INS! Lrschcmt «»glich mit Ausnahme d-S Mon.agv Prei» vierteljährlich 2 Mar? 20 Ps. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart .'»Q i>. chiehener HLcheiger A«,cigk- «Kd Amtsblatt fit den fittia Gieße«. Noch immer sind wir nicht ganz von der Aufregung, welche die Reichs- taaSwabl.n unS brachten, befreit, denn bie ungewöhnlich große Zahl der hun- dert Stichwahlen erweckt bejondeis in ctn betheiligten Kreisen hitzige KL' vse. Der Ausfall dieser Wahlen wird aber auch ganz besonders dadurch wichtig, daß der einen oder drr andern Partei durch eine verhältmßmäßig größere Anzahl von Wahlsiegen leicht die absolute Majorität im Reichstage selbst zufallen kann. Soweit daS Resultat der Stichwahlen biS jetzt bekannt, siiid sie hauptsächlich zu Gui sten der Liberalen und der L ocialdemokraren aus- gefallen, welche letzteren im rrsten Wahlgange keinen einzigen ihren Eandidaten durchbrachten, jetzt aber in der Stichwahl leicht die Ziffer „Zwölf" errercherr köinen. Ihren bedeutet dsftn Sieg haben sie m Breslau erfochten, wo sie außer dem von ihnen schon früher behaupteten Sitz noch den zwe.ten dZ.zuge» wonnen haben, so daß die zweite Stadt Preußens also nur durch eovlal» demokraten rm Reichstage vertreten ist. Ziemlich b,deutende Niederlagen Haden die LonservativiN erlitten, velche sowohl liberalen, wie socialdemokratischen Gegnerit fast regelmäßig unterlegen find, und die .n den noch ausstehenden Stichwahlen, in dem ersten Drittel derselben gelang es ihnen nur einen em- zigen Eandidaten durchzubringen, sich gewaltige Mühe werden geben muffen, wenn sie das Zustandekommen einer l.beralen Majorität im Reichstage verhindern wollen, wozu gute Aussicht vorhanden ist. Trotz aller momentan herrschenden Zerwürfnisse steht aber doch immer noch zu hoffen, daß es gelm- gen wird, im Reichstage em ruhige- Einvernehmen herbeizusuhrin zwrschcn Regittung und Vclkevertretu. g durch Vorlage von Gesetzen, welche dem ganzen Volke zu Gute kommen. W.e e ne Centrua S-Majorrtät im Reichstage aber regieren dürfte wein (8 der Partei gelingt, dieS Ziel zu errrichcn, das zeigen deutlich die Sngr ffe, welche von der in ihrer Majorität ultramontanen baye- rischen Kammer gegen daS gemäßigte Ministerium r. Lutz, das sich nicht zum Spielzrug der römischen ttlerrser hergeben will, eingelertet find, und welche den Zweck haben, dies Ministerium unter allen Uv ständen zu stürzen. König Ludwig hat den herrschsüchiigen Hcrren in seiner Kammer aber bereit- eüimal den Weg gewielen, und er wird voraussichtlich auch diesmal fest bleiben, wo es gilt, ein Ministerium zu erhalten, welches sich Duldung aller Religionen zum Pr'.ncip gemacht har, und nicht die ernt auf «osten der andern bevor- zugen will. DieS Prtncip hat auch der Reichskanzler in der >)udensrage kürzlich verfochten, indem er energisch jede Schmälerurg irgendwelcher Klaffe von Staatsbürgern zurückwies. - Dom kaiserlichen Hofe 'st nichts be- sonders ErwähnungSwerthcS zu vermelden, und aus den übrigen Fürstenhäusern Deutschlands nur, daß die Königin von Sachsen und der Großherzog von Baden, letzterer leider sehr schwer, erkrankt find. Gehen wir daher zu einer Scizzirung der Ereiamffe .m Auslande über. - In Frankreich ist endlich in der Deputirtenkammer die lä. gst eiwarrete Interpellation deS Mw.istermms Ferry m der tumfischeu Angelegei hiü erfolgt, ohne aber sonderlichen Effect zu machen. Wenn auch die Heißsporne von der äußersten Linken Alles daran setzten, um das Ministerium in Anklagezustand zu versetzen, so glich doch die ganze Angelegenheit mehr einer Comödie, da Gambelta schon bei Zeiten da»ur gesorgt hatte, daß sein Vorgänger im Ministerium nicht allzusehr bloSgestellt würde, wodurch ihm selbst natürlich feine Stellung wesentlich erschwert worden Wäre. Der Bildung des „großen- Ministeriums, wie es die Anhänger Gam- betta's nennen, ist nun tagtäglich entgegenzusehen, fteilich hat der Exdictaror seine liebe Noth. denn die Zahl der Bewerber um Ministerposten und sonstige einträgliche Stellen ist größer, als die der vorhandenen Aemter überhaupt. Ja Amt bringt Würde, aber auch Bürte! Aus den afrikanischen Besitzungen der Republik ist wenig Bemeikenswerthes, außer dem Umstande, daß der Gouverneur von Algerien, Albert Grevy, sein Amt niederzelegt hat, zu vermelden, und besonders schweigt sich der Telegraph über große KriegSthaten m Tunis ganz aus. England beschäftigt sich immer noch mit den irischen Wnren und versucht, durch Strenge zu erreichen, was ihm durch Güte nicht gelingen wollte. Man spricht ferner davon, daß der greise Gladstone sein Amt als Zweites Blatt. Sonntag den 13. November Bekanntmachung. Großherzogliche« Ministerium de« Innern u d der Zustiz hat .bemt i“r ^'b3C®tnüfleUieJr'f?,l-o^une^^nbe^'sjeHcofurfl5 Don^3uc^t. und Mast, «inet im Monat Dec.mbrr t. I in Verbindung mit einem zu »aai l ß nicht mehr als 8000 Loose i 20 per Loos jur Ausgabe s SXÄ X»* «*■ qelangen un° „ &0DetnBet 188L Groß der. ogUche« Kranit Dießen. _________________ Kongreß für Armenpflege. Ten Äonaren deutscher Armenpfleger wird am 11. und 12. ds. Mrs. die hoch- ... Mrfmftiatn• In wie weit kann der etaat den (Gemeinden die *^^n^af?eTTid)tbeTn'',^ %en Bürgermeister Adickes Mona sucht in seinem Referate flhTE rie ?raae ben Nachweis ,u führen, daß in ba Thal in weitem Umfange eine staatliche Unterstützung und Entlastung b» ^-mnn^«>giich °^üheu°e« und ^luch zu betrachten w n berufene Träger der Arm-vlafl anzusehen sei und der Ltaat, uejm. dqq m -zweige der Armenverwaltung ohne fliunbe -ntg genftehen, unö DQB W«" 1m ^hat als die allem oder auahfiarien Crgane gelten können. In erfter Lime wünscht Referent di?Nervfl'aunaskosten der außrtbald^ ihres Unterstützungswohnsitzes hülfsdedurstig n mnrbe^en Größeren Verbänden zumweiien und schlägt m B-rbmdung damit vor die ^m/rbs und Dnlusiinst des Unterstützungswohnsitzes auf 5 Jahre zu normtnn; Erwerbs- und -veri n n » Idioten, Blinden, ^aubflummen und d-r 7dnl.ch'n S-bnch-n l-id-nd-n Kranen g.°b-r-n V-rdänd-n zugrthnU “b"h8,n da ia die düig-il^ch- rh-iinahm- an ihrer V-rvstegung meist bebeutunflslo8 ™;hb’h": Sdahuna bn Dnsarmtnucrbänbe mit ben Pst-S-k°st-n nicht nur ,-hr un- A innbnn a«ab7 bic ftnn, tldntn, a.m-n und in Nawralwirtbichast stickendm A^'inbm bdo ®b«?5 ftatf neffe. Fcrn-r bunten an der Ven>flegung der armen S.^n ^b ^ati'n auch gröbere V-rdäube mit Lorcherl partinpiten, wodurch einmal , ffnt[flnura und »ualeich auch eine wesentliche Berbericrung der Armenpflege er- • . Qtg Zeisviel werden die großartigen Anstalten deS Communaloerbandes ^ens^angeführt^schließllch wäre auch die Armenkinderpflege und die Landcrrtnen- pllcae th-ilwei'e größeren Verbänden zuzuweisen, weich' letztere eben vom Staate em, Sosteme b« Armengeietzgebung »unachft w.stntltch fid)°c,nQnbtr nähern^ Tie ganze gleich bi« Wirkung erreicht wt.b, das dr s kenmeichnei sich hiernach nicht mehr lkntlastungömatzregel. wie lie der Rei-r-m darl-gt^ r,tWnjo^ al5 ^nc wnerli» als ein Art der Großmuth, der ouch * „„sniettdenden Gerechtigkeit, durch welche Nbihwendige. dem e^Eni sch °d °gun g für d"e Tra ung oo? Ä ben Gemeinden nur eme billige «nii^u b » |( nhanfl f0Iat welche eigentlich vom Rnch zu ag^ ߣanb- und Ortsarmenoeibän^en in • ••kam i Vch ulsteaße ß. 18. 9ln die Großhcrzoalicheli ibürgerinciftcrcicn des Bezirks. Gemtu de-Anq.hsrigen in fleeiflneter Weis« »enntntß geben wollen. Großber»°aliLe» Rentamt Di'ßem __ Gießen, den 12. November 1881. _ut-w__——m——"gy— Premier nieberjulegen beabsichtige, doch ist die Bestätigung diese« Betüchles anSaeblieber und es ist unttr den «ngliichen Staatsmännern wohl Niemand oorbanten, der das schwierige Amt vor definitiver Erledigung der ir scheu Frage Übernebmen mLchte. - (Sin fenfa11onelle« 8a:etgnifc gali e« m äßien. Der Leiter des Auswärtigen Amtes, Kallay, sollte, wie die Wiener ttestunaen eines Tages berichteten, in dem Ausschuß der ungarischen> Delegatwu Aeußernngen gethan haben, welche nicht nur ju fernen früheren friedlichen Au«, fprüeten m diametralem Widerspruche stehen, sondern besonders die Ltelluug Oesterre chs ju Italien in ein höchst zwiifelbastes Licht stellen und diesen leg Uten Staat stark verdäcktizen. Natürlich war die Aufregung groß, aber da stcd Herr v. stallay bemühte, ju beweisen, daß die Berichte der Zeitungen un- richtig feien und auch offen eine dahin lautende Lrlläiung abgab wird hoffent. l,ch das europäische Gleichgewicht nicht weiter gestört werden. Srapprthabeu allerdings die merkwürdig übereinstia menden Zestungsber,chte sehr.undman vermnthet wohl nicht mit Unrecht, daß irgend ein Gegner Kallay s d es.m einen diplomatischen Liebesdienst erwiesen tat. Aus den übrigen europätschen Staaten ist nichts von Wichtigkeit zu vermelden, man müßte denn die Nach richt, daß Fürst Milan wieder ernstlich daran denkt, sich zum König aller Serben zu machen, als sensationell auffafien, und da« tst fi- doch wohl kaum mehr. - Lagerbier 20 empfiehlt Pelzwaarcn-jJager W 0D in Giessen von MNur ächt, wenn mit Schutzmarke versehen. Frankfurt a M. Vereint Qualität e IranKsu liefert in bester 1 4 in Kistche Helnr. 1 Frankfurt a. 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Sonate A-dur für Cello und Klavier . . . von Arie: „Martern aller Arten“ aus der „Entführung aus dem Serail“ Sonate H-moll (Klavier)....... a) Romanesca Altitalien. Melodie aus b) Gavotte für Cello . . . c) Perpetuum mobile . . Lieder: a) Wie berührt mich wundersam b) Abendreihen c) Vergissmeinnicht a) Orgelfantasie und Fuge b) Abends c) Concertparaphrase über Mendelssohns Sommernachtstraum für Klavier T> dem von r> 7) T> n » n van Beethoven. Mozart. Chopin. 16. Jahrh. Padre Martini. C. M. v. Weber. Franz Bendel. Karl Beinicke. //. Hoffmann. Bach-Liszt. Schumann. Liszt. Der Flügel von Blüthner ist aus dem W. Rudo 1 ph’schen Pianofortelager. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. Rudolph’schen Musikalienhandlung a «A 2.50 (Sperrsitz ä JL 3.50) zu haben. *) Der Zutritt zum Concertsaal findet nur durch den Nebensaal statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. MitMaphisches Atelier von Neuenbäue 82 Ludwig Orth Neuenbäue 82 empfiehlt sich im Anfertigen photographischer Aufnahmen nach neuester Erfindung bei jeder Witterung, selbst beim trübsten Wetter, von Morgens 9 bis Nachmittags 4 Uhr, unter Zusicherung prompter Bedienung. (6825 NB. Obiges Verfahren besonders geeignet für Kinder-Aufnahmen. Montag den 14. Movbr,, Abends 8 XJhr, im Saale des Gasthofs „Zum prinr Karl": Oeffenflieber Vortrag der Dichtung „Waldeinsamkeit“ von Dr Josef Victor v. Scheffel, frei aus dem Gedächtniss recitirt von Herrn Wilhelm Grinim9 Musikdirector in Schaffhausen. Inhalt i 1) Vorwort 2) Lieber Haide und Moor. 3) Waldeingang. 4) Morgtn- gesang (Sprache und Gesang). 5) Das alte Waldschloss. 6) Nach dem Windbruch. 7) Einsame Blumen. 8) Waldbrand. 9) Sonnenuntergang. 10) Wenn die Unken rufen. 11) Forstfrevel. 12) Morgengruss bei der Waldmühle. 13) Stilles Heim (Lied, comp. von W. Grimm). 14) Nachwort. (7398 Eintrittskarten ä Person 75 Familienbillete ä JL 1.25 sind in der J. Ricke r’schen Buchhandlung und Abends an der Kasse zu haben. Mitglieder des kaufmännischen Vereins haben mit Familie freien Eintritt. Der Vorstand des kaufmännischen Vereins. Mittagstisch zu 40 H bei Metzger JnsttnS Graust, 7433) Neuenweg. Feine Haararbeiten, als Bouquets, Armbänder, Uhr- und Halskelten, R.nge, Brachen rc. werden billig und geschmackvoll angefertigt bei (7115 Val. Reuter, Friseur 7064) Die neuhergerichtete Mansarde im „Cafe Leib" ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen.___________________ 6839) Marburgerstraße Nr. 161 sind an einzelne Herren freundl. möbl. Zimmer zu vermiethen. 7209) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Schloßgasse 258 7369) Ein kleines Familienlogis mit Zubehör. Kirchenplatz 23. 7303) Eine geräumige Werkstätte, welche sich auch zu einem Lagerraum eignet, ist zu vermiethen._______Südanlage C. 42. 7168) Lasen mit Logis zu vermiethen ______Ph. 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LouiS Äothenberger, Neuenweg 193. F. G. Ft l Montag: Löwen. BeroHtwortliche Redactton: A. Sch eg da. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen. Bureau: G in der frai# ist beendet, uri stirium sonder eint schweie n eratil, welche! hinstellte, als । geradezu Haars Ian bat", so lüdßtrufen, tve Mobiilsulion a bestanden von und einigen Hl trotzdem in bd ganzen Corps siiken über S Mitthrilungen ver veiösfentlili Urlaub Verlang digkeit, diejenig Redner entnoar der französische- Tunesien 40-1 lichtet und de ersetzen. Was stände noch ine Ts giebt Giipti texte l Ein & sieim Mann i 226 ton. ( Regimentern dr Ällein manche1 rnisprechrn, ui Mannschaft ar ru lirsern, mi mit den Artil! Rekruten einrü Armee und di die Hand machten aus di ,*i. das sich ^.diese MU es b»n MLbrr nicht bündig, die stg, a,^ie gescheh ^'6* m treib, nauerdootum > tl*”l bttfift mV4? •Stil ?>*■ '“•«neu