Nr. 296. Dienstag den 20. December 1831. Kichener Wi?eiger Aiiitigi'- uni) Amtsblatt für hrn ßms Gießen. Bureau: Schulstraße B. 18. Erscheint lAfllid) mit Auonahmc bro Montags. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Brinqerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 17. Decbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den ^eh. Rath Dr. Walther, den Hofbaurath Mellor auS Büdingen, den Steuerralh Llmpert aus Grünberg, den KreiSaffeffor Morneweg aus Bei -heim, bin Hoftheater-Director Wüazer, den Obermedicinal-Affeffor Dr. Uloth; zum Vortrag den Staat-- mintsttr Fshru. v. Starck und den Ministerialpräsidenten Schleierm ^cher. — Da- AuSschreiben Großherzoglichen Mtntsterlums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, an die Großberzoglicken Staats anwaltschasten Nr. 41 enthält Ausschreibev vom 13. December, da- Verfahren bei Zuwiderhandlungen gegen die Gesetze über tndtrecte Auflagen betr. Mainz, 16. December. Der Wahlka « pf ist glücklich beendet, und wie der Dlegraph bereit- berichtete, find die vereinigten liberalen Harte'en als Sieger aus der Wahlurne hervorgegangen. Wenn auch die M jorttät eine kleine ist, so «st der Sieg doch um so bedeutender, weil besonders aus dem Lande die katholischen Stimmen fich für den iocialisttschen Candidaten entfchiedeil hatten. Del der Stichwahl am 5. Novbr. blieben wir mit 600 Stimmen hinter dem Sociald mokraten Liebknecht zurück und die Wahl von gestern brachte u» s circa 200 Stimmen mehr; <6 war dies feine kleine Aufgabe , einem Gegner einen Wahlkreis zu entreißen, in welchem er noch vor wenigen Wochen fich al- Sieger behauptete. Eine auffaQci.b Erscheinung bleibt e- immerhin, baß in allen Bezirken d r Stadt die socialist>fchen Stimmen gegen bie Stichwahl vom 5. Novbr. merklich zurückg-g rügen sind, während die C beraten in |er-tm Bezirk mehr Stimmen zu verzeichnen hatten ; das kecke Auftreten d r Socialdewoke4 n besonders bet den Ve sammlungen hat doch Manchem die Ar-gcn geöffnet. Als die Resultate der Wahl gestern Abend in dem Versau mlungSorte der L berc len, im „®rtifei dauer $of*, .ach "nd nach von den Landgemeinden einliefen, blieb 58»bei lange Zeir in der Majorität und erst als die wackeren Landgemeinden des Kreises Oppenheim ihre Rerultate eb fenbeien, da neigte sich der Sieg zu unseren Gi-nsteu und endlos war der Applaus, als eS sicher war, daß der Wahlkreis den Socialistcn wieder abge» rungen war. Mainz, 16. December. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben: Neuer» ding- bildet wieder bte Frage der Besetzung des bischöflichen Stuhle." in Mainz nickt nur in den nächstbetheiligten, sondern auch in weiteren Kreisen Gegenstand lebhafter Erörterungen. AlS letzte Nüance trat nun jüngst die Bebanp- tung auf d. ß, nachdem aS Don capitel in Mainz bie gesetzliche Fr st zur Wahl eim- Oberhirten ungeiützt bat verstreichen laffrn, bie Regierun» von Heffen in birtcL- Verhandlungen mit der päpstlichen Kurie getreten sei. Auf Giund von Erkundigungen, die wir an zuständ ger Stelle einoezogen, können wir versickern, daß d e belr. Nachricht jeder Begründung entbehrt. Berlin, 17. December. Die Hamburger Commission beendete bie zweite Lesu, g ur.b nabm daS Gesetz an mit 16 gegen 5 Stimmen unb eine Resolution , worin die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Befreiung von jeder zollamtlichen Beha, dlun ; für bie zwischen der See unb dem Freihafen- gebiet Hamburgs und umgekehrt unter Zollflagge und Leuchte tn nfttirenben Sckiffe eine dauernde Einrichtung sein werde unb daß, falls sie fick später als ungeeignet erweisen sollte, nur burch eine solcke Einrichtung e setzt werbe, welche eine größere Erschwerung de- Transit erkchrs i icht bewirkt. Die Gesetz'-- Überschrift würbe auf Antrag HänelS abgeä dert, Staut y zum Referenten be- stellt. Minister Sitte*1 sprach sich in seinem Namen für bie Resolufon aus. — Die Commission für bie Berusstatistik sckaltete einen § 2a auf Antrag des Abg. Franz ein, wonach die vorzulegei den Fragen, abgeseh'N von dem Personen- und Familienstaide, sowie der R«!igioi nur auf die Bernis- Verhältnisse und die Erwerbtdätigkeit fich beziehen dürfen, wonack aber daS Eindringen in die Vermögens- und ErwerbSverhäliniffe ausgeschloffen fein solle. Die Commission setzte die Geldstrafe für wabrheitswidriae Angaben auf 30 JL (statt 100 JL) herab und lehnte die Haftstrafe der Regierung-^ 'dd. s ist nur Staat lässiger Quell- erfährt, j-der thatfächlichen Grundlos — Der Centralverein für das Wohl der a:bett Abend im Reichstagsgebäude ferne Jahresveifammlu bören zur Zeit 91 Behörden und Vereine, 6 pttir.ntitnte Mitglieder 106 persönliche Mi Preußen unb Vorlage ganz ab. # o k, — Wie wir bören, haben die drei Fraktionen des Reichstags die Absicht, bie gestrigen Debatten ber Nachm t aas- mb Abendsitzung über die Anträge Hänel, Dirichlet, Rickert, Baumback und Geroffen, betr- die Re chstags- wablen zur gegenwärtigen Legislaturperiode, nach dem st- ^graphischen Wortlaut )tei. es feien Berhand- htr Oderufer-Dahn für All^tg.- aus zuver- 7en hielt gestern n ge. *ten, in t. glieder beträgt somit 686 gegen 743 ganges ist in Aussicht genommen, nochmal- einen wir vor uns haben", führte der Vorsitzende, Profeffor _ eine Phase, die alle Culturstaaten durchmachen. Gewiß könne nicht entbehren zur Lösung der socialen Frage, zur Neubildung von-Corpora- als Broschüre herauszugeben. '•^■©iFTorf einigen Blättern gebracht lungen über den Erwerb der Oberscklefischkn den Staat eingeleitet, entbehren, wie die Honen unb rechtlichen Formen, zum Schutz ber schwächeren Klaffen, zur Beseitigung ber Schäden deS Jnbustriebetriebs ic., aber man müffe auch zurück- greifen auf bie eigene Tdätigkeit ber wirthfchaftlichen Klaffen. ES bürste somit auch bei der bevorstehenden Staatsthätigkeit eine Wiederverjüngung der Tdätigkeit deS CentralveremS irfolgen, da sich auch im Vorjahre fein Wirken auf bie Herausgabe beS „ArbeiterfreundeS- unb der „Social-Correfpoi denz^ beschränkt hat. Das Verein-Vermögen beläuft sich zur Zeit auf 51,000 JL, die Einnahmen betrugen im Vorjahre 10.781, die Ausgaben 10,209 Neu traten in den Ausschuß Staatsminister v. Patow unb Bankier Hugo Wolff. Kiel, 17. December. In bem DiSciplinarverfahren gegen dm Prebig r Lühr in Eckernfürbe erkannte, wie bie „Kieler Ztg." erfährt, das königliche Consistvrium auf Dienster.tlaffung. Karlsruhe, 17. December. Nachdem auf Veranlaffunq be- Reich-- regi^rurg wie in ben übrigen Bunbessta-ten, so auch in Baden amtliche Erhebungen über ben Aufwanb für die öffentliche Armenpflege angeftellt worben stnb, wird derselbe hier auf etwa 6 Mill. JL. geschätzt. Hcsterreich. Wien, 16 December. Ii der heutigen Sitzung de- ®emetnb<*rotb6 nurde der Bericht di- SkadtbauamieS über die Thätigkei' der Feuerirehr bei dem Brande deS RingtdeaterS redefen. Der Bericht constatirt, daß die Feuerwehrmänner trotz dr Meldung, die Theoterbefucher Kälten sich rechtzeitig ge- rittet, sogleich bie energischsten Anstrengungen gemacht hätten, um zu dem Zusck'uerraum zu gelangen. In bim Ze träum von e*ner Viert lstun' ^ seien 120 bi- 130 Personen burch da- Sprungtuch unb mittelst ber Sckubleiter gerettet worden. D s Vordringen auf den Treppen sei nur langsa möglich gewesen, weil ber Qualm unb bie Stickluft bP Pechs.'ckeln au-gelöscht hätten. Die St,-genrä"me seien mit einem starken Rußüberznge bedeckt gewesen, da bj^ grobe Rauchmaffe vor dem Duickb uch de- Plafonds keinen Au-weg gefunden habe und de-halb über d e Stiegenräume habe abziehen müffin. Die Vehemenz der irresp.rablen Gase sei durch den Tod der mit den Communica- tonen und den Ausgängen bekam ten Billeteurs erwiesen. Die enorme Ausbreitung des Brandes vor der Ankunft de- LöschzugeS sei, abgesehen von den nicht gehandhabten Sicherheits-Vorkehrungen :m Theater, auch der ' erspäteten Anzeige zuzuschrciben, welche nicht du ch einen im Tbeater ausgestellten, mit der Centrale ber Feuerwehr birect communicirenben Allarm-Apparat, sondern in ber bekannten Weife erfolgt sei. Wien, 17. December. In Folge ber von Cesare Orsini am hiesigen Plctze unternommene" Schritte hab»n ihre thätige Unte'stützung zur Bild ng eines öster^eich schen Cornit^s *ür bie in ben Jrdrer. 1885 unb 1886 in Rom zu veranstaltenbe Welt-Ausstellung G'as Edmunb Zichv, Frhr. v. Ro hsckild, der eb tnohfle Handelsmtn'ster v. Cdlumeckv, Gras Dziebuszicky, ber Deputirte Dumba unb der Präsident dir Handelskammer, Goegl, zugesaat. Dänemark. Kopenhagen, 16. December. Im Folkdhing wurde bie Regierung heute von der Linken interpellirt wegen ihre- V rhaltenS bezüglich des DerbotS ber Diehau^suhr ^uS Schweden und bezüglich d'S später von Deutschlorck gegen die Di beinfubr aus Dänema'k ergangenen Verbots.» Der Min'ster deS Jnrern erkläite, das Verbot der Piihei'fuhr auS Schn.eben fei auS Rücksicht gegen Engla b geick-ben, da- für den Fall, daß Seelaub abgefperrt würde, die ViehauSfuhr auS den übrigen Thetlen Dänemarks erlaubt habe. Die Linke beantragte, die Angelegenheit an eine Comm sfion zu verweisen. Srankreich. Paris, 17. Dicbr. Wie es he'ßt, dürfte der dieffeitige Botschafter in Lordon, Chcllemel Lacour, deffen Gesundheit erscküttrrt ist, demnächst London verlaffen. ^n sein^ Stelle wird bann, dem Vernehmen nach, der b s- terige Dotschafte. in ftanti cpel T'ffot, treten, währerd ber Marquis von NoaiveS, bisher in Rom, cn Tifiot's Stelle nach Konstantinopel gehen würde. Mußkand. Petersburg, 17. December. Em beute veröffentlichter kaiserlicher Ukas gestatt^ dnem '.n Pari- gebildeten Consortium die E^ploitirung von N^pbta ui d Asphalt in der Krim. — Die russischen Eisenbahnen find angewiesen worden, dem Wegeminister unb Reickscontroleur ihre Tarife mit Vorschlägen über eine mögliche Ermäh gung derselben vorzulegen. , Türkei. Konstantinopel, 17. Decbr. Da d'e Pforte auf ber verlangten Durchsuchung der Ladung des als verdächtig betrachteten britischen Schiffe- richt bestanden hat, fetzte das Schiff feine Fahrt fort. — Der vom Sultan hierher berufene Govverneur von Bruffa, Achmed Vcfik Pascha, ist heute hier eingetreffen. AM«. Algier, 17. December. In Folge eine- Bruches d-'s Chabra-Damm,- ist die Stadt Perre^aux bei Oran überschwemmt und sind dabei 54 Menschen ertrunken. — Alle Gerückte von einem erneuten Einfälle der Insurgenten in Süd-Oran werden dementirt. rtra von Frl Melanie Härt» mit dem Kinde fühlen und de Rinqt anstatt b garten Kind den wurde mit den Kleinen ha gesagt. Die beiden D Fröbel zu wirke Amerika. Washington, 16. December- Die Repräsentantenkammer hat be« schloffen, sich vom 21. ds. bis zum 5. Januar zu vertagen. Lokale-. Gießen, 19. Dezbr. (Scbwurgericktsverhandlung am 17. Dezbr. 1881.) ®egcn Andreas Feldpusch II. von Leusel wegen bctrüglichen Bankerutts. Derselbe war beschuldigt, daß er als Schuldner, welcher seine Zahlungen eingestellt hat und über dessen Vermögen das Concursverfahren eröffnet worden ist. in der Absicht, seine Gläubiger zu benachthciligen, Vermögensstücke im Laufe des Jahres 1881 verheimlicht oder bet Seite geschafft bade. Durch Spruch der Geschworenen wurde Feld pusch des betrüg!,chen Bankerutts für schuldig erkannt, ihm jedoch mildernde Umstände bewilligt urb er durch Urtheil mit 1 Jahr und 3 Monaten Gefängmß bestraft. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. (Korrespondenz ° Bureau. Essen, 18. Decemb?r. Die „Effener Ztg." veröffentlicht folgende an Karl Lueg in Oberhausen, Vorsitzenden des Vereins deutscher Eisenhüttenleute, gerichtete Antwort des Reichskanzlers, Fürsten Bismarck, auf das Dank- Telegramm des genannten am 11. dieses Monats in Düffelborf versammelten Vereins: „Berlin, 16. December. Die Zustimmung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute zur Winhschaftspolitik d r Regierung hat mich um so mehr gefreut, als dieselbe von einer für die Beurtheilung dieser Pol tik besonders zuständigen Seite uuögeht. Ich hoffe mit Ihnen auf nachhrltia bessere Zetten für die Werke und die Arbeiter." Wien, 18. December. Der Kaiser ist heute früh in Begleitung des General-Adjutanten Baron Monde!, sowie der Flügel-Adjutanten Freiherr v. Mertens und v. Plönnies aus GödöÜö hier emgetroffen. Von Vormittags 10 bis 12 fand großer Empfang bet dem kronprinzlichen Paare, Nachmittags 5 Uhr in der Hofburg Famtltendiner statt, an dem sämmtliche hier anwese ide Mltg'ieder der kaiserlichen Familie thetlnahmm. Belgrad, 18. December. Die Regierung hat die vor dem Kriege ansässigen und später geflüchteten Arnauten aufgefordert, in ihre Besitzungen wieder zurückzukehren. Die Regierung mache gleichzeitig ihren auswärtigen Agenten von dieser Aufforderung Anzeige und richtete an die Pforte das Ersuchen, ihr bet ihrem Vorhaben behülflich zu sein. New-Aork, 18. December. Der Nordpol-Fahrer Dr. Hayes ,st gestorben. Scene eignete sich am Mittwoch auf der Brandstätte des era, geb. Baltazzt, deren in der Fries'schen militärischen Erziehungs- öLn neben mehreren anderen Zöglingen derselben Anstalt sich im Theater befanv v ch vermißt wird, erschien in Begleitung ihres Bruders im Theater, um den Versuch zu. machen, die Leiche ihres Sohnes selbst aufzusuchen und zu agnosciren. Don Gießen, 19. Dezember. Ein Hochgenuß war es für den Kinderfrcund gestern den verschiedenen Bescheerungen beizuwohncn, welche «Heils von der Schul?, theils von edlen Menschen armen Kinder bereitet wurde. Im Schulhous in der Schuistraße bereitete der „Verein zur Sammlung von Cigarrenspitzen" 10 Kindern (6 Knaben und 4 Mädchen) dadurch eine Hobe F-eude, daß er dieselben vollständig neu equipirte. — Im Schulbaus in der Schillerstraße wurden unter der opferwilligen und unermüdlichen Leitung des Herrn Lehrer Curfchmann 117 armen Kindern der Welhnachtßdaum angezündet und dieselben reichlich mit Kleidungsstücken u. s. w. bedacht. — In der kath. Kirche fand eine gleiche Feier um 5 Uhr statt. — Um 6 Uhr Abends fand unter terjgetoobnten immensen Theilnahme des Pub likums die Bescheerung Der Kleinkinderschule in der Turnhalle statt Es war uns nicht möglich ein Plätzchen zu erwischen aber wenn man Den Jubel und die Freude mitanhörte welche von den Kleinen ausging, muß auch hier Das Christkindlein, wie ja bei unserer Kl ein- kindersckule nicht anders zu erwarten, die braven Klcin.n reichlich bedacht haben. — Nachmittags um 4 Uhr vereinigte der ©aalj „Prinz C ar 1"_ Eltern und Zöglinge des Kindergartens , tarnen Hube' herangebildet wird. Wie spielend und froh wie schön wurde gespielt, gesungen und bas Verscken her- tel besitzen ein Talent, ,m S'nne des großen K'.nderfrcundes eltem aet'vst und mit allem Vertrauen ihre Kleinen demi Kmder- lDaß solches Vertrauen von Seiten der Eltern besieht, deren uchen, bewies die sinnige Anerkennung, welche zum Schluß Äfet'r1 muB .w «W," eine solche Feier ganz zu würdigen^ So ein recht z- . < : —. * x a... utrth i rI r ctx Die Debatte wird geschlossen. Abg. Frhr. v- Minnigerode: Der Abg. Hüter hat von der rechten Seite des Hauses gesprochen- Ich weise Namens meiner Partei die Joentificirung mit den Ausführungen des Abg. Lohren zurück. (Beifall links.) Titel 2 wird hierauf genehmigt. Bei T'tel 3 (Rübenzuckersteuer 47,421,460 jQ befürwortet Abg. Härle eine Resolution, den Reichskanzler auszufordern, Erhebungen darüber anzustellen, inwieweit durch die Exportbonifikation der Ertrag der Rübenzuckersteuer alterirt wird Schatzsecretär Scholz ist mit dem Inhalt der Resolution einverstanden, hält dreielbe aber für überflüssig, da die Regierung diesem sehr wichtigen Gegenstände unausgesetzte Aufmerksamkeit zuwendet und in der bezeichneten Richtung bereits Ermittelungen anstellen laßt. Abg. Möller (Sangerhausen) bittet die Regierung, daß bei einer etwaigen Uenderung der Steuer die Axt nicht an die Wurzel gelegt und eine blühende Industrie geschädigt werde. Durch eine chikanöse Steu.-r schädige man nicht blos die Zucker- mdustrie, sondern dem Nationalwohlstand selbst. .. l At>6-Frhr. v. Minnigerode erklärt sich für die Resolution, die darauf vom Hause mit dem Tit-l 3 angenommen wird. Titel 4 (Salzsteuer 36,709,540 J4) wird debattenlos bewilligt. - k ?itel 5 (Branntweinsteuer und Uebergangsabgabe von Branntwein 35,517,630 wird ebenfalls debattenlos bewilligt Titel 6 (Brausteuer 15,111,170 J£) veranlaßt den Abg. Goldschmidt, die Bitte auszusprechen, em Surrogatsverbotgesetz dem Hause vorzulegen. Die Verwendung von Surrogaten gehöre zwar zu den Mährchen, das Gesetz sei aber erforderlich, um jeden Verdacht zu beseitigen. Abg. Uhden (Crossen) tritt dem Vorschläge bei und bedauert die Abwesenheit des Directors aus dem Reichskanzleramt, um denselben darauf aufmerksam zu machen daß gesundheitsschädliches verdorbenes Bier oft ausgefrischt auf den Markt gelange'. Dagegen müssen Schutzmaßregeln getroffen werden. r Schatzsecretär Scholz wird eine derartige Vorlage zugleich mit der in Aussicht stehenden Vorlage über die Erhöhung der Brausteuer einbrmgen. Abg. Goldschmidt bittet die Regierung dringend, das Braueretgewerbe durch abermalige Vorlage der Brausteuererhöhung nicht zu beunruhigen. Das Braugewerbe sei außer Stande, eine erhöhte Steuer zu tragen. Der Titel wird darauf bewilligt. Das Gleiche geschieht mit den Titeln 7—9. Averse m Höhe von 5,578,610 JL. Damit ist dieser Thetl der Etatsberathung erledigt. Abg- v. Benda berichtet sodann noch über verschiedene Positionen der Reichsschuld, des Pensionsfonds, der Martrikularbeiträge und über das Etatsgesetz. W diese Positionen werden debattenlos bewilligt und das Etatsgesetz genehmigt. Damit ist die zweite Berathung des Etats mit Ausnahme des Titels ,,-zölle" erledigt. — Das Haus vertagt sich hierauf auf Montag den 9. Januar 1882, Mittags 1 Uhr. Tagesordnung: Rechnungssachen und Interpellation Hertltng Schluß 43/4 Uhr. f»ubifle8 G-fühl b-!sp°"ei es ablehnt, die Frage des Tabaksmonopols mit der Sozialreform in Verbindung zu bringen. F Abg. Hüter (Stralfund) erklärt, daß die liberalen Parteien es ablehnen müßten die Krcme in bie Debatten bieies Hauses zu ziehen. Sie seien fest überzeugt baß dieser Weg nicht zu einem guten Ende führen könne. 3 * 5 8 ' ° ~ Abg- Goldschmidt bringt eine Beschwerde in Bezug auf das Reglement lur morU^mirb6 * bem Reg -Corn. Director Burcharb in befriebigenbem Sinne beant- . k „ ^bg. Walter (Sachsen) spricht ebenfalls über bie Beunruhigung der Tabaks- llbri5tC bas Monopol unb macht auf bie politischen Bedenke^ bie aus den neulichen Erklärungen des Ministers des Innern re'ultiren, aufmerffam die gegen eine Vermehrung der abhängigen Beamten sprechen. 0 8 c H«u«rwehrmännern und Sicherhniswachen mit 8aternnt begleitet, begab sich dir Batenin durch all« Gänge und Stiegen bi» in ten »weiten Rang und wagte sich an die gtftyrli&ftrn und einsiurzdrobrnden Stellen vor. um die noch im Parterre liegenden Leichenreste erblicken zu fänden. Natürlich blieb ihr Versuch, den Leichnam ihr«» Sohnes erkennen iu können, aanz erfolgtes und die verzweifelte Mutter muhte von den Polizei « Eommisiäeen schließlich -um Verlassen des gefährlichen Baues gensthigt werden, damit nicht ihr selbst ein Unglück widerfahre. handel und öerfebr. Grünberg, 19. Dezember. (Kruchtpreile vom 17. Dezember.j Weizen X 24,10, Äom X 20.,00 Gerste X 15 61, Hafer 15.K5, Erbsen X 20.3*. Linsen X « .0(1, Wicken X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffel« X 2.80. Durchschnittspreis pro 100 Kilogramm. Frankfurt, 17. Dezbr. (Marktbericht). Der beuttq, Heu- und Strodmarki war gut befahren Heu kostete se nach Qualität der Ltr .X 3 50 -6 00, Stroh X 4.00— 4 20, Butter 50 Kilo 90 - 00, im Detail 1. Qualität das Pkund X 1 30 00 2. Qualität das Pf. X 1 20-00, Lier das Hundert 6.00—9.00. Qchsenfletfch per Pfund 62 ?0 4 Kuh. Rind und Farrensieisch 40—55 4» KalbfleisL 40 -55 4» Hammelstei ü 35—65 4, Schweineüeiich 7ü KO 4 rin Hahn X 1.80—2.20, rin Huhn X. 1.60—1.0» eine Ente X 2 50 3.00. ein» Laube 50— 60 4, Gans X 5 in» 9HO, Hai'n das Stück j>U 2.50—3.5t», Poularden X 2—2 60. Rrddock das Psc. 70-80 4, Kapaunen X 2 50 3, Dälscher Habn x 9—12, Kartoffeln 100 Ko. X 3.50- 5.00, Kohlkraut 20 4, Blumenkobl 1 St 20 - 50 4 Wirsing 00-00 4, Gelderüben 1 Bund 00-0 4, Zwirbeln 1 Bund 0 4, Sellerie das Stück 30—00 4. Meerrettig 1 Stück 10—15 Spargel das Pfund 30 4, Romain-Salat 00—00 4 Endivien 10 0 4, Rotbkraut 15—20 4, Deibkraut 10—12 4. Arnschoken 00 00 4. Erbsen das Pfd. 00 4, Bohnen 100 Pfund 0—00 X. Kartoffeln tas G»scheid 0-00 4, das Matter X 3.00-5.00, «opf-Salar 00 4, Spinat CO—00 4 Schnittlauch das Gebund 0 4, Kohlrabi per Stück 3—5 4 Frankfurt a. AK., den 19. Dezbr., Nachmittag« 2 Uhr — Mn (Delegr. Soursbericht IRitgetbeilt durch da« Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Lredtt« aetten 309* <,'5laatflb-tfctien 284a/<, (Äalhler 265Ve, Deft Sttberrettte —, s°/o Ungar. Goldrente 77'/<, 4% 1880er Nüssen 73 Kinderwäsche jeder Art, Taschentücher tn vorzüglicher Qualität, weiß und mit farbigen Bordüren, Kragen, Mauschrtten, Lavall'.erS und Schleifen, Damen- und Kinderschürzen, weiße und farbige Unterröcke, Kinder- kleidchen, Trazkissen und -Mäntel, Kinderhütchen und Kaputzen. Vorhänge, Bettdecken, BktttüLer ohne Nath, Handtücher, Tischtücher, Servietten, sowie sämmtliche Weißwaaren im Ausschnitt. ViriiNsg den 17. Januar, Vormittags 11 Upr, soll auf diesigem L.rtsa ' ickt die Hofraitbe d«r Georg Daniel Vogt Gdefrau Flur 1 226, 38 Mir. Hotr.ithe m dcm Katharinengäßchen ineiftbutenb veistcrgert weide . Gießen, den 3. Dezember 1881 Großh. QitSgerickt Pumpe» - Arbeit- Versteigerung. Äünftigen Sreitag. den 23. d. M., Vormittags 10 U^r, soll zu Steinbach auf der Bürger- rneisterei die Reparatur der Pumpen öffentlich an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Steinbach den 18. Decbr. 1881. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. NicolauS. s Bttktif fu ftbrikjirtifti b#i Grosse Gefflaide-VerstelgeriBg. Im Auftrage einer der ersten Kunsthand'ungen Düffeldorf'S werden wegen Aufgabe des Geschäfts Mittwoch den 21. da. Mts., VocuiillagS 10 Uhr ansangend im Vinhorn-Saale eine große Sammlung Original -Oclgemälde der berühmtesten Meister öffentlich meistbietend versteigert. Die Sammlung enthält: Rastmusen, Normann, Nordgren, Volkers, Deiker, C. v. Wille, Noway, t^mery, Schmitz, (£. Heinsen, Lindner, Havenit, Vauernhold u. a. m. Auf sämmtltchen Gemälden befindet sich der Name des Künstlers verzeichnet und wild für Originale garantirt. Besichtigung Montaz von Nachmittags 2 Uhr an. Regenschirme für Herren, Damen und Kinder empfiehlt Wci'-^iyu^ltugr, FeilgkboteneS. 8313) Täglich friich Bierhefe, sowie trockene Here empsiehlt Philipp Bob, Babnhossir. Letzte CÖlner Letzte Doiiibaii-Lotterie Dirnstäg drn 17. 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JL 193,30 b) Giaseraibeit „ „ „ 263,30 c) Anstreicherarbeit „ „ „ 28 00 Die etnzureichen^en Offerten müffen mit der Aufschrift „Submission auf Vorsenster-Arbeiten in der Kirche zu Kletu-L nden" versehen, daS Ab- oder Aufgebot muß in Procenten auSge- drückt und ist wie oben getrennt zu halten. Dieselben sind längstei s bis zu oben angegebener Stunde bet Großh. Bürge-meisterei Klein-Linden/ woselbst auch Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei, versiegelt einzureichen. Klein-Linden, am 19. Decbr. 1881. Großh. Bürgermeisterei dase'.bst. I. «. 8306) Seultng, provis. Bezirksbauaufseher. (1372 Gcld-Präm en) gewinn 7OÖOO Mark baar. Original-Loose ä 3,50 M. empfiehlt urb versend't, auch ne?en Br-esm^ken Carl Heintze, Lotterie- und l-aickgeschäst Berlin W., 3 Unter den Linden 3 Für Rückporto und amtliche Gewinnliste sind 30 Pf. beizufügen. (8307 Christbaumchen von 10—30 4 'N der Gr'chirrhandluna von PH. Pfetirer, Neue-Bäue. 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