Nr. 89. 1881 Mchener Anzeiger Amrigt- und Amtsblatt für 6rn Kreis Gichn Erscheint tLglich mit Ausnahme bte Montags. rtur#»u : e «Hutstraße B. 18. Gi eßen, am 12. April 1881. liditr. Rothschild hat die Verhandlungen mit der gefomnien war, ausgewiesen. PreiO vierteljährlich 2 Warf 20 Pf. mit Brmgcrlobrt Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Warf 50 P'. ransP01 lüiief i 8 E sen sanft ihwieger- ie Justiz- Freitag oen 15 April us statt Schreiben de- Minister- schützt die Unmöglichkeit vor, in einer seit IVJahr»» deutsch gewordenen Etadt eine Institution b«izubehalten. bet welcher Alles die Erinnerung an Frankreich wachruft. Die Begründung drückt büfle räumen soll. Pari-, 12. April. Noch einem Telegramm de- Gouverneur- von Algier .ft nur ein Tbeil der Mission deS Oberst Flatter- ermordet worden, der andere Tbeil soll fich in Gefangenschaft befinden. Man glaubt, daß auch Oberst F!atierS gefangen ist und die Auswechselung der Gefangenen mit Frauen und Rintern, die sich in Algier befinden, beantragen würde. Kngkaud. Loodvll, 12. Apttl. Die Rönigin von England benützte auf chrer letzten Reise nicht die königliche Picht, weil man fürchtete, daß aus derselben eine Zeiuünder» Bombe verborgen sei. Die Rönigin benützte eine Äfcmira» litälS- Kackt — Der Wortlaut deS Anklageakts gegen Johann Most hat seü der Bei Weisung deS letzteren vor die Asstsen eine Abänderung erfahren. Die Wotte frehurg zum Mord in Europa" find in „Aufreizung zur Ermordung deS Raisers von Deutschland, Alerar.ders HL von Rußland und anderer Monarchen^ verändert morden. _______________ ’» 8afyti$ntn, "utsch. Cchön. ^nifo non dem » K btnUntrt: 'tirn finnen an rt nur an an Werbungen für BorQanblbaaien li stets bas« .v_. Ibonntnt^- fSES«**’ i s 1 U Hrwttb hc4 etc. Intn, Srtibai'c. n|ioiinl.i ähria-sreilvill^en Leit graphische Vepeschru. Wolif's tele^re. d»-THprw>eei»<98nau. Berlin, 13. April Ter .Prov.-Corresp.- zufolge ist die »dreise des Ratftis nach Wiesbaden für den 23. April m Aussicht aenommen, der tartige Aufenthalt werde vorauestchil ch biS tum ersten Drittel deS Mai dauern, worauf m Lerlin und Umgebung die aUiährl'cken mlitärifdben Borst ellunaen und Hebungen statt finden. — Der Rais er empfing heule Nachmmag 1 Uhr die Afrikareisenden Dr. Nachttgal und vr. Lenz. Der lttztere wurde bereits gestern vom kronprinzlichen Paare empfangen. — D.e ^Prov -Eonesp." sogt in Hesprcchung der parlamentarischen Behandlung der Borlage über die zweijährigen Budgttperioden, die Lommission habe einen Anttag angenommen, der wirklich eine wesentl'chr VersafiungSanderung und eine Beeinttäch- ngung der veriasiungsmäßigen Rechte der Rronc enthalte und schon deshalb für die Regierung schwerlich annehmbar fei. Was den Vorwurf der Beeinttächtigung der ver- fasmngsmäß'gen Stelluna des Reichstags anlange, so seien solche Absichten und Aus- fanungen den Bundesregierungen vollständ g fremd. Daran, daß der Reichskanzler .n der D nttchrift des Ltaarsministeriums vom Jahre 1863 die Vertretung der deutschen Nanon alS wefentl-cheS Bindeglied bezeichnet, werde durch die Einführung der zw -.- jäbrger. Budgetp-r.oden nichts geändert. Ter Re.chskanzler habe damals weder tie einjährige Budgetpenode noch die jährliche Berufung des Reichstags für ein Erfordern iß Der eirbe.t Lehslten. noch könne man 'hm zumuthen, daß er als Begründer der Einbctt jetzt gegen dreie Einheit und ihr wesentliches Organ einen vernichtenden Lchlag fnh.^n wolle. Ihm liege deute noch grade so wie damals das Wohl des großen beutfeb-n Gemeinwesens am Herzen, lediglich diesem Unterem und dem Wuniche, denen E:n- itbW z wehren, die vielfach — und an dieser Stelle — befürchtet wurde, sondern um eine Umwandlung derselben in eine deutsche. Die p-oteßleusche ^Preffe* lüftet den Sckleier, indem sie ihrem Unmuth über den Verlauf der Angelegen» heil folgend« Worte leiht: De Demission der Officiere te- Batrillovs ist definitiv geworden, weil daS Ministerium von Elsaß-Lo!bringen Bedingungen gestellt hat, die nicht annehmbar find. Das Officier-Eorpö wird kür.fttge» Samstaa seinen gewöhnlichen Dienst, Wachen, Bunten r:. emfteflen, ober im Intereffe der öffentlichen Sicherheit boben dir Osficine der Feuerwehr «tage» , „illigt, ihren außergewöhnlichen Dienst, im Falle eineS Brandes, so lange A -2t fvrtrusetzen, bis ihre Nachfolger fick im Besitze der Löschmater:als befinden 16 «erden. Die Bedingungen, die im ministeriellen Schreiben stehen und welches 14 t>et Bürgermeisterei-Verwalter dem Hauvlmann, der die Commancantenstelle »ersteht, verlesen hat, enthalten unter r :n die Verpfiichtung, die Eomman- dos in deutscher Sprache zu machen und d'utsche Märsche zu blasen. Ferner richtungen lebensfähig und dauernd zu machen, entspringe der Vorschlag, die störenden Schwierigkeiten zu beseitigen, welche auf die Entwicklung des parlamentarischen Lebens im Reich und dessen Verhaltnitz zu den Giedern von nachtheiligem Einfluß fein müßten. — Bezüglich der Nichtzulassung des zu Trier gewählten Listhumsoerwesers sagt die Correspondenz, der Vorgang beweise, daß die Regierung bereit sei, da wo ihr dies durch entsprechendes Entgegenkommen möglich gemacht werde, für die Interessen der katho- : lischen Mitbürger zu sorgen, daß sie aber nicht gesonnen sei, bei dieser Fürsorge die j Interessen des Staat? preiszugeben- — Wie die „Post" meldet, wird Prinz Wilhelm zur Theilnahme an den Vermählungsfeierlichkeiten nach Wien sich begeben, wohin ihn seine Gemahlin begleiten dürfte. Tmyrna, 13. April. Nach den letzten Schätzungen sind durch naS Erdbeben auf der Insel Chios tm Ganzen 8000 Personen umgekommen und etwa 10,000 Personen verwundet worden. In der am schwersten hetmgesuch« ten Ortschaft Nevita wurden gegen 1200 Todte gezählt. Der Erdstoß vom letzten Montag soll eine Senkung der Insel um einen Meter bewirkt haben. ; Die Bevölkerung der Insel wündert in großen Maffei auS. Paris, 13. April. Die „Agence Havas" läßt sich abermals aus ' Tunis melden, daß der französische Eonful daselbst, Roustan, den Bey der ; wohlwollenden Absichten Frankreichs versichert habe und daß er gleichzeitig den ■ durch fremde Emissäre verbreiteten Gerüchten über die Annexion von Tunis und die Absetzung des Bey's entgegengetreten sei. Der französische Consul ; habe außerdem auf eine Regelung der vorhandenen Schwierigkeiten gedrungen | und dem Bey nahegelegt, für die Ausführung der betr. Vereinbarungen (Saran* ; tien zu geben, damit die Jntereffen der französischen Staatsangehöiigen nicht von dem Belieben der Minister oder von fremden Etnstüffen abhängig blieben. Roustan habe schließlich abermals dem Wunsche Frankreichs nach einem gemeinsamen Vorgehen der tunesischen und französischen Truppen gegen die Khrumirs Ausdruck gegeben. Eine Antwort des Bey ist bis jetzt noch nicht erfolgt. Petersburg, 13. April. Der Minister des Innern hat dem „GoloS" die zweite Verwarnung und der In Moskau erscheinenden -Zeitung „Semstwo" b‘.€ erste Verwarnung erthetlt. — Von Seiten der Regierung wird folgende Bekanntmachung veröffentlicht: Sofort nach der Katastrophe vom 13. März erschienen in einigen Zeitungen Andeutungen über einen möglichen Zusammenhang der Verfertigung der Explosionsmaterialten mit dem in dem Palast der vrrstorbenen Großfürstin Maria Nikolajewna befindlichen Laboratorium. Diese ' Andeutungen sind seiner Zett berücksichtigt worden und haben sich als völlig unbegründet erwiesen. Das erwähnte Laboratorium, welches tm Jahre 1840 von dem Herzog Maximilian von Leuchtenberg behufs chemischer Studien errichtet worden ist, hat stets unter der besonderen Aufsicht der damit betrauten Bedienung des Herzogs Nikolaus Maxtmilianowitsch von Leuchtenberg, gestanden. — Die „Agence Russe" bemerkt bezüglich der Frage der Verfolgung politischer Mörder, die kaiserliche Regierung verharre auf ihrem gemäßigten Standpunkte. Eine Solidarität der Interessen in dieser Frage bestehe, sie werde sich auch mantsesttren. Jedenfalls werde es zu einem Jdeen-AuStausche zwischen den Regierungen in dieser Angelegenheit kommen. Ob mittelst einer Conferenz oder vermöge von Mitthetlungen von Cabinet zu Cabtnet sei noch ungewiß. Die Hauptsache fei, zu einem Einverständniß zu gelangen. — Dieselbe „Agence" erklärt es für unbegründet, daß Graf Schuwaloff mit einer geheimen Mission in Wien betraut fei. — Die Mission des General Surow nach Bukarest wird erst in einigen Wochen erfolgen. r. Hamburg, 14. April. Die Mehrzahl der Mitglieder der Vertrauens- Commission aus der Bürgerschaft stimmte der Eröffnung formeller Verhandlungen über die Bedingungen eines eventuellen Zollanschluffes Hamburgs an da- Reich zu. Pesth, 14. April In Szegedin ist das Waffer einen Schuh höher, als bei der letzten Katastrophe. Die Gefahr ist sehr groß. An der Verstärkung des Dammes wird energisch gearbeitet. In Czengrad find fünf Gaffen mit 170 Häuser überschwemmt. Lokales. Gießen, 14. April. Ein Dienstmädchen, welche« feiner Herrschaft diverse Waaren und ®elD unterschlagen, wuide gestern Morgen verhaftet. Bei der Durchsuchung fönten sich in ihrem Koffer über 11 X* an baarem Gelbe vor. — Gestern Nachmittag gegen 2 U' r wurden aus einem Hause >n der Bahnhofstiaße drei Herren Anzüge tm Werthe von über 2uü X gestohlen. Der Dieb wurde alsbald ermittelt und verhaftet. Bet seiner Durchsuchung fand man nur einen Stock ein Fernglas, sowie ein Paar Glacehandschuhe. Die Kleidungsstücke batte er in einem Laden der Bahnhof- straße mit dem Bemerken ntedergelegt, baß er sie c>m Abend wieder holen werde. Der Dieb ist dieselbe Persönlichkeit, welche vor 3 Wochen aus dem „Ruff. Hef" verhaftet, auf der Straße „Feuer" und „Bürger heraus" gerufen, in Folge drffen zu 3 Wochen Haft verurtheile tourte und deren Strafzeit gestern abgelaufen war. Dte schönen Ostern muß er nun wieder hinter Schloß und Riegel verbringen. — In vergangener Nacht wurde aus zwei verschiedenen Hausgärten am SelterSberg eine Menge Wäschegegenstände, als Strümpfe, Röcke, Schürzen jc., gestohlen. Vermischtes. Höchst, 12. April, lieber einen Hierselbst tm Schloß auSgebrochenen Brand meldet die „Franks. Pr." : Heute, wenige Stunden vor Mittag, war es endlich gelungen das Feuer zu bewältigen. Der eine Flügel des alten Schlosses ist dis auf die Umfassungsmauern total nicoergebrannt Auch diese sind vielfach beschädigt und droht einzelnen Stellen der Einsturz. Meterhoch liegt im Innern der rauchende, glühende Schutt, ans welchem die rüder* der Maschinen hervorragen- Der niedergebrannte Flügel beherbergte nämlich in seinen tont ausgedehnten Räumen die Bettfedernfabrik von B. Wolff, welche ca. 50 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt Gestern Abend 8 Uhr nach beendeter Arbeit wurde neben drm K.ffelhause das Feuer plötzlich bemerkt. Daffelbe war anfanaS allem Anscheine nach so unbedeutend, tab man versuchte, eS mit Waffer in Eimern zu löschen allein binnen Kurzem verbreitete e* fick mittels der mit Holz umkleideten LeltungSröhren, durch welche das Trocknen der Federn erreicht wird, mit rasender Schnelligkeit durch alle Räume Der Fabriksdetrltd bat zur Fo'.oe daß die Zimmer des GebäudeS permanent durchbitzt, die Mauern und das Holzwrrk spröve und aus- getrocknet find. Dadurch und weil in allen Räumen Federn aufgespcickert lagen, erk.ärt es sich, daß binnen einer halben Stunde der ganze Flügel ein mächtiges Flammenmeer bildete. Die Höchster Pflicht-Feuerwehr, dte freiwillige Feuerwehr, die Spritzen der Deutschen Waffer» werk« Gesellschaft und der Farbwaaren Fabrik von Held waren rasch und fast zu gleicher Zeit zur St.lle, Ihnen folgten die F uerwel r.n au6 allen O tschaften in der Nähe; auch die Frankfurter war zur Stelle. Von allen Seiten wurde der Kampf mit dem rasenden Element auf- genommen, zwanzig Spritzen, etwa 1500 Feuerwehrleute arbeiteten mit Aufbietung aller Kraft, vergebens, — denn kaum glaubte man die Einschränkung des Feuers erzwungen zu haben, al8 dreimal im Laufe der Nacht der Wind umsprang und die Flammen nach allen Richtungen über und durch das Gebäude trieb. Um 1 Uhr stürzte mit furchtbarem Krachen der ganze Dach, stuhl zusammen, alle Zimmerdecken mit sich hinabreißend, und nun leuchtete die Flamme hoch zum Himmel, baß man Deren Schein meilenweit sehen konnte. Tausende von brennenden Feder- klumpen flogen über die Häuser der in der Nähe des Brandortes befindlichen Straßen unv eine allgemeine Aufregung erfaßte die Bewohner der Stadt, welche eine Zeit lang mit Reckt fürchteten, daß ihre Häuser Feuer fangen würden. Etwa um 2 Uhr begann indeß glücklicher, weise der Wind permanent aus einer Richtung zu wehen und man konnte die gefährdeten Häuser und die am ärgsten bedrohten Theile des Sckloffes nun wirksamer schützen. Vorzüglich bewährte sich jetzt, dem allgemeinen Urthell zufolge, die Dampfspritze der Fabrik der Herren Meister, Lucius und Brüning, deren Besitzer selbst beibeLueilt waren; auch die Rödelheime- Feuerwehr soll sich durch exacteS und energisches E ngreif n ausgezeichnet haben, so daß es endlich zwischen 3 und 4 Udr gelang, das Feuer auf den rechten Flügel zu beschränken. Dieser Tbest bietet selbstverständlich einen grauenhaften Anblick der Zerstörung dar und strömt zur Z it (Mittags 12 Uhr) eine intensive Hitze aus. Leider ist, wie man erzählt, viel während Der Nacht gestohlen worden. Die Fabrik soll versichert fein. — Das Höchster sog. Schloß ist nicht mit der alten Burg, welche den Mainzer Erzblscköfen öfter zur MesiDcnz auf kurze Zeit gebient hat, zu verwechseln. Im dreißigjährigen Kriege wurde nach Abzug Der Schweden im Jahre 1635 die Burg von den Frankfurtern gesprengt und In Asche gelegt; nur Der hohe Thurm ist stehen geblieben und gereicht noch jetzt der Stadt zur Zierde. Der jetzt ^Schloß" genannte umfangreiche Bau im Style des vorigen Jahrhunderts ist eine Schöpfung der Familie Bolongaro, welche, aus Italien stammend, sich 1770 in Höchst vi.verließ und von 1772 bis 1775 das Gebäude aufführre. Es wurde damit der Grund zu einem neuen Stadltheil und der Entwickelung von Höchst als Fabrikstadt gelegt. Neben Wohnzwecken dienten Die weiten Raume dem Betriebe Der bekannten großen Tabakfabrik, bis in unseren Zeiten auch diese ver legt wurde und mehreren anoeren größeren geschäftlichen Unternehmungen Platz machte. Im November und December 1813 hatte Feldmarsckall Blücher in dem Gebäude sein Hauptquartier, dort wurde der Plan zu dem Rheinüdergang bei Eaub entworfen. Frankfurt, 13. April. Heute Morgen stürzte sich ein junges Mäcchen auf Der Mainzerlandstraße vom Kni-stock des Hauses herab, fiel mit der rechten Schläfe auf eine eiserne Blumenvase und zerschlug sich den Schädel. Der Tod trat augenblicklich ein. Die Ausführung des Entschlusses der Lebensmüden zeigt eine große Energie deS Willens; denn sie mußte sich durch ein enges Fenster wahrhaft durchzwängen Offenbach, 12. April. Verschiedenen Zeitungsnachrichten zufolge sollte Die katholische Kirche zu Neu-Isenburg „Schulden halber" auf Dem Communalsteuer-Executionswege zur Der» (ieigetung kommen. Nach den bei Der dortigen Localbehörde cingezogmen Erkundigungen sind diese Nackrichten eitel Erfindung, Die — absichtlich oder unabsichtlich — den Zweck, bezw, Erfolg hatten, der betreffenden Kirche milde Gaben zuzusühren Tbatsacke ist eS, daß der Kircke früher einmal Mobiliar gepfändet worden war und dies jedenfalls deßhalb, weil von derselben die bis zur Entscheidung ihrer Reclamation gegen die Grundsteuer gesetzlich vor geschriebene Vorlage nickt gemacht worden war. Jene Reclamation ist längst zu Gunst.» Der Kirche entschieden und kann somit von einer Versteigerung derselben wegen Eommunalsteuern keine Rede sein (M. N.) Groß-Gerau, 10. April. In dem Dorfe Berkach bei Groß-Gerau fand der Bauer Jacob Dörr beim Bauen eineS Stalles einen Topf, worin sich in einem Säckchen ca. 8—900 große und kleine Silbermünzen aus Dem 17. Jahrhundert befanden — Aus Siegburg wird gemeloct, Daß sich ein Unterprimaner der dortigen Realschule, weil seine Versetzung nach Oberprima nicht erfolgen konnte, durch einen Schuß tn i Herz das Leben genommen hat. Dortmund, 12. April. DaS geheimnißvolle Dunkel, welche- bis jetzt allen Racl - farschungen zum Trotz noch über den entsetzlichen Bochumer Verbrechen lagerte, scheint fick zu lichten. D'e „Wests. Ztg." schreibt heute: „Es ist gelungen, den 2'.'örbcr Der Elisabeth Riemenschneider, welche am 5 Juli 1879 zu Querenburg in einem Walde ermordet auf» gefunden wurde, zu ermitteln. Derselbe ist verhaftet und hat. wir die kgl. Staatsanwaltschaft । zu Böckum und Der GrimhtaLGommiflar v Mcerscheidt Hülleff.m bekannt geben, das grauer; j hafte Verbrechen eingestanden. lieber die Persönlichkeit deS Möroers können wir noch keine weiteren Angaben machen. Hoffentlich gelingt es nunmehr den vereinten Anstrengungen der Behörden, den Schleier bald gänzlich zu lüften, welcher bisher Die vielen entsetzlichen Verbrechen deckte die in letzter Zeit in jener Gegend verübt wurden." — sDas Erdbeben in Chios.j Der Berichterstatter der „Times" tclegrapbirt ait Ch'os vom 8. d.: Ich besucht? beute Den südöstlichen Theil Der Insel , das Erdbeben muß daselbst heftiger gewesen fein, als hier. Ich sand Menita, welches 12,OuO Einwohner zählte und Die kleineren Dörfer Monastir. Virinos und PHilatia gänzlich zerstört', auch nicht ein Haus hat Dem ®r beben widerstanden. Es ist unmöglich, die Zahl der Opfer genau anjugebtn. allein dieselbe muß sehr hoch fein Die Überlebenden lagern alle auf freiem Felde in Zelten, Hütten und Schuppen Sie sind ziemlich gut mit Brod verwiegt, doch fehlt es ihnen lehr an ärztlichem Beistand, welcher von englischen und amerikanischen Arrztrn geleistet wirb. Obglei^. die Stöße jetzt schwach sind und in langen Intervallen erfolgen, so sind die Leute doch no.h so sehr in Ängst, daß sie noch nicht mit der Abräumung Der Trümmer begonnen haben. Em armes Weib erzählte mir, daß sie zwei Tage lang ihr Kind unter einem Schutt- und Stein; häufen um Hülfe stöhnen hörte, allein keinen der Dörfler dazu bringen konnte, ihr hülfreickc Hand zu leisten. Einige der Blaujacken vom englischen Kriegsschiff „Bittern", welche Die traurige Geschichte gehört hatten und von dem Schmerze der Mutter gerührt waren, machtm fick sofort an die Arbeit und hatten in weniger alÄ einer Stunde mit eigener Lebensgefahr das Kindlein aus dem Schutte gezogen, allein c8 war bereits kalt und steif, wahrscheinlich eine Beute der Erschöpfung oder des Hungers Es ließen sich viele rührenden Geschichten dieser Art erzählen. Die Ausgrabungen in der alten Festung dahier, in welcher sich ungefähr 350 muselmännische und 50 jüdische Familien befanden, sind in Angriff genommen worden. (Bin vom 11 7 Uhr 20 Minuten dsS. datirtes Telegramm aus Ehios meldet: Em heftiger Erdstoß, der 3 biS -1 Minuten dauerte und allmählich an Stärke zunahm, ist soeben über die Insel dahingezogen Die Folge war, daß aut allen Seiten Häuser einstürzten. Handel und Äerkehr. Frankfurt, 13. April. - Marktbericht i Ter h'uttge Heu- und Strohmirkt wrr gut befahren. Heu kostet? je nach Qual^ä: der Ltr. 3.0)—4.<>0, Stroh v< 3.00- 3.51». Butter 50 Kilo 100-105, tm Detail 1. Quai.tät dae Psun" JL 1.35-000, 2. Qualität JL 1.25 — 00. Eier das Hundert .X 6.00—7.00 Ochimfleifch per Pfund 60—70 Kuh. Rind und frmerfldfct) 45 55 H, Kalbfleisch 10-55 4 Hamni-lflei^ 40 -65 Schweinsetfck 60 - HO ein Halm 1.5o— 2.0), ein Huhn JL 1.50 2 20 eine Ente JL 2 60 3.0»», -ine Taube 50 60 H, Gans X 0.00—0 00, Hafer ta8 Stück X 0.00—0.00, Feldhuhn < 0.00- 0.00, Rehbock Da»- Pfd. 00—00 Kapaunm X 2.30—3 Wälscher Halm X 5—10 Kartoffeln 100 Ko. 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April 1881. 2374) sollen im alten RathhauSsaale zu ;ttuiion8®tgf jnr 8 nonewtfi' pr v r . tirfunbiRur^n li-t r - brn Retrf, b,______________ Mittwoch den 20. l. M., Vormittags 9 Uhr, Eier, 25 Stück l Jt, merben verkauft in 2610) -____________Lit D. 95, Neustadt 1942) Das UkUkstc in Ilaiiien-MiangenhliWoffeii rmpficljlt in reichster Auswahl und )u den billigsten Preisen Fe Holbert Kirchcnplutz. 2341) Ihr sehr reichhaltiges Lager in Flössholz, Brettern, T:elen, Latten re-, sowie bi: Anfertigung geschnittener unb beschlagener Hölzer nach Liften empfehlen Äpfenbaum S* Sobn. Frankfurt a. M- besiebcnd, unter den bet der Versteigerung bekannt zu gebenden Bedingungen offcnt- ltch mctftbichnb gegen gleich baare Zahlung verkauft. Die Garne können vorher eingesehm werben. (besten, den 11. April 1881. (HroOherzogliche Directton. Holzvcrfteigerung in den Mitgebrauchs-Waldungen der Gemeinde Treis a./Lda. I. Dienstag den 19. April er. tfi roirdfn auf k | chlöft auf eine ctlnu itfadit ist «#, tos 11 1(18 bt^alb, wen invstrutr gtitjlti ir längst zu ©unft-n :r ?tatn öommunolflr.T? (fl. $■) ©trau fand dn t*:.r n Sälkchen m- 8-W mit btt botchkn > fcurtb einen ötu- tr tS 6:8 jttzi aOtn laztrtt, fchlinl Hs jrflrtfT der 2Bo/ce «meide: -> M. eto< it gtbcn, finntn»« ”oi>,r ittn Bekanntmachung. 2615) Der Voranschlag über EinnahDen unb Ausgaben der iSrael. R.liqion-zemettide Gißen pro 1881/82 ie6Q Beilagen und Berathrng«' Protokoll, welcher wegen Abänderung deS Etatkjchres den Z'ilraum vom 1. Ja« uar 1881 b.S 1. April 1882 umfaßt, l egt zur Ü nficht aller Intcrefienten 8 Tage lang auf dem Bureau deS Untrzetchneten offen. Dießen, den 15 April 1881. Der Vorstand der iSrael. Religion-Gtmeinde. M. Hom 6 e r a e t. w »Scheit, Eichen-Schrit, Buchen.Prügel, Nadel-Prügel, Buchen-Zopfrei-, Nadel-ZoptreiS. 0(iM d»'L< in brr Freiherrlichen Cbcrförftcrn 2612) Es werden veiste gen: Dienstag den in dem District Vichwald: rin. ®ttflulfibnn| i el; bo8 6* r- i,O-'O S>"°°bnn l- trfiort; M ni4‘r Opfer 0«w“ i,b bi- ”■ Mimt« tat'ns „W»" ,6".. i ft* “i, r. ©ittew'f > »tir t tiqtntt LeM" tb l"s' ,.±; n v :1t-___. — Hammelfleisch 26C6) bet August Echmidr. Irische Biubingc zum Backen empfehlen (2625 I A. Dusch Löhne. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 2551) A. Bramm. Giftfreie Eierfarben, als: Himmelblau, Carmoistn, Gelb, Orange, Rosa, Violet, Vraun, Scharlach und Grün in Päckchen » 10 H empfiehlt (2149 Fr. Seibel, Mäusburg. NB. Wiederverkäufern ho-cn Rabatt. Erdauffüllung, ,, „ 5GC Gießen, oen 12. April 1881. 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April, Vo;m ttags 9 Udr, zuKießen in dem Bramm'schen WiNhS- local: für bic Straß- von Gießen nach Robhcim von Ablh 2 — 19, für die Straße von Gießtn nach Marburg von Abth 5—9, für bte Straße von Gießen nach Reiskirchen von Abtb- 10, für die Sttaße von Gießen nachLlch von Abtbeil. 4—10, für die St aße von Gießen nach Butzbach von Abth. 3-24 für bte Straß: von .Qkm - Linden nach Wetzlar von 14—25, Mittwoch ben 20. April, Vormittags 10 Ubr. -u Lich tn bem Glöckner'schen W rthS- local; für bte Sttaße von Gießen über Ltch nach Hung n von Abth. 10-63, für bte Straße von L'ch nach bem Hessen- brückcr Hammer von Adtd. 57—93. für bte Straße von Lich nach Butzbach von Abth. 57-72, Donnerstag bcn 21. April, Vormittag- 1,9 Ubr, zu RetSk rchen tm Guntru m'schen WirthS- local. für bte Straße von Gießen nach Grün- berg von Ab d 10—54, Freitag ben 22 April, SiachmittagH 1 Ubr, zu Lollar in dem Gem^mbehauS für b:e Straße von Gießen über Lollar gegen Marburg von Abtb. 9—48, Samstag ben 23 Avril, Nachmittags 1 Ubr, m Lang-GönS rm Gasthaus zum grünen Baum: für bte Straße von Gießen nach Butzbach von Abth. 24-74, für die Snaße von Pobl-GönS nach Wetzlar von Abtb. 60—66 €te refp Großherrogl. Bürgermeistereien werben ersucht diese Versteigerungen im Intereste ihrer Gemembe besonders bekannt machet: zu kfien. Gteßen, den 14 April 1881. Großderzott Kretsbauamt Gießen. Ju Vertretung: 2601) Faust, _______Areisbauausteher-Lspt.________ Jämllag den 16. d. Mls., Vormittags 11 Uhr, soll in der Flett'schcn Hofratthe 1 Häckselmaschine öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen, den 14. April 1881. 2622) Geißler, Gerichtsvollzieher. "Ä4” 8*. I p'r* iu Pm6n | au6 Mw 1 !Den ' jj” dtt ganp ’ lelt l,‘ SloiuM ,On hointnttn b'n etiajen mxVT:. M lang mn ’ann tndrfi giw;t4r 'Wn Dotifc;'.4 I «Mabm, ieMl| . 1 brjchiSnkcn iw- . bo,r und ft-imt UjWt bld »ÜTfT'. Mr log. echlvfi... llvtNj auf luru 3(. iUg tn EtivtdN! tn j nui tn tn'j f ®t[ IV ,641.1 • 5®Wng tn ^ami / •6 und den 1772 Li nutm Kladuhnl it. ftn bienten tu fc«ta Zkilnt oud) heit er tn Plaß ntadjlt. bk fein tzaux!qu»itin ^Frische Schellfische tn ^i-packung ffnd beute uvd morgen zu haben in 2621 tfarl Schwaab's Delicateffenbandlung. Confirmanden - Handschuhe empfiehlt zu billigsten Pretf^n Wilh. Wirstg, Handschuhmacher, 2411) Seltersweg Nr. 187. Anre tigung nach Maaß. Mehrere Güter verschiedener Größen, in der gutenGegend von Frank'urr a M. unb Homburg v. d. Höhe, W'Nhschasten, Gärtnereien und andere Geschäfte, habe ?ch zu verkaufen, auch an Tbetln'bmer zu vermitteln in Auftrag und ertheile auf portofreie Anfragen jede gewünschte bezügliche Auskunft. 2623,G. 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