>*•€ feilen (in Wille. io tlitt »ÄdLc ff? ma” M &M“ ,,(6tn und 'S., Wkr wniit ba' &fu"B wcrbkn sgg^ “ 22. August gestern Fest ein Vorstand, Land en ]u no^ltftn ießen !ollar iderus. -Mehl I r 'Wäsche bei absoluter allen Hausfrauen „itnebigerSchulimuie U, Specerei-Handlunget 6 ,ll>e, Scliüler nnbffl nnilie ausmerkiame und ie. fegSSÄ Äeb. »• «■ *' artierung ^arlo^ükttr >n im (5250 E-!---^^rsuer" -lbad« X,te$o6‘ ükemig-T°»°°P,»er >KS.r>- !"?Möllek, j4. Nr. 18». Mittwoch den 17. August 1881 Kießener 'ZtnMger Inirigr- nii> Imtsblatt fir Örn Kreis Gießen. rurrau i Schutstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 8 Warf 20 Pf. mit vringerlohn. Durch bte Post bezogen vrerfeljährlich 2 Warf 50 Pf. Aus der feniscbeu He^enkücibe. Da- liefe Dunkel der zahlreichen Trauer- ui d Schreckensbotschaften, welche die Zeitungen au- dem Norden und Westen bringen über geplante, im Dienste politischen und socialen Umstürze- unternommene, zum Theil schon ausgeführte Gewalithaten, wird doch jetzt einiger maßen erhellt durch einen fernen Lichtschimmer. Der Anfall aus den Präsidenten Garfield und da- Gebahren der Feiuei bände in Amerika und England scheint in beiden Ländern — e- bestätigt sich mehr und mehr — die öffentliche Meinung dahin gebracht zu haben daß ste die Rothwendtgkett einer Abhilfe auf gesetzgeberischem We..e begreift. Auf die Dauer kann diese Wendung nicht ohne Einfluß auf bie VertretungSkürper und die Regierungen bleiben, so daß also da- europäische Festland hoffen darf, man werde jenseits des EanalS und des Cetane nicht länger offen etrgeständ- ltche MordgeseUen ihr Wesen ungestört treiben lasten. Der Staatssecrnär des Jnnern, Sir V. Harcourt, erklärte im Parlamente, daß sein College in Washington, Mr. Blaine, ihm versichert habe, alle StaalS' und Gemeindebehörden der Union würden keine Mühe in b kosten sparen, um bte an ber Sei.bung der Liverpooler Höllenmaschinen Betheiltgten auszufinden und zur Strafe zu ziehen. Ec habe Grund zu der Annahme, daß nur wenige Personen an dieser Verschwörung theilgenommen haben. Nach den neutßeu Berichten aus Amerika wollen die F nier ihre Höllenmaschinen künstig durch eigene Arbeiter in G gland anserltgen lasten. Daneben versichern Fenier, seit dem 20. Juni feien 86 solcher Maschmen verschifft und davon 50 bereit- in England sicher untergebracht. Ste sollen dienen, die brit sche Flotte und mit ihr die englifche Herischast vollständig zu vernichten. Vorläufig büifen wir wohl dieser letzteren Angabe noch keinen Glauben sche. fen, denn daß unter den keltischen Irländern Großsprecherei und Lüge ungea öhnlich beliebt sind, ist eine wiltbekannte Thalsache. Die Londoner Zeitungen wimn ein allerdings von Auszügen au- amerikanischen Fenirrblättern, welche in der That an wüster Mordgier und Zerstürung-wuth selbst die nihilistischen Kundgebungen und die Mc st'.chen Deklamationen h nter sich lasten. Aus jeder Fenierblatt Spalte scheint eine Gruppe whi-keybrrauschter, vor keiner Blutthat zurückjchaudernder Verbrecher-Gesichter uns entgegen zu grinsen England mit Allem, w - sein ist, Menschen und Dmgen, müsse baldmöglich vernichtet werden; nur so sei dem irÜchen Volke zu helfen. Da- Parlament-gebäude, Kriegsschiffe und Kauffahrer, Arsenale, Häuser, Stätte, Waarenvorräthe, alle-, alles muffe in die Lust gesprengt, in den Grund gebohrt, verbrannt, zerstört werden. Die LanUiga mit ihren Zwetgvereinen und alle anderen Verbindungen der irischen Race in den fünf Welttheilen hätten keine dringendere Ausgabe al- diese. An Muth und Händen, den Mörder Gladstone hinzurichten, werde e- nicht fehlen, sagt der „Unit Inshman" Rossa'S, vier Irländer Hätten sich bereit- dazu frei- willig erboten. Persönlich sei er z var ein lieber-würdiger Gei tlewan, aber die Spitze der britischen Regierung und der Henker Irland-, darum — u. s. w. Sind nicht Iren, welche die Rechtmäßigkeit und NotHwendigkeit, London zu verbrennen, bestreiten, feige Sclaven? Nur so läßt sich die siebenhundert» jährige Unterdrückung rächen. Auch Liverpool, Manchester x- muffen der Erde gleich gemacht werden. Wo in einer Seestadt über die ganze Erde 6 Männer mit irischem Blute leben, sollen sie zusamme, stehen und einlaufende englische Schiffe anzünden oder mit Dynamit zerschmettern. Friedliche Schiffe? sagt chr. Gleichviel, nur nieder mit ihnen I Das Windsor- und Buckinghamschloß sei auch leicht in Trümmer zu verwandeln. Kurz, England werde sich nur dann beugen, wenn Alle- und Jede- in und von ihm zerstört »st...... Da- klingt freilich wie Stimmen au- der Tobsüchtigen-Äbtheilung eine- Jirenhause-, und man könnte die Achseln dazu zucken, wenn alle jene Rasenden bereit- hinter Schloß und Riegel wären. Hunderte von ihnen sind aber auf stetem Fuße und rastlos bemüht, für ihre Grundsätze zahlreiche Anhänger zu werben. Ein neue- Beispiel, daß m..n eö nicht bei drohenden Worten und Doibereitungen bewenden läßt, sondern zur „Action- übergeht, harten wir kürzlich wieder an den beiden Feniern Graih und Kavttt; ersterer wurde zu lebenslänglicher, letzterer zu fünfzehnjähriger Strafarbeit gerichtlich verurtheilt, weil sie da- Liverpooler Rathhau- mittelst Dynamit zu zerstören, Hand angelegt hatten. Beide waren von amerikanischen Club- eigen- dazu nach England gesandt. Z>e»tschla»d. Darrvstadt, 15. August Se. König!. Hoheit der Großherzog, Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog. J.I. G-G. HH- die Prinzessinnen Victoria, Elisabeth, Irene und Al x, sowie Se. König!. Hoheit der Herzog von Albany fuhren mit Gefolge gestern Vormittag vermittelst der Main-Neckar- und Heff. LudwigSbahn von Wolssgarten über Darmstadt nach Mainz. Nach der etwa 10 Uhr 15 Min. erfolgten Ankunft besichtigten bie Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften eingehend ben Fcßplatz, auf welchem bas 12. mittelrheinische Turnfest abgebalten wirb, und alsbann daS Musei.m, sahen febann von den Fenstern der Copelle des Großh. Schiffes daselbst dem Festzuze zu, welcher ton der PeterSgasse über den Deutschhausplatz an der Capelle vorbei unter stürmischen Hoch, und Gnt-Heil-Rufen zog, und kehrten nach eingenommenem Diner mit Extrazug bis Groß Gerau und von da mit Wagen nach Schloß Wolf-garten zurück. Berlin, 14. August. In Berliner politischen Kreisen flieht man die Möglichkeit einer Rangerhöhung des Großherzogs von Baden zu, aber man will bei dem Charakter diese- Fürsten nicht recht daran glauben. An sich wäre ja nichts dagegen einzuwcnden, wenn das blühende und angesehene Groß- herzogthuw, da- an Flächeninhalt da- Königreich Sachsen, freilich nur um ein Geringes, übertrifft und mit seiner Bevölkerung-zahl nur wenig hinter dem benachbarten, zum guten Theil stammverwandten Königreich Württemberg zurück- bleibt, von nun an ebenfalls Königreich genannt würde; indessen der Fürst, der seit einem Dierteljahrhundert die Regierung deS Lande- führt, ist zu einsichtig, um nicht zu begreifen, daß innerhalb de- deutschen Reiche- unter dem gemeinsamen Kaiser ein neue- Königreich gar wenig Sinn und Bedeutung haben würde, und zu selbstbewußt, um nach einem leeren Titel zu streben. Die in Rede stehenden Gerüchte sind demnach wahischeinlich nicht- al- ein Nachklang aus jener Zeit, al- die Frage ernstlich erwogen wurde, ob es nicht am besten sei, die neugewonnenen Reichslande in Elsaß Lothringen mit dem nur durch den Rhein getrennten Großherzogthum Baden zu einem staiken Königreich Allemannien zu vereinen. Noch viel komischer find aber die Gerückte, welche sich an die Reise Kaiser Franz JosefS an den Bodensee knüpfen. Da hört man sogar davon reden, daß in der bäuerischen Regierung eine Aenderung etntreten soll und waS dergleichen Dinge mehr sind. Ihre Abge- schmacktheit tritt aber sofort hervor, und wir halten es deshalb vorläufig sür uvnöthig, unS noch weiter damit zu beschästigen. — Allgemeines Aufsehen dürste bie Ernennung deS früheren Ministers des Innern, Graf'n Botho zu Eulenburg, zum Cberpräfibenten ber Provinz Hessen-Nassau machen. Nach der „Kreuz-Ztg." soll er in Folge eines art» brückliche. Wunsche- beS Kaisers sich zur Uebernahme bes neuen Posten- bereit erklärt haben. — Dem „Tagebl." wirb auS Eöslin telegraphirt, baß heute, Freitag, Vormittag- 11 Uhr, 21 Ausrührer, unter denen sich die Rädelssührer befinden, aus Schiivelbein in das Eentralgesängniß von CöSlin tran-portirt wurden. Sie wurden mit Stricken aneinandergefeffelt unter militärischer und polizeilicher Bedcckung durch die Stadt geführt. Der Staat-anwalt Pinoff beaufsichtigte den Transport. Ferner meldet das „Tagebl.", daß die Cö-liner Be. bördeii in der Erkenntn ß, daß die dortigen Unruhen vor Allem auf die Brandreden Hcnrici'S zurückzuführen sind, diese Persönlichkeit ganz besonder- im Auge behalten werde und im Zusammenhang damit gegenwärtig in Berlin eine Photographie dieses Agitator- recherchire, um aus diese Weise rechtzeitig einem ferneren Austreten deS ReichStagS-Eandidaten ber Berliner Antisemiten begegnen zu können. Die Ausregung in CöSlin bleibt ganz außerorbentlich; man will eine Reihe verdächtiger Persönlichkeiten von auSwärtS entdeckt haben, die unter ber Cö-liner Bevölkerung die antisemitische Hetze systematisch betreiben. — Die Regierung zu Marienwerder hat die Behörde angewiesen, Herrn Henrici nicht zu gestatten, die angekündigte Rede auf Schloß Hammerstetn zu halten. — Der „Tribüne" wird au- Pollnow in Pommern gemeldet, daß sich der dortige Tumult in nickt- von denen der Nachbarorte unterscheide, neu aber sei das Auftreten ton erweislich falschen Zeugen. Frankreich. Pari-, 13. August. Nack Meldungen auS Mecheria vom 8. ds. soll fick Dou'Amena in Arnsasra befinden; eine cu- 1200 Mann Insanterie, 4 Sckwadronen Kavallerie und e ner Abtheilung Artillerie bestehende flieget de Colonne war beordert, in der Nacht vom 8. zum 9. ds. sosort nach Ainsafra abzug.-ben._____________________________________________________________________________ lelrgraplsischr Depeschen. tBoIfT* tileflr. Berlin, 15. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Schluß der letzten Rede Gambetta'S enthalte in den Worten, in welchen ®ambetta die Hoffnung ausipricht, daß er den Tag sehen werde, wo die getrennten Brüder mit Frankreich vereinigt nürden, eine neue nicht mißzuverstende Hinweisung auf Elsaß - Lothringen, in ber Absicht, den bestehenden Zustand als Provisorium zu beze chnen. Gambetta stelle seine Revindication im Namen des Rechts der Wahrheit und Gerechtigkeit, als ob Frankreich von den Ländern, welche Frarkreich im Lause früherer Zeiten seinen Nachbarn entriß, gerade auf Elsaß mehr Recht hätte, al- beispielsweise aus das linke Rhein- ufer und Belgien. Die „Nordd. Allg. Ztg." legt Namens der Wahrheit deS Rechts und der Geschickte gegen die Auffaffungen der Gambetta'schen Rede Verwahrung ein, bedauert, daß Gambetta in seiner hervorragenden einflußreichen Stellung kein Jahre vorübergehen laffe, ohne in öffentlichen Reden die Gefühle der Franzosen gegen Deutschland und den slatus quo von Neuem auszuftackeln und zu zeigen, daß er von den Franzosen als derjenige betrachtet sein will, der sich die Verwirklichung der ftanzösifchen Revanche-Jdeen zur Lebensaufgabe gestellt habe. Der Artckel schließt: Wir wünschen auftichtig bte sreundnackbarlichen Beziehungen zu Frankreich zu pflegen und zu befestigen, und werden deshalb jedem Versuche, fie alS flüchtig und provisorisch darzu- stellen, pflicktmäßiq entgegentreten. London, 15. August. Der Premier Gladstone wird heute dem Unterhause die Absichten der Regierung betreffs der irischen Landvorlgar_uii1lLLilLU- — Die „Times" glaubt, das Cabtnet werde nichts unversucht lassen, um die Vorlage zu retten, und dem Hause empfehlen, ohne Abweichung von den wichtigsten Plincipten der Vorlage einen zufriedenstellenden Ausgleich anzubahnen. Washington, 15. August. Nach dem heute früh 8 Uhr 30 Min. veröffentlichten Bulletin hat der Prästdent Garfield die vergangene Nacht schlecht geschlafen. Es stellten sich Magenbeschwerdcn mit häufiger Neigung zum Erbrechen ein. Von 3 Uhr Morgens ab war der Präsident etwas ruhiger, doch dauerten die Maqenbeschwerden fort. Washington, 15. August. 8 Uhr 30 Min. Abends. Nach Mittheilung der Aerzte Garfield's an New-Dorker Zeitungen war der Zustand der Wunde des Präsidenten zwar ein fortgesetzt guter, jedoch flöße der sehr große Schwächezustand große Besorgniffe etn. Der Magen versage den Dienst und müsse die Nahrung durch Jnjection zugeführt werden. Abends 9 Uhr wird weiter gemeldet: Das Erbrechen. Ist fett 5 Stunden nicht wiedergekehrt. Die Aerzte verordnen Morpbium'Emspritzungen. M o k a lei Gießen, 16. Auaust. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung Donnerstag, den 18. August 1881, Nachmittags 4 Uhr: 1) Die Prüfung der Rechnung der Armenkaffe vom Jahr 1881. 2) Die Schlachthausordnung bett. 3) Gesuch der Schützengesellschaft dahier um pachtweise Ueberlassung städtischen Geländes. 4) Gesuch des Schlosiermetsters Karl Stohr dahier um Baurrlaubntß. 5) Desgleichen des Weißbindermeisters Louis Hellmold dahier. 6) Gesuch des Philipp Wagner dahier um Erlaubniß zur Errichtung einer Ein- friedigung. 7) Gesuch d<8 Uhrmachers Wilhelm Böger dahier um Erlaubniß zur Anlegung zweier Luftschächte. 8) Wasserabfluß aus der Aktienbrauerei Gießen. 9) Gesuch der Aetienbrauerei Gießen um Erlaubniß zur Umänderung der Malzdarre. 10) Gesuch um Trottoirpflasterung auf dem Kanzleiberg. — Der uns aus einem hiesigen Clubconeerte rühmlichst bekannte Pianist Herr Herzog aus Berlin wird nächste Woche etn Concert hier veranstalten, wo in jetziger Saison morte den Musikltebhabern ein genußreicher Abend bevorsteht. D—. Vermischtes. Aus Hessen-Darmstadt, 12. August. Bauunternehmer Arnoldi von Köln, der Erbauer des Krähbergtunnels, ist im Laufe diescr Woche nach Mainz übergesiedelt um den Tunnel um die Stadt Mainz, der behufs Verlegung des Bahnhofs nöthtg wird, in Angriff zu nehmen. Bet dem Durchschlag des Krähbergtunnels dtffertrten die Richtungen nur um 2—3 Centtmtr., ein Beweis für die äußerst sorgfältigen Meffungen und Berechnungen der den Bau leitenden Ingenieure. Von Setten der hessischen Ludwlgsbahngesellschaft war die obere Aufsicht über das riesige Werk Herrn Ingenieur Schilling von Mainz übertragen worben, der sich der ihm gewordenen schwierigen Aufgabe vollständig gewachsen zeigte. Zur Zeit des Durchsch ags war von dem Tunnel eine Länge von 1595 Mtr., von dem Gewölbe eine Länge von 720 Mtr. fertiggestellt. Mainz, 14. August. In dem Academiesaal des Kurfürstlichen Schlosses fand gestern Nachmittag der 38. mittelrheinische Turntag, an welchem sich 73 Vereine mit 139 Vertretern mit 337 Stimmen bethetligtrn, statt; den Vorsitz führte der Sprecher des Mainzer Turnvereins, Herr Adam Allendorf. Nachdem Herr Allendorf die Versammelten begrüßt hatte, wurde zur Erledigung des ersten Gegenstandes der Tagesordnung, „Aufnahme neuer Vereine", geschritten. Herr Kreisvertreter Reuter von Darmstadt machte den Anwesenden die Mittheilung, daß in dem 1. Gau die Turngesellschaft Hanau, tm V. Gau die Turnvereine Gau Algeöhetm, Wmdelsheim und Gau-Odernheim und im VIII. Gau die Trnngesellschaft Bornheim in den Mittelrheinkreis ausgenommen worden seien. Die „Abrechnung der Mittelrheinkreiskaffe pro 1880/81 resp. die Entlastung des Vororts Mainz" wurde ohne Debatte erledigt, da die Gau- vertreter bereits am Schluffe des Rechnungsjahres Mittheilungen von dem Stand der Kaffe erhalten hatten. Es erfolgte nun die Wahl eines Ausschusses zur B'urtheilung der Mustrr- rtcgen beim XII. Mittelrhemischen Turnfeste". Als solche wurden durch Acclamation gewählt: C Demuth-Gteßen; I. Bender-Hanau; PH. Anton-Darmstadt; Peichör St. Johann Saar brücken ; Gehry-Mainz; Heidecker-Wiesbaden; Wolf Kieuznack; Baperad-Frankfurt a. M.; Stahl-Offenbach; Stckau-Eoblenz und Schütz Löhnberg. Herr Kreisvertreter Reuter-Darmstadt ergriff hierauf das Wort, um der abgescvtedenen, verdienstvollen Turnern des Mtttelrheinkretses zu gedenken; als socke bezeichnete er die kürzlich verstorbenen Heeren August Ravenstein (Frank- furt a. M.), Traugott unv Leisler (Metz). Dir Verdienste der Abgeschiedenen hob Herr Reiner gebührend hervor, worauf sich sämmtltcke Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Zu dem nächsten Gegenstand der Tagesordnung: „Bericht der Commission zur Revision der Kreissatzungen" hatte Herr Reuter (Darmstadt) zu referiren Redner bemerkte, baß heute die Zeit zu kurz sei um über die Aenderung ber Satzungen eingehend Bericht zu erstatten unv wird hierzu der im Herbst ds. Js, stattfindende Turntag des Mittelrhein Kreises in Aussicht genommen. Der Antrag des Gaues Rheinhessen: „Der Turntag wolle in Abänderung der seitherigen Bestimmungen über die Wahl der Preisrichter zum Preisturnen beschließen, daß die erforderliche Zabl der Preisrichter nach Maßgabe der Mitglitderzahl der Gaue aus letzteren gewählt werben", ebenso der Antrag des Turnvereins Neu-Jienburg: „Der Festbeitrag für da8 Mittelrheinische Turnfest darf nicht mehr über 2 X gesetzt werden", wurden von der Tagesordnung gestrichen, da beide Anträge bei der demnächst sta X Weißkraut 100 St. JL 00—00. Frankfurt, 15. August. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39.50, Nr. 2 X 37.50 Nr. 3 X 32.50, Nr. 4 X 2«.50, Nr 5 X 25.50, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 27—28, do. I (Berliner DZarfe) X 26.50—00, do. II (Berliner 3Rarte) X 22, Weinen effectiv hiesiger ab Bahnbof hier X 25.00- 00 CO, ab unserer Umgegend X 24.25—24.75 do. fremder je nach Qualität X 22.50—24.00, Roggen, je nach Qualität X 20.00—20.25, Gerste X 1k-20.00, Hafer 15 00-16, Kohlsamen X 27.50—28.50, Erbsen X 19—27 Wicken 16.50 - 17.50, Linsen X 20-40, Bohnen, weiße, X 23—25, 9?oggenfieie X — Weizenkleie, grobe und feine X —. Rüböl, Detail, X 64 Stimmung fcst. Hauptsächlich gefragt war: Weizen und Hafer. Dringend offerirt: —. (Die Preise per 200 Pfd. Zollgewicht = 100 Kilo.) Frankfurt, 15. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Hngetneben waren ca. 360 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rmder, 280 Kälber und 200 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. dual. X 63—66, 2. Qual. X 60—62, Kühe und Rinder 1. Qual. X. 54 -55, 2. Qual. X 45-50, Kälber 1. Qual. X 40-50, 2. Qual. X 35—45, Hämmel 1. dual, x 58—60, 2. Qual. X 40 -50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine wurden 560 Stück angeführt und daS Pfund mit 62—63 bezahlt. Frankfurt a. M., den 16. Aug., Nachmittags 2 Uhr 10 Mm. (Telegr. Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Credit- actien 3153/*, Staatsbahnactien 3173/«, Galizier 2863/*, Oest. Silberrente 68^, 4% Ungar. Goldrente 79V,8 4% 1880er Russen 76, 2- Orient-Anleihe 6V/2, 5% Rumänische Rente 92V,. Tendenz matt- Ilcur Hoti. IhUiyirinße, iUarinirtr Häringr, Wrintflig und (firmier Mebcrt £tiibl 5291) Schaufenster mit vaben, GlaL- tbüren, 1 Treppe, leere Kisten und 1 Koch, Herd zu verkaufen._________Zr. "Xuqer. Arnica! von Jacobs .V JUiillrr in tzagrn i. W. Vorzügliwstc« chemisches Waschlaugen- pulocr. spart bedeutend Seife, ersetzt vollständig Soda sowie Bleiebe, und enthalt gar kerne sedadliechen Bestandtheile. 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Amtsgericht Lich. 5387) L a n a e r mann- Mittwoch drn 17. August, Nachmutads 2 Uhr, werden in der Flett'»chen Hofraithe dahier 2 vollständige Betten, 1 Kommode, 1 Kangpee, , 2 Hobelbänke öffentlich, meistbietend gegen Baarzahlung verste-gert. Gießen, den 3. August 1881. Bühner, 5385) Gerichtsvollzieher zu Gießen. In der Gemarkung Lollar soll tn ten -wischen dem Wege nach Daubttngen und nach der Holzmühle liege,.den Oemarkung-thetle., der Fluren I, XI und Xll eine neue Feldweg-Anlage mit Regulirung und beschrä kter Zusammenligung der Grundstücke aus Gtmtd dec Gesetzes vom 18 August 1871 und ter hierzu erlassenen Instruction vom 7. November 1876 vorgenommen werden. ES ergeben nachstehend unter Nr. 1 b l 7 einschließlich Aufforderungen unter Vorbestimmung einer Frist von drei Monaten unter dem RechlSnachihei»e, laß R efcte der gena. itten Art, welche bi- -um Ablauf dieser Frist weder in den öffentlichen Grund- und Hvpothrkei.büchern noch in den in Gemäßheit der Anmeldungen ouszustellenden Ver-e.chniffen gewahn find, bei der stattfindenden Zusammenlegui.g unberückstchttgt bleiben, sowie daß erloschene, aber m den öffentlichen Büchern noch nicht gelöschte Rechte al- fortbcstehe, d behandelt weiten würden. Die Aufforderung ergeht: 1 j an Diejenigen, welche Grundstücke tm Zusammenlegungsbezirk erworhen, aber ihren Eintrag >m Grmchbuch be-'.ehuugSweise tm MntalionS' Verzeichntffe noch nicht erwirkt haben (Art. 14, pos. i), um die Grrichlmig und Jvgroffatwn ihrer Etwerbtitel ober die Berichtigung irriger Einträge (Art. 23 und 24 de« Gesetze-) zu erwirken; 2) an Diejenigen, welche zwar im Grundbuch stehen, aber weil sie schon vor Eii.führuttg bm Gru- dbuch eintragen zu lasten; 5) an Diejenigen, welche Pfandrechte, (^igeutburuSvorhalte, RevocationSrResolutions- rb r 9tichtigkeits-2eparar tiPHO« oder andere Licherheits Rechte, die weder im Hypothek-n- noch un Grnn^'Buch gewahrt sind, an zur Zu ammen- legung bestimmter Grundstücke gelte.0 machen können (Ar. 14 pos. 5 des Gesetze-) um unter Vorlage der bet effenden U künden unb genauere Bezeichnung der Forderung unb berjenigeu Grundstücke, welche zur Sicheryeit dienen, die E.nträge in bi öff i.tlichen Bücher zu erwirken, bezw. die Auszeichnung der Grundstücke zum Zwecke ter Eonstituirung eine- dieselbe Sicherheit bi te den Surrogats bei der Zusammenlegung in dem vom Gerichte zu errichtenden Verzeichniste zu beantragen; 6) an Diejenigen, welche Realservituten, die nickt durch die bei der Consolidation vorzunebmende neue Weg- und WäfferungS Regu- lininfl er'öjchen, foi b.rn nock nach derselben geltend zu machen sind, z. B. Weg- ober Wastellcitungs Gerechtiakeiten zu Gu ftm von (Srunb- stücknt. die nicht in bie Zusammenlegung fallen, Lehm-, Thon- oder Sandgrube Berechtigungen auf zur Zusammenlegung gehörigem Gelände anzusprechen haben, feiner an die, welche solche Grundstücke zur lebenslänglichen Rutzniepung, zur Benutzung als Brautgabe big aut geschw.sterlichtn Teilung zur Sicherung einer lebenslänglichen Leibzucht- oder Auszugs-Berechtigung anzusp.ecken haben (Art. 14 pos 6 des Gesetzes) um ihre Ansprüche unter Vorlage der betreffenden Urkunden, genauere Bezeichnung ihres Anspruchs und der betreffenden Grundstücke, oder im Falle des Widerspruchs des G gnerS die Anstellung der entsprechenden Klage, unter Beibringung e ner Bescheinigung über solche, in dem vom Gerichte aufzusteller.deii Verzeichnisse trabrrn zu lasten; 7) an Diejenigen, auf beten Grundstück n in den öffentlichen Büchern solche Rechte eingetragen find, welche fie für erloschen halten, ober noch nicht haben lö'chen lasten, um diese Lö chunq unter Vorlage der nüthigen Bewe.se hierzu erwirken (Art. 14 pos. 5 a. E des Gesetzes ) Gießen, den 14. August 1881. Mgdvtrpachlung im Grüningtr und Torsgillcr Mnrkwald. Donnerstag den 18. August, Mittags 1 Uhr, soll die J-gd im Grüninger und Dorf- pifler Markwald auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend auf hiesigem RathhiuS verpachtet werden. Grüninaen, den 8. August 1881. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. 5230) Leidick._____________ Jagdverpachlung der Eemarkung (Srüninsten. Donnerstag den 18. August, Mittag« 1 Uhr, soll die Jagd hiesiger Gemarkung auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend auf hiesigem Rathhaus verpachtet werden. Grüningen, den 8. August 1881. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. in B« J. Weitzenkorn 4885) liswiriertr durch die Agentur von 5365) Lindenhof^. (5379 Giessener Gaswerk 5202) Zu allen Preisen der Concurren)! 9teue-Bäue B. 9:>. mietben. Mäusburg 44, Rohe Kaffee’s: Beste vtL n A. 22. (5376 Feinste Reis- und Weizenstärke. Stangen- und Kugelblau. Fettlaugenmehl. Waschcrystall und Stärkeglanz. (3949 Borax. w (4770 Berautrvortltche Redactton: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. M »1 1> 23 20 nach Amerika erhalten billigste und reellste Beförderung mittelst Post-Dampfer des Norddeutschen Lloyd in Bremen, Perl Santos Java, grün . Guatemala . Java, fein blau Laquayra Ceylon . . Martinique . Fein Ceylon Neilgherry . ff. Ceylon . Perl „ . Feinst Ceylon des Co des Co des Co NB. engl. Bleichseife prima Kernseife n Harz- „ „ marm. Seife hellbr. Harzseife vareav - S-Hr Vermischte Anzeigen. 5323) Ein gesitteter Junge, welcher Kellner werden will, kann sofort eintreten. Näh. in der Exped. ds. Bl. 5377) Bei Heizkraft Calcinirte und crystall. Soda. Bleich - Soda. —.40 —.38 —.36 —.30 —.26 5366) Auf Michaelis wird ein tücht. Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Gute Zeugnisse sind erforderlich. Näh in der Exped. ds. Bl. 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