I» (81M ' Pmr». ttung. rb‘l "tyfte Zu. bit atthrf^ Montag. C ^tr Hrrberz, Anvrnpffkgr bendS 9 Uhr, itinlung es. 'ung und Ball. »iitftliebern lchfteheildk ' Wieder- ita. UtW Ltöensver« 'tG A»WH« ol/s tW “nh rtbcilhastrstenkk» forttrt dir Exvcd. psic» elveMtllde.Ni< diese Krankdck-, mb siche« W sich vc'ttauensm des I>r ß0^ für Arainps-urd oerschasfen. i» tnfiao^: ISS1 Mittwoch den 14. Dccembcr 9?r iMM Bureau r Schulftratze B. 18. Z>eutschland. Darmstadt, 11. Tecemb,r. B sher b.flanbtn dahisr ur.b überbau^ in ßcfitn uenn man von bin Ultramontanen und eoctalbimohaten absteht, tn $ " nnhhfrfie Parteien. die nalionallibtrQlc und bte deutsche «on^LrittSvartei. Die Reichsiag^wahlen, ine&tfonbtn tic ^ufstrlluvg deS Obet.Lonfistonal.Ptäfid-uten ffiolbmann bah,ec, h°benb-n är fiOB knfi nd) nock eine brüte Partei-Orgamsativu fltbtlbet hak. welche ben Rarneu fc6Bo£oatü, Vereinigung führen wirb. Die Säße, welche derselben als ®IUnbl)9Ä.5»M::®arantu für die Zukunft unseres Merlan. . . f. etnc gesunde Wellereutwickelung und einen segensreichen Ausbau ?n ,in«^arken monarchischen Regierung; wir erblicken tn der Herrschaft des m f „ Hrüniue wie^jolche von unseren liberalen Parteien angestrebt wird, Parlamentarismus, u te ,o«y^ ^ch Außen. 2) Wir fordern von dem fließt edtnr.uM bet christlichen Re-ig on als der wichtigsten Lebens- St°“tc f. ber Quelle torncbl wahrer Sittlichkeit wie echter Humanitär, macht und al _ . des Staates, seinen Charakter als den Das deutsche WirthschastSjahr 1880. Unter diesem Titel hat jetzt da« General-Secretariat de« deutschen Han- keWtaae« eine Zuiarnrnenftellung an« den Jahresberichten der deutschen »an. telsk mnern versfs.n,licht. Die .Freihandel« Eorrrsp.' fchieibt^bat über t Cie innfangrette Publtealion, welche zunächst für ne am 9. d. Mts. in Berlin »nfammengetretene Plenar-Versau mlung t,s Hanlel-tage« bcst mull war, macht das re.che Material, welche« in den Jahresberichten der Handelskammern naben, vergraben liegt, dem größeren Publikum in vortrefflicher Weife zugänglich. Unter Hin reglaflung aller theor.t.jcheii Betrachtungen aller allgenieinen Uribeile und aller localen oder auf Die Zukunft gtriujteien SBunfcfce Metet fte . auf Grund der HandelSkammerberichte und der amtlichen Dtatiftik eine wver. fchau über die wirthschafiliche Thät, ke t des deutschen Volke- 'm Jahre 1880; die Darstell,>ng erstreckt stch dabei auf bs deutsche WirihschaftSg.biet unb 'ine Perkehrsverhältntffe, auf die allgemeine Lage de« Handel« und der Industrie und auf ten fpecielleii Ge,chät«gang in den Hauptzweigen unsere« cvmmer- eiellen und industrieUen Leben«. Die Fertigstellung bw'er, wie jeder Sach- kundige weih, überaus mühevollen Arbeit ist um so bankenswerther, al« sich daraus gone überzeug nb ergl.bt, welche« werthvvlle Material zur Benrlhel.ung vierer wirthfchaftl.chen Verbäitnisie b.e Jahresberichte ber deutichen »arbe «• lammen., trotz aller in letzter Zeel erhobenen einseitigen Bischuldlgungev bar. buten. Ein hervorragendes Jnleresie wirb gerade Angesicht« d^r jüngsten Borgänge dem Factt gebühren, welches in dieser streng unparteiflchen Zusam- „tutdlung ou« ber Gesammtyell ber Berichte über dte Geschäftslage im erst., Jahre ber neu n Wirth,chastspoleiik gezogen wirb. Es beißt darüber m dem "inlelie: be.r Rapttel: „Uebeiprobuttion“ — „M'ngel an Evusumfähigkett _ Niedrige Preise- — daS find die Kragen, welche in nahzu sämmilichen Industriezweigen bei ber Bentthetlung der ^lae ttgf.it im Jahre 1880 wieberk.hten. Daß unter diesen Umständen die Erfolge de» GewerbettübS nicht al» befenber« günstig beschrlib-n werd.n, liegt »uf der Land Das Land litt noch zu schwer unter den Nachwirkungen der ge- sähruch.n «rifio. we.che es in ben Vorjahren zu durchtaufen hatte, und mutzte alie Mühe aufwenden, um zunächst die Wunden zu »eilen, Milche ihm jen aeicklagen batte. Dieser G-sunbungSprvceh wurde aber noch wesentlich aufge« hoben durch die u angelhafleii Erträge der Ernte ,m Berichtsjahre. Wenn ? „ Bieter Schwierigkeiten mit weichem Handel und Industrie zu käaipsen d-. e t Ueber m^zum B.sier.n auf allen ®eb,e:e., der Srverbsthäi.gkeit ni*t .u verkenne,r ist, s° berechtigt diese Erscheinung zu der Hoffemn z, daß di^ wirkt icha'tltche skrisiS in Deutschland ihren Höhepunkt überschritten Hot und "daß ivir unS aut dem Wege ei er zwar langsamen aber sicher fvr.schte, tob, ®e. elm.g befinden. Wie well zu dieser Wendung ,um «efferen d e E rführung erhöhter Zölle beigetrageu Hai, mag hier unetortert blechen, «u« Se,«Katen Schilderung der einzelnen Jiidustr.ezw-ige wi'd ersichtlich, dap der beigefugt " agQtn tin solcher b,lebender Swflutz zugeschrie- % VÄÄTatoWd b.6 sie dem kräftigen Empor- blüh.,, eintelner ©errerbebetitebe er.tgege, gestanden hätten. Im Allgemeinen ÄRÄiTÄÄÄ btn Zöllen die Zett z 9 Qnt|d)lüfie Günstig bat dagegen ohne ttweifel^auf die Entwickelung unfein Jndußiie und unsens Handel- die Neu. •Ft-StS Sä te w“” -i°». >.» ».».ich °" «'d' I'» sicher Anerkennung ber Rechte aller Staatsangehörigen. 3) SBir erkennen in ber kaiserlichen Botschaft an ben kürzlich zusammengetretenen Reichst g den ebenso ethischen al« staatsmännisch < praktischen Weg, ben UmsturzviLnet. der Socialdemvkratie zu begegnen. Dabei handelt es sich nicht um die Zusttm- mung zu dem einen ober anderen Punkte deS Reich-kanzler-Programm«, sott- der» um Zustimmung zu den Bestrebungen der in diesem Programm .ntdal. tenen Politik. i. «. •.u oeranlaflen, ihre Sitzungen. deren Oeffentlichkeit sie selbst nach iz .7 de« GefetzeS vom 24. Februar 1870 beschließen können, fortan öffentlich obzuhal. ten damit da« Publikum genau den Geschäftsgang, sowie die Ansichten, Abstimmungen und Thätigkeit jedes einzelnen Mitgliedes der Handeltkammer beuttbeilen kann. Ferner sollen die Jahresberichte der Hande skarnmern genau nad) S 32 deS genannten Gesetze- fpätellenS bl- Ende Juni beim Handels- Ministerium eingereicht und erst 4 Wochen nach der U-berfendung an doö Ministerium veröffentlicht werden, damit letztere- vor der Veröffentlichung noch Richtigstellungen und Äevterungen veranlaffie die etnmündenden Straßen waren von vielen Tausend Menschen besetzt. Der Brand des Wiener Ringthcaters. Wien, 10. December. Vor den Ruinen des abgebrannten Theaters, vor der Polizet-Direction und im allgemeinen Krankenhause drängen sich Tausende und Abertausende. Die Meisten weinen. Seitdem es sich herausgestellt hat, daß in vielen Winkeln und Gängen des Theater«, wohin man bisher wegen der noch nicht gedämpften Feuersgluth nicht dringen konnte, noch ganze Haufen Leichen liegen, ist auch die Befürchtung, daß unter den Trümmern, die das Parquel bedecken, noch unzählige Opfer liegen werden, nahezu zur Gewißheit geworden. Ganze Theile dec Gaüerieen sind in die Tiefe gestürzt und was von lebenden Wesen noch auf ihnen geweilt hatte, ist unzweifelhaft eiend umgekommen und verbrannt. Man weiß fetzt bestimmt, baß an lechs- bunde't Billette für die oberste Gallerte ausgegeben worden waren und es Haden sich auf der Polizei noch keine 150 Personen gemeldet, die Gallertebtllette hatten und entweder davonkamen oder das Theater noch nicht betreten hatten. Der Poltzet-Commissar Patzelt, welcher in den ersten Stunden nach Ausbruch des Brandes mit einigen Genossen in die oberen Räume des Theaters gedrungen war, erzählt: Ich und einige Wachtmänner eilten sogleich, als wir hö'.ten, daß im dritten Stockwerk noch Menschen sein sollten, so gut es in der herrschenden Dunkelheit möglich war, die Treppen hinauf und zündeten, oben angekommen, einige Pechfackeln an; wir fanden hier die Thür, welche auf die Treppe htnauSführte, geschlossen und konnten trotz allen Rüttelns dieselbe nicht öffnen. Ein uns nachkommender Feuerwehrmann zertrümme te mit seiner Axt die Thür. Ein schauerlicher Anblick bot sich uns dar: An die Thür gedrückt lag und stand eine große Anzahl Leichen, hinter denselben züngelten die Flammen an den Sitzen der dritten Gallerie und hatten bereits die Füße der rückwärts liegenden Leichen erfaßt. Wir griffen hinein in den Leichenhaufen und zerrten einzelne an den Kleidern heraus, die wir so rasch als möglich in das Polizetdirecttonsgebäude trugen. Der Knäuel der übereinander- liegenden Leiwen war so dicht, daß beim Zerren sogar einzelne Gliedmaßen herausgeiiffen wurden. Ich habe von dort allein neun Menschen fortgetragen. Wir hatten eben wieder eine Menge Leichen über die Treppe geschleppt, als plötzlich die vierte Gallerte krachend und prasselnd sich senkte und auf die dritte Gallerie stürzte. Run bot sich ein schauerlicher Anblick dar: Von der vierten Gallerie stürzte eine Menge menschlicher Körper in das Flammenmeer, in dem sie verschwanden. Wir konnten hier nichts mehr ausrichten und mußten uns, um unser eigenes Leben zu retten, rasch entfernen. Die Wiener Blätter — die in der raschen, vielseitigen und würdigen Darstellung des Unglücks geradezu Großartiges geleistet haben — bringen zahllose Erzählungen einzelner Geretteter. Eine Schilderung ist immer furchtbarer als die andere, und man könnte ganze Zeitungen füllen, wenn man auch nur die entsetzlichsten Fälle wicdergeben wollte. Den gräßlichsten Eindruck machen aber die Leichen im Krankenhauje und im Garnisonhospital. Hören wir darüber die Schilderung eines Arztes, der sich folgendermaßen autzdrückt: Die Meisten waren entweder vom Rauch erstickt oder durch die nachdrängendc Menge erdrückt worden. Geschwärzt bis zur Unkenntlichkeit, mit dem Ausdruck der Angst und Verzweiflung 'm Gesichte, harten fast alle diese Unglücklichen die Arme im Ellenbogengelenke gebeugt über den Kopf erhoben, die Hand krampfhaft zur Faust geballt; bet vielen waren die Augen aus den Höhlen getreten. Furchtbar war der Anblick Jener denen die stark angeschwollene Zunge zur Hälfte aus dem Munde hing. Der vor dem Tode eingetretene Starrkrampf grub die Zähne tief und fest in das Zungenfleisch ein. Die Mosten hatten die Nasenbeine eingeschlagen, wahrscheinlich von den Füßen der über sie Hinwegstürmenden oder in Folge des Fallens üller die Treppen. Im ehemaligen Secirsaale des Garnlsonspitals liegen 50 Leichen oder vielmehr bis zur Unkennt lichkett verkohlte Klumpen oder Gerippe; bei vielen war die Schädeldecke durchschlagen, das Gehirn zu einer harten Masse zusammengebacken, im Gesichte kerne Spur eineZ physiognomischen Ausdrucks, von den Mu.keln nur die widerstandsfähigen Sehnen übrig. Die Röhrenknochen waren splittrig gebrochen, das Mark im Innern derselben zerschmolzen, hier und da sanden sich noch Fetzen von Kleidungsstücken, an manchem Finger glänzte ein Ring. Man hatte den Leichen auf die Brust das Vorgefundene Geld gestgt, meist in Kupfermünzen bestehend, welche ihre Form in der Hitze verändert hatten. Die bereits tdentificirten Todten sind meistens den Angehörigen ausgeltefert worden. Ditjcniien menschlichen Ueberreste, deren Zustand jede Jventi- ficirung vollständig unmöglich macht, werden, so genau es eben geht unter,ucht und beschrieben werden. Man wird bann das Ergebntß veröffentl chen und die traurigen Utbemfte auf Gr- metndekosten in einem gemetnschafclicken Grabe besetzen, welches einen Denkstein zur Ertnneruna an das beispiellose Unglück erhalten soll. 8 „ Wien, 11. Dezember. Noch immer brennt der Eckpavillon des Ringtheaters, das Feuer greift durch die Plafonds noch in die bisher verschont gebliebenen unteren Wohnungsräume; die Löschung ist ungemein schwierig, weil der Feuerherd durchaus unzugänglich ist. Die Feuerwehrleute stehen draußen auf hohen schwankenden Lettern und suchen vergebens die Wafferstrahlen in die brennenden Zimmer htneinzuleiten. Die stehengebliebenen Außcnmauern können von der Feuerwehr nicht betreten werden, weil sie jeden Augenblick dem Einsturz drohen, darum sind zunächst an verschiedenen Punkten Pölzungen vorgenommen worden, welche selbst wieder schwierig und gefährlich sind. Zur Zett ist es unmöglich in das furchtbare Chaos im Innern vorzu dringen, das noch wertere Leichen birgt. Zeitweise stürzen noch Theile der Galerien und Treppen ein; auch in einzelnen bisher unzugänglichen Winkeln der oberen Treppen muffen, k zahllose, vielleicht Hunderte Tobte liegen, viele sind an einzelnen Punkten buchstäblich zu Asche verbrannt. Heute Vormittag ist die entgültig festgestelltc berichtigte Liste der Vermißten erschienen, sie erreicht die erschreckend hohe Summe von 917. Es ist doch fast ^audlich, daß so viel umgekommen sein sollten. Immerhin aber scheinen nach den genauesten Schatzungen über 600 Menschenleben vernichtet; recognoscirt konnten nur 167 werben. Der J?TC. ^"gehörigen nicht mehr gefunden haben, ist geradezu un- beschreibl ch. Heute Mittag erscholl von den Thürmen sämmtlicher Wiener Kirchen klagendes Trauergkiaute. Da die meisten der erkannten Verunglückecn beute beerdigt werden, so war die Straße nach dem Friedhof mit Fuhrwerken und Menschen dicht besetzt. In allen Wagen siebt man nur Weinende, auch das Publikum auf allen Straßen ist sichtlich gedrückt, der ganze Verkehr vollzieht sich mit auffälliger Solle; morgen werden die Ueberreste der nicht tdentificirten ul™» 6ctmVOn tct Gemeinde veranstalteten Leichenfeier nehmen sämmk- ltche Beböiden, Corporationen, Vereine, die Studentenschaft u. s. w. tbeil. Um 9 Uhr findet ttn Traue,amt in der Stephansltrche statt; dann die Fahrt nach dem Centralfriedhof, wo ein Un,b?rllUd)ttte". Um 11 Uhr erschienen Feldmarschall-Lieutenant Tiller, General- Mafor Kaiffel und eine große Anzahl von Osficieren, darunter auch von der ungarischen Garde. Mit dem Trauerzuge aus der Stephanskirche kam der Gemeinderath fast vollzählig, ferner viele Abgeordnete, zahlreiche Schauspieler von hiesigen Theatern Vertreter der Aristokratie, der Studentenschaft, von Vereinen und Corporation^ rc. Zehn Minuten nach 11 Uhr begann die Leichenfeier. Die Musik-Capelle intonirte den Trauermarsch von Beethoven. Der Opernchor sang einen Trauerchoral. Inzwischen nahe.te sich die Geistlichkeit aller Confessionen dem Katafalk. Voraus gingen die Träger des Kreuzes, hierauf folgten acht römisch-katholische Geistliche mit dem Probst Marschall, sodann der griechischckatholische Archirnandrit und ein Geistlicher, vier protestantische Pastoren, ei» Rabbiner und der Synagogenchor. Probst Marschall nahm zuerst die Einsegnung vor- Der Opernchor sang: „Es ist bestimmt in Gottes Rath" Die katholischen Geistlichen schritten die Sargreihen ab, wobei Probst Marschall jeden Sorg mit Weihwasser besprengte und segnete. Hiernach traten die griechisch katholischen Geistlichen zur Einsegnung der Todten vor. Lautes Wehklagen unterbrach wiederholt die heilige Handlung. Eine Mutter wurde am Sarge ihres Kindes wahnsinnig und konnte nur mit Mühe entfernt werden. Nachdem die griechisch-katholischen Geistlichen die Einsegnung, welche nur wenige Minuten in Anspruch nahm, beendet hatten, hielt der Pfarrer der evangelischen Gemeinde eine Leichenrede, n welcher er in ergreifenden Worten das Unglück schilderte, die von Trübsal schwer Heimgesuchten auf die Allmacht, aber auch Allgüte des Ewigen verwies, unter dessen gemalt ge Hand wir uns beugen wollen: Er hat uns zerrissen, Er wird uns auch heilen. Kein Auge blieb thränen- leer. Hieraus folgte die Einsegnung durch den Pastor der helvetischen-Gemeinde. Nach dem ein Choral gesungen worden war, trat der jüdische Prediger Jellinek vor und hielt gleichfalls eine„ herzergreifende Leichenrede, in welcher er sagte, das unsäglich traurige Ereigniß möge Allen, welche Kunde davon erhielten, eine ernste Mahnung sein streng und gewissenhaft in jeder Richtung ihre Pflicht zu thun, denn die geringste Pflicht ist heilig und eine Vernachlässigung derselben kann Verheerung und Vernichtung herbeiführen. Möge aus dem thränenfeuch'en Staube, aus der gemeinsamen Erde der Baum des religiösen Friedens und der confessione gchfAtr, tat dieser neu« Bund reich« und dauernd« Früchte tragen möge. örfl in früher Morgenstunde trennten sich die Lnweienden, sicher mH dem erfühl, einen schönen Abend verlebt zu Haden. Wir aber wünschen d r jungen Feuerwehr ein glückliches Geveihen utlb mSgeA die Hoffnunaen, die der »obre Freund bei Schönen unb Luten in ihre Bestrebungen zu setzen berechtigt ist, voll unb ganz in Erfüllung gehen. M. — |dine Scheintobte.s Drei Lage bähe ein am Typhus verstorbenes 20sahriges Möbcken In Rauschwitz bei Llogau im Sarge gelegen unb sollte anderen Morgens begraben werden, da wurden die Ungekötigen, die im Nebenzimmer schlieftn, durch ein Geräusch erweckt unb sahen Folgendes: Die Scheintobte hatte sich im Sarge aufgerichtet unb iah m t wirren Blicken um sich; bann erhob sie sich, schritt toanferb zum Spiegel, rth die Hülle ab unb stürzte mit einem gellenden Schrei zum Boden. Sie wurde zum Bewusttsern zurückgedracht unb wird am Leben erhalten werden So berget die «Berliner Börsen eitung*. — Born schrecklichen Ende einer Trauung wird auf dem Lounty Pulaski in Birginien gemeldet Iobn Bunt unb Ännte Peters standen im Begriff, sich trauen zu lasten. Der Geistliche unb bie Gäste batten sich bereits im elterlichen Hause der Braut e ngefunden. Die legiere eilte auf bie Nachricht hin, bah ber Bräutigam komme, nach der Tbür, um ihn zu bewillkommnen. Sie begrüßt ihn, all er stch bem H-use näherte, mit fröblichem Lachen unb eilte an bat Hvflhor, um ihn einzulasten Da ertönte plötzlich ein Donnerscklag, der b'e umliegenden Hügel erbeben machte, unb von einem Blitzstrahl getroffen, lag die Braut tobt am Boden. Handel unb Berkehe. Hirten, 13. Dezbr. Ans dun heutigen Mochenmaekr« krstet, Buher »er Pkd. 1 20 biß m 1.25 Hübnerettr 1 Stück 0 2 Stück 13—15 H, Anteneier per Stück 0 2 Liter 24 a Linien 1 Liter 2H X Tauben das Pa-w X 0.50—0 65, Hübner p. St. X 0.70—1 00, Hubnrn p. St. X 0 90-1 40, Enten »er ®tüd X 1.30-1.60, Gänse per Pfund 44—52 H. Welsche per Stück X 10- 11, Ocksensteisch 60—62 X d«r Pfd., Idub. und ThnbffeiU 45 bU £ a welche am Tage der Aufaabe erscheinen sollen, bitten wir bis längstens Vormittags 10 Ude I r an uns gelangen zu lasten- Im Intereste der rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blatte- sind wir zu dieser wiederholten 50 X. Kalbfleisch 44 -00 X Hammelfleisch 45 -60 X. Schweinefleisch 60—62 X. Kartoffr'i p'r 1-0 Jb.Le X 3.00—4.ou, Zwiebeln per Etr. X 6—8, Milch per Liter 16 unb 18 X. W.nßk aut 100 St. X 6.00—8.00. Frankfurt, 12 Dezember. (Fruchtbericht.) «eh! Rr. 1 .X 39.50, 3h. 2 X 37 50 Nr. 3 x 32 50, Nr. 4 X 2*.50- 00, Jh 5 X 25.50, Roaaenmehl ° , (Berliner Mars«), X 28 50-00, do. I (Berliner Warfe) X 16.50 27, do U (Berliner Marke) X 23, Wetzen effektiv diesiger ab Bahnhof hier X 25.00 -00.00, ab unserer Umgegend X 24 75—15.00 do fremder je nach Qualität X 23.50—25.25, Roggen, je nach Qualität X 2100—21.50 »erste X 18-19.50, Hafer.44 16 75—17 50, Avhlsamui ^CI7-2k.5O, Erbsen X 19—37 Khden X 17.50—18.00, Linsen X 20- 40, Bohnen, weiße, X 23—25, Nogflrnlleie X — W«izenÜe,e, grob« unb fein« X 0.—, Nüdöl, betaü, X 64 — Stimmung fest. Haupte sächlich a«fragt war: —. Dnngenb effemt: —. (Die Preise per 200 Pfd Zollgewicht — 100 Tilo ) Frankfurt, 12. Dezbr. Der heutige vtehmarkt war ziemlich befahren. Angetneben waren ca. 320 Dd>fen unb Stiere, 300 Rühe und Ätnbtr, 380 Kälber unb 6‘M) Himmel. Die Preise stellten sich Ochsen 1. Qual. X 61—66, 2. Qual. X 60 -62 Rübe unt Rinder 1. Qual. X- 54-56. 2. Qual. X 45-50, Ätiber 1. Qual. X 55—57, 3 QuaU X 40 -50. Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2 Dual. X 40-50 per 10o Psd. Schlacht, gewicht. Schwnn« wurden 600 Stück angeführt unb das Pfund mit 63 H bezahlt. Der ..Boonekamp of Maag-Bltter“ ist in ganzen und halben Flaachen und in Flacons ächt zu haben in Giessen t ei den Herren Emil Fiach- bach, Chr. Krämer, Bhf liest, Hch Wallach. Gfl. Wilh Weidlg und Carl Schwaab : in Alsfeld bei Herrn Ernst Krause, Frau Wwe Ernst Ramspeck und Herrn Carl Wenzel: in Buübach bei Herrn A Joutz: in Friedberg bei den Herren Wilh Fertso* und W. Bernbeck; in Bad Naeheim bei Herrn Phil Jac. Weits; in Nidda bei Herrn Ch Jost jun.: in Wetzlar bei Herrn Georg Ortenbach sowie alleot- halben bei den bekannten Herren Debitanten. (8175 Warnung vor Flaschen ohne mein Siegel und ebne die Firma H. Underberg-Albrecht. Gcrlchtsooll sicher In Vichen. «164) Feilgeboteves 1 1 1 1 1 1 runder Tisch, 6 Stühle, Nähmaschine, 1 Spiegel, Regulator, 1 Pianino, Betten, 1 Spiegelschrank, Waschtisch, Schreibsckretär, runder T'sch, 2 Sessel, Donnrrslag den 15. Bqrmbcr, Nachmittags 2 Ubr, sollen in der Flett'schen Hosraithe dahier 2 Nähmaschinen, 1 Sopha, 2 Kleider» schränke und 1 Kommode meistbietend versteigert werden- Gießen, den 13. Dezember 1881. Geißler, Mittwoch Örn 14. fltjrinbrr, Nachmittags 2 Uhr, werben in der Flett'schenHosraithe dahier solgendc Gegenstände öffentlich meistbietend «rcaen Baarzahlung versteigert: 1 Sopha, 1 Sessel, 2 Schweine. Gießen, den 10. Dezember 1881. Büdner. 8163) ______Gerichtsvollzieher. Mittwoch örn" 14. iMrinbrr, sttachmittagS 2 Uhr, sollen in der Flett'schm Hosraithe 2 Homnwbin, 1 Ubr, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 1 Emel, 1 Spiegel und 1 Wosserhäutzchen, sowie Pferdegeschirr (8168 öffentlich urrfftbietend oerfuigert werden. Bekanntmachung und der 1) in 15 M. der in (8173 werden und zwar: Maurerarbeit, veranschlagt zu t tnd. Material, veranschl. zu 8153) 12 M. 8 M. 50 40 25 20 32 20 5-1 80 20 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 11) 12) »u zahlenden Betrags. ~ c) für die Stadtknaben und Stadtmädcbenschule 1 M. Bei dem Besuche dieser Lchule durch mehrere ft ndrr derselben Eltern ermäßigt sich das Schulgeld für da« zweite Rinb auf drei Viertel, für da- dritte und jedes folgende aus die Hälfte deS süc ein einzelnes fttnb zu zahlenden 503 JL 158 „ 861 „ 635 „ 888 „ 73 „ 94 „ 100 „ 775 „ 282 „ 1740 „ 240 „ 100 „ Betrags. Gießen, den 12. Dezember 1881. Der Stadtrentmeister. Enders. Steif hauerarbe 1 Zimmerarbeit Dachdeckeraibeit Schreinerarbeit Schlosterarbeit Spenglerarbeit Pflasterarbcit, Vergebung von Bauarbeit. Die zu Erbauung eine- neuen Backhauses m Frankenbach erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen Montag den 19. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause daselbst durch öffentliche Versteigerung in Äccord gegeben 13) „ „ Sand, Gladenbach, am 11. D'cember 1881. Der BezirkSbauausseher: 3. t« lUei(|iiü(f)l.söefcfjeeruiig unserer Kleinkinder-Bewahranftalt, die am Sonntag, den 18. Dezember d. I., Abmdr sechs Uhr, in der stLdtnchen Turnhalle ßanftnden |oU, laoeu wir alle Freunde ber Sinder und WohlihLter unserer Anstalt hiermit fteundlichst ein. Wie früher, so werden wir auch in diesem Jahre zur Deckung der Kosten und zum Besten der Anstalt fit den Eintritt in den Saal der Turnhalle 20 Pfg. und auf die Gallert- 10 Pfg. als Eintrittsgeld erheben. Gießen, den 13. Dezember 1881. Der Vorstand der ftlewkrnder'Bewahranstalt. Dr. Naumann. 2) in der III. und IV. Klaffe 3) in der V. bis VII. ftlaste VIII. bis X ftlaste Weißbinderaibeit „ , Liefern von Mauersteinen, „ „ BaSstemen, „ .. Salk, 4) ______ _ _ b) für die erweiterte Mädchenschule : in sämmtltchrn ftlasten 10 M. Bei dem Besuche dieser beiden Schulm durch mehrere Kinder derselben Eltern ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite ftmb auf zwei Drittel, für daS dritte und jedes folgende auf die Hälfte deS für ein einzelne- ftmb Die Schulgelder für die höhere und erweiterte Mädchenschule, sowie für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule pro III. Quartal 1881 können m den näckllen 8 Tapen an den Zahltagen : Dienstag, Donnerstag Samstag noch ohne Kosten rnr hiesigen Stadtkast: bezahlt werden. Das Schulgeld beträat von einem ftinb : tt) für die höhere Mädchenschule : * L unb II. ftlaste 18 M. Vekunl unter der Devin»; Ocoldit, q ui non servat, <*■ I*d«T uU elMMe*» f —-M H. UNDERBERG • ALBRECHT ta Bathhxino in Rhctnberg' am Niederrhein. K. L. ütflxrfrraia Irislhr Sd)tllfifd)c in bester (^iSpackung treffen heute ein, per Pfd. 23 Pf. 8170) Gg. Wilh. Weidig. Christbäumchen werben im Hofe des Herrn Flett (im .Schwan") billig verkauft von Heinrich Thomi 8174) von WolShousen Eiferne (8159 LinderschlMen^ Lhrillhäumhälte^ 5d)liltrd)ulje in schöner Auswahl unv neuen Mustern empfiehlt Emil Pistor. f- Seltersweg 43, Ecke der Plockstraße. 7813) H. Kühn. 8166] empfehlen 8172) J. Blitz Neuenweg 135. GIESSEN Neuenweg 135. o 8169) R Scheel, Alb. Kraatz, Ad. Zinßer. Zugstiefeletts und Schaftenstiefel empfiehlt in reeller H- Waare (kein Ausschuß), Handarbeit, das Paar von °g» Mk. L.73 an 4" Güter verschiedener Grösse, sowie mehrere Mühlen im Preise von 10,000 bis 60,000 Mark können nachgewiesen werden. Agent der „Allgemeinen internationalen Verkehrs- Anstalt in Frankfurt a. M.“ Küchen - Kalender 1882 von I. C. König 8t Ebhardt, Hannover, empfiehlt An- und Verkauf von Geschäftshäusern, gut gehenden Gastwirtschaften, Herrschaftshäusern, kaufmännischen Geschäften jeder Branche etc. etc. wird discret vermittelt. Das Einrahmen von Bildern und Spiegeln wird bei mir schön besorgt. 7981) L. Schmitt, Glaser, Kanzleiberq. wir nachstehende Herren : H. Schirmer. Richard Scheel. A. Katz. Wilh. Liebrich. A. Zinser. Mehrere Wähler Handelskammer-Wahl. Zur bevorstehenden Handelskammer-Wahl Vchwaaren-Lagcr W von II. Rübsamen, Giessen bietet zur Saison reichhaltige Auswahl der neuesten Damen- und Kinder - Garnituren, Hüte und Baretts etc. etc. Bemerke noch, dass ich meine sämmtlichen Pelzwaaren selbst anfertigen lasse, wodurch ich in der Lage bin, nur gute und solide Waare liefern zu können. Umänderung und Reparaturen, sowie alle in das Kürschnerfach einschlagende Arbeiten werden bestens ausgeführt.(7809 Handelskammer-M iiljL Zur bevorstehenden Wahl von Mitgliedern zur Handelskammer werden vorgeschlagen: die Herren 4p. Schirmer, A. Katz, -rgjjäerne felzwaaj^, 8162) Ich erkläre hiermit, daß ich eine Wahl zur Handelskammer aus Gesundheitsrücksichten für diesmal nichr annrhmen werde. W- Liebrich. Handelskammer-Mahl. Als besonders geeignete Candidaten werden bezeichnet: Fabrikant Schirmer, Adolf Zinsser, Aron Hatz, Louis Hornberger, Kichard Scheel. Mehrere Wähler. 8154) Gustav nach kurzem schweren Leiden am Montag, Morgens 4y2 Uhr, in ein besseres Jenseits abzurusen. Um st.lle Tbeilnahme bitten Wilhelm Weinhardt, Frau und Kind. Die Beerdigung findet Mittwoch den 14. Dezember, Nach» mittags 3 tbr, vom Sterbehause, Seltersweg C. 72, aus statt. 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Nie-, Ober-Güterinspector. 7743) Die von Herrn Klaucke seither benutzte Wohnung ist wegen unerwarteten plötzlichen Wegzugs nach Düsseldorf zu vermiethen und eoent. sofort zu beziehen. A. Gabriel, Frankf.-Str. 33«. 7523) Ein kleines Familienlogis in meinem Nebenhause an ruhige Leute zu vermiethen. Frau A. Loeber, Grünbergerstr. 7804) Ein Logis in meinem Vorderhaus, sowie ein kleines im Nebenhaus zu vermiethen. I. Gg. Unverzagt. Vermischte Anzeigen. 8156) Eine Wärterin sucht Beschäftig gung bei K» unken und Wöchnerinnen für in und auswärts. Näh. Grcße Mühlgasse D. 79. ocööüwcc ocaoaoaöa P Unserem lieben Freunde O Z Emil Feldbaus Z q zu feinem heutigen Wiegenfeste die rj herzlichsten Glückwünsche. q 8157) „Shnidtta*. m dccd0CGC»IDOPDQCX3Od 8165) Em Israel. Jünglmg im Atter von 15 Jahren, welcher in der Kaufmannschaft unterrichtet ist, sucht eine Stelle in irgend einem Geschäft. Nähere Auskunft ertheilt _ ___ Feist Hirfch in Lich. Eaflhöf zum Arven. 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Cbr Pietsch) in Gietzen. . Hierzu erue Beilage.