Nr. 267. Mittwoch dm 16. November 1881. Kichener "Anzeiger Amigk- nnh Amtsblatt für brn Kreis Gießen. ' Ä ~ L K . . Preis vlcrtelfäbrNch 2 Mart 20 Pf. mit 8ringer(ofcr. Bureau: Schulfiraße B. 18. Arsche,nt täglich mit Ausnahme bet MontagS. bic bCiOgen ,«^j^lich 2 Äar! 50 Pi. Aeutschland. Darmstadt, 14. Noober. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 9. Novbr. dem Bankier Emil WolfS kehl zu Darmstadt den Charakter als „Commerztenratb" zu verleiben. Aus dem Großherzogthum Hessen, 13. Novbr. (Schulange- legenhrtten). Im Frühjahre 1881 (Itfcle Zählung) befanden sich im ganzen Großherzogtbum 983 Volksschulen, und zwar 868 gemeinsame, 56 evangelische, 56 katholische und 3 israelitische Volksschulen; von diesen Schulen sind 450 mit und 533 ohne Schulgeld. Das Lehrerpersonal besteht auS 2007 Mit- gliedern, und zwar 1876 Lehrern und 131 Lehrerinnen. Besucht werden bic Schulen von 150,821 Schulkindern und zwar 74 945 Knaben und 75,876 Mädchen ; von diesen Kindern gehören 102 696 der evangelischen, 43,942 der katholischen, 2925 der israelitischen udd 1258 anderen Consesfionen an. Fortbildungsschulen bestehen in Hessen 770 mit 22,772 Schülern, und zwar 15,908 evangeli'chkn, 6337 katholischen, 331 israelitischen und 196 anderer Confessio- nen. Privatunterrichts-Astalten gitbt es im Großherzogthum 65 und zwar 48 gemeinsame, 3 evangelische, 8 katholische und 6 i-raelttische. Das Lehrerpersonal besteht auS 162 Lehrern und 181 Lehrerinnen; die Anzahl der Schüler und Schülerinnen beläuft sich in sämmtlichen Privatanstalten aus 4936, und zwar 1350 Knaben und 3586 Mädchen; nach dem Bekenntniß theilen sich diese in 2076 Evangelische, 1888 Kathol ken, 916 Israeliten und 56 anderer Ev"fesflonen. m Darmstadt, 13. November. Den Ständen liegt ein Gesetzesentwurf in Betreff der Ausführung des Deutschen GcrichtSkosteu-GesetzeS und der Deutschen Gebührenordnung für Gerichtsvollneher und für Zeugen und Sachverständige wr Ertheilung der verfassungsmäßigen Zustimmung vor. Bei der landesrechtlichen Regelung dcS Kastenwesens m den ^ngetegenheUen, welche vor besondere Gerichte «böitn oder durch die Deutschen Proceßordnungen nicht betroften werden, sind im Großherzogthum Hessen vielfach Bestimmungen der Neich-sgcsehe (do Deutschen Gerichts- kosteu Gei tzeS, der Deutschen Gebührenordnungen für Ger.chtsvoUzieher und für Zeugen und Sachverständige und der Deutschen C'vüproc^ßordnunq) für anwendbar erklärt oder ist daraus verwiesen worden. In Folge btr durch die Novelle vom 29. Jun 1881 bewirkten Arnderungen deS Deutschen GerichtskostengesetzeS und der Deutschen Gebühren- ordnung für Gerichtsvollzieher bat sich nun der Zweifel ergeben, ob die durch die Novelle geglündeten alten oder die an ihre Stelle getretenen neuen Bestimmungen dieser derben NeichSgcsctze für bie lanbrsrechtl'chen Vorschriften, welche dieselben für anwendbar erklärt oder darauf verwiesen Haden, maßgebend erscheinen Die Großb. Negierung erachtet eS nach den dem vorliegenden Gesetzesentwurfe beigegebenen Motiven für angemefsen. diesen Zweifel im Wege der Gesetzgebung xu lösen. Der Entwurf beruht auf der schon früher von den Ständen deS Großherzogtoums gebilligten Tendenz daS landetzrechtl che Kastenwesen in thunlichstem Anschlüsse an die RcichSgcsetzgedung zu erhalten. Demgemäß bestimmt der An M 1 des Entwurfs in seinem ersten Absatz, daß die durch die Novelle vom 29. Juni 1881 getroffenen Abänderungen von Be- ftimmnngen de« GerichtskostengesetzeS und der Gebührenordnung für Gerichtsvollzieher, insoweit diese Beirimmungen auf Angelegenheiten, welche vor besondere Gerichte gehören oder durch die Deutschen Procrßordnungen nicht betroffen werden, landcsrecht- ltch für anwendbar erklärt sind oder insoweit landetzrechtlich darauf verwiesen ist. ohne Weitere- auch landeSrechtl'ch an Stelle der abgeänderten Bestimmungen jener RetchS- gefetze treten sollen Dre gleiche Bestimmung trifft der Absatz 2 für künftige Aender- ungen und zwar nicht allein für solche des GerichtskostengesetzeS und der Gebührenordnung für Gerichtsvollzieher, sondern auch für Aendcrungen der Gebührenordnung für Zeu. en und Sachverständige und der Eivilproc ßordnung, insoweit die letzteren im Gebiete deS Kostenwesens landeSrechtlich Anwendung findet In Absatz 2 ist jedoch der Vorbehalt gemacht, daß nicht im einzelnen Falle besondere landesrcchtliche Bestimmung getroffen werde, während nach den Motiven in dem Falle des Abs. 1 ein solcher Vorbehalt nicht angezeigt erscheint, weil in diesem Falle die rcichsgesetzliche Aenderung bereits vorhanden ist und gegenwärtig keinen Anlaß zu besonderer landes- rcchtl cher Bestimmung bietet. „Indessen" — sagen d e Motive zu dem Gesetzesentwurfe — ,versteht es fich sowohl zu Absatz 1 alS .u Absatz 2 von selbst, daß dre landes- rechtlichen Vorschriften, welche reichsgesetzliche Bestimmungen im Gebiete des Landesrechts für anwendbar erklären oder auf solche verweilen, aus dem nämlichen Wege, auf welchem sie entstanden sind (durch Gesetz oder Verordnung), dergestalt beseitigt oder geändert werden können, daß die Anwendbarkeit der reichsgesetzlichen Bestimmungen in Wegfall kommt oder mod'ficirt wird, und ist eine derartige Aenderung landesrecht- licher Vorschriften, namentlich für die in der Kürze bevorstehende verordnungsmäßige Abänderung von Bestimmungen d r Verordnung vom 30. August 1879 m Ausficht genommen.“ — Nach Artikel 2 des Entwurfes soll das Gesetz sofort tn Kraft treten. m Darmstadt, 13. November. Nach einer Meldung des .Täglichen Anzeigers“ bat Herr Rechtsanwalt Dr. Osann fein Mandat als Lai dtagsadgeordneter niedergelegt. Dci-selbe war auf diesem Landtage wiederholt Vertreter des 14. Wahlkreises der Provinz Starkenburg (Groß-Gerau-Langen) und Mitglied des Finanzausschusses zweiter Kammer. Mainz, 13. November. Der Schriststeller Wilhelm Liebknecht von Leipzig, der sowohl bei den Stichwahlen in den Wahlkreisen Mam; Oppenheim als auch Offenbach-Dieburg mit Stimmenmehrzabl als Mitglied des deutschen Reichstags gewühlt wurde, bat dem hiesigen Wahlcommissär die Mtttheilung zugehen lauen, daß er sein Mandat für den Wahlkreis Mamz-Oppenheim annehmen werde. In Folge dieser Erklärung findet nunmehr im Wahlkreis Ossenbach-Dieburg eine Nachwahl statt. Berlin, 12. November. (Die Stichwahlen). Man hatte vor den Stichwahlen im 4. und 6. Berliner Wahlkreise eine gewisse Angst, möchten wir sagen, weil man fürchtete, eS könnte zwischen den durch die noch in letzter Zeit in so scharfer Art auftretende Wahlagitation gegeneinander aufzereizten Wählern zu Exceffen kommen. So viel wir vernahmen, find die Wahlen jedoch äußerst ruhig verlaufen. Ja, eS drängt sich die Ueberzeugung auf, als ob das Jntereffe der Wählerschaft an der Ausübung ihres Wahlrechts durch die Länge der nun schon Monate dauernden Agitation abgeschwächt wäre. Wenn man bei den Wahlen des 27. Oktober Gruppen von Arbeitern namentlich auf den Straßen stehen sah und die Vorzüge der gegenseitigen Cavdidaten anpreisen hörte, so zeigten heute die Straßen ihr alte- Gesicht. Nicht einmal die Schutzleute hatten sich in den beiden genannten Wahlbezirken in ausfallender Weise eingefunden. Vor den Wahllocalen selbst sah man selten oder nie einen Schutzmann. Mit anzueikennendem Takt, dec ihr natürlich von Oben her anewpsohlen sein wird, überwachte die Polizeimannschaft die Eingänge zu den Wahllocalen auß respectabler Ferne und der ruhige Verlaus der heutigen Wahlen mag die Wächter deS Gesetzes überzeugen, daß sie in diesem Falle ein richtige- Verfahren eingeschlagen haben. Wenn es sonst feststeht, daß die Wähler gewöhnlich vor der Wahl schwankend sind, welchem Eandtdatin sie ihre Stimme geben sollten, im 4. Wahlkreise hatte heute die Wahl selbst manchen Wähler schwankend gemacht, denn, wie auch schon am 27. v. MtS., wurde heute am Biertische manch kräftige- Wörtlein über VolkSwohl und des Volke- Freiheit gesprochen und mit kräftigem Trünke besiegelt. Es ließ sich auch heute mehr über Freiheit sprechen, al- am 27. v. MtS., denn heute standen sich nur „Eandidaten der Freiheit" gegenüber, gemäßigte und radikale, Fortschrittler und Socialdemokraten, Klotz und Hasenclever, Träger und Bebel. Bride Parteien ließen es sich angelegen sein, auf alle mögliche Art ihren Eandidaten Stimmen zuzuführen. Zu bedauern war jedenfalls ein Herr, der sich zu dieser Partei bekannte und aus reiner Höst chkeit dem Socialdemokraten seine Stimme gab. Jedem ein Wahllokal Betretenden wurde, wie natürlich, eine Menge Zettel in die Hand gedrückt und so auch besagtem alten Herrn. Aus Höflichkeit, um keinen Zettelträger zu beleidigen, nahm er von Jedem einen Zettel und hatte somit zwei Zettel für Klotz, den einen mit dem Namen dieses Eandidaten geschmückten hatte er sich mitgebracht, und einen für Hasenclever. Als er auS dem Wahllocale wieder herauStrat und die ihm verbliebenen Zettel erbl'ckte, merkte er zu seinem Erstaunen, daß er d.e beiden fortschrittlichen Zettel behalten und in btr Verwirrung den socialdemokratischen abgegeben hatte. Wenn wir sagten, eS machte sich heute nur geringe Erregung unter den Wählern bemerkbar, so wollen wir damit nicht gesagt haben, daß etwa die Bethiiligung am Wählen selbst eine schwache gewesen sei. Die Wähler wurden von den Vertrauensmännern förmlich zur Wahlurne getrieben. — Die N chrichten, daß in einigen Ortschaften der spanischen Küste das gelbe Fieber besorgnißerregend ausgetreten sei, bestätigen sich, wie wir versichern können, nicht. ES find einige leichte Erkrankungen, wie dies um die jetzige Jahreszeit alljährlich in Spanien vorkommt, verzeichnet worden, doch waren sie ohne jede Bedeutung. Zur Beruhigung ängstlicher Gemüther sei hinzu^esügt, daß die spanischen Behörden die nöthigen Maßregeln ergriffen h^ben, um selbst der Verbreitung dieser leichten Erkrankungen vorzubeugen. — Nachrichten aus Rio de Janeiro besagen, daß noch selten um diese JahreSzeit der GesundheltSzvstand daselbst so günstig gewesen ist. Nichtsdestoweniger haben bic Sanitärebehörden fich veranlaßt gesehen, ihre Vorkehrungen gegen das Auftreten des gelben Fiebers zu treffen, das sich mit dem Eintritt der heißen Jahreszeit einzustellen pflegt. — Ueber conservative Wahlbeeinfluffungen in Ostpreußen bringt das „Tilsiter Tagebl.“ fast unglaublich klingende Nachrichten, deren Verantwortung dem genannten Diatt überlassen bleiben muß. So soll in einem Wahlbezirke der W'llkischer Gegend der Vorsteher einen Dorfzettel herumgeschickt haben, worin er die Wähler zur Wahl am 27 Oktober einlabet unb ihnen bei 10 Ordnungsstrafe aufgiebt, fich vorher mit enem Zettel für UnterstaatSsecrelär v. Schli ckrnmn zu versehen In einem Wahlbezirke der Plaschker Gegend öffnete der Wahlvorsteher, ein Lehrer, die Wahlzettel, und wenn btr Wähler fich nicht bereu finden ließ, seinen liberalen Stimmzettel mit einem konservativen tu vertauschen, so ließ er denselben sammt seinem Zettel hinauSwersen. Für diese Vorgänge find Zeugen namhaft gemacht, welche fich bereit erklärt haben, ihre W ibrnehmunaen vor Gericht zu beschwören. Baden-Vaden, 12. November. Wir entnehmen der „Allg. Z.“: «Heute Morgen befand fich untere Stadt in großer Aufregung. Das Gerücht verbreitete fich schnell — es war wegen deS großen Markttages viel Volk vom Land in der Stadt — daß es droben im Schlöffe schlimm stehe. Alles eilte hinauf, um Erkundigungen einzuziehen; das aufgelegte Bulletin von früh 7 Uhr war auch wenig tröstlich. Nachdem der gestrige Tag bis Nachts 11 Uhr recht befriedigend verlaufen war, stellte sich beim Großherzog eine bedrohliche Herzschwäche mit Störungen in der Respiration ein- Der Puls war io schwach, die Athmung so gering, daß der Großh. Leibarzt Dr. Zenner, welcher die Nachtwache batte, sofort die andern beiden Aerzte Dr. Friedrich und Dr. Heiligenthal herbeiruien ließ, da er die Verantwortung für das Kommende nicht allem übernehmen wollte. Es gelang den vereinigten Anstrengungen der Aerzte wohl am Morgen gegen 6 Uhr. die gefährlichsten Erscheinungen zu beseitigen. Ter Großherzog war, trotz seiner Schwache, bei Bewußtsein unb verlangte nach feiner Familie. Die Groß- ber-ogin wich ohnedies nicht von seinem Krankenlager. Es wurde aber auch der Erd- großherzog, welcher, seitdem er die Regentschaft übernommen hatte, das Krankenzimmer nicht mehr betreten sollte, mit seinem Bruder Prinz Ludwig herbeigerufen. Früh um 4 Uhr ließ man auch die Deutsche Kaiserin durch ihren Leibarzt Dr. Lchliep wecken und dieselbe begab sich in Begleitung desselben sofort nach dem Schloß wo sie biS gegen 6 Ubr früh weilte. Ter Großherzog,foll schon von allen rührenden Abfch'ed genommen haben; vor Allem soll er seinen ältesten Sohn^ ermahnt haben, in seinem Sinn und Geiste we ter zu regieren unb die bisherigen Räthe der Krone auch zu den feinigen zu machen. Es sollen dies herzerschütternde Momente gewesen sein. Glücklicherweise wurde es am Morgen bester, Puls und Athmung hoben sich wieder: das Fieber und die übrigen Krankheitserscheinungen blieben im Wesentlichen unverändert. | Während der Nacht hatte man inzwischen bic Hofstaaten, welche, soweit sie nicht in I Function waren, bas Babener Schloß seit einigen Tagen verlassen hatten, telegraphisch herbeigerufen. Sie trafen im Laufe d.s Tages alle hier'ein, ebenso der Staatsmmister Turban rc. Mit großer Spannung sah man dem nächsten Bulletin entgegen, welches Abends halb 6 Uhr aufgelegt wurde, nachdem auch Dr- Kußmaul noch eingetroffen war. Dasselbe lautet insofern tröstlicher, als im Verlauf des Tages die Schwächezustände des Herzens (offenbar jetzt das gefährlichste Symptom) nur in kurzen Andeutungen wiederkehrten, das Fieder mäßig war (38,ö Grad nicht übersteigend) und das Bewußtsein frei, ein characteristisches Moment dieses Krankheitszustandes. Aber trotz zeitweiligen ruhigen Schlafes war das Gefühl von Erschöpfung vorwaltend. Es kommt jetzt Alles darauf an, ob die Kräfte des hohen Kranken sich wieder genügend Heden und kein neuer Anfall von ähnlicher Stärke auf- tritt. Das typhöse Fieber an sich hofft man bewältigen zu können. Unter diesen Verhältnissen hat Ihre Maj. die Kaiserin, welche ursprünglich heute nach Koblenz abreisen wollte, ihre Abreise auf unbestimmte Zeit hlnausgeschoben. Für den noch immer nicht sehr kräftigen Gesundheitszustand der Kaiserin sind diese Tage der Aufregung und Sorge natürlich auch nicht oortheilhaft, obgleich dle Kaiserin sich mit großer Energie aufrecht erhält. Morgen früh 5 Uhr werden der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden und Norwegen, mit Extrazug von Hamburg kommend, hier eintreffen. Die Kronprinzessin Victoria mar in Stockholm nicht zu halten; ihr erlauchter Vater hat auch die größte Sehnsucht nach ihr. Die jungen Herrschaften werden im Palais des Fürsten von Fürstenberg absteigen, weiches dieser dem Kronprinzenpaar zur Disposition gestellt hat. Das ganze Land befindet sich in fieberhafter Aufregung. Die große Verehrung und hingebende Liebe, welche man diesem Musterregenten, einem Vater seines Volkes im vollsten Sinne des Wortes, widmet, zeigt sich in rührenden Zügen allenthalben Das badische Volk ist stolz auf seinen Großherzog, auf sein Fürstenhaus. Möge der Himmel uns den theuren Herrscher gnädig erhalten". (Die Nachrichten vom 13. und 14 lauten nach den bereits mitgetheilten und unten folgenden Telegrammen günstiger.) Wußland. Petersburg. Der Wiener Corresponderck des „Daily Telegraph" ; macht seinem Blatte die nachstehende Mittheilunq: In russischen amtlichen ; Kreisen ist durch die in voriger Woche erfolgte Verhaftung mehrerer Diener im Palast zu Gatschina große Bestürzung hervorgerufen worden, und es verlautet, daß diese Verhaftungen mit einem Complott, den Palast in die Luft zu sprengen, in Verbindung ständen. Es wird die größte Geheimhaltung über die Angelegenheit bewahrt, aber ich erfahre von einem zuverlässigen Correspon- denten die folgenden Thatsachen: Kurz nachdem der Hof von P.terhof über- gestedelt war, erregte bei einem höheren Beamten das Verhalten eines Dieners Verdacht, den man dabei ertappte, wie er Freund- im Palaste empfing, was durchaus gegen die Hausordnung verstößt. Man ließ indeß dieses Vergehens wegen Gnade für Recht ergehen, da der Diener unter Hinweis auf seine viel- jährigen Dienste seine Unschuld an irgend welchen verbrecherischen Motiven be- theuerte. Ein gewandter Pofizelagent wurde indeß mit der (Überwachung seines Thuns und Treibers beauftragt, und dieser berichtete, daß der verdächtige Diener bei seinen periodischen Besuchen der Hauptstadt mit Personen ver- | kehre, die bei der Polizei übel angeschricben seien. Schließlich gelang es dem j Agenten, sich in das Vertrauen des Mannes einzuschleichen, uno von ihm die Namm mehrerer im Palast beschäftigter Peisonen heiauszubringen, die „gut, und bereit zu handeln seien, wenn die Zett komme." Diese Leute sind jetzt verhaftet worden, und man hofft, daß die Gefahr hiermit abg-wendet ist. Osficiere, die in St. Petersburg und Kronstadt stationirt sind, haben in neuerer Zett Proklamationen höchst aufrührerischer Natur per Post erhalten. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz- Bureau. Berlin, 14. November. Mit Bezugnahme auf die in Nr 26 des Reichsgesetzblattes verkündete kaiserl. Verordnung vom 4. d. Mts., durch welche der Reichstag berufen ist, am 17. November d. Js. in Berlin zusammen zu treten, wird hierdurch bikannt gemacht, daß die Eröffnung des Reichstags an diesem Tage um 1 il2 Uhr Nachmittags im Weißen Saale des kö .tgl. Schlofft stattfinden wird. Zuvor wird ein Gottesdienst und zwar für di- Mitglieder der evangelischen Kirche in der Schloßkapelle um 12^ Uhr, für d e Mitglieder der katholischen Kirche in der St. Hedwtgskirche um 1 Uhr abgehalten werden. Die weiteren Mittheilungen über die Eröffnungs-Sitzung erfolgen in dem Bureau des Reichstags, Leipzigerstraße Nr. 4 am 16. November in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends und am 17. November Vormittags von 8 Uhr ab. In diesem Bureau werden auch die Ligiltmations' karten für die Eröffnungs-Sitzung und die Einlaßkarten für Zuschauer ausge- geben, auch alle sonst erforderlichen Mittheilungen gemacht werden. Der Reichskanzler. In Verh : o. Bötticher. — Heute Nachmittag sand unter dem Vorsitze des Fürsten Bismarck eine Staalsmtnisterial'Sitzung statt. Baden-Baden, 14. November. Bulletin über das Befinden Sr. König!. Hoheit des Großherzogs: Während der Nacht hat der Großherzoz viel und ruhig geschlafen und sich beim Erwachen sehr erquickt gefühlt. Tem- peratur 38, Puls 78. Der allgemeine Zustand ist wie gestern befriedigend. — Se. K. K. Hoheit der Kronprinz tritt heute Nachmittag 1 ,/2 Uhr die Rückreise von hier an und wird morgen früh in Potsdam eintreffen. Karlsruhe, 14. November. Prinz Wilhelm, der Bruder des Groß- Herzog-, ist an einer Lungenentzündung erkrankt, doch ist seit der letzten Nacht eine Wendung zur Befferung ein^etreten. Darmstadt, 14. November. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz traf heute Nachmittag, von Baden-Baden kommend, hier ein und beabsichtigt, um 9 Uhr AbendS nach Potsdam weiter zu reisen. Bradford, 14. November. Von der hiesigen Polizei wurde gestern eine große Anzahl Revolver und Patronen nebst fenischen Schriftstücken mit Beschlag belegt. Regensburg, 14. November. Der wegen Fälschung der Landtagswahl angeklagte Schneider Moritz ist zu 3 Monaten Gefängniß und Verlust der Ehrenrechte auf 5 Jahre verurtheilt worden. Ji den Motiven des Er- kenntniffes wird auSgeführt, daß der Angeklagte vorsätzlich und absichtlich im Interesse seiner Partei ein unrichtige- Wahlergebniß und dadurcd lm vorliegenden Falle auch eine Aenderung in der Person deS Gewählten (Abg. Bonn) hrrbeigeführt habe. Paris, 14. November. Es wird versichert, daß Gambetta noch heute dem Präsidenten Grevy folgende Ministerliste vorlegen wird: Gambetta Präsident und Minister des Auswärtigen mit Spuller als Unterstaatssecretär, Waldeck-Roufleau Innere-, Bert Unterricht, Campenon Krieg, Allain-Targ6 Finanzen, Raynal öffentliche Arbeiten, Coch^ry Posten, Rouvier Handel, Colonien und Handelsmarine, Cazot Justiz, Goufeard Kriegsmarine, Devös Land- wirthschast, Proust Künste und Gewerbe. Wie es heißt, wird das „Journal osficirl" morgen die Constituirung deS neuen Ministeriums publiciren, Gambetta wird daffelbe dann morgen dem Parlament vorstellen. — Präsident Grevy hat die vorstehend gemeldete von Gambetta vorgelegte Ministerliste genehmigt. Die brtr. Dekrete werden voraussichtlich noch heute unterzeichnet werden. lokales. Gießen, 15. November. Gestern Mittag schlich sich in einem Hause in der Baynbof- straße ein Frauenzimmer in die Wohnung eines Bahnbramten und versuchte dorten einen Pack Kleider zu stehlen. Durch Zufall wurde die Diebin beim Aufräumen moppt jedoch wieder laufen gelassen, weil st; auf die Frage: was sie im Zimmer zu suchen habe, dre Antwort gab: Die Schutzleute verfolgen mich und da bin ich hierhergeflüchtet. Später wurve die Diebin dennoch gefaßt und entpuppte sich dieselbe als ein aus dem Ge-ängniß in Kastel erst entlassenes lüdcritches Frauenzimmer. Anstatt ver Polizei die Arbe t beim Fangen von Spitzbuben zu erleichtern, geschah hier aus falsch ang brachtcm Mitleid gerade das Gegrntheil. — Gestern Mittag und gestern Abend verursachte ein vor wenigen Tagen erst hierher gezogener Taglöhner derartigen Unfug, daß er verhaftet werben mußte. — Ein betrunkener Stromer, welcher sich auf der Marburger Straße sein Nachtquartier errichtet hatte, mußte auch im Arresthause ausgenommen werden. Vermischte s. Wetzlar, 14. November. Ergebniß der Stichwahlen: Im Kr.-iS Wetzlar, incl. der 8 Gem inden des sog. Hinterlandes, erhielt I. A. Waldschmidt 5254, Prinz Hermann zu Solms-Braunfels 4480 Stimmm. Im Kreis Altenkirchen erstere: 25K8, letzterer 4496 Stimmen. Das Gesammtergebmß stellt sich nunmebx dahin, baß Prinz Hermann mit 8976 gegen 7842 St. über I. A. Waldschmidt gesiegt hat. — Unseie gestrige Ansicht hat sich somit nicht bestätigt. Ob die Wahl angefochten wird, da, wie verlautet, Unregelmäßigkeiten vorg.kommen sein sollen, können wir heute noch nicht mittheilen. Mommenheim, 11. November. (Raubmord oder Unglücksfall?) Heute fuhr der Landwirtb, Docs-Selzen nach Nierstein, um sich dort seinen Winteibedarf an Kohlen zu holen. Bei der Rückfahrt nahm derselbe seinen Weg über Schwabsburg, um von hier aus nach Selzen zu kommen. Die Scinigen, über das unerwartete Ausbleiben des Mannes geängstigt, machten sich auf den Weg, um über den Verbleib Nachforschungen anzustellen. In der Gemaikung Mommenheim fand man den Vermißten tobt unter dem Wagen liegend und das Pferd aus- gespannt, Ob ein Raubmord ober Unglücksfall vorlirgt wird die Untersuchung ergeben. Großh. Amtsgericht Oppenheim nebst dem Kreis Arzte begab sich sofort an Ort und Stelle um Erhebungen anzustellen. Der Verunglückte ist Familienvater von zwei unmündigen Kindern. — Der Ashanti König ließ, wie über London telegraphirt wird, 200 junge Mädchen tobten behufs Vermischung ihres Blutes mit Mörtel, welcher zum Bau bes Königs Palastes dienen soll. Wie lange, so darf man wohl bei dieser Nachricht fragen, werden die civilisirten Mächte derartige Gräuel zur Kcnntniß nehmen, ohne an eine ernstliche Intervention durch Thaten zu denken? Bremen, 12. November. Der vorgerückten Jahreszeit ungeachtet, sind alle von hier nack Amerika abgehenden Dampfer des Norddeutschen Lloyd stets mit der vollen Anzahl Aus Wanderer besetzt; es ist sogar nothwenbig geworden, den Steamer „General Wnrer" Ende dieses Monats als Extraboot nach Newyork eintreten zu lassen. Nicht weniger lebhaft geht die Verschiffung von deutschen Manufacturwaaren; in dem am 13. abgehenden Dampfer „Rhein" ist der Güterraum seit längerer Zeit ganz besetzt und müßen angemcldete Güter aus Sachsen bis zur nächsten Abfahrt zurückbl-iben. Die hiesige „Deutsche Nationalbank", welche tm vorigen Jabre die enorme Dividende von vierzig Procent an ihre Actionnäre verlheilte, hat im Laufe des Jahres von ihren Rio Tinto-Actien wiederum zehn Tausend Stück, welche ihr zu Lstr. 10.— per Stück einsteben, zu ungefähr Lstr 25.— per Stück an ein Pariser Consortium verkauft. — Dadurch ist dieselbe in den Stand gesetzt, auch für das laufende Jahr eine Dividende von vierzig Procent zu zahlen. Ein solches Resultat dürfte geradezu ohne Beispiel in der Geschichte deutscher Banken sein. — Wenn die Aktien der „Deutschen Nationalbank" dennoch nur 155 not-ren, so erklärt sich dieses allein aus dem so überaus unbedeutenden Effectengeschäfte unserer Börse. — sPreisauSschreiben für fierjte.] Die „Wiener med. Blätter" melden: Herr und Frau Victor Saint-Paul haben in der Academie de Medicine >u Paris 25 090 Francs übergeben zur Gründung eines Preises für diejenige Person, ohne Unterschied der Rationalität und deS Standes, welche zuerst ein von der Academie als wirksam uno unfehlbar erprobtes — Mittel gegen Diphtherie erfindet. Bis zur Entdeckung desselben soll die Rente des Preises als Aufmunterungspreis alle zwei Jahre denjenigen zuerkannt werden, welche durch Arbeiten, resp Untersuchungen über Diphtherie eine Aberkennung verdienen." — In Boulognc, so erzählt ein Reisender der „Petersburger Zeitung", trat ich in eine Kirche. Es war eben Kinderlehre. Die kleinen Kinder sangen ein Lied, und sangen zu meiner Freude so gut, wie ich es sonst selten in Frankreich gehört habe. Aber die Melodie des Liedes — daS Lied handelte von den Sacramenten — drang mir so wunderbar lustig zum Herzen, rief mit im ersten Augenblicke eine solche Menge froher Erinnerungen dunkU ahnend in'S Gedüchtniß zurück, als ob ich einem alten Jugendgespielen begegnet sei, ich suchte und suchte, so oft die Melodie von Neuem begann, den Namen des alten Bekannten. Ich schloß bi? Augen, da wurde es lebendiger in mir. Heidelberg tauchte auf vor meinem geistigen Auge, die Hirschgaste, ein Commets, das Cerevis, die Schläger, — — ich hab's, ich hab'S! und in meinem besten Baste stimmte ich mit ein in das heilige Lied und sang: „Dein Haupt will ick bedecken, Und drauf den Schläger strecken, Es leb' auch dieser Bruder hoch! So lange wir ihn kennen, Woll'n wir ihn B cd 3 v itxcii un r ftroiilcn ic. empncblt VtUiuft Hart Brrgrr Handeltzgärtncr.___ Hernt ait it Kais L 186 Frllrrsweg L. 186. Ter Vorstand. 3. A. Schlosser, Pfarrer. Obftböiume, bockst. Rose», ^ierstrnuclie« rc 1 ü0tfltltfltc r‘°^ heute anklopfen werden. ließen, den 5. Novbr. 1881. Zu haben in Glessen bei Eduard Lind, Hofc<>nditor, Heinrich Kinckel, Gehr. Adami, j. A Busch Söhne, Karl Schwaab, C. 6. Klelnhenn. _______________viyö frritaß drn 18. Uoutmbrr, Nachmittags 2 Uhr, solltn aus dahlcsigem OrtSgericht btt Immobilien der August Nauheimer ^r'T-'V'vöä Mir. «der am «ros- dorserweg, . . 27 8,4, 194 Mtr. (Aradgarten m der StesanSmark, 27 8 - 281 Mir Hofraithe daselbst, •'7 -7 444 Mtr. Hofratthc daselbst, 27 91, 756 Mtr Grabgarten daselbst, 27/9* 100 Hosraithegrund daiclbst, 27 9,o, 691 Mir. W»esc daselbst, 30 158, 1881 Mtt- Acker über dem Erdkauter Weg, hinter dem Fluthgraben meistbietend versteigert werden Gießen, am 15. November 1881. Großh OrtSgerlcht 7529) Müller. Ahorn- K ziuftliaum-Hol; zu Laubsäge-Arbeit«n. 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November 1881, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem Distrikt Heegstrauch nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennbol». scheith Prügelh. Gtockh dtei-h. Nmtr. Nmtr. Rmtr. Wellen. Eichen — 11 — 110 Nadel — 163 54 8000 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 82 Fichtenstämme mtt 36 Festm. 7234 Fichtenstangen mit 122,1 Festm. Unter den Stangen befinden sich Weißbinder- und Bohnenstangen, so- wie Spalierhölzer. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Lich an der 1. Schneise. Gießen, am 15. November 1881. Großh» Bürgermeisterei Gießen. 7533) A» Bramm. = Die Neuesten — Damen- und Kinder- Wintermäntel in guten, soliden Stossen, in sehr großer Auswahl empfiehlt zu auftergewohn- llch billigen Preisen. Bekanntmachung. Die PLchi.r d,« hiesigen «rme.i • frotpit l». Ärten. und '»«S'Uschen Psarrgut- werten an die Bezahlung der Martini I. I. b fl aeuefe.. i Dächte erinnert» , JOO. Gießen, den 15. November l88l. 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Die .Frankfurter Zeitung« ist das gräßte, bestunl-mchtetlte Blatt Süd- und Mittel-Teutichlands. dessen politischer The« ebenso wie die Abteilungen für Handel, Volks- und Landwirthschaft, «ew er de, Kun ft und Wtssenfedaft nicht mmder das unterhaltende und belehrende Feuilleton demselben seit einer Reihe von Jahren einen Weltruf verschafft haben- Durch den über alle Welttheile ausgedehnten Vrivat-relegraphendieuft erhalten die Leser der ^Frankfurter 3-ltuug" alle w'chttgen Neuigkeiten rascher als durch irgend ern anderes Blatt. Um Jedermann Gelegenheit zu geben, den reichhaltiger- Inhalt_ber .Frankfurter Ze.eung. näher kennen ,u lernen, erNaren w.r uns bereit Den. jenigen, welche oon Neujahr ab zu abonntren geneigt imb. aur schristliches Ver. langen von jetzt ab bis Gude Dezember eme hinreichende Anzahl von Prnbe^ nummern grati- und franko zuzusenden. Erpedition der Frankfurter Zeitung. Frankfurt am Main. Große Eschmheimergasse Nr. 37. ryYYYYYYl O OUUUOOQOOCXX Die Beerdigung findet Mittwoch den 16. November, Nachmittags V22 Uhr statt. Mt* $Qt btn Loppenteppich ge- Wv wonnen.(7519 «huuvi uhv yivmui un^u/^igui, uup iiy uiucim t^rullgen Ä Datum am Wallthor (Ecke des Asterwegs) eine » Buchhandlung nelist Leihbibliothek ° 7525) Von wem sagt die öocxsoöooGöOßoraoooqo (7471 Karl Dornseiff, 7447) (5689 Bauer fcher Gesangverein (7528 Anfang 7*/2 Ubr. Der Vorstand. Frankfurter Ausstellungs Lotterie 7410) Zweite Serie. S3 und den eröffnet habe. Für reelle Gießen, Verantwortliche Redaction: 9L Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Ich zeige hiermit an, daß ich mich in Nidda als Rechtsanwalt niedergelassen habe. Nidda, im November 1881. Vermischte Anzeigen. 7521) Ein Schreiber sucht für einige Stunden täglich Nebenbeschäftigung. Offerten unter F. M. bef. d. Erpcd. d. Bl- Sonntag den 20. November: Aben d - Untei'haltwng im Leib scken Saal gute Bedienung werde stets besorgt sein. 15. November 1881. Hochachtungsvoll JPhifijW Pfeiffee. Mittagstisch im Abonnement. 12=-13000 Mark A.A 3U leiben gesucht. "* (fxped. b5. Bl. Restauration Fritz Lony, D. 210 Marktatrasse D, 210 empfahlt — Circus Lorch.-- Heute Abend 8 Uhr: 05zr Grosse Vorstelltt'itge Mittwoch nachmittag 4 Uhr: Grosse Exlra-Kiiider-Vorstelhiug. Abends 8 Uhr: Große Brillant Vorstellung zum Beneffce für Frl. Anna und Rofa Lorch. Dich, den 14. November 1881. 7516) Die trauernden Hinterbliebenen 164) Unterzeichneter beehrt sich hiermit, sein Agenturgeschäft in empfehlende Erinnerung zu bringen. Derselbe hat zu vertreten: Die Feuerversicherungs-Gesellschaft »Deutscher Phönix* in Frankfurt a. M., eine der ältesten, solidesten und verbreitefften Gesellschaften Deutschlands. Die „Frankfurter LebenSverficherungS-Sesellschaft* in Frankfurt a. M. Die »Frankfurter Transport- und GlaSversicherungs-Actien Gesellschaft" in Frankfurt a. M. Die »Berliner Hagel-Affecuranz-Gesellfchaft von 1832* in Berlin. Auch diese Gesellschaften gehören in jeder Beziehung zu den Besten und zeichnen sich durch strengste Reellität und äußerste Coulanz bei Schadenregulirungen aus. r'risdr. Decker, B. 92. Todes - Anzeige. Entfernten Freunden und Bekannten machen wir hiermit tief betrübt die Anzeige von dem heute nach Gottes Willen und nach langen, schweren Leiden erfolgten Ableben des Fabrikanten und Kaufmanns Alexander Sartorius. Alle Annoncen A das -Berliner Tageblatt* (die gelesenste deutsche Zeitung), .Deutsche- ORontar^ 'Blatt*, „Deutsches Reichs,Blatt*, »Kladderadatsch*, »Baiac* »Fliegende Blatter*, „Schalk*, »Independance beige*, „Wiener Allae- mnnt Zeitung*, .Gießener Anzeiger*, sowie für OQC anderen Leitungen, Provinz-alblätter, Fachzeitschriften befördert ohne Kostenerhöhung am billigsten und promptesten die ZellungsAnnoncen-Expedition von Rudolf Rosse, Frankfurt a. M. Zeitungs-Verzeichniß (Insertions-Tarif), sowie Kosten-Anschläge gratis u. franco. Bei größeren Aufträgen h ö ch ft e r Rabatt. (6712 7453) In meinem Hause am Nahrungsberg der 2. Stock, sowie ein Mansarden- logls zu vermiethen und sofort zu beziehen. _ Äflfl J^etbert am^Nahrungsderg. 7486) Ein Stübchen mllBettvermiethet ____________I. Waguer, Maigasse. 6546) Ein kleines Familienlogis sowie em einzelnes Zimmer ist an ftiUe Leute zu verm'etben im „Darmstadter Haus". 7129/ Ein Familienlogis zu oermietden M. 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