^rr. 297. Mittwoch den 21. December 188 Aichener ^(iBeißcr Amcigk- uni) Amtsblatt für brn Kreis Gießt«. t V " I Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit vringerlohn. »urra« 1 Schulstraße B. 18. ^rschemt täglich mit Ausnahme bets Msntags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark bO P«. Deutschland. । Darmstadt, 19. December. Durch Decrete vom 7. l. Mts. wurden ernannt: der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Hungen, Karl Leonhard Betzbrrger zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Orteuberg, der 1 Ger chtevollziebcr mtt dem Amtssitze zu Höchst, Wilhelm Reil. zum Gerichts- Vollzieher mit d,m Amtssitze zu Hungen und der Hülfsgerichtefchreiber bei dem Amtsgerichte Groß-Gerau, Joseph Anton Garnier, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Höchst. Durch Decret vom 9. I. MtS. wurde dem Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Offenbach, Franz Wende berg, die nachgesuchte Entlastung auS dem GenchtSvollzieherdienst ertheilt, und derselbe durch Verfügung vom gleichen Tage zum HülfSgerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Groß-G-rau bestellt. m Darmstadt, 19. December. Der Piaudent der zweiten Kammer Abgeordneter Kugler, hat folgenden Antrag eingedracht: Die Kammer wolle beschließen, 1 an Großb. Regierung daS Gesuchen zu richten, *. den Secundarbrtrteb aus ben Oberdefsischen Bahnen mit 5 Zügen im Sommer und 4 Zügen im Winter tn j.der R cktuna beider Bahnen baldtbunlichst und spätestens mit Beginn des Be- tried-jadics 1883—84 einzuiüdren; b. einen vollständigen, nach den neunten Enahr- ungen für SecundSrbetrieb besonders geeigneten Fadi park anzuschanen und die dadurch erwachsenden Kosten auS dem Verkauf von vorbandenem Zahrmatenal, welches tm Lecundärdetricd keine zweckmäp'ge Verwendung finden kann, zu decken; k. der WioBö- Regierung anheim zu geben, ob sie den vor zufehenden Mehrn trag der Bahnen durch eigenen Belrieb oder durch Verpachtung der Bahnen an Pnvatunternehmer stchein will: 3. im Hauptvo anschlag der Staals^mnahmen 'ür die Finanzperiode 1^—85, Hauvtabtbeilung l, (5 (XX > .* jähil ch anstatt der vorgesehenen 27,630 vH- em zustellen; 4. die durch (NN- rüdrung de« Secundärdetried« entstehenden besonderen Ausgaben für Bensiomrung von Beamten, insoweit diese nicht aus dem dafür vorhandenen Penstonosond zu decken sind au* den dafür in Hauvtabtdeilung III der Ausgaben des .^aupi Voranschlags Pensionen- einzustellenden Mitteln ,u bestreiten; 5 die >m Hauvtooron'chlag der austerordentl'chen Ausgabe, Hauptabtheilung VIII., 0ap. Iw, geforderten 47 500 _x für (r,aSn,ungS' und llrweitenmgSbauten im Bahndos ^testen und die unter po8. 2 angesorderten 90,100 X für Anschaffung neuer Bett eb«m ttel nicht zu oerrotUiflen^ Abgeordnete Scriba bat bei dem Bureau der Kammer folgende Inter- vellatwn übergeben: .Artikel 1 de« Gesetzes, den Bau und die Unteibaltuna der Kunststratzen im (^roßberzogtbum berreffend, bestimmt daß die b-'iebendenundbie noch zu bauenden Kunstsiraß.n entweder LtaalS- oder Kreisstraßen sind Nach Art. 5, 2 bcfjdbcn Gesetzes können Kreisstraßen durch Gesetz zu Staatsstraßen ei klart !^rden und geht dann mit der Unterhattungspflrcht dos (k'gentbum an der bettessenden Straße mit allen Nutzungen und Zubebörungen an den etaat über. Nach Att^ '« übernehmen die Kreise die Unterhaltung der in ihnen gelegenen, b-vber durch die bett. (Gemeinden, ^emark.mgsmbaber oder Pic nalwegbau Verbändeunterba tenen Kunst- straßen. Während also durch GeseN bestimmt ist. daß de, Kreis,traßer, die zu ^taat«. sttaßen erklärt werd-n, das E'gentdurn derselben mit allen Nutzungen zu Zudehorungen 'm den Staat übergeht, entdält das betreffende (Nesetz keine Ben mmung darüber, ob die von den (Nemeindcn, (Nemarkungsinbabern imb V cinalwegbau Verbanden in die Unterhaltung de? Kreise übergebenden Kunststratzen mtt allen Nunuug'n und Zu- debörung-n^igentdum deS Kreises werden, od.r ob Letztere nur dw Unter habtungS. pflicht haben und die Straßen Eigentbum der Gemeinden b eiben. z । bei bem b• m- näLstiaen Ueberaang der zuletzt genannten etroflen tn die Unter Haltung der Kreise eine zAewißhe t über die Sigenibumstrage unbedingt erforderlich ist, stellt der ergebenff Unterzkichnete an die (»roßb Regierung die Anfragen: 1. O^ebt nach Önologie des Art^.^.2 M Gesetz S vom 27. «pul 1881, den Bau und dic Unterhaltung der Kunststranen >m ^roßherzogthum Heffen bettettend, mi der Unterdaltungspsl cht bo5 wXmberüTnbJn Gemeinden :c an die Kre.se übergehenden^ die Kreise über? 2 Ist die ölroßb Regierung geneigt, e-ne °Ue Zweifel über diese «,«tttzums°-rhSlwiffr be ®«larahon G-ictzks »om ... flpnl 1R81 ju Mianlafrn?- Dal R-,chsaml W Jnn.rn iS jktzt i-sti'bl, gemäß den auifübrungen b<8 etaatgmirifrr« v. B°«ltiLer b« den Beialbun- g,n des Reichstags über den Etat des Reich,ge,undbe^«°mts eine Beschleunigung der l,L,nornten B,Hürde b.rb.izusübr.n In erster Re.be dürf.en -,r wähl die Ferligstellung der ncch auSstehenden auSi^rungs.Best.nimungen »um Se- itfce, betr. den Verkehr mtt Nahrungs- und Genußwilteln.erwarl.n können. DeS Weiteren soll d'e Herstellung der Phamacopoea Gtnnanica wesent.iL Mission anstatt, nie beabsichtigt gerresen, erst IM Arnl schon m den ersten WoLen deS neuen °tabn$ nack Berlin einberufen werden. — Die Commisston zur Borberatbung des Zollars-blufie« von Hamburg hat heute wie schon tun a-meldet. cor dem Plenum die ;w"'e Lesung de« Sesekenlwurls bee-bet. Der Titel des Gl-tzes, wurde gemäß dem «"trage ßänel abaeänbert und auch S 1 dem Antrag Hänel nach angenommen. Da- gegen wurde der °i'-b-spr°ch-re § 4 d.ffelben Antrags abgelehnt urd sodann das ganze Gesetz nebst der com Abg. Büsing vorzeschlagenen Resolution, welche bieln^”^e.?;^r^i(4bean\ra Bundesra.be und dem Senat, der - Stadt üamburg auf’ Grund des an den Hnmburgischen §errn Wmt. sterresidenten gerichteten Schreiben« des Reichskanzlers vom 27. Ma, d^ts erzielten Tinvernedmens die Befteiung von z-der zollamtlichen Rednndluna für die zwischen her See und dem Freihasengebiete Ham- b$ura8 unb umgekehrt unter Zollstagz- unb Leuchte tr-mfitirenchen Sch'ffe eint dauernde Einrichtung fein werde, und daß dtesUbe, falls n- cj. fester alS unaeeignrr erweisen sollte, nur durch eine arbeie Lnttchtung .rsetzt 7«be'«elch.,-ine größere Erschwerung des Tran. mit 16 gegen^Stimmen angenommen, nachdem Finanzminister Bitter erklärt —--------- 7 hatte, daß er für seine Person Einwendung gegen die Resolution nicht zu machen habe. Zum Referenten wurde der Abg. Staudh ernannt. — Nachdem der Reichstag mit sehr großer Majorität und unter Zustimmung deS Minister- Maybach brschloffen, die an den Neichsetset bahnen beschäftigten Unterbeamten n-cht mehr diätarisch, sondern in Zukunft etats- mäßig anzustellen, wird auch im Abgeordnetenhause dasselbe für die preußischen Suratsbahnen beantragt werden. Zn der letzten Landtagssesflon war eS namentlich der Abg. Büchtemaun, der stch lebhaft der Jntereffen der Unter- beamten annahm, das Abgeordnetenhaus lehnte aber seinen Antrag in Folge deS Widerspruchs deS Ministers Maybach ab. — Die Ueberschüffe, welche der dem preußischen Landtage vorzulegende Eisenbahn-Etat aufweisen miid, werden sehr beträchtliche sein; sie werden sich vielleicht aus 20 biS 24 Mill. JL belaufen. Wie der Landtag in seiner ersten Session stch mit der Verstaatlichung der Köln-Mindener, Rheinischen, Berlin- PolSdam-Magdeburgtr. Brrlin-Stettiner, Magdeburg-Halberstädter Dahnen zu befaßen gehabt hat, so wird die bevorstchende dritte und letzte Sesfion sich wiederum mit wichtigen Verstaatlichungs-Anträgen (Bergisch-Märkische, Thüringer ui.d vielleicht Anhaltijche E senbahnen) beschäftigen müfftn. — DaS Bedürfniß einer beschleunigteren Erledigung der Wahlprüfungen scheint nachgerade von allen Seiten anerfanrl zu weiden. Zn allen Parlamenten muß es für unzuträglich gedalten werden, daß Mitglieder, deren Wahl ernsten Bedenken unterliegt, auf längere Zeit an den Berathungen und Be- schlüffen theilnehmen. Zm Reichstage aber wird der Uebelstand erheblich ge- steigert durch die Zersplitterung der Parteien, welche es möglich macht, daß bei kritischen Fragen die Stimme eine- Mitgliedes entscheidet, deffen Cualift» cation zweifelhaft ist. Es entspricht demnach der Rücksicht gegen den Reichstag selbst wie gegen deii Einzelnen, daß die Entscheidung über die Gültigkeit der Wahl in allen Instanzen mtt möglichster Beschleunigung herbeigeführt wird. Ja dieser Sesfion kommt noch ein auLnahmSweiser Umstand hinzu, um diese Dringlichkeit schroff heroortreten zu lasten. Die betr. Abtheilung hat die Acten über die Wahl deSsenigen Mitglttdes der deutsch - conservatimn Partei, welche- die Vertrauensstellung deS Präfidenten deS Hause- einnimmt, der Wahlprüfungs-Commisfion überwiesen und nach der allgemeinen Annahme wird diese Eommlsston fich gezwungen sehen, b.i dem Plenum die Beanstandung der Wahl des Herrn v. Leoetzow zu beantragen. So lange man stch lediglich an hie bisherige Praxi- hält, würde selbst ein Beschluß drS HauseS, die Wahl zu beanstanden, die Stellung deS Mitgliedes nicht beeirflusten; e- ist unzweifel- bafi, daß Mitglieder, deren Wahl angifochten ist, bi- zur Erledigung der Vorfragen alle Rechte der Angehörigen de- Reichstag- zu beanspruchen haben. Gleichwohl ist nicht m Abrede zu stellen, daß da- Hau- selbst in eine peinliche Lage gesetzt wird, nenn e- zur Entscheidung der Frage aufgerufen wird, ob das Mandat deS ersten Repräsentanten deS ReickstagS zu beanstanden unb d e Reichsregierung zur Klarstellung der entscheidenden ThatsaLen aufzu- fordern ist. — Der BundeSrath hat nach Meldung der „Wes..Ztg." gestern, veran- laßt durch eine Eingabe, der wunderbaren Auslegung dis Zolltarifs durch die preußischen Zollbehörden bezüglich der Tarifirung von Fleischpräserven in Blech- büchsen ein E de gemacht. Die Zollbehörden haben bekanntlich auf diese Blech- büchien den Zollsatz von 24 JL für Waaren aus schmiedbarem Eisen tn Verbindung mit andern Materialien angewandt, weil die Blechbüchsen mit Papier Etiquetten beklebt waren, und somit den doppelten Zollsatz erhoben. ES ist in der Tbat zu verwundern, daß es des Einschreitens des Bundesrat!s bedurft hat, um dieser Auslegung deS Tarifs abzuhelfen. - Der LtaatSsecretär des ReichSpostamtS hat unterm 15. d. MtS. eine Derfü-ung er lasten, welche davon ausgtht, daß nach neueren Wabmeh- murgen einzelne Beamte in amtlichen Berichten urd Bescheiden ihren Namen so schreiben, daß die Unterschrift ihnen selbst zwar als Ausdruck deflelben gelten mag. für Andere indessen unverständlich bleibt. Unter Bezug auf die durch Verfügung vom 15. Juni 1878 ergangene Mahnung, fich einer deut- litten Namersurtterschnft zu befleißigen, werden die Beamten eindringlich auf- gefordert, ihren Namen stets so zu schreiben, daß er auf den ersten Blick geläufig gelesen werden kann. Schade, daß es. keinen Weg gtebt, diese vor- ttesfl ch- Voischrift für alle Ltände zu verallgemeinern. Berlin, 18. December. Wie man hört, find Weisungen ergangen, feen en zufolge die OrtSbehörden aufgefordert werven sollen, gegen die Lerbergs- wirthe und ähnliche Gewerbetreibende, bei welchen Landstreicher und Bettler erfahrungc gemäß bentto llige Abnehmer erbettelter Sachen finden, Vorkommen- densallS stets strafgerichtliche Anträge auf Hehlerei zu stellen, nachdem das Reichsgericht den Grundsatz ausgestellt, daß der wegen eines Vermögensvor- theilS geschehene Ankauf von Sachen, von welchen der Käufer wußte, daß, sie unbefugter Weise erbettelt seien, die Dorausietzung des § 259 des Reichsstraf- g'setzbuches enthielte und darum als Hehlern strafbar wäre. Hekerreich. Wien, 18. December. Don heute ab darf der innere Raum des ab- ! gebrannten Ringtheaters, wo fortwährend an der Stützung deS dem Einstürze drohenden Mauerwerks gearbeitet wird, nur noch von den dabei beschäftigten Personen betreten werden. Die heute vorgenommene Zusammenstellung der t I Verunglückten und Vermißten ergab die Zahl von 620. . IUCU. vuv viy ;uuu,uva uitu ueu ^rymstraste. Irankreich. Paris, 18. December- Eme officcelle Depesche aus Oran constatirt, daß die Leichen von 160 bei der Ucberschwemmung von Perregans ums Leben gekommenen Personen aufgefunden sind. England. Dublin, 18. December- Gestern Abend ist von der Polizei in zwei SLusern von Dublin eine Quantität Waffen und Munition ausgefunden worden unter welcher sich dem Vernehmen nach mehrere Taufende von Patronen und' «ine große Anzahl von Revolvern befinden sollen. ES find in Folge deffen 4 Verhastungen erfolgt. Auch Schriftstücke sollen aufgesunden worden sein, durch welche viele Personen in Irland und England compromittirt »et- j>en _ In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurde die Polizeikaserne in Croboy (Grasschast Meath) in Brand gesteckt und zerstört, die Polizei- Agenten, welche im Schlafe lagen, haben sich nur mit Mühe gerettet. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr- Corresporrdenr' Bureau. Berlin, 19. Decbr. Der Kronprinz machte am Sonnabend dem Fürsten Bismarck einen längeren Besuch. — Die „Nat.-Ztg." meldet, daß sich die Delegirten der liberalen Gruppen über den Entwurf eines Hastpflichtgesetzes geetniat haben. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt, die Rückwirkung der Thatsache, daß die Verhandlungen des Reichstags im Vergleich zu den früheren nach Inhalt und Form einen politischen und socialen Rückschritt, anzeigten, mache sich im Auslande früher und stärker als in Deutschland fühlbar. Das Er- gebniß der Wahlen schon habe bet den Freunden des Friedens in Europa das Vertrauen gemindert, mit welchem sie in der deutschen Macht die sicherste Friedensbürgschaft sähen, dieser Eindruck sei im Westen und Osten des Reichs vertieft und verstärkt durch den Eindruck der Zerfahrenheit der Parteien- Das Vertrauen aus die Festigkeit des neuen Reichs sei im Auslande in rückläufiger Bewegung- damit schwänden der Nimbus und der Respect, welches die Gegner Deutschlands im Zaum gehalten. In der Abficht der deutschen Fürsten, als sie den Bundesvertrag unterschrieben, habe es schwerlich gelegen, fich den wech. selnden zufälligen Mehrheiten des Reichstags zu unterwerfen, wie die heurige. Unter der Oberherrschaft einer solchen Versammlung würde jede Aussicht auf Stabilität und Sicherheit schwinden. Die Nation werde nicht zugeben wollen, daß die Einheit des Vaterlandes durch die Unfähigkeit parlamentarischer Verhandlungen und die Excesse ehrgeiziger Parteiführer geschädigt werde. — Die „Kreuz-Ztg." erklärt die Meldung der Blätter über ernstlich gemachte Versuche, die deutsche Reichspartei und die deutsch-conservative Frac- tton mit einander zu verschmelzen als jeder Begründung entbehrend. Wien, 19. December. Der Kaiser ließ sich heute von dem Vtcebür- germeister Uhl über die Ringtheater-Katastrophe mündlich Bericht erstatten und begab sich sodann tu daS Opernhaus, welches, wie bet der Vorstellung, erleuch. tet war. Der Kaiser besichtigte auf das Eingehendste alle Vorkehrungen gegen Feuersgefahr, inspicirte sämmtliche Räume btS zur obersten Gallerte, ordnete verschiedene wettere Vorkehrungen an und ließ die Gasbeleuchtung ganz absperren, um die Wirkung der angebrachten Oellampen zu prüfen. Der Kaiser verweilte etwa Stunden im Overnbause. Lokales. Gießen, 20. Dezember. Tagesordnungfür die Stadtoerordneten-Sitzung Donnerffag, den 22. Dezember 1881, Nachmittags 4 Uhr: 1) Den Gewerbebetrieb der Gesindeverdtnger. 2) Die Tabaksteuerfrage. 3) GaSeinrichtung In der Turnhalle der höheren Mädchenschule. 4) Gesuch des Sattlermcisters Franz Senner dahier um Bauerlaubniß. 5) Desgleichen des Gesckirrbändlers Philipp Wagner dahier. 6) Desgleichen des Weißbtndermeisters Philipp Schäfer dahier. 7) Desgleichen des Bäckermeisters Louis Keil dahier. 8) Gesuch des Metzgermeisters August Schmidt dahier um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. 9) Gesuch des Weißbindermeisters LoutS Hell m old dahier um Erlaubniß zur Er. richtung einer Einfriedigung und einer Gartenhütte. 10) Gesuch des Stationsassistenten Friedrich Greiner dahier um Erlaubniß zur Herstellung einer Einfriedigung. 11) Herstellungen am alten Rathhaus. 12) Die Rtchtungslaternen. 13) Die Aufstellung des Voranschlags für das Etatjahr 1882/3. 14) Den Voranschlag der Plock'schen Stiftung für 1882/3 betr. 15) Die Bedienung der städtischen Uhren. 16) Koficndecreturen. 17) Die Verbretterung der Wctzsteingaffe. — [Kunst-Notiz.) Unsere Leser möchten wir hierdurch auf die morgen, Mittwoch den 21. ds. Mts., stattfindende Gemälde-Versteigerung im Saale zum Einhorn, aufmerksam machen. Die „Frankfurter Zeitung" brachte vor einigen Tagen eine gute Kritik über Die Gemälde, da ein Thetl derselben dort ausgestellt war. In dieser Kritik werden besonders hervorgehoben: eine norwegische Landschaft von Raß musen, «ine deSgl. von Norma nn, der Luftballon auS der Düsseldorfer Ausstellung von Fritz Bernte, die Verlobung in der Laube von ft e 18, eine Mondlandschaft von Nord gr en u. v. a. Auch wir machen em kunstliebendes Pulnium besonders hierauf aufmerksam, indem Manchem Gelegenheit geboten ist, ein schönes Weihnachtsgeschenk zu aqutrlren und vielleicht zu einem billigen Preise. Bernrischtes. Ober-Flörsheim. Es wurden in hiesiger Gemarkung vom Juni bis September - eingefangcn: alte Hamster 1150 Stück, junge Hamster 1760 Stück, Mäuse 161,197 Stück. Da für einen alten Hamster 10 H, für einen jungen 5 H und für eine Maus 1 H bezahlt werden, so hatte die Gemeinde hierfür einen Betrag von 1815 JL 27 $ zu bezahlen. Ein Knabe von 14 Jahren, Jacob Diehl, hatte allein über 20,000 Mäuse abgeliefert, also über 200 JL verdient. Bacharach. In dem benachbarten Dorfe Steeg fand in voriger Woche eine Trauung «Weier junger Leute statt. Während des Mittagsmahles stand die eben getraute junge Frau auf setzte sich auf einen anderen Stuhl und war eine Leiche. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben ein Ende gemacht. Zu festes Schnüren soll, laut dem „Wests. Volkbl.", die Ursache des Todes gewesen sein. — [3000 Menschen ertrunken.) In Tallee jEhino) sind am 8. Octoberin Folge eines durch einen heftigen Orkan verursachten Meeres-Austritts dreitausend Menschen ertrunken. Ä _ _. . ,, _r , , Frankfurt a. M., 17. December. [Ungetreue ftassirer.) Doriengescbafte haben wieder einmal einen Beamten in s Gefängniß gebracht. Der fta'fim der Frankfurter Bank — ein junger Mann von 34 Jahren — machte seit einigen Monaten Börsengeschäfte, setzte dabei sein Vermögen zu und um "noch eine Differenzsckulo zu decken, vergriff er sich an dem Gelde der Bank und entnahm aus Geldpacketen etwa 2700 JL Der Verlust wurde entdeckt und heute >st der ftassirer in's Gefängniß abgeführt worden. — Es verjähren mit dem 31. December 1881 — wenn nicht bis zum letzte« December ds. Js. dem Schuldner der Zahlungsbefehl ober die Klage behändigt ist — alle Forderungen aus dem Jahre 1879: 1) der Fabrikunternehmer, Kaufleute, Krämer, Künstler und Handwerker für Waaren und Arbeiten, sowie der Apotheker für Arzneimittel, mit Ausnahme solcher Forderungen, welche in Bezug auf Den Gewerbebetrieb des Empfängers der Wuare oder Arbeit entstanden sind; 2) der Fabrikunternehmer, Kaufleute, Krämer, Künstler und Handwerker wegen der an ihre Arbeiter gegebenen Vorschüsse; 3) der Schul- und Erzieh- ungskosten aller Art für Unterricht, Erziehung und Unterhalt; 4) der Lehrer für Honorare, mit Ausnahme derer, welche bet den öffentlichen Anstalten reglementsmäßig gestundet weiden: 5) der Fabrikarbeiter, Gesellen und gemeinen Handarbeiter wegen rückständigen LohneS; 6) der Fuhrleute und Schiffer wegen Auslagen; 7j der Gast- und Speisewirthe für Wohnung und Beköstigung, und endlich 8) alle Ansprüche auf Schadenersatz, insbesondere auch die Ansprüche, welche ein in seinem Berufe verunglückter Arbeiter gegen den Arbeitgeber zu erheben hat. Die frühere Klageanmeldung beim Gericht genügt nicht mehr. — [Neuer Schwindel.) Augenblicklich blüht in London eine Schwindelei, die möglicher Weise auch Deutschland Heimsuchen könnte, vor welcher daher bei Zeüen gewarnt sei. Reipectable Privatleute erhalten, wie die „Dorfzeitung" berichtet, von einer Londoner Firma je ein Original Loos ohne jede Bemerkung. Nach circa 3 Wochen geht jedem der Auserwählten eine gedruckte Derloosungsliste zu, die ihm anzeigt, daß seine Nummer ein schönes, nach neuestem Geschmack eingerahmtes Oelgemälve (welches einen Wertb von 160—200 JL habe) gewonnen habe. Das betreffende Bild steht gegen Bezahlung de8 Looses mit 20 JL zur Ver fügung. So plump diese Falle ist, so fallen loch viele Unerfahrene, die für wenig Geld möglichst viel haben wollen, hinein. Der Werth der Bilder übersteigt nicht 50 H bis 1 JL und rechnet man für den Rahmen noch circa 2 Jt. hinzu, so sieht man, daß das Geschäft ein lohnendes ist. Berlin. Ueber einen bemerkenswerthen Doppel-Selbstmord wird aus Potsdam berichtet: „In der Schockstraße wohnten seit Jahren friedlich bei einander zwei alte Junggesellen, die Gebrüder Brumme, der eine ungefähr vierzig, der andere fünfzig Jahre alt. Beide lebten recht harmlos still für sich dahin, kamen mit Niemanden in Berührung und konnten, wie man zu sagen pflegt, kein Waffer trüben. Sie besaßen gemeinschaftlich ein Sarg- magazin unD sind ihren Verpflichtungen gegen Jedermann stets nachgekommen. Seit ungefähr acht Tagen wurden nun Die beiden Brüder, die man sonst unzertrennlich beieinander sah, sogar in einem Bette haben beide geschlafen, von den Hausbewohnern vermißt. Da die Wohnung verschlossen war, so entschloß man sich endlich, dieselbe zu öffnen, und hier bot sich nun de« Eintretenden ein wahrhaft erschütternder Anblick Dar. Oben an der Decke des Zimm.rs befand sich ein Haken, durch welchen die betoen Brüder einen Strick gezogen hatten, deffen beide Enden sie sich um den Hals legten, auf einen Stuhl stiegen, diesen dann mit den Füßen fort stießen und sich auf diese Weise beide zu gleicher Zeit den Tod durch Erhängen gaben Die Hausbewohner fanden sie in dieser hängenden Lage, in der sich beide gegenseitig das Gesicht zuwendelen. Als Motiv zu dieser That werden einerseits Nahrungssorgen, andererseits Melancholie angenommen. Der eine dieser Brüder hatte früher eine Braut die ihm aber starb; seit jener Zeit ist er ein fast täglicher Besucher veö Kirchhofs gewesen. Der Fall erregt allgemeines Bedauern, da die beiden Brüder, wenn auch Sonderlinge, wegen ihres ruhigen, bescheidenen Wesens in der ganzen Nachbarschaft geachtet wurden. Eingesandt. (Für alle unter dieser Rubrik erscheinenden Artikel ist die Redaction dem Publikum gegenüber nicht verantwortlich.) In Nr. 295 des „Gießener Anzeigers" finden wir den Jahresbericht deS Thierschutzvereins in dem Großherzogthum Hessen. Wir lesen in demselben mit größtem Danke Die unermüdlichen Bemühungen des Vereins, welche derselbe anwendet zur Verbefferung des traurige« Looses ver armen Zugthiere und finden darin die sehr berechtigte Abschaffung des Doppeljochs für Rindvieh verzeichnet, sodann dir möglichste Vermeidung des Abladens von Kohlen, Sand, Schutt u. s. w. seitwärts an dem Wagen, wodurch das Anziehen dem Zugthiere erschwert wird. Wir zollen allen diesen zur Verbefferung der armen Zugthiere angestrebten Mitteln unsere wärmste Zustimmung, möchten aber genanntem Vereine die Frage zu prüfen hier vorlegen: ist es nicht dringend nothwendig, dahin zu wirken, daß von Seiten der Straßenbehörde dafür gesorgt wird, daß der Schlamm auf der Straße von Gießen nach der Rodbeimer Grenze bester abgezogen und dadurch verhindert wird, daß die armen Pferde nicht eine völlige Stunde lang eine Last, welche bei reiner Straße einer geringen Anstrengung bedarf, in der Anwendung ihrer ganzen Kräfte gezwungen werden, sich mit dieser durch den Schlamm za arbeiten. Schlflfebericht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd tx Bremen, C. W. Dietz Nachfolger in Gießen. Bremen. 19. Dezember. [Per transatlantischen Telegraph.) Der Postvampfer Oder, Eapt. C. Undütsch, vom Norodeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Dezember tqn Bremen und am 6. Dezember von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommrn. Handel und Verkehr. Gteyeu, 20. Dezbr. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete Butter per Vfb. JL 120 bi6 jn 1.30, Hühnereier 1 Stück 7—8 H 2 Stück 00 .3, Enteneier per Stück 0 H , 2 cStück 0 H ftaie oec Stück 5—12 H, ftäsemarte per Srü§. 3—0 H, Erdsm 1 Liter 20 a Zinsen 1 Liter 25 H, Tauben das Pr je 0.50—0 60, Hübner p St. JL 0.80—1 20, Hahnen p. St. JL 0.70—3 30, Enten per Stück 1 50—1.70, Gänse per Pfund 40-60 H, Welsche per Stück Jt 10-11 Ocksenfleisch 60-*2 H per Pfd.. Kuh. und Rindfleisch 45 bi« 50 a Kalbfleisch 44 - 00 Hammelfleiich 45 60 H, Schweinefleisch 60-64 H, Kartoffeln per 100 Kilo JL 3.00—4.00 Zwiebeln per ütr. JL 6—8, Milch per Liter 16 und 18 Weißkraut 100 St. 6.00—8.00. Frankfurt, 19. Dezember. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 39.50, Nr. 2 37.50, Nr. 3 32.50, Nr. 4 JL 28.50—00, Nr 5 25.50, Roggenmehl % (Berliner Marke) JL 28 50—00 do. I (Berliner Marke) JL 26.50-27, do. II (Berliner Marke) JC 23, Weizen tffectib hiesiger ab Bahnhof hier JL 25.00 00.00, ab unserer Umgeaend JL 24.75—25.00 do. fremder je nach Qualität JL 24.00—24.75, Roggen, je nach Qualität JL 21.00—21 50 Gerste 18—19.00, Hafer 16 50—17 00, Kohlsamen JL 27—28.50, Erbsen JL 19—27, Wicken 17.50—18.00, Linsen JL 20—40, Bohnen, weiße, JL 23—25, Roggenkleie —, Weizenkleie, grobe und feine JL 0.—, Rüböl, Detail, JL 64.— Stimmung fest Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise per 200 Pfd. Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 19. Dezbr. Der heuttge Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 330 Ockfen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 260 Kalber und 600 Hämmel. Die Preise stellten stch Ochsen 1. Qual. JC. 66—68, 2. Qual. JL 62—64, Kübe und Rinder 1. Qual. «4L 54-56, 2. Qual. JL. 40—50, Kälber 1. Qual. JL 54—56, 2 Qual. JL 40-50, Hämmel 1. Qual. JL 58-60, 2. Qual. Jt 40- 50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Sckweine wurden 600 Stück angeführt und das Pfund mit 65 bezahlt. __ Dom 1 Januar 1882 können nach den dänischen Antillen (St. Thomas", St«. Eroi; und St. Jean) Zahlungen bis zum Betrage von 360 dänischen Kronen im Wege Der Postanweisung durch Die deutscken Postanstalten vermittelt werden. Die Einzahlung bat unter Anwendung des für den internationalen Verkehr vorgeschriebenen Postanweisungs-Formulars zu erfolgen; der einiuzablende Betrag ist auf demselben in Kronen und Detin anzugeben; die Umrechnung in die Matkwährung wird durch die Aufgabe-Postanstalt bewirkt Die Gebühr beträgt 20 für je 20 jL. als Minimum jedoch 40 H. D:r Abschnitt der Postarweisung darf nur die Angabe des einaezahlten Betrages, die Bezeichnung des Absenders und das Datum der Einzahlung enthalten. Am Bestimmungsort werden die in Kronen und Deren angegebenen Postanweisungsbeträge in der Landesmünze nach dem Derhältniß von 15 Kronen — 4 Dollars ausgezahlt. Sranffurt a. W.,|den 20. Dezbr., Nachmittags 2 Uhr - Min-iTeiegr.Cour-ch-rich, Miig-the-U dirrch das Bankgeschäst Albert Kaufmann tn G-'hen.> Credtt« actlen S06^.St°atsb.-E°n 282, Galitter 2ö4>/«. O-st S lbcn.nte bk,'/«, 4»/0 Ungat. Goldrente 76'3/,6, y/, 1880er Russen 73'/,«, 2. OrieuttAnIeche 58»/,s, 0% Rumänisch, Rente 883/«, Lombarden 1273/«. Tendenz flau. Bekanntmachung. 8345) Die zur Anlage einer unterirb schen Teleqraphenltate in G"ßen und zur theilwesen Verlegung einer baklbfi bereu- bestehenden unterirdischen Tel-graphenleitung nothwendigen Ed- unb PflaverungSarbetten. welche auf jt 280 unb JL 1268 abgrschätzt fnb, sollen m Wege ds öffentlichen An- LletungSversahrenS vergeben werden. Die i Lheren Bedingungen können bei der Kaiserlichen Ober - Postbirection tu Darmstadt an den Wochentagen Während der Stunden von 8—1 Ubr Vormittag- unb von 4—7 Ubr Nach, mittags emgefehm werden. Auf Eifordern werden dieselben auch g"gen Erstattung der Abschreibegebühren mitgethe'lt. Anerbietungen auf die bezeichneten Arbeiten sind schriftlich unb versiegelt mit der Aufschrift: »Angebot auf AuSfübrung von Erd. unb Psirsterungs« arbeiten au Telegraphenanlagen- b s z>m 20 Januar 1882 an die kaiserliche Ober.Postdtrectton in Darmstabt etnzureichen. Am genannten Tage um 11 Ubr VormttogS wirb die Eröffnung der eii'gegangenen Schreiben und vorbehaltlich der Auswahl unter den drei Mmdestfordernden die Vergebung der Arbeiten stattfinden. Darmstadt, den 18. Decemb-r 1881 Der Äaifrrliche OberPostdirector: ______________ Hagemann.__ Trosse lieiiiiilili-Ai-rsiei^eriiiig. Im Auftrage einer der ersten Kunsthandlungei DüffUdorf'S werden wegen Aufgabe de- Geschäfts Mittwoch. den 21. da. Mia., Vormittag- 10 Uhr ansangeno im (Einhorn-Saale eine große Sammlung Original« Oelgemälde der berühmtesten Meister öff-ntl'ch meistbietend versteigert. Die Sammlung enthält: Rastmusen, Normann, Nordgren, Volkers, Deiker, C. v. Wille, Roway, l^kmery, Schmitz, (K. Heinsen, Lindner, Havenit, Bauernhold u. a. m. Auf sämmtlichen Gemälden befindet sich der Name des Künstlers ver. zeichnet und wird für Originale garantirt. /rirörid) Sdjafranrrk. öiibmifTum. Samstag, den 21. d. M, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Gememdeftube zu Klein- Lmden die Lieferung von Dorfenstern in die Kirche daselbst durch „<5ufc. Mission" vergeben werden unb zwar auf zweierlei Arten: 1) Vorsenster ganz von Eisen, a) Schlofferarbeit veransch. z. JL 510,00 b) Glaserarbett (Blenkver. glasung) veranschlagt zu „ 163,80 c) Anstr,icherarbe t „ , „ 28,00 2) TeSgl. mit hölzernen Nahmen, a) Schlofferarbeit veransch. z- v4L 193,30 b) Glaserarbett w * ■ 263,30 c) Anstreicherarbett „ „ „ 28 00 Die einzureichen^en Offerten müffen mit bcr Aufschrift „Submission auf Vorfenster-Arbeiten tn der Kirche zu Klein-Linden" versehen, da- Ab- oder Aufgebot muß in Procenten aukge- drücke und ist wie obe.. getrennt zu halten. Dieselb n find lä gstens b.s zu oben angegebener Stunbe bei Großh. Bürge meistcrei Klein-Lmden, woselbst auch Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei, versiegelt emzureichen. Kl in-L:nden, am 19. Dccbr. 1881. Großg. Bürgermeisterei daselbst. I. «- 8306) Seuling, proois Dezirksbauaulseber. Bekanntinachung. Mittwoch den 21. Sormbrr, Nachmittags 2 Uhr anfongenb, werben im ©aal des GastwiNbs Bramm dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzablung versteigert: 1 Pianmo, m-hrere em- und zwei- tbÜriaeKleiderschränke.KuLenschranke, runde und ovale Tische, Nachttische, Waschtische, einige vollständige Betten, einzelne Bettladen, Bettzeug, Tischtücher, Wiener Rohr- unb andere Stühle, verschiedene Oeldruck- und andere Bilder, einige Uhren, mehrere Spiegel in Gold- und anderen Rahmen 1 Kinderbettcken, mehrere Kommoden, mehrere Sovbas, 1 Causeuse, 3 Dutzend Herrenhute, 240 Kappen, 1 Ladeneinrichtung, 1 Mar-ktttand und verschiedene andere Gegenstände. Gießen, den 19. Dezember 1881. Bauer, 8308) Gerichtsvollzieher. Lubmisswn auf Eichen- Lohrinde. Bei der unterzeichneten Bürgermeisterei sollen etwa 250 Str. Elchen- Lohrinde zum Verkauf kommen. Der Verkauf erfolgt im Weg der öffent- lichen Submission. Gebote, versiegelt, mit der Aufschrift: „Gebote auf Etchen-Lohrmde" sind bis zum 28. Dez. bei der unterzeichneten Bürgermeisterei abzugeben. Bergheim, den 17. Dez. 1881. Großh. Bürgermeisterei Bergheim. 8331) Eichenauer. Mittwoch ben 21. Dqtmbfr, Nachmittags 2 Ubr, sollen in der Winhichaft ,Zum Kühlen Grund- 72 Z hntel-Kistchrn0-garren, zur OoncurSmasse des Dan. Weller V. gehörend, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 19. Deicmder 188L Großherzoaliches ONSgericht. 8304) Müller. Montag den 30. Januar 1882, Vormittags 11 Ubr, soll au» hiesig m Ortsgericht das Grundstück des Philipp Wagenbach in Wieseck, Flur 39 348, 1825 Mir Acker am Wmgert meistbletend versteigert werden- Gießen, den 20. Dezember 1881. Großh. ONSgericht. 8336) Muller. Fcilgebotencs. 8339) Prima ausgemastete- Nindfleisch per Pfd- 48 empfiehlt N. Gonder, .Rhein. Hof. Frische Helc empfiehlt (8343 _______Karl Heil, Schloßgoffe. ^Cbftbäumc in den besten Sorten mit starken Kronen, als Acpfel, Birnen :c : Hochstamm Rosen in 250 Soden empfehle dilltgft und nehme Bestellungen darauf entgegen, da ich j:tzt persönlich hier anwesend bin. (8341 C. M Hildesheim, in Firma: Ifiüringer ölumen-öarar Frische Hefe empfiehlt (8332 Ä. Baldaufs Schloßgaffe. SME" Ausverkauf. "3W2 7986) Die neuesten Barnen* und Mädchen- Winter SelterSweg und Ecke ver Plockstraße. 8012) U der Bezugnahme auf die Bekanntmachung meine- Ausver« kiulS zeig- hiermit dem geehrten Publikum an, daß ich die Preis- von Bielefelder-, (5reaS-, HauSmacher-Leinen, Buckskin, bäum wollenen und wollenen Strickgarnen, sowie Änöpfen, Band und Litzen nochmals um 10 Prozent herabgesetzt habe, unb bringe ich zugleich alle in da- Wollwaarengeschäft einschlagende Artikel in empfehlende Erinnerung. Wilh. Schmall, Neustadt D. 60. Wcibnachts Ausverkauf. Wroftr Partbie zurückqesetzter Kkleiderftoffe per Meter 30, 50, 70 und 85 Pfg. — B S Weibnacktcn auf Tucb, Buckskin sowie sammtlichc Manufactunvaaren bei Baarzabl ung Hl pfft. Habatt. t 7777 Aua;. MoiiIhiiiin. Ausverkauf weqcli Wcqzugs zu sehr billigen Preisen. 8329) S. A. Blumenfeld. A. Schultheis Jun., 10 Stllersweg Kürschnermeifter SelterSweg 10 empfiehlt zu W^thnacht-a-schrrken s-Ibstaeferttgte Pelzwaaren als: Muffe, BoaS, Kragen, Pelzröcke, Barette, Pelzmützen für Herre , D m>n unbRrer, Außdecken, ^utzkörbe, Jagd^aucben, Kinderstauchen re. zu billigen $xetfen. (8334 Prof. Dr. Jägor's patentirte Normalhüto. (7937 | I Grosses Lager von ISeidclllMcn, Herren- und Knaben- Ziljhüten in allen Formen, Farben und Qualitäten Chapeau mechanic. Billigste Preise. Bei mir gekaul Vmäu^f zurückgefetzter Manufaeturwaaren, Herren-, Damen und Frinderconfection. Gebr. Stamm, 7305-1 Ecke des Marktes und der Schulstraße. C. L. flnif Hutmacher Scltersweg 184 Glessen Reelle Bedienung. Hüte werden jederzeit Grosses Lager von kUMuhcn und -Stieseln, Filztafeln, Reitdecken, Filtrirhüten etc. etc. kilr-, Straß-, । Loßßaar-, Kork- und Waldwollsohlen. Haarstrümpfe Beste Waare. atis ausgebügelt. Neuenweg. Geschw. Heerz Neuenweg. empfehlen zu den billigsten Preisen: Kinderhemden, von den kleinsten bis zu den größten, Damenhewden, in Leinen, Halbleinen und Baumwolle, letztere Hon l,80an, Beinkleider, Shirting-, Flanell-, Zanella- »nd Filzrocke, Schürzen jeder Art, leinene Taschentücher, Handtücher, Theedecken u. s. w., ferner haben stets Bettwäsche voiräthig. f7933 8315) Winter Ueberzieher, Kaifermantel, empfiehlt äußerst billig * A« Oocter» Seltersweg 43. •>j >3 >] ►>! ►X •>] . »feu,fle Sorte, per Pfd. 1,20 X, 2. Qualität 1,00 x Buttergebackenes, to. „ 1,40 „ 2. „ i oo Aechte Frankfurter Brenten, täglich frisch, per Pfd. 180 " Aechte Honigkuchen, per Pfd. 80, 70 und 60 ,Ä. Älle Sorten Basler, Nürnberger Lebkuchen u. s. w. Mache noch ganz besonders auf hochteme Sucade-Lebkuchen auf- iNerksam, per Stück 20 und 40 H. Tafelconfect und Bauwconfect empfehle zu den billigsten Preisen (8088 Heinrich Kinkel, Conditor. 80910 Für bevorstehestve Festtage dmpfehle meine reiche AuSwabi blühender Topf- und Blattpflanzen, Bon guets, Kränze, sowie bei Gelegenheit Palmwedel re. re. Christian Georg, Handetsgärtner, C 49 Seltersweg C. 49. Abonnements Cinladunn auf die Berliner Gerichts-Zeitunq. 1. Quartal 1882. 30. Jahrgang. Mau abonnirt bei allen Poft-Aemtern Dw Berlmer Gerichts-Zeitung, in Berlin Deutschlands, Oesterreichs, der Schwei, rc. rotf ganzen übrigen Deutschland Vorzugs- für 2 Mark 50 Pf. für das Vierteljahr roctd in bcn gut situirten Kreisen der Bein Berlin bei allen Zeitungs - Spediteuren Gutsbesitzer, Kaufleute rc. verbreitet, für 2 Marl 40 Pf vierteljährlich, für lft ber threr sehr großen Auslage fürJnserate, 80 Pf. monatlich einschließlich des Bringer- deren Preis mit 35 Pf. für die tgespaltene lohns. Zerle sehr medng gestellt ist, von ganz bedeutender Wirksamkeit. an c § Zeltung verbindet mit ihrem Hauptzweck, in populärer We'se Rechts- und Gesetzeskenntmß zu oerbreiten, - die für Jedermann unerläßlich ift zur Verhütung von Schaden an Ehre und Vermögen, - die Aufgabe, im vollsten Sinn des Wortes ein Unterhaltungsblatt für den Keser zu sein. In volksthumlicher urd pikanter Darstellungsweise berichtet das Blatt über alle interes- A'uilproz^sse des In- und Auslandes, namentlich der Berliner Gerichtshöfe, über die Entscheidungen d.s Reichsgerichts, des Kammergerichts rc. Die Redact,on - welche in Verbindung m't den bedeutendsten Juristen Beilins steht, - erthe !t ui dem Bnefkasten der Zeitung allen Abonnenten kostenfrei eingehendsten Rath V! ^cmCI?j?en Rechtsfraain, lowie durch spezielle Börsenref^renten genaueste Auskunft ?’eie 2C - ^ankbc^brini? bic Zeitung den Lesern eine Fülle von Unter; Wtunß durch eine umtosende 6-hronik der Berliner Tages-Ereigmsse, vermischte Rach- q?nfriDOnrUab Unb lerI'ner Gerichts-Zeitung neu hinzutretenden Abonnenten wird die höchst interestan e Novelle „Befreit" von F. Arnefeldt, soweit dieselbe im Dezember zum Abdruck gelangt, vollständig kostenfrei nachgeliefert. 5 ” Der Kleinkinder - Bewahranstalt. NachvtM die Weihnachts. Bescheerung unserer Anstalt am voriaen Sonntag stattgefunden bat, drängt es uns, allen denen noch besonders zu danken, Die uns zur Herrichtung dieser Bescheerung unterstützt haben i ~ ^s sind uns an mannigfachen B.kleidungsgegenständen uon allen weiten bet, besonders auch an Kleiderstoffen von hiesigen Kausleuten ferner Unb Utlb enbIi* auch an baarem Geld so viele und große Geschenke — wie nie zuvor in früheren Jahren — zugekouimen baß wir jedem unserer 162 meist armen Kinder reichlich bescheeren, jedem ei-e »rotze Freude und auch den Eltern ein- recht bedeutende Unterstützung bereiten konnten. Allen freundlichen Gebern und Geberinnen sei darum unseren berr- ltchstcn Dank ausg-lprochen. 1 ger< „ . 1 danken ferner auch dem Herrn Bürgermeister Bramm für die Ueberlaflung der Turnballe und eines großen Christbaumes zu unserer Keier ■ * b"m?^-Gesellschaft und dem Turnverein für die Ueberlaffung von Stühlen, Bänken und Tischen. Wir danken nicht minder den Herren Be- Redakteur dieses Blattes sür die stets willig- und vSllig un.ntM. iche Aufnahme aller unserer Annoncen, nicht nur betreffs der Christbescheeruna sonde n auch has ganze Jahr hindurch. Wir danlen endlich für die überaus ^hlreiche Betheiligung bei unserer Weihnachtsfeier, wodurch uns da- erhebende Bewußtsein von Neuem gewährt wurde, daß unsere Kleinkinder-Bewahranstalt in allen Kreisen der Einwohnerschaft Gieße, s das größte Wohlwollen besitzt und wodmch zugleich der Anstalt s.ibst eine namhafte Unterstützung zu Theil wurde. Daß be£ der Bescheerung durch das entschiedene und freundliche Aus. tteten der vier Schutzmänner Ordnung und Sicherheit für das dichtgedrängte Vublikum bereitet wurde, das sei diesen selbst und dem Herrn Polizei- CommWr Fresenius der fie uns geschickt hatte, noch besonders gedankt. Gießen, den 20. Dezember 1881. “ Der Vorstaiid der Kleinkinder-Bewahranstalt. _____________ Dr. Naumann, Pfarrer. 8272) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum di- ergebene Anzeige, daß ich unter dem Heutigen eine Reetattrntioit in meinem n. verbauten Hauie neben dem Justizgebäude eröffne. 3^ ,tt>Jrbe ^ts bestrebt sein, durch gute Speisen und Getränke meine Gäste zusrikdenzustellkn. Zu zahlreichem Besuche einladend, zeichnet Gießen, den 14. Dez-mber 1881. ?lchtungsvoll ______J- EttppeL Bauer scher Gesangverein. Am 2. Weihnachtgseiertag: Abend - Unterhaltung im „Prinz Carl“. (8341 Anfang V/z Uhr.______________ Der Vorstand. Renten- u. Äebensversicherungs- Anstalt zu Darmstadt. Von HtUte ab bis Ende December werden die Renten an jedem Dienstag, Donnerstag und Samstag Vormittags von 8 — 12 und Nachmittags von 2 4 Uhr in meiner Wohnung (neue Bahnhofstraße) gegen Einhändigung der 1881er Coupons ausbezahll. Die Rentenbezugsberechtigien, welche mir nicht bekannt find, haben ihre Coupons auf der Rückseite mit den Lebens- und Aufenthalts-Attesten versehen zu lasten; auch können Nachzahlungen geleistet werde,n. Gießen im Dezember 1881. per Bevollmächtigte: I Ph. Müller. Das ^inrahmen von Bildern und Spiegeln wiiv bei mir schön besorge. 798«)L. Schmitt, Glaser, Känzleiberg. Große Auswahl lä„SÄ und Filzstiefeln, Holzschuhen, ferner f und Kinderstiefeln, Bastschuhe u. s. w. zu d.n billigsten Preisen in guter Qualität. (7860 Daniel Schmatl, ____________Schloßgasse. QOOOOOOOOODOOlOOOOOOOOOOdO O «Ehrten Frauen hiermit zur gesällegen Beachtung, X 8 M uh als Hebamme beeidigt bin Und cs mein eifrigst,s Bestreben X fein wird, durch pünktliche Pflichterfüllung mir das Wohlwollen der- Ö selben zu erwerben. Q o Hochachtend Qj 2 Antonie o 3 ix ^etnc Wohnung befindet fich Seltersweg C. 68 Schelle 2 JS mit Namen ist am Hause. Q y____ n 8330) Ich erlaube mir, mein Wurst' und Fleischwaaren- Geschäft, Mittagstisch in und außer Abonnement, sowie die Herrichtung meiner Wirthschafts- lokalitäten in empfehlende Erinnerung zu bringen. Gießen. Julius Rosenbaum. JJrinm Stearinlichter per Pack 50 empfiehlt C. Kauft, 8335)Neuenweg B. 203. Christbäumchen von 10—30 H in der G."'chirrhandlung von B. Pfetffer, Neue.'Bäue. (8323 • 23/12 A. 8 N. Tons. I.Sr.? Vermischte Anzeigeu. llt- 9QQ bat die gehäkelte Decke ge- wonnen.___________(8342 8340) Ein Regenschirm auf der Gewerbebank fteben geblieben. Abzuholen bet Karl Wahi um 8338) Ein orbenfL Dienstmädchen auf Weihnachten gesucht im „Rhein. Hof". Me Scdirmreparatureu, .so- wie das Neu-Ueberzieheu von Regenschirmen wird bestens besorgt von J« Weltzenkoru. 7273) Schulstraße 19. Die CJlehtableitunirs-Apparate des ersten und uUeinigen Erfinders Adolph Winter in Stettin erfreuen sich eines derartig guten Rufes, dass feine besondere Anempfehlung derselben wohl kaum nothwendig sein dürfte. Trotzdem machen wir unsere Leser auf die der heutigen Nummer unserer Gesammtauflage beigegebene Beilage aufmerksam. (8333 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schcn Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ——- Hierzu eine Beilaste. Bureau.«S Ätt ”y=ii 5Un0 d