""tr zu »tun. Garlsilb. 1 iu Dtnnlt^n Umsch. L ^e* Zimmer btJ,e^ür Aille MU70J2. ^obtrSirdL in bei ÜMH. 2Z7i. fUV;^ 3'0: 1- 3uh ju Der» ^anfiurterfii. lU und Bode» Igebkn werden. « mit 8ab:ntt JamÄreuj. eljnunft ju vtr- ter find), 'eu der mittlere il- Juli an Vuchger. Jlu verm elden rchützenstrabe m SellerSberß, per 1. Juli iu der Exp. d Ä. 7 ist der obcrfie vermielhm. bllrte§ Zlmmn machrr Bö,lN. itnbant Waltba eit juoennitlbin Carl Leib nlogitz zu vn- Wnbossirap. gehende Zimmer, ober auch rinjdn S. Elsoffer. u cermietben bet Wehstenigasie ck meines Mbcr: i Zimmern, nedst li an eine nid'ge )r v. Skitgen^ ter Hau» (l'n trfiuniigtS rogii Witzen. iirm ist *'«*• imgtblnbm»»» jerbeib_____,— omiaits Cabm (i jiltoWjL- 3 » «*•{• !7 in d-r W* idow, «r etaotW«'*' t - Tpritzc" sss Avsr V8* dkr. 90. Crrfleo Blatt. Sonntag oen 17. April 1SSI. Kichener Anzeiger Aussige- uub Amtsblatt für bcu Kreis Cieftu. vwreeet vchulstraße R 18. Erscheint täglich mit Ausnahme bet Montag». Preis vierteljährlich 1 Mart 20 Pf. mit vringerl.hn. Durch die Post bqogen vierteljährlich 2 Mart 50 p'. Amtlicher HKeil. Bekanntmachung. Nachdem die Maul- und Klaue, seuche unter dem Virbstand der Wtttwe Wagner in Bollnbach (Caasen) erloschen ist, find die Sperrmaß- regeln wieder aufgehoben worden. Gießen, am 14. April 1881. Großherzogllckes Kreisamt Gießrn. Dr. Boekmann. ____ Gefundeue Wegeustände: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brocke, 1 weiße- Taschentuch, 1 seidene- Halstüchelchen, 1 Taschenmesser, mehrere Schlüssel, 1 Paar Glacehandschuhe. Gießen, den 16. Apr>l 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. FreseniuS. O st e r u. Die Aufetstedung de- Heilands ist nicht allein ein erhabenes Wunder der Religion, so, dein sie »st auch zum sinnigen Gletchniß geworden für den Triumph dr- H.mmclS über die Hölle für den Sieg d,s L chie über die Fit.» fielni^. deS Gebens über den Tod, und olljöhr.tch ergärzt die Alin utter Natur durch den Steg deS Frühling- über den starren Winter die Re he erhebender B.lter, welche u, S gleich der heiligen Legende lehren, daß Tod und Derwefurg nur eine Stufe find zu höherer Vollendung. Tie E, twicklung des Planet«', den wir bewohnen, die Geichichte des Me, scher geschlrchtS, die Lebenslausbahn des Irdiuiduum- sie lehren uns allesammt die göttliche HeilLwahrheit er keinen, daß der ewige Kreislauf in der Natur niemals zurück ühit zum Uncoll- kommenen, so, dein zu höheren Stufen der m teriellcn und geistigen Entwicklung. Tie Macht des W siens und die Freiheit der G>danken, sie führen zurück zu Gott ui d zum Glauben, die rerlorene ui b abtrünnige Seele, der zrgende und zweifelnde Geist, sie firden wieder den reinsten und edelsten Trost in der schönen Lehre der Religion ron der Auferstehung und von dem ewigen Leben. Der hehre Klang der Lsterglccken mahnt zu innerer Einkehr, das fiou.mt Wert fir der eine £,uu Ctä>te im Herzen, und der Iubelgesang im Gotieshause erquick: die Seele gleich dem Frühlmgsson'er strahl und dem Loblied der gesie- dertrn Sänger im grünenden Wald. Die Lfferbarung reuen Lebens läßt mue Hoffnungen erblühen auf eine rechte Flühlingszeit rm Leben unsere-Volkes, aus s»ire Auferstehurg au- Trübsal und Noth, auf seine Rettung au- der Gefahr der Versumpfung und Verdi.v nrung, und der Segen, der dem frommen Sange und der sröbl chen Arbeit folgt, der Kerne sprefien und die Blüthe zur Frucht werden läßt, kann nicht au-blerben, wenn im öffentlichen und geistigen Leben de: Natron die Sonne das Ei- der Herzen schmilzt, die Nächstenliebe über die Noih, die Duldsamkeit über die Perrolgung, die Lrebe über den H ß triumphirt. In allem Stre te ».ersshnt die Zeü, siegt die Liebe, denn sie ist unsterblich gleich dem Allmächtigen, der sic in die Brust deS Menschen al- köstliches Erbgut gelegt hat. AlleidingS liegt noch in weiter Ferre da- Dstern, da- ein Auferstehungs- fep der Liebe genannt werden könnte. Ncch stehen sich die ersten EuUur.ölker der Welt, seufzend unter der schurren Last, alS feindliche Brüder gegenüber, noch ist der Haß der Erbfeind, welcher Siaoen, Germanen und Romanen trennt und alle zwingt, sich mit Kanonen und Gewehren vor einander tu schützen ; noch dräuen alljährlich neue Corflicte, wie jetzt n Tunis und an der griechisck-türk schsten. Auf dem R chtplatze und in den angrenzenden Straßen batten sich große Menschenmaffen angesammelt. Die Crdnung ist nraenr- a-siört worden. Lokales. Gießen, 16. 8t>nL Urtn die am iRonta^ H,erselb8 ihre Vorstellungen gebende Kinstler-SeielljrLsfl Dippel & Seigmann ber-Lten Taimkiäcter Blätter unlerm 29 MLrz: Tie frfcen seit ewiger Zeu im .SLüzenbo^' dabier sich producirende Künstler-Eesell- skbosr Dippel ät Veitzman bot gestern tn ;wet Vorstellunaen den Besuchern derselben einige reckt genußreiche Stunden. Die Salr-morraleb der Herren Witzmann und Dippel jun. gehören mir ;u den besten Leistungen, besonders wenn man den knaxp zvgemefienen Raum dabei in Betracht zieht; die Leiterpprarniden, au-gerübrt von 5 Personen wurden von dem Publikum mit vielem Beifall auf-enornrnen und ist hierbei besonders die Ruhe und Sicherheit des Herrn Lee ar ins in feinen Stellungen lobend zu erwähnen. Hnrn Bögler gehört unstreitig alle Äneikennung in seinen Uebungen am Trapez, sowie durch seine mit eminenter Fertigkeit und Kraft auSgeftitrten und selten gesehenen Uebungen und laffen sich dem für derartige Künste inreresstrten Publikum bestens empfehlen. — Gestern Abend gegen 7 Ubr entleibte sich ein hiesiger Einwohner mittelst eine» Revolver^ckusies durch die reckte Schläfe. Eine schon tangere Zeit wahrgenommene Melancholie mag wohl die Ursache des unseligen Entschlofies gewesen sein. — Einem in der Statt eirculirevben Gerückte zufolge soll ein in der Nähe von Gießen domicilmer Oberförster von einem Wilderer erschossen worden fein. — Richt zwei, sondern fünf Wäschertebstähle wurden auf dem Selterßberg in der Nacht vom 13. auf den 14. dss. ausgeführt. Es fern nicht genug davor gewarnt wrrden, daß die Hausfrauen die Wäsche über Nacht tn den Gärten liegen laffen. Vermischtes. Lang-Göns, 16. April. Gestern Mittag gegen 3 Uhr brach in dem Schuppen des Jacob Plitsch dahier Feuer aus, welches durch die freiwillige Feuerwehr alsbald gelöscht wurde, jo daß nur geringer Schaden am Gebälk dieses Schuppens und dem dicht anstoßenden Wohnhause entstand. Darmstadt, 14. Avril. Nach einer amtUchen Uebrrficht über den Telegraphen- Verkehr im Großherzogthum Hessen im Jahr 1880 betrug die Zahl der Telegraphenämter, bezw. Stationen 157, wovon 9 in vollem und 148 in beschränktem Tagesdienst standen. Die Trlegraphenltnien hatten eine Länge von 1224,3 Kilometer, die Leitungen eine solche von 3081,3 Kilometer. Im Betrieb befanden sich 260 Apparate, wovon 30 Fernsprecher; beschäftigt waren in demselben 50 Beamte und 17 Telegraphenboten. Die Zahl der auf- gcgebenen Telegramme umfaßte 172,822 inländische und 44,068 ausländische oder im Ganzen 216,890 Stück, wofür an Gebühren 200,171 erhoben wurden. Im Vergleich zu dem Stand, bezw. den Ergebnissen von 1879 sind die Stationen um 13, die Apparate um 17 vermehrt worden, ebenso haben die Linien und Leitungen eine entsprechende Erweiternng erfahren. Die aufgegebenen Telegramme zeigen eine Vermehrung von 17,660 Stück, die erhobenen Gebühren von 10,774 An dem Telegraphenverkrhr waren im Jahre 1880 die Provinzen Starkenburg mit 67,153 aufgegebenen Depeschen und einem Gebührenertrag von 63,584 JL, Oberhessen mit 35,876 Stück und 27,991 „H. und Rheinhessen mit 113,951 Stück und 108,596 JL betheiltgt. Die Zahl der aufgegebenen Telegramme beträgt daher für letztere Provinz 52.6 pCt., für Starkenburg 30.9 und für Oberhessen 16.5 pCt. der im Großherzogthum überhaupt aufgegebenen Depeschen. Die besonders hervorragende Stellung, welche Rheinhessen in dieser Beziehung behauptet, erklärt sich durch den verhältnißmäßig sehr umfangreichen j Verkehr von Mainz, der mit 33.2 pCt. des Gesammt Telegraphenverkehr unseres Landes den- i jenigen der Provinz Oberhessen um das Doppelte überragt und selbst noch über denjenigen der ' Provinz Starkenburg beträchtlich hinausgeht. In den 5 größten Städten des Landes wurden Telegramme aufgegeben und an Ge- < bühren erhoben: Mainz 72,090 Stück, 71,709 Darmstadt 35,122 Stück, 35,274 Offenbach 9939 Stück, 10,38 Worms 15,266 Stück, 15,689 Gießen 15,071 Stück, 11,157 An aufgegebenen Telegrammen kamen im Jahre 1880 auf 1000 Einwohner: Großherzogthum Hessen 23.1, Provinz Starkenburg 18.0, Oberhessen 13.5, Rheinhessen 41.1 Stück. In den Städten Mainz 117.2, Darmstadt 85.0, Offenbach 34.4, Worms 80.2, Gießen 88.7 Stück. Auffallend ist es, daß Offenbach mit seiner weit ausgedehnten Thätigkeit in Handel unv Industrie unter diesen Städten die letzte Stufe einnimmt. Als nicht uninteressantes Factum mag endlich noch erwähnt sein, daß in Jugenheim a. d. B. im jüngsten Jahre 1179 Telegramme aufgegeben und an Gebühren 1501 erhoben wurden, wogegen im Jahre 1879, bei der Anwesenheit Ihrer Majestät der höchstseligen Kaiserin von Rußland, die Zahl der Telegramme 2333 Stück und die daraus erwachsene Einnahme 6759 Jü betragen hatte. — [Militärische Sansculotten.j Das Parlament von Honolulu hat die von dem französischen Kriegsminister verlangte Bewilligung einer Summe von 825,000 Frco. zur Anschaffung der bisher nicht im Gebrauch befindlichen Beinkleider für die Armee einstimmig ab-- gelehnt. Diese Armee ist nicht die einzige, welche so mangelhaft bekleidet ist. In Haiti hielt Kaiser Soulouque eine Revue über seine Truppen, aber mit Rücksicht für einige anwesende Damen begann Se. Majestät sein Commanvo folgendermaßen: Diejenigen, welche Röcke und Beinkleider haben, in die erste Reihe! Diejenigen, welche blos Beinkleider haben, in die zweite Reihe! Diejenigen, die gar nichts anhaben, in die letzte Re.he! — [Sin Sohn, der seinen Vater errängt.] Man schreibt aus Stuttgart: Der Taglöhner Ehr. Mayer von Lauffen a. N., eines Vergehens wider das Leben seines Vaters an- getlagt, hatte seinen eigenen Vater auf dessen ausdrücklichen Wunsch erhängt. Dieser, der Vater, sollte wegen Betrugs und Veruntreuung in Untersuchung gezogen werden, lag aber in Folge eines Beinbruchs zu Bett. Um der Schande zu entgehen, halte er seinem Sohne befohlen, ihn aufzuhängen. Der Sohn befolgte den Befehl des Vaters, trug ihn auf den Speicher und knüpfte ihn dort auf. Die Heilbronner Strafkammer verurtheilte den gehorsamen Sohn zu 3 Jahren und 9 Monaten Gefängniß. Ben Akiba hat doch Unrecht mit feimm „Alles schon einmal dagewesen". — [9)er Sohn im Schranks Die heitere, aber verbürgte Thatsache, daß ein Gerichtsvollzieher seinen eigenen Sohn unter Siegel gelegt hat, verdient jedenfalls der Vergessenheit entiissen zu werden. Eine in der Georgenstraße zu Berlin wohnende unverhelrathete Dame, Frl. Sch., hat ein Liebesverhältniß mit einem flotten jungen Magistratsbeamten. Am Montag früh führte den jungen Beamten sein Weg am Hause seiner Braut vorüber nnd er huschte schnell hinauf, die Angebetete mit einem kurzen Besuch zu überraschen. Kaum war er etn- getreten, als es abermals vernehmlich pochte. Der jungen Dame war es sehr unangenehm, so zu früher R.'orgenstunde von einer Nachbarin vielleicht schon mit einem Herrnbesuch angetroffen zu werden; sie veranlaßte daher ihren Seladon, in einem Kleiderschrank Platz zu nehmen und verschloß diesen schleunigst Wer beschreibt aber ihr Entsetzen, als sie beim Oeffnen der Stubenlhüre den Gerichtsvollzieher erkennt, der mit mißtrauischen Blicken das sehr einfach möclirte Zimmer überfliegt. Der gestrenge Beamte hat eine Pfändung über ein nicht unbedeutendes Klageobject zu vollstrecken; von der reizenden Gx-'quendin war nämlich vergessen worden, eine Schneiderrechnung zu berichtigen. Der Beamte hatte mit einem Blick übersehen, das; der omniöse Kleiderschrank das einzige Möbel war. welches seine Forderung decken konnte, und da er außerdem vermuthete, daß das neue Costüm in ihm befindlich war, gebot er, den Schrank zu öffnen. Fräulein Bertha, bis über die Stirn erglühend, erklärte, daß sie den Schlüssel verloren habe. Der Herr Gerichtsvollzieher lächelt ungläubig, sagt aber, er werde einen Schlosser holen und legt vorher das bekannte blaue Siegel auf das Schlüsselloch des Spindes. Kaum halte sich die Thür hinter dem gefürchteten Manne geschlossen, als der Gefangene die Oeffnung seines engen Kerkers mit d.n zärtlichsten Buten und endlich mit Drohungen verlangte, während das zitternde Mädchen ihn beschwor, das unvermeidliche Schicksal dieser Stunde mit Würde zu tragen. Inzwischen meldet ein starkes Pochen das Wieder- erjcheinen des Gesetzvollstreckers. Ehe dieser aber den mitgebrachten Schlosser anweisen kann, das Schloß der Spindes zu öffnen, drängt die jung: Dame den biederen Handwerker in die Küche und überreichte dann mit kläglicher Gcderde dem B.amten den Spindensch'üssel. Dieser öffnete nun sofort die Thür, platzt aber entsetzt mehrere Schritte zurück und die Dame wird in einer sie plötzlich anwandelnden Ohnmacht gestört, als die sonderbaren Worte an ihr Ohr schlagen: „Jung?, Karl, wie kommst Du denn in den Käst n hinein?" und sie mit süßsaurer Miene ihren Erkorenen aus dem Spinde, klettern sieht. Die Situation, die an Komik nichts zu wünschen übrig ließ, klärte sich durch einige Worte bald auf Ein sehr boshafter Zufall hatte cs gewollt, daß der Gerichtsvollzieher-Vater den eigenen MagistratSbeamttn-So.m „ein- gesiegelt" hatte. — [(Sine Rothschild-Anekdotes Einer der populärsten Schriftsteller Frankreichs, der an der Spitze einer Sammlung zu Gunsten eines armen Knaben steht besuchte in dieser Angelegenheit auch die Baronin Alphonse Rothschild in Paris. Sobald er den Zweck seines Kommens genannt batte, reichte ihm die Baronin zehn Napoleons. Dann aber begann die Dame ein lebhaftes Gespräch über die Tagesereignisse. Rach kurzer Zett jedoch erhob sich der Journalist und bemerkte bedauernd, er müsse auf die Fortsetzung der geistreichen Unterhaltung lewer verzichten, denn, „erfahren Sie, Frau Baronin, daß ich meinen Freunden gegenüber die Verpflichtung übernommen habe, heute noch 10,000 Fr es. zum Wohle unseres Schützlings cm- zmarnrneln, und diS jetzt habe ich erst, Ihren großmüthigen Beitrag eingerechnet, 800 Francs in der Tasche." Lachend erwiderte Baronin Rothschild: „Einer simblen Geldfrage wegen lass n wir uns nicht auS dem Eoncept bringen", und an ihren Schreibtisch gehend, händigte sie dem Schriftsteller eine Anweisung auf den Betrag von 92"0 Francs ein. [Ein Testament.s Vor einigen Tagen hat in Berlin der Kaufmann N. unter dec Angabe, dav er krank und bettlägerig sei, das Gericht ersucht, sein Testament in seiner Wohnung machen zu können. Die Gerichtsbeamten trschienen und ließen zunächst feststellen, ob der im »ett liegende Fieberkranke auch der Kaufmann N. sei. Die Pflegerin des Patienten rief den HauSwirth, welcher außsagen konnte, der Kranke wäre seit geraumer Zeit sein Mtether. Hierauf geht die Testamentsaufnabme vor sich, cs dauerte aber nicht lange, so entsteht auf dcm clU\- ; c8 begehrt Jemand eingelassen zu werden Die Pflegerin weigert sich, dre Thür zu offnen, sie wird indeß hierzu von dem Richter veranlaßt, und der Emvringende ru c: „ycr da will sein Testament machen? Das ist gar nicht der Kaufmann N., Kaufmann N. ist seit wenig Stunden tobt." Im Nebenzimmer fand man wirklich bic Leiche und der Patient wurde festgenommen. Er war ein Verwandter des Kaufmanns N. und wollte rasch ein Eodicill zu dessen Testament aussen lassen, bei welchem der Fi.bcrkranke nicht bedacht worden war. Der Verstorbene batte ein erhebliches Vermögen Hinterlasten - [Ein Roman.] Eine Geschichte, welche der Phantasie eines französischen Romanciers alle Ehre machen konnte, wird aus Groß-Kanizsa in Ungarn mitgeth-ilc. Dor vier Jahren erregte es daselbst großes Aufsehen, als mit ungeheurem Aufwande der Leichnam einer F:au IRannaberg aus Paris dahin befördert wurde. Die Dame war eine geborene Kanizsaerin und hinterließ testamentarisch die Verfügung, in ihrer Vaterstadt begraben zu werden. Am Todestage ihrer Mutter trafen nun die Kinder derselben regelmäßig aus Paris in Kanizsa em und b erteilten größere Summen an die Armen. Dieser Tage erhielt der Kanizsaer Gerichtshof ' aus Paris die Mirtkeilung, daß sich Frau Mannaberg wohl und im — Gefängniß befindet. Im Einverständniß mit ihren Kindern ließ sie sich für tobt ausgeben, um bie Summe von 170,000 Frcs., auf die sie versichert war beheben zu können. In Groß-Kanizsa aber liegt eine Fremde als „Frau Mannaberg" begraben. Literarisches. — Don Ferdinand Siegmund s: „Aus der Werkstätte des menschlichen und th.erischen Organismus" (Wien, A. Hartleben s Verlag. In 20 Lieferungen ä 30 Kr. ö. W. — 60 ftnb uns die Lieferungen 7 biS 12 zugekomm.n. Wir finden darin eingehende Betrachtungen über Blutbildung und ®lutbero?gung. Die ganze Theorie der Athmung in der fesselndsten Dar- stellung; dann Belehrungen über die thiensche Wärme, über die Ausscheidungen, unter denen namentlich der Abschnitt über die Haut, Nägel und Haare ein besonderes Jniereste für jeden Gebildeten hat, da die Pflege derselben trotz alledem noch immer nicht rationell betrieben wird. In dem Capitel über die Bewegungen werden wir belehrt, wie es eigentlich kommt, daß wir uns von der Stelle bewegen. So einfach dies auch manchem erscheinen mag, so sind doch viele über den Bewegungsmechanismus des menschlichen Organismus ganz im Unklaren. Daran schließt sich die Erklärung über Stimme und Sp ache, über die Klangbildung im Stimmorgan und über die Art und Weise, wie eigentlich die Laute gebildet werden, unv sind hier bie neuesten Untersuchungen Helmholtz'^ benützt worden. Den Schluß bildet die Mechanik und Chemie der Muskeln und die Thätigkeit bei Nerven, die bekanntlich im menschlichen Organismus eine so hervorragende Rolle spielen und mit den Sinnesthäligkeiten in innigem Zusammenhänge stehen, also mit Recht die Thätigkeit der Forscher tn Anspruch nehmen. So roexten die Abschnitte über thierische Elektricität, über den feineren Bau der Nerven, über bie wichtigen ftuncuoncn des Auges gewiß mit großem Interesse gelesen werden Da auch hier Der Verfasser bie neuesten Ergebnisse bet Wissenschaft auf biesem so schwer zu erforschenden Gebiete ben Lesern mutbei t. Die beigegebenen zahlreichen unb schön ausgeführten Illustrationen sinb ein nicht zu unter schätzenber Behelf zum Verstänbniß des Ganzen. Handel und Verkehr. Gieße«, 16 April. Hu| uan heutigen E2ch»nmartre tuttu. «jutter p-r Pfd. »-L 1,12 bis vM 1.20, Hühnereier 1 Scück 0 H, 2 Sc. 9 - 11 Gänsceier 1 St. 10 12 H Käse per St. 4-8 Käsematt; per Stück 2-3 H, Erbsen 1 Liter 23 H, Lin,en i Liier 26 H Tauben da» Vaar^L 0.75—0.90, Hühner p. St. X 1.35—1 50 Hahnen p. St. jk. 1.00-1.70, Gänse pr. Stück 0—0 JL, Enten per Stück X 2 2 60 Ocrssrrrfi-uch 66 , 0H per Pfd., Kuh. unb Rindfleisch 48—50 Kalbfleisch 40- 45 H, Hammrlfirnck 60 70 Schweinefleisch 66—68 3), Kartoffeln per iOO Kilo 4 00-4.50 Zwiebeln v- Ltr X 15—00 Milch per Liter 16 unb 18 Weißkraut 100 Stück JL O.jO—00, Enteneier per 1 Stück 0—6 A Welsche JL 7-7.00. Auszug aus den Standesamrsregistern des Standesamts G eßen Vom 9. bis 16. April 1881. »Aufgebote. 9. April. Taglöhner Emil Henkel von Gießen mit Katbarine Roth, Tochter bcs »erstorbenen Arbeiters Johannes Roth von Groß-Eichen. 13. Kaufmann Philipp Christian Rcib.r von Gießen mit Emma Metzger, Tochter des Retzgermetsters Johann Jacob Metzger von Langen. 13. Kaufmann Gustav Stahl von Tübingen mit Elise Emilie Auguste Lange, Tochter des Kaufmanns Karl Christian Lange von Niederscheld. 6 f !» o j t n e. 8. April. Dem Schmelzer Ph lipp Körber IV. eine Tochter, Elisadethe Margarethe. 7. Dem Briefträger Joseph Staubach eine Tochter, Anna Marie Christiane. 9. Dem Instituts- Vorsteher Dr. Franz Kübel eine Tochter. 5. Dem Steinhauer August Häuscr eine Tochter, Auguste Johanna. 8. Dem Gärtner Friedrich Georg ein Sohn- 5. Dem Schubmacher Johann Koob eine Tochter, Johanna Elisabcthc Katharine. 7. Dem Bauunternehmer Anton Petr» eine Tochter. 5. Dem Heizer bei der Mam-Wejer-Bahn Philipp Manck eine Tochter, Karolinc Elise Emilie. 7. Dem Wagner Georg Zeiß eine Tochter, Marie Louise 11. Dem Taglöhner Heinrich Roth ein Sohn, Georg Karl. 10. Dem Kaminfeger Franz Nebl eine Tochter, Emilie. 7. Dem Taglöimer Andreas Baumann ein Sodn, Ludwig. 12. Dem Hautboist im II. Grotzh. Hessischen Infanterie - Regiment Nr. 116 Johannes Grömng.r em Sohn. 14. Dem Uhrmacher Philipp Karl Schmidt ein Sohn. 7. Ein Sohn von auswärts, Hemrick. Gestorbene. 8. April. Dem Uhrmacher Heinrich Friedrich Reit eine Tochter, 3 Wochen alt. 8 Marie Unverzagt, geb. Koch, 57 Jahre alt, Ehefrau des Schmiedmcisters Justus Georg Unverzagt. 9. Karl Heinrich Wilhelm, 3 Wochm alt, Sohn des Lazarctbgehü fen Wilhelm Oöll. 8. Eiisabcthe Wissig, geb. Lingelbach, 79 Jahre alt, Wittwe des Wirths Friedrich Wüsig. 7. Zlmmermann Georg Schmidt, 22 Jahre alt von Zell. 9. Katdarinc H nriette Johanna Clara, 6 Jahre alt, Tochter des verstorben n Dachdeckers Georg Insel. 10. Kuticker Robert Stadel, 30 Jahre alt, von Garbenteich 9. Katharine Berger, 25 Jahre a't, von Londorf. 12. Ulrike Mannkopff, geb. Boetticher, 78 Jahre alt, Wittwe des Geheim n Justiz- uns Kammcrger'chtsraths Adolf Mannkopff 13. Anna Eiisabcthe, 5 Jahre alt, Tochrer des ver stcrdenen Taglöhners Jost Burk. 14. Elisabeths fünfer, geb. Diehl, 33 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners Heinrich Münker. 13. Marte, 1 Monat alt, von auswärts. 11. Doiothea Christiane Schmidt, geo Kreiling. 73 Jahre alt, Wittwe des Fabrikarbeiters Wuh Im Sümtdi. 14. Charlotte Anfang, geb. Meyer, 29 Jahre alt, Wittwe des Ludwig Anfang von Rockenberg. Dkk! 2632) Nachtrag Franksurt- Kelkehr ir Verbandst Heilen. Gitsl'N, (’jroj W In bftn zeichnen Htnde Ein 1) 3uliu: hier V dem ' btt gemei ausgi alltln Acttvk ükergc Ferdis Plank 2) Am 2( dadikr der gh seiner 2 Wittlv! G-schäs girma i'una k Müller 3) Wilheli hanstei i. d. Colonia „Gebr. Vertret Airma 4) Die Ur Albert! löscht. Gießen, Troßheizvtz 2639) im Gie Montag von i soll im G bezirk Stol "llchverzej^ werben: Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gerau, tr Den 14. April. Eine unehel. Tochter von auswärts, Elisabeth, geb. den 26. Februar. Beerdigte. Den 16. April Georg Schmidt, Zimmermann aus Zell, des dafigen Zimmermanns Johannes Schmidt, ehel. Sohn, alt 22 I. 7 T, gift, den 7. April Denselben. Marie Unverzagt, geb Kock, dev Kohlenhändlers Justus Georg Unverzagt Ehefrau, alt 57 I. 8 M. 5 T-, geft. Den 8. April. Denselben Elisabeth Wissig, geb. Lingelbach, Wittwe des W-rtds Friedrich Wiisia. alt 79 I. 9 M. 1 T., geft. Den 8. April. ö Den 15. April. U.r.ke Mannkopff, geb. Boctt.cher Wittwc des zu Berlin verstorbenen Geh. Justiz- und Kammergerichtsraths Aböls Mannkopff, alt 78 I. 10 M. 13 T., geft. Den 12. Apctl. Irischdäckcr tu Gießen. Am 1. Osterfeierlag: Daniel Ruhl, Marktstraße. Am 2. Osterfeiertag: Eduard Roll, Marktstraße. Kirchliche Anzeigen der evangelisch en Gemeinde ;u Gießen. Gottesdienst: Sonntag, den 17. April, 1. Osterfeiertag: Morgens 9 *,2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nach beiDen Gottesdiensten Erhebung einer Kollekte für die Armen unserer Gemeinde. Montag, den 18. April, 2. Osterfeiertag: Morgens 9 Vz Uhr. Gymnasiallehrer Stamm. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. [Prüfung unb Vorstellung der Confirmanden.) Nächstkünftigen Sonntag den 24 April wird in Vorbereitung mit der (Konfirmation der Knaben das heil. Abendmahl gefeiert werden Die Beichte findet Samstag den 23. April, Nachmittags 2 Uhr, statt Vom 1. Osterfeiertag an beginnen die Nachmittagsgottesdienste wieder um 2 Uhr. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 17. bis 23. April besorgt Pfarr» Dr. Naumann. Schi en R «Men . Eichen . sMt[ k B. Bau- ,5° A 746 mit 18« ? ß ®le i ^5-rcierpic fr u' «• = 60 A( * HMin r-7 n8h«, unter eZ jjw Ifc jttnt Jeü b‘hitb(n tetn 9 [omo't. t«j an iB(0 pH0 •* lUn«aun. 8 ''n öhmoutm *!? H'N die nrutftrn ,,f und tljtmu 6n tflunKmui t:« le knmtnbenqk s„h,^ r cvjbre alt, 'g.' 14. lBoie::« 8 Wiih'l'nS^ ang von Xodenj« *«$**** pi 9-'S M 8*ri4 I« ®* »"'• w»'** (6it6[l1- S- ffltnte'^^ unietit g- -iS- „«w- i Kl1*1' Allgemeiner Anzeiger. 4bl 2662) Der Vorstand f f (2668 nerung. 3) am Markt. 2417) 4) J. Ch. Retter 2390) S (2525 MiiliWlrn 6 64 2676) B. Bau-, Werk- u. Nutzholz: Gießen, den 16. April 1881. (2675 öffentlich in Lccord gegeben zu 15. April 1881. am Marburgerstraße A. 161. 2556) 3000 3200 12000 175 1823 50 746 Eichcn-Slämme mit 3,66 Fstm., Fichten- und Liesern-Stämme t 135,93 M»., Eichenstangen mit 8,60 Fstm., Fichterstangen mit 87.85 Fstm. 481 4/7 79 Buchen — Eichen — Radel 107 1 Kenster mit Vab.n, 1 neue Ladentheke, 1 GlaScorridor, 1 neue Bettlade billig adzugeben Seltersweg E 1 Müller wurde Procurr verlieden. Wilhelm Haustein und Friedrich Hanstein dahier betreiben seit 1. d. MtS. eine Agentur für Colonialwaareu unter der Firma: „Gebt. Hanstein"; beide sind zur Vertretung und Zeichnung der ixtrma berechtigt. Die Firmen Wilhelm Hanstein und Albert LüttringhauS dahier wurden Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet So.ntag Nachmittag 6 Uhr vom Sterbe» Hause, Lahnstein, auS statt. werden: 2543 51 141,68 1700,— 343,87 1654,43 380 — 426,62 882 — Statt jeder besonderen Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung von dem am 15. d. M. nach längerem Leiden erfolgten Ableben de- Herrn Adolph Bertram» empfehle ich mein mit allen Neuheiten affortrrtes Lager in fertigen kompletten Herren und Knaben- Anzügen, Ueberziehern, Sackröcken, Joppen, Hosen und Westen, (TonfirwandewAnzügen u. s. w. in reichhaltiger AuSwahl bei äußerst billigen Preisen. Zugleich bringe ich meine feinen und modernen Stoffe zum Anfertigen nach Maaß, bei cioilen Preisen und unter Garantie, in empfehlende Erin- .Hausmädchen, welches selbstständig kochen kann und gute Zeugnisse aufzuweisen hat, wird zu baldigem Eintritt gesucht- (2658 Gg. W ilh. Weid.ig. Zur Saison!! Kröffn uns#-Schi essen am 3. (Oficrfcicrtagc. von Morgens prncis 9 Ubr beginnend. Diejenigen Schützenbruder, welche sich an rem Concurrenz- Schicßen auf die Feldscheibe — mit welchem begonnen wird — betheiligen wollen, werden ersucht, sich bis zum 1. Feiertag Mittag bei dem zweiten Schützenmeister anzumelden. Achtungsvoll Clara Rothe, wohnhaft bei Herrn Pbilipp Lreilina. Wetzsteinaoffe. Arbeitsliersteigmilig. Donnerstag den 21. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, sollen im Gemeindehaus zu Großen» Bufeck nachverzeichnete Bauarbeiten flffaiiflliücfjec in gediegenen und dauerhaften Einbänden in reicher Auswahl bei Wilhelm Klee, AeisgeVotenes. 2681) Ein 2 Morgen haltender Acker zu oetfaufen event. zu verpachten. . Md Reue Baue 90. 1 Grabllück und 1 Garten in der StefanSmark, in der Nähe deS BiaductS gelegen, zu verkaufen. 2669)Baum, Spengler. Schwarze Stoffe für Damen-jlmhcittge nebst Besatzsachen, als: Atlas, Lammet, Perl borden, -fransen und Spitzen empfiehlt L. Hahn, 2659) Bezirksbauaufseher. Die Zusammenkunft ist auf dem Exttcierplatz. Gießen, am 16. April 1881. Croßherzogl. Bürgermeisterei Güßen. A. Bramm.(2687 2633) Frühe Nolenkartoffeln verkauft _______edmeiber Kifcher, Mühlgasse. 2656) Oiute Frühkartoffeln zu oer kaufen bet Schnciderrn erster -rech. liratbiickinge frisch eingetroffen. -Samllsg drn 7. Mai 1881, Bormittag» 11 Uhr, sollen auf babieftgem OttSgertcht bte Im. mobihen des Karl Ltratzcuberaer dahier Flur. Mir. Maurerarbeit, veranschl. Steinhauerarbeit, „ Zimmerarbeit, „ Dachdickerarbeit, w Schreiner arbeit, „ Schlofferarbeit, „ G'a erarbeit, , *a/io ">«/*/,o “•3,IOO Großherzopl. OrtSgertcht Gießen. 2674) Müller Mrhkliischr ffifrnbflljnrn. 2632) Mit btm 1. Mat b. I. tritt brr Nachtrag I. zu bent Gütertarif für ben Frank'urt Bebra t?brthlistfch > Bay rischen Betkeht tn Jhoft, über besten Inhalt die -'erbanb-expedttonen nähere Auskunft er« Iheilen Gies n, den 12. April 1881. _ 16ro-derzoglia»e Dlrectiou Rheinischer Hof. Pfungstädter Export Bier im Zapf. Gleichzeitig empfehle meine separaten W'rthSzimmer. (2689 N. Gonder. Bekanntmachung. In dem Handel-'Regifter des unterzeichneten Gerichts wurden heute fol- gmde Einträge vollzogen: 1) Julius Georg Daniel Bapft da« hier ist am 1. dieses Monats auS dem mit Ferdinand Bapst unter der Firma „I. G. D. Bapst" gemeinschaftlich betriebenen Geschäft au-geschleden; der letztere ist setzt alleiniger Inhaber der Firma, alle Actioen und Passiven sind auf ihn übergangen. Der Ehefrau deS Ferdinand Bapst, Pauline, geb. Plank wu.de Piocura verliehen. 2) Am 20. d. Mts. tritt Mar Müller dadi empfiehlt (2321 I. BZeitzenkorn. Kasseler Schmelstiegel für Gold- und Srlberarbetter bei (2650 Geschtrrhändler Wagner, Reustadt 2640) Mehrere Wagen Kleeheu und Grummet zu verkaufen bei (ff. Schwan in F rma ,<*ebr. Schwan". Feinstes Obstgelee, la. Apfelkraut, empfiehlt (1609 Robert Ltubl, Marftftr.23. 2646) Durch Tedesfall ist ein schönes Änwesen verkäuflich geworden. Zwei schine Cefen zu Backsteinen und Ziegeln. In der Nabe Graukalk, Weißkalk und Thongrube zu feuerfesten Steinen. Zwei Maschm.n und Wodnuna für Leute. Biele Steine schon bestellt- Eine Stunde von Wetzlar. Näheres bei der Exoed, d. Bl. 2635) Guten Mist oerkaust ___Ludwig Pfaff, riefenweg. Mehrere Malter frühe Skofeukarroffel, ganz rem, bei Johannes Balser, Gärtner, _______________Wiesecker-Weg._________ 2629) Ein 21 cf er, unweit der Stadt an der Marburger Sttaße, theils ausgegraben und sich zur Sandgrube eignend, ist zu verkaufen. Näheres bei H. Schmidt, Wieseck. Berlin, 13. AM issi. Vereinsbank Wir beehren uns hiermit anzuzeigen, daß ein Theil der bis jetzt ausgegebenen Actien unseres Instituts und Seiten- der eisten Zeichner zur Einführung an hiesiger Börse zurDirposiuon gestellt ist, und erfolgt diese Einführung imAuftrage und für Rechnung der ersten Zeichner am 21. dieses Monats Aufträge resp. Anmeldungen zum ersten Course nehmen wir von jetzt ab bis zu dem vorstehend genannten Tage Mittags 12 Uhr entgegen, nSthige Reduktion der Anmeldungen und frühere Schließung de« Anmewe-Termms uns vorbehaltend, indem wir uns auf nachstehende Angaben beziehen. Das Grundcapital der Gesellschaft beträgt Mk. 30000 000. = 60000 Stück Actien, hiervon sind Mk. 6 000 000. gleich 12 000 Stück JIctien Don den Begründern fest übernommen und mit40pCt. einbezahlt; von letzteren bilden die uns zur Einführung zur Disposition stehenden Stücke einen Theil. Die Actien lauten über je Mk. 500., von welchen 40 pCt. = Mk. 200. einbezahlt sind. Weitere Einzahlungen werden, sobald der erweiterte Umfang unserer Geschäfte dies als angezeigt erscheinen läßt, auf eventuellen Beschluß dcL Aussichtsrathes hin von den Actien-Besitzern eingesordert werden. — Für die nächste Zeit ist eine Einforderung weiterer Einzahlung über die einbczahlten 40 Procent hinaus nicht in Aussicht genommen. Das Rechnungsjahr der Bank läuft mit dem Kalender. Ueber unsere mit Dienstag, den 19. d. Mts., beginnende Geschäftsthätigkeit machen wir nachstehende Angaben. Die Vereinsbank wird alle Zweige des Bank- und Börsengeschäftes betreiben, besondere Aufmerksamkeit wird Seitens derselben dem Verkehr mit den Privat-Capitalisten zugewandt werden, welchen sie durch gewisienhafle Ertheilung von Rath und Auskunft und durch leichte und coulante Ge- schäftshandhabuna dienlich zu sein suchen wird, des Weiteren wird die Veremsbank ganz besonders Börsengeschäfte für dritte Rechnung, insbesondere die Effeetuirung von Börsen-Zeit-Ordres cultiviren; die alsbaldige Eröffnung eines großen in centralster Lage belegenen umfangreichen Wechjelftubengefchäsls steht in ^äl^iebe^*ein§i)an| übernimmt laut getroffener Vereinbarung das Bank-CommissionS-Geschäft des Bankhauses Sternberg & Cie., dessen sehr bedeutende Kundschaft auf sie übergeht und dessen Chef der Verwaltung unserer Bank beitritt. Wir werden daher sogleich bei Beginn unserer Geschäftsthätigkeit uns einem bedeutenden Geschäftsverkehr gegenüber befinden. Das von genanntem Bankhause bisher, wie ja in weiten Kreisen bekannt, schwunghaft in größtem Umfange und mit günstigstem Erfolg betriebene Bank-Commis,ions- Geschäft sichert schon allein unserem Institute eine sehr lohnende Geschäftsthätigkeit, die wir successive noch bedeutend zu vermehren und erweitern hoffen; für die sehr bedeutende Kundschaft des erwähnten Bankhauses, welche sich über alle Theile Deutschlands erstreckt, haben wir dieser Firma laut der getroffenen Abmachung keinerlei Abfindung zu zahlen; derselben wurde als Entschädigung hierfür Seitens der ersten Zeichner ausschließlich das Bezugsrecht auf einen größeren Posten Actien unseres Instituts zum Pari-Courfe eingeräumt. Auf Grundlage der seitherigen Geschäftsresultate der genannten Firma glauben wir, ohne uns sanguinischer Erwartungen zeihen zu müssen, allein aus den durch deren seitherige Kundschaft zu erwartenden Geschäften je nach der jeweiligen allgemeinen Geschäftslage Dividenden von 12-15 pCt. erwarten zu dürfen. , Der ÄufsichtSrath der Vereinsbank besteht aus den Herren: Freiherr Bernhard von Arnim, Graf von Hepenjteni, Geh. Ober-Reg.-Raty und Director der Preuß. Renten-Anstalt Maetzke, General-Consul Spiegelthal, Bergwerksbefitzer B. Emmerich, Bergwerks- und Fabrikbesitzer C. Lange, Geh. Justnrath Hecker Rittergutsbesitzer von Levetzow, Rentier Maximilian Grell, Rittergutsbesitzer von Kanieke, Kreisdeputirter Tamm, August Sternberg. Die 'Einführung der Actien geschieht zum Course von 115 pCt. und wird dieser als der erste Cours dementsprechend an der Börse fest- gcsetzt werden.^ ^steht sich piug 4pC1. laufender Stückzinsen vom 15. April dieses Jahres; — Provision und Courtage bringen wir auf die Anmeldungen nicht in Ansatz; den Anmeldungen, welche brieflich an uns zu richten sind oder in unseren Bureaux persönlich erfolgen können, sind 10pCt. des gewünschten Actien-Rominal-Betrages in Baar oder couranten Effecten als Caution beizufügen. Am Tage der Einführung erfolgt briefliche Benachrichtigung an die Anmeldenden mit Angabe des zugetheilten Quantums, und hat die Abnahme alsdann innerhalb acht Tagen gegen Bezahlung und Einrechnung resp. Rückgabe der Caution zu erfolgen. Die Abnahme darf auch in der Weise erfolgen, daß innerhalb acht Tagen nach erhaltener Benachrichtigung betr der Zutheilung weitere lOpCt. des Nominal-Betrages, ferner bis zum 15. Mai wieder lOpCl. des "Nominal-Betrages und am 15. Juni der Rest bezahlt wird, gegen dessen Erlegung alsdann die Caution verrechnet resp. zurückgegeben wird. — Bei Benutzung der vorstehend bezeichneten Berechtigung successiver Zahlung bringen wir 5pCt. Zins auf die Beträge in Ansatz, die nach dem 29. d. Mts. bezahlt werden. Unsere Geschäftslocalitäten befinden sich zur Zeit provisorisch Markgrafenstraße 35, Charlottenstraße. ,wei ineinandergehende freund!. 2688) Zi möblirtc Zi 2682) Schöne Aussicht Um 3. Osterfeiertag: Vermischte Anzeigen. 2664) Aushilfe-Stelle gesucht für Küche und Hausarbeit vom 1. Mai biä Aniana Julu Näh, bei der Exped. ds Bl. IWohiiuityeH in Bad Nauheim. In bester Lage, am Alicenplatz, sind mehrere größere oder kleinere unmoblirte Wohnungen mit Balcons und Garten für kürzere oder längere Zeit verhältnißmäßig billig zu vermiethcn. Event, kann das betr. Wobnbaus gegen eine kleine Anzahlung käuflich erworben werden. (2631 Jean Lvörner jr. in Bad-Nauheim. vom 3. Mai er. au Leipzigerstraße 95. Ecke (2690 Nm 2 Ofterfciertanc Dippel Weitzmanu, Kunst-Arena „OswaldSgarten". Zwei große brillante Vorstellungen. Zum Schluß derselben Besteigung des hohen Thurmseils. Alles Nähere die Plakate. Erste Vorstellung 4 Ubr, zweite Abends 8 Uhr. Dienstag zwei Vorstellungen. Ergebenst ticlliicrlcljrliiuj gesucht. (2677 GafthauS zur Stadt Mainz. Fruh-Concerl ausgeführt von einem Theile der hiesigen Regimentsmusik (^ornquintett) tm (2666 ____Darmstädter Haus._____ Restauration Schnell. Arn 3 Oster-Feiertag Großh. Gymnasmm ;u Gießen. Anmeldungen neuer Schüler: Samstag, den 23. April, Vormittags 8 bis 10 Ubr im Cor.serenzzimmer des Gymnasialgebändes. Aufnahmeprüfungen: Samst g, den 23. April, Vormittags 10 Uhr, In den Aafsenzlmmern. Nachprüfungen: Samstag, den 23. April, Vorm. 8 Ubr. Anfang des Unterrichtes: Montag, den 25. April, Vorm. 7 Uhr. Dte Einrichtung der Vorschule wird in diesem Jahre durch Errichtung der 3. Classe vollendet. Z m E ntritt in die unterste Claffe ist das Alter von 6 Jahren erforderlich. Anmeldungen neuer Schüler für die Vorschule werden Samstag, 23. April, Vorm. 8—10 Uhr, im Co-"- serenzztmmer des Gymnastalgebäudcs entgegengenommen. (2679 Grostb. Direktion. .......... Zimmer (Parterre), auch aus Wunsch einzeln, in der Nähe der Veterii är- Anstalt, sind sofort zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl.__ 2652) Der zweite Stock nnincs Hauses, Schillersttaße Lit. A 1186, in 5Piäc n und Gartenanthcil :c. bestehend, ist vom 15. Juli Permiethungen. 2665) Ein schönes Zimmer (möblirt) zu oernt. Fr. Oberförster Eigcndrodt, Westanlage E. 87, 5.__ 2667) Ein LogiS zu vermiethen. ______G. Unverzagt, Kaplansg. 197. 2671) Ein kl- möblirtcs Zimmer soroie eine Schlafstelle zu verm Lindenplatz A- 242. 2648) Eine Famllien-Wohnung sofort m vermiethen bei der Actienbrauerei. E. Einheuser 2684) Em freundl. mödl.rles Zimmer Bahnhofstraße C. 226 zu vermiethen.__ 2683) Ein kleines Familienlogis i|t an eine ruhige Familie zu verm-ethen. Selters-Thor E- 885. __Dippel A- Weitzmann. Am 3 Oster-Feiertage 2540) Der untere Stock meines Vorder- haufes. bestehend aus 6 Zimmern, nebst Zubehör ist Anfang Juli an eine ruhige Familie zu vermiethen. _____________Professor Dr v. Rttgen. 2617) Ein kleines Logis zu vermiethcn und gleich zu beziehen. _____________A. Moo-r, Flügelsgasse. 1395) Das von Herrn Rendant Walther bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. _________________ Earl Leib. 2123) Zwei lneinandergehende Zimmer, sein möblirt, zusammen oder auch nnzeln zu vermiethen bei S. Elsoffer. ab anderweit zu vermiethen. __Böaer, Hofg Protocoll st. 2637) E>n Logis von 4 Zimmern mit Zubehör und Gartenantheil zu vermiethen. Dr. Btndewald, Grünbergerstr. 2638) Eine möblirtc Stube zu oer miethen bei__Ph. MalkomtfiriS "266'3) Eine Familienwohnung auf dem Reichensand zu vermiethen.__C. 130 "2654) Das von Herrn Buchhändler Ferber bewohnte Logis ist per 1. Juli anderweit zu vermiethen. Ziegler Wtßner, Grünbergerstraße. 2262) Zu vermiethen der mittlere Stock meines Hauses vom 1. Juli an. Dr. O. Buchner. 2297) In Lit. B 9tr. 77 ist der oberste Stock mit 5 Zimmern zu vermiethen. 2383) Ein besser möblirtes Zimmer sofort zu permieth.n. Uhrmacher Böger. " 2446) Im Darmstädter Haus (Eingang Lindengasse) ein geräumiges Logis zu vermiethen.______________________ 2572) Ein Familienlogis zu vermiethen bet Gärtner Schaum, Bahnhofstraße. Früh-4 'oncert __________Friilistiick wie bekannt.__________(2670 2680) Von einem hiesigen Engros- 2630) Gesucht ein Mädchen, welches geschäit ein Lehrling gesucht. bürgerlich kochen kann. Zu erfragen Näheres bei der Exped. ds. Bl. Wolftstraße lol,15. von einem Theil der hiesigen Regiments« Musik- (2673. Anfang i/r 4 Uhr. — Entree s25 Pf. Texwr's Hardt. Ein ganz vorzügliches Töpfchen x Lagerbier. 2651) Onkel Rothe Verantwortliche Redaclion' A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'fchen Druckerei Gfr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die nächste Rümmer d. Bl. erscheint Mittwoch Nachmittag. Hier,» ein 2tes und 3teS Blatt und «ine Beilage. Ak. Zm Urses Jahr n Dte t Pferd dn Unkosten zi Dte! Stbtr ober Ha> Um d s ■ Äs ist n futd;ibQTtn Ro vltborgknen T deren drsorgrn lhalm zu Tax W, bie st, VW Pttitüm^ \ Dte Manijif g'druät sind eine an Eir öutopa eeni Mn; das ( d'ten Ezaren Ml, wenn ti nflärt „feier! °^ngen rrfi unterwerfen 1 to5Qt Dü gorberu Ezttuü 2) .B-, HV bei i d'm Munich loomlunäJ.j bitjem °°b d°ß d, 0°°ichß m ™*tt 6tl ' dl, Äff’ - Ä “ '' *>E b>S ta’ in