Nr. 11. Freitag oen 14. Januar issl Hietzener Mmeiger AliDP- Hnh Imteblaft für den Kreis Gießen. Die russische Zollerhöhung. Das desjähr^e Weihnachtsfcfi Hal unS eine Beschierung gebracht, für die dem edlen Geber keine Darkesworte entgegenschallen. Rußland hat mplötz- ltch seine Grrnzzölle um 10 pCt. erhöht und die Maßregel in so rigoroser Weise zur Durchführung gebracht, daß Helle Entrüstung den dabei zunächst tnteresstrten deutschen Handel ergriffen hat. Natürlich wird die Angelegenheit in der Preffe auf das Eingehendste besprochen und die Meinung ist vorherrschend, daß Deutschland Revanche nehmen müffe und die Reichsregierung Retorsionsmaßregeln zu ergreifen habe. Welcher Art dieselben sein sollen, das zeige der Umstand an, daß man auf den bekannten Paragraphen unserer jüngsten Zollgesetzgebung hinwetst, welcher lautet: „Waaren, welche auS Staaten kommen, weiche deutsche Schiffe oder Maaren deutscher Herkunft ungünstiger behandeln, als diejenigen anderer Staaten, können, soweit nicht Vertragsbestimmungen entgegenstehen, mit einem Zuschläge bis zu 50 pEt. des Betrages der tarifmäßigen Etngangsabgabe belegt werden. Die Erhebung eines solchen Zuschlages wird nach erfolgter Zustimmung drs BundeSratheS durch kaiserliche Verordnung angeordnet. Diese Anordnung ist dem Reichstage sofort, oder, wenn derselbe nicht versammelt ist, bei seinem nächsten Zusammentritt mitzutheilen. Dieselbe ist außer Kraft zu setzen, wenn der RrlchStag die Zustimmung nicht ertheilt." — Man will also die deutschen Zölle auf die aus Rußland eingehenden Maaren zur Strafe für Rußlands Vorgehen erhöhen. Angesichts dieser Forderung wird es doch gut sein, die ganze Sache mit ruhigem Blute zu überlegen, und namentlich werden das diejenigen Parteien und Preßorgane zu beherzigen heben, welche keine Freude finden an Prohibitivzöllen und an Vertheuerungen der LebenSm'ttel und der deutschen Production durch Zölle. Ter angeführte Paragraph zielt zweifellos nur dahin und ist nur in dem Sinne bewilligt worden, daß die in ihm vorgesehenen Maßregeln gegen solche Staaten zu richten find, die in feindlicher Absicht speciell gegen Deutschland ihre Zollsätze verändern. In dieser Welse läßt sich der russische Zoll-Ukas aber kaum auölegen, denn die von ihm eingesührte Zoll- erhöbung richtet sich ohne speciellc Hervorhebungen gegen die Waaren aller europäischen Staaten, ausgenommen, auS welchen Gründen ist gleichgültig, die Türkei. Wollte man trotzdem zustimmen, wenn die Regierung auf Grund jener Zollgesetzbestimmung ZuschlagSzölle gegen Rußlc-.v einsührte, so würde man damit nur einen Präcedenffall schaffen für diejenige Auslegung, daß Zu» schlagszölle überhaupt eintreten können, sowie nur ein Staat seine Ein« gangsabgaben selbst allgemein über das bisherige Maß erhöht. — Was man mit großem Eifer an dem ursprünglichen Gesetzvorschlag bezüglich der ZuschlagSzölle bekämpft und nur mit Mühe auS ihm entfernt hat, wäre damit mit einem Male und durch eine einfache praktische, nicht legislatorische, Maß« regel wieder herbeigeführt. Niemand würde sich mehr darüber in's Fäustchen lacken, als die Urheber unseres Zolltarifs und Niemand würde mehr zu leiden haben davon, als ras durch die Zollhöhen ohnehin schon schwer gedrückte deutsche Volk! Und dann, welches find denn die Waaren, die wir hauptsächlrchst von Rußland beziehen? Getreide, Vieh und Viehabsälle, Hanf, Talg, einige Metalle und dergleichen LeberSmittel und Rohstoffe! Denkt man ernstlich daran, und noch dazu in fteihändlerischen Kreisen, diese Dinge, die unS entweder zum Leben einfach unentbehrlich find oder die Grundlagen bei unS weit verbreiteter, wichtiger Fabricationen bilden, durch «eitere Zölle zu vertheuern? Haben wir doch, sollte man meinen, reichlich genug jetzt den Segen der LebenSmittel'Zölle kennen gelernt und erfahren, wie niederdrückend auf die Industrie es wirkt, wenn ihr der B 14,42 1878 0,33 0,46 0,44 0, 3 0,33 O,44 3,°° 0 31 0,29 0,71 2,60 1,” O,3« 19,60 ohne Lust zur Arbeit ist, soll jedoch einer Monbircn Aufmerkjamkkit unserer m.'.dherzigen Bevölkerung empfohlen sein. Das sind die gewerbsmäßigen Bettler, die frech auf.reun unc aus der Haftstrafe sich wenig machen. Sie bilden tie eigentliche Landplage, für sie muß die M'ld- tbätigkett wirklich ausgeschloffen werden. Helfen wir der Behörde, durch Verweigerung von Gaben an Geld — an Anderem liegt diesen Leuten nichts — diese Kategorie der Lanvstr.icher unschädlich zu machen, so wird die Dagabondage weit weniger fühlbar sein, als sie es fitzt leider ist." — Wir weisen nochmals auf das Freitag Abend 8 Uhr im Saale des (5 a f 6 Leib stattfindende Eoncert des Pianisten Hans Weinberg hin. Die Sängerin, Frl. Bock, ist in den Museums-Concetten zu Frankfurt wiederholt mit Erfolg .mf; getreten und der jugendliche Künstler begibt sich noch im Laufe dieses Monats nach Paris, um in Concerten bei Pasdeloup sich hören zu lassen und den guten Ruf, den er durch ferne bedeutende Künstlerschaft erlangt, auch im Auslande zu befestigen. (Siehe Inserat) — Das von einem Fuhrmanne am 3. d. Mts. verlorene Faß Tabak wurde gestern von einem Bauersmann abgeliefert. Derselbe war in Verdacht gezogen worden und hat höchst wahrscheinlich davon Kenntmß erhalten und das Fatz infolge dessen abgeliefert. Bemerkt wird, daß der Finder bereits das Faß geöffnet hatte. — Ein Realschüler fiel gestern so hart auf dem Eise, daß er per Droschke nach seiner Wohnung verbracht werden mußte. Glücklicherweise hatte er indessen blos den Fuß verstaucht. Maurer . . . . Zimmerleute. . . Anstreicher . . - Gipser..... Bleidecker.... Schieferdecker . • Bäcker . . . . . Grobschmiede . . Buchbinder . . • Mesjinggießer . . Schlächter . • . Kunsttischler. . • Böttcher . . . • Kupferschmiede. . Messerschmiede . . Gravirer . . . . Hufschmiede . . . Mühlenbauer . . Drucker . . . . Sattler . . . . Segelmacher. . . Schuhmacher. . . Schneider. . . . Zinngießer . - Tagelöhner . • • England. London, 11. Januar. Das Unterhaus fuhr heute in der Adreß- debatte fort und vertagte dieselbe abermals. Lord Harttngton betonte unter dem Beifall des Hauses vte Nothwendigkeit, den durch eine kleine Bande von Bösewichtern in Irland geschaffenen Terrorismus zu bekämpfen. Kriechenland. Athen, H. Januar. Ein königliches Dekret setzt die Mannschafts- Ziffer der Armee auf 72 350 fest. Das Gerücht, die Anleihe von 120 Mill, fei mißlungen, wird Seitens der Regierung dementirt. Die Journale sind der Ansicht, daß der Krieg eine Frage der Zett und auch nach einem Schteds- spruch unvermeidlich sei. New-Zork Chicago 0,i9 0/6 Arbeit und erhebliche Lohrcherabjetzung zur Folge haben |oU." In Lrebau sind : bereit* Arbeiter entlassen worden, und während unter den vorjährigen Verhält- j nisten die mechanischen Webereien ihre Leute vollauf beschäftigten, ist es vor Kurzem vorgekommen, daß nur bis Abends 6 Uhr gearbeitet uno somit ein wesentlicher Mmderverdienst bei den Arbeitern herbetgeführt wurde. Wir sind, so schreibt dle genannte Zeitung, wett entfernt davon, den Schmuggel als einzige Ursache der beschränkten Production hinzustellen — wir schreiben diese vielmehr der drückenden Geschäftslage zu — , müssen aber constatireu, daß er die Erzeugnisse des uuch.-ntjchen Betriebes durch das unverhältnißmäßig niedrige Angebot im Preise wesentlich herabdrückt, die Handweberei aber, von der fast ausschlußl'ch die Grenzbezirke leben, vollkommen ruinirt. Königsberg, 10. Januar. Die zum 13. d. Mts. bevorstehende Erhöhung der russischen Zölle hat das Vorsteheramt der hiesigen Kaufmannschaft veranlaßt, den Fürsten Bismarck zuerst telegraphisch und dann in einer ausführlicheren Eingabe zu ersuchen, es bei d-r russischen Regierung auszuwtrken, daß, wie im Jahre 1877 bei Einführung der Goldzülle, diejenigen Maaren, welche schon vor dem 13. die Grenze passirt haben und den russischen Behörden zur Verzollung angemeldet, von diesen aber noch nicht abgesertigt find, noch während einer Frist von zehn Tagen nach dem 13. zu den bisherigen unerhöhten Zollsätzen zugelaffen werden. Wie damals, hat Fürst Bismarck auch diesmal dem Gesuche des Vorstcheramtes seine volle Unterstützung zu Theil werden lasten. Es ist sofort auS Frtedrlchsruh telegraphische Anweisung an die deutsche Botschaft in St. Petersburg ergangen. Zwar ist es derselben richt gelungen, wieder eine zehntägige Nachfrist von der rusfischen Regierung zu erlangen, indessen wurde insofern Abhilfe gewährt, daß nach einem Telegramm des Grasen Ltmburg-Stirum an das Vorsteheramt die beiden russischen WeihnachtSseiertage, an denen sonst natürlich die Zollämter geschlosten sind, diesmal ausnahmsweise zur Abfertigung der bereit- an der Grenze angelangten Waaren verwendet wurden. Aelgien. Brüssel, 10. Januar. Die Nachricht von der Verschiebung der Vermählung deS Kronprinzen Rudolf von Oesterreich mit der belgischen Prinzesstn hat einiges Aussehen gemacht. Ueber die Gründe schreibt mau aus Brüstel: Die Verschiebung der Vermählung wurde von den belgischen Majestäten erbeten, und zwar ausschließlich auS Rücksichten für die Gesundheit der Prinzessin Stephanie, die am 21. Mai erst 17 Jahre alt wird. Die Aerzte besürch- teten, daß die Reise, der Wechsel des Klimas im Winter, die Aufregung des Empfangs, der Vermählung und der darausfolgenden Feste nachtheilig wirken könnten. Daher bestanden sie einstimmig aus eine Hinausschiebung der Heirath. Andere Gründe liegen nicht vor. Uebrigens vernehme ich aus sicherer Quelle, daß das Datum der Vermählung wahrscheinlich für April nach der hier am 20. Januar erwarteten Ankunft des Kronprinzen Rudolf endgtltig festgesetzt werden soll. Kronprinz Rudolf und Prinzessin Stephanie haben bereits zugesagt, einem Balle, welchen die Bürgergesellschaft „grande Harmonie“ giebt, beizuwohnen. — (Löhne und Lebensmittelpreise). Die Lebensmittelpreise im Jahre 1878 betrugen pro en gl. Pfund in Mark und Pfennigen ~ " Deutschland Brod Mehl . ..... Rindfleisch .... Kalbfleisch .... Hammelfleisch .... Schweinefleisch .... Speck Butter Käse Kartoffeln (per Bushel) Reis . ..... Milch (per Quart) . - Eier (per Dutzend) . • Thee....... Kaffee ...... Zucker...... Kohlen (per Tonne) . . Der wöchentliche Arbe in Frankreich Deutschland England New-Aork Chicago JL JL JL vtt JL 16,oo 14,42 32,60 48- 60 24- 42 21,67 16,00 33,oo 36- 48 30- 48 19,68 15,67 29,60 40- 64 24- 48 _ 15,17 32« 40— 60 36- 60 27,oo 14,42 31,06 48- 72 48— 80 __ 16,00 31,68 40- 60 48- 72 27,47 14,»o 26,00 20- 32 32— 48 21,83 14,47 32,60 40- 56 36— 48 19/2 15,83 31,33 48- 72 36— 80 —— 12,83 29,68 40- 56 32- 60 21,48 15,42 29,00 32— 48 48- 72 24,oo 16,60 30,63 36- 52 28— 60 28,oo 13,47 29,47 48- 64 24— 60 __ 13,47 29,68 48— 64 60— 80 18,33 16,00 32oo 40- 52 60- 80 — 16,00 39,oo 60-100 36-120 21,46 13,00 29,68 48— 72 60-10(1 — 13,47 3O.oo 40— 60 48- 80 18,67 18,83 31,oo 32— 72 48- 72 20,00 14,42 27?7 48- 60 24- 48 — 13,47 29,oo 48- 72 48— 60 19,00 12,60 29,42 48- 72 36— 72 20,42 14,47 39?7 40- 72 24- 72 17,68 14,67 29,47 40— 56 36- 48 — 11,67 2O,oo 24— 36 22- 36 Amerika. Rio de Janeiro, 18. DeutW® Qualität1 Dorspirg"' Der W Dieiche le1 bindurch ' -läppern tien erken sucht, bis standtbk'l I re», M ei auf 9 6 siandes, mel ivellbe auf 360 M pt wirb bas ? «härten, ba andere Sto1 müßen die1 kommen. Lim JL 00.00, JL 0.00. ( w 8« N deii bei bei angelegten Jahns säl Termine Zamsiag Die 3ni gefordert, l ’n fhpfani Wigung t'Nliren. JW i Donnerstag Interessentei d>e übrigen bestimmt st , Die Herr sucht, diese- übliche Wei» Gießen, d Der Rechn »Mi ^nfen u,i •m ®ie| Montag , Don '1> ^rieten %btl ääptn । Bau- 590 ,, i« 40 ” »4t,n, 79 fe7' 44 fr' 46 3*1 s’t Da? RcichS-ericht hat in rinrm Erkennttiiß die Uiance vieler AesckäftSieute, ihre veutjche Waare eil englische oder französische zu verkaufen, alS Betrug erklärt, auch wenn die Qualität der Waare nicht- -u wünschen übrig laffe. Diese- Erkenntniß bezieht sich auf solche Lorsptegelungen in Betreff deS einheimischen Erzeugung-orte- der betreffenden Waare. — (Lin Hund alS Lelegrapb-nbeamter), das ist wahrbast.g ein vraktilche, Gedanke. Der Papaer Telegraphench'f Stefan Vecsey besitzt einen Hund, der seinem Herrn dadurch gute Dienste leistet, daß dieser seine Amtsstube wann immer verlaffen kann, ohne daß die Geschäfte hierdurch irgend welchen Nacktheit ober Störung erleide. In Abwesenheit des Eb,f8 legt sich nämlich der Hund aufs Sopha spitzt aufmerksam die Ohren und borcht auf daS monotone Klappern der Maschine. Der Hund ist so abgerichtet, daß er das Signal einer andern Sta tion erkennend, sofort vom Sopha springt und seiven Herrn so lange laut kläffend im Hause sucht, bis er ihn findet. — Unseren Soldaten und Unteroffizieren, welche den „Rüffel' alS unvermeidlichen Bk« standrbetl der Dienstübungen au betrachten gewohnt find, wird es einen gewisien Trost gewähren. daß es in der Welt auch bohr Offiziere gibt, welche noch mit dem ABC deS Reglements auf gespanntem Fuße leben. DaS Bukarester Amtsblatt veröffentlicht nämlich eine Verordnung folgenden Inbalts: „Der Oberst Lieutenant R. Minzard deS 11. Kalarasch - Regiments wird wegen gänzlicher Unkenntniß der Dienstvorschriften entlasien " Es scheint demnach, daß man in Rumänien um die MajorSecke leichter herumkommt alS in Preußen, allerdings nicht nur in auf- sondern auch in absteigender Richtung. — (Gewinnung verschiedener Stoffe auS gepulvertem Leders Aus aepulvertem Leder stellt I. S. Hyatt in Paris (der Erfinder deS Lrlluloid) Mefierbefte, Stiefelabsätze, Knöpfe und dtrglrichen ohne Anwendung von Klebmitteln in folgender Weise her: Gereinigte Lederabfälle werden zur Ausscheidung der öligen Substanzen etwa 1 Stunde lang in ein circa 660 L,l warmes Wafserbad gelegt, dann sorgfältig in einer Trommel getrocknet, die sich in einem ca 66° Erl warmen Raum drebt und darauf, se nach Art des berzustellenden Gegen« standeS, mehr oder weniger fein gemahlen. DaS gemahlene Material wird dann in Formen, welche auf ca. 116 bis 121° Erl. erwärmt sind, unter einem Druck non nicht weniger als 360 Kilo pro Quadratdecimeter etwa 10 Minuten lang gepreßt. Für Absätze von Schuhzeug wird da- Pulver nur so lang« in den Formen gelaffen, daß die äußeren The,le des Absatzes erhärten. daS Innere aber verhältnißmößig elastisch bleibt Werden dem Lederpulver neck andere Stoffe zugrsetzt, die sich mit ihm unter dem Etnfluffe der Hitze nickt verbinden, so mbfien die Formen so wett erhitzt werden, daß die Ledertheilchen in halbflüssigen Zustand kommen. Handel und Verkehr. Limburg, 12. Januar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 18.40, Weißer Welzen .X 00 00, Korn X 16.15, Gerste X 10.25, Hafer X 6.80, Erbsen 00.00, Kartoffeln X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) Frankfurt, 12. Januar, («arktbericht.) Der heutig, Heu- und Strvbmartt war gut befahren. Heu kostete se nach Qualität der Ett. 2.60—1 40, Strob x 2 50 3 4» Butter das Pfd. tm Großen 1. Qual. X 90-1.00, 2 Qual, x 0.S5-90, im Detail das Bfl- 1.30—0 00 2. Qual. X 1.20—00. Eier daS Hund«tt X b—ti.50. Ockiensteuch p« Pfund 65—70 4, Kuh , Rind, und Farrcnflrisch 45—55 4, Kalbfleisch 50 - 55 A Hammelfielsch 40—45 4, Schweinesc,sch 70- 80 4, ein Hahn 1.50—2.00, ein Huhn X 1.53-2, eine Ente X 2.50- 3.00, eine Taube 60—0u 4, Gons X 4.00- 10 0 Hase» daS Srück X 2.50-3.00, Feldhuhn X 2.00-0 00, Rebbock tafe Pfd. 70- 00 A, Kapaune» X 0—0.00, Wälscher Hahn X 6—8.0 Kartoffeln 100 Äo X 6 00—7.00, Koblrabt 5—8 4, Blumenkohl 1 St. 30-60 4, Wirsing 00-00 4, Gelberüben 1 Bund 12-15 4, Zwieöel» Bund 04 Sellerie das Stück 0—00 4, Meerrettig 1 Srück 00—0i» Spargel das Pfund 000—0 4, Romain-Salat 30 00 4, Endivien 10—0 4, Rothkraut 15—20 4 Weißkraut 15—25 4, Arttschoken 50 4, vrbsen da- Pfd. 00 4. Zur Beachtung. Allen Denjenigen, welche leicht zu Erkältung (Husten, Schnupfen, Katarrhen, Heiserfett) neigen ober schon längere Zeit an einem chronischen Lungen- ober Rachenkatarrh laboriren, führen bie oft sehr rapiden Witterungswechsel im Hcrdst und Frühjahr biese unangenehmen Gäste stets von Neuem zu, resp. oeranlafien den wöhrenb der wärmeren Jahreszeit eingeschlafenen stetigen Begleiter, seine zerstörenbe Wirksamkeit wieder aufzunehmen. Gerade so häufig nun biese Erkrankungen auftreten, so zahlreich sind auch bie Mittel, welche zur Bekämpfung derselben bienen sollen (wie z. B. Syrupe, Pastillen, Bonbons, Thee's rc.) und doch vermögen sie meistens mir Linderung auszuüben, aber keine rasche radikale Heilung -u bringen. Nach den in wissenschaftlichen Kreisen mehrseitig angestelltcn practif$ai versuchen gelangte man zu dem Resultat, daß der entzündliche Zustand, her bei allen katarrhalischen Afsectionen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Rachen- und Lungenkatarrhen rc. vorhanden ist, oft in wenigen Stunden durch ein geeignetes Fieber oertreibendes Mittel zu beseittgen und hierdurch auch die Krankheit selbst zu heben ist. Es haben dres die von dem Apotheker Dr. Ew. Voß (Adler-Apotheke) in Frankfuri a. M. auf Grund dieser Erfahrungen hergestellten Dr. E Voß'schen Katarrhpillen, sowohl hinsichtlich ihrer überraschend schnellen, als auch zuverlässigen Wirkung vollkommen bestaligt. Dieselben verdienen deshalb in den weiteren Kreisen bekannt und empfohlen zu werben. — Die Dr. Voß'schen Katarrhpillen werden nur in Blechdosen (d 75 4), die mit gesetzlicher Schutzmarke versehen und mit einem ziegelrotden Verbandstreifen, auf welchem der Namenszug des Dr Ew. Voß stehen muß, verschlossen, in den Apotheken, in Gießen bei Apotheker Dr. Hempel, geführt Wie verschiedene Aerzte, u. a. Dr. med. Wittlinger in Frankfurt a. M. und Stabsarzt a. D. Dr. mtd. Schmidt in Ahrweiler, schreiben, genügten in der Regel, je nach dem Erkrankungysall, 20-30 Pillen zur sofortigen Linderung und eine Schachtel zur vollständigen Beseitigung eines wenn auch noch so heftigen Hustens, Schnupfens rc. (359 Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von ben bei der hiesigen Spar- und Leihkasse ungelegten Kapitalien am Ende dieses Jahr«s fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: Samstag den 15. Januar 1881, Die Interessenten werden daher auf- gcforbert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stabt Gießen, dagegen bie übrigen Zahltage für bie Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werben ersucht, bieses in ihrer Gemeinbe auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 7. November 1880. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Holzverfteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 17. Jan. 1881, von Vormittag- 9 Uhr an, soll im Goßener Stadtwalde in den Districten Bannwald und Ämeisen' köpf nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheich. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Buchen 10,2 0,7 4,8 50 Birken 9 — — — Eichen u. Buken 41 120,7 127,5 4230 Radel 2 64 — 670 Aspen 12 8 8 50 B. Bau- , Werk- u. Nutzholz: 590 EicheN'Stämme mit 130 km, bis zu 40 cm Durchmesser, 67 Zickten-Stämme mit 31 km, bis zu 37 cm Durchmesser, 79 Birken-Stämme mit 24,— fm, 7 Aspen- „ „ 2 31 „ 44 Eichen.Stangen „ 3,65 „ 46 sichten- „ „ 4,09 „ 5 B rken. „ „ 0.53 „ Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 11. Januar 1880. Großhe zogl. Bü gtmeisterei Gießen. 311) A Bramrn. Pferdeteppiche ä X 3.50 bei (97 K Grünebaum. Allgemeiner Anzeiger. Bienenzüchterverein für Gießen und Umgegend. Sonntag den 16. d. Ms., Nachmittags 3 Nhr, Versammlung tm Restaurant Felsing (Neuenweg). Bienenfreunde sind willkommen. Cokes Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt 3L 1— per Centner .. „ in's Haus geliefert „ 1.05 „ Wird das ZerkNiaeru des CvkeS gewünscht, so werden hierfür 10 H per Gentner berechnet. Der Transport in das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Ab- nähme von mindestens 5 C ntner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. (83 Stoll werck’sche Brustbonbons (per Pacfuet 50 Pfge). Die ausserordentliche Verbreitung dieses Hausmittels hat eine ebenso grosse Zahl ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgerufen, welche sich nicht entblöden, Verpackung, Farbe und Etikette in täuschender Weise herzustellen. Die Paquete des ächten Stollwerck’schen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen durch ausgelegte Firmenschilder. (-357 66 a riIvbu,yi,M uch»rb uigtiiniq n$ »jfpjctm» ‘aajgaydg-jaaiej usgvjg)g u-Vztzuyd tuzivcn rA S-vo "gn u-öaisg 111a uaa »ppm 'uaioau^ ispia qun rqaahr-ivümaaa^ uafl^gq nq ipqpn '«d ‘MHSJVHH3S-VSSV3 -jHBTlUeSnl < 3*13)0971 Y«- aiitpticqiiq qun stzil =13tt3l 'ZtzZA Suppen Anstalt. Suppenmarken in Büchelchen geheftet zum Verschenken an Bedürftige find zu kaufen: Bahnhofstraße beim Hausvater der Herberge und bei Herrn Kaufmann Hainbach; Markt bet Herrn Wilhelm Klee; Grünbergerstraße bei Herrn Kceisamtsgehilfen Döring. 74) Der Vorstand. Freitag den 28. Jan. 1881, Vormittags 11 Uhr, sollen auf bahiesigem Ortsgericht bie Immobilien bes Starl Jtratzenberger, als: Flur. Nr. Mtr. 40 40a Fischer. Bayer. 7) 7> 7) 7) 7> der des in T- Gutmann. Brandt. Elends Champagner-Marsch Herbstblumen, Polka Ball auf der Alm, Ländler, Solo für Prim-Zither Liebesklänge, Walzer Fanny Christ. Grassmann. Kroll. Möbel-Transport Ph. Müller GIESSEN P r off ramm. I. Theil: Sclilillsclmlibaliii auf dem Woog. Alle Sorten Gemüse, franz. Kopf-Salat, Salat-Kartoffel, eingemachte Gurken empfiehlt des Pianisten Haus Weinbrrff aus Berlin unter Mitwirkung Opernsängerin Frl. Anna Mock aus Frankfurt a. M. und Concertsängers Herrn Wilhelm Bartschat aus Berlin Vermietungen. 354) Das v»n Frau Dr. Caprano bewohnte Logis ist vom 1. April an ander- weit zu vermiethen. Dr. Sönfflcr, Grünbergerstraße. 353) Der obere Stock meines Hauses ist anderweit zu oermiethen. A. Wallenfels Ww. ! Ballhandsihuhe! Spitzen und Krausen rc empfiehlt billigst 332) Ein ordentliches Lehrmädchen oder angehendes Ladenmädchen für ein Schuhgeschäft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl Rudolpbuchen Musikalienhandlung zu 2Jt. für einen Speri und 1 M. für nicht nummerirte Plätze zu haben. Sauerkraut, per Pfund 10 H, empfiehlt 244) E. Hainbach. Sonntag den 16. d. M.: Ab f*n d un ter h a ft un g im Saale des CAFE LEIB. Freitag den 14. Januar, Abends 8 "CThr, im Saale des Cafe Leib. Bidets ä 1 M. im Cafe Leib, Friseur H. Plank, Gustav Gerhardt und Abends an der Kasse (266 Gelben Java, vorzüglichsten Geschmacks-Kaffee, Per 50 Pfd. netto Rm. 51.— per 9>/2 Pfd netto Rm. 10.50 inclusive Fracht resp. Porto, Zoll und Emballage, also frei in's Haus resp. nächste Bahnstation. (227 Kaffee-Import A. K. Reiche & Co., Hamburg. Das langjährige Renomms des Hauses verbürgt reellste Bedienung. JranMsche alte Bücher, Elassikerausgaben rc., suche ich zu kaufen. Frankfurt a M., Roßmarkt Ü. Isnuc St. Goar, 356) Buch- und Antiquariatshandlung. II. Theil: Balbina-Schottisch, auf Holz und Stroh . . . Abenddämmerung, Solo für Streichzither . . . Erinnerung an Salzburg, Concert-Polka mit Glockenspiel Hurrah-Galopp ..... Tanzkränzchen Anfang V2S Uhr. 273) Für eine eingeführte LcbensDer ficherungS Bank (Actien) wird ein zuverlässiger Vertreter für Gießen und Umgebung gesucht. Offerten unter S. A. 8 besorgt die Annoncen-Expedition von Th. Dietrich A (To. in Mainz. N 375) Bei dem letzten Clubball wurde in der Damengarderobe ein schwarzer mit Plumen bemalter Fächer irrthümlich mitgenommen ; man bittet denselben in der Cxped d. Bl abzugeben. LOUIS WENZEL Giessen, Seltersweg C. 63. LITHOGRAPHISCHE ANSTALT Vuchdruckerei k Stcinbrudierei für alle Arten Druckarbeiten. Schnellste Anfertigung v.m Verlobungsanzeigen, Visitenkarten^ Einladungskarten, Todesanzeigen etc. Siegelmarken. Zabriklager fertiger Geschäftsbücher von Edler &. Krlsche in Hannover. Grosse Auswahl In mittelfelnen & feinen Papieren. Schreib- und Zeichnen - Materialien COPIBPRESSETT. (119 Verantwortlich- Redaktion: A. Scheyda. - Druck und Verla« der Br.ühl'schen Univ.-Drnckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Orpheus, Oper in 3 Acten von Gluck. Orpheus: Frau Dr. Weiffenbach, Eurydice: Fräulein Charlotte Grimmell, Amor: Fräulein Hermine Kattmann. 309) Ein Commis, Manufacturist, mit guten Referenzen sucht Stellung. Gest. Offerten an die Exped. d. Bl. unter 318. Zum Besten des PrauenVereins. 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Gummistiefel mit Pelzbesatz, Gummischuhe, Gummisohlen empfiehlt in besten Qualitäten (333 Wilhelm Herbert. vermischte Anzeigen. 339) Eine noch fast neue Zither ift preiswürdig zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Freitag den 14. Januar ct.r Abends 6 Uh-, tm Gymnasium: Missionsstunde M'sfionsg Ichichte von Mad igaekar. 366)_______Pfarrer Schlosser. 140) Getragene Kleider, Hosen, Stiefel, Antiquitäten, Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Messing, Flaschen, ZeitungSpaprer rc. werden angekauft. Loui® Rot heu herber, Neuenweg 193. Schlittschuh-Dahn an der Pulvermüble. £ «beinr. Köhler. Wolle kauft und nimmt in Umtausch die Wollspinnerei von wi Bender, o2d) Krofdorfer Straße D. 113,7.7 «fflauration ^um Stern"* O i^Ettag-tisch von V21 Uhr bis 1U7' ®b0"nemtnt in und außer dem »anfe 85 L Couvert 1 JL. (367 Speisen ä la carte ;u(-dkrTaq-s,e c. Stotternden welche vollständige Heilung wünschen, empfehlen wir Herrn Spracbarzt Gerd ts (Bingen) aufs wärmste. Seit Jahren, durch genannten Herrn, vollständig vom Stottern geheilt, sprechen wir heute wie jeder gesunde Mensch spiicht. Unsere Namen stehen im Prospcct des Herrn Spracharztes GcrdtS, Bingen (66 361) Die von mir seither geführte, vis-ä-via der Iäger-Easerne in Marburg gelegene Wirthschaft ist umzugshalber zu verpachten. Inventar ist kaust ch zu übernehmen. Heinrich Spanier. J. Schäfer, Kirchenplatz. Hochseine Stoffe zu Ball - Kleidern, Tarlattan mit Silber durch Dirkt, Tarlattan'S einfarbig und JaeonettS in den schönsten Farben empfiehlt unter dem Einkaufspreis J. Bärmann, 286) Hotel Einhorn._____ 346) Frische Samen- und Leinkuchen , Kornkleie, Waizenschaalen, Futtermehl, ganzen und geschrotenen Mais billigst bei I M Scbulhos. Pelzmantel billig zu verkaufen. (255 I Rothenberger, Lindenplatz. 254) In der Nähe des Marktplatzes ist ein Ge- schästshaus mit schönem Laden zu 39,000 Mark zu verkaufen. Näheres durch J. 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