#r. 111. Samstag ben 14. Mat 1881. Kießemr Wi;eiger Anikigk- und Imtablatt für den Krris Gießen. , . « 7 " ' Crell vierteljübrlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringer lohn. •«nre.u l S-hn,ü-«N. II. 1H *W"‘ ILglich mH »u.n-hm- M W.nt.fl». bU poft d-^>g-n mnteWrlü» 1 Warf 50 Pj. Der tunesiscbe Krieg. Der Verlaus deS Änegtb — wenn man eS so nennen darf — Im tune* fisch,n Gebiet be reist, daß die Bedeutung der Volksstämme, die von den Fran- zoten .gezüchtigt" werden sollten, vielfach, ja ungeheuerlich übertrieben ifl. Diese Lhrumtr- haben in keiner Weise die furch baren kriegerischen Eigen- schäften an den Tag gelegt, die man ihnen jedenfalls in der Absicht zuschrieb, ote Größe des gegen sie ausgebotenen u iltlä ischen Apparat- zu rechtfertigen. Man hat die LyrumirS mit den Lobylen verglichen. Aber zunächst fehlte tesen mlb-n mb ungeordiieten Stämu en ein politische- und militärisches Haupt, nie es ernst Abdel Lader den Labylen gewesen. Sodai n fehlte ihnen bie geschickte LawpseSweise, der Todesmuth und die sanatifche Begeisterung der Sabylei. S.e gaben woh^ ihre Dörfer dem geh be preis, aber im Uebrigen war ihre erste Sorge, mit ihrem beweglichen Hab unb Gut auch ihr L.ben rn S cherheit zu br.ngen, em Gegensatz zu ben Labylen, die es in stoischer Opserwill gkeit für ihre Unabhäi gigkeit Eingaben. Man muß allerdings auch in Erwägung ziehen, daß die gewaltige Ueberlegenhett der französischen Be- waffnung und HeeresauSrüstung den Lhrumirs eS unu -glich machte, einen Lamps iw c ff ereil Felde zu u agrn. So beschränkte sich der ganze Liieg n tlurgeo äß auf einige Scharmütz l, bei brr en die Lhrumirs immer den Lür- zereu zogen und große Verluste hatten, wäbrei.d die Franzosen nur ganz wenige Mannschaft verloren. Schließlich ist auch die Einnahme der besipigten Stellung, wo die Hauptmacht der Lhrum»rS verschanzt war. ohne eigentlichen Lamps erwirkt worden, zum großen Verdruß gewisser Partfer Blätter, welche gerne eine große „glorreiche Action" gehabt hätten. Gegenüber dieser rihtn Anschauung. welche den Lr eg mit feinen Menschei Verlusten als Eircusspiel betrachtet, lann n an sich freuen, daß der Lrieg nicht mehr Blut gekostet bat. Umsomehr ist die unbarnherzize Praxi- der französischen Generale zu bedauern, welche alle Dörfer d.r Lhrumiis, d.e man erreichte, ntederbrennen und all' ihre m.bewegliche H^be zerstören ließen. Man kann doch für eine Mifsechai Einzelner > icht einen ganz,n Stamm verantwortlich machen I Die ^afrikanische Schule- im französischen Heere scheint immer noch im Geiste Peltffier'S gebildet zu werden. Life Dnge stehen der Republik schlecht an, denn eS tritt zu sehr in den Vordergrund, daß eS mit diesem Lriege auf e»u aS ganz Andere- abge« sehen ist. al- auf die bloße Bestrafung der Lhrumirsstäa me; eS handelt sich der That um die Eroberung von Tunis, auf welches die französischen Machthaber dock schließlich ebenso wer ig Anspruch haben, wie die Türken oder die Italiener. D'.e Türken und der Bey haben ohn.hin roch das historische Recht für sich, weiches zwar nicht allgen ein anerkannt wird, da- In diesem gaDe aber immer noch schwerer wiegt, als gar Nichts. Die französischen Ltaatsmäni er haben in der letzten Zeit febr viel von grüben und friedlichen Absich en gesprochen und sich den Anschein gegeben, als wollten sie eine Bewegung m Fluß bringen, deren Zi l die desinit ve Pacifica» tion und Abrüstung für ganz Europa sei. An dem freubiaen Widerhall, den jene Versicherungen in ganz Europa, in der ganzen civil sirlen Welt fanden, hätten st« erkennen sollen, baß sie ihrem Daterlande mit friedlichen Bestrebungen einen größeren Dienst leisten, al- mit kriegerischen „Abenteuern", um mtl Gambetla zu reden. Run bat man sich über Hals und Sops in die tumsiiche Frage hinemge iürzt; aber Niemand wird heute mehr verkennen, daß die LhiU- mirS nur den Vorwand a6 tebea wußten, um in Tunis einrüden zu können. Der Bey. welcher weiß, daß er die Franzosen nicht so leicht wieder zum Lande hinaus bringen wird, hat die Pforte um Hülfe angegangen und diese scheint ihm auch Helsen zu wollen. Für diesen Frll erk.ären die Franzosen, aus die türkischen Schiffe feuern zu wollen. Drs wäre ^das S gnal zu einer der schönsten europäischen Le w ckelungen. Wenn die Türken m t Frankreich in Streit gerathen. werden die Griechen wieder von krieger.schen G lüsten befallen werden und es fragt sich sehr, ob die Abtretung des von den Mächten Gne- chenlai d zugesprochenen Gebiet- ohne alle Zwischenfälle abgehen wird. Wenn Rußland jetzt nicht genöthigt wäre, sich mit den inneren Unruhen zu beschäf- tigen, so würde es stch diese schöne G'legenheit, die Pforte zwischen zwei Feuer zu bringen, heute nicht entgehen lasten und wer weiß, ob der Versuch nicht trotz alledem gemacht wird. Wenn nicht, dann sind — traurig ist'- zu sagen — die Nihilisten die unfreiwilligen Verhüter eines tiefgebenden europäi. schen Eonst'.cteS. So hängt oft die Entscheidung an einem Haar, ob nicht au- einer anscheinend unbedeutenden Affaire. wie dieser tunesische Feldzug ist, große Verwickelungen erwachsen, und die französischen Machthaber sollten sich doch hüten, ihre Thaten so sehr mit ihren Worten contraftiren zu lasten. Die Lhrumirs sind nun gestraft; es w.rd sich zeigen, ob man dem Rathe des Gambetta'schen Blattes in Paris folgen und Tunis mit Waffengewalt in dasselbe BerhLltniß zu Frankreich bringen wird, in dem Bosnien zu Oesterreich steht. Wahrscheinlich wird es so kommen unb im Grunde wird Frankreich dafür keine anderen Motive anzugeben haben, als daß Tunis ihm zur Vergrößerung seiner Macht in Rordafr.ka unentbehrlich erscheine, daß diese Vergrößerung nothwerdiz sei unb baß bet Dry, ber ohnehin schlecht regiere, fein Land nicht gutw ll-g hergeben wolle und de-halb mit Waffengewalt dazu gezwungen werden müste — alle- Dinge, die man unter der Herrschaft der Napoleon's schon ost erlebt hat, die man aber unter der dritten Republik nicht wieder zu erleben erwarten dürste. Dies Tunis wird ein Zankapfel sein und bleiben und so scheint es. al- ob Alle- zusammenwirkte, um die Unsicherheit in der politischen Welt Europas zu vermehren. Deutschland. Darrnstadt, 11. Mai. Seine Lönigl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht: Am 30. April den Hauptsteueramts-Assistenten 1. Llaffe bei dem Haupt- fleueramt Offenbach, Hermann Lang, zum Rechner de- Landeszuchthause- zu ernennen. Darmstadt, 12. Mai. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 10 enthält das Gesetz, die Ausübung und den Schutz ber Fischerei betr.ffend- Berlin, 11. Mai. Die Probefahrt aus d-r von Dr. Werner Siemens erbauten clectrischen Bahn von Steglitz nach Lichterfelbe bat am Lon:.- tag staitgefunben. Die Strecke ist ca. V< Meile lang, bie Dauer ber Fahrt beträgt 5 Minuten. ES werden aus einmal 20 Personen befördert. In nächster Zeit wird eine zweite elektrische Bahn von Eharlottenburg nach Westend gebau». — Die „Nat.-Ztg." schreibt: „Die neuesten Nachrichten au- PeterS- bürg stimmen dann überein, daß an ben Erlaß einer Verfassung nicht zu denken ist. Alexander III. will die Pfa^e feiner Väter wandeln. Aber der Ezar ist en.scklosten, die Mißstände, welche in der Administration, sowie in der Finanz- verwaliung zu Tage getreten find, durch entsprechende Reformen zu beseitigen. Daraus wird fich daS liberale Lystem beschränken, besten Einführung m.in neuerdingS in Aussicht pellt. England. London, 9. Mai. DaS .Reuter'iche Bureau" meldet aus Lor.ftoR- ^rinopich vom 7. Mai: „Räuberische Arabcrstämme find in Mekka eingedrungen und haben die heilige Stadt gep'ündert und die Postverbindungen zerstört. Eire Larawane mohamebanifcher Pilger auS Indien ist ebenfalls von Arabern überfallen unb ihre- BefitzthumS beraubt worden." Zlußland. Petersburg, 10. Mat. lieber da- Schicksal des Großfürsten Nikolai Lonstaniirowitsch wird in diesen Tagm die Entscheidung gefällt werden; daß er in enge Hast gebracht ober mindesten- nach einem ganz abgelegenen, streng bcwachten Orte verbai nt werben wird, erscheint zweifellos.— Alle Meldungen über ben bevorstehenden Austritt deS Fürsten Gortschakoff aus dem Eabinet sind mit großer Vorsicht aufzunehmen; jedenfalls hat man von Petersburg aus b'in greisen L nzler nicht ben leisesten Wink gegeben, er möge feine Entlastung nehmen, u b bieS wird auch niemals gesch hen. Gortschakoff selbst hat erklärt, er wünsche dem Laiser unb bem Daterlanbe bi- zu feinem letzten Äthemzuae zu bienen. Archangel, 11. Mai. DaS Wüster ber Dwina ist stark gestiegen und ist in Folge davon ein großer Theil der Stadt überschwemmt. Die Noth ist sehr groß. Bulgarien. Sofia, 10. Mai. G mittleren Durchmesser und 12 bis 18 m Länge, — 100 fm, zu Grubei.holz geeignet, verst ig*rt werden. D'e Zusammen funft Ist am Vicinal- wea nach Gaiberte'ch. Dv'f Gltt. dm 12. Mai 1881. Großh. Düraerwe sterei Dors-Gill. GbtthkMk Eisknbahuku. 3383) Mit d m beutigcn Tage treten binde Kohttnnachtsätzc zwischen binnen (Rdcm„chc Bahn, Zeche Hamburg Der.) und dirSietttgen Stationen tn Xraft. Gießen, den 10 Ma» 1881. Großtzerzogi. ©irrction. 3381) Ca. 36000 JL auf erste Hypothek gegen doppelte Versicherung mit 41/»0/» Zinsen zu leihen gesucht. Näheres bei der Geschälte Victoria Erbsea, Thüringer kleine Bohnen, Heller-Linsen^ Dienstag den 24 lfd. Mts., Vormutigr 9 Uyr, sollen im alt-n Rathbause die zur Verlegung und Ueb rbrück mg deS Bruch- grabei s in der LudwtqSstraße irfo der- Eckanntmachung. 3386) In dem So- curse über daS Verwöge»» der Gebrüder Ludwig und Johanne» Diedl von Btttlar »st der Sch utztermtn ($ 150 der K O) mit Ä Mittwoch den 8. Junt l. 3-, Vormittags 9 Uhr, anberauwt. L.ch, 10. Mai 1881. Will, Gerichtsschre ber des G okherzogltchen Ämtsger'cht L ch. _____ her dt" Handel und Verkehr. Limburg, II Ma». (Fruchtmarkr ) Rother Weizen JL 20.60, Weiher Wellen JL »»0.00, Rom JL 16 75, «erste 11 45, Saatgerste 00.00 Hafer JL * 05, Erbsen X 0 00, Kartoffeln a 50 Kilo jt 0.00. (Durchschn»tt«prei« pro Malter.) Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGicfien. Gottesdienst: Sonntag, den 15. Mai: Morgen« 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Raumann. jRach Deenvlgung dr« «otte-dlenste« Katecht«mu«lehre für die weibliche Jugend.j Nachmittag« 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Rächstkünftigen Sonntag, den 22. Mat, wird da» hell. Abendmahl, besonder« für do« Militär, gefeiert werden. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 15. bi« 21. Mai besorgt Pfarrer Dr. Rau mann. Zrilchdäcker in Ziehen. Sonntag, den 15. Ma» Conrad Haas, Wallthorstraße. Heinrich Kuhn, am Kreuz. Daniel 9kuhl, Marktstraße. _______________ lichen arbeiten versteigert nämlich: E d^rbeiten, vermisch!, zu Maurerarbeiten, „ „ Steinhauerarbeiten, „ „ Schlofierarbeiten, „ „ 3387) In dem 6oncuvfe des Ludwig Diehl und deS Johanne» Diehl von Birklar »st die Schlußrechnung mit Belegen zur ElnsichtSnahme der Jnteressenteu und Erhebung von etwaraen Einwendungen aus der Ge- rtcdts chr-iberei deS Großderzogl- amtS- ger-chts Lich niedergelegt o orten- D^rk a-, den 12. Mat 1881. G. Seipp, Masseoer ratter. Holzverfteigerung. Donnerstag den 19. d. Mts., von Marge.,S 8 Uhr an, Rosien tn dem Wtes.cker Gemeindewald, Distr»ct Hundskopf und Haide, ver- -ße-g-tt werden: 332 Rmlr. Nadel-Scheitholz, Pflüst rerat beiten. „ „ 705,19 Gießen, am 12. Mai 1881. Großderzogl. Bürgermeisterei G' ßen. A. ® ramm. (3369 Bekanntmachung. am 15. Mai wird in dem gegenwärtig zum Laudbestellbezirke deS Postamts Ruppertenrod gehörigen, an der Etsenbahustrecke Gießen—Fulta belegenen Orte Nieder- Ohmen eine Postagen lur in Wukfamt.u treten, deren Verwaltung dem Landwitth Earl Ohnacker daselbst übertragen worden ,st. Der Poftverkebr der neuen Postagentur wird durch die Züge 3, 7 und 8 der Oberbesst chen Bahnen vermittelt werden. Dem Landbestellbezirke der Postagentur in Nieder-Ohmen find die Orte BernSfeld, Kistchgatten, WeiterShain und Wettsaasen, sowie die Weiter bezw. E.nzellüedetlafiungen: Hamer Hof, Windhamer Höfe, Hof und Mahle Sü igsaascn. Hof Ober Grubenb-ch Stembruch Langen-Wiesenmühle, Papier- Mühle, K.rsch'Mühle und NikolauS Mühle zugerheitt worden. Die Dienststunden für den Verkehr mH dem Publikum find, wie folgt, Bekanntmachung. 3388) Unter Bezugnahme auf die An. 34 und 35 des Berggesetzes »om 28. Januar 1878 wird bieidurck zur öffentlichen Senntniß gedracht, daß Herr Rechtsanwalt Dr. Stiel zu Gießen mit dem Sifrn- und Man^n-rz- Bergwerke .Wilhelm" in der Gemarkung B r o ß - Linden, lnet|eS Gießen, belieben worben ist. Etwaige Einwendungen gegen bieje Verleihung müRen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bei der Bergmeister« Gießen Jedem gestattet. D-rmstadt! den 12. Ma, 1881. Srokherrogliche Obere Bergbehörde. $aU**’ Tecklenburg. 117 „ -Stämme. Der Anfang ist am Hundskops. Wieseck, den 12. Mat 1881. Großherzogl. Bürgerme sterei Wieseck. 3389) Laug. Vntl al« «öniße Hu J Heul' iftS " "ar unb ,t )tk °n fein ojr nb '4 werbt mir UN seht Er m« 7'/ich in, "°l an, ob m« N'cht fparen!* ?ach dem letzten ttten an blt U .andern wirb bie Wen als klag häufiger W.tder. einfach ju-äfli6t 'M jenes Äber. 'üchi'ai hat. Z« 11 Schm etz aud-, leien »Slaubeii an üegeben bat öfter Regelmltzi, en Ausztichnuntzkl. 'Wochen saft ohne SDhttelbeiiMlanb, 'eralur einjutnien oetters gewöhnlich ■hen in demselben litt kaum häufiger dies Sinken ber gestrengen Herren, e bringt der Mai Jahren dort vor. das andere Mal imenhany mit bet nz entschieden von host und auch bi Statistik dem ver ht der Auiklämng i, wenn dos Ml zläubische Dunkel- die Ergebnisse ber imsonst: 8en,enbcrg." Mai in Deutsch j genau zu sagen atz, wie der Volks- b Schneemassen m iärme „oabraudT hmelzenden Schnee itfd)I(inb sebr falte jinnwn Das ifi m ganj unb gar ) h, mit dem m )'n Städtern lui- mehr man dem Umhüllung oer i solcher Sprüche den glänzend b^ [eben cingegraden * *;Äi 18 tr unb 7h,fl 4 »«’A, di Stagen auf ea. WO Fuß sreigel^t, so daß man schon die «nfäoge der durchbrochenen StNnarbeit gefahren kann. Da« »dr.ißen der drei ferneren Stagen w.rd nur a^äli^ nach Maßgabe d.r Ausfüllung derien.gen Rosetten erfolgen, dte wegen der darin lagernden Serüstbalken beim Aufbau unvollendet bleiben mußten; jedoch ist die Steinmetzarbeü schon fertrggestellt und harr ”e* t'mHnb,aml bauen. Sinern non der D-n,i,er Zeitung »eristenitichten P"°°-d'iese eine« Ode,d°°t«m°nn«m°at enlnebmen wir nachieigilch noch «-'»'"de «ugindlicke unmitlelbai noch bet «otastropde auf ber ««oette Mui« baiReUen^ «1« da« »e. «chgtz mtl einer scharfen Langgranave geladen werden sollte, erfolgte da« Schrrckltchr. Ich lief La(? obfn und sah zuerst weiter nicht», al« eine dichte Rauchwolke, tn welcher sich dann eintge st bn^de Stimmen vernehmen l.eßen. Rur einig. Sekunden dauerte «ulvei Rauchwolke und ein schrecklicher Anblick bot sich mir car; zunächst sah man mehrere brennende bestallen angrlaufen kommen, welche thetl« »m Gesicht, thnl» am Leib« bluteten, „nia. dielten die Arme in die Hähe, aber die Hande fehlten; bei anderen fehlteni die Arme Haid Ick sah einen Obermatrosen, welcher, nachdem er die Augen vor Pulvrrdampf offnen konnte s?in. linke Hand vermißte ; er dielt den Arm vor sich, besah ihn und fing dann lau In zu'rufen "Lein, l.nke Hand »st weg.'- Daß aber se.n rechter Arm »« oani fehlte konnte fr Nicht gleich wahrnehn en, Weiler nur immer nach link« sah. Außer den »J.n lob’man. nadbtrm die Hairunb.t.n bei Seite gel^offl waten, nur^no<) biet unb ba ^U.dmaßen umherliegen; biet sah man eine Hand, dort ein Stück von einem Bein, auf einer a> deren Stell, lagen Stück, von Fingern oder Fletschfrzen und Blutlachen h.rum^ Tirr älteste aeaenwärtia auf Srden lebende Mensch soll nach einem französischen M»ssion«blatt Joseph Martmho Lontinho am Lap Frto in^e^Provinz^ b) an den Sonntagen und den nicht aus einen Sonntag fallenden gesetzlichen Feiertagen: von 8—9 Uhr Vormulags und „ 5—6 „ Nachmittags. Darmstadt, den 10. Mai 1881. Der Kaiserliche Ober - Postdirector. H a jmann. Janeiro zu vrasilien sein. Derselbe soll im Jahre 1694 g.doren sein. wär. also nabe ar 190 Jahre alt und soll 42 Kinder, 123 Enkel, H6 Urenkel und 20 Ururenk.l haben. Sr soll körperlich ganz gesund fein, nur tn einem Fuß sei dte Leichtigkeit der Bewegungen eiwa« gehemmt. Dagegen soll er sich b<6 vollkommenen Gebrauch« aller geistigen Fähigkeiten erfreue». — ^Zwanzig Rubel per Hieb s Bekanntlich wurde der Peter«burger Scharfrichter Frolow nach vollbrachter Hinrichtung der Nihilisten mit einem Srtrahonorar von 250 Knuten hieben bedacht. S« hieß, und zwar wurde die« offiziell aem.ldet, daß er dies. Tracht P'üg.l al« Lohn für dte heiter. Stimmung, di. er bet feinem schaurigen Amtöakt. an den Tag gelegt, erhalten habe Dte wahre Ursache ,st jedoch eine andere. Lhatsächlich harte Frolow vor der Vornahme der Amt«handlung nur mit dem gewöhnlichen .Kourage-Schluck' sein Herz gestärkt; d». Ursache der Knutenhi.be liegt in dem Momente noch der «mt«handlung und zwar darin, daß er die Stricke, an denen die Gerichteten hingen, stückweile verkaufte, da sich unter dem Publikum, einem auch andersw» verbreiteten Aberglauben gemäß, eine große Nachfrage nach diesem Artikel entwickelte. Auf wnnderbare Weise verlängerten sich die Stricke in Folge dieser Nachfrage um gar viele Meter, und der Scharfriwter hatte einen Srlö« von 5000 Rubel Silber, er verschmähte nämlich die Papierscheine. Der Ezar, der hievon Kenntntß erhielt, war darob lehr aufgebracht, weil in »hm der Gedanke aufstieg, diese Strickstücklein könnten irgendwie al« AgitationAmtttel den Nihilisten dienlich sein. S« wurde eine Untersuchung etngeleitet, um die Li.bbaber der Galgenstricke zu erutren, doch konnte der in'« verbör genommene Scharf richter nur einige alte Weiber angeben, die an den Nthtlißmu« gewiß nicht denken. Ta wendete sich der Zorn de« Siaren gegen Frolow allein, und es wurden tbm 250 Knutenhi.be zudtktirt — macht per HtU> zwanzig Rubel. Um diesen Prei« hat sich der gestrenge Hal«richter die Hiebe wabricheinlich wohlbekommen lasten. Dir entnehmen di. M.ldung einer ganz ernsten Pelir«burger Korrespondenz de« .Dztennik Pol«ki", dem wir die Verantwortlichkeit dafür natürlich überlasten. a) an den Wochentagen: von 7—9 Uhr Vormittag- und „ 4—7 „ Nachmittags; Samstag den 14. Mai, Vorm ttags 10 Uhr, lasse auf meiner Baustelle (Babnhofstraße) altes Bauholz, sowie einige Treppen, Haus- thüre u. f. w. öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. ____ (3361 _______Wilh. Plank« Dienllsg den 17. Mai 1881, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des I. Schneider, afterweg 108, verschiedene Möbel, Bettwerk, Weißzeug und sonstige Gegenstände freiwillig gegen baare Zahlung versteigert werden (3356 : T'vf. MU AMERIKA.^ Wegen Passage wende man sich an von BREMEN St m (2022 3310) Vurratt: Schulst' (3139 a Main Btfrtffi 3392) Anfang 8 Ubr Gießen, I F. Stoll aus Wien 3379) Kaiserlich Deutscne Post. Norddeutscher Lloyd. Directe Billets VereiD. Staaten. Job. Pli. Hofmann 1. in Steinheim 3242) zu vermiethen. Dr. Weber. Geld - Gorrr- Das Comite. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr Cbr Piets ch) in Gießen. Unter anbei Long-T habe ich preis. JL 16 16 20 16 16 9 4 18-22 17—21 41—45 69-73 65 55—59 25-28 Fußboden Lackfarbe Z in 3 Nuancen, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, empfiehlt Emil Fischbach. Feuerwehr- Ausr ü ft tun g en sowohl zur completen Ausrüstung ganzer Corps, wie auch alle in das Feuerwedrfach einschlagende Stücke empfiehlt die Feuerwehr-Requisiten- & Militair-Effecten-Fabrik von H. Müller 4? Co., Offenbach 449) Tüchtige Adonnenten-Sammler finden lohnende Beschäftigung. Näheres täglich von 5 bis 8 Uhr Abends Neuenweg B. 194, 1 Tr. rechts. Jllustrirte Preisliste auf gefl. Wunsch gratis und franco. Muster gerne zu Diensten. die Dlrretion de» Norddeutgehen Lloyd in Bremen oder an deren General-Agent M. Abraham in Mainz und dessen Agenten C. IV. Dietz in Gießen. Militär-Hosen, fertig und nach Maaß, offertrt Frankfurter WaarcnZMr, 3120) Schulstraße 17. 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