Freitag den 14. Oktober 1881 »r1<$emt täglich mit Ausnahme bri Montags «•utcau i Sch ulstkaßc B. 18. i Baron Haymerle. F-' ligtt. Am 8. Oktober 1879 übernahm Baron v. Haymerle an Stelle des Trafen JuliuS Andraffy das gemeinsame Ministerium deS Auswärtigen und I tittt Großherrogliches KreiSamt Gießen. Dr. Borkmann- jirf- Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand d«S GewerbehallevrietnS zu Darmstadt die Lrlaubniß zur Adhaiiun, einer Derloosunq von Industrtegegenständrn ttn December l. I. erthetlt, sowie den Vertrieb der Loose in dem Großherzogthum £cficn unter den 4 evmguogen gestattet, daß höchsten- 10,000 Loose L 1 JL auSgegeben und mindesten- 75°/0 des Bruttoerlöse- hieraus zum Snkaus von SewmnqeqenflLnden verwendet des kaiserlichen Hause-, welcher THLttgkeit er durch sein plötzliches -lblcben so unerwartet entrissen wurde. Baron v. Haymerle war mit Therese, geborene F^eitn v. BernuS. vermählt und läßt einen noch im zarten Kindr-altcr stehenden Sohn zurück. ____ _____ Preis 2 Warf 20 Pf. mit vemgerfohn. Durch bte Post bezogen viertel jährlich 2 Warf 50 Pt. en 9)lobe umgnorns können zu Tarne» rben. nicimrtM ffreuj^____ ben-t jeden -erv't t stets das Antt-m Station Duleb. litz.__ kaustFrau 4 irf $ u Deutschland. Berlin, 11. Oktobrr. Dir Natioualltberalen haben einen lehr ,ahl. reich besuchten Parteitag In Magdeburg am 9. dS. abgehalten. Dir Rede hielt Herr v. Bennigsen. Er verwahrt sich g.'gen di« Insinuation, al« ob Wider,prüche zwischen seiner Rede in Hannover und der gemeinsam mit alt- preußischen Parteigenossen erlassenen Erklärung staltsänden. Sodann erörtert er seine Stellung zum Tabaksmonopol. Er bemerkt, daß an seiner Stellung zum Monopol die Eombination, welche der Reichskanzler selbst früher ernstlich wünschte, nämlich sein Eintreten und da« anderer liberaler Männer in da« Ministerium und in dir Reichsämter, scheiterte, weil er es abgelehnt habe, die Verantwortlichkeit für die Durchführung de« Monopols zu übernehmen. In Beeiehung auf die Socialreform lehnt er die staatliche Unfallversicherung und die staatliche JnvaliditälSanstalt ab und stellt sich auf den Standpunkt, daß der, Staat nur b-e Wege ebene, dir Privat-Unternehmung dieselben aber au«, zusühltn habt. — Meine Herren I Wenn nun aber — und daS muß ich ausdrücklich hier auSsprechen — dir Masirn gegen die Juden fanatifirt werden, so Halle ich daS für verwerflich; und wenn gar Geistliche sich daran bithriligen, so prosauiren dieselben ih,en Beruf und prostituiren das Ehrtstenthum." (lieb- Hafter Beifall.). . . . Der da« sagte, war kein liberaler Geistlicher, w.e Pro- f-sior Baumgarten, kein FortschrittSmann wie Virchow, nicht einmal ein Rationalliberaler, — sondern em Mitglied de« bisherigen deutschen Bunde«, rath«, in welchen er von Preußen delegirt war, Herr Heinrich v. Kufferow. Die citirten Stellen finden sich in einer Wahlrede, welche der Oenanate am 7. Oktober im Casino zu Bremen hielt, um den Versuch zu machen, seimm liberalen Gegner, H. H- Me.er, einige Stimmen abzuwenden. ES ist diese Stelle der Rede von sebr gioßer Wichtigkeit, denn sie zeigt, daß man auch in Kreisen, die mit der Regierung durchaus Fühlung haben, davon überzeugt >st, daß eine strenge Durchführung des bekannten Erlasses des evang. Oberkirchen» rathes zu Bulin recht bald geboten erscheint- — Aus der Mehrzahl der Wahlkreise hört man, daß aller Vorautficht nach eine engere Wahl nolhwendig fern werde; denn niemals haben sich die Stimmen auf so viele Kandidaten zersplittert. ES könnte leicht fein, daß schon aus diesem Grunde du Einberufung bet Reichstags sich über den biöher in »erben. Gießen, am 12. Oktober 1881. Aussicht umoir.mtntn Termin verzögern wird- — Ewem im letzten Monatsbeft lur Statistik deS deutschen Reichs cer. öffentlichten Aussatz über die SLiffsunsälle an der deutschen Küste und die $erunglütfu. g-n deutscher Seeschiffe entnehmen wir, daß die vielen orkanartigen Stürme, welcde im letzten Quartal des Jahres 1880 herrschten, dieses Jahr für die Seeschifffahrt ganz besonder« verlustbringend machten. Es find an ber beutschen Küste 235 Unfälle vorgekcrnmen, welche 271 Schiffe (bei 36 Kolli, [tonen) betrafen. Im vorigen Jahre traten nur 143 Unfälle unb 166 be> trcffer.e Schiffe zu verzeichnen, unb kein Jahr seit 1873 hat auch nur annähernd ähnliche Verluste, wie daS letzte Jahr. JBa« die Zahl ber auf das Jahr 1880 entfallenden Unglückksälle deutscher Seeschiffe (Totalverluste) be. trifft, so find 223 mit 1556 Mann Besatzung unb 49 Passagieren zu regt. 278 Mann der Besatzung unb 11 Passagiere kamen dabei um'S zS M ■» HttSbtrg tz y; ^zeilskü. 3»H8e Mm lQnb, I w Baue. s Wisch (66% I jum ginbtnbof.“ cn(5 Tchas wii'k r Elches gegen fr | 's und der Karl Sch j lommen werden 1881. genneistmi Lich. ftriren. Leben. 25 Schiffe find qänzl ch verschollen. . . — [5cnftcrüor65ngc in Eisenbahnwagen 3- Klasses Zu den vor einiger Zett in den Blmtcrn ftattgebabten Erörterungen in obiaem Betreff mag nn Hinweis auf die kürzlich in dem Berliner Bere n für Eisendahnkunde von einem Fachmann gemachten Darlegungen angfzeigt erscheinen. Der Eisenbahn - M i^chmen - ^Znipector sichert hielt nämlich daselbst einen Vortrag über Einrichtung und Ausstattung der Personenwagen, worin es heißt: „Bezüglich der Ausstattung ber venchiedenen Gatze^- klassen findet im Vergleich zu den betreffenden Billewrenen eine nicht ganz glelchmagige PeNbeilung statt. Nach den „stlttisttichen Nachnchten von den Preußischen Eisen- bahnen^ des Iahretz 1879 und einer annä&^nflSu$nun0 Besetzung der vorhandenen Plätze 1. Kl 1L7 vEt., 2. ÄL 23,2 pftt, 3 Ä 4. Kl 30,0 vCt. Damit die Eifenbadn^erwalmngen aus jedem Lagen der verschiedenen Klaffen gleiche Einnahme ziehen können, ^unen d'e Pre^e, welche gegenwärtig für die 4 Klaffen 8. bezw. 6, 4 und 2 H P^son nk.^meter brfragen, unter Zugrundelegung detz Satzes von 6 rur bu 2. Klaffe ur die 4 Klmsen 1., bezw. b, 4. 2,5 H betragen, soweit also lediglich dte Besordn-ung der ^on an ffch m Betracht kommt, trogen die Personen, welche die 2^und Kl. bemrtzten, m richtigem Verhältnis zur Bestreitung der Kosten bei, die Personen der 4. Klane zahlen iyren ebt iMädchen. r, Kaplanstzaiic Arbeitet für eint gesucht. ffhr. Haubach. n von etrob: ut) en aller ©attur^ ompt unb reell cul p Henkel, 3:-. 10.60. Mchmer "^(mciger Allleigk- unb Imtsblntt für btu Kreis Gießen. igciudi. lUf *nkb"v j ihablungen [ , %«lten | ug, wklchr I /bereit m« subSJ505 ^ g^rllU*L—- Manuftkm- - SS«*' nie ;E Am Montag Nachmittag um 3*/2 Uhr ist in Wien plötzlich ber Baron Haymerle am Herzschlage verschieben. Baron Haymerle war österrelchi- scher Minister be« Äeuhern, aber trotz bieser heevorragenben Stellung, welche rr beileibe,e, ist sein Name in nicht gerabe hochpolitischen Kreisen nur wenig genannt. Haymerle'« Name unb Person würben verdunkelt burch seinen gewiß lebtutenberen Vorgänger, den glänzenben unb bekannten Grafen Anbrassy, aber trotz dieser scheinbaren Zurückgezogenheit, bie sogar zur Folge halte, baß der Baron zeitweise für politisch tobt betrachtet würbe, hat er boch eifrig in einem deutschfreundlichen Sinne vorwärts gestrebt unb Deusckland ist ihm zu tiefem Danke verpflichtet. Haymerle ist in ber beutschseinblichen Strömung, welche gegenwärtig den österreichischen Kaiserthron umtost, ein echter wahrer gteunb be« deutschen Reiche- geblieben, er hat mit starkem Herzen unb großer Kraft alle an ihn herangetretenen Versuchungen, Verleumdungen unb gar Schmähungen, welche bezweckten, ihn als den Träger be« deutsch-österreichischen Vündmffe« au bi«crebititen, zur Abbankm g zu zwingen unb ihn wohl gar durch einen Ezechen rom reinsten Waffer zu ersetzen, widerstanden unb ist ruhig seiner Meinung treu geblieben. Haymerle hat, wie Ändrafly, die Allianz der beiden Kaiserreiche Devtschtonb und Oestetreick als den Grundstein des eure» pätschen Frieden« betrachtet, an bem alle Feindseligkeiten ober gar eigennützigen «bfichten anberer europäischer Großstaaten zerschellen müßten, unb bie Zeit bat gelehrt, baß seine Anstcht bie richtige gewesen ist. Da« brutsch > österreichische Bündniß hat ben Frie.en nach Kräften geschützt ur.b gewahrt, ja es hat an Rußland, wenn auch nicht einen sicheren Bundesgenossen, so boch zum mtnbe ften einen gleichgesinnten Freund sich erworben, unb giebt zusammen nut diesem m Europa unbedingt in allen wichtigen Fragen ber> Ausschlag. Gras Andraffy bat zusammen mit dem Fürstin Biematck die Verbindung zwischen ben beiden »aiserstaaten errichtet, Baron Haymerle ist an Änbraffy'S Stelle getreten, unb et hat treulich dem demschen Reiche bie versprochene unb zugeficherte Freund- schäft bewahrt. Wie wird e« jetzt nach s.inrm Tobe werden, ber so über lachend schnell uno plötzlich einqetreten ? Wir dürf-n es ui s in Deutschland durchaus nicht verhehlet,, daß Gras Taaffe, ber eii.fiußretche, aber völlig den Bierihlen unb Demschfeinden in bte Hände gefallene Premierminister, alles Mögliche aufbieten wirb, am auch den wichtigen Posten eine« Ministers be« Auswärtigen, der ei. zig unb allein bisher noch von keinem gleichgesinnten, d. h. antudeutschen Mixister, besetzt war, auch mit einer Person fei er Gefolgschaft zu besetze. Daß ihm dus Beste-ben gelingen wird, bezweifeln wir scht, immerhin dürfen wir unS aber nicht allzu sicheren Hoffnungen auch für dte Folge hingeben Die Zusammenkünfte zwischen den Kaisern h-ben ben Bund zwar aufs Neue ernstlich gefestigt unb vorläufig sicher gestellt, aber bem wieberholien Aiflurm ber czechisch-n Clique könnte es boch enbfch einmal reicht«, wenn nicht ba« Ministerium beS Seußern al« Nachfolger Havmerle's einen Mann erhält, bei burch und burch frieblich gefinnt ist, und von vorn- herein sich offen für eine dem beutschen Reiche freundliche Politik erklätt. Ge- lugt eS dem Grafen Taaffe, einen Minister feines Schlages burLzusetzen, so wird zwar kein öffentlicher Bruch, boch aber eine mehr ober weniger fühlbare Wallung zwischen Oesterreich unb Deutschland» stattfinden, die am meisten Oesterreich, daS auf einen sicheren Freund angewiesen ist, schaden würbe. 6m । großer Gewinn wäre eS, wenn sich Graf Andraffy entschlöffe, wieder fern t„__ I früheres Ministerium, wenn auch nur provisorisch, zu übernehmen, b s der 1 rechte Mann gefunden; «ndraffy's politische Ansichten find bekannt, rr hat I jubem am Kaiser Franz Joseph selbst eine gute Stütze gegen bie klerikalen Umtriebe, die ihm bie Leitung ber Geschäsie wefentltch erleichtern wirb. Wir ir ollen also hoffen, baß auch bieser plötzliche unb betrübenbe Tob eines wahren Kreunbes des deutschen Reiches durchaus t-ine Störungen zwischen ben beiten Staaten Hervorrufen, baß im Gegenteil barauS ein immer festeres Zusammen- dalfen erwachsen wird. Uebet ben Verblichenen geben wir zum Schluß noch fdgenbe biographische Notizen: Heinrich Karl Baron v. Havmerle war am 7. December 1828 in Wien geboten unb nach Absolvirung seiner Stubien unverweilt in b:e biplomatrsche Laufbahn eingetreten. Im Jahre 1866 i ahm Ötir v. Havmerle an ben Friedensverhanblungen in Prag Theil, ging bann cU Botschaftsrath nach Konstantinopel, bekleidete bann hintereinanber die ®e- laubtschaftsposten in Athen, im Haag und wurde hierauf österreichisch-ungarischer Botschafter am italienischen Hofe, in welcher Eigenschaft er auch als zweiter Bevollmächtigter Oesterreich-Ungarns am Berliner Kongreß sich bethei- 16 16 20 16 16 9 Beitrag nicht ganz, diejenigen der 1. Klasse kaum zur Hälfte. Ihrem Chacactcr nach ist die 4. Wagenklasse angemessen ausgestattet, die Reisenden der 3- Klasse, welche fast doppelt so viel zahlen als diejenigen der 4- Klasse, genießen als einziges Vorrecht die Annehmlichkeit, auf hölzernen Bänken zusammengedrängt zu sitzen, während die Reisenden der 2. & Uffe den ganzen Comsort der Ausstattung gratis zuoekommen. Es erscheint daher billig, daß man der 3. Wagenklaffe eine bessere Ausstattung, als bisher üblich, zukommen läßt und zwar empfehlen sich als Verbesserungen die Anbringung einfacher Polster auf den Bänken, von Gepäcknetzen, von Seitenfenstern neben den Thüren und Vorhängen vor den Fenstern " — Des Ferneren heißt es über Salon- Aussichts-Schlaswagen, welche als eine große Belastung für die Verwaltung und als eine sehr schlecht rentirende Betriebseinrichtung bezeichnet werden: „Alle diese Annehmlichkeiten kommen nur einer sehr geringen Anzahl von Personen zu Gute, welche hierdurch, zumal sie nicht entsprechend zu den Kosten beizutragen haben, verwöhnt werden und dahin führen, daß das Publikum und gerade das Publikum der höheren Klassen, welches so wie so schon am meisten bevorzugt ist, feine Anforderungen mehr und mehr in die Höhe schraubt." Amerika. New-Uvrk, 10. Oktober. In den Vereinigten Staaten ist jetzt der Kampf um die Wahl des Viceprästdenten (an Stelle des Präsidenten Arthur) entbrannt. Die Senatoren der republikanischen sowohl, wie der demokratischen Partei haben Versammlungen abgehalten und darin ComtteS gewählt, welche miteinander zunächst bezüglich der Organisation des Senats in Berathung treten sollten. Die Berathung verlief resultatlos, da die Demokraten auf dem Rechte, den Präsidenten des Senats zu ernennen, bestanden. Dieselben nomi- ntrten den Senator Bayard dazu, während die Republikaner den Senator Anthony aufstellten. Conkling, das Haupt drr Stellenjäger, ist in Washington angekommen und hat dem Präsidenten Arthur einen Besuch abgestartet. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 12. Oktober. Nach der „Prov.'Corresp." ist Herr v. Putt- kamer, der Minister des Innern, zugleich an die Stelle v. Stolberg's zum Vicepräsidenten des Staatsministeriums ernannt worden. Baden-Baden, 12. Oktober. Se. Maj. der Kaiser ist von seinem Unwohlsein wieder hergest.llt. Gestern unternahm er eine Spazierfahrt und nahm an dem Diner im Großherzoqlichen Schlöffe Thetl. Heute ist Diner von 28 Personen im Mesmerffchen Hause. Der Botschafter Keudell ist aus Berlin hier eingetroffen. Er dinirt mit dem diplomatischen Corps beim Kaiser. Karl-ruhe, 12. Oktober. Die Generalsynode hat heute folgenden von dem Pfarrer Specht gestellten Antrag angenommen: Die Kirchenbehörde möge sich dahin bemühen, daß durch die Reichsregierung ein gemeinsamer Buß- und Bettag für das ganze deutsche Volk ohne Unterschied der Confesfion eingeführt werde. Leipzig, 12. Oktober. In dem Hochverrathsprocesse vor dem Reichsgerichte wurde heute die Vernehmung sämmtlicher Angeklagten zu Ende geführt. Der seiner Zeit in Augsburg verhaftete Agitator Dave aus London gab zu, Mostes Freund zu sein und im vorigen Herbste eine Reise nach Deutschland unternommen zu haben. Er leugnete aber, daß die Kosten der Reise mit Parteigeldern bestritten worden und daß sie zum Zwecke gehabt habe, die Gruppenorganisation, wie solche Most in feinem Parteiorgan. „Die Freiheit", vorgeschlagen, anzuregen und zu fördern. Auf Befragen, welcher Partei er angehörte, antwortete Dave, der anarchistischen Partei, wie sie von Proudhon in's Leben gerufen und von Bakunin weiter entwickelt worden fei. Der Angeklagte Metzkow aus Berlin gab die Verbreitung der revolutionären Schrift „An unsere Brüder in der Kaserne" an Soldaten der Berliner Regimenter zu. — Morgen beginnt daS Zeugenverhör. Greifswald, 12. Oktober. Rach dem anläßlich des Jubiläums des Jägerbataillons Nr. 2 veranstalteten Festzuge der ehemaligen Jäger, an welchem sich die Innungen und Vereine in überaus glänzender Weise beteiligten, sand auf dem festlich geschmückten Marktplätze große Parade des Jägerbataillons, welches mit fliegenden Fahnen ausgerückt war, statt, zu der die städischen Behörden, die Spitzen der übrigen Behörden, der Rector und die Dicane der Universität und die ehemaligen Jäger Einladungen erhalten hatten. Major v. Hagen ließ vor den Festtheilnehmern präsentircn und hielt eine Ansprache an dieselben, welche mit einem dreimaligen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser schloß, in welches die zahlreich anwesende Bevölkerung enthusiastisch einstimmte, woraus die Musik das „Heil Dir im Siegerkranz" intonirtc. Der Bürgermeister, die Rectoren der Universität und des Gymnasiums, sowie der Landrath brachten sodann ihre Glückwünsche dar. Gleichzeitig überreichte der Bürgermeister im Namen der Stadt dem Osficier-Corps einen namhaften Beitrag zur Ausstattung seines Casinos; Nachmittags findet ein Festdiner statt. Bremen, 12. Oktober. Von der Rettungsstation Cuxhaven der deutschen Gesellschaft zur Rettung schiffbrüchiger geht folgende Meldung ein: Von dem deutschen Ewer „Hoffnung", Capitän Giese, welcher mit einer Klinkerladung nach dem Haldler Canal bestimmt war, aber zwischen Duhnen und Neuwerk strandete, sind durch das Rettungsboot „Ernst Merck" der Station Duhnen heute 2 Personen gerettet worden. Es herrscht Sturm aus West-Süd-West mit Regen. Das Schiff befindet sich unter Wasser. Wien, 12. Oktober. Beim Besuche im Hause Haymerle'S wollte der Kaiser Haymerle noch einmal sehen. Er verrichtete vor dem Sterbelager ein kurzes Gebet und verließ tief ergriffen das Trauergemach. Bei der Obduction zeigte die linke Herzkammer einen Riß, in den Nieren ward ein chronischer Morbus Brightii constatirt. Paris, 12. Oktober. Der Minister-Resident Roustan richtete an die Vertreter der europäischen Mächte in Tunis gleichlautende Schreiben, in denen er sagt, die Besetzung von Tunis sei im Einverständniß vom Bey erfolgt, um ble Hauptstadt sicher zu stellen. Die Besetzung habe einen rein militärischen, defensiven Charakter Die bestebende Verwaltung sei nach wie vor im Amt. Alle Consuln erkannten — nach „Havas'" Meldung, die Besetzung für nothwendig. — Das „Steele" glaubt zu wissen, daß der Präsident der Republik morgen oder übermorgen Gambetta zu sich berufen lasten und ihm alle Vollmachten für das Programm und die Bildung eines neuen Cabinets geben werde. London, 12. Oktober. Die „Morning Post" hatte die Nachricht gebracht, unter den europäischen Mächten würden Depeschen gewechselt über eine gemeinsame Flotten-Demonstratton an der Küste von Afrika zum Schutz der durch den Ausstand der Araber bedrohten Europäer. Diese Nachricht wird von gut unterrichteter Sette als grundlose Comblnation bezeichnet. Alexandria, 12. Oktober. Das französische Panzerschiff „Alma" ist gestern bier angekommen. Serajewo, 12. Oktober. Das Amtsblatt widerlegt die Gerüchte von emer Entlastung des Cbefs der Landesregierung, des Herrn v. Dahlen. Konstantinopel, 12. Oktober. In Folge der Verhaftung einiger von Cattaro hier eingetroffener Kroaten, welche sich dem Militärdienste entziehen wollten, drangen zahlreiche bewaffnete Kroaten in das österreichisch- ungarische Consulat ein und verlangten unter Drohungen die Freilassung der Gefangenen. Durch einige Margen des österreichischen StalionS-SchiffeS „Taurus" wurde die Ordnung wieder hergestelll. Heute haben sich die Demonstrationen nicht wiederholt und steht keinerlei Unordnung mehr zu besorgen. — Auf die Nachricht von der Absendung französischer und englftch-r Panzerschiffe nach Egypten wurde» die Dragomane von Frankreich und E.ig. land gestern in's Palais gerufen, wo der Sultan ihnen mirttzeilen ließ, daß diese Demonstration unnütz sei, nachdem die Ordnung in Egypten hergestellt sei. Er verlangte von Tiffot und Duffcrm, sie sollten btc Abjendung von Panzerschiffen zu verhindern suchen. — Sin Jrade deS Sultans genehmigt im Princip den Anschluß der österreichischen an die türkischen Bahnen. — Die Pforte beauftragte Edhem Pascha, der österreichischen Regierung ihr Bedauern über den Tod Haymerle'S auszusprechen und der Wittwe deffelben gleichfalls ihr Beileid auszudrücken. Lokales. Gießen, 13. Oktober. Gestern Abend fand im Saale deS alten RathhauseS, welchen den Stadtvorstand wiederum gütigst bewilligt hatte, eine Sitzung dcs S on n t a g v er ei ne s Statt. Zu derselben waren auch mehrere Herren aus der kirchlichen Gemeindevertretung und au? dem Volksbildungsverein auf Einladung mit erschienen. Nach einem einleitenden Vortrage des Herrn Pfarrer Dr. Naumann wurden bezüglich der ferneren Thätigkeit deS Verems mehrere Anträge gestellt, und nach lebhafter Diskussion, an welcher sich besonders die Herren Pfarrer Schlosser, Prof. Dr. Weiffenbach, Fabrikant Han stein, Lehr.r Albach, Lchrcr Jung, Bürgermeister Bramm, Oberförster Georgi bethciligten, folgende zwu Bricblüssi gefaßt: 1. die Sonniagsfeierabende mit den Lehrlingen, weiche sich im vorigen Winter einer so regen Teilnahme erfreut, mit nächstem Sonntag wieder aufzunehmen, 2. em Zusammentreten der Vorstände des Sonntagsvereines und des Vereines für Volksbildung, um gemeinsam der Frage über Ausdtbnung der Feierabende auch für die Gesellen näher zu treten. Als während der Discusston unter Anderm auch der Vorschlag gemacht wurde, die beiden Vereine mit einander zu verschmelzen, wurde eine solche Verschmelzung doch von der Versammlung als unthunlich gefunden. Denn wenn auch beide Vereine denselben Zweck verfolgten, die Jugend des Handwerkerstandes zu bilden, so habe der Bolksbilvungverem doch mehr die Ausbildung deS Geistes zum Ziel, während der Sonntagsverein wesentlich die des GemütheS und der Religiosität bezwecke. Auf diese Weise ergänzten sich die Vereine, ohne ihre Eigenartigkeit einzubüßen oder einander Concurrenz zu machen. —r. — Der von uns in vorletzter Nummer als vermißt bezeichnete Knabe ist unterhalb Coblenz mit blutenden Füßen auf der Lanbstcaße aufgegriffen worden. Bis nach Coblenz reichte sein Reisegeld und von da aus wollte er zu Fuß weiter, um zu seinen in London wohnenden Eltern zu gelangen. — Den Passanten des Brand und der Schloßaasse fällt wohlthuend der schöne Laden, welchen Herr Th. Brück in seinem Hause errichtet hat, auf. Wohl die größten Spiegelscheiben, welche in der Stadt angebracht sind, dürften hier verwendet word.'ll sein. Ein Einblick in den Laden selbst z.ugt von Geschmack und Arrrangements-Sinn des Ladeninbabers. Wohl manchem Brautpaar, welches sich hier im Geschäfte umsieht, dürfte die Wahl schwer werden, wenn es sich hier die einfachen, sowie hocheleganten Einrichtungen in den verschiedensten Stylarten betrachtet. Bermifdbt#». — Die Firma B e r nhard Wyprecht & Eie. in Rottnvam, Wynstraat 98 und 100, erließ vor einiger Zeit in den Blättern eine Annonce, worin sie darauf aufmerksam machte, daß „viele hundert Mark jährlich" in einer Haushaltung zu ersparen seien, wenn man den Bedarf an Kaffee und Tbee stets direct von ihrem Laaer beziehe. Diese Annonce hat sich als Schwindel erwiesen. Ein Abonnent der „Hann. V.-Ztg." hatte 27 50 baar eingrsandt und darauf nur einen Versandt Avis erhalten. Die Maaren selbst sind nicht an. gekommen, vielmehr ist auf Nachfrage die betreffende Postkarte mit dem amtlichen Vermerk zurückgekommen, daß Herr Bernhardt Wyprecht nach London verzogen fei. — Don der peinlichen Gewiffenhaftigkeit, welche im Rechnungswesen unsere- Heeres $ herrscht, erzählt Bl v. W. im „Deurschen Familienblatt" eine wie anaegeben wird verbürgte 5 Anekdote. Der Commandeur eines Trainbataillons in einer unserer größeren Provinzialhaupt- । städte erhielt vor Jahr und Tag Seitens der Oberrechnungskammer folgende amtliche Anfrage: ! Weßhalb für die Katze des Traindepots z. B. täglich für fünf Pfmntge Milch verbraucht ! würde, während für die Katze des Prootantmagazins da'echst für den gleichen Zweck nur drei ! Pfennige verausgabt würden. Schwer zu bcantwoatenve Frage! Und doch mußte dieselbe \ beantwortet werden. Die officielle Erklärung des betreffenden Eommandeurs in Bezug auf den fraglichen Punkt lautete folgendermaßen: Die Katze des Pcovtantmaqazins nährt sich von Mäusen, welche sich an Mehl und Korn gemästet haben; Die Katze des Tcaindepois aber von solchen die ihr Leben dürftig von den dortigen Ledervorräthen rc. fristen. Daraus erbellt der tägliche Aufschlag von zwei Pfennig Milch fü: die letztere". — Di.s Argument, deffm Ge- rcchtigkeit in der Rationvertheilung Niemand anzweifeln wird, muß auch an hoher Steile genügt haben, denn fortan blieben der Traincommanv-ur, die Depotkatze und ihre Milch- Portionen unangefochten. Mainz, 8. Oktober. Eine heitere Scene ereignete sich dieser Tage im Sitzungssaal | des Landgerichts, Abteilung für Civilsachen. Zwischen Gliedern einer ländlichen Familie war ; wegen Geldangelegenheiten eine Streitigkeit ausgebrochen und deßhalb die Hülfe des Gerichts ; in Anspruch genommen worden. Nun befand sich unter den Parteien ein Frauenzimmer, da- im Ruf stand, ein böses Mundwerk zu besitzen und sollte ein bereits bejahrter Bauersmann über dieses Frauenzimmer Auskunft geben. Der Ztuge - noch rin Mann von altem Schrot und Korn, derb uno bieder — trat, nachdem er aufgerufen war, vor und nachdem er über Verschiedenes Auskunft gegeben hatte, wurde er von dem Vorsitzenden des Gerichtes gefragt, ob denn daS Frauenzimmer wirklich io arg sei In ächter Pfälzer Mundart gab der Zeuge zur Antwort: „No Herr Präsident, so arig is se grav nit, sie is wie die Annern aQmtnannti sein, Sie wer'n deß jo aach wiffe, dann Sir sinn jo auch verheirath!" Tableau! * * Die Gesellschaft „Canaria- zu Darmstadt, welche sich zur Aufgabe gemacht, nur feine Harzer Canarien zu züchten und deren im Februar v. I. stattgehabte erste, in jeder Hinsicht gelungene Ausstellung noch in aller Erinnerung steht, wird im Februar k. I. ihre zweite Ausstellung in dem Gartensaale des Darmstädter Hofes abhalten. Zu dieser Ausstellung werden nur von Mitgliedern der Gesellschaft gezüchtete Canarien zuaelaffen, welche vorher bezüglich ihrcs Gesanges von einer Commission geprüft worden. Wie im vorigen Jahre ist auch diesmal mit der Ausstellung eine Verloosung verbunden, zu welcher Loose ä 50 durch daS General-Debit für daS Großherzogtbum Heffen (L. Ohnacker in Darmstadt) zu beziehen sind. — sDie Pfeife der Königm.j Im Verlaufe des vorigen Jahres hat in England die „Pfeife der Königin" eine Quantität Cigarren im Werthe von 240 000 Pfund Sterling (4 bOOO 000 consumirt. Im Volksmunde nämlich heißt die „Pfeife der Königin" em großer Ofen, in dem geschmuggelte Cigarren, auf wklche die Zollwächter Hand gelegt, verbrannt werden. — sPetroleum gegen Hausschwamm.j In der badischen „Gewerbezeitung" empsiehlt Gewerbeschullehrer Schwab alS ein unfehlbar wirksames Mittel gegen den Hausschwamm, das seit etwa sieben Jabren mit Erfolg angewendet wird, neuerdings daS Petroleum. Da» mit Erdöl bestrichene pilzkranke Holz wird von dieser Flüssigkeit leicht durchdrungen, der Pil- vollständig zerstört und der weiteren zerstörenden Einwirkung desselben Einhalt geboten. Bestreicht man Holz und Mauer tüchtig mit Petroleum, so wird der Pilz schwarz, die fest an dem Mauerwerk anliegenden oder in dasselbe einaeorungene Würzelchen des Pilses loi»'» Sommüntanten f m gdaiift -Mdm, dm buri dm W - S nr tine *ur £peraM " fit mürbe indessen« j = juiien an ©tritt woSei da? Th« mit, tie Seiahr »ander ( ten Sins glücklich in l: In? fiel der Bullen _ ®n roürtii njuier mit Blipbleit -eite >hm hiergegen ,. ti nach die Mensche htn 1 roti Aachmitiaz lata: I) in ehemals Os iie dimh theilweisen dW überflüssig gee üMn' und 4Kirs v! Nf)it Resser. 2) Im Hos bei bi Sitten, t altes H nb Bamnaterlal deifleignt werden. Oitgen, den 13. Te°Sh. Büegerm «’ü) A. Br, Akllkrg den . Nachmittag! ‘-c vtr §rau Arginv rrnsen, hrn 13. x 6710) dimflag den _ ,v . Nachniii, ® " die vor dem ' °" der Franks ^vorige flr0H 13. O Pilger, in Frankfurt a. « , den 13,Cftbrv Nachmittags 2 Uh, Mitgethetlt durch das Bankgeschäft Albert Kauf actten 317*/,, StaatSb.-Actien 31P/8, Galizier 282*/*, Ocft (168 Hnndlunaen. (6550 empfiehlt Muller. 6710) 16541 X. 12.5u empfiehlt Ph Nau & Cie 6352) Zur gcst. Beachtung MäuSburg- 5715) Empfehle mein gut affortirteS (6726 (6717 eawfifblt VH. Nau L> (5ie empfehlen /♦ToT* ♦V*TH oT* ♦ 4144 4 414^414.414 4 4 4>4 4 4 4>T4 4 4 4 4 4 4 4 rtete Knabe ist u.tr Itiffen warben. ? Fust weiter, um sohlthuend der i4k f. Wohl die ier verwendet worb Arrrangement^c^ im^ti'chäste um^ , sowie hochr!eg:i-. Dirnktäg drn 18. ^Oktober, "Nachmittags 2 Ubr, soll auf hiesigem OrtSgericht der zum Nach- lüß der Jiüu RegierungSratb Vietsch gehörige Garten nochmals versteigert werden: 3lur 30,240 938 Mtr am NabrungSderg. Gusten, den 13. Oktober 1881. Grosth. OrtSgericht. actten 317*/,, StaatSb-Attien 31P/6, Galizier 2821/*, Oest. 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Cobalt bn vor bn ffiodi» 6»b»nb' «cfttn bk« »fntral« enfiifcttg eitb, btüllt tt »I £»ib»«h4fUu fein tonnftr.b»« : .Rinaull' Tu Bad,mannf»afl. all pill« »I ta« Batrr. I.nb iu fftttn, bucht Im wllbtn «aut, bneet unb ptnfl iu b«n «'w,br»n In b,mf»lbtn •üverabliif abrr enlirrt bn all» Hn» p:8|lidb b»n »cbni untn b«n gübra, fommt« ml Wullditn unb faust unauf^allfam auf d'< eot Ihm bn hotunb» ®IU »u. Im Ru fitzt blkft aluchfalll auf bn glatun 8ebn. bn Hnt öranal femrnt »Ullrngl bmtn tt« stur« ,u film, «ab luftig f«,lt tat ungldtb, Pao» an bn f'Uktlchst bt4f»nt] Bon unserer «fmetnbe war auf bem Prämiknniarkte ju timburg ein junger Bulle für 288 .* an- affauft worden, bem fltftttn der übliche Ring an der Rase angebracht werben sollte, durch ben man blese Tbicre leicht »u bänb'gen im Stanbe ist Dal Anbrirgen biese« R'ng«l ist eine für ba« Tt'er febr schmerzbatte unb barum nicht ungefSbrliche Operation, weßbalb immer giohe Borsicht beobachtet werben muß. Diese löbliche Vorsicht wutbe inbessen von unseren BergbSusern sehr übertrieben. Sic zogen ben «opf d,» Bullen an Stricken im Stalle in die Höbe über einen Boblenverschlag bmweg, Debet ba« Ibiff mit bem Halse auf btefen ,u liegen kam. Jetzt konnte ber Ring ebne «De (Mefabr von ber anbern Seite au« befestigt werben, aber, o Schrecken, al« man d • ,{ten Provinzla^Läyu ttiDt amth^tlnha-1 Ujt WM \t* W nJt tz Dod) MllZtt d'l't..' nanbtuti in W''' newjin« nW ßt ■ ' i £talnt>epot« ■■ elt, ®atau6 ul'-.- i atgumtnt dif' » i --ich °» iifagt unb ip s- , ja« im ’Ä«« bie hülfe b« «;:. ) besaht«- « Wann wn 0ü«' et unb nut«« ‘ nbe« Kinbirt g-b d ' blt 8nnmi al”1- lableuul , idt-i-' rs-sS H-- giebr' >40000 & oachlrr -v . (öir^ den t,n * rM ,i|,t u.lrt 61* £*>«> Handel und VerTebr. Gießen, 12. Oktober. Lus dem gestern dabier adgehaltenen Biehmarke waren aufgetrieben: 123*» Slück Rindvieh und 779 Stück SLweine und gingen durch den lebhaften handel die Preise etwa- in die Höhe. Frischmelkende Stüde wurden sehr gesucht und gut bezahlt. Nächster Markt Dienstag den 25. und Mittwoch den 26 dS. Mrs, an letzterem Tage auch Krämermaikt (erster Zwiedelmarkt) und findet an diesem Tage, Morgens 8 Uhr, da- Adlesen der /kramersiände statt. ftr anf tun, 12. Oktdr (IRarftbnttbO- Der beuttge Heu, und Skrvdmartl war gut befahren. Heu kostete ie noch ClualttAt der Ltr 4.1'0- 6.00, Htrvv .* 4.00—0.00 Butter 50 jhlo X 90 — 00, im Detail 1. Qual tLt daß Hfund X 1.20—00, 2. CualMl M# Üf. x 1.10—00, Lier daß Hundert X 5.00—6,00. Ochsenfi eil ch per Vfimd 65—70 Kuh-, Rind und Farrenflnsch 45 — 55 , Kalbfleisch 50— 60 ch, Hammelfleisch 45—65 X HchweineSrisL 75-HO X ein Hahn X 1.HO—2.20, nn Hubn .X 1.60—3.00 trat länte X 2 50 — 3.00 . eine Laude 50— 60 H, junge Gons X 4.00—6.00, Hasen daß Stück X 2.50—3 . Poularden X 2.20—2.60. Reddock daß Pfd 70—HO Kapaunen X 2.50-3, DLlscker Hadn X 9-12, Kartoffeln 100 Kc X 6 00—7.50, Koh'.kraut 20 H Blumenkohl 1 Hi. 60 - 70 Wrrsing 12—15 X GelderLben 1 Bund 10—0 X Zwiebeln 1 Bund 0 Sellerie daß Stück 30—00 Meerretng 1 Stück 10—15, Spargel daß Pfunc 30 X« Romain-Salat 10—20 X. Endivien IO - O X. Rotbkraui 15—20 Weif»kraut 10—15 X. «rttsckoken 50 80 X. Srdsen daß Pfd. 30 X- Bohnen 100 Pfund 8-00 X. Kattoffeln daß Äesckeid IO—O X. baß Malter X 5O.h-6.OO, KvpfrHalat 10 X. Spinat 40—60 X. Schnittlauch daß Ötbunb 3 X. Kohlrabi per Stück 3—5 X Limburg, 12. Oktober. (Fruchtmarkt.j Rother Wnzen X 20.55, Saat-Weizen X OO.Oo, Weißer Weizen X 0.00, Korn X 15,90, Saat Korn X 00 00, (Bafte X 10.85, Hafer, X 8.25, Erbsen X 00.00, Kartoffeln 50 Kilo X 0.00. (Durchschmttßpreiß pro Malter.) 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Verwalter Müller, ____________Bahnhofstraße E. 921. 6722) Zwei Familienlogis zu vermiethen. ___________________Mühlgasse D. 79. ÄNMgasse 258 große Zimmer mit Zubehör und ßager? raum — per 1. Dez, zu vermiethen. (6718 6695) Ein möblirtes Zimmer mit Kabtnet zu vermiethen. ___________E. Bergmann, Gartseld. 6552) Möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._______________Asterweg 124. 6651) Zwei schon möblirte, ineinander- gehende Zimmer, die von zwei Herrin bewohnt werden können, nicht weit von Aula und Anatomie entfernt, zu vermiethen. _________________Kennel, Riegelpfad. 6641) Eine Wohnung mit 3 Zimmern, Küche und Zubehör (.Nebenhaus), zum Alletnbewohnen ist zu vermiethen. Emil Kalbfleisch, Grünbergerstr. 6628) Gut möblirte Zimmer mit und ohne Pension zu vennieth n im Hause des Herrn Otto Schmidt, Seltersweg 66. 6487) Ein möbl. Zimme zu vermiethen. ____________________ Lindenplbtz 244. 6471) Der 3. 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Martin Lenz. Iandwirthsch. Vokalverein Gießen. Sitzung in Garb enteick am 16. Oktober, Nachmittags 3 Uhr. Local: Das neue Schulhaus. Die Tage so rdnung der früher*n Einladung. Ein Omnibus fährt aus Gießen um 2 Uhr vom Neuenweger Thor ab. Diejenigen Herren, welche einen Platz reservtrt wünschen, werden gebeten, bis Freitag den 14., AbendS, dem Vorsitzenden Nachricht zu geben. (6721 Cvncert Verein. Die regelmäßigen Concerte werden den 30. Oktober beginnen. Der unterzeichnete Vorstand hat sich zur Aufgabe gestellt, — wie bisher — die einheimischen Kräfte durch Hinzuziehung auswärtiger Künstler zu unterstützen und ist das Auftreten bedeutender Solisten, sowohl für Instrumental-, als auch Vocal-Musik gesichert. Es wird gebeten, neue Beitrittserklärungen mit Angabe der gewünschten Karten, resp. Sperrsitze, sowie die etwaigen Wünsche bisheriger Mitglieder in Bezug auf Aenderung in der Zahl ihrer Karten und Sperrsitze für das neue Concertjahr bis spätestens den 15. Oktober schriftlich an Herrn W. Rudolph (Musikalienhandlung) gelangen zu lasten. Austritts- Erklärungen können, da die tm § 9 der Statuten festgesetzte Frist bereits am 30. September abgelaufen ist, mcht mehr berücksichtigt werden. Zu der Dienstag den 18 Oktober, Abends 6 Uhr, im Clubgebäude stattfindenden öffentlichen Verloosung der Sperrsitze wird dringend einfljeladen, um somit jede spätere Beschwerde zu vermeiden. (668- _________________________Der Vorstand des Concert-Vereins. Feierabend. Der „Feierabend" für Lchrlinge soll am nächsten Sonntag, den 16. d. Mts., in dem Saale des alten Rathhauses wieder eröffnet werden. Nachmittags halb 4 Uhr findet die Eröffnung statt. Wir laden die Lehrlinge zur Theilnahme an dem Feierabend hierdurch ein. Die geehrten Bewohner GießenS bitten wir, uns durch freundliche Gaben I zur Erreichung der guten Zwecke des Feierabends unterstützen zu wollen. Der Vorstand des Vereins zur Förderung der SonntagSfeier. 6719)________________Dr. Nau mann, Pfarrer.____________________ Bürger-Club. Freitag den 14.Mwber, Abends SVaKljr, im „CafeKlein": fleneraroerfammluug Der außer* i orDeiiKicfieii Milglikster. (6646 Kleiukinder-Bewahranstalt Die Mitglieder des „Vereins zur UntetHaltung der Kleinkinder-Bewahr- I anstatt in Gi ßen" laben wir hierdurch freundlichst ein zu einer General- ■ Versammlung, die Freitag den 11 Oktober, Nachmittags 5 Uhr. in dem Saal der Kleinkmderschule st^ttfinden soll mit folgender Tagesordnung: 1) Jahresbericht über die Anstalt. 2) Erbauung einer neuen Kleinkinderschule und Verkauf des jetzt benutzten Gebäudes. 3) Neuwahl von 5 Mitgliedern für den Vorstand. Es treten statutengemäß in diesem Jahre aus Frau Dr. Brüel, Fräul. Simon, Frau Bürgermeister Bramm, Frau Pfarrer Köster, die sämmtlich wieder wählbar sind; außerdem ist Frau Pfarrer^Simon freiwillig aus dem Vorstand ausgetreten. W r bemerken noch ausdrücklich, daß nach den Statuten „Mitglied unseres BereinS jeder erwachsene Emrohner unserer Stadt dadurch werden kann, daß er sich in das MitMderverzeichniß eintragen läßt und zu einem jährlichen Beitrag verpflichtet, besten Höhe in fern Belieben gestellt ist." Gießen, den 11. Oktober 1881. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. von ausgekämmten Haaren ^UplL werden für 1 JL dauerhaft und schön angefertigt. (5466 H. Plank, Friseur. 5694) Lumpen, Werg, Papier, Eise», Zink, Mesfing, Kupfer, Ble^, Flrrschen rt. werben angefauft. Louis Rotheuberger, Neuenweg 193. Todes-Anzeige. Starr besonderer Anzeige theilen wir Verwandten und Freunden die Trauernachrichl mit, daß unser Vater, Schwiegervater und Großvater Johannes Ruth. Bürgermeister a. D. M Fronhausen, Die Beerdigung findet Samstag den 15. Oktober, Nach mittags 1 Uhr, statt. heute in seinem 64. Lebensjahre nach entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Fronhausen, den 12. Oktober Die trauernden 1881. Hinterbliebenen. kurzem Leiden sanft (6698 Berrrtwortüdit Rrdactton: 8L Sche.yda. — Druck und Verlag der Brübl'sLcn Druckerei (Fr. 6br- Ptetschl tu Gießen. ßatttui Betreffe Der bitijdl Hjfmiit erstreckt sie «liWich für bi kiljirg unb mehr riteiiiflinen Gultr E die VolkSschuI ikr eichweisen, baß M Echulßelb Betri Nifiot vr. Tobi griebber. Unter Bezu o Untnstüßmgen fi Gießen i» i. Berlin, 12. Zeichen der Ka „@e ciitiimg kaum hoc t-ber „Unb M ben WiM | lr tu Itbro. W nsdlM lernt, «Io jtint »erMch "■Mnttcu beabfiä «orte von höchst« bl< lb-rie ein sehr ttl'b b-kanntlich uii "^Mle auß.rha ' J ittont, hab Soniinnitit Ä? la"W«4 LJN von beni C i'ä't'y »»» i','" ttv fischen । °H-ir,ch7 /i , sw