t?eiliD lu n^”6 ton sich fl fl ijrouSnir-ü” " 15 6tDttm?a"lrt. SÜÜ&llnJ 3*e>m ®«rknanti # ^St*K L^yrotoconfft. Ier Laden nfi 2 4jm- 7'e2F«L Zubehör, Ejjgt BadnhoW, Nit Logjg .per 1 August zuoer- Marktslr, 25. in bester tage btt B- Wo? sagt die Ex, laden nebst Mhmma Marktstraße T. 22." euer »u vermiethrnbei d, Neustädter-rbor. Wohnung, iomit möbl rermiethen bei terz, Bahnhossttaße. e Azei^cii. ger Mann mit guten >ird von einem hirsigm lstigen Bedingungen ali giren gesucht. Expedition ds. Bl. e Dreher Fransport HiiHcr ßSEN p 5 ah fabrif von id)en, welches kochen )armstädter yan^"- , gesucht. M SettnswegH^. ^Anstalt M on Betten unt> (in unD auß" n empfehlende Se- Znßchcrungpü"llk Stttenung. (4b4il terinnen “g§*98> Ke»li(t 3>cW'. ' f*60 MnW »on ier-Anlagcn C2. 3P0» VK-. Nr 170. Dienstag den 26. Juli 1881 Kießener ^tnMger Aiskigk- nah Amtsblatt fnr bkn Kreis Gieße«. ........ . _ . _ . - __ . e Drei! viertel jährlich 2 Warf 20 Pf. mit Vrmgerlohn. »wwl: Schulstraß« K 18. Erscheint täglich mit Ausnahme bei •Rontagb. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Warf öü Pf. Des Teufels Lockspeise. Der berühmte amerikanische Novellist Bret Harte schildert in einem stirer hübschen calisorntschen Märchen wie der Teufel, nach Menschtn angelnd, einen dicken Börsenmann fing, wie dieser um den Piris seiner Freilassung versprach, de» besten Köder zu schaffen und wie der Tcufel selbst aus den neuen Köder anbtß und sich so von deffen Vorzüglichkeit überzeugte. Dieser Köder aber war ein Gründungsprospekt. — Daß der Teufel, seitdem er im Besitze dieses Köder- ist, ®rü mehr arme Seelen säugt, denn früher, braucht nicht erst deS Breiteren auS-inander gesetzt zu werden. — In der That liegt in diesen Gründung-Prospekten etwas Dämonische-; eS ist der Glanz des GoldeS, der au- den fetten Ziffern aus dem Papier sunkelt. Und doch hat man es hier nur mit einer PhantaSmagorie zu thun, auf welche häufig eine sehr Ut.ange» nehme Enttäuschung und Ernüchterung erfolgt. Wann wird endlich sich das Publikum daran gewöhnen, fiktive Werthe nicht mit wirklichen zu verwechseln und Stücke Papier, mögen sie auch roch so schön und roch so bunt bemalt sein, sür dos anzusehen, was sie sind, rämlich für übertriebene Darstellungen fiktiver Wtrthe. Dabet haben wir natürlich nur eine gewisse Kategorie von Unternehmungen im Sinn; wir gehören nicht zu jenen Fanatikern, welche alle Äcttenunternehmungen sür schädlich erklären. Im Gegentheil giebt es eine Menge Aktiengesellschaften, deren Verdienste um Bildung, um Verkehr, Handel und Wandel sehr groß sind und denen man eS von Herzen gönnen darf, wenn sich ihre Tbätigkert auch in klingender Münze lohnt. — Was aber jeder Freund deS VolkswohlS entschieden bekämpfen muß, da- ist jene Spekulation, wrlche überall da emporichteßt, wo die GeschäftSconjuncturen sich einigermaßen zu beffern scheinen, jene Spekulation, welche nicht nur größere Kapitalien in ihren tollen Wirbel reißt, sondern auch den Handwerker, den Arbeiter, den Dienstboten veranlaßt, seine Ersparniffe in den großen Schlauch zu werfen, der so viel schon verschlungen hat. Da ist es deS Teufels Lock« speise, der Gründung-Prospekt, auf welche sie anbetßen in der Hoffnung, daß ihre Eparpfenn'ge ans Silber goldene Heckpfennige werden. Und so ost schon der Verlust, die Reue, die Wuth und die Thränen hinterher gekommen, e- finden fich immer wieder Opfer, welche aus den alten Kü^er beißen, denn — eine gewisse Kategorie von bcdauernSwerthen Menschenkindern wird eben nicht alle. Die Spekulation an und sür sich ist weder gesährlich noch verderblich, so lange sie den Boden der reellen Werthe nicht verläßt, sie wird erst gefährlich, wenn sie zu ihrer Bast- nur fiktive Werthe hat. Wenn deshalb in unseren Tagen, in diesem Moment die Spekulation einen großen Umfang an« nimmt, so muß sie ungesund sein. Das Kapital hat fich vor der Unsicherheit der wirthschastlichen Verhältnisse zurückgezogen, um eS anzulocken, wiid mit fiktiven Werthen operirt. — Man sprach in diesen Tagen auch viel von einem wirthschastlichen Aufschwung, der tm Gange fein soll und den die Herrin Schutzzöllner natürlich der chinefischen Mauer an Schutzzöllen, die da- deutsche Re'ch einzäunt, zuschreiben. Es mag in einigen Geschäftszweigen ein ephemerer Anfiug von Bcfferung vorhanden sein, im Ganzen aber haben sich nur die Preise der nothwendigsten Lebensrnittel „aufgeschwungen", ein Auf« schwung. den die officösen Blätter vergebens zu leugnen versuchen. Wo aber irgend eine geringere Besserung Platz greifen wollte, da hat sich sofort die Spekulation eingestellt. Die Situation ist gerade, wie wenn nach einer Mißernte das Feld voll junger Saat steht und sich ein Heuschreckenschwarm auf dieselbe stürzt und sie binnen kurzer Frist vernichtet. Da bleibt denn auch gar nichts übrig und die allgemeine Lage ist trauriger, denn zuvor; die Einzigen, welche dabn etwas profitirt haben, sind die Heuschrecken. Der erhabene Beruf, Heuschrecken zu ernähren, wird aber dem Bauer nicht zusagen und ebensowenig sollte es dem Handwerker, dem Arbeiter, dem Bauer und dem Dienstboten zusagen, ihre kleinen Kapitalien für Spekulationen hinrugeben, von denen Niemand weiß, ob und wie sie enden werden. — Im April, Mai und Juni d. I sind über ein Viertel Hundert großer Gesellschaften und Actienunternehmungen gegründet worden, die mit nahezu 100 Millionen Aktienkapital auf dem Markte erscheinen. Wir wollen run gar nicht bestreiten, daß ganz reelle und vertrauenswürdige Unternehmungen darunter find ; allein im Ganzen beweist diese Erscheinung doch, daß wieder daS Gründungsficber grasfirt und daß die Spekulation sich rüstet, den Rahm deS kärglichen Aufschwung- abzuschöpfen, der fich vorübergehend in einigen Branchen deS Geschäft- gezeigt hat. So wird für den eigentlichen Handwerker-, Arbeiter- oder Bauernstand, für die kleine Geschäftswelt, die eines Aufschwünge- so dringend bedarf, Nichtübrig bleiben, sondern die Spekulation wird Alles aussaugen und da- Handwerk, die Arbeit, die Landwirthschaft werden leer au-geheu; wenn auch ein gut Theil der reu gegründeten Gesellschaften wirklich reusfirt, trenn dadurch dem Ganzen Dienste geleistet werden, so ist doch nicht zu verkennen, daß die Verhältniffe sehr ungünstige find und daß nur ein sehr kleiner Theil dieser neuen Unternehmungen das erreichen wird, was im Prospekt versprochen ist. — Statt rüstiger, tüchtiger Arbeit, um vorwärts zu kommen und seste Bahnen für die Neuentwicklung unsere- wirthschastlichen Lebens berzustellen, scheint es un- beschieden zu sein, bei der geringsten Regung zur Bcfferung immer wieder der Spekulation zur Beute zu fallen. Das ist eine traurige Thatsache und verschließt noch auf längere Zeit den Weg zur wirk.ichen Besserung der Wirth« schastlichen Lage. Die Spekulation — und in diesem Falle ist sie Ueberspecu- lat on — kann niemals die Wunden de- wirthschastlichen Lebet s h'ilen; sie kann dieselben nur weiter aufre ßen. ES muß sich wieder eine gesuntere wirth- schaftliche BasiS bilden, wenn den ungesunden Spekulationen Widerstand geleistet werden soll; im anderen Fall werden wir daS Ue6d so leicht nicht lo- werden. Und man sollte doch meinen, cs sei doch an der Zeit, daß alle fltt- ltchen und ökonomischen Kräfte sich vereinigten, um eine festere und solidere Gcstaltung deS WittlschaftSlebe, S herbeizusühren. So lange aber die Spekulation wie ein Mehlthau auf jeden, wenn auch noch geringen Aufschwung fällt, ist an eine Beffcruna nicht zu denken. (Noff. Volksztg.) Deutschland. Darmstadt, 23. Juli. Seine Königliche Hoheit der Grohherzcg, S. K. H. der Erbgroßherzoz unb die Prinzesfinnen-Töchter besuchten mit dem Prinzen Leopold, Herzog von Albaey von Mönchbruch aus daS Bivouac, welches daS Pionter-Bataillon Nr. 11 in dem naheliegenden Wald bezogen hatte; von da aus wurden die verschiedenen Arbeiten besichtigt, welche so guten Eindruck machten, daß von den Allerhöchsten Henschasten vielfache Anerkennung ailSgesprochen wurde. Am Abetd kehrten Allerhöchstdieselben nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. Friedberg, 22. Juli. In der am Sonntag den 17. Juli auf dem Selzerdrunnen bei Großkai ben abgehaltenen °Vertrauensmänner-Versammluk g der m unserem Knise n.eugcgrü'detrn deutschen Fortschtittkpartei (Vorsitzender Kaufmann Karl Trapp von Fiiedberg) wurde mit 37 St.mmen, d. i. einstimmig beschlossen, die Reichstags.Eandidatar für den zweiten oberheffifchkN Wahlkreis Herrn Profcffor Dr. Ludwig Büchner in Darmstadt anzutragen und ein betreffende- Telegramm an denselben gelichtet. Leiter hat derselbe mit Rücksicht auf seine persönlichen Vcrhältn'ffe ableht end geantwortet unb an seiner Stelle Dr. med. G. Krauß in Darmstadt in Vorschlag gebracht, tr;xüber die Sonntag ben 31. Juli stattfindende Vertrauensmänner-Versammlurg zu entscheiden haben wird. (Fr- Journ.) Berlin, 21. Juli. Ein „Arbeitsloser" richtet an die „Volkszeitung" eine Zuschrift. deren Inhalt nicht nur für Berlin, sondern gegenwärtig für alle Gegenden unseres deutschen Vaterlandes zutreffend ist. Es heißt darin: In Nr. 163 erklärt ein Arbeiter (Buchdinder), daß der Lohn zwischen 6 bis 11 JL oariirt und der vierte Theil der hier anwesenden 1600—2000 Gehilfen obenein arbeitslos ist. ES soll nicht Sache der Erörterung sein, aus welchem Grunde der niedrige Lohn, event. die Arbeitslosigkeit resultirt (davon später), cs soll hier nur die Frage gestellt werden: „Was fängt der arbeitslose Buchbinder an?" An Arbeit in anderen Fächern, selbst als Taa- löhncr bei der Eanaltsation, ist absolut nicht zu denken, denn mit ihm sind Tausende aller Branchen arbeitslos und jede durch Krankheit ober Unglück eintretende Vaca, z sofort mit fachgcwandtcn Bewerbern besetzt, es bleibt ihm also nichts anderes Übrig — falls er unverheirathet — als auf die Wanderschaft zu gehen. ,Wcm Gott will seine Wunder weisen, Den schicket er hinaus auf Reisen" * und wahrhaftig Wunder genug kann man erleben! So lange der Arbeiter auch nur noch ein Stück versetzen oder verkaufen kann, hält er sich in Berlin auf und hofft auf Arbeit; er ft wenn er partout nichts mehr hat, greift er zum Wanderstab--denn draußen sind die A. Ssichten noch womöglich trostloser als hier! In keiner Hand was, steht der Bursche draußen auf der Landstraße — was thun? Arbeit ist nicht! Stehlen darf er nicht und betteln soll er nicht Was thun? — Hunger thut weh und er wählt von zwei liebeln das kleinste und geht — „fechten". Ehe er noch die 5 H zum Nachtlager ober ein Stück Brod von mitleidigen Seelen erhalten hat, hat ihn indeß bereits das Auge des Gesetzes entdeckt und -- er wird eingesperrt. Nachdem er feine 3—5 Tage „wegen Betteln" abgesefsen und ihm die Polizei dies auch dienstbeflissen m feinen Papieren vermerkt hat, kann er wieder gehen. — Er steht jetzt ebenso rathlos auf der Straße wie vorher und um nicht zu verhungern, muß er nothgedrungen wieder „fechten" gehen. Wer Gluck hat, wird gleich an der ersten Thür wieder abgefaßt und arretirt. „Aha, Bursche, also schon einmal wegen Fechten bestraft? Scheint ja ein sauberer Patton zu sein. Na, wir wollen ihm das Handwerk schon legen." Diesmal gibt'S mindestens 14 Tage bis 3 Wochen .Knast" und dann — steht der Bursche abermals auf demselben Fleck wie am ersten Tage seiner Wanderschaft. Wir fragen bloS um Gotteswillen: „Wozu hat man denn den Menschen eingefperrt ?* Wird er -um dritten Male abgefaßt, so kommt er ohne Gnade 6 Monate in ein CorrectionshauS und hat hier endlich Gelegenheit, in seinem Fach iu arbeiten, denn welches Zuchthaus verträte wobl nicht alle Gewerke? Nach adgebüßter ©träfe (blos weil er nicht freiwillig verhungern wollte ober konnte) ist ihm «unmehr jede A»ssicht auf Arbeit genommen unb — bet Vagabond und schließlich Verbrecher ist fertig! — Wissen vielleicht die Herren, die eben die Arbeiter für ihre Zwecke ködern wollen, hierfür Abhilfe? Dresden, 24. Juli. Der König hat heute Nachmittag seine Reise nach Sübbeutschlanb angetreten. Hesterreich. Gastein, 23. Juli. Se. Majestät der Kaiser, der fich fortgesetzt wohl befindet, machte heute nach dem Bade einen Spaziergang. Gestern wurden Spaziergang und Ausfahrt durch einen Gewitterregen unterbrochen. KranLreich. Pari-, 23. Juli. Der französische Admiral in Sfa; unterhandelt gegenwärtig mit den Führern der dortigen Eingeseffer.en, welche sich welsoch weigern, die Stadt wieder zu betr ten, aus Furcht vor dort befindlichen Insurgenten. Solche werden fortgesetzt in Kellern versteckt aufgesunten. — Die Neuwahlen für die Deputirterkammer werden, wie es heißt, auf den 21. August anberaumt werden. — Die Veredlungen mit der englischen Regierung über den neuen Handelsvertrag sollen, wie verlautet, im Monat September fortgesetzt werden. — Im heutigen Ministerrathe mitgethe'lte Br- | richte bestätigen, der „Agence Havas" zufolge, die Nachrichten von der in Vorgestern Vormittag, so schreibt man aus litt sprechende Anzahl darf rechtzeitig zu dem Betrag ihres ganzen Zeit, in tt salls aber innerhal stunden der Orts-^ Gießen, bi Gingesandt. AuS welchem Grunde ist die hiesige freim. städtische Feuerwehr bei dem gestrigen Festzuge in Friedberg ohne Schild gewesen, d. h. warum war derselben kein Platz angewiesen? Wer verschuldet die Nichtanmeldung? Wenn man die Wehren anderer, selbst kleiner und kleinster Städte ansah, so machte e8 auf den Gießener Zuschauer einen peinlichen Eindruck, die freiw. städtische Feuerwehr der Provinzial; Hauptstadt Gießen so stiefmütterlich behandelt zu sehen. Telegraphische Depesche«. Wolff>s telegr. Gastein, 24. Juli. Se. Majestät der Kaiser wohnte heute nach dem Bade und der Morgenpromenade dem Gottesdienste m der evang. Kapelle bei, wo der Ober-Hoipredtger Dr. Kögel die Predigt hielt. Am Nachmittag fuhr der Kaiser nach Böckstein. München, 24. Juli. Zu dem hier stattfindenden deutschen BundeS- schießen find bis jetzt 6000 bis 7000 Schützen hier angekommen, darunter 800 Wiener Schützen. Se. K. K. Hoheit der deutsche Kconprinz hat eine prachtvolle getriebene silberne Schale als Ehrengabe übersandt. — Die rufst» schen Großfürsten Sergius und Paul trafen heute aus Paris hier ein und setzten nach kurzem Aufenthalte die Reise nach Salzburg und Berchtes- gaben fort. — Der Festzug der Schützen endete bet der Feldherrnhalle, in welcher sich sämmtliche Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses, die Staats- Minister, die Stadtbehörden, sowie höhere Militär- und Civtlpersonen befanden. Hier erfolgte die feierliche Uebergabe der Bundessahne unter Ansprachen des Beigeordneten Dr. Banjch und des Rechtsanwalts Reinartz von Düsseldorf, sowie des Vorsitzenden des deutschen Schützenbundes, welche von dem ersten Bürgermeister Dr. Erhardt erwidert wurden. An dem Festbankett nahmen an 3000 Personen Theil. Das Ehrenpräsidium hatte Prinz Ludwig übernommen. Derselbe begrüßte die Schützengäste. Landesgerichtsdirector Dr. Stertzing (Gotha) brachte den Toast aus den König von Bayern, Bildhauer und Erzgießer Ferdinand von Miller, Präsident des 7. deutschen Bundesschießeng, auf Se. Majestät den Kaiser aus. Reinartz (Düffeldorf) brachte ein Hoch aus auf den Ehrenpräsidenten Prinzen Ludwig, Bürgermeister Erhardt auf die deutschen Schützen und Gäste, Dr. Kopp (Wien) aus München. An Se. Maj. den Kaiser und den König von Bayern wurden Huldigungstelegramme gesendet. — Beim Concur^enzschießen gewann den ersten Becher Knecht von St. Gallen. München, 24. Juli. Der Festzug der Schützen nahm bei prächtigem Wetter einen glänzenden Verlauf. Petersburg, 24. Juli. Aus Kiew hier vorliegenden Nachrichten zufolge soll daselbst ein Mann verhaftet worden sein, welcher sich i^ Anfang des Verhörs als Mörder des ehemaligen Chefs der Gensd'armerie, Generals Mesenzow, bekannte. Derselbe nannte sich zuerst Fahrenheim, später Simpel. Im Verlaufe des Verhörs nahm er seine Aussage bezüglich der Eru ordung des Generals Mesenzow zurück und erklärte, an Geistesstörungen zu leiden und bereits zweimal einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. Washington, 24. Juli, Abends. D'e Aerzte nahmen in der Nähe von Garfield's Wunde Einschnitte vor, um den Eiterabfluß zu erleichtern. Das Fieber nahm darauf ab. Garfield nahm etwas Nahrung zu sich und schlummerte ruhig. Abends 6 Uhr dauerten die günstigen Symptome fort. London, 25. Juli. Die Morgenblätter melden, daß die Liverpooler Polizei an Bord zweier von New York ange- komwenen Dampfer zwölf mit Dynamit geladene und mit sechsstündigem Uhrwerk versehene Höllenmaschinen beschlagnahmte, welche in Fäffern mit Cement versteckt waren. \ Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. Juli. bi, Sh Vermischte-. Ltch, 25- Juli. Am 22. d. M- wurde in dem an der Straße nach Steinbach befindlichen Teiche die Leiche eines unbekannten, ca. 50—60 Jahre alten Mannes gefunden. Der Kleidung nach gehörte derselbe dem Arbeiterstande an. Mainz, 24. Juni. [XII Mittelrheinisches Turnfest j Der für den ersten Hauptfesttag. 14. August, projectirte Festzug wird durch die Betheiltaung der hiesigen Vereine und Gewerkschaften an Mannigfaltigkeit und Schönheit der Ausstattung die sonst üblichen Veranstaltungen dieser Art weit übertreffen. Auch soll sich derselbe deshalb nach Dem jüngsten Beschlüsse des Festausschuffeö nicht, wie ursprünglich beabsichtigt um 2 Uhr Nachmittags, sondern Vormittags 10‘/2 Uhr in Bewegung setzen. Jngleichen wurde das große Voeal-Con- eert, welches seitens der hiesigen Männer Gesangvereine unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Lux in der Festhaüe zur Ausführung gebracht werden wird, von Montag auf Dienstag Abend und das Nachtmanöver der freiwilligen Feuerwehr von Dienstag auf Mittwoch Abend verlegt. — Um den Besuch aller Festlichkeiten thunltckst zu fördern und zu erleichtern, hat der Festausschuß weiterhin den Beschluß gefaßt, auch für Nichtturner Festkarten von 3 jl auszuqcben. Diese Einrichtung wird sicherlich allseitig freudig begrüßt werden und den Besuch der Festlichkeiten bedeutend erhöhen. Frankfurt, 24. Juli. Da im Publikum über die Besichtigung der auf dem Ausstellungsplatzbefindlichen Sternwarte und die Beobachtungen mit dem Riesenteleskop immer noch falsche Ansichten verbreitet sind, so sollen in folgendem die Bestimmungen des Reglements nochmals zusammen gestellt werden. Leider war es trotz der Bemühungen des Ausstellungsausschusses erst jetzt möglich, die Verhältnisse vollständig zu ordnen und wird jetzt kein Grund mehr zu Klagen von Seiten des Publikums vorkommen: 1) die Besichtigung der Sternwarte und des Instrumentes kann alle Tage und zu jeder Zeit mit Ausnahme der zu den Beobachtungen festgesetzten Stunden stattfinden. 2> Gegen Lösung eines Billets für 20^ bei der Garderobe am Emgangsportal ist die Beobachtung eines torrestrischen Objects jederzeit gestattet und wird dazu eine gedruckte Beschreibung des Instruments verabfolgt. 3) In den Stunden von 4-6 Uhr Nachmittags und 9—11 Uhr Abends mit alleiniger Ausnahme des Freitags, der für die Vorlesungen im phosikalischen Verein freigehalten ist) finden, soweit es die Witterung gestattet, Beobachtungen von himmlischen Objecten statt. Billete hierzu ^50^ sind ebenfalls bei der oben bezeichneten Garderobe zu haben. Billete, welche wegen schlechter Witterung oder zu starkem Zudrang am selben Tag nicht mehr zur Benützung gelangen, können durch Unterschrift des Herrn Dr. Harzer prolongirt werden. 4) Die zu beobachtenden Objecte werden nur an der Sternwarte vorher bekannt gegeben. Hamburg, 12. Juli. Im ersten Semester d- I. hat die Auswanderung eine Höhe erreicht, wie in keinem der Vorjahre. Im ersten Semester 1873, dem bedeutendsten Auswanderungsjahre, wurden über den hiesigen Platz in die neue Welt befördert 40,068 Personen. Während im ersten Semester vorigen Jahres 32,489 Personen die Reise über den Ocean antraten, waren es im gleichen Zeitraum des laufenden Jahres 73,633 Personen. San Francisco, 27. Juni. (Schreckensscene auf einem Schiffe). Von dem hier eingelaufenen Dampfer „Newberin" wurde die Mannschaft des Schooners „Eustace" aus Mazatlan gelandet. Dieselbe berichtete folgende Schreckensgeschichte: Der Schiffskoch, bei welchem schon längere Zeit hindurch Anzeichen von Irrsinn heroortraten, warf sich eines Tages plötzlich und ohne die geringste Veranlassung auf den Kapitän und erstach denselben. Dann eilte er in einen Verschluß, in welchem Aexte aufbewahrt lagen. Die erschreckten Matrosen schlossen ihn in die Kajüte ein, wo der Wahnsinnige fürchterliche Drohungen ausstieß, daß er das Schiff in Brand stecken werde Da das Schiff gegen 2300 Faß Pulver enthielt, beeilten sich die Matrosen, die Boote los zu machen, und da inzwischen schon Rauch aus der Kajüte aufstieg, auch das Schiff zu verlassen. Kaum waren sie außer Gefahr, als eine fürchterliche Explosion erfolgte, und das Schiff mit dem wahnsinnigen Koch in die Lust flog. Die gerettete Mannschaft erreichte nach großer Anstrengung Mazatlan. n« Sellerie »ÄÄ M tt W Lokales. _ r- (Gießen, 25. Juli. Der am 23. und 24. Juli in Friedberg abgehaltene zehnte He)). Feuerwehrtag nahm im Ganzen einen recht bestiedigenden Verlauf; ohne näher auf die Verhandlungen des ersten Tages einzugehen, sei hier nur der Eintritt der hiesigen Freiw. Gail'schen Feuerwehr in den Landesverband erwähnt- — Schon am frühen Morgen brachten die Eisenbahnzüge größere Trupps Festtheilnehmer und waren es namentlich die Feuerwehren von Mainz und Offenbach, welche sich durch eine große Anzahl Mitglieder und starke Musikchöre auszeichneten. — Den Glanzpunkt bildete unstreitig der Aufmarsch der Friedberger Feuerwehr, welche, nachdem Herr Bürgermeister Scriba eine der Feier entsprechende Ansprache an die versammelten Mannschaften gehalten hatte, ihre Schulübungen und zum Schluß einen Angriff auf em zu diesem Zweck hergerichtetes Steigerhaus ausführte, welcher so exact vor sich ging, daß, als die beiden ersten Steiger in gleichem Momente das Dach bestiegen hatten, die Zuschauer in ein lautes „Bravo" einstimmten. Binnen 3 Minuten war Wasser auf dem Dache, jedenfalls eine Leistung die die gute Schulübung des Corps kennzeichnet- "uch. zuweilen em sanfter Regenguß einlrat, so hatte doch Jupiter pluvias Rücksicht auf die Feuerwehr genommen, denn sowohl die Uebung, als der Nachmittags 3 Uhr vom Schloße aus gehende Festzug wurden durch Regen nicht gestört, so daß sich auf dem Festpiatze ein recht heiteres Leben entfalten konnte, zu welchem die Con- certe der Ad a m'schen Kapelle und der Mainzer Feuerwehrcapelle das Ihrige beitrugen wahrend auf dem W i n decker'schen Felsenkeller die Offenbacher Feuerwehrcapelle concer- tirte. —^Der Friedberger Feuerwehr aber kann Jedermann das Zeugniß geben, daß sie, was Starke und Schulung betrifft, allen anderen Feuerwehren der Provinz Oberhessen als Muster voransteht. — Leider müssen wir constatiren, daß Seitens der Main-Weser- Bahn eine Fahrpreisermäßigung wie sie in der Sonntagsnummer d. Bl. in Aussicht gestellt und wie sie anderen Vereinen und Korporationen schon oft bewilligt worden, der Feuerwehr nicht zu Theil wurde. (Warum nicht? Liegt die Schuld au der Bahnoerwaltung oder war die Ermäßigung nicht rechtzeitig oder gar nicht beantragt?) — ,Von einem Leser unseres BlatteS wird un8 Nachstehendes rnitgctheilt. Ein Freund desselben löste in Ludwig Lhafen ein Rundreife-Blllet mit 20 Tagen Giltigkeit und zwar Tour „Luowigshafen Hamburg-Ludwigshafen" über Mainz, Köln. Münster, Bremen. Harburg, Hannover, Kaffel, Frankfurt, Heidelberg. Nach diesem Billet ist zwischen Kasiel und Frankfurt nur eine Aufenthaltsberechtigung, resp. Fahrt-Unterbrechung in Marburg gestattet. Don Gießen, der Hauptstation und Knotenpunk, ist qar keine Rede und mußte der Blllet- Jnhaber, der seine Fahrt in Gießen unterbrochen, ein Billet nach Marburg lö,en — (Der vorsichtige Kutscher). München, fuhr dort ein Fremder mit einer Droschke ans Hofbrä'ihaus. Am Portale angelangt, fragte er den Kutscher: „Ist denn das die Pinakothek, wohin ich wollte?" „Noa", war die Antwort, „aber i hab glaubt, a Moaß Hofbräu könnt' Ihn vorher net schad'n." Ob der fremde Gast von dieser salomonischen Sentenz Gebrauch gemacht hat, wissen wir nicht. Bei der herrschenden Hitze läßt sich's schon glauben. Tunis etngetretenen Beruhigung. — Aus Kairouan werden Unterwerfungs- Erklärungen gemeldet. Die Stämme, welche sich für einen Ausstand vorbereiteten, haben ihr Vorhaben aufgegeben. In GabeS, Sousa und Djerba ist die Ruhe wieder hergestellt, ebenso herrscht in der Provinz Constantine vollständige Ruhe. Auch die jüngsten Nachrichten aus der Provinz Oran lauten recht befriedigend. Paris, 22. Juli. Dem Vernehmen nach wird die Expedition, welche bei Beginn des Herbstes sich gegen Bou-Amena in Bewegung setzen soll, aus drei verschiedenen Colonnen bestehen, deren erste 2500 Mann zählen und von Saida auSgehen würde. Die zweite aus 1200 Mann bestehende Colonne würde Srbdou, die dritte, gleichfalls 1200 Mann zählende Colonne, würde Geryville zum Ausgangspunkt haben. Alle drei Colonnen würden sich in der Gegend von Ksour vereinigen und dann bis Figuig vorgehen. Die Expeditions- Truppen sollen aus bereits in Algier acclimatisirten Truppentheilen bestehen und in ihren bisherigen Garnisonen durch aus Frankreich nachgeschobene Truppen ersetzt werden. — In der vergangenen Nacht wurde in der Gegend von Lyon und Grenoble ein Erdbeben verspürt. tzugtand. London, 23. Juli. Die „Times" meldet aus Sofia von gestern, der ftühere Minister des Auswärtigen, Zankow, und Slaviekoff seien gestern früh in Plewna verhaftet worden. Ziußland. , Petersburg, 24. Juli. Jgnatiew beschloß Verbefferunz der Preß- verhältniffe, er fand jedoch energische Gegner in Pobjedoroscew und im Justiz- mintster Nabakow. — Es verlautet, im Marienhospital sei ein Mensch ein- geliefert worden, welcher einen Selbstmordversuch gemacht habe. Er erklärte sich bereit, den Aerzten Geständniffe abzulegm, und gestand schließlich, wegen Ausgabe nihilistischer Umtriebe von den Nihilisten zum Selbstmord getrieben worden zu sein. Seine weiteren Geständnisse gaben zu Velhaftungen Anlaß und dazu, daß im Peskistaoskill ein Conspirationslocal mit wichtigen Docu- menten und Sprengstoffen entdeckt wurde. Bavohus hatte sich getödtet, weil das Loos ihm die Ausführung eines Attentats zugesprochen hatte. Amerika. New-Aork, 22. Juli. Die republikanischen Mitglieder der Legislatur des Staates New-Iork haben die zwischen verschiedenen Gruppen der Partei bestehenden Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen und Lipham an Stelle Conkling's zum Senator der Vereinigten Staaten gewählt. Washington, 23. Juli. Der Präsident Garfield hat die vergangene Nacht etwas unruhig zugebracht, heute Morgen war jedoch die Temperatur wieder normal. Der Anfangs aufgeschobene Verband der Wunde ist nunmehr ausgeführt und gut gelungen. — In dem Befinden des Präsidenten Garfield ist seit Mittag einige Befferung eingetreten. Irgend welche Anzeichen von Blutvergiftung, deren Eintreten man befürchtete, haben sich bis jetzt nicht gezeigt. Die Aerzte Hamilton und Agnew aus Philadelphia sind telegraphisch und mittelst Exirazuges an das Krankenbett berufen.___________________________________ tzmerstag be voll Vormittags 9 alten Rathhaus ve Mmn' und B veraMlagt zu Litinhauerarbrii I W zu . LchrMrardeit.vr Llhivsserarbkit, Weißbindnarbeit, Ätrtrartieit, Atwkig zweier Nrw/tf, Derart fn, bin 25, Bürger« 49°7) I. AeiAers ^eitgg ten 2< Mittags i t1" b,ln « öitfürenb, »eranfd r^lnrrarbrit, Achrarbeit, " MenrHt ’ derben. ’ dm 25 <301) 31 3---Sliiij, Moßb ben in, ÄÄ eigen 8Q„b uni L Ws»« sich ' ®«tn p. «chd-n, Ä “at tn Anaritt ? ict Bor Qu’ k'n |u Aen war Ä"'bk -s Gorna f,T^r °U' ■ WfeSS «agg 3!C?eUt£o^; eu6n,& fleben, bah ?v. fcJfkSV™« eLbl ^l- in Aussig ? fe .ost btwiüigt Schuld/u dar nicht ÄM. 6ii^taib ®tIll8f‘H unb jttai <^.ix «rtmen, Marburg Kchl uno &iflr?iutl ,bur8 tüfotut. üon und mußt, btt 8ifltt. bürg lö|tn. Straße nach Steinbach Zahle alten Mannes de an. füt den eisten Haupl- )er hiessen Sötrnne unb die jonst üdlchm ||«. Galb nach Dem jüngsten m 2 Ubr Nachmlkiazt, >e das große Local-Lori beb Henn Aaplllmeistert dog aus Dienstag Svend Mittwoch Abend teilest, erleichtern, hat ter Fest in von 3 JL au8)uqtben. ) den Besuch bet tyßlit n>ar?** Ä‘,5 MZ unb1U esichtigung der aui dem mit dem Riesentcleöktr j>em die Äestimmungc- ir es trofc her Semuh ältnifft üoüitänbiß ui i des Publikum vor-- nentes kann alle läge esetzien LMdea M be am Emtzangspott^ tet und wird dazu m Siunden Don4-bU': • des Freitags, dcr in: saweit es die Witterung hittp welche wegen schleM ur Benützung gelangen ■ben. 1) Die zu deo!- nt gegeben. ,ie Auswanderung cwe 873, dem bedeutendem e neue Welt besorden es 32,489 $*‘nb“ i des lausenden Zahm Kr-'S ÄÄ‘,Ä .as S Arnscdoken 50 4b, (hbfcu da» Vfd. 30— 50 4H. Bohnen per Pfund 80—90 4h, neu« Kartoffeln da» Pfd. 12 00 4h. da» Malter JL H Oo, Kopf:Salat 10—12 4b, Spinat 50—M 4>. Schnittlauch da» OtbunD 3 4H, »urf« 20 —00 4^, Kohlrabi 3-5 H da» Stück. Krrfchen da» Pfund 19-20 Briefkasten. fxrr R. hier. Wir haben Ihrem Wunsche entsprochen und werden Ste von heute an den Anzeiger rechtzeitig erhalten. tfln« fTffSfC?? i !/! fugend. Dollen Sie gssl. uns gegenüber Ihre Anonymität sollen lassen, so steht der Aufnahme Ihre» Emgefandt nicht» im Wege. Anonvme Einsendungen müssen rotr unberücksichtigt lasten. Släötifrfjr Ha«0ek-8chuse (Ueiilioimt) XSSTwÄiwS?SÄ'nU“*1“ «"•«»«£" Frankfurt a. M.. den 25. Jul*, Nachmittags 1 Uhr 50 Min. iTelegr. CourSbericht. Mitgetheilt durch bas Bankgeschäft Alben Kaufmann in Ohefecn.) Eredit- acti cn Staat»dahn netten 307'. (^alyia 283V1« CefL Silberrente 68, 4% UnAor. (Sol drente Z93/», 4>,0 l^SOrr Nusien 75"/,«. 2. Orient-Anleihe 60V», 5*/o Rumänische Ren te 921/e. Tendenz befestigt Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwertzeichen bestehen in Gießen: 1) bet Herrn Louis Wenzel, SelterSweg. 2) bei den Herren Nau Af Eo., Walltborstraße. 3) bet den Herren Heinjerling Sf TribuS, Kreuz. 4) bet Herrn I. W. Kurz, Neustadt. 5) bei Herrn (?mil Orbig, Reichenfand-BahnhofSstraße. Vertragsmäßig sind die Herren Verkäufer verpflichtet, stets eine entsprechende Anzahl von Postwertdzeichen vorräthig zu halten, dieselbe nach Bedarf rechtzeitig zu ergänzen und die einzelnen Marken zu keinem höheren, alS dem Betrag IhreS Werthrs an das Publikum im Allgemeinen während der ganzen Zett, in welcher da» Geschäftslocal der Verkäufer geöffnet ist, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mtt dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Orts Postanstalten abzugeben. Gießen, den 25. ^uli 1881. Kaiserliches Postamt. Ritsert. Donnerstag den 28. l. Mls., von Vormittag- 9 Uhr an, sollen im alten RathhauS versteigert werden: Maurer- und Brunnenmach rarbeit, veranschlagt zu . . 1037.50 Jt Etetnhauerarbett (Lungfieine), veranschlagt zu ... . 2080.33 JL Lchreinerarbeit, veranschl.zu 153.01 je Schlofferarbeit, „ „171.80 „ Weißbinderarbett, , „ 53.55 „ Pflästererarbeit, , „ 2992.68 „ Lieferung zweier Pumpen und eineS Reservoirs, veranschl. zu 628.90 JL Gießen, den 25. Juli 1881. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4907) A. ©ramm. Arbeitsdersteigelung. Freitag den 29. ds. MtS., Mittag- 1 Uhr, sollen tn dem RakhbauSsaal zu Grünmgm nachstehende, in der K rche daselbst auSzuführende Arbeiten, als: g mmerarbett, veranschl. zu 31.— JL Echreinerarbeit, „ „ 43.14 „ Echlosierarbeit, n „ 34.60 „ Anstreicherarbett. „ „ 240.— „ bnrch öffentliche Versteigerung tn Akkord vergeben werden. Grüntngen, den 25. Jult 1881. Großh. Bürgermeisterei Grüntngen. I. A. 4901) Seuling. Arbeitsversteigerung. Samstag den 30. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, sollen in der Rathhausstube zu Heuchel heim die zur Herstellung eines Steges daselbst erforderltchen Zimmerarbeiten, - veranschlagt zu 216.61, durch Der- steigerung in Akkord vergeben werden. Heuchelheim, den 25. Juli 1881. Großh. Bürgermeisterei Heuch-lbeim. I. A. 4902) Seuling. Mittwoch den 27. Juti, Nachmittags 2 Uhr, lu»erben in der Flett'schen Hosraithe dahier nachstehende Gegenstände als: 1 Waschttsch, ZSophas, 3Kommoden, 1 Nähmaschine, 1 Secretär, 1 Nachttisch, 1 Nähtisch, 4 Spiegel, 3 Schränke, 2 Küchcnschränke mit Glasaufsätzen, 2 Kisten, 1 Regulator, 3 Uhren, 1 Nähmaschine sür Schuhmacher, 1 Pferd und 2 Chaisen, meistbietend gegen Baarzahlung oersteigert werden. Gießen, den 25. Juli 1881. IAA, Bauer, 1904) Gerichtsvollzieher. vonnerltsg den 28. Juli, Nachmittags 1 Uhr, und die folgenden Tage werden im dritten Stock des Hauses des Herrn Buchbinder Sann in dcr BiSmarckstraß-' dahier nachstehend verzeichnete, zum Nachlaß der Frau Major v. Heimrod gehörige Mobilien freiwillig gegen Baarzahlung versteigert: 1 Sopha nut gepolsterten Stühlen, 1 Secretär, 1 Glasschrank, 1 Eckschrank, Jfommoben, Tische, Stühle, Spiegel, Bettstellen und Bcttwerk, Weißzeug, Küchengeräthe, Bilder und verschiedene anbere Gegenstände. Bemerkt wird, daß die zu versteigernden Mobilien sehr gut gehalten sind und am ersten Versteigerungstag Morgens von 10—12 Uhr angesehen werden können. Gießen, den 24. Juli, 1881. I. A. 4899) M. Pilger. Feilgebotenes. WrinfülTfr zum Einmachrn verkauft (47 9) £. Mögenbura. I'agcr m Leinen, Damast, Drell, Chiffon, Bettwaaren, Bettfedern 6i Daunen ic. Anfertigung von Hemden unter Garantie für tadelloses Sitzen. Wegen vorgerückter Saison verkaufe die noch vorrätbigen Nouveaut^es in Kleiderkattunen zum E nkaufspreis. Herrn. August Müller, •b86)______________Schulstraße.__________ llrucö (6rünhorn empsiehlt Sari Hoffmann. (4888 Ronen. 4760) Abaeschnittene 9tosen emstehlt ___________»kavl Bevaer, Qfnbenplitz g 6urntud)jupprnoimm.L80aii,? s billige Arbeilkr-Hrmdkn, | | Billige Arbeiler-Holen. | Z 4218) Xeuenwe» 193. ? Univkrtal-Reinigungslatz ist bas einfachfte unb billigste Hausmittel gegen Säurebildung, Ausstößen. Krampf, Berdauungsschwache und andere Magenbeschwerden. Original-Packete zu 25 4», 50 4^ unb 1 vÄ (267 E. K. Temmler. Corsetten großer Auswahl in allen ^<en 20. Jul- 1881. Das Curatorium. Geschäfts Empfehlung. Ich erlaube mir dem geehrten Nubl'kum von Gießen sowie auswärts die Eröffnung meines Fleisch- und WurstgeschäftS in allen in dieses ftad) einschlagenden Eßwaarcn, zu jeder Tageszeit warm, sowie Re- ftauration unter bester Bedienung und Reinlichkeit zu empfehlen und bitte um geneigten Zuspruch. (4812 Gießen. Julius Rosenbaum, 106 Sonnenstraße 106. o :d 5 :d O o -* 70. mit Veraeichniss von ca. 20°-is jungen \?Parlant P( Akademischer Gesangverein. Generalversammlung am Dienstag den 26. Juli er., Abends 8 Uhr, in der kleinen Aula der Univerfität. Tagesordnung: 1- Rechnungsablage für das abgelaufene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Besprechung wegen eines gemeinschaftlichen Ausflugs. 4874) Der Vorstand. wohl in den meisten Fallen daS — T Unrichtige I Wer solche Enttäuschungen T vermeiden und sein Geld nicht unnüfc | auSgebcn will, dem rathen wir. sich K von Rtchter'S VerlagS-Anstalt in Leip« | zig die Broschüre .Gratis - Lu«jug' 1 kommen ju lallen, denn in diel em Echristchen werden die bewährtesten Heilmittel ausführlich und sachgemäß besprochen, so daß jeder Kranke in aller Ruhe prüfen und daS Beste für sich auswählen kann. Die obige, bereits in 450. Auslage erschienene Broschüre wird gratis und franco versandt, eS entstehen oho dem Besteller weiter keine Kosten, alS 6 Pfg. für seine Postkarte. CONCERT des akademischen Gesangvereins im Saalbau unter gefälliger Mitwirkung der Frau Müller - Ronneburger aus Berlin (Sopran), des Fräulein Minna Wünsch, Pianistin und des Herrn Otto Rathjens aus Kassel (Bariton), nebst der durch hiesige und auswärtige Künstler bedeutend verstärkten Jägerkapelle unter Leitung des königl. Universitäts - Musikdirectors Herrn Otto Freiberg. 4866) Ein möbl. Zimmer zu vermtethen. Wilh. Herbert. 4526) Laden mit oder ohne Logis per 1. August zu vermtethen. Mr Zülch Ww., Seltersweg. 4144) Mein Geschäftslokal in der Schulstraße ist billig zu vermtethen. W. Ferber, Buchhändler. Lohn pro Tag 3 Mark. 4864) Die Beleidigung gegen Heinrich Rink nehme ich hiermit zurück. Konrad Münster, Hattenrod. 4827) Mädchen für Hausarbeit per 1. August d. I. gesucht. Von wem ? sagt die Exped. d. Bl. 4772) Ein Mädchen, welches kochen kann, gesucht im „Darmstädter Haus". Dienstmädchen 8C^me9 Ä Marg. Magen, Wallthorstraße bei Seiler Huhn Wittwe. Bei 1500 Mark Gehalt pro a. Wird ein sicherer und gewandter Mann zur Aufsicht, Verwaltung rc. dauernd gesucht Directe ftaebf. sind nickt bedingt. Off. unter H. 100 postl. Berlin, Postamt 88.(4898 11A die Decke ge- All» HU wonnen.(4908 4903) Ein Bursche, der Ackerbau ver- steht, wird gesucht. Emil Lotz, Kirchenplatz. Sandformer auf Baugußstücke zum sofortigen Eintritt gesucht von Remy Reifenrath 4835)_____________in Herborn._____ 4857) Eine feine Lebensversicherungs- Gesellsckaft sucht für Gießen einen wirklich thätigen Hauptagenten mit Aussicht auf nachdrücklichste Unterstützung. Offerten unter X. Y. in der Exped. d. Bl. nieder rilegen. Ein braucs Dienstmädchen, in der Küche und im Haushalt gleich tüchtig, gesucht. (4891 Näb. in der Exped. ds. Bl. Vermiethungen. 4896) Ein kleines Logis per 1. August zu vermtethen. Chr. Rosenberg 4905) Ein kleines Logis zu ver miethen. C. 156 Löwengasse. 4489) In meinem Nebenhaus ein Mansarden-Logis, 7 Piecen, nebst allen Bequemlichkeiten, sehr vortheilhaft, billig per 1. Oktober zu vermiethen. __________H Becker, Anlage C- 26. 4005) Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen. M. Wetßbäcker 4756) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Georg Mohl, Neustadt.___________ 4749) Der untere Stock meines neuerbauten Hauses, bestehend aus 6 Zimmern und allem Zubehör, zu vermiethen- Christian Perri V. 4490) 2 Logis — per Monat 10 M. und 16 M. — an ruhige L^ute zu vermiethen. ________________________________Lit- D- 25. 4103) Der 1. und 2. Stock in meinem neuerbauten Hause am Riegelpfad zu ver- 4032) Eine Familienwohnung mit allem Zubehör zu vermiethen. _______________Krttz Fürst Ww. 4800) Einige Logis von 2-4 Zimmern sind zu vermiethen und können alsbald bezogen werden. Näh, durch I. Blitz. 4861) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Ludwig Dogt, Mühlgasse. v* A. 16 23-27 16 21-25 20 41—46 16 73-78 16 72- 77 9 55—59 4 20-25