srr. 18 Samstag den 22. Januar 1881 Weßener Mmeiacr ZMigk- lind Amtsblatt für den Kreis Girßen Medactio»»bureau r I rr , „ «rftbitionftburcau: ] Ech»Istr°b- B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Zleutschtand. Darmstadt, Dienste- entlasten. Preis »ierteljührlich 2 Mark 20 Pf. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Berlin, 19. Januar. Da» R.ich»pokamt bat empfohlen, Briefe na» übetleeif^en Orten möqllchst feibfl zur Post zu liefern, damit auch bei S>ö- rut-gen tm Gange der E>se> bahnzüge u. i. w. die Ankunft an de» bezbg ichen Hofenorken vor Abgang de» Dawpssch^s erfolge; auch wirb es al» räihlich bezeichnet, auf den Briefen den Abgang-Hafen, über welchen die Befäiberun. gewünscht wird, anzug-ben. — In politischen und nicht vorder tn gesellschaftlichen Kreisen der Re-chshauplstadt spricht man feine Beraunderung da.über aus, daß der 18. Januar 1881 vorübergehen konnte, ohne eine osstcielle Fe>er der zebnjädrigen Erinnerung an d e glorreich Proctamation W Ibeitn L als deut, fier Kaiser, welche am 18. Januar 1871 tm alten Söi.i^-schloffe von Versailles durch die deutschen Fürsten feierilchst vollzogen wurde. Mm muß zu. geben, daß die bezeichnete Verwunderung zum mmbeflen eine berechtigte i|t, in* deff n lag es nahe, daß die Untcrlaffunq einer offic ellen Feier r eS oochbedeut. samen Gedenktage- wichtige und tief eingreifende Gründe haben wußte. Rein politischer Natur konnten diese Gründe schon deshalb nicht sein, weil der erha bene Act tn Versailles direct mit dem deutsch. srm zöfischen Kriege nicht in Verbindung stand und vor allen Dingen nichts enthielt, was geeignet gewesen wäre, daS pol tische Zartgefühl der Franzosen zu verletzen. Demnach mußten also andere Rücksichten zu nehmen gftoefen sein und wird uns denn auch von zuverlässiger Seite mttgetheilt, daß die officielle Feier auf höheren Ort- ge« äußerten Wunsch hin deshalb unterblieben ist, weil man es vermeiden wollte, durch Erregung der Gemüther zu ähnlichen Exceffen Eigenheit zu geben, wie sie in der Sylvesternacht vorgekommen sind. Das Verhalten, welmes von ebenso edelmü Higer Gesinnung, wie rückfichis.oller Fürsorge für das Wohl und den Frieden der Staatsbürger zeugt, verdient unbedingt den aufrichtigen Dank und die warme Anerkennung aller wahrhaften Patrioten. Dieser l.tztere Umstand ist es, der uns beweat, die uns von vertraurnswerther Snte gemachte Mittheilung der Oeffentlichkeit nicht vorzuenthalten, un- vielmehr freudig die Gelegenheit ergreifen läßt, dem Lande ein Beispiel echt königlicher Gesinnung vorzuführen. Berlin, 19. Januar. Die Vereinigten Staaten von Columbia werden dem Weltpostverein vom 1. Juli d. Js. ab beitreten. Damit wird, wie die , Verkehrszeitung bemerkt, die für den Weltverkehr außerordentlich wichtige Ver j bivdung zwischen dem Atlantischen und dem Stillen Meere über den Isthmus von Panama den Segnungen des Weltpostverein- erschlaffen. — Von allge. | meiuerem Interesse find folgende Erkenntnisse des Reichsgerichts. Gewerbtrei- ! bende und Fabrikanten, welchen durch polizeiliche Vorschrift tn Begebung auf f ihren Gewerbebetrieb ein bestimmtes Thun o^er Unterlasten unter Strafan- drohung zur Pflicht gemacht ist, handeln fahrlässig und bleiben verantwortlich I wenn ste die Erfüllung dieser Pfliecht einem Bediensteten übertragen und über« (Darmst. Ztg.) 20. Januar. Durch Dicret vom 8. 1. Mtü. wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Vilbel, Georg Esselborn, feinet Darmstadt, 18. Januar. Die Statistik deS Deutschen Reichs wird vom 1. Januar I. IS. an durch die Aufstellung einer Statistik der Straf- rech'Spfl ge erweitert werden, welche nach den getroffenen Vereinbarungen 75 Arten strafbarer Handlungen, wovon 69 auf das Strafgesetzbuch und 6 auf andere Reichsgesetze entfallen, zum Gegenstand haben soll. Die Ermit- telungen erstrecken sich weiter auf die Zahl der wegen dieser Handlungen An. geklagten, bezüglich deren ein Urtheil auf Verurtheilung, Freisprechung ober Einstellung ergangen ist; die Zahl der zur Strafe verurtheilten Angeklagten, und zwar nach der Staatsangehörigkeit (Inländer, Ausländer), der Religion (katholisch, evangelisch, Juden, anderen Glauben-), dem Geschlecht, der Geburt (ehelich oder unehelich) und dem Alter (unter 18 Jahren, 18 biS 30 Jahren, 30 biS 50 I hren, über 50 Jahren). Die Aufstellung umfaßt ferner die Zahl der wegen jener Handlungen zur Strafe verurtheilten männlichen Auge- klagten nach dem Beruf (Landwirtbschaft in selbstständiger und in unselbstftäw btger Stellung, Gewerbe; anderer Beruf in gleicher Unterscheidung); die Zahl der Angeklagten, welche wegen jener H -ndlungen oerurtbetlt find: zu Todes- strafe, lebenslä'.gl'chem Zuchthaus, Zuchthaus Über 5 Jahre, über 2 bis 5 Jcchre einschließlich, bis 2 Jahre einichlleßlich; zu Gefäugniß Über 1 Jahr, über 3 Monate bis 1 Jabr einschließ ich, b.s 3 Monate einschließlich; zu Festungshaft; Haft; Geldstrafe; Ehrverlust. — Neben dieser Reichsstatistik kann eine erweiterte Landesstatistik einhe gehen. H'ervon wird jedoch vorerst abgesehen und sollen nur zu ß reif n der letzteren weiter ermittelt werden: der Familienstand der Angeklagten (ledig, verheirathet, verwittwet, geschieden); die VermözenSverbältniffe der Angeklagten (Grundbesitz, anderes 'Vermögen, ohne Vermögen); Amt, Beruf ober Gewerbe aller Angeklagten (auch ter weiblichen); die Vo'bestrafurgen der An lekiagten. Bezüglich dieser Statistik soll sich die Thätigke-t der Gioßh. Justlzbchördm auf die Ausfüllung von, nach Ablauf eines jeden Viert, ljahrs an die Großh. Centralstelle für die Lan- ; drSstatiftik einzusendenden Zätlkarten beschränken, von welcher Stelle auf Grund I dieser Zählkarten tte tabellarischen Zusammenstellungen der E'gebmffe der Slrasiechttpflege in dem Grcßherzvgthum nähnnd etneü Geschäftsjahres in erfolgen bat. (Darmst. RtaA taffen. Ferner: die mit einzelnen Zweigen de- Geschäftsbetriebs beauftragten Personen find nicht Stellvertreter deS Fabrikherrn tm Sinne der ReichSge- werbeordnung, vielmehr find als solche nur diejenigen Personen zu erachten welche an Stelle deS mit dem GeschäfiSbetriebe selbst sich nicht befassenden Geschäft-Herrn das Gewerbe in seiner Gesammtheit leiten. Endlich ist die von der Polizeibehörde in dem befriedeten Befitzthume eine- andern vorgenom. mene Vergleichung deS Viehbestandes mit dem auf Grund einer Regierungsverordnung zum Zwecke der Verhütung der Rinderpestoerbreitung aufgenom. I nienen Viebregister als eint Durchsuchung im Sinne der Strafproceßvronung nicht anzusehen. ö Siel, 20. Januar. Anhaltender Schneesturm hat erhebliche Verkehr-, störungen heibeigefühn und den E senbahnbetrieb im östlichen Holstein unter- krochen. Die dänisch,n Poften fehlen. ES droht Hochwasser. k Mülhausen, 17 Januar. [ÄrbeiterDcrbältniffe.] Es ist schon wiederholt I c ^ouf hmgewiesen worden, daß, trotzdem es an Bemühungen nicht gefehlt bat die I '^'..".wemokratilche Idee hier zu Lande nicht den geringsten Boden gesunden hat. DaS -praieroatioe, welches uns hier so wiiksam gegen diese mod^ne Pest schützt, haben wir I der In tiatme unserer Arbeitgeber zn danken, welche die sociale, resp. Arbeilssrage in !0rr ^E'se selöst haben. Man ist zu der richtigen Einsicht gekommen, daß I St2ntcresie der Arbeiter eng, ja solidarisch verbunden sei mit dem Jntercise der Arbeitgeber, daß fomit, je besser sich der Arbeiter in jeder Beziehung stelle, desto mehr I a.u* Arbeitgeber Nutzen daraus ziehe. Demgemäß handelt man hier zu iianb seit «dIm ünb thut mehr zur Hebung und Förderung des leiblichen und geistigen Wohles der Arbeiter als sonst irgendwo. Aus diesem Grunde sind auch die elsässischen Industriellen einer staatlichen Arbeiter-Versicherung abhold, wie sie Fürst BiSmarck wohlmeinend einsuhi en möchte. Man lebt hier allgemein und zwar gestützt aus mannia- sachc Veisuche Studien und Erfahrungen, der Ueberzeugung, daß die Fürsorge für die weiter bei Alter und Invalidität, am Zweckmäßigsten von dem Arbeitgeber selbst I aus geübt wird, ohne jeghrfje staatliche Mitwirkung oder gar Bevormundung, und dieser gesundrn Ansicht hat man in der Tbat ganz erstaunliche Resultate zu verdanken. So z. B. errichtete die Firma H. Häffely in Pfastatt .m Jahre 1875 eine VersorgungS- I käste, bohrte dieselbe mit 115,000 Frcs, und seitdem hat jeder ihrer Arbeiter, voraus- gesetzf, daß er mehr als fünf Jahre bei der Firma thatig ist für sich und seine Familie .^svruch auf eine Pension von 500-600 Frcs., Kinder, Arbeiterinnen u. s. w. von 200—400 tyic§, obne ba6 sie selbst zu Beiträgen herangezogen würden. Im Jabre 1878 bezogen bereits 27 Pensionäre 86o0 Frcs. Aehnliche gaffen finden sich bei Kestner in .Ibann, Hartmann in Munster, Herzog in Logelbaw, Sternhell in Rothau u. 21. zum I Deifnupit mit gkSenseitigen Hülfskassen, zum Theil auch mit geringer Beitrags- pflidjt der Arbeiter, ini Großen und Ganzen indeß von den Arbeitgebern ausgestattet und garantlil. Em Versuch Mülhausener Firmen, invalide Arbeiter in bcsonderen Alter soeriorgungshausern unterzubringen, ist an dem Widerwillen derselben gegen das derselben außerhalb der Familie geschc'tert. Dagegen hat man bekanntlich in Uf=n tTlt bcr Errichtung von Arbeiterhausern, welche die Arbeiter durch kleine Abschlaaszahlungen in ihren B sitz bringen, glanzende Resultate erzieU Se.t einem I Kalben Jahrhundert bereits beschäftigt man sich im Elsaß mit der Arbeitern.rsicherungs- frage und als Ergebniß all der angestellten Erörterungen und Versuche hat man in M ? rn i,t®' batz allgemeine Zwangsoersicherungskassen ohne Staatshülfe unausführbar sind, von letzterer aus tausend Beoenken aber Abstand zu nehmen fei, und inner in der Erkenntniß, daß aUg-meine Versicherungskassen nur sacultativ.r Art an ^F^lenz der Arbeiter scheitern, den bereits erwähnten Grundsatz ausgestellt, daß es Sache und Pflicht jedes Arbeitgebers sei, innerhalb seiner Etablissements und für feine 2ht ohne jede oder mit geringer Heran, ehuna der letzteren Kassen als feste und | Schere Einrichtungen zu gründen, und mit Recht hat man hmzugesügt. daß dies im 1 Mnften Jntereste des Arbeitgebers selbst läge, welcher dadurch seine Leute zu besonderer Lhatigkeit und Treue aniporr-e. Auf diesem Wege wollen die elsässischen Industriellen weiter sortschrelten und sie sind entschlossen, jeder Initiative oder Bethülfe des Staates in dieser Hinsicht entgegenzutreten. Dänemark. Kopenhagen, 20. Januar. In Folge ber Kälte stockt die Schifffahrt vollständig. Der E >e bahnverkehr Seelwbs und Jütlat.bS ist in Folge Schneefalls höchst unregelmäßig. England. London, 17. Januar. Nachgerade wirb die ungewöbnliche Kälte, obwohl ft .rst 5 Tage lang anbält, boch schcn zum Quell vieler fragen. ES fteigl die Noth unb auch bi- Sterbltchkeit nimmt zu. Solche Kälte war hier zu dinde feit dem I h*e 1874 nicht erlebt worden unb für Thauwetter sind auch heute noch keine Ä^eichen vorhanden. Zum Glück herrscht Windstille, waS jedoch nicht verb'nderte, daß in den letzten 24 Standen mehrere Schiffe an brr Küst- veru^g'ücktet (fett bem 1 Januar nun schon ihrer 90, um 20 mehr als in der e-fteu Hälfte bes vorigen Januar-). In den meisten Fällen wvrde bie Mm nschaft gen tret. A^er die der B^rke Lun ley. die vor Whitby vorgestern während eires heftigen Schveesturmes scheiterte, versank trotz der äußersten Anst engungen zweier Rettungr-boote mit bem Fahrzeug, unb von bem Segelfch ff Leonor?, welches mit bem Dampfer I hn D>;on Tags zuvor an der Küste von Durham zusammensti ß, konnte auch nur ein Theil ber Be- mannung gerettet u erben, wädrenb ber Cchstän mit zehn von dir Mannschaft versank. — lieber b-e reifutfcte Z'rstörnrg ber Rüstkammer in Salforb ist b eher nur sov el festgestellt tootben raß das dazu verwandte Ma etial in Dy amit bestand. Die Pol z-i behauptet, den Thätern auf der Spur zu fein, hatte aber bis beute Morgen noch keine D«-rhaflung oorgenomme". Mittig welle ist ti frtnb den Verletzungen erlegen, die is bll den Spren^ungSver- fu^en erl tten h ite. — W^s die V rfwwöru' g von K lapore betrifft, werden die darüber g machten Angaben des ^Standards-Berichterstatters aus Bombay heute endliir auch durch den 23'tut)hrftitter der „Times" in Kalk tta destätiqt. Die Proceß.'Verhandlungen gegen die 27 Angeklagten währen nun schon eine Woche, und eS müßte mit sonderbaren Dingen zugehen, wenn der Minister । für Indien auch heute noch keine „amtlichen" Mitrhetlungen darüber tn Hän- den haben sollte. London, 20. Januar. Unterhaus. Dilke antwortete Bourke, daß die Mächte noch bchuss Sicherung einer friedlichen Lösung der Griechenfraze unterhandelten, der Antrag eines Schiedsgerichts sei fallen gelassen. Nachdem die neue Note der Pforte eingegangen, könne jetzt unmöglich constatirt werden, welche wetteren Schritte aus ven Deliverationen der Mächte refulttren würden. In der Adreßdebatte lehnte daö Haus Dawson's Amendement mit 274 gegen 36 Stimmen ab. O'Kellv beantragte darauf einen neuen Zusatz tn Betreff der Verbürgung der VerfafiungSrechte für Irland. Die Debatte dauert fort. — Im Unterhause erklärt Cavendish, es unterliege keinem Zweifel, daß das jüngste F-uer im Londoner Zollamt ein Werk der Brandstiftung sei; die Untersuchung sei eingeleitet. Sablin, 20. Januar. Im Proceß Parnell beendete der letzte Ver- theidiger des Angeklagten heute unter stürmischem Beifall des Publikums sein Plaidoyer. Der Substitut des Staatsanwalts wiederlegie die Argumente des Verthetdigers und forderte die Jury auf, durch ihr Verdict Zeugmß dafür abzulegen, daß der Soctaltsmus im vereinigten Königreich keinen Fuß faffen solle. Rußland. Petersburg, 19. Januar. Osficielle Meldung des Generals Sko- ielew vom 13. Januar: Am 11. ds., Abends halb 9 Uhr, unternahm der Feind mit sehr großen Mafien einen neuen Ausfall auf unsere Belagerur gs- Arbetten von der Front und von der linken Flanke aus, während er zugleich von der linken und rechten Flanke aus und vom Rücken her unser Lager überfiel. Das stellenweise hartnäckige Handgemenge dauerte bis halb 1 Uhr Nachts. Die Tekkinzen wurden vom Lager sowohl, wie auch von den Belagerungs- Albeiten auf der rechten Flanke und auf der Front zurückgeschlagen, auf der linken Flanke gelang es ihnen indeß, flch einer Redoute, die von einer Compagnie des transkaspischen localen Bataillons mit zwei Berggeschützen verthei- digt wurde, vorübergehend zu bemächtigen. Hierbei fielen sämmtliche Artillerie- Mannschaften auf ihrem Posten. Die Compagnie verlor ihren Compagnie- Chef und 39 Mann an Tobten und 41 Mann an Verwundeten. Von der herbeigeeilten Reserve wurde die Redoute und das eine der Berggeschütze wiedergenommcn, das andere Berggeschütz wurde, obgleich die Tekkmzen unter großen Verlusten zurückweichen mußten und bis unter die Mauern der Festung verfolgt wurden, vom Feinde mit sortgeschleppt. Den heldenmüthigen gefallenen Artilleristen war es vorher gelungen, den Verschluß des Geschützes zu entfernen, welcher in der Redoute vorgesunden wurde. Die nach dem Plan vorgeschriebenen Belagerungs-Arbeiten wurden in der Nacht zu Ende geführt, auf die Festung wurde nach dem Abschlagen des feindlichen Angriffs ein verstärktes Bombardement eröffnet. DaS Innere derselben wurde während der ganzen Nacht aus Mörsern beschoffen. Am darauf folgenden Tage wurde das Lager biS zur ersten Parallele vorgeschoben. Unser Gesammtverlust tn der Nacht vom 11. auf den 12. ds. beträgt 1 Officier und 52 Mann tobt, 5 Officiere und 96 Mann verwundet. Der Verlust des Feindes ist sehr be- deutend. Die Belagerung dauert fort. —!_'■ 2"_ j.m ii iju. ■ ■■ . _ ■■■■■ Telegraphische Depeschen. Waguer'S telegr. Corresponveuz-Burean. Paris, 20. Januar. Der Senat wählte mit 170 gegen 7 Stimmen Leon Say wieder zum Präsidenten. In der Deputirtenkammer wurde Gam- tetta mit 262 von 376 Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt. 69 Stimmzettel waren Ungültig. Verwischtes — (Öffentliche Wärmestuben.) Wie schnell ein gutes Projekt zur That reifen kann, wenn die geigneten Leute es in die Hand nehmen und die Sache in wünschenswerther Weise Unterstützung findet, das zeigen die Frankfurter Wärmestuben. an die noch vor 6 Tagen Niemand daselbst dachte, die erst durch eine Zeitungsnachricht aus Wien angeregt, bann aber mit brwundernswerther Raschheit ins Werk gesetzt wurden. Heu'e bereits liest man in allen Frankfurter Blättern: „Wärmcstuben für Männer, Frauen und Kinder, Münstgaffe 9, Karmeliter- Kaserne, geöffnet während der Wtntermonate von Morgens 7 Uhr bis Abends 8 Uhr. Die Räume find gut erwärmt und steht der Eintritt Jedermann frei, jedoch hat sich jeder Besucher den Anordnungen des Hausmeisters unweigerlich zu fügen. Das Comite. — Verdient Nachahmung ! M. A. — Moskau, im Jan. Ein skandalöser Vorfall ereignete sich dieser Tage im Theater Bouffe. Drei betrunkene Zuschauer, der Edelmann T-, sein Bruder, ein Stabskapitän der 15. reit. Artilleriebrigade, und ein ihnen befreundeter junger Mann hatten durch ihr auffallendes Betragen die Vorstellung gestört und wurden vom dienst- thuenden Polizeioffizier G- ersucbt, das Lokal zu verlassen- Der Edelmann T- erhob sich laut schimpfend und hatte kaum den Saal verlassen, als er im Corridor dem Polizeioffizier mit beleidigenden Ausdrücken einen Schlag ins Gesicht versetzte. Sogleich nahm das Publikum für den Beleidigten Partei und verlangte, T- solle Abbitte leisten. Statt seiner trat der Stabskapitän vor und bat in spöttischer Weise um Verreibung für seinen Bruder, worauf der Polizeioffizier ruhig und höflich erwiderte, er stehe nicht hier als Privatperson, sondern sei im Dienste und könne also die Entschuldigung auch nicht annchmen. Da spie ihm der Capitän ins Gesicht! Nun wurde nach dem Platzadjutanten geschickt, der den Eapitän aufforderte, sich zu entfernen ; dieser jedoch ging durchs Foyer, beleidigte dort eine Dame und wurde dann erst mit Gewalt an die Luft gesetzt. Wenn Edelleute und Stabsoffizie-e an öffentlichen Orten sich noch solche Ausschreitungen erlauben, ist es mit unserem gepriesenen Fortschritte noch immer nicht so weit her; die Trunkenheit mag als Entschuldigungsgrund dienen, aber sie enthüllt in solchen Fällen doch nur, was gesellschaftlicher Schliff sorgfältig verborgen hielt; Herzensroheit und Mißachtung aller äußeren Ordnung. (Most. D-Ztg.) — (Gut bedient.) Schauspieler als Richard HI. (auf der Bühne): Ein Pferd, ein Pferd — mein Königreich für ein Pferd! Witzbold (im Zuschaucrraum): Thutts ein Esel nicht auch? Schauspieler (prompt : „Ja wohl! Kommen Sie nur herauf!" — Paris, 18. Januar. In verwichener Nacht wurde Paris und das ganze nörd liche Frankreich von einem Schneesturme beimgeiucht. Bon 11 Uhr Abends biS diesen Morgen 7 Uhr fielen starke Sckneernassen; dann trat Thauwetter ein. Fast alle Babnzüge sind bis 1 jetzt, 5 Ubr AbendS, im Rückstände, die Verbindungen im Lande unterbrochen und viele Bahn- züge blieben unterwegs liegen. Auch der telegrapbische Verkehr ist vielfach unterbrochen. Man war gezwungen, Militär abzuschicken, um die festsitzenden Züge zu befreien. In Paris ging die Befreiung der Straßen von den Eckneemaffen verhältmßmäßig rasch voran, weil zum ersten Male eine neue Maschine gebraucht wurde, die den Schnee aus der Mitte der Fabr- firaßen auf beide Seiten wirft. Auch die Reinigung des Trottoirs erfolgte rascher als sonst, dennoch ist der Verkehr zu Fuß sehr erschwert. Im südlichen Frankreich herrschte gestern starke Kälte, auch ist viel Schnee gefallen. Da« raick eingetretene Thauwetter läßt Uebersckwem. mutigen befürchten. Seit 21/* Uhr Nachts bis 5 Ubr AbendS traf kein Zug auf dem Nordbahnhofe ein; nur die Lokalzüge aus der Bannmeile liefen ein. — Wien, im Januar. Um den Klagen über die Mißhandlung von Soldaten der Landwehr wirksam zu begegnen, hat der General-Feldzeugmeister Frhr. v. Maroicic den nachstehenden Erlaß an das Landwehr-Oberkommando tn Wien gerichtet: „Ich habe mich wieder holt veranlaßt gesehen, gegen Offiziere der Landwehr, welche die Mannschaft im Di nste miß handelt haben, die kriegsrechtliche Untersuchung zu verhängen. In dem letzten dieser Fäll, wurde der schuldige Offizier zu viermonatlichem, durch Enzelbaft verschärften Kerker verui theilt und nach erfolgter Degradation als Soldat der niedrigsten Sottklasie in ein andere« Landwehrbataillon versetzt. Das Bataillon hat diesen Straffall den aktiven und nlcktaktiveu Offizieren zum warnenden Beispiel bekannt zu machen." — (Ein außerordentlich großer Meeraal) wurde vor einiger Z-it von dem Fuhrmann W. Lampe in Burhave gefunden. Lampe bemerkte auf dem dortigen Außcngroden einen 5—6 Fuß langen, runden Gegenstand von schmutzig-bräunlicher Färbung, den er für einen angt schwemmten Pfabl hielt und mitzunebmen beschloß. Beim Qifaffen desselben wurde er indeß bald seinen Jrrthum gewahr; er tödtete den Aal und nahm ihn behufs Verwerthung des Fettes mit sich. Das seltene Thier wog 52 Pfd Es war mit einer bohen Fluth auf den Außendeich gekommen und hatte sich daselbst festgelaufen. — Das Verdienst, eine neue Selbstmordmetbode erfunven zu haben, gebührt einer tiebeskranken — böhmischen Köchin, welche sich in Karlsbad tobten wollte und dazu ein außer gewöhnliches ®ift wählte, nämlich Fliegenpapier! Leider begnügt sich die Industrie sowie der Spekulationsgeist nicht allein mit der Verfälschung der nothwendigften Lebensmittel, sondern auch das Gift nno gefälscht. So geschieht es nun, daß selbst die atmen Flieaen durch gr lalschtes Fliegenpapier" umgebracht werden. Diesmal kam dem lebenSüberdrüfflgen Dienst Mädchen diese Verfälschung zugute, denn das genossene Fliegcnpapier that nicht die volle Wir kung; cs vergiftete sie zwar, aber cs vermochte sie nicht zu tödten und somit hat der flieaen- papierfälschende Betrüger ein Leben gereitet. — (Für Liebhaber ) Man schreibt aus Nürnberg. 8. Januar : Dem Liebhaber seiner Tochter verbo: nach dem „Fränk. Curicr" der Besitzer eines Hauses wiederholt bas Betreten des letzteren und stellte Dann, nachdem dieses Verbot übertreten worden, Strafantrag wegen Hausfriedensbruches, trotz des Umstandes nun, Daß der Angeklagte von der Tochter die öv laubniß erhalten batte, sie zu besuchen, erfolgte heute doch die Verurtbeilung desselben wegen eines Vergehens des Hausfriedensbruches zu 15 JL bezw. 3 Tage Gefänqniß, inDcm seitens des Gerichts bervorgeboben wurde, daß ein derartiges Verbot, in berechtigter W'ise von dein Besitzer eines Anwesens ergangen, durch die bezeichnete Erlaubntß, wenn solche gegen Den Millen des Besitzers von einem Angehörigen desselben ertheilt werde, in strafrechtlicher Bc Slchung als nicht aufgehoben erachtet werden könne. Berlin, 17. Jan. Eine Nachricht von der größten wissenschaftlichen Bekeutung für die Geogiaphie geht soeben der hiesigen Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland zu. Der französische Entdeckungsreisende Vicomte de Brazza, welcher für seine Forschungen am Ogowe bi§ über die Wasserscheide zwischen diesem Flusse und dem Congo hinaus schon dir g>ohe goi bene Medaille erhalten hat und nun seit längerer Zeit die Aufgabe verfolgt, vom oberen Laufe des Ogowe aus den (Kongo zu erreichen, ist am 7. September'am sog. Stanley Poll, oberhalb der Wasserfälle, im unteren Laufe des Congo angckommen und daselbst mit Stanley infam mengetreffen. — In Blankenburg wurde dem Feldhüter nicht nur eine Gehaltserböbung von 10 JL zugebilligt, sondern von den Stadtverordneten sogar beschlossen, demselben die fü* ein P rsvect-o gemachten Auslagen zurückzuvergüten, da er die Feldoiebstäble zum größten Theile durch ein derartiges Instrument entdeckt und daraufhin zur Anzeige gebracht habe. — Italienische „siamesische Zwillinge" werden nächstens in Wien zu sehen fein. Es ist ein Zwillingspaar, welches die berühmten siamesischen Zwillinge weit überholt. Die beiden Oberkörper sind von der sechsten Rippe ab zu einem Unterlelbc "verwachsen, so daß bi- beiden Brüder nur ein Paar Füße haben. Nach ärztlichen Beobachtungen haben Die heiven Änaben getrennte Mägen, wie denn überhaupt alle Lebensfunctionen unabhängig von einonnn verlaufen, der Eine schläft, der Andere ist wach, der Eine lacht, der Andere weint, v?r recblc Fuß gehorcht dem Willen des rechten Bruders, der linke dem des linken Zwillings. Jedes Kind sieht und bört, fühlt, denkt plaudert, ißt und trinkt für sich. Beide Kinder sind gesund, heiter und unterhielten sich mit einander aufs Beste. Sie sind geborene Piemontesen und derzeit drei und ein vierte! Jahr al*. Sie sprechen mit echt italienischer Lebhaftigkeit und agiren mit ihren vier Händen sehr lebhaft. Sie müssen selbstverständlich die Köpfe stark zur Seite geneigt halten. Jeder bet Knaben bat selbstverständlich sein eigenes Lungenpaar sein eigenes Herz. Die Mutter ist eine Arbeiterin, der Vater gleichfalls Arbeiter Namens Tocci Die Mutter ist gegenwärtig 22 Jahre aff und eine sehr hübsche, stille, bcschcidcnc P:rson^ Schreiber dieses hat die Kmder in ihrem ersten Lebensjahre gesehen, sie wurden von bev Mutter mit großer Liebe gepflegt. Dank bieser Pflege haben sie sich bisher erhalten, — ob sie so alt werben, wic das siamesische Zwillingspaar, kann man freilich nicht wissen. — In Folge unmenschlicher Behandlung Seitens des Vaters, des Feuermannes Herzog starb in Waltersdorf in Sachsen ein 5j5hrigeS Kmd. Die Leichenfrau bem?ifte eine offene Wunde am Körper des kleiner' Leichnams und Da die Mutter zugab, der Vater habe den Knaben sehr geschlagen, so unterblieb die Beerdigung und die behördliche Section ward vor genommen; sie soll fo fürchterliche Resultate ergeben haben, daß man sich scheut, dieselben n'eder zuschrciben Täglich mißhandelt und fast ohne Nahrung gelassen, ward Der Knabe oeS Nachts an den Tisch gebunden, so daß er sich nicht einmal setzen konnte. Vom Hunger gerieben flüchtete der Knabe einige Male, ward aber dafür von dem unmenschlichen Vater so furchtbar geschlagen, daß das Schreien häustrweit gehört ward. Theilnahmlos soll die Mutter die Qualen ihres Kindes mit angesehen haben Während der Feiertage genossen Die Eltern Leckerbissen — der Knabe mußte hungern unD warD so geprügelt, daß er In Krämpfe verfiel von denen er durch Die elende Behandlung in letzterer Zeit immer öfter befallen ward 'Jm'^tol vesterabend ward er mit einem eisernen Haken geschlagen und io gewürgt bis er reaunallns liegen blieb. Er hatte außgelitten! Der feige Quäler ist entflohen, doch sicherlich wird er bald ergriffen. Die h-rzlose Mutter befindet sich bereits im Gefänqniß. - Um Obstbäume von Moos zu befreien, bereitet man aus g-wöhnl'cher Lol.aschc eine mittelstarke Laug-, zu der man zu . ihr-, Zwtck G-lv zu erhalt,n. „lebt irr’,lebten kein Geld geben, so würde sehr bald die Zahl dieser Bettler stch aan» » nb Die gewissenlosen Eltern aber, welche durch erwerbSmäßige Kinderbetk?lsi^brer «au'beie würden das Geschäft als nickt mehr rentabel aufgeben " ®aU,*nt Lohnen, tbeil einV riest °e Tu/rfäul?^ U^T «W« über dem mittleren Stadt- LL nL n .«a r ®! ^Trr stanzen Starke ausqerückte F-uerwebr fand bei dem vollen Fabrikgebäude von Keudall u Comv einen Holzschuppen in £ “ff l ? war das angrenzende, mit Schwefelsäure angcfüllte Lager der F^ma DI d' ?6t h T e< beR ^ad?flubI brr.Dremel'schen Wagenremife vom F uer ergriffen Die größte Gefahr drohte indeß dem Hauptgebäude der Kendall'schcn Ciqarrenfabrik an ■ " Zugriff auf da« Feuer von bet Antoniusstraße aus übernommen unD io oelana es , nf ^7 ^st^a^iet der großen Kälte mit staunenswertber Sicherbeit ausaeführten Lösch- °,b'" - b'n °---'nt.n 3nü«ngung,n binnen kurzem, des 8-u.r« H«r7u wW <« Jan. Unsere Universität hat neulich einen Tadt-n mm PhIIaiaphi, p„m°dirt In dem betreffenden Deplnm beißt ,5 am Schluff. D — (So-enannte- harte- Dasier gegenüber bem weichen). Dr. Tidv zieht aus seinen Beobachtungen folgend« Schlüffe: 1) Harke- W»ffer ist »cm diätetischen Standpurkt au- besser, al- weiche-, wegen siine- Aalkgeboltrs. 2) Der Lbee wnd bei Bedandlung mit hartem Dafler besser, wenn auch weniger dunkel, denn da- weiche Wasser wirkt lösend auf die bitteren ü^traclivstoffe und ze stört da- -Iroma. 3) #6 stillt den Durst bester al- weiche- Master. 4) QfS wirkt nicht, wre da- weiche, löiend auf Blei« and organische Materien 5) Es ist durchgängig heller von Farbe, al- weich«- Letztere- besitzt häufig sogar eine nicht einladende Farbe; daher wird z. B. in Manchester, wo weiche- Master vorherrscht, da- Master in den Gasthäusern in dunkelfarbigen Flaschen aufgetragen. — Zum Putzen und Waschen zieht der Genannte ollerving-, wie natürlich, da- weiche Master dem dorten vor; auch den Grund dafür gibt er an, e- erforderte nämlich weniger Seife, da die Aalkialze de- harten Master- einen -heil der Seife unwirksam machen. Schließlich wünscht er allen R'siden^städten harte-, allen Fabrlkstädten weiche- Master. (Ztschr. d. östr. L ®.) RehIflTeberlebt. Mügetheilt von dem Agenten d»- norddeutschen Llord E. CB. Dietz in Gießen. Bremen, 20. Januar. (Per tran-atlantischen Telegraph.s Der Postdampfer Leipzig, Eapt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd m Bremen, welcher am 6. Januar von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore ongekommen. Bremen, 20. Januar. Der Postdampfer Neckar, Eapitän W. Willigerod, vom Norddeutschen Llvvd in Bremen, welcher am 8. Januar von New York «baegangen war, ist gestern JO Ubr Äbend- wohlbehalten in Southampton angekommen und hat heute nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung um 1 Ubr Morgen- die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe Überbringt 81 Passagiere und volle Ladung Vergeht der darbenden Vögel nicht! Irischbäcker in Gieren. Sonntag, den 23. Januar. Ernst Wallenfels, Wallthorstr.ße, Friedrich Aar- Hing-, Selter-weg, Georg Spieß, Neustadt. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde juGiehen. Gottesdienst: Sonntag, den 23. Januar. Morgen- 9 b dem Letztlebenden der Testirenden freie Verfügung über den Gesammtnachlaß ein» ge'äumr worden ist — so gewiß spä- t st'ns in dem Aufgebotsle'mtn Mittwoch den 13. April 1881, Vormittags 9 Uhr, zu erklären, als sonst angenommen werde, sie erkennten jeneS Testament als zu Recht bestehend an. Gießen, den 17. Januar 1881. Großherzogliches Smtsgeiicht Gießen. P ü ck e l. __Neidhart. Oessentliche Zustellung. D e Firma I. 21. Busch Söhne Au G'eßen klagt gegen den Spengler Wilhelm Ammon, früher zu G eßen, j tzt unbrkannten Aufentha'.ts, aus Kauf und Miethe mit dem Anträge aui Verurtheilung des Beklagten zur Zrdlung von 200 5 nebst 5% Zinsen aus 50 seit 16 Ok- tober 1880 und aus 150 JL 5 feil 19. I muar 1881, aus Räumung der Wohnung und vorläufige Voll- streckba'keitserklärung und ladet den Bek agten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Gioßherzogl. Amtsgericht zu Gießen auf Mittwoch den 2. März 1881, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zu- stellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Girßen, den 20. Januar 1881. Netdhart, Gertchlsschreiber des Großherzoglichen 526) Amtsgerichts. 206) Empfehle hiermit von vorzüglicher Kochart: geschälte Victoria- Erbse«, Hellerlinsen und Bohnen, ferner Sauerkraut, eingemachte Bohnen und Essiggurken. C- Roth, Neue Baue. 521) Sehr feinen, ausgezeichnet von Geschmack und gut geräucherten Schwart^nmagen, K Pfund 75 H, empfiehlt bestens Johann Knips, Metzgermeister in Großenlüder b. Fulda. Montag drn 24. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht auf freiwilliges Ansuchen der Erben der Daniel Balthaser Plank Eheleute die denselben rustehenden Grundstücke meistbietend versteigert werden: Flur. Nr. 7 45,3 M/199 U. J00 M/u8» 146a U t49 M/134,3 ä/133 U. t3« “Am u. 79,5 »/ui 3V1<5» Mlu Mir. 1081 Acker auf dem Teu- fensröder Weg, 1194 Acker auf der Hohleiche, 1438 Garten auf der Rodhohl, 2638 Acker auf der Weiberde, 1775 Acker am Sand- kauterweß, 6587 Acker in den Rödern, 3150 Acker auf den Erdkauterweg, 1738 Acker in der Arau, 1763 Acker über der Erdkaute am Fluth- graben, 1187 Acker auf der Leiseheide, 1188 Wiese daselbst, 4550 Acker rechts am Aulweg, 3937 Wiese am Sand- kauterweg und Grüninger Pfad, Gemarkung Wieseck 1562 Wiese an der Ursu- lum. 457) Z A. Müller Gießen, den 17. Januar 1881. Großherzogl'ches Ortsgericht. Aeikgeöolenes. 524) Italienische Apfelspalten, Brünellen, Maccaroni, türkische Zwischen, Ap'elkraut, Zuckersyrup, feines Obstgel6e empfiehlt____‘______Emil Pi stör. Schlittschuhe empfiehlt (523 Earl Noll, Eapla^saaffe. Dkltr Sortrn Sirinkohirn, gkw. fteinfteir Nußkohlen, s°wi- Braunkohlen bester Qualität bei (199 A Kröll. W inter schuhe, große Auswahl, empfiehlt (412 Wilh. Kohlermann, Neustadt Prima Couvert, pro 100 35 Psg., (518 V. Sann« B'.smarckstr-aße. VorstiglicheApselspalten und Zwetschen empfiehlt (525 __g. Rotb, Neue Baue. 128) Ich beabsichtige ver- schiedene schön gelegene Bauplätze zu verkaufen. Th. Wode. I Feinsten Kedicinal - Leberlhran, in.Vi; und Vr-Flaschen, sowie im Anbruch empfiehlt ____ (296 Grg Wilh.. Weidig. Geschälte Victoria-Erbsen, Thüringer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt 79) Fr. Seibel. Salz von der Großherz. Saline Bad Naiheim aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslich- keit, ist stets vorräthia und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann «J. G. D. BapM aus dem Markt in Gießen. <6 Großherzogl. Salinen- und Bergamt Bad Stauheim. Soenneckeifs Sdjreiöfrbeni in Giessen vorräthig bei: (42 E. Balser und H. Kühn. Hamburger Rauchfleisch im Anschl.itt empfiehlt (337 Emil Fischbach. 22) Ihre so beliebt gewordenen Helange-Kaflte’s täglich frisch gebrannt, von 1.20 an, als vorzü lich per Pfd. JL 1.40, empfiehlt die Kaffee-Brennerei von S. ElsofEer, Muktstraße 205. 448) Für aufgesprungene Haut empfiehlt als vorzügliches Heilmittel Daselinfeife und Glycerinfeife undurchsichttg. I. D. iHÖbs, Seifensieder. Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Neise-NachtHemden, IV, Mtt. lang Unterkleidchen, Socken, Strickwolle empfiehlt sehr billig (200 Auf. Uaubaeh, MäuSburg. 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Eine geräumige, gutcingerichtete Parterre-Wohnung ist wegzugshalber lit vermiethen Näheres Bei Durchsicht des lUuftrtrtw vucheS: „Dr Airy's Heilmethode" werden sogar Echwrrkraule dic Ucberjcugung ar- Kirnten. bnfe auch sic, wenn nur die tifhlijCH Mittet zur Anwendung ge° lüitgcii, noch Hcil.ni, erwarten bfirfen. Eö sollte daher jeder leidende, «elllst wenn bei tfjm bislang alle Medicin ers foliloftßcrocicu, sich vcctrauenLvoll dieser bc-öohrten Hcilmetbavc jiuocnden und nicht säumen, obiges titvt aujusch.tsfen. Ein ..Auszug' daraus grali« u. franco. Die soeben erschienene Nr. 16 enthält: Das rothe Gold. Ein Roman von Theodor Hermann Pantenius. (Fortsetzung.) Die Zerstörung der germanischen Mythologie dutch Bang und Bugge. Von Rasmus B- Anderson. — Seoera. Eine Familiengeschichte von E. Härtner. (Foit- fftzung.) — Meister Carl Gottlieb Psann-- schmtdt. Eine Skizze von Emil Fromiml. Mn Abbildung aus Pfannschmieds Leiden des Propheten Daniel: Daniel durch den Eng l vor den Löwen beschützt. -- Am Fanulientische: Wohin nun? Zu dem gleichnamigen Bilde von E- Tetzner. — Eine interessante Reimsptelerei — Rechtsrath. — Hauswirthschaftliche Fortschritte. Mit 2 Abbildungen. Mit zwei illustrirten Beilagen: Aus- Berlin: Zwischen 4 und 5 Uhr tn der Zimm-rstraße. Zu dem Bilde: Die Jagd nach Arbeit: Berliner Jntelligenzdlatileser. — Umschau auf gewerblichen Gebiete. — Holubs südafrikanische Re-sen. Mit einer Abbildung aus dessen Reisewerk: Von acht Löwen belagert. — Umschau in fernen Landen. Mit 2 Abbildungen aus Holubs Reisen: Rauchender Betschuane; Kitschi- tänze. 452) Ein Parterrelogis von 8- 6 Zimmern mit allem Zubehör, an der Ecke der Schillerstraste und Anlage zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres durch I. Blitz 516) Fr. möbl. Zimmer per sofort zu vermiethen. Marktstraße D- 218, 1. St. 517) In meinem Hause an der Grün- berger Straße ist ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Carl HaaS, Kalkbrennereibesitzer. 300) In meinem neuerbauten Hause sind mehrere Logis zu vermiethen. ________Phil. Bauer II., Bahnhofstr. 122) In der Nordanlage, nahe bei der Töchterschule ist ein neu hergerichtetes Familienlogis von 5 Zimmern sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Bl. 489) Ein kleines freundliches möblirtes Zimmer zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. S In Hß Mk. 1)20 1)40 1)60 1)80 und Mk. 2,— per Pfund. M Ich verwende hierzu nur ganz reine, sein und kräftig schmeckende Kaffeesorten und wird sich das verehrliche Publikum ££ durch den kleinsten Versuch überzeugen, daß meine Kaffee's sowohl g in Bezug aus Qualität, wie relative Billigkeit sehr zu empfehlen sind. 483) Ein Familienlogis zu vermiethen __________________Seltersweg Lit- C. 60. Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cab'net ist durch Versetzung des Herrn Assistenten Roth sogleich zu vermiethen. Friederike Appel Wittwe, Riegelpfad E. II*. 247) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. April zu beziehen._______Louis Lotz, Reichens and. 287) Ein Familienlogis mit allem Zubehör per 1. April beziehbar. Rothenberger, Caplansgasse. 196) Möblirtes Zimmer zu vermiethen per sofort. Ludw. Orth, Photograph. 142) Schillerstraße Lit. A. 118,6 ist die Parterre-Wohnung, 5 Zimmer rc enthaltend, nebst Gartenantherl vom 1. April d- I an anderweit zu vermiethen. __Böger, Hofg.-Protocollist. 82) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör, ist anderweit zu vermiethen und am 15. Januar 1881 zu beziehen. Pitz Zimmermeister. CoBscordia® 520) Samstag, 22. Januar, im »JL intlr n h of 487) Ein tüchtiges Mädchen für die Küche gesucht. Wo? sagt die 507) Ein Kindermädchen ooi^W!^ gesucku. Näheres in der Exped d. 31. eim Cb ■e-e- V ’jj s ftrJ "t-actio 0r jihchra Sri in Heffen gk Dr Mrz l. I. jichßtoi 80 (8ii I — Dii j . Dar« I | «NnMaof i»°r in b teij, j ,|eN 9’W« 'Eki trfola: t, MlWt entf f Wtt |0 z, I "»«"Haft in . Setlin a.nik "«d bei Plenum tu » bli HW •’M* »ebn ?5S es Stift tzrK Verloren SSJ’J tft* iß