Nr. 271. Dienstag dm 22 November 1881. Kießener "2(n;eißer Ameige- nnb AmtsdIM fit hcn Kreis Gieße«. Vureau r Schulftraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljLhrNch 2 Marl 20 Ps. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen rierteljLhrlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Theil. Betresfead: DaS Ableben der Experten Zell und Winn. B e k a n n t m a ch u u g. Die Stelle deS Experten der Brandversicherungs-Commisfion und Feueroifltators Zell ist provisorisch von dem Experten Eise in Lich und diejenige deS Experten und Feuervisttators Winn von seinem bereits früher ernannten Stellvertreter, dem Bezirksbauausseher Schön in Lich, zu versehen. Wo Letzterer nach den seitherigen Bestimmungen mit Winn hätte zusammen wirken sollen, tritt für diesen Experten Eise in Lich ein. Dießen, am 19. November 1881. Grobherzogliches Kretsamt Gießen. _____Dr. Boekmann.___ Betreffend: Wie oben. Gießen, am 19. November 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die (^roßberzoglicben Bürgermeistereien deS Kreises. Sie wollen sich nach vorstehender Bekanntmachung bemessen. Dr. Boekmann.____ Gteßens, am 21. November 1881. Betreffend: Die Ausstellung der Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1882/83. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die <8roßber;oglicben Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der rubrtcirten Voranschläge im Rückstände sind, werden an deren Vorlage innerhalb der nächsten 8 Tage erinnert. Dr. Boekmann. ■! ■ ■—I Deutschland. Darmstadt, 19. November. Der Landescultur-Jnspectvr hat Ver- anlaffung genommen, auf die Wichtigkeit der Wiederbewaldung des Vogels- berge- und Anlage von zusammenhängenden Schutzwaldungen daselbst hinzu- weisen. Seither ist in dieser Beziehung freilich schon Manches geschehen und verschiedene größere Flächen oufgesorstet worden, allein eine Menge kahler Höhenzüge fthen noch der Wfideibewaldung entgegen. m. Darmstadt, 18. November. Wenige Tage vor seiner Mandatsniedcrlegung bat der Abgeorbnele vr. Osann in der zweiten Kammer einen Antrag auf lieber; nähme her durch die Dammbau- undSchleußenanlage den Gemeinden Trebur und Astheim entstandenen Kosten durch den Staat eingebrocht. Der dem Antrag zu Grunde liegende Sachverhalt ist folgender: Der von den beiden genannten Gemeinden beabsichligtc Damm- und Schlcußenbou zum Schutze gegen Nbemüberschwemmungen ist. nachdem, den Beschlüssen beider Kammern der Stände entsprechend, den beiden Gemeinden von der Großh Staatsregierung zur Unterstützung dieses Unternehmens ein Darlehen von 80,000 JL bewilligt worden, unter Aufsicht Großh. Staatsregierung errichtet rind vollendet worden. Die Kosten dieses Unternehmens waren in dem der betreffenden Vorlage an die Stände beigesügten Koften- voranschlaa auf 107.099 JL berechnet, sind sidoch für beide Gemein cn in Höhe von 214,000 v*L und für die G-meinde Astbeim noch besonders in Höhe von 36,097 JL entstand, n: es ist mithin der Kostenvoranschlaa, auf welchen sich der Antrag der Regierung, den Betrag von 54,000 JL als Beitrag zu den Kosten zu bewilligen, und die in Betreff der Darlebensdewilllgung gefaßten Beschlüsse der Kammern als Grundlage stützten, um 142,908 JL überschritten. Nach den Ausiübrungcn des Antragstellers sprechen Gründe des Rechts und der Billigkeit für eine Entlastung der kostenbelasteten Gemeinden. welche ganz oder doch wenigstens zum Theil eine dem Staat unmittelbar obliegende Veipflicktung durch den fraglichen Dammbau übernommen und erfüllt haben. Obgleich s. Z. Absicht und Antrag der Reqieiung auf Uebernabme der Hälfte der Kosten g'ngen. sind die Stände vornehmlich wegen der Zweifelhaftigkeit des Erfolges des beabsichtigten Unternehmens der Regierung nicht gefolgt, vielmehr auf den Gedanken der Darlehensverwilligung g,kommen. Das Werk bat nun durch die That alle Bedenken beseitigt, es hat bei mehreren ringet etenm Hochwassern, namentlich im September d. I, die Fluthen des Rbeins, welche sonst die Fluren von Trebur und Astbeim überschwemmt und die Ernte vernichtet hätten, abgedalten und dadurch diese Gemeinden vor schweren Verlusten bewahrt, ebenso den Staat in seinen Steuererträgnissen auf’S Vollständigste geschützt. Der Antrag an die zweite Kammer geht dabin, dieselbe wolle Großh. Staatsregierung ersuchen, den Ständen Vorlage wegen Uebernabme der den Gemeinden Trebur und Astbeim durch den gedachten Damm- und Schleußenbau entstandenen Kosten durch Verzicht auf Rückzahlung des gewährten Darlehens, Rückzahlung der hierauf an Zinsen und zur Amortisation gezahlten Beträge und Bezahlung der erwachsenen Kosten im Uebrigen zu machen. In einem vom 10. d. M. bahrten Nachtrag zu seinem Antrag übergibt Herr Dr. Osann der Kammer die Kostenzusammenstellungen der Gemeinden Trebur und Astheim. m Darmstadt, 20. November Wie bereits früher kurz mitgetheilt, sind m dem neuen Staatsbudget unter der außerordentlichen Ausgabe 47,500 JL für Ergänzung s- unb Erweiterungsbauten im Babnhof Gießen ber Oberhessischen Eisen bahnen angefordert. Die dem Budget beigegebenen Erläuterungen erinnern daran, daß in dem Staatsbudget pro 1879—82 eine Erweiterung des Bahnhofs Gießen der Oberhessischen Eisenbahnen und die Verlegung des Werkstättenbaues proponirt und das Bedürsniß näher begründet worden war. Die Gesammtkosten waren zu 734,000 JL veranschlagt, wovon in der Bubgetperiode 1879 — 82 451,700 JL verwenbet werben sollten. Die Erläuterungen sagen: „Die Stänbe haben dieser Proposition ihre Zustimmung versagt. Hiermit sinb indessen die Mißstände auf Bahnhof Gießen nicht beseitigt und es sinb dieselben während ber letzten brei Jahre nur noch empfindlicher geworden. Den Oberhessischen Bahnen fehlt es :m Bahnhof Gießen an geeigneten Einrichtungen, welche für den Betrieb einer E senbahn nothwenbig sinb. Sämmtliche Bauten sind Provisorien, mit welchen man fick von vornherein und fest ca. 11 Jahren beholfen hat. stets hoffend auf die Möglichkeit des Umbaues des Bahnboss und die hiermit in Verbindung stehende Verlesung ber Werkstätten. Eine Locomotioremise war von vornherein nicht vorhanden; zu dem Zweck wurde zunächst von dem ohnehin sehr dürftigen Werkstättengebäube ein Raum abgeschlagen, welcher für drei Maschinen Unterkunft bot, während 7—8 Maschinen unterzubringen waren, so daß täglich vier bis fünf Maschinen Winter wie Sommer im Freien über Nacht stehen mußten. Jiacb Eröffnung ber ganzen Linie Gießen Fulda half man sich damit, daß man e nen auf Kosten deS Jntercalarzinsenfonds für den Theildetrieb erbauten unb für 2 Jahre berechneten gebrechlichen Schuppen nach Gießen verpflanzte; derselbe ermöglichte wenigstens die Unterbringung von zwei weiteren Maschinen bei Nacht. Dieser Schuppen steht heute noch, droht indessen nunmehr rusammenzustürzen. Ein Aufenthaltslocal für das im Dienst befindliche Locomotiv-Personal ist nicht vorhanden. Der GÜtterschuppen ist zu klein, weil man den Anbau für die Bureaux seiner Zeit nicht zur Ausführung gebracht unb letztere im eigentlichen Güterraum durch Wände nothdürftig abgetrennt hat. Das Ladegeleis faßt im Ganzen nur 5 Wagen. Die Reparaturen an den Betriebsmitteln erhalten selbstverständlich nach längerem Gebrauch derselben einen größeren Umfang und erfordern ordnungsmäßige Einrichtungen, sowie die nothwendigcn Räume. Zu letzteren gehört auch ein Schuppen für Werkholz, welches jetzt größtcntheilS im Freien lagern muß und daher nie ganz trocken wird. Wenn auch heute noch baS frühere Project, bie Werkstätten aus dem gegenwärtigen Bahnhof ganz zu entfernen und auf den Platz zu legen, wo sich beide Bahnlinien trennen, als dos zweckmäßigere bezeichnet werden muß, inbefonbere auch wenn man den Bau unb Betrieb von Secun- bärbafcren in's Auge faßt, welche eine weitere Vergrößerung ber Werkstätte-Anlayen erheischen werden, so ist dock in Betracht, daß die Stände dem früheren Projett nicht zugestimmt haben unb in Rücksicht darauf, daß in Folge des Ankaufs von Privatbahnen Seitens der Königlick Preußischen Regierung und der hierdurch veränderten Verkehrsleitung den Obtthessischen Bahnen der Verkehr geschmälert und theilweise entzogen worden ist. davon Abstand genommen worden, die ftühere Proposition zu wiederholen. Insbesondere in Erwägung "bei zuletzt erwähnten Vorganges unb mit Rücksicht auf die Eröffnung der Friedberg-Hanauer Eisenbahn, welche der Linie Gießen-Geln- hausen einen weiteren Theil des Verkehrs entziehen wird, hat man gesucht, eine Einrichtung für den Bahnhof Gießen zu finden, bei welcher von der Verlegung d r Werkstätten vorerst abgesehen und nur die Herstellung ber unumgänglich nothwenbigen Anlagen in's Auge gefaßt wirb, um den Betrieb der Bahn ordnungsmäßig weiiersühren zu können. Die kleinen Bauten und Anbauten, deren Kosten in der Forderung von 47,500 JL enthalten sind, sollen in der einfachsten Weise in Fachwerk hergestellt werden; sie berechnen sich auf 25,400 JL. Ter Rest mit 22,100 JL kommt auf Grunderwerb, Erdarbeitern Drehscheiben und Schiebebühne, Ehaussirung und kleinere Arbeiten. Berlin, 19. November. Daß unsere Morine daraus bedacht ist, da- deutsche Jntereffe in fremden Ländern zu wahren, beweist der nächstjährige Etat, in welchem mitgetheilt wird, daß für West.Jndien, Ost-Afien, die Südsee und Australien deutsche Schiffe in Dienst gestellt werden sollen. Zur Ausreise nach West-Jndien wird eine GlattdeckS Corvette, au der nach Ost-Asien eine gedeckte Corvette, zu der nach der Südsee und Australien zwei Kanonenboote der Albatroß-Kl^ffe in Stand gesetzt werden. Für das volle Jahr 1882/83 werden in den ostasiatischen Gewässern zwei gedeckte Corvetten und zwei Kanonenboote 1. Klaffe, in der Südsee eine Glattdecks-Eorvelte und ein Kanonenboot der Albatroß-Kloffe stationirt sein. — Die Anwese'lheit des Kardinals Hohenlohe hat gutem Vernehmen nach mit der kirchenpolttischen Frage nichts zu thun. Der „Post" zufolge mußte Hohenlohe wegen klimatischen Fiebers eine Luftveränderung suchen und beaab sich auf b*r Reise in die Hetmath auch nach Berlin. Gestern dinirte Hohmlohe beim Fürsten Bismarck. — Der Reichstag wählte heute v. Lwetzow (cons.) zum ersten Präfi- deuten mit 193 Stimmen, Frhr. v. Stouffcnberg erhielt 148 Stimmen. Zum ersten Vicepräsidenten wurde v. Franckenstein sEentr.) gewählt. Benda erhielt 136 Stimmen. Bei der Wahl zum zweiten Vftepräsidenteu erhielt Bcnda (Natl.) 157 Stimmen, Hänel (Fortschr.) 148 Stimmen. Da Benda die Wähl ablehnt, so folgt ein neuer Wahlgang. — AlS zweiter Vlcepräftdent wird, nachdem Bends eine auf ihn gefallene Wohl abgelehnt, Ackermann (Eons.) mit 158 Stirn- mmen gewählt. Hänel erhielt 138 Stimmen. Nächste Sitzung Donnerstag. — Die Wirksamkeit und Bedeutung der deutschen Seewarte ist im 397 397. der Wahlen stellt nun, rote folgt: Laufe der beiden letzten Jahre in stetem Wachsen gewesen. Die Praxis hat so viele Neu-Einrichtungen und Vervollkommnungen gebracht, daß jetzt schon allgemein die Wetteroorhersagungen als zutreffend angesehen werden können. Da die Seewarte als Centralstelle für W-ttertelegraphie des deutschen Reichs eingesetzt ist, und da die von der Äbtheilung für Küsten-Meteorologie unu Sturm-Warnungswesen zu leistende Thätlgkett die Einrichtung eines Tag und Nacht ununterbrochenen Dienstes erfordern, so ist neuerdings eine Vermehrung des Personals nothwendtg geworden, auch wurde die Erhöhung des Gehalts des Directors der Seewartc von 9000 auf 10,500 jl tn Aussicht genommen. — Das Gefammt'Resultat 98 Ultramontane, welche früher zählten 120, 63 Fortschrittler, n II 28, 53 Conservative, if II 59, 46 Nttionallibtrale, n 62, 42 Secessioniflen, M 23, 28 Reichspartei, II 49, 16 Polen, II 14, 15 Protestler, II 13, 13 Socialdernokraten, 8, 8 Welfen, II 6, 8 Volkspartei, u 3, 4 Liberale u. Wilde, 28, 2 Dänen, 1, 1 keiner Partei angehörig (v. Bühler) 1, — In Betreff der Verhaftung des soctaltstischen Reichstagsabgeordneten Geiser, die angeblich auf Requisition der Berliner Polizei erfolgt sein sollte, hören wir, daß, soweit die hiesige politische Polizei tn Frage kommen könnte, die Nachricht nicht zutreffend ist. Sollte die Festnahme Geisels auf Ersuchen der hiesigen Behörde erfolgt sein, so könnten höchstens nur criminal- polizeiliche Gründe vorltegen. Berlin, 19. Noobr. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Wenn die Anhänger der Parlamentsherrschast ein Jntereffe daran haben, den Kaiser in unnahbarer Höhe zu erhalten, aus der er nicht herntedcrstetgen darf, so ist das eins der traditionellen aus England überkommenen Mittel, dem Monarchen den Einfluß auf die Nation abzuschneiden und nur den Nimbus seines Namens zur Sanction der parlamentarischen Beschlüffe zu benutzen. Der Reichskanzler entziehe sich nicht der Aufgabe, die Reichspolitik mir seiner Person zu decken, aber er wird schwerlich geneigt sein, sich zum Mitschuldigen des üblichen Systems zu machen, welches den Monarchen in der Form angretft daß es die von ihm ernannte Regierung und die von ihm sanctiontrten Maßregeln beim Volk discreditirt und damit zugleich das monarchische System und den Mo- narchen trifft, ohne durch directe Angriffe auf den Träger der Majestät sich bei dem monarchischen Volke Ungelegenhetten zu machen. Zweck und Ergebntß bleibt immer, daß die Institutionen der Regierung discreditirt werden, der parlamentarische Kritiker aber als berufener und befähigter Staatsmann erscheint, der allein das Richtige treffen würde, wenn er nur regierte. Elberfeld, 19. November. Der „Elberf. Ztg." zufolge wurden hier gestern Abend 11 Uhr 18 Min. zwei heftige Erdstöße beobachtet, ebenso auch tn Barmen und Düffeldorf. Köln, 19. November. Gestern Abend 11 Uhr 20 Min. hiesiger Zeit wurde ein heftiger, tn senkrechter Richtung erfolgter Erdstoß bei einem con- fianLn Barometerstände von 770 und sternenhellem Himmel wahrgenommen. Die Erschütterung dauerte 2 Secunden, dann folgten noch stundenlang gelinde Zuckungcn. Bonn, 19. November. Gestern Abend 11 Uhr 22 Min. wurden hier zwei starke Erdstöße verspürt. Essen, 19. November. Vom hiesigen Schwurgerichte wurde heute der des Lustmordes angeklagte Besenbinder Wilhelm Schiff aus Weitmar nach dreitägiger Verhandlung des dreifachen Mordes und der No hzucht schuldig erkannt und wegen des letzteren Verbrechens zu 15jähriger Zuchthausstrafe, wegen des Mordes zum Tode verurthetlt. Karlsruhe, 19. November. Die zweite Kammer wählte heute einstimmig Lamey zum Präsidenten, Betzinger (ultram.) mit allen gegen 2 Sttm- men ^m ersten und Frtederich (nat.-ltb.) mit 29 gegen 26 Stimmen rum zweiten Vtceprästdenten. Baden-Baden, 19. Novbr. Der Großherzog hat in der vergangenen Nacht viel und rubtg geschlafen. Starker Schweiß trat nicht ein. Temperatur Abends 37, früh 36,1, Puls 72. Oesterreich. k V1 z I9* November. Alle deutschen und liberalen Fraktionen des Abgeordnetenhauses conpituirten sich in der heute stattgefundenen diesbe- zuglichev Versammlung zu einer Partei unter dem Namen „Klub der vereinigten Linken." " JRr ^*2' k18’ Demker. In der heutigen Sitzung der ungarischen Dele- gation sprach der Reichö'Finanzminister v. Szlavy der Delegation für ihre Opferwtlllgkett den Dank des Kaisers aus. Kardinal v. Hayuald dankte der gemeinsamen Regierung und der Delegation für ihre mühevolle Thättgkeit und beantragte, den Präsidenten mit der Uebermittelung der Glückwünsche der Delegation zum Namensseste der Kaiserin zu beauftragen. Unter lebhaften Eljenrufen auf den Kaiser wurde die Delegation geschloffen. Irankreich. Paris, 19. November. Vom Senate wurde heute Voifins Lader- niöre (gemäßigter Republikaner), der von dem linken Centrum als Candidat ausgestellt worden war und von der Rechten unterstützt wurde, mit 124 Stim- wen zum lebenslänglichem Senator gewählt; der Candidat der übrigen Frak- tionen der Linken, Herold, erhielt 117 Stimmen. England. London, 19. November. Nach einer „Lloyds" ^gegangenen Meldung aus Valparaiso vom 14. sind die dortigen Zollhäuser durch eine Feuersbrunst zerstört worden und wird der dadurch verursachte Schaden auf 1 Mill. Doll, geschätzt. Italien. ^er Vavst vräcouisirte sistorium den neuen Patriarchen von Westindien, den neuen Erzbischof von . Serajewo, sowie auch unter anderen die neuen Bischöfe von Trier, Fulda ; und Mostar. Rußland. ' Petersburg, 19. November. Das „Journal de St. Pötersbourg" äußert bezüglich der Botschaft des Kaisers Wilhelm bet Eröffnung deö Reichs- . tags, die Lrser destelben würden mit aufrichtigster Gmugthuung den Paffus ausnehmen, daß man seit 10 Jahren nicht mit solcher Friedenszuverstcht m oü • Zukunft geblickt habe, wie im gegenwärtigen Augenblicke. Afrika. Älgier, 19. November. Si-Sliman machte mit 300 berittenen Auf« ; ständischen von den Ouled - Stdt-Shetks einen Vorstoß auf einen Punkt Dec ; Eisenbahn von Sajda nach Kreider und plünderte einen Zwetgstamm der Ha- \ myans. Die Eisenbahn-Beamten flüchteten nach Kreider. Oberst Couston - ist zur Verfolgung Si-Sliman's aufgebrochen. Tunis, 19. November. Die Truppen unter Ali Bey, welche das • Zaghouan-Land gebrandschatzt haben, sind nach Tunis zurückgekehrt und dort ‘ zum großen Theil entlasten worden. — DaS Dampfschiff „Martinique", das j bet dem Kap Bon auf den Grund gerathen war, ist wieder flott gemacht worden und nach Goletta zurückgekehrt. ! Türkei. Konstantinopel, 19. November. Die Botschafter überreichten am ' Donnerstag der Pforte eine Collecttvnote, betr. die türkisch-griechische Grenzlinie zwischen Krittrt und Zarko, nach welcher die vertragsmäßige Trace unverändert beizubeh Uten sei. In der Note heißt es: Nachdem die Grenzcommisstou daS Princip der Majorität zugelassen hat und die Beibehaltung der vertragsmäßigen Trace Krttirt-Zalko mit allen Stimmen gegen diejenigen der türkischen Commrstäre angenommen worden ist, erklären sich die Botschafter incompetent, weitere Schritte in dieser Angelegenheit zu thun. — Alt Nizam Pascha und Reschid B y werden dem Kaiser Wilhelm die Dccoratton des Nischani-Jmtiaz- ' Ordens überbringen. Amerika. Washington, 19. November. Die während der heutigen Sitzung im Proceßverfahren gegen Guiteau vorgenommene Untersuchung des durch den Schuß verletzte:: TheilS der Wirbelsäule Garfields machte einen großen Eindruck. Das Benehmen Guüeau's bei den Verhandlungen bleibt nach wie vor Iein aufgeregtes. Bei der Zurücktransportirung destelben nach dem Gefängnisse schoß ein junger Mann zu Pferde auf ihn und verwundete ihn leicht am Handgelenk. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. Baden-Baden, 20. November. Das heutige Bulletin über das Befinden des Großherzogs meldet: Der gestrige Tag und die vergangene Nacht verliefen im Wesentlichen tote die vorhergehenden. Temperatur 36,5, Puls 72. Schweiß blieb aus. Die Kräfte nehmen nur sehr langsam zu. London, 20. November Dem „Observer" zufolge wurde bei den gestrigen Unterredungen Dilke's mit Gambetta und Rouvier über die Wiederaufnahme der Handelsvertrags Verhandlungen die Feststellung eines Datums für Die sofortige Wiederaufnahme unmöglich gefunden. Gleichwohl sei zu hoffen, daß die Unterhandlungen bald wieder beginnen und die streitigen Fragen schließlich eine befriedigende Lösung finden würden. Bukarest, 20. Novbr. Dem Vernehmen nach wird die Session der europäischen Donau-Commission, welche heute beginnen sollte, nicht vor Dem 15. December eröffnet werden. Washington, 20. Novbr. Der junge Mann, welcher gestern auf Guiteau bei der Zurücktransportirung destelben nach dem Gefängnisse schoß, ist verhaftet worden. Man glaubt, wie aus seinem Benehmen ersichtlich, daß derselbe verrückt ist._____________________________________________________________________ Lokales. Gießen, 21. November. In vergangener Nacht kam eS zu verschiedenen Schlägereien, so daß Anzeigen wegen Körperverletzung erboben werden mußten, auch tn der Nacht von Samstag auf Sonntag kaum eine Schlägerei mit Körperverletzung vor. Gießen, 21. November. Auf die Anfrage bezüglich Wahrnehmung deS Erdbebens in der Nacht von Freitag auf Samstag wird uns von verschiedenen Seiten bestätigt, daß solches auch bei uns verspürt worden. So schreibt uns u.A. ein Leser: Habe in der Nacht vom 18. auf 19. d§. Mts. 5 Minuten vor V212 Uhr nach meiner Taschenuhr hier einige sehr kräftige Ervstöße verspürt; daS ganze Haus erzitterte, daS Bett, indem ich lag, krachte. Die Richtung der Schwankungen erschien mir von Norden nach Süden oder umgekehrt; ferner: „Etwa zur selben Zett, wie von Lollar angegeben, vernahm ich erst ein dumpfes Geräusch, auf das ich aufmerksam wurde. Gleich darauf schlugen die Thüren zusammen und alsdann verspürte ich eine wiegende Bewegung des Bettes, die von Nordwest nach Südost zu gehen schien und die so stark war, daß meine Frau aus tiefem Schlafe aufwachte". Sch. Wie das „W. T. B." meldet ist fast zur selben Zeit ein Erdbeben in Bonn, Köln, Elberfeld re. wahrgenommrn worden Achtes» Frankfurt, 17. November. Die Dienstmagd Barbara Klee wird beschuldigt, einer Lollezin eine Mark gestohlen zu haben. Mit den Worten: „Ja, meine Herrn, deß is nitt wohr, ich bin ganz unschuldig. Ich könnt der Person gor kaa Mark nett stehle, denn sie bat in chrem Lewe noch kää besotze." Zeugin: ,Hrrr Präsendent glawe se not deö nett. Ich halt' ää Vermöge von 1 JL 50 un al8 ich mer Worscht hole wollt zu met'm Frühstück, doo fehlt meer jo ää ganz Mark! So wahr ää Gott lebt ich hott die Mark am Tag noch vorher geseh'." Präs.: „Kann denn das Geld nicht auch von Jemanden anders gestohlen worden sein? Zeugin: Die Bärwel Hot se, die Bärwel Hot se' 's 18 mei Vrrmuthmasung. Ich Hot der Bärwel ääch noch gesagt, sie soll mit mer offs Revier gehe. Sie hot's aber bleiwe gelasie. Wenn mer rein is, Herr Pläsident, kann mer vor Gott uu' der Welt geh/' — Die Staatsanwaltschaft beantragte 14 Tage Gefängniß, die Richter sprachen jedoch frei, da die Angelegenheit nicht genügend aufgeklärt woroen sei. — In Zürich starb am 14. d. M. I. D. H. Temme, der bekannte deutsche Rechts- gelehrte und Romanschriftsteller, im Alter von 83 I:h:en (er ward am 22. Oktober 1798 zu Lette in Westfalen geboren). Nach Bekleidung verschiedener Bcamtenstellen tn Preußen wurde er im Jahre 1848 als Direktor an daS Oberlandesgericht zu Münster versetzt und nahm dann als A. geordneter an der preußischen Nattonalverjammlung, sowie an der deutschen Reichsversammlung in Frankfurt und Stuttgart Theil. Des Hockverraths angeklagt, verhaftet, aber freigesprochen, wurde er im Disciplinarwege aus dem Staatsdienste entfernt. Nachdem er Rcdacteur der Neuen Qderzeitung" und Rechtsconsulent in Breßlau gewesen, folgte er einem Rufe als Rechtsgelehrter an die Hochschule zu Zürich. Er veröffentlichte viele juristische und .beürtrlstrische Werke u»-d fand besonders als Crtminalist in weitesten Kreisen Anerkennung. 111 7027) 5 1/430 12^' 1/434 Ä der /SÄ« Frankfurt _ üble eine W BlulSvnvar nicht um \ L ch Lrch r Jagt« nach ment für * u L-rmögen. ßarb sie. _ (Grausam^ gnabtn W 3n6rfl fit vll'dm fteigesproc unb fast zur tab ton dem London der Dorfi-nd der obreich'e M »« aus« Härteste bestraft wurden zu den schwer dmlchten mußten. * Hit sondern mußtrn wegliefen, so wurden ftr die Lnlfivhenen Etwa« gelernt zu ha geseßt wurden, so w so hungrig, daß sie d um mit abfatttn ihr, foUen ohmSN >«'S 8lu,39^1976$ »flb/Ä.39^ Stt^ bet^ 7026) ®toftqOi *"N / feÄ ^6 33iq^ Gffentlilhr DerRechtsanwi klagt gegen den ftüher aohnhasl bekannt wo abwes' Vertretung mit b urtheilung des von 77 JL nebstj Vollßreckbarkeitser den Beklagten zl Handlung des Re Großh. Amtsgeriij Mittwoch den Volmstto 3m grneck i fröunfl wird dies vekannt gemacht. „ Tirßen, den 1 7645) Nxsj TnWschreiber^ Mäfbtü werden m der A schatt Zum 9 ,2 r>aß Arg 9 ! Mos ? \ N Bier, . Vähmafch den 21. N S!__tam Frankfurt, 16. November. [Belohnung einer guten Lhat.1 In einem benachbarten Dorfe lebte eine sehr bejahrte Jungfrau in anscheinend höchst ärmlichen Lerbältmssen. Die einzige vlntSverwantte. die sie besah, »rar ihre tm selben Orte lebende Schwester, die sich aber gar nicht um sic kümmerte. Sine- Lage- fiel die arme Person au« dem Bette und der legte sich dadurch recht schwer Weder ihre Schwester noch sonst irgend Jemand aus dem Hause kam, sie zu pflegen, btl fich endlich ein Mann, der von dem Vorfall gehört, sich ihrer onnahm und das, was die Schwester unterlassen, freiwillig besorgte. Am Abend des fünften Lages nach dem Unfall, als sich ihre Schwester immer noch nicht einfhütc, liefe sie den Bürger meister kommen. erklärte da» »on ihr vor einiger Zeit auf dem Amte -u H. hinterlegte Testa ment für kraftlos und schenkte zu Lebzeiten Demjenigen, bet sie liebevoll gepflegt hatte, ihr «an,es vermögen. Dasselbe bestand in ca. 50,000 X- Hm Abend des folgenden Tages starb sie. — lGrausame Behandlung von Schulkindern/! In London stand,n vor Kurzem \»ei »naben wegen Inbrandsetzung der St. Paul's Industrie'chule In Mile End vor Gericht, aber sie wurden freigesprochen, da es sich herausstellte, dafe die Angeklagten sebr schlecht behandelt und fast zur venweiflung getrieben worden waren. Die Sache erregte ein solche« Aufsehen, dafe von dem Londoner Schulamt eine Untersuchung angeftellt wurde. Rach der Anklage war der Vorstand der Schule schon seit Jahren nicht mehr zusammengetreten, die den Ämtern verabreichte Kost war schleckt und ungenügend; für da« geringste vergehen wurden die Kinder aufs Härteste bestraft, mitunter sogar an Händen und Füfeen gefesselt ; selbst kranke Kinder wurden zu den schwersten Arbeiten angehalten, die sie oft bei der strengsten Kalte im Freien verrichten mufeten Die Kinder mufeten borfufe und tn Lumpen gehen, erhielten keinerlei Unterricht sondern mufeten entweder Säcke nähen oder Holz zerhacken; obschon die Ämter bäusig toegltefen, so wurden der Regierung und dem Schulamt dennoch die vollen Unterhaltungskosten für die Entflohenen angerechnet; di, Kinder wurden oft in die Welt geschickt, ohne irgend Etwa« gelernt zu haben; obschon Lst. 3 für die Ausstattung eine« jeden entlassen Kinde« ausgesetzt wurden, so wurden dieselben nur mit alten Kleidern versehen. Die Kinder waren oft so hungrig dafe sie den Hunden ibr Futter Wegnahmen, oder die Kehrichthaufen durchsuchten, um mit Abfällen ihren Hunger zu stillen u. f. w. Die Untersuchung ist im Gange. Mittler weile hat aber der Minister des Innern der Schule das Certtfieat entzogen, und die Kinder werden so rasch als möglich in anderen Schulen untergebracht werden. Handel und DerFehr. Grünberg, 20. November. (Fruchtpresse vom 19. November.) Weizen X 24,14 Korn X 20.38, Gerste X 16 26, Hafer 16.10, Erbsen X 20.58, Lein X 27.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 3.00. Durchschnittspreis pro 100 Kilogramm. Frankfurt, 19. Rovbr. (Marktbericht). Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. X 4 00—6 50 Stroh X 4.00—4.40, Butter 50 Kilo X 90—00, im Detail 1. Qualität bat Pfund X 1.20—00, 2. Qualität da« Pf. X 1.10-0», Eier das Hundert X 5.00—6.00. Ochsenflei,ch per Pfund 60 70 Kuh, Rind und Farrenfleisch 40—55 H, Kalbfleisch 40—55 H, HammelfleOck 35—65 Schweinefleisch 70-80 ein Hahn X 1.80—2.20, ein Huhn X 1.60—2.0t» e.ne Ente X 2.50 3.00, eine Taube 50—60 H, Gans X 4.00— 8 00, Has er da« Stück X 2.50—3.50, Poularden X 2—2.60, Rebbock das Pfd. 70 -80 H, Kapaunen .* 2.50 -3, Wälscher Hahn X 9 -12, Kartoffeln 100 Ko. X 3.50—5.00, Äoblfraut 20 Blumenkohl 1 St. 30— 60 H, Wirsing 12 — 15 H, Gelberüben 1 Bund 00—0 Ä, Zwieb r 1 Bund 0 H Sellerie da« Stück 30—00 ÜReerrettig 1 Stück 10—15 Spargel das Pfund 30 H, Romain-Salat 00—00 Endivien 10 - 0 , Rothkraut 15—20 H, Weifekravt 10—12 3), Hrttschoken 00 00 J), Erbsen da« Pfd. 00 Bohnen 100 Pfund 0—00 X, Kartoffeln bas Gescheit) 0 - 00 da« Malter X 0.00—0.00, Kopf-Galat 00 Spinat 30—50 Schnittlauch da« Gebund 0 Kohlrabi per Stück 3—5 H Frankfurt a. AK., den 21.Novbr., Nachmittags 2 Uhr 10 Miw-Lelegr. CourSber'chi. MtlgctheiU durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Eredil actien 313^/r, StaalSd.- lctien 279'/,, Galizier 266>/i, Oeft. Silberrente 67, 4% Unga’. Goldrente 77'/,, 4°/0 1880er Russen 74’/ie, 2. Orient-Anleihe 60*/8, 5% Rumänisch» Rente S91 /4, Lombarden 1292/«. Tendenz schwächer. Allgemeiner Anzeiger. iSeffenttiche JulltUung. Der RechtSanwalt Kraft zu Gießen klagt gegen den Ludwig Fritz, früher wohnhaft in Langd, jetzt unbekannt wo abwesend, auS anwaltlicher The Singer Manufacturing Co IVew-Tork. (7657 Heute treffen Großb Gerichtsvollzieher. 7651) SelterSweg. Müller. 7351) Müller. 7027) TOorfffttn«/. 74131 äuSbura 76611 vicnltag Öen 29. Novcmbrr, Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofratthe des Georg Boos: Flur 1/202 , 81 Mtr Hofratthe in der Löwengasse meistbietend versteigert werden. Gießen, den 7. November 1881 Grobherzogliches Ortsgericht. 7408) Eine Drehbank nebst eupport billifl zu verkaufen. in _ _________ 7627) Täglich frisch abgekochren Schinken empfiehlt Karl Burkhardt, Neustadt. 7653) Hasen, per Stück 3 X und Nehbraten sind zu haben bei Wildhändler CM# Marktstraß frische Schellfische in Eisverpackung ein. J. A. Busch Söhne. Anis formen empfiehlt (7497 Louis Pony« 7648) Oefen, Herde, Feue rungsgegenstande in schöner Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt A. Kröll, Federweißer bei Ä. Steuernagelt 7656)Brandgaffe. The Singer Manufacturing Co., welche auf dem Gebote der Nähmaschinen-Jndustrie von jeher das Hervorragendste leistete und deren System für Familien- und für Handwerker-Nähmaschinen vom Publikum als das beste anerkannt und deshalb von fast allen Fabrikanten als daS mustergültigste adoptirt und nachgemacht worden ist, bat wiederum ein vollständig neues dtahmaschinen-Tystem erfunden, das sich durch feine Vorzüge von allen bis jetzt bekannten Systemen gänzlich unterscheidet. Die in Amerika, Deutschland (D. R.-P. 3895, 11392, 13705), England, Frankreich, sowie in allen übrigen Ländern Europas paientivte e e Ringschiffchen-Nähmaschine mit osc llirendem Schiffchen, arbeitet ohne Kammräd.r; das Schiffchen, von gänzlich neuer Construction, wird nie herausgenommen und ist keiner Abnutzung unterworfen, ebensowenig wie die übrigen Hauptthetlc und Wellen, die sämmtlich am nachstellbaren Stahlsp'tzen laufen und deßhalb der Maschine Nicht nur eine unbegrenzte Dauer, sondern auch einen so leichten und geräuschlosen Gang verleihen, wie solcher bisher bei Nähmaschinen nicht erreicht ist. . . Die Sch ftchenspule nimmt doppelt so viel Faden auf. wie die gewöhnlichen spulen, und der Fadenhebel arbeitet ohne Feder, wodurch der Anzug des Fadens in der denkbar gleichmäßigsten Weise erfolgt und in Wäsche wie in Tuch ober L.der ohne Wechselung der Spannung ein so schöner und elastischer Stich erzielt w rd, wie ihn feine andere Maschine heroorbnngen kann. Dieses neue Nähmaschinen-Sysiem ist etr. Meisterwerk ber Erfindung wie der Mechanik und giebt aufs Neue den Beweis, wie die Singer Co- stets bestrebt ist, nur das Voizüglichtte ah leisten, unbekümmert um die Anseindungen Anderer, die nie e:ne eigene Maschine erfunden u d nur unbedeutende und nebensächliche Veränderungen als Verbesserungen hinstellen, tn der Hauptsache aber fremde Erfindungen aus nutz en und trotzdem dieselben herabzusehen suchen, wo fie können (jZöö G. Neicllinger, Gießen, Vahnhosllraße 226. Vertretung mit dem Antrag aus Ver- urtheilung des Vertagten zur Zahlung von 77 JL nebst Zinsen und vorläufige VollstreckbarkeitSerkläruug und labet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht zu Gießen auf Mittwoch den 11. Jan. 1882, Vormittag- 9 Uhr. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Gießen, den 17. November 1881. 7645) Neidhart, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Mittwoch den 23. Nommbrr, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett' scheu Hosraithe (Wirthschaft «Zum Schwanen-) 1) 2 Faß Branntwein (Nordhäuser), 2) 1 Faß Most, 3) 1 Faß Bier. 4) 1 Nähmaschine meistbietend gegen Baarzahlung versteigert- Gießen, den 21. November 1881. Bauer, Schleier in jeder Art empfiehlt • (7655 Julius Schulze. Siels frische Hasen, per Stück M 2.SO bet Wilvhänvlcr J. Hermann, „Wcinfaal", empfiehlt allen Weinkennern einen vorzüglichen Rheinwein ä Schoppen 50 Pf. Dieser Wein hat bei vielen Weinkennern allgemeinen Beifall gefunden und kann solcher allen Freunden von einem guten Schoppen nicht genug empfohlen werden- Für die Reinheit des Weines wird garantirt- (7200 Patent-Chemisetts (Vorhemden) ganz besonders praktisch auf wollenen Hemden zu tragen und gleichzeitig zur Ersparung der Erneuerung von Hemden-Emsätzen empfiehlt 5629)_______H. Nübsarnen. Zur Saison hatten uns dem hiefizen und auswärtigen Publkum mit unserem reichaffortirten Lager in allen Sorten Wiuterschuhen zu den billigsten Preisen bestens empfohlen. 6352) Ph Nau & Cie 6940) Ein Manufaktur- und Colonialwaarengeschäft ist unter günst. Bedingungen zu verkaufen event. zu verpachten. Näheres bei I. Blitz. "Köhlenkasten, Kohlenlöffel und Stocheisen empfiehlt Wilh, Seibert, Keilgeboienes. 6459) Zwei Uniform-Röcke (für Unteroffiziere) sind billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. ds. Bl.________ 7647) Prima gewaschene Nust Fohlen, Hessenbrücker Braun Fohlen, Fletnee Hol; empfiehlt -1. Hröll, Seltersweg. Goldgelb und haltbar geräucherte Kieler Sprotten beste große, 200 St. ca. pr. Kiste X 2 —, do. p 2 Äfi. X 3 50, p 4 Äit. , 6 50, Speckffunderu.ftisch gerch., 2) p. Kft. w 3 —, Lachshäringe, baltb., gr. fette 30 p. Kst. „ 3.50, Frische Schellfische, ausgew., 5 Ko -Kst. w 3 —, Frischer Leedorich, do. 5Ko -Ktt 2 75, Fr Schollen (L ounge gen ) 5Ko.-K „2.75, zollfrei und franko pr. Postnachnahme 7450 E. H. Schulz in Altona b. Hamburg. Dicnliag den 20. Sormber, Vormittags 11 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hoftaithe ber Ludwig Lang Ehefrau: Flur 1/430 12 Mtr. Hofraum, Mtttftätte in der Judengasse, 1/434 44 Mtr. Hofraum daselbst, 1/143 125 Mtr. Hofraitbe auf der Mäusburg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 7. November 1881. Großh. Ortsgericht. 7336) Mütter. Ahorn-Laubsägeholz in großer Auswahl empfiehlt (7412 Wilhelm Seibert, Montag Örn 5. Dczrmbrr, Vormittags 10'/, Uhr, sollen aus hiesigem Ortsgericht die Immobilien deS Johannes Schneider II. dahier Flur 3977Vio 1076 Mtr. Grabgarten rechts des Wiesecker WegS, 39 77’/to 393 Mtr. Hofratthe daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22. Oktober 1881. Großherzogliches Ortsgericht. 7026)___ Müller.__ Montag dkn 5. 9cumber, Vormittags 10 Uhr, sollen auf diesigem Ottsgerickt die Grundstücke der Christian Horeyseck Ehefrau Flur 19 165 506 Mtt. Acker am Mittelweg, 166, 167, 168, 1937 Mtt. daselbst, 24/116 3819 Mtr. Acker am halben Zehnten, 29/79 2875 Mtt. Wiese am Erdkauter-Weg, meistbietend versteigert werde-. Gießen, den 22. Oktober 1881. Großh. Ortsgericht. >ach Mass unter Garantie 1 ij. fiiibiamtn .1. II. Fuhr. Sonnenstraße 104 empfiehlt: (7628 WaeHspuppen in allen Größen von 20 an, Puppengestelle in Stoff und Leder, Puppenköpfe in Porcellan u. Wachs, mit und ohne Frisuren, Arme, Beine, Schuhe, Strümpfe, sowie seine große Auswahl angekleideter Puppen von den billigsten bis zu den feinsten. Avis für i Ausverkauf I von 7663) Preis-Courant l M Spools, 80 Z)ards, per Dtzd. 50 Pf. M Spools, 500 Hards, per Stück 20 Pf. Kartenfaden, per Dtzd. 12 Pf. mit ich eine große Auswahl in M o o 35 50 6 M Elsässerfaden, M Reihfaden, M ^rtfirfämme per Stück 25 Pf. W edaubfämme per Stück 10 Pf. Hiermit zur gefälligen Nachricht, daß ich von Dienstag M den 22 November ab meinen großen bekannten Aus- Ä verkauf in Manufactur- und Kurzwaaren, welcher I nicht länger als 14 Tage dauert, abhalte, und bitte daher M um zahlreichen Zuspruch. M M. Marx aus Welzlar i im früheren Lätzen Des Herrn | Ruchhäntzler -ferber I Das Derkaufslokal befindet sich, wie oben bemerkt, | im früheren Laden des Herrn Buchhändler Berber' M = Schulstraßc 29. - ' I Das Geschäft bleibt von Mittags 12—1 Uhr geschloffen M M. Marx aus Metzlar, g W Zu gleicher Zeit empfehle (' _____ ______ M Cachemire, Seide und Sammet und eine große U -I Partie Kleiderstoffe von 50 Pf. an per Meter, Buckskin | M Per ^etcr 3,50, Nntcrhasen, Unterjacken, sowie oer< M schictenc in dieses Fach einschlagende Artikel, welche nicht so « W genau anzugeben find. M V zu unbedingt M Terneauwolle, 20 Gramm, schwarz Ä und weiß, 20 Pf. M Terneauwolle, 20 Gramm, farbig, ■ 25 Pf. Ä Strickwolle, das Zollpfund von 2 M. H an. M Strickbaumwolle, das Zollpfund von M M. 1.25 an, M Zeichengarn. H Stiften, ," 8 M 25 Stück echt engl. Nähnadeln H Goldohr 10 Pf. W Shawlsnadeln, per Dtzd. 6 Pf. U Karlsbader Stecknadeln, 300 Stück V 20 Pf., M 25 Stück polirte Haarnadeln 3 Pf. M Fingerhüte per Stück 3 Pf. '■( 36 Stück weiße Porzellanknöpfe 4 Pf. M 24 Stück schwarze Porzcllanknöpfe ■l 4 Pf. festen Preisen. Kleiderlitze per Stück 25—70 Pf. \ Glycerinseife per Dtzd. M. 1.80. , Einnähkordel per Dtzd. 15 Pf. (I Schnürriemen per Dtzd. 10 Pf. ) Schnürriemen von Kameelhaar, per (I Dtzd. 15 Pf. \ Perlmutterknöpfe per Dtzd. 12—20 Pf. i Kleidcrknöpfe per Dtzd. 10—30 Pf. v Haken und Oesen, 12 Dtzd. schwarz Z Haken und Oesen, 12 Dtzd. weiß 15 Pf. \ Pariser Nähseide, das Loth 1 M. Stopfnadeln, per Dtzd. 6 Pf. Sicherheitsnadeln, per Dtzd. 6 Pf. Weißer Piquä, per Mtr. 45 Pf. y Weißer Doppel-Pique, per Mtr. 70 Pf. i Shtrting, per Mtt'. 20-40 Pf. II Chiffon, per Mtr. 35 Pf. \ Vorhangstoffe, per Mtr. 30—75 Pf. (I Hausleinen, per Mtr. 50—75 Pf. ) Blauleinen für Schürzen, per Mtr. 75 Pf. « Bettbarchend, per Mtr. 60 u. 90 Pf. i Gedrucktes, per Mtr. 50 Pf. Piquödecken per Stück M. 2 u. 2.50. Corsetten per Stück M. 1 bis 2.50 (I in Manufactur & Kurjwaarm Stäötifcfje Hauilels-8chuse (veuffanal) JL Herren-Jappen Schlafröcke „ 15 6 8 20 6 v4t. v. 8 an „ Säcke „ Anzüge Knaben-Hosen 8 „ 24 , 3V2. Herren-Hosen Kaiser-Mäntel Knaben-Anzüge Herren-Winterüberjieher v. 20 an, Knaben-Paletot Frankf. Waarexi-Bazar 7422) Schulstraße 17, ! neben der Expedition des Gießener Anzeigers. Auf Abzahlung sowie gegen Baar, offerirt in großer Auswahl zu billigsten Preisen, in nur solider Anfertigung: Berliner Ueißbier-Sparoerein. Jeder Käufer einer Weißen erhält bet Baarzahluvg eine Marke. Der Bkfitzer von 10 Marken erhält dann schon die Zinsen, nämlich bet der elften Weißen, welche Ihm gratis verabfolgt wird. (7658 Hauptcomite ______bei Otto Luft, „Zum Löwen." OOOOOOOIOOOOOOOOOOOIOOOOOOOO 0 7654) Wir beehren uns, unseren Freunden und Bekannten T die glückliche Geburt eines Töchterchens ergebens! an- V ö zuzeigen. Q 0 Giessen, den 20. November 1881. Q 0 Äug. Oppenheimer und Frau, geb. Landau. 0 0 o aooooQOOoooooooooooiooooooa ---Circus Lorch.--- Heute Abend 8 Mr: Letzte Haupt- tttttl Ab- schied*- Vor st et tun ff. Für den mir gewordenen zahlreichen Besuch herzlich dankend zeichne mit aller Hochachtung Adolf Lorch, Director. Rechnungen find heute Abend an der Kasse vorzulegen. ’&eibil uuö Waschsritk, Schwämme und Fensterteder empfiehlt (7496 __Louis Lonff. Nach Vorschrift des Universitäts- Professors Dr. Harless, Königl. Geheim. Hofrath in Bonn,gefertigte: Stollwerck’sche Brust-Bonbons, seit 40 Jahren bewährt, nehmen unter allen ähnlichen Hausmitteln den ersten Rang ein. Gegen Husten und Heiserkeit gibt es nichts Besseres. Vorräthig ä 50 Pf. in versiegelten Packeten in den meisten guten Colo- nialwaaren-, Droguen-Geschäften und Conditoreien sowie Apotheken, durch | Depötschilder kenntlich.____________ 2954 Bermiethungen. 7644) Ein Familienlog's zu vermiethen bei Wtlh. Schmall, Grünberger-Straße _ 7646) E'N möbl. Z'mmer zu vermiethen. __Bahnhofstraße 133. _ 7660) Ein Stübchen mit Bett zu ver- mietben bei I. Zörb, Mäusburg.___ 76591 E n Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche mit Pumpe, Keller und Boden, zu vermiethen. ______________ Wollthorftraße A. 227. 7583) Eine Familienwohnung ~ von 3 Zimmern, sowie eine desgleichen von 2 Zimmern ’u vermiethen. Fr. Müller II. 6907) Ein freundl. möblirtes Zimmer m oenn. Marktftraße D. 25, 1. St. 6214) Der 3. Stock meines Hauses, 6 Z'mmer mit. allem Zubehör, zu vermiethen. Dr. Ploch. 7261) Em Familienlogis per 1. Dezbr- zu vermiethen._________Wetzsteingasse 60. 7597) Ein kleines Mansardrnlog 9 zu. vermiethen. Ludwig Orth, Neue-Bäue. 7594) 4 Zimmer mit Zubehör zu veH miethen; auch können dieselben einzeln vermiethet werden. I. Becker, Wallthorstraße 148. 7555) Em kleines Familienlogis sofort zu vermiethen. W. Lo.ber, Bücke:. 5105) Eine Familienwohnung im l.Siock zu vermiethen. A. Ruftng, Bahnboi. 7482) Zimmer mit Cabinet und Küche an anständige Leute zu vermiethen im ______________Darmstädter HauS. 7592) Ein Familienlogis zu vermiethen _________bei Karl Heil, Schloßgoss.. 7600) Möblirtes Zimmer zu vermachen! Wilh. Herbert, Markt B. 15. vermischte Anzeigen. 7643) Eine junge Dame erth. lt Klavierunterricht, sowie Privatunterricht im Französischen u. Englischen. Zu erfragen bei Prof. Bratuscheck, Wilhelmsstraße. Dienstag Abend: Großes Loncert von der bekannten Familie Müller im Gasthaus Zum Löwen. ______ Anfang 8 Uhr. (7662 7649) Einen Lehrling sucht Dhilipp Henkel, Stuhlmacher. ITf 9Q hat das Bügeleisen ge- £11» Ov wonnen.___________(7650 7636) Privatunterricht zu ertbeilen gesucht. Näh, bei der Exped. ds. Bl- Akademisches Hospital. Wärter gesucht. (7616 7622) Ein in allen Arbeiten erfahrenes Mädchen sucht Fräulein Heichelheim, Südanlage. 7546) Eine perfekte Weißnäherin gesucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. verantwortliche Redaction: A. Sch-ydo. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr Pietsch) in Gießen. Bureau r Schul In lieben getroffen: i) Die Bern schnallen t Dienste o: Polizei-Re derjenigen ihre Dien betreffend, das Kehr« nehmer je hülsSpersi 2) Als Taxe a) für bai b) für davor \ 1 vor Gießen, „. > Bu, * ldrunbergerf Gießen, «Ä? diehen 12000 beiden Posten.^" M 8 ™ ’ me§ Aus Mn149 $aate H»nu ÜM'« S ktt «f Kaan Jj“"' »an 8, «oo8^11«in lkld wird 1D1 E •« «S* S’s'Ät LMen i e>0e ? ’jitsfräite die < X-te’4? «Jttun« Ä 20. SVy iS 188i”bt" -eg,, s?^äw? ln bln "'"ft tz,