Nr. 290. Dienstag den 13. December 1881. 6>icßcucr 'Sinniger Anitigr- uni) Amlaiiltit für brn firtis Kichn. Bureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme br > Montag». ......... 1 1 ■ Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. nid Bringerlohn. Durch die Bost bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher Pheil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des Z S deS Gesetze- vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnitt-Marktpreise vom Monat November 1881 veröffentlicht: izxzx Hafer 18,—. Heu JL 9,80, Stroh JL 9,80 per 100 Kilogramm. Gießen, am 10. December 1881. Großherzogliches KreiSamt Gießen. Dr. Borkma na. ______ ___________ 6 c f a n n t m a ch u n g. Nach Anzeige de- Kaserlich Deutschen Gentral > Konsulat- zu New'Jork ist am 21. September d. I-. zu Quarrv, Marshall CourUy, in Iowa der am 31. Oktober 1851 angeblich im Großherzogthum geborene Heinrich Bickel, unverheirathet und ohne Hinterlassung von Vermögen gestorben. Da deffen Angehörige bi- jetzt nicht ermittelt werden konnten, eine Benachrichtigung von dem Todesfälle jedoch für dieselben von Interesse sein dürste, so wird derselbe hiermit zur öffentlichen Kei ntniß gebracht. Gießen, den 10. December 1881. Großherzogliche- Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ____________________________________________ Betreffend^ Die Lehrerwohmmgen. Gießen, am 12. December 1881. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Preises. Sie wollen, soweit die- noch nicht geschehen, al-bald die in obigem Betreff zu erstattenden Berichte etnsenden. Dr. Boekman n. . stützuvg bei dem Sparkaffe-Verein Nidda nachsuchen wollen. Dr. Boekman n. Betreffend: Die Einführung de- Turnunterricht- in den Lolksscdulen. c 6?n; Q? December 1881. Die (Nroßhcrzoqlichc Krcis-Schul-Com»n)noii Glcßcu an die GroHherzoglichen Bürgermeistereien in dem Lparkafsebezirk Nidda. Rach Mittheilung der Großherzogltchen Kreis,chuikommlsfion Büdingen haben tU Sparkaffevereine Nidda m.d Ottenberg zur Anschaffung der Turn- aerLthschaften den zugehörigen Qtmtmbfn Unterstüsunzen vcrw'üigt für Die emklassige Schule 20 JL, für die mehrklässige 35 Wir theilen Ihnen diese- zur Kenntn ßnahme und Erwägung mit, ob Sie nicht auch für Ihre Gemeinden um die Verwilligung einer solchen Unter- Indern ick Nachstehende- zur öffentlichen Kenntniß bringe, ersuche 'ch die Herren Bürgermeister, die jungen Schmiede ihrer Gemeinden aus den Beginn de- UnterricktScursuS noch besonder- aufmerksam machen zu wollen. M (Q i e6cn ben 10. December 1881. Der Director des landwirihichaftlichen Bezirk-vereioS Gießen. p Dr. Boekman n. Unterricht im Hufbeschlag 1882. Der Unterricht im Hufb-schla, für junge Schmiede in der Sroßh. V-ierinLr-Anstalt zu Swß.n für lausenden Winter soll am 9. Januar 1882, Vormittag« S Uhr, beginnen und w.rd bi, Sud« Februar dauern. Die au-wLr.igen The.ln.hmer am Unterricht muffen schon am 8. Januar in Gwßeu «tntr'ff'n. „ < ^berheffen, welche den Unter.icht besuchen «ollen, bab.n sich zeitig bei unterzeichnetem PrLffdium schriftlich zu melden und der Anmeldung Nachweise über erworbene Schulkenntniffe, bestandene Lehrzeit und gutes Betragen sowohl, al« auch über dre Mattel ,u chrem Unterhalt in Gwßen Der Unterricht selbst wird unenigeldlich eribeilt; dagegen haben Unbemittelte müffen sich mit etwaigen Unterstützungsgesuchen an Friedelhausen, am 3. December 1881. die Teilnehmer an demselben für ihren Unterhalt in Gießen selbst zu sorgen. die betreffenden Bezirksvereine oder an ihre Hetmathsgemeinde wenden. Der Präsident deS landwirthsck^ftlichen Verein- von Oberheffen. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Hesterreich. SBien, 10. December. Heute Nacht brach im vierten Stockwerke des Ringtheaters, 'in der SchneiderwerkstLite, abermals Feuer aui, welches fich so> fort in da« dritte Stockwerk verbreitete. Ss wurden Leitern requrrirt, um tbeUs mittelst dieser, theils über die stehengebliebeuen Stiegen in das Innere ewgudrmgen, so daß der Brand gelöscht werden konnte. An der Front .st das Feuer größtenth.iis gedämpft, die Thötigkert der Dampssprche, welche d,e aanze Nacht arbeitete, wurde früh eingestellt, weil das G-bäude durch die hmeingeschleuterien Waffermaffen so sehr unterwaschen ist, daß daffelbe e>nzu- stürzen droht. Der SintriU ta das Theater ist Jedermann, auch ben Feuer- wehrleuten, untersagt; am Gebäude zeigen fich innerhalb und außerhalb groß. Riffe Heute sollen die wankend.» Mauern gestützt und dann der Schutt im Varterre soweit es die Gluth gestattet, ausgeräuml werden. Aus der obeien Etage stürzen mit dem Steingerölle und einzelnen Mauerstücken vielfach halb veckblte Leicheniheile herab. — Die Gefahr des Zusammensturzrs der Mauern des Ringtheaters ist «im so drohende geworden, baß das Herausschaffen der Leichen bis nach Durch- lübruna der Sicherheitsarbeiten fistwi werden muß. v _ Abgeordnetenhaus. Der Mimsterprästbent Gras Taaffe g:b eine Mitikeiluna der Statthalteret über den Brand im Ringtheaier bekannt und verficherte, ^daß die Regierung zum Schutze des die Theat-r besuchenden Publ,- kums ihr Möglichster lhun werde. (Lebhaster Beifall) Das Haus bew lligte sofort einen Kredit von 50,000 Fl. für die Hinterbliebenen der Verungluckren. Eine von Mitgliedern aller Parteien unterzeichnete Interpellation an die Regierung verlangt Schutz gegen die Wiederkehr solcher Katastrophen. — Die AgnoSc rung der Leichen der bei dem Brande Verunglückten dauert fort. An der Westseite des Theater- stehen noch einige Balken in Brand ; Abei dS 7 UKr mußte wegen de- Einsturzes einer Mauer mit der Wegräumung deS SckuiteS eingehalten werden. — Dte von et er gerichtlichen Eommisfion agnoScirten Leichen sind theil- weife heute Dormittaa beerdigt worden. Die Eommisfion wird bis heute Abend functiomren. Die nicht agnoScirten Leichen sollen kommende Nacht auf dem Eentral'Fnedhos detgesrtzt und übrrriorgen unter Beiwohnung deS Ge- meii derathS qemeitja n begraben werden. Dte Poliz'i setzt die Vernehmung des TheaterpersonalS zur eingehendsten Feststellung der Brandursache fort. Im Krankenhause befi den fich 235 Leichen. — Nach einer Meldung aus Pans haben die .Union g^rale* 100,000 Frcs., der Präsident derselben 10,000 Frcs., Frau Bontou; 5000 FrcS. und der Uuron-Dtrecror Feder gleichfalls 5000 Frcs. für die Verunglückten geze chnet; außerdem ist von der „Urüon g^ndrale** eine Subscription bei deren gesammter (Slier-tel eröff et- — In der von dem Minister-Präsidenten Grafen Taaffe in der heurigen Sitzung des Äbg ordnete^hauses verlesenen Relation des Statthalters über Die Katastrophe im Ringcheater heißt es: Die Erhebungen über die Entstehungs- Ursache des Brandes seien noch richt abgeschloffen. Nach den bisherigen Er. Hebungen dürfte anzunehmen sein, daß eine oberhalb der fünften Soffite hängende Eouliffe durch die Sosfiten-Beleuchtung Feuer gefangen habe, das sich mit unglaublicher Schnelligkeit über tcn Schnürboden verbreitet habe. Der Theater.Feuerwehrmann, welcher die eiserne Courtine habe herablasien wollen, behaupte, daß die Maschine in Folge der intensiven Hitze den Dienst verjagt habe. Aus Allem gehe hervor, daß der Brand auf dem Bühnenraum eine Weile gedauert habe, bevor er sich dem Zujchauerraum mttgetheckl habe, und hier liege das furchtbare Versäumniß, daß von der Bühne aus unterlassen worden sei, unmittelbar nach dem ÄuSbruch des Feuers den eisernen Vorhang herabzulaffen und das Feuerstgnal nach Außen zu geben, (große, anhaltende Bewegung), wodurch ein schnelleres Eingrelfen der Rettungsanstalten und dir Rettung der im Zuschauerraume befindlichen Personen ermöglicht worden wäre, während tatsächlich zur Zeit der ersten Rettungsmaßregeln der Brand den Zuschauerraum schon ergriffen gehabl habe. Um einer Gasexplosion oorzu- beugen, soll der Beleuchtungs-Jnjpector den Gasometer abgcdreht haben, ohne daß die Rothlampen angezündet seien, wodurch oe.i Unglücklichen die Rettung unmöglich geworden sei. (Anhaltende Bewegung). Im März habe eine Un- tersuchung sämmtUcher Theater bezüglich der Feuerficherheit und die letzte Untersuchung des Rtngtheaters erst vor 14 Tagen stattgefunden. Die von der delegirten Commission für nothwendig befundenen Vorkehrungen seien laut Zu « schrist des Magistrats vom 20. Seplbr. an die Polizei den Theaterdirecloren aufgetragen und dem Stadtbauamt sei die Ausführung der Aufträge übertragen worden. Die Erhebungen über schuldige Versäumnisse seien im Gange. Der Ministerpräsident bemerkte weiter, daß er gestern sogleich verfügt habe, daß die für die Theater bestimmten Polizeicommiffare eine Stunde vor dem Beginn der Vorstellungen sich in die respectiven Theater zu begeben und sich täglich zu überzeugen haben, ob die angeordneten Verfügungen auch wirklich zur Ausführung gekommen seien. (Beifall). Der Ministerpräsident vetficherte schließlich, daß die Regierung auch weitere Verfügungen erwägen und ihr Mög lichstes thun werde, um für die Sicherheit des die Theater besuchenden Publikums zu sorgen. (Lebhafter Beifall). Wien, 10. D^ember. Seit heute Mittag sind keine Leichen mehr agnoszirt worden. Jedenfalls ist die Zahl der als vermißt Gemeldeten (1300) bei dem wirklichen Fassungsraum des Theaters von 1760 Personen viel zu hoch gegriffen. Gegen 1 Uhr stürzte die linksseitige Stiege ein, glücklicherweise ohne verderbliche Folgen. Heute Abend ist der Brand in dem Ecktrakt, Ringstraße-Gastgasse, wieder ausgebrochen. Die Dampfspritze ist in Thätig- keit. — Die betreffende Kommission des Gemeinderaths beschloß, daß das Leichenbegängniß der unglücklichen Opfer am Montag stattftnde. Eine große Gruft für die gemeinsam zu Bestattenden wird auf dem Centralfriedhofe links von den Arkaden angebracht. Die gemeinsame Gruft der nicht agnoszirten Leichen wird für alle Zeiten zu einem eigenen, von der Komtnune zu erhaltenden Grabe erklärt. Das Abgeordnetenhaus betheiligt sich in corpore an dem Leichenzuge. Am Dienstag wird in allen Kirchen und Bethäusern feierlicher Gottesdienst stattfinden. Die israelitischen Tempel sind heute von Andächtigen überfüllt. Der Appell an die Wohlthätigkeit der Bevölkerung findet ganz außerordentlichen Wiederhall. Es sind bereits namhafte Beträge gezeichnet worden, so von der Länderbank 15,000 Fl., von der österreichischen Gasgesellschast 5000 Fl. Die Administratoren der großen Zeitungen nehmen auch morgen Beiträge entgegen. Am Tage der Leichenfeier findet keine Börse statt. Die Privatbegräbnisse beginnen morgen früh mit der Beisetzung des Dr. Groag und Frau. In Folge kaiserlichen Auftrags bleiben morgen alle Theater geschlossen. In der Hofoper wird am 14. d. M. zu Gunsten der Brandopfer eine Matinee stattfinden. Reue Vorschriften über den Feuerversicherungsdienst in den Hoftheatern werden morgen nach Genehmigung Seitens des Obersthofmeisters veröffentlicht werden. Pest, 10. Dezember. Im Unterhause interpellirte der Deputirte Herman unter Bezugnahme auf die furchtbaren, opferreichen Theaterbrände in Nizza und Wien, ob der Minister des Innern nicht die bei den Theatern verwendeten Heiz- und Beleuchtungs-Apparate unter Zuziehung von Fachprofessoren des Polytechnikums einer Prüfung unterziehen, auf Grund der gewonnenen Resultate ein Statut ausarbeiten lassen und die Befolgung desselben allen Theatern des Landes zur Pflicht machen wolle. England. London, 10. Dezember. Heute früh fand bei Canonbury in der Nahe der Londoner Vorstadt Dalston ein Zusammenstoß von Eisenbahnzügen statt. 6 Personen blieben todt, gegen 60 wurden verletzt. — Die Morgenblätter veröffentlichen einen Aufruf zu Gunsten einer nationalen Subskription behufs Wahrung der Eigenthumsrechte in Irland. Amerika. Washington, 10. Dccbr. Die Per.sionsanstalt unweit Pittsburg ist in der letzten Nacht niedergebrannt. Man fürchtet, daß von den 43 Arbeitern, welche sich in den Gebäuden der Anstalt befanden, etwa 20 dabei verunglückt sind. Bis jetzt sind 10 Leichen auf der Brandstätte aufgefunden worden. Deutscher Reichstag. 14. Sitzung vom 10. December. Am Bundesrathstische: v. Bötticher und v. Putt kam er. Das Haus genehmigt die Einstellung des Strafverfahrens gegen Abg. Dr. Dohrn und erledigt die dritte Berathung des Gesetzes, betreffend die Koittrole des Reichshaushalts und Landeshaushalts von Elsaß-Lothringen für das Jahr 1881 82 Zum nächsten Gegenstände der Tagesordnung Berathung der Denkschrift über die Anordnungen der preußischen, sächsischen und hamburgischen Negierung gegen die Sozialdemokratie, nimmt das Wort: Abg. Hase,-clever, um zunächst auf die Attentäter in Italien und Amerika hm- zuweisen die sich als Wahnsinnige erwiesen haben, die man im Auslande aburtheilt, derentwillen aber nicht eine ganze Bevölkcrungsklasse außerhalb des Gesetzes gestellt werd . Das Sozialistengesetz sollte die sozialistische Partei zersprengen; aber es hat sie gekräftigt, indem dadurch die Hrn. Most und Hasselmann auf der einen und die Hrn. F nn und Körner auf der andern Sette uo i ihr abgelöst werden. Die Partei ist gttraitigt und wie die Wahlen ergeben haben, zählt sie noch immer .-ine sehr ansehnliche Zahl von Staatsbürgern zu ihren Parteigenossen. Könnte sich die Partei frei bewegen, so würde sie durch 40 Mann im Parlamente vertreten sein. Die Sozialdemokratie denke gar nicht daran, einen Antrag auf Beseitigung des Sozialistengesetzes zu stellen; sre fühle sich sehr wohl unter diesem Gesetze; und er würd^ nicht gegen den Belagerungszustand sprechen, wenn n'cht die individuelle Freiheit des Einzelnen ni unerhörter Weise beschränkt würde. Redner wirst den Liberalen vor, daß sie sür Juden in Ruß and, Deutsche in Böhmen sammeln, sür die Hinterbliebenen von ansgewiesenen Sozialisten aber nur schöne Worte gehabt hätten. (Hänel: Unverschämt!) Der Präsi- dent weist diesen Zwischenruf als unparlamentarisch zurück. den geheimen Versammlungen motivirt; er versichere, daß solche Versammlungen keine anderen Zwecke als Unterstützungssachen und Wahlangelegenheiten im Auge hatten. Für den Belagerungszustand in Leipzig sei kein ernstes Motiv vorhanden und auch gar nicht angegeben, Sachsen habe dem Drucke Preußens nachgegeben, als es solche Maßregeln traf; man merke in Dresden nicht, daß durch solche Dinge die Annektion vorbereitet werde. (Gelächter.) Die soz'alistische Presse sei scharf im Tone, weil tue Personen, die im Auslande leben und die Blätter schreiben, ohne intime Fühlung mit der Heimath seien. Wenn ge,agt fei, Hasselmann habe Geld für den Ankauf von Höllenmaschinen gesandt, so kenne er Hasselmann besser; dem wäre lieber, er bekäme Geld — Übrigens sei Hasselmann einer der ungefähnichstrn Leute, der besser als einer dem Strafgesetze aus dem Wege gegangen sei. Der Nihilismus hätte keine Berechtigung in Deutschland, werde sie nie haben und für die Ausschreitungen der russischen Nihilisten sei die deutsche Sozialdemokratie nicht verantwortlich. Was in den Motiven als abschreckende Ereignisse aufgesührt werde, sehe eher aus, als sei es gemacht, um die Gespensterfurcht zu erzeugen. Ernste Männer glauben das nicht. Die Organisation der Sozialdemokratie wie sie durch Die Presse bestanden hatte, fei zerbrochen, aber die Leiden der Ausgewiesenen festigte die Bande von Neuem. Redner kommt auf seine Verhaftung im Eiskeller-Etablissement zu sprechen, schildert in drastischer Weise die Scenen daselbst und behauptet, daß wenn es nicht zum Skandal gekommen sei, der gute Wille der Polizei dies nicht bewirkt habe. Der Einzelne werde chikanirt, ihm das Dasein erschwert, er werde als Sozialist denunzirt und sinder keine Arbeit. So schaffe man Märtyrer. Ehe das Sozialistengesetz erlassen worden, habe kein sozialistisches Blatt den Füistenmord verherrlicht; wenn es jetzt in der revolutionären Presse des Auslandes geschehe, so sei eben der Ausnahmezustand daran schuld. Des Ferneren bestreitet Redner die Nothwendigkeit des Belagerungszustandes in Hamburg-Altona und Harburg. Neu sei, daß man an Leute brieflich Ausweisungsordrcs schickt und ihnen so das Kommen nach der Stadt verbiete. Die Sozialistenpartei achte die Aus- nahiN'gesetze nicht und suche sie zu umgehen, wo es nur möglich ist, so feige se der Deutsche nicht, daß er sich solchen Ungerechtlgke ten beuge. So schlimm wie die Denk- särrift die Zustande in Leipzig und Hamburg mache, könne es nicht sein, denn sonst würde das Verbot des Wasfentragens erlassen fein. Seit dem Ausnahmegesetz habe er Zweifel, ob die soziale Revolution, die unausbleiblich sei, auf friedlichem Wege zu erreichen sein werde; früher habe er dies wirklich geglaubt. Das Gewissen der Führer sei aber rein, denn über die Urheber des Ausnahmegesetzes komme die Schuld, wenn es in späterer Zeit zur Gewalt kommen sollte. Es fei barbarisch, daß man sich nicht mit der Verfolgung der Männer begnüge, sondern auch die Frauen und Kinder zu treffen suche; so erzeuge man Nihilisten, und wundern dürfe man sich nicht, wenn es einmal zur Explosion komme, wenn so eine Hödelnatur sich gegen de Vergewaltigung auflehnt. Der Belagerungszustand demoralisire, führe zum Nihilismus und gereiche dem deutschen Vaterlande zum Schaden. Bundes-Bevollmächtigter Minister v. Puttkamer meinte, es würde bic Debatte in großer Stille geführt werden. Der Vorredner hat die Discussion nicht zu der Höhe gehoben, wie erwartet werden sollte. Er mache es sich zur Aufgabe, die Details zu widerlegen Es sei die Behauptung, daß Frauen auSgcwicsen werden, unzutreffend, obwohl wir verpflichtet wären, wenn wir eine Louise Michel hätten, sie auszuweisen Wenn Hasenclever sich beklage, daß Sammlungen für die Hinterbliebenen nicht gestattet worden, so sei dies ebenfalls nicht richtig; Frauen, die um Erlaudniß zu Sammlungen gebeten hatten, fei bemerkt worden, daß sie eine Erlaudniß nicht bedürfen, daß sie sich aber in Acht nehmen mögen, nicht zu weit zu gehen, damit sie nicht strafbar erscheinen. Die Behörde führe das Gesetz loyal und human aus: die Gebiete, von denen b-.e Denkschrift handle, umfassen eine Settenzahl von 2,000,000, vergleiche man hiermit die Zahl der Ausgewlesenen, so ergebe sich klar genug b;e Milde bei Handhabung des Gestr>es. Die Ausweisung könne im Voraus geschehen und speciell in Hamburg und Harburg sei dies nöthig gewesen. Vorredner hab. wie Bebel es versucht, die Socialdemokratie in zwei Lager zu scheiden; das sei bekannt, ja, daß sie sich befehden. Wir hätten dann nur Verschiedenheit des Temperaments und der Taktik. Beide bergen dieselben Gefahren, die Tendenzen beider laufen auf baffelbe hinaus. Die sogenannte gcmägigte Richtung habe sich feit einiger Zett immer mehr der radicalsten Richtung genähert, aber selbst der gemäßigte „Socialdemokrat" übertrumpft noch Die Most'sche „Freiheit" zuweilen. Eme der neuesten Leistungen des erstgenannten Organs, der „gemäßigten" Socialdemokratie, feiere den Mord als etwas Erlaubtes gegen die heutige Gesellfchaft. Den Versicherungen der „Gemäßigtrn" fei fein Glauben zu schenken, so lange sie sich nicht ösienttich von solchen Dingen lossagen. Die Regierung fühlt die hohe Verantwortung, sie beklage cs. wenn der Unschuldige mit dem Schuldigen getroffen werde bei loyalster Ausführung des Socialistengefetzes. So lange nicht Die völlige Garantie geboten ist, daß die focialistifchen Bestrebungen im Volke beseitigt sind, werde diese Verantwortlichkeit bau:rn. Er wün che, daß das Gesetz über 1884 nicht verlängert zu werden brauchte. Wenn aber diese Bettredungen fortbestehen, könne die Regierung auf außerordentliche Maßregeln nicht verz chten. (Bravo!) Bundesbevollmächtigter Minister o. Nostiz Wallwitz widerlegt speciell die Ausführungen Hasenclever's in Bezug auf Sachsen. weist auf die revolutionären Tendenzen bin, welche Bebel aller Orten predigte, und betont, da < feine Regierung es dulden fönnc, wenn die Autorität des Staates auf solche Weise untergraben werbe. Einzelnen Fallen gegenüber, die Hasenclever als barbarisch bezeichnete, führt Rebner den Beweis, daß die Informationen Hasenclever's falsch und entstellt seien, erwähnt die einzelnen Momente, die besonders für die Verhängung des flemen Belagerungszustandes maß gebend gewesen, und proteftirt dagegen, daß die sächsische Regierung von der preußifchen Regierung gedrängt worden sei; gewarnt wäre vielleicht zutreffend, und besser wäre cs. man hätte dieser Warnung früher Beachtung geschenkt. Man sage von den Sachsen, daß sie ihr Land besonders liebten; nun denn, wenn er die Wahl hätte zwischen socialistischer Republik und preußischer Annection, er sich für die letztere entscheiden würde. (Lebhafter Beifall.) Abg. Hänel findet die Begründung für den S 28 des Socialistenges tzes in Der Denkschrift als ausreichend; aber die Anwendung des Gesetzes sei schwer cor.trolirbar. Der Loyalität der Regierung b-inge er keine Zweifel entgegen, die Ausführungen durch die unteren Polizeiorgane könne dasselbe Vertrauen nicht beanipruchen. Das Gesetz gleite aus den Händen der obersten Regierungski eise, er ermncrc an die vielen Vorgänge, für die Der Mmister selbst Remedur schaffen mußte, an Vorgänge bei den letzten Wahlen, wo Dinge pafsirlen, die sich mit dem Geiste Des Gesetzes nicht verein; baren ließen. Solchen Gefahren gegenüber wäre es besser , wenn die Regierung auf den Fortbestand eines solchen Gesetzes, das noch obendrein die geheime Agitation mehre, verzichte. Redner nimmt feine Partei gegen die Vorwürfe Hasenclever's in Schutz, daß sie sich an den Sammlungen für die Hinterbliebenen nicht detheiligte. Die Fortschrittspartei habe sich in vertraulicher Weise an den Sammlungen betheiligt und man werde mit M>ßt auen erfüllt, ob denn die Gelder in richtiger Weise verwendet seien, wenn man solches höre. Minister v. Puttkamer: Er bestreite, daß das Gesetz den Behörden aus der Hand gleite Was die Confiscation von socialiftischen Wahizetteln oetrifft, so sei sie im Falle Kiel noch rechtzeitig inhibirt worden und er selber habe da eingegriffen. Was die Jnhibirung der Publicatton von Wahlaufrufen betrifft, so sei die Regierung hierzu verpflichtet gewesen. Wenn Herr Häntt beklage, daß durch das Gesetz die geheime Agitation gefördert werde, so st, zu bemerken, daß früher die öffentlich: und geheime Agitation bestanden habe D-e öff ntliche sei jedenfalls du.ch das Gesetz eingedämmt worden. Er wolle nicht leugnen, baß bie geheime gefährlich sei, aber auch diese werde sich mit der Zeit einschränken lassen. Ohne das Gesetz würden wir nur mit schweren Opfern der revolutionären Bewegung Herr geworden zu sein. Wohin es führe, wenn cm Staat ruhig das Treiben der Revolution gewähren lasse, hat uns in letzter Zeit ein Staat gelehrt. Das deutsche Volk hat wohl und weise daran gethan, durch das Socialistengesetz seine Zukunft zu sichern. (Lebhafter Beifall.) Abg. Bloss (Sozialist) versichert, daß das Gesetz unwirksam bleiben werde ivie bisher. Abg. Frohme spricht über den Leipziger Prozeß, der Sache der Dummheit, Ignoranz und der Polizei sei. Bundesbevollmächtrgtcr von Puttkammer: Er gebe zu, daß mit Ausnahme Daves, der ein „ausgetragenes ürnd" die Angeklagten beschränkten Geistes gewesen seien. Die Polizei habe nur ihre Pflicht gethan, wenn sie diese Individuen dem Richter überlieferte und das Beweismaterial herbeischaffte. Er müsse sich ausbitten, brave und tüchtige Beamte hier zu verunglimpfen und als Agents provocateurs hinzustellen; da fei ihm erwünscht, wenn man ihm selbst angreife. Die Zeitungsberichte seien tendenziös gemacht worden, wie er beweisen könne. Ohne geheime Polizei könne man nicht über die Schliche der Verschwörer aufgeklart werden. Das gesammte Material des Prozesses ergiebt, daß das Gericht darin Grund genug fand, um die Angeklagten zu schweren Strafen zu verurtheilen- mtPhprhnlc die Bitte", die Beamten nicht zu verunglimpfen. (Beifall.) W ,,,ien durch, die - Ä wie bisher m Lft zwischen der '/Anwendung de- 1 Bundesbev. Ausweisung "" fMimlunS'1' Lch 5* L aften «*«'! ict anberen Party Abg. Lasker Unter völlig, berichtigt und d e . ber Zeugmife der f Qcugen henhe. p y Der Mimstc I habe. Daraus roh 1 erklärt. - Nächste Sitz ÄeichsLagsMude. Wien, weitere 4 verkol worben. Der < raum btfanben, schwärzten Mai bet gllmmenben Von ben Grret welche beweisen, taneS ZurüKle sich ble Flüchte- buchstäblich zeic znei wdtere u bürsten, bis di werben, hat b Lffchemeste ang Albrecht unb J heute Abmb hi — Derr Katastrophe im aus 580 $erfoi bisher noch ntch - heute Mgtheatns r sich Trauerzüg chmzuge in D stehörenbm Ve s'ch berzreneißt Zi „ id) ü polaren; Göthe'« schiller M'ttif Thakch Nie Corner' Ntant n,u Eln Verz W aif Atts II 3*» sür :be die Debatte )t zu der Höhr die Details zu i, unMrfstov, ie au6|uw(i|cn i nicht getlattet i Sammlungen en, daß sie sich [bar erscheinen, cncn d'.e Denk- -.«mit bit ZM [g M ®e|cbA g und Harduln jocialbemofiatte !ir hätten dann n dikselben (&• innte gemißt । gciiäherl, nder i J* r „&tNQW(n ge WM o langt sie sich lt W Vnanl'- ;otten werde bei at Garanttc ge» Serbe biefe bt verlängeu m eiRegitrung w necieH bit “«itniinWIt» rung cs duls.n erbe. ME ier den nt die einzeln^ zzusianbes nM Der pccu?"^ .besser^ tztere ®ti<‘ or0aÄt oerclN- Ä NB s -N fAstNS- >n6lt f«'e0' ie6itbfat^ ®1 iss't ti?pN Bitti" S'fi'ÄO'1®1 üiT<6 “ >tintt ’SÖfcS etha"' . _ i n>^e *** Dave^ Nmege,etz habe chem Wege zu en der Führer öchuld, wenn man sich nicht mb Kinder ju icht, wenn es ergewaltigung s und gereiche — Der vom Schwurgerichte ylartn: 15 Mark. empfiehlt -fft lHÜthnimcl)l Speck S Schmal; Ed 24 b,ms,‘ Ä KUofJe.. Seltersweg. 8151) ver Pfund 24 empfiehlt Aug. Guhr, Lindenplatz. ■Dir veMälion von S. Elsoffer, Marktstratre. Wegen Aufgabe meines »irkaufe ich die noch vorhand-neu Bicchwaaren zu bedeutend ermäßigten Preisen und lad- zu recht zahlreichem Be'uche ein. Carl Faber II. Wwe., Vev»!k.runa umgeben. Heute Vormittag wurde wieder mit der W-gräEung des Schnitts und der Bergung der Leichen »«gönnen. Dn^raki lei inan, kenhaufes, in welchem die agnotcirten Letchrn aufg'bahrt find. bietet dasiilb« trauri?» Bild wie an den früheren Tagen. — Nach der .Wiener «llg. Ztg. weisen die reeiific rten Listen. einschließlich der bereits aufgefundenen nnb aanofeithn L ichen. 917 Vermiß', auf. Der Semeinderath von Wien hat ungeordnet, daß die Bestattung folcher bei dem Brande Verunglück,.n, deren Beerdigung nicht durch Angehörige erfolgen kann morgen Vormittag um 11 Uhr nach einem feierlichen Requiem >m Stephansdom. au, dem Lentral. Friedhöfe sta'tfind.n soll. - «us allen Städten und Ländern giebi sich die regste Thellnahme an dem Unglücke «und. bndlrnjnbac TOo,g,n fonbe« Holzhaan in lhoftoT[n Walde dr.tn gonbbtltfltägn ton motnilaukn nbingt. Tn Mann lall an «»wnmuih g'litl.fi haben und nienmi man bat. lt in ,,nem solchen Anfall den Selbstmord verübte b - Deiche, treibet den l?|t- und pcr ^opyen 28 Pf., Branntwein, stark und zart, per Schoppen 17 Pf. la gereinigten Spirirus, per Schoppen 40 Pf. aba. Dr. L-,tn nfldrt. b-st noch be« Snid,kn bn flnlunom bdb.fi l^ttfi ** u Hrirkrt oeritoüen morden fei, denn man bade die iozral n,tn,nommfn bofi für die Wakrlthütigkeit der Sozialdemokraten lediglich da» all. °^esetz g'end innlolle. Die geringe Wirksamkeit de» Gesehe» werde nachg, durch die Anwesenheit der Sozialdemokraten, die tn erner solchen Zahl erschienen «tesen durch y «n.sudrunaen de» Minister» beweisen, daß etne große KUt!t "wischen^der Ansicht de» Minister» und dersenigen der Majorität de» Hause» über - -S“,"ÄÄS...... 7 (n Äußroeifunq auf "irund «ine» Racheakte» erfolgt. Da» da» «ersammlunqsrecht be ar^%asa?« t .“«Mgang« ö”d>. h-'b. . t.U floKel fd.fi «i.l. butch d.« Ufic.mg,..t Znig.fi d."st- neni 0 Vult,am,r, rtroib.rt, baß .r bi.« nicht b-h-upi-t Dub.. Tara” wirb bi. Tilcuffion gdHHoff.n ufib ro.rb.fi bi« D.n, lchrdl.fi al« «l.btgt w hen io Detdr Nachmittags 2 Uhr — Mtn. (Telegv SourSdericht 885*1898®-»- “ i »öd«.'».!« sw» —*• Rente 89V«, Lombarden 132^4- Tendenz schwach Telkstraphifche Depeschen. xizolff's telegr (.sorrespondevt'Bareau. «di.n 11 Decemb.r. Im Lause dis gestrigen RächmittagS sind .. S-iLen auf dem Schutte des RingtheaterS hervorgrzsgen WW'EW-MWZ buchstäblich zeiqueffch. g^d.n worden fi^nd°^Im L-^ d.s^chmMn^find »y* ro:it“‘ k'?t?md,S»■ t-i Zu Weihnachtsgeschenken ,.rpf.b.t ich i„ vollständig neuen, in Leinward mit Soldd uck g.bu denn. LKakefpeare - jämmtliche Werke Zeutsch Dniniftitnmcn Zchlegel rc. in 3 Bde. gbd. für S8S5X SÄÄ "-7.L Giepen. LeUerSweg. Konkursverfahren. 8140) lieber das Vermögen des Heinrich Jakob SameS zu Bellersheim wird, da derselbe seine Zahlungsunfähigkeit angezetgt bat, aus dessen Antrag heute am 30. Novbr. 1881, Nachmittag- 3 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Herr Bürgermeister Bopp zu Bellersheim wtrd zum Konkurs- Verwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 20. Dezember 1881 bet dem Gerichte anzumelden. Es wtrd zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines GläubtgerausschusseS und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände sowie zur Prüfung der angemeldeteu Forderungen auf Donnerstag den 12. Januar 1882, Vormittags 8 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wtrd aufgegeben, nichts an den Gemetnschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be- fttedtgung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20. Dezember 1881 Anzeige zu machen. Hungen, den 30. November 1881. Das Großh. Amtsgericht. Krauß. Bierau. vurrau: Schulst n u Handelskammer-Wahl Mau über dir wir bie Darstellung erst resp. Neuwahl vor dellen und indust 8035) 1881 Versteigerung von (8144 1882 Januar R.-Mtr. Geld» Cour-. Lieferung frei ins Haus 20-Francs-Stücke . in Va • do Nadel-Stämme — 8,64 Fstm. 8071) Lang. 153 120,5 23 86 257 79 2600 31 n u ii n Nutzknüppel, Scheite, Krüppel, Reiser 1. El., Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag sowie Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Wellen Original-Oelgemälden Düsseldorfer, Münchener und Wiener Künstler 1. Ranges hier statt. versteigert werden. Wteseck, den 8. Dezember 1881. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. 16 16 20 16 16 9 4 Dienstag den 3. Jan. 1882 sollen am Thalberg 43b, 44a u. 44b öffentlich versteigert werden: 140 Stück Etchenstämme von 22 bis 69Etm. Durchm. und 2,2 bis 15.8 Mtr. Länge m. 167,1 IFstm. 15 Stück Nadelholzstämme von 30 bis 45 Ctm. Dchm. und 5 bis 8063) (Hne alte deutsche LebenSver- sicherungS-Grsrllfchaft a G- mit hohen Dividende» sucht allerorts thätige und tüchtige Agenten unt. vorteilhaftesten Bedingungen anzustellen. Offerten sub M 8. befördert die Exped. ds. Blattes. Holzversteigerung in der Königlichen Obersörsterei Strupbach. Holzverfteigerung im Wiefecker Gemeindewald. Freitag den 10. ds. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Heide, In Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus, von seiner jetzigen Herrschaft bestens empfohlen, sucht auf Weihnachten Stelle in einer besseren Familie. Näh. in der Exped. ds. Bl. (8090 Frankfurter Hof. g Dienstag Abend: ' llelzelsappe Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende 4 17-21 14—18 32-37 70—75 72 76 59-63 20-24 Evangelische Gemeindevertretung. In der legten freien Versammlung wurde beschlossen, die nächste Zu, fammentunft, Im Dezember d. 3-, ausnahmsweise in der Herberge zur Heimath abzuhalten und zwar an einem Montag. Demgemäß labe ich die geehrten Mitglieder der Gemeindevertretung hierdurch ergeben^ ein zu unserer legten freien Versammlung dieses Jahres, die am nächsten Montag, de« 12. Dezember, Abends 8 Uhr, in dem Gastsaale bet £>«”berae zur Heimalh (Bahnhofstraße) statlstnden soll. Hauptgegenstand der Besprechung wird sein: die kirchliche Armenpflege in unserem Lande und insbesondere in unserer Gemeinde. Gießen, den 10. Dezember 1881. (8104 Ur. Nauman», Pfarrer. Lager-Bier ä Flasche 20 Pfg. empfiehlt (7987 J. Weber Stobt Cassel. Vermischte Anzeigen. 8139) Auf meiner neueingerichteten, heizbaren Kegelbahn kann wieder täglich gekegelt weiden. Jakob Helfenbein, an der Marburger-Straße. I LaubsagelM. Ahorn, Mahagoni, schön gehobelt, Vorlagen in großer Auswahl bei Ernst Balser. 3. 4. 5. 7. 10. 11. 12. 14. Turnverein Gießen. Mittwoch den 14. December er., Abends 9 Uhr, Außerordentl. Generalversammlung im Restaurant Schnell. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 8021) 2. Bericht über Weihnachtsbescheerung und Ball. Feilgebotenes. 8150) Frisch eingetroffene Schellfische in EiSverpackung empfehlen J. A. Busch Söhne. Termine festgesetzt, und zwar: Dicnstag den 13. Dezember 14. 15. 17. 20. 21. 22. 24. 27. 28. 29. 31. ^12/12A.8N.I.Gr.«onf. g kundige Miß, üb' daraus gam überz onjtrtr tvirthschaft lamMm, ttoh oll litten. Em Herd! Vorgänge dein Mistellung aus t tifhii Jahre der n ötm nvlriterden jk im Jnlande" - , lämmllichen Jaduß titelt im Johre 1 dis Geweibellitbs hr Hand. Das W'Lni Rufc t Anläßen hatte, halten durch die ltotz dieser Schn toten, ein Uebei N 1" verkennen ^tvirthschastlich. uld daß wir uns ÄS ^^esung ^flhrung erhöht 1,1 i'lg'sügt.n S ■' »«nriqdta ** «meiner ( ? ein ÄItn |u üöllen die V'l «f kie E j h”9 btt W Nadel-Scheiter, „ Knüppel, „ Stöcke, „ Reisbolz, H d. \ n ltl titltr k rt Ä* St 5 äneti 18,8 Mtr. Länge m. 13.52 Fstm., 14 Rmtr. Eichen-Nutzschette, 20 - - - Das Unter biejem 'helstageS eine gut Wbmmern veröf msangrelche Publ zvjallimengkttelene W reiche Moteri luhezu vergraben l ltch. Unter Hinan illkiheile und aller !auf Grund der Hl Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage. n nicht zu Dcrutnj.....,________________ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu leg'timtren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Dieses in ihren Gemeinden auf orts- übliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. November 1881. Der Rechner der Spar- u. Leihkasse. Kehr. H Schirmer, Tabakfabrikant. C. W Liebrich, Kaufmann. %. Hoffmann, Kaufmann. Äug. Meier, Weinhandler. Rich. Scheel, Kaufmann. Mehrere Interessenten oW Beachtenswerth! pllepsie, Krampf- und Nervenleideude All-^ welche sich für diese Krankheit n interefstren, und sichere Hälft fucheu, mögen sich vertrauensvoll die Broschüre des I>r. Boas, Speeiollst, für Krampf- und Nervenleiden, verschaffen. Gratis und franko zu beziehen nur durch Herrn (6177 Parlaghy, München, 29 Bayerstraße. Englische Souoereigns . Russische Imperiales Holländische fL 10-Stücke Ducaten...... Dollars in Gold . • • Kartoffeln in großen Poften kauft (7881 __M. Rosenthal. 7867) Eine Haushälterin für aufs Land wird zu mtethen pesucht. Zu erfragen Frankfurierstr. 323.___ 8142) Gesucht wird auf Weihnachten aufs Land eine zu Haus- und Feldarbeit brauchbare, willige, überhaupt tüchtige Dtenstmagd. Lohn 100—120 JL. Näheres bei der Exped. ds. B(,_______ SUIS) Oefen werden geputzt von Karl Räuber, Löwengasse 116. Export-Bier •S a Flasche 23 Pfg. « Ä c 24,5 Wellenhunderte Eichen-Reiser 3. Cl., 44 Rmtr. Eichen-Stöcke 1. El., 2 „ Buchen-Schette, 3 „ „ Knüppel, 23,75 Wellenhunderte Buchen-Reifer 14 Rmtr. andr. Laubholz-Knüppel, 1 „ Nadelholz'Sch eit, 5 „ „ Knüppel, 3,75 Wellenhunderte Nadelholz- Reiser 3. El. und 4 Rmtr. Nadelholz-Stöcke 1. Cl. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Holzschlag, Distrikt 44a, bet Stamm Nr. 1. Forsthaus Strupbach, 10. Dez. 1881. Der König!. Oberförster. 8149) Baumann. Zur bevorstehenden Wahl von Mitgliedern der Handelskammer schlagen wir nachstehende sehr wohl befähigte Herren zur Wieder- AkrhrsverhälliH rpfil hrtr ♦ aus ten {peel Vmniethungen. 7875) Möblirte Zimmer mit oder ohne Pension zu oermiethcn. Näheres bet der Exped. ds. Bl.________ 6214) Der 3. Stock meines Hauses, 6 Zimmer mit allem Zubehör, zu ver- m'ethen.__Dr. Ploeh 8047) Zwei kleine Logis zu vermiethen und gleich zu beziehen bet K. Krausch, Schloßgasse. 8059) Ein FamiUenlogts zü^vermiethen _________bei Karl Heil, Sckloßgasie. 8112) Zimmer zu vermittln ____________________Kreuzplatz B. 204. 8129) Zwei Stuben mit Küche zu oer- miethen._______________Neustadt D. 57. 7482) Zimmer mit Cabtnet und Küche an anständige Leute zu vernuethen im ______________Darmstadter HauS. 5105) Eine Famrlienwohnung im l.Stock zu vermiethen. A. Rusina, Babnbof. 7402) Ein Logis, 5—6 Zimmer nebst Zubehör, per Februar n. I., auf Wunsch auch per sofort zu vermiethen. ______Wtlh. Reiber, Bahnhofflraße. 7794) Mödlirtcs Zimmer, parterre, so- fort zu vermiethen. Lindeng. A. 229. 7205) Schönes FamilienlogiS mitZubebör, sowie ein unmobL Zimmer zu vermiethen bei Jacob Dorr, Mühlgasse D. 81. Bekanntmachung. Mittwoch den 14* Dezember, Nachmittags Vr3 Uhr, wird ein der Oberhessischen Eisenbahn gehöriger, am unteren Riegelpfad dahier be- legener, 2100 lll'Mtr. großer Grabgarten in 4 Loosen an Ort und Stelle auf vier Jahre an den Meistbietenden öffentlich verpachtet werden. Gießen, den 9. Dezember 1881. Der Eisenbahnbaumeister. Kunst Anzeige. Nächste Woche findet eine große o c