'ch - uaai bends 7 Uhr Gebäudes. •Absorption tophon“. (io« jetzt an ager- pannung lätigkeit. der Ar- ers Ankeim :r genau pikanten »en, dass ’kom- ork hin- rhr: Nut r. ends 8 Ubr [ue ^5* tu. Ihr, im iebe-e"' Teilnahme W ■ettnutter»°° [0‘*. Mieter auf j* aucken * WKx iW Hc •ig» n ÜOÜ 1 -e «‘SÄetf? 9tr. 40. Donnerstag den 17. Februar 1SN1» Kichener Anzeiger AHtige- nni Amtsblatt für dni Kreis Kieken. RedacttoaObnreau r Oxpediliontzbureau: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit vringerlohn, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher P 6 eil. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium deS Innern und der Justiz bat dem Geflügelzuchtverein „Eintracht in Darmstadt die Erlaubniß zur Vornahme einer mit einem Vogel- und Geflügelmarkt in den Tagen vom 26. Februar bi- 1. März zu verbindenden Verloosung und den Vertrieb der Loose in Heften unter der Bedingung ertheilt, daß höchsten- 10,000 Loose ö 20 H ausgegrben und mindestens 60% de- Brutto-Erlöses hieran- zum Ankäufe der in Vögeln und Geflügel bestehenden Gewinn-Gegenstände verwendet werden. Gießen, am 14. Februar 1881. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. Dr. Boekmann. Z>eAtschland. Au- dem Großherzogthum Hessen, 13. Februar. Das neueste .Regierungsblatt- veröffentlicht ein Gesetz, welche- in wetteren Kreisen Jntereffe erregt. ES wird danach die Pfändung in dem nicht gerichtlichen Beitreibungs- Verfahren, insbesondere in dem Steuerexecution-- und in dem administrativen Beitreibungsverfahren, der Pfändung im gerichtlichen Verfahren in ihren Wirkungen ganz gleichgestellt. Auch die Voraussetzungen find wesentlich gleich geregelt, insbesondere soll auch im nicht gerichtlichen Beitreibung-verfahren die Pfändung von Frückten, welche noch nicht vom Boden getrennt find, nicht früher als einen Monat vor der genöhnlichen Zeit der Reife erfolgen. Wenn eine mehrfach Pfändung desselben Gegenstandes im nicht gerichtlichen oder in dem gerichtlichen Zwangsvollstreckung-- Verfahren stattgefunden bat, so begründlt dte erste Pfändung die Zuständigkeit zur Ausführung der Versteigerung. Die Versteigerung erfolgt jedoch für alle betheiligten Gläu- biger auf Betreiben eine- jeden derselben. Ist der ErlöS zur Deckung der Forderungen nicht ausreichend, und verlangt der Gläubiger, für welchen die zwei.'e oder eine spätere Pfändung erfolgt ist, obne Zustimmung der übrigen Betbeiligten eine andere VertheUung al- noch der Reihenfolge der Pfändungen, |o ist die Sachlage unter Hinterlegung deS Erlöse- dem Amtsgericht, in dessen Bezirk die Pfändung stattgefunden bat, anznzeigen. Tie DertHeilung erfolgt nach den Vorschriften der Eirilprocrßordnung. Darmstadt, 14. Februar. Wie ein hiefige- Localblatt einem ihm zugekommenen Privatbriefe entnimmt, soll der Gesundheitszustand de- hessischen Bunde-rath-.Bevollmächtigten Geh. Legationsraths Dr. Neiddardt in Berlin tin solcher sein, daß derselbe ihn nöthigt, fich auf mehrere Monate gänzlich von den Geschäften zutückzozlhen. Ein Urlaub für mehrere Monate ist tbm bereit- ertheilt; er wird denselben im südlichen Italien zubringen. Als Stellvertreter des Genannten nennt man den Ministerialrath beim Auswärtigen, r. Werner, dahier. Berlin, 14. Fcbr. Der „Eongreß deutscher Landwirthe" wird am 22. uiib 23. Februar d. IS. seine 12. Hauptversammlung in Berlin im „Eentral- Hotel" abhalten. Die Tagesordnung ist folgende: 1) Die Production Ame rckaS als grüßte Gefahr für die deutsche Landwirtbschaft. 2) Ueber SpirituS- Besteuerung. 3) Ueber Arbeiterverflcherung. 4) Die Währungsfrage. — Jeder Landwirth und Freund der Landwirtbschaft kann Mitglied werden. Mitgliedskarten find an den VersammlungStagen beim Bureau zu haben. Der zehnte Eongreß der deutschen Gesellschaft für Ehirurgie findet vom 6. bi- 9. April d. IS. statt, und sind von dem Vorsitzenden, Herrn Geheimen Rath v. Langrnbeck, jetzt die Einladungs-Eirculare rrlaffen worden. Die wissenschaftlichen Sitzungen werden am 6. April, Mittag- von 12 bis 4 Ubr, an den anderen Tagen von 2 bis 4 Uhr in der Aula der königl. Universität, die für Demonstration von Präparaten und Krankenvorstellung bestimmten Morgensitzungen von 10 bts 1 Uhr im königl. Universität- Klinikum und in der königl. Charit^ abgehalten. Dark der Initiative des Profeffor v. Langen- beck wird nun in diesem Jahre der zehnte Ehirurgen-Eongreß hier fich per- sammeln, und verdient hervorgehoben zu werden, daß der deutschen Gesellschaft für Ebirurgie keine medicinische Vereinigung der Welt zur Seite gestellt wer- den kann, und ihre Mitglirderzahl fich nicht nur aus Deutschland und Oesterreich, sondern auch aus dem fernen Auslände trcä^t. Diese Gesellschaft hat 278 Mitglieder, und zwar 240 Mitglieder aus Deutschland und Oesterreich- Ungarn mit den hervorragendsten Namen, ferner aedören derselben an aus Egypten 1, Amerika 5, Belgien 3, Enaland 4, Holland 5 Japan 1, Ruß. land 12, Rumänien 2, Schweiz 5 Mitglieder. Eine solche Betheiligunq spricht für die Bedeutung der deutschen Chirurgie und chrer Vertreter, und muß im In- und Auslande der deutschen Wiffenschaft zur Ehre gereichen. — Eine Vergleichung der Bevölkerungszunabme in den Vereinigten Staaten und Deutschland giebt einem New Iorker Correspondent ter „Voff. Kg." Veranlassung zu folgender Auslastung: „Deutschland bleibt in dieser Aeziehung hinter den Vereinigten Staaten zurück. Die nordamerikaaische Union Hut eben den ungeheuren Vortheil, noch immer im Stande zu sein, allen Europamüden eine Heimath und eine verhältnißmäßig sorgenfreie Epstenz bieten zu können, wenn sie anders hier mit Fleiß, Umsicht und Beharrlichkeit zu Werke gehen. Die stehenden Heere machen in der alten Welt gewaltige Aus- ü-aben nothwendig, welche den Ackerwirth und den fleißigen Handwerker in Gestalt von allerlei Steuern hart bedrücken. Außerdem wüsten die besten Kräfte in vielen europäischen Staaten dem Nährstande zu Gunsten des Wehr- standeS entzogen werden. Dieser Uebelstand fällt hier fort. Die Steuern sind mäßig (die Schutzzölle jedoch nicht. D. R) und unsere ganze stehende Ärmer übersteigt die Zahl von 25,000 Mann nicht. (NB. Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten übersteigt diejenige des deutschen Reiches um circa 5 Millionen). Bekanntlich ist hier Niemand in FrdrnSzeiten verpflichtet, Militärdienste zu thun, weshalb denn auch der Industrie und dem Ackerbau nicht die rüstigsten Arme entzogen werden." DaS ist der Segen oder Unsegen deS europäischen Nationalitäten Corglomerates, das sich noch nicht einmal zu einem europäischen Schiedsgerichte emporschwingen kann, während die Sühne der verschiedensten europäischen Nationen In den Vereinigten Staaten ganz ge- müthlich sich neben ui b unter einander vertragen und in den Künsten deS Friedens ml einander wetteifern. Kassel, 13. Februar. Die Theilstrecke der Hanau-Friedberger Eisenbahn von Windecken bis Friedberg soll dem Vernehmen nach im Sommer dieses Jahres eröffnet werden, so daß damit die Fertigstellung der genannten Dahn beendet ist. Die Stationen dieser Bahn, welche von dem Betriebsamt für die Main-Weser-Babn verwaltet werden wird, sind Hanau, Bruchköbel, Heldenbergen - Windecken, Erbstadt - Kaichen (Haltestelle), Aftenheim und Friedberg. Die Betriebsleitung der Strecke von Hanau biS Heldenbergen-Win- decken, welche schon im vorigen Jahre dem Betriebe übergeben wurde, führt zur Zeit die Frankfurt-Bebraer Eisenbahn. England. London, 12. Februar. Der Engländer ist patriotischer als der Franzose, und in Folge deffen erzeugt eine Niederlage, wie die Sir George Eollev'S am Eaps keineswegs eine solche Maffe gegense tiger Beschuldigungen, wie wir sie in Frankreich gelegentlich deö Kampfes bei Saarbrücken erlebten. Im Uebrigen aber hat LangS'Nek mit Saarbrücken manche Familien-Aehnlichkeit; fügen wir : och hinzu, daß Sir George Eolley mit seinem blinden Vertrauen in die Uebermachk der englischen Waffen dem General Leboeuf nicht ganz unähnlich ist, so gewinnt der Vergleich an Vollständigkeit. Den Engländern find gestern und heute die Augen aufgegangen; was ihnen festländische Blätter von dem Murhe der BoerS und ihrer Kamosweise schon seit einem Monate vorgekaut hatten, das wird ihnen jetzt erst kl. r, nachdem fie eine handgreifliche Lection erhalten haben. Einstimmig wird heute erklärt, daß die holländischen Boers gute Schützen find, daß fie vorzugsweise die Officiere nirderschießen, daß fie rnuthig und ausdauernd sind und daß fie gewiffcr strategischer Kennt- niffe nicht entbehren. Man giebt selbst zu, daß Sir George Colley'k Lage nicht ungesäbrlich ist und er leicht von den Verstärkungen abgeschnitten werden könnte. Nur E nS folgert man nicht aus dieser Schlappe — und es wäre doch das einzig Vernünscige —, daß der Krieg gegen die Boers ein Unsinn und ein Unrecht war und England je eher desto lieber davon abstehen sollte. Kein Einzigtr roaat den alten S^tz des englischen Gedicktes zu verfechten, daß dort, wo der Brite hinkomme, die Sclaoenseffeln zu fallen pflegen. In Transvaal hat der Br te ste tm Gegentheil angelegt, und jetzt, da der Eclave Miene mackt, sie abzuschütteln, wird die Macht und Majestät deS ganzen britischen Reiche- angrrufen, um fich bei der Wieder-Niederwerfung des jungen kriegerischen Dölkckers auf's Neue zu bethätigen und zu bejahen. London, 14. Februar. Nach auS Paris eingegangenen Informationen hätte die Reise Parnell's dahin den Zweck, im Jntereffe der Landliga gewiffe finanzielle Arrangements zu treffen und den Sitz der Centralleitung der Liga in Paris aufzuscklagen. Zu diesem Schritte fei Parnell durch die Wahrnrh. munfl veranlaßt worden, daß die englischen Behörden die Briefe der Häupter der Liga öffnen und durchiehen ließen. Parnell habe fich auch nach Frankfurt o. M. begeben, um den Fonds der Liga dorr unterzubringen. Die Ab- ficht, nach Amerika zu reifen, Hobe Parnell zur Zeit aufgegeben, werde viel- mehr in einigen Tagen nach London zurückkehren. " ™---- 1 Telegraphische Depeschen. Wolff's teltflr. EOrres»orr»errz-Bnreau. Berlin, 15. Februar. Der Reichstag wurde heute durch den Grafen zu Stol- berg-Wernigerove mit folgender Thronrede eröffnet: G-ehrte Herren! Seme Majestät der Kaiser und König haben mir den Auftrag zu ertbeilen geruht, die Sitzungen des Reichstags zu eröffnen. Ter Reichshaushalisetar, welcher Ihnen unverweilt vorgelegt werden soll, wird Sie in den Stand setzen, die Ergebnisse zu übersehen, welche d'e vor zwei Zähren begonnene Reform der Reichsabgaben seither gewährt hat und ferner zu gewähren verspricht. In den bisher erreichten witthschaftlichen und finanziellen Resultaten erblicken die verbündeten Regierungen die Aufforderung, die Grundgedanken jener Reform zu weiterer Durchführung zu bringen und auf diesem Wege nickt nur die finanzielle Selbstständigkeit des Reiches anzuftreben, sondern auch den Bundesstaaten weitere Mittel zu gewähren zur Umgestaltung ihrer Besteuerungsoerhältnisse, zur Minderung drückender Abgaben und zur Verbesserung der Lage der arbeitenden Classen. Welche Mittel die Einnahmen der einzelnen Staaten für diese Zwecke zu gewähren schon im Stande sind, wird sich erst übersehen lassen, wenn die Uebei schüsse des Reichs aus den neuen Zöllen definitiv feststehen werden. Schon jetzt aber glauben die verbündeten Regierungen eine Vermehrung der für jene Zwecke zu verwendenden Einnahmen durch eine neue Ordnung der Stempelgesetze und der Brausteuer erstreben zu sollen. Schon bei der Eröffnung des Reichstags im Februar 1879 hat Seine Majestät der Kaiser in Hinblick auf das Gesetz vom 21. October 1878 der Zuversicht Ausdruck gegeben, daß der Reichstag seine Mitwirkung zur Heilung socialer Schäden im Wege der Gesetzgebung auch ferner nicht versagen werde. Diese Heilung wird nicht ausschließlich im Wege der Repression socialistischer Ausschreitungen, sondern gleichmäßig auf dem der positiven Förderung des Wohles der Arbeiter zu suchen sein. In dieser Beziehung steht die Fürsorge für die Erwerbsunfähigen unter ihnen in erster Linie. Im Jntenffe Dieser hat Seine Majestät der Kaiser dem Bun'oesrath zunächst einen Gesetzentwurf Über die Versicherung der Arbeiter gegen die Folgen von Unfällen zugehen lassen, welcher einem in den Kreisen der Arbeiter wie der Unternehmer gleichmäßig empfundenen Be- dürfniß zu entsprechen bezweckte. Seine Majestät der Kaiser hofft, daß derselbe im Principe die Zustimmung der verbündeten Regierungen finden und dem Reichstag als eine Vervollständigung der Gesetzgebung zum Schutze gegen socialdemokratische Bestrebunsen willkommen sein werde. Die bisherigen Veranstaltungen, welche die Arbeiter vor der Gefahr sichern sollten, durch den Verlust ihrer Arbeitsfähigkeit in Folge von Unfällen oder des Alters in eine hilflose Lage zu gerathen, haben sich als unzureichend erwiesen und diese Unzn- zulänglichkeit hat nicht wenig dazu beigetragen, Angehörige dieser Berufs kl ässe dahin zu führen, daß sie in der Mitwirkung zu socialdemokratischen Bestrebungen den Weg zur AbhÜlfe suchten. In demselben Stadium befindet sich bisher ein Gesetzentwurf, der auf einem nahe verwandten Gebiete die Verhältnisse der Innungen zu regeln bestimmt ist, indem er die Mittel gewähren soll, die isolirten Kräfte der in gleichartigen Gewerbszweigen beschäftigten Personen durch ihre Zusammenfassung in forporauoe Verbände zu stärken und dadurch ihre wirthschaftliche Leistungsfähigkeit sowohl wie ihre sittliche Tüchtigkeit zu heben In wiederholten Beschlüssen hat der Reichstag dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Versorgung der Hinterbliebenen von Relchsbeainten gesetzlich geregelt werde. Es wird Ihnen demgemäß ein Gesetzentwurf zu Gunsten der Wittwen und Waisen dieser Beamten zugehen. Im Gebiet der Strafrechtspflege hat die bedenkliche Zunahme von Verbrechen und Vergehen, welche im Zustande der Trunkep- heit verübt worben und in Folge dessen einer strafrechtlichen Ahndung sich entziehen, das Bedürfniß einer Ergänzung der bestehenden Strafgesetzgebung ergeben. Em hierauf bezüglicher Gesetzentwurf wird Ihrer Beschlußnahme unterbreitet werben. Einige Abänberungen ber Reichsverfassung, welche bie Feststellung bes Reichshaushaltsctats für einen Zeitraum von je 2 Jahren zu ermöglichen bezwecken, waren Ihnen bereits in ber verflossenen Session vorgeschlagen worben. Die verbünbeten Regierungen be- finben sich nach wie vor unter dem Eindruck ber Schwierigkeiten, welche von ber jährlichen Concurrenz ber parlamentarischen Arbeiten im Reich unb in ben Einzelstaaten unzertrennlich sinb unb legen beßhalb ben unerlcbigt gebliebenen Gesetzentwurf von Neuem vor- Mit ben Regierungen von Griechenland unb Brasilien sinb Verhandlungen über den Abschluß von Consular-Conventionen eingeleitet. Ich darf hoffen, daß derselbe noch im Laufe der Session erfolgt unb baß noch währenb ber letzteren Ihre Zustimmung zu diesen Verträgen erlangt werben kann- Zu allen auswärtigen Staaten erfreut sich bas bcutsche Reich srieblicher unb wohlwollenber Beziehungen unb insbesondre entspricht unser politisch 's Verhältniß zu ben uns benachbarten großen Reichen ber Freundschaft, welche Se. Majestät ben Kaiser mit ben Beherrschern berfelben persönlich verbindet- Unter ben europäischen Mächten herrscht nicht nur in bem Willen, ben Frieden zu erhalten, bie volle Uebereinstimmung, fonbern es besteht auch in Betreff ber wesentlichen Ziele ber zwischen ihnen schwebenden Unterhandlungen keine principielle Meinungsverschiebenheit Ich bin deßhalb ermächtigt, bem Vertrauen Seiner Majestät bes Kaisers Ausbruck zu geben, baß es ber Einigkeit der Mächte gelingen werde, auch partielle Störungen bes Friedens in Europa zu verhüten und jedenfalls so zu beschränken, daß sie weder Deutschland, noch dessen Nachbarn berühren- verlin, 15. Februar. Der Reichstag wurde um 2 Uhr vom Stellvertreter des Reichskanzlers Grasen Stolberg-Wernigerode im Auftrage des Kaisers im Weißen Saale eröffnet. Der Schlußpasfus ber Thronrebe wurde von Bravorufen begleitet; die Feierlichkeit schloß mit einem breimaligen enthusiastisch angenommenen Hoch auf den Kaiser, welches ber Reichstagspräsibent Graf Arnim ausbrachte. — 1. Sitzung bes Reichstags. Präsibent Graf Arnim beruft provisorische Schriftführer unb macht Mittheilung von ben eingegangenen zahlreichen Vorlagen, unter benen sich auch ber Etat mit sämmtlichen Spezialetats befindet. Der namentliche Aufruf ergiebt nur 183 Anwesende, so daß bas Haus beschlußunfähig ist. Nächste Sitzung morgen Nachmittag 3 Uhr: Präsidentenwahl. — Die „Norbb. Allg. Zig." schreibt bezüglich ber Präsibentenwahl im Reichstage, worüber inbeß bie Erörterungen noch nicht abgeschlossen seien, in ber gestrigen Fractions- versammlung ber Deutschconservativen sei von verschiedenen Seiten, namentlich von bem Grafen Ubo Stolberg-Wernigerode auf bie Zweckmäßigkeit eines Zusammengehens ber gemäßigten Fractionen hingewiesen worben, eine Verstänbigung in biefem Sinne würbe wesentlich baburch erleichtert, baß Graf Arnim unveränbert an der Erklärung festhalte, zusammen mit einem Mitgltede des Centrums nicht in das Präsidium ein treten zu wollen. — Die „Kreuzztg." schreibt, bie beutschconservative Fraction habe feine Veranlassung, sich gegen bie Wieberwahl v. Franckensteins zu erklären; die Freunbe des Hrn. v. Bennigsen unter ben Liberalen unb Freiconservativen nähmen Anlaß, es mit seiner Canbibatur zu versuchen, bas Centrum aus bem Präsibmm ganz zu Derbrängen. Die „Kreuzztg." meint, hierzu liege jetzt ein Anlaß nicht vor, wie er beim Beginn bes Landtags in ber noch nachhaltenben Wirkung bes Kölner Domfeftes vorzuliegen schien. — Die „Norbb. Allg. Ztg " erklärt bie von ber „Revue politique" bem Fürsten Bismarck in ben Mund gelegte Aeußerung, daß, wenn ein Krieg im Orient ausbrechm sollte, es Barthelemy St. Hilaire gewesen sei, ber denselben gewollt habe, für eine willkürlich unb ohne jeben Vorwanb erfunbene. Fürst Bismarck habe niemals biefe ober eine ähnliche Aeußerung gethan, er habe durch fein Verhalten zu ben Vorschlägen Barthelemys allen Cabineten gegenüber bie Unwahrheit ber von ber „Revue" gemachten Angabe bewiesen. Diese Angabe gehöre wie viele ähnliche Erfindungen Blättern an, bie über bie guten Beziehungen zwischen ber deutschen unb französischen Regierung Zweifel unb Beunruhigung zu verbreiten suchten unb biefelbcn stören würben, wenn es in ihrer Macht stände. — Die Eisenbahncommissivn des Abgeordnetenhauses beschloß gestern Abend über den Entwurf betreffend bie Rhein-Nahe-Bahn in Abwesenheit des Finanz- und bes Eisenbahnministers 1) ber Regierung bie Ermächtigung zu erteilen zur Legung eines zweiten Geleises auf ber Rhein-Nahe-Bahn unb bie Genehmigung zur Aufnahme eines Crebits von 3,750,000 JL, 2) bie Ergänzung bes Eisenbahngesetzes vom 3. Nov. 1838 aufrecht zu halten, ferner bie Ermächtigung zum Ankauf ber Rhein-Nahe-Bahn zu ertheilen, wenn das Eigenthum berfelben zum Course von 15 Proz. abgetreten wird. — Die Commission zur Vorberathung des Verwendungsgesetzes hat bie Anträge ber Abgg. Hobrecht unb v. Hüne abgelehnt, nachbem sich ber Finanzminister dagegen erklärt hatte, ebenso ben § 1 ber Regierungsvorlage mit 15 gegen 11 Stimmen. Münster in Wests., 15. Februar. Wie der „Wests. Merkur" meldet, war der gestern hier abgehaltene erste westfälische Handwerkertag von etwa 800 Handwerksmeistern aus allen Theilen Westfalens besucht. Der Hand. 5 werkertag sprach sich mit allen gegen 5 Stimmen zu Gunsten der obligatori. schen Innungen aus und genehmigte einstimmig eine Resolution, die sich für die Beseitigung des die Handwerks-Jntereffen schädigenden confissionellen Haders ausspricht. Der Oberprästdent von Kühlwetter betonte in seiner Rede seine und der Staatsregierung Sympathie für die Interessen des Handwerks. Berlin, 15. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm heute das Com- petenzgesetz in der Schlußabstimmung an und erledigte eine Reihe kleiner Vorlagen. Morgen steht der Antrag Windthorst, betr. die Aufhebung der Tem- poralieniperre auf der Tagesoronung. Wien, 15. Februar. Die „Wiener Aiendpost" schreibt: Gewiß wira die deutsche Thronrede wegen der Zuversicht, mit welcher dem Vertrauen des i Kaisers Ausdruck gegeben wird, „daß eS der Einigkeit der Mächte gelingen ' werde, auch partielle Störungen des Friedens in Europa zu verhüten und - jedenfalls so zu beschränken, daß fie weder Deutschland noch deffcn Ntchbarn berühren", wie von uns überall mit der aufrichtigsten Genugthuung begrüßt und ausgenommen werden. Braunschweig, 15. Februar. Die hiesige Lesstngfeier begann bet herrlichem W.tt-r unter sehr zahlreicher Betheillgung der Bevölkerung am Lessing-Denkmal mit Gesangsvorträgen der hiesigen Männergesangvereine unter j Leitung des Kapellmeisters Franz Abt. Sodann wurde von einem Studirenden ? der hiesigen technischen Hochschule eine Festrede gehalten und von den studenti- . schen Deputationen wurden Lorbeerkränze mit Wtdmungsschleifen unter kurzen ' Ansprachen auf den Stufen des Lessing-Denkmals nieoergelegt. Von bc.i mei» ! sten deutschen Universitäten und technischen Hochschulen, sowie aus W en und Zürich, ferner von zahlreichen hiesigen und auswärtigen Vereinen und Privat- p-rsonen waren kostbare Krän-e gesendet worden. Um 12 Uhr fand ein feier- iicher Actus in der Aula der technischen Hochschule mit Festrede und Gesängen - statt. Nachmittags besuchten die hiesigen Studirenden und die auswärtigen Deputationen das Grab Lessing's, welches mit Lorbeer- und Jmmortellenkränzen , vollständig bedeckt ist. Das Herzogliche Hoftheater begeht die heutige Feier durch die Aufführung von „Nathan der Weise", gestern wurde „Emilia Galotti" und nm Sonntag „Minna von Barnhelm" gegeben. In dem lite- r irischen Verein „Lessing" und zahlreichen anderen Vereinen finden dramatische Aufführungen statt. In Wolfenbüttel fand eine Gedenkfeier in der Aula des • Gymnasiums statt, bei welcher der jchlge Inhaber von Lessing's Stelle, Ober- \ Bibliothekar v. Heinemann, die Festrede hielt. & 0 P a l e j Gießden war, konnte eine bestimmte Todesursacke nicht angegeben werden Die 5 übrigen Kinder hatten das 2. Lebensjahr schon überschritten und erfolgte der Tod bei denselben durch Lungenschwindsucht zwelm u Durch Diphtheritis, Verschwärung der Rückenwirbel, Krämpfe je einmal. g. — sThe ater.) ES freut uns, d?n gewitz seltenen Fall zu eonstati en, daß eine viermalige Wiederholung des Moser- und Schönthau'sck-.n Sckwankcß „Krieg im Frieden ' jeo.s- mal ein ausverkauftes Haus erzielte, so daß, wer nicht die Vorsicht besaß, sich rechtz in . mit einem Billet zu versehen, bis heute nock nickt das Vergnügen batte, disirs überaus Heike-e und witzige Stück kennen zu lernen Die Gesellschaft teiltet in demselben aber auck wirklich Vortreffliches, namentlich ist es Herr Schubert, welcker als Reif v Reiflingen vinck sein „schneidiges" Auftreten sofort das Publikum zum Beifall hinreißt und es den ganzen Abend in dieser Stimmung zu erhalten weiß, ebenso ist Frau Schubert-Schneeberger als Ilka vorzüglich und eintet namentlich mit Vortrag des Liebes „Sonnenschein ' von Lasten i n dritten Aet lebhaften Beifall. Die Rolle der El»a wird seit Neuerem von Frl. Rein bald darg-st llt und nur zum Dortbeil des Ganzen. In Frl. Reinhold b.sij,t die Direelion em< «traft, welche sich in der kurzen Zeit die allgemeine Gunst des Publikums zu gewinnen wußte. Nehmen wir noch daß Herr Fischer als H nkel Herr Müller als Stabsarzt Herr Pack'-äuier als Heintzdorf ihren Pcnthjen das Beste adzugewinnen wußten, und bas Ganze sich durch sein cxaetes Eingreifen und gerundetes Zusammcnlpiel auszeicknct, so findet man eine so oftmalige Wiederholung vollkommen begreiflich unb ist sogar überz ugt daß am nächsten Freitag bet der fünften und, wie wir hören, letzten Aufführung wieder ein gut besetztes Hrus das Streben der Dtreetion, Gutes zu bieten, lohnen wird. x. Vermischte-. (Sielten, 15. Februar. Am 2 >. I. Mts feiert die freiwillige Feuerwehr Hungen ihr erstes kleines Jubiläum. Vor fünf Jahren auf Anregung und mit Beihülfe der F St. F. dahier gegründet, hat sich diese Wehr unter Leitung ihieS 1. Vorstandes, des Herrn Skeuerkom- mistärs Sn eil, trotz besonders ungünstiger Verhältniste gut entwickelt und inne lich gefestigt. Herrn S nel t steht als 1 Führer — bie Führung ist hier von der Leitung abgezweig ein ehemaliges Mitglied der F St. F. zur Seite, Herr Gerichtsvoll-icher Ve tz Verger. Die junge Wehr hat das Glück gehabt in der unverhältnißmäßrg kurzen Zeit sich schon mehrfach im Feuer hervorzuthun und so darf man hoffen, daß der Gemeinberath, der der Feuerwehr seither sonderbarerweise nur eine alte schwere Spritze anverlrauen wollte, derselben, als oer beweglicheren Truppe nunmehr, nachdem sie sick bewährt hat, die neue leichtere Saugspritzr überlasten wird, welche ihr von Rechtswegen gebührt. Bisher batte, wie besonders anerkennend hervorpehoben zu werben verdien', die verwittwrtr Frau Fürstin zu Solms-Braun fei s ber Feuerwehr ihre gute Sckloßspritze zum Gebrauch überlasten. — Den ersten Toeil beS Festes bildet tine Hauptübung, die Mitcags 3 Uhr auf dem Marktplatz stau findet und sodann in öffentlich«! Besprechung dem Urtheile der auswärtigen Kameraden unterzogen werden soll. Abends folgen Concert und Ball. Da der ungünstige Fahrplan der O. H. B hiesigen Besuchern nicht ermöglicht, noch am selben Abend zurückzukehren, so hat die Einwohnerschaft Hungens Frciqaartier zur Verfügung gestellt. — Russische Sprichwörter. In den Sprüchwörtern eineS Volkes liegt ein guter Theil seines Geistes und Charakters. Russische Sprichwörter sind z. B. folgende: „Man lobt bie Wahrheit und ladet die Lüge zu Gast ' — „Sprich leise, "Freundchen, auch die Oh'en beS tobten Czars hören nock." — „Jedes Talglichr hält sick für eine Stearinkerze." — , Nit einem si bernen Ruber fährt man auch glückuck über die Fälle des Dniepr." — „Ä(imue;c auf einer goldenen Harfe und du wirst tausend Zuhörer haben, die Alle dein Spiel vortrefflich finden." — „Mit einer gestohlenen Flinte kann man auch schießen." — „Ein goldener Hanv- schlag überzeugt den strengsten Rlckter von ber Wahrheit unserer Aussage." — „In einem Geldrubcl liegt viel UcbencDung." — „Wenn du dem Starosten neun Würste gjeb'st uno behältst eine im Rauckfange. so hast bu ibnt keine gegeben." — „Richt jeder Fisck ist ein Stör." — „Wenn das Messer nur ein wenig lang tfl, zählt man es leickt zu den Säbeln." — „Es ist mckt e.n Jever Matrose der in Kronstadt wohnt." — „Es trägt Mancher das blaue Band um bie Brust, der die Sckleife um den Hals ve-dient." — „Wer einen frommen Popen findet, der bebe ibn ja auf, denn er hat einen seltenen Fund gethrn " — „Ein guter Kaufmann ter- kaust Hermgsrogen für Caviar." — ,Wenn der Krämer den Mund aufzuthun weiß und der Käufer die Augen, so ist Beiden geholfen " — „Dem Fucks hilft nicht die List allein, sondern auch der Zahn." - „68 hat schon mancke 2BeibnÄunge einen Männerba.s abgesämitten." - [©in Hexenproeeß.) Aus Asckaffenburg vom 7. d. M. wird gesckrfiben: „E^ war gegen Ende der vorigen Wocke, als ich dahier einem Freunde begegnete bcr mir auf bie Frage, wo er herkomme, kurz antwortete: „Von einem Hexenprocesse." — Ich traute kaum meinen Obren, da ich etwas Aehnlickes in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts für eine Unmöglichkeit hielt, mußte mich aber leider überzeugen, daß mein Freuno nicht gescherzt hatte, sondern 6'S bet M» Md* "w "k. *" u«b *u“"8 i-zrüßi (h ®«ällitim8 aa 'fangüeretnt unter lnim ©tutitenba 6on d«i (bubentt, '«'"unter ht|n ' 8°n bt,i met. «"« ffi e.i unb unb $t|oat. 1' IM eia g's Stille, Ober. bet Ludu> yoiiidfet el loeggmjsn, tzl SarnungStdftl in bcr einem Ltubenlcn in l Der Bei MM ia5 auf dem ^achl- Kopfkissen mit, m er erst der Lckläm i)t hätten b r :RN ewige Schlaf ng; Fcbeuar ewiditf 6k 1 erracksenr Pmona an ßungenfmptv e«, Ainvern brfantc" ui dercs einer öroniini- war, front« eine bt !en das 2. Lebensjahr pjucht gtodm-ii runt 6 di en, datz eine vier.- ,im Treber V5-* I sch r-Ly Ui mit übexauS hui- e un 3ix and) \W> Mlngnt «’*’® (6 bcn ponvn neebrrger •» 31“ von Saßen im W 9?finholbb3u-fi-. Direktion cm- W innen wusitt. W->a Herr Pa-t^" @ome sich J nan fine fj -S Hxus das Shitfl ieue-M'«? des §-rm.A unö M-'ltch ^ ., r Letzverg" rd-' .rs-s 6e|0"^unftl» re. nflt chntl'ä'l Ein ßolu qri firn« 11 «•' i/J . m; HK- w« ««4e Lhierchen traten munter, erfreuten sich ihre» borstigen Dasein» und dadurch die Hirzen der V«sitzrr. Allein der Auslprukb Schiller » daß mit de» Geschicke» Macht-n fein ewiger Bund -u flechten sei, sollte sich nur zu bald bewahrheiten Eine» schönen Morgen» hatte da» eine der lieben Schweinchen da» Zeitliche gesegnet und nur wenige tage dauerte e», b;6 die Gespielin ibm nach den himmlischen Jagdgründen folgte. Cb Frost oder H.-nger, ob em Schlaganfall La» erste liebe Vieh dahtnraffie; ob der Gram um den verlorenen E tallg'nöffen dem Schweinedasein de» zweiten ein Ende machten wer will e» heute ergründen? Eevrilt ich» Auszeichnungen oder leptwillige Lntschließungen waren Nicht vorhanden. Die Be fih Ein anständiges Mädcken, welches m Nähen und Bügeln, sowie in allen iäusltchenÄröetten gewandt tfi, sucht Stelle hls Hausmädchen. Zu erfragen in der Erped. d. Bl____________ MBettnäsNen‘e und sonst. Blasenl in den schlimmsteA Fällen heile brrest ch unt Garantie ohne Berufsstörung. Prospect und Zeugnisse gratis. $ C. Bauer, Specialist, Wertheim a. M. (241 / Technicum Mittweida. 7 (Sachsen.) — Höhere Fachschule/ fiir Maschinen-Ingenieure und/ Werkmeister. Vonmterricht frei./ / AuAthmen : Mitte April n. Oetobtische ljmibi’fs=-Scf)iife (penfioiiüt) in Marktbreit a. Main. — Die Reiiezeugnisse berechtige« zum einjährig-fteiwilligen Dienste. — Beständige Aufficht; mäßiges Honorar. 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Außer zahlreichen Anerkennungen besitzen wir auch ein amtliches Dankschreiben der Haupt-Verwaltung der Gesellschaft des rothen Kreuzes. *) Zu haben: Extract ä Flasche 2,50 JL, 1,75 JL und 1 Karamellen a Beutel 50 und 30 H in Gießen bei 1033) Gg. Wilh. Weidlg. Wermietvungen. 1074) Ein kleines Logis zu vermischen. __F. Felsing, Neuenweg. 1078) Ein kleines Logis, sowie ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Joh. Rohrbach, Gartfeld. 1009) Der zweite Stock in meinem Hause E. 87,5 an eine ruhige Familie zum ersten April zu vermietben Ziegler, Bahnmeister. 1085) Ein kleines Familienlogis bis zum 15. März zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl.______________________ 800) Der obere Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße (6 Zimmer, Kammer, Küche, 2 Bodenkammern, geräumigem Cor- ridor ?c) per 1. Mai zu vermiethen. ______________Th Haubach. 751) Eine Wohnung von 6 Zimmern nebst allem Zubehör ist Lit. B. 166,5 (Grünberger-Straße) zu vermiethen und sogleich beziehbar.____________________________ 999) Ein schön möblirtes Zimmer im ersten Stock zu vermiethen. Neuenweg B. 130. stichener Concert-Verein. Viertes Concert Sonntag den 20. Februar 1881, Abends präcis*) 5 Uhr, im Clubsaale unter gefälliger Mitwirkung der Fräulein Minna Uihlein aus Frankfurt a. M. (Pianoforte), des Hofopernsängers Herrn Heinrich Bertram aus Stuttgart und des Streichquartetts der Herren Concertmeister Hugo Heermann, Fr. Bassermann, E. Weicker und Valentin Müller aus Frankfurt a. M. 1071) F R OGrR A M M. I. 1. Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncell (D-dur), op. 64 von Jos. Haydn. a) Allegro moderato, b) Adagio, c) Menuetto, d) Finale. 2. „Die Allmacht“ . „ Franz Schubert. (Lied mit Pianofortebegleitung.) 3. a) Pastorale in E-moll „ D. Scarlatti. b) Impromptu in Cis-moll „ Fr. Chopin. (Für Pianoforte.) II. 4. Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncell (C-dur, Nr. 6) „ W. A. Mozart, a) Allegro, b) Andante, c) Menuetto, d) Allegro. 5. „Archibald Douglas“, Ballade mit Pianofortebegleitung Carl Loewe. 6. Rondo aus der C-dur-Sonate für Pianoforte . „ C. M. v. Weber. (Perpetuum mobile) 7. a) „Im Herbst“ [ Lieder mit Pianoforte- „ Bob. Franz. b) „Wanderlied \ begleitung „ Bob. Schumann. Der Flügel von Blüthner ist aus dem R udolph ’sehen Pianoforlelager. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der Rudo 1p h'schen Musikalienhandlung ä JL. 2.50 (Sperrsitz ä Jl. 3.50) zu haben. *) Der Zutritt zum Concerlsaal findet nur durch den Nebensaal statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen.