lichmöbltnesZw^ ' 3u erfragen in A-118« aui 5 5V m«t Gartenanthril iyen. Hofg.rProtocollifi auKüchlersei'tbtt.- meines Hauses, lt zu vermelden. I. Alker hnung zu üermietfr ' bei Gebr. TtawN ienlofliB zu vermielli 'gerWwe.,^avI^ Zimmer zu öermitu" llDr.Felsing,1c> PZlgerslrasse 3? Z^ ntpS^v Aoq^-u£: ÄLE Jsierii,, 111 sandiger Arbeiter fr. Caplansgasjess^- nmer mit Kabinet k Kühn, Seltett»^ rlude mit Jtabiiw i'r then. . Orth, Neue-VL lgerstraße Nr- V "■ fteundl. möbl.^- gi§ ju "(rmidi^ ein «W 3®'® ' nat?Lvn « v l, Canzleiberö 8 0- n,0D 9 Sdter*fc M- Herrn Jlroi. M- fofort anbcrac.t *- p, ^obenan. ffiogiFi'm mittler :v> Schreinerten^ und eine der gl. r. nielden. 218. Dienstag den 25. Oktober 1881. chi eßen e r Anzeiger Meige - uüb Amtsblatt fit den Kreis Gießen. -------------— ■ " Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Vureau t Echulstrahe B. 18. Erscheint täglich mit «uSnabme des MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheiü iSctreffcnb: Neickstagswahlen» (Hießen, am 22. Oktober t88I. Der Masjffrommissär öes erfien lUnOfftrcifes an die Herren Wahlvorsteher. Zur Vermeidung von bei der letzten Wahl vorgekommenen Anstände mache ich Sie noch besonders darauf der Wahlhandlung nicht blos bis zum Schluffe der Abstimmung um 6 Ubr Abends, sondern bis zur Beendigung der Feststellung des Wahlergebnistes andauert, und vaß Ele destbalb nicht berechtigt sind, von 6 Uhr an das Wahllokal vom Publikum räumen zu lasten; 2) daß es als eine unzulässige Wahlbeeinflnffnng erscheint, wenn Sie, die Beisitzer oder der Protokou- fschrer wahrend der Wahlhandlung Stimmzettel an die Wähler vertbetlen oder gar einen Wahl- 3) daß die Stimmzettel außerhalb des WahllokaleS mit dem sttameu des Kandidaten handschriftlich oder im Wege der Vervielfältigung zu versehen sind. l)r. Bockmann, Provinzial-Direktor. Betreffend: Die Ableistung bt« VrrfafiungSeide?. Gießen, am 21. Oktober 1«8l. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglicdcn Bürgermeistereien des Kreises. Dir Ableistung des Derfossungseldes der seit Mai l. I. aufgeuommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sick, ohne Ortsbürger zu werden, seit d-r bemerkten Zeit verhe>ratbet haben, soll wir folgt stattfinden, nämlich derjenigen au- dem Amt»gericktSbe;irk Gießen: ml.s,„• Montag den I« November l. I., Dormettags 10 Uhr, in dem Rrgierungs gebäude^u Tt,ßen, derjenigen aus dem Amtsgerichtsbczirk Grünberg: m . ,ä. Freitag den IS. November 1. I., Vormittags 10 Uhr, in dem RathhauS zu Grünberg, derjenigen aus den Amtsgerichtsbezirken Lieh und Butzbach: Montag den 21. November 1. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Sich, und derjenigen aus den AmtSgcrickt-bezirken Hungen, Nidda UN Lauback: Freitag den 25. November l. I., Vormittags 10 Uhr, m dem RathhauS zu Hungen. Sie wollen die vetnff ncen Personen hiernach vorladen uno daß dies geschehen, unter Namhastmachung der Vorgrladenen, uns anzrtzrn oder berichten, daß Niemand vorzuladen war. .... , Haltm sich deriletchm Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeoen. Dr. Boekmann. Station allein habe es möglich gemacht, mit einem Assistenten diese Arbeit ,u beringen, während andere Anstalten, ;■ «. Mümler und Bonn bei lo72, refp. 1339 Analysen je drei "lsüuenten hatten. Wenn es nun auch möglich erscheine, aus den der Anstalt bisher »ur Permaung ftebenben Mitteln einen weiteren Assistenten zu bezahlen, so müssen doch zugleich die agriculturchem.schen Forschungen, Die allein die Grundlage zu wsi enschaitlich begründetem Rath in landsirtbschastlich-technischen Fragen bilden können, in einem dem heutigen Standpunkte der W'ssenschast entsprechendem Umfang fortgesetzt und ausgedehnt werden. Für eine Vermehrung der laufenden Arbeiten und eine Ausdehnung der Forschungen erweisen sich aber Lokalitäten als nothwendig, die in einem nur mrethweiie zu erlangenden Hause nicht leicht sich oorsinden, vielmehr sich nur in einem irgend zu den Zwecken der Versuchsstation erbauten und eingerichteten Hause schaffen lasten. Das Curatorium der Anstalt glaubt das Ziel erreichen zu können, wenn der Anstalt ein Darlehen zum Bau eines eigenen Gebäudes aus Staatsmitteln aewährt würde, und hat die C-ntralstell' für die randwirthschaft und die landwstth- ichastlichen Vereine die Anträge des Euratormms bei der Regierung einstimmig befürwortet Die Großherzogliche Regierung hat sich gleichfalls von der Nothwendigkeit überzeugt für die Versuchsstotton ein eigenes Gebäude znrn bleibenden Gebrauch zu beschaffen' sie glaubt indessen den Sau eines solchen durch den Staat, wodurch dasselbe Staatseigentbum würde, der Gewährung eines Darlehens an die Vereine vorzieh-n zu sollen Abgesehen davon, daß es der Veriuchsstation nach ihren bisherigen finanziellen DerbSItnistcn wohl kaum möglich sein würbe, ohne weitere Zuschüsse des Staates _bte atmen des Baukapitals und die zur allmähligen Rückzahlung erforderlichen Betrage aufzubringen, erachtet die Regierung die Bedeutung der Versuchsstation für das 0e= beiben und die weitere Entwickelung der Landwirtbschast hoch genug, um ihr aus Mitteln des Staates eine dauernde Stätte zu schaffen, wie denn auch in anderen Staaten für ganz ähnlich organisirte Versuchsstationen Seitens des Staats und seitens er Provinzen eigene Gebäude errichtet worben sind. Die AnforderungI für den Reu- iu beträgt 76,200 JL Dos als Bauplatz zu erwerbende Terrain mußte, auyer dem i mm für das Gebäude selbst, auch noch Platz für einen etwa ' s Ha- großen Versuchs- Ä" Berlin, 22. Oktober. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Ernennung M Legattonsraths Dr. Rottenburg zum Geh. Regier.-Rath und vortragenden Math der Reichskanzlei. ,, ■ Baden-Baden, 22. Oktober. Se. Maj. der Kaiser, welcher sich lanz wohl befindet, hat wegen regnerischer Zitierung das Zimmer gestern sticht verlassen, aber mehrere Audienzen ertheilt. Der heutige Geburtstag Ihrer f .,,ffgl. Hoheit der Prinzessin W-lhelm von Preußen wird durch ein festliches L 'f.-ier b-i den kaiserlichen Majestäten, zu welchem die Großherzogliche Familie en ist, foroie' durch eine größere Marschallstafel gefeiert. Bei Ihrer stär ’ der Kaiserin findet täglich Abends Thee statt. Allerhöchstdteselbe Deutschland. Darmstadt, 22. Oktober. Seine König!. Hoheit der Großhenog empfingen am Mittwoch den Oberst und (Fommanbantcn ber Residenz Frdrn. Röber v. Dlersburg, den Oberstlieutenant v. Klüber, den Mazor Langershausen vorn Brandenburgstchen Fuß-Ai iillerie-Regirnent Nr. 3, den Pfarrer Heintze von Wallemrod, den Piarrer Ewwabel von Gundernhauscn, den Eabmetssecietar er. Hoheit des pursten von yUl6a£‘eukinabmen Sc ne Königliche Hoheit militärische Meldu- gen entgegen u- d empsingen den Obeist p. Treskow, den Major Rau oom Hobenzollern schen yusilier- Regimcnl Nr. 40, den Major Mache vom 2. Großb. Infai.tene-Regimcnt sGroßberzog) dl- K»°' die Knaben im d« Zchulstraß' Flwatge Ar sind »erp no!h°>endige Z- Wir eifui Trhüisen oder uiadfii und zu Sieß-n, 7027)__ MMS d Pomit füllen auf W mobilien des J dahier giur 39774/io 10 di 39 77Vio 3 m.'islbietend oerj Gießen, den 2 Groß! 7026) Frankfurter Würstcheu (6559 empfiehlt aus von und Ge- jede Wien, 22. Oktober. Corresp.", melden, daß die Wien begleiten werde. dürste noch längere Zeit hier verweilen, da Ihrer Majestät der Aufenthalt Hierselbst vortresflich zusagt. Karlsruhe, 22. Oktober Heute Nachmittag 5 Uhr hat eine Tobten. feier für den verstorbenen Geh. Rath Biu-ftschli Hierselbst staitgefunden, welcher der Großherzog beiwohnte. Prälat Doll hielt eine Rede, in welcher er das reiche Leben und gesegnete Wirken des Verstorbenen betonte. Außer zwei Söhnen des Verstorbenen waren Frhr. o. Unaern-Sternberg, die Minister, viele Abgeordnete, hohe Staatsbeamte und Geistliche bei der Feier zugegen. Die Ueberführung der Leiche nach Heidelberg findet dieje Nacht, die Beerdigung morgen statt. Diejenige Institution, üermtttelft welcher die Juden in Rußland ganz besonders als ein Staat im Staate erscheinen, ist der Kagal. Wie neulich die Zeitung „Rusjj" es entwickelte, werden die Steuern und Leistungen der Juden in Rußland durch Dele- girte der jüdischen Gemeinde erhoben. Diese Steuern und Leistungen werden von den jüdischen Delegrrten dem Staate ohne Ausfälle übergeben; dieselben Delegirten erheben von ihren Glaubensgenossen Leistungen auch für speeiell jüdische Gemeindezwecke und werden darin m gleicher Weise, wie bei der Eintreibung der Staatslest'tungen, von den Behörden geschützt. Diese Delegirten führen auch die Listen über die jüdische Bevölkerung und können unter Umständen ihre Glaubensgenossen mit Jnterimspässen versehen, die aus einen Monat Gültigkeit haben. Die organisirte Gemeinschaft der Juden in Rußland, welche sie vertritt, ihre Angelegenheiten administrirt, dabei sie selbst beaufsichtigt, ist eben der Kagal. Da der Kagal zwischen der Regierung und der russischen Judenschaft steht, so hat die russische Administration von der Ziffer der Juden (d. h. der Talmudjuden) im Czarenreiche buchstäblich gar keine selbstständige Kenntniß. Seit den Zeiten der Kaiserin Katharina II. wurden manche Versuche gemacht, die Juden (d. h' immer die Talmudjuden) durch Verleihung von mancherlei Vergünstigungen zum Ackerbau heranzuziehen, doch blieben solche Bestrebungen in Rußland meist resultatlos. Man schätzt die jüdische (talmudische) Bevölkerung in Rußland aus 3 bis 4 Millionen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz • Bureau. Baden-Baden, 23. Oktober. Die Frau Großherzogin und Prinz Ludwig vo i Baden wohnten gestern Abend dem Concerte im Conversatton-- Hause bei. Der Kaiser und die Kaiserin brachten den Abend in ihren Gemächern zu. Heute findet große So.rär mit Concert tm Gcoßh. Schlöffe statt. Wie verlautet, wäre die Rückreise des Kaisers nach Berlin für morgen Nachmittag in Aussicht genommen. Paris, 23. Oktober. Gestern Abend war Cabinets-Sitzung. Es verlautet, daS Ministerium werde vor dem Zusammentritt der Kammern seine Entlassung nicht einreichen und keine Erklärung abzeben, welche darauf abzielte, Interpellationen zu vermeiden. Paris, 23. Oktober. Nachrichten aus Tunis melden, daß die Truppen Alt Bey's sich weigerten, nach Zaghouan zu marschiren und erst durch die Drohung, die Meuterer zu erschießen, zum Gehorsam bewogen wurden. Zahlreiche Insurgenten sollen sich längs der Bahnstrecke zwischen Quedzerua und Bordtjoum zusammengerottet haben. London, 23. Oktober. Der Dampfer „Clan Macduff" ist aus der Fahrt von Liverpool nach Bombay am Donnerstag Abend an der Küste von Wales gescheitert. Von der Mannschaft sind 39 umgekommen, 3 gerettet. Rom, 23. Oktober. Der „Popolo Romano" schreibt anläßlich de« Besuchs des Königs beim Ka'ser von Oesterreich: Der Besuch wird bei der Einmüthigkett, mit welcher derselbe von der italienischen Nation begrüßt wird, die herzlichen Beziehungen beider Länder befestigen und in Zukunft alle Zweifel über unsere loyale Absicht, die Verträge zu respectiren, beseitigen. Die Reise ist ein neuer Beweis, daß Italien fest entschloffen ist, zur Erhaltung des Fne- denS beizutragen. Wir sind glücklich, daß auch Frankreich die Rase des Königs, die eine neue Garantie für den europäischen Frieden und die Ruhe ist, ebenso auffaßt. Frankfurr a. M., dm24.Oktbr„ Nachmittags 2 Uhr 10 Mm. iTetegr. Coursbcrubi Mitgetheitt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.! Credil- actten >314'/«, Staatsb.-Ictien 295, Galizier 271'/,, Oeft. Silberrente 66'/,, 4% Ungar Goldrente 76’b, i°/o 1880er Russen 74, 2. Orient-Anleihe 59’/gr 5% Rumänische Rente 90',,, Lombarden 132Vs- Rordweftbahn 192. Tendenz matt. England. London, 21. Oktober. Nach einer Lloyds zugegangenen Depesche Aden von heute hat der Dampfer „König der Niederlande" auf der Fahrt Batavia nach Amsterdam am 4. d. Mts. den Schraubenschaft gebrochen ist im 5. Grad südlicher Breite und 64. Grad östlicher Länge gekentert, rettet sind 38 Personen, über 6 Böte mit 175 Personen fehlt noch Amerika. Uorktown, 21. Oktbr. Die hundertjährige Jubelfeier endete gestern Abend bei Sonnenuntergang mit Begrüßung der auf dem amerikanischen Kriegsschiff „Trenton" aufzehrßten englischen Flagge. Alle anderen Schiffe zogen ebenfalls die englische Flagge auf und begrüßten dieselbe mit dem Salut der Geschütze, auf welchen die am Lande aufgestellten Batterien antworteten. Italien. Rom, 22. Oktober. Heute Morgen ist der directe Eisenbahnzug von Spezzia nach Pisa zwischen Sarzana und Avenza aus bisher noch nicht bekannter Ursache entgleist und wurden dabei 20 Personen verwundet und eine getödtet. Die Minister DepretiS und Berti, welche sich in dem Zuge besan» den, blieben unverletzt und trafen gegen Abend mit fünfstündiger Verspätung hier ein. Hesterreich. Mehrere Blätter, darunter auch die „Polit. Königin Marguerita den König Humbert nach Rußland. Petersburg, 18. Oktober. [$)ie Juden in Rußland Da die russische Juden- srage jetzt überall einer Erörterung unterzogen wird, so dürften die folgenden auf- klürenden Zeilen nicht unangebracht sein. Es ist in Rußland das Einwandern von Juden, Jesuiten und Derwischen im Allgemeinen verboten. Wer von diesen Elementen nach Rußland kommen darf, erhält die Erlaubniß zum Aufenthalte in der Regel nur zeitweilig und aus Widerruf. Die Verhältnisse der einheimischen Juden in Rußland beruhen vorwiegend auf den Ukasen vom 13. April 1835 und vom 19. December 1844, deren Beschränkungen übrigens nur die Talmudjuden, in keiner Weise aber die sogenannten Karaiten treffen. Demnach ist den Juden (d. h. den Talmudjuden) der ungehinderte Aufenthalt in Rußland nur in gewissen Provinzen, nämlich im Königreiche Polen, in gewissen Gouvernements West- und Südrußlands (mit Ausschluß mancher Städte) und zum Theil in Kurland gestattet. Die Berechtigung zum Aufenhalt in anderen Theilen Rußlands wird nur bedingungsweise oder auf Widerruf den Juden gewährt. Seit 1861 ward jedoch Juden, welche einen Gelebrten-Grad erworben oder einige Zeit zur ersten GLde gesteuert, der Aufenthalt in ganz Rußland ohne Klauseln freigegeben. J Nachricht. London, 21. Oktober. Die Proklamation des Vicekönigs von Irland durch welche die Landltza für eine gesetz-übrige Organisation erklärt wird, drückt den Entschluß der Regierung aus, alle >hr zu Gebote stehenden Gewalten und Hilfsmittel anzuwenden, um die Unteriha >en der Königin in Irland in der freien Ausübung ihrer gesetzlichen Rechte und Berufe zu beschützen, resp. die Erfüllung aller gesetzlichen Verbindlichkeiten zu erzwingen. Die^Prokla- mation stellt Londonderry und Drogheda unter das Zwangsgesetz. — Sämmt- ltche Morgenblätter sprechen sich billigend über die Unterdrückung der Landliga aus. Die „Times" sagt, es könne nicht länger behauptet werden, daß es der Regierung in Irland an Muth und Festigkeit mangele. Die Versprechungen der vtceköniglichen Proklamation müßten allen loyalen Bewohnern Irlands Vertrauen einflößen. — In Dublin und anderen großen Stävten Irlands sind Meetings zur Unterstützung der Regierung in Vorbereitung und allent- halben Zeichen einer beginnenden Reaction der öffentlichen Meinung in Irland Gladstone ist nunmehr völlig wieder hergestellt und hat die vorhanden. „ Einladung des Lordmayors zum Diner am 9. November angenommen. Krankreich. Pari-, 21. Oktober. General Sausster hat eine Proklamation an alle Araber in Tunis erlaffen, worin er erklärt, daß er die Religion, das Eigen- thum und die Person aller friedlichen Einwohner respectiren, alle Thetlnehmer an Unordnungen, Plünderungen und Raub aber auf das Strengste be- strafen werde. Paris, 22. Oktober. Nach hier etngegangenen Meldungen aus Tunis machte Oberst Laroque gestern einen Angriff in der Richtung auf Ouedteffa und schlug die feindliche Kavallerie zurück, von der 200 Mann fielen, während der größte Theil der übrigen Mannschaft gefangen genommen wurde. Ein tunesisches Corps unter Alt Bey deckt die Wasierlettungen von Zaghuan. Die für Tebeffa bestimmte Colonne unter dem General Forgemol setzt ihren Marsch fort, ohne auf Widerstand zu stoßen. — Bei der Vertheilung der Preise an die Theilnehmer der elektrischen Ausstellung wurden ein großes Ehrendiplom, 4 Ehrendiplome, 16 andere Diplome, 6 goldene, 9 silberne und 10 broncene Medaillen an deutsche Aus- steller verthctlt. Paris, 21. Oktober. Von den Journalen wird ein Brief von einem Sohne Abdel Kader'S, aus Damaskus vom 7. d. MtS. bahrt, veröffentlicht, in welchem derselbe die ihm in Zeitungsberichten zugeschriebenen feindlichen Absichten gegen Frankreich auf bad B-stimmteste in Abrebe stellt. — Als Reserve für bte Expedition nach Tunis, welche 8 Brigaden zählt, wird eine neunte gebildet. — Der „Stöcle" will wiffen, daß der bisherige Botschafter in Madrid, Viceadmiral Jaurös, zum Marineminister ernannt werden würde. LokaleS. Gießen, 24. Oktober. Die gestrigen Wahlversammlungen zu Ortenberg und Gedern, ttt welchen Herr Dr. Gutfleisch sein politisches Progrmm entwickelte, waren wiederum ganz außerordentlich zahlreich besucht unv erklärten auch hier bte Wähler ihre Zustimmung zu der Candidatur des vorgenannten Herrn. — Eine Wählerversammlung zu Wehlar, welche gestern im „ : chutzenganen abgehalten werden sollte und in welcher der liberale Candidat Herr Heidemann von Cöln sich den Wählern vorstellen wollte, mußte, veranlaßt durch das wahrhaft pöbeb hafte Benehmen >iner Anzahl Personen, geschlossen werden. Der Tumultunddas ganz ungualificirbare Betragen in dieser Versammlung war derart, daß der Candidat auch nicht ein Wort sprechen konnte. _ Hande! und Verkehr. Grünberg, 23. Oktober. (Frucktpretse vom 22. Oktober.) Weizen Jt 24.80, Korn Jt 20.46, Gerste X 16,20, Hafer 16.06, Erbsen .4t 2 '.40, L-ln Jt 26.00, Same» JZ. 27.00, Kartoffeln Jt 2.90. Durchschnittspreis pro 100 Kilogramm. Grünberg, 23. Oktober. Auf dem hiesigen Gallusmarkte am 19. und 20. d. M» waren aufgetrieben: 3052 Stück Schweine und 239 Stück Rindvieh, an Krämerstände wäre» aufgestellt: 440 Stände. Frankfurt, 22 Oktbr. lMarktbencyt). Der heutet Heu- uno Gtroh.-nirtt ö ;r gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Ctr JL 4 00 5 00 Stroh JL 4.00—0 00 Butter 50 Kilo 110-0, tm Detail 1. Qualität das Pmn^ JL 1.20-00, 2. Qualität daS Pf. JL 1.30-00, Gier das Hundert 5.00-6.00. Ochsenst-r?cd per Pfund 65 -70 A Kuh, Rind und Farrcnfleisch 45—55 , Kalbfleisch 50 —60 H, Hammelfler^a 45—65 $ Schwerne^eisch 75-80 ein Hahn JL 1.80—2.20, etn Huhn JL 1.60 2.00 eine Ente V*L 2.50 3.00, eine Staub? 50—60 Gans X 4.00—8 00, Halm das Stück vA 3.50—0 , Poularden 2.20—2.60. Rehbock das Pfd. 70-80 Kapaunen JL 2.50-3, Wälscker Haon 9-12, Kartoffeln 100 Ko. JL 6.00—7.50. Kohckraut 20 Blumenkobl 1 St. 60—70 Wirllng 12-15 H, Gelberüben 1 Bund 10-0 Zwiedei« 1 Bund 0 H Sellerie daS Stück 30—00 Meerre-.tig 1 Stück 10—15 Spargel das Pftml. 30 H, Romani-Salat 10—20 Endivien 10 - 0 Rorbkraur 15—20 Weibkrant 10—12 Artiscboken 50 80 H, Erbsen oas Pfd. 30 Bohnen 100 Pfund 0—00 X Kartoffeln ras Gcschetd 8-00 H, das Malter JL 50.0- 6.00, Kopf-Salat 00 Spinat 40—60 Schnittlauch das Gebund 3 Kohlrabi per Stück 3—5 H llwiisi'hhiiii Reparaturen und 33yj für Damen, Herren und Kinder empfiehlt billigst 1A. Fangmann. MW^estens besorgt. G-g. Willi. Weidig. 7014) Eine wemg gebrauchte halbverdeckte Chaise wegen Mangel an Platz billig abzugeben auf dem Neuhof b. Gießen- Lshrer Hinkender Bote, Deutscher Reichsbote für das Jahr 1882 (5478 sind eingetroffen und zu haben bei Wilhelm Klee. Wiederverkäuser erhalten hohen Rabatt r Witte II il im 8 Vortrag - Alle A __de Nrieii m Journale ff ;nÄet 1 Mk. 80 WtenMe, ss T-fl. Be Tirßen Ul MG gi ♦ » Bratharinft (7024 empfiehlt Neichstagswahl 31littmo(f)öni20.lirdf)r.,fl6enhs821f|r AISSTELLB« unserer neuesten Modelle. | Gebrüder Hessel aus Frankfurt a. K 5 -1 .. ■ -» Ci Dienstag den 25. und Mittwoch den 26. Oktober er. im Hotel „Zum Rappen“ chler endete qeßrr imentantf^enRrie^ nberen Schiffe mit dem Salut le en antworteten. Pelzwaareu werben geschmackvoll nach neuester Mode umfleürbcitet, Reparaturen billig und dauerhaft ausgeiührt. (6500 7001) Em braver Haurdursche gebucht -lstcrweg 105. Feilgebotcnes. Flundern, ger. Aal, Kieler Bücklinge m. »ßherzostin und Priz e im SonotrfatiorJ Abend in ihren d im Trohh. Schiü ch Berlin für awr;e vermischte Anzeigen. Da- Aussetzen von Porzellanösen, sowie Umsetzen und Reporiren derselben wirb sch-, ell und billig besorgt -'utdi Jod rnnvS Lcbmidt, Häfner Butzbach. Näheres zu erfragen bei grau Lrierzapf in Gießen, Reustädter Tbor__7022) Erklärung. Der Unterzeichnete erklärt biermit, daß sc n Name unter den Wahlaufruf dcS Freiherrn v. Nab e n a n ohne seine Er mächtigung resp- ohne sein Wissen gestellt worden ist. da rr für den liberalen Kandidaten ftimmen wird. Heinrich Ettling, 7035) Maurermeister in Ruttershausen- uts'Sthimg. 61 tt tt der ßaaimftn |ra ; wtlche barauf abiit:; C. <*. Hleiuhenn, SelterSweg C 21. ifi * I B b«§.7 »--L'üst» mgen wttkrn. ö l*n9u 86 -5, -äglich Dcssert), (separates Zimmer, eurpürhlt (6885 Otto Luft, „Zum Löwen". 6283) Die neuesten Muster von Damen- Zisihüten sind eingettoffen und wnd das Umändern p-ompr und billig besorgt von Lotti* Gail^ ______________Mäusburg. Gypsstgurcn weiß eingestrichen, vergoldet und bror.cirt in jeder Art. Alabafter - Gegenstände rc. werden dauerhaft gekittet. (6617 Pe Ritsert^ Vergolder, Wallthor A. 156, Moniag Öen 5. Dezember, SormittaaS 10 Uhr, (oUen auf biesiaem O'tSgertcht die Grunb- tistcke der «btiftian Horevseek (Pbefruu Mur 19165 506 Mtr. Äcker am Mittelweg. *’ 166, 167, 16«, 1937 Mtr. daselbst, 24/116 3819 Mtr Slcker am halben Zehnten 29,79 2875 Mtr. Wiese am Erdkauter Weg, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22- Oktober 1881. Großh. OrtSgerichl. 7027) ___________Müller. Monisg Örn 5. Dezember, Vormittags 10'/, Uhr, sollen aus hiesigem, OrtSgencht die Immobilien des Johanne» Lcbneider II. i 1 eutcw fiiehener Loncert-Verein 7039) PROGRAMM. 1. Caiiiliilal« In r den 2. 3. Herren zu beziehen. (7013 iß; Die. Beerdigung findet Dienstag den 25. 1. Mts, Nachmittags 3 Uhr, statt. (7036 7032) L. Rullmann und Frau. 7) V 7> von T) W. A. Mozart. F. Mendelssohn- Bartholdy. Franz Liszt. C Marchesi. loh. Brahms. nach schwerem Leiden dem Herrn entschlafen ist. Gießen, den 24. Oktober 1881. Ili'n. IkdilsaiiwiillOrlilllllfiStil sind in alten .Orte« des Wahlkreises von den daselbst bekannten Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass der Grossherzogliche Stiftungsanwalt Verantwortliche Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Hierzu erne Beilage Todes - Anzeige. Freunden und Bekannten widmen wir hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß gestern Abend unser innigstge- liebtes Töchterchen I. Theil. Symphonie pastorale (Nr. 6 op. 68) ... von L. von Beethoven, a) Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande. b) Scene am Bach. c) Lustiges Zusammensein der Landleute. Gewitter und Sturm. d) Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm 4 a) Loreley ( Lieder für eine Singstimme mit b) Foletta \ Pianofortebegleitung 5. Akademische Festouverture f. grosses Orchester Erstes Concert am Sonntag den 30. October 1881, Abends präcis*) 5 Uhr, im Saale bcs Gksillschastsvereins unter Leitung des Grossh. Univ.-Musikdirectors Hrn. A. Felchner und gefälliger Mitwirkung der Kgl. Hofopernsängerin Fräulein Helene Pessiack aus Hannover, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereins-Orchesters. Der Flügel von Blüthner ist aus dein Rudolph’schen Pianofortelager. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. Rudolph’schen Musikalienhandlung ä Jt. 2.50 (Sperrsitz ä JL. 3.50) zu haben. *) Der Zutritt zum Coneerlsaal findet nur durch den Nebensaal statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. II Theil. Recitativ und Arie: „Und Susanne kommt nicht“ etc. aus der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ ............. Ouvertüre zu Ruy Blas für grosses Orchester Darwstad ljj( fit. 25) eothc 1. Bekannte kr WablcommiM tut htieffenb. 2. Ueberficht fnim des Inner ton &)Munai stnach «ckiß gnuht; q SMotn die eoati| 17. Sep! Vlwtt und Orlso ilT Temrmdeichule M diesi Zt ™ höhne teik' Gn hu höheren ' der »on U Ortsvorstonde m <4 Schule zu ( W für diese -fpiraut-u Philip, an der Gim ®' Ernennur 7'^g'en Stunt- ®«bilt worden |f des Großh k-°"h dus @Ie2 8q Ehestand ®toi,=u62ttin Helle zu Z, 7 ( dem jiX,M 6«n 9(0 £ ,b« "«Hunden •**! l“nbtn \ ! ,m < leis £ ba« Pri "i l-8tn ftflN^Ubg, > Är wehre mOtl6c B -KL Zur Reichstagswahl am 27. Oktober 1881. Die Unterzeichneten erklären, daß sie den Freiherrn Adalbert von Nordeck zur Nabenau in Frtedelhauseu Wahlen werden und fordern ihre Mitbürger, welche dem seitherigen Vertreter des Wahlbezirks ihr Vertrauen bewahrt haben, auf, demselben ihre Stimmen wieder zuzuwenden. J?r0C^. $ür9erm^er' Grünb-rq. Carl Dippel, Beigeordneter, Grünberg. Wilhelm Hartmann, Bürgermeister, Rem' hardshaw. Georg Zlmmer, Buv^rmcister, Groß-Eichen. Johannes Müller, Beigeordneter, Retuhardshain. Heinrich Hornmann, Landwirth, Beltershain. Munch, Bürgermeister, Harbach. Heinrich Schillinger, Bürgermeister, Queckborn. Kaspar Bast, Bürger- meister, Jlsdmf. Hermann Hoffmann, Gemeinderath, Grünberg. Ioh. Giller, Gemeinderath, Grünberg. Gustav Peppler, Dr“fcl S“nffer9V Kaufmann Grünberg. G. K. Kreuder, Gemeind-ratb, Grünberg. M. Reuß, Lehrer, Grünbera. Olkenbach, Baurath, Grunberg. Juleus Karl, Rechner, Glünberg. Theodor Hof, Lehrer, Grünberg. Heinrich m Grünberg. Ludwig Hoffmann II., Wirth, Grünberg. Konrad Jockel V., Bäcker, Grünberg. Hermann Jockel, Bäcktt, Glünberg. Georg Serfert, Seiler, Grünberg. H. M. Jockel, Rechner, Grünberg Karl Jockel, Bäcker, Grünberg Karl Jochun, Landwirth, Stockhausen. Johs. Holzer, Bürgermeister, Flensungen. Georg Sartorius, Bürgermeister, Merlau. Adam Langohr, Bürgermeister, Wettsaasen. Heinr. Rühl IV., Bürgermeister, Ober-Ohmen. Seng, Bürgermeister, Lehnheim. Hch. Rau, Bürgermeister, Stangenrod. P. Schultheiß, Bürgermeister, Lumda. Johs. Hartmann, Dürgermetster, Beltershain. G. Wilhelm, Bürgermeister, Saasen. Johs. Wilhelm, Bürgermüst- r Göbelnrod. Feldmann, Bürgerwstr., Konrad Schlörb, Müller und Ernst Zimmer Müller, Lauter. Ch. Frank, Gtrber, Grünberg. L. Moll, Kaufmann, Grünberg. Th. Baist, Rechtsanwalt, Gießen. Vigelius, Schuld,rector Gießen. L. Lyncker, Rentamtwann, Gießen. Güngerich, Oeconom, Groß-Buseck. Nückel, Bürgermeister. Bettenhausen. Rückel, Beigeordneter, Bettenhausen. Jacob Köhler, Landwi.th Langsdorf. Köhler, Bürgermeister, Langsdorf. Köhler, Vorschußkasienrcch, er Langsdorf. Roth, Bürgermeister, Muschenheim. T. Schudt, Mühlenbesitzcr, Mulchenbetm. Fr. Georgi, Oeconom, Gießen. Bieber, Bürgermeister, Allendorf a. d- Lda. Ludwig Rein I., Gastwlrth, Allendorf. Christoph Wallenfels II, Gemeinderath, Allendotf. Schmehl, Lehrer, Allendorf. Christoph Reinhardt VI, Allendorf. Bechtold, Lenrer, Allendorf. Christoph Wießner IV, Land- »11^, ailtnbDrf. Ludwig Haberkorn II, Landwirth, Allendorf. Johannes Klingelhöfer, Wagnermeister, Allendorf. Johannes Wallenfe^ III., Landwirth, Allendorf. Johannes Wallenfels II., Gastwlrth, Allendorf. Gg. Spöhrer, Landwirth, Allendorf. Konrad Wolf, Landwirth, Allendorf. Heinrich Wolf, L:nt>wtrih, Allendorf. Heinrich Krieb II, Schretnermeister, Allendorf. Wilhelm Kliebe, Rechner, Allendorf. Karl Kliebe, Landwirth, Allendotf. Ludwig Schmidt II, Zimmermeister, Allendorf. Ludwig Schmidt III. Schmiedemeister, Allendorf. Martin Stroh, Landwirth, Allendorf. Ludwig Bang II... Schreinermeister, Allendorf. cubtotg e>aulstich, Landwirth, Allendorf. Eberhard Bergen, Zimmermeister, Allendorf. Louis Ullrich, Gastwikth, Allendorf. Eberhard Käs, Ziegler, Allendorf. Heinrich Hofmann, Bück-rmetster, Allendorf. Ludwig Mank, Landwirth, Allendorf. Christoph Mauk, Landwirth, All-ndorf. Gustav Strack, Svena'ermeiller, All'r-dor?. Daniel Schmidt, Sckmiedemeister, Allendorf. (7017 Or. franz Etkslein heute Nacht um 1 Ulir sanft entschlafen ist. Giessen, den 24. Oktober 1881. EMc trauernden Hinterbliebenen. ■ Wahlzettel mit dem Namen des Freiherrn Adalbert von Nardeck zur Nabeuau in Friedel- Hausen werden an jedem Wahllokal in Gießen auögegeben. Auf den Ortschaften sind sie ebenfalls vor den Wahlzimmern ansgeleqt. (700,