amstag den 16. Juli r. 162 ISSi Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Folks. irter und einige für da- afa: ital gesucht. definitiv ablehnt, definitiv Abschied Preis vierteljährlich 2 Mari 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 5ü Pf. 16 16 20 16 16 9 4 Wien, 11. J/t. es ' B-r- den hohen Rein, Baden. Hessen, ^-Lothringen. iDlIerif meinen Tchutzzoll und Freihandel. Wir lasen nachstehende ofstciüse Zeilen: „AIS im vorigen Jahre in Ruß« land bit Zölle um 10 pLk. erhöht wurden, erhob die aefama te fortschrittlich- freihändlerische Presse e n große- Klagegeschrei. Das Vorgehen der rusfischeu Regierung wurde al- ein uillkornmener Vorwand benutzt, um der RetchSregie- rung wegen ihrer Zollpolitik Vorwürfe zu machen. Hier könne man sehen, so hieß es in den Organen der Herren Richter, R ckert, Bamberger, wohin das System deS Schutzzölle- führe. Da- Ausland ergreife Reprefialien, welche den deutschen Export verntchten. Der deutsche Industrielle könne jetzt, da er die 10 pEt. Zoll zu tragen habe, ncht mehr concuritren; er müsse entweder seine Preise so niedrig stellen, daß an keinen Gewinn mehr zu benfeu, oter er müsse auf die Auisuhr nach Rußland ganz verzichten. Niemand hat mehr wie wir die Maßregel der russischen Regierung beklagt, denn in der Frage der Wirkung der russischen Zölle sind auch wir der Meinung, daß sie nicht oou dem russischen Lonsumenten, sondern von dem deutschen Exporteur zu tragen sind. Ergötzlich war unS aber doch die Haltung der oppositionellen Presse, die in 'bre.n Eifer, der Regierung Ein- anzuhängen, ganz vergaß, welche Doctrineu ste bisher bezüglich der Wirkung der Zölle verfochten hatte. Wer war es denn, der sonst bis zum Urberdruß behauprrte, d^ß der Getreidezoll ausschlteß» lich dem inländischen Consumenten zur Last f He, ja der sich zu der ungeheuerlichen Hypothese verstiegen hatte, daß nicht nur das vom Ausland eingrsührte Getreide, sondern der gesammte inländische Getreidebedarf, einschließlich des im Jnlande gebauten, um den Betrag der Zölle vertheuert werde?!" Eine Besprechung diese- osficiüsen Au-spruche- erscheint uns immerhin empsehlenswerth. Der Herr Osstciosus hat so Unrecht nicht, wenn er sagt, daß bei Schutzzöllen stet- auch das Ausland den Zoll mit zu tragen hat, eS kommt aber ganz darauf an, ob er dazu Lust hat. Der Schutzzoll mag an und für sich eine ganz nützliche Einrichtung |ent, bereu mannigfache Voltheile zu be- stre ren, uns nicht im Geringsten einsällt, aber er birgt auch für gewisse Jn- duftrien so bedeutende Schäden in sich, d ch diese schließlich den Vorth il überwiegen dürsten. Vergegenwärtigrn wir unS klar das Princip dis Schutz- zolls. Der Schutzzoll ist dazu da, mn die einheimische Industrie gegen die Loucurreuz derjenigen deS Auslandes zu schützen, und dies Bestreben ist durchaus lobenSwerth, aber nur in dem besonderen Falle, daß die einheimische Industrie durch die auswärtige unterdrückt und vom heimischen Markt ausgeschlossen wird, für den allein zu liefern ihr vollkommen Beschäftigung gea ährt. Rehmen wir nun aber den anderen Fall an, daß außer dem Absatz nach Innen auch ein bedeutender Exporthandel getrieben wird, daß alle Ueberproduction oder vortheilhafterer Absatz den Verkauf nach dem AuSlande nöthig oder erwünscht macht, so wird nach dem osficiüsen Äussvruche der Fabrikant allein den Zoll zu tragen haben. Ist die Industrie in der günstigen Lage, alle ihre Erzeugnisse im Jnlande absetzen zu können, gut, mag es da Schutzzölle regnen, wie schaut'S aber dann aus, wenn dem Fabrikanten ui.b Producenten in Folge deS Schutzzolles seiner Nachbarstaaten seine Artikel liegen bleiben. Betrachten wir von diesem Standpunkte auS z. B. die rühmlichst bekannte Nürnberger und Sonneberger Industrie. Nürnberger Spielwaaren find in ganz Deutschland geschätzt und auch gekaust, aber sie wurden auch massenhaft m>s Ausland, speciell nach Frankreich exportirt, wohin ihnen aber jetzt der Weg durch den ganz beträchtlich erhöhten Schutzzoll verschlossen wird. Es läßt sich sehr gut sagen, das Ausland rräat den Zoll, jetzt kommt unsere Industrie theilweise aber, und da- gesteht sogar der osficiüfe Bericht zu, wenn er auch etwas Anderes erreichen will, selbst in die üble Lage, die Vorzüglichkeit unserer jetzigen Doctrin empfinden zu müssen. Wie steht's nun beim Ackerbau? Sind Schutzzölle von Vor«heil oder ton Nachtheil? Der Osficiosus sagt selbst: „Niemand hat mehr, wie wir die Maßregel der russischen Regierung beklagt, denn in der Frage der Wirkung find auch wir der Meinung, daß sie nicht von dem russischen Konsumenten, sondern von dem deutschen Exporteur zu tragen find." Wir körn ten uns eigentlich weitere Bemerkungen gegenüber dieser durchaus klaren und unzweideutigen Auslassung ersparen, nach welcher also das Schutzzollsystem, zu weit und auf verkehrte Artikel ausgedehnt, von Nachtheil für die Exporteure ist. Sorge ves zukünftigen Reichstage- wird e- also sein, den Schutzzoll wieder in ruhigere, gemäßigtere Bahnen zu lenken und nur die Artikel stark zu verzollen, welche trotzdem doch com Auslande bezogen werden, al- da find Modeartikel u. |. w. Was HUst uns eben aller Schutz vor fremder Concnrrenz, wenn wir der einheimischen Production dadurch den Weg nach Außen verschließen? Leiden die Fabrikanten und Producenten, so leiden auch die Arbeiter und Handwerker und auf deren Wohl ist es ja jetzt vorzüglich abgesehen. Darum Alle- mit Maß! 4 Ä-Z 21'j? S-« Z>n»y4la»d. Berlin, 13. Juli. Für die kaiserliche Werft ist, wie die „Kieler Ztg." meldet, ein Situation-plan ausgearbeitet worden, nach welchem e- möglich ist, im Falle eines Krieges sämmiliche in Kiel stationirten Kriegsschiffe, also die beiden Thurmpanzer-Schiffe, die vier schweren Panzer-Eorvetten der Klaffe „Sachsen", die Panzer«Corvelte „Hansa", Panzerfahrzeug „Arminius", die beiden (Sorbetten „Leipzig" und „Prinz Adalbert", vier (Sortierten der Klasse „Blücher", drei (Sortierten der Klaffe „Elisabeth", drei Eorverten der Klaffe Nwn. '* mir 1M(T; "Mm, B, Flügelsgafft. Juli. Der Staatsanwalt f. ngt nachgrradc an, die Hauptstütze der Taaffe'schen Regierung zu werden Eine Beschlagnahme jagt die anoere und heute ^ü6el66ttfltr herein feiert stUNgM, Greins: und Yuffutz- abe bet Stenographie ibtn werben. U0uMbenb58Uk eiein» Kuvert 2 Mark. Mft,Nochm2Uhl: i Schiffen berg liste zur Tberlnabme s zum 3. iluguft im tt Vorstand. „(Savoia", Ijacht „Hohenzollern", „Ziertn", Grtüe", „Nymphe", zwei Avise- der Klasse „Albatroß", drei Parzer-Kanonenböte der Klasse „Scorpton", „Ulan", drei Kano- ei böte der Klaffe „Komet", zusammen 31 Schiffe und Fahrzeuge zügle ch au-rüsten und bis : „Klar Aum Gefecht" In Di'nst stellen zu können, wobei die Länge d.r Schiffe und Quais genau verglichen und jedem Schiff mit Rücksicht auf die Bewegungen der anderen und mit Bezug auf die Ent, fernungeti der Magazine ein ganz bestimmter und wohl überdachter Platz angewiesen werden mußte. — Die RrichSregierung hat aus den jüngsten Vorgängen in Prag und in Folge der Wahrnehmung, daß bei den dortigen Exceffen Angehörige de- deutschen Reiches bei den Praaer Behörden einen ausreichenden Schutz nicht gefunden haben, die Frage in Erwägung gezogen, ob e- nicht zweckmäßig sein würde, in Prag ein deutsches Conlulat zu errichten, welche- sich auch für d e gegenseitigen Veikthrs-Jniereffen iehr nützlich erweisen dürste. Neunkirchen, 11. Juli. Die Gebrüder Stumm haben die MatrvGkln, mit welchen sie den Kampf aegen die Socialdemokrater. führen, auch auf die Gewei koereine ausaedehnt, wie auS folgender an dem Thore ihns Weites angeschlagenen Belannt- machung zu ersehen ist: „An die Arbeiter! Am hiesigen Cite soll sich ein Äbleacr jener derüchtiglen Gewerkvereine gebildet haben, bereu englische Vorbilder, weit üoer das Maß der socialdemokratischen Ausschreitungen hinaus, nicht vor den gewalt- thätlgsten Verbrechetl zur Erreichung ihrer Zwecke zurückgeschreckt sind. Wohl l'eß der klägliche Erfolg, den der Demagoge Httsch bei uns erzielt hat, die Gewerkveieiue diese blutigen Wege in Deutschland bis jetzt noch nicht wandeln. Aber auch in unserem Vaterlande haben die Gewerkoereine in ihrem beschränkten Kreise das Perhältniß der Arbeiter zu ihren Arbeitgcbeln vergiftet, sie haben Hunderte bis dahin fleißige und solide Arbeiter in Roth und Elend gekürzt und eine noch weit yrößere ^abl derselbe«, dazu verleit.t, ihre mühsam ersparten Groschen in Jnvalidenkasien abzusühren, welche keine Sicherheit für die Erfüllung der übernommenen Verpfltchtuna gewähren Unter der Maske der Freiheit etmeben die Gewerkvereine gleich ihren socialdemokratischen Genossen die äußerste Knechtung des Einzelnen durch eine von gewissenlosen Agitatoren geleitete Maiorität. Unter diesen Umständen halte ich es für meine Pflicht, die bisher von meiner Firma gegen socialdemokratische Agitationen gerichteten Bekanntmachungen auf die Hirsch'seven Gewerkoereine und alle diejenigen, welche dieselben birecr ober inbire-r,.unterstützert, auSbrücklich auszudehnen. Insbesondere fordere ich Euch auf, folgenoe Wirthschaften nicht zu besuchen, resp. mit folgenden Geschäftstreibenden den Verkchr zu vermeiden. (Folgen die Namen von drei Wirthen und sechs GeschäftS- treibenben ) C. Stumm.* München, 13. Juli. Der langjährige Leiter der uhramontanen Partei in Bayern, Dr. Jörg, der eine Wiederwahl auch für den Landtag !9i5«on7_8TT *' 'n btt a*n,: "d ,tt 1 tiüsSr Ks» fcltrmtg. Kictzcner Anzeiger nuh Amtsblatt fit Sei Kreis Gießen. Morgen erfolgte sogar bie Eonfiscation von acht hauptstäbtischtn Blättern, u: b zwar mit solcher Gründlichkeit, baß nahezu bie ganze Auflage ber Polizei in bie Hände fiel. Unb wieberum würbe ber ganze polizeiliche Apvarat aufgeboten, um eine deutsche Kundgebung zu unterdrücken. Es war dies die Resolution des Wiener D ulschen PerernS, der gestern in dem benachbarten Purkersdorf seine diesjährige Wanderversammlung adhrelt. Dieselbe, welche unter allgemeinem Beifall ber Versammelten beschlossen würbe, lautete: „Mit rückhaltsloser Zustimmung begrüßt die in Purkersdorf tagende Wander- versammlung des Deutschen Vereins den ernsten Weck- unb Mahnruf, welchen bie jüngst in Wien unb Prag versammelten beutschen Abgeordneten an ihre Stammes- genofsen gerichtet haben. In vollem Einklänge mit der vom Deutschen Verein stets vertretenen Ueberzeugung erblickt der Deutsche Verein in ber Erstarkung unb Bethätig- ung eines wahrhaft deutschen Rationalbewußtseins bie einzig sichere Gewahr, um dem slavischen Terrorismus, ber, in der leichtfertigsten Weise gegen die Einheit des Reiches unb b'st'en burch deutsche (Kulturarbeit geschaffene freiheitl'che Grundlagen ausgespielt, kühner unb brutaler denn je fein Haupt erhebt unb dem nach nichts Geringerem als nach ber Slawisirung Oesterreichs, des ehemals beutschen Bundeslandes, gelüstet, ein: für allemal ein Ende zu bereiten. Angesichts ber dem Deutschthum in Oesterreich brobenben unb bereiteten Gefahren erachtet der Deutsche Verein ein einträchtiges unerschrockenes Zusammenwirken aller Deutschen kn Oesterreich als die allererste nationale Pflicht, um sich des großen civilisatonschen Berufes, den die Weltgeschichte der deutschen Nation mgewiefen, wertb und würdig zu zeigen. Verwirkt aber haben ihre Namen als Deutsche, welche sich den Feinden des Teutschthums als Helfershelfer zugesellt; gebranbmarft seien solche Abtrünnige für alle Zeiten. Um so fester unb inniger müssen alle deutschen Getreuen zusammenstehen. In der Einigkeit liegt unsere Stärke " Man erkennt, ber Staatsanwalt muß bereits scharfe Weisungen erhalten haben, sonst würbe er schwerlich bie Beschlagnahme ber Blätter wegen ber Veröffentlichung biefer Äunbgebung verfügt haben. Ja. will man Gerüchten glauben, so ist bie Behörde gesonnen, noch schärfer vorzugehen. Man spricht davon, dieselbe sei gesonnen, sowohl wegen des veröffentlichten Manifestes an die Deutschen in Böhmen, als auch wegen der gestern in Purkersdorf beschlossenen Resolution Anklage wegen Störung der öffentlichen Ruhe zu erheben. Es ist bemerkenswerth, daß das Prager Landesgericht bie Consiscation des Manifestes auch eben wegen dieses Verbrechens für gerechtfertigt erklärte, während das Wiener Lanbesgericht, im Gegensatz zu bem Prager, die Beschlagnahme mit bem Vergehen ber Aufreizung begrünbete. (Köln. Ztg.) Arankreich. Pari-, 13. Juli. Ja Algerien nimmt der Aufstand zu. In Oran versuchten Araber, sich der Gewehre einer Wache zu bemächtigen, wobei die Franzosen mehrere Araber verwundeten. Sfax vertheidigte sich bis jetzt so gut, daß man vermuthet, die Belagerer seien durch tüchtige europäische Osfi- ciere unterstützt. Die Franzosen glauben, daß 5000 Marn nöthig find, um Ssox einzunehmen. BlS zum Abgang der letzten Depeschen find 700 Bomben auf Sfax abgifeuert worden. Albert Grevy rtchtete eine telegraphische^Beglück- wünschungs-Depesche an den nach Algerien zurückkehrer.den General Sausfier. hat von seinen Wählern in Landshut in einer längeren Rede genommen. Kesterreich. tot a. Al. i m Schlau Nlelhmg* uphtwinn: rillant-Schmuck ,k 30,000. mptgwn: eingerichtetes Zimmer rk 15,000. uptgtwinn: von Stemway ’rkSOO» loses 1 „ von Vf t« ge Zusendung gsHsten- rankfurta«' I-Ved". Aon gänsiig® । werden g igen gesteÜ^^ Türkei. Konstantinopel, 13. Juli. Wie verlautet, soll der Sultan die Todesstrafe der wegen der Ermorvuug des Sultans Abdul Llziz Berucchelllen in lebenslängliche Zwangsarbeit umgewandelt haben. — Der Munster des Innern hat den Gouverneur von Tripoli- angewiesen, den Europäern verbieten, ohne einen dazu berechtigenden Ferman des Sultans im Vilajet Tripolis zu reisen. Es heißt, Hobart Pascha soll das Commando über die türkische Mtttclmeerflotte übernehmen. »etrgraphislhe Depeschen. Wolfes telegr. «ONespo»tze»z.«»«au. Berlin, 14. Juli. Die „Norddeutsche" fährt fort tu der Besprechung der Grundsteuer und deS Grtreidezolls und schreibt, ste habe die Grundsteuer einen Getreidezoll genannt; es sei eine sehr schüchterne Bezeichnung, wenn man von der Doppelbesteuerung des Grundbesitzes spreche, mit größerem Rechte könne man von einer dreifachen, ja zehnfachen Besteuerung reden. Um die fast unerschwinglichen Steuern bezahlen zu können, müsse der Landwirth bestrebt sein, sie auf das Getreide aufzuschlagen, bas er verkaufe, das Getreide werde dadurch für 1 bis l1/, Jt pro Scheffel vertheuert. Darin liege die Ursache der hohen Kornpretse, nicht in den Zöllen an der Grenze, welche der ausländische Producent ober Zwischenhändler trage. Wer dem armen Manne billt- gereö Brod verschaffen wolle, müffe auf die Entlastung de- Grundbesitzes vom Steuerdruck htnwtrken. Den Fortschrittlern und Freihändlern sei e- freilich nicht Ernst mit dem Ruf nach billigem Brob, die Politik derselben könne nur fiortren, wenn möglichst viel Unzufriedenheit im Lande herrsche und der dtrecte Steuerdruck möglichst empfindlich sei. Ob 28 Millionen landwtrthjchaftltche Bevölkerung verarmten, daS sei Richter, Rickert und Bamberger vollständig gleichgültig, wenn ste nur wettere parlamentarische Machtbesugntffe gewännen, ihre Loosung sei: Beibehaltung der Grundsteuer im vollsten Umfange, damit der arme Mann stetS über theures Brod klagen könne, und Beseitigung der Getretdezölle, damit der Ruin der Lindwirthschast nicht ausgehallen werde. Kiel, 14. Juli. DaS englische Reservegeschwader hat gegen 2 Uhr in inneren Haf-n Anker geworfen. Hierauf wurden sofort die offictellen Besuche und Salutschüffe ausgetauscht. Se. König!. Hoheit der Prinz Wilhelm begab sich, um den Herzog von Edinburgh zu begrüßen, an Bord deS „Herkules." Die Einfahrt und der Empfang des englischen Geschwaders, welchen große Menschenmaffen beiwohnten, waren von dem prächtigsten Wetter begünstigt. Kiel, 14. Juli. An dem Galadtner bei Sr. König!. Hoheit dem Prinzen Heinrich nahmen Se. König!. Hoheit der Prinz Wilhelm, Se. König!. Hoheit der Herzog von Edtnburg, die englischen Kontreadnnrale und Schiffscomman» danten, die höchsten deutschen Offiziere und die Spitzen der hiesigen Behörden Thetl. «De. König!. Hoheit der Prinz Wilhelm brachte in englischer Sprache den Toast auf die Königin V.ctoria aus, der Herzog voll Edinburg erwtederte in deutscher Sprache mit einem Toast auf Se. Majestät den Kaiser. Hierauf hieß seine König!. Hoheit Prinz Heinrich in englischer Sprache den Herzog von Edtnburg als Repräsentanten einer mächtigen, der deutschen Nation befreundeten und stammverwandten Nation willkommen und wünschte der engl.ffchen Flotte besten Erfolg und glückliche Fahrt. Der Herzog von Edtnburg dankte auf das Herzlichste in deutscher Sprache. Pari-, 14. Juli. Die heutige Nattonalseter ist von prächtigem Wetter begünstigt, die Stadt ist reich beflaggt und geschmückt, die Straßen und öffcnt- ltchen Plätze werden von großen Menschenmaffen durchwogt. — Nachüchtea aus Oran zufolge soll sich Bou-Amena etwa 20 Kilometer südlich von Frendah gezeigt haben, man besorgt einen Angriff Bou-Amena's aus F.enbah. Oberst Brünettere hat sich gegen denselben in Bewegung gesetzt. Petersburg, 14. Juli. Nach hier eingegangenen Nachrtchien aus Poltawa vom 13. ds. ist es in Perejaslaw zu Ausschreitungen gegen die Juden gekommen. 60 Personen wurden verkästet. ... . Ststowa, 14. Juli. Der Fürst hat nach dem Votum der großen Rational- Versammlung folgende Proklamation erlassen: Mein geliebtes Volk! Rach der feierlichen Entsch ldung der Frage, welche ich dem Volke vorlegen zu müssen glaubte, spreche ich meinen theuren Landsleuten und treuen Unterthanen meinen aufrichtigen Dank aus für ihr Vertrauen. Die Gefühle der Treue, welche mir von der Bevölkerung während meiner letzten Reise entgcgengebracht worden sind und bie auch in dem Beschlüsse der Rationalversammlung ihren Ausdruck gefunden haben, bestärken mich in meinem festen Entschluß an der Spitze meines Volkes zu der Ausführung seiner Wünsche zu schreiten. Heute habe ich mit Gotte« Hülfe eine neue Epoche begonnen uno cS wird gut fein die Vergangenheit mit ihren mißlichen Erinnerungen zu vergessen- Ich wünsche aber die Idee und die Giundsätze, welche von jetzt an meine Regierung leiten werden, zur Zkennt- mtz Aller au bringen. Im Lande befanden sich Leute, welche sich mit allen Kräften bemühten, Mißtrauen in der Bevölkerung auüzustreuen, indem sie daS Gerücht vcr- breiteten daß ich die Freiheit und daü Recht deS Volkes unterdrüeken wollte. Ich erkläre feierlich, daß ich kein anderes Ziel habe, als diese Freiheit und dieses Recht sicher zu stellen. Ich habe Vollmachten verlangt, welche daS Volk heute mir aus- fchließlich anvertrauen soll, damit ich alle Hindernisse einer festen Organisation deS Landes beseitigen kann damit eü nur möglich wird, der Unordnung, der Willkür und der Unterdrückung em Ende zu machen und damit ich die Unparteilichkeit, den gefen- lichen Schutz der Personen, ihre Freiheit und ihre Rechte Herstellen kann. Dieses werden die Grundsätze und Ziele der Regierung sein. Die Rechte des Volkes, welche be\ niedergelegt sind, bleiben die Grundlagen des öffentlichen Recht«. Es wird meine angenehme Psticht sein, jedes Jahr in außerordentlichen Fällen die Ver- treter deü Landes zusammenzuberufen, um die Interefsen des Landes zu berathen namentiich daS Budget, die Steuern, die Einnahmen und die Ausgaben. In der Frage de« Ankaufs der Eisenbahnen, welche von internationalem Character ist, wird die ent- scheidende Stimme der nationalen Vertretung zufallen. Die Erfahrung hat un« gezeigt, welche Verbesserungen und welche Reformen in der Organisation des Staate« vorge' nommen werden mußten. Energie und Beharrlichkeit werden die hervorragenden Eigen- chaften der Regierung sein, eine ernste, sympathische Arbeit der Organisation in Ueberetnstunmung mit den von ihr dargelegten Principten ihre Hauptpfficht Vor Allem wird sich die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Wunden r.fi ai denen da« Volk leit langer Zett leidet und die leider b.S jetzt vernachlässigt würden. D?e erste Sorge der Regierung wird daher die fein, diejenigen Reformen öonunebmen welche sich al« die für die Bedürfnisse deS Volke« nützlichsten herausgestellt habeii Der Staatsdienst soll durch eine strenge, gewissenhafte Wahl der Beamten aus eine solide legale Basis gestellt, unnötbig.', sortdaueinder Wechsel verhindert werden. Ich werde bemüht sein, den Patriotismus, Eharacter und Tüchtigkeit zu schützen ohn? Rücksicht auf die willkürlich n Parteiungen, welche zwei Jahre hindurch das llnglück des Lande« waren. Hierzu wende ich mich an alle Diejenigen, denen da« Vaterland und ferne Zukunft am Herzen liegt. Ich fordere Sie auf, sich um mich zu schaaren und so an der großen Aufgabe, welche die Zeit an uns gestellt hat, mitzuarbellen. Es handelt sich um den Fortschritt, daö Glück, den Ruhm und die Größe Bulgariens. Von dem Zusammenwirken aller bulgarischen Patrioten hängt es ab, ob wir in kurzer Frist das Ziel unserer Anstrengung erreichen. Es gilt, un« würdig zu zeigen der großen Liebe welche der Kaiser und daü Volk von Rußland fortbQucvnb ihren befreiten Brüdern bewiesen haben, uns würdig zu zeigen der großen Opfer, die um un« gebracht sind uns endlich würdig zu zeigen der Sympathien, welche da« civlisirte Europa un« entgegenbringt. Ich bin nur Der großen Verantwortung bewußt, die ich mit Zustimmung des Volke« übernehme, aber ich habe das feste Vertrauen, daß mit der Hülle be« allmächtigen Gottes und mit ber Liebe unb bem Patriotismus des bulgarischen Volke» meinem Thun ber völlige Erfolg nicht fehlen wirb. München, 14. Juli. Se. Maj. Der Küfer Wilhelm traf auf der Reise von Mainau nach Gastein heute Abend 6 Uhr auf dem hiesigen äußer- sten Bahnhofe ein und setzte nach einem Aufenthalte von etwa 20 Mm. die Reise nach Rosenheim fort. Der Kaiser wurde von dem zahlreich anwesenden Publikum mit lebhaften Zurufen begrüßt. Der preußische Gesandte, Graf Werthern-Brichlingen, war dem Kaiser entgegengrfahren und begleitete Den Kaiser bis Rosenkeim. Rosenheim, 14. Juli. Se. Mas. der Kaiser ist mittelst Extrazugs von München heute Abend 8 Uhr wohlbehalten hier angekommen und von der Bevölkerung enthusiastisch empfangen worden. Der Kaiser hat sein Absteige- quartier im Bade-Hotel genommen und wird morgen früh die Reise nach Gastein fortfetzen. Lokales. Gießen, den 15. Juni. Gestern Abend gegen 11 Uhr ertrank in der Lahn in der Gegend der Roßkaute ein junger Mann von hier. Erhitzt sich in« Wasser stürzend, bekam er einen Schlaganfall, welcher einem hoffnungsvollen Leben ein Ende machte. — Ein schon längere Zett vom StaatSanwalt steckbrieflich verfolgter junger Mann von hier wurde im Waloe bei Lang-Göns gestern Abend durch 3 Gendarmen in Gloil verhaftet unb ins hiesige Arrestlokal verbracht. — Der heute Morgen ‘/29 Uhr hier fällige Personenzug von Frankfurt ist in der Nähe von Butzbach entgleist, ohne daß ein erheblicher Schaden zu verzeichnen wäre. — Einem raffinirten Betrug ist ein Dienstmädchen von hier, welche« jedenfalls sehr helrathslustig ist, zum Opfer gefallen. Hebet die Geschichte seckst wird uns Nachstehende« mtt geheilt: Fragt. Mädchen war mit der Frau eines niederen Eisenbahnbediensteten sehr befreundet und verrieth letztere dem Mädchen, daß sie in Alsfeld einen recht braven jungen Mann kenne welcher em fleisiges tüchtiges Mädchen zur Frau suche und wolle sie d'e Vermittlerin spielen' wenn dem Mädchen der Antrag genehm fei. Einige Tage darauf kam auch ein Brief, zwar nicht per Post, sondern per Gelegenheit, worin dem Mädchen ein HeirathSanlrag gemacht'wurde uno welchen letztere auch aeceptlrte. Aus dem einen Brief wurden mehrere und in den letzteren wurde erst durch die Blume und später dtrecl um Geld angesprochen, mit der Mot,, vtrung, daß dem Bräutigam ein Unfall zugestoßen und er drei Rippen gebrochen u. f. w. Kurzum daS Mädchen schickte erst seinen Sparpfennig und als dieser erschöpf:, versetzte sie ihre Kleider und schickte den Erlös für dieselben zur Unterstützung des Kranken.' Als die Geldforderungen gar nicht aufhören wollten, mußte dem Mädchen wohl eme Ivee gekommen sein, daß eS mit dem Bräutigam, welchen ste überhaupt noch nicht einmal gesehen, doch nicht so recht pure sei. Sie entschloß sich am letzten Sonntag kurz und reiste nach AlSfeld, ihren Bräutigam zu besuchen, welchen sie im dortigen Krankenhause finden würde. Dock hier war keiner, auch nicht in Salzschlirf, wohin ste ferner verwiesen wurde. Jetzt wurde sie inne, daß sie mit den Briefen beschwindelt sein könnte und machte bei der Staatsanwaltschaft dieserhalb Anzeige, welche denn auch das Nöthige veranlaßte. Gegen 30 Briefe, alle von einer Hand geschrieben, legte sie vor und 158 JL gab sie als die Summe an, um welche sie beschwindelt fei. Verdacht hegte sie gegen ihre Freundin und bet poltzetltcher Recherche gab diese auch nach anfängltckem Leugnen zu, wie vorstehend opertrr und die Briefe selbst ge. schrieben uno das Geld für sich verwendet zu haben. Als Motiv gab sie Armuth und Krankheit ihres Mannes an. Vermischtes. — In der neuerdings wiederum zur Ausflabe gelangten Zusammenstellung der Löhne, Lebensmittel« und Wohnnngöprcise am 1. April der „Concordia", Verein zur Beförderung des Wohls der Arbeiter, sind die Ansätze m obigem Betreff aus 271 Städten angegeben. Für Gießen finden wir nachstehende Zahlen verzeichnet. Bauhandwerker verdienen bet lOstündlger Arbettszett, Poltere 20 JL, Gesellen 16 JL und Handlanger 10 jl, Schretnergesrllen bd llstündtg'r Arbeitszeit 15 Jt, Schloffergesellen bei llstündtger Arbeitszeit 18 JL, Schneider- gesellen bei lOstünvtger Arbeitszeit 10 V*L, Schuhmacher bei derselben Zeit 14 je. Fabrikarbeiter sind bet llstündtger Arbeitszeit mtt 10 Wochenlohn angeführt, während für Feld^rbetter 12 JL. virzeichnet stehen. — Die Preise der LebenSmtttel stellten sick nach der Zusammen' stellung: 1 Klo. Roggenbrod 29 1 Klo. Roggenmehl 38 H, Wmzenmehl 46 H, i Aw. Butter 210 H, 1 Ltr. Milch 17 1 Dtzd. Eier 56 100 Klo. Kartoffel 4 70 1 Klo. Ochsenfleiich 112 H, Kuhfleisck 96 Schweinefleisch 136 H, Hammelfleisch 126 K, Speck 170 H, Bier 1 Ltr. 30 (?). Im Großverkehr stellten sich 100 Klo. Watzen auf 22 JL ho Roggen 21 JL 80 Erbsen 28 Jm und Kartoffeln auf 4 JL 50 Bei den Preisen für Wohnungen finden wir für eine Schlafstelle mit ‘/2 Bett 3 Jü 50 und ein ganzes Bett 5 Ji. per Monat angesetzt, kleinere Familtenwohnungen mit 6, 9 unb 10 ji. Mainz, 13. Juli. Auf dem Fundament deS ersten Pfeilers der hiesigen Et'enbahn brücke fand man heute Morgen die stark zerschmetterte Leiche eines Unteroffizier« de« in Kastel garnisontrendcn Pionierbataillons Aus der Lage der Leiche ließ sich sofort erkennen, oaß der Unglückliche durch einen Sprung von der Brücke absichtlich den lob gesucht hatte. AuS ben bei ber Leicke Vorgefundenen Papieren ergab sich, daß das Motiv zu dem Selbstmord ein un^ glückliches Liebeöverhältntß gewesen. Der au« einer geachteten Familie in Worm« stammende Unteroffizier unterhielt längere Zeit ein intimes Verhältniß mtt einer verhetratheten Frau. Wohl dieses Verhältniffes wegen gerieth die Frau vor einigen Tagen mit ihrem Manne in einen heftigen Streit, besten Folge war, baß ber Unteroffizier und bie Frau zu bem Entschlüsse kamen, ihren Tob in ben Wellen bes Rheins zu suchen. Zur Ausführung dieses Entschlustes begaben sich gestern Abend die Beiden auf die Eisenbahnbrücke, banden sich durch ein Tuck an ben Armen aneinanber fest unb wollten so in bie Fluthen springen. Als bet Unteroffizier eben den Sprung machte, riß bas Tuch unb nur er allein stürzte hinab unb zwar auf oas Funbament bes PfeilerS. Die Frau, bie nun ben Muth verloren hatte, sprang ihrem Geliebten nicht nack, ionbern eilte schleunigst nach Hause. In Folge ber bei ber Leiche gefunbenen Briefe würbe bie Frau alSbald verhaftet, worauf sie vorstehende nähere Angaben machte. — In bem im Kreise Bingen liegenben Dorfe Engelstadt hat vorgestern ein dortiger Einwohner aus Rache seine Frau erschießen wollen, aber statt ihrer fein zwölfjähriges Kind getroffen unb getöotet. Die StaatSbehörbe hat gestern bereils an Ort und Stelle Untersuchung vorgenommen und die Verhaftung des Mörder« verfügt. Bonn, 12 Juli. In städtischen und acabemischen Kreisen herrscht, wie man bem „Rh K" schreibt, große Aufregung über cm am Samstag in Knottenforst stattgefundenes Duell. Der in Folge der scyweren Wunden (ein Säbelhieb war tief in bie Brust eingedtungen, halte 2 Rippen zerschmettert unb bie Lunge erheblich verletzt) an Verblutung im Iohanni«- Hospital gestorbene Slubent heißt Max Eger unb ist au« Königsberg, woselbst er ber Burschenschaft „(Botbia“ angehörte. Er stubirle JuriLprudenz und stand eben vor bem Referanbar, Examen Sein Gegner, ber Ehemiker Dr. Karl Riema, war früher bei dem hiesigen Korps „Saxonia" aktiv unb hat schon in einem früheren Duelle in Aachen einen Polytechniker erschossen. Soweit bi« jetzt bekannt, war die Ursache zu ber von bieser Folge begleiteten Men'ur eine sehr geringfügige, ein sog. „Anrempeln" bei Gelegenheit de« Festes aller KorpS-Studenten, baS jebe« Jahr ben Sonntag nach Pfingsten in GobeSberg stattfindet. Da« letzte wa« ber Verblichene im Stanbe war, zu thun, ebe er in gänzliche Bewußtlosigkeit verfiel, war, daß ct nach seinem Gegner verlangte, der, neben ibm niebednieenb, ihm bie Hanb reichte. Derielbe hatte ebenfalls emo Verwundung an einem Arme erhalten. Die Leiche ist bereit« nach Königsberg abfleianbt; sie sollte im Fackelzuge nach bem Balwbose geleitet werden, was jedoch auf Wunsch ber nach ber Schreckensbotschaft rasch berbeigeeilten Mutter (Wittwe) unterblieb. Wie man hört, hat ber Sieger im Zweikampfe Bonn verlassen. M. E. hatte c« mit einem geübten Schläger zu thun unb sich selbst erst währenb 14 Tagen auf Krummiäbel eingepaukc. Gegenwärtig liegt noch ein anderer Student an feinen auf einer Mensur mit Schlägern erhal ten«n Wunden in der chirurgischen Klinik sckwer darnieder. sPhilosophie eineS MohamebanerS.s Mustapba Ben-ISmail, ber türkische Gesandte in Paris, besuchte am Dienstag bie Herz-Iesu-Kirche auf bem Montmartre, beren Umbau vollenber ist. Dem Abdö Rey, welcher ihn in ber Kirche empfing, gab er für den Bau einen Belirog von 500 Frcs. unb ba ber Geistliche nicht umhin konnte, seine Verwunberung über biese« Geschenk eine« Muselmannes für eine christliche Kirche auszusprechen, erwiberte Mustapha philosophisch : „Alle Religionen verfolgen auf verschiedenen Wegen baS nämliche Ziel, die Er kenntniß unb Verehrung eine« höchsten Wesen«, bie Besserung des MenschengeschlecktS. Im Ienseit« werden wir un« Wiedersehen." eI” traf „ S U" S t*£ ‘seianbit m. “ ‘»«’S Sftss mtnHung der L'Äönt ’Jnttn zur CeförDming äbttn angtfltbtn. Füt roimtn bei Mündiger Schreinergesrüen bti eit 18 v<, Ecbn-itk'. Zeit 14 X Fadn!: bient) tut frltaWttt i) nach btt Zuiammtv- unmetjl 4h 5|. 1 Rlt. Rattofitl 4 JL ä, Hammrifiaich 126 4 b 1U0 Klo. Wa'i'n «' auf 4 X 50 det Jett 3 X 50 $ und n mit 6,9 und 10 X der hiesigen tfknbaön itoWrks des in Kasie. jfoit erkennen, val der Mt hatte- Äab dm e Selbstmord ein un . in WormS stammende t verdeiralheteh grau. , mit ihrem Manne rn kau zu bemßntW KU»»«* sich bUT* «* Ä-fes n vor de >en «"%% $««'»■ !fer, Mt Hand t«J $ Königs- D{1 >'untetBI‘eb> b «öiil ""7 Ss^ er tüi*, „ voüendkr »«®,i:„ ü--' ni'! -«uS"L,^L ‘*jäJ**y lftMn in bet Monn Hi n tn 6löH beibaftei ÄJHii Ich, «8 N«chjch,w„ B„ ;*111 Mr M«um„ 1 l“"8d al8 dielet njchöpj, nsttznng M Staaten.' adchen wohl e.ne )dte ipt noch nicht ein: Jten Sonntag luri unb en Ktankenhaule hnben einet verwiesen wurde, machte bei der riaai»: e. Gegen 30 trieft, 16 die Summe an, um il polizeilicher Recherche 1b dit Briefe feldst ge. ie Armuth unb Sunt- — ttm chsraktee»st.schts Zeichn, der Zeit ist wohl folgender noch nicht dagewefene Kall: Der Handarbeiter B aoS Renstädtel ist btim «mtspntckt ui Schneeberg klagbar geworden gegen feinen Sohn, einen I2|4btiq?n Schulknaden und zwar wegen Körprrvcrl tzung. DaS Amtsgericht verlangte out dieiem Grunde von btt betr. Echulanstalt ein Führungszeugniß über Vielen hoffnungtvollrn Schüler. — Urber die P.rf-n'.ickken des Geheimen Leerizinalrathes Profesior Dr. Busch aus .'ionn, der bekanntlich die Operation an der Kaiser«» ausg'führt hat, dürften einige Mit. iheilungrn unseren ikesern gewiß erwünscht sei«. Professor Dilbelm Busch stammt aus nner berühmten deutschen Prcfissoren Hamill,, sein Baier war der l«5H als Dtreetcr deS gynäkologischen Instituts der Berliner Universität hier verstorbene Geheime Rath Busch, wahrend sein Großvater aleichfalls Professor an der Universität Marburg war. ür ist im Jahre 1h26 zu Marburg 'geboren Im Iadre 1851 wurde er Privaidozent der Lbirurgre und Assistent der chirurgischen Universiräts Klinik zu Berlin, deren Direktor schon damals v. Langend,ck war Bier Jahre darauf, im Oktober 1855, erhielt er m dem Alter von noch nicht 30 Jahren «inen Ruf als ordentlicher Profesior der llbrrurgte und Direktor der Klinik nach Bonn, wo selbst er nun schon länger als ein Lterteljahrhundert unausgesetzt als Operateur wie als klinischer Lehrer thätig ist- Den schleswigschen Feldzug von 1849 machte er als Assistenzarzt mit und sowohl 1866 in Böhmen, als 1870/71 in Frankreich entwickelte er als konlultativer Generalarzt des 8. rheinischen Armeekorps eine überau« erfolgreiche Lhätigkeit. Gebeimrath Busch genießt als Gelehrter wir als Operateur den Ruf einer der hervorragendsten Autoritäten auf chirurgischem Gebiete, leine glückliche, fichere „$anb*, sein chirurgischer Scharfblick, sowie di, sorgfältig« Behandlung der einzelnen Krankheitsfälle, die man ihm nachrühmt, haben ihn mit Recht zu dem gesuchtesten Arzte in den Rheinlanden gemacht. (Kingesandt. Die Mitglieder des Oberhessischen Vereins für Localgcschichte, welche nächsten Sonntag einen Ausflug auf den HauSberg bei Butzbach beabsichtigen, erlaubt man sich darauf aufmerksam iu machen, daß hinter der rechten (westlichen) Abdachung des Winterftein« auch der Melibokus sichtbar ist. Bet Hellem klaren Wetter dürfte sich Len Herren ein herrliches Rundgcmälde barbieten. C. V. Unser Jugendfest ist ohne Zweifel geeignet, emen Glanzpunkt im Leben unserer Kinder und damit auch ihrer wahren Freunde zu bilden. Allerdings nur bei richtiger Leitung desselben Auf zwei Punkte sei eS gestattet, die prüfende Aufmerksamkeit deS geehrten Feft- Somits'S hinzulenken; 1) Die Dauer deS Feste- sollte doch luobl die eines halben Tage-, wie oorgeschlag»n worden, nicht überschreiten, theild des Kostenpunkte- wegen, IheilS weil Ermüdung und Abspannung sonst gewiß nicht au-bleiben würden. 2) Es dürfte kaum im Interesse kindlicher Fröhlichkeit und heilerer Unbefangenheit fliegen, wenn die an die Kinder auszutbeilenden Festgaben nach Maßgabe der bei den Spielen an den Tag gelegten höheren oder niederen Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit, also auf Grund einer tn den Spielen selbst abzulegenden, durch schriftliche Notirung fest- I Kirchliche Anzeigen der tvangelischenttiemeinde iuGiesien. Gottesdienst: Sonntag, den 17. Juli: Morgen« 9*/, Uhr: Pfarrer Schlosser. (Die LatechiSmuSlehre fällt auS.) Nachmittag« 2 Uhr- Pfarrer Dr. Naumann. Nächstkünftigen Sonntag, den 24. Juli, wird da« heil. Abendmahl gefeiert werden. Die Beichte findet Samstag, Nachmittags 2 Uhr, statt. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 17. bis 23. Juli besorgt Pfarrer Schlosser. Handel und Verkehr. Frankfurt a. M., den 15. Juli, Nachmittag- 2 Uhr — Mm. (Telegr. Coursbericht Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credit- aclien 3133/H, Staat-dahnactien 311, Galizier 285'/,, Oest. Silberrente 68'/,« 4°/tiUnaai. Goldrente 79%, 4°/0 1880er Russen 76, 2. Orient Anleihe 60'/«, ^/„Rumänische Rente 92. Tendenz anfangs fest, Schluß ermattend. zustellenden Prüfung verabreicht werden sollen. Wozu bann kommt daü bie tMlunfl m der Regel durchaus keinen sittlichen Werth bat, sondern da« Ergebniß e.n^ völlig verdtertstlosen glücklicheren Körperbtldung und Ramranlagc ist. Da^tst e« denn unvermeidlich, daß die Herten dcr Kruder bier den Lockungen ehraeiriaer Eifersucht und Gcwinniucht dort einem Gefühl unverdienter Kränkung und Zurücksetzung sich öffnen fb 4L**u kb«Än,!*l N**Ä> Darm-a! ten $tta|ej|inm ton aiidL), find btfitibiti hier ewg, So Äi9|. Hehl, irotbeu. »roiiltn und batn Sttlitt, 1 M btt ätrmin j bftui wron die jto W-Hwitz ftä) 5u ‘ißtntti Tdoihck, b« eotialbtniotrc gefaüfn, so 9tgci *H durchfliegt mancher »ranke die ^ci» 1 I tunncn, sich fragend, welcher der vielen 7375^) Heilmittel - Annoncen kann man 6er« ® trauen? Diese oder jene Anzeige im« ponirt durch ihre Bröße; er wählt und wohl in den meisten Füllen da» — X Unrichtige I Wer solche Enttäuschungen T vermeiden und sein Veld nicht unnllb | auSgeben will, dem rathen wir, sich Ä von Richter'» BerlagS-Anstall in Leip« t zig die Broschüre .Gratis«Auszug" 1 kommen zu lallen, denn in diesem Echrtftchen werden die bewährtesten Herlmiuel ausführlich und sachgemäß besprochen, so da- jeder Kranke in aller Ruhe prüfen und da» Beste für sich auSwählen kann. Die obige, bereits in 460. Auflage erschienene Broschüre wird gratis und franco vccjaplt, es entstehen also dem Besteller weiter keine Kosten, al» 5 Gfg. für seine Dostkartr. Grabschriften werden dauerhaft neuvergoldet zu den billigsten Preisen. JL P« Ritsert, Vergolder, 4254) Wallthor A. 156. Vermischte Anzeigen. 4699) Die Beleidigung, die ich am Sonntag bei Wirth Wagner in Gleiberg gegen Herrn Lehrer Bechtold geäußert habe, nehme ich reuend zurück. Philipp Wagner, Krofdorf. 4653) Ein braves Mädchen für Küche und Hausarbeit gegen guten Lohn gesucht im „Darmstädter Haus". Vermiethungen. 4697) Ein kl. Logis zu vermiethen bei Gemüsehändler I. Zörb, Mäusburg. "4705") Me neu hergerl'chteie Mansarde im ^Cafe ßrib* ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen.________ 4428) Frankfurterstr. E. 30 ist eine Wohnung, 6 Zimmer, Küche rc., im zweiten Stock, sowie 1 Zimmer mit Möbeln im dritten Stock zu vermiethen und 1 Oktober c. zu beziehen. Ni«S, Obersiüterinspector. 4639) Zwei kleine Zimmer zu ver- miethen.___________O. Mögenburg._ 4677) Ein Famillenlogis, Flügelsg. 95, auf Anfang August zu vermiethen. Näh. bei Bäcker Faß, Neue-Bäue.____________ 4526) Laden mit oder ohne Logis per 1. August zu vermiethen. ______Fr. Zülch Ww., Seltersweg. 4525) Die von Herrn Gutbub inne- gehabte Wascherei mit Logis bis 1. Okt- zu vermiethen. Christian Löber I. Ww., Neustadt Lit. D 201. gttwut Wil erii gtleeigung.