°gt die tzrp:d W. iS*«*, Sri jÄ '“‘'‘frei, leu. L^HiTr KN-M-M ,r oft. w,lle c ^EPtb. b. El. :nzel 19 C. 63. B ANSTALT inbrwktm ickarbeiten. igung Visitenkarte^ inzeigw eto. i. [djäftßbüdjrr i Hannover hl d Papieren. -Materialien. EN. 11!’ thschast, )t gelegen, iere- durch Vuch.Tik jaMvon :2C i ZttPlig. .. c s« *x sc LZ Lcldcndr ihr« o|l eben, - raNt!ku Vi'i'.’.ttlV :«tii iiin« Ir.Lir»'» en r Schleier von [eben gegex S Zj. (im oivie in Ha^. Stelle als seines nbem. b. St _____ ers >en, rate K I sflrch. 8orsia»> sre. 17. Freitag den 21. Januar 1SS1. Kießener Miyeiger AiUige- nib AnKbleit für brn Kreis Gießen. RedaciionSbureau x ^rpeditionSbureau: Schul st raße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Regelung des Jnnungswesens. Je weu'ger die gewerblichen Zustände der Gegenwart den Handwerker- stand befriedigen können, um so erklärlicher ist eS, daß sich derselbe nach einer principiellen Aenderung der Verhältnisse sehnt. ES läßt sich nicht leugnen, daß der fleißige, gediegene Handwerker heute oftmals mit schwerer Sorge zu kämpfe»» hat, während neben ihm der leichtfertige Pfuscher, der werthlose Schleuderarbeit liefert, ganz gut besieht und während namentlich der Händler, der nicht selbst producirt, aber zu Schleuderpreisen verkauft, tm Wohlstände lebt. Der solide Handwerker leidet schwer unter der unsoliden Concurrenz und wünscht deswegen die Wiederherstellung des alten JnnungSzwangeS; er hofft, daß sich mit den strengen Gesetzen der Zunft den Schleuderern und Pfuschern die Existenz abschneiden und der reelle Geschäftsbetrieb zur gebührenden Anerkennung bringen laffen werde. Der Gedanke ist eigentlich nahe- liegend und er hat daher auch sehr viele Anhänger sowohl innerhalb, wie außerhalb des Handwerkerstandes. Immer und immer wieder werden Klagen über die „schrankenlose" Gewerbefreiheit laut und von Jahr zu Jahr wird die Forderung nach Regelung des JnnungSwesens wiederholt. ES »st dies, wie bimerkt, ganz begreiflich, aber bte Voraussetzungen, von denen man dabet ausgeht, sind doch meisten- vollständig irrige. Von den Gegnern der gegenwärtigen Gewerbesreihett sind jedenfalls die- jenigen über die Mittel zur B.fferung der Lage deS Handwerks am wenigsten klar, denen einfach eine Umkehr zum mittelalterlichen Zunstzwange vorschwebt Es ist dies ein solcher Anachronismus, daß jeder, auch der geringste Versuch zur Verwirklichung des Gedankens unbedingt an den bestehenden socialen und wirthschaftltchen Zuständen scheitern mühte. Jndeffen die Zahl der dafür Schwärmenden ist auch faktisch nur äußerst gering und hat nie Aufsicht, größer zu werden, so daß die öffentliche Dtscusston diese ganze Richtung eigentlich stillschweigend übergehen kann. Dagegen findet eine andere, gemäßigtere Auf- fafsang viele Anhänger und dt»se letztere wird allem Anscheine nach auch die Gesetzgebung in nächster Zett beschäftigen. Berettö tn der letzt«u Rucbstagssesston hatte der conservatioe Abgeordnete v. Stydtwitz tm Vereine mit einer Anzahl Gesinnungsgenossen einen Au- trag aus Regelung deS Jnnungswesens gestellt, in welchem gewiss- Grundsätze angegeben waren, die im Reichstage die Billigung der Majorität sanden. Wie jetzt verlautet, wird im Anschlüsse hieran und unter Berücksichtigung jener Grundsätze dem VolkSwirthschaftsrath unmittelbar nach seinem Zusammentritte ein die Materie betnffenber Gesetzentwurf irizehen, der jeoeufallS später auch dem ReickStoge vorgelegt werden wird. Utier den Inhalt dieses Entwurfes werden folgende Miltheilungen gemacht: Personen, die gleiche oder verwandte Gewerbe filbstständig betreiben, sollen zu einer Innung zusammen« treten können, ohne daß ein JnnungSzwang beabsichtigt wird; die Thulnahme an den Innungen kann von statutarisch festgestellten Voraussetzungen abhängig gemocht werden, z. B. von der Zurücklegung einer bestimmten Lehrlings- und Gesellenzeit, von der Ablegung von Gesellen, und Meisterprüfungen, von der Zahlung eines Eintrittsgeldes rc.; die Thätigkeir kann sich auch auf die Beaus, sichtigung sämmtlicher Jnnungsmitglieder, sowie der etwaigen Fachschulen auS- dehnen; selbst die Beaufsichtigung sämmtlicher dem betreffrnden Gewerbe ange. hörigen Lehrlinge deS Ortes, wo die Innung besteht, soll der letzteren durch höhere Ortsbehörden übertragen werden können u. s. f. Indem man alle diese und ähnliche Einrichtungen schafft, wird man allerdings dem Handwerk wieder eine osficielle Organisation geben, die nament- lich, soweit es sich um das Fachschul- und LehrltngSwesen handelt, nützlich Wirken kann, allein daß man dadurch die Schäden deS gewerblichen Lebens an der Wurzel faßt, glauben wir nicht. Die ZwangStnnung ist eben nicht möglich und die freiwillige Innung bleibt naturgemäß ein Stückwerk; je größer die Stadt, desto größer wird — absolut und relativ — die Zahl derjenigen Handwerker sein, die sich der freiwilligen Innung nicht anschlußm. Ja, wollte man in der That einen Jnnungszwang für bte Hanbwerker schaffen, so würde man damit doch nicht den Beitritt aller Gewerbetreibenden erzwingen. Man erinnere sich doch, wie die Verhältnisse vor etwa 40 Jahren waren. Damals hatte auch bereits Gewerbefreiheit existirt und die Handwerker wünschten die Wiederbelebung dis Zunftwesens. Der Wunsch wurde ihnen erfüllt, aber ste hatten davon nicht den geringsten Vortheil. Wer sich dem Zwange nicht fügen wollte oder den Anforderungen der Innungen hm. sichtlich der Prüfungen nicht entsprechen konnte, trat tn die Kategorie der Fabrikanten, die von dem Gewerbe, welches sie betrieben, häufig wenig oder gar nichts verstanden, aber ihre Geschäfte von Personen leiten ließen, die als Handwerksgesellen weder von der Meisterprüfung, noch von der Innung zu- rückgewiesen werden konnten. Um solche nicht selbstständigen „Meister", die eigentlich nur Werkführer waren, die aber den Schein der Selbstständigkeit der Innung gegenüber annahmen, war Niemand verlegen. Der Jnnungs. zwang half den Handwerkern also gar nichts, ja er wurde schließlich nur ein Htnderniß gegen die Bewegungsfreiheit derjenigen, die für fich davon Hülse erwartet hatten. . Wir glauben, daß es heute mit dem Zwange, wenn mau dächte, ihn einzuführen, ganz ebenso ergeben würde; seine Folge würde unseres Erachtens das bald allseitig auftauchende Verlangen sein, ihn wieder los zu werden. Und nun die freiwilligen Innungen: — können diese wohl die Pfuscherarbeit und die Schleuder.Concurrenz beseitigen? Man denkt, durch die Fach- schulen und deren Pflege, durch Festsetzung und Innehaltung bestimmter Lehr- l'ngs- und Gesellenjahre nebst den Gesellen- und Meisterprüfungen die gewerbliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Das ist ein gewiß lobenswerthe- Strebcn, deffen gute Früchte nicht ausbleiben werden, aber ehe man dieselben ernten kann, dürften Jahre vergehen; und allein hieraus kommt es nicht an. Es gibt leider Geschäftsleute genug, die mit schlauer Berechnung unsolide Arbeit liefern, scheinbar zu äuß.rst niedrigen Preisen, in der That aber immer noch theurer, als der reelle Werth ist. Nicht die Pfuscher wegen mangelhafter gewerblicher Ausbildung, sondern vielmehr die Pfuscher aus Berechnung machen dem soliden Handwerk eine gefährliche Concurrenz und gegen diese letzteren ist die Wirkung von Fachschulen, Prüfungen rc. völlig gleich Null. Ebenso kann man der Schleuderei mit oll' diesen an sich guten Dingen absolut nicht beikommrn. In einem Gewerbezwetge, der freilich nicht dem Handwerkerstande ange- hört, sondern zu den kaufmännischen Gewerben gehört, im Buchhandel, ist bte Schleuderet seit Jahren alS ein ganz besonders schwerer Uebelstand empfunden worden, und man hat durch Vereinbarungen, welche auf Creditentziehung, Ab- bruch der geschäftlichen Verbindung rc. hinauSlausen, dagegen Abhülfe zu schaffen gesucht. Ob man damit spectell im Buchhandel daS Richtige getroffen, mag dahingestellt bleiben, jedenfalls ist der Weg der freien Vereinbarung der einzige, der tn solchem Falle Erfolg haben kann, und wenn die freiwillige Innung zugleich die Stätte roeiben soll, wo die nach den lokalen Verhältnissen zeitweilig alS paffend erscheinenden Mittel zur Bekämpfung der Schleuderei vereinbart werden sollen, so mag es gelingen, diesen Krebsschaden am gewerb- lichen Leben geringer zu machen, indeffen ihn ganz zu beseitigen, wird nicht möglich sein, so lange die gegenwältigen oder ähnliche ConcurSgesetze tn Krast find. Die große gewerbliche Stockung, die mit dem Jahre 1873 begonnen hat, ist die Mutter einer neuen betrügerischen Geschäftsart geworden. DieseS „Geschäst" heißt: Waarenverschleudern und Concursmachen. Nach dem Eon- cursgesetze ist das Verschleudern allerdings strafbar, allein nur In dem Falle, daß rachgewtesen werden kann, der Gemrinschuldner habe daS so zusammenge- scharrte Geld seinen Gläubigern ei tziehen wollen. Kann dieser Nachweis nicht geführt werden oder ist der Gemetnschuldner so glücklich, einen Accord zu Stande zu bringen, dann kann er nicht bestraft werden und wenn der Handwerker, deffen Maaren er zu Schleuderpreisen verkauft, dadurch auch an den Bettelstab gebracht wäre. Der Ge chästsmann, der aus einem Concourse durch einen Accord hervorgegangen ist, kann sogar die Schleuberel ungehindert zum Schaden seiner Concurrenten und zum Nachtheil der producirenden Handwerker sofort weitertreiben. Es gab eine Zrit, in der ein Kaufmann nicht selten den sretwilltgen Tod dem Bankerott vorzog, — jetzt ist es anders, jetzt kann man die Kaufleute, die seit den letzten 6 bis 8 Jahren einmal „umgeworfen" haben, in jeder größeren Stadt nach Hunderten zählen und ganze H^ndwerker-Kate- gv'ten sind durch diese gewiff.-nlosen Menschen, die oft genug sich nicht scheuen, mit frecher Stirn zu erklären: e?st durch die „Pleite" werde der Kaufmann „gut", mit den unsinnigsten Schleuderpteisen rutnirt worden- Die Waarenoerschleuderung wird vollständig systematisch von zahlreichen Geschäftsleuten betrieben, ihr Centralpunkt ist Berlin. Wem es nur annähernd bekannt ist, welche unglaublichen W.-arenmaffen aller Art täglich iy Berlin zu Preisen, welche kaum oder nicht einmal den Werth cer dabei verwandten Rohstoffe rep'.äsentlren, verschleu.ert oder von der Reichshauptstadt aus in die Provinzen, in die übrigen deutschen Staaten, selbst in daS Ausland zu gleichem Behüte versandt werden, der wird überzeugt fern, baß bte Schleuderet ben schlimmsten Druck aus das producirende Ha. dwerk ausübt und die nachtheilig- sten Wirkungen auf unser ganzes gewerbliches Leben übt. Wenn die Handwerker sich vereinigen, um diesem M-ßstande coiporativ entgegenzuwirken, so ist ihnen daS wahrlich nicht zu verdenken; tm Gegentheil man sollte sie hierin allseitig kräftig unterstützen. Allein bei den Innungen, bet der Regelung des Jnnungswesens und auch bei den Nachrichten über den Entwurf, der dem Volkswirthschastsrathe zugehen soll, ist bis jetzt von Alledem nicht die Rede gewesen. Deswegen fürchten wir, daß das U bei, an dem der Handwerker- stand leidet, nicht an der rechten Stelle angegriffen werden und daß die Be- wegung für Wiedetherstellung der Innungen den Handwerkern selbst wenig Befriedigung bringen wird. Darmstadt, 19. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Major Rau vom 65. Infanterie-Regiment (Köln), sowie den Königlich Großbritannischen Geschäftsträger in Coburg Mr. Scott; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. v. Starck urb ben Ministerial-Präfidenten Schleiermacher. Berlin, 18. Januar. Nach eingeforderter diesfälliger gulachtlichen Erklärung der wiffenschaftlichen Deputationen für das Medicinalwesen haben die Minister reg Innern und der Mevicinalangelegenheiten, unter Annahme der dort gegebenen Ausführungen, den Bezirksregierungen j'tzt eröffnet, daß sie eS „im gesundheitspolizeilichen Jntereffe für geboten erachten", erstens für die Bierleitungs-Röhren keine Legirung, sondern möglichst bleifreies Zinn und zweitens für die Einschaltung kleiner Kautschuk-Röhren nur reines Kautschuk benutzen zu lasten, auch 3) an den Windkesseln unter allen Umständen aus ; Retnigungsöffnungen zu halten. — Der neueste Consulatsbertcht äußert sich über „das deutsche Interesse tn Schanghai" unter anderm also: ES bestehen dort zur Zett (1879) 20 großhänblensche deutsche Firmen, mit einem Bestände von 14 Personen, 10 Makler und Kommissionäre, etwa ebenso viele Handlungsgehülsen im Dienste fremder Firmen, im Ganzen 80—90 Angehörige des deutschen Kausmannsstandes. Außerdem sind ansässig: 2 Aerzte, etwa 10 im chinestfchen Staatsdienste (Zollwesen, Arsenal u. s. w-) Angestellte, verschiedene Gewerbtreibende, Lotsen, Inhaber von Gasiwirthschaften, Heuerbaase, Pol'zeidiener u. s. w., zusammen ungefähr 200 Retchsangehörige, Frauen und Kinder ungerechnet. Die deutschen Häuser sind vorwiegend Ein- fuhrhäuser, und ihre die meisten Artikel der Einfuhrliste (mit Ausnahme von Opium) umfassenden Umsätze dürsten eine beträchtliche Quote der Einfuhr ausmachen. Obgleich die Mehrzahl dieser Firmen zugleich tn Deutschland (Hamburg) etabltrt ober durch Agenten vertreten sind, ist von einer Vermehrung deS Absatzes deutscher Industrie-Erzeugnisse nichts zu bemerken. Unter den Stapelarrikeln sind es noch immer Tuche allein, die als ausschließlich oder vorwiegend deutsch bezeichnet werden können. Was an Flanellen, Spanish StrtpeS, Anilinfarben, Ultamartn, .Stahl, Blei, Nadeln, Metallknöpfen, Lampen und dergleichen mehr auS Deutschland kommt, verdient zwar immerhin Erwähnung, verschwindet aber gegen die unermeßlichen Stapelarttkel, wie Manusacte von Baumwolle und die Gesammtetnfuhr. Den Deutschen wird gerathen, zuerst den Geschmack des chtnestichen Volkes gründlich zu erforschen, ihm das Fabrikat anzupassen, selbst wenn damit Aenderungen oder Neueinrichtungen tn der Fabrik verbunden find, kurz, anfangs sich zu Opfern zu entschließen, deren Früchte erst später reisen. Auch die deutschen Geldinstitute sollten dem Arbettsfelde in China ihre Aufmerksamkeit schenken. — Nach der „Vosstschen Zeitung" wird der Volkswtrthschaftsrath sich auch mit der Frage des Tabaksmonopols beschäftigen. Es soll ihm kein Gesetz hierüber vorgelegt werden, er soll nur die Frage beantworten, wie sich die preußische Regierung einem im Bundesrathe etnzubrtngenden Anträge auf Einführung des Tabaksmonopols gegenüber verhalten tolle. Straßburg, 17. Januar. ^Universitätj Am 14. d. M. wurde in Gegenwart des Herrn Statthalters die neue chirurgische Klinik der hiesigen Universität eingeweiht. Das prachtvolle Gebäude, bei dessen inneren und äußeren Einrichtung und Aussiattung alles das zur Anwendung gekommen ist, was moderne Technik und Wissenschaft nur bieten können, liegt seinem Zweck entsprechend unmittelbar an dem großen städtischen Krankenhause und in der Nähe der bereits vor einigen Jahren in Benutzung befind lichen neuen großartigen Anatomie, also ziemlich entfernt von der eigentlichen Universität. Man mußte selbstredend auf das Spital gebührende Rücksicht nehmen. Die Universität liegt im Nordosten der Stadt und wird nach ihrer Vollendung aus einer großen Anzahl ganz bedeutender Gebäude bestehen, die zum Theil schon im Rohbau fertiggestellt, zum Theil (Sternwarte und Annexe) schon in Benutzung, theils aber noch im Bau begriffen sind (Hauptgebäude). Das Spital liegt dagegen im Süden der Stadt und hat man hier durch Hinausschieben des Stadtwalles ein ziemlich umfangreiches Terrain gewonnen, das ausschließlich für Gebäude, welche der medicinischen Wissenschaft dienen, benutzt werden soll. Es werden hier noch eine gynäkologische und Entbindungs- und eine psychiatrische Klinik, sowie ein physiologisches und ein chemisch-physiologisches Laboratorium erbaut. Die Kaiser-Wilhelm-Universität erhält hierdurch eine immer «eitere Ausdehnung und Bedeutung, die sie den Namen ihres hohen Protektors würdig zu vertreten in den Stand setzen wird. Telegraphische Depeschen. Waauer'S telegr. COrresporrdenz-Burearr. Berlin, 19. Januar. Die Budget-Commtssion des Abgeordnetenhauses I hat mit 13 gegen 4 Stimmen den Antrag v. Mtnnigerode bezüglich des Steuererlasses angenommen. — In der Eisenbahn-Commission beantragte Hammacher die Ablehnung der Vorlage wegen Verstaatlichung der Rhein-Nahe- Bahn, dagegen Annahme von zwei Gesetzentwürfen, betr. die Verpflichtung der Privatbahnen, aus Verlangen der Regierung jede Aenderung im Interesse der Landesoertheidigung auszuführen, und ferner betreffend die Ermächtigung, die Rhein-Nahe-Bahn mit dem zweiten Geleise zu versehen und mit dieser Eisenbahn-Gesellschaft zu einem Ankaufspreis von 12 pCt. für die Actien pro Stück einen Vertrag zu schließen zum Zweck der Herbeiführung der Liquidation der Gesellschaft und der Ukbernahme des Etgenthums für den Staat. Dublin, 19. Januar. Eine Proclamation des Vicekönigs von Irland I ordnet eine Verstärkung der Polizei in der Grafschaft Clare und drei Dtstric- ten Sltgos an wegen der dort herrschenden Erregung. Amsterdam, 19. Januar. In Folge heftiger Schneestürme find der- schiedene Eisenbah.strecken stark verweht und deren Betrieb deshalb vorläufig eingestellt. Konstantinopel, 19. Januar. Asstm Pascha hat am 17. ds. den Botschaftern ver Mächte gegenüber mündlich das Schiedsgericht formell abgelehnt. Der außerordentliche Ministerrath dtscutirte gestern bte äußersten möglichen Concessionen an Griechenland, welche über die tn der Note vom 3. Octbr. gemachten ^Zugeständnisse htnansgehen sollen. Wien, 19. Jan., Abends. Gutem Vernehmen nach notifictrte Frankreich gestern officiell der österreichischen Regierung das Aufgeben des Schiedsgerichts Seitens Frankreichs. Pari-, 19. Jan., Abends. „TempS" schreibt: Thatsächltch sei weder im Februar noch im März die Emtsston amorttsirbarer Rente nothwendig; die beabsichtigte Operation sei nicht vor Juli zu erwarten und selbst für diesen Zeitpunkt nicht bestimmt in Aussicht genommen. Kiew, 19. Januar. Am Sonntag wurden zwei Männer und zwei I Frauen verhaftet, die verdächtig waren, einer gesetzwidrigen geheimen Gesellschaft anzugehören. Bet der Haussuchung wurden Programme der terroristischen Fraction, Waffen, Vorrichtungen zur Fälschung von Pässen und Bestandtheile einer geheimen Druckerei vorgefunden, u. a. 122 Exemplare einer im Namen des Südlichen Arbeitervereins abgefaßten Proklamation, betreffend die Ermordung eines Beamten des Kiew'schen Militärbezirks. Durch die rechtzeitige Entdeckung ist der beabsichtigte Mord verhindert. 2 o k a l e -I ~ Oeffentliche Sitzung des Provtnzial-AuSfchusse- der Provinz Obcrhessen vom 20. December v. I. Nach Erledigung einer Anzahl von Gegenständen in geheimer Sitzung kam die Reklamation deS Carl Bölsing und Consorten gegen die GemeindcrathSwahl ui Grsß'Felda zur öffentlichen Verhandlung. Das Sackverhättniß ist folgendes: Gegen die Wahl des Gemeinderaths zu Groß-Felda war aus verschiedenen Gründen reclamirt worden, aber nicht bet dem Bürgermeister sondern bei dem Kreisamt.. Mi' Rück' sicht auf diesen Formfehler, der jedenfalls zur Abweisung der Reclamatton hätte führen müßen, beanstandete der Kreisratb auf Grund des Arc. 25 der Landgemeinde-Ordnung die Wahl von Amtswegen, indem er als eine erhebliche Gesetzwidrigkeit den Umstand bezeichnete, daß die Wahlcommission sieben Communalsteuerrestanten zur Abstimmung zugelassen habe. Der Kreisausschuß des Kreises Alsfeld entsprach unterm 8. November v. I dieser Beanstandung, indem er die Wahl für ungültig erhärte. Gegen diese Entscheidung verfolgte Wahicommission den Recurs an den Provinzial-Ausschuß. Dieser erkannte dahin, daß der »erfolgte Recurs alS unzulässig zu verwerfen sei unter Verurthetlung der Rtcurrenten in die Kosten deS Verfahrens, daß jedoch von Ansetzung eines Aversionalbetrages abgesehen werden solle. Die Entscheidungsgrünve lauten wie folgt: Nachdem die von dem Großh. Kreisamte Alsfild gegen die Gültigkeit der Wahl erhobene Beanstandung von dem Kreis-Aueschusse als begründet erkannt worden war, konnte gegen tiefe, die Wahl vernichtende Entscheidung überhaupt von keiner Seile der Recurs an den Provinzial-Aus'chuß verfolgt werden; die Wahl Commission als solche aber ersch.int in keinem Falle als berechtigt, gegen dir Gültigkeit einer Wahl zu reclamircn oder gegen eine Enischeidung des Kreis Ausschusses dm Recurs zu »erfolgen, toeil hierzu nur eine Partei — der Rcctamant — oder Der Kr-israth als Vertreter des öffentlichen Jnteresies berechtigt erscheint, u*o die Wahl-Commission unter keinen Umständen als Partei auftreten kann. Von Ansetzung eines Aversionalbetragts mußte abgesehen werden, weil für die Wahl- commijsion ausreichende Veranlaffung vorlag, die Entscheidung des Kreisausschusics als eine unrichtige zu beanstanden. Wenn es auch nicht in Der Ordnung war, daß die iZBaulcommnfion sieben Communalsteuerrestanten mit Rücksicht auf die angebliche Abwesenheit dcs Rechners zur Abstimmung zuließ, so konnte dieser Umstand doch in keinem Falle die Ungültigkeitserklärung des Wahlverfahrens rechtfertigen, weil die fraglichen sie'.en Stimmen bet dem obwaltenden Stimmenverhältniß auf das Resultat der Wahl ohne allen Einfluß geblieben sind (veral. Mmisterialentscheidungen Nr. 50). Wenn der Kreis.Ausschuß zur Begründung seiner Entscheidung auf Nr. 94 der Ministerial- Entscheidungen Bezug nimmt, nach welcher das Gesetz es vollkommen in das Ermessen der zur Entscheidung über Wablbeanstandungrn berufenen Behörden stellt, ob sie vorgekommen-> Gesetz- Widrigkeiten für so erheblich halten, um wegen ihrer eine Wah'. für ungültig zu erklären, jo hat er hierbei Den zweiten Absatz dieser Entscheidung übersehen, welcher ebenso wenig wie die oben aflegirtc Entscheidung Nr. 50 einen Zweifel darüber zuläßt, daß nach der Ansicht Großb. Ministeriums nur solche Gesetzwidrigkeiten die Vernichtung einer Wahl rechtfertigen, die auf das Wahlergebniß von Einfluß sein können. Gießen, 19. Januar. sEmgesandt) Das vorgestrige Eoncert zum Besten des Frau enver eins hatte einen durchaus glücklichen Verlauf. Die Aufführung machte auf alle unbefangen Urtheilenden, die gewiß bei einem Wohlt hätigkeits- Concerte keinen Anspruch auf Orchester, Kostüm und Decorationen machten, einen recht günstigen und befriedigenden Eindruck. Weit entfernt, die Ungeschicklichkeit begehen zu wollen, die einzelnen Darsteller bei einer solchen Gelegenheit einer besonderen Kritik zu unterwerfen, finde ich mich doch, der ich dem ganzen Unternehmen fern stehe, veranlaßt — und gewiß geschieht dies tm Wunsche der meisten Eoncertbesucher — den Dank auszusprechen allen denen, die mit nicht geringer Mühe und Opferbereitfeil bei der Aufführung thätig waren. Dieser Dank gebührt besonders auch den beiden Damen aus unserer Schwesterstadt Marburg. Nicht unerwähnt will ich lassen, daß der Prolog ebenso schön gedichtet als vorgetragen war. Die Chöre, numerisch klein, wurden exact und fehlerfrei ausgeführt. Mit besonderer Genugthuung aber begrüßen wir das vorzügliche Pianofortespiel der vier Damen, — um so mehr, da uns merkwürdigerweise so selten das Vergnügen zu Theil roiro, derartige Leistungen Einheimischer anhören zu dürfen. Der verdienstvolle Dirigent des Ganzen aber, der gewöhnt ist, alljährlich in feiner eigenen Behausung im Kreise seiner näheren Freunde und Bekannten eine ähnliche Aufführung anzuordnen, kann diesmal doppelt befriedigt auf seine Leistung znrücksehen, in welcher er einerseits dem größeren Publikum ein edles deutsches Meisterwerk in — den Verhältnissen entsprechend — würdigster Weise vorführte und dann, wie wir hören, dem hiesigen Frauenoercine für Armen- und Krankenpflege nach Erledigung der immerhin nicht unbeträchtlichen Unkosten, einen Reinertrag von ungefähr 300 je zuweisen kann. — — Gestern wurden aus einem Hause in der Bismarckstraße ein Paar noch fast neue Stiefeln gestohlen. Ein daselbst bettelnder Handwerksbursche hat sich dieselben mitgenommen und das Weite gesucht- Vermischtes. Darmstadt, 19. Januar. sMilitärdtenstnachrichten.) Cullmann, Pr.-Lt. vom 2. Großh. Jnf.-Reg (Großberzog) Nr. 116, znm Hauptmann und Compogniechef; Goldmann Sec.-Lt. von demselben Regt., zum Pr.-Lt.; Steiß, Unterofstcier von demselben Reg-ment zum PoUepeefähnrich befördert. — Landgraf Philipp der Großmüthige, der Ahn unseres Fürstenhauses war bekanntlich cm ebenso trefflicher Regent als gewaltiger Jäger vor dem Herrn, 'lieber das edle Waidwerk, das der Landgraf zumeist tn seinem großen Forst bei Romrod ausübte, äußert sich derselbe in seinem Testament folgendermaßen: „Hätte bck,« H-uimtl,,, tinznbürqnn bndkn" fick doch ein/'sRd?.' MBefrten« «,r,i, in -iünstigfi.r W.ii, 6bn dies. Schw.i.erxilien ÄJ» JS **“" In den nockv,rz,ichn.„n A°°.b,k,n von Jedermann 'b.?°?,n Ä ®U‘= Di, Slpoib'km In Gießen, Here Apotheker Kron, In SRaubt.m in btt in Jerg, di. Herren Svolheker Bronn in Nidda und «voibki.r «oo. In s7d.m b-dln D.vn» “etnumm." unk find.t mon bi, 1.8 vt.fi, sickkr Mrd schmerzlos wirk.nd. L.'imit,.? th.k.r Rich. Brand, 8 E»n>e>,e,villen in vi,i,n Av°,b,k,n D,n,scklano8 nur in vi,ckd°s!n Ä,«0Jin7'lT 1 M.unb V..snck8sckäck..ich,n Mi. 15 PM.N für Zb H ^an muß st,,8 darauf acht,n. daß di. Lckachr.ln mit einer rolben Stt-n-ttr mü d!m SckmeU» kv.uz und drm NomenS,u, des Apoiheker Brand, vns.bin sind. ’ (138 Allgemeiner Anzeiger. n ‘>24 vz&jgä «**■ ...rien W w J' y.a.nno*eT‘ Bekanntmachung. 509) Montag den 24. und Dienstag den 23. d. MtS., Kbe^uidl 9Zad)m111 igvon 1/2 2 Uhr an werden in dem alten Hof- qerich Sgebäude hölzerne und eiserne Bettstellen, Bettzeug, Weiß, zeug, Haus- uno Kücherrgeräthschaften, 2 kupferne Kessel, Teppiche, Vorhänge, medicinische Instrumente u. s. w. gegen gleich baare Zahlung versteigert. Gießen, den 20. Januar 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bra mm. Für's Reinigen der Oefen in den städtischen Gebäuden und Schul« Häusern wird ein zuverlässiger Mann gesucht, der sich dißhalb auf dem diesseitigen Baubüreau anmelden wolle. G'eßen, den 20. Januar 1881. Großh. Bürgermeisterei Gießen. bO8) A. B r a m m. Bekanntmachung. Zur Vergebung der Arbeiten und Lieferungen behufs baulicher Instandsetzung des vormaligen Hofg-richts- Gebäudes, veranschlagt zu 3500 JL, und der alten Anatomie, veranschlagt zu 1300 JL zu Kasernementszwrcken, ist ein öffentlicher Submissionsterm'n auf Donnerstag den 27. d. MtS., Voruu.lags lO1^ Ugr, iui Büreau der Garnison.Verwaltung, Nabrungsberg, anberaumt. (510 Qualificirte Unternehmer werden hierzu mit dem Hinzufügen eingeladen, daß in dem bezeichneten Büreau Bedingungen, Kosten-Anschläge nnb Zeichnungen zur Einsichtnahme ausliegen. Gießen, den 20. Januar 1881. Großh. Garnison-Verwaltung. Holzverfteigerung in der Kürstl. Oberförsterei Lich. Im D'strict S^öler soll nachver- zeichneteS Holz verstrigert werden: Montag den 24. Januar: Scheith. Prügelh. Stockh. Reirh. Raummeter. Wellen. Buchen 267 ) Hain- ( . I 194 188 4550 buchen j * J Eichen 4 99 119 4800 Radel —. 3 — 670 Dienstag den 23. Januar: 46 Buchenstämme von 36—64 cm Durchmesser und 3—8 m Länge mit 49,75 cbe, 542 Eicher.stämme von 15—58 ce Durchmeffer und 3—11 » Länge mit 142,29 cbm, 43 Hainbuchenstämme mit 4,83 cbm, 13 Etsbeerftämme mit 1,41 cbm und 20 Elchenstangen mit 1,54 cbm In- halt. Zusammenkunft Morgens V210 Uhr auf der alten Gießener Straße, ca. eine halbe Stunde von hier. Lich, 15. Januar 1881. 445) Wimmenauer, Forstrath. Ntobitienvertleigerung. Montag den 24. d. MtS., des Vormittags von 10 Uhr an, sollen crbvertbeilungshalber, die zu dem Nachlasse der Johannes Arnold V. Erben dahier gehörigen Mobilien, als: 2 Kühe, 1 trächtiges zweijähriges Rind, 1 Mutterkalb, 2 Ferkel, 6 Hühner und 1 Hahn, ca. 3 Fuder Rogen- und ca. 2 Fuder Wa>zen Stroh, „ Fuder Kcumm-Stroh, „ ZI/, Malter Waizen, „ 6 Malter Korn, M 9 Malter G rsie, n 5 Malter Hafer, n V2 Malter Wintersaamen und Hülsensrüchte, „ 15 Malter Kartoffel und n 80 Hntr. Erdgewächse, 1 Webstuhl incl. Zugehör, 1 M.tzgergeschirr, sowie Hausrath aller Art öffentlich meistbietend in der Wohnung des E blaffers versteigert werden. Rciskirwen, am 18. Januar 1881. Großh. Ortsgericht Reiskirchen. 497) Jünger. Holzverfteigerung in der Königl. Oberförsterei Krofdorf. Samstag den 29. Januar, Vormittags um 10 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahlert aus d.-m Königl chen Forste nachstehend bezeichnete Holzfonimemc öffentlich meistbietend ocriteigert, wozu Kauflustige eingeladen werden: Disrrict Jungfcrannawald 4. Eicken: 10 rm Nutzholz (Küferholz), 7 rm Scheit 19 rm Reiser Daselbst. Kiefern: 360 rm Reiser. Daselbst Za Eichen: 2 Baustämme II. El. von 3.45 fm, 16 Baui'lämme III. El. Don 12^7 fm f. Inhalt, 11,5 rm Scheit. 38 rm Reiser. District Buchwald 14. Eichen: 2 Baustämme III. El. von 0,82 fm f. Inhalt 13 rm Nutzholz (Küferholz), 2,5 rm Scheit' 29 rrn etammprügel. Buchen: 1 rm Hambuchen-Nutzholz (Kämmen), 18 rm Zweit, 143 rm Stammprügel, 772 rm etammreifer. Totalität:m Schutzbez-rkKrofdorf, Districte 7, 8c, 9a, 16, 17a und 23b. Erchen: 6,o rm Scheit (Lrockniß). 115 rm Stammprügcl, theils Lrockniß, 3 rm Ast- prügel (Trockmß), 7 rm Astreiser. Buchen: 33 rrn Scheit, theils frisch, theils trocken, 10 rm Stammprügel Lrockniß), 5 rm prügel, theils frisch, theils trocken, 22 rm Reiser. Kr-fdorf, den 19. Januar 1881. Der Königl. Oberförster: oll) Müller. Freitag den 18. Februar, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien der Andreas Bärrn Ww. dahier als • Flur. Nr. Mtr. 17 6 550 Hofraithe am Mühlweg. 17 7 562 Wiese daselbst, 17 25,1/iq 577 Acker am Hamm, 17 25,5/to 837 Stall daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Januar 1881. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 166)______Mülle r. Samstag den 22. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'ichen Hofraitbe dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 1 Trockcnmaichine, 1 Ladeneinrichtung. 1 Schrank, 2 Kommoden, 2 Sopha's, 2 Spiegel, 4 Oeldruckbilder, 1 Nähtischchen und 4 Stühle. Gießen, den 15. Januar 1881. In Beurl. des Gerichtsoollz. Bühner: Hau doch, 506) Gerichtsvollzieher-Aspirant. Aeilgeöotenes. 471) Steinkohlen, Braunkohlen, kleingemachtes Holz bei __________P. Ruckftuhl, Neuenweg. Glycerinseifenabfall, per Pfund 55 Toilettcnfeifenabfall, per Piund 50 Gehr. Kaufmann. 419 Selsen-Fabrik. feinste (Eierflemüfenuöefn Apfelspalten, Brünetten, Türk, und Bamb. Zwetschen empfiehlt (515 Grg- TVilh. Weidig. fiortjfrine Stoffe ZU Ball - Kleidern, Tarlattan aut Silber durch plrkr, Tarlattan'S einfarbig und JaconettS in den schönsten Farben empfiehlt unter dem Einkaufspreis J. Bärmann, 286) Hotel Einhorn. vorzüglichste HeLlsalbe gegen Frost- und Brandwunden, empfiehlt § Emil Fischbach. Pferdeteppiche vM 3 50 bei _________St Grünebaum. Pelzmantel billig zu verkaufen. (255 ______I Rothenberger, Lindenplatz. Buchenes und tannenes Brennholz, Eichen- uni) Buchen-Vohlen verschiedener Stärke bei (gh ____H Keck. Universal-Reinigungssast 'st das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Berdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. Original-Packete zu 25 50 H und 1 JL (267 __C. F. Semwler. Gelben Java, vorzüglichsten Geschmacks-Kaffee, -er 50 Pfd netto Rm 51.— per 9-/r Pfd netto Rm. 10.50 inclusive Fracht resp. Porto, Zoll und Emballage, also frei in's Haus resp. nächste Bahnstation. (227 Kaffee Import A. K. Reiche & Co., Hamburg. Das langjährige Renomm^ des Hauses verbürgt reellste Bedienung. Trockenes Brennhol; empfiehlt (215 Katzenstein, Holzhandlung. Vormgl. Zwetschenmus und Apfelkraut empfiehlt (226 C. Roth, Neue Baue. Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt JL 1- per Centuer >• .. in's Haus geliefert „ 1.05 „ ÜBirb das Zerkleinern des Cokes gewünscht, )o werden hierfür 10 A per tzentner berechnet. ( Der Transport in das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Ab- «ahm« von mindestens 5 ®mtn«, von Herrn Emil Pistor auch in klemeren Quantitäten. -Släötifdje Hanstek-8chiffe (Eenffouat) «BSTSSwxS?“*“0“ einjähn«^ 504) Nachdem ich Waarenlager und Ausstände der aufgelösten Hanvlungsfirma Docter & Katz übernommen habe, verkaufe ich den ganzen Waarenvorrath zu staunend billigen Preisen: S5SSS5 Für Herren, Anzüge in rein wollenen Stoffen von 20 Mk. an, u „ „ ,/ ir „ ö „ 50 Pfg. an, ■HSS Für Damen, modernste Winter-Paletots rc. „ 12 „ an, 11 ■■■»gg „ Knaben, Anzüge in guten wollenen Stoffen „ 5 „ 50 Pfg. an, gSSSS „ Mädchen, Regenpaletots „ 4 „ 75 „ „ Schuhwaaren aller Art billigst. Streng reelle Bedienung bei niedrigst gestellten Preisen zusichcrnd, werde ich bemüht sein, meine werthe Kundschaft zufrieden zu stellen. A* Docter. 395) Durch einen Gelegenheitskauf bin ich in der Lage nachverzeichnete sehr solid und fein gearbeitete Mobilien M äußerst billigen aber festen Preisen zu verkaufe«. Ich empfehle Kommoden in Nustbaum, ovale Tische mit gestochenem Fuß, Wascheonsole mit Marmoraufsatz, Ausziehtische rpit 4 Einlagen, franz. Bettstell en, neueste FayonS, Nipptische, Sopya's u. s. w. Ferner lackirte Möbel, als: ein- und zweithürige Kleiderschränke, Küchenschränke mit Glas- aufsatz, Tische, Bettstellen u. s. w. J. Rothenberger, Nndenplatz. 86 'M rMuzWM ' Oe «aybiniq n? -rhrjäms 6uojo । uaquap)ha u^ti^und u-;rvcu 1$) gin° rsgn 'uabobq i)ia uaa atppoi ^uszvupgz qun -qL-hrgivsiusqargz «q n-tzpn rno; mTHLSSnV X qun rtzzj Wermietyungen. 354) Das von Frau Dr. Caprano bewohnte Logis ist vom 1. April an anderweit zu vermiethen Dr. Koniger, Grünbergerstraße. 353) Der obere Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen. ___________A. Wallenfels Ww. 89) Ein Logis im 1. Stock sofort und ein kleines Logis im 4. Stock pr. 15. Jan. i JL 9.40 per Monat zu vermiethen. Marktstraße 25. 84) In meinem neuerbauten Hause am Ludwigsplatz ist der zweite Stock zu vermiethen. W Sripp. 80) Ein Familienlogis zu vermiethen. __PH. Kreiling, im Gambrinus. 78) W e n z e l's Garten gegenüber, B. 163,3, mittlerer Stock, 5 Zimmer zu vermiethen.______________________________ 75) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen. PH. Kreiling im Gambrinus. 72) Ein Logis von 4 großen Zimmern , in nächster Nähe des W e n z el’§ Garten, mit Gartenantheil und allem Zu- behör, zu vermiethen durch I. Blitz. 71) Das seither von Herrn Rechtsanwalt Barth bewohnte Logis, der dritte Stock und Mansarde meines Wohnhauses (Neue Anlage) ist bis 15. März anderweit zu vermiethen._____________I Alker. 479) Ein Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. H Schaffstädt Ww., Reichensand. 24) Ein kleines Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald zu beziehen. W. Seuling 459) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und den 15. April zu beziehen Eduard Noll, Neustadt. 19) Ein möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Seltersweg Lit. C- 61. 340) Ein möblirtes Zimmer (Parterre) zu vermiethen. I. Mannberger, Neuenweg.^ ~ 298) In meinem Vorderhaus ist eine Wohnung, bestehend in 4 Zimmern, zum 15. April zu vermiethen, sowie eine kleine Wohnung bis den V. Februar. I. Ruckftuhl, Gartfeld. 460) Ein Laden mit Eorridor zu vermiethen. Sonnenstraße 106. Iermilchie Anzeigen. 'MTWMin 499) Ich beabsichtig' die von mir erkaufte früher Barrn'sche Bleiche mit Logis zu verpachten, auch kann auf Verlangen eine Werkstätte dazu gegeben werden. Carl Euler, am Hamm- Freitag den 21. Januar er., Abeues 6 Uhr, im Gymnqsium: Bibelstunde. Matth. 5,38—6 4 503) Pfarrer vr Naumann. ~ 507) Em Kindermädchen vom Lande gesucht. Näheres in der Exped d. Bl. 51ö) Bei men er Mitzhanolung den 22. November 1S80 von (Ä'eß n nach Krofdorf war Georg Schaum nicht dabei. Jacob Decker I 482) Ein junges anständiges Mädchen, welches in häuslichen, sowie in Hand- Arbeiten erfahren ist, sucht Stelle als feines Hausmädchen oder zu Kindern- Näheres zu erfragen in der Exped. b. Bl. 449) Tüchtige Adonneuten-Sammler finden lohnende Beschäftigung- Näheres täglich von 5 bis 8 Uhr Abends Neuenweg B. 194, 1 Tr. rechts.__ Im Kühlen Grnml. Freitag den 21. Januar: CO N C ERT der Sänger- und Komiker-Gesellschaft Familie Müller (4 Damen, 3 Herren). Anfang 8 Uhr. — Entr4 frei. 502) Programm n eu. 140) Getragene Kleider, Hofens Stiefel, Antiquitäten, Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Messing, Flaschen, ZettungSpapier rc. werden angekauft. Louis Rothenberger, Neuenweg 193. Zerr Dr. Kd. Brehm Kält am Dienstag den 23. Januar er., Abends präcis 8V2 Uhr, im großen Saale des Römischen Kaisers ^u Wetzlar einen Vortrag über „Unsere Zugvögel unterwegs und in der Fremde". Eintrittskarten zu JL 1 und für Schüler zu 50 H stnd in den Buchhandlungen von gerb. Schnitzler und I. Jmgardt bis Abends 8 Uhr zu haben._____________________________ (498 Theater - Anzeige. 501) schätzbaren p. t. Theaterfreunden von Gießen und UmgehtznA beehre ich mich qvzuzeigen, daß ich hier eingetroffen bin und mit hoher Genehmigung die dießjährige Saison am Sonntag den 23. d. M- ^offnen werde. Das Personal ist ein fast durchgehend Neues und umfaßt sehr tüchtige Kräfte. Das Repeitotr wird ein der Geschmacksrichtung hiesiger Theaterfreunde entsprechendes sein, welches zudem die meisten der neuesten Erscheinungen bringen * ird. Abonnement-BilletS sind wie in voriger Saison an der Tageskasse |oate bei Herrn Fnseur Gustav Gerhardt zu haben und sind auch für die 3 Probe Vorstellungen gültig. Für Heizung d|||| | 1/ Arbeit wird garantirt. liVU I V Val. Reuter» I 14) Frsteux, Gießen. 505) Freunden und Bekannten für die liebevolle Theil< nähme bei dem schmerzlichen Verluste meiner Gattin meinen innigsten Dank. Kalbflt'Lsch, Ltabsquartiermeister. Wolle kauft und nimmt in Umtausch die Wollspinnerei von Adam Bender. 323) Krofdorfer Straße D. 113,7. 453) Eine Wirthschaft, mitten in der Stadt gelegen, zu verpachten. Näheres durch I. Blitz. 484) JL 1500 und JL 3000 auszuleihen. Näheres bei Earl Hoffmann. H^21/181.6V2A.Bef.3Gr.Z Verantwortliche Redaction: A. Sch-v do. — Druck und Verlgg der 93 r üb Pf eben Univ -Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Grchen.