rein. :i8‘) 5 Uhr, * Chitin au- , ™ Heinrich b der Herren E- Weicker i. M. Nr. L2. Samstag den 19. Februar 1881. Wchener HtnMger Aoieitzk- mih Ambisldt für örn Lreis (‘iirhrn. ■ ledactiontzburennr '.prprditiondbureau i Schul st raße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Jos, Haydn. Franz Schubert D. Bcarlattt Fr. Chopin. W. A. Mozart. Carl Loewe. C. M. v. Weber. Bob. Franz. Bob. Schumann. Bemerkungen zur Reichstags Eröffnungsrede. Die Reichstags Eröffnungsrede ist diesmal oom Stellvertreter deS Reichs» kanzlerS. Graf Otto zu Stolberg, verlesen worden. Ursprünglich wir beab« flchtigt, daß die Eröffnung btr Reichstagssesston durch den Kaiser persönlich geschehen solle und demgemäß war die R.de bearbeitet. Erst im letzt,» Mo« mente ist die andere Bestimmung getroffen, welche eine redactionelle Umarbei« Ning der R'de insofern bedingte, alß der Minister an Stelle des kaiserlichen „Ich", im Auftrage sprechend stets „Se. Majestät" zu sagen hatte. Wir finden, daß diese Veränderung in der Rede co'tect durchgesührt worden ist, B. heißt eS in dem Satze bezüglich des Gesetzentwurfs über die Arbeiter« Versicherung: „5e. Majestät der Kaiser hofft, daß u. s. f." Nur in einem Punkte ist der Flücht'gkeitSfehler passtrt, daß daS „Ich" des Kaiser- st,hen geblieben ist. ES heißt nämlich in dem Satze über d e Consular-Conventionen nörtlich: „Ich darf hoffen, biß derselbe u. s. f." Graf Stolberg hat hier also die Ehre gehabt, nicht allein im Auftrage des Kaiser- zu sprechen, son- dein er hat sogar nach dem ihm vorliegenden Wortlaute der Rede eine Wendung gebrauchen müffen, die ausschließlich dem Reichsobcrhaupte zukommt. Sachlich ist die- allerdings nur von sehr untergeordneter Bedeutung, indeffeu Mt es doch ein lapsus calami, der in einem Aktenstück? von solcher Bedeutung -n Pianofortelager. cker’schen Buch- |f sehen Musikalien- den Nebensaal 'ieser geschlossen. litthMS' •Item: > Frau n cht vorkommen sollte. Was nun jedoch den Inhalt der Rede a .langt, so ist derselbe wesentl ch b'deutung-ooller, a's derjenige so mrrcher Parlaments Eröffnung- und Thronrede g wesen, die im Weißen Saale des Berliner Sch offes ^gehalten worden ist. Daraus ergiebt stch aber zugleich die Bedeutung dieser Session, mit der al- mit der dritten der gegenwärtigen Legislaturper.ode die letztere absch.ießt. Vs sollen Tragen zur Entscheidung gelangen, die mit dem volkswirthschaftlichen keben in ei gster Bez ehung steben. Neue Vorlagen bezüglich der Steuergesetz, zebuug, spectell die Stemprlgesetze und die Draustcuer beir., sodann der Entwurf e- Arbeiter-Dersicherungsgesetzes, ein Gesetzentwurf zur Regeln« g des jrmuagswesen-, das Gesetz Über die Versorgung der Hinterbliebenen von Keichsbeamten und der ReichShaushaltsetat, — das sind die do ks- und staalS- Vtrtdschaftlichen Vorlagen, womit die Re chsregierung den Reichstag nach der Thronrebe zu beschästigen gedenkt. Jede einzelne derselben bittet reichlichen Anlaß, die Gegnerschaft der Parteien grell hercortreten zu lasten und es wird an dem „Aufeinarderplatzen der Geister" dabei auch unzweifelhaft nicht fehlen. Diese Vorlagen allein würden schon eine lange Session b-dingen, aber es sind neben ihnen noch andere angekündigt, die — zum G«setze erhoben — in das politische und in da- bürgerliche Leben tief einschneiden würden. Politisch höchst wichtig ist der Gesetzentwurf bezüg'ick der zweijährigen Festst-llung deS KeichShaushaltsetaiS. Es handelt sich dabei um eine Berfastungeändelung die (inet Schwächung deS parlamentarischen BudgetrechtS völlig gleichkommt und He vom Standpunkte der die parlamentarischen Rechte renyeidigei den Volks- Vertretung um so entschiedener bekämpft werden muß als die Eontrole unserer Reicht finanzverwaltung durch die Umgestaltung des BrsteueruagSwesens bedeu- tenb schwieriger geworden ist, tote biefelbe oerbem gewese Und wenn die kchronrede unmittelbar vor Erwähnung dieser Vorlage von bem Ges«tzr. Majestät des Kaisers Ausdruck zu geben, daß es der Einigkeit der Mächte gelingen werde, auch partielle Störungen des Frieden- in Europa zu verhüten und jedenfalls so zu beschränken, daß fie weder Deutschland noch deffen Nachbarn berühren." Es ist gewiß nur aus rollern Herzen zu wünschen, daß daS Vertrauen unseres Kaiser- nach dieser Richtung bin durch die Thatsachen gerechtfertigt werden möge, aber verkennen läßt stch nicht, daß durch die schönen Worte eine gewisse, wenn auch m r entfernte Besorgniß hindurchblickt, und deswegen ist rs gewiß am Platze, dem Reichstage beim Beginne der diesjährigen Thättgkett die Mahnung »uzurufen, daß es vor allen Dingen fein Bestreben sein muß, auf die Kräftigung der deutschen Einheit, alS der ersten Vorbedinaung zur Macht und Sicherheit des deutschen Reiche-, binzuwirker. Deutschland. Berlin, 16. Februar. Der Reichskanzler hat jüngst den Vorstehern der Stettiner Kaufmannschaft mitgetheilt, daß die im Anschluffe an die Ergebnisse (er im October v. Js. hier abgehaltenen Sachoerständigen-Conferenz ein- geleiteten Verhandlungen wegen Erlaffes einer Verordnung über die Eontrole des Verkehrs mit P troleum noch nicht haben zum Abschluß gebracht werden können. Diese Verzögerung hat, wie wir erfahren, darin ihren Grund, daß noch Erörterungen über den zu wählenden Apparat für noth-vendig erachtet werden. Der Zeitpunkt des Abschluffes der Erörterungen läßt sich noch nicht angeben. Bedenkt man, daß es nach getroffener Wahl des Apparats noch der Fizirung des E..lfiammungSpunkttS für P-.troleum bedarf, und daß erst als« daun die Verhandlungen über di" Sache im Buudesrathe beginnen können, so wird man zu der Ueberzeugung fommen müffen, daß vor Erlaß der tm $ 5 des Gesetzes vom 14. Mai 1879 in Aussicht genommenen Verordnung über die Eontrole des Verkehrs mit Petroleum noch Monate vergehen werden. Die- den vielen Jntereflenten, w.lch- >n der Sache beim Reichsamte de- Innern vorstellig werden wollen, zur Nlchricht und Beachtung. — Das Hamburger Landgericht hatte kürzlich die Klage der Bereinigten den»schen Telegraphen-Verwaltung g^gen ei: en Schiffer zuruckgewiesen, obwohl dieser trotz der Warnung de- Lotsen das Helgoländer Telegraphenkabel durch- hauen ließ, um feinen Anker zu retten. Wie jetzt diese Gesellschaft erklärt, gedenkt ste die höhere richterliche I- stanz zu bcschreitrn, wie auch den Schutz des Reiches, diflen unterseeische TelDneenpBnrt(iiu Berlin, 17. Februar. Ter Reichstag wählte nach Verlesung des die Wahl ablehnenden Schreibens des Grafen Arnim-^oltz?n!-urg mit 150 von 242 abgegebenen Stimmen v. Goyler zum Präsidenten. 89 Sl mmzettel waren unbeschrieben Die Wabl dcr SchriN'ührer erfolgte durch Acclamalion. Morgen beginnt die erste Lesung des Etais. _ ,r — Tas Herrenhaus genehmigte d e ^ecundarbahnvorlage in der Fayung des Abgeordnetenbauscs. Im Laufe der Tebatte teilte Fürst Putbus dem Hause mit, er habe dem Abg. R'.chter, welcher ihn gelegentlich der Iudendebatte einen Gründer genannt habe, eine Herausforderung zugchen lasten, der Abg. Richter habe aber unter Leru'ung auf die Richtverantwortlichkeil der Abgeordneten für Aeußerungen im Hause die Forderung abgelehnt. Bei der fortgesetzten Berathung des Steuererlaßgesetzes bestreitet Camphausen Me Autorschaft der in der Rede des Fürsten Bismarck vom .5. bs. ibm zugeschriebenen Tenkschnst und bekämpft die Vorlage, weil sie die Rechte des Herrenhauses schädige, der Finanzlage nicht entspreche und die bestehende Lteuergesetz- aebung verletze. Cr fei zwar nicht p.mc mell gegen den Steuererlaß, wünsche aber nur die Abschaffung der beiden letzten Steu rstusen. Finanzmimster B/tter erwidert, er sehe mit größerer Zuversicht als Camphausen in die Zuknnst und bittet nochmals um Annahme der Vorlage. Fürst Bismarck erklärt: Die Ausführungen Camphausen's trugen den Character politischer Färbung, ein gütiges Geschick Hal denselben von den Geschäften abberufen, die er fortzuführen sich außer Stande fühlre. Wenn Camphausen die frühere und die jetzige Finanzwirthschaft mit einander verglich und den jetzigen Finanzminister stark angriff, so hat er durch seine heutigen Ausführungen zugleich die schärfsten Angriffe gegen seine ugene Verwaltung gerichtet, er hat das Finanzministerium berabgewirthschaftet, wie man ein Gut herabwirthschaftet, das man nicht wieder empor; oringen kann. Ich bin nur im Stande der Abwehr und suche keinen Streit, ich kann mir aber nicht gefallen lassen, daß man die über die Aera Camphausen bestehenden Fictionen gegen uns ausbeutet. Camphausen hatte die sieben fetten Jahre und es war rein Joseph da, der ihm die sieben mageren prophezeien konnte. Camphausen hat uns niemals positive Vorschläge gemacht und schließlich ein abgewirthschaftetes Ministerium eine beneficio inventarii hinterlassen. Ich hegte schon im Jahre 1876 keinen Zweifel, daß wir mit einem verborgenen Deficit wirthschafteten und verlangte schon damals ein festes Finanzsystem. Camphausen war ein wackerer College, ließ aber jede Initiative eines Finanzgedankens vermissen. Die einzige Vorlage, die uns Camphausen machte, bezog sich auf die bessere Ausnutzung des Tabaks, er zog sich aber vor den ersten Angriffen Bamberger's und Lasker's zurück. Die Frage, welche uns heute beschäftigt, ist ein Glied in der Kette der Steuerreform, die Camphausen nicht mitmachen wollte; er ging, als wir in schlechtere Verhältnisse kamen. Wenn mir übrigens meine früheren CoUegen dauernd solche Schwierigkeiten bereiten, dann muß ich den Kaiser bitten, sämmtliche Actenstücke aus früherer Zeit zu veröffentlichen. Ich habe Camphausen vorn Rücktritt abzuhalten gesucht und bin ihm jetzt dankbar, daß er nicht näher auf denselben einging. Wenn Sie uns in unserem Vorgehen auf dem Wege der Steuerreform nicht hindern wollen, so bitte ich nochmals, die Vorlage anzunehmen. — Camphausen erwidert, er stimme mit dem Fürsten Bismarck darin überein, daß er sich freue, nicht mehr mit ihm arbeiten zu müssen. Uebrigens habe er gegen die jetzige Verwaltung des Finanzministeriums keinerlei Vorwurf erhoben, an der Einbringung der Tabakssteuervorlage im Jahre 1877 habe ihn Fürst Bismarck verhindert und von den jetzt beschlossenen Schutzzöllen habe während seiner Verwaltung Niemand mit ihm gesprochen. Von dem Briefwechsel des Fürsten Bismarck mit Bülow habe er erst durch die Zeitungen erfahren. Die heutige Auseinandersetzung sei von ihm nicht hervorgerufen worden, er habe lange Jahre in wechseloollen Lagen an der Seite des Fürsten Bismarck gearbeitet und nicht erwartet, diesen Dank zu ernten- — Fürst Bismarck erwidert, er könne den Vorwurf von Undankbarkeit leicht zurückgeben, er frage, ob Camphausen ihn, oder er vielmehr Camphausen gehalten habe. Jedenfalls habe sich Camphausen bezüglich der Dankbarkeit durch seine heutigen Angriffe auf die Regierung bezahlt gemacht. Er könne nur constatiren. daß das einzige Vorgehen Camphausen's in der Tabaksoorlage bestanden, welche auf fern Andringen, nicht aus der Initiative Camphausen's heroor- gegangen sei. v. Dechend spricht gegen, Dr. Beseler für den Commissionsantrag. Darauf wurde die Generaldiskussion geschlossen. Specialdiskussion morgen. London, 17. Fbruar. Nach einem Telegramm aub Eapetown vom gestrigen Tage hat die Regierung deS Caplandes mit den Basutos einen Waffenstillstand abgeschloffen, welcher am 18. ds. beginnen soll. Konstantinopel, 17. Ftbruar. In Beirut ist es zwischen den Or- thodoxen und den Muselmännern zu Streitigkeiten gekommen, bei welchen zwei Orthodoxe und eine muselmännische Frau getödtet und gegen 10 Personen verwundet wurden. Die Ordnung ist wieder hergestellt. London, 17. Februar. Nach amtlicher Meldung aus Ladysmith von heute hat General Wood mit einer aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehenden Abtheilung den Fluß Jngagana überschritten, um dem General Colley Verstärkungen zuzuführen. Petersburg, 17. Februar. Das „Journal de St. Petersb." con- statirt den großen und guten Eindruck, welchen die deutsche Thronrede überall hervorgerufen habe und hebt dabrt hervor, es mache hiernach wenig aus, wenn gewtffe Schriftsteller von mehr oder weniger Bedeutung die Uebereinstimmung durch unzeitgemäße Polemik zu stören suchten, auch sei es sehr wenig wahrscheinlich, daß sie damit Erfolg haben würden. Was Griechenland angehe, so werde von Europa bald Alles geschehen sein, was geschehen konnte, ohne den Frieden zu stören. Daffelbe Blatt wendet sich zum Schluß gegen die von der „Revue politique" gebrachten Artikel Reinach's gegen Barthelemy St. Hilaire und meint, dieselben enthielten Anecdoten, deren Absurdität klar auf der Hand liege. — General Skobeleff meldet aus Geoktepe vom 12. ds.: Die Pacifica- tion des Landes schreitet mit gutem Erfolge fort, die Zahl der zu ihren Wohnsitzen zurückgekehrten Familien ist auf 16,000 gestiegen. Der Bevölkerung ist im Namen des Kaisers die Gewährung einer Amnestie verkündet worden. An die ärmeren Einwohner wird aus den großen erbeuteten Vorräthen Proviant verthetlt. Die Häuptlinge haben dem General Skobeleff erklärt, die Tekkin- zen hätten gezeigt, daß sie zu kämpfen verständen, sie feien aber zu keiner Lüge fähig und würden dies hinfort durch aufrichtige Treue gegen den Kaiser beweisen. Lokales. Gießen, 18. Februar. Gestern Abend wurde einem hiesigen Brodverkäufei ein ziemliches Quantum zu leicht befundenes Brod confiscirt. An einzelnen Leiben fehlte bis zu 200 Gramm Gewicht. — Heute Nacht spielte der Unfugteufel in Mitten der Stadt, am Neuenweg sein Wesen. Am schlechtesten kamen eine Anzahl Fensterläden weg, welche ihren gewohnten Standort wechseln mußten. — Auf das gestrige „Eingesandt" betr. das armselige Aussehen von Pferden vor dem Postpacketwagen, wurde uns heute von beteiligter Seite eine Antwort zugesandt, welcher wir im Interesse der Person selbst die Aufnahme verweigerten Der Thierschutzverein wird sich hoffentlich der geschindeten Mähren erbarmen. Derwisch les D arm stadt, 17 Februar. Unter Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, Ihrer Großherzoglichen Hoheiten der Prinzessinnen Victoria und Elisabeth der Prinzen Heinrich und Wilhelm, Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Alexander nebst der Prinzessin von Battenberg, Durchlaucht, des Prinzen Heinrich von Battenberg Durchlaucht, und Sr. Erlaucht des Grafen zu Erbach-Schönberg nebst der Gräsin zu Erbach-Schönberg, Durchlaucht, fand gestern Abend im Großherzoglichen Schlosse em Hofconcert statt, zu welchem etwa 270 Einladungen ergangen waren. Nachdem die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften um 8 Uhr die in den Assemblee-Zimmern versammelten Gaste begrüßt hatten, wurde in dem ersten russischen Zimmer der Thee gereicht. Darauf begann um halb neun Uhr das Concert mit Beetboven's Ouvertüre „jur Weihe des Hauses", welche von der Großherzoglichen Hoimusik unter Leitung des Hofcapellmeisters Herrn Willem de Haan mit bekannter Meisterschaft executirt wurde. Es folgte der zweite und dritte Satz aus dem Violinconcert von Mendelssohn- sie gaben Herrn Tivadar Nachoz die beste Gelegenheit, sich als ein sehr bedeutender Künstler zu zeigen; er spielte später noch zwei Zigeunertänze, die den Vortragenden auch als gewandten Compomsten erkennen ließen. Den vocalen Theil des Coneertes zu vertreten hatte Fraulem Marie Fillungcr aus Frankfurt a. M. die Ehre: die in der musikalischen Welt rühmlich bekannte Dame brachte vier Piecen, „Die Allmacht" Liebestreue" von Brahms, „Der Mond kommt still gegangen," von Cl. Schumann," „Die Post" von Fr. Schubert, zu schönem stilvollem Vortrag. Im Uebrigen enthielt das Programm noch Orchesternummern und zwar Menuett der Irrlichter und Sylphentanz aus „La Damnation de Faust“ von Berlioz, und als Schlußpiece die Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt" von Mendelssohn. Nachdem das Concert selbst um 10 Uhr beendet war, conoerfirten die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften mit den geladenen Gasten in den Großherzoglichen Appartements, wahrend an den fünf im Wallsaale mb in der Kirchengallerie bockst geschmackvoll arrangtrten Büffets Erfrischungen aller Art geboten wurden. Um 1 Uhr erreichte das glänzende Fest sein Ende. (D. Z.) 1 Kassel. Zwei Leute, welche angeblich Matrosen waren und von denen der eine sich „Sauer * I nennt, machen ein Gewerbe daraus in Wirthschaflen rc. junge Leute zu veranlassen, sich Figuren, wie Schiffe, Adler rc. in der Art, wie man es bei Matrosen häufig findet, auf die Slime ägen ju lassen; die Haut wird mit einer Nadel oder einem anderen spitzen Instrument durchstochen und aledann eine farbige Flüssigkeit, angeblich chinesische Tusche, auf die Stellen eingeneben. Einem jungen Manne ist dies jedoch übel bekommen, denn sein wie oben angeführt behandelter Arm schwoll nach wenigen Stunden stark an und die Mutter des Genannten ließ ihn sofort nach dem Landkrankenhaus bringen, wo der Arzt eine Blutvergiftung konstatirte. Die Amputation des Armes konnte den Unglücklichen nicht mehr retten und ist derselbe am Mittwoch seinen qualvollen Leiben erlegen Möchte dieser traurige Vorfall Anderen zur Warnung dienen. Paris. Der Minister für Ackerbau und Handel hat an die Präfecten folgendes Rund schreiben gerichtet: „Februar 1881. Herr Prüftet! Die Verwaltung ist auf die Gefahr aufmerksam gemacht worben, welche der öffentlichen Gesundheit durch die Verwendung der Sa licylsäure zur Erhaltung von festen oder flüssigen Nahrungsmitteln gebracht werben kann Ich habe die Frage dem deiräthlichen Ausschüße für die öffentliche Gesundheit Frankreichs unterbreitet. Der Ausschuß hat, nachdem er eine gründliche Prüfung dieser Frage vorgenom,nen und namentlich in dem Laboratorium des Gemeindralyes der Stabt Paris mehrere Erzeugniße welche Salycilsäure enthielten, analysirt hatte, erkannt, daß diese Substanz nicht tzlos durch Die unmittelbaren Wirkungen, die sie auf den Organismus übt, sondern auch durch mittelbare Wirkungen gefährlich sei, weil sie die betrügerische Einführung anderer nachtheiliger oder wenigstens ungesunder Substanzen, besonders in die Weine aus trockenen Beeren und ins Bier gestattet. Der Ausschuß gelangt zu dem Schluffe, baß jedes feste Nahrungsmittel oder jedes Getränk, welches eine gewiffe Quantität Salicylsäure ober eines ihrer Derivate enthalt, als verdächtig zu betrachten und daß dec Verkauf derselben zu verbieten sei. Diese Ansicht, welche mir in allen Punkten begründet erscheint, zeigt der Verwaltungsbehörde, als der Wächterin des Wohles der öffentlichen Gesundheit, die Richtschnur für ihre Pflicht an. Ich fordere Sie demnach auf, >n dem Amtsbereiche Ihrer Präfcctur einen dem beigefügten Formulare entsprechenden Beschluß zu fassen, durch welchen der Verkauf jedes, gleichviel ob festen oder flüssigen Nahrungs mittels verboten wird, das irgendwelche Quantität Salicylsäure oder eines ihrer Derivaie enthält. Sie haben Ihrem Erlasse die größte Oeffentltchkelt zu geben und die Herren Jnipec- torcn der Pharmacie aufzufordern, bei Gelegenheit ihrer Rundreisen sich darüber zu vergewissern, daß die ihrer Aufsicht unterworfenen Stoffe von Salicylsäure frei sind. Tübingen, 11. Februar. Ein Studirender der Naturwissenschaften aus Reichenbach in Baiern, welcher durch eine gefälschte Matrikel die ihm zuvor verweigerte Jnscnption an der hiesigen Universität zu erlangen suchte, wurde der „Tübinger Ehr." zufolge, nach Entdeckung der Fälschung vorgestern verhaftet und dem Gericht übergeben Derselbe wird wegen Fälschung einer öffentlichen Urkunde voraussichtlich der hiesigen Strafkammer zur Adurtheilung überwiesen werden. — Gestern wurde hier ein preußischer, vom Staatsdienst aus,,ejchlossener ehemaliger Referendar Namens Gustav Buch von Johnsdorf in Schlesien, der durch falsche Vorspiegelungen von hiesigen Studirenden Unterstützungen zu erschleichen suchte, fcstgcnommcn und dem f. Ober: amt übergeben. Derselbe befand sich in ziemlich herabgekommenem Zustand. Hünfeld. Ein heitere Teufelsgesch'.chte hat sich vor Kurzem m unserem Kreise zugetragen. Bei einer allein wohnenden Wittwe in einem Dorfe, welche einige Tage vorher 3600 vM eingenommen hatte, erschien Nachts 12 Uhr ein leibhaftiger Teufel und verlangte das Geld. Die Frau bemerkte ihm, daß sie nur noch 6UU Jl. habe, da sie 3000 bereits auf die Sparkasse in Fulda gebracht. Es wurden ihr nun die vorhandenen 600 Jt abgenommtn, die sie willig hergab, und bedeutet, sofort den anderen Tag auf der Sparkasse Die 3000 Jt zu holen, sonst sei es um sie geschehen der Teufel werde Punkt 12 Uhr in der folgenden Nacht wieder erscheinen. Die Frau wandert gen Fulda, erfährt aber zu ihrem größten Schrecken auf der Sparkasse, daß ein so hoher Betrag vorschriftsmäßig gekündigt und dann erst nach dr>i Monaten ausgezahlt werden könne. Ihre Ängst war Darob sehr groß und sie entfdiliem sich, ihr Leid dem Landrathe zu klagen Dieser beruhigr sie und räth ihr, sich ruhig ins Bett zu legen und den Teufel zu erwarten, das übrige werde sich finden, iffiie derselbe um 12 Ubr wieder erscheint, bemerkt ihm die Frau, daß das Geld erst in drei Monaten beschafft werden könnte, womit er zufrieden war und pünktlich wiedeizukommen erklärte, und wenn dann das Geld nicht da wäre, so nehme er sie mit. Plötzlich abei ertönten Stimmen: Teufel! wir wollen dich mitnehmen und zwei versteckt gewesene Gensdarmen packten ihn fest. Bei näherer Besichtigung war der vermeintliche Teufel ein übelberüchtigtes Subjekt des Dorfes, daS sich in eine Rindshaut gesteckt hatte. Die 600 «*L fanden sich noch größtentbeils vor uno wirv dc. Bursche wegen Bedrohung und Erpressung seine Strafe demnächst empfangen. — sEine Wrangel Anekdote.j Ärangcl inspiclrte eine Truppen-Adtheilung. Die Manöver gingen schlecht. Nach denselben versammelte er die Officiere um sich und hielt folgende Ansprache an sie: „Meine Herren! Ich habe mir sehr gefreut, Ihnen Allen so wohl zu ftbcn! Das ts aber auch das Einzige, worüber ich mir gefreut habe!" Sprach's und ritt davon, di: versteinerten Officiere zurücklassend. — sEine vierfache Kindesmörderin im Alter von 16 Jahren.j Die Maurerstochter Regina Wehvanner von Ober-Deg^enbach (Niederbayern) dürfte wohl als Unicum in der Ver - brecbertoeU figunren- Noch nicht 16 Jahre alt, bringt sie innerhalb 43/4 HRonaten nacheinander vier Kinder mit einer Härte, Grausamkeit und einem Raffinement um'S Leben, die ihres gleichen suckt. Während der Zeit vom 2 April bis 17. August vorigen Jahres war dieselbe als Kinds magd theiks zu Holztraubach, theils zu Eggersdorf bedienstet und hier hat sie jedesmal die Kinder ihrer Dienstfrau um's Leben gebracht, nur uni wieder schnell in einen anderen Dienst zu kommen. Die Art und Weise der Verbrechen läßt sich nicht näher beschreiben es sei hier nur angedeutet, daß sie den Kindern Holzstückchen in verschiedene Theile Des Unterleibs schob, in Folge dessen die Kinder schon nach wenigen Tagm eine Beute dc8 Tooes wurden. Das Straubinger Landgericht hat dieses weibliche Scheusal am 4 d. M. zu 8 Jahren Gefängmß verurthetlt und kam ihr hierbei ihre große Jugend als Milderungsgiund zu Statt n. Als sie in's Gefängniß abgeführt wurde, äußerte sie: „Ich Lin froh, jetzt brauch' ich doch keine Kindsmagd mehr zu machen." — Die Prämien des ,,Lahrer Hinkenden Boten1' für 1881 vcrtheilen sich wie folgt: 1. Prämie 300 Jt Nr. 37,077, 2. Prämie 180 JL Nr. 80,935, 3. Prämie 150^ Ne 29 153 4. „ 120 „ „ 354,760, 5. „ 100 „ „ 91.829, 6. „ 90, „ 305,302, 7. „ 77 „ „ 12,298, 8. „ 60 „ „ 273,514, 9. „ 30 „ „ 168,441. SetiilFeberieiit. Mitaetheilc von Dem Agenten dcS norddeutschen dlotb. <5. W. Dietz in Gießen Bremen, 16. Februar Der Postdampfer „Donau", Eapitän R. Bussius, vom Norv- deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. Februar von Newyork abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post uno Ladung 12 Uhr Nachts die Reise nach hier fortgesetzt Derselbe überbringt 51 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Herborn (an der K5ln-Gießencr Eisenbahn), 14. Februar. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 387 Ochsen, 145 Kühe und Rinder, 508 Schweine. Der nächste Markt ist am Donnerstag, den 10. März 1881. Irislybiicker in Gießen. Sonntag, den 20. Februar. Christian Faß, Neue Bäue. LouiS Kämmerer, Seltersweg. sGWWWMWKMWMW>WW>MWWWMWWWWW»WW»W^M>»»WWWWW>WMe Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemcinde zuGießen. Gottesdienst: Sonntag, den 20. Februar. Morgens 91 /2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Freitag, den 25. Februar, Abends 6 Uhr, im Gvmnafium: MisfioaSstunde Pfarrer Schlosser. Die Psarrgeschäfte für die Woche vom 20. Februar bis 26. Februar besorgt Pfarrer Dr. Naumann. In*, fich'>r' I , auf bi, 2 4 .. I te*S Ä* «äs ; . S® «™«8 ikui I -üfte*-“ ®«»enbwu,; g[ ' ilÖ > I "W win, tu,rt;e: * c«d) mittdUr, " oi,t *"« wd mt 8ln ™Mt« °!,I M, y*1-wt|*' ® 6« ääiiimn o,, “> svldnr Lir ttmnts miau entjpudjfnitj n siüfsizm NohluaßS eine« ihm ®mMlt ld die Hmen >w(. s nüber zu vttgiwisia^ 1 g#ui«Ääw“rt* „tW* te' «■ »pf** a(ten au« Sieichrndach jniniplion an dn °lge. nach tinltednnp tthb wegen fläi'chur, Iburlheilung übamititn jicichlossiner ebemalip-i ialfche ißorlpHfliiung-s ncn und dem f. Obei. anh. n unserem Sitiit jugt je einige Tage vvihir ifel uno »erlangte b« e 3000 X berat« aut 600 X abfltnommin ukasfr Oie 3uOO X n in der folgenden Witt um größten Smitdu mb tar n erst nach tr > und sie entjdilicru fiä> sich ruhig in» i"li i- ie derselbe um 12 U. onattn beschafft »nba e( und wenn bann hi.1 Stimmen: Teufel! wu ihn fest. 8ei näbeter es Dorfes, b°S sich '' ieil8 vor uno wirk rt ingen. . Heilung- Die D^er in0 hielt foigenbe lltn \o W p V-bn sL unb ritt baoon, tc. i Die ®auut*u'4lr ü(8 Unicum in w $n .Monaten natbcm«- ed--° war dieselbe al» <■=* [t w f« i,6,ro™„: In «»« *7 beschreiben es i< l‘ i, 1,8 Unktleni |t°. $00,8 wnw». h in Stattm. 8 && i»M* * "“m** 30i,3|i: ' 30 jtf den ßchiveint- ;ii , ii «i«!11' ul»«1 Allgemeiner Anzeiger. holzversteigeruttg im <»attrnröbrr (lernet nbcwalb. Oienftag ben 22. Februar, von 'Bor nttia-i# 10 Uhc an: D strick ölte Sübunier: Bau-, Werk- und Nutzholz: 158 S ämmeSichenBau- und Weik- toh von 15 — 28 Eten. Durch' mester und bis 9 Mtr. Länge, SO Fichten- und Siefern-Baustämme von 15—38 Ctm. Durchmesser und biS zu 20 Mtr. Länge, 616 S chen-Wagnerstangen vonS—13 Ckmtr. Durchmesser, bis 16 Mtr. Länge, 38 Fichtenstangen von 10—13 Ctm. Durchmesser, bis 16 Mtr Länge, 350 Fechten Bobnenst ngen, Mittrvock ben 2S. Februar, von Vormittags 10 Uyr an, Brennholz: 20 Rmtr. Buchcn-Scheit, 156 „ Buchen-, Eichen- und Nadel-Prügel, 9400 Buchen, Eichen- und Nadel- Wellen, 93 Rmir. Buchen-, E'chen- und Radel-Stcckholz. Der Anfang geschieht mit dem Bau- 1)01« aus der alten Kühunter und am wetten Tag mit dem Brennholz bei r'tm Pflanzgatten. Hattenrod, am 16. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. 1120) Mengel. Holzvcrftcigerunq. Im Lollnrer Gemeindewald kommen gu. Versteigerung: Montag ben 21. Februar, von Morgen- 10 Ubr an, 158 Elchenstämme von 13—56 Etui. Durchmesser und bis 11 Mtr. Länge, mit 47,74 Fstm., 134 Nadel-Stamme, größtentheils Fichten von 12—36 Ctm. D urchmesser und biS 16 Mtr. Lä ge, mit 30,86 Fstm., 22 Eichen-Stangen m‘t 1,43 Fstm., 419 Fichten-Derbstangen mit 28 28 Fstm.. 110 Ftchten-Reisstgn. mtt 0 57 Fstm. Dienftaft ben 22. Februar, von Morgens 10 Uhr au: Scheith. Prüzelb. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Buchen 75,2 62,2 38 4 1990 Elchen 42 49 40,5 700 Nid l 16 39,3 30 2230 Die Zusammenkunft ist be'm Eingang des Waldes am W.'ih'ibrunnen, auch wird bemerkt daß sämmtlicdes Stammholz aus sehr guter Abfahrt in der Nähe der Straße nach Gießen liegt. Lollar, den 12. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Lollar. 1041)_______Fuchs.____________ HoszoersteiMung. Montag den 21 unb Dienstag ben 22. Februar b. I., Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Alten-Dusecker Gemeindewald, District See, versteigert werden: Scheiter. Knüppel. Stöcke. Reiser. Raummeter. Wellen. Buchen 632.2 83 165 5550 Cchen 10 4 2 100 Nadel 8 20 6 1375 18 Eichenstämmc mit 7,44 Festm., 7 Buchmstämme „ 191 „ 13 Nadelstämne „ 6 82 „ 177 Nadel-D-rbstg. „ 10,84 „ 85 Nadel Reisstg. „ 1,01 „ Am ersten Tag wird mit dem Brennholz bet Nr. 15 und am zweiten Tag mit dem Bau- und Werkholz der Anfang gemacht. Alten-Buseck, am 14. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. 1051) Wagenbach. KoiDcrstcigcrung. Donnerstag den 21. und Freitag den 25. d. M tollen in dem Stadtwald zu Hungen in den D strikten Galgenwald, Eichenstäbe, Buchwald und Hubbach nachoerzeichnete Holzsort mente versteigert werden: 1. Donnerstag den 24. Februar e. Dau-, Werk- unü Nutzholz. 200 Eichenstämme . . . von 13—60Etmr. Durchm. u. 7 Bnchenstämme ... „40—52 „ * „ 50 Hainbuchenstämme . „ 15—30 „ N „ 15 Lärchenstämme . . „ 36—37 „ „ * 20 Fichten- u. Siefernstämme „ 22—30 „ „ „ 3—17 Meter Länge, 5—8 „ „ 4-8 . 10-16 „ 10—r 14 „ 2. Freitag den 25. Februar c. Brennholz. 160 Raummeter ASpen-Knüppel, 3000 „ Eichen-Forstreifig Bemerkt wird, daß das Holz im District Galgenwald bei der Versteigerung nicht vorgeze'gt wird und wollen sich deshalb die Steigerer vor der Versteigerung an den Forstwart Jockel dahier wenden, welcher hierüber die nöthige Auskunft erkde lt. Bei dem Reisig fub 20 Raummeter gute Birkenreistg zu Besenreistg geeignet. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, am ersten Tag in dem District Buchwald, am zweiten Tag im District H u b b a ch. Hungen, am 12. Februar 1881. Großher-oglicbe Bürgermeisterei Hungen. 1022) Bender. (delegenbeitskaufe! 811) raschcntüchcr, pr. Dtzd. 2 JC höbet. an. Weiße und •/< weiße Sh'ttingS, pr. Meter 25 und 3o 6/< Hemden-Chifsons (Ettlinger Fabrikat), pr. Meter 39 Eine große P^rrhie Hemden-Eretviines, pr. Meter 50 und eO • Eine Pcn thie Dowlao. besonders bauet: haft, pr. Meter 45 3). Btima weiße Pigu^ und Satincs. pr. Meier 40 und 45 H Sedwere ToppcIpiqueS und Damaste, pr. 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Jalires-Aiisverkanf bi* Ende de* Mottal« Da sich meine La^crbestande durch Masseneinkaufe angehauft haben, bringe bis Ende Februar mein «esarnrntlager, -um ^ycu ohne cktücksicht auf den eigentlichen Werth, nur um total aufzuraumen, gegen Baarzahlung zum Verkauf und zwar wie folgt: KLwarie -eidevlammete von Meter X 5 an ManillaNoffe in brricn Sorten mit Franzen und Borden zu M-beluberntgen unb Gardinen in großer Auswahl, pr, Meter E^'undhoher Nobetbamafte ?üael=. Pferde- unb Keisedecken, groye rothe Jetlrilter. pr Stuck X ^^ und höher «worunter rne Pattte für auf groye Kmderbetten pastend noch billiger abgebe). Sophaierlagen, pr Stück von X 6.oO an und off eure grefce S-Pha- „rtagen in Tapesnv pr. et. X 20, in Velvet pr. St X 27, und Brünelrr Sopdavorlagen, pr. St. X 30. Kegemnäntel. neueste ^aeon , pr. Ct X / oO und hoher. Nintennäntel zur Hälne der E'.nkamspreue. 9amenkln6trft8ffe rote Spam «rcolTais. Cfroifes etr. von Dieter 30 Sl an. ^Iriberrathme, Prquecattune. 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Länge, mit 45,46 Fstm., 1813 Fichten«Derbstange» mit 66,14 Fstm., 8423 Fichten-Rei (langen mit 74,96 8stm. Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Hachborn beim Pflanzgarten. Staufenberg, am 17. Februar 1881. Grrßh. Bürgermeisterei Staufenberg. 1121)_______Vogel.____________ Holzverfteiqerung. Mittwoch ben 23. b. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald, Äbtheilung Vogelherd, nachverzeichnetes Holz veifteigrrt werden: 74 Rmtr. Buchen-Sleiter, 126 „ „ -Anüppel, 45 „ Eichen-Scheiter, 105 w „ -Knüppel, 176 „ Buchen- und Eichenstöcke, 5800 Wellen Eichen- und Buchen-Reistg 24 Eichen-Stämme mit 78,73 Fstm., worunter Stämme von 10 Mtr. Länge und 53 Ctmtr. Durch- meffer. Bemerkt wird, daß sich das Stammholz tbeHtreift für Schreiner- und Glaser-Werkholz eignet. Zusamme. kunft zur bestimmten Stunde im District Vogelherd. Leihgestern, 17. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Leihgeperi. 1122)___ Heß. Oellentüclie VersteiLrcning. Montag ben 21. Februar, von Pormiltags 9 Ubr an, soll in bet 'Meftaurfltion Bramm in der Neustabt em vollnänbiges CommissionS- laprr in Weißwaaren, beltehenb in Leinen, (Chiffon , Madapolam , Pigue's rc-, ferner Tamastgebecke, Handtücher, Tischtücher, Wischtücher v. s. w. gegen Baar- zahlung öffentlich meiftbietcnb versteigert ©erben Die Versteigerung findet ganz gewiß statt- Gießen, 16. Februar 1881. 3- A: 1075)_______Bauer, Gerichtsvollzieher. Samstag, brn 19. Fed mar, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Flet t'schen Hosraithe: 6 Kleiberich änkc-, 5 Kommoden. 4 Küwenschräukc, 3 Sophas, 2 So egel, 2 Uhren, 1 K'ste, 1 Nähmaschine, 1 Tisch versteigert werben Gießen, 10 Februar 1881. 1103 __Bauer, Gerichtsvollzieher. 1043) Fvrverung-n an bei Nachlaß d-r verstorbnen Frau Tusanua Balser, geb. Hilgarbt, bittet man in den uächsten8 Tagen bei Hr n.Daniel Hilgarbt emzureichen, indem sie sonst nicht mehr berücksichtigt werden können. Sodann sollen die zu deren Nachlaß gehörigen Mobilien, alS Meubles und Küchengerät-re Dienstag den 22. Kebr., Nachmittags 1 Uhr, in dem Ficherhos dahier öffentlich, mettzbi lend v-rstiiz-rt werden. Gießen, am 14. Februar 1881. t bit Das Virhtn mgeke Bei Gesell Die ,en ha Htn u Da! icht nebi oie sie ai Ar Innern $d nilhij A *t KW ollißen i ur ®( MgnSd Arn /ck das üthiflen nfenen g Zweite t !’"tfei & und 6fg 8' StiM °6 die Ä">-r K/ines l'Äi 7 i-''U 5"? Auf an ff VzS ITir Entree «5 iB£g Bier im Grlas. empfiehlt (525 zu vermiethen. A. Petri, 79) Er. Seibel. 1060) Ph. Schlatter. durch die für den Bremer Lloyd concesstonirte Agentur von C. W. nsela am Mark! 1102) 1098) Verantwortliche Redactioa: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. <3 4* In dem wett» • verbreiteten Buche des bet das Nch ZISWWlq qUN ZtzZj -iznsj Carl Lange, SeNersweq 44. nach New-Jork . ,, Balkitnore . . . ä M. 80, „ „ 90, 953) Der zweite Stock in meinem Hause (Neue Baue), neu hergerickvt, ist sogleich 517) In meinem Hause an der Grünberger Straße ist ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Carl HaaS, Kalkbrennereibesitzer. Prima Couvert, pro 100 33 Pfg., (518 J. P«Sann, Bismarckstraße. Korchgliche Apselspalteu und Zwetschen 18/2 8 ZI. Ab. Maur.'. Vortrag über §kskng. (1127 SteinfwOfen la. Qual, gewöhnlich', Stöcke, Knabbc'n u. Nüffe, tannenes Hol; im Meter und kletngemacyr, empfiehlt billigst p>«njssvo^\ ONDTtlieSnYC- . -iiuisoowr L 1097 Ein Lehrling gesucht. H. Schaffftädt, Metallgießerei. Köln-Gießener Bahn. Nbsabrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6", 12, 4einsm t.lieber 2 Mark beirägt, daß aber der Wohlthä'igke.t keine Schranken gezogen sind. Sodann erinnern wir noch daran, daß uns G schenke an Büchern für die Btbl othek stets willkommen sind, und daß d.eselben von den Herren Re.llehrer Älbach und Lehrer Zörb irr Empfang genommen werden. Albach, Reallrhrer. Bramm, Bürgermeist.r. Dr. Bratuscheck, P oustor. Dr. Buchner, R.allehrer. Ebeling, Lehrer. Ferber, Buch ändler. Dr. GareiS, Proleffor. Haberkorn, Regierungsrath. Hanstein, Stab'v ro eter. Jung, Leh>.r. Keller, Beigeordneter. Koch, Zahnarzt. Mayer, W mränbler. Dr. Naumann, Pfarr.-r. G. Noll, Dir^o . Dr. Oncken, Proftsso.. Soldan, Dtree or. Vigelius, D^-cror. finden C irf;t= u. RbcumaNSmuS-Leidcitde Die bewichrteitkN Mittel gegen ihre oft sehr schmcr^osten Leiden angegeben. — Heilmittel, ivilcbc selbst bei veralte.'eu Fällen noch die crschnic Heilung brachten. Prospect gratis n. frcuico. — Segen Einsendung von 1M. 2t)$fq.toirb„Dr. Airy'S Heilmethode-u. fürOOPsg. daSPuch ,Die Sicht" franco überall hin versandt von Ptchter'« Herings-Z.nstatt tn xeipstg. 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