Freitag den 23. September 1SS1 Erscheint täglich mit «u»nahmc deo Montags. aut - chul,trahe H. 18. 'ichspartti, in 9([ler ’ zwischen }t uns die ’bfii wirb, Mr t, 'hx, in ilung er em, chlbeUkes Wabl- Äberalen us-Wndl- fleisch;u 1 wuhsend V fleneiqt izieil des Machst Preis viertel jährlich 2 Mart 20 Pf. mit vnngerlohn. Durch bie Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. b«0lk in durch bi? i (Y a r f i e l d. Se't dem 2. Juli, dem Tage, an welchem der kürzlich gewählte Präfi- deut der Vereinigten Staaten Nordamerika- durch einen Flintenschuß ton dem verkommenen französischen Advccaten Guiteau in meuchklmördeiischrr Absicht verwundet wurde, blickte ganz Deutschland unverwandt mit innigster Theil- »ahme hinüber über den Ocean nach der Krankenstube des We ßen Hause- zu Washington. Bald mit Sorge und Bangen, bald wieder mit Hoffnung wurden die ärztlichen Bulletins über daS Befinden deS Präsidenten verfolgt. Autoritäten der Wiffenschaft hielten von vornherein die erlittenen Verletzungen für rödtlich und hatten rdtmalß rechten Glauben an das Wunder, auf welche- die treutieber.de, tapfere Gattin deS Verwundeten gottergeben mit ganzer Zu- verficht thre Hoffnungen gesetzt hatte. Drüben in Amerika tauchte die Mei- uung auf, die Urbersiedelung nach Long-Branch hätte dem Kranken geschadet, e- wäre bester gewesen, ihn im Weißen Hause zu lasten und die Strapazen einer Reise zu vermeiden. Ter Wechsel des kliu.aS hatte sich indeß als noch- wendig herausgrstellt, btt Ueberführung geschah mit gröhlmöglchster Vorstcht, wie überhaupt Alli-, was die Schmerzen lindern konnte. Eä traten Erholun- gm rin, dann jähe und plötzliche Rückfälle, Fieberschauer und Erbrechen wur» dm häufiger und intensiver, der zum Scelett abgemagerte Patient war nicht mehr im Stande, seine Qualen zu ertragen. Noch ein letzte- Mittel, die BluttranSsusto*', wurde versucht, adern vergeblich. Nach 2J/2 Monate langen unausgesetzten heftigen Schmerzen erlolgte Montag Abend um 10 Uhr 50 Min. der Hintren de- Präsidenten, an dessen Lager sich die Minister Wmdom, Hunt, JameS, B'aive und Lincoln etngesunden hatten und jetzt ihren Chef betrauern. Sanft ruhe der Todte! Kehren wir zu den Lebenden zurück. Die Zügel der amerikamschen Regierung liegen jetzt in den Händen de- ersten Vicepräsidenten Arthur. Er ist ein Mann jener Partei, der Grantpartei und specirll der New Porker Clique Ra-coe Conklma, welche fest an dem Principe hält, bet einem Stege rücksichtslos die pvlittsche Beute zu vertheilen. Da- amertkanische Volk hat also zu fürchten, daß während der Amtsdauer Arthur'-, welche den Rest der vierjährt. gen Amt-dauer de- verstorbenen Präsidenten umfüht, nach diesen verderbltchen bisherigen Grundsätzen verfahren wird und ferner zu erwarten, daß wahr- schetrlick die jeweiligen Machthaber mit allen Mitteln dahin streben, für die künstige Präsidenlschaft-wahl sich und ihrem Principe den Sieg zu sichern. Ernsten Zetten geht da- awerikanische Volk unter solchen Umständen entgegen, wenn e- nicht selbst sich entschließt, mit Eifer und Energie Reformen zu be- treiben, namentlich die Reform deS öffentlichen Dienste-. ES muß jedes Staat-Wesen in seinen Grundfesten erschüttern, wenn bei jedem Umschlag im Parteikamps der gesammte öffentliche Dienst im Partei-Jntercffe umgewandelt wird, wein nicht mehr Tüchtigkeit und Fähigkeit, sondern die trügerischen an- geblichen Verdienste im Streit der Parteien bei der Besetzung aller Staats- pellen, die den Ehrgeiz reizen können, den Au-schlag aeben. Es steckt viel Kern und urwüchsige Gesundheit in dem amerikanischen Volke, so daß der endliche Erfolg sicherlich auf Setten der Reformer zu finden sein wird und viel- leicht schneller al- dte Pessimisten dieffrit- und jenseits de- großen Waffers fich träumen laffen. Jwtnüba der drohenden Gefahr eine« immer engeren Bündnisse« der knchUcken und potitiscken keactton mit anderen liberalen Ricktungen fest zufommen stehen in der entfchiostenen Abwehr klerikal-konservativer Angriffe auf unsere Verfassung und Gesetzgebung." Unterzeicknet ist der Aufruf ton den Herren: R. v. Bennigsen, v. Benda. Dr. Böttcher. Dr. Buhl. Büsing. Dr. v. Lunv. Forkel. FrtrS. Dr. (Bene«. Dr. Hammacker. Hobrecht. Äufn Dr. War. auardsen. Dr. Miauet. Pogg».Blankenhof. Pogge > Roggow. Sä'öttler. Dr. Stephani. Dr. Wackler. Dr. Wach«.' Dr. Friedrich Weber. Dr. Mar Weber. Dr. Weigel. Dr. Wolffson. Da der vorstebende Wahlaufruf auf die nationalliberale Erklärung vom 29. Ma, Bezug nimmt, so se, r« un6 gestaltet, einige bezeichnende Sätze jener Erklärung hier zu wiederholen. Zum Verhäitniß zwischen Staat und Kirche bemerkt die Erklärung: Den nothwendlgen und unveräußerlichen Rechten dr- Staate« gegenüber der Kirche wird Vit Partei keinen Abdruck grsckehen lasten, namentlich auch nicht auf den Gebieten der Schule und der Ehegesetzgebung, wo Urberg,iffe kirchlicher Reaktion gerade in Deutschland stet« am peinlichsten empfunden sind und am unheilvollsten gewirkt haben. — Ueber da« Tabak-monopol sagt die Er- Närung vom 29 Mai. Gegen da« Projekt de« LabakSmonopol« hat dte Partei au« wirth- fchastlicken wie politischen Gründen entschieden Widerspruch erhoben. Vor dem Eingeben auf weitere umfostende Pläne, welch, dte Steuerkraft de« Lande« in höherem Maße in Anspruch nehmen, muß zunächst da« volle und nachhaltige Ergebniß der vom Reichstage im Jahre 1879 bewilligten Zölle und Verbrauchssteuern obgewartel werden. — Zn der Erklärung heiß es ferner: Gegen eine übermäßige Eentraltsatton der Staatsgewalt werden wir d,e Selbstständig, kett und die Selbstverwaltung der Gemeinden verthetdigrn und wette, entwickeln. — ttnilef? betont dte Erklärung vom Mai dte Nothwendigkeit einer starken liberalen Partei- Ausland. Petersburg, 20. Stptbr. Die rusfische Regierung scheint nun nach langem Schwanken endlich die Nothwendigkeit eingesehen zu haben, den fortgesetzten Ausschreitungen gegen die Juden mit Ernst und Strenge Einhalt zu gebieten. Den Gouverneuren jener Distrikte, in welchen die Bewegung noch nicht zur Ruhe gekommen, wurden, wie der „Pest. Ll." meldet, Ordres erhetlt, die Agitationen rasch zu unterdrücken und den Behörden wurde ihre Verantwortung ui dieser Hinsicht auf das Eindringlichste zu Gemüthe geführt- Gleichzeitig hat die Regierung zum .rsten Male seit dem AuSbruche der scandalösen Hetzen in offener Weise ihre Mißbilligung Über dies Treiben kundgegeben. Sie that die- aus Anlaß der Beantwortung einer jener unsinnigen Petitionen, welche die Austreibung der Juden forderten. DaS Städtchen Perje-law hat fick in der Slera der Judenverfolgungen einen gewifien Ruf errungen. Die Häupter der Gemeinde fühlten das Bedürfnis zur Bethätigung chres Juden- Haffes eine Petition an den Chef der Provinz abzusenden mit der Bitte, daß alle Juden, die nicht die besondere Berechtigung genießen, in Perje-law zu wohnen, aus der Stadt au-gewiesen werden mögen. Die Petition hat jedoch eine unerwartete Antwort erhalten. Aus Anoidnung der Regierung wurde sie der Gemeinde zurückgesendet mit dem Bedeuten, daß die Unterzeichnung einer solchen Bittschrift Demjenigen, die sich ihrer schuldig gemacht haben, leicht die Anklage wegen HockverrathS zuziehen könne. Die Gemeindebäupter von Per- jeslow verhalten sich seitdem still. Man sieht, die russische Regierung hat eS m der Hand, den Judenhetzen ein Ende zu machen, wenn sie nur will. Deutschland. Berlin. Der Wahlaufruf der natton alliberalen Partei lauter In seinen Havpt'äecn uie* felgt• ,Dte nationolliberale Partei hat ihr Programm erst vor wenigen Monaten m der SrNLrung vom 29. Mai d. I. ni.dergel.gt Wir weisen auf dusr Kund a.buna zurück welche wir in ibrem vollen Umfange bestätigen und aufrecht erhalten. An der Spitz, unsere« Programm« w»rd immer die Betieuerung der unverbrüchlichen Treue zu Kaiser und Reich steben. ‘ Je m.br in den Parte,kämpfen unterer Zeit der national, Gedank« oft getrübt erschrtnt, um Io mebr halten w.r ,« für unsere Aufgabe, die schwer errungene Srnhiit uoieres Reiche« und Volke« gegen alle Anfechtungen zu schützen und unter Achtung der ver- fastungSmaßtgrn Rechte die Bundesstaaten weiter zu entwickeln. Do es die Sicherbnt und Festigkeit dc« Reiche« galt, ist nie vergeblich die Hülfe der natronalliberalen Parte, angmifen worden. — Ebenso werden wir jede Verkürzung unveräußerlicher und unentbehrlicher Rechte de« Hkaate« in seinen Beziebunaen ,ut Krrcke und Sckule abwehren. Für die Dieder- herfiellung ein,« friedlichen Verbältmffe« zwischen Staat und Krrcke sind wn bereit mtt- ziwirken, wenn dasselbe ohne PreiSg.bung der In bartem Kampfe errungenen Stellungen de« Eteate« herbklaeführt werden kann. Die neue GeietzgedungSperiode de« RerckSrag« wirb wieder in ganz bervorragendem Maße m,r wirtbsckaftSpolitr'chen Fragen fick zu beschäftigen haben. Unsere Partei wird auck in Zukunft den Grundsatz persönlicher Freihnt in Erwerb und Pnkedr festbalten und gegen r,aki,onäre Angriffe vertheidlgen. Immer von Neuem de- (tätigt die ürfabrung. daß Zollfrogen nicht zur Grundlage po',t,scher Parterbildung gemacht werden dürfen und daß die Pe^fl'ckrung auf nne einzige bandelSpelitisLe Richtung nickt zum Erfordernrß liberale, Gesinnung gebört. Weiteren «e.forderunaen an die Steuerkraft des Volke« werden wir nur im Falle des dringendsten nackgewieseven Bedurfnisie« oder bei einem vollrrerthigen Ersätze durck gleichzeitig« Steurrerle,chterun?.en und Steuerreformen, unter Au» reckt«,baltung eine« gesunden Dr,bältr.,ffe« zwischen der dtreeten und mdirrcten Besteuerung und unter Wabrüng der ec-rstitutionellen Reckte der Volksvertretung zuftimmen. Den sonal- Pvl'Nschrn Fragen werden w,r unsere volle TheUnabme widmen und alle auf die geistige und rraterielle Wohifabrt der arbeitenden Klaffen abzielenden Dorsckl-ge auf's Sorgraltigste und mit dem ehrlichcn Streben positiven Sckaff-ns prüfen, getreu de, übernommenen Derpflickruna, al« wir der LtaatSgewa t die Waffen giwälirlen. gewaltsame AuSbrücke der socialdemokratischcn Bewegung niederzuhalten. Wir verlangen aber, vah Fragen welche an Ernst und folgen- ßtwerer Bedeutung alle anderen überragen, nickt zum Gegenstände unübersehbarer, finanziell unausführbarer Experimente gemacht, sondern mit ruhigster Prüfung m stetem Hinblick auf tea« Erreichbar« und Möslicke in Ang, ff genommen und ihre, Lösung zugeführt werden, obr.e RIeberlastung Les Staates mit Aufgaben, welcke nur unter ernstlicher Gefährdung des Gemein- ifant, ®'^s- ttf, l -kabrikarl' **5£ "e.®* !t inner, ®llL‘ . Ai«« * It*1 indewald, llec, Gießen, kiier, Gießkll- iürgermeißtt' i Grünöerz. •ur, Gießen. ßlcr, 2anö- Georgi' t, ffadriko", )r. Hin,» Kichener T!(n;eiflcr Ameige- unb .Amtsblatt für btn Kreis Gießen. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Korrespondenz - Bureau. Berlin, 21. Septbr. Der Gesandte v. Schlüzer hat sich heute nach Varzin begeben. — In einem „bte Gegner des Fürsten Bismarck und unsere auswärtige Politik" betitelten Artikel sagt dte „Prov.-Corresp.", das Ministerium Bis- marck, welches da- unmöglich scheinende Ziel erreichte, 10 Jahre nach dem Frankfurter Frieden den poetischen Horizont für ur6 von dem kleinsten Wölkchen frertumachen, ist eine Garantie unsers Friedens und der Friede die Vorbedingung einer schaffenden inneren Politik; gegen daS Ministerium Bismarck wählen und die Einführung einer parlamemarischm Regierung verlangen, hieße an dem Frieden des Landes rütteln. Karlsruhe, 21. Septbr. Heute Vormittag 11 Uhr fand in Gegenwart biT Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften der feierliche Kirchgang des neuvermählien kronprinzlichev Paares statt. Karlsruhe, 21. Septbr. Se. Maj. der Kaiser, welcher, wie bereit- gemeldet, heute Vormtttag dem Kirchgänge der hohen Neuvermählten Ungewohnt Latte, besichtigte Nachmittag- mit dem Grvßherzoge in heiterster Stimmung die Säle des Schlaffes, in denen um 6 Uhr die Galatafel stattfinden wird. Heute Vormittag um 10 Uhr war Se. Majestät bei einem Spaziergang, den Allerböchstderselbe allein im Schloßzarten unternahm, ausgezlitten, ohne sich dabei den allergeringsten Schaden zuzufügen. - Ihre Maj. die Kaiserin ist heute Nachmittag 2 Uhr 15 Min. nach Baden-Baden zurückzereist, indem sie wiederum auf dem Mühlburger Bahnhofe einst eg, wohin sie der Eibzroßherzog von Baden begleitete. — In den letzten Tagen haben Se. K. L- Hoheit der Kronprinz, Ihre K. K. Hoheit die 5tron- Prinzessin, der Großherzog von Sachsen-Weimar und der Erbzroßherzog von Baden wiederholt die hiesige Kunstgewerbe-Ausstellung besucht. Wien, 21. Septbr. Tie „Polit. Correso." meldet: Der Kaiser ließ sofort nach dem Eintreffen der Nachricht von dem Ableben des Präsidenten G arfieid sowohl der Umons-Regierung als auch der Wittwe de- Präsidenten durch den Geschäftsträger in Washington seine Theilnahme ausdrücken. London, 21. Septbr. Der Vicekönig von Irland ist zum Besuch ... Mlrnttm 91 fU CYmirnfd» storberren mit unumwundenster Hochachtung aus- Die „Times" erscheint mit einem Trauerrande. — Der hiesige Gesandte der Vereinigten Staaten, Lowell, empfing eine Depesche des Staatssecretärs Blaine, worin ihm aufgetrageu wird, der britischen Regierung formell das Ableben Garfield's und den Regierungsantritt des Präsidenten Arthur anzuzetgen, diese Depesche auch an die Vertreter der Union auf dem Festlande behufs dergleichen Mittheilung an die resp. Regierungen, bei denen sie beglaubigt find, zu telegraphiren. New-York, 20. Septbr. Der Präsident Arthur ist heute Mittag in Elberon angekommen, wo sämmtliche Mitglieder des Cabinets und General Grant sich eingesunden hatten. Die Uebersührung der Leiche Garfield's nach Washington erfolgt morgen. Alle Journale geben der tiefen Trauer über den Tod Garfield's Ausdruck, die südlichen Journale erklären, der gemeinsame Schmerz sei das Band, welches den Norden und den Süden endlich einige. Long-Branch, 21. September. Die gestern stattgehabte Autopsie der Leiche des Präsidenten Garfield ergab Folgendes: Die Kugel, nachdem sie die elfte rechte Rippe zersplittert, ging durch das Rückgrat, zersplitterte den Körper des ersten Lendenwirbels, wobei eine Anzahl kleiner Knochrnfragmente in die angrenzenden Wetchtheile getrieben wurden, und setzte sich unterhalb der Brustdrüse ungefähr 21/2 Zoll zur Linken des Rückgrats und hinter der Darmhaut fest, wo sie vollständig etngesackt wurde. Die unmittelbare Todesursache war eine secundäre Blutung aus einer der Gekrösschlagadern, anstoßend an die Kugelbahn, indem das Blut die Darmhaut durchsprrngte und sich fast ein Liter davon in die Unterleibshöhle ergoß. Diese Blutung ist die muthmaßliche^ Ursache der heftigen Schmerzen im unteren Thetle der Brust, worüber Garfield kurz vor seinem Verscheiden klagte. Eine vier- bis sechszölltge Grschwürhöhle wurde in der Nachbarschaft der Gallenblase gefunden. Eine Verbindung zwischen Leber und Wunde wurde nicht gefunden. Ein langer ctternver Kanal erstreckte sich von der äußeren Wunde zwischen den Lendenmuskeln und der rechten Niere fast bis zur rechten Leiste. Dieser Kanal, der jetzt als dem Bohren des Wundeneiters zuzuschreiben erkannt wird, wurde bet Lebzeiten des Patienten als die Kugelbahn angesehen- Bet der Untersuchung der Brustorgane wurden Beweise einer ernsten Bronchitis auf beiden Setten entdeckt, zusammen mit Bronchopneumonie des unteren Theiles der rechten Lunge und, wiewohl geringeren Umfanges, der linken Lunge. Die Lungen hatten keine Geschwüre und das Herz keine Blutklumpen. Die Leber war erweitert und fett, aber frei von Geschwüren. Auch wurden keine Geschwüre in irgend einem anderen Organe außer der linken Niere gefunden, die in der Nähe der Oberfläche ein kleines Geschwür von 3/< Zoll im Durchmesser enrhielt. Wenn man die Geschichte des Falles im Zusammenhänge mit der Autopsie revtdirt, so ist ganz evident, daß die verschiedenen eiternden Oberflächen und besonders das zersplitterte schwammige Wtrbelgewebe hinreichende Erklärung für die vorhandenen septischen Zustände liefern. reist, stark enttäuscht über die Art, wie ihn seine Landsleute behandelten, seinem Bestimmungsorte entgegen, schon jetzt sich eingestehend, daß im alten Vaterlande ihm Aehnliches nicht wiedersahren könne. Die biederen plattdeutschen Gasthausdesitzer aber, welche reich geworden sind durch die Reise- und Zehrpfennige deutscher Einwanderer, erzählen jedem Landsmann gestissentlich, wie sie auch mit wenig oder nichts halten beginnen müssen, indessen durch ununterbrochene Arbeit zum gegenwärtigen Wohlstand gelangt seien. Diejenigen Deutsch-Amerikaner, welche klug und energisch aus die Dummheit ihrer eingewanderten Landsleute speculirten, sind allerdings ohne Ausnahme reich geworden, denn die Einwanderer keines anderen Volkes sind so vertrauensselig wie die Deutschen. Die amerikanischen Einwanderungs-Behörden thun ihr Möglichstes, um Betrügereien zu verhindern; gegen das eben geschilderte Verfahren deutsch amerikanischer Bürger sind sie machtlos. Welcher Art sich die Zukunft eines großen Theiles deutscher Einwanderer gestaltet, kann allein schon aus dem Umstande ersehen werden, daß Hunderte von öffentlichen Aufforderungen zur Empfangnahme von Erbschaften fruchtlos in englischen und deutschen Zeitungen erlassen werden seitens der Confulardehörden oder großer Bankhäuser. Ein einziges, aber entsetzlich klingendes Wort wird schließlich von den amerikanischen Behörden in's alte Vaterland des Betreffenden berichtet; es lautet: „Verschollen!" Damit ist Alles gesagt; die etwaigen Angehörigen müssen sich hiermit begnügen. Die Zahl der Schreiben, mit welchen die deutschen Eonsulate bedacht werden und in welchen immer und immer wieder Nachforschungen erbeten werden, ist Legion. Die Auswanderungslustigen lassen sich mit Vorliebe nur von denen erzählen, die 1 früheren Jahren von dannen zogen und wirklich nach Verlauf einer längeren Zeit zu Reichthümern gelangten. Aber wie gering ist der Procentsatz im Vergleich zu Denen, die jämmerlich zu Grunde gehen, und Denen, die unter den schwersten körperlichen Arbeiten ihr Dasein fristen! Nirgends wird der Mensch derart ausgenuyt, wie in der „neuen Welt", nirgends ist man gleichgültiger gegen das Elend der Mitmenschen. Zu alledem vergißt der Europäer völlig, daß er daheim, wenn auch unter Nothständen leidend, doch stets auf Schutz des Elgenthums und der Person zu rechnen hatte. In Amerika gibt es eine ganze Reihe von Staaten im „far west“, wo der neu angesiedelte Farmer in jeder Hinsicht sich selbst überlassen wird und die Behörden nicht ihn zu ; schützen, noch ihm Recht zu schaffen vermögen. Wir berühren hiermit einen der wundesten Punkte im nordamerikanischen Staatsleben, der so lange vergeblich seiner Beseitigung harren wird, als die unsagbare Verdorbenheit des höheren Beamtenthums die Würde der großen Republik erniedrigt. „Wer die Summe von Capital und Arbeitskraft, welche unter d:n gegenwärtigen Verhältnissen unumgänglich nothwendig ist, um eine einigermaßen gesicherte Existenz auf ehrlichem Boden in Amerika zu gründen, im alten Vaterlande einsetzt, der führt mit unbedingter Sicherheit in der Heimath ein besseres und vor Allem würdigeres Leben als im neuen Erdtheil!" Dieser Ausspruch, den wir anführen, ist deßhalb von besonderer Bedeutung, weil er von einem ausgewiesenen Socialdemokraten herrührt, dessen Ansichten in Amerika diesen Umschlag erfahren haben. Deutsche Einwanderung in Amerika. Wir stehen — so schreibt ein New-Yorker Correspondent der „Köln. Ztg."> — unzweifelhaft auf dem Höhepunkt der deutschen Einwanderung. Schon das künftige Jahr dürfte eine Reaction hervorbringen, nachdem Tausende und Abertausende in der „neuen Welt" nicht nur ihre Hoffnungen getäuscht gefunden haben, sondern hungernd und aller Mittel zum Lebensunterhalte bar, den Wohlthotigkeits-Anstalten Amerikas zur Last fallen. Viele Hunderte deutscher Handwerker- und Bauernfamilien würden mit Freuden nach Verlust ihrer kleinen herübergebrachten Kapitalien in's alte Vaterland zurückkehren, wenn sie im Stande wären, die sich auf 80 X belaufende Ueber- fahrt irn Zwischendeck irgend eines Dampfers zu erschwingen. Die warnenden Stimmen, welche sich im deutschen Reiche erhoben, als die Auswanderung zu Ende 1880 und Beginn 1881 einen noch nie dagewesenen Umfang annahm, sind am allermeisten in den amerikanischen deutschgedruckten Zeitungen verspottet und als Aeußerungen der Regierungen hingestellt worden. Es hieß allgemein: „Wer arbeiten kann, der sei willkommen im Lande der Freiheit, er wirb sich bald überzeugen, daß die große Republik ihre Kinder besser behandelt als die tyrannischen Regierungen der europäischen Monarchieen!" Derartige Schlagwörter im Verein mit Nachrichten von Verwandten und Bekannten, die in früheren Zeiten übergesiedelt waren und nach Jahren endlich einen Broderwerb gefunden hatten, wirken begreiflicherweise, nachdem die Leute im alten Vaterlande durch Agenten gehörig bearbeitet worden. Heutzutage widerlegen die Tausende von beschäftigungslosen Deutschen, die allein in New-York umherlungern, genugsam jene thörichten Behauptungen eines Theils der amerikanischen Presse, der sich in seinen Spalten schon dadurch selbst widerlegt, daß er zugleich lange Spalten von Arbeitsgesuchen deutscher Einwanderer veröffentlicht. Leider muß hierbei besonders hervorgehoben werden, daß das bereits eingebürgerte deutsch-amerikanische Element in zahlreichen Fällen die Lage seiner Landsleute in unwürdiger Weise ausbeutet und sie um die paar Nothpsennige bringt, welche sie mit: führen. Die berüchtigten „Sharpers" (Bauernfänger) refrutiren sich nur zu oft aus früher eingewanderten Deutschen, welche unter der Maske landsmännischer Biederkeit die „Grünen" (Neueingewanderten) prellen Gerade die Bessergcjtellten fallen merkwürdigerweise derartigen Schwindlern häufig in die Hände. Der biedere, in Deutschland sprüchwörtlich ehrliche Character der Plattdeutschen scheint durch die Verschmelzung mit dem Amerikanerthum von seiner Tüchtigkeit viel einzubüßen, wenigstens verstehen die Angehörigen dieses deutschen Stammes den Einwanderern die Taschen am schnellsten zu erleichtern. Die Besitzer vieler in der Nähe der Landungsstelle der deutschen Dampfer gelegenen Gasthäuser sind Plattdeutsche. Ihre Angestellten nehmen schon auf dem Deck des Schiffes diejenigen Einwanderer in Empfang, bereit Aeußeres zu der Annahme berechtigt, daß ihr Beutel noch für einige Zeit zahlungsfähig fei. Die überaus gewandten Hotelbediensteten haben nun ein besonders scharfes Auge für schlichte Landleute, die em kleines Kapital behufs Landkaufes mitbringen. Dem wohlhabenden Bauersmann ist es durchaus nicht angenehm, für besonderen (Somfort zu zahlen; er beabsichtigt, im billigeren Kosthause einzukehren. Doch ehe er zur Besinnung kommt, befindet er sich in einem komfortablen Hotel mit deutscher Bedienung, deutschen Kellnern, wo sich der Besitzer im Verein mit dem sämmt- lichen Dienstpersonal angelegen sein läßt, ihn freundlich zu empfangen. Der verblüffte „Landsmann" ist glücklich, fern über dem Ocean seine Muttersprache zu hören, und kehrt vertrauensselig fammt feiner Familie ein, ohne sich vorher über Zimmer- und Verpflegungspreise zu unterrichten. Ohne jede Kenntniß der amerikanischen Einrichtungen, vermeint er mit deutscher Sprache und deutschem Wesen auch deutsche Sitten und Gebräuche anmtreffen. Stutzig machen ihn allerdings nach einer Weile die in seinem Zimmer angehefteten Plakate, welche in dürren Worten die eigenthümliche Ankündigung enthalten, daß das Gepäck der Reisenden beschlagnahmt wird, falls nicht Geld vorder ober innerhalb kurzer Zeit bem Wirthe erlegt ist. Da nach englischer Art in ben Gasthöfen bie volle Tagesoerpflegung mit bem Logis inbegriffen ist, gleichgültig, ob bieselde verabreicht würbe ober nicht — so ist derjenige Gast, welcher in Unkenntnis; dieser Einrichtung aus pecuniören Rücksichten nicht alle osficiellen Mahlzeiten der Tadle d'hote besucht, sondern sich einfachere Gänge bestellt, von vornherein im Nachtheil. Diejenigen besseren Elemente der Einwanderer, welche es vorziehen (statt mit dem großen Haufen der Unbemittelten von ben Dampfern aus sogleich nach „Castle Garben" sSchloßgartenj, bem „Cinwanbererbepot", beförbert zu werben), ein Gasthaus aufzusuchen, werden zumeist Opfer amerikanischer Prellerei, die von ben bieberen „plattbütftben* Lanbsleuten ausgeführt wirb. Es sei gestattet, bie soeben aufgestellten Behauptungen burch einfache Zahlen zu erhärten, damit der Ausdruck „Prellerei" als vollkommen gerechtfertigt erscheint. In einem deutschen Gasthause zweiten Ranges berechnet man dem eingeroanberten Lanbsmann für ein kleines Zimmer unb Kost ungefähr 11 X täglich, für bic Be- förberung bes Gepäcks von ben nur einige hundert Sckritte entfernten Landungsplätzen Der Dampfer für's Stück 41/« JL Trotzdem bas Bier keineswegs treuerer als in Europa ist, verabreicht man in jenen Gasthäusern kleine Weingläser zu 20 Häufig werben bie bebauernswerthen Einwanberer nack wenigen Tagen schon ihre ganze mitgebrachte Baarschaft los unb bie Rechnung beläuft sich auf Hunderte von Mark. In der Regel erhalten bann noch bie Geprellten ben Rath, möglichst weit westlich sich anzusiedeln; bort sei der Boben vortrefflich unb alle Lanbwirthe würben in kurzer Zeit reich. In Wahrheit banbelt es sich um eine möglichst große Provision, bie ber Gast- Volksküche in Wietzen 1879—SO. Etechnungs-Abschluss. Einnahmen. X H 1. Freiwillige Gaben 6892 38 ab Rückzahlung an Fabrikant Koch 20 — X ------------ 6872 38 2. Für abgegebene Speisen 551 32 3. Für verkaufte Restoorräthe 4 28 4. Für verkauftes Mobiliar _. 300 — Einnahme in Summe 7727 98 Ausgaben. X 1. Für Kücheneinrich.ung und Gerüche .... 834 95 2. Für Lebensrnittel 1839 28 3. Für Brennmaterial 148 11 4. Für Drucksachen 92 67 5. Für Löhne 1039 75 6. Für Ausgaben verschiedener Art 7 — Ausgabe in Summe 3991 76 Abschluß. X H. 1. Einnahme 7727 9b 1. Ausgabe ........ 3961 76 Ergibt sich Bestand des Vermögens 3766 22 Dieser Betrag wurde bet der Gewerbebank in Gießen angelegt und e8 sind die darüber ausgestellten Schuldscheine X Nr. 12008 2500 — Nr. 12035 . ....... 1266 22 in Summe 3766 22, dem in der Sitzung des „Großen ComitLs " d. d. 10. März 1880 gefaßten Beschluß entsprechend an Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen laut Empfangsbescheinigung vom 16. November 1880 überliefert worben. — Diese übernahm auf Wunsch drS Eomitös die fernere Verwaltung des Vermögens. Einer weiteren in dec vorbezeichneten Sitzung getroffenen Bestimmung gemäß erhielt Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen 1. die Uebersichtcn über Einnahme und Ausgabe von Nahrungsmitteln, 2. die Uebersichten über zum Geschenk erhaltene Mobiliargegenstänve, 3. die Uebe> sicht über zum Geschenk erhaltene Nahrungsmittel, deren Geldwerth auf X 756.— sich berechnet, jo daß die Gesammtsumme von freiwilligen Gaben einschließlich deS Geldwerthes für geschenkte Mobiliargegenstände (X 30.—) X 7658 38 H ausmacht. 4. Uebersicht der zur Vertbeilung gelangten Speisen. — Die Ausgabe von Suppe beläuft sich auf a. 78,434 Portionen ä 3,8 L'ter gegen Freikarlen, b. 11,70 ' Portionen ä 3/8 Liter gegen Zahlung, c. 3,173 Portionen ä a/8 Liter, Verbrauch des Derwaltungs- und KüchenpersonaleS, 93,307 Portionen a a/0 Liter in Summe. Für deren Darstellung wurden verausgabt X 4148 63 H, in welchem Betrag bie geschenkten Nahrungsmittel nach deren Marktwerth einbegriffen sind. — 6» berechnet sich demnach bie einzelne Portion auf 4,45 H. Jnbem wir unS erlauben, auf bie Annonce in bem Jnseratentheil dieses B altes hm- zuweisen, sagen wir wiederholt Dank den Gebern der reichen Geschenke unb allen Den», welche dem Werke ber Mildchätigkeit so warme unb nachhallige Unterstützung geleistet. Gießen, am 16. September 1881. Im Namen unb Auftrag des Vorstandes der Volksküche: Georg Noll, Professor Bratuscheck, Vorsitzende. Schriftführer. — I !■ - —..... -- Lokale-. Gießen, 22. September. Schwur gerichtSsitzung am 21. I. M.: gegen David Roth von Engelrod wegen Versuchs der Brandstiftung Roth wurde für schuldig erkannt und in eine Gefängnißstrafe von 14 Monaten verurtheilt. — Bei ber biesrnaligen Herbstprüfung ber E njährig-Freiwilligen in Darmstadt, am 19., 20. unb 21. September, haben mit einer einzigen Ausnahme alle Candidaten bestanden. — Ein hiesiger Lumpensammler entwendete gestern Abend im Gartfeld einem Kmd ein Couvert mit 18 X Inhalt. Er wurde jedoch kurz darauf von dem Eigenthümcr des Geldes habhaft gemacht und mußte bie Beute, welche schon eine Schmälerung von 3 X hatte erleiben müssen, roieber herausgeben. Es sei hierbei bemerkt, baß das Couvert mit bem Geld bem Kinb zum Spielen gegeben worben war. — Die Hessische Anwaltkammer wirb am Samstag ben 1. October, Vorm. 12 Uhr, im Sitzungssaale ber 1. Civilkammer bes Justizgebäubes zu Gießen zu einer Versammlung zusammentreten. . Gießen, 22. Sept. Heber den von uns gestern schon kurz referirten UnglückSfall au der Bieber wird uns von befreundeter Hand in Rodheim nachstehende ausführliche Mittheilung -Limacht: Der Brunnen einer hiesigen Fabrik, der schon eine Tiefe von 32 Mtr. hat, soll, ba ' - Das Preisge Hai noch weiter 173 A itiörlge unseres Gro Wiking Söhne in Als Da Punprn' diese! •Ä J0 Pern ei 5--hdew nun 8 v ß rJT waqen vi DT ’ in; aber sW "rE U das 6m rin; e»’ * . V®l< i.iw ("rnl MMÜ. 6N «mich!« s'«d wti.ii.-i««» .6 bi« - ”J"' S 3U Tage zo fordern, une M>°e ! Ht-ie-mnutttr in rech UnslütifM ' -xach einer weite tnn Brunnen W «tftfl md niitelst bereiten fr fguten wir den Namen keiche einen Strick •dnert und dann zog schalten und stürzte wie grbtilei in Die Liese, bi lufammm mit derselben fltau und ben Umstehend Betreff, 6188) & Rcichstagswahl S Montag den Ausschluß des Si 12 Uhr und Naü Eureau zu Jede, W« die Richtig N", vom Vegi M Ausschlusses d Tnhen, a . Nachmittc ^-rdkn m der Hoffa ^ende Ge ’MftMenb gegen Ba ML M 4 1 R> ’ «olllanbige ' Wer tij*1 Md-Kn, 'M Mi N? % Ort, 9-80. W116 X 4- 6872 38 551 32 4 28 3 00 - 7727 98 »4 4* »34 95 1839 28 148 H 92 67 1039 75 7 - M { ^U^UQ^CU rfi* .„Möglichste- uo L62!BQnbtTtT flt- 'Udettr oon örftnt: [n englischen um oder großer t)inL V°,n dcn amtrv es lautet: M sich ^icrmi ate bedacht werd« "erden, ift Legion. " erzählen, die । f längeren Znl u !ttW )u tmen, nersUn loiynlichen ^genutzt, ron m Der Mitmcnschcn. »M unter üiottfMa rechnen hatte, ji 'er neu angesiedche )rbcn nicht ihn p hiermit einen da ge vergeblich ferner ren BeamlenthaiÄ b:n gegenwLntß« t gesicherte Ex.»», e einsetzt, her jichc r Allem würdiget t ren, ist beßhalb wi [• irmokraten btirülc L wnbte Der Piu»pe»»achn, der bie Pump' her«u»gebraee in der Hälfte bei Brunnen» gibt er da» Zeichen zum Aufziehen und versichert, daß da» ».nfabren heute nicht möglich fei. Der dritte Bergmann, der nicht glaubt, tot ft Io schlimm sei, will sich Üderzeuge» und verlangt, daß man ihn hinunter lasse. Langsam fibit er ein. tief, immer tiefer steigt langsam der «6beL Die beiden oben wundern sich, daß nicht ein Zeichen kommt ®nfclid> ift er unten. Da» Zeichen zum Aufziehen bleibt immer noch au»/ Die beiden am Ha»pel sehen einander an, sie rufen in die tiefe — e» erfolgt feine Antwort. Schnell wird der «Übel aufgezogen; aber er ist leer. Da» nun? Viele Menschen find wohl gleich zur Stelle, jedoch helfen kann fein einziger. fr» ist nicht möglich i» die tiefe zu fabre». Won holt Feuerhaken, man mackt andere Anstalten und trohderv ist e» bi» ieat — e» sind ungefähr 3 Stunden verflossen — noch nicht gelungen, den (hfticfien »u tage zu fördern Derselbe ist ein junger, achtbarer Mann au» Äcbbeim und Unterläßt ttne Dtttwe mit vier rtetntn «Indern, von denen d.» älteste 7 Jahre zählt und eine kranke Schwiegermutter In recht dürftigen Verhältnissen Die letzten Jahre find bei un» reich an UealückSkälle». Nach einer weiteren Mittheilung gelang e» gestern Nachmittag» '/,5 Uhr, die Leiche au» dem Brunnen zu entfernen. Von einem nahen Bergwerke wurde eine Druckpumpe herbe,gedolt und mittelst derselben frische Luft in den Brunnenschacht gepumpt. Sin beherzter Mann (leider konnten wir den Namen teffelben nicht erfahren) unternahm e», in die tiefe zu fahren und Vct Le.che einen Strick um ein Bern zu schlingen. Schnell wurde der Menschenfreund herauf; geleint und dann zog man die Leiche auf, dieselbe wurde jedoch durch ein Querholz auf: gehalten und stürzte wieder in die tiefe. Nunmehr ging zum zweiten Male der erwähnte Arbeiter in die tiefe, befestigte wieder einen Strick an einem Bein der Leiche und ließ sich nun zusammen mit derselben in die Höhe ziehen, wo er oben von seiner in tode»angst harrenden Frau und den Umstehenden freudigst begrüßt wurde. __ Vermischtes. — Da» Preisgericht der Patent- und Musterschntz-StuSstellung zu Frankfurt a. M. hat noch weiter 173 Ausstellern silberne Medaillen zuerkannt. Davon erhielten An, (ehSriae unseres OrostberzogthumS 12 Medaillen und zwar folgende Firmen: Herm. ,geling Söhne in Alsfeld, Ferd. Flinsch in Offenbach, Ude und stiebe in Oberstadt, Phil. Ren» in Darmstadt, F. L- Wombach in Offenbach, <■*. Aua. vuschbaum in Darmstadt. Sollet und Engelhardt in Offenbach, Gebr. Hofmann in Offenbach, L- Becker in Offenbach, Jul. Römheld in Mainz, MaderazS k So. in Offenbach und Ferd. Lotz in Offenbach. Handel und Verkehr. Frankf urt, 21. Sept (Marktbericht-. Der heutige Heu, und Strohmartt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Quollt&t der Ltr. X 3.00-4.90, Stroh X 3 00—3.75. Butter 50 «Uo X 90—00, un Detail 1. Qualität da» Pfund X 1.30—00, 3. Quollt4t da» Pf. X 120-0.1, frier da» Hundert 5 00-6.00. Qchsenflei,ch per Pfund 65 -70 «uh-, Rind und Karrenfleisch 45—55 4, «albfleisch 50—60 4, Hammelfleisch 45—65 4. Hchweinesteisch 75—HO H, ein Hahn X 1.HO—2.20, ein Hu^n X 1.60 —3.00, eine frnte X 2 50-3.00 . eine taube 50 - 60 4, junge Gan» X 4.00— 6.00, Hasen da» Stück X 2.50—3 , Poularden X 2.20—2.60, Rehbock da» Pft. 70-HO 4, «apaunen X 2.50-3. Walscher Habn X 9-12, «ortoffeln 100 «0. X 6.00—7.50, «ohlkraut 20 4, Blumenkohl 1 St. 60-70 Dirfing 12-15 H, Gelberüben 1 Bund 10-0 Zwiebeln 1 Bund 0 H, Sellerie da» Stück 30—00^, Meerreittg 1 Stück 10—15, Spargel da» Pfund 30 H, Romain-Salat 10—20 Endivien 10 0 H, Rothkraut 30—00 Weißkraut 20—25 «rtiickoken 50- HO Erbsen da» Pfd- 30 Bohnen 100 Pfund H—00 «ortoffeln da» Gescheid 10—12 da» Malter X 6.50—0.0, «opf-Salat 10 Spinat 50—60 Schnittlauch da» Gebund 3 -5), Gurke 00—0 <5, «ohlrabi per Stück 3—5 Limburg, 21. Septtr. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 20.50, Weißer Weizen X 20.10, Rom X 15,45, Gerste X 1165, Hafer, X 7.60, Erbsen X 00.00, «ortoffeln 50 «ilo X 0.00. (Durchschnitt»prei» pro Maller.) Frankfurt a. tJL, den 22. Sept., Nachmittags 2 Uhr 10 Mtn. (Telear. CourSdericdt. Mitgetbeilt durch daS Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen-) Eredit» actten 306, CtaatSb.-Actten 3067/e, Galizier 279*/*, Oest Silberrentc 67, 4% Ungar. Goldrente 77% 4°/o 1880er Russen 75'/»«, 2. Orient-Anleihe 617ie, Rumänische Rente 9O3/<. Tendenz fest._______________ Berichtigung. In dem gestrigen Wahlaufruf mutz eS unter den Unterzeichnern desselben anstatt Iac- Rinn X. Jac. Rinn XV. in Heuchelheim heißen, waS wir zu berichtigen bitten Allgemeine Bekanntmachung. Betreffend: Die Beichstagswaht. 6188) Es wird hiermit verkündigt, daß die Liste der bei der Ncichstagswahl Stimmberechtigten von jJloiltüfl den 26. September bis Montag den 3. October dieses Jahres einschließlich (jedoch mit Ausschluß des Sonntags den 2. Oktober), Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr aus dem Bürgermeisterei- Vureau zu Jedermanns Einsicht ausgelegt ist und daß Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste innerhalb acht Tagen, vom Beginn der Auslegung an gerechnet, bei Vermeidung des AuSschluffeS damit bei uns vorzubringen sind. Gießen, am 22. September 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. r Anzeiger. Volksküche in Gießen. Nachdem nunmehr der Rechnungs-Abschluß der Volksküche über die Einnahme und AuSgabe von Geldmitteln und zugleich diejenige von Nahrungsmitteln nach Beschluß des .Großen ComitöS" vom 10. März 1880 Groß, herzoglicher Bürgermeisterei Gießen überliefert worden find, geben wir bekannt, daß die genannten Aktenstücke zur Einsicht aller Betheiligten in den Geschäfts- stuben Großh. Bürgermeisterei während acht Tagen aufgelegt sein werden. Allenfallsige Reclamationen bitten wir an den unterzeichneten Vorstand richten zu wollen. Im Namen und Auftrag des VorstandeS Georg Noll, Prosesior Bratuscheck, Vorsitzender. Schriftführer. Einladung ;urn Abonnement für das 4. Quartal der „Frankfurter Presse" 7727 96 3961 76 "3766'23 JL ^8 2500 - 1266 22 "376632.1 «« fernere {ilmmunfl 9°^ mggmitteln, .nftänct, u l dtktn m >tgensiandt v 7 r' IM*!6* Dung 21. i- r- freitag den 23. Sepi. d I., Nachmittags 2 llbr, werben in der Hofraithe beS Wirth Flett bab er folgende (Megenftänbe öffentlich werstbictend gegen Baarzahlnng versteigen. 1 Nähmaschine, 3 Kleiderschränke, 1 Letnwandschrank, 2 Waschtische, 8 Stühle, 1 Rohrsessel, 4 vollständige Betten, 2 viereckige Tische, 1 ovaler Tisch, 1 Säulchen, 3 Piquödeckcn 2 Dyd Handtücher, 6 Stück Tischtücher, 1 Dtzd Betttücher. Gietzen, den 17. Sept. 1881 Vuhner, 6186) Gerichtsvollzieher. Die zum Rachlah der Frau ReaierungS- ra h Vietfch gehörigen Möbel, Btttwerk, Geistzeug ic, sollen in der Wohnung der Yerfiorbencn, RadrungSberg, Dienstag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, önmtlich meistbietend versteigen weiden. 4- a: Muller, 6167) OttSgerichtsmann. Feilgcbotenes. Die berühmten Pfälzer Kur- & unfrltraubrn, Dstrsiche und neue Wallnüsse empfiehlt C. G. «leinbenn, 6187)___________Seltersweg g. 21. Äti verkaufen» Eine Horraithe in der 9tähe des Selters- Tbors, welche sich zu einer Frucht- und Mehlhandlung, sowie Liaueur - Geschäft eignet, ist unter sehr günstigen Bedingungen rillig zu verkaufen. „ _ Nah. Auskunft erlheilt (6182 __3. Blitz. Etninachesstg soriüglicher Qualität empfiehlt 4940) S. Elsotter, Marktstraße. tz. von Gimborn's schreib' und (fopir-Iinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Eopien. Lager in den div. Sotten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssigem Leim k. befinden sich bei den.dekanntenLckrreidmaterialien- Handlnogen.__(16Q Säckc! 6067) Georg Grieb, Schloßgasie. SCILLITIN-LATWERGE von (6174 B. A. Otto. Seit Jahren vorzüglich bewährtes, für Aautztbiere ungefährliches Mittel zur Vertilgung von Haffen u. Meinten. Giftschein NICHT erforderlich. Preis per Dose 1 x Depot in (Siegen in der Hirsch Apotheke. 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Diese ihre klare und bestimmte Haltuna bat der „Frankfurter Prefle" in den Kreisen unserer fteisinmgen Abgeordneten uni Politiker von Rang und Einfluß viel Freunde erworben. Namentlich in Baden, Bayern, Heften und Württemberg zählt die „Frankfurter Prefte" maßgebende Patteiführer liberaler Richtung zu ihren Mitarbeitern Dem Handelstheil wird tortab mehr alS seither ganz besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Treiraal täglich erscheinend ist die „Frtmkfutter Prefte" in der Lage den Lesern, den auswärtigen insbesondere, alle wichttgen Nachrichten ungesäumt zu vermitteln. (?itt eigener Telegraphendraht zwischen Berlin und Frankrun macht es ihr möglich, alle Mittheilungen aus der Rcichshauptstadt, vollstanvige Berichte über die Sitzungen deS Reichstags und Landtag» gleichzeittg mit den Berliner Blättern zu bringen- Die „Krankfutter Prefte"' strebt aber in der Hauptsache danach, die inicrriranlcllc Zeitung Deutschlands zu sein, und die bewährtesten Kräfte stehen ihr darin zur Seite, steine andere Zeitung widmet dem Feuilleton so viel Raum und so viel Aufmerksamkeit, wie die „Frankfutter Prefte", welche täglich mehrere Feuilletons, als epecialität bie kleinen, rasch populär gewordenen Stuften über Gesellschaft und Leben und spannende Novellen, Erzählunaen und allwöchentlich etne besondere Lchochzeitung bringt. Im Ottober beginnt Der Abdruck eines neuen Romans, „Die Straßenprin;esfin" der, glänzend in der Form, originell und spannend tm Inhalt, vollauf geeignet ist, besonderes Aussehen zu erregen. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und unsere AgenMren zudem Preise vor Mk. 6.23 pro Vierteljahr entgegen. Neu eintretende Abonnenten erhalten die bis Ende dieses Monats ettcheinenden Nummern gegen Einsendung der Bestell-Quittung von h-er aus gratis und fraeco zugesandt. Frankfurt a M., tm S-:vtember 1881. __________Die Administration der Frankfurter Presie und Handelszeitung. 6113) Mein Geschäft befindet fich von beute an im Hause des Herrn A. K. Worms, Seltersweg 184, neben Herrn Kaufmann E. Fifchbach, was ich mich beehre, hiermit ergebens an;u;eigen. ______________C\ Ii. Gail, Hutmacher. ®"tn Lehrling Fackheu I sucht die Eisenwaaren - Handlung von kaufen Aauffrnanu b» Eo., Rrockhans Lonoersalioiis-Lexikon I! erscheint in neuer 13. AuNlize in 240 Heften ä 50 pfz. mit Abbildungen und Karten auf 400 Tafeln und im Texte. Die unterzeichnete Buchhandlung empfing soeben das erste Heft und I nimmt Unterzeichnungen an. (6172 Gießen. JFr. E. EeBmenfeld. Hessische Korgenfeituitg. 23. Jahrgang. Das in erfreulichem und stetigen Aufschwünge befindliche angesehenste politische Organ des ehemaligen Kurstaates, seit dem 1. Januar 1880 erheblich vergrößert, bespricht in nationaler und liberaler Tendenz in Leitartikeln und in einer übersichtlichen Tagesschau alle hervorragenden Ereignisse deS In- und Auslandes auf den Gebieten der Politik, der Volks- wirthschaft und des Handels. Die Hessische Morgenzeitung, das einzig hessische Blatt, welches täglich zweimal erscheint, ist dadurch im Stande, die neuesten Nachrichten früher mitzutheilen, als die im Bereiche ihres Leserkreises erscheinenden Concurrenzblätter. Ganz besondere Bedeutung wird den Vorgängen in Hessen und Waldeck beigelegt, in ihr spiegelt sich am Getreuesten die provinzielle Entwickelung wieder. Der feuilletonistische Stoff findet die größte Beachtung, die Novellen und Erzählungen des Blattes stammen aus der Feder hervorragender Autoren, die Erzeugnisse der Kunst und Literatur werden in durchaus unabhängiger kritischer Weise beleuchtet. Mit der Sonntagsnummer wird den Abonnenten ein besonderes, illustrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. In Anbetracht des ILmaligen Erscheinens in der Woche ist die Hessische Morgenzeitung nicht allein das größte und inhaltretchste, sondern auch das billigste Blatt des Regierungsbezirks. Der Abonnementspreis beträgt nur 3 Jü 75 $ pro Quartal. Die fortwährend steigende Verbreitung und die gute Aufnahme des im 23. Jahrgang stehenden Blattes in den besser situirten Kreisen der Einwohnerschaft in Stadt und Land, sichern den der Hessischen Morgenzeitung zugewiesenen Anzeigen den besten Erfolg. — Die Einrückungsgebühr beträgt 20 H für die gespaltene Petitzeile. Eaffel, int September 1881. Uerlag und Redactton der Hessischen Morgenreitung. Frankfurter Journal. 6116) Abonnements'Bestellungen sowie Jr.sertions Aufträge werden von der unterzeichneten Agentur gerne entgegen genommen. Der Abonnements« Preis pro Quartal beträgt ins Haus geliefert incl. Träger lohn 6.75, bet mir abgeholt nur .... „ 5.50. Das Blatt wird in promptester Weise geliefert und zwar das Abendblatt schon Abends zwischen 7—8 Uhr, die beiden Morgenblätter zwischen 8—9 Uhr Morgens. Außerdem erhalten die Agentur-Abonnenten als Gratisbeilage das Witzblatt „Schalk" geliefert. Neu etntretende Abonnenten erhalten das Journal bis Ende dieses Monats gratis. Hochachtungsvoll Georg Petri, Zelterswkg, Agentur des Frankfurter Journals. 6190) Eine Mappe nut Journalen ist verloren gegangen. Abzugeben bei Frau Professor Eckhard. 6170) Ein gewandter Bursche auf der Pulvermühle" gesucht. fffllll™ JUnstrirte Wochenschrift ersten Hanges. In V/2 Jahren 38000 Abonnenten erreicht! Jeder bis Ende 1881 noch eintretende Abonnent erhält gratis nach Vereinbarung der Verlagshandlung mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger »AuS Sturm und Noth". Selbstschriften - Album des deutschen Reiches. Preis 5 JL. Enthaltend circa 300 Autographen und Zeichnungen hervorragender lebender deutscher Männer und Frauen, sowie Oesterreichs und der Schweiz Herausgeaeben im Auftrag und zum Besten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger von der Verlagshandlung des Deutschen Familienblatts. Neue Romane und Novellen. Zwischen zwei Todsünden. Von Lcvin Schücking. — HerodtaS. Von E Vely. — Zttta Roman aus dem Schwarzwalde. Von Baring Gould (Verfasser der „Mebalah"). — Eine Prise. Von Albert Lindner. — «in Traum. Von W. Jensen. — Nach Jahr und Tag. Von Konrad Telman. — Ferner neue Erzählungen von Ernst Wichert, K. A. Becker, Theodor Fontane, Emil Marriot. L- v. Francois, M. v. Ebner - Eschenbach, C. v. Vinceti, Ferdinand Groß, Veit Ried und Anderen. , ilt 1 Oder in lltägigen Heften Preis viertestahrllch nur Luv, zu 30 H. Am 1 Oktober beginnt ein neuer Jahrgang der Heftausgabe. Eine Probe-9kummer oder -Heft ist durch alle Buchhandlungen, sowie auch direkt von der Verlagshandlung I. H. «chorer in Berlin, W., Lützowstraße 6, gratis zu beziehen. Man nbonnirt in allen DuchHandlungen und Postämtern. Zur gefl. Beachtung. Meinen geehrten hiesigen und auswärtigen Kunden hiermit die ergebene Nachricht, daß wegen hoher Feiertage mein Geschäft von nächsten Freitag Abend bis Sonntag Abend geschlossen bleibt. 6146) J. M. Schulhof. Todes-Anzeige. 6185) Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von dem heute Nacht 12 Uhr nach 34jährtgem schweren Leiden erfolgten sanften Ableben unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers Philipp Enders im Alter von 37 Jahren. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Reiskirchen, den 22. September 1881. Die Beerdigung findet Samstag den 24. September, Nachmittags 1 Uhr, statt. Vermiethungcn. 6171) Ein möblirtes Stübchen zu vermiet h e n. L» Friebel, Sandgasse. 6173) Ein neuer Laden mit Wohnung von 3 Zimmern und Küche. W Ferbev, Buchhändler, Kirchenplatz. 6180) Der 2. Stock Ludwigsplatz 169 B-, bestehend aus 3 Zimmern und Zubehör, per 1. November zu vermitthen. \ 6179) Ein möbl. Zimmer mit Cabinet : zu vermiethen. Neustadt^D- 1451/2- i ÄJ»in schönes Familienlogi's zu ver- i ^^miethen. Karl Tchwaab, ! 618L Seltersweg 11. ■ ~~5938) Zwei größere Logis auf dem Neuen-Weg sind ganz oder auch jedes ge- ! trennt zu vermiethen und sofort zu beziehen, i Zu erfragen bei Ludw. Orlh, Photo- i graph, Neue-Bäue. i 6183) Zwei ineinandergrhende möblute \ Zimmer zu vermiethen. ____I. A. Busch Söhne. 61f*9j Ein möbl. Zimmer zu vcrmlethen ! bei Karl Heil, Schloßgasse. | 5105) Eine Familienwohnung im 1.Stock i zu vermiethen. A. Rüstng, Bahnhof. 5955) EmeFamilienwohnung (5 Zimmer mit Zubehör) zu vermiethen. Lindengasse 229. 5847) Ein Fanulienlogis, 5 Zimmer, Küche, Keller re, bis Anfangs Oktober beziehbar. Balth. Strauch. 5840) Ein kleines Logis tm Nebenhaus, sowie ein solches im Vorderbaus zu ver- miethen.________I. Gg. Unverzagt. 5242) Frankfurterstraße E. 30 ist cme Wohnung, 6 Zimmer, Küche re. im zweiten Stock, zu vcrmietben und 1. Oktober zu beziehen. Nie-, Ober-Güterinspector. 5122) Eine schöne Familienwohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen bei ___________Ehr. Lony, Bierbrauerei. 6072) Eine Stube, Küche und Zubehör zu vermiethen bei I Warner. Maigasse. 6135) Eine Mansardenwohnung zu ver- miethen bei Karl Herbert, Nahrungsb. 6168) Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Neue Baue B. 79. 6u7u) Ein trockener geräumiger Lagerraum, auf Wunsch mit Boden, ist zu ver- miethen. Näh, bei der Exped. ds. Bl. 5896) Cnn grosser, neu her- gericbteter Enden nebst Eomptoir und Lagerräumen im Dofflein'schen Hause, Walltborstrasse, per 1. Okt. zu vermiethen. Näh. zu erfragen bei Leder- händler Ohler.__ 6037) Eine Werkstatt zu vermiethen. Flügelsgasse A. 87. Vermischte Anzeigen. 5907) Pension, gut und billig, für Scküler oder Schülerinnen Gießener Lehranstalten. Gütige Auskunft ertheilt Herr Districtseinnebmer Platz, Seltersthor. 6132) Ein tüchtiges Dienstmädchen gesucht. Näh. Seltersweg 190. 6184) Eine Köchin, welche auch Hausarbeit mit versieht, wünscht Stellung biS Michaeli. Näh. Neue-Bäue 82, Hinterhaus. Verloren (617S zwischen Münzenberg und Gießen ein Operngucker von Elfenbein. Gegen lohnung abzugeben in der Exped. ds. Bl. | Lin Kindermädchen, welches schon gedient bat, wird zu sofort gesucht. Neue-Bäue B. 885,10, 1 Tr. hoch 6009) Für ein junges Mädchen auS guter Familie wird ein Unterkommen gesucht zur Stütze der Hausfrau, am liebsten auf einem Gut. Salair wird nicht be ansprucht. Näheres bei Bürstenmacher Winter, Walltborstraßc. Beachtenswerth? Epilepsie, Krampf- und Nerveuleidende, alle welche sich für diese Krankheiten interesfiren, und sichere Hülfe suchen, mögen sich vertrauensvoll die Broschüre des ■>«•. Boa«* Npeclaliwt. für Krampf- und Nervenleiden, verschaffen. Gratis und franko zu beziehen nur durch Herrn (6177 Parlaghy, München, 29 Bayerstraße. Ein durchaus erfahrener Branntweinbrenner wird zum 15. Oktober gesucht. Bon wem? sagt die Expedition ds. Blattes._____(6112 Theater in fließen. (Cafe Celli.) Nur noch 3 Vorstellungen. Freitag den 23. September. Auf vielseitiges Verlangen: Flotte Bursche. Komische Operettetn 1 Aufzug von I.Braun. Musik von Kapellmstr. Franz v. Supps- Vorher geht: Zum ersten Male: Novhfit XovltÄt Blindekuh. Lustspiel in 3 Akten von Kneisel. Sonntag den 25. September. Auf Verlangen: (6163 Nachmittags 4 Uhr. Kinder'Vorstellung. Sneewittchen und die 7Zwerge. Eine Eomödie für Kinder von Görner. Montag den 26. September unwiderruflich Ietzte Vorstellung. "6114) Ein anständiger Arbeiter kann Lchlasstelle erhallen. Neustadt T-. 93. übl'schen Druckerei (Fr. Cbfi. Pietsch) in Gießen. nur««- Brtnsielid Sr-ßhirjozlich ton« die Silminiß z Gießen, am Darmstadt, 2 o die Gloßherzoglicher !te Gtoßherzogthurns | d Herchenharn im De üuö zündeten Blihstra an Löschen nicht zu de uS die noch neue £)r !r Kirche vmde tr. t Mert, daß t*fd ^deshauses ersotgen BrardvelßcherungL fc|hn nicht hin. und: k» uhd Eichei'.hausen ^'Sk'öbergs gelegen, £ der Gloßherzog ^rhrncollikle in allen Bit ? * Am * nach tottyr k^hkLen zu kjjtr. $ kkangelifchrn Decanat Wl Schotten einzusei Wen". Berlin, ™n graflen: a. ® tinhi.fi unb Speifc J tun ,r §))| *otmntnei "n'chGm,nl|( M, Hot sich -S^en, ibt ÄL-L 1 >'>!< ■* i>tiÄ ? S°»°h S?* i? hbie 3 unU’’“"1 e»n unb bei«t(g