»Olt. fak flm 1 Haien. Origen vtrS zu io‘l" a0,n JU tuf., , n Ur' >trn« V°bl,lt “Ob u9'fommtn, |>06 L l'b‘” t. vie Mn an Dormittags jjrt in meiner !g b-- t icfannt ?»1» W- ■«» 9u,< äwbluW1 w^ilC Ozeiseo- zehib -“{syt K" «*•*• .rxiM Ä' ^r. 2tt8. Donnerstag den 22. Dccembcr 1881. Kichener Wyeiger AWge- uiih Amtsblatt für heil Kreis Gießen. Bureau r Echutstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Pi^st bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Der Proceß Roustan Rocbefort. Em fenfat.oneQer Proceß i|t in den iepicn Tagen der vergangenen Woche in Paris durch einen nicht minder sensationellen Urtheilsspruch beendet. Roche fort, der berüchtigte Laternenmann, der wegen Theilnahme an der Commune nach Neu-Ealcdonien verbannt wurde, von dort entfloh und nach Erlaß der allgemeinen Amnestie nach Frankreich zurückkehrte, um in seinem Blatte, dem ^Intranflgeant-, von dem die ganze Partei der Unverfödnlichen jtfct den Namen „Intransigenten" angenommen hat, von Neuem gegen die herrschenden -kreise zu Felde zu zteh.n, ist von dcr denkbar schwersten Beleidigung, welche er gegen einen hochgestellten Beamten der Republik, den bekannte.» sranzösischen ehemaligen Generalconsul und jetzigen Ministerresiventen Roustan in Tunis, in seinem Journal veröffentlicht hatte, freigesprochen und sein Gegner in die -kosten deS ProcesieS verurtheilt worden. Der gräfliche Pamphletist (fei;, wahrer Name, von dem er mit Rücksicht auf feit e communistischen Anhänger natürlich nichts totff en will, lautet Henri Dicomte de Rochefort und de Lu^ay) hat Roustan schwerer Vergehen in der möglichst beleidigenden Sprache beschul- digt, seine sensationellen Anklagen haben ein ungeheures Echo gefunden und vielfach ist ihnen Glauben geschenkt; abrr während er factisch keinen für Rou» stan gravirei den Beweis aufmführen vcrmoch e, har trotzdem das Geschworenengericht, vor dem in Fra> kreich die Preßprocn laufenden Betriebsausgaben zu bestreite:', daher die besondere Anforderung von 47,500 x für denselben abzulehnen. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer wird seine nächste Sitzung Mittwoch den 28. d. M. abhalten Berlin, 19. December. SBerlm hat auch bei dem großen Unglück, welches bie Stadt Wien betroffen, feinen altbewährten Wohlthäti kettssinn bewiesen. Die Sammlung, welche ber österreichisch-ungarische HülfSverein „Kronprinz Rudolph" zum Brsten ber Hinterbliebenen der beim Theaterbrondc Verunglückten vor 8 Tagen eingeleitet Hot, eraiebt bis zum heutigen Tage ein, u 60 000 JL weit übtrfleigenben Betrag. Obenan steht bie Berliner Börse, bie biS Montag Nachmittag 3 Uhr ca. 44 000 x. gezeichnet hatte; ber Polizei-Präsident Herr v. Madai hat über 4000 gesammelt und ber öfter» reichlsch'ungariscken Botschaft übermittelt, während auf Dem österreichisch.urga- rischen General-Consulate birect noch ca. 6000 JL eingeqangen find. Fräulein Tagliani hat bekanntlich ebenfalls eine Sammlung von Beiträgen veranstaltet, welche ein erfreuliches Resultat haben soll. Außerdem ergiebt noch bie in Wien publicirte Liste ber dort eingelaufenen Spenben, baß eine Anzahl Berliner sofort nack dem Bekanntwerden des Unglücks namhafte Beträge an die dortigen Behörden eingesandt hatten. — Aus Bukarest geht den „Berl. Polit. Nachr." unter dem 16. Decir. eine Mittheilung zu, welche erkennen läßt, daß man daselbst doch Repressalien von Seiten Oesterreich'Uvgarns befürchtet, welche allerdings eine lehr empfin'- licke Seite Rumän'ens treffen würden. Man schreibt dorther: Wie voll man auch hier den Mund nimmt, vielleicht um sich selber Oesterreich gegenüber m einigen Muth hineinzudeklamiren, so kann es T eferblickenden doch nicht entgehen, daß man, besonders in den commerciellen Kreisen, ernstliche Besorgniß hegt, es könnte Oesterreich müde werden, sick die fortgesetzten Außerachtlaffun- gen des österreichisch-ruwäntschen Handelsvertrags, bie sich Rumänien notorisch seit ceraumer Zeit zu Schulden kommen läßt, länger gefallen zu lassen und zu für Rumänien empfindlichen Maßnahmen auf diesem Gebiete schreiten. Es fehlt daher hier nickt an besonnenen Leuten, welche ber rumänischen Regierung ai.rathen, auf der Hut zu sein und die Dinge nicht auf die Spitze zu treiben. — Sehr starke Einbuße hat die Socialdemokratie seit dem Jahre 1877 in Sachsen erlitten. Im letztgenannten Jahre sti^imtcn 38,04 pEt. ber Wähler socialbemokratifch, 1878 37 58 pCt. und 1881 28,19 pCt. Es entspricht dies einem Rückgang ber Stimmenzahl um 10 pEt. — Aus Fürth in Bayern erhält das „Berl. Tagebl." folgende sensationelle Nachricht, die wir unter aller Reserve wiedergeben: Gegen den extrem- ultramontanen Landtags-Abgeordneten für den zweiten Würzburger Wahlkreis, Prof. Lampert, wurde eine strafrechtliche Untersuchung eingelötet. Derselbe wird beschuldigt, in seiner Eigenschaft als DereinSsecretär dem Frauenvere-n „Zum rothen Kreuz" ca. 20,000 JL unterschlagen zu haben, welche Summe übrigens von Parteigenoffen bereits wieder gedeckt wurde. Lampert war bei den letzten Wahlen Hauptagitator der Ultramontanen und erhielt als Anerkennung ein Landtagsmandat. Hesterreich. Wien, 19. December. Im Ringtheater ist die Heransförderung deS Schutt s fistirt worden, weil die Dachgiebelmauer einzustürzen droht. — Dom Dienstpersonal des Theaters find 7 Billeteure und Garderobiers. 3 Orchester- Mitglieder, 3 Theaterarbeiter und der Chef der Claque verunglückt. — Das spectell mit ber Unterstützung des Theaterpersonals betraute Subcomits brachte heute ca. 40,000 Fl. an 180 Personen zur Dertheilung. Verrutschte» i Weir einer Gehirnentzündung, ba8 dritte eine Bauchfellentzündung. G. Äu8 im Janua vergeben, «l'tgrgen. hinderurg seitens der Polizei, war derselbe so aufgebracht, daß er durch lautes Schimpfen seine« Unwillen kund gab und wird derselbe deßhalb auch noch wegen Ruhestörung zur Anzeige gebracht. — Von einem Neubau in der Neustadt fiel gestern rin Arbeiter. Die Verletzungen sind unbedeutend. — Gestern wurde ein Commis verhaftet, welcher sich verschiedene Unterschlagungen zum Nachthetl seins Prinzipals hat zu Schulden kommen lasten. — Einem Fuhrmann von Auswärts, welcher des Guten zu viel grnosten hatte, so daß er seinem F -brwerk nickt mehr vorstehen konnte, wurde freies Quartier in der Bachgaste angewiesen, während sein Pferd in einem Wirthshaus untergebracht wurde. — Die zwei Brüder, welche im vorigen Sommer den Schutzleuten einen Arretirten zu entreißen suchten, wurden gestern vom Schöffengericht einer zu 3 Monaten und der anderen zu 6 Wochen Äefanqniß verurtheilt. bei England. London, 19. December. Den AbendbiLttern zufolge hat in den Koh. lengruben von Abram bei Bolton eine Explosion schlagender Wetter stattgefunden, wodurch gegen 180 Personen geiövtet fein sollen. Dublin, 19. December. Ein Erlaß deg Vicekönigs erklärt die Frauen- Landliga für gesetzwidrig und verfügt deren Unt-rdrückung. _________________ Telegraphische Depeschen. Woiff'S telegr Correspondenz-Bureau. Loyales Gießen, 21. Dezember. [Sterblichkeit in Gießens Im Laufe der Woche vom 11. bis 17. Deccmber verminderten sich die Todesfälle im Verhältniß zu der vorausgegangenkn. Wocke bedeutend, da wir fetzt nur 5 zu verzeichnen haben. Cs starben zwei erwacksene Personen, davon die eine an Lungensckwindsuckt, die andere an Altersschwäche. Die drei gestorbe nen Kindern waren zwischen 8 und 14 Jahren und erlag bas eine der Diphtherie, das zweite — Vorgestern wurde ein Mädchen von 12 Jahren gerade abgefaßt, als es in einem Hause ein Paar Schuhe stahl. Es sei hierbei bemerkt, daß dasselbe schon mehrmals in dem selben Hauke und von derselben Stelle Stiefel entwendet hat, ohne daß man eine Ahnung hatte, daß da8 Kind die Diebstähle verübte. — In der Nacht vom 19. auf 20. d. Mts. wurde ein freiwilliger Laternenputzer gerade in dem Moment abgefaßt, als er auf dem Pfahl saß. Durch die unangenehme Geschäftsver burg eingetroffen. , Paris, 20. December. Dem Vernehmen nach wird sich Roupan dem- nächst »ach Tunis begeben, um seinen Posten als Ministerrestdent wieder einzunebmen. (?) Wien, 20. December. Von dem deutschen Kaiser sind der Statthalterei von Nteder-Oefferreich durch Vermittlung des auswärtigen Amtes zur Unterstützung der bei dem Brande des R'ngtheaters betroffenen Unglücklichen und der hilfsbedürftigen Hinterbliebenen der dabei Verunglückten 15,000 Jl zugekommen. — Der Kaiser erschien heute Vormittag im Hosburgtheater, um auch hier, wie gestern in der Hofoprr, sich au überzeugen, daß alle Verfügungen getroffen sind, um Gefahr von den Theaterbesuchern fernzuhaiten. Am Eingänge des Theaters erwarterrn den Kaiser Obersthofmeister Fürst Hoherlohe, Graf Taaffe, Frhr. v. Posfinger, General-Intendant Baron Hofmann, Direktor Wilbrandt und der Vice-Bürgermeister Uhl. Der Kaiser besichtigte die Räum- lichkeiten, schritt die Bühne und den Zuschauerraum ab, ordnete die Vermeh- rung und Erweiterung der Ausgänge, den Bau einer Stiege und Abschaffung der beiden letzten Sitzreihen der vierten Gallen?. D e Besichtigung nahm längere Zeit in Anspruch. In den nächsten Tagen tritt m der Hoftheater' Intendanz eine Commission zusammen, um sich über alle Aenderungen im Opern- und Burgtheater schlüssig zu machen. Prag, 20. December. Die Verbaftung von Socialdemokraten am Sonntag Abend erfolgte in einer Versammlung des Arbeitervereins. An derselben nahmen auch zwei socialdcmokratische Agitatoren aus Leipzig und Dresden Theil. ES wurden revolutionäre Lieder gesungen und revolutionäre Toaste ausg'.bracht und wurden alsdann 18 Personen von den anwesenden geheimen Polizisten verhaftet. In den Wohnungen der Verhafteten, welche dem Gerichte zum Verhör übergeben wurden, sand man verbotene Zeitschriften, Bücher, Briefe rc. Wien, 20. December. Heute Nachmittag fand in dem Verzehrungssteueramt auf dem Nordbahnhof eine Gasexplosion statt. Der Amtsoorsteher wurde getödtet und drei Personen schwer verletzt. D>e Thürcn und Fenster des betrefft ndcn Locals wurden herausgertssen und zertrümmert. Jrrthümlich verbreitete sich das Gerücht, der Nord- bahnhos brenne, weßhalb die Feuerwehr einen starken Löschtrain entsendet hatte. — Morgen Vormtttag besichtigt die landesgertchtliche Commission die Ringth^ater-Brand- stätte. Die Wegräumung der Eisensparren, Abtragung der Giebel und Zwischenmauern beansprucht mindestens 11 Tage. Heute fand man keine Leichenreste, dagegen viele den Verunglückten angehörige Gegenstände. Heute wurden 30, gestern 20 Vermißte widerrufen. Die Gesammtzahl der Vermißten beträgt daher heute 570. immer anfechten." _ r - In einer Straße zu Stuttgart stand eine Dame, auf Jemand wartend, und sieht, daß sic von einem Herrn beobachtet wird Aergerlich hierüber tritt sie aus den Herrn zu und sagte entrüstet.- „Mein Herr, ich glaube, Sie sind der „Stuttgarter Beobachter!" — „Verzeihen Sie, meine Dame, ich glaubte, Sie waren bte „Augsburger Allgemeine"!" sprach der Herr mit einer höflichen Verbeugung und ging feim.« plogbafte Frage.l Der berühmte Clavierspieler Kalkbrenner zu Paris war weniger auf feine Kunst als auf seine Abkunft stolz „Wissen Sie", fa^le er ein Tages zu einem Bekannten, „daß der Adel meiner Familie bis auf die JcrtUM 0 mrückre.cht? Emer meiner Ahnen begleitete Fnedrich'Barbarossa . - - „SW Dcm Piano?" fragte der Freund. — [Eine interessante Rimmer derbe.] Man nehme eine größere rothe Rübe mit Blätterkrone, schneide sie oberhalb der Wurzel durch und hohle den oberen Lyell so weit aus, daß eine Hyaciuthenzwiebel mit etwas Moos dann Platz ftndet. ma die Zwiebel einietzt, wird das Moos angefeuchtet und auch nachher stets feucht eryauen. Die rothe Rübe wird mit dem Haupte nach unten und der Hyacinthnizwiebel nach oben, ähnlich einer Ampel, mit einer passenden Schnur zuerst in einem ratteren, ipater im wärme en Zimmer am Fenster aufgebängt. Die Hyacinthe roaepft roieJu emem Glase, aber auch die Blätter der rothen Rübe krümmen sich nach oben zu und wachsen mit Es ist reizend, das intensive Blutroth vermischt mit dem frischen Grün der srck eniwickelnden Hyacinth.-nblätter zu betrachten, bis endlich sich die Hyacinthe voll in ihrem Blüihenschmuck zrigt. t P - Aus gevuloertem Leder stellt I. S- Hyatt, der Erfinder des Eelluloi Messerheste, Stiefelabsätze, Knöpfe und sonstige Sachen her, indem er gereinigte red er - d» Sami Boi fott auf 1 Linden di in die K mffffon" : auf zweier 0 Vor s) Sch'osse b) Glaser^ ki glafun^ W« 2) Tetz, 2) Schloff b) ®la|er c) Anffrei Die ein, mit der f Vorsenßer- Kieiki'Lindi Aaf^-bot b'-ücki und halten, x oben anx bürget mei' S M 30,611 iunfii »’ttofttl, t AM, 8306) —jAt Ä""' ®leien, b bk Sä abfätte in«) -m-r V» oemf ff Druck« ”n Druck'^ wird ba5 » erbittet l,nt £eb«nuil|l,r' b«6 eriiiltTol«1 »ejtiff. RmH' •*. »S> gehüllter $ Unwille» ü willst Du i jchüchtern ich tnödif « hie iroftvtr< giinzer Wen'." fas > d? * wiüü iur t Geb' behali 18. Dezember durch den Oberpräsidenten von Hessen-Nassau ftattgefunben. __ Der Unterstaatssecretar im auswärttgen Amte Dr. Buschs welcher sich Ende November mit Urlaub nach Italien begaben, hat, wie die Post erfährt, die Anweisung erhalten, sich in Rom aufzuhalten, um die früher oon Schlözer geführten Verhandlungen mit dem Cardinal-Staatssecretär Jacobini fortzusetzen. Der Gesandte von Schlozer werde übrigens schon in einigen Wochen hier erwartet . m , — Die Strafkammer des Landge.ichts verurthellte den Rcdacteur des. „Berliner Tageblatts" Lewysohn, wegen Bismarckbeleidigung zu dreimonatlichem Gesangniß. München, 20. December. Der König Hal vem ^-lc-arsmmister Maybach das Großkreuz des Verdienstordens der bayerisch n Krone verliehen. London, 20. December. Nach späteren Nachrichten über das Grubenunglück bei Bolton reducirt sich die Zahl der Getödteten auf 40. Petersburg, 20. December. Der hier eingetroffene Generalgouver- neur von Ost-Sibttten, General Anutschin, hat die Nachricht überbracht, dH das 1877 verloren gegangene Dampfschiff „Janette" von der nordamerikant- schen Polar.Expedition jetzt aufgefunden und daß der Mannschaft deff Iben Hilfe geleistet worden ist. c E 3 Petersburg, 20. December. Ueber die Wiederauffindung des Dampfers „Jeanette" wird weiter gemeldet: Die Regierung zu Jakutsk wurde benachrichtigt, daß drei Eingeborene des Weilers Onlou am Cap Barkim, 140 Werst nördlich vom Cap Bikoff, am 14. September ein großes Boot fanden mit 11 Personen vom Dampfer „Jeanette", welche nach viel.-n Leiden Schiffbruch erlitten hatten- Der Adiunci- Diftrictschef wurde sofort beauftragt, mit einem Arzt und Medicamenten den Sch'ff- brüchigen Hülfe zu leisten, sie nach Jakutsk zu bringen und nach der übrigen Mannschaft zu suchen. 500 Rubel wurden zur Deckung der ersten Kosten angenneien. Ingenieur Melville vom gescheiterten Dampfer sandte drei ident sche Telegramme an den Besitzer des „Newyork Herald", Mr. James Gordon Bennet. der sich augenblicklich in London befindet, an den Marinesecretär in Washington und eine an den amerikanischen Gesandten in Petersburg. Mr. Melville meldet, daß der Dampfer „Jeannette" am 23. Juni unter dem 77. Breitegrad vollständig von den Eismassen eingeschlosfen wurde. Die Schiffbrüchigen, welche in drei Allheilungen fünfzig Meilen von der Lena-Mündung in Böten aufgebrochen, wurden durch heftige Stürme und Nebel getrennt Das Boot 3, unter Führung Melville's, erreichte am 29. September die oft l cbe Lena-Mündung, wo es durch Eisschollen bei dem von heidnischen Eingeborenen bewohnten Weiler Bomonenga fcstgehalten wurde. Das Boot ist an der nördlichen Lena-Mündung gelandet. Die Mannschaft befindet sich in furchtbarem Zustande, mit tbeilweise erforenen Gliedmaßen. Zur Unterstützung der Unglücklichen die sich in großer Gefahr befinden, ist eine Expedition abgegangen. Vom Boot 2 fehlen noch alle Nachrichten. — Der italienische Botschafter Nigra ist heute Nachmittag in Peters- f näcbften Dienstag den Loralaugcnjchein vornehmen Heute war eine Commiision, bestehend aus je einem Verircter des Magistrats, des Siadtp'üysikats und der Polizei, auf der Brandstätte erschienen, um zu bestimmen, was mir dem aus v m Ningthcatcr geschafften Schutt geschehen soll. Da dieser Schutt noch kleine Knochen und zrrbröctette Letchenthclle enthält, wucce angcordnet, daß derselbe well außerbalb des Rayons der Wiener Vororte in sehr tiefe Gruben versenkt und mit einer dicken Erdschichte bedeckt w rde. Sobald der außerhalb der bewohnten Gegmden gelegene Platz gefunden ist, wird der Schutt sofort dorthin überführt und vor der Veigrabung noch einmal genau durchsucht, ob nicht Gegen stände, die von Verunglückten herrührcn, in demselben enthalten sind. Vorerst wird der aus dem Theater geschaffte Schutt einer wiederholten gründlichen Desinfection unterzogen. Bisher wurde der Schutt auf Bauplätze in der Brigittenau und der Roßau geführt, was zu begründeten Beschwerden der Bevölkerung Anlaß gab. Heute Nachmittags wurden in einem Anstandsorte der vierten Galerie des Ringtheaters, welcher Tract bisher noch nicht zugänglich war, sechs verbrannte Leichen gefunven. Die Letcheck selbst sind nicht mehr agnoscirbar; doch dürfte sich deren Jdeniitä'. aus noch gut erhaltenen Schriftstücken, die in den theilweise verkohlten Kleidern vorhanden waren, leicht constatiren lassen. Die Leichen wurden nach soforttgir Desinfection in Metallsärze gelegt und nach dem Central^Friedhofe gebracht. In Summe wurden heut acht Leichen aufgefunden. — [©in Eldorado für heirathßlustige Mädchen.) Der gegenwärtig in London weilende Generalgouverncur von Ennada, Marquiv von Lornc, p'äsidirie einem in der Ex ter-Hall abgehaltenen Meeting des tz auen Auswanderungs-Vereins, welcker sich die Ermunterung zur Auswanderung von Mädck-n und Frauen nach den britischen Colonien zur Aufgabe gestillt hat. Der Marquis hielt bei diefer Geiegenbeit eine Ansprache, in welcher et befürwortet-, den \ Strom der weiblichen Auswanderung hauptsächlich nach Canada zu lenken. Nach den Aeuße- | rungen des Generalgouverneurs zu schließen, scheint Canada und insbesondere der westliche 1 Theil des Dominion, ein wahres Eldorado für hcirathslustige Mädchen zu sein. So groß ? auch in canadtschen Städten die Nachfrage nach weiblichen Dienstboten sei, der Begehr nach Ehehälften sei noch größer und jedes nur einigermaßen hübsche Mädchen sei sicher, wenige Tage nach ihrer Landung einen Hcirathsantrag zu bekommen, ja, im fernen Westen riffe man sich förmlich um junge Mädchen. Die Hausfrauen in Montreal, Quebeck und Toronto klagten, daß sie ein nur Halbwegs hübickcs Dienstmädchen kaum 14 Tage im Hauie hät'.en, und flugs würde es ihnen von einem heirathslustigen Jüngling wcggeführt. Da, wie statistisch erwiesen, es in England eine Million meh^ Frauenspersonen al« Männer gibt, so wäre ja diesem Ueder- fluß durch die Auswanderung nach Canada praktisch abzuhelfen. Kattowitz, 16. Dezember. Der Kaufmann und Restaurateur Parczyk vnteihtelt tn dem benachbarten Bogutschütz schon seit Jahren heimlicherweise einen Handel mit Pulver und Dynamit. ' Am Montag Abend gegen 7 Uhr wurden jedoch die Befürchtungen welche feine Mitbewohner schon öfter bezüglich ein.s Unfalls gehegt, zur traurigen Wahrhnt. Wie vaS Unglück entstand, läßt sich schwer best mmen, die Erörterungen darüber kommen jedoch dahin überRit, daß es heißt, Parczyk habe Pulv.r gepackt, um am nächsten Tage damit wegzufahren. In dem Zimmer befanden sich außer Parczyk d,ei noch unrrwachsenc Kinder desielben, während die Frau mit zwei größeren Kadern in der Küche war. Im Begriff, in cmncreiam«bc irb das iieberpuloer nur so lange m den Formen gelassen, bi4 die äußeren Thetle erhärtet find: ba« Innere bleibt verhältn.hmäßig elastisch Ä ist sogar "b gl ich. dem Lederpulver, wenn di« |ur balbflüffigen F.'M r W wirb, S. Farben zuzusetzen, die sich mit ihm unter dem Einfluß der Hitze sonst nicht verbinden. Lus daß m*tfl urnjommd .un^ «lener Verunglückten.) Die .Meraner Zeitung- SL ÄSXÄ Ä ÄPSfe g$!*gsrr “fiSSÄ K «“ÄS. Ä /irhünt^r' Wetklfnflbe erscheint auf der Schwelle und schaut furchtsam in da« Zimmer. llnroX üb bi. Störung Vr.fArn wir b bawer und nmier «reuier. „®nfi soll damit?" frügen wir erstaunt" -Für d e Abbrändler in Wien so t • der Kleine, und em eigenthumlich feuchter Glanz lag in seinen Augen. Für oie Abbrändler in Wien?" W'r glaubten nicht recht gehörtzu haben - »Du willst für die waS hergedm unb bist selb« so blutarm, daß Du betteln ü^en mußt. Leh' behalte Deine Kreuzer und kauf Dir „rot dasür, für die Wiener A"brandlcr sorgen schon die reichen Leute.- Der Knabe sah un« einen Augenblick bestürzt ar, plötzlich sank er auf die Knie, streckte die Arme nach untz auS und schluchzte, während ihm die Thränen aus den fluten schoflen: .Ich bitt'Ihnen um GotteSwllsen, nehmen's die Kreuzer: ich hab' den ganzen Morgen d rum gebettelt, um tausend, tausend Gotte« willen, nehmen'» die Kreuzer.- Ueberwältigt von der Weihe de« Moment«, beugten wir unS zu dem stehenden, vor Frost und Aufregung zitternde Knaben und stammelt.n? w iä gstens b ö zu obrn angegebener Stunde bei Großh. Bürgetmeisterei Kiew Linden, woselbst auch Zeichnungen, Voranschlag und Bedi gungen zur Einsicht offen liegen, portofrei, versiegelt einzureichen. Kl in-Lmden, am 19. Decbr. 1881. Großh. Bürgermeisterei daselbst. 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Der Anfang der Concerte wird im „Giessener Anzeiger“ bekannt gemacht. Giessen, im Dezember 1881. (8251 Hochachtungsvoll C* KrrtliSSP, Capeilmeister. Biirgergesellschaft. Am 2. Weihnachtsf eiertag, Abends 8 Uhr, in Wenzels Garten-Saale: (8362 Va (8364 Gießen, 21. D^cember 1881. (8146 ver- Corridor an eine 23/12 A. 8Zl.Conf. I. Gr. Z Der Vorstand. 8356) CO 00 Geschenke im Werth von 50 stnv bei Herrn Restaurateur Schnell abzugeben. NB. Das regelmäßige Turnen beginnt Freitag den 6. Zaniiar. Ernst Zughard nebst Fran und Großeltern. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2 Uhr statt. Cognac, Arrac, Rum, Malag«, Madeira, Portwein, diverse Sorten Liqucure als: Vanille, Anisette, Curasao, Gilka rc. Punsch Essenze von Arrac, Rum und Ananas in garantirt reiner Qualität zu den billigsten Preisen. T a ti stellt er Concert mit Mscheeruug. Anfrage an unsere löbl. Stadtbaubehörde. Geschieht es mit Wiffen und unter Zulaffung verehr!. Stadtbauamts, daß der Schlamm aus den Kanälen vor dem Krausgrill'schen HauS, welcher wahrlich nicht nach mille fleur duftet, kaum 10 Schritte von den Nachbargebäuden an der Ptpp'schen Schanze abgeladen und dadurch, wenn auch nicht momentan, so doch ganz gewiß im kommenden Frühjahr und Sommer ein für die Gesundheit der Anwohner nicht zuträglicher Pestherd geschaffen wird. Wir haben eben wohl Krankheiten bei unseren Kindern genug, und brauchen wahrlich keine neuen Ansteckungsstoffe mit den Haaren herbei zu ziehen. (8370 Generalversammlung Donnerstag den 29. December 1881, Vormittags IO‘/2 Uhr, im Gasthause zum Solms er Hof in Hungen. Tagesordnung: Rechnungsabhör, Lorstanoswahl und Brralhung über V-i-tnsongelegenheiten. Der Director: 8346) Gros. Die Destillation von S. Elsoffer, MarkMratie. Bei Abnahme von mindestens 10 Liter einer Sorte gebe Faß Vermischte Anzeigen. 8355) Ein braves Mädchen per Januar in Dienst gesucht. (8355 Nah bei der Exped. ds. Bl._________ Todes-Anzeige. Hierdurch die traurige Mittheilung, daß fs Gott gefallen, unser liebes Kind und Enkelcben M a th Hde im Alter von 7 Moneten gestern Morgen zu sich zu nehmen. Wir bitten um stille Tbeilnahme. Louis Lind, Kirchenpiatz vis ä vis der Stadtkirche Kirchenplatz empfichltAu bevorstehenden Festtagen: Rhein, Mosel, Pfälzer- und Bordeaux Weine, Champagner, ---Turnverein. Sonntag den 25. Dezember, Abends 8 Uhr: Veihnachtsbescheemng Feinsten Punsch- und Grogeffenz, per Literflasche M. 2. Alter Schwede, Boonecamp, Hamburger Tropfen und Rum, per Literflasche M. 1.40. Arrac, Cognac, Rum de Jamaica, garantirt rein, per Literflasche M. 3.—. Vanille Liqueur, per Literflasche M. 2.—. Anisette-Liqueur, per Literflasche M. 1.40. Kümmel-, Kirsch , Pfeffermünz-, Persico unv Anis Ligueure in anerkannt guter Qualität, per Schoppen 28 Pf. Vorzüglichen Zwetschen und A^ruchtbranntwein, Magen , Pommeranzen-, Englisch- und Jäger-Bitter, per Schoppen 28 Pf., Branntwein, stark und zart, per Schoppen 17 Pf. . la gereinigten Spiritus, per Schoppen 40 Pf. empfiehlt Die Geschenke, im Werthe von 50 find spätestens bis 2. Feiertag Mittag bei Herrn Friseur Conrad, Mäusburg, abzugeben. Der Vorstand. Der auf den 10. Februar festgesetzte Ball findet am ; 18. Februar statt.____________________________________ । Werhest. Wchverstcherungg - Anstalt. Mv KO hat die Schatulle ge- Klt« wonnen. _____ (8352 8358) Ein Boa gefunden. Abzuholen bei Fuhrmann Rinn, Mühlgasse. Verantwortliche Redaction: A. Schenda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei Gvr. (^br. pietsch) mene Wohnung, bestehend a^rs 4 Zimmern rc., und ein schon modlirtes Qiämer nebst Cabmet zu vermiethen bet Dr. Koeniger, Grunbergerstr. " 6514) Die Parterre-Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör, alsbald zu vermietben bei Georg Ludering, Teufelsluftgartch en.__ leihweise zu und gewähre entsprechenden Rabatt. «■■»■»■■■■■ii 8354) Die diesjährige ordentliche General - Versammlung findet Donnerstag den 22 dS. Mts., Abends 9Vi Uhr, tm Vereinslokal (^Cas6 Ebel") statt Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht. 2) Budgetberathung. 3) Vorstandswahl. Die Mitglieder werden um recht zahlreiche Betheiltgung gebeten. ____Der Vorstand. Logis-Gesuch. 8305) Eine stille Familie sucht- per 15. Marz ein Logis von ca. 3 Zimmern rc. in angenehmer Lage der Stadt. Rah. bei der Exped. ds. Bl.