1» Ho. Erstand. Gartet * MM. SK-'1 Hauptdreffur E N Lchülm ftmb rur ra-Vochllung Satt, lüofl rj^JaUL ag Eyedition von $, Boston, Znlandplatzen der State Line. 1147 ^tspreis für Deutschland Hamburg. Nachricht, daß er.t[W' W' bliebenen. j 3 W vm chen vom Lande M liIie,’oforU^Cn; erfragen m der M re Freu»dt fSS-8 iiu Offerten öonnerttöes ift ftattfinöenör icöteiv^—-< )Mk i,»«. T^ier «w“ iniju St s'sp=nd"h.r E-ü--" Y«vl>51 ;?%£ Ls fy7*^ Donnerstag den 24. Februar srr. ««. isst. ichener 'Unmger Allieigt- nnli Xmt^leti fir it« ßrtis Gießen. tWfbactionhburrau: »xpedttiontzdureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Auünahine des Montag». Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringeriohr». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark bU Pi. - —e» Amtlicher Hl) ei L Gießen, den 23. Februar 1881. Betresfend: Das Landgestüt, hier den Abgrng der Landgestütsbrschäler aus die LandgestütSstationen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die (Nrofiberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen, taß die LandgestütSbeschäler für die Landgestütsstationen Berstadt unb Grüaberg abgegangen sind. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. In Gemäßheit deS $ 9 deS Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktprelse vom Monat Januar 1881 veröffentlicht: Hafer JL 15,66, Heu JL 7,60, Stroh JL 7,60 per 100 Kilogramm. Gießen, am 22. Februar 1881. Oroßherzogliches KreiS amt Gießen. Deutschland. w. Darmstadt, 21 Februar. Der von der zweiten Kammer niedergesetzte be- jonbcrt Ausschuß für die Weggesetzvorlage hat sich über d'e Recornmunication der ersten stammet in dieser Materie schlüssig gemacht und liegt der von dem Abg. Stephan zHeßloch) bestall- erstattete Bericht nunmehr vor. Die zu den Art. 5, 7, 12, 13 unt> 14 zwischen beiden Kammern besicdenden Disierenzen werden dadurch erledigt, daß v.r Ausschuß Beitritt zu den Beschlüssen deS anderen HauseS beantragt. D'e erste Kammer hat poe. 2 des Art 15, in welcher bestimmt ist, daß größere Gewerdsunter- r.edmungrn besondere Beiträge zu den Unterhaltungskosten der KreiSstraßen den Kreis- ssasscn zu leisten haben, wie diese Positon auS der Berathung ,werter Kammer hervor, gegangen ist, nicht angenommen, sondern mit 17 gegen 10 Stimmen verworfen. Dagegen bat dieselbe mit 23 gegen 4 Stimmen folgenden Zusah zu Art. 15 beschlosst . .Die Regelung der Zuziehung von größeren r^ew rbtzunter nehmungen oder größ rem Olrunddesitz zu den Kosten der Unterhaltung der Kreis- und Staatsstraßen bleibt be- ondeicn gesetzlichen Bestimmungen vorbehalten." Die von der zweiten Kammer drschloffene bezügliche Bestimmurig geht dahm, daß Eigenthümer oder Inhaber von größeren Gewerbtzunternehmungen, für welche eine Straße rn besonderem Maße regel utäßig abgenutzt wird, sowie Gemarkungsinhaber, für welche eine Straße von wesentlichem Bortheil ist, einen descndercn Brittog zu den Unterhaltungskosten der KretSkosse zu leisten hoben, dessen Höhe, falls sic n'ch» vereinbart weiden fnnn, von dem Ptovinztalausschuß auf Antrag deS KrciSraths nach contradictorischer Per: Handlung endgültig festgesetzt wird. Wod) bin Ausführungen beS neuesten Ausfchuß- derichtS zweiter Kammer kann sich der Ausschuß nrt der Zuziehung des größeren Grundbesitzes alS beitragspflichtig nicht einverstanden erklären Es wirb erwähnt, daß die Absicht, die bei po*. 2 des Art. 15 zu (Arunde gelegen, eine andere gewesen sei als den Gewerbsinhaber, der eine Straße außergewöhnl ch abnutzt, mit einem Beitrag zu den UnterhaltungSkofien zu treffen, die er selbst durch seine ü-ermäßige Benutzung veranlaßt hat Beiträge für eine gewöhnliche Benutzung sollten hiernach nicht geleistet werden. Der Bericht sagt: „IBenn wir den Umstand einer außergewöhnlichen Abnutzung zur Beilropspflichtigkeit uns vor Augen halten, weiden wir zu der E nsicht gelangen, daß der größere Grundbesitz als solcher hierzu nie Veranlassung geben kann, da bei dm nur ein gewöhnlichci Gebrauch vorausgesetzt werden kann, wie ihn auch der kleinere Besitzer im Vcrbältniß seines Besitzes ausübt. Wenn der gr ößere Grundbesitzer nebenbei Gewerbsuntertrehmer ist und auS diesem Grunde eine Straße stä'ker benutzt, io muß er rote jeder andere Gewerbsunternehmer behandelt werben; seine Qualität als Grundbesitzer hat hiermit nichts gemein Aber noch viel weniger vermag sich der Anschuß dafür auszusprechen, daß für die Unterhaltung, resp. Benutzung der Staatsstraßen ähnliche Zustände geschasien werden sollen." Aus diesen Gründen beantragt der Aus- ichuß Beitritt -u dem Beschlüsse erster Kammer, jedoch mit dem Vorbehalte, daß noch dem Worte „Gewerdsunteinehmungen- bie Worte „ober größerem Grundbesitz" unb i-.ach dem Worte „Kreis- die WoNe „unb Staats- gestrichen werden. D,e Minorität des Ausschusses, die ebenfalls für den Strich dieser Worte ist, will an Stelle der Worte „ober größeren Grundbesitz" gesetzt baden „unb Besitzer größerer Waldungen-. Sie gebt habet von der Ansicht aus, daß durch die Holzabfuhr d'e Straßen so abgenutzt würden, daß von einer gewöhnlichen Benutzung feine Rede sein köi ne und der Waldbesiher deßhald mit einem entsprechenden Beitrag zu den Unterhaltungskosten der Straßen zugbzogen werden müßte. — Zu den Art. 20 unb 21 beantragt her Ausschuß Beitritt zu den jenseitigen Beschlüssen, namentlich auch bezüglich des Ersuchens an bie Regierung, dem nächsten Landtage eine Gesetzesvorlage zu machen, durch welche unter Bet ücksichtigung der vorliegenden Anttäge festgeftellt roerb', welche bisherigen Vicinal- ftraßcn in Zukunft in das Eigenthum des Staates übergeben sollen. Berlin, 21. Februar. Der Bundesrath trat am 19. d. M. zu einer Vlcnar sitzung zusammen, in welcher der Königlich Baverssche Staatsminister Dr. v. Lutz kraft eubftitution des Reichskanzlers den Vorsitz führte. Es erfolgte zunächst die Mit- ttedung, haß von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Hessen und bei Nhein für bie Dauer der bevorstehenden Beurlaubung des Großb. Gesandten, Staats- r tths Dr. 'Jleibbarbt, der Ministerialrath o Werner, zum stellverttetenden Bevoll- tnächtiaten zum Bundesrath ernannt worden sei. — Der Entwurf eines Gesetzes über s ie Abänderung von Bestimmungen des Gerichtskoftengesetz-s und der Gebührenordnung mr Gerichtsvollzieher wurde dem Ausschüße für Justizwefen, ein Präsidialanttag, de- meffenb den Abschluß eines Uebereinkommens mit Dänemark wegen gegenseitiger Aus- li -ferung von Deserteuren her Hanhelsmarine, den Ausschüssen für Seewesen und für Eanbel unb Verkehr überwiesen. — Auf ben Bericht hes 1, 4. unb 5. Ausschusies er- b eiten mehrere vom Reichs - Eisenbahnamt vorgeschlagene Aenberungen her Best immungen bes EisenbaHnbetriebsrealement über her Transpon von Zünhhütchen unb Sprengkapseln hie Genehmigung; ebenso Anttäge des 3. unb 4 Ausschusses, welche sich a.uf bie Dispensation von ben Vorschriften über bie Zulassung von Destillir-Apporaten in Essigfabrikgebäuben unb auf bie Verwiegungs-Einrichwngen in ben Zuckerfabriken 3 izogen. — Eine Beschwerde sächsischer Gewerbetreibender über bie Besteuerung ihres (Sewerbebetriebe§ im Umherziehen mit selbftgesertigten Maaren soll an das Königlich fLchsische Finanzministerium zur ressortmäßigen Verfügung abgegeben werben. — Der Brausteuer-Gesetzentwurf gelangte in zweiter Berathung zur Annahme mit einem Zusätze, demzufolge von bem in die Reichskasse fließenden Ertrage der Steuer einschließlich der l: Betracht kommenden Aversen bie Hälfte ben einzelnen an der Steuer de- theil'gten Bundesstaaten nach dem Matrikularfuße zu überweisen ist. — Ein Gesuch um Erlaß eine- Verbote- der Weinfabrikanon wurde dem Herrn Reich-kan-ler Üb wiesen; einer anderen Eingabe wegen zwangsweiser Einführung des Gewichts beim Handel mit Eiern, Gemüse rc. keine Folge gegeben — Bei her Beschlußfassung über die Frage, ob bie neue Ausgabe der phnrmMcupea germanica in lateinischer ober deutscher Sprache abzufassen sei, über welche der Ausschuß für Handel und Verkehr Bericht er- statttcte, entschied sich b.e Mehrheit für bie lateinische Sprache. — Der zu Var s am 3. November 1880 unterzeichneten Ueberernkunft über ben_ internationalen Austausch von Poftpacketen würbe die Genehmigung er theilt. — Anläßlich der Vor läge über die Betheiligung Deutschlands an dem internationalen Eongreß für Elccttiker und an der * Veranstaltung einer internationalen Ausstellung für Electncitäl zu Pans, beschloß die Versammlung, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, ben Bundesregierungen baldthun. lichst Do« ben näheren Bedingungen der Beschickung her Ausstellung Kenutniß zu gebe i. Den Schluß bildete die Ernennung von Eommissarien zur Berathung von Vor lagen im Reichstag und die Vorlegung von Eingaben, über deren geschäftliche Behandlung Bestimmung getroffen wurde. — Lor etwa 7 Monaten haben die RegterungSbehörden allgemein auf eine stattgedabte Verfälschung von Kartoffeln, welche Mainzer Geschäftsleute aus Frankreich bezogen hatten, aufmerksam gemacht. Proben dec in Rede stehei den Kartoffeln sind nun durch Dcrmittelung der deutschen Botschaft in Paris der französischen Regierung vorgelegt unb auf Veranlassung her letzteren dner Untersuchung unterworfen worden. Die betr. Fachbehötde glaubt bie Kanoff In nicht als verfälscht erachten zu können. Letztere sollen nicht mit Oker künstlich gefärbt fein, sondern au- einem okerhaltigen Boden in Algier stammen unb deshalb einen okerfarb gen Ucberzug haben. ArauLreich. Pari-, 21. Februar. Deputirtenkammer. Devös (Linke) richtete fol* gerbe Ii terpellation an den Mir.istcr beS Auswärtigen. Barthelemy St. Hilaire, und ben Kriegsminister gatte. In bem englischen Blaubuch seien Depeschen veröffentlicht, in benen auf das Versprechen einer Sendung französischer Waffen angespielt werde. Er verlange Auskiä ungen von der Regierung, ob ein derartiges Versprechen gemacht worden sei und weshalb daffelbe tn bem Gelb» buche nicht erwähnt wurde; er frage ferner an, ob eine Waffenlieferung gemacht werben sei ober ob sie noch sortdauere; er verlange positive von der öffentlichen Meinung geforderte Erklärungen darüber, ob es .oahr sei, daß über Marseille und Havre Waffen cxpeditt worden seien, die für ein griechische- Schiff bestimmt gewesen wären; er verlange, daß, wenn bitfc Thcttsacheu n.chr wahr feien, sie richtig aestellt würden, um diese Frage endgiltig zu beseitigen. Ter Ministerpräsident Fcrry beantwortete die Interpellation de- Tepurlrren Derös: Weder der Kriegsminister noch überhaupt die französische Regierung hätten jemals Griechenland die Zusendung von 30,000 Gewehren versprochen. Wohl aber habe Griechenland um eine solche Sendung gebeten. Dtc Minister verliest die ben. Depesche der griechischen Regierung, in der diese Bitte ausgesprochen w.rd. Dieses Gesuch Griechenlands falle in bie Zeit, wo von der Mission bes General- Thomasstn bie Rebe war. Es wurde an den Minister des Au-wärt'gen gerichtet, von diesem dem Kriegsminister mitzetheilt, welcher darüber im Mimsterrathe referirte. Der Min.sterrath trat der Ansicht, aus die Angelegenheit nicht einzugehen. Eine Waffenlieferung durch dazwischenze- schobene Personen habe auch nicht stattgefurden. Wenn eine solche stattgehabt hätte, so würde es sich nicht um eine Interpellation, sondern um die Erhebung ei er Anklage handeln, welche man hätte anmelden müssen. Es sei Kriegsmaterial unter den gesetzlichen Bedingungen verkauft worden, daffelbe habe bestanden in Gewehren und Munition, die als unbrauchbar zurückgesetzt worden seien. Einigen Perionen sei es gelungen, eine Anzahl verbefferter Gewehre mit angepaßten Patronen zu erwerben. Sobald aber die Reg'erung Kennrniß von diesem Kaufe erlangt hätte, habe sie die Weiterbesöreerung der^Waffen verhindert und die betr. SPaggonä anhalten lassen. Er (Feny) hoffe, daß die Kammer die Loyalität des Verfahrens der Regierung anerkennen werde. Der Deputirte Pascal'Duprat erwähnte der umlaufenben Gerüchte über eine heimliche Nebenregierung und meinte, die Debatte müsse die Situation aus. klären- Gambetta erklärte, er habe niemals, weder durch einen Rath noch durch eine Prejston bei irgend einem Minister ir.tervenirt, er habe die ganze Verantwortlichkeit des gegenwärtigen und des vorhergehenden CabinetS intakt gelassen. Das Ministerium allein leite die auswärtige Politik. Das Ministerium sei nach Berlin gegangen, das Ministerium habe die ganze Politik hinsichtlich Griechenlands bestimmt. Gambetta kam auf seine Cherbourger Rede zurück und behauptete, er habe sich sorgfältig feder kriegerischen Anspielung enthalten, er habe keine aggressive Politik empfohlen, er habe weder Theil gehabt an der Mission des Generals Thomassin, noch an der Flottendemonstration wegen Dulcignos. Er habe sich jeder Kritik über die Politik der Regierung enthalten, er habe keine Agitation weder in der einen Richtung noch in der anderen betrieben. Er weise die Verantwortung für das gegenwärtige Verfahren auf die Parteien zurück, welche der Republik feindlich seien. Aber das Spiel werde vereitelt werden. Die Nation werde zu unterscheiden wiffen zwischen denen, welche sie irreführen wollten und beucn, welche das Vaterland liebten bis zum Tode. (Lebhafter Beifall auf der Linken). Caffaznac (Bona- partist) meinte, die Jnterpallation DevöS sei nur zu Wahlzwecken vereinbart worden. Dreolle (Bonapartist) fand die abgegebenen Erklärungen unoollstän- big; die Linke beantragte den Schluß der Debatte. Hierauf wurde die einfache Tagesordnung angenommen. England. London, 21. Februar. Unterhaus. Unterstaatsseeretär Dilke erklärte aus eine bezügliche Anfrage, die Regieiuig habe keine Bestätigung der Nachricht erhalten, daß General Skobeleff die Absicht kundgegeben habe, durch Persien zu marschiren und daß die Häuptlinge von Merw und Kandahar gegangen seien, um Hülfe zu suchen. Er glaube, der Vormarsch der Rusten auf Merw fei nicht beabsichtigt. Auf eine weitere Anfrage erklärte der Premierminister Gladstone, die Regierung habe Schritte gerhan, welche geeignet seien, eine befriedigende Lösung der Transvaal-Frage zu fördern und dem Blutvergießen auf eine mit der Ehre der englischen Krone vereinbarlich; Weise ein Ende zu machen. — Hieraus wurde der Antrag Gladstone's, daß, falls die Emzelbe- rathung der irischen Zwangsbill heute um Mitternacht noch nicht beendet sein sollte, über die noch unerledigten Zusatzanträge debattelos abgesttmmt werde, mit 415 gegen 63 Stimmen angenommen. Zur Annahme war nur % Majorität erforderlich. Die Einzelberathung der irischen Zwangsbill wurde sodann fortgesetzt. Kriechenland. Athen, 21. Februar. Der Kriegsminister legte in der Deputtrten- kammer ein Dekret des Königs vor, durch welches die regulären und irregulären Reserven, welche bereits länger als 3 Monate Dienst gethan haben, zu den Fahnen einberufen werden. Die Kammer wird morgen das Budget berathen und sodann in die Discussion über politische Fragen eintreten. — Heute trafen im Piräus drei Dampfer mit Waffen, Munitiousvorräthen und Pferden ein._____________________________________________________________ Telegraphische Depeschen. Wolff'« telegr. C»rresponöenr-Bureau. Berlin, 22. Februar. Das Abgeordnetenhaus berieth heute das Zuständigkeits- gesetz wieder und nahm in namentlicher Abstimmung mit 175 gegen 149 einen Antrag des Abg. Zelle an, dahingehend, den vom Herrenhaus gestrichenen § 7 (Bestätigung der Gemeindevorstandsmitglieder) gemäß dem früheren Beschlüsse des Aogeorrneten- hauses wieder herzustellen. Regicrungskommissar v. Brauchitsch (Minister Eulcnberg war nicht anwesend) sprach sich gegen den Zelleschen Antrag aus, der das Zustandekommen des Gesetzes gefährde, und erklärte gegenüber dem Abg. Rickert, er habe nicht die Abwesenheit seines Chefs entschuldigen zu müssen geglaubt, er habe für den Minister des Innern gesprochen und das Gesetz mit dem § 7 im Namen der Staatsregierüng für unannehmbar erklärt. Man mißverstehe die Erklärungen des Reichskanzlers, wenn man daraus eine Reactionsgefahr herlcite Der Antrag Zelle führe zur Desorganisation und wer für denselben stimme, treibe pessimistische Politik. Bei der Berathung der vom Herrenhause abgeänderten Kreis- und Provinzialordnungsnovelle beantragte der Abg. Windthorst Vertagung, bis man die authentische Erklärung der Negierung habe, ob sie das Zuständigkeitsgesetz annehme oder nicht. Das Haus schloß sich diesem Antrag an. Nächste Sitzung Morgen. — lieber das Entlassungsgesuch des Grafen Eulenburg ist noch keine Entscheidung getroffen, dieselbe wird erst nach den Hoffestlichkeiten erwartet. — Das Herrenhaus genehmigte den Gesetzentwurf über die Deckung der Ausgaben im Rechnungsjahre 1878/79 und 79/80 und erledigte die Rechnungen der Kasse der Oberrechnungskammer pro 79/80 und nahm die Vorlage über die Vereinigung von Oberbonsfeld mit Langenberg an. Der Präsident theilt ein Schreiben des Präsidenten des Abgeordnetenhauses mit, in welchem die Annahme des Zuständigkeitsgesetzes mit dem wiederhergestellten § 7 angezeigt wird. Das Herrenhaus verweist das Zuständigkeitsgesetz nochmals an eine Commission. Der Präsident macht die Mittheilung, über den Schluß des Landtags sei ihm eine Eröffnung seitens der Regierung noch nicht zugegangen, derselbe erfolge aber wahrscheinlich Morgen Mittag. Dublin, 22. Februar. Nächsten Sonntag soll in den hiesigen Kirchen ein Hirtenbrief des hiesigen Erzbischofs verlesen werden, in welchem die Allianz Parnell's und seiner Freunde mit Rochefort gebrandmarkt wird. Diejenigen, welche mit gottlosen Menschen und erklärten Feinden der Kirche eine Allianz eingingen, seten unwürdig des Vertrauens des katholischen Irland. London, 22. Febr. Amtliche Meldung aus Capetown vom 18. ds.: Der Aufstand im Tombuland ist vollständig unterdrückt, der mit den Basutos abgeschloffene Waffenstillstand beginnt heute mit Sonnenaufgang und endigt am 24. ds. mit Sonnenaufgang. Bern, 22. Februar. Die Bundesversammlung wählte zum Bundes- Präsidenten den Vtceprästdenten deS Bundesrathes, Droz, mit 151 von 165 Stimmen; zum Diceprästoenten des Bundesrathes wurde Bavier mit 129 von 154 Stimmen gewählt. Der liberale Ständerath Hoffmann von St. Gallen wurde mit 88 von 173 Stimmen zum Bundesrath gewählt; auf den conser- vativen Waadtländer Berdez fielen 76 Stimmen. Bukarest, 22. Febr. Das amtliche Blatt veröffentlicht ein Dekret des Fürsten, betr. die B ldung von 30 Reserve Regimentern, deren jedes mit je einem ConscriptionSbezirk eines Regimentes der Dorobanzen- und Kalarasch- Reservisten correspondirt. Die neue Organisation, welche vom 1. April ab in's Leben treten soll, erfolgt, damit die Mobilifirung der Armee ohne $er=> Wirrung und schneller geschehen könne.________________________________ Lokales. Gießen, 23. Februar. sSterblichkeit in Gießen.) In der Woche vom 13. big zum 19. Februar war die Sterblichkeit unter den Kindern hiesiger Stadt eine verhälnißmäßtg sehr große. Von 8 Todesfällen, die sich im Ganzen während der angegebenen Zett hier ereigneten, kommen nämlich 7 auf Kinder. Ein noch im ersten Lebensjahr stehendes Kind erlag Krämpfen, vier Kinder, die das 2. Lebensjahr bereits zurückgelegt hatten, starben an Diphtheritis (darunter ein von auswärts hierher gebrachtes Mädchen), eins an häutiger Bräune und eins an Bronckten- entzündung. Ein schon bejahrter Mann starb an Lungenschwindsucht. $. — Die neuen Straßenschilder, welche an Stelle der alten, im höchsten Grade unschönen, angebracht werden sollen, sind soeben eingetroffen und werden demnächst placirt werden. Die Schilder sind sehr schön und deutlich ausgeführt. Auf weißem Grunde schwarze gothische Schrift in entipreckender Dimension, so daß auch ein Kurzsichtiger dieselben sehr wobt ablesen kann. Hoffentlich werden alsbald auch die Nummern zu den Häusern eintreffen, so daß unsere Stadt einen Schritt weiter in Eleganz und Fortschritt verseht wird. — Nächsten Samstag den 26. d. M. findet eine Sitzung des Kreisausschuffes statt, in welcher nach Erledigung einer Anzahl von Gegenständen in geheimer Sitzung, folgende Gegenstände in öffentlicher Verhandlung zur Erledigung kommen werden: 1. Ansinnen Grofth. Kreisamtes Gießen an die Gemeinde Röthges wegen Erbauung eines Weges von Röthges nach Ober-Bessingen. 2. Die Reclamatton gegen die Gemeinderathswahl zu Saasen. 3. Die Reklamation gegen die Gemeinderathswahl zu Nonnenroth. 4. Die Reclamatton gegen die Gemeinderathswahl zu Beuern. 5. Ansinnen Großh. Kreisamtes Gießen an die Gemeinde Burkhardsfelden wegen Anstellung einer Handarbeitslehrerin. Vermischtes. Alsfeld, 18. Februar. In voriger Woche soll ein von Udenhausen gebürtige« und daselbst seit Weihnachten als Magd dienendes Mädchen sein neugeborenes Kind auf gewaltsame Weise umgebracht haben. Am Sonntag Abend fand man das tobte, m ein Kleidungsstück ge» wickelte Kind in einem Kleiderschranke. Die Untersuchung ist in vollem Gange. Mainz, 19. Februar. Hier hat sich eine eigenthüml.che Selbsthülfe in Bezur auf den Uvterstützungswohnsitz dargeboten. Es besteht hier ein Schutzverbanb der Hauseigenthümer und alle Vierteljahre versendet derselbe eine Liste säumiger Miether an seine Mitglieder. 'In Folge davon haben mehrere solcher Miether, die ohne Zweifel einmal den Unterstützungswodnsitz in Anspruch genommen hätten, hier keine Wohnung gefunden und sind auf's Land verzogen. Um nun derartigen Zuzug alsbald kennen zu lernen, sind die Bürgermeister mehrerer Nachbar- g'meindcn ebenfalls diesem Schutzverband beiqftreten und es entwickelt sich da ganz von lelost und aus sich eine Organnation, welche für schlechte Zahler recht unangenehm werben kann München, 19. Februar. Die interessanteste unserer CarnevalsdelustigungeN, das Künstler- Maskenfest, ist soeben zu Ende gegangen. Die letzten Gäste desselben haben sich in die Kaff«?. Häuser zerstreut und dämmern dorr zwischen Punsch und Kaffe dem Morgen entgegen, in ihren malerischen Costümen ein Schauspiel für die zur Morgenardeit früh auf.iestandenen Tagwerker und Köchinnen, die in Gruppen an den erleuchteten Fenstern stehen. Das Fest brachte auch diesmal wieder eine Fülle der schönsten^B.loer, welche bas Kncivicben der verschiedenen Nationen darsteüten. Zu beiden Seiten des Saales lagerten die verschiedensten Bö ker, Eskimos tn PelzcostümS unter Eisbergen und in einer Schneehöhle wo um 20 H gehetrnnißvolle Funde aus der vormenschlichen Erdperiode gezeigt wurden und Häring und Stockfisch zu haben war. Ein neu entdeckter Comet wurde durch em F">nrohr geiehen, der Gestalt nach leider unbeschreiblich Daran reihten sich Tyroler in einer Wemichenke zum „Damischen Lobes", dann Spanier, welche auf einem Balkon musicirend die Besucher zu sich herauflockten und sür 20 H tin Stiergefecht sehen ließen, bei welchem der Gast selbst die Hauptrolle spielen mußte. Mokrvd) und echt in jeder Beziehung waren die Inbianer, welche amerikanische Künstler barst,llten. Da sah man prächtige muskulöse Gestalten, sogar schöne Indianerinnen auf's Täuschendste Dar gestellt Beim Künstlerfest nehmen bekanntlich nur Herren Theil; auch wird nicht getanzt, es herrscht daher in Costümirung und Unterhaltung möglichste Ungezwungenheit und die erstere kann desto freier und naturwahrer gehalten werden. So sah man einen alten Germanen ooer gar Pfahlbauern, wohl die interessanteste, geschichtlich treueste Maske, tue man sich derk.n kann. Es war ein reckenhafter Mann, das rö,bUch-blonde Haar in ein n Schopf gebunden, seinen muskulösen Oberkörper deckte nur ein über die Schultern hängendes Bärenfell, m.tallene Spangen schmückien die Arme und eine Kette von Zähnen und Klauen verschiedener Jagdbeute die nackte Brust. Die Oberschenkel waren von einem aus Fell gefertigten Rock bebecki, die Kme nackt, die Füße staken in zusammengebundenen Schuhen aus Tbierhaut. Der lange Speer war mit einer Feuersteinspitze versehen. Weiter gab es eine amerikanische Blockhütte, m welcher alle Lieblin,,sgetränke der Yankees zu haben waren, ein schwäbisches, ein schwedisches, ein polnisches Wilthshaus, eine türkische und sächsische Kaffecstube, erstere in prächtiger Wesir anangirt, den Hintergrund schloß das Dorbettheil eines Schiffes ab, daß wie eben angdanM bet den Völkern der Erde anhtelt und dem Besuch Neugieriger zugänglich war. Ungetrübt verlief das Fest jedoch nicht. Etwa um 11 Ubr Nachts gab es im Saal plötzlich Lärm, dn Eskimo, ganz in Feuer gehüllt, lief auf die Menge ein, und Alles stob auseinander. Manche lachten und glaubten, es gehöre das zur Nordpolbeleuchtung u. bergl bis ein schrecklicher Schrei Jedermann überzeugte, daß cs hier schrecklicher Ernst sei. Der Mann brach zusammen und wurde mit Tüchern bedeckt. Währenddem waren auch andere brennende Eskimos, deren auS Werg bestebenbe Kleidung bei dem leider nicht verbotenen Rauchen Feuer gefangen. berauS- gkstmzt. Man warf sie zu Boden und wickelte sie in Tüchw. Der ganze Nordpol stand in Feuer und brannte ab, viele Personen mußten beschädigt in's Krankenhaus fortgeschafft werden und 7 davon sind bereits gestorben Die Lustbarkeit naom jedoch dann ihren weiteren ungestörten Verlauf biß zum Morgen, weil die Größe des Unglücks nicht bekannt war. iFr. K.) Mathemattschc Unterrichts Briefe, für bas Selbst-Studium Erwachiener, beginnen soeben im Verlag der Bibliographisch artistischen Anstalt zu Leipzig zu erscheinen. Bei der praktischen Richtung unserer Zett dürf-e dieses Unterrichtswerk Vielen hochwillkommen sein, und das umwniehr, als sich dasselbe — „innerlich wie äußerlich" — als eine geviegene Erscheinung präsentirt. SetilfifeberieEie. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Aol.d. <6. W» Dietz in Gießen Bremen, 21. Februar. fPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Februar von Bremen und am 8. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Schaffhausen. Als ich vor 2 Jahren den Apothekern Deutschlands die von mir auf ärztliche Vorschrift bargefteflten Schweizerpillen zum Verkaufe anbot, waren es anfänglich nur wenige, welche sich zur Führung dieses neuen Heilmittels bereit erklärten. Die Weiften verhielten sich jedoch ablehnenv und woll en erst warten, welche Aufnahme die Schweizerpillen bei den Aerzten und dem Publikum fänden. Wenn auch dieser Umstand nicht gecatbe ermutbigenb für mich wqr, so hatte ich andererseits, gestützt auf die mir zur Seite stedenoen Aerzte und die ausgezeichnete Wirkung der Schweizerpillen, genug Selbstvertrauen, daß ich mir sagte, die Pille wird sich zwar langsam aber desto sicherer Bahn brechen Und so ist es gewesen. Langsam entwickelte sich die Nachfrage, aber fortwährend stieg der Absatz und heute führen 700 deutsche Apotheken die Rich. Brandt'S Schn»eizerpillen und viele Tausende, welche denselben Genesung verdanken, helfen den Kreis der Freunde dieses wirklichen Heilmittels vergrößern. Es gibt viele Mittel, welche, wie sie gekommen, auch wieder gegangen sind, aber wo sich die Schweizerpillen einmal Eingang verichaßten, haben sie sich dauernd zu erhalten gewußt. Bei Verstopfung, mangelhafter Verbauung, Blähungen verbunden mit Kopfweh, Schmerzen im Unterleib, der Brust, dem Rücken, sauerem Ausstößen, Trägheit und ftßüoigfeit der Glieder, Schwindel, unreines Blut, Gicht und Rh umatismus, Hämorrhoidal- beschwcrdcn, Äthembeklemmungen entstellende Hautkrankheiten, Geschwüren, offenen Wunden, Herzklopfen :c. haben sich die Schweizerpillen durch ihre blutreinigende und die Thätigkeit des Magens und des Darmkanals fördernde Wirkung ausgezeichnet und sind dieselben besonders hysterischen und nervösen Frauen als schmerzloses, angenehm wirkmves Heilmittel zu empfehlen. Meine Schweizerpillen werden nur in Blechdosen enthaltend 50 Pillen für 1 und kleinen Probeschächtklchen 15 Pillen für 35 verkauft und sind dieselben in Gießen in den Apotheken, in Nauheim bei Apotheker Kranz, in Friedberg in der Apotheke, in Nidda bei Apotheker Braun, in Gebern bei Apotheker Moog erhältlich. Man achte genau daraus, daß die Schachteln eine roihe Etiquctte mit weißem Schweizerkreuz und einen Namenszug tragen. Ueberdieß stelle ich Jedermann frei, von den ärztlichen Gutachten einer Reihe angesehener Medieiner, welche bei obengenannten Apotheken erhältlich sind, vorher Einsicht zu nehmen. R. Branbt', Apotheker, Schaffhausen (Schweiz). (138 731) Uebcr die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ein oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von H AASBNSTEIHT * VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt. fei 6 9- -kz,,. tofM ®rbaaaB8 >h- lrb8f,lbt« tofgtn g h£? fle?Ärh8f< ttnb Rlnb auf gfipQitjQ^ - ?n ßlel6ungi|tü(f q(i 'Sange. 6 IÜ|e in Bezu; aaf tti und I 8oi3. i latnstubungSwohch!, 6 ^nb verzozrn U, ' UN mebrtttr | l>ch da ganz von irieft I i nrhm Werben farn ras Rünftla- aben sich in We Rafft, WN entgegen, in ch.e, if-ieffanbenen \ Das Fest brachte auch ' ! r vnichiedenen Mane, m 86‘fti, tie[imo6 ii r J gebetmni^oH? Fue.d« 5torffi|d) zu haben nur. nach leibt: unb?|d)tttte Lobe»", bann Epanier, len unb für 2ü m sielen mußte. .'Valetvd) fünfflet barffiüten. T« ouf'8 Täuichtnvste dn . । wirb nicht getanzt, ii ’ genheit unb die erstm n alten tö'.tmantn ein ;; c man sich berl.n lern. Schopf flcbunltn. (firn res Bärenfell, mdalltu ötrltbicbenn )agdbt:t ■tilgten Rvlk betedi, M j Tbierhaut. £« I«» ■; erikanischt »ütte,« Wes, ein schwtriltk« ?cre in prächtiger §'' „S wie eben anqtlarN | i war. Ungetrübt w- V (Ml plötzlich Lärm, an auäeinanM- -*anix I tz ein \MWx LLin | an brach Rammen u:. [ 1D» 68hmo8, «rtn Feuer gefangen btri:' ■ ganze Nordpol stack iaU8 fottgefdiafft *** | m tzm Bri""Vs; I ckannt war. W- . tubium ßtwadnen«, * - ji(a zu erlchr>nen. * feWS ! als eine gediegene । norddeutfchen Der Wbfl*<± Februar W» ** 7 Uhr Morgens wf» i^e flt2 ermuibigß- nicht ge^vk uni w ’TÄ-» »js:! ibt'S S^AeS w"! ber ^°" auch * '"'gaben sie tflWt A verbünd -tis^Len E und W J' beion:e- sind *** <«*' »eil*1'1unb «* 'fa,Vw®6 '" dB «'5 ja bcl ^Lachieia £ hab di- ejjue i* 1 $ Aranv', . ,r „n öl Jlt Allgemeiner Anzeiger. Sofjuerneujfruiifl in der ZürsUichen (Obnförlkrei Hohensolms. Montag den 28. d. MtS. foU in den Diftncten „Scheuern wald „Seegkopf" u.d „Cappenberg" aachstehndes Gryölz ver- steigrit werden: 98 Rmtr. Buchen-Scherlholz, 55 „ Buchen-, Eichen, und Tmnen-Prügelholz, 156 . birgt Slockholz. 4990 Wellen bergt Reis rolz, 3900 „ Buch n» und Eichen-Stockichlaghe sholz, 60 Eichen-Liämme von 20 -60 Ctmtt. Durchmesser und 5—12 Mtr. Länge, mit 37,56 Festmeter, 2 Buchen-Stärnu e, mit 2.08 Festmetcr. 73 Stück Fichten-Stangen, mit 6,57 Festmeter. Die Zui mmenkunft und der Anfang der Versteigerung ist Morgens 9 Uhr in de» Distritt „Scheuernwald" bei dem Teich und wird noch L merkt, daß das Dau. und W.'rklrolz gleichzeitig mit dem Brennholz der lausenden Nummer nach zum KuSgebot kommt. Hohensolms, am 19. Februar 1881. Fürstliche Obersörsterei Hohn.solmS. 1201) Dörwer, Rewersärstkr. Holzversteigerung Dienstag den 1. und Donner- | stag den 3 Marz l. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an. tollen in dem NiiSkircher Gemeinde' irald, District WilShäus,r Wald, -nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: 50 Nadel-Stämme von 13—30 cm mittl. Durchmesser und 18 m Länge, — 13,05 fm Inhalt, 873 Fichten-Derbholzstangen —57.91 fm Inhalt, 2090 Fichten-Reisslängen — 53,84 fm Inhalt, 142 Etchen-Stärnme von 13—32 cm minieren Durchmesser und 10 m Länge — 27,99 fm Inhalt, 8 Etch.n Derbholzstrngen = 0 48 fe Inhalt, 9 Nadel-Stämme = 2,68 fm Inhalt, 2 Buchen-Slämme — 1,44 fm Inhalt. 1025 Wellen Nadel Reisholz, 75 Eichen-Wellen, 6 Rmtr. E chen-K- üppeldolz, 3 „ Nadel-Stockyolz, 2150 Wellen Weichholz. 204 Rmtr. Buchen Scheitholz, 34 „ Buchen Knüppelholz, 2400 Wellen Buchen Reioholz. 60 Rmlr. Buchen Stockholz. 28 n Etchen Kl üppelholz, 650 W llen Eichrn-Reisholz 20 Rmtr. Eichen-Knüppelholz, 8 „ Nadel K üpp lholz, 75 Wellen Radel-ReiSholz. Bemerkt wird, daß am ersten Tage jämmtliches Bau-, Werk- und Nu^dolz und etwas Weichbolz und Nadelbolz und am zweiten Tage das Buchen- Scheitdolz und das übrige Gehölz zur Versteigerung kommt. Am eist.n Tage ist die Zusammenkunft am Wege nach BerSrod und am zweiten Tage in der Nähe vom Pflanz- garten und Arämerbornswiesen, woselbst auch jedesmal der Anfang gemacht wird. Reiskirchen, am 21. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 1240)______Jünger.__________ 1135) Der Unterzeichnete läßt Montag den 28. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, seine beiden auf dem Neuenweg gelegenen Hofraithen mit Zubebör, sowie seinen unter deu neuen Eichen gelegenen, eingefriedigten und mit einem Brunnen versehenen Garten erbver- theilungshalber, unter den bei der Versteigerung bekinnt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend in dem Hause an der Ecke der Weidengaffe versteigern. Die obigen Liegen- schäften können jederzeit in Augenschein genommen werden. Gießen, am 16. Februar 1881. Heinrich Sauer. äoijucriicigerimy. Montag den 28. iscbr. und Dienstag den 1. März, Voimittags von 9 Uhr an, sollen im Mauizlaier Gemeindewald m verschiedenen Dlstricttn versteigert weiden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. W:llen. Buchen 152 21 2100 48 Eichen 7 4 350 10 Nadcl — 81 2000 19 51 Eiche stämrne von 14—53 cm Durchmesser und bis 18 m Länge, mit 24 fm, 216 Nadelstämme voa 13—27 cm Durchmeffei, bis 17 m Länge, mit 67,29 fm, 3 Buchenstämme mit 1,79 fm, 8 Eicheustangen mit 0,39 fm, 292 F chleii'Derbstangen m. 11,94 fm, 2485 Fichten-R.isftangen mit 23,84 fm. Am ersten T?g wird mit fcim Brennholz und am zweiten Tag mit dem Bau« und Werkholz begonnen. Die Zusam^»cnkunst ist jedeSmil an der Eh ,uffee nach Trets bet Nr. 1. Mainzlar, am 22. F.bruar 1881. Gtoßherzogl. Bürge:me»sterei Matnzla'. 1247) B ogel. Holzversteigerung. Montag den 28. Aebruar, Vormittags 10 U^r unfanze.d, soll in dem O^bornhofer Gemeinde- wald nachverzeich-ietes Holz versteigert werden: 22 Rmtr. Di chen-Scheiter, 10 „ Eichen Werkscheiter, 16,5 „ Eichen-Schetter, 4,4 „ Asp'N-Scheiter, 65 „ Buche- -Krüppel, 131,4 „ 8 chen-Knüppel, 111 , Buchen-Reisig, 63 „ Eichen-Reifig, 70 „ Nadel-Reisig, 50 „ Buchen-Stöcke, 14 N Etchen-Stöcke. 34 Eichen-Stäame von 15—38 cm Durchmesser, und 4—12 m Länge, = 9 19 fm Inhalt, 40 Eichen-Terbstangenl 8 Buchen- n >5 11 fm, 84 Fichten- 6 Buchen Hackklötze von 65—80 cm Durchrneffer. Die Zusammenkm-st iü m Ort, wo al:d.in auf dem Fnedhos nachver- ze.chnetes Hol) zuerst v-.rsteigen werden soll: 7 F chten-Ltämme von 4—13 m Länge und 3 02 fm haltend, 1,5 Rmtr. Scheiter, 2,5 „ Stöcke, 1,5 „ Reisig. Obbornhofen, am 19. Febr. 1881. Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen. 1191) Leschhorn. (kistrne Sräger, glallcu.vcrricrteSiiultn in jeder Länge und Dicke zu billigst gestellten Preisen empfiehlt (909 A. Kröll. 3ii verkaufen. Harzer stanae ienvögel, hefte Schläger. Dflij Zucht i 6—h JL, Weibchen i V/i 4 Näheres in her Exoed, b. Bl._________ Emser Pastillen ans den festen Hertandlbeilen dea Emser Wasser» unter Leitung der Administration der König Wilbalma Felsenquellen bereitet, voa bewährter Heilkraft gegen die Leiden der Res- pirations- und Verdauungs-Organe, in plombirten Schachteln mit Coutrall- streifen vorräthig in fliessen bei (595 6g. Wilh. Weidig. Geschälte Victoria (Erbsen, Thüringer kleine Bohnen, HeUerrLinsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt 79) Fr. Seibel. Sleinfiofilen la.Oual. gewöhlltche, Stücke, Knabbeln u. Nüffe tannenes Hol; im Meter und kl^in .tmach-, empfiehlt billigst Carl Lange, 1098) Selker-weu 44 Neunaugen empfiehlt (1186 Emil Fischbach. DSOK BESTER U. BILLIGSTER ERSATZ FÜR SEIFE MAN WASCHE STETS MIT; ■jUDSON'S jS’eifen- Extract. * tc 1259) Die Likp^tzretser von de» Schoorbäumen sollen Freitag den 2S. d». Mts., Nachmittag-, an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang wird um Uhr am Neuenwegertbor gemacht. Gießen, den 23. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _______A 93 ramm._________ Versteigerung. Das Ausmachen von Pavpel- bäumen an nachbenannten Sttaßen soll an den dabei bemerkten Tagen und Orlen wen'gstsordernd versteigert werden: 1) Aus der Straße von Gießen N"ch Reiskirchen Montag den 28. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 3. 2) Auf der Straße von Gießen nach L»ch Mittivoch den 2. März, Vormittags 9 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 8. 3) Auf der Straße von Dutzback nach dem H ffei.brücker Hammer Freitag den 4. März, Vormittag- 91/2 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 57. 4) Auf der Straße Gießen-Frankfurt Montag den 7. März, Vormittags 9 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 14. 5) Auf der Straß- von Gießen nach Marburg Mittwoch den 9. März, Vormittags 9 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 5. Gießen, den 23. Februar 1881. Großherzog'icheS KreiSbauamt Gießen. 1254) In Vertretung: Faust, Kreisbauaufsehee-Asp. ■e per Pfund JL emvnehlt Stuhl, Robert Marktstraße 23 422) (1213 Das Füllen der Betten besorge ich unentgeldlich. Cravatten^u. s. w. 1,20, 1,30, 1,40 1,50, 1 70, 1 90, aff ee, F. C. Weber Bahnhofstraße. KeikgeSotenes. Aufzüge fFahrftüble» für Lagerhäuser und Fabriken für Hand- und Mafchimnbetrieb liefern in dcwährt.r (5onstruction und patenlirtem (Softem (1153 IVIfwchr ayWchariFe Franks a M 22) Ihre so beliebt gewordenen MelangeKallres läzlich frisch gebrannt, von 1.20 an, als vorzüglich per Pfd. JL 1.40, mpsteblt die Kaffee-Brennerei von S. ElsoEEer, Ma'klkraße 205. _____ 589) Unterjacken, Unterhosen, Wildleder- unv iSuckskin-Handsctiuhe, Gla^e-Handschuhe von Mk. 1.40 an, Kragen von Mk. 3.- per Dutzend an, Manschetten, Kreppei, gefüllt und ungefüllt, hei (341 Ar. Hennings, SelterSweg. Kochgeschirre, verzinnt, emaillirt und roh, empfiehlt zu billigen Preisen (788 Wilhelm Seibert, Marktstraße. 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Diejenigen inaktiven Mitglied-r, welche rech keine Karten erhalten haben werden gebeten, ste bei Herrn Buchhändler Ferber in Empfang zu nehmen. Listen zur Einzeichnnng als inaktive Mitglieder (jährlich 2 liegen bet demselben offen. Wir laden die Freunde des Kirchengesangs dringend dazu ein, da wir nur durch eine große Zahl beitragender Mitglieder in den Stand gesetzt werden, die Schätze unseres K rchengtsangs nicht blos einer kleinen Schaar Musikoerständiger, sondern, wie es recht ist, der ganzen Gemeinde, auch den Unbemittelten und Armen, zugänglich zu machen. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten bittet man in die bereit- stehenden Büchsen etnzulsgen. (1255 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr Ehr. Pietsch) in Gießen. Höhere Töchlerjchule unö Pensionat Homburg v. d. Höhe. pn schöner gesunder Lage, bietet ihren Zöglingen alle Annehmlichkeiten des Familien- ^bens sowie sorgfältige Pflege und Erziedung. Gediegener Unterricht mit besonderer Berücksichtigung der englischen und französischen Sprache. Anleitung zu häuslichen Arbeiten. Proipecte durch die Vorsteherinnen 1239 E. & L. Stohmann. I ödes - Anzeige. 1260) Heute Morgen 3J/2 starb nach langem Leiden unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller Sohn und Enkel (*eorg Peters in einem Alter von 1 t Jahr und 11 Monaten. G ießen, den 23. Februar 1881. Die tiefbetriibten Eltern und Großeltern: Ernst Peters, Minna Peters, Georg Fulda, Johanna Fulda. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause statt. 1248) St«tt besonderer Anzeige machen wir allen Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, daß heute Nachmittag ya2 Uhr unsere liebe Gattin und Mutter Marie Blitz, geb. Jost, sanst dem Herrn entschlafen ist. Gießen, den 22. Februar 1881. UMe trauernden SShiterbUebenen. Ä Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr statt. Der Journallesezirkel von E. Heinemanns's Univ.-Buchh. Sc Antiq. (Fr. E. Fehsenfeid) enthält 26 verschiedene illustrirte Journale unterhaltenden und belehrenden ^nballs Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich nur 3 Mk. 50 Pfg. Zweimal roöcbeiib llch Wechseltag. Abonnenten werden jederzeit ausgenommen. (299 JermisÄte Anzeigen 1251) Eine fveunbl. Wohnung, 4 Zirn- meT. rc , per 1. April zu miethen gesucht. Gefl. Off. mit Preisangabe sub A. Z. an die Exped. d^ Bltts. 1241) Ein tüchtiges Dienstmädchen ge^ sucht von____~ _ Geschw. Peth. 1245) Gefunden ein goldener Ning. Abzuholcn bei Dienstmann Möbus___ 1256) Mehrere tüchtige Schueider- ges.'llen (Rockarbeiteri werden gesucht. Alsfeld. Hetnr. Menzen Co. Die Gicht" finden G^chl- u. 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ES sollte daher jeder Leidende, selbst wenn bei rhm bislang alle Medictn cr- folglo» gewesen, sich vertrauensvoll dieser bewahrten Heilmethode juwenden und nicht säumen, obigcö Werk anzuschaffeu. Ein.Auszug" daraus gratis u. frauro. & -HaMI 1119) Der zweite Stock zu vermiethen. ____Becker, Gartfeld. 517) In meinem Hause an der Grünberger Straße ist ein Logis von 4 Him- mcrn Zubehör zu vermiethen. Carl Haas, .Ualkbrennereibesitzer. 77^ Schillerstraße Lit. A. 118,6 ist die Parterre-Wohnung, 5 Zimmer rc enthaltend, nebst Gartenantheil vom 1. April b. I. an anderwe t zu verm'ethen. __Böger, Hofg.Protocollist. 340) Ein möblkrtes Zmimer (Parterre) zu vermiethen. ___I Mannberger, Neuenweg. 1220) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei H. Keck. Nachhülfe 1 für Kinder in der franz. Sprache wird ertheilt für monatlich sechs Mark. Näheres in der Exped. d. Bltts. 1257) Der mittlere Stock meines Hauses mit 5 Zimmern, Küche und Zubehör zu vermiethen. I. 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