Nr. tty Donnerftag den 17. März 1881. Aichener HtMger Adrige- uuh Initsbkit für hm kreis Gießen. r Ä “ 7~Z/7 yrcte viertel jährlich 2 Warf 20 Pf. mit vringerlohn. »■reeu t «cholfir-»' » 1». ffrfd>etnt «Sgl.ck, mit Ausnahme b« Montag«. Durch bit Post bergen Bltrtdjd»tii4 i »ar! 5U »*. Einladung 511111 Abonnement auf den Gießener Anzeiger Der „(Stefifnrr Anzeiger erscheint, wie gewohnt, faßlich, mit Ausnahme der Tage nach >vonn- und Feiertagen, incl. Cer Beilage „Kiehener Familienblätter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der AbonnementSpreiS für den Anzeiger, frei in's ^ans geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Spedition abgkhelt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der 'poft abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark frei. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im II. Quartal 1881 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, um vollzählige jremplare liefern zu können. Amtlicher Hyeil. Betreffend: Die Zusammenlegung bet Grundstücke in der Gemarkung Saasen. Bekanntmachung. Wir bringen tur Kenntmß der Betheiligten, daß die Resultate der bisherigen Arbeiten, nämlich: 1) Das vervollständigte topographische Güterverzeichniß, 2) Die Geschoffe. ui welchen die Abschätzungen eingetragen sind, 3) Die flauen mit den eingeze chveken neuen Grenzen der Parcellen, 4) Die Protokolle der Eommisflon, welche sich auf die Zutheilung beziehen und 5) Die Begutachtvriflsprotokolle des Gemeinderathes k drei Wochen larg. nämlich vom 31. März bis 11. April l. I. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Baasen zur Einsicht offen liegen und daß Einwendungen aegen die bemeikten Urkunden während der gerannten Frist bei der Großherzozlichen Bürgermeisterei Saasen erhoben werden können, spätestens aber daselbst ä ia im Termin« Montag den 11. April l. I., Vormittag» 10—12 llbr, voraebracht treiben «rüsten, wibrigenfaU« Sinverstänbniß mit btt(en Uttunben und Den Beschlüsten der (Kommission angenommen wird. 9 Später, Reclamationen /welche fich aus tie efftn gelegten Arbeiten begehen, sind nicht mehr zulässig und kann eine Wiedereinsetzung in den vorigen "'taub ^Mr sügen ""ochb,„"tz^'d,,''ueberweisung der neuen Parctllen an bie Betheiligten möglichst balh nach bem Termine geschehen soll und daß hierüber noch weitere ortsübliche Bekanntmachung erfolgen wirb. Gießen, am 15. März 1881. Großherzogliche- Lreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Der Lod des Kaisers Alexander II. von Rußland. Sprengbomben haben den russischen Saisrr bei der Rückkehr nach dem ißinütpalai« so schwer veiwui tet, daß er eine Stunde späier den Verletzun- gen erlegen ist. Die an Uibnraschunzen reiche russische Geschichte Hal ein neue« düstere« Blatt erngesügt erhalten; deiselb' allmächtige Lzar, dem die russische Ration, aU er dem Deepoien Nikolaus folgte, al« Beste er jusubrlle, ist gefallen von tr.ötbti sicher Hand. Mehrfach auf oft wunderbare Weife ge- reitet, immer von Neuem von vtrbrtchirischen Anschlägen lafftmtlet und leider gebildeter Bösewichte bedroht, entging Raifer aiejanber LI. nicht dem Tote«. uNheil, welche« die geheime Nevolutionepartei über ihn gesprochen Halle, ja e« scheint, al« ob bie neuerding« statrgehabten Enidcckunzen nihilistischer Haupt- füh er von dem kleinen Rest der bedrohten Reovluttonäte zu rächen beschlvsten norden wäre, und diese tet-fl schr Rache ist gelungen. Sarser Alexander II. Nikolajewitsch trat am 28. «pul 1818 geboten und regierte seit dem 2. März 1855; er war vermähltmit Mana aifianbrorrnr, einer Schwester b<8 rerstorbenen Großherzogs Ludwig von Hesten, nach deren im »origen Jahre ersolgten «bieben zum -wittenmal rer- iiiähll mit der Fürst,« Tolgorucki. Der neue Lzar, Slt;and,r 1IL Slessn. drowitsch ist am 10. März 1845 geboren und °e> wählt mit bet 3.od;tei bet regierenden «ünig« von Dänemark, Maria «eodorowno (früher .Mane M $,«««11,! f». M Ml»» ' «■* I*”“ » etmesten. Nicht« erschiene natürlicher als daß nach dem ® schende Regierungipartei, der absolute Lzar sammt den .«bsolu' repräseniirt find durch die Hospartei, die Popen und die höchsten Beamtet, Alles daran setzt, um bie geheime Revolution rollends zu verinch , X wahrscheinlicher, als daß in der Erregung Rache genommen und auf» Neue unter den DerdLchtigen schreckliche Musterung gehalten wird. W_c or.- .«*."« m*l« MÄ! DI- W»« «h» ■»« »" »'"’Ä te« II. hinstellen al« Sühne für nicht erfüllte Hoffnungen, die sein Bolt eul itn gesetzt, als den Schlußakt dis düsteren Drama«, welches der Abi» utismt« Jahrhunderte lang in Rußland ausgesührt hat. Unb wenn bie)e ron den russischen Machthabern nicht in ihrer Bedeutung erkannt, ®,n russische Land nicht in bie Reihe parlamentarisch regierter EullurlLnber «g lüat wird so wind auch bie Sera bei Gewalt urb des Verbreche » in Ji 5 'and noch nicht beendet sein. Nach Außen hm bedeutet da« Regiment abjanbet HL schwetlich Ruhe und Fiieden. Sowohl tei Thionfolget als seine Gemahlin, jetzt Lzat und Ezaritza, fi, d in den Ruh leuischfeinblicher Gesinnung geiathm, wie sie von einem Panslaviste« und einer dänischen Sö.ngsiochtei kaum ander« zu erwarten sind. Die poli ische Klugheit, wie die Rücksichten auf die Entwickelung te« eigenen unruhigen 8andrs werben freilich verhindern, baß diese Gesinnungen sich offen kundgeben, aber die Sicherheit te« Weltfrieden« hat durch den Tod Alexander II., de« Verehrers des greisen Saiser Wilhelm, leider Einbuye er- litte«. Luch deshalb erscheint es höchst wünschenswerth, daß bie abjoluie «eta in Rußland geschloffen wird, denn ein cvnstitutionelle« RuffenvoU wird den Wend des Frieden« so gut zu schätzen wissen, wie seine pailamentaiisch regierten Nachbarländer. Mözen die Hcffr.ungen te« russischen Volk^ nicht g.iäuicht werden, wenn in Rußland jetzt der Ruf erklingt: Der Ezar ist lebt, es lebe der Star! Deutschland. Darmstadt, 15. März. Luderem Vernehmen nach werden Seme Sönigl. Hoheit der Sroßherzog fich nächsten Freitag von hier nach St. Pele:«- bura beaeben. m. Darmstadt, 15. März lZweite ttammer der Ltavde. <0. ^..e zweite Kammer trat heute zur edbluBidfion des 23- Landtages zusammen. Prüudent dualer eröffeet bte L tzung mit rolaenber Ansprache: wnL m bie Lagesordnung emtrvten, gestatten Sie mir wohl, dem Gefühle Ausdruck zu aeden, welche/ Lic qew.tz Alle in den letzten Tagen beseelt hat, dem Gesühle der auknchNgen Theünahinc an bem Herden Verlust, be.r auch unter Grohherzogllches Haus durch den Tod ms nahen Verwandten, der m so verdammenswerther Weite vurch Meuchelmrrd dahingeschieden ist, tri tten hat. Ich bitte eie, 2hrer^heilnahme dadurch Ausdruck ru geben, baß ote sich von ^)hren Sitzen erheben ((^eichieht ) ' 6 Unter 6tn neuen Anlaufen sind .u erwäbnen 6;e 3nteipeUanon des Übg. £aug, die Sehalle der Hulisgerichts'chrewer betrefrend, eine desjileich-n auf die Jntervellarion bis Ab«. Me? beiuglid) bet Emrührung des Nvtariafsmftitules in den beiden dieifeir gen Provinzen, wonach Rcg'eimno den aegeiiwäiiigm Zeiivunkt zu dieser Mogregel mLt für geeignet halt, und sch iegl.ch ernt Lntwon auf de Interpellation des Ädg. Marrv, bie Auslegung der Art. 4 .und 19 bcs Volksschulgesetzes bitressend. Eine Bciprechung wird zu keiner der Antworten “a'"‘dem Gesetzeseniwurf, die allgemeine Sanordnun, bttrerfend, werden bit legten zwtschesi beiden jtammem noch -"stehenden unbetieutenben Emerenjen - dreiander □ e niochen Beitritt zu den jenieil'gen Beichlurien erledigt. kath F^ihcrr o Gaiern bemer'kt hierbei, da"ß die Ausarbeirung der zu bem Gesetze zu erlaßenden Ausführungsverordnungen noch längere Zeit in Anspruch nehmen werde, namentlich da, einem Wunsche der Kammer entsprechend, deren Entwürfe einzelnen größeren Städtevertretungen vorher zur Begutachtung eingesandt werden sollen, daß jedoch die Publikation des Gesetztextes ohne Angabe des Termins des Inkrafttretens des Gesetzes alsbald erfolgen solle. — Auch bei dem Gesetzesentwurfe, den Bau und die Unterhaltung der Knnftftrahen betreffend, werden mit einer einzigen Ausnahme die mit der ersten Kammer bestehenden Differenzen durch Beitritt zu den jenseitigen Beschlüssen erledigt. Nur bei Art. 15, dessen Pos. 2 die erste Kammer gestrichen hatte, während sie dem Artikel einen Zusatz gab, wonach die Regelung der Zuziehung von größeren Gewerbsunternehmungen oder größerem Grundbesitz zu den Kosten der Unterhaltung der Kreis-und Staatsstraßen besonderen gesetzlichen Bestimmungen vorbehalten bleiben soll, wird, entgegen den Anträgen des Ausschusses, welcher einen bedingungsweisen Beitritt zU dem jenseitigen Beschlüsse befürwortete, nach längerer Debatte, an welcher sich Staats-Minister Freiherr v. Starck, Exc., Ministerialrath Jaup, sowie die Abgg. Schroeder, Ellenberger, Freiherr von Nordeck zur Rabenau, Freiherr v on Wedekind, Dittmar, Böhm, Stephan (Heßloch) und Muhl betheiligen, auf Antrag des letztgenannten Abgeordneten Pos. 2 des Art. 15 in der Fassung des Regierungsentwurfes mit der Modification wiederhergestellt, daß auch die Besitzer größerer Waldungen, für welche eine Straße in besonderem Maße regelmäßig abgenutzt wird, einen besonderen Beitrag zu den Unterhaltungskosten zu leisten haben. Bezüglich des Antrags der Abgg. Schroeder und Genossen auf Aufhebung des Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Bildung der Ortsvorstände betreffend, und eines Theils des Gesetzes von 1872 über die Mitwirkung der Forenscn bei der Festsetzung des Gemeindevoranschlags beharrt die Kammer, entgegen dem ablehnenden Beschlüsse des andern Hauses, auf ihrem früheren willfährlichen Beschluß. Auch bezüglich der Beschwerde hessischer Gemeinden und Gutsbesitzer wegen der durch Hochwasser des Rheins hervorgerufenen Eigentbumsbeschädigungen beharrt die Kammer im Wesentlichen auf ihren früheren Beschlüssen, ebenso bei dem Besoldungsetat der Oberhessischen Bahnen bezüglich des Abstriches von 500 an dem Maximalgehalte des Directors. — Eine Eingabe des Kammerstenographen Meis wegen Verleihung der Qualität als Staatsbeamter wird der Regierung einstimmig zu geeignet scheinender Berücksichtigung bei der Aufstellung des nächsten Staatsbudgets empfohlen. — Zwei auf die Erbauung von Secundärbahnen gerichtete Eingaben werden, gleich der früheren, der Regierung überwiesen. — Nächste Sitzung morgen. Ilrankreich. Parts, 14. März. Der Trauergottesdienst in der russischen Kirche in der Rue Daen begann um 3 Uhr. Die russische Botschaft in großer Uniform, Fürst Orlow an der Spitze, trat um 3 Uhr ein. Um 21/, Uhr erschienen die Botschafter nebst ihrem Personal und die übrigen Mitglieder des diplomatischen Corps, die Minister Barthelemy Saint-Hilaire und Farre, die Königin Isabella mit ihrem Gefolge, Prinz Napoleon, dic Prinzessin Mathilde, die Seine- und der Polizeipräfekt, Rouher, Mac Mahon und Canrobert nebst vielen anderen Notabilitäten und die gejammte russische Colonie. Der Präsident Grevy warldurch General Pittie nebst dem militärischen Gefolge veitreten. Um 3 Uhr hielt der russische Pope, umgeben von seinen Geistlichen, in russischer Sprache eine Anrede, die fünf Minuten dauerte. In diesem Augenblicke wurde Admiral Patroski unwohl und mußte hinausgetragen werden. Nach der Anrede erfolgten die üblichen Gebete. Um 3Vz Uhr war die Feier zu Ende. Alle Anwesenden waren tief ergriffen. Zwölf Tage lang wird in der russischen Kirche Trauergottesdienst gehalten. Paris, 14. März. DepulUtenkammer. Der Deputirte Dubodau (Rechte) erklärte, Frankreich könne die Beweise der Achtung und Sympathie nicht vergessen, welche ihm Rußland gegeben habe. Angesichts des schmerz, lichen Ereignisses, das Rußland betroffen, muffe die Kammer ihrem Mitgefühle dadurch Ausdruck verleihen, daß sie die Sitzung aufhebe. Er beantrage die Ab- sttmmung hierüber. Gambetta erinnerte hierauf daran, daß unter ähnlichen Verhältnissen ein gleicher Antrag stets die Zustimmung deö gesammten Hauses gefunden habe. Bei einer so deltcaten Situation, welche die auswärtigen Beziehungen Frankreichs berühre, frage er daher an, ob der Antrag auf Abstimmung aufrecht erhalten bleibe. Rufe: Nein 1 Nein ! Nachdem der Antrag auf Abstimmung zurückgezogen worden war, beschloß die Kammer einstimmig, die Sitzung aufzuheben. Senat. Der Präsident ergriff das Wort: Nicht ein Mitglied sei tm Senate, welches nicht tiefe Entrüstung empfunden habe bet der Nachricht von dem Attentate gegen den Kaiser von Rußland, einen der größten Reformatoren dieses Jahrhunderts, (lebhafte Zustimmung auf allen Bänken) gegen den Kaiser, welcher Millionen von Sclaven die Freiheit gegeben habe. Indem er (Redner) sich zum Dolmetscher dieser Entrüstung mache, gebe er nicht allein dem Gefühle des Senates, sondern auch demjenigen des ganzen Landes Ausdruck (Beifall). Der Herzog v. Aud^ffret.Pasquier erklärte darauf, der Senat theile das von dem Präsidenten kundgegebene Mitgefühl vollständig. Frankreich vergeffe die ihm erwiesenen Dienste nicht. Kaiser Alexander II. sei der Freund Frankreichs vom ersten Tage an gewesen., Frankreich vergeffe dies nicht. (Beifall). Der Senator Ratbi6 begründet? hierauf seine Interpellation, betr. die Ausführung der Märzdecrete. Als aber die Nachricht etntraf, daß die Kammer ihre Sitzung aufgehoben habe, beschloß der Senat, gleichfalls die Sitzung aufzuheben. Nußland. Petersburg, 14. März. Bei der heutigen Huldigung und Eidesleistung setzte sich Alexander III. in der Hauscapelle des Winterpalastes selbst die Krone auf und wurde darauf von den in Gala erschienenen Hofchargen und Damen in russischem Nationalcostüm mit betäubendem Hurrah als Kaiser begrüßt. Der neue Kaiser war sehr bewegt und vergoß reichliche Thränen. Nach der Zeremonie ging Alexander III. benteiben Weg, den er gekommen, durch die Gemächer und Säle zurück in seine Privatzimmer. Von den Großfürsten waren mit Ausnahme von Nikolai Nikolaijewitsch alle anwesend; wegen der Huldigungsfeier trugen sie keine Trauer. Petersburg, 15. März. Nach dem Himcheiden des Kaisers begrüßten alsbald die Mitglieder des Kaiserhauses den Großfürsten-Thronfolger als Kaiser. Die Leiche wurde Sonntag Nachmittag um 4% Uhr ans dem Sterbe- zimmer in das Zimmer neben dem Cabinet vor dem Empfangssaal übergeführt, wo sie aufgebahrr wurde, und zwar nach dem Wunsche des Verstorbenen in der Uniform des Preobraschenkkt'schen Regiments. Sonntag Abend um 9 Uhr fand eine Todtenmeffe und um 12 Uhr die Section statt, welche einen durchaus normalen Befund aller inneren Organe ergab und die über den Gesundheitszustand des Kaisers verbreiteten Gerüchte widerlegte. Hierauf wurde die Leiche einbalsamtrt. Der neue Kaiser und die Kaiserin wurden bei der Fahrt nach dem Palais am Sonntag Nachmittag um 5 Uhr von der zahlreichen Menschenmenge überall nut sympathischen Zurufen und Aeußerungen tiefster Verehrung für den Entschlafenen begrüßt. Der kaiserliche Wagen konnte nur im Schritt vorwärts, auf den Straßen herrschte die vollständigste Ordnung, nirgends eine unruhige Bewegung, alle Schichten von der Entrüstung gegen die Mörder und vom tiefsten Schmerze um den „Czarbefreier" und „Czarmärtyrer", wie man den Verstorbenen nannte, erfüllt. Bei dem Atten- täte war nur der Großfürst Michael zugegen. Der Thronfolger war von der Wachtparade direct nach dem Anitschkow-Palais zurückgekehrt. — Gestern um 1 Uhr fand die traditionelle Huldigung für den Kaiser Alexander III. im Winterpalais statt. Der Zug ging in eer vorgeschriebenen Weise unter dem üblichen Vortritt durch die Säle zur Kirche. Der Nikolai- saa! war mit der Generalität und Officieren aller Waffen sehr zahlreich gefüllt. Der Kaiser, welcher dort erst fei’ e Thränen kaum bewältigen konnte, hielt dann mit fester Stimme eine wa.me Ansprache, worin er für die verschiedenen seinem Vater bewiesenen treuen Gefühle lebhaft dankte und Alle aufrief, dem entschlafenen Kaiser ein treue- Andenken zu bewahren und auch ihm gleiche Treue zu halten. Nach dem Schluffe der Ansprache herrschte einige Augenblicke unter allen Anwesenden lautlose Stelle, nur vom Weinen unterbrochen, dann plötzlich erschallte ein nicht endenwollendes Hurrah, welches sich bis zur Kirche fortpflanzte. Dort hielt der Kaiser, kaum vor Schmerz und Thränen seiner Stimme mächtig, eine ähnliche Ansprache an den versammelten Reichsrath und die Minister, welche nun mit anderen anwesenden höchsten und hohen Würdenträgern den Eid leisteten. Darauf ging der Zug in der früheren Ordnung zurück. Alles verlief in traditioneller Weise in größter Ordnung. Das Militär leistete gestern und heute den Fahneneid dem neuen Kaiser. Auch heute herrscht auf den Straßen lebendige Bewegung, allüberall dieselbe ruhige und würdige sympathische Haltung wie gestern, nur ein gleiches Gefühl macht sich bei Allen ohne Unterschied bemerkbar: die Trauer und Oer Schmerz um den unendlichen Verlust und die tiefste, allgemeinste Entrüstung über das Attentat der ruchlosen Meuchelmörder. Telegraphische Depeschen. Wolff's trkflt. Gsrrespoudevz-Bureau. Berlin, 15. März. Der Kaiser empfing um halb 2 Uhr das Präsidium des Reichstags, welches die gestern beschlossene Theilnahmebezeugunz deS Reichstags übermittelte. Der Kaiser dankte tief ergriffen, indem er dem Schmerze Ausdruck gab, den er bet dem Verluste eines seinem Herzen so nahe stehenden Freundes und Verwandten empfinde, und beauftragte daS Präsidium, seinen Dank dem Reichstage zu übermitteln. — Soweit bis jetzt festgesetzt ist, wird sich der Kronprinz heute Abend von hier nach Petersburg begeben, begleitet von Generalmajor Mischke, den persönlichen Adjutanten v. Pfuhlstem und v. Nyvmheim. Anschließen wird sich eine Deputation der Regimenter, deren Chef der Kaiser Alexander war. München, 15. März. Im Auftrag des Königs reist heute Abend Piinz Aruulph nach Petersburg ab, um den dort stattstndenden Beisetzungs- Feierlichkeiten beizuwohnen. Dresden, 15. März. Der König hat seinen Generaladjutanten v. Karlowitz nach Petersburg entsendet. Köln, 15. März. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Petersburg über die Catastrophe noch Folgendes vom 14. ds.: Der Leichnam des Kaisers wurde heute Morgen 4 Uhr einbalsamirt und dann in der Uniform des Preobraschenski'schen Leibgarde-Regiments mit allen Generalsabzeichen um 7 Uhr früh vom Hofphotographen Lewitzky abgenommen. Das Gesicht des Kaisers ist nur unerheblich verletzt und nicht entstellt. Das linke Augenlid ist geschrammt, der rechte Backenknochen zeigt einen rothen dunklen Fleck. Auf der linken Gesichtsseite sind unzählige kleine Glassplitter in die Backe eingedrungen. An der Stirn zwischen den Augenbrauen und am Kinn sind leichte Beulen sichtbar. Das linke Bein hing nur noch an Fasern und wurde dehhald abgenommen und durch ein künstliches ersetzt. Viele Anzeichen sprechen dafür, daß die geschleuderten Sprengstoffe nur mir Glas umhüllt waren; durch diese Art der Verpackung sollte eine leichtere Explodirfähigkeit der Bombe und größere Bösartigkeit der Wunden erzielt werden. Vor dem Attentate hatten, wie bereits gemeldet zwei Nächte lang Haussuchungen stattgefunden, einen Tag vor dem Attentat soll man einen bedeutenden politischen Verbrecher, auf den man schon lange vergeblich fahndete, ans- gegriffen haben. In der Paulssestung, wohin man ihn führte, erklärte er im Verhör, es sei ihm nun alles gleich, man könne ihn hängen, seine Vorbereituiigen habe er so sicher getroffen, daß an ein Mißlingen des Streiches nicht zu denken sei. Es hat hier einen sehr guten Eindruck gemacht, daß der neue Kaiser unbekümmerterklärte, er werde nach den Principien seines Vaters regieren. Petersburg, 15. März, lieber die Catastrophe vom 13. ds. berichtet der Ofsicier beim Cadrebataillon des Leibgarde-Neserve-Regiments Nowikoff als Augenzeuge in der „Neuen Zeit" Folgendes: Der Kaiser hatte sich über die abgehaltene Wachtparade zufrieden ausgesprochen und war in heiterer Stimmung. Nowikoff und zwei feiner Kameraden schritten, aus der Michaelmanege kommend, auf die Newski-Perspectiv' zu und befanden sich in der Nähe der Kasanbrücke, als sie eine heft ge Detonation vernahmen. Nowikoff eilte längs des Quais des Katharinenkanals zu der Stelle, von woher er die Explosion vernahm und erblickte, als er noch etwa 30 Schritte von dieser Stelle entfernt war, eine Menschengruppe. Eine dichte Schneewolke mit Splittern ver mengt, erhob sich und eine zweite Explosion erfolgte. Nowikoff lief noch rascher als bisher auf die Stelle zu und sah, daß Matrosen von der 8. Flotten-Equipage Jemanden festhielten und dabei etwas laut riefen, was ihm nicht verständlich war Der Schnee war aufgewühlt und bedeckt mit verschiedenen Fragmenten von Verwundeten, auf dem Boden lag ein getödteter Knabe, ein schwerverletzter Kosak, noch eine Person und dabei im Schnee der Kaiser ohne Mütze, ohne Mantel, m der Uniform des Sappeurbataillons. Die Füße des Kaisers waren zerschmettert, die Kleidung zerfetzt, das Blut strömte von den Beinen und färbte den Schnee. Nowikoff warf sich weinend zum Kaiser nieder mit den Worten: „Mein (Sott, was hat inan mit Ew. Majestät gemacht?" Der Kaiser lag unbeweglich. Die Matrosen traten hinzu. Mit ihrer Hilfe richtete Nowikoff den Kaiser auf, ihn mit dem rechten Arm um den Leib fastend, den linken auf d e Brust legend, die Mattosen hielten die Füße, obxe die Gewehre aus der Hand zu legen. So wurden einige Schritte gemacht. Der Kaiser sagt zweimal, bemüht die Hand an die Stirn zu erheben, welche voll Blut war, „falt, falt". Nowikoff, mit dem einen Arm den Kaiser haltend, versuchte mit dem andern ein Tuch aus der Tasche zu ziehen, um dasselbe dem Kaiser um das Haupt zu winden. In diesem Augenblick fuhr der Großfürst Michael heran. „Sascha, wie fühlst Du Dich?" fragte er, sich zum Antlitz »es Kaisers niederbeugend. Was der Kaiser antwortete, war schwer zu verstehen, kein Stöhnen entstieg feiner Brust. Der Großfürst befahl den Matrosen, die Gewehre fort: juwerfen, und Jemanden die Mütze abnehmend, bedeckte er damit das Haupt des Kaisers, welcher weitergetragen wurde. Das Volk strömte von allen Seiten hinzu, viele sielen auf die Knie, sich bekreuzigend und schluchzend. Die Pferde des Obersten Dworschitzki wahren durch die Detonation scheu geworden und zur Theaterbrücke fortgerannt. Der Stabskapitän Frank eilte ihnen nach. In der Nähe standen einige Lohnschlitten, die aber zum Transport des Leidenden ungeeignet waren. Nowikoff fragte den Großfürsten, ob er gestatte, den Kaiser behufs Anlegung eines Verbandes in das nächste Haus zu transportiren. Der Kaiser, augenscheinlich noch bei Besinnung, flüsterte, dies hörend: „traget in's Palais, dort sterben I" und noch etwas Unverständliches Diese Worte, mit der letzten Kraftansttengung vom Leidenden gesprochen, waren die letzten kein Laut mehr wurde vernommen. Die Pferde Dworschitzki's waren unter: dissen berbeigebolt worden. Der Kaiser wurde, auf beiden Seiten unterstützt, in den Wagen gehoben und saß vornüber gebeugt. Anfangs wurde Schritt gefahren, da aber be Kräfte den Kaiser verließen, wurde befohlen, schnell zu fahren. Die Fahrt ging dm Moikakanal entlang über die Stallhofbrücke, durch die Moschkoff-Gasse und dic gwße Millionaja. Eine große Menschenmenge lief hinterher, in höchster Aufregung sich bekreuzigend. Der Kaiser wurde dann in das Palais getragen. — Ein Extrablatt des „Regierungsanzeigers" veröffentlicht folgende Mittheilung der Ministers des Innern: Einer btr Hauptorganisatoren bes letzten Attentates, welcher am 11. März arretirt worben war, hat seine Mitwirkung bei der Ausführung des Verbrechens eingeftanben unb bezichtigt, ben in flagranti ergriffenen Russakoff, welcher bie erste Bombe warf, ebenfalls als Anstifter. In der Person des zweiten Jn)ioibuums, welches augenscheinlich die zweite Bombe warf und am Thatorte eine tödliche Verwundung erhielt, erkannte Russakoff bei Vorzeigung des Leichnams denselben als den seines Mitschuldigen. Die Wohnung, aus welcher Russakoff und sein Gerosse die Sprengbomben erhielten, ist in der Nacht zum 15. d. aufgefunden worden. Als bie Obrigkeit behufs einer Nachsuchung bafelbft erschien, erschoß sich ber Inhaber ’ ber Wohnung. Ein mit ihm zusammenwohnenbes Frauenzimmer würbe arretirt. In Lode«-rloch« Lophu», £mgrif(b»tablM*t, 8uiigfibliitf*lag, Shtbl, Schlagfluß M ®«bintt j« einmal O — tMfftfrn weit« dab'n rin Mann von lulmartl wogen Betrugs trrbaftrt. — In vergangener Nacht trieb in der >licenftraße und vor der- Seltersthor der Unfug-' teufet »ubfT einmal Inn Spiel. In erstgenannter Straße wurde ein Sartenraun umgeriflen ein Tnfftetn von einem LdorPfeiler derunterqeworfen, die Ntgnifäjjer etnn Vlazveranderung unterworfen und zum Schluß eine Bainungltaftl am S'ltersthor au4g«rtfl«n -nd spazieren gerragen Bei bt«|«m -rereitium wurden die LdLter adqelaßt. t u : . ■ ■ r .he H he der K U n wi .! - Ile 1 Inr h I m g eint e In* Ige Io du ©der mehre Zeitungen verursacht, wird man sieb niemaU enttäuscht eehen, wenn inan ▼on der Annoncen - Expedition von II.%.%NK!VNTK1!V 4* 1OGLEH in Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichU der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blatter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath erthellL Lokale-. fHtfttn, 16. März ISterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle während der Qotb< vom 6. biß 12. Marz belief sich »m Ganzen auf 10 Kinder starben 4, die das 2. Lebensjabr bereits überfchritten batten, und zwar je eins an Dtphtheritis, Keuchhusten, Bronchienentzündung, Krämpfen. Bei erwachsenen Perlenen war außer einem Laub, 10. März. Dem .Rhein öcut.e schreibt man: Kaum haben wir uns Vodern Schrecken erholt, den der dieser Lage entstandene und noch in weiterer Lntwickelung begriffene zweite Bergrutsch reranlaßt hat. Io drobt schon rin dritter Bergrutsch, und zwar hinter den Häusern .an der Vach*, resp am äußersten Lnde der Stadt nach Weisel zu. Die hier in Bewegung befindliche Gebirgsmaffe gefährdet die vier legten Häuser auf der linken Seite der Oritstroße und die Bewobner dieser Häuser sind bereits polizeilich angewiesen worden, sofort auszuziehen. Degen des Bergrut'ches am .Mannweg" im unteren »heile der Stadt find 6 Häuser. Im Ganzen also in diesem Augenblicke schon 10 Häuser geräumt worden; da- durch ,p die bin ohnehin schon vorhandene Wcbnungsnoth jetzt auf das «»ußnste gestiegen. — (261 Jahre ausgelieben s Line aus dn Heidelberger Universitätsbibliothek stammende -tHitt^ilung bringt über drei wichtige gnechische Handschriften derselben die merkwürdige Lhat sache ans Licht, daß sie 261 Jahre lang ausgeUrben gewesen und erst jetzt wieder In die Bibliothek »urückgekehrt sind. Sie waren einem Wittenberger Profeffor geliehen als die berühmte Bibliutheca Palatina 1623 nach Lrober-nz Heidelbergs nach Rom entführt wurde, so gründlich, daß man auch die Empfangsbescheinigung jenes Di-lenberaers nach Rom mitnahm. Aus dem Nachlaße dieses letzteren kamen die Handschriften in die Wittenberger UnlverfitLts, bibliotbek. aus dieser in die dortige Seminarbibliothek und aus levterer 1H62 durch Kauf in die Univerfitälsbib'.iotbek von Halle. Auf Ansuchen der Bibliotheks-Direktion zu Heidelberg bat nun der Minister v. Put.kamer ihre Auslieferung an di« ursprünglich« Eigenthümerin ver fügt. Jene Handschriften sollen übrigens zum Zbell noch unbekannte Stücke enthalten. — Eine hübsche Dividende »ertheilt die Fabrik der bekannten ^schwedischen Neihzünv- hölzchen" in IönkLptnq. Dor etwa 14 Jahren tauchten die kleinen hölzernen Schachteln mit den braunen Seltenwänden und der gelben Etiquette zuerst auf, und seitdem haben st« den Schwefel und Phosphor fast ganz verdrängt. Dafür bat aber die Gesellschaft auch ihren materiellen Lohn gefunden. Sie hat jüngst ihren Abschluß für 1880 gemacht, und was glaubt man. daß aus den Millionen von .Ländstickor-, die von dem schwedischen Städtchen in die ganze Welt hinausgehen. an Dividende vertheilt werden fann V Richt weniger als 200 pLt. für jede Aktie. Die Aktien lauten über 600 Kronen und wer der glückliche Besitzer solch einet Schwefelbölzchen-AkNe „utan svafvel" ist. der bekommt 1200 Kronen als Dividende für ein Jahr d. b 1350 .44 Dividende für jede Aktie von 675 JL (D '3-) dcr Wohnung wurden metallene Sprenggeschosse aufgesunden, sowie eine Proklamation, batz das Attentat durch zwei Perfonen ausgesührt worden fei. Um 11 Uhr Vormittag- erschien in derselben Wohnung em junaer Mann, welcher sofort arretiN wurde Bei seiner Festnahme gab er 6 Revoloerschüsse ab, durch welche zwei Polizisten verwundet wurden. ~ Ä , Petersburg, 15. März. Trauergeläute von allen reichen zeigt den Beginn der Traueijeierlichkeittn an. Die Hof. und Staatswürdenträzer und die Vertreter der Armee und Marine find tlngelabtn worden, der heute Abend b Uhr stattftndenden Ueberführung dir Leiche des Kaisers nach der Schloßkirche beizuwohnen. In dieser bleibt die Leiche des Kaisers 14 Tage h ndurch aus. gestellt, die dazu Geladenen find aufgesordert worden, an den jeden Abend 9 Uhr dort staitfindenden Gebeten theilzunehmen Die Leiche des Kaiser- ist mit der Uniform des Preobraschenski'schen Garderegimei.tS bek.eidet. — Der vollständige Name deS Verbrechers ist Nicolai Iwanoff Nuffa- kost, aus Tischwin gebürtig, 19 Jahre alt. Derselbe genoß seine erste AuS. bildung in der KreiSichule zu Wyregra. besuchte dann die Realschule iu Tjche- repowitz und trat 1879 in das Berginstitut zu Petersburg em, besuchte jedoch feit December 1880 keine Vorlesungen mehr. Bei der Katastrophe am 13. ds wurden im Ganzen 18 Personen verwundet, 2 starben. Madrid, 15. März. Die amtliche „Gazeta" publicnt daS Gesetz wegen Ratification des mit Oesterreich abgeschlofienen Handels- und Schifffahrtsvertrag-. — König SlsonS hat dem Saijer Alexander HL von Rußland telegraphisch sein Beileio ausgesprochen, am Hof ist eine Istägige Trauer ungeordnet. Petersburg. 15. Mir,. Gin brüte erlaßener faiferl. Uta« befiehlt auf Giund de« Manlseste« vorn 19. Februar 1861, daß die Bauern, welche früher al« 8ei6etflenen keinen Treu-Gid leisteten, nunniehr gemäß den Gesetzen, welche für alle Bürger gleich seien, den Geb der Treue leisten sollen und br auftragt den Senat mit der Äuifüdrung diese« Ufa«. — Großfürst Wladimir ,st ium Somminbanten de« Gard,-So »S und der Truppen de« Petertburger Militärbezirk« ernannt worden. — Bei der gestern stattgehabten Huldigung verla« der Iustizminister da« Manifest über die Thronbesteigung «atser« Alexander 111 und schritt bann zur Abnahme de« Huldigung«eide«. Allgemeiner Anzeiger. Lekaniilmachung. 1771*) Das 6. Ziel (5omuiuvalsteuer pro 1880 81 kann tnntrbalb 8 Tagen an den Zahltagen : Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur kiesigen Stadtkaffe befahlt werden. Gtesien, den IS. Marz 1881. Der Stadt - Rentmeister: Inders. Konkursverfahren. 1782) lieber das Vermögen des Itausa anns August Weidig zu Gicß'N wird heut« am IS. Marz 1881, Vormittag- 11 Udr, das-on- kursverfaheen «röff.iet. Der Herr M ax Pilger in Gießen wird zum einstweiligen Konkursverwalter ernannt. AonkurSferdnungen find biS zum 11. April 1881 M dem Se- r.chtr anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über btt Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in 120 der Aonkursordnung bezeichneten Gegenstände, sowie zur Prüfung der augemeldeten Forderungen auf Freitag, den 22. April 1881, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anbtraumL Allen Personen, welche eine zur Son- tursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Sonkursmaffe etwaS sckuldig find, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auserlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 11. April 1881 Anzeige zu machen. Gießen, den 15. März 1881. Das Großh. Amtsgericht Gießen. I- V.: Pückel. Zur Beglaubigung: Neidhart, Gerichtsschreiber. Konkursverfahren. 1783) U'bcr das Vermögen deS Kaufmanns Julius Nattmann zu Gießen wird nente am 1-1. Marz 1881, Nachmittags 5 Uhr, das Kon- kurSoe-fahren «röff"et. Der Herr Max Pilger von G eßen wird zum einstweiligen Konkursverwalter ernannt. Konkur-forderungen find bis zum 11, April 1881 bet dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Bestzlußsaffunz über die Wahl eines anderen DewalterS, sowie über die Bestellung eines Gläu- bizerausschuffes und eintretenden Falls über die in $ 120 der Aonkursordnung bezeichneten Gegenstände, sowie zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus Freitag, den 22. April 1881, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumr. Allen Personen, welche eine zur Aonkursmaffe gehörige Sache m Besitz haben, oder zur Ao^kursmaffe etwaS schuldig find, wird aufgegeben, mchtS an den Gememschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlezt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Aonkifsoerwalter bis zum 11. April 1881 Anzeige zu machen. Gießen, den 14. März 1881. Das Großh. Amtsgericht Gießen I. D.: Pückel. Zur Beglaubigung: Neidhart, Gerichtsschreiber. Eekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge von Zinsen aus der Schottischen Stistung haben bis zum 26. März L I. bei Armenkafserechner Wittich zu erfolgen. Gießen, den 9. März 1881. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. A. 93 ramm. Ladung. 1) Fatum, Konrad, Taglühner aus Saasen, 32 Jahre alt, zuletzt in Fleniungen, 2) Roth, Jacob, HandelSmann aus Rieder-Ohmen, 26 Jahre alt, zuletzt in Nieder-Ohmen, 3) Siegfried, Emil, Metzger auS M.rlau, 23 Jahre alt, zuletzt in Merlau, 4) Sartorius, Konrad, Landwirth au- Merlau, 23 Jahre alt, zu- l-tzt in Merlau, 5) (?d)ler, Johann Grorg, Bäcker aus Merlau, 30 Jahre alt, zuletzt in Merlau, deren Aufenthaltsort unbthnnt iß, werden beschuldigt zu Rr. 1—4 all beurlaubte Reserv sten bez v. als Wrhr- Leute der Landwehr ohne Erlaubniß auszewandert zu sein, zu Nr 5 als Ersitzreseroist erster Claffe auszewan- btrt zu sein, ohne von der beoorsteheu- den Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, — lieber* tretunz gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Dieselben werden aus Mittwoch den 4. Mai 1881, Vormittags 8 llyr, vor das Großherzozl. Schöffengericht Grünberz zur Hauptoerhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Aisbleiben werden dieselben auf Grund der nach $ 472 der Strasproceßordnung von dem Großh. Bezirks - Commando zu Gießen ausgestellten Eiklärunz ver- urtheilt werten. AlSseld, den 16. Februar 1881. Der Großherzozl. Amrsanwalt. 1374) Sandmann. Reingehaltene Erewplare der Nr. 45, 30, 31 und 31 des Gießener Anzeigers werden von der Expedition zurückgekauft. Holzversteigerung der Stadt Allendorf a./üda. Freitag den 18. Marz l. I., Vormittags präciS 9 Uhr ansangend. sollen in den hiefigm Waldungen, Districten Hrinnwald und tlangen- druck), nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: I. Bau-, Werk- und Nutzholz: 115 Gichenstämme mit zus. 36,70 cbm 38 Nadelstämme w „ 24,32 „ 25 Eichen-Derbstg., „ 2 37 „ 226 Nadel- „ N „ 4,19 „ 390 Nadel-ReiSstg. w w 3 94 „ II. Brennholz: 143 Rmtr. Buchen-Scheitholz. 20 w E chen- „ 25 w Nadel- 169 „ Buchen-Knüppelholz, 36 „ Eichen- n 69 , Nadel- „ 13550 Wellen Buchen-Reisholz, 850 „ Eichen- n 4750 , Nadel- 50 Nmtr. Buchen-Stockholz, 17 w E chen- , 11 „ Nadel- e Zusammenkunft an der Sttaße von Allendors nach Cl vbach. Allendorf a./Lda, 14. Mä z 1881. Gr. Bürgermeistern Allindoif a./Lda. 1794) Bieber. Mobilienverlleigerung. Die heute nicht zur Versteigerung gekommenen Mobilien aus dem Nachlaß desOeconomen Bipp zur Haubet.- müble, werden Samstag den 19. d. Mts., Vormittags V210 Uhr beginnend, versteigert; namentlich kommen noch rum Ausgebot: Tische, Stühle, Garten- bänke, Btttladen, Küchensch'änkeu.s.w. Rabertshausen, den 14. März 1881. Der Vorsteher Großh. Orlsgericht-. I 1781) gez. Widdershain. Pferde- u. Wagen- Versteigerung. Montag den 21. dS. MtS., Vormittag- 10 Uhr, sollen im Großherzoglichen Hofmarstalle dahier: 2 Wagenpferde, 4 Wagen, darunter 2 PhaLton, sowie verschiedene Pferde^Geschirre, Kummete, Sattel, Zäume rc. öffentlich versteigert werden. (1751 Darmstadt, den 12. März 1881. Großherzogliches Hofmarstall-Amt. Frhr. von Nordeck zur Rabenau. Jeitgeöotenes. 1790) Heu und Stroh zu verkaufen bei ___________Ernst Wallenfels. Gebrauchte Salzsäcke und gesäumte Putztücher -mpfiehlr 1787) J. C?. n. 1786) «ur zu haben bei ' ~ _______Schremer Hoß, Schützenftraße. Hausverkauf. 1792) Ein Wohnhaus mit großer Werkstätte, Stallungen und Garten, ist billig uud unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. 1775) 17 junge Hühner nebst Hahn sind preiswürdig zu verkaufen in der Ziegelhütte von I. Meißner. Vermietungen. 1785) E n Logls von 3 Zimmern rc- zu vermiethen. ____________F, Riebel, Hamm. 1784) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und den 1. April zu be- ziehen Zu erfragen Marktftraße Nr. 29. 1788) Ein Familienlogis zu vermiethen _____________bei PH. Pfaff Wwe 1718) Ein Logis zu vermiethen und bis zum 15. April beziehbar. __________Eduard Noll, Neustadt. 1780) Familienlogis, am L Mai beziehbar, zu verm. Karl Fr reb el, Wallth. A. 144. 1793) Eine Mansardniwohnung, beft. in3Zimmern,3 Cabineten Küche,Kellerrc., ist alsbald zu vermiethen. _________________Baith Strauch. 1690) Ein Logis, 2 schone Zimmer mit Zubehör, bei G. Schomber, Seitersweg 1698) 2 möbl. Zimmer mit Eabmel ____________E. Stückrrth, Gartfeld. 1182) Familienlogis zu vermiethen und 1. April beziehbar. ________Rothenberger, Kaplansgasse. 340> Ein mödlirleS Zimmer (Parterre) zu vermiethen. Mannberger, Neuenweg. 1759) Darmstädter HauS (©fntcr^ Haus) ein Familienlogis zu vermiethen. 1703) Em gut möbliites Zimmer zu vermiethen. Wallthorstratze A. 99. 1701) Ein freundliches Logis oers miethen. Fr. Blumöhr, Schießgärten 1700) Zm Seuling'schen Hause, Gart- selb 122,2, ist eine Wohnung von 5 Zimmern und 1—2 Bodenkammern mit sonst. Zubehör und Gartenantheil zum 1. April zu vermiethen.___________________________ 1695) Ein Familienlogis zu vermiethen. ___________________Reichensand C. 130. 1693) Der mittlere Stock meines Hauses mit 5 Zimmern und Küche zu vermiethen. ____________I. Stein, Bahnhofstraße. Hessischer Hof. Möblirte Zimmer zu vermiethen. (1631 1415) Ein freundlich möblirtes Zimmer im 1. Stock und ein kl. Logis im 4. Stock zu vermiethen.______Lit. D. 25. ’ 747) Em Logis nebst allem Zubehör gleich beziehbar, zu vermiethen bei Adolf Hoß, Schützenstraße. 1132)—ShT"freundliches Zimmer, mit oder ohne Möbel zu vermiethen bei ________M. Rosentbal, Liebigstraße. 1161) 4 Zimmer, Kücoe rc., im ersten Stock, am 15. Mai, auch früher, beziehbar. ft. Zöller, Neustadt. 1338) Der 2. Stock versetzungshalber bis 1. April beziehbar zu vermiethen. Ph. Sier, Frankfurterstraße 33,1. 1539) Der mittlere Stock, bestehend in 4 Zimmern mit allem Zubehör u. s. w., ist zu vermiethen und den 1. Juni zu beziehen. ~ . r. c Heinrich Ruckftuhl II., Stemstraße. 1655) Eine Wohnung zu vermietben. Rüfing, am Bahnhof. 1729) Familienlogis zu vermiethen und 1. Mai beziehbar. Ehr Roll, Kaplansgasse. Vermischte Anzeigen. 1789) Ein bis zwei junge Mädchen, von anständiger Familie, können das Kleidermachen gründlich erlernen. Bei roctn ? sagt die Exped. d. Bl. Km-erw-gen?„°S«S' 1746) W fterber, Lindmplah. Corsetten, auch besonders für Confirmanden, extra Wüten und Fayon, werden exact paffend angefertigt. (1776 A. Fangmann, Kirchenplatz. 10 Mark Belohnung Demjenigen, der einem tüchtigen Küfer und Bieibrauer, der seither in Brauereien tbätig war, eine entsprechende Stelle besorgt. Näheres in der Exped. d. Bl. (1777 1773) Lehrling mit guten Schulkennt- Nlssen für ein hiesiges Engros- und Detml- geschäft gesucht. Schriftliche Offerten unter Nr. 1773 beiördeit die Exped. d. Bltts. Die verfallenen Pfänder können noch bis zum 30. dss. Mts. längstens prolongirt werden. Die Versteigerung findet sicher Anfangs April statt. 1726) _______K, Grünebaum. Ausverkauf. 1536) Da ich mein Ladenaefchäft nur noch einige Monate beibehalte, verkaufe um rasch zu räumen mein jetzt vollständig assortirtes Lager in s/4, "Zs, g/4# io 4 und 12 4 deinen und Halbleinen, Madapolam, (sretonne, DowlaS, Hcmder.tuch. Hewdeneinsayen, tragen und Manschetten, Handtüchern, Tischzeug, Taschentüchern rc., sowie Bettwaaren, Bettfedern und Daunen, weißen Gardinen, schw. Eachcmir rc., zu bedeutend ermäßigtem Preis und bitte um geneigten Zuspruch. Auch habe vorzügliches Maschinengarn stets in allen Nummern vorräthig. Mit Hochachtung Herrn. Äug. Müller, Schulstraße. Das Geschäft ist in ber R gel Mittags von 12yt—21/» Uhr geschlossen. ä Geschäfts - Empfehlung. Einem geehrten hiesig.cn, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Nachricht, daß ich mit dem heutigen Tage mein Geschäft in den Lade» der Frau Hudeler Wittwe in der Brandgasse verlegt habe und daffelbe in gleicher Weise wie seither in Civil- und Militärarbeiten nach Maaß weiterbetreibe. — Unter Zusich rung pünktlicher und reeller Bedienung bitte um geneigten Zuspruch. Willi. Stumpf. Feierabend. 1706) Unser Bereu, hat beschloffen, für die Lehrlinge unserer Stadt einen s. g. Feierabend emzurichten. Wlr wollen durch denselben den genannten jungen Leuten Gelegenheit geben, während des Winterhalbjahrs an jedem Sonntag in der Zeit von Nachuwtags 3 Uhr bis Abends etwa 9 Uhr in einem geeigneten Lokal sich nach Belieben zu vereinigen, um durch Lesen, Spielen und Briefschreiben sich zu unterhalten und zu vergnügen. Zeitweise soll auch gemeinsam gisungen und ein kurzer Vortrag gehalten werden. Die Bücher, die Spiele, sowie alles zum Driefeschreiben Nöthige wird den jungen Leuten unentgeldltch dargeboten werden. Der Saal im alten RathhauS ist uns für unser Unternehmen gütigst zur Verfügung gestellt worden. Am Nächsten Sonntag den 20. März d. I., Nachmittags 3 Uhr, soll der Feierabend eröffn et werden, und laden wir die Lehrlinge zu recht zahlreicher Betheiligung freundlichst ein. Insbesondere bitten wir auch die Herren Lehrmeister, ihre Lehrlinge auf den Feierabend aufmerksam machen und ihrerseits zur Förderung der guten Zwecke dieser Einrichtung mithelsen zu wollen. Gießen, den 12. März 1881. Der Verein zur Forderung der SonntagSfeier. Dr. Naumann, Vorsitzender. Hessische Morgeiyeitung. 23. Jahrgang. Das in erfreulichem unb stetigen Aufschwünge befindliche^ angesehenste ! politische Organ bes ehemaligen Kurstaates, seit dem 1. ^anuar lv8U I erheblich vergrößert, bespricht in nationaler unb liberaler Tendenz in i Leitartikeln unb in einer übersichtlichen Tagesschau alle hervorragenden Ereignisse bes In- unb Auslandes auf ben Gebieten ber Politik, ber Bolks- I wirthschaft unb tns Hanbels. Die Hessische Morgenzeitung, das einzig heoifcke Blatt, welches räglich zweimal erscheint, ist baburch im Stanbe bic neuesten Nachrichten früher mitzutheilen, als bie im Bereiche ihres Leserkreises erschelnen- ben Concurrenzblätter. Ganz besondere Bedeutung wird ben Vorgängen in I Hessen unb Waldeck beigelegt, in ihr sviegelt sich am Getreuesten bie Vromnzielle Entwickelung wieder. Der feuilletonistlsche Stoff finbet bie größte Beachtung, ; die Novellen unb Erzählungen unseres Blattes stammen aus ber Feber hervor- 1 ragenber Autoren, bie Erzeugnisse ber Kunst unb Literatur werden in durchaus 4 unabhängiger kritischer Weise beleuchtet. Mit ber Sonnlagsnummer roirb ben 5 Abonnenten ein besonberes, illuslrirtes Unterhaltungsblatt kostenfrei geliefert. In Anbetracht bcs 12maligen Erscheinens in ber Woche ist die HMnche g Morgenzeitung nicht allein bas größte unb inüaltretchstc, sonbern auch bnv billtaste Blatt bes Regierungsbezirks. Der Abonnementsprels betragt nur j 3 JL 75 $ pro Quartal. Die fortwährend steigende Berbreltung unb bie gute g Aufnahme des im 23. Jahrgang stehenden Blattes in ben bester sttuirten 9 Kreisen ber Einwohnersch ft in Stabt unb Land, sichern ben ber He) fisch en 3 Morgenzeitung zugewiesenen Anzeigen den besten Erfolg. — Die Einruckungs- g gebühr beträgt 20 H, im Regierungsbezirk Eassel 15 für bte gespaltene j Petirzeile. baffel, im März 1881. Perlag unb Ztedaction der Hessischen Worgenreitung. :j Aufruf. 1707) Nachdem unser Verein, wie heute in d. Bl. bekannt gemacht wird, die Etnrlchlung eines „Feierabends^ für Lehrlinge und die Eröffnung deffelben für Sonntag den 20. März d. I. brsck loffen hat, richten wir an die ge hrten Bewohner unserer Stadt bie ergeberste Bitte, unser Unternehmen durch Schenkung von geeigneten Spielen, Dambrett, Domino, Schachspiel u. berg!., von Schreibutensil en und vo -■ baarem Geld unterstützen zu wollen. Unser Zwick ,st, die Lehrlinge durch Darbietung von paffender Unterhaitung und Vergnügung in der Zeit von N chrn tt^gs 3 bis Abends etwa 9 Uhr an jedem Sonntag ge'st'g und sittlich anzuregen und dadurch vor Verleitung zu allerlei Bösem und Verderblichem zu bewahren. Etwaige (A^ben b tten wir an die Vorstandsmitglieder Oberförster Georgi, Pfarrer Dr. Naumann, Pfarrer Schlosser, Gymnasiallehrer Stamm, Proseffor Dr. Thaer gelangen zu laffen. Gießen, den 12. März 1881. , Der Verein zur Förderung der Sonntagsfeier. Dr Naumann, Vorsitzende'._________________ Geschäfts - Uebergabe. 1589) Meiner wcrthen Kundschaft die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen mein seitheriges Geschäft unverändert an Herrn Karl Hahn übertragen habe und bitte das mir geschenkte Vertrauen auch auf ihn übergehen zu lassen Achtungsvoll Carl Seipp, Schrkinkrinristtr. Neue Anlage 42. Äepfel, jeder etwas größere P-sten wüd nach Eentncr n zu kaufen gesucht. Werthe Adressen nebst Preisangabe beliebe man an Ernst Peter, Halle a./S-, Alter Markt 15, ju senden. (1779 1774) Ein zuverlässiger Sattlergehülfe für Wagensckirre- unb Kofferarbeit findet sofort dauernde Beschäftigung. Offerten unter B. 233 bcf. bie (9eutr. Annoncen- Exped. von (9. V. Daube de (5o. in Darmstadt. Bezugnehmend auf Obiges werde ich stets bestrebt sein, mir das Bertrauen der wcrthen Kundschaft durch reelle Bedieuung und Arbeit zu erwerben. Achtungsvoll Giehen, im März 1881. Karl Hfthll. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Drucker ei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage.