, irgendwelche größere unruhige Bewegung in Algier aber sei nickt zu befürchten. Madrid, 25. April. Nach einer amtlichen Depesche aus Manilla von gestern hat der Sohn und Nachfolger des verstorbenen Sultans des Sulu- Arch'.pUS die Oberhoheit Spaniens und die bestehenden Verträge anerkannt und fich verpflichtet, jede gegen Spanien gerichtete aufständische Bewegu-g zu ahnden. Rom, 25. April. Der Papst empfing gestern etwa 5000 Mitglieder der Kathollkenvereine Roms und hob in seiner Ansprache an dieselben hervor, ks sei Pflicht der Katholiken Italiens in den Municipal- und Provinzialräthen den revolutionären Angriffen auf die Religion, die Familie urb die Gesellschaft um enlgegenzutreten. Ein solches Auftreten in diesen Körperschaften würde den Katholiken auch zugleich eine gute Vorbereitung sein für ihr eventuelles Eintreten in die parlamentarischen Kreise, wo ihrer in diesem Falle noch wichtigere Kämpfe warten würden. London, 25. April. Unterhaus. Schatzsecrrtär Grosvenor kündigte im Namen des Premier Gladstone für den 9. Mai einen Antrag aus Errichtung eines Monumentes zu Ehren Lord Beaconsfield'S in der Nähe deL Westminster an. (Beifall). Ferner erklärte derselbe, er beantrage, daß daS HauS sich nach dem Schluffe der heutigen Sitzung bis morgen Abend 8 Uhr vertage. UnterstaatSsecretär Düke erwiderte auf eine Anfrage Mac Joer's, die formellen Unterhandlungen wegen des Handelsvertrages mit Frankreich hätten noch nicht begonnen. Hierauf begann das Haus die zweite Lesung der irischen Landbill. Gtbson bekämpfte die Vorlage auf's Heftigste. Petersburg, 25. April. Dem Vernehmen nach wird Großfürst Con- stanttn das Präsidium des Retchsraths niederlegen und sich auch von der 93er» waltung der Marine zurückziehen. Das Präsidium des Retchsraths wird Großfürst Michael übernehmen. Wer diesen in der Verwaltung des Kaukasus ersetzen wird, darüber verlautet noch nichts. Braunschweig, 25. April. Die zum Regierungsjublläum des Herzogs angemeldeten Fürstlichkeiten sind gestern sämmtlich hier etngetroffen, ebenso die Botschafter Lord Amphill, Graf Szechenyt, Graf Launay, der russische Ministerpräsident Baron Mengden und dte Abgesandten tu außer- ordentlicher Mission von Belgien, Baden, Mecklenburg.Schwerin, Oldenburg, Coburg, Anhalt, Schwarzburg-Sondershausen, Waldeck, Reuß und Hamburg'. Die Festlichkeiten begannen unter Bethetllgung einer sehr großen Menschen» menge gestern Abend 9 Uhr mit einem Zapfenstreich und Fackelzug des Kreis» Landwehrvereins, an dem mehrere tausend Personen mit Fackeln und Lampions theilnahmen. Heute früh 6 Uhr wurde dte Feier durch sämmtliche Glocken der Stadt etngeläutet und gleichzeitig wurden 101 Kanonenschüsse abgefeuert. Um 7 Uhr fand Revetlle statt, aus welche Vorträge der hiesigen Gesangvereine (etwa 700 Sänger) unter Leitung Abt's vor dem Restdenzschloffe folgten. Die Stadt ist in allen Thetlen aus das Festlichste geschmückt. Das Wetter ist prachtvoll. ' — Nach dem Gottesdienste nahm der Herzog im Restdenzschloffe dte Glückwünsche des Ministeriums, des Hofstaats, der fremden Abgesandten und verschiedener Militär-Deputationen entgegen. Sodann fand im Thronsaal der Empfang des Landtages statt, deffen Präsident, v. Veltheim, eine Ansprache an den Herzog richtete, in welcher er demselben den Vorschlag unterbreitete durch Gründung eines Asyls für htlfsbedürfktge Blinde aus dem ganzen Lande ein dauerndes Andenken an den heutigen Festtag zu stiften. Der Herzog erwiderte darauf zustimmend. Hiernach fand dte Cour der Landes-Deputattonen statt Ihn IO1/2 Uhr unternahm der Herzog, nachdem er von dem Obelbürgermetster PockelS mtt einer Ansprache begrüßt worden war, unter dem Geläute der Glocken in einer sechsspännigen Gala-Equtpage dte Umfahrt durch dte festlich geschmückten Straßen der Stadt, in welchem dte Corporattonen, Schulen und Gewerke Aufstellung genommen hatten. Der Herzog wurde von der Bevölkerung überall mtt enthusiastischen Kundgebungen empfangen. Die einzelnen Corporattonen und Gruppen, welche der Herzog passtrt hatte, schloffen sich dem Zuge an. Der Umzug dauerte etwa 1% Stunden und nahm einen sehr glänzenden Verlauf; die Witterung war im Ganzen günstig, erst zum Schluß deS Umzuges fiel etwas Regen. Nach Beendigung der Umfahrt nahm der Herzog in Anwesenheit der fürstlichen Gäste auf dem SchloßpUtze die Parade ab. Um 4 Uhr findet in dem Restdenzschloffe ein Galadiner statt. . ®*n? W«wnflratton läßt die Kreisordnung nur im Falle de« Art. 70 gegen die von dem Kreisausschuffe durch besondere Verfügung au erlassende Festsetzung des Averstonalbetrages eTflettenb'r SuSlagcn zu. Unter dieser Festsetzung kann aber nicht d e Entscheidung über die Frage, welcke Partei die Kosten zu tragen hat, verstanden sein — da $ nütfr selbstverständlich nur in dem Urtbelle selbst entschieden werben kann — sondern nur 17 "9 bCT H°^. btT 'inanen Ansätze. Diese Festsetzung ist dem Wesen nach ehr roiK, ? h??,ma-aUf b‘e Entscheidung 'n der Hauptsache gegründeten Separatprozeß. D.e Richtigkeit d'eser Trennung der principiellen Entscheidung Über die Kostenbelastung ergibt sich auch aus dem Kgl. Preuß. Gesetze betr. die Verfassung der Verwaltungsgerichte und das Verwaltungsstrettverfahren in welchem §. 72 von der Kostenbelastiing unb §77 vor. d-2 Festsetzung der «us.agen bandelt, während die Gr. Hess. Kreisordnung die erstere Bestimmung in dem ersten Absatz und die zweite in dem dritten Absatz des Art. 70 aufführt. 9 ... «Die Richtigkeit obiger Darlegung der Folgen der Rechtskraft hat der Anwalt deS lQrUka b". Recursrechtfertigung anerkannt, indem er gestützt auf bk; ( bn-18tiäfHg, [o tonnte feine HSbeie 2°Il°nz ein Urtheil in derselben angelegentuit ertaffen. Stn Ult^e ifl nidjt nur für Die Parteien, sondern auch für den Richter selbst unab- anhcrlick, auch wenn er sich sofort von ein m Irrthum überzeugen sollte. Ebenso ergibt sich n*8 brr endlich« lhlfMen< ! SMchtShof an die fcSr. - « kosten jwtiltr ! eviren konnte - |,tdd Anfügung tei -•« ««4 "ll'u Ntheilk». n h 7* nun",k« -e», ^alb der Afilaai^j •^113.» ^li» 24 > t 3. anz nicht ,u tnmutia cechtsertigt worden wir«, die einfache Rdtätia.c; )t8 erstinstanzlichen t«: »eidung über die Holen* stinstanzlichen Utibtil it en läht, die önllitntur: enpunkt.E zu der |tiii|ei Z vom 28.8'dniar IM -ledrn hat, bei dn koßi» m ist; >t vorgebracht werd» ■ 1, enfMungibeschlu. r:" Mault zur Lragung ter hlung einet Mw-* idla»ttn xt4)'* ©tün'ot. «nwllt de8 -lägert ,r über den ««ort. u II nur «inen 12 t der Berufung m S"- h die Berufung gegen s«in, gen geweim t (latibaft gewesen «* «f«K hi'“ -orglich ewge.egt -erd. „tfchieben ta.e, » Snlf4* "'*• ^«1 h 1 competeot uw- ei m» ’fJJit -i sä: -»I «"?Ä °n»" (o hn«1* Mit d^LiS°'^ Ipjstf SS»" - die ro" ,r'^re jaltu^r 77 »ö" 4 'ft ÄHtfi n^01.!* vergk^„ssch^ Bor ober ter Hrttsausschoh «am »r!ai leine! Unheiles vom 11. Decemder ». I. nicht «Ompetent. fe muh dasselbe oll nidng aufpfboben werden. )* tw Höften bei Betfabree! beiter Instanzen muh Kläger vervNhNlt tterben, da Bett aß «er bnr-L verfalstue, de! Reeurses d«e BerniLlang beß Uri'c .e veranloh« da: Verwischtes Darmstadt, 25. lynl. Seine HönigliLe Hoheit der Großhnzog baden bind) Aster- HLdrste »ntf*lteiurg vom 23 (. M tie gegen Philipp Wenzel au« SteinbaL wegen Mord! crtaonte Zobelftrofe tm Dege der Gnade in lebenslängliche Zuchthausstrafe zu verwandeln gembt. Darmstadt, 25. Äprti. B.i bn dntjcteitung über die 6cncurren| ffir den Bau einer festen Brücke über den «Hern zwischen Main, und Laste! wurde der erste Breis, im Be- trage von MX>0 X. dem Prostet mit dem Molto: Pom P^Uiinu« zuerkannt. Feiner wurden btn wettere Preise, im gleichen Betrage von je 2650 x. den Entwürfen mit den Motto s: Eigelstein. LacUre, Einfach zugesprochen, «ls Verfasser wurden ermittelt: 1) vt'fafser des Entwurfs mit dem Motto Pom PalalioM: Ingenieur H Lauter, Frankfurt a. M., von der Firma PH. Holzmann u. Sie.; Ing.nieur B Bilfinger. Pforzheim, von bet Firma Gebt Benkiser; Uichitekt I. Tbiersch, Professor, München 2) Verfasser des Projectes mit dem Motto Eigelstein: P. Schmick, Ingenieur, Frankfurt a. M. 3) Verfasser des Projeetes mit dem Motto Lneure: Die Regterungsdaumeister Frantz. Greve, H. v. Rügen, O- v. Rügen Berlin. 4) Verfasser des Projeetes mit dem Motto Einfach: L Hriesche. Eifenbahnbauinspector, Strahburg i. E. De H Zimmermann, Baumeister, Berlin. Die eingereichten 39 Entwürfe, mit zusammen 470 Blatt Zeichnungen sind von Mittwoch den 27. April an vierzehn Tage lang in den Räumen des ehemalichen Hurfürstlichen Schiesse» in Vainz öffentlich auSgestellt. Darmstadt, 23. April Die Gefahr einer Einschleppung der Blattern scheint zur Seit aus dem die Provinz Oberbesien im Rordwesten begrenzenven Rachbargebiete zu droben, or einigen Tagen fand im Hospital zu Friedberg ein aus dem Siegen schen zugereistes Individuum Nufnabme, welches von dieser Hrankheit in ausgesprochenster Form befallen war und das ferner bereits erkrankt in verschiedenen Herbergen bet Nachbarorte sich aufgehalten und damit zu anderweiler Infeetion Anlah gegeben haben mochte. Be, der Möglichkeit einer weiteren Ein und Verschleppung der Blatternkrankheit im Grohberzogtbum ist den Gesundheit» beamten besondere Aufmerksamkeit zu empfehlen, zumal neuerdings auch hin und wieder Erkrankungen an sog. Dasierblattern bei Erwachsenen beobachtet worden sind, welche als leichte Fälle von Pocken anfzufaffrn sein möchten. Handel und Verkehr. Wietzen, 26 April. Auf dem b cutt gen Wochenm arkre kostete Butter per Pfd Jl 1.10 bis X I 15 Hühnereier 1 Stück 4—5 4, Enteneier per 1 Stück 5—6 4, Gänsetier 1 Stück 9 10 4 Häse per St. 4—7 4, Häsematte per Stück 2—3 4, Erbsen 1 Lütt 22 4 Luisen 1 Liter 24 4 Tauben das Pa * 0 75—0 90, Hübner p. St X 1 30—1.50 Hahnen p. St X 150— 2.00, Enten per Stück X 2 - 2 50 Ochsenfleisch 66-00 4 per Vst. Suh' unt Rindfleisch 4M-50 4. Halbfleisch 40—44 4 Hammelfleisch 66-70 4 SLweinefletld 66—6b 4, Rartcfteln per 100 Hile X 4 00 - 4.50, Zwiebeln p. Ltr X 19 bis .* 20, Milch per Liter 16 und 18 4 Frankfurt, 25. Apnl. (Fruchtbericht.) Mehl Rr. 1 X 39.50, Wr. 2 x 37 50, Nr- 3 •* 33.50, Rr. 4 .*28 50, Rr 5 x 25.50, Roggentnebl »/, (Berliner Marke) X 31—31 50, do. I (Berliner IRarfe) X 29.50, do. II (Berliner Marke) X 24.50, Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 25 00 00.00, ab unserer Umgegend X 24.50—24.75 do fremder je nach Qualität X 23.50—25.00, Roggen, je nach Qualität X 22 00—22.25, Gerste X 17.50-20, Hafer 15—16.50, Hoblsamen X 2H 50—29.50, Erbsen .* 19—27, Wicken X 16-17.50, Linsen X 20-40, Bohnen, weihe, X 23-25, »oggenfieie X —, weizenkle,e, grobe und feine X —, Rüböl. detail, X 64. Stimmung fest. Haupt, sächlich gefragt war: 1 Qual. Weizen und französischer Roggen. Dringend offerirt: — (Die Preise versieben sich sämmtlich pe? 200 Pfd Zollgewicht = 100 Hilo.) Frankfurt, 25. April. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren, «ngetnebfn waren ea. 350 Ochsen, 300 Hübe , Rinder und Stiere, 300 HLiber und 200 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Quai. X 64—66, 2. Qual. X 58—60, Kühe und Rinder 1. Qual. X 56—58, 2. Dual. X 45-50, HLiber 1. Oual. X 58-60, 2 Qual. 40—55, Hammel 1. Qual. X 58—60, 2. Qual X 40 55 per 100 Pfd Schlachtgewicht. Schweine wurden 630 Stück angeführt und mit 60—65 4 das Pfund bezahlt Herborn (an der Höln-Giehener Eisenbahn), 25. Apri' «uf den heutigen hiesigen Markt wurden aebrackt: 69 Ochsen, 159 Hühe und Rinder, 1002 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag, den 23. Mai L I. Holzverfteigeiung im (Hiefiener 2tadtwalde. Montag den 2. Mai 1881, von TjormUtagS 9 Ubr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Distrtct Lichenbeege, zunächst des Irrer» cirplatjk», nachverzeichnete- Holz ver- steig-rt werden: A. Brennholz: Schrttb- Prüqelh. Ltockh. NeiSH. Raummeter. Wellen. Bucken 2 37 2 1480 Eichen — 106 26,3 9340 Radel 29 109 310 11860 Die Wellen find Durchforstung-. Reifer. B. Bau-, Werk- u. Nutzholz: 22 E chen-Siämrne mit 2,75 Fstm., 1018 K chren- und Radel-Stämme m.t 210,85 Fstm., 432 Eichenstangen mit 14,61 Fstm^ 4213 F chtenstangen mit 222,37 gstm. Die Zusammenkunft ist aus dem Exercerplatz. Gießen, am 26. Apr.l 1881. Großderzogl. Bürgermeisterei Gießen. «. Bramm. (2938 vcrllcigcrung von Stamm» und Neiferbolz. Donnerstag den 28. April, Borutluags 9 Ubr, sollen die an der Grünberger Straße zu Gießm in der Rähe der Wieseck- Biücke aufgearb'iteten, durch Frost abgestorbenen 12 Kastanien» stamme von ca. 3 m Lä 'ge, 30 bi- 60 cm Durchm fier nebst Reisern, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. flpnl 1881. Großherzogl. SreiSbauamt Gießen. In Pertretung: Faust, 2939) LreiSbauaufseber'Aspt. (2921 Zahlung versteigert. Mobiliar'vcrllcigcrung zu Bad Raubeim. Freitag den 29. April er., Morgens von 9 Ubr ab, wirb in der Behausung des Friedrich K r a m m (Älicenplatz) zu Bad Naubeim folgendes Hernchafls Mobiliar in Mahagoni und Nußbaum, besiehend aus: 12 sebr guten vollständigen Betrrn mit Sprungfeder- und Roßbaarnratratzen, 4 feinen Rips-, P Sich- und gestickten Garnituren, aus Causeuse, Sesseln, gepolsterten Stühien:c. bestehend, 1 Spiegelsckrank, aa den Meistbietenden gegen gleich baare Allgemeiner Anzeiger. Nvulcaur» mit Patentulgiwrrichtung. 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Die ^Frankfurter LebenSversicherungS-Gesellschaft- in Frankfurt a. M. Die »Frankfurter Transport« und GlasverficherungS-Actien-Gesellschaft in Die ^Ber^iner Hagel Affecuranz-Gefellschaft von 1832* in Berlin. Auch diele Gesellschaften gehören in jeder Beziehung zu den Besten und zeichnen sich durch strengste Reellität und äußerste Coulanz bei Schadenregulirungen aus. Friedr. Decker, B. 92. 2941) Ein gesetztes Mädchen, welches bürgerlich kcchen kann und in allen Hausarbeiten erfahren ist, sucht auf sofort Stelle. Näheres bei Frau Bärrn, Vermiethfrau. Kapitalien werden zu 5 % auf erste Hypotheken in allen Größen ausgeliehen vom (2912 ToÜes-Anzeige. 2943) Statt besonderer Mttthetlung hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere theure Gattin, Mutter und Großmutter Frau Margarethe Dietz, geb. Breidonband, gestern Abend sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 28. d. Mts., Vormittags 8V2 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurteistraße, aus statt. Mathildenstift tn B 'tzb ch. 2913) Ein Mädchen, welches häusliche Arbeit gründlich versteht und etwas kochen kann, sofort gesucht. Stückrath, Kirchenpl 2914) Eine Frau empfiehlt sich im Aufputzen von Damen Hüten, Wetßnähen, AuSbesiern, Bügeln, Maschinenftep» pen rc. in und außer dem Hause. Näheres im Hause des Herrn Theodor Schmidt, Gartfeld. Pension Restauration „zum Stern“. Vorzüglichen Mittagstisch im Abonnement 85 (2768 2926) Gesucht ein ordentliches Dienstmädchen. Kaplansgasse C. 227. 2892) Es wird ein Hausbursche im Gasthaus „zum Löwen" angenommen. 2907) Ein Lehrling gesucht von Chr. Rosenberg, Spengler. für 2 Scküler in guter Familie. Auf Wunsch Nachhülfe. Adresse durch die Exped. d. Bl._______________________(2756 2918) Ein Mädchen, welches im Kleibermachen und Maschinennähen geübt ist, sucht Kundschaft in und außer dem Hause. Zu erfragen im Hause des Henn Bahnmeister Ziegler, Westanlage. 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