aus Berlin 11881, SM «Me,twu ' von Beethorea t> Field. ' » Bach. » Schubert. t> Chopin. ' » Chopin. • j> Schumann. * „ Chopin. « Liszt. • » Liszt. • » Herzog. • T) Chopin. • » Liszt. des Herrn Rudolph. ■Iph'schen Musikalien- __(5433 I«ng. : Nachricht, daß sich ld Flaschenbier- :nem Hause neben :8) befindet. (.5486 aniel Heil. ) wein ErschäMocal 616 Chr.DaiidL_ iarzf Är MffarW« ilo-lnjeetion n fei bi.WT*?«)«-1"- „oröta, selbst iKreikenbiMn.Bn”11-I *sith in I erworben und wir I ten medicinisch. J-r‘ I djmpfohle^___„—L - I ^artierunü imen.__| wahrer Schatz j 1 Al^6it?unbd^lmfn > ite u’8 S^DSU^^^I EM© | dkr Donnerstag den 25. August UiSi. Hieße iier Anzeiger iBjtijt« ui Amtsblatt fit iri Kreiß Kießei. TN*wh e*w<>xe%t K >•. Erschnnt täglich mit «u«mchmk bei Montag». VTrt1 virrteljLhrNch 1 »ad tO Pf mit «rmgerlohn. ____ Durch bit Post bczoge* virddjährlich S Wad 50 Pt. Amtlicher dh «il. Betreffend-. Die Bestellung elnes WiegerS für die Märkte in Sießen. Bekanntmachung. ®*,b ^5™“ 8ur lkmntniß gebracht, daß Theodor Ltoffer aus Gießen für den Dienst al« Wieger auf den Gießener Märkten eidlich verpflichtet worden 1fr. Gießen, am 23. August 1881. Großherzogliche- Krei-amt Gießen. ____________________________ __ Dr. Boekm a n n. Betreffend: Räude unter den Schafen. Bekannt in a ch u n g. ®rlu*tn.r'8 königlichen Landrathsamt« Marburg bringen wir da« für den dortigen ikrei« erlassene nachstehend abgedruckte Polizei.Reglement zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, am 23. August 1881. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. Dr. Boekmann. ,, .. .... _, „ u . Marburg, den 18. August 1881. A . Umf*’e raudefrelen Schafheerden de- Kreise- vor Uebertragung der Räude au- den im Kreise und den Gemeinden anderer Kreise gehaltenen räudigen Heer den zu schützen, sehe ich mich veranlaßt, auf Grund de- Reichsgesetze- vom 23. Juni 1880, betreffend Abwehr und Unterdrückung von Vieheuchen, für den KrelS Marburg folgende Anordnung zu treffen: 1) Der Transport von räudigen Schafen (Schmiervieh) im Kreise ist nur auf Grund einer von mir etnzuholenden besonderen Erlaubntß und dann unter strenger Innehaltung der von mir dabet gestellten Bedingungen zulässig. . _ ,2J 3kve Person, die Schafe von einem Ort zum andern bringen will, hat einen Gesundheit-schein bet sich zu führen, welcher genaue Angaben über do- Ziel de- Transporte-, der Anzahl der Schafe und eine Beschreibung derselben (Angabe de- Geschlechts, besondere Zeichen k.) enthalten und bescheinigen muß, daß sie aus einer Gemeinde (lammen, in der kein Schmiervteh gehalten wird. Den Schein hat der Bürgermelster deS Orts, von wo die Schafe kommen, au-zustellen. Tie Gesundheil-schelne, welche nur 6 Tage Gültigkeit haben, sind während des Tran-portes den Organen der Polizeiverwaltung, Gendarmen, Bürgermeistern, aus Verlangen vorzuzetgen und auf der Endstation stet- beim Bürgermeister abzugeben. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnungen werden nach dem § 66 des Diehseuchengesetzes mit Geldstrafe bis zu 150 JL oder entsprechender Haft bestraft, sofern nicht nach dem Strafgesetzbuch eine höhere Strafe verwirkt ist. Der Landrath. _____________________________________ ___Schreibe r. B cf an n t m achu n g. Zum Zweck eine- durch den landw. Verein von Oberheffen zu vermittelnden gemeinschaftlichen Ankaufs von jungen Obstbaumstämmchen erkläre ich mich bereit. Bestellungen entgegen zu nehmen, welche jedoch längstens bis zum 10. September l. I. in meinen Händen sein müßten. Gießen, den 23. August 1881. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. _________________________ Dr. Boekmann. Die irifcbe Landbill. Unverkennbar ist das Cablnet Gladstone mehr als irgend eine frühere britische Regierung bemüht, Irland durch einen großen „Act der Gerechtigkeit uvd Versöhnung" zufrieden zu stellen. Der vom leitenden Minister entworfene und eingebrachte Gesetzentwurf, die irische Landbill, macht sowohl seinem men» schenfreundlichen Sinne, wie feinem staatsmännischen Geschicke und Muthe olle Ehre. Dennoch wird schwerlich die Bill, wenn sie jemals Gesetzeskraft erlangen sollte, die irische Nation befriedigen. Die Landliga, von deren blutigen Greueln die Blätter schon so viel berichteten, verwahrt sich feierlich dagegen, mrd die Fenier bleiben dabei, „der Mörder Gladstone muß hingerichtet" (d. h. vom irischen Volke ermordet) werden. Die Landbill bezweckt nichts Geringeres, als einen großen Theil der Pächter Irlands durch allmälige Grur.dentlostungen in selbstständige Besitzer lunzuwandeln. Selbst unter der eigenen Partei, den Whigs, stieß Gladstone auf hestize Gegner.^ Don allen Seiten wurde er mit Vorwürfen überhäuft, er rufe nur krisch überschwengliche, unerfüllbare Hoffnungen hervor und steigere den Geist der Rebellion bis zur Glühhitze. Daß die Fenier immer wilder und blutdür- ftizer sich geberden, ist eine Thatsache, zu deren Bekräftigung eS der Dynamit- Verschwörung nicht einmal bedurft hätte. Diese scheint jedoch beizetra^en zu haben, im Unteihause, das sich bereits in etwa 50 Sitzungen unter leiden- Ichaftlichen Kämpfen damit beschäftigte, der Bill endlich eine bedeutende Mehrheit zu verschaffen. Der Widerstand deS Oberhauses zeigte sich aber ernster und nachhaltiger, als allgemein angenommen wurde. Selbst Zeitungen, die sonst vorsichtig ur- lheilen, sprachen noch kürzlich über die Streitigkeiten zwischen beiden Häusern m leichtem Tone, die Lords beabsichtigten nur em Scheingefecht, man würde die Parteiführer zusammenrusen und^llles sich rafch ordnen. Es ist aber an» krS gekommen. Jene vom Unterhaufe verworfenen Amendements, welche einige Ächt unwesentliche Punkte berühren, hat das OberhauS mit starker Mehrheit virderhergestellt, trotz der Erklärung der Regierung, daß sie keinenfalls nachgeben werde, wofür auch fast die gesammte Preffe ist. Der radikale Theil derselben dringt und hofft aus eine Reform deS Oberhauses. Am 15. ds. gab nun das Unterhaus in einigen Stücken nach und modi- ficirte sie im Sinne des Oberhauses, andere wurden festgehalten. DaS wich- ligste Zugeständniß ist, daß der Grundherr daS Recht haben soll, beim Gerichte die Feststellung der angemeffenen Pacht zu beantragen, wenn die Parteien über die Höhe uneins sind. Der Paragraph, nach dem gerichtliche Beitreibvi-g gestundet werden soll, wenn der Pächter gerichtliche Entscheidung über die Pacht- summe nacksucht, wurde nach sehr erregten Verhandlungen unter Zustimmung der Regierung gestrichen. So gelangte die Bill abermals an'S Oberhaus und dieses nahm am 17. nach kurzer Debatte die Bill in der Faffung an, in welcher dieselbe auS der Berathung deS Unterhauses hervorgegangen ist. Den Gewaltthaten der Liga setzte die Regierung lange Zeit fast keinen Widerstand entgegen, bis endlich zum Schutze der Engländer, die auf der grünen Insel nirgends mehr ibreS LebenS sicher waren, ein Ausnahmegesetz in Kraft treten mußte, welches inbefien auch äußerst schonend gehandhabt wurde. Nicht so rücksichtsvoll verfahren die englischen LandlordS, die im vergangenen Halbjahr in Irland nicht weniger als 6958 Personen von Hau- und Hof vertrieben, weil diese mit dem Pachtzins rückständig waren. Diese einzige Zahl schon wirst ein Licht aus daS herrschende Elend. Lehrreich find alle diese traurigen Vorgänge nach mancher Seite hin. Das Jnselreich hat offenbar viel zu lange gezögert mit dem Versuche, die älteste und bösartigste Wunde an seinem StaatSkörper der Heilung zuzuführen. Jetzt ,st die Erbitterung und Verzweiflung eines großen Theil- de- unzlückl chen Volkes so hoch gewachsen, daß auch die weitestgehenden Zuge- ständr.iffe nickt begütigen werden. Aus englischer Hand verschmähen die Un- zuftiedenen jede, auch die beste, reichste Gabe, auf ihrer Fahne steht: los von England um jeden PreiS und mit allen Mitteln! Mit alledem ist nun freilich weder die Möglichkeit einer Trennung von England, noch deren Ersprießlichkeit für die Iren selbst bewiesen. Sie scheinen zu den Nationen zu gehören, welchen jene staatsbildende und staatserhaltende Kraft, die den Engländern, „den modernen Römern", in so hohem Maße inne- wohnt, versagt ist. Wieviel daran ihre seit Jahrhunderten schwer gedrückte Lage und wieviel ihr Naturell Ancheil hat mag hier unerörtert bleiben. Z>nlt/chland. Darmstadt, 23. August. Da- heute auszegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 18 enthält eine Allerhöchst? Bekanntmachung, die Verpachtung der Locclbahn ton Frankfurt a. M. nach Offenbach, sowie die Anlage einer Straßenbahn in Offenbach betreffend. Dieselbe lautet: Ludwig IV. von Gotte- Gnaden Großherzog von Heffen und bei Rhein k. k. Nachdem der Rentner Ernst Donner von Paris die Absicht zu erkennen gegeben hat, im Anschluß an die Loca'bahn von Offenbach nach Frankfurt Ludwig. (L. 8.) Umlegen ülM und Aejerur aulchlagt zu Heuchelheir Großh. Bürg, Mörder vom Zufluchtsrechte gestellt wurde und die öffentliche Meinung vi Amerika den Beschluß des Congresies daher um jo lebhafter begrüßen wird. Hartmann hat sich nun zu be:n Staatsmeldeamte in New Dork begeben und unter Ableugnung irgendwelcher Beziehungen zu dem Czarenmorde die Erklärung abgegeben, amerikanischer Bürger werden zu woll-n. Den Bürgerbrief würde er nach amerikanischem Rechte nach 5 Jahren erhalten; man darf aber gespannt darauf sein, ob die Regierung seine „Intention" annehmen wird. Arbeits Lawstag Nacht sollen in dem R heim nachstehend litte Versteigert werden: Lieferung einer anschlagt zu Lesgl. einer B vonLungstein Murerarbeit ( veranschlagt Lihre:nera'.beit zu - - - Snstreicherarbei Straßenbahnen in Offenbach, Sachsenhausen und Frankfurt a. M. herzustellen und zusammen mit der bestehenden Localbahn zu betreiben, und nachdem von demselben mit der Königlich Preußischen Regierung ein Vertrag über die Verpachtung der Localbahn von Offenbach nach Frankfurt a. M. vereinbart und Unserer Regierung mitgetheilt worden ist, ertheilen Wir hierdurch dem Pächter zum Betrieb dieser Eisenbahn aus diesieittgem Gebiet die landesherrliche Eon- cession unter den nachstehenden Bedingungen: 1) Der Pächter der Frankfurt Offenbacher Localbahn ist den bestehenden und den künftig ergehenden Reichs- und Landesgesetzen, sowie den Bestimmungen des zwischen Heffrn und Preußen geschloffenen Staatsvertrags vom 12. Juni 1868 (Regierungsblatt Nr. 50 von 1868) unterworfen. 2) Zur Verlängerung des auf die Dauer von Zwanzig Jahren abgeschloffenen Pachtvertrags bedarf eS der Zustimmung Unserer Regierung. Diese Zustimmung ist auch dann erforderlich, wenn der Pächter die ihm aus dem Pachtvertrag erwachsenden Rechte und Pflichten auf Dritte zu übertragen beabsichtigt. 3) Die näheren Bedingungen, unter welchen die Anlage und der Betrieb einer Straßenbahn in Offenbach, im Anschluß an die bestehende Localbahn von Offenbach bis Frankfurt a. M. zu erfolgen haben, werden durch Unsere Regierung festgesetzt. Der Pächter der Offenbach-Frankfurter Localbahn hat vor Uebernahme deS Betriebs derselben Bankier-Bürgschaft oder eventuell auch Baarcaution für die Ausführung der Straßenbahn tn Offenbach zu stellen, und zwar in einem den Anlagekosten dieser Straßenbahn entsprechenden Betrage. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und betgedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 20. Juli 1881. MDW Wtnen ® e*» Schleiermacher. Berlin, 22. August. Zu den Kaisermanöoern tn Schleswig-Holstein und Hannover ist der Besuch mehrerer deutscher Fürsten am dieffeittgen Hofe bereits angemeldet. Es werden die Großherzöge von Sachsen-Weimar, Oldenburg und Mecklenburg-Schwerin denselben beiwohnen. Auch sind weitere Für- stenbesuche noch zu erwarten. Nach den Manöoern begibt sich der Kaiser zu Ihrer Majestät der Kaiserin, die alsdann wohl schon in Ba>en sein wird. Die zunehmende Befferung der hohen Frau giebt der Hoffnung Raum, daß die Ueberstedelung in Kurzem wird erfolgen können. Die Kaiserin wird aber auf den dringenden Rath ihrer Aerzte der Vermählung ihrer Enkelin, der Prinzessin Victoria von Baden, mit dem Kronprinzen von Schweden fern Bieiben — Das Phantasiegebilde einiger Blätter von einer Annectirung bezw. Umg stal- tung der Stadt Hamburg zu einer Retchshauptstadt hat hier nur erheitert. Bezüglich des Reichstagsgebäudes können wir aber doch ernsthaft melden, daß Kaiser und Kronprinz sich von Anfang an mit Entschiedenheit dafür ausgesprochen haben, daß das Reichstagsgebäude auf dem Raczinskischen Grunostück und zwar bald errichtet werde. (Köln. Ztg.) — Das halbvergeffene oder doch mindestens veraltete Institut der „Schützengtlden" kommt jetzt wieder zur Geltung. Seit dem neulich erwähnten Erlaß des Landraths v. Meyer zu Arnswalde haben die Schützengilden in zahlreichen Ortschaften der Mark Brandenburg Versammlungen abgehalteu und beschloffen, sich den Polizeibehörden für den Fall von Ruhestörungen jeder Art zur Verfügung zu stellen. Die Angebote sind mit Dank angenommen worden und so ist denn die selige „Bürgerwehr" plötzlich wieder auferstanden. Das Zurückgretfen aus Schützengilden und Kriegervereine zur Aufrechthaltung der Ordnung soll höhern Orts, wie versichert wird, einen sehr günstigen Eindruck gemacht haben. — In den Tagen vom 9. bis 12. September d. Js. wird von den märkischen und baltischen Central-Vereinen für Bienenzucht bekanntlich im Schützenhause zu Potsdam eine Bienenzucht-Ausstellung veranstaltet. Die An- regung dazu ist recht eigentlich von der Frau Kronprinzessin ausgegangen, welche der für alle gemeinnützigen Bestrebungen rastlos thätige Kammerherc v. Behr-Schmoldow aufgefaßt und mit großer Sorgfalt in's Werk gesetzt hat. Die Ausstellung wird zahlreich beschickt und verspricht sehr intereffant zu werden. Berlin, 22. August. Seine Majestät der Kaiser hat sich nach dem Diner beim Regiment der Garde-du-Corps am 19. d. M. eine Erkältung zu- gezogen, die ihn an das Zimmer seffelt. Trotzdem empfing Allerhöchstderselbe auf Schloß Babelsberg S. K. H. den Kronprinzen von Schweden, welcher darauf, einer Einladung I. K. H. des Prinzen und der Prinzessin Wilhelm zum Diner folgend, sich nach dem Marmorpalais begab. — Generalfeldmarschall Graf Moltke ist im besten Wohlsein von seiner nordischen Reise gestern hier wieder zurückgekehrt. — Profeffor Dr. Schliemann ist nach beendeter Cur in C^rlsbad hier wieder eingetroffen und vollendet im Kunst-Gewerbc-Museum die Aufstellung seiner trojanischen Funde. Bevor der berühmte Forscher die Rückreise nach Athen antritt, wird Seine Majestät der Kaiser sich von ihm durch die Ausstellung führen laffen. — Aus der hiesigen Militär-Schießschule findet in der Zett vom 5. bis 15. October ein Jnformations-Cursus statt, zu welchem von jedem der deutschen Armeecorps mit Ausnahme Bayerns drei Regtmentscommandeure der Infanterie außerdem einer von der Großh. Heff. (25) Division commandirt sind. - Der Magistrat der Stadt Altona ist Seitens der Regierung die vertrauliche Mitthellung gemacht worden, daß sie auf einen größeren Grund- stückScomplex, der zur Anlage deS Bahnhofs für die neue Lmte Salzwedel. Altona dienen sollte, fernerhin nicht mehr reflectire. Damit ist jenes Projekt das so viel Staub ausgewirbelt, wohl als definitiv aufgegeben zu betrachten' und die Altonaer werden sich wohl oder übel in die Rolle finden müllen al« Mittel zum Zwecke gedient zu haben. n ' al° Amerika. New-York, 21. August. Der Nihilist Hartmann hat sich vom ersten Schrecken erholt und ist nach New-Dork zurückgekehrt, wo seine plötzliche Flucht nach Canada nicht wenig Heiterkeit erregt hatte. Er hat auch wohl, solange Rußland seine Auslieferung nicht verlangt, kaum zu befürchten, daß er vec- hastet werde. Der Beschluß des in Köln jüngst stattgehabten Congreffes zur Reform und Codificatton des internationalen Rechtes, in welchem Amerika durch so hervorrgende Männer vertreten war. dürfte seiner Sache um so gefährlicher - btachll in der H 5 ent; u 1 Nlahu 1 SQMol Ne, Oh 4^ 1C- 1 Me M B41. am \\ 5475) firner Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Korrespondenz-Bureau. Kiel, 23. August. Die „Vieler Ztg." erfährt aus sicherer Quelle, d ß der Minister des Innern eine sachverstäi.dtge Untersuchung durch den Regie- rungs-Commiffar Lorenzen darüber angeordnet habe, ob die Schiffe „SokrateS" i und „Diogenes" sich zur Aufstellung von Geschützen ohne vorherigen Umbau > eignen. Heber dieselbe Frage sei auch die Marinestatton, bezw. die Oberwerfl- ! Direction zu gutachtlichem Bericht ausgefordert worden. London, 23. August. Se. K K Hoheit der deutsche Kronprinz ha"' ; heute die Rückreise nach Deutschland angetreten. Washington, 23. August. Der Staatssecretär des Auswärtigen, Blaine, har heute über das Befinden des Präsidenten Garfield folgendes Tete- gnmm versandt: Der Präsident war im Stande, zu schlucken und bis zwanzig Unzen flüssige Nahrung bei sich §u behalten. Der Zustand des MagenS ist heute etwas bester, doch ist das Allgemeinbefinden ernst, wenn nicht kritisch. Der Präsident ist matt, erschöpft und abgemagert, er wiegt nicht über 125 bis 130 Pfund während das Gewicht bei der Verwundung 205 b.ö 210 Pfd. betrug. Dies Ausbleiben der Kcäftezunahme ist das einzige Symptom, welches zu Unruhen und Besorgniflen Anlaß gibt. New-York, 23. August. In einer von den Mitgliedern der extremen revolutionären irischen Partei erlaffenen Proklamation heißt es: Der „Dynamit Council" erklärt, die Irländer seien im Stande, in einer einzigen Nacht alle Schiffe, welche die englische Flagge führen, in New-Fork, Halifax, Quebec, Melbourne, Syvney, Capetown und San Francisco zu zerstören. Zugleich wird Jedermann gewarnt, sich vom 1. Septembtr ab solcher Schiffe zu b-'biemn, welche die englische Flagge führen. — Ein Meeting ist auf den 29. August ct. nach New-Dork berufen, um diese Proklamation gutzuhetßen. 5521) l- provis.L domrftag Mb bie von Po< wadcn die znr Wagner ll. i sandsteinvorrc Dielen, Latten Heinen, Grippe bank n und di vssintlich gegen „®:e «--kW Tie am Kam Signer’it, IM-: UraSe l ««Mat J 'BMen L «t. Lokales. Gießen 24. August [s>terbltd)(ett in Gießen). Im Verlaufe der Wocke vom 14. bis 20. August ereigneten sich hier im Ganzen 5 Tovesfäll-, wovon 2 bei erwachsenen Per Ionen, 3 bei Kindern voifamcn. Von den letzteren starb eins, nur 14 Tage alt, an allgemeiner Abzebrung, ferner ein 3jähriges Mäechen an DiphtheritiS und bet einem 8jährigen Kinde wurde der Tod durch eine bösartige Drüsengeschwulst veranlaßt. Von den Erwachsenen starb eine Person an Altersschwäche, eine an Lungenblutschlag. 0. Gießen, 24. August. Nachdem in letzter Z-it wiederholt Klage über daS Drolchken- fulirwesen in unserer Stadt geführt worden, vetsäumen wir nicht, auf das bestehende Droschken TCfllement aufmerksam zu machen. So wurde z. B. vor einigen Tagen einem f emdcn Herrn von einem Kutscher für eine einfache Fahrt nach dem Schiff,nberg 8 Jt abverlangt und auch bezah t. (Ob der betr. Fuhrwerke b e s i tz e r diese Taxe erhalten, möge dabin gestellt bleiben.) Nach dem Tarif hätte der Herr nur JL 3.50 zu bezahlcn brauchen. Würde im eben erwähnten Falle eine nicht nummerlrle Droschke Den Herrn nach dem Schtffenberg ewfach nur bin gefahren haben, so wären 8 JL immerhin vitl zu viel gewesen. Ferner hat es schon öfters zu Differenzen hinsichtlich der Tages- und Nachtzeiten geführt. Das Reglement bestimmt, daß im Sommer d. h. vom 1. Mai bis 30. September die Tageszeit von ^7 Uhr Moraens bis 8 Uhr AbendS und im Winter vor. 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends festgesetzl ist. Abends nach 10 Uhr ist die Hälfte der Taxe mehr zu entrichten. Es dürfte ratbsam sein bei bestehenden Differenzen zwischen Fahrgast und Kutscher einfach auf § 20 des Droschken-Reglements zu verweisen. Dieser § lautet: § 20. Entsteht zwischen den Droschkenführern und dem Fahrenden wegen cer Bestellung der Fahrzeit, der Zahlung re. eine nickt sofort auszugleichende Meinungsverschtedenheit, io ist Erstercr verpflichtet, auf Verlangen des Fahrgastes tiejen unverzüglich vor die Großherzogliche Polizeiverwaltung zu fahren und Die Sache zum Austraq bringen zu laffen Ergibt sich, daß der Fahrgast ein gegen diese Verordnung verstoßendes Verlangen gestellt hat, so muß er die Zeiiversäumntß nach Tarif I. vergüten. Ist aber der Droschkenfü.'rer >m Unrecht, so trifft ihn die verwirkte Strafe und er kann für die durch die Erledigung des Streitfalles verursachte Fahrt, rcsp. Zcitversäumniß, keine Vergütung beanspruchen Der Fabrgast ist tn diesem Falle nur verdunven, die tarifmäßige Gebühr für die von ihm bestellte und von dem Droschkenführer ausgeführte Fahrt, welche zu dem Streitfälle Leranlaffung gegeben hat, zu entrichten. — Auf alle Fälle dürfte es sich aber empfehlen, bei jeder Fahrt den im Wagen hängenden Tarif zu Rathe zu ziehen. ----- ....... 1 1 —t- ---.!_!---!--------~---- S Vermischtes — ^Feuerversicherung.) Ein Studio war in den Besitz von 2000 Stück Cigarren ge- I kommen, — eckte Havannas. Er versicherte dieselben bet einer Feuerkaffe und verrauchte sie I redlich. Als auch die letzte zu Asche geworden, beantragte er bei der DersicherungSkaffe dm | entsprechenden Schadenersatz. Man lachte ihn aus, aber er blieb dabei, worauf die Kaffe sich I zur Zahlung bereit erklärte, aber mit dem Hinzufügen, daß sie dm Henn Studio wegen Btand- | stiftung verklagen werde. — jHöflichkeit.j Ein biederer Sachse aus einer Provinzialstadt kommt nach Berlin. Dom vielen Seben müde, will er sich durch etwas Besonderes stärken und bestellt sich in einem feinen Restaurant „Hasenbraten". Derselbe wird ihm gebracht, doch strömt das Häschtn einen so starken Haut gotit aus, daß unser Kleinstädter bedenklich daran berumschnüffeit Der auf- wartende Kellner eilt, als er die Vcrlegenhejt des Gastes bemerkt, sofort zurück und fragt mit unschuldiger Miene: „Ist der Hase wohl nicht gut, mein Herr?" — „Ach, Hern Se. sehn Se." erwiderte schüchtern der Gast, „Tut und weech is er — aber nähm' Se's nich tbel — das Dhicrichen muß se in etwas getreten sein." — ^Verbesserte Locomotive.j Vor einiger Zeit ging durch viele Blätter der Bericht einer neuen amerikanischen Lokomotive, welche im Stande sei, nicht blos auSnabmswe:se wir ihre europäischen Schwestern 96 Kilometer die Stunde zurückzulegen. Diese Locomotive fäbn nun mit dieser Geschwindigkeit, ohne daß bis jetzt rin Unfall sich ereignet hätte, zwischen New Jork und Philadelphia. Neuerdings bestellte nun der bekannte Torpedo-Ecfindcr Oberst Roberts bei den Baldwin Locomotive Works in Philadelphia eine Maschine, die 128 Kilometer — etwa so weit wie von Frankfurt nach Stuttgart — in sechzig Minuten durchrasen ssll. Wir wünschen dem Obersten zu seiner Erfindung alles Glück, bezweifeln tndeffen daß selbst der Jankee, der gewiß das bekannte Sprüchwort time is money zu beherzigen weiß, fein geliebtes „Ich" der Gcfabr, auf diese Weise durch die Wc' zu kommen, aussetzen wird. — Noch vor einer anderen Erfindung wird berichtet, die ihrer Originalität wegen Erwähnung verdient. Es ist dies eine kleine Maschine, welche auf den Schienen dahinrollt und dabei Eis und Schnee wegschmilzt. Die Räder drehen sich nämlich in einem mit Kohlen stark geheizten Ofen un? werden nach einigen Minuten glübend. Es ist dies ein wirklich praktischer Gedanke, der volle ; Beacktung verdient und ebenso praktisch wie der ebenfalls amerikantiche G.-danke, Reisekoffer mit Rollen zu versehen, eine Erfindung, die bis jetzt noch wenig Eingang bei uns sich ver j schafft hat. Für Schafzüchter. Ueber Erkranken 6er Schafe nach Lupinenfütterung liegen , : wiederholte Erfahrungen vor. Man hat — nach Löb's „Fortschritt" — unter Anderem die Erfahrung gemacht, daß die Krankheit lediglich die Folge der Verabreichung von in 1 ! Schweiß befindlichem Lupinen-Heu gewesen, ein neuer Beweis, daß man Lupinen nicht ein I ■ scheuern dürfe, sondern in kleinen Mieten im Freien stehen lassen muffe. — Was die I i Lupinenkörner anlangt, so wies Schütz darauf hin, daß man sich meist nicht klar mache, | welch ein außerordentlich nahrhaftes Futter die Lupine sei, und wenn man sie ungedroschen,! 7ie Ibiere ech damit füttere, verabreicht wer! __ 6in in Folge gering! unb mahnt mW Schiff Srtulto. W- n 3NI Lbgegonjltn »flr' »ureau. WORMS a. Kh H JL 75.- zu 5529) Großherzogliche Garnison-Verwaltung. 5526) <6. Lrompf, Voubacd. E. Eichenberg, Bahnhofstraße 124. 4537) V- 5475) bietet. £)em entsprechend (2602 ließen. bei von hat auch 1 Liter Wewer von Brunncn- tomperatur wird mit circa 30 Liter Gaa, also mit einem \ ufwand von etwa >/« PL x’im Kochen gebracht. 4) ASpdaltarbeit, 5) Steinmetzarbeit, 6) Klempnerarbeit, 1) Erdarbeit, veranschlagt zu . 2) Maurerarbeit, „ „ . 3) Mauermaterialien, veranschlagt zu öaurr, Gerichtsoollzieher. 7) Zimmer- und Tischlerarbeit, veranschlagt zu 8) Schmiede- und Schlosserarbeit, „ , 9) Glaserarbeit, veranschlagt zu . . . 10) Maler- und Anstre.cherarbeit, veranschlagt zu und 11) Pflasterarbeit, veranschlagt zu im Rbeinlande, sondern erworben. Alleinige Niederlage Arbeitsversteigerung. Lawstag den 27. d. 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August, Illachmittag« 2 Uhr, sollen auf hiesigem Lrtügertcht die Im^ mobihcn btt Atari Pange nochmals ver steigert werden, und bei annednibarem (^tbot wird die Genehmigung durch den GlaubigerrAusschuß beantragt werden. Gießen, den 19. dlugust 1881. Großherzogl Orioger chi Gießen. 5465) Müller. ittittniud) örn 31. Auguli, Mittags 1 Uhr, läßt Unterzeichneter wegen Aufgabe seines Drehergesckäftes folgende Gegenstände freiwillig öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigern: zwei Drehbänke, eine Hobelbank, eine Schnitzbank einen Schleifstein mit Gestell und Waffertrog, sämmt- liches Dreherhandwerkieug in ver- schieden en Sorten, sowie auch vor- gearbeitetes Holz. Steinbach, den 24. Auaust 1881. 5530) Kaspar Haas II. in großer Auswahl und billigsten Preisen empfiehlt (5384 7f. Solberg, Kirchenplah. I) i r e c i i u n : l>r» Schneider. sollen Mittwoch den 7. September d. I., Dormittags 11 Va Uhr, aus dem Bureau der Garnisonverwaltung t^arnison-Lazarethzimmer Nr 2) im Weg der Submission und zwar tie «Welten von 1 bis incl. 10 zusammen, und die pos. 11 für sich vergeben werden. Lusttragende Unternehmer belieben ihre Offerten, in welchen die Ab- resp. Aufgebote in Prozenten anzu.eöen sind, rechtzeitig, franktrt und mit der Aufschrift: „Submission auf die pp. Arbeiten in der Kaserne zu Butzbach" auf genanntem Dareau, wo Bedingungen und Zeichnungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Butzbach, den 22. August 1881. Cvrsetten // 'N großer Auswahl in allen ^^A^ZaconS empfiehlt billigst 4321) A. Fangmann. Wir empfehlen unser reichhaltiges Lager in Porzellan- Tafel- unr Äaffeescrvicen, sowohl weiß als decorirt; Decors können nach jedem Muster angefertigt werden. Ferner empfehlen unsere reiche Auswahl in complcuen Crystaü- Trinkforvicen mit feinem Schliff und Graoirung, sowie Punsch-Bowlen und J. M. Schulhof, Marktstraße. 9 Pfund Franco - Zusendung nach auswärts 400) NB. Bei Abnahme Handel und Derkedr. Herborn (an der «Sin Gießener Siftndahn), 22. Äug. Aus den heutigen diestge« Markt wurden gebracht: 716 Ochsen, 644 Sühe und Rinder, 941 Schweine. Der nächste Markt tft am Donnerstag den 29. September ifd. Jahres, zugleich Pferdemarft. *ehlfT*bericht. Mikgetbeilt von dem norddeutschen Aopd in Bremen. Bremen. 22 Nuguft sPer transatlantischen Telegraph.s Der Poftkampfer Köln, l('" (Wen unb ku (1M dis mag,,,. t «»|i. toenn mch, (,.t et mchi üitt ta . mbung 205 6.3 210 U klNjige Symptom, wtltd 1 Miigliedern btr qtusr n heißt eS: Der t. in einet einten Nem-Dork, Halifax, c» mcisco zu zerstören. ji. r nbir ab jolcher Schifft u [ Ein Meding ist auf da coklomriloii gutzrhnßm. n Verlaufe btt ’Botbt ton U I wvvvn 2 btl ntiad)|tnra b | nur 14 Xage all, an aUgtatue ■ i bet einem 8pbngni fttnt •.& ' Bon dm Srwachjtnm *h:: <• G. cholt Slogt über bat £ro:!r t, auf tat bkstchmdk £ic|* 'm tägm einem f tmDai $a Effenberg 8 aörnian.-k ttn, möge Dabin gtHt en. ÜBürbe im eben mror.ier )d)ifienbtifl t.nfad) nur vi: ' ut hat efe id)on vsmr p I'*1 15 ^taltmtnl U? r M \t\W H T;; nilt xatbiam stm btt • • • 20 be8 Droschktn Rtzlmk:» - ^aWtnWMtn .«^3- /ÄkMUngsvkrjLttdmd.'! J jj ngen zu lassen. Wl - 1 „’n zch-A h°>, >° I 'M ttlj. , - .gaid to im ««8»^** Ttc liiert erhttllrn bet ihm lügt ich pro Kops 4 alte Lolh Luptntnkömcr, sowie Lchotrn und Ztcoh nach tklitinn, nebenbei eu al» «dmer erst an einigen Ihieren auf chre schädliche Lirlung zu prüfen und bevor man ganze Peerden damit füttere, an einzelnen Thieren die SRajrtnmlmengc seftzustellen, welche ohne Gefahr verabreicht werden Dürfe. — (iinc Blutvergiftung durch Heetvgraphtrtinte. welche in einem Bureau tu Berlin in Folge geringfügiger Verletzung eintrat, machte eine Amputation Der linken Hand ei forderlich und mahnt D dir sulgtndrn Lugr, von vormittags 9 Uhr an, w.idtii bic zur Cancursmässe br’ Jakob 2Ba,iner II. b.ibur gebörtgrn Holz und SanM'kmüorr8tbr, bcitehcnd aus Stollen, Dielen, Valtcn, Sand.tetnplattcn, Ru n» |1 einen, .ttiippen, Zrippcntuttfii, Z nster- dänk n und dahut eiufchlagendcu Aitifel öffentlich gegen Buarzaklung versteigert. T e Tlcrftcigermra deg unt bei dem am Mainwefer-^adnhof b ftndttchknr'agerplatz Tie 2m Mainweiet-Babndos und neben dem 'wtgncr'fchen Hause an der Hrank furt : Straße lagernden Maaren können vor der Versteiaerung ongeseben wcrden. Gießen, den 20. August 1881. 5451) M. Dilger, (Zoncursoerwatter vounrrstag drn 25. August, Nachmittags 2 Uhr, ' erden in der Bram m's chcn Wuthschaft (Reunadt) versteigert: 36 silbern und goldene Herren.ihren, 16 Mbern und goldene Damenuhien, 12 Regulateure, 1 Vartte Goldivaarcn, al- Broschen, R'.nge, Ohrrmge, Garnituren, Uhr- kettcn k. 1 Larne Waaren in Reusrlder und C'bnftotfle Tie Berflergeruug findet bestimmt statt. G'.eß.n, am 19. August 1881 (5250 Haus Möbel-Transport Pii. Müller GIESSEN im von c) Impromptu l Menuett J d) 2 Etüden Ballade G-moll 3747) Gebrüder Eich. Brtr 5. Liszt. 6. Wir sehen 14le Rhapsodie hongroise 7. Der Flügel ist aus dem Pianofortelager des Herrn Rudolph. Billete ä «X 1.50 sind vorher in der R u d o 1 p h'schen Musikalien- (5433 handlung zu haben. Kassenpreis