,,e ^Eieruna * im Am«SL an toaibtittr, • 1 Äl°ft«mann. umotte-Lteinr suLt ,c er !ür Gießen unb * Nr. 5398 5„ d. bl. «, CO t zu empfehlen. mnement pro Monat ur2 JL 34^ bet ollen talÄjJltto nt Äe- mit i-'L-m ®no|f ausgestanrle ng u tP?; H» '♦ ^?s 16 16 20 16 16 9 4 tfe.* /, , in Vs Ktw*: ld^i 4- Ä-Z 21"^ 72'1 5,-s» Seltene Rr. 46 # e,l„rt Y- Siaftenn«! ff %uliu8 Stint*- - &sä Ä& "L SW/ä-w ■jggfr*» rPbe”iS‘r^ frp*8** i..'SsZ KsA«? 'Jir. lf>2. Samstag den 20. August 1SS1. Kicßener HtnMger Ämeigk- und Imloblfitt fir örn Kreis Eicha. B rea ' r Schulftraf.k B. 18. Ettchnnt fäglitfi mit Ausnahme deS Morrtag-. Peel- vrerteljLhrlich 2 Marl 20 Pt. mit vrrng^rlohn. Durch b:r Poft bezogen Dir . 1 Marl I Amtlicher Theil. Vehrer-o nferen; des Sonferenz-Bezirks Grünberg: Montag den 29. August, Vormittags 10 Uhr, zu Grünberg. G t e ß e n2 ben 18. August 1881. ______ B ü ch ner, Krei-fchultnfpector. B e k a nn t m a ch u u g. Betreffend: Die Vlehpreisvertheilung deS landwirthschastlichen Verein- von Oberhessen pro 1881. Die diesjährige Preisverthetlung deS landw. Verein- von Oberheffen soll zu Schotten am Donnerstag den 1. September stattfinden. ES können Preise erhalten: 1) Fohlen, mit Au-nahme von Saugfohlen; , 2) Bullen, im Besitz von Privaten oder Gemeinden; 3) Rinder, die sichtbar trächtig sind und junge Zuchtkühe; 4) Zuchtschweine und 5) Zuchtjchaafe. Vom Au-steller selbstgezüchtete Thiere werden höher prämiirt, al- angekauste. Letztere müsien eine bestimmte Zeit im Besitze de- Bewerber- sein und zwar Fohlen mindesten- ein Jahr; Bullen, Rinder, junge Zuchtkühe, Zuchtschweine und Zuchtschase mindestens ein Halde-.Jahr. Die zu prämiirenden Thiere sollen ein gewiffeS Alter haben, und zwar müsien Bullen mindesten- 1—2 Jahre, Zuchtschweine mindesten- i/2 Jahr alt sein. — Fohlen, welche bi- zum Alter von 2% Jahren noch nicht eingespannt worden find, erhalten den Vorzug. Bei Schafoieh soll da- Reinvieh vor dem Schmeervieh den Vorzug erhalten. LS kann nur durchaus fehlerfreie-, gut gepflegte-, wirklich prei-würdige- und den verlangten Leistungen entsprechende- Vieh prämiirt werden. Eigen- thümer von solchem Vieh, welchen wegen zu starker Concurrenz eine Prämie nicht verwilligt werden konnte, erhalten, wenn fie über zwei Stunden Herkommen, eine Wegentschädigung. Die Bewerber um Preise haben amtliche (ortszerichtliche) taxfreie Bescheinigungen über die von den Thieren geforderten Voraussetzungen beizubringen. Tie Prei-bewerbung ist für alle -reise der Provinz frei. 6m Dritttheil der verfügbaren Prämiirung-summe wird ausschließlich für Prämiirung de- VieheS der kleinen Grundbesitzer verwendet. Die Bestimmung, wer in diese Kategorie zu rechnen ist, bleibt den Erperten überlasten. Viehhändler find von der Pretsbewerbung ausgeschlossen, insofern sie nicht zugleich Züchter deS zu prämiirenden VieheS find. Ein Aussteller kann in ein und derselben Kategorie nur einen PreiS cr^a^rn. Die Musterung der au-zustellenden Thiere durch die Experten beginnt Vormittag- 8 Uhr, bi- zu welcher Stunde sämmtlicheS Vieh an den bestimmten Plätzen ausgetrieben sein muß. Es kommen im Ganzen 1100 JL bei dieser PreiSvertheilung zur Verwendung. Zwei Dritttheile dieser Summe sollen zur Prämiirung von Vieh der Vogelsberger Race verwendet werden. Die Größe der einzelnen Preise wird von den Preisrichtern bestimmt. Da- schönste Rind Vogelsberger Race erhält ein Halsband nebst Glocke. Frtedelhaufen, am 8. Juli 1881. Der Präsident de- landwirthschastlichen Vereins von Oberhesten. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Die Stettiner Unruhen. Während bisher durch antisemitische Agitationen hervorgerufene Unruhen sich nur aus die kleineren Städte eine- Theil- von Pommern und Westpreußen erprrcklen, kann seit Montag auch Stettin, die Hauptstadt der Provinz Pom- mern, einen Judenkrawall verzeichnen. Die ,Äiue Stell. Zlg." berichtet darüber, wie folgt: „Schon seil mehreren Tagen cursirten allerhand Gerüchte, daß es am Montag nun auch bei uns, am Sitz der Regierung, in der Haupt, stadt der Provinz, in der leider die bedauernSwerthen, weithin berüchtigten Ausschreitungen der letzten Tage zuerst in die Elscheinung getreten, „loSgehen" würde und daß man nur auf das Abrücken der Garnison warte, um einen Tumult zu insceniren. Wir haben auS leicht begreiflichen Gründen keinerlei Rottz von diesen Gerüchten genommen. Es war allgemein bekannt, daß Spott- derse, Earricaturen, aufhetzende Plakate vielfach in letzter Zeit an Wohnungen ur.d Ladrnfenstern angeheftet gesunden worden, daß Drohbriese und dergl. an jüdische Bürger der Stadt gesandt worden waren. Die Parole „am Montag gehr'- lor war — Niemand natürlich will wisien, von wem — m allen möglichen Formen auSgegeben worden, unb daß lies nicht umsonst geschihen, bewiesen bie Ereigniste deS Montag- Abenb. Sie bewiesen allerdwgS auch, daß einem energischen Einschreiten gegenüber ein jeder derartiger Putsch vollkommen machtloS unb lhürrcht unb daß man regierungsseitig zu dem Entschluß gelangt sei, dem ganzen Unfug mit allem Nachdruck entgegenzutreten. Gegen 8^ Uhr Abends sammelten sich in der Langenbrückstraße die ersten Trupp-, meist Leute auS dem Arbeiterstande, dazwischen Lehrjungen und schulpflichtige Kinder, die unter Hepp'Hepp'Rufen sich m Bewegung setzten. Die von dem beabsichtigten Scavdal bereit- vorher bestens insormirte Polizei zerstreute in Kurzem diese erste Ansammlung. Bald darauf wälzte sich abermals ein Zug von mehreren Hundert Köpfen unter Rufen, Pfeifen und allerhand Lärm durch die Lönig- ftraße, die Schulzenstraße (in welcher zahlreiche Läden jüdischer Einwohner liegen) und durch die Breitestraße. Die an der Ecke der Schulzen- und Breitestraße stationirte Polizeimannschaft ging nun rationell und praktisch vor, mdem fie rückfichlslos und energisch die zum großen Theil, wie leider meistens bei derartigen Ansammlungen der Fall, auS Neugierigen bestehende Menge die Dreitestraße, Reifschlägerstraße, Schnlzenstraße aufwärts forttrteb, so daß nach wenigen Minuten der Auflauf zum größten Theil zerstreut war. Pfeifen und Hurrahrufen, Hepp-Hepp und Gebrüll begrüßten die Polizei theilweise bei deren unangenehmer, aber erfolgreicher Arbeit. Einzelne Hauptschreier wurden Wgenommen und zur Custodie befördert. Soweit bi-ber bekannt, ist es, Tank ler aufgewandten Energie, zur Zerstörung von Eigenthum nirgendS^gekommen; ainzelne Püffe wurden ausgetheilt, in der Breitenstraße mußte die Schutzmann- ßchast einmal mit blanker Waffe drohen, im Großen unb Ganzen verlief aber AlleS in verhältnißmäßig glücklicher Weise. Um 9*/3 Uhr war die Schließung sämmtlicher Läden angeordnet worden, eine Maßregel, die sich al- durchaus praktisch erwieS. Militärische Patrouillen, die von der Hauptwache auSgesandt wurden, fanden nirgend- Deranlasiung, einzuschreiten. Eine Ptonier-Eowpagnie war auf alle Fälle confignirt, kam aber glücklicher Weise nicht zur Verwendung. ES war lehrreich zu sehen, wie die entschloffene und sichere Handhabung der vorhandenen Mittel zur Unterdrückung jedeS folgenschweren Unfug- viele thörichte und irregeleitete Leute vor schwerem Unheil bewahrte. Im Ganzen sollen etwa 20 Verhaftungen (das Telegramm spricht von 40. Die Red.) vorgenommen worden fein. Gegen 11 Uhr waren die Straßen sämmtlich ruhig und menschenleer. Freilich fiel verschiedentlich da- Loosungswort, daß heute nur die Generalprobe gewesen und morgen die eigentliche Vorstellung stattfinden werde. Wir glauben, daß der klägliche Ersolg, den da- ganze ihörichte Unternehmen gestern gehabt, hinreichen wird, die Wiederholung desselben zu verhindern. HauS- unb Familienväter werben sicher nicht verfehlen, namentlich das jugendliche Element, da- sich gestern stark betheiligte, zu Hause zu halten. Wir haben, Dank dem energischen Eingreisen der Behörde, keinerlei schlimmere Ausschreitungen zu verzeichnen — daß aber auch nur derarttger Unfug in unserer Stadt, am Sitz der Regierung, hat ßattfinden können, ist ein sichere- Zeichen, wohin die uvhellvolle Bewegung der Antisemiten fühitt und führen muß 1* Z>euttchland. Darmstadt, 18. August. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. August den Hülf-gerlchtsschreiber bei dem Untersuchungsrichter an dem Landgerichte der Provinz Starkenburg Friedrich Kalt zum Gerichtsschreiber bei dem Amt-gerichte Beerfelden zu ernennen. Berlin, 17. August. Herr Professor Wagner hat in seiner Wahlrede in Erlangen mit Erlaubniß des Reichskanzlers die Absichten desielben bezüglich deS TabakSmonopolS enthüllt. Fürst BiSmarck hat das Räthsel gelöst, wie man auS dem Monopol eine Rein-Einnahme von 130 Mill zieht, ohne die Preise der TabakSfabrikate zu steigern. Der ganze Gewinn, der jetzt auf dem Wege vom Fabnkar.ten durch den Zwischenhandel bl- zum Consumenten verloren gebt, soll auf den Staat übertragen werden. Nach der Ansicht de- ReickskanzlerS beläuft sich dieser Gewinn auf 160 Mill. \ die Zinsen unb Amortisat onS'Qnoten für bie zu leistenden Entschädigungen aber berechnet er auf 30 Mill. JL Der Zwischenhandel vom Fabrikanten bi- zum Eonsumer.ten erhält also anstatt 160 Mill- nur 30 Mill. JL al- „Entschädigung." Den Rest nimmt der Staat. So sagt es Herr Wagner. Wir müsien ganz bedenk- Außland. Petersburg, 16. August. Es verlautet, die russische Regierung stehe schon seit längerer Zett mit der serbischen in Unterhandlung wegen Ausliefe, rung eines gefährlichen politischen Verbrechers Namens Grünberz, der früher in Moskau lebte und die socialistische Partei, der er angehörte, mit b-trächt. lichen Geldmitteln unterstützte. Nach der Ermordung des Spions Rennstetn in Moskau durch die Nihilisten, in welche Sache Grünberg anscheinenv stark verwickelt war, floh derselbe und entkam in di- Schweiz. Rach längerem Aufenthalt dort sandte ihn das G-nser Revolutions-Comitä wieder nach Ruß. Mnurnlt„ U11 , ^UH/ ------------------------------ ... land zurück, welches er über Serbien zu erreichen gedachte. Brunberg bemerkte toasten, mit Sang und Klang beschlossen wurde. Bemerke sei noch, daß v-rr Ptarrer indessen bald, daß die russischen Agenten ihm auf der Fährte waren, und ' - - • - —- wagte sich aus Belgrad nicht heraus. Auf Verlangen der russischen Regierung wurde Grünbcrg daselbst verhaftet, und, wie es scheint, dürfte seine Ausliefe, rung nach Petersburg oder Moskau demnächst erfolgen. Gießen, 19. August. Herr Provinzia director v Röder, welcher von hiernach Mainz als Provmzialdireeior unv Terrttorlal-Commistär v-rieht wurde, tfl heute Nacht ver- C — der von der „Concordia" herausgegebenen Zusammenstellung, welche soeben erschienen ist, fincen wir dieSmal die Arbeitslöhne und -Zeiten, sowie Preise der Lebensmittel und Wohnungen aus 261 Städten angegeben Die Prei>e rc. sind vom 1. Juli datirt Für unsere Stadt finden wir verzeichnet: Bauarbeiter d. b. Maurer- und Zimmerleute verdienten die Woche bet lOstündiger Arbeitszeit Poliere JL 20, Gesellen JL 16.2u, Handlanger JL 11, Schreiner- und Schlosiergesellen bet l lstündiger Arbeit JL 15 und 18, Schneider- und Schuh: machergesellen JL 14 Taglöhner JL 10-11. Nach der Zusammenstellung kostete bei unS am 1. Juli 1 Ko. Roggenbrod 28 H, 1 Ko. Roggenmrhl 39 und 1 Ko. Watzenmrhl 46 Butter das Ko. 180 $, Milch das Liter 17 H und ein Dutzend Eier 60 Kartoffeln Ju 5.50. Die Fleischpreise stellten sich bet mittlerer Qualität: Ochsenfletsch d^ Klg. 132 Kuhfieisch -98 Schweinefleisch 130 H Hammelfleisch 136 , Speck 180 Bier das Liter 30 und 24 Die Markcpreise für Früchte beziffern sich bd Warzen auf JL 24, Roggen JL 22.50, Erbsen JL 28 und Kartoffeln Jt 4.80 per 100 Ko D»e Preise der Wohnungen finden wir per Monat mit Jt 3.50 für Schlafstelle mit i/t Bett unv JL. 6 für ein ganzes Bett, heizbare Wohnungen von 1—2 Zimmern oder Zimmer mit Cabinet mu JL 7, 9 und 10 verzeichnet. ______ Vermischtes. Kinzenbach, 15. August. Der gestrige Tag lieferte einen neuen Beweis, welch großes Interesse bic heutige Zeit an dem Gedeihen der Schule und dem Woolergehen ihrer Lehrer nimmt Es feierte nämlich unsere Gemeinde das 25jährige Dienstlubllaum unseres allgcliebten Lehrers Fuchs. Allseitig war eifrig Sorge getragen worden, damit die Feier in schöner würdiger Weise ihren Anfang und Verlauf nehmen konnte. Em- geleitet wurde dieselbe mit einem Festgottesdienst gegen 2 Uhr Mittags und wurde der sehr rüstige Jubilar nach dargebrachter Ovation des Ortsgcsangverems, an welche sich eine kernige Ansprache des Lehrers Weil aus Krofdorf anschloß und nach Absingen zweier Strophen aus dem Liede „Lobe den Herrn" rc. von seinen jetzigen und ehemaligen Schülern, von den Vertretern der kirchlichen und bürgerlichen Gemeinden und von seinen nächsten Collegen in feierlichem Zuge nach der Kirche geleitet. ^)cach Anleitung des Textes aus 1. Mos. 32 V. 26 beleuchtete Herr Pfarrer Geibel aus Krofdorf in sehr schwungvoller erhebender Weise das im rechten Geist und Sinn geübte und darum auch mit reichem Segen gekrönte 25jährige Lehramt des Jubilars, wovon die Gemeinde Kinzenbach in innerer und äußerer Beziehung Zeugniß ablege. An, der weiteren Feier im Joh. Pfaff'schen Locale nahm Klein und Groß regen Antheil Hier- selbst wurde dem Jubilar von der Gemeinde cm prachtvoller Lehnsessel überreicht, zum bleibenden Andenken an diesen Tag, der in ungezwungener Weise mit vielen schonen lich- Zweifel ausbrücken. °b 30 Mill. als Entfchübiguug an bie ©etaili» fttn für jedes Jahr genügen werten. Die Worte des Herrn Profeffors legen voraus daß die Zahl der D-tailaerkäuser bet Einführung des Monopols wesentlich eingeschränkt wird, daß also die bestehen bleibenden oder neu zu -r- "ichtend.u Firmen g.wisiermaßen als amtliche Verkaufsstellen fizuriren, welche entweder allein ihre Procenle oder auch ein Staatsgehait fuc Arbeit <■“’ langen. Die zahlreichen Gastwirthe, Restaurateure, Kaufleute, welche jetzt alle in Eigarren ein Nebengejchäft machen, sind dann gezwungen, entweder von den amtlichen Verkaufsstellen ihren Bedarf zu entnehmen und ohne Verbleust weiter zu verkaufen, denn mit Ausschlag werden sie kaum viel absetzen, oder aber, noch einfacher, auf das Geschäft überhaupt zu verzichten. Hesterreich. Pesth, 17. August. Der „Pesth. Lloyd" bespricht in heftiger Weise tint rumänische Grenzverletzung im Haromszeker Komitate. Dieselbe sei ein neuer Beweis der stetigen rumänischen Agitation gegen Oesterreich-Ungarn und stehe im Zusammenhänge mit der Agitation der rumänischen Emissäre unter der rumänischen Bevölkerung Siebenbürgens. Rumänien müsse eine energische Zurückweisung erfahren, da sonst Serbien und Bulgarien dem Beispiele Rumäniens folgen und die Interessen Oesterreich-UngarnS im Orient stark gesahr- den könnten. Geibel aus Krofdorf ent Schreiben des Herrn Seminardirectors Bode aus Neuwied verlas, welches der Wirksamkeit des Herrn Lehrers Fuchs in Kinzenbach m beredtm Worten das reichste Lob spendete und ihm Gottes reichsten Segen für die Zukunft wünschte. Wahrlich, solche Anerkennung wirkt wohlthuend, ermutigend! So viel bewiesene Liebe muß Gegenliebe bewirken, welche segenbrmgend für das Gedeihen der Schule ist. Möchte noch manche Gemeinde Kinzenbach zum Muster nehrnern Aus dem Rheingau, 18. August. Inder gestrigen Bürgerausschutzsttzung zu Rüdesheim wurde der Vertrag zwischen der Stadtgemeinde Rüdcsheun und dem Bankier B. Stern jr., betreffend die Anlage einer Zahnradbahn auf den Niederwald festgesetzt und mit 30 gegen 12 Stimmen angenommen. Danach können die Herren | Touristen bald per Dampf auf die Höhe fahren. Daß auch noch die Drahtseilbahn von Aßmannshausen aus gebaut wird, ist, eingeholter Information zufolge, nicht unwahrscheinlich. — Sicherem Vernehmen nach soll Rüdesheim auch em Militär. Telegraphische Depeschen. Wvlff'S telcgr Korrespondenz - Bureau. Berlin", 18. August. In der heutigen außerorbentttchm Grneralver- fammlung bei Rumänischen Eisenbahngesellfchaft würben, nachbem Banqnicr v. Kaufmann Protest gegen bcn Antrag, betr. Verlegung bes Sitzes bet Gesellschaft nach Bukarest, erhoben hatte, 35 Stimmzettel mit 714,324 Stimmen für ben Antrag auf Verlegung, 9 mit 4437 Stimmen bazegen abgegeben. — Fürst Bismarck kehrte Nachts von Schönhausen nach Berlin zurück unb begab sich heute früh nach Varzin. Paris, 18. August. Die „Agence Havas" melbet aus Tunis von gestern am 15. bs. sei in Sousa ein Malteser burch einen Tripolitaner er< morbet'worben, bas englische Panzerschiff „Monarch" habe in Folge dessen »um Schutze bei Europäer 300 Mann an’« Laub gesetzt. Aus Süb-Tunis eingegangene Nachrichten besagen, Ali Ben Khalisa, bet Führet bet Aufstänbi. scheu von Ssax, suche feine Flucht nach Tripolis zu bewerkstelligen. Paris, 18. August. Nach weiteten, bet „Agence Havas" aus Tunis ^gegangenen Nachrichten hätten bie Englänbet eine ßanbung von Truppen bei Sousa zum Schutze bet bortigen europäischen Bewohner zwar vorbereitet, von berselben aber »lebet Abstanb genommen unb bie Versicherung ves tunesischen Generals Bacouch, baß die Ruhe auch ohne eine englische Intervention auf. rechterhalten werbe. London, 18. August. Wie verlautet, wäre Parnell entschlossen, nach dem Schluß bet gegenwärtigen Session bie Agrar. Agitation tu Jrlanb fortzusetzen. _ London, 18. August. Unterhaus. Unterstaatssecretär Dilke theilte mit, Frankreich habe gewünscht, daß die Unterhandlungen über den Handelsvertrag am 22. er. in Paris wieder ausgenommen würden. Die englische Negierung sei nach Prüfung gewisser neuer französtscher Vorschläge bezüglich ver Eisen-, Baumwoll- und Wollzölle des Glaubens gewesen, daß dieselben eine Basis für die weiteren Unterhandlungen böten und habe deshalb in den Wie« derzusammentritt der Commission unter der Bedingung gewilligt, daß ver jetzige Vertrag aus 3 Monate verlängert werde, damit hinreichende Zeit zur Prüfung der jüngsten Vorschläge gewonnen werde Die französische Regierung habe nach einem langen Schriftenwechsel die von der englischen R gierung ge- wünschte Verlängerung des jetzigen Vertrages aber abgelchnt und die englische Regierung sehe sich daher nicht veranlaßt, die Einladung zum Wiederzusammen- treten der Commission anzunehmen. Washington, 18. August. Präsident Garfield schläft gegenwärtig. Seit gestern Abend 10 Uhr 30 Min. hatten die Wärter keinen Anlaß, die Aerzte zu rufen. Während man dem Patienten gestern Fleischextract eingab, machten sich die Symptome von Magenbeschwerden wiederum bemerkbar und nahm man daher von weiterem Versuche Abstand. Man wird diesen Versuch heute Morgen wiederholen. — Ein heute Vormittag um halb 9 Uhr ausgegebenes amtliches Bulletin besagt: Der Präsident hat eine gute Nacht verbracht, das Allgemeinbefinden deffelben ist bester als gestern. Lokales Gießen, 19. August lieber den kommenden Mittwoch hier im Saale deS Hotel „Einhorn" coneertirenden Pianisten Herrn Herzog aus Berlin liegen uns eine Anzahl sehr günstiger und eingebenbtr Kritiken vor. Wir entnehmen eine solche der in Berlin erscheinenden „Tribüne". Diese Zeitung schreibt: Herr S. Herzog gab am Dienstag in der Sing Akademie ein gutbesuchtes Coneert, in welchem er zahlreiche Proben seiner Virtuosität als Pianist (Ta u s ig's Schüler) und seines fruchtbaren Cvmpositionstalentes gab. Die Chopin'sche schwierige Sexten-Etüde bewies am Besten, welche Fortschritte Herr Herzog allein seit einem Jahre gemacht bat. Er ist auf dem Wege, einer unserer besten Pianisten zu werden, und wird sein Ziel desto früher erreichen, je weniger er seine Kraft an eigenen Claviercompositionen kleineren Genres zersplittert. Der Derzickt auf daS augenblickliche Wohlgefallen der urtheilsbequemcn Majorität seiner Zuhörer, der, wenn auck nock so oft vergebliche, dock immer erneute Dersuck einer Interpretation Beet. bvven'S, Bach's u. s. w. ist eine größere künstlerische That, als die 7 Herzogsnummern dieses Programms. — Herr Grünfeld unterstützte das Concert in künstlerisch wirksamer, Fräulein Eckarw enka durch thetlweise auch schlechtgewählte Lieder in nur erträglicher Weise Bczirkscommando, Abdul M-dfchid, schreibt das „Jllusttirtk Sonntags blatt" eines Morgens ,nm Gebet die Stufen der Moschee emporstieg, trat em '-öeitler । an ihn heran „Großmächtigster Sultan, glaubst Du auch, was der Prophet sagt. - Der Sultan lächelte. „Ja, das glaube ich " - „Nun wohl, Muhamed sagt, wir seien alle Brüder. Gib mir also, mein Bruder, das Theil, welches mir von Deinem Erbe gebührt." — Abdul Medschid besann sich kurz und gab dem Bettler einen P'aster. Der aber behielt das Geldstück in der Hand, betrachtete es lange und sagte endlich. „Aber, Herr Bruder, das ist nicht recht gelheilt, denn dieses Geldes hast Du doch wohl fünfzig Millionen." — Da hob der Sultan warnend die Hand und sagte. Höre, behalte, was ich Dir gegeben habe und sei zufrieden, den ich habe sUNsyunden Millionen Brüder und wenn die alle kommen, um mit mir zu theilen, so musstei. Du neun Zehntel wieder hergeben. Salem aleikum." Dann ging er in bie Moschee. Der Bettler ober mußte das Ding begriffen haben, denn er nickte still vor sich hm unt* steckte bann seinen Piaster ein. „ . - l Ein hochachtungsvoller Professors Aus dem Leipziger Universilatsleben wul> eine hübsche Geschichte erzählt: Beider jüngst herrschenden Hitze hatten dieHorc.| eines Profeffors tm Auditorium die Röcke ausgezogen. Der Professor schien dies nid), zu bemerken. Erst am Schluffe des Collegs bemerkte er: „Es ist wahr, meine Herren, es ist heute sehr heiß und ich hätte gern meinen Rock ausgezog n; ich habe dies jeboiL aus Hochachtung vor Ihnen unterlassen!" Diese Bemerkung des allgemein verehrten Lehrers wurde von dem Auditorium mit aroßer Heiterkeit und lebhaftem Futztrampel. ausgenommen, welches letztere bekanntlich nach studentischem Brauch gleichbedeutend mu Beifallsbezeugung durch Händeklatschen ist. , Frankfurt, 16 Auqust. Der Prinz von W., welcher feit Monaien in Frankfu.. weilte und sehr fleißig die Ausstellung besuchte, trat gestern an den Cassirer derselben mit b-' Frage heran: „Wissen Sie, wer ich bin?" Der Cassirer antwortete: „O gewiß, Durct lauckt!" — „Durchlaucht hin, Durchlauckt her," versetzte der Prinz, „ich bin Seine ll^jrstü der deutsche Kaiser und Sie sollen mein Ftnanzminlster werden!" — Der tmprovifirte Reichs sckatzkanzter sah sich seinen Wohlthäter genau an und merkte bald, daß es in dcffen Ow stübchen nicht ganz richtig war. Man complimcntiric den Bedauernswertben in einen Wagv der ibn auf die romantisch gelegene „Burg Affenstein" brachte. - Gestern Abend um b ur ging der letzte Post Paffagierwagen, welcher bei dem hiesigen Postamte noch im Gebrauch war zum Tbore hinaus, um nie wieder in Gebrauch genommen zu werben Webmuthtg blieS tr Schwager sein „So leb' denn wohl!" und fubr mit der letzten in Frankfurt noch bestandene: Landpost, welche über Bockenheim, Hausen, Praunheim, N-cderursrl unb Hrddernheim ging, au- bem Posthofe. Alle Fenster in der Post waren von Beamten besetzt und der Hof von benseibr. gefüllt-, man wollte den „lctzren Postwagen" sehen. ' , . Tür ktSmühl. Wie bedenklich es ist, aus dem Coupefenster Gegenstände hinaus zuwerfen, zeigt folgender, von dcm „Kreuzn. Tagbl." mitgetbeilter Fall, der sick dieser Tas- während d-r Fahrt etneS OmnibuSzuges auf der Strecke Türkismübl-St. Wrndel errlgntt: Ein Paffaqier hatte, vielleicht durch Unvorsichtigkeit, eine Sckeibe etngestoßcn und ftdenfall» ' der Absicht, bie Entdeckung dieser That zu erschweren, die Glasscherben ganz aus den Rahme herausgenommen und binausqeworfen. E.ne dieser Glasscherben ist nun einem am Bahnkolpc beschäftigt gewesenen Rottenarbetter mit solcher Gewalt in daS Gesicht geflogen, baß die Wang- des bedauernswerthrn Mannes wie von einem Säbelhieb getroffen zerschnitten würbe. O» Mann wurde nach St. Wendel gebracht, wo die schwere klaffende Wunde zugenaht warve M- derselbe weitere ärztliche Bebandlung findet. Der Paffagter, welcher, wenn auch absicktS »t ober leichtfertigcrweise die schwere Verletzung deS Arbeiters herbeifübrte, ist noch nicht ermtkte. worden. Dieier Fall möge aber für viele zur ernsten Warnung dienen. — I ^wei jugendliche Ankläger.j Londoner Blätter berichten: Mr. Houghton, ein Advok^ in London bat mit seiner Gattin eine längere Reise nach dem Kontinent angetreten und b, Sorge um seine beiden Kinder, zwei Knaben im Alter von fünf und sieben Jahren, der Hau^ bälterin überlasten. Mrs. Hougthon hatte schon lange vor der Abreise den Kindern um töne, das Daheimbleiben angenehmer zu gestalten, ausführlich erzählt, was für «ne ausgezelchn^ Beköstigung sie in Abwesenbeit der Eltern erhalten würden- Die Haushälterin, welche W* klebt von dem erhaltenen Wirthschaftsgelbe sich tm Herbst einen Mantel kaufen wollte h. jedoch das mütterliche Programm durchaus nickt rin und verköstigte die Kinder in höchst span niscker Weise. Der Jün-ere wünschte dringend die Zeit berbei, wo Papa und Mama wie^ nach Hause kämen, der ältere jedoch sagte: „Paß auf, Willy, wir wollen nicht so lange toaitfl 3bva sagt häufig, der oder jener Mann erfüllt sein Versprechen nicht, ich muß ihn verklag - und so machen wirs auch. Morgen stehst Du zeitig auf und wir gehen miteinander n°i Worshipstreet und lasten unsere Harriet dort einsperren." Gesagt, gethan. Die kleinen Perlon f(bauten fick im Gerichtssaale recht befremdet um. Niemand wußte, was sie da wollten, unD sckob man sie langsam vorwärts, biS sie zum GerlchtStische gelangten. Der Rickter frag nach ibrem Begehren. Mr. EharliS, der Aeltere sagt resolut: „Sir,.Mama und Papa ftr- nach ParlS gereist, well man nur dort schöne Spazierstöcke mit Pftifchen bekommt unv Knaben solche brauchen. Mama hat gesagt. Harriet müffe uns dreimal täglich Schinken. Fiel' Pudding, Eier und Obst, so viel tok wollen, geben, aber wir bekommen fast nichts als Buu uu X , per Flasche billiger. (5440 II J. 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Zusammenkunft Vormittags pracis Va® Ubr auf dem Backwcg zunäckst des Wetzlarer-Weges vor dem Keßler. Die Verpachtung der fiscaliscken Heege, sowie der Wiese in der Gemarkung Heuckelbeim wird dagegen in dem Gemeindebaus zu Klein-Linden abgebalten u.ib es wird hiermit Nachmittags 2 Ubr der Anfang gemacht. Bet Verpachtung der fiScalijchen Heege werden die seitherigen Loose bei- behalten; die Wiese in der Gemarkung Heuchelheim ist aber in 4 Loose neu eingetheilt. Steigliebbaber wollen die Loose vor der Verpachtung einsehen. Gießen, den 15. August 1881. Großbcrzoglicke D^berförsterei Lchiffenberg. Neuen Incarnat-Kletsamtn, feinste Qualität, empfiehlt 5424) Wilhelm Seibert, Marktstr. Feilgebotencs. 5430) Ein kleines Wohnhaus zu Der kaufen, ^läh. in der Exped. ds. Bl. Guts - Verpachtung in der Oliersörllcrci Schisscnberg und Gießen. Mittwoch den 2 4. l. MtS. soll nachverzeichnetes cameral- fiscalischeS Gelände, für weitere Bestandzeit von 6 und 9 Jahren, öffentlich Garantirt reines Maismehl, fiefirs -futter lür affe viehqattunge», stets zum Verkaufe vorräthig, zu haben auf der Feinstes JlerfiiierllieifjlHcr in Flaschen. Bet Abnahme von 25 Flaschen 5 liefert Dresch ■ Maschinen Bick'schc Gut ist neu in Loose eingetheilt daffelbe wird daher, unter genauer Vorzeigung der Loole, an Ort und stelle ver- Kirchliche Anzeigen der evangelischenGcmeinde ^uGieken Gottesdienst: Sonntag, den 21. August: In der Hosp ita l kirche: Morgens 8 Ubr: Pfarrer Dr. Raumann. In der Friedhofkapelle: Morgen- 8 Uhr: iGarnison-gotte-dirnst) Pfarrer Schlosser. Morgen- 9* a Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom-21. bi- 27. August besorgt Pfarrer Dr Naumann. Einrnachfässer in allen Größen verkaufe billig. 4941) Elsoffer, Marktftraße. * bin L‘: Postas .tb(j m befände. Um 12 Uhr Rächt- hotte man 13 Tndte, worunter 2 weiblich« und IM) schwer« verwundere gezählt; die Zahl der leicht verwundeien fich sich gar nicht ftfMUüfn, da die meisten von ihnen gleich nach Hause geeilt Die öffentliche Meinung ist im d-chstrn Grade erregt. Man tadelt die gerrnz« Soltdät de- Baue-, der gleichwohl von dem Stadtdaumeister besichtigt worden «ar. und ganz besonder- lehnt man sich gegen die Sricrgesechte auf. diese barbarischen Spiele, die urmachsiLUich verboten sein sollten •• Wir verfehlen nicht, auf das heutige Agenten Gesuch der alt solid und finanziell sehr gut fituirtcn SäLfischen Vieh: Versicherungsbank zu Dresden um so mehr aufmerksam |u machen, als tn der 16. außerordentlichen General-Persammluna der vieh VersicherungS-Anstalt für da- Großberzogthum Hessen vom 9. August ds. I- in Anwesenheit de- Großh Regierung- Kommissar- die Liquidatwn und Auflösung der Anstalt einstimmig per 31. October ds. I- deschlofien wurde. Die Sächsische -ieh» Versicherung-bank in Dresden, welche m einigen Jahren viele tausend Schäden mit über 700000 M baar bezahlt hat, gewährt bet 50 p(5t niedrigeren Prämiensätzeu gegen die letztjährigen Ausschläge der Vieh-Bersicherung-'Anstalt für da« Großherzogthum Hessen eine gleich hohe EntschLdigung-letstung. 5429) Ein schönes Haus mit Nebengebäuden und Hoiräumcn, n bester Lage der Stadt, zu jedem Geschäftsbetrieb geeignet, ist aus der Hand zu verkaufen oder auch zu oermietden Ferner sind 2 Mecker von je 1575 O-Mtr.. beide am ttrofdorfer Weg, daselbst zu verkaufen. Näh. bei der Exped. ds. Bl_________________________ Weinessig Handel «nd Verkehr. Frankfurt a. M , den 19. Aua., Nachmittag- 2 Ubr — Min. (Telear. Eour-bericht. Mitgetbeilt durch da- Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Eredit» aetten 316‘,«, StaatSdabnactien 317*/®, Gallzier 288s, 8, Oest. Silberrente 68^/«, 4% Ungar. Goldrente 79' ? 4°/0 1880er Nassen 76, 2. Orient-Anleihe 61u/16, 5% Rumänische Rente 92»/,. Tendenz schwach. 3 unt 1 8o 52* • Qualität: q*:, . 4 WH «6 A süfii * ■80 »et itofc' “ ber 8i>ninn mu (tomc 5444) Gut erhaltene Betten, -sowie Hol; und eiserne Bettstellen, für Einauartterung sich eignend, find billig zu verkaufen bet Joseph Behfusi, neben dem „(5af4 Ebel". brod u>d Lhe« »ii »mig 8u4n*. Di« Er,ähl«°S tief« Leiden macht, auf d« Reuun Dill, Hans, »u deg eiten, und lich der H-u-HLittrin die strengste Dnjnng zukommen den von den ti.imi bestimmten Speil'zettel genau nnzuhoiten. Er werk« bei den -rndern täglich Rach, frage halte« lasse« und sie kinnt« te gegebenen -all« böse Dinge nl«b«n.- Varis 15 August Au- Morsnlle «nd über drn schweren Unz ück-loll berichtet, tn sich dort Astern sEoentag) bei einem jerer, der span.ich.n Sitte nachgeadmteo, nur UN gleich lobmmn Stterge«rcht. z-gnragen hat, wie sie im »ÜUichen gronhcid) noch abg.baltrn *u »(ttm pst'ge« Da» volksichau'Piei wurde in der im Prado geieg'nrn neuen Arena g.bolen »tilfn «ährend der Borst.llunq brach eine der bilzernen Lsttaken d«ß Zuschauer, raume- unter drr Last "«er auf 2000 ALvfe geschätzten Menge zusammrn. kirn Schrei de- tf«H«im» ging durch di, ganz« Arena Läschmannschoften und Lazar er hdiener waren schnell herbetarnlt und räumten die Lrümmer mit thunlickster Raschheit hmweg Man zählte zwölf Doki« und 150 Verwanvete; von fern letzteren wurden 30 in die Hospitäler aufgrnomme« und ti« übriaen zu ihrrn -amili.n gebracht. Dem ,9Zat.e wird über die »otastrokhe gemeldet: Por einigen Logen «ar hier nn Loreador von Madrid mit feinem Pe.sonal vcn Piecadvre- urd mehrereu «pantschen Stieren in Marseille eingelroflen und luh auf einem Felke de-Prado einen Girfu» au» Vrettrrn bauen, dessen acht «allerieen auf Balken ruhten und der 1500 Pionen fasten konnte. Nachdem die »rsanade mu Musik ihren Umzug durch di, Stadt aebalte« hatt,, drängt, sich schon um 3 Uhr Nachmittag- die Menge vor den Lbüren des <-7rku» und di, Polizei konnte nicht verhindern, daß Viele au- Furcht, sonst Innen Platz mehr zu finden, über die Schranken hinwegNetterttn; die värllr waren dader so überfüllt, daß man sckter iu ersticken glaubt,. Auch hatte der Polizei.Lvmmistar emrn Augenblick de« »edanknr, do- Schauw'ei ftu verbieten; atrr man befürchtete die Beschwerd.n der Leute, die ihr Geld nicht zinückerhalte« hätten u. s. w, genug, al- da- Publikum sich ollmällg beruhigt hatte, wurde die (irieutnifi gegeben, die Vorstellung zu beginnen. Im Anfang ging Alle- gut, al- obft der dritte Sttn ,b,n in die Arena eintrok, füblten einig» Personen den Boden unter ihren Fühen schwanken und bald wurden die Schwankungen immer hefttger. Sine Panik bemächttgte sich der juschauer. di. sich masienhoft nach de» «ubgängen stürzten , da» »erüste kracht und tm Nu brechen all, Galler>en unter furchtbarem G.tös, und mmi'ten einer Staudwolk, zu. lammen. Sogleich läht sich unter den Trümmern ein schauerliche- Loncert ton Schmerzen-- uno Hülferufen, von «echten und Stöhnen vern,hm,n. Diejenigen, welche am wenigsten tief etnqedeochen sind, rasten sich trotz ihrer Verletzungen glücklich empor und suchen nun jammernd unter dem zertrümmerten und schon mit Blut befleckten Ztmmnwtrk nach ihren Verwandten und Freunden. Inzwischen halt, sich die Kund, von dem Unglück schnell in der Stadt verhörtet Di« Lazarethwärter, «erzte, «rndarmrn, Löschmannichaften liefen berdn nnb bald traun auch olle Spitzen ver Behörden an Ort und Stelle und mit der Organisirung de- Retlung-werke- beschäftigt, «leich da- nst, Mal zog man sieben Leichen hervor, die entsetzlich verstümmelt waren, oder auf der Stelle umgekommen sein muhten, da ihre Physiognomie hin, Efur Bcn Schmerz zeigte. Die Leichen, welch, man rreogno-cirte, wurden nach ihrer Wohnung, di« ankeren nach der Morgue geschafft. Bei weiterer Snlfernung de- Sckutt- fand man noch under« rodte und eine Wenge Verwundeter. In dem Hof, de- Milttärlazaretb- sind fünf Leichen au»g,stellt, worunter die eine- etwa vierzthnjährigen Knaben besten Kopf nur noch «ine unförmliche Maste von Flcisch und Blut ist; einem alten Manne wirdnum sind alle N'ppen gebrochen. Sine- der Opfer, welche-, kaum daß r- au- drn Trümmern hervorgezogen war, drn «eist aufgab, hatte noch die Seelenstärke, Aeugen berbeizurufen, um zu constatiren, daß er sein, Frau zur Universalnbm einsetzte. Um 7’/3 Ubr «denk- war d,e Unglück-statte vollkommen blo» gelegt; die Polizei hielt davor Wache. Ueber 50 000 Personen standen jetzt ouf dem Prado, drr Plac, SasteUanee und der Rue de Rome unv blickten angstvoll in die Dagrn, welch, dir Opfer hinwegfbbrten, ob sich nichr ein »ngrhöngrr oder Freund darunter ' hm« J!ncn nfu?n Beweis, «WwJSiSX ftttraQtn worben bar HKQUmn^mtn konnte, ihr unb würbe t* ge angveiimtz, an wel-e fi: unb naä) «hfiJI »|J feinen jetzigen mb ti bürgerlichen Gemeinden m ' Kirche geleitet. i.- Pfarrer Geibel aus x .• yten Geist unb Sinn atü hramt des Jubilari, bck ag Arugniß adlege fln ;■ ö Groß regen Äntheil ; • ller Lthnsessel überreichi, x ner Weise mit vielen ii:- kt fei noch, daß Herr direclors Bode aus äcit >s in Kinzenbach in berct- hsten Legen für die ienb, ermuthigenb! eo * ingenb für bas ©ebfib.-n !■ im Muster nehmen strigen Bürgerauöschui'!?^ meinbe Rüiiesheim unb br :abbahn aus bcn flitb io- Danach können die v-.r: auch noch die Draht' er Jnfomaston zufolii. r: Mesheim auch em W-- ibt bas „gfluftrirte «twM ■ Ud), 1Mb b« Pr°»d-l un mH, Mubm-b \w ■ | lil, wilitS mir Mit ,«b bemWnntn^. rs lange unb biciri W> W i“. ixnmb bit ymb w» .m bm I it mir P iSgejog n. ALr-s lucarnal-Kleesaal (feinste Waare) bei 2l. Kröll, Seltersweg.(5395 5446) Ein Pouny, guter Läufer und treu, zu verkaufen bu Ltedmann Rothschild, Ali-Buseck. Ein Hau» zum Allembewohnen, in freier Lage, mit großem Garten, Stallung rc. ist zu verkaufen. Näh. Auskunft ertheilt (OdTcnllid)c Zullclluttg. Der Sattler Wilhelm Spieß xu Gießei. klagt gegen die Susanne, Wittwe deS Johann Jakob Namspeck, xu Dießen, jetzt unbekannt wo abwesend, auS Rauf mit dem Antrag auf Anerkennung geleisteter Zah» lungen, Au-Händigung quittirten Rauf* bnesS und Bewirkunq der Lüschurg d,r eingttraqenen Bcschtänkunq, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung deS Rechn streits vor da- Großberzoqlichc Amtsgericht X'i Gießen auf Lamstag den S4l. Septbr. 1881, Vormittags 9 Ugr. Zum Zweck der öffentlichen Zu- st.llung wird dieser Auszug der Klage Jbchnnt gemacht. Gießen, den 30. Juli 1881. Neidhart, GcrichtSschieiber des Großherzozlichen 5148) Amtsgerichts. Monlsg bcn 22. I. Mts-, Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhause versteigert dtn in öionß g< en'lg" '"'n# et Ü Ist n0°) nlfr VerhelftW jr tnung bl5 Houzbi^ ter 36ltl' o für eine n- avant*1 in \ ein*” ie flindrl' - C land bewohnte Logis ist vom 1. Oktober ab anderweit zu vermiethen. ____________________ Prof. Thaer. 5131) Marktstraße jD. 32 em LogiS per 1. September zu vermiethen.________ 5310) Kleme Wohnung tu vermiethen. W. Kohlermann Wwe., __________________ Neustadt.___________ 5280) Eine kleine Familienwohnung per 15. September zu vermiethen. __________________W. Seuling 4800) Einige Logis von 2-4 Zimmern sind zu vermiethen und können alsbald bezogen werden. Näh, durch I. Blitz. 5394) Ein kleines Logis im Oktober zu vermiethen. Ed. Stoll, Neustadt. 4848) Frankfurter-Straße 28 ist der untere Stock zu vermiethen, bestehend aus 8 Zimmern allem Zubehör und Bleichplatz. Auf Wunsch auch Pferdestall. "5263) Ein neu eingerichtetes Haus mit Bäckerei, auch sich eignend zu jedem anderen Geschäft, zu vermiethen oder zu verkaufen. ___Karl Vogt, Wallthorstraße. 5284) Ern Familienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Wetzsteingasse A. 60. 5266) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Karl Gtückrath, Gartfeld. Vermischte Anzeigen. 5448) Ein braver Junge, welcher Lust hat, das Rasir- und Friseurgeschäft zu erlernen, findet sofort Stelle bei Friedrich Weicker, Neustadt 154. 1 Einquartierung wird angenommen bet Martin Lenz. 5447) Am 28. ds. M. gehen zwei ganz große Möbelwagen leer von Homberg a. d Ohm nach £)arm» stadt. Näh, b. Ludw. Alter in Darmstadt. 5415) Ein oerheiratheter Mann, hier wohnhaft, wird als Knecht gegen hohen Lohn zum sofortigen Eintritt gesucht bei __L Mühlhausen. Einquartierung wird angenommen von (5449 Heinrich Kirchner, Schloßgasse. 5404) Ein Mädchen vom Lande wird zu sofortigem Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Tüchtige^Ägenteü sucht auch an dem fleh sten Orte die General-Agentur der Sächsischen Vieh- Versicherungs.Bank C. Schenck in Drrmstadt, G^orgstraße 13. (5432 $ Ein Dausbursche gesucht. Bäcker Epieß am Wallthor. ß Einquartierung wird angenommen.________Asterweg 101. 5403) Ein Knecht, welcher Ackerbau versteht, wird zu sofortigem Eintritt ge- sucht. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 5416) Ein tüchtiges Dienstmädchen wird auf Michaelis gesucht. Neustadt 2). 150. Serotttaortlttbe R-daüion: SL Sch-,da. - Druck und V-rlag der BrühNchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gietzm. »Ur MmSi" Br Gefuv Zugel Gieße Wegen auf Weiteres füi Gieße Wir ki verdächtig/ und I Gieße Gießen, Artikel zur Aus, Nr. 191 d