Ffpvb b. 31. dia. muar, Ihof't. ibdien für die r. 16 enthält iman von Iheo- (Zorlsehuno.) milden Mytho- gge. Von Ras- otra. 6me Ka- Jpartnei'. ^oN- ©Dttlieb Ptann.- ElnilFwminl tlämitbSfitibtn iniel durch btn w - *® un? Zu bcin L DM - trei - Rechts- id)e Fortschritte. BeilaM- t> 5 Uhr m Hübe: Die W ^!gcn;dlatile|cr. djen Gebiete- - ifen. Mit «i£ e©eif: Von acht schau in MM Ln aus volud- fine; t'»»' ßttt L c 3 5 s f *SftS W M flirt'' ß» Nr. 1». Sonntag den 23 Januar 1881 Kießmer Wr;eiger Aiiikizk- unh Amtsblatt für ht« Kreis Gieße«. 7 evactionsbureau r Expeditionöburcan: j Schulstraße B. 18. E^schcmt täßlid; mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Yringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. , ^o^er-ogltcheS Ministerium de- Innern und der Justiz hat die Genehmigung zur Veranstaltung von Verlobungen ertheilt, welche mit den dies- jKhngeu FrübjahrS- und Herbst-Pferdemärkten irr Friedberg (1. März und 25. October) verbunden werden sollen und den Vertrieb der Loose in Hessen gestattet. 1 Gießen, am 20. Januar 1881. Großherzogliches KretSamt Gießen. _ Dr. Boekmann. ___________________________________________________ Bekanntmachung. f Geflügelzucht - Verein in Worm- ist von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz die Erlaubniß zur Vornahme einer im « flAAAnt ' Ausstellung zu verbindenden Verloosung und der Vertrieb der Loose in Heffen unter den Bedingungen ertheilt worden, daß höchsten- 8000 Loose A 40 ausgegeben und mindestens 60% des Brutto-ErlöseS hieraus zum Ankäufe der Gewinogegenstände verwendet werden. Gießen, am 20. Januar 1881. Großherzogliches KreiSamt Gießen. ______________________________ ____________________ Dr. Boekmann._________________ Gefundene Oegeuft ander m c 2 Schleier, 1 Buch, 1 wollenes Tuch, 1 Tischtuch, 1 Paar Handschuhe, 1 Sissporn, mehrere Schlüssel. Die Gegenstände sind auf der Polizeiwache (Weidengaffe 93) aufbewahrt. Otefcen, den 21. Januar 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. _____________ Fresenius. Feutschlaud. Darmstadt, 19. Januar. Die Frau Prinzessin Carl, Mutter des Grohhirzog-, lst am vorigen Freitag in Folge einer heftigen Erkältung an Schwtndelanfällen erkrankt, wobei sich Sehstörungen geltend machten. Nach den gestern und heute von btn behandelnden Äerzten auSgegebenen Bulletins ist zwar in dem Allgemeinbefinden der Frau Prtnzesfin einige Befferung ein- getreten, jedoch dauern die Sehstörungen noch fort. — Die gestern Abe. d tm festlich geschmückten Saalbau zur Erinnerung an die vor zehn Jahren zu Ver- satlleS erfolgte Kaiserproclamation veianstaltete Feier war aus allen Kreisen der Sinwohntrschaft sehr zahlreich beucht und nahm den sckönstin Verlauf. Die Rnhe der Toaste eröffnete Rrchtsatwalt Osann mit einem reiche historische Rückblicke enthaltenden Trtnkspruch auf den Kaffer, der bezeisteiten Anklang sand. Ihm folgte der von Buchhändler Berasträßer ausgebrachte Toast auf den Großherzog, den Führer der hessischen Division im Kriege 1870/71 und sodann weitere Reden und Hochrufe auf die deutsche Armee, die deutschen Brüder tm ÄuSlande, die deutschen Frauen, die deutsche Jugend u. s. w. Den musikalischen Theil des Feste- besorgte die Cavrlle Adam und die Turnfing- Mannschaft in trefft chster Weise. Berlin, 19. Jan. Im Abgeordnetenhause wird man sich von Montag cb ausschließlich mit den finanziellen Angelegenheilen beschäft gen. Gestern Abend und heute Vormittag hat die Budgetcommisston ausschließlich über den Steuererlaß berathen und heute den Antrag der Conservativen mit 18 gegen 4 Stimmen angenommen; die National-Liberalen und die Freiconseroativen stimmten dagegen. Der Ausgang dieser wichtigen Angelegenheit für das Plenum ist damit entschieden. Die Regierung ab.r hat sich dahin schlüssig gemacht, auch ihrerseits dem Anträge zuzustimmen, wenn er die Mehr- heil des Hauses findet. In der Budgetcommission zerstreute der Finanzminister die Bedenken derjenigen, welche fürchteten, daß ein dauernder Steuererlaß durch die Verwendung zu überweisender ReichSeinr ahmen gedeckt werden soll. Der Minister erklärte ganz bestimmt, daß der Steuererlaß mit den Reichsangelegenheiten , welche noch sestzuftellen seien, in keiner Weise etwas zu thun habe, daß er vielmehr lediglich durch M ßnahn en der preußischen Verwaltung, md zwar hauptsächlich durch die Steuerreform, welche angebahnt sei, für die Zukunft ermöglicht werden feile. — Bei dem gestrigen Erscheinen des Fürsten Bismarck tm Landtage, wo er lange nicht erblickt worden, ist sein gesundes und kräftiges Aussehen allgemein mit Vergnüg.n bemerkt worden. Er äußerte gegen Herrn v. Bennigsen, er sei zu den Verhandlungen gekommen, weil sie in sein Reffort fielen (Schlachthäuser). Jndeffen war das wohl nicht besonders ernst gemeint. Man streitet sich noch immer, warum gerade jetzt die Actenstücke veröffentlicht würden, aus denen hervorgehen soll, daß der Reichskanzler ohne Schuld sei an dem Rücktritte der Minister Delbrück und Camphausen. Jedenfalls soll Fürst Bismarck in Schutz genommen werden gegen Vorwürfe, die ihm von liberaler Seite gemacht worden find, und man will hieraus und auS anderen Anzeichen schließen, daß er es am liebsten sehen würde, wenn die national- liberale Partei, die jetzt ihren linken, dem Fortschritt nshrstehende'i Flügel verloren hat, die Regierung unterstützte. Die Unterstützung des Cn^trums ist augenblicklich nicht zu haben, so leid es manchem Conservativen thut; denn die Regierung ist genöthigt, den Windthorstffchen Antrag unbedingt abzulehnen. Die preußische Preffe spricht sich mit seltener Einmüthigkeit gegen einen Antrag auS, wodurch die Falsche Gesetzgebung unheilbar durchlöchert würde. Die hmtige ^Prov.'Corresp." wendet sich mit wohlthuender Enlschtedenheir gegen btn Antrag und betont, daß es zunächst Lache der Kirche und nicht deS EtaateS wäre, den kirchlichen Nothstände« abzuhelfen. — U.ber die geschäftliche Behandlung deS Gesetzentwurfs, betreffend die Unfallversicherung, thrilt die ,Nordd. Allg. Ztg." mit, daß der Entwurf zunächst, und zwar t.och heute, den BundeSrath beschäftigen werde. Voraussichtlich werde beschloffen werden, den Entwurf den einzelnen Bundesregierungen zur Aeußerung zugehen zu lasten. Auf diese Weise wird dann auch der als Präfidtalantrag eingegangene Entwurf an die preußische StaatSregierung gelangen, welche vor Abgabe ihres Votums den preußischen Volkswirthschafts- rath hören wird. Auf diese Weise bringt man also die Reichsgesetzentwürfe vor den preußischen Volkswirthschaftsrath. — Nach der jüngst erschienenen Rangliste deS Heeres beträgt die Zahl der katholischen Militär-Geistltchen überhaupt 35, wovon zwei in Berlin. Die Zahl der Officire bat um 5d9 zuget ommen, doch wird fich in Folge der Neubildung von Regimentern u. s. w. doch ein Mangel an Subaltern- Officteren kundgeben. Der auS der Central-Eadettenanstalt und auch sonst kommende Zuwach.i ist aber nicht geeignet, vorerst die Lücken auszufüllen. Der Abgang der Officiere beziffere fich im vorigen Jahre auf 1321. Es liegt in den Verhältnissen, daß die Mehrzahl der Osficiere es nur bis zur ersten Stufe deS Stabsofficiers bringt. Berlin, 21. Januar. Der Bundesrath nahm in erster Lesung die Gesetze über die Erh-bung von RetchSstempel-Abgaben und über die Brausteuer an. — Nach der „Nordd. Allg. Z'g " ist es nicht zutreffend, daß die neuliche Publwation Bismarck'icher Bliese an die Adreffe des Finanzministers gerichtet gewesen sei; die secesstonisttschen Entstellungen deS Verhältniffes zwischen dem Reichskanzler und Finanzminister hätten Anlaß zu jener Publication gegeben. — Die „Kreuz-Ztg." meint, daß der Rücktritt Bitter's in Folge der Durchführung der Steuerreform erfolgen werde; in den jüngsten Publikationen liege ein sehr deutlicher Wink für Bitter. — Nach der „Kreuz-Ztg." soll ein Volkswirthschaftsrath für daS deutsche Reich in^s Leben gerufen werden. — Der Kaiser unternahm Nachmittag- 1 Uhr in geschloffenem Wagen seine erste Ausfahrt. — Der Statthalter v. Manteuffel trifft morgen hier von Straßburg ein. — Der von Petersburg eingetroffene Großfürst NicolauS machte Vormittags dem Kaiser und der Kaiserin, sowie dem kronprinzlichen Paare einen Besuch und reiste Mittags bann nach Paris weiter. — Der Krsfirer Janber wurde heute wegen Unterschlagung von 190,000 JC. zu 4% Jahr Gesängniß verurtheilt. Kiel, 21. Januar. Die Posten au6 Dänemark, Norwegen, Schweden unb Norbschleswig find auch heute auSgeblieben. Die Etsenbahnstrecke Ploen- Preetz ist unfahrbar. Dänemark. Kopenhagen, 21. Januar. Seit Mittwoch Abend ist keine deutsche Post hier m gekommen. Auch seewärts ist seit gestern der Verkehr ganz geschloffen. Irankreich. Pari-, 19. Januar. Wertere Nachrichten auS der Provinz bestätigen, daß die R publikaner selbst in den Departement-, welche bi-her für de unbezwingbaren Burgen der Reaction g.lten, bedeutende Fortschritte gemacht haben. Die Bonapartisten verloien in den Departements an ber spanischen Grenze und am Ailantischen Ocean, wo sie bisher noch die Herren waren, eine große Anzahl von Gemeinderäthen. Die Socialisten find überall geschlagen; nur in Saint Etienne, das fast ganz von Arbeitern bewohnt ist, siegten sie mit Hülse der Klerikalen, br chten es aber nur auf eine geringe Mehrheit. — Dem ehemaligen Minister, Senator Teiffererce de Bort, sind in einem Wirthshause in Saint Etienne 250,000 Frcs. gestohlen wordem_^1r_^L. aus einen Tisch seine- Zimmers gelegt hatte. Glücklicherweise waren es grüß' > tenthetls Werlhpaptere, die aus leinen Namen lauteren. England. London, 19. Januar. London ist durch ungeheuren Schneefall seit gestern von der Außenwelt nahezu ab^eschnitten. Telegraphie und Postendienst mit Festland und P ovinzen sind gestört; der Verkehr in den Straßen ist schwierig. Dover, Portsmouth und andere Häfen waren wegen Sturmes gestern unerreichbar. Die Springfluth der Tyemse überschwemmt überdies mehrere Quartiere, wobei sie gewaltigen Schaden anrichtete. London, 21. Januar. Das „Reuterssche Bureau" meldet aus Buenos- Ayres: Die chilenische Armee griff vor der Einnahme Limas die Peruaner bei Miloflores an. Präsident Pierola rettete sich durch die Flucht; deffen Bruder und der peruanische KttegSrntntster wurden gefangen. Die Zahl der an der Schlacht betheiligten Peruaner betrug 25 000, obschon dieselben in der Schlacht bei Chorillos bereits 700 Todte und 2000 Gefangene verloren haben sollen. Die Chilenen haben ebenfalls große Verluste erlitten. Die Chilenen besetzten daraus ohne ein neue- Gefecht Lima am 17. Januar. Das Diplo- maten-Corps in Lima bemüht sich um Abschluß eines Waffenstillstandes und verlangt die Respecttrung deS Präsidenten Pierola. Belgien. Brüssel, 18. Januar. Die Deputirtenkammer hat heute ihre zu Weih- I nachten ausgesetzten Berathungeu wieder ausgenommen; deS schlechten Wetters wegen waren aber nur etwa 40 Mitglieder erschienen. Der Schneesturm hatte die Eisenbahnlinien unwegsam gemacht, zwischen Mecheln und Weerde war ein Zug entgleist, desgleichen einer diesseits Charleroi. Auch von Lüttich her war nicht durchzukommen; nur von Verniers fehlte Niemand. In hiesiger Stadt steht es heute sehr wüst aus, der eistge Wind jagt den Schnee durch die Straßen, nur wenige Menschen wagen sich aus den Häusern. Der 63jäh- rige Oberleiter des stenographischen Bureaus. Deliöge, stürzte, als er sich eben zur Kammersttzung begeben wollte, vor dem Auswärtigen Amt zur Erde und blieb auf der Stelle tobt. So begann denn die Sitzung bei sehr gedrückter Stimmung. Die Vertreter Namurs, Waffetges und Tournays stellten an den Minister der öffentlichen Arbeiten die dringliche Frage, was die Regierung zur Abwehr der durch die großen Ströme, insbesondere durch die Maas, ver- ursachten Waffersnoth zu thun gedenke. Sainctelette bemerkte, ausnahmsweise sei die Witterung dieses Winters so schlecht, wie sie seit 50 Jahren nicht gewesen, die dadurch entstandene große Roth habe aber auch die Regierung schon veranlaßt, Maßregeln zu treffen, welche verhüten könnten, daß die Ströme wieder solche Verwüstungen anrichten. Hierauf beschloß die Kammer, sich auf eine Woche, bis zum nächsten Dienstag zu vertagen. — Für die Ueber- schwemmten find bereits 51,000 Frcs. gesammelt worden. — Der Erzherzog Rudolf von Oesterreich ist hier bei Hofe zum Besuche eingetroffen. (K. Ztg.) Rußland. Petersburg, 19. Januar. In Rußland lenkten in der verfloffenen Woche namentlich die Kämpfe des Generals Skobelew bei Geok Tepe die allgemeinste Aufmerksamkeit aus fich. Nachdem stch der General zur förmlichen Belagerung des festen Platzes entschlossen und bereits drei Parallelen ausge- hoben hatte, haben die Turkmenen zweimal mit aller Macht Ausfälle unternommen, bet denen es ihnen, allerdings nur zeitweise, gelang, sich in den Besitz der russischen Werke zu setzen. Der überlegenen Kriegskunst der Russen mußten sie schließlich immer wieder weichen, jedoch nicht, ohne den Russen empfindliche Verluste zugefügt zu haben. General Skobelew berechnet die Zahl der Tobten und Verwundeten in beiden Gefechten auf über 350 Mann, doch scheint diese geringe Zahl bei der großen Heftigkeit und der langen Dauer der Kämpfe der Wirklichkeit unmöglich entsprechen zu können. Der Hauptsturm auf die Festung wird täglich erwartet. — In Kiew ist abermals eine nihilistische Druckerei aufgehoben worden. Der „Regierungsbote" veröffentlicht einen allerhöchsten Ukas, nach welchem durch Zahlung der Reichsrentei an die Rrichsbank die Bestreitung der Ausgaben aus 400 Millionen Rubel zu vermindern sind. Die übrig bleibende Schuldsumme ist mit 50 Millionen jährlich zu tilgen. Die in den Kassen befindlichen Creditbillets find dem entsprechend zu vernichten. Der , Regierungsbote" veröffentlicht ferner das Reichsbudget für 1881 ; dasselbe gleicht stch in Ausgaben und Einnahmen mit 717,461,609 Rubel aus. Montenegro. Cattaro, 21. Januar. In verflossener Nacht schlug der Blitz in ein montenegrinisches Pulvermagazin zu Antioari. Mehrere Häuser wurden -er- kümmert, 20 Menschen kamen um. Amerika. 17. Januar. In New-Mexico wurde eine Postkutsche von 40 Indianern angegriffen. Die Leichen des Kutschers und vier der Passagiere, dreier Männer und einer Frau, wurden in verstümmeltem und halb verbranntem Zustande aufgefunden. Zur Verfolgung der Uebelthäter wurden Truppen ausgesandt. — Die Bergstadt Alta Utah ist durch Lawinen fast gänzlich zerstört worden; es sollen dabei 10 Personen umgekommen fe‘n. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. b-rresvondenz-Bureau. London, 21. Jan., früh. Das Unterhaus hat die Adrisse in erster und zweiter Lesung ohne Abstimmung angenommen. Paris, 21. Jan. Btt dem Banket der Svndicatskammer der Wein- Händler hielt Gambetta eine Rede, deren Hauptpnfsus hier folgt: Frankreich wolle eine rationelle und fortschrittliche Wesse der Politik trotz des Lärmens derjenigen, welche unwillig seien, daß man stch weigere, ihnen zu folgen. Wir werden eine Demokratie begründen, welche ebenso ergiebig und mächtig als irgend eine Dynastie ist. Die Demokratie ließ seit dem 4. September 1870 durch Thaten erkennen, daß ste nicht mehr anarchistisch und unfruchtbar sein wolle. Gambetta glaubt, das Jahr werde in größter Ruhe verlaufen. Paris, 21. Jan., Abends. Deputirtenkammer. Gambetta dankt für seine Wiedererwählung zum Präsidenten und erklärt: die Kammer werde stch nicht vertagen, ohne die Presse zu emanctpiren und das Versammlungsrecht zu sanctioniren. Die Kammer vollende ihre Aufgabe inmitten tiefen Friedens, welcher durch keinerlei Abenteuer bedroht und durch den Geist der republikaNischen Regierung selbst garantirt sei. Nach Vollendung ihres Werkes werde die Kammer mit Vertrauen stch vor dem allgemeinen Stimmrechte präsentirerr können. Lokales. Gießen, 22. Januar. (Sitzung der Stadtverordneten vom 20. ds. Mts.j Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Heß; von Setten der Stadtverordneten die Herren: Batst, Hanstetn, Homberger, Hoch, Kauf, Lüde- ktng, Ad. Noll, Äug. Noll, Petri, Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Vogt und Wortmann. — Von Seiten Großh. Polizeiverwaltung ist der Entwurf eines Reglements eingegangen, welcher das Gewerbe derjenigen Personen betrifft, welche auf öffentlichen Straßen und Plätzen ihre Dienste anbteten. Dieser Entwurf ist ipcctell für diejenigen Personen ausgrarbeiter, welche während des Winters auf dcn Schlittschuhbahncn tbätig sind. Hiernach sind zum An- und Abschnallen von Schlittschuhen, Kebren und sonstigen Dienst« leistungen nur solche Personen zulässig, weiche die erforderliche Conc.ffion hierzu Haden. Die Taxen für derartige Verrichtungen betragen: für das An- und Abjchnallen von Schlittschuhe« 5 pro Peison, für Bahnkehren 3 bei Scknee 5 H für jeden Schlitten 1" Kinder unter 14 Jahreu bezahlen nichts. Dieses Reglement wurde genehmigt mit dem Zusätze, baß diejenigen Personen, die ohne Schlittschuhe das Eis betreten, von jeder Zahlung befreit sein sollen. — Das Resultat der von Herrn Prof. Dr. Lau bcnhetmc r vorgenommcnen Untersuchung des TrinkwafferS auS der Trinkwafferleitung wurde bekannt gegeben und hat sich ergeben, daß das Waffer zum Trinken durchaus geeignet ist. — Ein Gesuch in Betreff der Erhebung des Octrois von Branntwein wurde an die Finanzdcputation verwiesen. — Zur Anschaffung zweier Rodemaschinen für die städtischen Waldungen wu.de Genehmigung er» theilt. — Der Bedarf an Holz und Braunkohlen für die städtischen Schulen und die Handwerkerschule wird genehmigt. — Die Rechnung vom Jahre 1879 tojxb der Finanz-Deputation überwiesen. — Rach dem Voranschläge der evangelischen Kirche für 1881/82 hat die Stabt den Betrag von X 12.500 zu leisten, worunter die auf X 7800 veranschlagten Kosten des inneren Umbaues der Stadtkirche einbegriffen sind. Der Voranschlag wird der Finanz- und Baudeputation übeiwiesen. — Der Voranschlag der Armenkaffe pro 1881'82 beträgt 41601 X gegen 32042 X 44 im vergangenen Jahre. Die Mehrausgabe findet ihren Grund in der % jährigen Etatsperiode, nach welcher auch der Voranschlag für die evangelische Kirche bcmeffen ist. — Der Voranschlag für die städtischen Schulen über die sachlichen Be- dürfniffe mit 1840 X wird genehmigt. — ' Nach erstatteter Anzeige Großh. Polizeiverwaltung hat W. Dietrich eine s. Z. gelegentlich des Baues des Justtzgebäudes von dem Fleisch: waarenhändler Textor benutzte Hütte, die nach Beendigung des Baues des Justzgebäudes in einem Garten auf dem Nahrungsberg aufgestellt wurde, von idem Schneidermeister Loth käuflich erworben und wohnlich eingerichtet, auch mit Feuerungsanlage versehen. Da dieses nach den bestehenden Gesetzen nicht zulässig ist, schließt sich die Stadtverordneten - Versammlung dem Anträge Großh. Polizeiverwaltung auf Entfernung resp Nichtgenehmigung einer Feuerungs- Anlage an. — Dem Gesuch des Fuhrmann L u dw Pfaff um Erlaubntß zur Anlage einer Einfriedigung wird Genehmigung ertheilt. desgleichen demjenigen des Photographen Woo ve um Erlaubntß zur Erbaung tinel Wohnhauses mit Stallungen mit dem Vorbehalt, daß die Stadt keinerlei Verbindlichkeit bezüglich der S'raße und deren Beleuchtung übernimmt und demjenigen des Casp. Svies, Erbauung eine- Hintergebäudes betreffend. - Auf das Gesuch des G g. Conr S t m o n, den städtischen Bauplan bett., wobei es sich auch um die Erhaltung von Verbindungswegen von der über die P ip'scke Schanze führenden «Straße nach den Grundstücken des Gesuchstellcrs handelt, beschließt die Versammlung Beitritt zu dem Beschlusie der Baubeputation, vorerst auf das Gesuch nickt einzugehen. — Dem Gesuche des Peter König um Pflasterung des Trottoirs vor feinem Hause wird entsprochen. — DaS Gesuch von Bewohnern der Frankfurter Straße um Verbeffernng des Straßeubauquets von der Veterinäranstalt an bis an die letzten Häuser wird abgelehnt, für Die Verbesserung deS Erdkauterweges 525 X bewilligt. — Dem Gesuche mehrerer Bewohner der Asterwegstraße um Herstellung dieser Sttatzc bis au die Steiustratze, Aufstelleu von Laternen rc. tritt die Versammlung dem befürwortenden Vorschlag bei daß die Cbaussirunq der Fadrbabn bzS verlängerten Asterweqes ausgefüh'.t werde. — Die Kosten für Herstellung der Pumpe im Rathhauskeller, für Reparaturen an der Turnhalle, sowie die Decretur verschiedener Kostenrechnungen werden genehmigt und schließlich dem Gesuche der Gioßy. Handelskammer entsprechend derselben ein Zimmer im Bürgermeistereigebäude gegen eine zu entrichtende jährliche Lliiethe von X 100 überlasten mit vierteljährlicher Kündigung. Gießen, 22. Jan. Wie wir von zuverlästiqer Sette hören, ist für da8 nächste Son» cert des „Concertvereines", Sonntag, den 30 Januar, das Auftreten des berühmten Violln- Dtrtuosen Herrn Emil Säuret gesickert und sehen wir mit Spannung der Veröffentlichung des Programmes entgegen. — Heute Mittag lirte Zimmer, sind auf sofort zu oer; miethen. «Leltersweg git. C. Nr. 184. 540) Die mittlere und untere Etage in dem C- M üller'schen Hause, Seltersberg E- 83, bestehend aus je einem Saal und 6 Zimmern und Küche, Keller, Bodenkammer rc., event. auch Gartenanthcil, ist zu vermiethen. Erstere von Anfangs Juni, letztere von Anfangs April an. Näheres durch Herrn C- Grüneberg im Hause.________ 548) Schönes freundliches Logis zu vermiethen. Tiefenweg Nr. 144.________ Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist durch Versetzung des Herrn Assistenten Roth sogleich zu vermiethen. Friederike Appel Wittwe, ________________Niegelpfad E. 11*.________ 533) Ein möblirtes Zimmer per 1. Februar zu vermiethen- ____________________Neuenweg 133. Montag: Schnell. 550) Den An - und Vei kauf, sowie Vermiethungen von Häusern, Ackerland und einzelnen Logis a'jer A t vermittelt ______Pb Maurer, Mühlgusse D. 81 546) Ein junger Mann der Die vielseitig vorkommenden mecham chen Arbeiten erlernen will, findet günstige Gelegenheit bei Ohr. June, _____________Mechanikus d-r Universität. 563) Das Ansertigeu uno Flechten, fo- wie Repariren von Stühlen aller Art wird schnell und gut besorgt von I. Häuser, Drechsler u. Stublmacher, Neuenweg. 340) Ein möblirtes Zimmer (Parterre) zu vermiethen. _______3. Mannberger, Neuenweg. 418) Ein Familienlogis bis 1. März zu vermiethen. _______Fr. Blumöhr, Schießgärten. 228) Das seither von mir bewohnte Mansardenlogis ist anderweit zu vermiethen ___________B. Strauch, Bleichstraße. 217) Wenzel's Garten gegenüber, 165,5 parterre, möblirte Zimmer zu vermiethen. 218) Eine neu hergerichtete Familienwohnung, bestehend aus sechs Zimmern, Garten, Bleichplatz rc., per sofort zu vermiethen. Frankfurterstraße E. 41, Hinterhaus. 216) Das seither von Herrn Professor von Liszt bewohnte Logis, 6 Zimmer, Speicher und Mägdekammer, Küche mit Wasserleitung und etwas Garten, ist ander- weit zu vermiethen, auf Verlangen kann Stallung zugegeben werden. ________________ Ph. Größer I._ 73) In abgeschlossenem Corridor eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche mit Wasserleitung und allem Zubehör, gleich beziehbar, zu vermiethen bei ________________Rechtsanwalt Briel. 27) Das seither von Frau Echternach bewohnte Logis ist anderweit zu ver- miethen.___________G. Ehr. Sp uck. 26) Der untere Stock meines Hauses 5 Zimmer mit Zubehör, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. ____________Georg Philipp Gail. 470) Ein kleines Logis an ruhige Leute zu vermiethen.__Sandgasse 189,5. 473) Gut möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.___________Markt B. 18 432) Ein Familienlogis mit allem Zubehör per 1. März beziehbar. _____________Georg Noll, Gärtner. 411) Ein Familienwobnung zu ver- rniethen- Emil Orbig, Reichensand. Logh. 187) Zwei kleine Familienlogis, sowie verschiedene größere Logis von 5—7 5im= mern zu vermiethen durch I. Blitz. 479) Em Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. H. Schaffftädt Ww., Reichensand. anpstehlt Robert n ff ff ff n .<£7 ■%> <$> < ZZ ZZZ ZW'