Ne. 87. Mittwoch den 13. April 1881. Meßmer "Anzeiger Aniche- ui) Amtsbktt fit Öen Kreis Hießen. Fnr«mi Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme brt Montags. ■■SS*™™——■H*****!™**"1 Preis vierteljLhrlich 1 Mart 20 Pf. mit vringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Das Lrunkfuchtsgesetz. Di« Debatte über daS TrunksuchtSgefetz im Reichstage zeigte ein JanuSantlitz ; am ersten Tage war der Humor der „Träger- der Verhandlung, am zweiten Tage der bitterböse Ernst und bie strenge Moral. Die Perjühnung übernahm die Wiffenschast, von Virchow glänzend repräsentirt. Die Strafe cafür, daß das hohe Haus dir Socialdemokraten verhinderte, zum Worte zu gelangen und ein fachoerständtge- Unheil über „den Trunk* — um den unparlamentarifchen Ausdruck dem parlamentarischen, an Luther'- deutschen Teufel „Sauf" erinnern» den vorzuziehen — abzugrben, folgte auf dem Fuße, denn wie einst Schweißer drantiagle Hasenclever „au- Bosheit" die Auszählung de- Hause-, und stehe dal — der beschlußunfähige Reichstag mußte in die Ferien gehen, ohne von den Socialisten gehört zu Huben, daß fie sich tn einer Beziehung — vergleiche Tacitus, de Germania — doch noch al- ächte Deutsche fühlen. Merkwürdig genug war e-, daß gerade die juristische Beurtheilung der Trunksuchl'Frage den Humor zum Mitkämpfer erwählte, aber tn der viel» fach angefeindeten Rede de- RechiSanwaltS»TrägcrS ist doch neben allerlei Larka-men ur.d guten Wißen der erste Grundgedanke entwickelt, daß die geseß» licke Regelung der Frage eine höchst schwierige fei. Mit Recht verwies der geistvolle Redner aus die Thatsache, daß bi- jetzt fast keine Legislaturperiode vergangen fei, ohne daß der Rttchstag nicht eine auf da- Strafrecht bezügliche Vorlage erhalten hätte, die gewöhnlich in die Spiße de- Mißtrauens gegen die Richter verlief, daß diese nämlich eine krankhafte Neigung zu einer allzu milden A:weucung der Gesetze Härten. Bezüglich der juristischen Be» denken war übrigens der bedeutende Reutschlaud. Darmstadt, 9. April. Da- Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Rr. 9) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums de- Innern und der Justiz, betreffend die Errichtung bezw. Umgestaltung des von Lersnertschen FamilrewFldeicommistes ui Niever-Eilenbach. 2. Orffentliche Anerkennung einer edlen That. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 9. I. Mts. dem einjährig-freiwilligen Pharmaeeutrn Karl Daudt vom 2. Grcßh. Juf.-Reg'ment (Großverzog) Nr. 116. au? Gießen, für die mir Much und eigener Lebensgefahr vollbrachte Errettung eine- Ku-de- deS Bahnasfistenten Hahn zu Gießen von dem Tode deS Ertrinkens das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" allergnädigst zu verleihen geruht. 3. Bekanntmachung Großherzogltcher Provinzial»Direction Oberste ffen, die Aufbringung der Mittel zur Bestreitung der Bedüriniffe der Landjude, schäft der Provinz Oberhefsen für das erste Quartal 1881 und daS Etats- jahr 1881/82 betreffend. 3. Ueberficht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1881/82 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Bmgen. 5. Ueberstcht der für das Ekatsjahr 1881/82 von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestre: tung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Lffenbach. 6. Ueberficht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1881/82 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Sommunal Bedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Mainz. 7. Ueberficht der von Gioßherzozl^chem Ministerium deS Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Eemmunal-Dedürfnifien in den Gemeinden des Kreises Erbach für 1881/82. 8. Bekanntmachung Großherzoglich-n Krersamts Alzey, die Erhebung der Umlagen zur Bestreitung der Cou Munal Bedürf iffe in den Gemeinden des Kreises Alzey für daS erste Quartal 1881 betreffend. Darmstadt, 9. April. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 7 enthält: Gesetz, betr. die Errichtung einer stehenden Brücke zwischen Mainz und Kastel. Daffclbe lautet: Ludwig IV. von GotteS Gnaden Großherrog von Heffen uud bei Rhein rc. rc- Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hierdurch wie folgt: Art. 1. Die StaatSregierung wird ermächtigt, auf Staatskosten eine stehende Brücke über den Rhein zwischen Mainz und Kastel au-zuführen und zur Ausführung diese- Bauwerk- den Betrag von 3,600.000 zu verwenden. Art. 2. Die StaatSreaierung wird ferner ermächtigt, die Mittel zur Deckung dieser Summe im Wege deS Staat-credit- flüssig zu machen und zu diesem Zweck'- in demjenigen Nominalbeträge, welcher zur Beschaffung de- angegebenen Betrags erforderlich fein wird, eine zu 4 pEt. verzinsliche Anleihe in solchen Zeitabschnitten, wie deren Verwendung erforderlich werden wird, aufzunehmen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Groß- herzoglichen Siegel-. Darmstadt, den 2. April 1881. (L S.) Ludwig. v. Starck. Schletermacher. Frankfurt a. M, 10. April. Die aus allen Theilen Hessens besuchte LandeS- versammlung von Vertrauensmännern der hessischen Fortschrittspartei, welche heute Vormittag hier in der Restauration „Zur Rosenau" tagte, beschloß nach längeia Debatte, an welcher sich u. a. die Herren Dr. Osann, Dr Metz, vergsträßer, Dr. Rcinach, Tr. Görz, Dr. Manier, Präsident Kugler, G. Böhm, E. Pirazzi, Al. Weimann, Dr. Muhl, Grünewald, Guntrum, Lautz, Dr. Marx, Seubert, May ic. be- theittgten, demnächst einen Wahlausrui an die hessischen Wähler für Ifanb- und Reichstag zu erlassen, welcher gleichzeitig sestgestellt wurde. Die Reichstagswahlen werden noch zu einer besonderen Ansprache Veranlassung geben. (D- Ztg AranLreich. Paris, 9. April. Die Befehlshaber des 4. Armee-LorpS haben Befehl erhalten, alle Vorbereitungen zur Mabtlmachung zu treffen, die im gegebenen Falle nach Empfang einet telegraphischen Befehl- au-zuführen fein würde. Die „Republtque grancatfe" sucht heute darzuthun, daß die tunefische Sache „ohne allen Ernst" fei, da der Zweck, welchen die Regierung verfolge, nur die Züchtigung der Krumirs sei. DaS 19. Eorps, da- sich in Algerien befinde:, besteht auS 2487 Officteren, 42,528 Unterofficieren und Soldaten, 15,738 Pferden und Mauleseln. Kngtand. London, 10. April. Von den Socialisten war für heute Nachmittag ein Meeiing nach Peckham Rye (London) etnberufen, das gegen da- Verhalten der Regierung in Sachen der Verhaftung Most'e und der gerichtlichen Verfolgung der „Freiheit" Protest einlegen sollte. Das von etwa 8000 Personen besuchte Meeting wurde durch Antisocialisten gestört u .d von der Polizei aufgelöst. Bet dem entstandenen Handgemenge wurde em Polizeimann schwer verwundet; Verhaftungen wurden nicht vorgenommrn. — Nach einer Meldung aus Bloemfonietn von gestern ist der Präsident des Or^nje-Fretst^ats, Brand, von Natal zurückgekehrt und enthusiastisch empfangen worden. In der Antwort auf die von den englischen und von den holländischen Einwohnern an ihn ger.chieten Adressen betonte Brand seine Utberzeugung, daß der Friede zwilchen England und dem Transvaal-Lande em Mittel fein we de, alle südafrikanischen Namen in Eintracht und Freundschaft zu einigen. Außland. Petersburg, 9. April. Ein eigenthümlicheS Drama hat sich in der russischen Katsersamil e abgespielt. In der N^cht vom 5. auf den 6. bl. wurde in Sablino, einem kleinen Orte an der Moskauer Bahn, ungefähr 32 Werst von Petersburg, der Großfürst Nikolai Konstantinowitsch (der Diamantendieb unglücklichen Andenken-), dem dieser Ort zum Wohnsitze angewiesen war, verhaftet ur.b unter der Bedeckung von einem Major und zwei Unterofficieren nach dem in der Nähe deS bekannten DergnügunzSorteS PawlowSk bei Petersburg gelegenen Lufischloffe seine- Vater- in strengen Gewahrsam gebracht. Wichtige Gründe, über u elche man Genaueres erst wohl später erfahren wird, muffen m diesem Schritte Anlaß gegeben haben. Daß der Sohn deS Großfürsten Konstant n in die nihilistische Bewegung mit verwickelt sei, ist schon vor zwei Jahren mitgetheilt; heute erscheint eS überall unzweifelhaft, daß der junge Großfürst auch an neueren Vorgängen auf diesem Gebiete nicht unbe* theiligt ist. Konstantin Nikolajewitsch erb eit vor mehreren Tagen ein Telegramm seines Lohne-, m dem es ungefähr wörtlich hieß: „Komme sofort an die und d e Stelle, wir find Alle versammelt und erwartrn Dich." DlLses thörickte Telegramm veranlaßte den Telegraphen-Director Lüders dem Stadt- Hauptmann Baranow Anzeige zu machen, es fanden Nachsuchungen statt, in Folge deren zuerst m Petersburg ein Obrrst und dann in Sablino der Sohn des Grvßiürsten Konstantin verhaftet wurden. Nikolai Konstantinowitsch scheint einen Putsch zu Gunsten seines Vaters habe unternehmen wollen, em geradem lächerliches Wagniß. ikeiraraphische Depeschen. ®o!fFi telegr. d>rrtfpptt>exi*1$nrtau. Zürich, 11. April. Die angesehensten Männer des Santons Zürich haben einen Aufruf erlafferr, in welchem zur Unterzeichnung einer Petition an die Züricher Regierung ausgefordert wird, durch welche um das Verbot des für den nächsten September in Aussicht genommenen Social sten-Tongresies ersucht wird, vamit nicht Zürich zum Sammelplatz für Ausländer werde, welche die Attentate verhertlichen oder neue vordere t?n. Tilsit, H. April. Der Eisgang hat begonnen; die Memel ist h'er et-frei. Berlin, 11- April. In der am 9. d. M- unter dem Borsitze des Staatsmim- sters v Boetticher abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths wurde zunächst dem Gesetzentwürfe betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Wallen der Reichsbeamten dcr Cioiloerwaltung in der vom Reichstag beschlossenen Fassung die Zustimmung erteilt und der vom Vorsitzenden in der letzten Sitzung vorgelegte Entwurf e nes Ge setzeS betreffend die Kontrole des Reichshaushalts und des Landeshaushalts von Elsaß-Lothrinaen für 1880/81 genehmigt. Verschiedene Anträge auf Bewilligung von Pensionen an Reichsbeamte unter Mitanrechnung der im Gemeindedienst zurückgelegten Dienstzeit, resp. unter Anrechnung einer längeren, als der gesetzlich pensionsfäbigen Dienstzeit, erhielten die Zustimmung der Versammlung. Die Bestimmungen über die den einzelnen Bundesstaaten zu gewährende Vergütung für die Erhebung und Verwaltung der Tabaksteuer, wurde nach den Anträgen der zuständigen Ausschüsse festgesetzt und ebenso den Ausschutzanträgen gemäß dem königlich preußischen Untersteueramte Wiesbaden bte Ermächtigung zur Abfertigung von Leinewand zu anderen als den höchsten Zollsätzen der betr effenden Tarisposttion ertheilt. Sodann wurde auf den mündlichen Bericht des IV. Ausschusses dcr Entwurf emes Gesetzes wegen Abänderung der Gewerbeordnung (Tanz-, Turn- und Schwimmlehrer, Rechtskonsulenten rc) in erster und zweiter Lesung nach der PräsidialvorMge genehmigt. Zum Schluß eriolgte die Ernennung von Kommissorien zur Berathung von Vorlagen im Reichstag, die Mittheilung über eingegangene, aus Grund früherer Beschlüsse den betreffenden- Ausschüssen zugetheilte Eingaben, sowie die Vorlegung neu eingcgangener Emgaben. Cagliari, IO. April. Die „Avensie bt Sardegna" meldet aus Tunis, daß vorgestern seitens des französischen Generalkonsuls Roustan dem B.y eine Note der französischen Regierung überreicht wurde, in welcher die letztere ihre-. Entschluß, die Krumirs anzugreifen, anzetgt. Der Bky erwiderte hierauf, daß er die Macht selber besitze, die angeblichen Angriffe der Krumirs zu unterdrücken und die Schuldigen zu bestrafen. Er beklage oas Vorgehen Frankreichs und protestire gegen eine eventuelle Grenzverletzung, indem er die Verantwortlichkeit hierfür vor Europa und der Türkei Frankreich überlaste. — Die französische Note wurde gestern von dem Bey den fremden Consuln in Tunis inhaltlich mitgetheilt. Pari-, 10. April. AuS Tunis wird gemeldet, daß der Bey erklärt habe, daß er eine Cooperation mit den französischen Truppen behufs Züchtigung der Krumirs ablehne und auf seinem Territorium allem handeln wolle. Die bezügliche Protestation des Bey's ist gestern den fremden Consuln in Tunis mitgetheilt worden; der Bey beschuldigt darin Frankreich, die Rechte von Tunis wie diejenigen der Pforte und der befreundeten Mächte zu verletzen. — Man schätzt die Stärke der unabhängigen Krumirstämme auf 15 bis 20,000 Mann, gegen welche der Bey bis jetzt nur 600 Mann geschickt haben soll. — Dem Vernehmen nach hat die italienische Regierung auf die von dem hiesigen italienischen Consul veranlaßte Petition um Entsendung eines Geschwaders nach der tunesischen Küste abschlägig geantwortet. Karlsruhe, 11. April. Der Kronprinz von Schweden ist heute Nachmittag halb 3 Uhr zu einem 1 tägigen Besuche hier etngetroffen; derselbe wurde am Bahnhof von dem Großherzoge und dem Erbgroßherzoge empfangen. Pari-, 11. April. Verschiedene Blätter beschuldigen den italienischen Consul in Tunis, Maccio, durch Italienische Emifläre das Journal „Mostakel", welches den heiligen Krieg gegen die Franzosen predigt, tn Tunis verbreiten zu lasten. Petersburg, 11. April. Bis jetzt sind noch keine Bestimmungen hinsichtlich der Verurtheilten, Rustakoff und Geuoffen, getroffen. — Es heißt, daß General v. Kaufmann tn Folge eines Schlaganfalls krank darniederltege. Die „Agence Havas" bezeichnet die Nachricht als unrichtig wonach die Pforte Theffalten einer Großmacht hätte abtreten wollen, damit diese Theflalten an Griechenland übergeben könnte. — Da Fürst Gortschakoff durch sein Befinden verhindert sein dürfte, zu seinem 25jährigen Jubiläum am 27. d. Mts. nach Petersburg zu kommen, so werden fich wahrscheinlich Baron Jomini und Baron Fredericks nach Nina begeben, um dem Fürsten Gortschakoff ein kaiserliches Handschreiben überbringen. Allgemeine (Hut gewässerten Stockfisch und Laberdan 257t) empfehlen j. A. Busch Söhne. ° Darmstädter Pferdemarkt-Loose Ziehung am 29, April (Generaldebit M oritz Strauß junior in Mainz) sind ä 8 Mark per Stück allen Loosenverkäufern \u haben. (2547 •-______—---——-----D 2299) Dunkeles «ach Münchener Art gebrautes Bier aus der Brauerei der Brüdergemeide kMpst blt 6769) E. Vockerod, Kaldiichcrgasse 4, nächst dem Gchauspiel- und Opernhaus in Frankfurt a. M. Weiße Vorhangstoffe aller Art, ganz besonders eine große Auswahl in englischen Tüllgardinen, 2391) empfiehlt J. Ch. HeUer. Handel und Verkehr. t^ieyen, 12 April. 3u| dem u.-urigen dßocbenmnrtci koste:: Untrer pn Sfb. JL 1.10 bis X 1.15 Hüh.iereier 1 Stück 4—5 - St. —$ Gänseeier 1 St. 10-12 ftö't per Sr- 4—8 Kasematte per Smck 0 —3 H ür'oun 1 tiitcr 24 Lmscn 1 Liter 30 H, Tauben das Pa । X 0.80—1.00, Hühncr p. St- X 1 40—1 50 Hahnen p. St. X 1.70—2.50, Gänse ipx. Stück 0—0 X, -inten per Stück »<210 3 Ocillenfieisch 66- i 0 per Pfd., ttch» un? Ittndfietsck 46—50 Kalbfleisch 40- 44 Hammelsteisä 60- 66 Scdw'wkfleisL 6K—00 3], fcattuffeln per iOO X 4 00 4.80, Jtütehdr o. (Shc X 15—00, t'ttlch per Liter 16 und 1h Weißkraut 100 Stück X 0.00—00, Enteneier per 1 Stück 5—6 H, Welsche X 7-7.00. Frankfurt, 10. April. Der heutige Diehmarkt war gut befabren. Angetrieben waren ca. 370 Ochsen, 3U0 Kühr, Rinder und Stiere, 280 Kälber und 200 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 65-67, 2. Qual. X 58-60, Kühe und Rinder 1. Qual. X. 55- 60, 2. Qual. X 45—50, Halber nach Qualität «X 40—60, Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2. Qual. X 40 5>> per 100 Psd. Schlachtgewicht. Schweine wurden 660 Stück angeführt und mit 60—68 H daS Pfund bezahlt. Frankfurt, 11. April. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39, Nr. 2 X 37. Nr. 3 X 32, Nr. 4 X 2k, Nr 5 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 30 50-31, to. I (Berliner Marke) X 29.00-00.00, vo. 11 (Berlmer Marke) x 24.00—00.00 Weizen effectiv hiesiger ab Bahnhof hter X 24.00 21 50, ab unfern Umgegend X 23.75—24.00 do. fremder se nach Qualität H. 22.75—22.50, Roggen, je nach Qualität X 21.80—00.0»», Gerste X 17.-0 20, Hafer 15—16 50, Kohlsamen X 28 .>0—29.50, Erbsen X 19—27, Wicken X 16 — 17.50, Linsen X 20 40, Dohnen, weiße, X 23—23, Roggenkleie X —, Weizenkleie, grobe uhd feine X —. Rüböl, detail, X 64. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: — Dringend offerirt: buntcG Mais X 141 /4—Vr (Die Preise ver- stehen fich sämmtlick ve>. 200 Pfd Zollgewichk — lOo Kiko) Tiroler Bergmais. In der Umgegend von Sterzlng in Tirol, wo wegen hoher und rauhcr Lage (etwa 850 m über dem Meere) und oft bis Mai liegen bleibenden Schnees der Sommer sehr kurz ist, wird, dem Oesterr. landw. Wochenblatt zufolge, eine Sorte Welsch, körn ooer Mais gebaut, welche sich durch ihre sehr kurze Vegetationszeit auszeichnet. Das Pomologische Institut in Reutlingen baut seit etwa zehn Jrbr'en diesen Mais, hat sich abtr immer das Saatgut von Sterzing (alle zwei Jahre) kommen lasten, da man glauote, der Samen würde in dem schweren Boden und der freien, offenen Lage hier doch nicht reif werden. Dieser Mais wurde sogar immer auf das schlechtest- Land, worin bis zum Ende April Obst bäume zum Verkauf eingeschlagen waren und welches dahL StaBM •2 •< 37. Sl J ' 3050-31, UO.OO s«,, »* 23.75-2IUO 2L80—4XiJ> rtitn A 19-27* »8gwÜu« A -' nfl fest. Ha»,- Wt Vrn„ vn. toe ttqifl Kohn bleibmttn S4aN| tinetiortt 8(^1 aurjeichnu. Du hll, bat sich aitt man gbualt, btt ) nicht Ttif »e*i. . Gnbt Sprit Obi b julamtntngttTd« tinmat grgüHr i.ie qm ibtr <200 kj i, tofnn dn $M ahl Pßa^rn tit'n gdafiiR unb bit t in vorige fcomea r aI8 güni'.g war. »tn unb btr »ur4- nt bei btt fan» bem abtnbmabl 1 Kicken. yr am 2 Ubr. *&** ll* t) w:s Illwß' er zu billig" MW |tnl)W -...v,,b Bekanntmachung. 2566) Da- Fahren der zwei städtischen Giepfaffer soll hn Sudmisftonswege vererben weide. Die hierauf TRtflccarenben wollen thr« Offenen binnen 3 Taren von heute an verschloffen bet der unterzeichneten Sülle, woselbst dle Bedn.qu'gen «vß,sehen irerben können, etnretchen. Gießen, den 6. April 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. ©Tamm. Bekanntmachung. 2549) Der allgemein bekannte Lich er Eft er markt, welcher namentlich für den Schweinebande! von Bedeutung ist, wird auch diesmal Dicu^og den 19. l. Mts abgebalten. Lich, den 11. April 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. Lvhverkauf. Die diesjährige Lohernte aus den Fürst!. SolmS-Braunfelfischen Waldungen soll im Wege der Submission verkauft werden. Es kommen zum Verkauf: 1. Forst Heisterberg 1) Distrikt „Mingelkaut" bei Allendorf, IVjähr. — 200 Etr., 2) „ „Rühlbach 'köpf" bet Leisterberg, 18jähr. — 200 „ 2 Forst Altenberg 3) , „Herrnhölzchen", 25sähr. = 250 „ 3 Forst Kraftsolms 4) „ „Dickthau-, 20|dbr. = 200 , 5) „ „girft* bei Oberwetz, 20jähr. — 250 , Summa 1100 Eir. Termin hiezu ist auf Samstag, den 16. d. M., Vormittag» 10 Uhr, auf hiesigem Reutzmtsbureau anberaumt. Offerten werden bis dahiu verschloffen mit der Aufschrift ^Submission auf Lohverkauf" erbeten. Bedingungen können jederzeit hier eingesehen werden. Braunfels, den 8. April 1881. 2533) Fürst!. Rentamt Rkngel. Visrnbabn-Directions Bezirk Hannover. Irönigl Eüriibahii-Lririkds- Aml (jv.-W -S ) Reubaustrecke Friedberg-Hanau. Submission auf bic LuSiührung der Bauarbeiten und die Material veeferun-en zur Herstelluna deS Stationsgebäudes auf dem Norddahnvof Hanau. Die Ausführung de. Arbeiten und r'ieferunaen soll, unter Ausschluß der Dachdecker , Klempner- und Cfenarbctten, ungetherlt vergeben werden. Zerchnungen, Bedingungen, Massen- und Preis Berzeichniffe liegen in unserem Ge- ichäftSIocale (beiHerrn Eisenbahn-Secretär Rettig» Hierselbst sowie in Friedberg bei dem H, n. S senbahnbau und BetnebS-Iuspector Francke zur Umsicht offen und werden die Zeichnungen zum Preise von 3 JL, B dlngungShefie jum Preise von 2 bei den genannten Stellen abgegeben Offerten sind nn und b-4 inm Dienstag den 10. Mai dsS. , Vormittags 11 Ubr, einzuretchen. ffaffei, den 5. April 1881. ,2562 Bauverdingung. Mittwoch den 20. d. MtS., um 10 Ubr, kamt dahier zum Verding für die Gemeinde: 1 LntnSbach — Ausbau der Obergaß, veranschlagt Planir- und Cbausfirbeit 213 Je, Pflaster- arbeit 110 JL, Stemanfuhr 203 «X, Sandlieferung 171 w4t, Maurerarbeit 30 jl, 2 Salchöden — cbauffeen äßiger A sbau der Straßrnstrecke Salz« böden« Schönemühl, veranschlagt einschließlich Durchlaßanlagen und Materialienlieferung zu 2858,48»* 3 Odenbausen und Salzböden — Herstellung des Pfarrhauses zu Obhausen, veranschlagt fir Z mmermann 123,88^ Maurer 595,70 JL, Schreiner 34,10 Jt, Klempner 81,16 JL. Kostenanschläge rc. können hier ein- gesehen werden. Crofdorf, H. April 1881. Der Bürgermeister: Colnot. (2563 2393) Unschädliche Eierfarben, per Packet ) empfiehlt Emil Piftor. Mittwoch den 20. l. M., Vormittag- 9 Uhr, sollen im alten RathhauSsaale versteigert werden: Cementlieferung, veranschl. zu 56,— Maurerarbeit, „ „ 163,71 Steindauerarbeit, „ „ 598,75 Schlofferarbeck, „ „ 44 — Basaltstlinlieferung, ,, „ 111 60 Stkinfuhrlohn, „ „ 28520 Pflästererarbeit, „ „ 2465,54 Eyausfirarbeit, „ „ 224,60 Erdauffüllung, „ „ 560,— Gießen, den 12. April 1881. _ Großd. Bürgermeisterei Gießen. 2551) A. ©ramm. Mittwoch brn 13. b. Mts, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Fl etl ichen Hofraithe dahier folgende Gegenstände öffentlich meift- dietend gegen Baarzadlung versteigert: 2 Küchenschränke mit GlaSaussatz, 1 Schrank, 1 Eommode, 2 Sopha'S 2 Spiegel, 1 runder Tisch, 6 Stühle, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 2 Kleide: schränke, 1 Lod ntheke, 3 Silber, 2 vollständige Betten. 1 Pferd, 1 Wagen, 1 Stück Tuch, 1 Buch nftamm (geschnitten», ließen, den 12- April 1881. 2564) Vübncr, (Gerichtsvollzieher. Mittwoch brn 13. April, Nachmittags 3 Uhr, sollen rn der Fl etlichen Hofraithe: 3 Kle,derschränke,2Kommoden, 2 Küchenschränke, 3 B lder, 1 Spiegel, 1 Patthie Kartoffeln, 2 Äiften, 1 Sopba, 1 Tisch, 1 Pferd, 1 Pferdegeschirr und 1 Häckselmaschine versteigert werden. 2542) Bauer, Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. Prima Aolhklee - Samen, garantirt seidefrei, empfiehlt (2150 Fr. Seibel, Mäusburg. sowie auch Schuhe X Stiesel JWWWÄMWWWVWWW i Wiederholt < ST habe mein Lager derart vervollständigt, daß J" man in % Deere»- & Knalicn-Garbcrobc, % Da inen- iV Mäbchcn-Consection, J bei mir die neliesten und feinsten Stoffe, Dcsstnö ■" und Bacons vorräthiq findet. ■" _ Bei anerkannter reeller Bedienung und ■" äußerst gestellten Preisen dulte mein Lager "L jederzeit in den neuesten Artikeln empfohlen. “■ A. Docter, ;! 2038) Selicrsweg 43, Ecke der stlockllraße. S Lonlinmmstm-Corseilen, febr billig, -mpfieblt § j. Fh. Keller. Jerusal. Orangen, Span. „ »lut- Tafei-Mandeln, „ -Rostnen, „ 'Feigen, Compotfrüchte, btt>. 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