sr* 1M4. Erstes Blatt. Sonntag den 26. Juni 1SS*4n Kießener "ItMgcr Intrige-- unb Amtsblatt für brn Kreis Gießen. Mroutt Schulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Lu-uahme bei Montags. ftrH# vierteljährlich 2 »ort 20 Pf. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Nachdem an mehreren Orten der Provinz Oberhefsen Erkrankungen an Flecktyphus, einer erfahrungsgemäß höchst ansteckenden Typhusform, vorgekommcn sind, hat sich die Nothwendigkeit sanitärer Maßnahmen ergeben, deren Wirksamkeit und Erfolg nur dann erwartet werden kann, wenn der einzelne Erkrankungsfall unverzüglich zur Kermtniß der Polizeibehörde gelangt. Es ist deßhalb aus Grund der Kreisordnung vom 12. Juni 1874, Art. 78, unter Zustimmung des KreiS-AusschuffeS und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. Mai 1881 für den Kreis Gießen und zunächst für die Dauer von 6 Monaten das nachstehende Polizei-Reglement von unS erlassen worden: . § 1. Von jedem Falle einer Erkrankung an einer typhusarligcn Krankheit (UnfcrlcibstDpbuo, Rückfalltypnus, Flecktyphus) hat der behandelnde Arzt, sowie Jeder, welcher nach Besichtigung eines Kranken auf die Heilung desselben bezügliche Rathschläge ertheill hat, unVcr^Ufllidb und "zwar unter Angabe des Namens, des Alters und der Wohnung des Erkrankten an das einschlägige KreiSamt schriftliche Anzeige zu erstatten. § 2. Unterlassung der nach § 1 vorgeschnebenen Anzeige wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet. Bestrafung tritt dann nicht ein, wenn jene Anzeige zwar nicht von dem Verpflichteten, so doch von anderer Seite unverzüglich erstattet worden ist. Diese Vorschriften werden hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 15. Juni 1881. Großherzogliches KreiSamt Gießen. Dr. B o e k m a n n. Bekanntmachung. GrvßherzoalicheS Ministerium bei Innern unb ber Justiz hat die Srianbniß zur Veranstaltung einer Verloosung von Vtch unb lanbwirlhschaftbchin Gerüchen bei Gelegenheit be« am 8. September b. I. zu Schotten abzuhaktenben lanbwirthschoftlichen Festes, sowie zum Vertriebe ber Loos. » 1 -* tn bet Provi- z Oberheisen ertheilt. Gießen, am 33. Juni 1881. Großherz»gliä>e« »reisamt Gießen. Dr. B^ tf mann. jß 7 f u ii u t m ach u u i). Gefunden : 1 «vrallenkettchen, 1 Poriemonnat« mit Inh all, 1 Paar Giacöhanbschuhe, 1 Vorstecknabel, 1 P^"nez, 1 weißer Hanbstauchen, 1 Sommerhanbschuh, 2 weiße Taschentücher, 1 Jacke, 1 Brache, 1 Sonnenschirm, 1 Babehvse, mehrere schlüssel. Zuaeflogen: 1 Kanarienvogel. (Stegen, ben 25. Juni 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Frntschland. 1) 2) 3) Darmstadt, 24. Juni. Seine SSntgl. Hoheit ber Großherzog haben AÜeranädigst geruht i Äm 18. Junt dem Obersteuercalculator 1. Klaffe Maximllian Frhrn. v. Deller sh et m auS Anlaß feiner Ernennung zum StationScontroleur bei ben Königlicd Preußischen Hauptzoüämtern Eleve, Emmerich unb Kaldenkirchen, fowie ben Königlich Preuhnchen Hauptsteuerämtern Krefeld, DuiLburg, Meuß, Urdinaen unb Wesel ben Eharakter als Zollinspector zu ertheilen. Darmstadt, 22. Juni. DaS Großherzogliche Regierungsblatt (Bei- maßgebend. , . 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Einverleibung mehrerer Grundstücke in dem Gebiete ber Ltanbes- läge Nr. 16) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen St-alsmimstenums, bie Anrechnung gileipeter MilitLtbier.ste bei Feststellung ber «r.ciennetäis-Verhältniffe ber Aspiranten für ben Staais- ober SchUbienst beir. Dieselbe lautet: Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnöblgst zu vervrbven geruht baß hii sichtlich ber Anrechnung ber von einem Aspiranten bei Staat«- ober Schulbienßes geleisteten MilttLroienste bei Feststellung ber AncienneiLls. verhältnisie die nachsolgeuben Bestimmungen beachtet werben: Denjenigen Aspiranten des Staats- ober Schulbienstes, welche vor Ablegung ber Staats- ober Schulprüsung in Srsüllung ber Militär- pflicht im Heere ober in ber Marine gebient haben, soll bie Zeit tiefet Dienstleistung bei Feststellung ihret Ancienn-täts-Dechällnisie insoweit in Anrechnung gekrackt werden, als hierdurch der rechtzeitige Beginn thier Stubien ober ihres Dorbereitung-bier.steS verzözerl ober bie vorschriftsmäßige Dauer ber einen bezw. be« anberen verlängert unb in Folge davon bie Ablegung ber vorgeschriebenen Prüfungen hinausgeschoben worden ist. , Die Zeit, «ährend welcher ein solcher Sipirant nach abgelegter staats- ober Schlußprüfung zu militärischer Dienststellung herangezozen wird, soll bei Berechnung ber Zeit ber bienstlichen Beschäftigung ober 23er« wenbung nach bestandener Staats- ober Schlußprüfung mit in »nrech- nung. bezw. nicht in Abzug gebracht werben. Die Bestimmungen unter 1 unb 2 beziehen sich lei «glich auf b e Feststellung ber AnciennetLts-Verhältnisse; bezüglich der Anrechnung er Militärdienste bei Festsetzung des Ruhegehalts im Falle einer Per^sio« nirung find die estischlagenden Bestimmungen ber bett- PensionSgefetze hetrlchast Gebern in bas Stammgut be« Gräflichen Hauses Stolberg-Werni» gerode betreffend 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Locomotiv-Betnib auf der die Fabrik-Aulagen von Tvckerhoff und Albert zu Amöneburg bei Eastrl mit dim Bahnhof Luroe verbindenden Anschluß-Bahn betteffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreißamts Mainz, die für da- Etat-jahr vom 1. Aprll 1881 b,S Ende März 1882 zur Bestreitung der Lom- munalBedürfniffe der Stadt Mainz zu erhebenden Umlagen betreffend. 5. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Opperheim, die Nich'. erhebung emer Umlage auf das S euerkopital der evangelischen Eonsesstont. angehörigen zu Sa,imShetm betreffend. 6. Bekanntmachung Großdrrzoglichen KreiSamtS Gießen, die Erhebung von Umlagen der Stadl Gießen für 1881/82 betreffend. 7. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg, die für das Iahr 1881/82 zur Bestreitung der Lommunal-Bedürfniffe der Gemeinde Vilbel zu erhebenden Umlagen betreffend. 8. UeLerficht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz gfrtbmutcn Umlagen zur Bestreitung von Eommunal-Bedürsniffen in den leraelitisrLen Reltgionr-Gemeinden des Kreises Gteßm. 9. ALwesenheitserklärungev. 10. Ordensverlechur.g. 11. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eine- fremden Ordens. 12. Eharakterertheilung. 13. Namens Veränderungen. (Schluß folgt). KranLreich. Pari-, 23. Juni. Tie Händel zwischen Franzosen und Italienern dauern fort; in Lhoi'y-lttRoi bei Paris erhielten ein Gärtner und ein anderer junger Mann Mefferstiche; der Italiener wurde verhaftet. 30 Piemontesen machten begehen unter Abfingung vrr Marseillaise für die Franzosen eine Kundzebuna. In Joizry schlugen fich italienische und srarzöfische Arbeiter; em Franzose wurde geiödtet, drei Jta!lerer wurden verhaftet. In Nariy wurde ein Minenarbeirer am Port Saint Vincent vorgestern von italienischen Arbeitcrn erstochen; fünf Italiener wurden verhaftet. Gestern Abend kam es in Laune Foy bei Lyon zwischen srarzöfischen und italienischen Arbeitern zu heftigen Kämpfen. E.n Ecmmiffar der Eentralxolizei von Lyon rückte mit einer Ablheilung Pol'ze Mannschaft nach Sainte Foy. In Marseille herrscht seit gestern Ruhe. 600 Italiener find gestern abzereist. Die Marseiller Itußland. i ^en sieben Italiener von einem bis zu drei Monaten Gefängniß und |/b /ranzosen, Bavestra, der die Bevölkerung gegen die Italiener aufreizte, • ' , • fern • 3al)re Gefängniß veiurthetlt. Marseille, 23. Juni. Diesen Nachmittag 2 Uhr wurden zwei Opfer chlägereien, Bouteille und Cervtn, zugleich beerdigt. Vor Cervins Sarge die Fahne der provencaltfchen Touristen, deren Mitglied er war, getragen und "Musik dieses Vereins spielte- Dec Maire nebst Beigeordneten und Gemeinde, 'then trugen die Zipfel des Leichentuches, die Geasd'armecie bildete die Hecke, ii. jte Volksmenge verhielt sich ruhig. Verschiedene Punkte der Stadt sind noch /'Militärisch besetzt. Eine große Anzahl J:aliener kehrt mit den Paketbooten llhpi Italien heim- — Wo in Rußland der Hund begraben liegt, das erkennt man besser als aus hundert Leit- und Leidartikeln aus einem offenen Briese des Staatsanwaltes Pawel 6 Bilwonski. Dieser Staatsanwalt hat auf Befehl des Ministers eine viermonatliche \ ' Reise in das Gouvernement Orenburg gemacht, um die Gerichtsbehörden zu inspiciren. l'. Lr berichtet darüber: „Ich sah Richter die Gesetze mit Füßen treten, ich sah die ssnifche Willkür der Polizei, die rohe Gewalt gegen die Schwachen walten; rings um Mr rüch her war ein entsetzliches Stöhnen. Ich befrei e Schuldlose, die noch einige Jahre - ch ihrer erfolgten Freisprechung durch's Gericht im Gefängniß zurückbehalten und f «einigt wurden. Ich hörte Klagen von Bäuerinnen, die auf Befehl unb im Beisein Polizel-Commissartus gefoltert und mit glühenden Zangen gezwickt wurden, und fir lediglich deßhalb, weil sie es wagten, sich ihrer nqlücklichen Ehemänner anzu- > men Ich überzeugte mich, daß zwischen mir und den Ortsbehörden, deren Thätig- •u meiner Controle unterlag, nichts gemein sei. Eine tiefe Kluft t ennt uns. Es iarcn das Menschen, von denen man nicht ohne innere Empörung und ohne Unwillen ij arechen kann. Sie schacherten willkürlich mit dem Gesetz und machten es zum schänd- J schen Werkzeug, das ihnen alle Lebensgenüsse brachte und anderen dm letzten B-ssen 6 Brod raubte. Man glaubt es kaum, welch' erstaunliche Gewandtheit sie besitzen, die ifl Seufzer ihrer unglücklichen Opfer zu unterbrücfeu unb selbst bem feinsten Ohr unhör- U bar zu machen! . . . Im Krankenhause waren nicht mehr als 5 bis 6 Bettitellen unb i die Kranken mußten sich oft auf ben Dielen neben ben Leichen ihrer Leidensgefährten H walzen. Es ift dies nur ein Theil jener Thatsachen, b-e seinerzeit ausführlich mit- Jl getheilt würben. Das Gefängniß zu Jlezk, unweit Orenburg, staub ebenfalls unter // meiner Eontrole. Zum Gefangnißinspector bafelbft würbe ein wegen Bestechlichkeit if aus bem Dienste gejagter Polizei-Commifsarius ernannt, ber nach der Meinung Aller, die ihn kannten, bes Eigennutzes wegen zu jedem Verbrechen fähig war. Die Thätig- , leit dieses Jnspectors zeigte sich bald im gräßlichsten Licht; die barbarische Behandlungsweise der Gefangenen fing an, einen bestialischen Character anzunehmen. Man schlug sie nicht, klagten vor mir die Zeugen, sondern man erschlug sie; man schlug sie so lange, bis sie das Bewußtsein verloren, dann begoß man sie mit Wasser und schlug sie wieder mit bem, was gerabe in bie Hänbe kam: mit Absätzen. Thürschlössern, eisernen Ketten ober mit Flintenkolben. Es war gerabe, als ob man Thiere schlachtete. Dann banb man alle mit einem Stricke zusammen unb schleifte sie an ben Füßen auf ben Hofraum bes Gefängnisses. Die Unglücklichen bildete' vier Haufen voll blutiger Geschwulst, menschliche Wesen konnte man ba gar nicht mehr unterscheiden" u. s. w. Einen Orben für ben Brief hat ber Staatsanwalt nicht bekommen, er würbe abgefetzt, denn in Rußland ist die Wahrheit, selbst wenn sie bie Staatsanwälte sagen, nicht beliebt: unb bie Zeitung, bie ben Brief abbrurfte, wurde unterbrücft. Staatsanwalt unb Reba'ctcur sinb nun Arm in Arm unter bt Nchil sten gegangen. nommenen Inventar um 93,537 JC 97 überschuldet, welche Ueberschuldung nach einer Berechnung des L. H. Strauß unter Mitwirkung seines Anwaltes sich auf 280,461 jl 66 3) erhöhte. AlS eine der im Concurs des L. H. Strauß angemeldeten höchst verdächtigen Forderungen erschien diejenige, welche Levi Kramer von Griedel am 18. September 1878 liquidirt hatte. ES wurde daher am 31. Oktober 1880 gegen den Angeschuldtgten die Eröffnung der Voruntersuchung beantragt und wurde diesem Anträge auch am 14. Januar 1881 stattgegeben. Daß Ergebniß der gegen Levi Krämer eingeleiteten Untersuchung führte denselben beute auf die Anklagebank deS Schwurgerichts unter der Anschuldigung, „daß er am 18. Eeptbr 1878 im Interesse des Kaufmann«' L. H. Strauß zu Friedberg, welcher seine Zahlungen eingestellt, oder um sich oder einem Anderen Vermögenövortheil zu verschaffen, ervichtete Forderungen geltend gemacht babe.'^ D'e Geschworenen erkannten den Levi Krämer des ihm zur Last gelegten Verbrechens für überführt, worauf derselbe in eine Gefängnißstrafe von sechs Monaten verurtheilt wurde. — Ueber den von uns gestern erwähnten Kometrn schreibt die „Frankfurter Zeitung-. Der von dem Astronomen G ould In Cordoba (Südamerika) Ende Mai d. I. entdeckte Komet, der bisher nur in südlichen Gegenden sichtbar war, ist nunmehr auch über unserem Horizont erschienen. Schreiber dieses sah ihn mit bloßen Augen am Donnerstag Abend von ungefähr, ohne ihn zu suchen, woraus hervorgeht, daß seine Helligkeit groß genug ist, um ihn trotz der die ganze Nacht anhaltenden Dämmerung für Jedermann auffällig zu machen. Im Fernrohr freilich ist die Erscheinung viel deutlicher. Er stand am Norbwest Himmel im Sternbilde deS Fuhrmannes unb glich einem Sterne zweiter Größe, der von einer nebeligen Waffe umgeben war, ein nach oben gerichteter (von der Sonne abgewendeter) Schweif von einigen Graden Länge ging von ihm aus. Auf der Sternwarte Kiel wurde er in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni beobachtet und sein Ort bald nach Mitternacht folgendermaßen bestimmt: RektaS- cenfton 830, Deklination 40i/2°, erstere täglich um fast 1°, letztere um fast 5° zunehmend, so daß er im raschen Laufe am Himmel gegen den Nordpol hin aufsteigt und die Sternbilder deS Fuhrmanns, der Giraffe unb des kleinen Bären durchzieht. Wenn das Wetter günstig ist, so wird er die ganze Nacht hindurch sichtbar sein, bis er durch den anbrechenden Morgen ausgelöscht wird. Gießen, 25. Juni. Zur Richtigstellung von verschiedenen im Publikum curfirenden Nachrichten über ein demnächst in der Stadtverordneten Versammlung zu berathendes Local- Reglement, die Beaufsichtigung ber Hunde in der Stadt Gießen betr., lasten wir nachstehend den Entwurf desselben im Wortlaut folgen: Local-Reglement. Betreffend: Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provtnztalhauptstadt Gießen. Zur Verhütung von Beschädigungen und Belästigungen durch Hunde, welche frei und ohne genügende Beaufsichtigung durch ihre Besitzer herumlaufen, wirb — abgesehen von den bereits bestehenden gesetzlichen Vorschriften in Art. 257 des Polizetstrafgesctzes, sowie in § 367 pos. 11 des Retchsstrafgesetzes auf Grund des Art. 56 der Städteordnung nach Anhörung der Stadtverordneten - Versammlung und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums deS Innern und der Justiz vokn . . . . 1881 zu Nr. M. d. I. . . . . für die Pro- vtnzialhauptstadt Gießen verordnet, wie folgt: § 1. Es ist untersagt, Hunde in dem, dem Publikum geöffneten Großherzozltchen Botanischen Garten, in den städtischen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhofen frei — d. h. ohne daß sie an einer kurzen Leine oder dergleichen gehalten werden — umherlaufen oder die Gebüsche, Grasplätze unb Beete in denselben betreten zu lasten. § 2. Das Mitnchmen von Hunden auf den Friedhof, in öffentliche Dienstgebäude, in I Wirthicbaftslocale innerhalb der bewobnten Theile der Stadt, auf den Wochenmarkt, den । Jahrmarkt und zu öffentlichen Festlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde, welcher Art sie auch sein mögen, zur Nachtzeit auf der ! Straße frei Herumlaufen zu lasten. § 4 Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vom 16. No« Telegraphische Depeschen. ®olfT< telegr. VOnesr>o»de»r«Bxr« au Sortttiunb, 24. Juni. Die „Dortm. Ztg." berichtet: Aus der Zeche „ßouife Tiefbau" fand heute Nachmittag 3 Uhr eine Explosion schlagender Wetter statt. Des Nachmittags 5 Uhr waren 5 Tobte und 4 schwer Verwundete herausgeschafft. Die Zahl der Verunglückten ist noch nicht bekannt. Loudon, 24. Juni. Im Unterhause antwortete der Secretär der Admiralität, Trevelyan, auf eine Frage des Depulirten James, eme neue Art Kriegsschiff sei der Gegenständ der ernstesten und sorgfältigsten Erwägung der Admiralität unter Berücksichtigung der Vorgänge auf den italienischen und französischen Regierungswerften gewesen. Ein neuer Typus sei bereits bc- schloffen und er hoffe, dem Hause bald weitere Mittheilung darüber machen zu können. Rom, 24. Juni. Wie der „Dtritto" erfährt, hat zwischen der französischen und italienischen Regierung ein Austausch freundschaftlicher Mittheilungen stattgefunden, wobei beide Regierungen gegenseitig den festen Willen 6e» kündet hätten, das durch die Jntereffen beider Länder erforderte ruhige Einvernehmen rasch wieder herzustellen. Rom, 24. Juni. Ueber die in verschiedenen Städten stattgehabten Demonstrationen liegen folgende weitere Meldungen vor: In Mailand zog am 23. ds., Abends, eine Volksmenge unter Hochrufen auf den König und die Armee vor das Präfekturgebäude, ging aber auf die Aufforderung des Präfekten, welcher erklärte, daß die Regierung die nationale Ehre zu wahren wiffen werde, ruhig auseinander. — In Palermo wurden anläßlich der gestrigen Demonstrationen einige Verhaftungen vorgenommen, ebenso in Turin. — In Messina fand gestern ebenfalls eine Demonstration statt, doch zerstreute sich die Volksmenge, nachdem die gesetzliche Aufforderung hierzu erfolgt war. . Neapel, 24. Juni. Gegen 100 Studenten verlangten heute von dem Präfekten die Freilassung von 34 gestern verhafteten Individuen. Der Präfekt versprach, dem Verlangen nachzukommen, wenn den Verhafteten nichts vorzuwerfen sei. — Die Königin beftteg heute oen Vesuv. Palermo, 24. Juni. Einige Hundert Studenten versuchten gestern wiederholt vor dem französischen Consulat Demonstrationen zu veranstalten, \r\ zerstreuten sich aber, da sie sich von Truppen in ihrem Vorhaben gehindert | sahen, ohne weitere Aufforderung abzuwarten. Madrid, 24. Ium. Der diesseitige Consul in Dian schätzt die bei i k Sajida von den Arabern ermordeten Spanier auf 100, die Zahl der Ver- I wundeten oder Gefangenen soll gegen 400 betragen. । Petersburg, 24. Juni. Die Fürstin von Montenegro ist mit ihren Kindern und Gefolge gestern Nachmittag von hier abgereist. Der zum Gefolge der Fürstin gehörige Wojewode Plamenaz mußte jedoch dem „Golos" zufolge hier zurückbleiben wegen einer Verwundung, welche er in Folge eines j auf ihn von dem hier ansässigen Montrnegriner Dschuraschkowitsch gemachten Angriffs erhalten hatte. Dschuraschkowitsch war gestern bei Plamenaz erschie- , r.en und wollte ihm mit einem Säbelhieb den Kopf zerschlagen, brachte ihm jedoch nur eine Wunde an der Hand bei. Plamenaz zog hierauf seinen Re- | volver und erschoß seinen Angreifer. Die Untersuchung über diesen Vorfall ist eina-l-itet. Lokales Gießen, 25. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 24. Juni l. I: Gegen Levi Krämer von Grieb«!, wegen Bankerutts. Löb Hermann Strauß in Frtebberg, em Schwager bes Angeschulvigten, meldete , am 8. April 1878 feine Insolvenz an. Das Vermögen des Strauß war nach dem aufge- vrmbrr 1874, bie Hunbesteuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu führende DeclarationS- reglster eingetragen ist, erhält der Besitzer des Hundes eine Blechmarke mit fortlaufender Nummer, welche der Hund auf der Straße k. stets am Halsbande oder am Maulkorb zu tragen hat. § 5. Alle bissigen Hunde, ferner alle größeren Hunde, namentlich Bullenbeißer, Bulldoggen, Metzger- und Schäferhunde, Neufundländer, Bernhardiner, Leonberger unb Ulmer Hunde, bann alle an einem Fuhrwerk angespannten ober zur Bewachung irgendwie angebunbenen Hunde, endlich solche Hunde, bezüglich welcher die Polizeibehörde deßfallsige besondere Anordnung getroffen hat, müssen innerhalb der bewobnten Thetle der Stadt oitf ber Straße mit einem daS Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sein ober an einer kurzen Leine ober dergleichen geführt werden § 6. Huncc. weiche in dem Großhcrzoolichen Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie den Anlagen vor den Bahnhöfen (§ 1) ober zur Nachtzeit auf der Straße ($ 3) frei unterlaufen, ober welche auf bei Straße rc. nicht Die in § 4 vorgeschriebene Blcchmaike tragen, oder ber Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sind, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen eingefangen unb Dem Wasenmeister überliefert werben, sofern ber Eigentümer nicht zur Stelle ist unb b'n Hunb in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe ber Hund« erfolgt an ihre gehörig leguimirte Sigenthümer oder Besitzer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach bem Einfangen ber Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. Die binnen der genannten Frist nickt ausgelösten Hunde werben zu Gunsten der Gemeindekaffe veräußert ober getödtet. Durch vorstehende Bestimmung wird bas gegen bie Eigenthümer ober Besitzer ber Hunbe wegen Übertretung ber Vorschriften dieses Reglements bezw. der Verordnung vom 16. November 1874 die Hundesteuer betreff, einzuleitende Strafverfahren nicht berührt. § 7. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben citirten Bestimmungen des Polizeistrafgesetzes ober des Reichsstrafgesetzbuchs An- wenbung zu finbtn haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. öermifebtee. Karlsruhe. Die aus amtlichen Quellen kommenden Mitthellungen über die Ernte- AuSsichten im Großherzogthum Baben im Jahre 1881 lauten übereinstimmend sehr günstig. Das Wmtcrgetrride ist fast überall in befriedigendem Zustande, wenn auch an einzelnen Orten Mäusefraß dem Roggen geschadet hat. Man erwartet eine gute Körnerernte, wogegen die Stroh» ernte unter dem Durchschnitt bleiben dürfte. Der Reps steht im Allgemeinen gut, nur im Kreis Offenburg flogt man über Schaden durch ben Glanzkäfer. Die Sommerfrucht läßt nichts zu wünschen übrig. Weniger günstig lauten die Berichte über Futtergewächse. Klee und Luzerne haben durch Mäusefraß an vielen Orten gelitten. Die trockene und kühle Witterung der letzten Monate hat, mit Ausnahme der Wafferwiesen, ben Hruwuchs beeinträchtigt, der wohl unter Durchschnitt bleiben wird; nur im Schwarzwald steht «ine befriedigende Heuernte zu erwarten. Die Berichte übet dir Hackfrüchte lauten günstig. Der Stand ber Reben ist sehr erfreulich, an vielen Orten rechnet man auf einen vollen, tn der Mehrzahl jedenfalls auf einen mittleren Herbst. Von den Obstbäumen versprechen Kirschenbäume ben reichlichsten Ertrag, Steinobst unb Nußbäume haben durch bie kühle FrühjahrSwitterung gelitten Auch machen sich jetzt erst recht die Nachweben der Winterkälte von 1879/80 geltend, Infolge deren manche Bäume jetzt erst absterben, nachdem unmittelbar durch ben Frost große Lücken in die Baumbestände gerissen worden sind. Stromberg, 18 Juni. In der letzten Woche wurde in einem der Wolff'scken Kalksteinbrüche hier ein interessanter Fund gemacht In einer Höhle, wie sie tn den Kalkfelsen häufig Vorkommen, fand man das Knochengerüst eines Höhlenbären. Nach der Größe und Stärke der Knochen zu schließen, muß das Thier mindestens 2,5 biS 3 M. lang und fast 2 M. hock gewesen sein. Die Zähne, deren 16 an der Zahl gefunden wurden, sind von gewaltiger Größe. Ueberreste dieser vorweltlichen Art werden in ben sogenannten Knochenhöhlen, Klüften oder Grotten, die vorzüglich tn Kalkformationen am Gehänge bet Thäler Vorkommen, in Deutschland, England unb Frankreich gefunden. Nach Bronn ist die Menge der Knochen von Höhlenbären jeden AlterS in manchen Höhlen so groß, daß auf Hunderte von Individuen geschloffen werden muß. Diese mögen theils gleichzeitig, theils in einander folgenden Generationen Dort gewohnt, ihre Beute eingetragen haben und endlich auSgestorben sein. Der Höhlenbär war Zeitgenoffe des Mammuth. Köln, 21. Juni. Die Sprengung ber Bresche in der Stadtmauer am 11. d. M.» welche durch das Westfälische Pionier-Bataillon Nr. 7 aus Deutz bewerkstelligt worden ist, geschah in folgender Weise: In die Futtermauer des sogenannten Seilerwalles, ^nach der Wallstraße zu, wurden vier Minen gelegt, die mit je 5 Kg. Pulver geladen wurden; unter dem Halbthurme wurden fünf Oefen angebracht, von denen zwei mit je 12, einer mit 20, einer mit 60 und einer mit 61 Kg. Pulver geloben wurden. Im Ganzen sind fofnit 185 Kg. Pulver • bei der Sprengung zur Verwendung gelangt; die Ladungen waren nach den bezüglichen Vorschriften, doch in Anwendung berechtigter und weiser Vorsicht so berechnet, daß man es vorzog, eher eine zu geringe Wirkung zu erzielen, aI8 irgend einen Unglücksfall hervorzurufen, was acons n Bor >» bit wf b« tnbtn t?Otab Itbmb insofern lh« übt, tn t, btn btischa jt (§3) chmau» Kaul- nb ttm junb in ntbümtt mb nitt 6. aticnfi? ummtt, bat. , Hunt«, Hundt, [trofft! Btißtn Mm !tntinbr ntbümtt tr Barn nicht t unb n btn 5 36? 10 btt 8 bt8 1 Pro- Sattle«1’ tö»' “4 unbfrf , von 8r E gss ll> * 20, Vf tS t Stntt' ■ aünstiS- n 0«? it Sttth- nut W sßt nichts D ßöJ,Tn‘ -er I(i^* olil unta erwart' rulich'«" üiittltr« i*5 geb. den 5. Mai. 30. den Denselben. Dem Lappenmacher Friedrich August Lrekschmar ein Sohn, August Karl Hermann, geb. den 22. Mai. Denselben. Dem Schuhmacher Christian Schönhal« eine Tochter, Anna Christiane Latharine Iobanna, geb. den 14 Mat Auszug aus den Standksamtsrkgistern des Standesamts Eichen. Vom 18. dis 25. Juni 1881. Aufgebote. 20. Juni. Ltga'renmacher Üaöpar Keßler, Wittwer, von Garbevtetch mit Ehrtstrne Junker, geb. Dort, Wittwe des Taglöhn«« Johannes Junker, von Beuern. 20. Pfarrer Denselben. Dem Fuhrmann Philipp Hillgartner eine Tochter, Johanna, geb. den April. Denselben. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Wagner eine Tocht«, Anna Katharine, aeb. 27. Mai. ° Auszug aus drn Kirchenbüchern der Stadt Eiehen. Evangelische Gemeinde. (Getraute. Den 19. Juni. Wilhelm Wagner, Schnerdmüller dahier, des Ackermanns Heinrich Wagner in Groß Buseck ehei. Sohn und Unna Marie Hahn, des verstorbenen Ackermanns Wilhelm Hahn in Groß Buseck edel. Tochter. Den 23. Juni. Philipp Röder, Herdfabrikant tn Darmstadt, ein Wittwer, und Auguste Busch, des verstorbenen Kaufmann« Karl Busch ehel. Tochter. Handel und Verkehr. Gießen, 25. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkr, kostete Butt« p« Pfd. 75 H dis X 0.85, Hühnerei« 1 Stück 5 H Entenei« p« 1 Stück 6 H, 2 St. 11 H, ALnseeier 1 Stück 000 4 Käse pn S'ück 5—11 4, KLsematte pn Stück 2—3 4, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 811« 24 X Tauben da« Pa r 0.60—0.75, Hühner p. St X 1.20—1.50, Hahnen p. St. X 0.50 — 1.50, Enten per Stück X 1.80 2.00, Ochsenfletsch 66--00 per Vfd., Kuh» und RindstetsL 48- 50 H, Kalbfleisch 40- 44 Hammelfleisch 68 70 E dweinefleilch 62—68 -3t, Kartoffeln ver 100 Kilo X 5 50— 5 80 Zwiebeln p. En ,<24 dis X 25, Milch per Liter 16 und 18 H, Kirschen das Pfund 20—30 Gießen, 23 Juni Auf dem am 21. d. Monat« dahi« abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1670 Stück Rindvieh und 400 Stück Schweine. Die Preise blieben di« aegen Ende de« Marktes denen d« legten Markte gleich, später wurden dieselben sehr gedrückt. Rächst« Markt Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. Juli d. I., am letzteren Tage auch Kräm«markt (Azrschenmarkt). Denselben. Dem Metzger Karl Sack ein Sohn, Eduard Karl Heinrich, geb. den 26. Mot. Den 22. Juni. Dem Lohnkutscher Heinrich Mahl« ein Sohn, August, geb. den 5. «tant Beerdigte. Den 17. Juni. Marie Seng, geb. Sang, Ehefrau des Metzg«s Johannes Sena, a'.t 29 Jahre 8 Monate 21 Tage, gestorben den 15. Juni besonders mit Rücksicht auf die tn groß« Rähe d« Sprengstell« befindlichen, zum Theil recht baufälligen Gebäude geboten «schien. Das Laden d« Minen und die Zündung geschah durch Prrmi«.Lieutenant Riedel, den Adjntaaten des Pioni« Bataillon«. Die Zündung «sclgte mittels des dvnamo-eectrilchev Zündapparates; eine für alle Fälle noch pest.eckte Reservezünd- leitung aus schnellbrennend« Zündschnur trat nicht tn Wirksamkeit. Zu«st wurden die Minen tn d« Futtermauer des Setlerwalle« gleichzeitig gezündet und dadurch d,e Mau« tn der be absichttgten Ausdehnung umgelegt. Demnächst wurden die fünf Osten unt« dem Halbthurme mit der Leitung verdünnen und demnächst gletchzettig gezündet. Die Wirkung entsprach voll» ständig den gehegten Erwartungen das Mauerweik de« Thurmes brach in sich und nach außen zusammen, ohne daß Steine erheblich weit fortgeschleudert wurden Die richtige Berechnung und die fachgemäße, praktische und glückliche Ausführung stellt den Osfiei«en unb Mannschaften, die mit dem Manöver betraut waren, das glänzendste Zeugnis aus. — sBorficht bei der Diphtheriei«.] In Berlin erregt, der durch Blutvergiftung er» folgte Tod eines geachteten Vür.,ers tn weitesten Kreisen Thrtlaabm». D« Verstorbene, ein tn der Rosenthalerstrabe wohnbaft« Kaufmann, besah ein 3jährtge« Töchterchen, welches an der Dtpbih«itts schwer erkrankt liegt. Die um das Leben ihres Lieblings ängstlich besorgten Eltern lösten sich in den Nachtwachen am Lag« ihres Kind,« ab und d« Bat« war vor etnigen Tagen eben dabei, dem operirten Kinde die Mundböble zu pinseln, als etwas von der Flüssigkeit derausjprttzte und dem dicht am Munde des Kinde« befindlichen Vater tn den Mund und tn « Auge traf. Leid« mast dies« dem Vorkommnis hin, Wichtigkeit bet, bis die innere Mundhöhle und das Auge, wie die ganze linke Gesichtspartie unnatürlich anschwoll. D« Arzt «kannte sofort Blutvergiftung und traf die geeigneten Maßregln Trotz Hinzuziebens noch and«« Aerzte verschlimmerte sich die Krankheit so rapid, das der Tod nach b Tagen eintral Es mahnt dies« betrübende Vorfall wird« daran, bei der Behandlung von dtphthertNsch Kranken mit größt« Vorsicht zu v«fabrrn. Getaufte. Den 19. Juni. Dem Wirth Jakob Hellendem eine Tocht«, Lina, geb. den 30 April. Denselben. Dem Kaufmann Karl Schwaab- ein Sohn, Friedrich Marimtlien Wilhelm. Nehlfieberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd tf. W Dietz in Gießen. Bremen, 22. Juni. fP« transatlantischen Telegraph s Der Postdampf« Frankfurt, Eapt. F. Klugkist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welch« am 5. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Otto Heinrich Schön« von Erbach mit Sidonie Elvin, Auguste Web«, ToLt« des praktische, Arzte« Dr. H.rmann Weder von Gießen. 23. Oeeonem Georg Friedrich Reges von Esch born mit Elliodrch« Ma«, Mathilde Schellhaas, Tochter des verstordenen Matenal B«walt«S Jacob Schellboa« von Gießen 24 Kaufmann Karl Heuzeroth von Wölferlingen mit PhiU» pme Emilie Heldia, Tocht« des Bierbrauers Gottfried Lhntzlan August Heldig von Weilburg 24. Arbeiter Hnnrich Koch von Appenrod mtt Kathanne Die^, Tochter des Landwinds Heiu nch Dietz von Bravnschwend. Eheschließungen. 22. Juni. Oeeonom Wilhelm Kitz von Kloppenheim mit Marte Karolin, Henriette Marr, Tochter des Müblenbesitz«» Konrad Marr von d« Reumühl« bei Dorlar. 13. H«d, sadnkant Pdilipp Röder Wittw« von Darmstadt mtt Auguste Busch, Tocht« des derstorbenen Kaufmanns Karl Busch von Gießen Geborene. 11. Juni. Ein Sohn von auswäns, Karl. 12. Eine Tocht« von auöwäns, Magdalene. 12. Dem Kaufmann Fr.edrtch Karl Web« ein Sohn. 13. Dem Briefträger Philipp «tckel eine Tochter, Eleonore. 13. Ein Sohn von auswärts, Karl Bernhard. 17. Dem Polizei- Se«etär Montz Kräm« em Sohn 17. Dem Kutscher Wilhelm Ltch eine Tocht«, Man«. 19. Dem Fabrikarbeiter Johann,« Kell« ein Sohn, FNednch Adolf. 19. Ein So-n von aus wärt«, Karl. 20. Dem Schmied Georg Schäf« ein Sohn. 20. Dem Schuhmacher Iusms Wilhelm Kramer ein Sohn. 21. Dem Taglöhn« Johannes Nicolau« wage! rtn Sobn August. (Gestorbene. 23. Juni. Schuhmacher Heinrich Daniel, 22 Jahre alt, von Mandnbach. 23. Land» wirth Ehristian Wagenbach, 23 Jahr, alt, von M«end«g. 24. Antonie von Heimrod, grd. Seijel, 58 Jahr alt, Wittwe des Major« Karl von Heimrod. zu bedeutend herabgesetzten Preisen. (4322 A.Fangmann, Müsenplah. zu Maurer 4316) Uerlag und Ledartion der Hessischen Worgemeitung. Crdbeer Bowle Ilchen Arbeiten, nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt befindliche angesehenste dem 1. Januar 1880 Steinhauerarbett, Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Weißbinderarbeit, 251 HO 410 120 47 120 ver- Cvrsetten in großer ÄuSwahl in allen emvsieblt billigst A. Fangmann. 'Vbnhksßsche Eisknbahlitll. Mit sofortiger Gültigkeit ist der Tarifsatz des Specialtanfs 111 zwischen Lieh und Ostenbach von 0,37 X auf 0,32 X und derjenige zwischen Lich und Hanau von 0M X auf 0,32 X pro 100 kg ermäßigt worden. Gießen, den 21. Juni 1881. 4302) Großherzogl. Dtrectiou. Bucdcnstämme, welche stch zu Boblen, sowie auch ;u Fleischslöcken für Metzger eignen, liegen am Oberhessischen Bahnhof zur Ansicht und sind billig abzugeben durch 4323) K Jung, Kleinlinden. 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