Nr. 113. Freitag den 24. Juni 1SS1. Kichener Mnzeiger Anzeige- unb Msblntt für ben Kreis Gießen. —' ■ Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vnnqerlohn. Tuttant bchulstraße B. 18. Erschemt täglich Mit Aufnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 «art 50 Pf. Amtlicher Hyeil. Bekanntmachung. Nachdem an mehreren Ortender Provinz Obcrhesscn Erkrankungen an Flecktyphus, einer erfahrungsgemäß höchst ansteckenden Typhusform, vorgekommen find, hat fich die Nothwendigkeit sanitärer Maßnahmen ergeben, deren Wirksamkeit und Erfolg nur dann erwartet werden kann, wenn der einzelne Srkrankungsfall unverzüglich zur Kcnntniß der Polizeibehörde gelangt. Es 'st d'ßhalb auf Grund der Krcisordnung vom 12. Juni 1874, Art. 78, unter Zustimmung des KreiS-AusschusseS und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. Mai 1881 für den Kreis Gießen und zunächst für die Dauer von b Monaten da« nachstehcndc Polizei-Reglement von unS erlassen worden: s I. Von jedem Falle einer Erkrankung an einer typhuSartigc» Krankheit (Unterl-ibstvphus, AuckfalltyphuS, »klccktvpbust hat der behandelnde Arzt, sowie Jeder, welcher nach Bcfichtigung eines Kranken auf die Heilung desselben bezügliche Rathschläge enhcilt hat, unverzüglich und zwar unter Angabe des Namens, des Alters unb der Wohnung des i-ikran len an a KX wi» ml. MH H, 30 M.„ 8.M.«, .1° m. nicht ein, wenn jene Anzeige zwar nicht von dem Verpflichteten, so doch von anderer Seite unverzüglich erstattet worden ist. Diese Vorschriften werden hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 15. Juni 1881. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. Dr. Bookman n. worin tu Jioluner zur Rübe und Ordnung ermahnt werden, ist auf Weisung de« italt,Nischen Gesandten Cicldlnt erlaflen worden. In den osfleiellen hiest. gen Kreisen ist man der Meinung, der Vorfall habe keine große Tragweite. Uebrigen« hat ein allgemeiner Zusammenstoß nicht stattgehabt; vielmehr sand zuesst ein Stt.it einiger kleinen Gruppen statt; dann fielen Banden von Franzosen über einzelne Italiener her, die zum großen Theil durch Truppen und Polizei beschützt wurden. Die große Mehrzahl der Italiener hielt fich in den Wohnungen e ngtschlvffen. BlS diesen Nachmittag 1 Uhr kamen in Marseille keine nemir Unordnungen vor, obgleich einzelne Italiener diesen Morgen noch auf den Straßen verfolgt wurden. Die Zahl der Tobten beträgt bis jetzt 10, du Zahl der in den Ho«pitälern liegenden Verwundeten 15. Die letzten Unordnungin in Marseille, welche diesen Morgen in Paris bekannt wurden, haben allgemeinen Unwillen über tit Italiener hervorzerufen. Man verlangt die Ausweisung der Unruhstister. Schon gestern war der Unwille gegen die Italiener groß. In der Rue des Amandiers kam es bereiis zu Austtttten; es hieß, ein Italiener sei durch einen Franzosen ermordet worden, während ein Franzose einen Italiener schwer verwund,t habe. Laut Privatnachrichten aus Rom riesen die Marseiller Vorsälle große «usregung hervor und man fürchtete, daß dacmter die Beziehungen zwischen Frankieich und Italien leiden würden. — Der italienische Consul in Marseille hat folgenden in italienischer Sprache abgefahren Aufruf anschlagen lassen: Italienische Arbeiter! Schmerzliche Ereignisse betrüben seit einigen Tagen diese Stadt. Durch böswillige Verleumdungen sucht man zwischen Euch und der großmütbigen Bevölkerung, die un- Gastfreundschaft gewährt, Zwietracht zu säen. Als Dolmetscher der Gefühle der italienischen Colonie beschwöre ich Euch, Ruhe zu wahren und die öffentliche Ordnung zu achten. Eure Haltung bewiise, wie emsernt jedeS Gefühl der Zwietracht von Euren Herzen ist. Der Generalkonsul von Italien: Spagnolini. — DaS große Publikum verlangt mit Ungestüm die Ausweisung aller Italiener aus Frankreich. In den DoltSvierteln kam eS bereit- gestern, also nock ehe man die letzten blutigen Sreigntffe in Marseille kannte, zu Thätlich- feiten gegen Italiener. Es war in der Rue des ÄmandierS, dem Haupt- quanier ter hier wohnenden Italiener niederen Stande-, wo fich der Groll Luft wachte. Snlaß dazu gab ein betrunkener Italiener, Name«- Banfellt, Tagelöbner, der auf der Erde lag und auf die Franzosen schimpfte. Es war 8 Uhr Abend-, an 300 Personen waren versammelt und verhöhnten ihn, viele traten ihn mit Füßen. Tie Polizei Agenten eilten auf den Lärm herbei, verhafteten den betrunkenen Italiener und mit ihm einen Franzosen, welcher die Menge aufzureizen versuchte, und brachten fie aus'- Polizeiamt. Die Menge zog nun vor ein WirthShaus der Rue de- ÄmandierS, das von den Italienern besucht wnd und wo gerade vorher im Italiener von einem jungen Franzosen durch einen Schlag schwer rerletzt worden war; so verbreitete fich das Gerücht, daß ein Franzose von einem Italiener erschlagen worden sei. Die Menge wollte daß Wirthshaus stürmen, der Wirth aber schloß rasch die Thür, worauf durch Steinwürfe alle Fenster zertrümmert wurden; die Polizei schritt ein, doch erst um 11 Uhr Abends gelang es, die Menge ganz auseinander zu tteiben. Paris, 21. Juni. Der Präsident der Republik empfing heute Nachmittag 2 Uhr die tunesische Mission unte Mustapha Pascha. Dieser sagte in seiner Ansprache, er schätze fich glücklich, den Präfidenten der Republik, den er seit 3 Jahren kenne, begrüßen zu dürfen. Tunis sei mit Frankreich durch die Bande inniger Freundschaft verknüpft. Es rechne aus Erwiederung dieser Freundschaft von Seiten seiner mächtigen Beschützerin. Mustapha betonte Deut/chland. Berlin, 21. Juni. Tie Leitung der Reich-tag-geschäste ist, bi- zum Ablauf tej Legislaturperiode, auf den Dicepräfidtnten v. Fra, cke, stein überge- gangen, nacht em Herr v. Goß'.er in Folge seiner Ernennung zum CultuSmiui. per sein Re.chStagemandat niedergele^t bat. __ Der Antrag Buhl, betr. die Brstrafung der sckädlichen Fabr>katicn von Sunpwemen, welcher bekanntlich an ttre Commission verwiesen und hier nach einigen Veränderung«« angenommen, auch ton den Regierung-Vertretern aut geheißen ward, hat, wie sich durch die zahlreichen aif ibn bezüglichen Petiticnen herausstellt, in den Wem bauenden Landstrichen des Reichs starken Nachhall gefunden. Da- Vorgehen d s Abg. Buhl in dieser seit langer Zeit viel veniilirten aber bisher noch nicht richtig und energisch angesaßten Lache beweist in seiner Wirkung schon jetzt, wie dringend die Angelegenheit war. Bekanntlich ist rur Zeitmangel-, d. b- les raschen Schlüsse- der Lesflon halber des Gesetz nicht zu Stande gekommen. In der nächsten Session des Reichstage- erwartet man allgemein eine den Commiffio, S-Beichlüssen entspre- chende Vmlage der Reichsregierung und deren Annahme durch d,^überwiegende Mehiheit deS Parlaments. In dem jetzt noch nach Schluß der Zession erschienenen letzten Petitionsverzeichnisse finden fich abirmal- eine reiche Zahl (32l) Petitionen von Bürgermeistern, Gemeinderäthen, Wrinbergbefitzern ui d »and- wirthschastlichen Vereinen, welche fich gegen die Weinfab^katwn richten. Rur eine Petition spricht sich gegen das Vorgehen deS Abg. Buhl aus. — Tit „9iorbb. Alla- Ztg." schreibt vfficiös : „Mit Recht wirb barufcer aeriagt, baß unfer Eanalsnsttm im Vergleich mit temjenia«n «"Ambs, Frankreichs unb HollanbS in ferner Snttridelung zurückgeblieben fei. Namentlich im norbwestlichtn Demschlanb, beffen TerrainverhLltmffe dte Anlegung von Wasser- straßen vorzugsweise begünstigen, empfindet trän den M°nz-I d«rlelben da selbst baS ausgedehnteste Eisenbahnnetz bezüglich des Transport« von^Mafien güietn, wie ©«treibt, Kohlen, Hol; u. f. ff. lewen Ersetz für Canält buttn kann. Man bcschLfligt fich deshalb, wie wir hören innerhalb b-k-.ten ,u überwinben, welche bie holländische Regierung b Lher bem Projekt eint«JRbetn Maas-Sanal« entgegergesttllt bat. Gelingt is, diese Plane zu realckren, so würbe damit eine bincte Wafferoerbinbung zwischen Kiel unb bem Roe unb der Anschluß ber beutschen Sanäle an bas holländische, belgische u r- zöfische Sanalnetz hergestellt fein." ArauTreiH. Paris, 20. Juni. Die Äuftegung in Marseille, woselbst ^.0M Jta- liener wohnen, ist sehr groß. Präsect und Maire verlangeni «m ‘ ‘ des Innern Verstärkung ber Polizeimannschaflen, um die blrbeUerst Docks, auf denen Franzosen und Italiener angefangen, vom Messer G ru machen, und daß dann die Franzosen über alle Italiener Heraef^lle . • Die Polizeittuppen und viele Bürger beschützten aufts Heldenmuthigst Italiener, sonst wäre die Zahl der Todten und Verwundeten wett gr v - Die Zahl ber Verhafteten beträgt 200. Der Aufruf bes italienischen Konsuls, feine persönliche Ergebenheit gegenüber Frankreich und erklärte, er werde nach seinen besten Kräften dazu beitragen, daß die Einigkeit zwischen beiden Ländern sich immer inniger gestalte. — Präsident Grevy erwiderte, daß es ihn freue, versichern zu können, daß die jüngsten Ereignisie sich unter dem Gebote einer offenbaren Nothwendigkeit und ohne jeden Gedanken an Eroberung voü- zogen hätten. Der Vertrag, welcher gegenwärtig beide Länder verbinde, werde Tunis in allen Beziehungen zum Vortheil gereichen. Grevy bat sodann Mustapha Pascha, dem Bey den Ausdruck seiner persönlichen Zuneigung zu überbringen, beglückwünschte sich, Mustapha zum Vermittler zu haben und fügte hinzu, daß Tunis, so lange eS den Vertrag respectire — und er hoffe, daß dies immer der Fall sein werde — auf die wärmsten Sympathien und den wirksamen Schutz Frankreichs rechnen könne. Mustapha überreichte dem Präsidenten der Republik ein Schreiben des Bey und den Ahtd-Orden. Er Wirb der Feier des Nationalsestes am 14. Juli in Paris beiwohnen. Marseille, 21. Juni. DaS Correctionsgertcht hat heure drei bei den letzten Unruhen verhaftete Personen wegen Mißhandlung von Italienern zu 2 bis 4 Monaten Gesängniß vcrurtheilt. «elegraphische Depeschen. CBolfF* telefit. eKi-®Mttan. Ems, 22. Juni. Zum Besuche Sr. Majestät des Kaisers trafen gestern Mittag der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Prinzessin Victoria von Baden nebst Gefolge hier ein und wurden vom Kaiser und dem Könige von Schweden am Bahnhofe empfangen. Die badischen Herrschaften statteten alsbald dem Könige von Schweden im „Hotel zu den 4 Thürm.n" einen Besuch ab, nahmen dann mit dem Könige von Schweden beim Kaiser das Mittagsmahl ein und traten um 4% Uhr die Rückreise an. Nach dem Diner erschien der Wirkt. Geh. Legationsrath v. Bülow bei dem Kaiser zum Vortrag. Heute Vormittag empsing Se. Majestät nach der Brunnenkur den Hosmarschall Grafen Perponcher und den Ches des Civtlcabinets v. Wilmowski. Berlin, 22. Juni. In einem Artikel: „Die wirkliche Sorge für das Wohl der Arbeiter" sagt die „Prov.-Corresp.", der Reichstag habe der Unfall- Versicherungs-Vorlage eine Gestalt gegeben, welche die Verwirklichung der ursprünglichen Absichten in Frage stelle. „Wenn der Reichstag auf social- politischem Gebiete etwa- geleistet, so tst es die Thatsache, daß er durch die Verhandlungen Allen zum Bewußtsein gebracht hat, daß für die Zukunft in erster Linie als hervorragendste Aufgabe bestehen bleibt, die positiv heilende Wirksamkeit, um die Lage der Arbeiter in wirksamer Weise zu verbeffern und so auch das Wohl des Staats in der nachdrücklichsten Weise zu fördern. — An einer anderen Stelle bemerkt die „Prov.-Corresp." bezüglich der dritten Lesung der Unfallvorlage: Das UnfallverstcherungSzesetz tst somit in einer Weise umgestaltet, welche den ursprünglichen Absichten und auch den in dritter Lesung geäußerten Wünschen der Reichsregterung nicht entspricht. Der Bundesrath wird demnächst darüber in Berathung treten, ob daffelbe in der Hoffnung auf eine spätere Ergänzung annehmbar, oder ob dem zukünftigen Reichstage die Aufgabe bleiben soll, den ganzen Gegenstand von Grund aus zu prüfen und von Neuem zu berathen. Rom, 22. Juni. Nach den hier eingetroffenen Depeschen fanden gef^ern Abend zu Neapel, Turin. Genua Demonstrationen statt, um gegen die Vorfälle von Marseille zu protesttren. Die Truppen schritten ein, um weitere Ruhestörungen zu verhüten. Marseille, 22. Jnnt. Die Zustände in der Stadt waren bis Mitter- nacht im Ganzen befriedigend. Truppen hielten besetzt und überwachten noch die Hauptpunkte der Stadt. In der gestern Abend stattgehabten Versammlung der Syndtkatskammern waren 64 Delegirten anwesend. Dieselben verfaßten eine Proklamation, in welcher Drohungen und Gewaltthätigkeiten gemißbilligt werden und erklärt wird, daß die Urheber der Unruhen keiner Corporation angehörten. Es wird ferner eine Untersuchung verlangt und werden die Arbeiter aufgefordert, ruhig zu bleiben. Petersburg, 22. Juni. Der „Regierungsbote" bringt einen allerhöchsten Ukas, der die Auflösung des Anfangs März 1861 in Sachen deS Königreichs Polen gegründeten Comit^s anordnet. Er bestehlt, die Acten des Comttös dem Minister-Comitä zu übergeben und die Beamten des ausgehobenen Comit^s zur Canzlei des Minister,Comit6s zu zählen. — Osficiell wurde durch eine Vergleichung der am 18. Juni im Katharinen-Canal aufgefundenen Dynamit-Ladungen mit den am 17. Juni aufgefundenen constatirt, sowie durch die Aussagen eines verhafteten Mitschuldigen, der an den Vorbereitungen zum Sprengen der steinernen Brücke betheiltgt war, dargethan, daß die zuletzt aufgefundenen Ladungen nur einen Theil der früher angelegten bildeten. Kiew, 22. Juni. Bei einer Untersuchung gegen Personen, welche mit falschen Päffen betroffen und alsdann verhaftet worden waren, hat sich ergeben, daß die unter denselben befindliche Tochter eines Priesters, Namens Anna Jakimowa, welche an dem Attentar zu Alexandrowsk im Jahre 1879 betheiltgt war, auck an der Catastrophe vom 13. März d. I. mitschuldig sei, indem sie unter dem Namen der Bauersfrau Kobozew in der Käsebude in der kleinen Gartenllraße wohnte, von welcher aus ein Minengang geführt war. Odessa, 22. Juni. Der Botschafter Nowtkoff ist auS Konstantinopel hier eingetroffen und reiste nach Ntkolajeff weiter. Lokales. Gießen, 23. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 22. Juni l. I.: gegen Schuhmacher Johannes Weihrich von Ulfa, wegen Meineids. Am 3. März l. I. wurde durch den Rechtsanwalt Dr. Schwarz zu Gießen als Vertreter des Heinrich Heinzenberger von Ulfa, bei Großh. Amtsgericht Schotten die Anzeige gegen den Schuhmacher Johannes Weihrick in Ulfa erhoben, daß derselbe in einem bet dem genannten Amtsgerichte anhängig gewesenen Rechtsstreite den ihm von diesem Gericht am 22. Februar l. I. abgenommenen Eid wisientlich falsch abgeleistet habe Auf diese am 14. März 1. I an die Staatsanwaltschaft abgegebene Anzeige hin wurde auf deren Antrag unterm 15. jenes Monats die Voruntersuchung gegen Weihrich wegen Meineids eröffnet und vteser im Laufe derselben unterm 9. April l. Js. verhaftet. Das Ergebniß der Voruntersuchung ist daß Folgende • Johannes Weihrick ist Schuhmacher in Ulfa, 63 Jahre alt, verheirathet, evangelisch vermögend, seither gut beleumundet. Am 17. Februar 1880 erhob Schuhmacher Johs. Weihrich von Ulfa gegen den Heinrich Heinzenberger von da bei Großh. Amtsgericht Schotten Klage auf Zahlung von 16 JL nebst 5% Verzugszinsen seit Ostermeffe 1877 für von Letzterem bestellten Sckuhmacherarbeiten aus dm Jahren 1876 und 1877. In dem Verhandlungstermine vom 2. März machte Beklagter die Einrede der Verjährung geltend und wurde, da Seitens des Klägers eine Unterbrechung der Verjährung nicht genügend begründet werden konnte, die Klage abgewiesen. Am 10. März suchte Kläger um Restitution gegen das erlaffene Urtheil unter näherer Angabe der Restttutions- gründe und Bereiterklärung zur Tragung der entstehenden Kosten nach und beantragte zugleich Aufhebung des Urtheils und Anberaumung weiteren Verhandlungstermins unter Wteberholung der früheren Klag-bttte. Nachdem beiderseits am 6. April l. I. verhandelt war, wurde durch Urtheil vom 11/13. April 1880 dem Kläger die erbetene Restitution ertheilt und unter Bei- seitesetzung des Urtheils vom 2. März 1880 Beklagter schuldig erkannt, sich spectell auf die Klage zu erklären. Dementsprechend erkannte dieser unterm 5. Oktober 1880 die Forderung des Klägers als richtig an, machte jedoch für geleistete Arbeiten den Betrag von 20 39 $ compensando geltend. Als Beweismittel für seine Forderung, deren Existenz Kläger bestritt, benannte der Beklagte mehrere Zeugen, welche auch über die zum Beweise verstellte Behauptung, daß Beklagter die in der von ihm übergebenen Rechnung verzeichneten Arbeiten verrichtet und daß die beigefügten Löhne üblich uno entsprechend seien, vernommen wurden. Durch bedingtes Endurtheil vom 14. Dccember 1880 wurde entschieden, daß Beklagter mit seinen erhobenen Gegenansprüchen abgewiesen und zur Zahlung der Klagforderung verurtheilt werden würbe, wenn Kläger den Eid ableiste: „daß die Thatsache nicht wahr sei, daß der Beklagte die in der von ihm „übergebenen Rechnung verzeichneten Arbeiten für ihn, verrichtet habe. Nach Rechtskraft des Urtheils leistete unterm 22. Februar l. Js. Kläger vor Großh. Amtsgericht Schotten den vorerwähnten Eid vorschriftsmäßig ab und erging demzufolge ein den Beklagten verurtheilendes Erkenntniß. Bei seiner verantwortlichen Vernehmung am 23. März l. Js. gab Johannes Weihrich zuerst an, er habe den Eid mit bestem Gewiffen ableisten können, weil er nack seiner Meinung nur die Thatsache zu beschwören gehabt habe, daß Heinzenberger die in der Rechnung verzeichneten Arbeiten nicht in den beigesetzen Zeiten und Jabrrn 1876 und 1877 geleistet habe, baß er aber nicht wiffe unb sich nicht darauf erinnern könne, daß diese Arbeiten, wenn überbaupt geleistet, in den erwähnten Zeiten geleistet worden seien, daß ihm auch von dem Großh. Amts rtchter Raab, welcher den Eid abgenommen, vor deffen Ableistung gesagt worben sei, er habe zu beschwören, daß er zu den in der Rechnung angegebenen Zeiten die in solcher verzeichneten Arbeiten von Heinzenberger nicht geleistet erhalten habe. Später, am 9. April l. I. gestand Weihrich auf Vorhalt zu, daß Heinzenberger die in seiner Rechnung angegebenen Arbeiten ihm geleistet habe, er bestritt jedoch, daß dies in den Jahren 1876 und 1877 geschehen sei und behauptet wiederholt, daß er nur beschworen habe, daß Heinrich Heinzenberger die fraglichen Arbeiten nicht in jenen Jahren geleistet habe. Nach dem Geständniß des Beschuldigten steht schon außer Zweifel, daß derselbe objectiv falsch geschworen hat, da er eidlich erhärtete, daß die Thatsache nickt wahr sei, daß Heinzenberger für ihn die in der Recknung verzeichneten Arbeiten verrichtet habe. Das Geständniß des Beschuldigten wird aber nicht nur durch die Aussagen des Heinrich Heinzenberger, sondern auch durch weitere Zeugenaussagen wesentlich unterstützt. Insbesondere erscheint hiernach dargethan , daß in der That die fraglichen Arbeiten während der Jahre 1876 und 1877 dem Beschuldigten geleistet wurden. Die Geschworenen hielten sich jedoch von der Schuld deS Angeschuldigten nicht für überzeugt und sprechen das „Nichtschuldig" auS, worauf derselbe von der Anklage deS wlffent- lich falsch geleisteten Lids wie der deS fahrlässig falsch abgeleistetcn EidS fretgesprochen wurde. Gieß'«, 23. Juni. Die Herbstmanöorr der Groß'). Hess. (25.) Division finden in diesem Jahre in Ob er Hess en statt. Nach den bis jetzt getroffenen vorläufigen Dispositionen rückt das Großh. Leibgarde - Regiment am 22 August von Darmstadt ab und trifft am 24. August in Gießen ein, in deffen Umgebung vom 27. bis incl. 31 August die Brigade- Uebungen der 49. Brigade stattfinden. Dom 2. bis 6. September sind Feld- und Vorposten dtenst-Uebungen in gemischten Detachements mit 3maligem Btvak, woran sich vom 8.—10. incl Feldmanöver der Division in 2 Abteilungen mit 2 BivakS der Vorposten auf dem Terrain zwischen Friedberg, Hungen und Butzbach anschließen. Am 11. September ist Ruhetag, worauf am 12., 13. und 14. September auf einem noch näher zu bestimmenden Terrain (zwischen Friedberg, Frankfurt und Hanau) die Manövers der gejammten Großh. Division gegen dir 22. Division, resp. gegen einen markirten Feind stattfinden Am 14. September kehren die Jnfanterteregimenter per Bahn in ihre Garnisonen zurück. S. K. H. der Großherzog wird dem Vernehmen nach den Divisionsmanövern beiwohnen und während derselben im Großh. Schlöffe zu Friedberg Wohnung nehmen. Vermischte-. Lick, 22. Juni. Heute Morgen wurde Philipp Dörmer von hier in der zu seiner Hofraithe gehörenden Scheuer erhängt aufgefunden. Ein Grund zu dem anzunehmenden Selbstmorde — leider bereits des dritten in der Familie — ist nicht bekannt Frankfurt. Der erste Hauptgewinn für die Lotterie der Patent- und Mustcr- schutz-Ausstellung, nämlich eine Brillant-Parure im Wer he von 30,000 jl, ist bei der renommirten Firma E. Schürmann & Co. in Frankfurt a. M. angekauft worden. Die Lotterie-Commifsion, welcher zu diesem Zweck drei Schmuckstücke Vorlagen, batte zwei unserer competentesten Kenner mit der Prüfung derselben betraut unn auf Grund des Ausspruches dieser Jury ihre Auswahl getroffen. Der Schürmann'sche Brillant-Schmuck besteht aus einer Rwivre • nd einem großen Miltelanhänger mit 4 Solitairen, einem Bracelet mit 1, einer Broche mr 2, einem Paar Ohrringen mit 2 und einem R'ng mit 1 Solitair, zusammen mit 10 prachtvollen Solitairen, welche im Marquisen-Ge- schmack mit großen Brillanten umgeben und durch weitere Ornamente zu einem sehr schönen Ensemble ergänzt sind. Dieses Prachtstück der Juwelen-Jndustrie ist im Schürmann'schen Juwelen-Schrank gleich hinter dem Springbrunnen des großen Vffti- büles zur Schau gestellt und liefert einen erfreulichen Beweis, wie sehr sich der kunstgewerbliche Geschmack in Deutschland gehoben hat. Gleichzeitig wird der Ankauf dieses herrlichen Schmuckes, dessen Besitz schon oft von schönen Lippen gewünscht wurde, den günstigsten Einfluß auf den Verkauf her Ausstellungs-Loose haben Denn dem Vernehmen nach dürfte die erste Serie der Loose sich rasch ausverkaufen, da die meisten Besucher der Ausstellung sich jetzt beeilen, bei den günstigen Chancen der Ausstellungs- Lotterie noch ein Mark-Loos zu erhalten. Offenbach, 20. Juni. In einer Mühle bei Unterschweinheim in der Nähe von Aschaffenburg hat am Samstag Nachmittag der jugendliche Leichtsinn wieder einmal ein Menschenleben gekostet. Im Hof der Mühle waren 8 — 1" Kinder versammelt, die sich mit Spielen die Zett zu vertreiben suchten, als ein junger 18—19jähriger, ins HauS gehöriger Bursche mit einem Gewehr, das er in demselben von der Wand genommen, um mit den Kindern einen Spaß zu machen, das Gewehr auf sie anlegend die Aeußerung that: „toll ich Euch todt schießen?" Um seiner Ankündigung mehr Nachdruck zu geben setzte er em Zündhündchen auf, zog den Hahn ab, das Zündhütchen knackte, gleichzeitig entlud sich aber auch das mit Schrot geladen gewesene Gewehr, ein 9 Jahre altes Kind fiel sofort tobt zusammen und ein anderes mußte, schwer verwundet, seinen Eltern gebracht werden. Der Thäter, der wohl kaum Ahnung davon hatte, daß das Gewehr geladen sei, erschrack so über seinen Streich, daß er Reißaus nahm und sich in einem Bach zu ersäufen suchte, da aber das Wasser nicht tief genug war, ergriff er die Flucht und ist bis jetzt über seinen Verbleib nichts verlautet. — Obgleich schon so viel Unglücke durch Scherze mit Gewehren entstanden sind und in den Zeitungen davor gewarnt wird, immer wiederholen sich die unüberlegten Erreiche! — Am Samstag vergiftete sich in der Rohrstraße ein noch sehr junger Mann von hier, er zählte erst 19 Jahre und war Gürtler; derselbe soll in Folge Armuth zu dem verweifelten Schritt sich entschloffm haben. Frankfurt, 22. Juni. Herr Mayer, Director der ^Deutschen Handelsgesellschaft^ wurde heute in der bekannten Anklage wegen Verschleierung der Geschäftsbillanz unter Ausschluß mildernder Umstän de zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt batte die Zulaffung mildernder Umstände und auf Grund derselben eine Geldstrafe von 1800 Mark beantragt. — Infolge Verfügung der Generaldirection der Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen werden zur hiesigen Ausstellung von folgenden Stationen vom 20. Juni ab Retourbillete mit adjts tägiger Giltigkeit zu ermäßigtem Fahrpreise ausgefertigt und zwar von Ars a. d. M, Basel, Benfeld. Bollweiler, Diedenbofen, Forbach, Hagenau, Lauterburg, Lützelhausen, Luxemburg, Markirch, Metz Mühlhausm, Rappoltsweiler, Saarburg, Schleitstadt, Selz, Straßburg, Venden- heim und Weißenburg. Diese Billete mit ermäßigtem Fahrpreis müssen bei dem Besuche der Ausstellung an der Controlle der Ausstellung abgestempelt werden und berechtigen dann zur Rückfahrt. — Der Vorstand hat beschloffen, daß künftighin an Mittwochen der Eintrittspreis 1 JC und für die auf den Eisenbahnen von auswärts Kommenden 50 H betragen soll. Diese Bestimmung ist um so gerechtfertigter, weil fick bei den früheren Ermäßigungen eine Reihe von Unzu^räglichkeiten geltend machten, und die Ausstellung nunmehr in allen Theilen fertig erscheint. Der clectriscke Auszug ist gestern zum erstenmale am Außsichtsthurm in die Höhe gegangen. Im Fürstenpavillon haben die Herren Jaguet Sohn heute die prachtvolle Zimmereinricktung vollendet und das große Riesen Fernrohr wird beim Herannahen der Kometen vorzügliche Dienste thun. An der natürlichen Eisbahn wird mit aller Macht gearbeitet. — [Der „Wunderrabi" von Sadagora.) Die Dummheit stirbt nie aus, sobald für die Verbreitung derselben solcke „Autoritäten" und cinstußreiche Persönlichkeiten sorgen werden, wie es der sogenannte Wunderrabbi von Sadagora ist. Dieser Gottesmann behauptet nämlich, Erste Oberhessische ar von den- um Win beim. Lang. Bürg-rmeister. 4264) Lang. 4265) Henckel. 4273) Vorzüglichen Aepfelwein werden im Oswald'schen Garten--geiiPe 7 Mir. lang, verschiedenes Bauholz, Gothaer Cervelatwurst empfiehlt 4276; Begriffe auf brr Reise nach Bad i5ml, wo ftt von den sie begleitenden Etter« bm bart br. weilenden Curqäslen mit ihren Loneert-Vorträgen bergefKhrl sollen werben. Die gelammt« Presse von Crffel sowobl, all auch von Hannover ift voll des Lobes unb der Anerkennung, welche den jugendlichen Jbünfiltrn fortwährend zu Lheil wird unb wir sehen mit Freuden der ersten Aufführung am Freitag in Steins Garten entgegen. Nachmittag! um 5 Uhr auf der Badenburg versteigert werden. Wieseck, den 21. Juni 1881. Großberzogl. Bürgermeisterei Wieseck. Buckenscheitbolz Tannenscheitholz gndjmtten . • . gehauen . . - Heugras-Vtrlltigcrung. Montag den 27. d. MtS. soll das Htugras von den hiesigen zu 9 X per Meter, w * w w > , 8 w , „ 9 . , Heugras -- Versteigerung. Montag den 27. d. MtS., unmittelbar nach drr Htugras. Versteigerung der G-'meiide Wieseck soll da! Heugras der Kempff'schen Wiesen, nur mit Ausschluß non 5 Morgen der Ochsenwiesen Nr. 12—16 bei Wwtb Dorfeld versteigert werden. Wieseck den 21. Juni 1881. Hrasversteigerung. ??tontag den 27. Juni d. I, Vormittags 8 Uyr anfangend, soll da! diesjährige Heugra! von den dem Marienstist Lich zustehenden circa 1ÜO Morgen Wiesen in den Gemark- ungen Lich. Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hnter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 21. Juni 1881. Thüren, Fenster -.c. gegen gleich haare Zahlung versteigert. 4271) I- Wacker. Mi für :8 toifitnte Itn ttinbt finkni in iipofuiontn ) tnfft am ie 8ngab<- Dowosttr —10. ind m Itnain ag, worauf >n (jwiid'fn i gm in sei uit strgiichw be objfth» 1 Hilnust- ©tftdntml it, svstbnn rnad- d«: 187« dm SteiukohleDliereniDg. Die Lieferung der für das Großherzogliche Provinz al-Arresthau! da- hier für die Zett vom 1. Juli 1881 bi! 1. April 1882 erforderlichen Steinkohlen mit ca. 1000 Gentnern soll im Submisston!wege vergeben werden. Offerten sind bi! zum 1. Juli I. I. verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bei dem Unterzeichneten «inzureichen. Die betreffenden Bedingungen können täglich während der Büreaustunden auf der Kanzlei der Staatsanwaltschaft (Zimmer Nr. 44 des Justtzgebäude!) eingefehen werden. Gießen, den 16. Juni 1881. Der Erste Staatsanwalt am Großh. Landgericht der Provinz Oberhesieu. 4216) Zimmermann______ (ßrtjrr’s Üesmfeclions-Piilver 4280) Man (treue jeden Morgen oder Abend- eine kleine Handvoll diese» PulverS in den iu deslnncrrendcn Crt, dasselbe wird alsdann qüen unangenehmen Geruch sofort beseitigen. Nicht nur in (^lofets ?c-, sondern auch in Pferdestallen ist dieses Pulver von ausgezeichneter Wirkung, e4 nimmt den stark ammoniakalischen Geruch hinweg und stellt vollständig reine Lust her Auch in Schlafstuben, die nicht hinreichend gelüste werden können, wendet man mit großem Griolg dieses Mittel, indem man nur ein wenig davon auf den Boden streut, an. Drei» per Packct i 1 ko = 50 Su haben bei Gg. Wilb. Weidig. Bohnenstangen empfiehlt frei ms Haus .4282 Wilhelm Loeber, Neustadt. empfiehlt jederzeit frisch gebrannten Kaffee in vorzüglichsten Qualitäten ä Pfd. J6 1.10 — JL 1.80. Einr nfiif Sorte, nach Lonnrr lllrthodk gebrannt, in uniibfrtrrfflidjfr Waorf u |)fb. Md. 1.60. 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Zwiebeln 1 Bund 0 Ai' Sellerie da» Stück 40—00 Ai, Meerrettig 1 Stück 00— 00, Spargel da» Pfund 30—00 Ai, Nomain-Salat 50 A>, Endivien 00 Ai, Rothkraut 40—50 > Weiß statt 40 L), ArttlLoken 50—00 Ai, Erbsen das Pfd. X 0.50, Bodnen das Hundert X 0.90 1 00, neue Kartoffeln das Pfd. 20 Ai, da» Malter X 14.00—16.00, Kopf-Salat 3 — 5 Ai. Spinat 30—40 Ai Schnittlauch da» vebund 3 Ai, Gurke 20-30 A>. Kohlrabi 6-00 Ai da» Stück, Kirschen da» Pfund 19—20 Ai- Erliiiiirer Bier (täglich auf Eis) empfehlen (4275 _ 3. A. Dusch Söhne. Universal-Ueinigungsssi^ ist das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säurebildung, Ausstößen, krampf, Berdauungsschwächc und andere Magenbeschwerden. Original-Packete zu 25 A, 50 Ai unb 1 X (267 _____E. K. Temmler. 4277 Von niedreren Wiesen ist das HeugraS iu verkamen. Friedrich Lampus. Brennhol;. Feilgcbotenks. 4269) Ein große neue Kiste, innen vollständig mit Zink beschlagen, 1,42 m lang, Opi m brest unb 0,56 m hoch, billig zu verkaufen.______Bernd. Kullmann. 4263) Mein in der Bahn- bofstrafie gelegenes altes Wirtbfctiaftsgebäude bin id) Willens auf den Abbruch zu verkaufen. Reftectanten belieben fich bald zu melden. Louis Lenz, Helfe Die diesjährigen K rschen auf den Bäumen an den Staatsstraßen des Baubezirks Friedberg sollen an Ort und Stelle an den unten genannten Tagen an die Me startenden öffentlich versteigert werden: 1) Samstag d. 2S. Juni l. I, Nachmittags 1 Uhr, auf drr Straße von Friedberg nach Rieder • Mörlen in drr Nähe des etat onShauses bei Bad Nauheim, Abtb 113—124 ; 2) Montag d. 27. Juni l. I., Vormittag! 11 Uhr, auf der Straße Heffenbrückerhammer, Butzbach, h'.nter und vor Ebrrstadt, von Abth. 73—92 und Nachmittags gegen 3 Uhr bei Griedel, Abth. 94-111. Friedberg, am 20. Juni 1881. Großherzogl. Kreisbauamt Friedberg. 4239) Reuß.__ 4285) Einige Ackerarbeiten mit Gespann (Pflügen, Eggen) auf dem landwirtbschaftlichrn Versuchs» felde sollen im Submissionsweze vergeben werden. Näheres bei dem Unterzeichneten. Gießen, den 14. Juni 1881. -Großherzogliche Direction des land- wirthschastliLen Instituts. _______Professor Dr. Thaer.__ Samstag den 25. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flcrt'schen Hofraithe 2 Sophas, 1 Sekretär, 1 Kleiberschrank, 1 Kommode und 2 Nähmaschinen für Schuhmacher versteigert werden. 4279) Bauer, Gerichtsvollzieher. He Bepler, Tapezier, Ludwigstrasse, ält sich einem geehrten Publikum in allen vorkommenden Arbeiten bestens empfohlen. — Reelle Bedienung. Sopha’s, Rohrstühle, Rouleaux und Gallerien etc. zu den (billigsten Preisen. (4267 NEk" Ausgesetzt. -MWL Eine Partie geblümte Jaconets zu 30 4 der Meter, „ „ „ „ 50 „ „ „ ,/ „ 8)i>rege ....,, 30 „ „ „ 4270)___________Aug. Montanus. Alle Sorten Mineralwafer, in stets frischer Füllung, empfiehlt 3873)________________Gg, Wilh. Weidig- Englische Fussboden-Oel-Lack-Farbe anerkannt' bestes Fabrikat zum Selbstlackiren von Fußböden. Trocknet in 6 bis 8 Stunden hart mit hohem dauerhaftem Glanz. Vorräthig in 3 Nüancen, Musteranstriche zu Diensten. Niederlage bei 4078)Fr. Seibel. Wenzels Garten. (426& Freitag den 24. Juni: 1. flöonnements - Loncerl. Anfang 9 IJhr. — Entree HO Pfg. Die Liste liegt noch an der Kasse zum Abonniren offen. Turnverein. Dienstag den 28. d. Mts., Abends 9 Uhr: flußeroröeiitf. HauMersammlung im Restaurant Schnell. Tagesordnung: 1) Berichterstattung über den Verein, Gau und Kreis. 2) Baufrage. 3) 34jähriges Stiftungsfest. 4) Allgemeine Vereinsangelegenheiten. 4283) Der Vorstand. Stein s Garten (früher Rusch ) Freitag den 24. und Samstag den 25. Juni: Kaffee-Versandt« Santos . . per Pfd. 110,115,125 H Africa-Mocca . . . . 115,125,130 » Java, gelb u. braun . 125,135,140 » Ceylon, ff. grün . . . 145,150,160 „ Zollfrei und portofrei von 10 Pfund an (incl. Verpackung) geliefert gegen vorherige Einsendung des Betrages oder Nachnahme. (4080 Das Kr-ffee-Import-Geschäft Lui« Simon, Hamburg. 462) Das bekannte und bewährte Hofapotheker Boxberger's Hühneraugeii-Pflaster Preis pro Rolle 50 Vorräthig in Gießen in der HlrBchapotheke. Vermiethungen. 4278) Die Bcl-Etage des Hauses C. 29 auf der neuen Anlage ist nach ordnungsmäßiger Wiederherstellung vom 1. Sept- an zu vermiethen- Näheres bei _______Frau Rechtsanwalt Thorwart. 3942) Eln schönes Familienlogis ist zu venmethen bei Earl Burkhardt, Neustadt. 3494) Eine Familienwohnung zu ver- miethen und Anfang August zu beziehen bei Konrad Döpfcr, Weißbinder, GaNfeld. 4256) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen._________Neuenweg B. 204. 4226) Möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen.____ Markt B. 15. 4227) Ein möblirtes, geräumiges Zimmer, mit Aussicht nach der Straße, zu vermiethen im Fürft'schen Hause, Neustadt. 4103) Der 1. und 2. Stock in meinem neuerbauten Hause am Riegelpiad zu ver- mielhen.___________Georg Brömcr. 4032) Ein kleines Logis zu vermietben. ______________Friy Fürst Wwc. 4232) Drei bi5 vier ineinander gehende Vorderzimmer, mit oder ohne Küche, sind vom 1. Sept, ab zu vermietben. Adresse giebt Herr Commissionär Blitz. 2800) Der von Herrn Regierungsrath Dr. Hoffmann bewohnte 3 Stock meines Hauses ist zum 1. August l. I. anderweit -u vermietben._________Dr. Plocti. 4100) Em kleines Logis zu vermiethen _______bei Postschaffner Bötz, Gartfeld. 4135) Laden mit Logis, xu jedem Geschäft passend, mit: ten in der Stadt gelegen, zu vermiethen durch j. nutz. Vermischte Anzeigen. 1266) Leider kann ich die ange« higten Vorlesungen nicht fortsetzen, bitte meine Abonnenten, ihre Billets der Buchhandlung des Herrn Ricker einzulösen. Berta Nölting. 4262) Ein geb. j. Mädchen aus anständiger Familie sucht Stelle in einem Detailgeschält, gleichviel welcher Branche. Dasselbe würde sich nebenbei auch etwas häuslicher Arbeit unterziehen. Offerten sub P. P. 90 bef. die Exped^ d. Bltts. 4237) Ein unmöblirtes Zimmer von einem Reisenden zu miethen gesucht. Offerten mit Preis-Angabe sub P. 100 befördert die Exped. d. Bltts.____________ Stotterer, auch solche, welche andere Anstalten ohne Erfolg besuchten, finden in kurzer Zeit sichere Heilung bei Äotterlehrer R Jbershoff aus Burgsteinsurt. Honorar nach Erfolg. Zeugnisse und Anerkennungen liegen in meiner Wohnung Marktstraße D. 27, 2. Etage, zur gefl. Ansicht offen.________________________(4274 4238) Ein braves tüchtiges Dienstmädchen sucht Stelle und wird von ihrer Herrschaft bestens empfohlen. Näheres bei der Exped. Bltts.___ 4234) Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht.________E. 77. Oberstabsarzt Dr. Müller’sche Miraculo-Injection Depositeur Karl Kreikenbaum,Braunschweig. Brochüre direkt gegen Einsendung von 3259) 20 H in Briefmarken. 3178) Zur Ausführung von Blitzableiter-Anlagen in bewährtester Construction, empfiehlt sich Earl Ltohr, Gießen D. 207. Durch Nachprüfung meiner ausgefübrten Blitzableiter durch die Herren Dr. Buchner und A. Huq, Architekt, wird deren Lei- tungsfähigkeit und Solidität nachgewiesen. erdj Krise srrci)errd, burdiflicqt mancher Kranke die Zct- lungcn, sich fragend, welcher der vielen Heilmittel - Annoncen kann man vertrauen? Diese oder jene Anzeige im- ponirt durch ihre Größe; er wählt und wohl in den meisten Fällen daS — Unrichtige! Wer solche Tnttäuschungen vermelden und sein Geld nicht unnütz aut-geben will, dem rathcn wir, sich von Richter'» VerlagS-Anstalt in Leip- zig die Broschüre .GratiS-AuSzug" kommen zu lasten. denn in diesem Schriftchen werdcri die bewährtesten Heilmittel ausführlich und sachgemäß besprochen, so daß jeder Kranke in aller Ruhe prüfen und daS Beste für sich auswählcn kann. Die obige, de» reit- in 450. Auslage erschienene Broschüre wird gratis und franco versandt, c5 entstehen alw dein Besteller weiter keine Kosten, als 6 Pfg. für feine Postkarte. * ■ J 4106) Die Hälfte meiner Scheuer zu verpachten. Iungbl ut, Promenadehaus 4223) Fleißige Arbeiterinnen finden in unserer meck. Weberei dauernde Beschäftigung. Gebr. Homberacr &* Söhne. Gesucht ein tüchtiges Dienstmädchen. Kaplans- gasse C. 227V?.______________________(4187 4272) Einen Eackemir - Umhang am Mittwoch Abend von Wenzels Garten aus nach der Stadt gefunden. Abzuholen bei Ferd. Bapft. GROSSES EXTRA-CONCERT der berühmten Rheinischen Kinder-Kapelle Geschwister Klüsen (vom Stadtpark zu Cassel, früher Palmengarten in Hannover), Streich- unv Schlagcither-Virtuosen Henri, Ernest und Helene Klüsen, 14, 11 und 9 Jahre alt. 4281) (Dieselben concerüren auch aus Holz und Stroh.) Die jugendliche Künstlerzesellschaft hatte die Ehre vor dem Kaiser von Brasilien, König der Niederlande und vielen hohen Herrschaften, sowie in allen großen Städten zu concertiren und sehen auch in hiesiger Stadt einer lebhaften Theilnahme entgegen. Anfang V28 Uhr. — Entree 23 Pfg. Kinder 13 Pfg. Frankfurter Journal. 4029) Beehre mich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich mit Heutigem die Agentur des Frankfurter Journals für Gießen übernommen habe und somit Abonnements- Bestellungen , sowie JnfertionS - Aufträge für genannte- Blatt entgegennehme. Der Abonnementspreis pro Quartal beträgt: Von mir in's Haus geliefert incl. Trägerlohn