dtr. 141. Mittwoch den 22 Juni 188L. Kichener Anzeiger ___ AMigk- und Amtsblatt für Örn Kreis Gießen. 'Bureau: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme de« MontagS. Prei» vie^eljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vnngerlohn. Durch die Post bezogen viertel phrl ich 2 Mark 50 Pf. Einladung jum Abonnement auf den Gießener Anzeiger, Anzeige- unö JlmlsßliiU für Öen Mreis fließen. Der „(Gießener Anzeiger erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Familienblntter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnemcntspreis für den Anzeiger, frei ins -Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20- Pfg.; in der Expedition abgcholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im III. Quartal 1881 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, um vollzählige Exemplare liefern zu können. Die ^zpedition. Amtlicher I h e i l. Bekanntmachung. Wir sehen uns veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß nach § 2 deS Localreglements vom 10. November 1879 die Straßen und Plätze vor dem Kehren zur Vermeidung des Staubes genügend mit Wasser begossen werden müssen. Da vielfach gegen diese Bestimmung verstoßen wird, haben wir die Ezecutiv- Beamten angewiesen, jede Zuwiderhandlung unnachfichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 17. Juni 1881. Großherzogliche Poltzeiverwaltung Gießen. Fresenius. Deutschland. Darmstadt, 18. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Obersten und Tom- Mandanten der Residenz Frhrn. Röder v. Diersburg, den Oberstlieutcnant v. Klüber vom Garde-Dragoner-Regiment, den Major Frhrn. v. FolleniuS vom Posin'schen Ulanen«Regiment Nr. 10 (Züllichau), den König!. Großbritannischen Oberstlieutenant Delme - Radclieff, din Kaiser!. Russischen Minister- refideiten, Wirklichen Staatsrath v. Höltzke, den König!. Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Nassau-Jocely i, den Mimstertolrath v. Werner, den Postrath Bennezet den Postdnector Ritsert von Gießen, den Kammerjunker Frhrn. v. Bellersheim, den Professor Dr. Tasche von Gießen, den Lehrer i. P. Würth von BtbliS, den Hauptstaatskasse-Eonzlist Meyer, eine Deputation aus Nierstein und Echwabsburg, bestehend aus den Bürgermeistern Reichhardt und Kessel, sowie den Gemeinderätben Schlamp und Gcssert; zum Vortrag den StaatSminister Frhrn. v. Starck. Darmstadt, 20. Juni. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 11. Juni den Oberförster der Obersörsterei Mainz JuliuS Fabri- cius auf sein Nachsuchen biS zur Wiederherstellung seiner Gesundheit und mit Wirkung vom 1. Juli d. Js. an in den Ruhestand. — sowie an dems. Tage den Oberförster der Obersörsterei Hirschhorn Peter Eickemeyer in gleicher Diensteigenschaft, mit Wirkung vom 1. Juli d. Js. an, in die Obersörsterei Mainz zu versetzen. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog reisen beute Nachmittag, begleitet von dem Major und Flügeladjutant Wernher, um 5 Uhr 20 Min. über Brüssel und Ostende nach London. Nach einem etwa dreiwöchentlichen Aufenthalt bei Ihrer Majestät der Königin in Windsor-Castle und bei J.J. K.K. H.H. dem Prinzen und der Prinzessin von Wales in Marlborough House werden Se. König!. Hoheit mit J.J. Gr.Gr. H.H. den Prinzessinnen Victoria und Elisabeth zurückkehren und sich nach dem Jagdschloß Wolssgarten begeben. Berlin, 20. Juni. Der Ueberficht über die geschäftliche Thätigkeit des Reichstages in seiner letzten Session entnehmen wir Folgendes: Es haben in derselben stattgefunden 61 Plenarsitzungen, 37 Sitzungen der einzelnen Ab- theilungen und 173 Commissions-Sitzungen. Dem Reichstage wurden vorge- legt 25 Gesetzentwürfe, 8 Verträge, 5 allgemeine Rechnungen, Ueberfichten rc., ein Antrag des Reichskanzlers wegen strafgerichtlicher Verfolgung gegen eine Zeitung wegen Beleidigung deS Reichstages, 14 Denkschriften, Berichte und sonstige Uebersichten. Von den Gesetzentwürfen find 20, von den Verträgen 7 genehmigt. Die allgemeinen Rechnungen find durch Ertheilung der Decharge erledigt worden, 3 Gesetzentwürfe wurden abgelehnt. 2 bleiben unerledigt. Von Mitgliedern des Reichstage- wurden eingebracht 4 Gesetzentwürfe. 1 Interpellation und 16 Anträge. Die Zahl der eingegangenen Petitionen Beträgt 3940, darunter 1686 bezüglich des Civilebegesetzes, 259 wegen Abänderung der Gewerbeordnung, 409 betreffend die Brausteuer und ebenso viele betreffend hie Unfallversicherung der Arbeiter. 180 endlich in Betreff der Herabsetzung her Gertchtskosten. Davon sind 20 dem Reichskanzler überwiesen, 2 durch Uebergang zur Tagesordnung, 890 durch die Reichstagsbeschlüffe für erledigt erklärt, 279 für die Plenarberathung ungeeignet erachtet; 2390 Petitionen, welche in den Commissionen bereit- erledigt sind, kamen nicht mehr zur Be- rathung. 359 Petitionen haben wegen verspäteten Eingang- auch in den Commissionen nicht mehr berathen werden können. Die letzteren haben 25 schriftliche und 32 mündliche Berichte erstattet. Sämmtliche vorgelegenen Wahl- prüsungen sind erledigt, 21 Mandate für gültig, 1 für ungültig erklärt worden. Am Schluffe der Session waren 6 Mandate erledigt. — Nock in der letzten Stunde der abgelaufenen ReichStagssesfion beschäftigte man sich mit Gerüchten über die Neuwahlen, d'e Einberufung des neuen Reichtag- u. dgl. m. Wenn man bedenkt, daß bei der Wiederaufnahme der ReickstaoSarbeiten nach Pfingsten in allen betheiligten Kreisen, namentlich aber im Lchooße der^Regte- Tung, mit voller Bestimmtheit behauptet wurde, es sei unmöglich, die Session vor cem 23. d. Mts. zu schließen, daß ferner über den Schluß im Laufe besetzten Sitzungs-Tages noch völlige Ungewißheit obwaltete, fo wird man ermessen, wie unsicher derartige Angaben über künftige Entschließungen der Regierung sind. Vorläufig har die meiste Wahrscheirllchkeit jedenfalls die Angabe, daß die Wahlen nicht vor der zweiten Hälfte deS September stattfinden werden. Von den übrigen Gerüchten sei der Vollständigkeit wegen registrirt, daß der neue Reichstag vor dem preußischen Landtage (5r.be November oder Anfangs December berufen werden solle und daß man damit umgehe, das Etatsjahr vom 1. April auf den 1. October zu verlegen. ES ist dabei zu bemerken, daß bie Ausführung solcher Abfickten zunächst Abänderungen der preußischen Verfassung (wegen Einberufung des Landtages bis 15. Januar) und der Reicksverfaffung (wegen des EtatSjahres) zur Vorbedingung hat. Jedensalls meiben bie Entschließungen brr Regierung erst in einiger Zeit getroffen werben können. Berlin, 20. Juni. Nachdem nunmehr die Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft zu dem Zollanschluß erfolgt ift. wirb zunächst ber Bunbes- rath fich mit ber Angelegenheit zu besckäftigen haben. Die Kostenbewilligung burch den Reickstag wirb indessen in keiner Weise dazu führen, den Reichstag früher einzuberufen, als eS sonst aeschehen würbe. Dagegen wirb man, sobald bie Hamburger Angelegenheit in Ortnung gebracht ist, ben Zollanschluß Bremens lebhaft betreiben unv unter allen Umstänben bafür sorgen, daß der neue Reichstag ben Kostenpunkt nach Selben Richtungen hin bei seinem Zusammentritt sofort regelt. Es ist nicht uninteressant, zu erfahren, baß sich bie Dinge Be dem Bremer Anschluß weit schwieriger gestalten, als man anfänglich angenommen hat, und daß namentlich ber Kostenpunkt ernsten Bebenken begegnet. — Die „Nordb- Allg. Ztg.^ erklärt bas UnfallverfichrrungS - Gesetz in seiner jetzigen Gewalt für unannehmbar. Leipzig, 19. Juni. Ein überraschendes Verhältniß hat fich, wie das „Leipz. Tagebl." mittheilt, bei den sächfischen Sparkassen herausgestellt, indem in den ersten 4 Monaten dieses JahreS 2,000,000 X weniger eingezahlt und 3,700,000 v4L mehr zurückgenommen wurden, als in dem gleichen Zeiträume deS Jahres 1880. Ein wirthschastlicher Aufschwung läßt fich hiernach auch in Sachsen nicht behaupten. Hesterreich. Wien, 19. Juni. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist in dem Befinden deS in Ebenthal erkranklen Herzogs August von Koburg bisher keine Befferung ringetreten. Arankreich. Paris, 19. Juni. Auf dem Banket der Kunstdrechsler in St. Mand6 hielt Gambetta eine Rede, in welcher er sagte, daß er keine politische Rede halten, aber doch constatiren wolle, daß das französische Volk frei und glücklich sei und seit 10 Jahren sich aus gutem Wege befinde. Frankreich habe Stürme durchgemacht; aber heute könne eS nicht mehr geschehen, daß unerhebliche persönliche Streitigkeiten die Republik in's Schwanken bringen könnten. Wenn mühevolle Bestrebungen nicht sofort mit Erfolg gekrönt würoen, so nehme man dieselben am folgenden Tage eben mit um so größerem Eifer wieder auf. Man spreche von der großen Zahl seiner Candidaturen; „ich kenne für mich nur ein Arrondissement und dies wird man mir nicht ernstlich streitig machen können." England. London, 18. Juni. Von Australien kommen bittere Klagen über die drohend anwachsende Chinesen-Einwanderung in Neu-Südwales. In 14 Tagen langten nicht weniger als 2000 an; und bis gegen Ende dieses Jahres wird diese Zahl wahrscheinlich auf 20,000 anwachsen. Sämmtlich sind sie blutarme Parias ohne jegliche Bildung, ohne die geringsten Hüljsmittel; fit fallen der Gemeinde zur Last, sodaß selbst chinesische Kaufleute sich aus Kräften gegen ihre Landsleute wehren. Die Noth, die augenblicklich in China herrscht, soll sie in die Fremde treiben. In Australien sinnt man auf Mittel, diese Em- Wanderung abzuschrecken, waS tndefleu mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden ist. Spanien. Madrid, 18. Juni. Ein Israelit, der sich als den Vertreter von 60 000 unter der Verfolgung in Rußland leidenden Glaubensgenossen bezeichnete, hatte bei dem spanischen Gesandten in Konstantinopel um Schutz gebeten. König AlsonS besprach sich mit den Ministern und es wurde darauf telegraphisch geantwortet, daß alle Israeliten, welche den Wunsch hegen sollten, nach Spanten zu kommen, in der alten Heimath ihrer Vorfahren jeden gewünschten Schutz finden würden. «eirgraphischr Depesche». Wolsf's telefit. EOrresKo»de«t»Bnr« su (Sm$, 20. Juni. Se. Majestät der Kaiser euipfing gestern Vormittag das Lehrcrcollegium und die Schüler des Seminars und der Töchterschule in Trier und bewirthete dieselben. An dem gestrigen Diner bei Sr. Majestät nahmen Theil der Oderpräsident der Rheinprovtnz, v. Bardeleben, die Generäle v. Retbnitz und v. Pasiow, Oberßlieutenant Colomb und Graf Schmissing- Kersienbrock. Abends erschien Se. Majestät im Theater und besuchte hierauf daS gestern hier veranstaltete Nachtfest. Heute früh machte der Kaiser seine Brunnenpromenade und nahm hierauf die Vorträge des Hofmarschalls, Grafen Perponcher, und des Chefs des Civilcabinets, v. Wllmowski, entgegen. Der König von Schweden ist gestern Nachmittag nach Brühl abgeretst. Berlin, 20. Juni. Der Viceprästdent des Staatsministertums, Graf Stolberg, hat aus wiederholtes mit seinen Privatverhältntffen begründetes Ansuchen von Sr. Majestät dem Ka'.ser und König die Entlaffung aus seinen Aemtern erhalten. Wie schon gemeldet, ist der Staatsminister v. Bötticher mit der generellen Vertretung des Reichskanzler, soweit dieselbe nicht durch die Resiortchefs gedeckt ist, beauftragt. Den Vorsitz des Staatsministeriums führt bis auf Weiteres der in Berlin anwesende die..stälteste Mmister. Die „Post" schreibt: Der Regierungprästdent v. Schlieckmann zu Gumbinnen ist zum UnterstaalSsecretär im Cultusministerium, v. Wolff zum Oberpräsidenten von Sachsen, Tiedemann zum Regierungspräsidenten von Trier, OberregierungSrath v. Lohmann zu vortragenden Rath in der Reichskanzlei ernannt worden. ®erIin' 28. Juni. Die „Norddeutsche Allg. Ztg." sagt, indem sie die Meldung des Wolff'schen Büreaus über die Entlaffung Stolbergs repro- duzirt, Graf Stolberg habe bereits im vorigen Sommer um seine Entlastung gebeten gehabt, habe sich jedoch durch den Reichskanzler bewegen laffen, hiervon vorläufig abzustehen. Beim Beginne deS Frühjahrs habe Graf Stolberg sein Abschiedsgesuch wiederholt und nur die Bitten deS Reichskanzlers und der übrigen Minister, sowie der persönliche Wunsch des Kaisers hätten ihn veranlaßt, bis zum Schluß des Reichstags in Function zu bleiben. — Der „Reichsanzetger" publicirt die Verleihung deS SternS der Groß- comthurn^ des Hohenzollernschen Hausordens an den bisherigen Minister Grafen Stolberg, die Beauftragung des Ministers Bötticher mit der allgemeinen Vertretung des Reichskanzlers bis auf Weiteres, die Ernennung des Grafen Wilhelm Bismarck zum ständigen Hülssarbeiter in bet Reichskanzlei, ferner die Genehmigung des Entlasiungsgesuchs des Grafen Stolberg und die Ernennung Puttkamer's zum Minister des Innern und von Gvßler's zum Kultusminister,^sowie die Erhebung des Oberpräsidenten Günther zu Posen Kiel, 20. Juni. Nach einer Meldung der „Kieler Ztg." ist der Com- mandant G. M. S- „Freya", Capitän zur See, Kupfer, am Sonnabend in Honkong gestorben und roirb heute beerdigt. OTarfetfle, 20. Juni. Die Schlägereien haben während der Nacht an mehreren Punkten der Stadt fortgeoau?rt, man spricht von 8 Todten und 23 Verwundeten. Im Hospitale befanden sich zwei Tobte und ein Dutzend Verwundete. Bis jetzt finv 65 Personen verhaftet; der Staatsprocurator hat mit der Untersuchung begonnen. Marseille, 20. Juni. Bei den Schlägereien im Laufe des gestrigen Abends und der Nacht verwundeten Italiener mehrere junge Leute mit Mestern. Einige der so Verwundeten sind gestorben. In einigen Stadttheilrn schoflen Italiener sogar mit Revolvern. Die dadurch in Wuth versetzte Volksmenge verfolgte die Italiener, ron denen mehrere dabei verwundet wurden. Von der Behörde wird große Thätigkeit entwickelt, um die Schuldigen zu verhaften und einer Wiederholung der Schlägereien vorzubeugen. — Bei den gestern Abend und während'der Nacht stattgehabten Schlä- gereien wurden, wie jetzt festgestellt ist, fünf Personen getödtet und zwei tödt- lich verwundet. Im Hospital befinden sich außerdem 17 Verwundete. In Folge der gestrigen Vorfälle sind 125 Personen, theils Italiener, theils Franzosen, verhaftet morden. Heute scheint die Ruhe wieder herzestellt zu sein. Der italienische Consul hat eine Proclamation erlaflen, in welcher die italienischen Emwohner aufgesorden werden, für die Aufrechterhaltung der Ruhe Sorge zu tragen und die böswilligen Jnfinuatio.ien zurückzuwelfen welche bezwecken, Zwietracht zwischen den Italienern und der hochherzigen Bevölkerung von Marseille Hervorzurusen. Die Jubiläumsfeier der 50jährigen Vereinigung der Großh Hessischen Forstlehranstalt mit der ltniverfität Gießen. „Durch Decret vom 14. Juni 1831 ist der höhere forstliche Unterricht im Groß- „herzogthum Hessen, unter Aufhebung Der seit 1825 bestehenden besonderen Forstlehr- „an|ialt und unter Verleihung des vollen ataD mis en Bürgerrechts an Mehrer und „Studirende der Forstwirthschaft, der LandeSuniversität einverleibt worden, um hier „fortan als ein den älteren Disciplinen gleichgeachtetes Lehrfach seinen Platz zu be- „haupten. Hervorragende Männer unserer Wissenschaft Haden seitdem die forstlichen „Lehrstühle Gießens — bis vor Kurzem die einzigen an deutschen Hochschulen — lnne- „gehabt; aus ihren Hörsälen sind viele hundert Fachgenossen hervoigegangen und haben „ihr dort erworbenes Wissen und Können wett Über Hessens und Deutschlands Grenzen „hinaus zur Geltung gebracht; jene Vereinigung hat, obwohl vielsach angefochten, doch „nicht allein standgehalten, sondern auch, wenngleich erst nach Jahrzehnten, Wadmhmuna „gefunden. „Wenn wir darum den 14. Juni 1831 als den Tag der Mündigkeits-Erklärung „unserer jungen Wissenschaft bezeichnen Dürfen, so erscheint es Ehrenpflicht Der forstlichen Kommilitonen unserer alma mater Ludoviciana, die 50. Wiederkehr dieses Tages „— am 14. Juni 1881 — in würdiger, wenn auch einfacher Weise zu feiern." Mit diesen Worten hatte der ad hoc conftituirte Festausschuß, an dessen Spitze Herr Forstmeister Dr. Ha berkorn stand, seine in den forst wissenschaftlichen Zeitschriften erschienene Einladung zu dem jetzt hinter uns liegenben Feste motiDirt Heute freuen wir uns, mitt heilen zu können, daß die mühevollen Lordereitungsarbeiten des Fesi- ausschusies d n besten Erfolg gehabt haben, daß das Fest — Dank der zahlreichen Betheiligung aus den Kreisen^ der ehemaligen Kommilitonen, Dank dem freundlichen Entgegenkommen der Universität, der Stadtverwaltung und der Einwohnerschaft— einen allseitig vollkommen befriedigenden Verlauf genommen hat. Von reichem Flaggenschmuck an öffentlichen, sowie auch an vielen Prioatgebäuden freundlich begrüßt, zogen am Montag Nachmittag, von allen Richtungen der Wmdrosc herkommend, die Festgäste im grauen und grünen Jägergewande ein Der Vorabend des Festes verlief unter gegenseitiger Begrüßung der Eoimnilitonen von luü Semestern bis zum jüngsten Fuchs herab in zwangloser Heiterkeit beim Glase Bier auf dem Lenz'schen Felsenkeller, wo der Vorsitzende des Festausschusses das ersie EWillkommen" in herzlichen Worten aussprach. Die eigentliche Festfeier wurde sodann am Dienstag den 14. Juni, Vormittags 10 Uhr, mit dem FestactuS in der großen Aula des neuen Universitätsgebäudes eröffnet. Hier hatten sich daS corpus academicum, die Vertreter der Universität Münche , der Forstacademien Tharand und Aschaffenburg, der Großh. Staatsregierung, Der obersten staatlichen und städtischen Behörden, die Festgäste und zahlreiche Einwohner der Stadl versammelt. Ein Mannerchor von Hauptmann, vorgetragen von Mitgliedern des aka demischen Gesangvereins unter Leitung des Herrn Musikdireciors Felchner, leitete die Feier ein, worauf der derzeitige Rector magnificus, Herr Professor Dr. i&euffert Namens der Universität eine begrüßende Ansprache an die Festtheilnehmer richtete. Alsdann bestieg der ordentliche Professor der Forftwissenschast an unserer Hochschule, Dr. Richard Heß, geschmückt mit dem Kreuze des ihm Tags zuvor von Sr. K. H. dem Grotzherzog verliehenen Ludewigsordens, die mit reichem Blumenflor und Den Bildern Hundeshagen's und Karl Heyer's, seiner hochberühmten Vorgänger, gezierte Redtierbühne und verbreitete sich in längerer eingehender Rede über „Umfang und Bedeutung der Forstwissenschaft als Unioersitäts-Disciplin", indem er die letzter, als ein auf dieGrundlagenider Mathematik, Natur- Staats- und Rechtswisseiischast streng systeinatisch aufgebautes Lehrfach charaktensirte und zweitens auf ihre hohe Bedeutung für die Staatsverwaltung hinwies. Den Schluß der Festrede bildeten warme Worte der ehrenden Anerkennung für die Verdienste der soeben genannten beiden Hingeschiedenen Koryphäen des Forstfaches, deren geistiger Arbeit eben dessen Erhebung zur modernen Wissenschaft zu danken sei, und deren Bilder gleichzeitig von zwei Studirenden mit Lorbeerkränzen ges mückt wurden. Einem zweiten Gesangsoortrag aus „Der Ro>e Pilgerfahrt" von Schumann folgte die kürzere Festrede deS Herrn Forstmeister Ur ich von Büdingen, eines ehemaligen Schülers unserer Universität, dem Die schwierige Aut gäbe zugefallen war, das gleiche Thema nun nochmals, wenn auch von verändertem Standpunkte, nämlich dem des ausübenden Forstmannes, zu behanoeln; eine Auf gab., der sich der Redner mit wahrer Meisterschaft entledigte. Sem formvollendeter, schon abgerundeter und schwungvoller Vortrag erntete Den allgemeinsten Beifall. Nach beendigtem Actus besichtigten die Festgenossen d:e Räume und Sammlungen im neuen Universitätsgebäude und begaben sich alsdann zum Festmahl in Wenzel's Garten, daS in äußerst animirter Stimmung verlief, gewürzt von zahlreichen, theils ernsten, theils launigen Tischreden, von welchen wir folgende besonders heroorheben Herr Geh. Staatsrath Knorr von Darmstadt brachte den Toast auf S- K- H. den Großherzog, der Herr Rector Denjenigen auf die so. st liehe Docenten der Hochschule aus, Professor Heg ließ die Großh. ,raatsregierung, insbesondere das um die Hebung des forstlichen Unterrichts hochverdiente Ministerium des Innern, For/tmeist r Habe.- körn die Universität hochleben. In ansprechendster, von Geist und frischem Humor sprühender Rede erging sich Professor Dr. Gustav Heyer aus München, des vorhin erwähnten Karl Heyer ebenbürtiger Sohn und Nachfolger auf dem forstlichen Lehrstuhle Gießens, von 1849 bis 1868 eine Zierde unserer Hochschule, über Sonst und Jetzt der forstwissenschastlichen UnterrtchtSanstalten; außer ihm redeten u. A. noch Oberforstrath Judeich aus Tharand, Professor Bobn aus Aschaffenburg und Forst- inspector von Da oall aus Vevey in der Schweiz, letzterer in französischer Sprache; fein Toast galt der Stadt Giegen Dem Festmahl folgte ein von Den Angehörigen und Freunden Der Theilnehmer aus Der Stadt zahlreich besuchtes Gartenconcert Der Gießener Militärkapelle, dem sich aus Wunsch Der fröhlichen Jugend ein bis Mitternacht währendes improvisirtes Tänzchen anschloß. Am zweiten Tage, dem Mittwoch, versammelten stch Die Festgenossen Morgens 9 Uhr am Neuenweger Thor, um unter Führung des Herrn Oberförster Lang eine Wanderung durch den Gießener Stadtwald, dereinst die Stätte ihres ersten praktischen und Anschauungsunterrichts, anzutreten. Eme sehr angenehme Unterbrechung bildete gegen Mittag das am „Lumpenmannsbrunnen" im kühlen Waldesschatten von Seiten der Stadtverwaltung gespendete Frühstück, bei welchem die Herren Bürgermeister Bramm und Stadtverordneter Homberger die Festgäste begrüßten und Professor Heuer, wiederum in zündender Rede, Der eifrigen Fürsorge gedachte, welche Der Stadtoorstand jeberjeit Dem Walde zugewenDet habe, und demselben dafür im Namen des Forst- verwaltungspersonals, Dem er seiner Zeit auch angehört, herzlich dankte. Hierauf trat man Die WanDeramg wieDei an und erreichte Deren vorläufiges Ziel, den Schiffenberg, wo den Gästen das Mahl bereitet war und trefflich mundete. Auch hier strömte wiederum die festliche Rede in reichem Fluß; auf die Mittheilung der einzelnen Toaste muß aus Rücksicht auf den Raum dieses Referats verzichtet werden. Nachdem Hunger und Durst gestillt, theilte sich die Excursion; die einen besuchten u ter Führung des Herrn Professor Heß den academischen Forstgarten am Fuße des Schiffenbergs, andere gingen mit Herrn Oberförster Georgi durch Den Schiffenderger Wald. Erst gegen Abend langten Die meisten Theilnehmer wicDer in G'eßen an, zum Theil wohl ziemlich müDe, Das Darf nicht geleugnet werDen. Aber alle MüDigkett war vergessen, als am AdenD im festlich geschmückten Wenzel'schen Saale Die alten Burschenwelsen erklangen, als StuDenten unD bemooste Häupter bunt gemischt im Schmucke Der verschiedenen Farben an langen Tafeln Die altbewährten Burschenbräuche übten und Oberförster feepb, ter erwählte Präses, mit Schlägerklang und Salamander den Festcommers eröffnete. Auch hier erscholl wieder manch hohes, manch scherzendes Wort auf Fürst und Vaterland, Hochschule und Studentenschaft, auf dies und Das, was Alles Dem Bunchen fein Herz erhebt, bewegt unD — zuweilen auch bedrängt. Schnell und un- merklich verrannen die Stunden, wie lange aber Die „Sitzung" gedauert und zu welcher stunde Die Einzelnen Den Saal verließen, um mit mehr oD?r minDer beflügeltem Schritte Die Wohnung aufzusuchen,^ Davon schweigt der Bericht. Und sollte auch „Morgens früh um Acht^ Manchem ähnlich zu Muthe gewesen fein, wie Dazumals Dem I I eibe eint t bi mng da» bei! fen em ttn le en m 11 st ck Ifl Vermischte-. Frankfurt. Die »Kölnische Zeitung' bringt soeben den vierten ausführlichen Artikel über die Patent- und Musterschutz-Ausstellung und wir entnehmen demselben den folgenden demerkmswenhen Passus: Der Besuch der Ausstellung mehrt sich m erfreulichster Weise und allseitig wird, besonders von Fachleuten, die vollständige Verwirklichung des Gedankens einer Patent-Ausstellung gerühmt. Man sieht i^t allgemein ein, welchen Nutzen die Vorführung neuer Erfindungen in natura M DB $ ein ganz anderes Ding ist, ob man eine neue Idee nur aus der Patentschrift od^ aus sonstigen Beschreibungen erfährt oder ob man dm Gegenstand sozusagen „m Fleisch und Sein* vor sich hat. icligcn Vater Neah: gft.chwohl bat, io hon» und sei trauen wir, )cber FKtdellnehmer MU frohem Herzen und heben Erinnerungen der ahua maur LedoweiMa Valet getagt, wer sie leit langen Semestern wieder zum ersten Male besucht, hat ^tr n^Ärtube und Verwunderung den Aufschwung des neuen G.eßen zur angehenden Grovstabt erkannt, der wärmste Blick aber wirb trotz alledem am die Fenster der alten .Vude unt> jftietpe* aut die Stätte gefallen fein, wo er emft sein Wissen geschöpft und fröhliche Erau.ckung gesucht, der wärmste Blick wird dem alten Gießen gegolten haben. Ihnen beiden zum Abschied ein herzliches „vivat, cr<*cat, tiorexf. Sp«riwz ist Fabrikarbeiter, 26 Jahre alt, evangelisch, übel beleumundet und vielfach be straft. Derselbe wurde für schuldig erkannt und in eine Zuchthausstrafe von acht Jahren, so wie zu vierjährigem Ehrverlust verurtheilt. Auch wurde die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht gegen ihn ausgesprochen. — 8) gegen Elise Wahl von Altenburg, wegen Brandstiftung. Hm 15. 2.arz L I. brach Abend» nach 7 Uhr in der Hofraithe de» Ioha nnes Schlitt V. zu Leusel Feuer au», durch welche» in kurzer Zeit die Eckener völlig und da» angrenzende Wohnhaus nebst Stallung zum großen Dheil niedergeiegt wurden. Durch die sofort von der ör. Gentdarmerie in Alsfeld angestellten Ermittelungen wurde festgestellt, daß da» Feuer angelegt worden war und daß die Elise Wahl von Altenburg, welche seither bei Johannes Schlitt V. als Dienstenigd gedient und an demselben Aage entlasten worden war, dieser Brandstiftung verdächtig fei. Der Verdacht bestätigte sich. Liste Wahl, verhaftet, ge stand alSbald ein, vorsätzlich die Scheuer ihre» seitherigen Dienstherrn in Brand gesetzt zu haben. D,e Angeschuldigte ist am 1. Octoder 1*61 zu Altenburg von der ledigen Aarte Wahl von da geboren. Seit Entlastung au» der SLule diente sie an verschiedenen Orten al6 Dtenstmagd und war während dieser Ze,» nichts Rachtheistges gegen sie bekannt geworden. Im Monat Februar trat sie bet Jod». Schlitt V. al» Dienstmagd in Stelle. Während sie hin diente, zeigte sie sich willig und bescheiden; sie verstand jedoch nicht völlig den Dienst, konnte insbesondere nicht spinnen und schwingen, und da noch htnzukam, daß sie manchmal von der Milch den Rabm naschte, kündigte ihr am 15. März l. I die Johannes Schlitt V Ehe- flau den Dienst auf. worauf sich die Wahl anscheinend ganz gleichgültig und unter Mitnahme einiger Kleider und ohne ihren bi» dahin verdienten Lohn abzufordern, au» dem Hause ent* fernte. Sie begab sich, nachdem sie ihre Kleider in einem an der Straße zwischen Leusel und ÄlSfelb stehenden Bahnwärterhäuschen abgegeben, zu ihrer Mutter nach Altenburg. Bei ihrer verantwortlichen Vernehmung gab die Angeschuldigte an. sie sei Abends nach Leusel zurückgegangen, um ihre Kleider in dem Bahnwärterhäuschen zu holen. Unterwegs sei ihr der Gedanke gekommen, die Hofraithe des Scklitt. der es ihr so gemacht, anzustecken In Leusel angekommen, se, sie durch bie angelegte Thür in ben Schafstall, in welchem damals 4 Sckase gestanden, getreten, habe hier mit einim bei sich geführten Schwefelholz da» darin befindliche Stroh angezündet und sei. nachdem sie sich von dem Erfolg überzeugt gehabt, durch btt Tbür, bie sie wieder angelegt, in den Hof und von hier auS der Lhaustee entlang nach «lÄfelo zurückgeeilt, bis sie hier mit einem anderen Dienstmädchen zusammengetrosten sei. Durch bie AuSsagen mehrerer Zeugen würbe tndeß dargetban. baß bie Ahüre zum Gchafstall nicht angelehnt, sondern etngebäkelt, nnb daß das Feuer nicht tm Schafstall, sondern in dem dahinter gelegenen durch eine Stbftr getrennten Scheuerviertel ansgebrochen war. Auf Borbalt hierüber gestand die Angeschuldigte denn auch ein, daß sie das Feuer n dem erwähnten Scheuervtertel angelegt habe. (58 ist weiter erwiesen, daß die «naeschuldigte selbst an bie Brandstätte geeilt war, ohne jedoch reiten zu helfen, -daß sie ihre Kleider in dem Bahnwärter- Haus an dem fraghdvn Abend nicht abbolle. baß sie erklärt halte, daß ber Branb ben Schlitt'» recht geschehe unb daß sie bestrebt war, zunächst den Verdacht ber Brandstiftung auf Unschuldige fn «ngeschuldigte wurde für schuldig erachtet und in eine Zuchthausstrafe von drei Jahren, wovon 3 Monate Untersuchungshaft in Abzug kommen, und in die Kosten verurtheilt. (Hießen, 18. Juni, (Ceffentlidje Sitzung des Kreistages des Kreises Gießen.) In bei heutigen Sitzung des Kreistages fanden nach Prüfung und Bestätigung der^ im November v. I. abgehobenen Wahlen zum Kreistage zunächst verschiedene Wahlen statt (5o wurden gewählt: In die sttnfchsitznnqstommisftonen für die Einkommenste»ttrpffichtigen 1. Abthkilunq Stcuercommissariatobezirk Gießen: u. Mitglieder: Frei h Adalbert v Nordeck ,ur Rabenau in Friedelhausen, Bürgermeister Lang zu Wieseck, Ludwig Krock zu Heuchelheim, Heinrich Leiten III. zu Groß Linden, b. tzrsatzmüglieder: Meyer Katz, Bürgermeister Geißler. . Lteuercommissariatabezirk Hungen: a. Mitglieder: Kaufmann Kvhler zu Lich, Bürgermeister Goriach zu Eberstadt, Bürgermeister Zimmer zu Vlllingen, Bürgermeister Bender zu Hungen, b. Ersaymitgliedcr. Kaufmann Sartorius zu Lich, Apotheker Lokales. Wiftifn 20 Ium. Am vorigen Mittwoch fand dahier da» 111. Iahreßftß des 83erein6 für innere Mission .n Lderhefsen statt Der Gottesdienst begann um 10 Uhr m der Stadt- (ir£be unter zahlreicher Beteiligung ber hiesiaen Gemeinde, wenigstens seitens der Frauen, so- wie auswäittger Fftlgäste. Die Festpeeb.gi ?.elt Herr Professor l>e. Diegel aus Friedberg. Uktt gewohnter Meisterschaft führte er auf Grund von 2 Äon. 6,15—17 tn klarer lichtvoller unb überzeugender Le.se den Getanken au»; .Die innere Mission hat mehr Freunde als Ädnbe. üe scheint nicht so, aber erschlossene Augen erkennen es" Richt wenig trug aui Erbauung ne «ukführung der liturgischen Gesänge durch den eoang. ^btt Um 1 il Uhr begannen die Verhandlungen der Jahresversammlung. Lharakteristisch hierbei war di! fast gäazl.ch mangeln.< rhetlnahme der hiesigen Männerwelt, wahrend doch das zur Behandlung gestellte Thema das Interesie aller, die noch einen tomn für etwa- anderes, als für Magen, und politische Machtfragen Haden, hatte erwarten muffen, «u« dem verlesenen Jahresbericht heben wie kurz hervor. daß der Verein während kurzen Bestehens das Kinderhospital in Nauheim und die hiesige Herberge zur Hetmath begründet hat $al Kinderhospital rüstet gegenwärtig zu einem eignen Bau da der große Zubrang von allen Seiten das Verbleiben tn bm engen Mtethräumen unmöglich macht Die Kosten dafür find au co 20 1)00 „M veranschlagt. Da von Seiten der Regierung bis letzt noch keine Unterstützung «Hangt werden konnte, so ruht die Hoffnung der Ausführung des Planes allein auf Hi'fe der milbttätig«n Menschen, die dann auch bereits von F'anksurt aus freundlich ftugefagi ist. ein Beispiel, das hoffentlich Nachahmung find«i Die hiesige Herberge hat in dem hinter «hr liegenden ersten Iaht« threS Bestehens ihre Lebensfähigkeit m erfreultcher Weise dtwiesen Im Ganzen haben darin 4766 Passanten übernachtet unb 169 Arbeiter auf längere «.tt ihre Wohnung gehabt. Nichtsdestoweniger bat der Verein, wie nicht onber» zu erwoilen war noch große Opfer aus fernen Mitteln für die Herberge bringen müssen Er hat auS feiner Kaste 1m Ganzen 1250 JL zugeschosten. Die mit ber Herberge verbunbene Suppenanstalt bat in ben strengen Wintermonaten täglich durchschnittlich lOO ganze Portionen, (ent- s prechend 200 nach vortgjähriger Rechnungsweise), ausgegeben. Sie wird vorerst obwohl mit bedeutend vermindertem Vertrieb, noch fortgeführt Nach Verlesung des «-E-s begrüßten die Versammlung Prediger Hoffmann aus Berlin im Namen be» Eentralaussebustes für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche Pfarrer Jeggau au« Karlsruhe im Namen des geschäftsführenden AusschusteS der Südwestdeutschen Lonferenz für innere Mission unb Pfarre? Werner — Darmstabt — im Namen bes LandeSauSschustes m Darmstabt. Prediger Hoffmann überreichte im Auftrag des Eentralausschustes eine Denkfchrift über die Auswanderung und legte die Fürsorge für bie Au-wand.rer an 6 H"z Die Denkschrift soll unter anderem die »Ittel an die Hand geben, bie Bevölkerung von der Auswanderung zurück- A uballen unb wird darum die Anschaffung derselben °llel ein ihm unbekannter Mensch bem AuSsehen nach ebenfalls ein HandwerkSbursche, welcher irentge Worte mit ihm wechselte unb ihm auf der von Laubach nach Schotten führenben Staatsstraße eine Zeitlang in geringer Entfernung folgte. Gtwa 15—20 Minuten hinter Lauback nach Schotten zu beginnt der Wald, der sich zu beiden Seiten neben der Staatsstraße herzieht unb nur zuweilen auf btt reckten durch Wald- toiefen unterbrochen wird. 818 Sei (bei am Eingang de» WaldeS em Vkdurfmß befnebute, etile ibm der fremde HandwerkSbursche voraus, derselbe wurde jedoch bald wieder von Reickel übtrboU und ging sodann dickt hinter Letzterem der. Nachdem Beide in dieser Weise noch etwa 200-300 Schritte fortgegangen waren, ge- lanaien sie an eme Stelle, woselbst sich recktS der Siraßt eine Daldwiese unb links em junge» Gehege befindet. Hier ergriff der Fremde plötzlich einen am Dege liegenden dicken Stein und schleuderte Un Reickel. der etwa einen Stritt von ihm entfernt war derart an den Kopf, datz er für einen Augenblick betäubt wat- Demnächst sprang der Unbekannte auf Reichel los packte ihn an der Brust und entriß ihm gleichzeitig feinen Rock und Berliner, auch bemerkte er Reickel, welcher laut um Hülfe ftbne, wenn er nickt ruhig fei stunde er ibm die Kehle ad oder bringe ibn um Reickel bat den fremden Duricken ibn dock geben zu lasten er wolle ihm ja alle» geben und händigte ibm dabei sein Portemonnaie mit 22 H Inhalt e.m ' DaS Lulfeaoickrei Reickel s wurde von den Handwe.kSburscken Diehl und Simon welche etwa 100 Stritte hinter Rnchel und dem Fremden hngegang.n waren bab.n aber von dem Vorfälle nichts bemeikt batten, vernommen. Diehl eilte hinaus Reickel ?u Hülfe und versetzte dem Angreifer beleihen, der sich eben zur Flucht anlckickte. mti letnem Stocke m^me5^rd)R?embe ieate sich zwar aufangß zur Wehre, al» aber Reickel und Diehl gemein: sckafE auf ibn «ndranaen. wandte er fick zur F uckt, indem er feinen Weg ieuwartS tn den Wald nahm. Bei dem Handgemenge weites Zwischen « btm Fremden andererseits stattfirnd^ gelangte Reickel wieder m den Desttz letneS Stockes indem er solchen dem Fremden entr.ß. Ebenso gelangte Reickel auck sofort weder m den Defitz snneS Berliners, da der Fremde, al» er fick zur Flucht wandte, solchen faflen ließ. Kurz nachdem der Fremde da» Weite gesucht, kam ber Balzer von Schotten des Weges daher und wurde demselben Seiten» de» Reickel und Diehl Anzeige von dem Vorfälle gemacht, worauf er dem Tbäter sofort nachietzte. gelana i m auck bald, beficlhen habhaft zu werden, wobei e» sich herauSstellte, daß ^arl Hermann Sperling heiße unb von Lösnig bei Leipzig gebürtig fei Das Portemonnaie Reichel s wurde hei der Arretirung Sperling'S noch m besten Besitz gefunden. Sperling wurde von Reichel und Diehl alsbald auf daS Bestimmteste wieder e^annt unb gestanb berfelbe denn auch in ber eingeleiteten Voruntersuchung ein, die That tn der Weise, wie sie oben beschrieben ist, verübt zu haben. ebCrneteuercommiffariatttc$irt Grunberg: a. Mitglieder: Kaufmann Peppler, Kauf mann. <5rooo, Rentmeister Schmidt, b. Ersahmitglieder: Bürgenneister Pracht, Beiqeorbneter Dippel. ... Zu Mitgliedern des Provmzialtags Hiittenwerkbefitzer Georg Buderus zu Lollar, Bürgermeister ©ramm zu Gießen, Rechtsanwalt Dr. Muhl zu Gießen, Rechtsanwalt Di-. Dittmar von Gießen. Zu Mitgliedern des Kreisausfchustes Beigeordneter Heß zu Gießen, Bürgermeister Lang zu Wieseck, Landgerichtsrach Holzapfel zu Gießen. Als Lachversliindige zur Vornahme der Abschätzungen auf Grund des ttriegsleiftungs- gefetzes vom 13. Juni 1K73 5ür den Bezirk Groß-Linden: Ioh. Weber zu Lang-Gons, Heinrich ©eiten HL zu Groß-Linden, Rechner Leidich zu Grüningen. Für den Bezirk Lich: gratis Gros jun Gießen, L. Rehe zu Lich, Bürgermeister G ö r l a ch $u Cberftabl. Für ben Bezirk Gießen. Bürgermeister Lang zu Wiefeck, Theodor Wortmann zu ließen, >ircisveterinärarzt Dr. Winkler zu Gießen. Für den Bezirk (Srünberg Post haltet Reinhard Prinz zu Grunberg, Bürgermeister Weber zu Londorf, ^ttgertneifter Lchillinger zu Queckbotn. Für den Bezirk Hungen: Bürgermeister Bender zu Lungen, Bürgermeister Köhler zu Langsdorf, Bürgermeister Bopp in Belln^sheim. hierauf wurde bie Rechnung der Kreiskaffe für 1880 geprüpft, der Aerwaltungs- beridit für 1880 erstattet, und der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1882/83, bet welchem sich eine längere Debatte über die Ausführung des Legbaugesetzes entspann, nach den Anträgen deS Kreisausschust'eS festgestellt. Niesten, 20. Juni 1881. (Deffentliche Sitzung des Provinzialtages der Provinz Dberheffen.) In der heutigen Sitzung deS Provinzialtuges wurden zunächst die vorliegenden Wahlen zum Provinzial tag geprüft und bestätigt. 81» Mitglieder zum Provinzialausfchuffe wurden wieder gewählt die yrrren exeucr cfmmifiar Vfannmuller ;u -Jlibba, >,,.,rach Dr. G-?g°r --^nhnm Trapp zu Friedberg, und an Stelle des Herrn Ramfpeck von Alsfeld der D^rr Graf irriedrich zu Solms-Laubach. —, ,. , SIIö Ersatzmitglieder wurden wieder gewählt Prof. Dr. Gar eis zu Gießen, Wilhelm 6,19 CljU5 ^IvUmstglied der Lber-ErsatzcomrnisÜLN wurde gewählt Victor Freiherr von Vordeck zur Rabenau zu Gießen, als Er,'aymitglied Bürgermeister Pracht zu Grunberg. -odann wurde die Rechnung der Provinzialkaffe für 1^*0 geprutt, der Vermaltungs- b^cht für 1880 erstattet und der Voranschlag für 1882 83 nach den Anträgen de» Provinzialaus'chufses festgestellt. Nachdem die Tringlickkeit des Anttages der Provmzialtags-Abgeordneten von Rabenau zu Friedelhaufen, Fendt zu Schotten, Engel zu Homberg und von Rotsman zu Dotzelrode, dahin gehend: Hoher Provinzial tag wolle beschließen: _ , _ 1) über die Erbauung von Secundärbahnen tn Lberhenen Anttage und mt- achten an 6r. Staatferegierung zu richten, 2) zum Zweck der Vorbereitung dieser Anträge und Gutachten eine Commission niederzusetzen _ , , anerkannt und gegen die Verhandlung über diesen Antrag Eimprache Nicht erhoben worden war rouibcr. zu Mitgliedern Der po-. 2 beantragten Commrftion gewählt: Adalbert Frei- berr v. Nord eck ;ur Rabenau zu Fried elhaufen, Hüttenwerksbeiitzer Hugo BuderuS ;u Hirzenhain, Pachter Rullmann ;u Stammheim, Wilhelm Engel H. zu Homberg, ^abdlan: G. W. Wenzel zu Lauterbach, Bürgermeister Fendt zu Schotten. Die Ausstellung ist jetzt, mit ganz unwesentlichen Ausnahmen, vollendet, das Pfingstfest mit seinem nicht allzu ungünstigen Wetter, hat das ©einige gethan, und so sah ich hier an den Festtagen eine Menschenmenge in der Ausstellung, deren Zahl anderen Ausstellungen wohl als „mustergeschützter Anikel" vorkommen dürste. Diese Ausstellung, die weit über den Rahmen einer Gewerbeausstellung oder X einer der modernen Special-Ausstcllungen hinausreicht und die gewerblichen Fortschritte 1 unserer ganzen Nation und auch anderer Völker vorführt, will übrigens ftudiri sein , und kann unmöglich nach einem flüchtigen Umblick gewürdigt werden. Das hat auch das große Publikum schon eingesehen und man muß erfreut darüber sein, daß nicht nur Specialisten, sondern auch Laien und sogar Damen mit vielem Interesse die in so großer Zahl im Betriebe vorgeführten Maschinen und Apparate studiren. Es kommt hinzu, daß ja die meisten Erfindungen zuerst nur in den Anfängen und unvollkommen in die Erscheinung treten, so daß selbst der Specialift keineswegs auf den ersten Blick den Werth einer Sache zu erkennen vermag. Das Publikum also ist, da man nicht von jedem ein genaues Eindringen in technische Einzelnheiten verlangen kann, in Gefahr, oberflächlich zu werden, der Techniker aber in Gefahr sich zu sehr in Speciali- täten zu vertiefen und darüber das Ganze der Ausstellung zu vergessen. Es wird unstreitig schwer, jeden dieser beiden falschen Wege zu meiden. Um so mehr muß man den Eifer des Publikums anerkennen, weil der Catalog der Ausstellung, der Natur der Sache nach, nicht so übersichtlich und so streng geordnet sein kann, wie wir es auf den Gewerbe- und Local-Ausstellungen gewöhnt sind. So viel ist gewiß — und jeder Kenner wird es bezeugen — befände sich die Frankfurter Ausstellung in gleich gelungener Durchführung in Paris, London oder Brüssel, ganz Europa würde sich für dieses Unternehmen intereffiren und man würde allerwärts die Großartigkeit der Idee rühmen hören. Der Deutsche aber ist ja meist so bescheiden, daß er nur importirte Gedanken anstaunt und die eigenen Leistungen unterschätzt, obgleich er hier in Frankfurt Gelegenheit hat, zu sehen, daß die deutsche Technik entschieden in erster Linie steht und Frankreich und Belgien, wenigstens soweit es diese Ausstellung angeht, unsere Rolle von Philadelphia Übernommen haben. Freuen wir uns darüber, daß unser damaliger Mißerfolg so segensreiche Wirkungen für das deutsche Gewerbe gehabt hat, und lassen wir uns nicht dadurch beirren, daß uns von Setten des Auslandes vielleicht entgegengehalten wird, die Frankfurter Ausstellung könne, da die ausländischen Staaten sich nicht officiell beteiligt haben, feinen Maßstab für die Leistungsfähigkeit der in derselben betriebenen Industrie abgeben! Denn gerade in Frankfurt soll, der Idee der ganzen Ausstellung nach, die Elite der Nationen vertreten sein, da es sich hier um Fortschritte und Verbesserungen in Technik und Geschmack auf den verschiedensten Gebieten handelt. — In Friedberg steht die Gründung eines Junggesellenvereins in Aussicht. Liner auf Samstag den 18. Juni, Abends 10 Uhr, anberaumten Versammlung lag folgende Tagesordnung zu Grunde: 1) Wahl des Vorstandes und Berathung der Statuten. 2) Vortrag des Herrn Vorsitzenden über die Zunahme oes Jntcresies der weiblichen Jugend an Landparthien. 3) Berathung über eine zweite demnächst abzuhaltende Herrenparthie in’S Gebirg mit Musik bei bengalischer Beleuchtung. Unverheiraiheten Damen ist die Theil- nahme strengstens untersagt. Allgemeine Erwiderung. *) ___ 3nr 134 des Gießener Anzeigers macht die Red. des Frankf. Iourn. den höchst mißlungenen Versuch, den Werth jener famosen „Skizze", sowie die Leistungs. fähigkeit ihres Skizzen Schreibers zu retten. „Es sollte ja nttr ein Idyll sein", sagt sie — ein lyrisches oder dramatisches jedenfalls nicht, dann wohl ein episches?! Die löbliche Redaction setzt sich dann aufs hohe Roß und unternimmt es, Diejenigen welche stch die Freiheit nahmen, das Product ihres Skizzen-^chreibers weder als Idyll' noch als einfache Humoreske, noch als feuilletonistischc Skizze aufzufassen, solidem ohne Weiteres als eine, jeben literarischen Werthes bare Schmiererei zu bezcichnen — über den Begriff eines Idylls belehren zu wollen, ja sie versteigt sich sogar zu dem kühnen Wagniß, das Erzeugniß ihres Jdyllen-Fabnkanten in gleiche Linie mit den ausgezeichneten Schriften Heyne's zu stellen!!! Wenn man einen Fehler gemacht, dann entschuldige man sich einfach, verschlimmere ihn aber nicht noch durch solch klägliche Beschömgungs Versuche. V. 8. *) Indem wir dieser „Erwiderung" Raum geben, halten wir fragl. Angelegenheit nunmehr für erledigt. Red. d G A Handel und Verkehr. Giesteu, 21. Juni. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Psd. 80 A bis 0.85, Hühnereier 1 Stück 5 Enteneier per 1 Stück 6 2 St. 11 A Gänseeier 1 Stück 00—00 H. Käse per Glück 5—11 Käsematte per Stück 3 Erdlen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Litrr 24 Tauben daö $ar «X 0.70—0.80, Hühner p. St. ,x 1 00 1 30 Hahnen p. St. X 0.70—120, Enten per Stück X 2 00-0.00, Ochsenfitisch 66-00 2, per Dfd-, Kuh» und Rindfleisch 48-50 Kalbfleisch 40—44 H, Hammelfleisch 68-70 A Schweinefleisch 62—68 Kartoffeln per 100 Kilo X 5.50- 5.80, Zwiebeln p. «tr X 24 bis JL 25, Milch per Liter 16 und 18 H, Kirschen das Pfund 20—30^. Frankfurt, 20. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen und Stiere, 280 Kühe und Rinder, 30ü Kälber und 120 Hämmel.. Die Preise stellten sich-. Ochsen 1. Qual. 63—65, 2. Qual. 57—60, Kübe und Rinder 1. Qual. °n,- I Billige Arbeiter-Hemden, | V Billige Arbeiter-Hosen. ” z 4218) Keuenweit 1»3. H Maibowle täglich ftisch, sowie Borsdorfer Apfelwein in vorzüglicher Güte empfiehlt (4104 €?. 65. Kleinhenn, Seltersweg C. 21. 4233) Ein guter Fahrstuhl zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Gothaer la. ff. Cervelatwurst, Sardellenwurst, Trüffelleberwurst, Salami-, Zungen- und Schinkenwurst, Göttinger Leberwurst, Preßkopf und Schwartenmagen, Dresdener Appe- titwürftel, Frankfurter Würstchen, la. Schweizer Rahm- und Limburger Käse, Täglich frische Milch, Butter und Eier, Flaschenbiere, sämmtl. Sorten Branntwein und Liqueure, Selters- und Sodawaffer, Alles auf Eis gelegt, empfiehlt in wunderbarer Frische und Feinheit zu billigsten Preisen C. G. Kleinheun, 3943) Seltersweg C. 21. 4015) Eine große Parthie Vorstecker und Ficbus eleganter feiner Dessins (Gelegenheitskauf) verkaufe ungewöhnlich billig.4. Fangmann. Bonner Portland-Cement, eiserne Tragbalken, Säulen, sowie alle Bauartikel in Guß und Schmiedeisen, Thonrohre rc. empfiehlt (1228 JT- Gr. D. Bapst. 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Bl. 4162) Eine Stube §u vermiethen^ ____Neuenbäuen B. 80. 4100) Ein kleines Logis zu vermiethen bei Postschaffner Bötz, Gartfeld. 2800) Der von Herrn Regierungsrath Dr. Hoffmann bewohnte 3 Stock meines Hauses ist zum 1. August l. I. anderweit zu vermiethen. Dr. Floeh. 3559) Das bisher vonHerrn Oberwachtmeister Schmidt bewohnte Logis i|t mit ober ohne Möbel zu oermietben. ____Th^Lony. 4135; Laden mit Logis, zu jedem Geschäft paffend, mitten in der Stadt gelegen, zu vermiethen durch __nutz. 4144) Mein Geschäftslokal in der Schulstraße ist billig zu vermiethen. ____________W. Ferber, Buchhändler. 4018) Geräumiger Laden mit 2 Zimmern und Küche, sowie 2 Famckienlogis, je 4 Zimmer, Küche und Zubehör, zu ver- miechen. Wilh. Friebel, Bahnhofftr. Vermischte Anzeigen. 4219) Auszuleihen JL 6000.— gegen hypoth. Sicherheit bei der Löber'schen Stiftung. F. Koch. 4223) Fleißiae Arbeiterinnen finden in unserer mech. Weberei dauernde Beschäs- tigung. Gebr. Homberger S» Söhne. Ludwig Benderl (■lenHen. 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