Nr. 27S. Freitag den 25. November «««». Weßener Anzeiger An^ige- unb AmtsbM für hrn Kreis Gießen. Bureau: e$ulfUafceH. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme bc<3 Montags. Prei«mertelsSH:Iich 1 Mar! 20 Pi. mit BruMrlohn. Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pt. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die einheitliche Regelung der deutschen Rkchtschreibunq in den Schulen. Gießen, am 23. November 1881. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commisfion Gießen an die Schulvorstande des Kreises. Nachdem durch Verfügung Großherzogltchen Ministeriums des Innern und der Justiz, Abthetlung für Schulangelegenheiten, vom 22. August l. I., Amtsblatt Nr. 4 vom 3. September, die Einführung des bei Arnold Berg st räß er in Darmstadt erschienenen Büchlein-: „Regeln und Wörterverzeichniß für die dlutscke Rechtschreibung- für den Gebrauch in der Schule bestimmt ist, so wollen Sie dafür Sorge tragen, soweit dies nicht bereits geschehen, daß dasselbe zum Preise von 15 H für die Schüler, am geeignetsten durch Gemeinbevorlage, angeschafft und in Gebrauch genommen toirb. __Dr. Boekmann._________________________________________________________________ Bekanntmachung. • . Auf dem vorgestern dahier abgehaltenen Viehmarkt ist ein Kalb zurückgeblieben, dessen Eigcnthümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Derjenige der Ansprüche an dieses Kalb machen zu können glaubt, wird aufgefordert, seine Ansprüche binnen 4 Wochen bei der unterzeichneten Behörde vorzubrtngen, widrigenfalls das Kalb a!S gefundener Gegenstand behandelt werden wird. Gießen, den 24. November 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. (7715 Deutschland. Darmstadt, 23. November. Se. Köntgl. Hoheit der Großherzog nah- men heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Oberstlteutenant und Flügrladjutant v. Herff, den Obnstlieutenant v. DreSky, den Major Graf Lüttichau, vrn Rittmeister ä la suite Hryl, den Forstmeister Haberkorn aus Gteßen, den Decan Grüoe aus Manflirgen, den Ob-rbürgermeisttr Ohly; zum Vortrag bin StaalSministcr v. Starck, den Geh. Staalsrath Fu ger und den Mlnisterialprändenten Schletrrmachkr. AuS Hessen-Darmstadt, 22. November, schre.bt man dec „Frkftr. Ztg." : Wir erfahren, daß bei dem d.wnäckst zusammentielenden Landtage der Antrag gestellt werden wird, d'e Landes-Universität Gießen auszuheben, und dagegen alljährlich an 200 Staatsangehörige, welche deutsche Universitäten besuchen, eine staatliche Subvention von 500 JL zu bewilligen. M l Annahme dieses Antrages näre nicht nur dem Bedürfnisse des Staates vollständig gei ügt, sondern demselben auch alljährlich eine Summe von mindester s 200,000 JL erspart, da die obenerwähnte Staatssubvention höchstens 100 000 JL benagen köm te, wogegen der Staat bisher für bte Unioeisirät Gießen alljährlich über 200,000 JL verausgaben mußte. Tie Annahme des Antrages würde die Provinzialhauptstadt Gießen allerdings rmpfirdlich schädi- gen; dieselbe kann aber richt verlangen, daß der Staat ihr zu Liebe alljähr- uch 200.000 v4L u> nöthiger Weise lerautgabt. — Ta der hessische Staat die oberhessischen Bahren zu 40,000,000 cft erwerben mußte, diese aber nicht die geringste Rente erg.ben, so muß die volle Verzinsung dieser im Interesse der Provinz Oberhissen gemachten Ausgabe von den Steuerzahlern deö Lm deS ausgebracht werden, wodurch die Stadt Darmstadt alljährlich mt rinem De» trage von über 100,000 v4L in Mnleiden'chast gezogen wird. — (Anscheinend ist vorstehende Correspondenz die Antwort auf eine vorhrrgegangene Nachricht, daß es beabsichtigt sei, die lechnische Hockschule in Darmstadt aufzuheben und m,t unserer Hochschule zu vereinigen. (Siehe Nr. 269 b. Bitte.) Ob etwa- Wahres an frag!. Correspondenz ist, müssen wir wohl abwarten. D- R.) Berlin, 22. November. Fürst Bismarck verbleibt zunächst und, wie man anntmmt, wohl den Winter hindurch in Berlin; ob er sich viel oder überhaupt an den Reichstags-Verhandlungen bethrüigen wird, ist eine andere Frage. Es wird vielfach bezaeiselt. B^meikenswerth ist eui Schreiben, welche- der Reichskanzler als Erwiderung auf eine Ad-esse eines Vereins des Wedding-Stadttheils an den Absender geschickt hat. Dasselbe lautet: Berlin, den 15. November. Die von Euer Hochwohlgeboren in Gemeinschaft mit Bewohnern des Wedding-Stadttheils unter dem 27. September b. Js. an mich gerichtete Adresse habe ich empfangen und freue mich des in derselben ausgesprochenen Einverständnisses mit meinen Bestrebungen. Ich werde an den Grundsätzen, nach welchen ich die Reform unserer steuerlichen und socialpolitischen Gesetzgebung in Angriff genommen Hobe, festhalten, so lange ich Minister bin, und mich durch Vermmderunz der Aussicht aus baldigen Erfolg von dem Bekenntmß meiner Ueberzeugunz nicht abhalten lassen. Ich sage Ihnen und allen Herren, die sich an der Abrisse vom 27. September b. Js. betheligt haben, verbinblichsten Dank und habe mich über die geschmackvolle Ausstattung Ihrer Kundgebung gefreut, v. Bismarck. Sr. Hochwohlgeboren Herrn R. v. Hartwig, hier. — Das Präsidium des Reichstage- wird, sobald es der Gesundheitszustand des Kaisers erlaubt, von demselben in Audienz empfangen werden. Der Präsident Herr Levetzow wird die am Pariser Platz im Blücher-Palais belc- gene Präsidial'Wohnung gleich seinen Vorgängern, den Herren v. Goßler und Graf Arnim, nicht beziehen, fordern in den von chm (als LandeSd rector der Provinz Brandenburg) bewohnten Räumen „Unter den Linden 21" verbleiben. — Die durch Bundesratbs-Beschluß vom 7. Juli d. Js. angeordnetrn neuen Wechselstempel-Malken werden vom 1. k. Mts. ab eingesührt und die Form eines liegenden Rechtecks und eine Stelle zur Eintragung deS Entwer- thungs-Dermerks haben. — Der Kaiser ist, wie gestern bereits gemeldet, nur zur Schonung ge- nöthigt; daS letzte Unwohlsein war durchaus vorübergehender Natur. Daß die öfteren Rückfälle von Erkrankungen deS hochbetagten Monarchen die Umgebung desselben besorglich machen, ist begreiflich Glücklicher Weise können wir melden, daß der Kaiser in seinen Arbeiten keine Unterbrechung hat etn- treten lassen und heute auch wieder alle Vorträgi ^ntgegengenommen hat. — Im Reichstage beschäftigen sich die Fraktionen mit den Vorbereitungen zur Düdgeldkbatte. Die Meinungen waren darüber in den Fraktionen der Linken anfänglich getbeilt. Gerade in der Fortschrittspartei war man anfänglich gegen eine größere Ausdehnung der allgemeinen Debatte, doch war die Mehrheit für eine solche, und es wird nunmehr der Abg. Richter (Hagen) eine Beleuchtung des RetchshauShalt-.Etats übernehmen und vabei weniger die etats- mäßige als die politische Seite der Aufstellung in das Auge fassen. Angriffe von gegnerischer Seite würben dann von dem Abg. Dr. Hänel ausgenommen werden. In ähnlicher Weise gedenkt auch die liberale Vereinigung (Secessio- mfler.) in die Debatte etnzugreifen. Man wünscht bei dieser Gelegenheit in Erörterungen über die kaiserliche Botschaft, mit welcher der Reichstag eröffnet ist, eimmreten und erwartet, daß der Präsident um so weniger diesem Vorgehen Schranken anlegen wird, als eine eigentliche Adreßdebatte, wie sie die Minderheit wünscht, von der Mehrheit nicht beliebt wird. Unter solchen Umständen ist es wahrscheinlich, daß die allgemeine Debatte über den RetchShaus- Halts-Etat zwei bis drei Sitzungen bean'pruchen wird. — Vor der demnächst zu vollziehenden Wahl der Fach-Commissionen im Reichstage hat man sich bereits über die Zahl der Mitglieder, welche auf jede der fünf großen Fraktionen entfallen, verständigt. Darnach stellen für die Commissionen von 14 Mitgliedern: das Centrum 4 bezw. 5, die Conserva- tioen 3, d e Fortschrittspartei 3 bezw. 2, die liberale Partei und die nationalliberale Partei je 2 Mitglieder. Bet den Commissionen von 21 Mitgliedern kommen auf das Centrum 6 bezw. 7, aus die Conservativen 5 bezw. 4, auf den Fori schritt 4, auf die beiden anderen Fraktionen der Linken je 3. Endlich kommen für die Commissionen von 28 Mitgliedern, also für die Budget- und Petitions-Commlsfion, auf das Centrum 9, aus die Conservativen 6, auf den Fortschritt 5, auf die liberale Vereinigung und die nationalliberale Partei je 4 Mitalieder. Karlsruhe, 22. November. Die neuesten Berichte über das Befinden des GroßberzogS lauten sehr günstig, und die große Schwäche beginnt nach und nach zu weichen und der Appetit zuzunehmen. Es ist beabsichtigt, den Kranken in einen andern Thetl des Schlosses zu bringen, und erst dann wird eS ter Kronprinzessin von Schweden und Norwegen gestattet sein, an das Krankenbett ihres Vaters zu treten. Bisher ist sie noch nicht im Schlosse gewesen und hat auch die Großherzogin nur im Schloßgarten gesehen. Die Kaiserin hat vor ihrer Abreise nach Koblenz sich noch vom Großherzog verabschiedet, die Großherzogin hat ihre Mutter biS Oos begleitet. Amerika. Washington, 21. Novbr. Der Proceß Guiteau nimmt einen nicht gerade würdigen Verlauf. DaS Publikum drängt sich zu den Sitzungssälen, als wäre der Mensch ein Revolutionsheld oder doch mindestens die wunderlichste Mißgestalt aus Barnrns Museum. Er ist weder das Eine noch das Andere, sondern ein feiger Prahlhans, dessen Muth sofort verflogen ist, sobald ihm der Schutz der Polizei zu fehlen scheint. In der Verhandlung vom 19. ds. trug er, nachdem er tüchtig gefrühstückt hatte, eine widerliche Frechheit zur Schau, offenbar, um den geheuchelten Irrsinn glaublich erscheinen zu lassen. Er lenkte sodann, als ahne er Unheil, dir Aufmerksamkeit des Vorsitzenden auf die zweifelhaften Persönlichkeiten in der Umgebung des Gerichtshofes und aus die chm während der vergangenen Woche gemachten Androhun- gen von Gewaltthättgkeit. „Ich fürchte nichts für meine persönliche Sicherheit", ries er aus, „da ich mit einer aus Polizei bestehenden Leibwache umgeben bin. Wenn übelgesinnte Personen versuchen, mir ein Leid zuzusügen, wird die Polizrt sie niederschießen." Sehr ängstlich besorgt ist er, daß die Zeitungs-Bericht, erstatter seiner Großmannssucht die gewünschte Aufmersamkeit schenken. Die Aerzte, welche Garfield behandelt hatten, namentlich Dr. Bliß, wurden über die Behandlung des Kranken vernommen. Dr. Bliß erklärte, daß der Tod durch Verblutung herbeigeführt sei. Der Vertheidiger Robinson suchte unter Benutzung eines ihm von offenbar sachverständiger Seite ausgearbeiteten Fragebogens den Dr. Bliß in die Enge zu treiben, um den Nachweis zu führen, daß der Tod des Präsidenten durch Vernachlässigung der an sich unbedeutenden Wunde herbeigeführt sei. Der Ankläger erhob Einspruch gegen die Fortsetzung dieses Kreuzverhörs. Die Wirbelsäule des Ermordeten wurde vorge- wiesen und vom Vertheidiger Scoville, sowie Guiteau mit Neugier betrachtet. Dann wurde die Verhandlung vertagt. Bald nachdem der Gefangenenwagen mit Guiteau das Gerichtsgebäude verlasien hatte, sprengte, wie bereits kurz gemeldet, ein gut berittener junger Mann an den Wagen heran und feuerte einen Schuß auf Guiteau ab. Er versuchte, den Wagen einzuhalten, um einen wetteren Schuß abzugeben, doch hieb der Kutscher aus die Pferde ein und der neben ihm sitzende Polizist feuerte seine Pistole ab. Der Retter sprengte East Capitol'Street hinab und entkam. Doch gelang es später, ihn etwa eine Meile vor der Stadt zu verhaften. Er heißt William Jones und ist seit seiner Verhaftung sehr schweigsam geworden. Die Behauptung, daß er irrsinnig sei, bedarf wohl näherer Begründung. Guiteau war der Schreck sehr in die Glieder gefahren „Man hat auf mich geschossen!" rief er im Tone komischer Entrüstung beim Eintritte in das Gesängniß aus. „Sagen Sie den Behörden, daß man den Schuft verhafte und mit ihm verfahre, wie er es verdient." Hoffentlich wird mit ihm selbst verfahren werden, wie er es verdient ; seine Prahlereien sind natürlich seit diesem zwecken Versuche Richter Lynchs sehr herabgestimmt und er winselt jetzt kläglich um Beschützung. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 23. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Jahresberichte mancher Handelskammern, welche in den von ihnen selbst gebrachten Ziffern über das Steigen des Güter- und Personenverkehrs der Eisenbahnen, deS Post- und Telegraphenverkehrs, der Arbeiterzahl, der Höhe der Löhne rc. den Beweis liefern, daß die Erwerbsthätigkeit ihres Bezirks in steigender Zunahme, theilwetse wieder in Blüthe sich befindet, endigen dennoch als Konklusion mit der Behauptung, daß alle geschäftliche Thättgkett darntederlteqe und diese Erscheinung der neuen Zollgesetzgebung zugeschrieben werde. Die „Nordd. Allg. Ztg." hört, die Staatsregierung beabsichtige, gegen die Versaffer dieser in sich widerspruchsvollen amtlichen Aktenstücke zunächst mit verantwortlicher Vernehmung vorzugehen, um darnach zu erwägen, ob und welches weitere Verfahren "ach Maßgabe der Gesetze angezeigt erscheine. Berlin, 23. November. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Das Befinden des Kaisers ist noch nicht derart, daß er das Zimmer verlassen kann, die Nachtruhe ist hier und da durch empfindliche Unlerleibslerden gestört. Der Kaiser hat sich auf die Erledigung der allernothwendigsten Reaierungsgeschäfte beschränken müssen. — Die Letzlinger Hofjagden wurden auf den 23. November vertagt, weil der Kronprinz durch die Erkrankung der Prinzessin Sophie verhindert ist, dieselben am 25. ds. Mts. abzuhalten. — lieber die Präsidentenwahl des Reichstags sagt die „Prov.-Corr.", diese erste Abstimmung sei auch für die Regkerung lehrreich und dürfte für ihre weitere Entschließungen sehr in's Gewicht fallen, während sie gewiß weit davon entfernt ist, dieser Probe eine übermäßige Bedeutung beizulegen. Die Regierung werde, um sich ein Urtheil zu bilden, die Beschlüsse des Reichstags über sachliche Fragen abwarten müssen — Die „Prov.-Corr." schließt einen Artikel: „Die gemäßigt liberale Partei" folgendermaßen: Wenn es wahr wäre, daß die Nationalliberalen in Dingen, welche der Regierung besonders am Herzen liegen, annähernd denselben Grundsätzen huldigen wie früher (was durch ihr parlamentarisches Verhalten freilich nicht erwiesen), so beschränkten sie sich doch neuerdings durch die Verbindung mit den grundsätzlichen Gegnern der Regierung sehr die Freiheit des Entschlusses und des Handelns und die Regierung wäre offenbar allzu vertrauensselig, wenn sie nach den gemachten Erfahrungen ihre Berechnungen der Zukunft auf die Freundschaft dieser angeblich „treuesten Freunde" gründen wollte. Es wird den Nationalltberalen, wenn auch ein näheres Verhältniß zur Negierung jetzt nicht mehr besteht, auch in dieser Session — so beschränkt die nächsten Aufgaben nach Lage der Dinge auch sein mögen — nicht an Gelegenheit fehlen, mit der That zu zeigen, inwieweit der Reichskanzler trotz ihrer jetzigen Zugehörigkeit zur „großen liberalen Partei" an ihnen eine Stütze haben kann und inwieweit sie im Stande, eine Einwirkung auf ihre Genossen auszuüben; aber um ihretwillen aller anderen Unterstützung entsagen und sich von der „großen liberalen Partei", d. h. von den Demokraten abhängig machen, dazu kann sich die Regierung nicht veranlaßt sehen. — Gegenüber dem Vorwurf, daß sie durch ihren Artikel vom 18. November mit der kaiserlichen Botschaft in Widerspruch getreten sei, sagt die „Nordd. Allg. Ztg.", Jede Fraction, mit Ausnahme der conservativen, mache ihre Zustimmung zu den Reformen, die nicht den verbündeten Regierungen, sondern dem Volke nützen sollten, von ihren Fractionsanliegen abhängig. Den Neigungen, die Sache des Volkswobles den Fractionsintercssen unterzuordnen, liege die Annahme zu Grunde, daß der Regierung das Volkswohl mehr am Herzen liege als den Fractionen, daß deßhalb der Kaiser und die verbündeten Regierungen geneigt fein möchten, den Fractionen, welche sie In der Forderung des Volkswobles unterstützen, die Fractionsforderungen zu gewahren und um diesen Preis die Möglichkeit einer Förderung des öffentlichen Wohles zu erkaufen. Gegen diese Handelsgeschäfte habe sie in jenem Artikel ihre Stimme erhoben. Die Tendenz desselben sei, man werde entweder die Reform für richtig halten und dann um ihrerselbst willen annehmen, oder man halte sie für unrichtig und verwerfe sic dann solle man aber nicht vom Kaiser erwarten, daß er durch Minister- portefeuilles und Auflösungen mit liberaler Pression oder sonstigen Conceffionen aus heterogenen Gebieten die Fractionen für die wirthschaftlichen Reformen zu erwärmen suche. — Cardinal Hohenlohe speiste gestern beim Fürsten Bismarck und besuchte Abends die kronprmzliche Soiree. Baden-Baden, 23. Novbr. Dos Befinden des Großherzogs ist heute ein gleich erwünschtes wie gestern. Paris, 23. November. Der Botschafter Graf St. Vallier ist nach Berlin abgeretst, um dort sein Abberufungssckreiben zu überreichen. — Aus Algier wird gemeldet: General D^lebecque ist am 21. ds. in Moghartatani angekommen, hat das Haus Bou Amena's zerstört und die demselben gehörigen Palmbäume vernichtet. Die Truppen, welche an den vor- hergehenden Tagen die Berge durchstreiften, erbeuteten zahlreiche Herden, stießen wiederholt mit dem Feinde zusammen und hatten dabei 2 Todte und 5 Verwundete, während der Feind 16 Todte auf dem Platze ließ und eine Anzahl weiterer Gefallenen mit sich davon führte. — Die im Süden von Tunis operirenden Truppen fahren fort, die Aufständischen zurückzutreiben und die Herden derselben wegzunehmen. Fast alle dortigen Stämme bieten ihre Unterwerfung an. London, 23. November. Das „Reuter'sche Bureau" dementirt formell das von einem französischen Journal gemeldete Grrücht, daß Gras Herbert Bismarck dem Lord Granville von Setten des Fürsten Bismarck das formelle Versprechen überbracht habe, England über Egypten frei verfügen laffen zu wollen. Graf Herbert Bismarck habe den Lord Granville noch nicht gesprochen, und halte sich noch irmcr in Brighton auf, wo er etwa 14 Tage zu veröle ben gedenke, ehe er seine Functionen als zweiter Secretär der deutschen Botschaft in London antrete. Strafactionen des Kanonenbootes „Habicht" im großen Ocean. Das deutsche Kanonenboot „Habicht" verließ am 11. Mai d. I. Apia, um mit dem dortigen Generalkonsul Zernbsch eine Informationsreise durch dessen Konsularbereich zu unternehmen. Auf der der Firma Hernsheim u. Co. gehörigen Handels- ftation Buthutt war am 20. Mai der Händler Studendla von einem Salomon- Insulaner erschlagen und beraubt worden, welcher letztere sich alsdann in den Schutz des umwohnenden Tubtubstammes begeben hatte. Da die Verhandlungen wegen Auslieferung des Mörders keinen Erfolg hatten, dampfte das Kanonenboot „Habicht" am 26. Juli früh nach dem Strandgebiete des Tubtubstanffnes und nachdem auch hier abermalige Verhandlungen erfolglos geblieben waren, wurde auf Requisition des Generalkonsuls zu einer Züchtigung des Stammes, welcher dem Mörder Schutz ge währt hatte geschritten. Der Commandant des Kanonenboots schiffte sich mit der aus 2 Officieren und 44 Mann bestehenden Landungsabtheilung aus und dirigirte dieselbe nach einem unweit im Busche gelegenen Dorfe. Das letztere war von färnrntlichen Bewohnern verlassen, ebenso auch die Hütte, welche als diejenige des Mörders bezeichnet war. Da bei dem schwierigen, dicht verwachsenen Terrain keine Aussicht vorhanden war, der Person des Entflohenen habhaft zu werden, so wurde seine Hütte zunächst in Brand gesteckt und zerstört. Zur selben Zeit wurden an zwei Stellen von Eingeborenen aus dem Busche heraus Wurfspeere auf die Mannschaften geworfen, welche jedoch Niemanden verletzten. Das hierauf sofort eröffnete Schützenfeuer jagte die Eingeborenen in schleunige Flucht. Alsdann wurde das ganze aus etwa 20 Hütten bestehende Dors niedergebraunt und die Tarogpflanzungen, soweit angängig, zerstört. Von den Eingeborenen ließ sich keiner mehr sehen, und da eine Verfolgung in dem unwegsamen Buschterrain nutzlos gewesen wäre, kehrte die Landungsabtheilung um 10 Uhr an Bord zurück. — Am 28. Juli wurde durch die Steffenstraße nach Meoko gedampft, woselbst das Kanonenboot am folgenden Mittag ankerte. Auf der Nebeninsel Utuan waren am 11. April er. ein Dr. Kleinschmidt nebst zwei Assistenten, soweit bekannt, sämmtlich Deutsche von Geburt, aus Anlaß eines Streites wegen ftipulirter Dienstleistungen von den Eingeborenen ermordet roorben. In dieser Angelegenheit hatten bereits die auf der Duke of Pork-Gruppe ansässigen Weißen dadurch Justiz geübt, daß sie sich, nachdem sie erfahren, daß die Eingeborenen sich zur Ermordung sämmtlicher Weißen verschworen hätten, im Verein mit einem befreundeten Stamme auf die Insel Utuan begeben und dort eine größere Anzahl Eingeborenen erschossen hatten. Bei dieser Affaire sollen auch die meisten der bet der Ermordung des Kleinschmidt Betheiligten gefallen sein. Es befanden sich jedoch noch einige derselben auf Utuan. Auch hier schritt der „Habicht" ein und wurde einer der Betheiligten ausgeliefert und zum weiteren Verfahren gegen ihn nach Meoko gebracht. Lokales. Gieße», 24. November. Die im heutigen Anzeiger enthaltene Localnotiz bedarf in sofern einer Berichtigung, als die 5000. Maschine nicht soeben, sondern bereits seit länger als acht Tagen fertig ist, während allerdings der Versandt erst in diesen Tagen stattfinven dürfte. Eine Fügung beS Schicksals ließ die Fertigstellung derselben mit dem Todestage deS Herrn A. Sartorius zusammenfallen, io daß es ihm noch vergönnt war, ein Erelgntß, welches er so sehnlichst e.wartet hatte, zu erleben, wenn auch nicht lange. So freudig auch ein solches Eretgniß von allen Betheiligten begrüßt und gewürdigt wird, so ist cs doch zu un bedeutend, um bet der tiefen Trauer und dem Schmerz über den Verlust des Hrn. A. Sartorius eine wahre Freude darüber zum Ausdruck zu bringen. Verwischtes. Darmstadt, 22. November. Das Erdbeben, welches am 18. b. SD?., Abends 11 Uhr 20 Min., in Köln, Bonn rc. am stärksten verspürt wurde, ist auch im Großherzogthum be obachtet worden. Eine genaue uüd sichere Beobachtung des Erdbebens vom 18. liegt z. B vor von Ortenberg, wo am 18., Abends 11 Uhr 30 Min., vier Stöße in ganz kurzen Zwischen räumen empfunden worden; die Erdbeben-Welle hatte die Richtung von Ost nach West. (So auch in Gießen.) In Erkenntniß der Wichtigkeit von genauen Erdbeben-Beobachtungen für die Wissen- schaft ist seitens der Staatsregierung eine Summe bewilligt, um eine Anzabl von 30—40 Erd beben Messern (Seismometer) an ebenso vielen verschiedenen Orten im Großherzogthum auf zustellcn; sobald die Instrumente angefertigt fein werden, wird die Aufstellung derselben beginnen und voraussichtlich noch im Laufe dieses Winters vollendet fein. Bei der Häufigkeit der Erdbeben in unserer Gegend, spectell bei Groß-Gerau, und bei der Häufigkeit von Erdbeben überhaupt, wird unser Land vielleicht bald in der Lage fein, der Wissenschaft einen wesentlichen Dienst in genauer Registrlrung der Richtung und Stärke von Erdbeben-Wellen zu leisten. Es wäre im Interesie der Wisienschaft höchst wünschcnswerth, wenn künftighin dem Großh. Museum hier alle sicheren Nachrichten über etwaige Erdbeben und ihre Wirkungen von allen Seiten zugänglich gemacht würden. Ein Erdbeben-Fragebogen wird von Herrn Profesior Dr. Lepsius hier — bereits in 2000 Exemplaren im Großherzogthum verbreitet — Jedem, der es wünscht, gerne zugeschickt. (Darmst. Ztg) — In dem Dorfe Atzenhain, Kreis Alsfeld, kochte eine Frau, welche mir ihrer vierzehnjährigen Tockter ein Haus bewohnte, am vergangenen Samstag Lattwerge, wobei sich eine Schwelle der Stubenwand entzündete und den Sonntag über fortkohlte, ohne daß es bemerkt wurde, da der Rauch durch den Schornstein ging. In der Nacht aber mochte d e Schwelle durckgekohlt sein, denn der Rauch strömre in die Schlafstube. Am Morgen bemerkte ein Nachbar, daß die Thüre der sonst immer früher aufstehenden Frau noch geschloffen war. Da er zugleich einen trüben Lichtschimmer bemerkte, brach er in die Wohnung ein unv fand die Hausfrau bewußtlos auf dem Boden und die Tochter erstickt im Bette. Der herbeigeholte Arzt erklärte das Mädchen für tobt. WieberlebunzSoersuche an bet Mutter angestellt, gaben wenig Hoffnung zum Aufkommen. — Bci bem Ausgraben eineS Fundaments zum Bau eines SchulhauseS in Bürgel am Main stießen die Arbeiter auf einen Friedhof und fanden eine Menge Menschenknochen, auch ein Grabstein wurde aufgedeckt, die Inschrift desielben lautet nach wortgetreuer Eople: „Anno 1686 den 10. Hornung zwischen 11—12 Ubr ist Katharina Rubertin gestorben. 1519 geboren, im Ehestand 13 Jahre gelebt, gezeugt 7 Kinder, vier Jahre kindisch." — Die Frau wäre somit 167 Jahre alt geworden, wenn nicht der Steinmetz irgend einen Fehler gemacht hat. Was die „vier Jahre kindisch" zu bedeuten haben, ist unklar. (Ein? Unmöglichkeit ist ein derartig hohes Alter eben nicht und bie Worte „vier Jahrr kindisch" sprechen gerabe für Die Richtigkeit der Grabschrlft. Sie wollen ohne Zweifel sagen daß die Frau die letzten vier Jahre vor ihrem Tode in Folge ihres außerordentlich hohen AlterS nicht mehr recht bei Verstand gewesen ist. D. Red.) Genug, der Stein ist gefunden und Derjenige, welcher uns die Mltthcilung machte, versichert, er habe sich weder verschrieben noch verlesen. Außerdem wurden von Arbeitern, die am Mainufer beschäftigt waren, dicht an demselben unter einem Weiden- bufch 73 Goldstücke im Werthe von 1200 JL, darunter Louisd ors, 20- und 10-Francsstücke und ein Heller aufgefunden. Das Geld stammt fammt und sonders aus dem 19. Jahrhundert und ein Stück tragt die Jahreszahl 1863. Dem Kreisamte Offenbach ist von diesem Funve, der aus irgend einem Diebstahl herzurühren scheint, Mittheilung gemacht worden. Eingesandt. (Für alle unter dieser Rubrik erscheinenden Artikel ist die Redaktion dem Publikum gegenüber nicht verantwortlich.) Gestatten Sie, geebrter Herr Rcdacteur, einem Rabattscheinnebrner seine Ansichten über die Rabatt Spar-Anstalt auszufprechen: Die in ben hiesigen Tagesblättern gegen gen. Anstalt veröffentlichten Zeltungßcorrefpondenzen unb Warnungen scheinen von bet Concurrenz bet beti Handelsmitglieder auszugehen. Man kann sich ja leicht denken, daß es einem Kaufmann un angenehm ist, wenn ein Kunde abspringt um die Vortheile eines Systems zu genießen, welchem fein bisheriger Lieferant nicht entqegenkommt. Das Vorgehen der Rabatr-SparAnstalt ist tn Wirklichkeit ein anständiges und hat umsomehr einen soliden Anstrich, als die Leitung Händen leotirt fOl. Htt. !®«ri du ’’ Müjen 1 «4t '"u4 " d» itm, » ©rtan. »k » mit en wniular; 3{n ^anbtlt m Salomon-, n den Lchuz wegm AUS: am :m auch hin Quifition des T Schutz gc Mit der au4 flirte bttfdbc lärnmtlichm tr3 dkjrichnü 6t oorljantxn lt MÜH in ©natbortntn e jkdoch Rib Angeboren ni tehknbe 2)on ton btn Orin; unmcgfamfii Ibr an -ord ipft, woselbst n waren am nt, ibmmilid) itjlungm von ereitfl die auf sir sich, nach ■ Weißen oei- Insel lltuan i. Bei dieser >t Betheiligten i. Auch hier zum weiteren inotiz bedarf w reitS seit laiF ;agen statlfintn LodeSiaie de» ir, »in öreiM. 50 freubiz avt »S doch -u u* 0rn. ». Sa'' ne 9l , ;_ gnr t' n V, ivd^ .»fli< ist" "aM * . bam ft* Ibenöb tt Ubr hnzv^u« de ,Wb®w biwn 8°uch» ach West. (fr für die «ist»' m 30-4.' Hkrzogthinn mi iellung y[d” :i brr $an|W® fiakeit von * tzsdbtben-Äe2a künftigh!" w Wirkungen v- Hem irmf». 3‘9) t »i'T erge. te, ohn^^, aber ’socfct L Ksrgenbt'n^ 8 in *<5 1 «»1-5 ,1« «f •„ i- * 1 f«tW " hie l<8l!" 19' <■. »«II*6 lve"- Bekanntgabe genöthigt. Die Expedition des „Gießener AnreigerS". zu Carl Mette, Ihrimuher. (7165 empfiehlt Schleier Gertchisoollzieher. “710) (7628 cmpfiehli: (7655 in jeder Art empfiehlt 0 Julius Schulze 0 L>bstbaume, höchst. Rofea, Ziersträucher re. Huri Heryer, Handelsgärtner. Lonnknstrsße 104 WochSpuppen in allen Größen von 20 an, Puppengestelle in Stoff unv Leder, Puppenköpfe in Porcellan u. 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X 8.50—5.00, Kohlkraut 20 4, Blumenkohl'1 St. 20—50 H, Wtrfing 00—00 4, Gelderüben 1 Bund 00-0 Zwiebeln 1 Bund 0 A Sellene dal Stück 30-00 MeenNttg 1 Stück 10—15 Spargel das Pfund 30 H, Romain-Salat 00—00 Endivien 10 0 Rotbkrout 15—20 H, Weißkraut 10—12 4 «rtisckoken 00 - 00 Erbsen dal Pfd. 00 $ Bohnen 100 Pfund 0-00 X «artoffrln Las Gescheid 0-00 X das Malter X 3 00-5.00, Kopf-Salat 00 Spinat 30—50 Schnittlauch das Gebund 0 Kohlrabi per Stück 3—5 Limburg, 23. November (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 20.40, Weißer Weizen x 00.« 0, Korn X 15,90, Gerste X 10 65, Hafer, X 8.40, Erbsen X 00.00, Kartoffeln 50 Kilo X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) »tanffurt a. dm 24.Novbr., Nachmittag« 2 U^r 20 iDHn. (Yelcar. 6ourflbcrt4>t OTtlgetbeilt durch das Bankgeschäft Alberi Kau,mann in ffllHen.) 8rehtt- actien 307%. Staaisd.-Acften 27P/,. Qalifter 26L Deft. Silbmrmte Ungar Goldrente 76’/6, 4"/0 1880er Russen 73-/«, 2. Orient-Anleibe 59s/b, 5% RumLnis»- Rmte 883/<, Lombarden 126 Tmdmz matt. _ * £ welche am Tage der Aufgabe erscheinen sollen, bitten wir bi« längstens Vormittag« 10 Uhr fln uns gelangen zu lassen. Zm Interesse der -eckitzeiligen Fertigstellung unseres Blattes find wir zu dieser wiederholten 1 i\ach Mass unter Garantie H.üüblamkn WE~ Frische Schellfische in Eis find heute eingetroffen. (7705 Karl Schwaab’s Delicateffeuhdlg. anzuzeigen. 7618 Moritz Gregori & Sohn S. Meimersheim Nachfolger 7716 Grg. Wilh. Weidig. 7698 Geld - Cour-. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen- Der Vorstand. I- A.: Schlosser, Pfarrer. 8714) Scheuer zu vermietben. Dr. Weber. 6916) Ein Logis, 2 Stuben, Kabinet, Küche und Bodenraum, zu vermiethen i nd sogleich beziehbar. I. 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Frauenverein für Armen- und Krankenpflege. * Nachdem es auf unserer Generalversammlung zur Sprache gekommen war, baß es ferner ntdjt mehr angehe, uns für die Bestreitung des weitaus größten Theiles unserer Ausgaben auf außerordentliche Einnahmen zu verlassen, daß wir vielmehr auf Erhöhung unserer regelmäßigen Einnahmen Bedacht nehmen mußten, haben wir uns mit einem größeren Kreise von Freunden des Vereins m Beziehung gesetzt und von diesen, nachdem sie sich von der Richtigkeit und Billigkeit unserer Darlegungen überzeugt hatten, eine den Verhältnissen ent- sprechende namhafte Erhöhung ihrer Jahresbeiträge erlangt. Wir lassen nun durch Herrn Orth eine Liste in der Stadt circuüren mit der Bitte, diesem Beispiele folgen und einen nach den in unserem Rechenschaftsbericht darge- legten Grimdsätzen bemessenen Jahresbeitrag in diese Liste einzeichnen zu wollen Die Liste enthält drei Rubriken. In die erste bitten mit Diejenigen, welche ihren Beitrag aus einmal zahlen wollen, den gesummten Jahresbeitrag eiuzutragen, in die zweite den halbjährigen Beitrags wer halbjährig zu zahlen wünscht, m die dritte, wie viel Diejenigen, welche den neuen Beitrag erst vom Jahre 1882 ab zahlen wollen, uns für dieses Jahr wenigstens als besondere Gabe geben wollen. Die Beiträge sollen vorerst nur gezeichnet werden. Er- hoben werben sie bann durch Quittung. Wir stehen mit völlig leerer Kasse oor den großen Anforderungen des Winters. Unsere Aufgabe an die Armen rönnen wir nur bann angemessen erfüllen, wenn tue Bewohner unserer Stadt ihre milde Hand austhun. Wir hoffen, daß wir auch diesmal nicht vergebens anklopfen werden. Gießen, den 5. Novbr. 1881. 7709) Freunden irb Gönnern diene zur Nachricht, daß ich ein neues Billard, mit den neuesten amertkani'chen Banden, mit Ubr und Spiralfeder, System Ww. St. Martin, aus der Fabrik von F Fürstweger Sohn in Mainz, ausgestellt habe und dasselbe zur gefl. Benutzung empfehle. Hochachtungsvoll Hch. Schnell, Restaurateur. 7659) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche mit Pumpe, Keller und Boden, zu vermiethen. Wallthorstraße A. 227. Wenzels Winter-(Palmen)-Garteo. Freitag den 25. November: 3. Aboimeinenl-Öoiiceil. Aufang pracis - Uhr. Entree 70 Pfg. Zur Aufführung kommen u. A.: Ouvertüre Oberon von WeberT Raimund von Thomas, Pest her Carneval, ungarische Rhapsodie- an H. W. Ernst von Fr. Liszt etc. Das Rauchen ist in den Abonnement-Concerten nicht gestaltet. 77'7» Krttusrse^ Kapellmeister. Vermischte Anzeigen. 7706) Ein junger Mann mit schöner Handschrift, mit allen Bureauarbeiten vertraut, längere Zeit bet Gerichten. Gerichtsvollziehern und Rechtsanwälten beschäftigt gewesen, auch in der Buchführung bewandert, sucht auf sofort oder später ander- weite Stellung. Näh, b. d. Exped. ds. Bl. 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Nachahmer beachte man nicht, da solche nur Schwindel tteiben._______(7667 7664) Gmnnasiasten und Realschülern wird in allen Fächern Nachhilfe crtheilt. Zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. v*L A- 16 16—19 16 14.-18 20 31-36 16 69-74 16 72-76 9 57-62 4 22-26 4?r. 276 Bureau: Sch' Die an Gießet Berlin, Wahlprüsungen b prüsungs-Commis^ dem Hause bis kaum ein Duheni vier Tagen, mit sich nicht vermehr hingen zurückbleib zahlreich noch toli kaum überboten u als - die Wohl! Berlin, der deutsche Reich alle Welt aus ein< sogar mit Bchim uvd Patt dessen R'chier. Dieser unter den Bravo Redner sollte nu Debatte eingreisen Twnd für ihn t btt in «•Wr, iu |fI|| fletref HeiüM fce, w SenetalbMhf M ble ©eneralb gen würde. [heutig j ?^l«hr ^chol b*. sei ni?e Ern hinter '$t m c ®fenbQ()JJ J^Qnld hLLL feÄi? • Ä ste«, ^ont ,9a6e » ne WL? »tyt»'8'" Ä «ÄÜ* 5 SS