G 17. Freitag den 1$). August Str. 191. isst. Lrschknu täglich mit «u-nahT» bce Montags. tlureatr t Schulstraße B. 18. en 22. August Die Zudenhetze ganz selten gute Ernte geliefert lß das Bebürsniß des Jmpons Lllergnädigst geruht: Lm 4. August den Privatdocenten und Assistenten am pathologischen In. ftilut zu Breslau, Dr. gelt; Marchand, zum ordentlichen Professor in der imdiLinischen Fakultät der Landes-Untverfität, insbesondere für daS Fach der vothologischen Anatomie und allgemeinen Pathologie, mit Wirkung vom Sei erscheint und eitungs-Veneichniie Preis vierteljährlich 2 Start 20 Ps. mit vring^tohn. Durch bie Poft bezogen vierteljährlich 8 Mark 50 3>eMff4(6nb. Darwstckdt, 17. »ugust. Se. König!. Hoheit bet Großhnzoz haben Aspimlen Ludwig A t n o l d von Steinbach junr Kreisbauaufseher bei dem Äreiauamte A'.Sselb zu ernennen. Berlin, 16. August. Die „Kreuz-Ztg." schreibt: Der Reichskanzler FüriBtSmarck wird, wie es heißt, etwa eine Woche hier bleiben und dann zu Igerem Aufenthalt sich wahrscheinlich nach Barzin begeben. Die An- nah«, daß in den nächsten 6 Tagen verschiedene wichtige Angelegenheiten zur Srl.gung gelangen werden, türste zutreffend sein; eS soll indeß, wie eS heiß über die Festsetzung des Termins der Reichstagswahlen vorläufig noch mchBeschluß gefaßt werden. Für besonders dringlich gelten einige die Kir- chenlitik betreffende Gegenstände und vermuthltch beschäftigen diese daS Staats- mzpwium zuerst und zumeist. (Rach einer untenfolgenden Depesche ist Fürst Bisirck jedoch bereits von Berlin abgereist. Red.) — Die Thatsache, daß im Königreich Sachsen die Sparkaffen in diesem Ja' einen merklichen Rückgang der Einzahlungen und eine Steigerung der Rwrderungen ausweisen, erklärt daS „DreSd. Journal" durch den Umstand, dadie meisten sächsischen Sparkassen in Folge höherer Anordnung seit An- faidiesss Jahres oder doch im Lause des ersten halben Jahres ihren, in deLorjahren auf 4 pEt. erhöhten Zinsfuß auf 3^-3^ pCt. herabgesetzt häi. D,e betr. Arordnung sei erfolgt, weil der Zinsfuß der sächsischen SttPapiere durch das Steigen der Emse derselben thatsächlich von 4 auf 3.'pEt. berabg,gangen sei, ähnlich auch der anderer StaatSpapiere, weil ser der Hvpotdekenztns sich ebei falls von 5 auf 4 pEt. vermindert habe. Jrolge jener Herabsetzung deS Z'nSsußeS nun wären eine Menge größerer Seinlagen zurückgezogen und muthmaßlich wieder in StaatSpapieren oder so angelegt worden. Bei den Sparkassen der großen Städte Leipzig, Tden u. s. w., welche stets nur einen Zinsfuß von 3>/3 pEt. gewähren, sen solcher Wechsel nicht wahrgenommen worden; iai Gegentheil hätten X- Leipzig die Einzahlungen um 930,000 JL mehr betragen, als die Rahlungen. "iitt. (5321 dessen. reund. :ift mcukulhir. CaeaeL handlang. Der Bruch deS Landfriedens in Pommern und Westpreußen ist eine bl» trübende Erscheinung, mögen die Entschuldigungen auf religiös-sittliche oder sociale Verhältnisse Hinweisen. Mit der Rückkehr deS Kaisers nach Berlin scheinen die widerlichen Scene» ihren Abschluß gefunden zu haben, und das Nachspiel wird in den EerichtSsälen pattfinden. Immerhin ist eS nöthig, selbst wenn man die Judensrage ganz bet Sette läßt, nachzusorschen, wie es übe, Haupt in unserem Jahrhunderte noch n öglich sein kann, solche mittelalter» liche rohe Schauspiele in Scene zu setzen. Die Bildung ist doch selbst tu Pommern fortgeschritten; eS muß also ein siltlicher Desect vorliegen, der eS gestaltet, DolkSmassen um mehrere Jahrhunderte in eine Aera M bei« zurückzuschleubern. ES scheint, alS ob die Judenhetze zu der Reihe von Erscheinungen gehörten, wie z. B. die Hexenprocesse in Köln, die Wunder Scscheinunge!- in Marpingen, DietrichSwalce u. s. w. Einer Aera deS Mate» rialtSmuS, deS Unglauben- folgte die Reaction: e nt neue Aera des Aberglaubens, und zum Programm einer solchen Sera gehört nicht nur größere di fiere Frömmigkeit, d'e Anerkennung von Pastoren al- berufene Volksführer, bie größere Betonung der christlich-germanischen G.finnung, es folgen daraus vielmehr auch Excesse der Dummheit und deS Aberglaube!«, denn die Unwissen» beit hat stltS Fanatismus und Verfolgungssucht zu Verbündeten. Der gerechte Abscheu vor den Ausgeburten der religiösen Unwissenheit und VersolgungSwuth hat leider vielfach zur Unterschätzung deS WertheS der Religion geführt und die liberale Partei hat Jahrzehnte die ReligionS-Pflege vernachlässigt; sie hat höchstens freiere Bewegungen, wie die freien Gemeinden, ken AlikatholiciSmus, daS Resorm-Judenthum gefördert, dagegen die Seelsorge und die Erziehung den „Frommen" oder — richtiger gesagt — den „Frömm- lern" zu sehr überlassen. Die politische Erziehung des VoikeS wurde zu ein» jeitlfl betrieben, denn, so hoch man die Wahlen und den Parlamentarismus schätzen mag, so hängt doch der Fortschritt, das Wohl, die ganze Eultur deS Volke- auch noch von anderen Factoren ab. Ein solcher Factor ,st b:c Religion, und keine Partei kann eine volkSfreundliche Mission erfüllen, wenn sie taS allerdringentste — und darum wichtigste — Bedürfmß des Volkes, das religiöse, einer Partei als bequeme Beute preiSgiebt, welche die Unwiffen- heit, den Aberglauben und die Verfolgungssucht auf ihre Fahne schrieb. Der religionslose oder religionSfetndliche Standpunkt ist bequem, aber falsch; in den Saturnalien deS Aberglaubens rächt sich der religiöse Jndisse» rentiSmuS, der kaum dem Gebildeten, geschweige dem Volke genügen kann. Der Ausbruch einer religiösen Reaction, von ungeschickten Führern hetzerisch organifirt, ist roh und plump, alS wären die Scheiterhaufen nie erloschen. Die Hetzen in Hinterpommern find ein Schlag in’« Gesicht der Civilisation; aber sie mahnen uns, den Grund derselben zu suchen, und dieser Grund ist nicht jener Scheingrund der Verderbtheit der Juden, sondern die mangelhafte sittliche und religiöse Erziehung, die wir den Mückem und in katholischen Gegenden den Jesuiten verdanken. Dort, in der Schule schon, muß der Hebel angesetzt werden, sonst wird eS eine Täuschung bleiben, sich einzubilden, daß die Menschheit für alle Zukunft gegen die Gefahr einer Wiederkehr so finste» ter, gewaltthätiger und fanatisch erregter Zeiten sicher gestellt sei. 5r ®amen;(ionfection und käuflich m Mui nimmt fyrr rroote. -EO Kichmcr "gln^iger ln;ti9t= nni) Imtebliitt für bra firtia Gießen. — Die Polizei- bezw. OrtSbebörden in verschiedenen Theilen deS west- lt urb südlichen Deutschlands haben sich veranlaßt gesehen, jetzt wiederum inkanntmachungen gegen bie durch Agenten bewirkte und beförderte AuS- verung junger Mädchen nach dem AuSlande und namentlich nach London einglichst zu warnen und heevorzuheben, daß die ron den Agenten gemach- töersprechungen, den betr. Mädchen gutes Unterkommen zu verschaffen, sich s als leere Vorspiegelungen erwiesen und die armen Opfer in Noth und v oder Schande getrieben hätten. — In einzelnen Provinzen sollen die ellungS-OrdreS für die geg-n Ende deS Monats zur Uebung einzuberufen- Ersatzreserven erster Klosse schon in den nächsten Tagen versandt werden. Berlin, 17. August. Wie heute in der Regierung nahestehenden Kreisen ver- t, wurden die Reichslayswahlen am Montag den 17 Cctober ftattfinben. — Die v -Earr.E, welche jüngst die Forderung nach einem flaren sachlichen Programm .egierung als unverständlich bezeichnete, sucht jetzt auszufüdren, dcch die Forderung emer genaueren Angabe der beabsichtigten Ausiührung des RegierungSprogrammS Eigt sei. Für bie große Maste der Bevölkerung bilden allein die allgemeinen idsatze den Maxstab ihres politischen Denkens und Handelns; sie verschmäht den Ut technisch:politischer Fragen, bie nur für einzelne Politiker und Parlamentaner ^ach ein Interesse haben, weil sie ihre Streit- und äkampstust wecken. Die Re- ng verzichtet darauf, dieselbe zu schüren. Sie hat. ihr von Allen gekanntes und mißzuverstehendes Proaramm, tn dessen Bekämpfung sich bie fortschrittlich-liberale - n hinlänglich geübt hat. Um für biefeS Programm Freunbe zu ge- en, bebarr es uir Zeit keiner genaueren Darlegung bestelden in fernen einzelnen ften. Unter der Ueberfdjrift »National oder liberal“ mach! sie bie liberale Verölung in Marienburg, welche in jedem westpreußischen Wahlkreise bie Aufstellung liberalen Candidaten beschloß, für eine Nieberlage der deutschen Sachen allem itwonlich. — Dem ,Deutschen Tageblatt“ wird versichert, baß man im Reichs- >flmt ,kifrig mit Aufstellungen und Vorarbeiten zur Lösung der Tabaksbesteuerungs- beschäftigt ist. Die Voranschläge des Ertrags, den man nach dem bestehenden ikssteuergesetz erhoffte, so fügt das genannte Blatt hinzu, dürsten für dies Jahr dem wirklichen Ergebniß insofern wenig überemflimmen, als das Jahr 1880, für «MNHvm» ---- —v . . - ■ , >es die inländische Steuer nur 20 betrug, eine aanz selten gute Ernte geliefert 15. October l. Js. an, zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen, mb in Folge dessen alle Lager überfüllt stnd, so daß das Bedürsniß des Jmpons — (K, ffAniaL fSobeit be” Großherzog haben Allergnädigst geruht: veit geringeres ist und der Zoll auf eingeführten Tabak (85 JC) einen wesentlich «.To- «K °S.ÄWXW.t: amte Bingen Johannes Dern in gleicher Dievsteigenschaft an das yaupt- )en Unruhen in Stettin schreibt die .Neue Stettiner Zeiwng“ : .Schutzmann- hiictfflnt Mainz zu derfetzen; — sowie Die diesjährige zweite Definitorialprüsung der SchulamtS-Aspiranten und -L^irantinnen wird Montag den 21. October d. 3., Vormittags S Ubr, im Gebäude der Mtttellchule für Knaben dahier (Friedrichstraße i) beginnen. Ui.ter Hinweis auf $ 27 der Verordnung vom 10. Januar 1876, die Prüftiqen für das Lehramt an Volksschulen betreffend, werden diejenigen LchulamtS»Asptranten und .Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beasicht'gen, oufgefotdert, ihre an die unterzeichnete Ministerialabtheilung yi richtenden Gesuche nebst den erforderlichen Anlagen bis spätestens ;um 21. September d. I. bei der betreffenden KreiSschulcommtssion einzu- reichen, welche die Gesuche weiter befördern wird. Die Großherzoglichen KreiSschulcommisflonen und die Ortsschulvorstände roofn die Schulamts-Aspiranten und -Aspirantinnen von dieser Bekannt- machung in Kenntmß setzen. Darmstadt, den 8. August 1881. Großherzogltches Ministerium deS Innern und der Jmz, Abtheilung für Schulangelegenheiten. _________________________________________ R n o r t. b e Deauclair. st ein Borstsn-- erin bei Äöchneminen eilt sich Unten*««, irafti^tnUrAernait m livsirn. ihr Möller, tzöber, Neuenweg W Oaufcii- ,tagden28.Aug. gs-Balle alt // *7/ 0 . roB Herren- und Damen- ßarderobco- 2iVlvsr- Qüd ]4öbel-stcffen' 0 c? 1 nm für Nebraska die niedrigste Durchschnittsziffer mit 74 hat Kansas. — Die Tabaksernte ist in Folge der trockenen Wittenir-g etwas geringer, als im vorigen Jahre. Amerika. Washington, 16. August. Nach dem Bericht des landwirthschz lichen Departements per 1. d. Mts. stellt sich der Stand des Frühsahröweize aus 81 gegen 88 im vorigen Jahre. Die größte Verminderung zeigen Im und Illinois, eine kleine Verminderung Minnesota. NebraSka und Kalffornie, eine Vermehrung weisen Wlskonsin und Neu-England aus. Die Ernte Dakota ist ziemlich gut, das mit Weizen angebaute Terrain ist viel große als bisher. — Der mittlere Stand der Maisernte ist 77 gegen 90 im voi gen Monat und gegen 98 im vergangenen Jahre. Die hauptsächlichste Ve rtngerung zeigt sich in den nördlichen Staaten, die größten Durchschnittsziffer . . sich mit 95 für Wiskonfin und 9 Lokales. Gießen, 18. August. Wir haben unsere gestrige Notiz dahin zu berichtigen daß Gi-ßen nicht den 13., 15., 59. und 65. Preis, sondern den 12., 31., 4 ) und 42 erhielt. Zu bemerken .st hierbei noch, daß der mit dem 12. Preis geklönt: Turner das Unglück hatte, beim Älimitcn feuchte Hände zu bekommen, wodurch er ei, nur bis zur Punktzahl 3 brachte, während dersrl-e sonst stettz 10 Punkte machte. Andernfalls hatte Gießen den 2. Preis erhalten. Aus dem Rheingau, 13. August. Die Besteigung unseres so schön gelegenen und )o viel besuchten Niederwaldes wird hoffentlich recht bald erleichtert werden. Es sind nämkick augenblicklich zwei Projecte im Gange, Eisenbahnen auf denselben zu führen. Eine Gesellschaft beabsichtigt, von AßmannShausen auS eine Drahtseilbahn anzulegen; sie hat bereits die Ge nehmtgung zu den Vermeffungsarbeiten erhalten, die auch schon begonnen haben. Nun kommt «lne ankere Gesellschaft und will von Rübesheim aus eine Zahnradbahn auf den Niederwald n‘ Gctßenbeim, von besten Bahnhof aus eine Bahn nach dem Niederwald sicherlich te'chter als von AßmannShausen und RübeShetm auS, anzulegen wäre, sich in dieser Angelegen h«tt so ruhig verhält, ist auffallend. ' 5 ö blanker Waffe aufgestellt und verhinderten dadurch, daß sich d e Massen nach em cm Punkte concentriren konnten. Mehrfach mußten einzelne Gruppen, die sich den Anordnungen der Polizei nicht fügten, mit Säbelhieben auseinander getru-ben werden. Dabei wurden Schutzleute mit Steinwürfen empfangen, ohne daß jedoch erheblich Verletzungen vorgekommen wären. Derartige Scenen spielten sich bi5 10 Vr Ufoi nr der Reisichläger-, Papen-, Langebrück-, Mönchen- und Dreiten-Stratzen zu wiederholten Malen ab. Im Ganzen machte der Krawall den Eindruck gänzlicher LhoiHelten. Theilweise wurde, wie immer in solchen Fällen, gegen das energische E'nschreltell der Sicherheitsbehörde stark opponirt. Eigenthumsbeschadigungen kamen nicht vor." Köln, 15. August. Unter dm jungst erschienenen Handelskammer- Berichten gebührt ein hervorragendes Jntereffe dem Jahresbericht der Handels- kammer zu Köln, der sich in ausführlicher Weise über unsere handelspolitische Situation äußert. Die Vertreter der rheinischen Metropole beklagen lebhaft die Beschränkung des deutschen Ausfuhrhandels, den die in Deutschland und anderen europäischen Staaten eingetretene zollpolitlsche Reaclion nach sich zu ziehen droht. „Ob und wie lange", heißt es darüber, „die exportfähige und exp.rlbe- dürftige Industrie Deutschlands, sowie auch die der übrigen zu einer sigen. nationalen Handelspolitik zurückgekehrten Staaten eine solche Erschwerung und Hemmung des gegenseitigen Verkehrs wird ertragen können, muß die Erfatrung lehren. Wir vermögen auch heute noch unsere Zweifel daran nicht zu mter- drücken, daß aus diesem Wege eine günstigere Gestaltung der Lage der Industrie zu erreichen sei und wir leben der Hoffnung, daß die Ergebnis der Schutzzollpolitik von selbst schon zu einer befferen Würdigung des üitemtto* nalen Verkehrs, sowie zur Wiederherstellung erleichterter Verkehrsbeziehrngen zwischen den an den früheren Handelsverträgen betheiligten Staaten demnächst führen werden. Welchen unmittelbar und rasch belebenden Einfluß eine Steigerung der Bezüge des Auslandes zu äußern vermag, dafür liefert die im Herbste des vorletzten Jahres Plötzlich heroortretende Nachfrage Nordänerikas nach den verschiedenartigsten europäischen Erzeugnissen einen schlagendeEeleg. Mit deren Nachlaffen kehrte jedoch die frühere Erschlaffung mehr oder deniger zurück, und die, welche bereits dem Anbruche einer neuen wirthschafrlich i Aera als dem Ergebniffe des neuen deutschen Z?lltarifes entgegenjubelten, nd inzwischen durch den wetteren Verlaus der Dinge darüber wohl belehrt üorden, daß dem nicht so gewesen ist und daß die verheißenen Segnungen derlneuen Zollpolitik noch aus sich warten lasten." Ueber die Wirkungen deS neuen Zolltarises heißt es an einer aderen Stelle des Berichts: ,So wenig wie der vorübergehende Aufschwung in verschiedenen adu- strtezweigen während der ersten Monate des Jahres 1880, wie wir l reits oben bet der Besprechung der Handelsbeztehungen zu fremden Staaten c deuteten, als ein Erfolg der neuen Zollpolitik anzusehen war, ebenso wenig L6en, soweit unsere Wahrnehmungen reichen, die Verheißungen sich erfüllt, welck bezüglich einer ausreichenden Beschäftigung und eines befferen Verdienstes tr in der Industrie rc. thätigen Personen, an die Erhöhung der Eingangszöl geknüpft wurden. Dem gegenüber ist nun wohl darauf hmgewtesen worden daß jene heilsamen Folgen erst nach längerer Wirksamkeit des neuen Zolltan zu Tage treten könnten, auch daß ohne die Einführung der Schutzzölle die!age der deutschen Industrie eine noch viel ungünstigere sein würbe. Eta B?eis für beide Behauptungen ist selbstverständlich nicht zu erbringen. Wir Den beide in Zweifel. Unzweifelhaft ist es dagegen andererseits, daß sowohldie Preise der nothwendigsten Lebensbedürfnisse, als auch die sonstigen Zaken dienenden Rohstoffe und Halbfabrikate entsprechend vertheuert wurden Uubtort den weniger bemittelten Klaffen eine erhebliche Consumttonsabgabe, welche «ch den Klaffen- und Einkommensteuer-Erlaß nur zu einem sehr geringen Tile ausgeglichen wird, auferlegt worden ist, hier gewisse Industriezweige, wie z b. das Mühlengewerbe und einzelne Zweige der Texttl-Jndustne, an ihrer (>n. currenzsähtgkeit auf dem Weltmärkte Einbuße erlitten haben. Als Ersatz hierr ist dem Mühlengewerbe eine Erhöhung des Eingangszolles von Mehl, er Wollenweberei eine solche von wollenen und halbwollenen Kieldeistoffen z e- standen worden. Beide Industriezweige werden also darauf angewiesen, ir die Einbuße, welche sie in Folge der neuen Zollgesetzgebung an ihrem Ab je in das Ausland erlitten, sich aus dem inländischen Markt schadlos zu ha a. Soweit diese Zollerhöhungen eine Preissteigerung der betr. Waare im Jnlc >e zur Folge haben, ist diese selbstverständlich wiederum von den deutschen Co t- menten zu tragen. Wir haben auf diese Consequenzen der zur Geltung gel b Mlnen Zollpolitik in unserem Jahresber-chte für 1878 leider ohne Erfolg I- gewiesen, und wir sehen voraus, daß im nächsten Jahre andere Klass, n n Industriellen aus gleichem Grunde Erhöhungen der Elngangszölle von ü 1 Fabrikaten beanspruchen werden. Schließlich werden bann auch wohl die • lumenteu ihren Gefühlen Luft machen unb unter Hinweis auf bie gestrige, t Ausgaben für Nahrung, Kleibung unb sonstige Lebensbebürfnisse um ctne * rückfichttgung auch ihrer Interessen Regierung unb Reichstag angehen." Schweiz. Bern, 15. August. Anläßlich bes augenblicklich in ber französisc unb schweizerischen Presse herrschenden Streites, ob ber Simplon- ober Montblanc-Durchstich vorzuziehen sei, würbe in ber Genfer „Tribüne" Frage gestellt, ob man habet nicht Italiens allzusehr vergesse, ob basselbe n auch ein Wort bazu zu sagen habe? Glaube man vielleicht seine Zustimmu seine Beiträge, seinen guten Willen entbehren zu können? Wisse man, ob den Simplon- ober ben Montblanc-Durchstich vorziehe? Aus btese gra> wird in betn oben genannten Blatte nun bie bestimmte Antwort ertheilt, b was den Montblanc anlange, die Alpendurchstich Frage für Italien längst e schieden ist, indem, wie eS aus ganz sicherer Quelle erfahren, Italien c „militärischen Gründen" unter jeder Bedingung gegen einen Montbla Tunnel ist. A bei i Telegraphische Depeschen. Wolfs'S telegr. Korrespondenz - Bureau. Berlin, 17. August. Fürst Bismarck begab sich heute nach seinem Familiengute Schönbaufen. Stettin, 17. August. Gestern Abend wiederholten sich die tumullua» rischen Scenen, indem eine große Menschenmenge sich unter den bekannten Rufen durch die Straßen ber Stabt bewegte. Polizei unb Militär schickten gegen bte Ruhestörer ein und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor. Elgen- thumsbeschädigunaen sind nicht zu constatiren. Stettin, 17. August. Von authentischer Seite wird mttgetheilt: Am 15. und 16. ds., Abends gegen 7 Uhr, sanden Zusammenrottungen von Volkshausen statt, die i durch die Polizeweamten thecks mit blanker Waffe auseinander getrieben werden mußten, I da der Verkehr vollständig gestört war und durch Geschrei, Pfeifen rc Unruhen ocr- ; ursacht wurde. Aus den Volkshaufen wurde auf die Polizeibeamten mit Flaschen und ! steinen geworfen. Die städtische Feuerwehr unterstützte m ancrkennenswerther Weise i die Polizeibehörde, auch wurde bie hergestellte Ruhe durch MilitäiPatrouillen gesichen ! Zerstörung von Eiaenthum hat nicht stattgefundcn. Der Unruhe ging das Gerücht ■ voraus, das Eigenthum jüdischer Eingesessener würde demolirt werden. Am 15 mmben 19 Personen und am 16. 29 Personen festgenommen. Kiel, 17. August. Durch EabinetSorbre von gestern ist bte Entsendung ber Coroette „Elisabeth" nach Ostasten unb ber Corvette „Carola" nach Au- stralten befohlen worben. — Se. König!. Hoheit Prinz Heinrich ist nach Been- digung sewes Urlaubs wteber hier etngetroffen. Wien, 17. August. Die „Presse" meldet aus Konstantinopel: Der Botschafter v. Caltce wurde verständigt, baß ber Sultan einen Jrade, welcher ben Ausbau ber Bahnlinien Konstantinopel - Buba - Pesth genehmigt, unter- zeichnet habe. Ischl, 17. August. Das kronprinzltche Paar ist gestern Nachmtttag augekommeu. — Der Kaiser stattete gestern bem Fürsten und ber Fürstin von Serbien einen längeren Besuch ab, ben Fürst Milan unb Gemahlin später er- widerten. Zu bem heutigen Galabiner bei dem Kaiser haben das serbische Fürstenvaar unb bte Großfürsten Sergius unb Paul Einlabungen erhalten. Paris, 17.2hißU|i, früh. Nachdem Gambetta die Wahlversammlung in Charonne gestern Abend verlassen hatte, versuchten 3 oder 4 andere Redner das Wort zu ergreifen, die meisten Anwesenden verließen aber sofort das Local, die Redner standen im leeren Raum. Das Wahl-Comite des 20. Arondissements wird morgen eine Proklamation an die Wähler erlassen. — Die „Agence Haoas" meldet: Gambetta wurde Anfangs, bei seinem Eintritt m das Local, mit fast einstimmigen Beifallsrufen begrüßt, auch wurde in ganz regelrechter Weise ein Bureau mit Metivier als Präsidenten constttuirt. Der Tumult entstand erst später und ging von etwa 300 bis 400 Gegnern Gambetta's aus. Auch war nur ein Theil des Saales erleuchtet, wodurch bie Unorbnuug begünstigt wurde. Pari-, 17. August. Das rabikal-republtkanische Comit^ von Belleville tabelt in einer heute veröffentlichten Protest-Manifestation energisch bie Urheber ber Unoibnungen in ber gestrigen Versammlung in Charonne unb spricht die Hoffnung aus, baß alle w chren Republikaner Gambetta rächen werden, indem sie ihm ihre Stimmen geben. Petersburg, 17. August. Der „Regterungsbote" theilt anläßlich einer von ber Zeitung „Strcma" gebrachten Meldung aus Saratoff mit, in ber Nacht auf ben 19. Mai wären in dem Kasernenhofe zweier bort emquar- tierter Infanterie-Regimenter aufrührerische Proklamationen gefunben worden, welche übrtgenS von den Soldaten ihren Vorgesetzten überreicht worden seien. Washington, 17. August. Die Umgebung des Präsidenten ist em wenig beruhigter in Folge des von ben Aerzten an ben Tag gelegten Vertrauens , welche sagen, baß eine unmittelbare Gefahr nicht vorliege. Die außerordentliche Schwäche bes Präsidenten unb die Schwierigkeit, Nahrung zu sich zu nehmen, welche eins Zunahme ber Kräfte verhinbern, flößen aber in Allgemeinen noch große Besorgniffe ein. Franks^ sss ,j.hr eine We L in W fit uns ereab«11" Ansst-llun« ' Strinhnln. ®el von Cronberg. Was d" b«8 d-s ent» lange Beit, ' Ertravergütun6 abscknallen a>> können wirklich emvseblen nnb Mrd « möchte, die einzi - ton W. M J tyfjin: 9?aritlla, Ohio- )3int, Ntw-Yvl! PbNadrlpbia P- 22. Mai 1881, 1881, Buffalo, S 1881, Brooklyn, am 24. Juni 181 6. Mi 1881, G' öisenach Glück falsche Zwi - Dech Etrninais, tonbe man sie gern baji ver'chaffen. Sud -kbm ihnen schlief 61fä|jtrin ober Fi bie in solche Stell eenen, welche boii die Beköstigung be mehr Ansprüche a: — [tob a würbe, bat sich, t bet Turin zugetra, Kloake gefallen w< meichen, würbe b trotz der großen ( ibn erreicht hatte Augenblicke kam \ Helsen. Er tarn vierter Deuber, 1 Trübe. Auch er Venn nicht in bi Eesare Filippini . Die @rnet "b-r ben A, bet 344.42 fofl »ergeben UI,b Sebingunge « i" Metern wen unb bie £ 20- b. i S-'-icht Werbi flte ÄS wnbh, . ^^,ni 4 Ä A,kl -«ibeh,iich ®‘«» 9,8T^Ä * S"1 v s°id-und TK-Z «d-K DermischreS. Darmstadt, 16. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hatten da« Gtück- heutc früh 5’/2 Uhr In der Oberförfteree Viernheim einen Hirsch von ungerad zwanria End« zu schießen. Darmstadt, 16. August. Der Ministerialrath Neuling von hier ist auf dem Riai- Kaltbad In Folge eineö Schlaganfalles gestorben. Frankfurt, 17 August. Gestern zog eine Zigeunerschaar auf sechs Wagen durch hiesige Gemarkung. Eine der Zigeunerinnen grnaß auf der Route eines Knabletns, was der Vater den Vorübergehenden zeigte unv um etwas Lumpen, dasselbe zu bekleiden, bat Unfeie Sachsenhäuser jammerte auch das Zigeuneikind. „Ist es ja doch ein Mensch"', sag^ einer, „wenn auch em Zegeunermensck", und sie gingen hin und fanden der Kleiver, Windell und Decken genug, um dem Hcimathlosen seine Blöße zu bedecken. Die Hände über' den Kopf schlugen sie aber zusammen, als sie tie junge Mutter wohlauf am Wagen fißtnb und rote Gurken essend fanden e * Frankfurt, 15. August. Vorige Woche schickte ein jetzt in Gießen wohnender Herr an einen hier wohnenden Freund zwei Pfandscheine unb eine Geldsumme von 600 mit der Bemerkung, die auf den Papieren verzeichneten Gegenstände mit dem Gelde bei dem städreschei Pfandhause auszulösen. Der gewiffenhafte Freund kam der Bitte noch, löste bie Sachen aut unb — hierzu hatte er aber keinen Auftrag — verkaufte sic. Mit dem Erlöse, der die Summt von 600 weit überstieg, machte er sich alsdann davon und ließ dem in Gießen ungeduldi. Harrenden das Nachsehen. — Während bie königliche Eisenbahn-Direction zu Frankfurt in ihrer Lonferenz mtt ben ÄerkehrSintercfsenten am 25. Juni b I. eS ablehnte, ben Antrag der Handelskammer Offenbach auf Anbringung von Fenstervorhängen in den Personenwagen 3. Eiafse Folge zu geben und lediglich Die Frage als für ben Neubau von solchen Personenwagen näherer Siwägun; werth bezeichnet, wird jetzt auS Berlin gemeldet, daß auf der ebenfalls unter königl. Dlrection stehenden Btrlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn die Soupefenster der Eisenbahnwagen dritter ^offe seit einigen Tagen mit Vorhängen aus dunkelgrüner Leinwand versehen sind/' So der „Berliner Actionär" vom Samstag, 13. August, der dieser Mittheilung folgenden zjunict) hinzufügt: „Hoffentlich werden nunmehr auch die anderen Bahnen dies.m Beispiele ureau. *»M I«. ij'l unb 5R -6 ,': 1« •*Äti b mitgetheili- »m v '«äSSäM mlt fi «■ 811,(1 b“5 ■itt »ttbtj. 15 „U1* rÄ'T1'4*^ tot*f «6»rola* niä) 1» "iH'<"rch iß naj)8:c Konstantinopel: Tn llan einen Zrade, wlfrr Pbßh Mhchl, unter. at W fliflttn SaimtiHj 'Sm und btt §ü fllU DH unb Einiahli» Ipdttt c. Ulfir hab» bai iaiijlt 1 Slnlabungtn nullen lhlvttsamlnlung in (Fbjrrnrf re Redner das 2ßon ju r- Local, die Redner nanba il'ements wird morgen ti-r Havas" meldet: tarntet: t einstimmigen ^eiUlltrj- lau mit Metivier alt l-:fr । ging von etwa 3(X) m H - Saales erleuchtei, nw.r., shr taitö von Beller L Mn energisch dte U cheie Eharonne und spricht » tta rächen werden, mbn Frankfurt, 17. August. Gestern besuchten ZI. HH. die Herzogin von Nassau nut ihrer Tochter, und einigen Hofdamen die Ausstellung, desgleichen der Fürst von Waldeck mit feiner Tochter. Die Herrschaften desicht glen zuerst drc Gruppen de- Hauptzedäudes, ließen sich viele Gegenstände näher erklären und machten auch ver- sch edcue (f rflute. Alsdann begaben sich dieselben in dre Xunslhalle, wo sie m l Vorliebe eine längere Zeit verweilten und die Gemälve mit großem Inte,esse, Saal für Saal, in Augenschein nahmen. Sie verhießen einen baldigen neuen Beiuch und. wie sie sagten, ganz speziell der schönen Kunstausstellung wegen — Außer den bereit- von uns erwähnten T ,,fOeft. Silberrente 68s/ie, 4°/o Unflar. Goldicnte 79s/, 4% 1880er Stuffen TG1/^, 2. Orient-Anleihe 61°/l8, 5% Rumänische Rente 92Vi* Tendenz matt. 5372) Vorgerückter Saison halber, verkaufe eine große Parthie baumwoll. Strümpfe zu bedeutend herabgesehten Preisen Hohert Stuhl. iUdihtfiraljr. Geröstete Hafergrütze, nibereitet noch einem eigenen patent. Verfahren. In Säcken und in Packeten. Aerzklich untersucht unb als äußerst nabrhajt und geschmackvoll gefunden. Dieses Präparat übertrifft an Güte und Haltbarkeit alle bisher dage- wescnen Fabrikate. Präparirtes Hafermehl in Kanons » 1 , jhlo- £ eiert eine äußerst nahrhafte Suppe für kleine Kmder, sindet in Waisenbäusern und Hospitälern vielfache Verwendung und allfeittge Anerkennung. Condens. Alpenkuhmilch (Marke Aventicum). Societe des Usines de Vevey & Montreux. Fabrik wissensch. präparirter Nahrungsmittel. EnKroH-La^er bei Rhumbler & Herms, Frankfurt :9g 3 23 bUs Die soeben erschienene Nr. 46 enthält: Die Ungeliebten. Erzählung von Moritz von Reichenbach. (Forts.) — Schattenspiel an der Wand. Ein Bild für das kleine Daheim von B-Genzmer.— Beobachtungen am Terrarium. Von Julius Stinde. — Am 16. August 1870. Gedicht von Georg Hermann. — Fanfaro! Eine Episode aus der Schlacht bei Mars la Tour. Von Hermann Ferschke. — Die Stadl des „Trompeters" von Scheffel. Von Hans Blum. Mit vier Illustrationen. — Das 50jährige Jubelfest der vereinigten norddeutschen Liedertafeln zu Bremen. Von L. Tiesmeyer. — Am Familientisch: Das Gericht der Barfüßigen. — Gesundheitsrath. Mit zwei illustrirten Beilagen. Monatsbilder : Der August. — Ein Spaziergang im Guadarrama Gebirge und seine Folgen. Von Fritz Fliedner in Madrid. — Die Sommerfreuden der Großstädter. Mit Abbildung: „Hier können Familien Kafiee kochen"; Bild aus dem Berliner Volksleben. — Umschau in fernen Landen. — In unserer Spielecke. Die gerichtliche und außergerichtliche Einziehung von Ausständen innerhalb aller Staaten des deutschen Reichs, Anfertigung von Mieth- und anderen Verträgen, Gesuche an alle Behörden, Vollmachten, diezur Verehelichung erforderlichen Papiere, Einrichtung und Fortführung von Geschäftsbüchern wird pünktlichst besorgt. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. ds. Blattes.(4986 Geld - Tour-. JL 4. 20-Francs-Stücke . . . 16 23-26 do in l/, . 16 21-25 Englische Souvereigns . 20 38—43 Russische Imperiales . 16 68-73 Holländische fl. 10-Stücke 16 72- 76 Ducaten ...... 9 55—59 Dollars in Gold . . . 4 22 Berantwortltche Redattton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der BrühUschen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Gießen. Gießei Betr Die W Ts könne Stress r Schul Vom Au imb zwar Fohlen Du zu i alt lein. - Fohb dem Schmeeivirh Es kann thümer von solche eine Wrgentschädi Die Ber Die Pre Stehrs der kleiner der Preisbewerbrr Ein Aus Die Mu Plötzw aufetMtb . Es lomi w VoMhrr^ Das |d Friede Während L W nur auf die f "Pniten, fann f, Ürfi ,lnen 3“fcl u ttle Mut Sh r* d-r Proviri J#«Sen be, «tnetn M Ä ® d, bem “ ’ M sä’®! Mt, ft'" Ul Wm r, tti bir, jt,tl‘ßra§e9’lspS(nfc KiZvr äÄ