Kandidatur seines Landsmannes, des Finanzministers Sherman. Als weder Grant noch ein anderer Kandidat trotz zahlreicher Wahlgänge bic Majorität erlangen konnte, ward im 35. Gange Garfield als das „dark horte* zur Wahl gestellt und, da ihm alle bi-her gegen Grant abgegebenen (stimmen im 36. Wahlgang zufielen, am 8. Juni einstimmig als der republikanische Kandidat für die bevorstehende Prasidentenwabl proklamirt. er wurde denn auch, da die republikanische Partei in dem Wahlkampfe die Oberhand erhalten hatte, zum Präsidenten gewählt und zog am 4. März d. I. als Nachfolger von B. Rüther sord Hayes in das weiße Haus zu Washington ein. Am 2. Juli traf ihn bic Kugel Guiteau S, ber er nun auch, nach langen Leiben, erlegen ist. (Tie Rachncht vom Tobe bes Präsidenten traf außerorbeMlich rasch in Europa ein. Rach unserer Jcit starb ber Verblichene gegen 5 Uhr Morgens. Dir waren bereits um 8 Uhr im Le sitze ber Depesche unb konnten unser Ertrablait bereits V« Stunbe später anschlagen unb in ber Stabt austraqen lasten. Reb. b. Tklkgraphische Depeschen. Wolff'- telegr (sorrespondenz-Bureau. Berlin, 20. Septbr. Der Gesandte v. Schlözer ist heute Mittag aus Rom hier etagetioffen. — DaS ^Mtlitärwochinblatf veröffentlicht die Ernennung des Prinzen Wilhelm zum M^jor, welcher ä la suite des ersten Gardereziments gestellt utij von Snfanz October an aus em Jahr zur Dienstleistur.g beim Gar^t» Husarenregiment commanbnt ist. Frankfurt, 20. Septbr. Der bisherige Reichstagsabgeordnete Sonnemann hat die ihm für den hiesigen Wahlkreis angetragene Candidatur angenommen. Die hiesigen National-Liberalen haben den Assessor Jung in Köln als Eandidoten für den Reichstag ausgestellt. Breslau, 20. Septbr. Die „Schles. Dolksrtz." stellt die Nachricht von einer unmittelbar bevorstehenden Rückberufung der Bischöfe vpn Breslau, Limburg unb Münster in Abrede, ist dagegen in der Lage mritzuthetlen, daß in Paderborn, Osnabrück und Fulda demnächst statt der Bisthumsoerweser Bischöfe ernannt werden. Karlsruhe, 20. September. Die Cioilttauung der Prinzesim Vittona m,t dem Kronprinzen von Schweden fand heute 9?adimtttag V,x Uhr^in dem Munttaale des Schlosses durch den Bürgermerster Dr. Güntber, welcher aIt anb ? 5 b e a m t e r rungirte, statt- Lei diesem Akte, welcher durch den Ltaatsmi^ister zurban em geleit et wurde, waren anwesend: Ihre Majestäten der König und die Königin oon^Schweden, Ihre K. K. Hohctten der Kronprinz und die Kronprinzessin, die Prinzen Star, Earl und Eugen von Schweden, der Erbgroßherzog, iow:e die Prinzen Ludwig und Wilhelm und die Prinzessin Wilhelm von Laden. Zu der kirchlichen jner, welche um cP 2 Uhr m der Lchloßkirche stattfand, waren auch die Mmister, dre Generalität, die Lp'tzen der Eivil- und Milstärbehörden, d^e Srandesherrn, die Ercellenzen, der Oberbürgermeister, die Rärhe erster und zwe ter Clasie, die höheren Richter unbJ3ertreter der Cfficiers Corps geladen. Bei dem Festzuge vom Marmoriaal zur Lchloßkirche wurde die 1S81. ' c 3 Q ) •*>□ 5 oQ Q i i ender n. I, Pafit5. fif«- M Wtn :l Wutnaw 191 _ unb biß ' Alchens Vtbn ift crtbrlt vrrr , SdttrMot- Aisk'igk- unb Amtsblatt für bcn Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Au-nahme des Montags I Schulstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Amtlicher Hheit. Betreffend: Den im October 1881 vorzunehmenden Wiesengang. Gießen, den 19. September 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die (^roßherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Arttkel 7 der Wiesenpolizei - Ordnung ist im Monat October der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldfchützen und Liesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deßhalb, dieselben hierzu baldigst aufzusordern und die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens zum tobt k. M. anher vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche Sie bei dcm im März I I. vorgenommtnen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht; 2) welche Anordnungen von den Wtesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden find oder vorgeschlagen werden; hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos rc.; aus die Entfernung der Herbstzeitlosen, des ErdauSwurfs auS den Be- und Entwässerung-- gräben, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und EntwäfferungSgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. 3) VerbefferungSvorfchläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. October 1830, RegierungS'Blatt Seite 365, Anwendung findet. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen rollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen aus Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls find die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Da- Protokoll über den Rundgang ist von allen Thrilnehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied deS Wiesenvorstandes verhindert, am Rundgange tytil zu nehmen, so ist dieS am Schluffe des Protokolls zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei OrtSeinwohnern, welche Viesen besitzen, oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstande- vernehmen und un- die Anträge des Gemeinderathes in besonver^r Verhandlung vorlegen. _________________________ Dr. Boekmann.____ Betreffend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzogthum Heffen. Gießen, am 19. September 1881. imt ?ll Nr. 51 tM- jeile Don.^ er Herrens mit Kromuul hs? . 75 it. -.4 Hilt ä' ZS r^c. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die OrtssckulVorstande des Kreises. Sie wollen, soweit dies noch nicht geschehen, alsbald die in obigem Betreff zu erstattenden Berichte einsenden. Dr. 03 o r f in a n n. peutMand. Darmstadt, 18. September. Se. König!. Hoheit der Großherzog xben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 15. d. MtS. in Gemäßheit der Irt. 3 und 6 des Gesetze- vom 17. Juni 1874, die landständische Geschäfts- rrdnung betreffend, den Mtristerialrath v. Werner zum landesherrlichen sommiffär für die erste Kammer, sowie den Geh. Staatsrath Knorr und den Kmsterialrath Weber zu Mitgliedern der landesherrlichen Einweisungs« iommission für die zweite Kammer allergnädigst zu ernennen geruht. — Ee. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht: Am 13. Septbr. der am 25. v. MtS. durch die Stadtverordneten zu tffenbach erfolgten Wahl des Mitgliedes der Stadtverordneten-Dersammlut g . Dr. med. Hrinrich Lemser daselbst zum Bürgermeisterei'Beigeordneteu der Kreisstadt Offenbach die Bestätigung zu ertheilen. Amerika. Washington, lieber den am Montag Abend verstorbenen Präsidenten Garfield »röffenllicht die ,Franks. 3-* nachstehende Biographie: James Abraham Garfield wurde am 19. November 1831 in dem kleinem Torfe Crange m der Grafschaft Cuyahoga im Staate Lhio geboren. Der Bater Garfields, dr früh starb, hinterließ seine Frau in den dün'tigsten Lerhältnifsen, in Folge defien auch Nr Erziehung und Bildung des Sohnes wenig Aufmerksamkeit gewidmet werden konnte, bnige Zeit mußte Garfield seinen Unterhalt sich mühsam als Taglöhner verdienen, später Mb er Kutscher und hierauf Bootsniann auf dem Pennsylvania und Lhio Kanal. ^2er tzoße Diffensdrang, der ihn beseelte, ließ ihn aber unablässig an feiner geistigen Fort- Nlbung arbeiten und es gelang ihm endlich »m Jahre 1849 in eine ofientiiche Lehranstalt Mziltreten. Trotzdem er gezwungen war, sich fernen Lebensunterhalt durch eigene Arbeit st erwerben, studirte er mit solchem Eifer und Erfolg, daß er IBoU als Lehrer an einer bezaksschule wirken konnte. Von 1854—56 besuchte er das Williams College und erwarb ich dort solche umfasienden Kenntnifie in den klassischen Sprachen, daß er im Jahre 1>57 Ss Lehrer dersnden an das Jnstimt zu Hiram (Shio) berufen wurde, an welchem er später die Stelle des Präsidenten bekleidete. Gleichzeitig ließ er sich auch als Adoo- Nt nieder und wurde zum Mitgliede des Senats von Lhw erwählt. Ein begeisterter latänger der Union warb er beim Beginne des Bürgerkrieges im Jahre 1861 das 12. Ijy.ment an, das aus Freiwilligen des Staates Lhio bestand. An der Spitze desselben kntofte er mit Glück in Ostkentucky. Am Tage des Sieges von Preftonburgh am 11. Jinuar 1862 ward er zum Brigadegeneral unb nach der Schlackt bei Shlloh (16. April), v. welcher er die 20. Brigade befehligt hatte, zum Stabschef des General Aofccrons knirbert. Degen seiner hervorragenden Leismngen in der Schlacht bei Chickamauga |1>. September 1863) erhielt er den Titel und Rang cities Generalmajors. Im Oktober 1S62 wurde er im 19. Bezirke Ohios zum Mitgliede des Kongrefies erwählt. Hür gehörte l: Aä den angesehendsten Mitgliedern der republckani'chen Partei und wurde im Jahre 1877 einer Führer derselben. Während der Wahlkampagne im Jahre 1880 stand er an der Spitze . Kl Delegation von C^io unb oertrat auf der Konvention in Chicago (Juni 1880j die rinressin-Braut von Sr. Majestät dem Kaiser und Sr. Majestät dem König von Schweden geleitet, der Kronprinz von Schweden von Ihrer Majestät der Königin und von der Herzogin von Coburg; dann folgten Ihre Kgl. Hoheiten der Grogherzog und die Großherzogin, der Kronprinz von Dänemark mit I. K K- Hoheit der Kron- vitnzessin Se K. K. Hoheit der Kronprinz m t der GroßsürMn Michael, der Groß- fürst Michael mit der Prinzessin Wilhelm und der Großherzog von Hessen mit der Erbaroßherzogin von Mecklenburg-Schwerin. Ihnen schlossen sich die übrigen Fürst- lickkeiten an. Beim Eintritt des Zuges, dem die Hofchargen vorantchntten, in die Kirche ertönten die Klänge der Orgel, während die Herrschaften zur Rechten und zur Linken tm Schiff der Kirche ihre P ätze einnahmen. Dem Altar gegenüber nahm das Brautpaar Aufstellung. Prälat Doll vollzog die Trauung. Als Text für die Traurede war 1 Buch Moses Capitel 12, Vers 2 gewählt, welcher auch bei der Trauung des Groß- berroas zu Grunde gelegen hatte. Beim Wechseln der Ringe wurden 36 Kanonenschüsse gelöst. Rach Beendigung der Trauung erfolgte die Emsegung I. König!. Roheiten des Großherzogs und der Großherzogin, der Großherzog trug einen Silber- ?weia und die Großherzogin einen Silberkranz. I. Maj. die Kaiserin wohnte der feierlichen Handlung in einer von Blumen verdeckten Loge bei, an welche Se. Majestät der Kaffer mit I. Maj. der Königin von Schweden nach Beendigung der Trauung berantrat. Der Kaiser hatte der Trauung stehend beigewohnt. Der Zug verließ sodann in der erstgedachten Reihenfolge wieder die Kirche und begab sich nach dem rolheu 3’mrner wo die Cour des diplomatischen Corps ftattfand, und dann nach dem Marmorsaale zur Desilircour. Nach der Cour fand im Schlosse Familiendiner und Marschallstafel statt. Die Stadt ist glänzend erleuchtet. Paris, 20. September. Nach hier etngegangener Meldung hat gestern Abend aus dem Bahnhöfe zu Dole ein Zusammenstoß von zwei Personenzügen stattgefunden, wobei 29 Personen verletzt wurden. Washington, 20. Septbr. Der Viceprästdent Arthur hat gestern Abend in seiner Wohnung vor zwei Richtern des obersten Gerichtshofes des Staates New»Dork den E'd geleistet und den General-Staaisanwalt Macve igh telegraphisch ersucht, der Wittwe Garfield's sein tiefstes Beileid auszudrücken. Long'Branch, 20. Septbr. Ucber das Hinscheiden des Präsidenten wird Folgendes bekannt gemacht: Kurz vor 10 Uhr besuchte Dr. Bich den Präsidenten und fand eine Pulsbewegung von 106 und den Gesamu tzustand so, daß er eine ruhige Nacht verhieß. Garfield erklärte aus Befragen, daß er sich ganz erträglich befinde und sank kurz darauf in einen etwa 15 Minuten dauernden Schlaf, aus welchem er wegen großer Schmerzen am Herzen erwachte. Dr. Bliß wurde herbeigerusen, fand Garfield nahezu pulslos, den Herzschlag fast nicht erkennbar und erklärte, daß der Präsioent im Sterben liege. Die Gemahlin des Präsidenten und die übrigen Aerzte wurden herzu- gerufen. Um 10 Uhr 50 Mm. erklärten die Aerzte, daß der Tod eingetreten sei. — Um 11 Va Ufor Nachts sand ein Cablnetsrath statt, nach welchem die Eabinetsmitglieder Windom, Hunt, James, Macveagh und Ktrkwond an den Viceprädent Arthur telegraphirten, daß es ihre schmerzliche Pflicht sei, ihn von dem Tode des Präsidenten zu benachrichtigeu und daß sie ihm glaubten empfehlen zu sollen, daß er unverzüglich den Eid leiste und mit dem ersten Zuge in Long-Branch eintreffe. — Nach den vorliegenden Nachrichten hat der Tod Garfield's in ganz Amerika die tiefste Trauer hervorgerusen, von vielen Kirchen in den Unior sstaaten ertönte noch gestern Abend das Trauergeläute. Die Jour- nale in den Südstaaten veröffentlichen bereits heute Trau^rartikel. Long-Branch, 20. September. Dr. Bliß glaubt, daß der Tod des Präsidenten in Folge ei' er Herzneuralgie, hervorgerufen durch verdicktes Blut, welches den Blutumlauf verhinderte, emgctreten sei. Die Autopsie der Leiche wird heute Nachmittag stattsinden. Die Geschäfte sind in den gesummten Unionsstaaten suspendirt. — Der Gouverneur von Washington ordnete einen dreißigtägigen Trauerschmuck des Capitols an. — Der Gouverneur von Alabama hat eine Proklamation veröffentlicht, in welcher er die Bevölkerung aufforderte, den Gefühlen des Schmerzes anläßlich des Todes des Präsidenten öffentlichen Ausdruck zu verleihen._________________________ Lokale- Gießen, 21. September. Schwurgerichts i itzung am 20. l. M.: gegen Heinrich Dietz von Asienheim wegen Meineids. Die Geschworenen erkannten denselben für schuldig und wurde er demgemäß in eine Zuchthausstrafe von einem Jahre und sechs Monaten verurtbeilt. Gießen, 21. September. Der auf den 26. und 27. und 28. September l. Js. vor Großb. Schwurgericht der Provinz Oberhesien anberaumte Hauptverhandlungstermin in der Strafsache gegen Jacob Wagner II., Holzbändler von Gießen, und Consorten wegen Brandstiftung, Meineids, betrüg. BankeruttS rc. ist auf den 3. Oktober lfd. Js., Vormittags 9 Uhr, verlegt worden. — In einem circa 130 Fuß tiefen Brunnen einer Cigarrenfabrik bei Rodheim a. d. B. sollte heute Morgen eine Reparatur vorgenommen werden. Ein Zimmermann aus Rodheim stieg zu diesem Behufe in den Brunnen, um Raum für den hinabzulassenden Eimer zu schaffm. Plötzlich merkten die Obenstehenden, daß der Z'mmermann mit dem Arbeiten aufhörte und ent- 1 oeckten zu tbrem größten Schrecken, baß derselbe von jedenfalls giftigen Gasen betäubt in das ca. 10 Fuß tiefe Wasser gefallen und bereits tobt sei. Sofort angewandte Versuche, mittelst Haken den Körper aus dem Wasser zu entfernen, scheiterten btS zu dem Zeitpunkte, wo unS Mittheilung von dem Unfälle gemacht worben. - sSterblichkeit in Gießens In der Woche vom 11. b,s 17. September betrug die Zahl der Todesfälle in Gießen 7. Don drei erwachsenen Personen starb eine an Blattern, eine an Lungenschwindsucht, eine an Nierenentzündung. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb rins an Krämpfen, bei dem andern konnte eine bestimmte Todesursache nicht angegeben werden. Bel 2 älteren Kindern wurde einmal Lungenschwindsucht, einmal Lungenentzündung als Todesursache bezeichnet. G. Vermischtes. Darmstadt, 19. September. Se. Großh. Hob. Prinz Heinrich, welcher nunmehr wieder so weit genesen ist, daß er voraussichtlich in Bälde das Kommando über die Division wieder übernehmen kann, war den am Samstag aus den Manövern zurückkehrenden Tuppn, bis Langen entgegengeritten. Die Soldaten sind allgemein voll des Lobes über dir freundliche Aufnahme Seitens der Bevölkerung in Oberhessen und bewährte sich deren Enegegenkommen namentlich als die bivouakirenden Truppen wegen schlechten Wetters Rotdquatiere beziehen I mußten. Nachträglich hört man noch von einigen Unfällen, we'che beim Manöver vorgekommen I sind. So stürzte General v. Radecke, welcher im Commando der Division den Prinzen Hem rtch verttat, in der Nähe von Ober^Bessingen mit seinem Pferde, erlitt jedoch glücklicherweise nur geringere Verletzungen, während das Pferd hierher verbracht werden mußte. Ein Unfall mit schlimmeren Ausgange ereignete sich am letzten Manövertage bei Rodheim, wo der (Senr ralstabsoffizier der Division, Hauptmann von der Marwitz, stürzte und dabei so unglücklich unter das Pferd zu liegen kam, daß er bedeutende Verletzungen davontrug. Derselbe wurde auf einem Wagen nach Nieder-Wöllstadt und von da per Bahn die,her verbracht. Wie wir hören, | befindet sich dcr genannte Offizür jetzt auf dem Wege der ReconvaleScenz. Bergsturz am Thunersee. Wenn man mit den stolzen Dampfern auf dein Thunersee von Thun nach Därligen, dem Landungsplätze von Interlaken, fahrt, prasentin sich am rechten Ufer des oberen Sees das idyllisch gelegene Dorf Leisslngen. Hier hat sich am 5. und 6. September eine Catastrophe zugetragen, welche diejenige von Reichenbach weit hinter sich zurückläßt. Richt ein gewöhnlicher großer Erdrutsch war es, welcher sich an den verhängnlßvollen Tagen gegen das freundliche Dorf zuwälzte, sondern ein halber Berg setzte sich in Folge von Untersickerung der letzten Regentage in Bewegung. Am 5. September morgens kam der erste Stoß, ein ganzer Abhang war mit Bäumen, Gebüschen und Weidegrund in das Bächlein hinabgerutscht, das sonst so friedlich aus der Schlucht oberhalb des Dorfes herunter und durch dasselbe dem See zufließt. Unter furchtbarem Gepolter und alles mit sich reißend, donnerte der Schlammstrom dein Dorfe zu. Bald war die gewaltige Masse bei den ersten Häusern angelangt, Schrecken und Verderben drohend und bringend. Schon beim oberen Brunnen verkeilten die mitgcroUten Felsblbclc den Durchgang vollständig und nun ergoß sich die wildbrüllende Schlammfluth theils über die Wiesen und hinter die Häuser, bas Haus unmittelbar am Bach in der Rähe des Brückleins tief eindeckend, durch die schmale Dorfgasse hinunter dem See zu. Nachmittag» kam ein zweiter Stoß, in Folge dessen die Beivohner der am meisten bedrohten Häuser flüchteten. Die 'Jiadjt vom 5. bis 6. September, loroie der Morgen des 6. September gingen ruhig vorüber. Da plötzlich ertönte neuer Schreckcnsruf. Durch die Dorfstraßen wälzten sich Schlaniin, Felsblöcke, Steingeröll, Baumstämme und Wurzelstöcke in gewaltigen Masseii unter sinnverwirrendem Gepolter und ©etöfe. Eine Anzahl Häuser ivurden mehrere Fuß hoch eingedeckt; der .Uirchhof ist ganz eingedeckt. Eine Menge Häuser sind derart mitgenommen, daß sie einen erneuerten Anprall nicht mehr auszuhalten vermögen und noch befürchtet man weitere Rutschungen und steht das Schlimmste zu befürchten. Herr Regierungsrath Ritschard mit dem Cantons Ingenieur, dem Oberförster und verschiedenen Civil-Ingenteuren sind an Ort und Stelle angelangt, um die nötigen Schutzmaßregeln anzuordnen. — Roch drei große Erdrutsche habe bei Seif fingen stattgefunden. Die Häuser des Oberdorfes stehen fast alle in Schutt und Schlamm. Es wird Tag und Nacht fleißig gearbeitet, um die großen Stein und FelSblöcke in der Schtittmaffe zu sprengen, damit sich dieselben nicht verkeilen und dem verheerenden Schiittstrome noch eine andere als die bisherige Richtung geben und das bisher noch verschonte Gebiete nicht auch noch gerftörrn Die Straße von Interlaken nach Thun ist gesperrt. Es sieht alles bedenklich beschädigt aus und noch ist kein Ende des Elends abzusehen. Handel und Verkehr. Frankfurt a. M., den 21. Sept., Nachmittags 2 Uhr 20 Min. (Telegr. Coursbertchl. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Credit- actien 304V«, Staatsb.-Actten 307, Galizier 282^4, Oest. Silberrente 66"/>e, 4% Ungar Goldrente 7713/i6,4% 1880er Russen 753/i6, 2. Orient-Anleihe 61V,, 5% Rumänische Rente 905/6. Tendenz fest. Stäötifdje Haukiek-Schule (]Ieii|ioniiU in Marktbreit a. Main. — Die Reifezeugnisse berechtigen zum einjährig-freiwilligen j Dienste. — B eständige Aufsicht: mäßiges Honorar. (938 J Die Aepfel von den Bäumen auf den städtischen Anlagen, am alten Steinbacher und Anneröder Weg, sowie auf dem Lutherbcrg sollen Freitag den 23. September, Nachmittags 2 Uhr, versteigert werden. Anfang auf der neuen Anlage. Gießen, 20. Sept. 1881. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 6150) A. Bramm. Montag den 26. Srptkmbkr, Mittags 2 Uhr, werden bte der verstorbenen Marie Vo.itl gehörigen Mobilien, als Kleider, Weißzeug, Bettwerk, Möbel in deren seitheriger Wohnung bG Herrn David Katz, Wall- thorsiraße 152, versteigert. Gießen, den 18. Sept. 1881. 6152) Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Dienstag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen circa 15 Ctr. ausgeschtedene Akten aus daS Meistgebot gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Fronhausen, den 17. Sept. 1881. Luley, 6158) Gerichtsschreiber. Allgemeiner Anzeiger. für Damen, Herren und Kinder empfiehlt billigst | A. Fangmann. Reparaturen und Bezüge werden bestens besorgt. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦I#!*! > ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ r Regenmäntel r ♦ für Damen und Mädchen ♦ t in den neuesten Jarons Z J empfiehlt zu billigen Preisen (5729 J ♦ A. Docter. ♦ Alben Beliremt mm. liescliw. Meier, beehrt fich die Verlegung seines put;-, JHnrte it MisjmanmMscWK vom Teltersweg nach der Neustadt, im Hause dss Herrn 'M 0 N t a N U s , anzu^cigen und ist dasselbe nunmehr mit dem Herren-Artikel-Geshäft vereinigt. (6167 Donnerstag den 22. Septbr^ Nachmittags 2 Uhr, werden im Saal des Gasthauses zum Einhorn dahier die zur Concursmasse bt$ I Baermann gehörigen Waarenresic, sowie ein Glasschrank, 2 Spiegel, eine Waage und eine Copirpresse öffentlich versteigert. Unmittelbar nach dieser Verfteigeruvg kommen 4 neue Damenmäntel, eine Pawe getragene Herren- und Frauenkleider zum Ausgrbot Gießen, den 21. Sept. 1881. 6161) M. Pilger. Kalender!!! alle in hiesiger Gegend g-b'Suchsi^ empfiehlt Wiedervertäufern sehr bius Ernst Balser, GUT)___________Mausburg.___- 6045) Erdbeerpflanzen, Rtotft- reichtr., ca. 2500 Stück abjugeben. Frankfurter-Straße E- Feilgebotenes. Neue L holl. Vollbäringe per Stück 7 und 8 do. warinirt (sehr ptquant) per Stück 12 H .,,ßl empfiehlt Fr. Seibel^ mit WKiriesM „M MöM Wn abonnire schl« vom Leg nn des Q Füi Einzig striktes mMrichtet über Al .Handels, der Börse, jlädlischen Lebens erscheinendes Bla dieses Blattes betra Gliederungen der $ lebrungsquelle für c Blatt, so erfordert t Kim u und ebenso ist i'hm i den Kämpfen gegen wärtifl die Gemüthi ein politische- Pc aller Richtungen, al ®irb sich das Bl W. fyt bi des KM Nachrichüu" Md richten" wollen, w ungen ankommt, s ein sehr an bei ®l- -Neuesten Nach 'nJ langsameren °«'che Lörsenne «ruber und für de N-chrichi Umfange h tzsss btt o u8l8" Süb 8 S«i Dcr R 3,1 r Heraus der.. Berliner Tageblatt mit seinen 3 wertvollen Beiblättern: 5Kark25r>sg. u n Auskünften gerne bereit. tn t cinjahnS'-^'^ billigst bei 6146) Echternach &* Hanstein. Rudolph Lchlabach, LudwigSplatz. (6148 11. Keck. Bezugnehmend auf obige Bekanntmachung empfehlen wir unS zur Vermittlung von Versicherungen für obige Gesellschaften und sind zu wetteren Berliner Gesellschaft- Ermuntert durch die bereit- erreichten großen Erfolge iü das „Berliner Tageblatt" bestrebt, seinen Inhalt stets zu erweitern und zu vervollkommnen , um seinen Lesern die thunlichst beste HeitungtzleklÜre zu bieten ungeachtet de« enorm billigen Adonnementspreise« für da» Vierteljahr für alle 4 Blätter zusammen, von nur Jte, sondern ein x. ge in Beivegur; L mit Bäumen, fia.* edlich aus der r:. eßt. Unkr furöua I dem Dorje zu. L chrcäen und Saba milfldollttn chlammftuth thr-i j. Lach in der M > ii See zu. liften bedrohte» v-t gen des 6. S.M Durch die Storar urzetstöcle in ger^r päu|er wurden ad.“ ige Häuser fint Halten ptnn^r. - e zu befürchten, je irfter und versL.<^ thigen tgt-funhen. Die lag und lVacht le zu sprengen, ms ) eine andere c/i • it auch noch ur'.:r. , bedenläch WXx- Vermischte Anzeigen. 6104) ES wird ein junger Monn zum täglichen Vorlesen der Zeitung gesucht. Näh Eanzletberg B- 72, tm 3. Stock. „lleulschc beschalle" und „MitthtUungen über VanötuirUjfdjan, Gartenbau und Hauswirthschaft" Man abonnire f*Ieunm »eg nn be« Cuartal» ab püntlich erfolge, «rode Nummern gratis unb franco. *«*»■ 61‘/i, o°/o w®*’ 6113) Mein (defcbaft befindet ficb von heute an im Hause des Herrn A. K. Worms, Seltersweg 184, neben Herrn Hausmann E Fischbach, was ich mich beehre, hiermit ergebenst anzuzeigen. C. L. Gail, Hutmacher. illuRrirtesWibblatt: «« U beUetr.Sonntagsblatt: ?*Sopirpttf' ■ ,4 di-l-r AÄ ; und tvuu , 6t mchr rv nmal ist in Anerkennung der Reichhaltigkeit, Vielseitigkeit und Gediegenheit seines Inhalt« die gelcsenlle und verdreitellle Zeitung rleutschlands geworden, indem es sich seit einer Steide von Jahren einen festen Stamm von ca. 70 Tausend Abonnenten dauernd erhalten hat. Die Vorzüge des „Berliner Tageblatt'* bestehen vornehmlich in Folgendem: .Täglich zweimalige« Erscheinen als Abend» und Morgendlatt, wodurch da« » T.“ in der Lage ist, alle Nachrichten stets 14 Stunden früher al« jede nur cm Mal täglich erscheinende Zeitung zu bringen. Gänzlich unabhängige, freisinnige, politische Haltung. Special-Correspondenten an allen wichtigen Plätzen und daher rascheste und zuverlässigste Nachrichten; bei bedeutenden Ereignissen umfassende Epecial Telegramme. Ein eigenes parlamentarische« Bureau liefert dem „B. T.“ schnelle und »uverlässiae Berichte. Umfassende Handeltzzeitung und Eour«zettel der Berliner Börse. Vollständige Ziehungslisten der Preuht- t eben und Sächsischen Lotterie, sowie Autzloosungen der wichtigsten Loospapicre. Ausgedehnte Anwendung de« Telegrapbendr ah t« und deshalb frübzeitigste Meldung aller wichtigsten Ereignisse. Reichhaltige und wohlgesichtete Tage«- Neuigkeiten aus der Reichshauptstadt und den Provinzen Sorgfältig gepflegte« Feuilleton unter Mitarbeiterschaft der ersten Schriftsteller. Im Roman- Feuilleton des IV. Quartal« erscheint u. A: (6156 „Ein neuer Ahasver", Uoman von Fr.Mauthner. Dieser erste größere Roman de« bekannten Verfasser« von: „Nack berühmteu Mustern" «st dem bewegten Treiben unserer Tage entnommen und schildert mit scharfer Sarnre und dichterischer Kraft mancherlei wunde Stellen unserer heutigen per Nummer 75 Pfennige pro Quarta« unterrichtet über Alle«, was auf den Gebieten bei Politik, der Volkswirthschast, dc« siandels der Börse, de« Theaters, der Kunst, Wlssenschast, Literatur und des grog- uädtlschen redens passirt, ein vom 1. October bf«. Is ab tagl»ck Nachmittag« erscheinende« Blatt. Emen Pfennig nur wird der Preis für die einzelne Nummer dieses Blatte« betragen, das nicht vorwiegend den Ansprüchen bestimmter Kreise und Gliederungen der Gesellschaft entgegenkommen. sondern wett darüber hinaus eine Be- ledrungSquelle für alle Schichter« der Bevölkerung sein will Berichterstatten wird dies Blatt so erfordert es schon der Umfang der Aufgabe, welche e« sich gestellt: liurf und bündig, aber immer Idar und deutlich und cb.nso ift «hm durch sein Streben: «llen, nicht Einzelnen zu dienen, vorgeschrieben absolut unparteiisch den Kämpfen gegenüderzustchen, welche heftiger und leidenschaftlicher als je, ge^n- Bfirtig atber erregen. E» wM fonaö dies Blatt in diesem Sinne nicht rin politische« Varteiblatt sondern eine Zeitung für bie Politiker aller Parteien, aller Richtungen, aller Schattirungen sein. «4« 10 M. »'Hn 1!a,R lonbo übn bu T - * über tu fn...,. I bin?h6n‘8,8fr':i*I Äotbquohere ^1 ™flnöo« botgflew t J°n bin Prinz,r f» ’ t jtdoch ■»!((. ttmlln’ •°bM«m, tto ba «e 1 iabtl !• tnjilb, tturt, t i ldracht. Bittnlfe rnz. fn Dampiern au* s Men, fahrt, pu ^ '•hingen, hier te, jenige von Sin---^ h war es, welk-» Zur gefl. Beachtung. Meinen geehrten hiesigen unv auSwärlig.n Kunden hiermit die ergebene Nachricht, daß wegen bober Feiertage nuin a-eschasl von nächsten Freitag Abend bis Sonntag Abend geschlossen bleibt. J. M. Schulhof. welche aber sonst al« selbstständige« Blatt sich darstellen und auf welches besondere Abonnement« entaegengenommen werden. n Für oa« Vterreljahr be ra zt da« Äbonnem.nt auf die „Neuesten Nachrichten" fünfundfiebenzig Pfennige, für die „Neuesten Montag«- Nachr ch:en" eine Mark pro Jahr. , , _ n Die Gebühr für die Zustellung durch die Post beträgt für btt „Neuesten Nachrichten" sowohl für die Berliner wie auswärtige Abonnenten vro Quartal 40 Pfennig, aus die „Neuesteli Montags-Rachrtchten" beträgt die Bestellgebühr per ganzes Jahr 60 Pftnn'g. Abonnement- nehmen alle Postanstalten, Zeitungs-Spediteure unb bie Abmimstrano« beS Blattes, Berlin C., Aronen- straße 21, entgegen. D e „Neuesten Nachrichten" w rden im r^Slften Nachtrag der ZeitungSpreiSliste §ud Nr. 3i70d dte „Nenste« Montags-Nachrichten" sub Nr. 3170a erscheinen. (6153 Dcr Herausgeber der „dteuesten Nacbricbten" und der „Steuesten Montags ^kacbricbten" Dr. jur. Oscar Wolff. ®ie (tzrummeternte in meinem Charten odzugcben (6149 Buchhändler Roth, Marburgerstr. Buchene« und tannenes Breimhols Fackheu kaufen Kauffmann K Eo Lampenfabnk. Vermiethunqen. 6151) Wohnung zu vermiethen. «g- DeduS, Roddetmer-Stratze. ~6155) Em möbltrtc« Ztmmcr zu Derrn «erhen.__B ahnhoffttaße 133. —6160) Ein schön möbl. Zimmer zu oer- m-etben.________________L«eb,gsstraße 80. 6170) Em mödltrtes Zimmer m freund« l'cher Umgebung, mit separatem Eingang, zu vermiethen bei Hautdoist Gröninger un Jutzi'schen Haufe ._______ 6168 Em möbl. Ztmmer zu oermietben. 9ttue Baue L. 79. 6162^ Zwei motTrte Zimmer zu oer- mirtben_jm „Lchützenbof.______________ 6166> Em klemes Famil enlogis mit allem Zubehör zu v'rmietben. _______________Frankfurter-Straße 331. 6165) Eine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern :c., und ein schön mödlirtes Zimmer nebst Cabtnei zu vermiethen bei ________Dr. Koeniger, (grünbergerftr. 6164) Eine Farn l'enwohnung zu vcr- mtethen bei Gärtner Roll, Licherstt. 6098) Hiermit bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß wir im Ein. verständntß mit unseren Agenten, Herren Echternach & Hanstein, in Gießen eine zweite Agentur der Magdeburger FeuerversicherungS-Gesellsckaft, Magdeburger HaaelverficherungS-Gesellschaft, Magdeburger Allgemeine BerficherungS-Actien-lVesell- schaft (für Unfall, und LebrnSverstcheruna), daselbst errichtet unb dieselbe dem Kaufmann Herrn Kud. Nchlabuch in Gießen übertragen haben. Offenbach a. M- im September 1881. l>ke General - Agentur (K. Berck. C. Hahn. । (Einzige berliner Leitung, tvelcbe ein illu- 1 striktes Witzblatt ihren Beigabe gratis Abonnenten als liefert. Gießen, den 15 September 1881. (6154 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - -- Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei lFr- Chr. Pietsch) in Gießen. viiiir in Äunjciß (harten zu Wiest en abzuhaltenden Versammlung fern politisches Programm zu erläutern und laden wir alle Wähler ein, dieser Versammlung beizuwohnen. An die Wähler des 1. Hessischen Reichstagswahl »Bezirks! . . bev^ftchknden Reichstagswahlen werden ven Prüfstein abqeben dafür, ob das deutsche Volk in Kiner Mkprhett an den Grundlagen festhalten will, auf denen das deutsche Reich errichtet und durch die gesetzgebenden Körper Welter entwickelt worden ist. _ . , Wandlungen, welche unsere politischen Verbaltnisse seit einigen Jahren erlitten, sind in Aller Gedachtmß. Die handelspolitische und wirthschastliche Gesetzgebung, die Regelung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche, ;a selbst verfassungsmäßige Einrichtungen des Reichs werden in Frage gestellt. K f Der seitherige Vertreter unseres Wahlbezirks, Frhr. v. Rabenau, hat durch sein Verhalten während ■a bewiesen, daß er eben so wenig wie die Fraktion, welcher er angehört, geneigt !»'^actlon^en Parteien, welche darauf hinauslaufen, die selbstständige Tbätigkcit des Volkes aus wirtbschastlichem Gebiete und die Theilnahme desselben am politischen (‘eben auf ein möglichst geringes Maß zu beschranken, entschiedenen Widerstand entgegen zu setzen. , 3m Gegentheil: der soeben erschienene Wahlaufruf dieser Partei, der sog. deutschen Reichspartei, erklärt offen, sic werde diese Plane auch künftig unterstützen. - s.- J?*c50ll$ für die liberalen Wähler die Verpflichtung, die Vertretung unseres Wahlbezirkes l" ?le Hande eines wahrhaft liberalen Mannes zu legen und eine Ende Mai ans allen Theilen des Wahlbezirks besuchte Vmammlung von Vertrauensmännern hat deshalb als Candidaten der vereinigten Liberalen des 1. Hessischen Wahlbezirks Derrn Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen v^rgeschlagen, einen Mann, dessen gemäßigte aber entschieden liberalen Anschauungen und Grundsätze uns die Garantie dafür bieten, daß derselbe jede wirkliche Reform gutheißen, nie aber seine Stimme dazu geben wird die wohlerworbenen politischen Rechte des deutschen Volkes schmälern zu helfen. . . Auftrag dieser Versammlung fordern wir Euch, Wähler des 1. Hessischen Reichstags-Wabl- Veieüüflc»Crmit ®UrC ®tlmmen am 271 Oktober d. I. auf Herrn Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch zn Auf unser Ersuchen hui sich .Herr Dr. Gutfleisch bereit erklärt, zunächst am Sonntag den 25. September, Nachmittags 4 Uhr in einer Wenzels Garten zu Giesten abzuhaltenden B Adami, Bauunternehmer, Gießen. Altbaus, Schreinermeister, Groß-Buseck. I. Arnold, Grüningen. Bindemald, Rechner, Ranstadt. H. Bönzel, Grünberg. Bramm, Bürgermeister, Gießen. f?rofeffo^®,e&en' K. Braubach, Westphal. Hof, Heuchelheim. K. Brück, Golvarbeitcr, Gießen. fSnnf»! n Demme, Kammerrath, Hungen. Demuth, Kohlenhändler, Gießen. Der», Bürgermeister, § S0“ar' Rechtsanwalt, Gießen. Cbr. Dörr I., „am Platz", Grünberg. ' °“i.blneer ’c j 16Da' Ellenberger, Pfarrer, Ortenberg. Dr. Engelmann, Rcdacteur, Gießen. V. W- Cmm-r.ch, Kaufmann Dauernheim. L. &tf, Bäckermeister, Nidda. Jos. Faupel, Grünberg. Gg ^endt, Gail, Gießen. Dr. GareiS, Professor, Gießen. H. Geißler, £anD-' ^abrikan^ 6t ' -3'^^meister, Staufenberg. Gengnagel, Gastwirth, Groß-Buseck. Georgi, K * *® 6 « Reinhard Graf, Landwirt-, Villingen. G. Gröninger, Grünberg. Habenicht, Fabrikant' leßen. Jac. Hahn II., Landwirth, Heuchelheim. K Hämmerle, Landwirth, Daubringen. M. Hammerschlaa h±a^;^rei" u V’5 H Heidt, Grünberg. K Heller, Sich. Heß, Gaswerkbesttzer, Gieß! Dr Hirscb' Wn‘tir.f‘tltoann,a ‘^erd. Hoffmann, Kaufmann, Gießen. Gg. Hofmann, Werkmeister, Burkhardsfelden. ?Ctf tf}et,Q Daubringen. L. Homberger, Fabrikant, Gießen. M. Homberger, Fabrikant, Gießen, kaufen ® MaUroan"t.' San9'®8"£- 3 Kann, Kaufmann, Mamzlar. L. Karber II., Gcmeinderath, Rutters- L“6"’ Dr Kellner, Hungen. Kempff, Fabrikant, Gießen. F. B. C Koch, Fabrikant, Gießen. Ph. Koch, Bauunternehmer, Wieseck. Gg. Kraft IX., Landwirth, Bleichenbach Aud. Krause Groß- Krünb'era^" 8“nrn’irt{’' Heuchelheim. Justus Kreiling, Schlossermeister, Gießen. K. Kullmann, %®^nbcr9- «• W- Jockel, Gastwirth, Hungen. Ferd. Jost, K°ufm7nn Nidda ®2^i'm 4^ Jung, Wagnermeister, Wieseck. Mantel, Stadtrechner, Nidda. G. Möhl, rot -x t x Lj, Rechtsanwalt, Gießen. H. 29it)liu$, Heuchelheim. H. Naumann I Landwirth Ad. Noll, Fabrikant, G.eßen. Aug. Noll, Bäckermeister, Gießen. Gg. Noll^ Direetor Gießem Wieseck. W. Pfarrer VI., Landwirth, Villingen. A. Petri, Bauunternehmer' Gießen. :'aufman"' Kesselbach. Jac. Nepp, Grünberg. Nicker, Buchhändler, Gießen. Jac. Ninn X fnhTlrst ruhe der Tod^ ^rhren wir zr liegen jetzt v- ein Mann sener P ^aSeve Wlmq, we die V i^rchtrn, d^ wahre sien Ärntsdauer des bjchtigni Gnnidl« fäfltlid) die jtfoti Hb Zättn gihi *n -s n(d)t “"«11, tiamtnfM ! a*'fen in fei, MdtaH der »ef ton ' ? fcen Ehr MWmtn laffett. uäpft Aint- um so n ta L,«'I 5.S.« nb,"l»N tin.s Jelntn kh,Mn,8Ab^ kn?" Ntlbt « 8,16,1 » Uni? ^rvoria 2 ki. Vf’btIt,n » h1« -L 6"°L d bjh ^ltunQ OUt Ä"9 ‘«t SÄ!*«: