ÖUttÄ »Ult.n 3161 322 3fci 950. 97 S 2- 1103 0- 1422. !j. b- 1632. |63* * 2147. g n Ufib dnsalla Borstaad. ar schule n '• Rahn. i ’• April. tens, Nkurnkvrz inderzärttieün. Iieater Die Votstillunzni hen statt- (2718 n. )er Director nö Ermb folgenben Surfen. ldzetthlienLM Kachzeichnen. gnl* ’oinl hce etc. ihnen, zreihavd. tu, Tch^vri', DuG, Ttön- t, ebenso von bea rar3 für den Mr Stellen fönntn in tzterr nur an ->n Bewerbungen für । Iorstandöda««" * Iramm. uscheck- lein. Sauf. Nr. V2 Freitag den 22. April 1981. Kichener Anzeiger Aiskigk- null Amtsblntt für drn Kreis Gießen. IHine*: B. 18. Erscheint tAgtisb mit Aulnahnre bei Montags. Prell vierleijLhrlich 1 Mark 20 Pf. mit Vringerlodn. Durch btt Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Amtlicher Hheil. Betreffend: Ausbruch der Tollwuth -et einem Hunde in Obbornhofen. Bekanntmachung. Nachdem bei einem am 15. I. Mts. gei-dteten Hunde de- Johanne- Philipp Bommer-heim in Obbo^rnbofen die Tollwuth constatirt worden ist. ordnen wir auf Grund de- $ 38 deS Reich--DiehseuchmgrsetzeS und de- $ 20 der dazu erlassenen Reich-«Instruction die Festlegung aller Hunde zu Obbornhofen, Bellersheim und Utphe zunächst auf die Dauer von drei Monaten an. Der Festlegung der Hunde ist gleich zu achten da- Führen der mit einem sicheren Maulkorbe versehenen Hunde an [btr Leine; jedoch dürfen die Hunde ohne besondere polizeiliche Erlaubniß au- den Gemarkungen der genannten Orte nicht au-geführt werden. Die Benutzung der Hunde in diesen Orten zum Ziehen ist unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde fest angeschirrt, mit einem sicheren Maulkorbe versehen und außer der Zeit deS Gebrauch- festgelrgt werden. Die Verwendung ron Hirtenhunden zur Begleitung der Heerdrn. von Fleischerhundm zum Treiben von Vieh und von Jagdhunden bei der Jagd in den fraglichen Gemeinden wird unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde außer der Zeit des Gebrauch- (außerhalb des Jagdrevier-) festgelegt oder mit einem sicheren Maulkorbe versehen, an der Heine geführt werden. Hunde, welche innerhalb der in Rede stehenden Gemarkungen frei umher laufend betroffen werden, sind sofort zu tödten. Gießen, am 20. April 1881. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. __________Dr. Boekmann._____ Betreffend: Au-bruch der Maul« und Klauenseuche zu Muschenheim. Bekanntmachung. Unter dem Rindvieh und den Schweinen de- Hein.rich Leschhorn 11. in Muschenheim ist die Maul« und Klauenseuche au-gebrochen. Gießen, am 20. April 1881. GroßherzvglickeS Kreisamt Gießen. Or. B o e k m a n n.____ B e hi nnt m a ch u n g. In Gemäßheit de- § 9 de- Gesetze- vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnitt-Marktpreise vom Monat März 1881 veröffentlicht: Hafer 17, Heu 7,60, Stroh J 7.20 per 100 Kilogramm. Gießen, am 20. April 1881. Großherzogliche- Krei-amt Gießen. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 18. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben heute Mittag 12 Uhr den in außerordentlicher Mission an Allerhöchst« denselben abgesandten kaiserlich russischen Ger erallieutenant und Gn eraladju« tauten Michael Tchcrtkow 11. behus- Entgegennahme der Ratification der Thronbesteigung Sr. Majestät des Kaiser- Alexander 111. von Rußland im Neuen Palai- m besonderer Audienz zu empfangen geruht. Genrrallieutenont Tchertkow, sowie der ihn begleitende Ordonnanzofficier Unterlieutenant Prinz Galitzin hatten darauf die Ehre, zu der Nachmittag- um 6 Uhr rm Weißen Saale de- Grvßherzeglichen Schlöffe- stattgehabten Galatafel zuaezogen zu werden. Berlin, 19. April. Ueber die Deutlichkeit der Unterschriften hat der Justizminister urterm 14. d-. eine allgemeine Dersüjurg erlafte,', worin unter Bezugnahme auf frühere desfallfige Eilaste die Justizbeamten darauf hinge« wiesen werden, sich bei der Vollziehung amtlicher Schriftstücke „einer deutlichen Nomen-ur.tersckrift zu befleißigen.- Dann heißt eg weiter: .Gleichwohl gehen noch täglich Schriftstücke em, welche an Stelle eie.er leserlichen Unterschrift de- Namen- SLrif zeichrn enthalten, die zwar einen Namcn-zug darstellen sollen, sich ober al- durchaus ur-le-bar enoeiien oder doch nur uni Mühe ent« zifferi werden können. Lu einem gleichen Mißstände leiden vielfach amtliche Schriftstücke, die für das Publikum bestiwmt sind. Ich nehme hieran- Der« anlaffung, jene älteren Verfügungen von Neuem m Erinnerung zu bringen und dabei die zuversichtliche Erwartung auSzuiprechen, daß eS mir werde erspan werden, die Nichtbeachtung derseiben in einzelnem Falle besonders rügen zu wüsten." — Der „Kreuz-Ztg.- wird bestätigt, daß die neueste Haltung der Hansestädte Hamburg und Bremen von großem Einfluß auf die Behandlung der Zollanschlußfrage ist, und daß man dieselbe nach den entgegenkommenden Schritten anders anfieht, alS nach der ersten etwa- schroffen Zurückweisung, welche der deutschen Regierung offenbar andere Abfichte i unterlegte, als bem Verfahren des Kanzler- zu Grunde lagen. Auch die Vorder itung in Betreff des Zollanschluffis Altonas dürste von den Verhandlungen mit H:miurg tan girt werden und eS soll eine Vertagung in dieser Bez.ebu: g neuerdi 'gS be« schloffen sein. — Die vorauSzusehende Ablehnung der Brau«, Dedr- und OuittunzS« steuer im Reichstage macht die preußische Regierung nicht irre in Verfolgung ihre- Plane-, zunächst und vor Allem in Preußen da- neue Steuersystem auch in Bezug aus die directen Abgaben zu vervollständigen. Neben der Capital« rentensteuer soll eine neue Bergwerkssteuer emgesührt und die Gewerbesteuer soll in der Richtung reformin werden, daß sie nicht so sehr nach der Höhe des Ertrages, dessen genaue Ermittelung stets schwierig, als vielmehr des m den Gewerbebetrieb angelegten Capital- sich zu richten hätte. Ueber die Scala dieser Gewerbesteuer verlautet zunächst nur Unsicheres. Tie Entwürfe werden wohl vor Wiederzusammentritt des preußischen Landtages zu seiner ordentlichen Session, also vor nächstem Herbst, schwerlich in ihren Einzelheiten bekannt werden. Wenn aber in dieser energischen Weise am „Ausbau" auch de- directen Steuerwesen- wenigsten- im größten Staate, Preußen, fortge« arbeitet wird, so wird die Reich-einkommensteuer wohl nicht dauernd auf sich warten lasten können und die drückendsten Verbrauchsabgaben werden heute oder morgen doch wohl entbehrlich werden. (Köln. Ztg.) Hesterreich. Wien, 19. April. Dem akademischen Senat der Prager Universität ist durch die k. k. Statthalter« i ein Erlaß de- Unterricht-minlsters zugegangen, wonach zufolge Allerhöchster Entschli.ßung vom 11. April (also mit Umgehung de- gesetzlichen Factors, des Reichstages) die Prager Universität die Einrichtung erhalten wird, daß an derselben zwei Universitäten, eine mit deutscher und eine mit czechischer Vcrtragssprache, aber unter dem gemeinsamen Namm „Caiolo«Ferdinandea- bestehen sollen. Mil dem 1. October 1881 soll die philosophische und die recht-« und staatSwiffenschaftliche Fakultät in'ä Leben treten. Die weiteren Bestimmungen werden nachfolgen. — Durch tt i deutschen Lchulverein für Oesterreich find in letzter Zeit mehrere neue schulen, so vor Allem die deutsche Normalschule in Josephstadt und der deuiiche Kinderg rten 'n Pilsen, eröffnet worden. Die Spenden und d'-e Anmeldungm neuer Mitglieder dauern ununterbrochen fort. Sogar die Boers in Südafrika haben 53 Pfd. Sterling an den Wiener Schulverein gesandt. Zara, 19. Avril. Ter Kto prin; Rudolf ist in Begleitung des Groß« henog- von To-kana heute Nachmittag hier eingetroffm und von der Be« völkerung enthusiastisch empfangen worden. Krankreich. Pari-, 18. April Die heute aus Tunis ein getroffenen Depeschen bebauptm, daß die Shrumirs die Baffen niederlegen und sich dem Einmärsche der Franzosen nicht widersetzen wollen. In dm hiesigen amtlichen Kreisen glaubt man noch immer, daß die tunesische Frage ohne Blutoergießm geregelt werden könne. Auch eine Depesche des „TemoS" aus Tunis behauptet, daß (in Umschwung in Tun S etngetreten und gegen Dhstapha, den erstm M mster des Bey, gerichtet sei, der Schuld traae, daß man mit Frankreich in Streit gerathen. Freil'ch fügt der Eorrespondmt des genannten Blattes hinzu, die aroße Anzahl der in Tunis anaekommenen Araber d s flachen Landes, die äußerst f^nati'ch find, ließe Schlimmes befürchten. Ter französische Ge'eral- Consal Roustan, Cer nur die Interessen der finanziellen und industriellen französischen GeseU'chasten in Tunesien im Auge hat, scheint übrigens auch zu glauben, daß es zum Kriege nicht kommen oder der Kampf doch nicht lange dauern werde, da er bereits an Batthelmy Saint-Hilaire den Entwurf zu einem zwischen Frankre.ch^und Tunesien abzuschließenden Vertrag einsandte, in welchem hauptsächlich die Sicherstellung der französischen finanziellen und Kdustriellm 1 Interessen gewahrt, aber keine Gebietsabtretung verlangt wird. Die hiesige Regierung hat aber wettergehende Absichten ur.b ist „nicht abgeneigt^, sich das ganze tunesische Gebiet, das zwischen der Mrdscherda, an welcher die E senbahn nach Tunis herläuft, und dem Meere liegt, abtreten zu lassen und zu Algerien zu schlagen. Die Khrumirs würden von Frankreich wie die Kabylen behandelt, wo Wege und FortS (daS Hauptsort in Kabilten ist das Fort Napoleon) zur Niederhaltung angelegt wurden. Natürlich wird Frankreich, um diesen Plan durchzusetzen, seine Flotte nach der Äoletta senden muffen, um den Bey voll« ständig etnzuschüchtern. Wie es heißt, soll dies schon in den nächsten Tagen geschehen. Die heute aus Bona und Tunis in Paris etng'troffeneu Nach- richten melden, daß 600 Mann regelmäßiger Infanterie mit einer großen Anzahl unregelmäßiger Truppen und drei Kanonen in Suk-el-Arba, der letzten Eisenbahnstation auf tunesischem Gebiet, angekommen sind und daß man m Tunis französische Eisenbahn-Agenten, zwei marokkanische Marabuts. verhaftet habe, welche sich in die Tracht von algerischen Tirailleurs gesteckt hatten. Unter der arabischen Landbevölkerung wird überall der heilige Krieg gepredigt und Alles greift zu den 2B affen. 19. April. Nachrichten aus Tunis zufolge sollen die am 16. d. von der Insel Tabarque aus auf das Kanonenboot „Hyene" abgegebenen Gewehrschüffe von tunesischen Soldaten und nicht von KrumirS abgegeben worden sein. Türkei. Konstantinopel, 19. April. Die Eollecttvnote, welche der deutsche Botschafter, Graf Hatzfeld, als Doyen des diplomatischen EorpS, begleitet von den übrigen Botschaftern, der Pforte heute überreichen wird, besagt, die Mächte hätten, nachdem die Ftnalakte der Berliner Confrrenz die gewünschte friedliche Ausführung nicht habe finden können, die Botschafter in Konstantinopel beauftragt, eine Grenzlinie aufzufuchen und festzustellen, welche den Anforderungen der Lage entspreche. Es folgt hierauf die nähere Bezeichnung der Grenze und wird sodann hinzugefügt, daß die Botschafter, nachdem alle Mächte ken An« trag genehmigt hätten, der Pforte nunmehr notificirten daß die gedachte Grenzlinie, welche der von der Berliner Conserenz bestimmten formell substituier worden sei, als der Beschluß der europäischen Mächte zu betrachten fei. Gleichzeitig wird die Pforte eingeladen, dem Beschlüsse betzutreten. Maßnahmen über die Räumung und Uebergabe des bisher türkischen Gebiet- enthält die Note nicht, dieselben werden den Gegenstand späterer Verhandlungen bilden. Telegraphische Depesche«. Wolff'- telegr. Esrrespimdeaz-Bureau Berlin, 20. April. Die „Provinzial-Correspondeuz" bespricht den Artikel der „Nattonalzeitung", welcher die Wiederherstellung und Gleich- berechttgung des Parlaments mit der Regierung im Hinblick auf die Neuwahlen als Aufgabe für alle Schaltirungen des Liberalismus bezeichnet, und sagt, es liege im eigenen Interesse der National-Liberalen, weder nach links zu unberechtigten Hoffnungen Anlaß zu geben, noch nach einer andern Sette den Eindruck zu machen, als sei ihnen das positive Schaffen für das Volkswohl gletchgiltig geworden. Die National-Liberalen möchten sich auf die^ wahre Grundlage ihrer politischen Stellung und auf die Bedeutung besinnen, welche ihr früheres praktisches Wirken gehabt habe. — Der Kaiser empfing heute Vormittag die zur Teilnahme an den militärischen Uebungen hier eingetroffenen bäurischen R--giments-Commandeure und erthetlte am Nachmittag dem russischen Botschafter v. Saburoff eine Audienz. — Der Capitän zur See, Graf Monts, ist zum Contreadmiral und die Corvetten-Capitäne Hausner, Kupfer, Dchertng und Schröder sind zu Capi- tänS zur See ernannt worden. Petersburg, 20. April. In Folge von Gerüchten über Unordnungen und Verfolgungen der Juden, die an den bevorstehenden Osterfeiertagen in Odeffa zu erwarten seien, hat der General-Gvuverueur von Odeffa eine Bekannt- machung erlaff-n, in welcher jeder Einwohner zur Aufrechterhaltung der Ruhe und zur Befolgung der Verfügungen des Stadthauptmanus, welche jede Ansammlung der Bevölkerung auf den Straßen und Plätzen und vor den Kirchen verbieten, aufgcfo’-bert wird. — Auch in Grodno, wo ähnliche Gerüchte verbreitet sind, wurden Seitens der Behörden Maßregeln zur Erhaltung der Ruhe getroffen. Athen, 20. April. Die von den Gesandten der Mächte dem Ministerpräsidenten Comunduros heute übergebene Note nimmt Act von der leitens der griechischen Regierung ausgesprochenen Annahme der von den Mächten festgestellten Grenzlinie und verheißt, daß die Mächte sich für die baldige Ueber- gabe des Griechenland zugesprochenen Gebietes irnerrssiren würden. Puris, 20. April. Nach hier eüigcgangenen Meldungen aus Manilla vom 19. d. ist der Sultan des Suluarchipels gestorben; anläßlich der Wahl eines Nachfolgers ist unter den Eingeborenen der Inseln ein Bürgerkrieg guSaebrochen.__ Lokales. Gießen, 21. April. sMlitärdienflnachrichten.j Bertram, Major ä la suite des 2. Großh. Inf.:Regts. (Großherzog) Nr. 116, unter Entbindung von der Stellung als Dtrrctor der Kriezssckule m Anklam, als Bat -Kommandeur in das genannt, Regt, kinrangirt. Bruch Vteefeidw. vom 1. Bat. aniaßt durch das patriotische Vorgehen der Kriegcrveteme, welche die Mittel zum Guffe der großen Figur des Krieges aufbrachten, und der höheren Lehranstalten, aub deren Beiträgen die Figur des F.iedens gegoffen wird, ist nun auch von Seiten einer Anzahl der hervorragendsten deutschen Gesang- Vereine, an der Spitze der Kölner Männer Gesangverein, der Beschluß gefaßt worben, in gleich sinniger Weise an der Vollendung des herrlichen Werkes mitzuwlrken. Es erging deßhalb vor einiger Zeit ein Rundschreiben an die deutschen Gesangvereine mit der Bitte, durch Veranstalte», von Concerten oder dergleichen die Mittel für den Guß des Reliefs auf der Vorderseite des Denkmals, welches die „Wacht am Rhein" da,stellt, im Laufe dieses Jabres aufzubringcn und sollen In diesem Falle unter demselben die Worte in Erz gegoffen werden: „Widmung der deutschen Gesangvereine". Wir sind der festen Uebrrzrugung, daß sich dieselben dieses Ehren- zeugniß in vollem Maße verdienen werden. Ercseid, 15. April. Gestern Nachmittag gegen halb 4 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr durch Branbsignale benachrichtigt, daß in Keveta.r ein großer Brand ausgebrochen fei. Gegen 5 Uhr wurde von hier ein Sonderzug abgelaffen, der ungefähr 50 Mann unfern Wehr nach dem Brandorte beförderte. Das Feuer gewann immer größere Ausdehnung, da e« in Folge des ungünstigen Windes an mehreren Stellen zu gleicher Zeit brannte und eine wirksame Hülfe anfangs nicht zur Stelle war. Dank dem kräftigen Eingreifen der Nachbarwehren, besonders der Crefelder Feuerwehr, wurde ein noch größeres Umsichgreifen des verheerenden Elements verhindert. Im Ganzen sind gegen lo Gebäulichkeiten, worunter 16—18 Wohn Häuser, ein Raub der Flammen g.worben- L-.ider ist auch der Verlust eines Menschenlebens zu beklagen. Ein Schuhmacher, Vater von vier Kindern, welcher mit zu großer Tollkühnheit in fein dem Einsturz nahes Haus sich wagte, wurde unter den Trümmern begraben und konnte "st einige Zeit nachher mit vollständig zerschmetterten Beinen aus seiner Lag« befreit werden. Kurz nach seiner Uederführung in's ÄcanfenUau« starb der Unglückliche (Ntederrh. volksz.) — Ueber die grauenhafte Seene, welche sich bei der am Lharfreitag stattgehabten Hinrichtung in Petersburg abspielte, indem der Strick mehrmals riß, wird gemeldet: Michailow war der zweite der Verurthetlten, an welchem bas Urtheil vollzogen touxic. Kaum batte der Henker d'N Tritt unter den Füßen des Gehenkten fortgestoßen, als der Strick plötzlich riß uno Michailow he^abstürzte, um im nächsten Augenblick wieder aufzuspringen. Der Henker springt hinzu, um eine neue Sch Inge um den Hals des Delinquenten zu legen vergreift sich jedoch und faßt den alten Stiick. welcher beim Ze,retß:n oben aus dem Ringe des GalgenS gedrungen war. Der Henker bemerkt jevoch fein Versehen noch rechtzellig und legt Michailow einen neuen Strick um den Hals. Kaum hängt Michailow jeooch zum zweiten Male, so reißt der Strick abermals und der Gehenkte stürzt wiederum herab, diesmal hat er seboeh bereits, so viel zu bemerken, die Besinnung veiloren Die Gehilfen deS Henkers hoben ihn auf. Der Henker, der anscheinend etwas den Kopf verloren hatt.', ergreift den Strick, welcher für Vie Perowskaja bestimmt ist, und befestigt ihn um den Hals M von den Gehren hochgehobenen Michailow Das andere Ende dieses Strickes ,st jedoch am Seitenpfahl nicht festgebunben und em neben dem Schaffst stehender Henkrrsknecht muß, unterstützt von einem Goiodowoi, das Strickende erst um einen der Dalken befestigen Auch iür diesen Stuck ist der Körper des Gehenkten zu schwer, tr spaltet sich oben. Es wud dies noch rechtzeitig bemerkt, Mi.lailow wird nochmals hochgehoben und noch ein St-ick um seinen Hals befestigt, worauf endlich die grausige Szene beendet ist. Michailow war nach dem zweiten Sturz wenn nicht tobt, so doch -um Minoesten besinnungslos. Der Henker war so unsicher geworden, daß auch bei der PerowSkaja die Hinrichtung nicht ohne Zwischenfall vor sich ging. Er trug die Schul , daß die Perowskaja an dem straffgezogenen Strick hängend auf tem Tritt ausgleitet und gleich wieder num Stehen kommt. Dann erst stößt der Henker den Tritt fort, noch einige Nervenzuckungen und die Perowskaja ist eine Leiche. Schneller ging die entsetzliche Prozedur bei den anderen Verurtheilten vor sich. Handel und Verkehr. Frankfurt 30. April, iMarktbericht.i Der heutig; Heu- und Etrohmarkt war gut befahren. Heu koste:.- je nack Qualität dtr Ltr. JL 3.50—4.70, Stroh X 3.00-4.00, Butter 50 .Kilo 0.95-1, im Detail I. Qualität oatz Pfun: X 1.20-0 00, 2. Qualität X 1.10—00. Eier daS Hundert X 4.50—5.50. Ochscnfleisck per Pfund 60 - 70 A, Kuh, Rind und Farrenfleisch 45-55 Kalbfleisch 40-55 4/ Hammelfleisch 40 -65 H, Schweine-leisch 65 - 80 em Hahn X 1.50—2.20 ein Huhn X 1.80 2.00, eine Ente X 2 60 -300, :ine Taube 50 — 6<> Gans X 0.00—000. Hasen da« Stück X 0.00—0 00, Feldhuhn X 0.00-0 00, Rel bock bas Pfd. 00-00 H Kapaunen X 2.30 -3, Malscher Hahn X 5—10 Kartoffeln 100 Ko. X 5.00—6.00, Kohlrabi 0—0 Blumenkohl 1 St. 30—70H, Wirsing 00-20 Gelberüben 1 Bund 00 -00H, Zwiebeln 1 Bund 0 H Sellerie das Stück 00—00 Meerrettig 1 Stück 00—00, Spargel daS Pfund X 2.00, Romain-Salat 00 00 H, Endivien 00—15 H Rothkraut 25—30 Weißkraut 25—30 H, «rtischoken 00-70 Erbsen daS Pfd. 00 H. Limburg, 20 April. (Fruchtmarkt) Rorher Weizen X 20.50, Weißer Weizen X 00.00, Korn X 16.80. Gerste X 11 20, Hafer X 8.30, Saathafer X 0 00, Erbse« X 0.00, Kartoffeln ä 50 Kilo X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird mau sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HA AS EYSTEIN * VOGLER m Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt. in Stiper. 4 11 37 D.-rif stailM Bornim 40 j 53 134 27 38 210 12 Hach 3 In be; 8"bi fellb. steigert Mächj 2773 sibkntin dn Ärtejfi; "n 8‘^lojf. ffler ö'Png ® eaal. t«, 90‘Un; 8b-it| k: iOUbr; Sktätich kxttafahn nod) da n 3 Uhr ot: 8cl(l - ßch hiai» dn ch» ) Ptllchbachn, Sch lhaui. $on Stza n Odekhefirn faLra > und OQI nicht ju n. Pnschdachil -t. ops trennte und th» » tx nach umägütn i innerhalb 7 jafrto ß- mais durch rtnr Biltwlaht durch m itr grohtn giflue M it Figur t(6 glitte»* itn deulschtn jo&t ttOTtfn, ir. gini kd ergina dchhald tr tik, durch Lirachrue nj dn Boibninii w ncS aufzubmgni n: eben: Jtt-nun, tr Ditjtlbtn 6i«|f* Wi® irD, Die hiesst 8ron mb aichedrschn* ilA'ann unltnr Sfr. lSdihnUg, tu rttt innit und «« ttlrt i W Achda'^drn ihn lei wW™ tuntet 16— i eine» Oegtaben und k-r" («ieden^ W : Äi-Huilov ß« • ,u°i ba«e ter r.- Der Henkn'^ vergreift |i» ^Salgenr gelptnp? * (Ml Micha"°° hoben ibn a“«- ’ ,4 welcher P>T' -K; tnd '|i E. ifl belNkrk'i * i f worauf ent ° >enn n^1 !- Berliner tzagtl Assceuranr-iliescUschast von 1832 versichert Feld'rüchte gegen Hogcl'chaben zu feste» Prämien, also ohne die öet- hetrrten ,u irgend welchen Nachzablunren zu veipflichteu, falls b c (275! Malrertract Mlbons 120 3 Marktstraße D-20. 2120) — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Verantwortliche Redaclton: A. Scheyda. O n o 3n allen Apotheken zu haben: I. Bloch sehe Hof Schönfärb-rci in DAKMSTADT. Vermischte Zmeigen. 2743) Ein Portemonnaie mit @elbr einem Uhrschlüssel von Horn und Stahlfedern, ist gefunden worden und kann das selbe bei Frau Marx im Hinterhaus des Herrn Kühn in Empfang genommen werden. _ Mrberei von Damengarderobe-Gegenstiindeu aller Art in Seide, Wolle und gemischten Stoffen, Möbelstoffen, Vorhängen, Teppichen, Herrenkleidungsstücken, Decken etc. Färberei ä ressort. Druckerei. Chemische Wasch-Anstalt. Schöne Ausführung. Billige Preise. Die Age. tut (Annahmestelle) Frl. K Klos, Neuenweg, vcrmitteH gc-fällige Aufträge portofrei und zu Ortgmalpreisen. C2046 Pholographische Anstalt von (2498 Franz Grerbode Kaplansgasse (nächst dem Kreuz). fleiierafDerfommtung im Saale der Restauration Bramm. Tages-Ordn.: Anschaffung eines ncuen Kinde'.Leichen-Wagens. 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