-7r. 9. Mittwoch den 12 Januar 1SS1* Kießcner Wneiger Jlujcißf- !!ch Amkdlgii für dkl Kreis Gichu. Ne-ac1io»-burech» r OrPeditionsbureo« r Schulstraße B. 18. scheint täglich mit Ausnahme des MontagS. PrriS vierteljährlich - Mar? 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pjl Amtlicher Hßeil. Gießen, am 7. Januar 1881. Betreffend: Die Ablieferung der Vacanzüberfchüffe erledigter Schulstellen an die Provinzial-Schulfonds. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Wir sehen dn Einsendung der in Gemäßheit unseres Amtsblattes ')It. 1 vom 24. Januar 1878 von Ihnen gemeinschaftlich aufzustellenden Berechnungen des Einkommen- vacanter Schulstellen, falls solche Vacanzrn in 1880 bet Ihnen bestanden haben, längstens bis zum 31. d. Mts. entgegen. ____________________________________________Dr. Boekmann. Beka n n t ma ch u n g. Betreffend: Das Auftreten des Rotzes bet einem Esel des Konrad Sommerlad in Villingen. Die bezüglich eines Pferdes des Konrad Sommerlad in Villingen verfügten Sperrmaßreqeln (f. Anzeiger von 1880, Nr. 223) haben wir, nachdem ein Verdacht, daß dieses Thier durch Rotzkrankhett angesteckt worden sei, nicht mehr besteht, auf Antrag der Sanitätsbehörden wieder aufgehoben. Gießen, am 9. Januar 1881. Großherzogliches Kretsamt Gießen. ___________________________________________Dr. Boekmann.__________________________________________________ Bekanntmachung. Melchior Wad enpfuhl aus Allendorf a. d. Lda., seither Dienstmann mit der Nr. 18, beabsichtigt das Gewerbe als Dienstmann nieberzulegen urd werden daher alle Diejenigen, welche etwa Ansprüche an die von demselben bet uns hinterlegte Cautton aus Aufträgen geltend machen zu können glauben, ausgefordert solche binnen 3 Tagen bet uns anzumelden. Gießen, den 10. Januar 1881. Großherzogliche Polizetverwaltung Gießen. _________________________________________________Fresenius.___ In der Zeit vom 1. blS 8. i. Mts. wurde davier eine goldene Damen-Remomow'Uhr mit Doppeldeckel, weiß'M Zifferblatt, römischen Zahlen, Stahlzeigern nebst daran befindlicher goldenen Kette mit länglichen platten Gliedern, am Hiken befanden sich 2 kleine Goldkettchen mit Glöckchen, gestohlen. Gießen, den 10. Januar 1881. Großherzogliche Poltzeioerwaltung Gießen. Die GemeinderathSwahlen in Frankreich. Die 160,(1(11 Tage werden uns aus Frankreich Nachrichten bringen, welche geeignet (ein werden, den Lauf der politischen Eniw ckclung der Republik für die nächste Zukunft mit einiger Sicherheit zu beurtheilen. Am vergangenen Sonntage, dem 9. Januar, haben in ganz Frankreich die Neuwahlen der Gemeinderäthe stattgefunden, der communalen VertretungSkörper der französischen selbstständigen OrtSgemeinden. Zunächst haben die Gemeindcwahlen ja allerdings keinen politischen Charakter, clletn in einem Staate mit einer so regen Betheütgung der Verölte- rung an den politischen Angelegenheiten, wie die französische Republik, wirken die politischen Palteibewegungen auf alle öffentlichen Acte ein, und politische Sympathien und Antipathien spielen auch bei communalen Wahlen die entscheidende Rolle. Es ist durchaus natürlich, daß das Volk sich bemüht, den Geist, den es seiner Staatsverwaltung aufzuprägen wünscht, auch in der Verwaltung seiner engeren Angelegenheiten, der communalen, zu verkörpern. So werden unzweifelhaft die Gemeindewahlen vom 9. Januar ein getreues Bild der politischen Gesinnung der französischen Bevölkerung entwerfen, aus das man um so mehr gespannt sein muß, ais in jüngster Zeit Ereignisse stattgefunden haben, welche angeblich die öffentliche Meinung in der Republik arg aufgeregt und in Harnisch gebracht haben. Die Gemeinderathswahlen geben die erste allgemeine Antworters Volks auf die Decrete gegen die geistlichen Genossenschaften und auf die Schulgesetze der heutigen Regierung. — Die politische Gesinnung, welche die Mehrheit der Gewählten repräsenttren wird, muß das Zeugniß sein, ob das frarzösische Volk mit dem gegenwärtig herrschenden System einverstanden ist oder nicht, und ob es dasselbe stützen oder stürzen will. Es erhellt, daß, je nach dem Ausfall dieses Zeugniffes, die Regierung sich sicher fühlen und auf dem betretenen Wege mit frischem Muthe fortschreiten, oder aber schwankend werden und entweder in andere Bahnen lenken od-r anderen Parteien das Ruder in die Hand geben wird. Nach jeder möglichen Voraussicht wird das Erstere der Fall sein. Schon die Wahlen zu den Ge- meinderäthen haben ja gezeigt, daß das Cokettiren der Reactionäre mit der „Entrüstung von ganz Frankreich" über die Märzdecrete sehr wenig Anklang im französischen Volke gefunden hat. Der Ausfall der Gemeindewahlen in demselben Sinne muß die fortschreitende Republik nur noch mehr pä ken und festigen und die ihr feindlichen Parteien etnschüchtern. Auch die Intransigenten werden wohl Enttäuschungen erleben und einsehen muffen, daß das Volk von Frankreich mit der allmäligrn, aber um so stetigeren Entwickelung der politischen und socialen Formen der Freiheit mehr einverstanden ist, als mit den intransigenten überhasteten Vorstößen. Die größeste Wichtigkeit, wenn auch in mittelbarer Wirkung, haben die Gemeinderathswahlen aber insofern, als ihr Ausgang die Zusammensetzung des Senates, der ersten französischen Kammer, bestimmen wird, Bekanntlich werden die Senatoren zum größesten Theil von den Gemeinderäthen gewählt, und schon im nächsten Jahre findet die Neuwahl eine- Dritttheils dieser Kategorie der Senatoren statt..^^)er Senat war bisher ein sehr störender Theil der französischen Gesetzgebung. Maschinerien, weil seine Mehrheit in ihrer republi- kanischen Gesinnung zum Mindesten zweifelhast gewesen ist. Man weiß, daß deshalb verschiedene Motionen stattgefunden haben, den Senat ganz adzu- schaffen. Entschieden republikanische Gemetnderäthe werden auch entschieden republikanische Senatoren wählen und so den Senat aus einem unwilligen und hemmenden ©hebe der französischen Gesetzgebung in ein freudig schaffendes und die dauernde Republik förderndes umgestaiten. Für Deutschland ist daS von eminentem Segen, denn die ruhige ungestörte Fortel twick-lung des französischen Staatswesens ist für uns die sicherste Bürgschaft des Friedens mit Frankreich. In diesem Sinne ist der 9. Januar ein wichtiger Tag auch für Deutschland gewesen. Deutschland. Darmstadt, 9. Januar. Samstag den 8. I. Mts. fand tm Weißeu Saale M Großh. Schlaffes Hoftafel flirt, an welcher Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Karl, Ihre Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth, die Prinren Wilhelm und Alexander, Ihre Durchl. die Prinzesfi i von Battenberg, Se. Erlaucht Graf Erbach-Schönberg nebst Gemahlin, die dahier und in Stuttgart wohnenden Mitgltever des diplomatischen Corps, der Gouverneur der Festung Mainz. Generallieutenant von Woyna, fcrner Staatsminister Freiherr von Starck und M nisterial-Präfident Schleiermacher nebst Gemahlinnen, die Generalität, die RegimentS-Commandeure der Großh. Division, der Commandart der Residenz, die Mitglieder der Ministerien, die Präsidenten der Landes Collegien, die Provinzial-Directoren und einige andere böhere Beamte Theil nahmen. m varmütadt, 10. Januar. Der Finanzausschuß der ersten Kammer beantragt Beittitt zu den Beschlüssen des anderen HauseS bezügl ch der Vorlage der Regierung in Betreff der stattgebabten und noch statthabenden Berichtigungen der Grundbücher über die Domänen des Großherzoglichen Fam'lienfideicommlss.s und des Landrseigen- tbums. Tas gleiche ist der Fall bei der Vorlage wegen Verwendung der durch den im Lause des Baues des Außenarbeiter- und Zellengebäudes in Marienschloß eingetretenen Einsturz veranlaßten Mehrkosten aus paraten Mitteln der Hauptstaatskasse. — Nach einem von Herrn Heyl erftatteten Bericht beantragt der Finanzausschuß bezüglich d s Antrages des Adg. Büchner auf Concesstomrung und Unterstützung einer Zweigbahn vom Viaduct Eberstadl nach Pfungstadt Beitritt zu dem Beschlüsse zweiter Kammer, wonach die Regierung macht wird, cm eventuelles, auf der Basis der in vorliegendem Antrag enthaltenen Angaben ausgearbettetes Project zu prüfen und, ein günstiges Eraebniß dieser Prüfung, sowie d-e Zusicherung entsprechender Beitrags- leistung durch bre Gemeinde Pfungstadt vorausgesetzt, den Ständen wegen einer der Bcihnlinie Eberftädter Viaduct-Pfungstodt zu gewährenden Beihülfe Vorlage zu machen. — lieber die Anträge der Abgg. Schröder und Stephan (Heßloch) auf Erhöhung der Staatsstraße zwischen Nierstein und Nackenheim zum Schutze gegen Ueberschwemm- ungen durch den Rhem hat ebenfalls Herr Heyl -Worms) berichtet. Nach den Informationen, welche der berichtende Ausschuß erster Kammer eingezogen hat, erscheint indessen inhaltlich des Berichtes die sofortige Verbesserung dieser wichtigen Verkehrsstraße, welche die Provinz Rheinhessen mit der bayerischen Pfalz und dem Rheingau verbindet, als ein dringendes B-dürmiß. D^r neben dieser Straße hinziehende Bahndamm der Ludwigsbahn liege auf 26 Fuß, während die erstere schon bei einem Wasserston d von 15 Fuß Oppenheimer Pegel unter Was,er stehe. Welche Mißstände in Folge dessen bei den sich immer mehrenden Ueberschwemmungen für den Verkehr entstehen, sei leicht zu erkennen; dieselben seien aber doppelt empsindlich, weil diese Straße zugleich als Leinpfad benutzt werden müsse. Aus diesem Grunde sei auch die wegen Minderung des Kostenpunktes in Betracht gezogene Verengerung der Straße unzula'Ug. Ebensowenig sei die Abnahme des sogenannten rothen Berges zum Zwecke der U^ber- ArauLreich. Pari-, 10. Januar. Gestern Abend stieß auf der Ostbahn der Per- ionemua welcher aus den Ardennen kam, mit einem Güter,ug an der Station Mezig bei Chateau-Thierry zusammen. Zehn Reisende wurden schwer verwun- führung des Baugrundes anzuempfehlen, wt.il einmal die Kosten hierfür febr bet-.ächt- lich seien und außerdem bei Tieserlegung der Straße vor Nackenheim Schwierigkeiten wegen der Futtermauern der Weinberge entstehen würden, für deren Solidität die Regierung in Zukunft womöglich eine Verantwortung zu übernehmen hätte. Aus diesen Gründen erachtet der Ausschuß diese Frage für spruchreif und stellt deßhalb den Antrag, unter Ablehnung der Beschlüsse zweiter Kammer an die Regierung das Ersuchen zu richten, den für die sachgemäße Erhöhung dieser Straße nöthigen Geldbetrag in daS nächste Budget einstellen zu wollen. — Bezüglich des Antrages des Abg. Betz wegen einer Revision deS Gesetzes vom 21. Juni 1869, die Einkommensteuer betreffend, namentlich die Abänderung einzelner Bestimmungen desselben, hatte die 2. Kammer auf mündliche Berichterstattung deS Abg. Woliskehl beschlossen, zur Zeit dem Antrag keine Folge zu geben. Dem Berichterstatter des Fmanzausschusses erst-r Kammer, Herrn L-ernher (Nierstein>, scheint es angemessen, auch in der ersten Kammer denselben Weg zu gehen und behält sich derselbe vor, über diesen Gegenstand einen mündlichen Vortrag zu erstatten. In Uebereinstimmung mit den Beschlüssen des andern Hauses beantragt der Finanzausschuß bezüglich des Antrags der Abgg Osann und Baur auf Erbauung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim, an die Regierung das Ersuchen zu richten, die erforderlichen Vorarbeiten zur Herstellung eines Projectes für die Errichtung einer festen Brücke über den Main bei Kostheim nebst Kostenvoranschlägen zu beschleunigen und alsdann der Kammer weitere Mittheilung zu macken. Nach einem von Sr. Gr. Hoheit dem Prinzen Wilhelm von Hessen erstatteten Berichte beantragt der dritte Ausschuß der ersten Kammer in Uebereinstimmung mit dem Beschlüsse deS andern Hauses, der Beschwerde des Gememderaths zu Bensheim, die Niederlegung deS sogenannten NinnenthorS betreffend, keine Folge zu geben- Berlin, 9 Januar. Mit der Großh. Hessischen Regierung ist, dem „Reichs-Anz." zufolge, ein Uebereinkommen dahin getroffen, daß die im König- reiche Preußen auf Grund der Prüfungsordnung vom 24. April 1874 ausgestellten Befähiguugs-Zeugniffe für Lehrerinnen an den höheren Mädchenschulen auch in dem Großherzogthum Heffen als gültig anerkannt, somit deren Inhaberinnen auch in diesem Staate zum Schuldienste zuzelaffen werden, und daß die im Großherzogthum Hoffen auf Grund der Verordnung über die Prüfung der Aspirantinnen für das Lehramt an höheren Mädchenschulen vom 10. März 1880 ausgestellten Befähtgungszeugniffe auch im Königreiche Pr-ußen als gültig gtierfannt und deren Inhaberinnen in diesem Staate gleichfalls zum Schuldienste zugelaffen werden. Ferner ist vereinbart worden, daß diese Anerkennung im preußischen Staate auch auf diejenigen Befähigungszeug >tffe für den Unterricht an höheren Mädchenschulen, welche im Großherzogthum Heffen auf Grund der in den Monaten März 1879 und April 1880 an dem Leh« rertnnen-Seminar zu Darmstadt abgehaltenen Abgangsprüfungen ausgestellt worden sind, ausgedehnt werde. — Die Nachricht, daß dem „Lahrer Hinkenden Boten" der Debit in Preußen verboten sei, so lange durch die Prämtenvertheilung der Vertrieb des Kalender- den Charakter eines Lotterie-Unternehmens besitze, und daß in Folge deffen der Verleger erklärt habe, er werde Kalender mit Umschlägen der fraglichen Art fortan nicht mehr nach Preußen versenden, gibt der „Elsaß-Lothr. Ztg." Veranlaflunq zu folgenden Bemerkungen: „Dieses Beispiel beweist von Neuem, wie nothwendtg es ist, daß diese Materie endlich einmal für ganz Deutschleud einheitlich geregelt werde, damit nicht länger, was in dem einen deutschen Staate erlaubt ist, in dem anderen, benachbarten, verboten sei. Aehnlich ergeht es den Zeitungen in ElsaßLothrrn- gen bezüglich der Lotterie-Anzeigen. Alle tn Baden erscheinenden und in zahlreichen Exemplaren nach dem Elsaß kommenden Zeitungen enthalten z. B. die Anzeigen der Baden-Badener Lotterie, während den im Elsaß erscheinenden Zeitungen die Aufnahme dieser Anzeigen durch die zur Zeit hier noch gültigen französischen Gesetzes-Bestimmungen untersagt ist." Berlin, 10. Januar. Von Mitgliedern des in der Bildung begriffe- nen Vereins deutscher Studenten ist an den Rector Magnificus die Biite gerichtet worden, durch osfictelle Untersuchung mit Hülfe des König!. Poltzei- PräfldiumS den die Studentenschaft berührenden verleumderischen Berichten über Vorgänge in der Silvesternacht entgegenzutreten. Rector Hofmann erklärte, „der Antrag gereiche ihm zu großer Genugthuung; cr werde denselben durch den Ausschuß, deffen Aufgabe es sei, den guten Ruf der Studenten zu wahren, gern amtlich entgezennehmen und in aller Weise fördern." Die nöthigen Schritte sind bereits eingeleitet. — Aus Petersburg wird dem „Tageblatt" vom 10. ds. telegraphirt: „Gestern Früh 3 Uhr ist das Theater in Kronstadt abgebrannt. Der Theateraufseher mit seiner Familie, zusammen 7 Personen, verbrannten. Samstag Abend wurden nach Schluß der Vorstellung im hiesigen großen Theater im fünften Rang zwei junge Leute arretirt. Bei einem derselben wurde die letzte Nummer der Revolutions-Zeitung „Narodnja Wolga" und compromittirende Papiere gesunden. — Der Kaiser empfing gestern Nachmittag den Fürsten Bismarck und conferirte längere Zeit mit demselben. Stuttgart, 10. Januar. Heute Nachmittag feuerte im hiesigen Posthofe der frühere Etsenbahnbau-Unternehmer Braun von Stuttgart ein Doppel- Terzerol zweimal aus den Oberbaurath v. Abel ab, welcher an der Hüfte, jedoch nicht lebensgefährlich, verwundet wurde. Der Attentäter ist verhaftet. Das angebliche Motiv seiner That ist ein verlorerer Proceß gegen die Eisen- bahnbau-Commisston. Stratzburg, 8. Januar. Großes Aussehen erregte der Umstand, daß der hiesige PoUzeictrector von Saldern auf längere Zeit Urlaub erhalten hat, nach deffen Ablauf, wie man saat, die Stell- anderweit besetzt werden würde, und daß zwei Generale, der Gouverneur von Straßburg, Gmerallieutenant v. Schkopp, und der Commandant Generalmajor Bauer ihren Abschied erhalten haben oder demnächst erhalten werden. Man bringt diesen Personalwechsel in Verbindung mit jenem Vorfall, bei welchem die hiesige Feuerwehr mit einem Trupp Soldaten zusammenstieß. Es erfolgte nämlich alsbald nach dem Er- eigntß eine angeblich auf Veranlassung des Gouverneurs erlaffene Verordnung des Polizeidirectors, wodurch der Feuerwehr das Abhalten öffentlicher Umrüge verboten wurde, in Folge deffen sämmtliche Officiere der Feuerwehr ihr Amt niederlegten. In einem Theile der altdeutschen Preffe wird wahrscheinllch die Sache so dargestellt werden, als ob der Statthalter aus Nachgiebigkeit gegen die einheimische Bevölkerung drei Beamte geopfert habe. Wir können dieser Auffaffung nicht beitreten, glauben vielmehr annehmen zu müffen, daß der eigentliche Grund tiefer liegt. Möglicherweise wird man höheren Orts der Ansicht gewesen fein, daß die betr. Beamten bezw. Militärs nicht an ihrem Platze gewesen find. (Magd. Ztg.) btt, ein Heizer getödtet. Ein Locomotivfü'yrer, sowie der Ches deS Zuges sind von den Aerzten bereits aufg-'geben. Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. lLsrresvoudenz-Burearr. Pari-, 10. Januar. Die Municipalwahlen in den Departements 1 find im Allgemeinen günstig für die Republikaner ausgefallen. Berlin, 10. Januar. Der La'dwirthschaftsrath wird unter Anderem ! verhandeln über die Handelsverträge Deutschlands in ihrer Beziehung zur \ deutschen Landwirthschaft, über die Effenbahn-Tarifsrage, die VrrstcherungS- Gesetzgebung für das Reich, insbesondere die Arbeit-r-V?rficherungskaffen, die ; Vorschläge für Abhülfe der Nachtheile des Freizügigkeitsgesctzes und über die Erhöhung der Branntweinsteuer. Linz, 10. Jan., Abends. Der hier abgehaltene Dauerntag, der einen ; sehr ruhizen Verlauf nahm, Hit Anträge betreffs der Grundsteuer angenommen, j ferner den Erlaß einer Dankadreffe an den Kaiser und das Gffammtmintste- ; r um für die günstige Lösung der Lehenssrage und eine Resolution betreffs des ■ Wahlrechtes in den Landgemeinden. London, 10. Jan., Abends. Unterhaus. Auf eine Anfrage Wilff's l betreffs der beunruhigenden Nachrichten über die Beziehungen zwischen der \ Türkei und Griechenland erwidert Gladstone: soweit die britische Regierung | hierbei in Betracht komme, habe die Thronrede Alles mltg-thetlt. Die Mächte I seien bestrebt, die griechische Grenzfrage zu regeln, aber über die Mittel zum Zwecke noch nicht übereingekommen. Selbstverständlich trügen diese Bemühungen einen friedlichen Charakter. Lokale-. Gießen, 11. Jan. Arn Freitag den 14. b. Mts. wird der rühmlichst bekannte Pianist Hans Weinberg aus Berlin, der begabteste Schüler R u b i n sr e i n's, nach dessen eigenem Ausspruche, ein Concert im Saale des Eaf 6 Leib abhalten Der Eoncertgeber wird unterstützt von der Opernsängerin Frl. Anna Bock aus Frankfurt, welche auch in Concerten, u. A. im Saalbau zu Frankfurt mit dem größten Erfolge gesungen hat, und von dem Coneertsänger Herrn Wilhelm Bartschat aus Berlin, der über eine sehr sympathische Stimme und eine edle Vortragsweise verfügt. — Gestern Abend spielte sich in der Schramm 'scken Herberge eine Schlägerei zwischen hiesigen Arbeitern ab, wobei die Schutzmannschaft einschrrtt und 2 Beiheiligte verhaftete. Heute Morgen bekamen beide 8 Tage Belohnung. — Eine Straßenlaterne, welche wahrscheinlich einem Dunkelmann m hell brannte, wurde von demselben gelöscht. Er wurde dabei erwischt und zur Anzeige gekrackt. Vermischtes. Darmstadt, 8. Januar. sMilttärdienstnachrichten ] Deiglmayr, Garnlsons Auditeur in Mainz, der Charaeter als Justizrath verliehen; Reimann, Lazarethinspector in Gießen, nach Jülich, Schlaeserett, Lazar,thlnspcctor in Straßburg t. E>, nach Gießen — versetzt; Schulze, Rechnunasrath und Festungs-Jniprctions-Sccretär in Mainz, auf seinen Antrag zum 1. April 1881 mit Pension in den Ruhestand versetzt. Mainz. Ktnver zu ängstigen, um sie hierdurch zur Ruhe zu bringen oder gehorsam zu machen, ist ein verwerfliches Mittel, wie wieder fol enber hier vorgekommene Fall beweist. Kurz vor Weihnachten begab sich eine Frau von zu Hause weg und wurde das Dienstmädchen beauftragt, das Kind zu Bett zu bringen. DieS geschah, aber das Kind war nickt zum Schlafen zu bringen, es sprang munter im Bett umber Das Mädchen griff auch hier zu seinem „Hausmittel". Der „schwarze Mann" wurde citirt und das Kind mit allen möglichen Stimmen geängstigt, bis es ruhig war. Als die Mutter nach Hause kam, fand sie das jhnb ganz tn Schweiß gebadet, mit offenen, stieren Augen und am ganzen Körper zitternd. Sofort wurde der Arzt geholt, da das Kind in heftige Krämpfe verfiel, die es nach Aussage des ArzteS in Form von Epilepsie auch wohl behalten wird. Das ist die Folge des Fürchtcn- machcns. — Aus Heidelberg wird nachträglich eine lustige Geschichte bekannt. Am Weih, nachtsfest brachen Diebe tn dem Äroßb. Bezirksamt dort ein und bestahlen das Bureau des dritten Beamten. Die Bureauröcke und confiscirte Sachen, auch solche socialistrscher Natur, mußten „mitlaufen". Das Heitere an der Geschichte ist, daß die Diebe zur Begehung der That an der Schlaf-, Pardon, Wachtstube der Schutzmannschaft vorüber mußten, um von der Thür des mit einem Besuch beehrten Bureaus aus die Straße zu gelangen. - [Gin spätes Opfer des Bremer Maffenmörders.^ Kurz nach dem Bremer Thomas Verbrechen zog ein etwa 40jähriger unverherratheter, sehr wohlhabender Rentier, RamenS Thomas, von einem in der Nahe von Halberstadt gelegenen Dorfe nach letzterer Stadt weil cr sich beständig darüber ärgerte, daß er dort mit seinem Namen gehänselt wurde Doch nahm dies auch dort fein Ende, und er zog sich, nachdem sein Anteag, seinen Namen ändern zu dürfen, von dir Regierung als grundlos abgewtesen war, gänzlich von aller Welt zurück, wohnte mit seiner Wtrtbschafterin in einem einzelnen Hause vor dem Tbor und nahm am liebsten ein- |ame Spaziergänge vor. Schließlich ward er seines Lebens gänzlich überdrüssig und machte mehrmals Selbstmordversuche Vor etwa 14 Tagen nun verbrannte er seine sämmtlichtn Staatßpapiere heimlich und verließ seine Wohnung, ohne dahin zurückzukeheen Am 28. Dee wurde er beim Steinbolz bet Quedlinburg erhängt gefunden. Uhr und 30 .A Geld befanden sich noch in seinen Taschen. Hande und Gesicht waren von Raubvögeln stark angefressen So können alberne Sckerze auf die Länge einen Menschen zur Verzweiflung und zum Selbstmord bringen. 0 1' Straßburg. [Unglücksfall.) In dem benachbarten Neudorf hat sich ein iunaer Bursche in brr Nrujahrsnacht beim Abschießen einer alten Pistole, die zersprang eine derartiae Verletzung zugezogen, daß ibrn drei Finger der reckten Hand amputirt werden mußten t. ®efenid>a;V'35rÜl(.,e leidenschaftlicher Jäger bekannter Herr ein von ihm erlebtes Abenteuer, welches sehr stark an den seligen Münchhausen erinnerte Da überfiel d.n Erzähler plötzlich ein heftiger Husten. „Mein Gott, was ist Js-nen?" fraaten öngstück bie ihm zunächst Sitzenden. — „Ach,- erklärte beruhigend ein Arzt dem ist »ufällia ein wahres Wort tn die Kehle gekommen" ' । 6 1 ‘ß StTa6bur6. ®t, hichqon Z-ttungm bringen fortwährend Noch- rliten von Folien wo Leute >n Folge übertriebenen Bronntwelngenuffes verunglückt, resp. um'8 geben gefomm.n stnd Romen Ilch Im Ober.Elsoß, wo man sonst an den Welnqenuß gewohnt war, der j,,t einem großen Th-,1 der Bevölkerung in Folge der suchten W-Insohre und der vermebrt.n Ausfuhr versagt Ist, und wo man daS Bier weniger kennt und stbätzt greift der Branntwetngenuh m erschreckender Weise um stch. Vor einigen Togen hat Wied« 'n noto tsehn Sauf« ,n Wittelöheim se ne Frau und ,we, Kinder umgebracht Es wäre wirklich an d" kl m “ , °"'S'«'nMreten DaS bisher ergriffene Mittei, die Ltttn,steuer hat die Wein, und Bterwirthschaften harter getroffen wie die Schnapsduoiken, Jetzt ist auch den Eperialtarff der Eisenbahnen elng,reibe worden, der sonst nur (»etretbe, Äortoff.In, Kohlen und Brennmaterialien ic. zu Gute kommt, und stellt sich > m tzj, ** "och Straßburg für einen Waggon Schnaps auf ea. 30 billig» w Äh * n'4t S"ab< Ö<1 »«* nach den Reichsten «'orschub . . — ®an^en i" die weite, weite Welt.) In der „Schlesischen Gartenlaube" lesen wir W'U der deutsche Student seinem Kneipbruder eine Aufmerksamkeit er- rn a m c^m "em Stück", „einen Halben", und bei besond rer Gettaenbeii auch wohl „einen Ganzen" vor, den jener selbstverständlich erwid->rt Am aber ist eS allgemeiner Brauch, „einen Halben" oder emen aanren in hi» m>?r^enb schicken. Das geschieht folgendermaßen: Bruder Studio A tnnft ff zu; B. kommt dem A. nach und wnlcidi bem (? Dnr unh n f $reuff,e seinen Lauf, bis er endlich vom Bruder 3 wieder beim A "Ganze" lges find WemenU Mtttm littng w lcherungs» iffen, bk über die der einen genommen, mtmlnlfte* ttrchS b?8 ze W)iffr slichkn der Rezleruia )te Mlchte Mittel M Bemühun- chst bekannte nn sie >n 'S, ib abhalten i ^oif autz bcm ftiöhten 9 artschat ortragSweise ' Schlägerei : Belheiligte in m bell ur Anzeige ans Audiieur Aicher na* tzt; Schulze, I, April 1881 >er gehoriam Fall beweist, «nstmädcktn r nicht zum auch hier zu ,en möglich» sie das Kind rnd. Sofort Aussage des ?es Fürchten- Am Wah- Bureau oes Äscher Natur, icflcbung der ym von der net Tbomas |(X, Namen» Stadt, «eit Dock nahm en anvern zu u,üä, wohn» n liebst'» tW und machte e sämmtüchw Am 28- D« Gelo befanden rf angefrc sen- b jum Selb^ sich dn i* ’ dn« derart'Sk ruhten- . runter H ^?J«n 'wmiP lulälli St «fr- zÄ 9'Ä («hte und oer !i“? .trift 8« »iitU* «“ b“ M -er L pabeud 1 □ !lN u HaB t der chen./ > >«rs-S^ |U Breslau losließen. Da die Sache mündlich nicht zu ermöglichen war, so wurde sie diesmal ausnahmsweise fLustlich gemacht. Der Candidat der Medizin B. kam dem nunmehr alS Hotelier lebenden „alten Herrn" ESqmre von B. einen „Ganzen in hie weite, weite Welt" vor. Die hi.rübcr ausgenommene Urfur.be wurde in Gestalt eines Briefes sofort an seine Adresse abgesandt, und am 7. Juli 1880 trank der so geehrte „WiNh der City Bravery auf Ruby Hill, Eareka County, Nevada, North Amerika“ seinem z. Z. wohl mit ihm zechenden Freunde, dem „Mining Ingenieur B " daselbst den laufenden „Ganzen" zu. Don diesem „alten Hause" wanderte der Ehrentrunk an einen „alten Herrn", den Arzt Herrn Dr. Ludwig G. nach Afrika, und damit kam also das Dokument, der qu. Brief, in den dritten Erdtheil. Herr Ludwig G, med. Dr., „im Distrikt Surgeon der Division Murraysburg, tfap der guten Hoffnung", trank'seinen „Ganzen" am 28. August 1880 im Cape of Good Hope, 5000 Fuß Höhe in der Sandwüste in einem Glase „falten Berliner Tivoli" einem in Breslau lebenden Arzte, Dr. H. vor; dieser gab denselben am 14. October er. ebenfalls an einen Breslauer Dr N- weiter, welcher ihn „BreSlau, 1. November er-, an den Inspektor der Petri - Pauli- Schule (deutsches Gymnasium), Herrn Dr. Simon Ez. in Moskau (Rußland)" deför-- derte. Herr Simon Cz trank den „Ehrenschoppen" am 8. 20. November er. im Restaurant hinter dem großen Opernhause zu Moskau", wobei ihm ein Herr Ä. weiland bursch in Gießen, gegcnwäitig russischer Titularrath und Schulmann", assistirte, dem Vorsteher einer höheren UnterrichtSanstalt in Schlesien, Herrn Dr. W-, zu. Dieser entledigte sich seiner Pllicht in bierehrlicher Weise unter Assistenz eines ehemaligen Abgeordneten und Rathes, Herrn Uli (Äneipname), „weiland Bursch in Breslau 1838— 1841", bei feierlicher Gelegenheit am 27. November 1880 und gab den „Ganzen" weiter an Herrn Sigismund P-, philoeoph. doctor, Sandbach (Ckeshire), Manages of thc Am- monia-Soda-Works, Burschenschafter in BreSlau 1861—65, in England. Von England soll er dem Laufzettel zufolge nach Amerike, an einen noch heute in Breslau sehr bekannten und genannten Arzt, Herrn Dr. P., gehen, der ihn wohl noch vor Schluß des Jahres an seinen Ausgangspunkt nach Europa zurücksenden wird. Hoffentlich können wir nach seiner Heimkehr mehr über „die Schicksale dieses ersten Welt-Ganzen" ehemaliger BreSlauer Burschenschafter berichten. Das interessante Dokument verdient jedenfalls die Aufmerksamkeit nicht nur der Beteiligten, die ja selbstverständlich ist sondern auch weiterer Kreise. Vivat, floreat, creeceat der Welt Ganze! — Frankfurt, 10 Jan Heute, in früher Morgenstunde, fand im Stadtwalde an der „Louisa" zwischen dem Rittmeister a. D- im Garde-Manen-Regiment und kgl. Eeremonienmeister von Frankenberg - Proschlitz zu Wiesbaden und dem ehemaligen Lieutenant und Kammerjunker von Fröhlich zu Berlin ein Pistolen-Duell mit tödtlichem Ausgange für den letzteren statt. Dem Vernehmen nach hatte dasselbe seinen Grund in Familiendifferenzen und einem anscheinend krankhaft gereizten nervösen Zustande des Herrn v. Fröhlich. Derselbe hatte seinen Gegner gefordert und beharrte auf den Zweikampf, obwohl Herr v. Frankenberg in langdauernden Verhandlungen am gestrigen Tage und heute bitz zum letzten Augenblicke die möglichsten Versuche machte, ihn durch die Versicherung, daß er ihn nie hab e beleidigen wollen und, wenn es geschehen sein sollte, dietz lebhaft bedauere, zur Zurücknahme der Forderung zu be- I mnb«aU[ l5 Sprungschritte Barriere Mit glatt n Pistolen, ohne zu zielen, statt. Die Waffe des Herrn v. Fröhlich versagte und die fast aleidneitia TnhC hrrh^i seines Gegners durchbohrte d«n Hals und fühlte seinen sofortigen Tod herbei. Herr von Frankenberg hat sich alsbald der Behörde gestellt. 9 handel und Derkedr. , - 11 • Januar. Huf dem heutigen Wochenmarkt« kostcre. Butter per 8fb x 0 90 Hühnereier 1 Stück 7-8^, 2 St. 00 H, Gänseeter 1 St. 12-13^ Käscp^Siück m ? 'rA Ä?leinQtt< Stück 3—0 Erbsen 1 Liter 22 Linien 1 Liter 28 H, r/uben daS 75 Hüh^kr y. St. X 85—1.50, Hahnen p. St. X 100—1.70 Sanft vr $ b J0^66?nten peT 6tü ptrn 10^1 Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat heute nach Landung der für dort bestimmten Paflagtere, Post und Ladung um 1 Uhr Morgen- die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 40 Passagiere und volle Ladung. _ . Bremen, 8. Januar. (Per tran-atlantischen relegraph.l Der Postdamvfer Maio Eapt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. December von ®T'°!en, “nb ®m *9- Decbr. von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgen- wohlbehalten in Newyork angekommen. H Schellfische treffen heute ein. (327 «g. will). Wciöig Schellfische empsteblt (322 Mmil Fischbach. Frische Blumen: Rosen, Reseda, Kornblumen, Veilchen, Hyazinthen, Maiblumen rc. empfiehlt (ZW Utaxl Berger, Lmdenplatz. 302) Steinkohlen, Braunkohlen, klein- gemachtes Holz empfiehlt __8. ©ramm. Allgemeiner Anzeiger. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. 8 Bau-, Werk- u. Nutzholz: 67 fm, mit n e zu 2 12 4230 670 50 79 7 44 46 5 6,4 8 B. 590 Aspen« „ Eickren-Stangen Fichten- „ Büken- „ M der Birken Eichen u. Brken Nadel Aspen ter. 4,8 mm« 0,7 Wellen. 50 24,— 1 2 31 3,65 4 09 0,53 ist an Rau Buchen 10,2 Keifgeöolenes. 326) Neue Sendung Apfelsine»! eingetragen un? empfehle solch billigst Die Zusammenkunft Strangswiese. Gelben Java, vorzüglichsten Geschmacks-Kaffee, -er 50 Pfd. netto Rm 51.— per 91/2 Pfd. netto Rm. 10.50 inclusive Fracht refp. Porto, Zoll und Emballage, also frei in's Haus refp. nächste Bahnstation. (227 ssaffee-Import A. K. Reiche &, Co., Hambs rg. Das langjähiige Renomm^ des Hauses verbürgt reellste Bedienung. Steinlieserung zur Ltraßen - Unterhaltung. 235) DaS Brechen, Anfahren und Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatestraßm im Baubezirk Gießen nöthtgen Tteine sol an nachb nannten Tagen und Orten wenigstfordernd ver- steiaert werden: 1) Mittrvoch, den 12. d. M., Wiorgens 9 Uhr, zu Gießen tm Bram m'jchen Wirthslocal für die Straße von G eßen bis Groß» Linden, von Gi.ßen gegen Rod» heim, von Gießen biS Stei-.bach, vv'i Gießen gegen Reiskirchen, biS AbtheilungSnummer 20 und von Klein,Linden gegen Wetzlar. 2) Freitag, den 14. d. M, Mo gens 10 Uhr, zu L'ch tm Glöckne r'schen W>rthslocal für die Straße von Steinbach über Lich gegen Langsdorf, von Lich nach dem Heffenbcückrr Hammer und von Lich gegen Butzbach bis Abibeilungsnummer 72. 3) Montag, den 17. d. M., Nachmittags 121/, Uhr, zu Lang» Göns im Gasthaus „zum grünen Baum" für die Straße von Großen.Linden bis Butzbach und von Pohl Göns gegen Wetzlar. 4) Mittwoch, den lS d. M., Mittags 12 Ubr, zu Lollar im Gemeindeha s für die Straße von Gießen über Lollar bis zur Preußischen Gre-. ze. Die refp. Hroßb. Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerung im Jntereffe ihrer ©emetrben besonders bekannt machen zu laffen. Gießen, den 7. Januar 1881. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. H olzapfel. 9 — — ^41 120,7 127,5 Gießen, den 11. Januar 1880. Großhe.zogl. Büsg?rmeisteret Gießen. 311) A ©ramm. Tichen-Stärnme mit 130 fm, bis zu 40 cm Durchmeffer, Fichten'Stämme mit 31 fm, bis zu 37 cm Durchmeffer, Birken-Stärnme Der Journallesezirkel von E. HernemannH'H Univ.-Buchh. Sf Antia. (Fr E Fehafinffilril enthält 26 verschiedene illustrirte Journale ™nterbakenben ?n^ ^^/"n^entspreis betragt vierteljährlich nur 3 Mk. 50 Pfg. Zweimal wöchent- stch Wechseltag. Abonnenten werden jederzeit ausgenommen. (299 Holzverfteigerung im (Siebener Ttadtwalde. Montag den 17. Jan. 1881, von Porunttagö 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Distrikten Bannwald und Ameisen» köpf nachoerzeichneteS Holz versteigert werden: A. Brennholz: Wörther Feuerzünder haben bei: ®cbr. Adami, Emil Fisckrbach, Carl Hensel, F. C. Hcnzerling, Emil P-stor, Carl Scbwaab, Pb.l. Strack, Gg. Wilb. Weidig Feinsten tedicinal - Leberthran, in Vi- und Vr-Flaschen, sowie im Anbruch, empfiehlt _____ (296 Grg. Wilh. W*eidig. Pelzmantel billig zu verkaufen. (255 I Rothenberger, Lindenplatz. ) Ich beabsichtige ver- schiedenc schön gelegene Bauplätze zu verkaufen. Th. Wode. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalicn am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: Donnerstag den 13. Januar 1881, Samstag „ 15. Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timtTcn. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihrer Gemeinde auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 7. November 1880. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Ballhandschuhe (2—6k, öpfig, erstere schon z i «X 1 50 282) bei Ph, Schlatter* Prima Couverts pro Mille X 3.— , pro 100 35 H. 172) I. P. Sann, Btsrnarckstr Mühle-Verkauf. Unterzeichneter beabsichtigt Familien» oerhäitniffe halb-r seine nabe der Stadt gelegene, grundlastenfreie Mühle mit einein Mahlgang, Wohnhaus, Scheuer. Stallung und Hofra^im und die dabei gelegenen 3/i Morgen Garten, 6 Morgen vorzüglicher 3-4fchüriger Wiesen, V2 Morgen Ackerland, 2 Morgen Wald, gemischter, ausgezeich» neter, vteljähriger eichen und erlen Bestand ui d einen circa 2 Morgen großen mit Forellen gut besetzten Teich unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Durch das Teichwaffer, lauter Qu.llwaffer, wird die Mühle getrtlben und ist im heißen und trockenen Sommer stets volles Triebwaffer vor- handkn. Außer dem Gelände bei und um die Mühle können noch mit verkauft werden circa 10 Morgen gutes Acker» und Wiesenland in der Gemarkung Grü berg. Kaufliebhaber wollen sich um Auskunft und Verkaufsbedingungen an Herrn Stadtrechner Schäfer dahier wenden. Grünberg, den 23 Decbr. 1880. 307)______Johannes Scbeig. Ballhandschuhe u. weifte Binden empfiehlt (237 L. Kattrein. tilll Cokes Zum Besten des Frauenvereins. von und 1 für nicht nummeiirte Plätze zu haben. (324 18,880 Personen mit . . - eX 95,990,564 Vers.-Summe 323) auf dem Woog Dietz, Dilnftnm- n. 313) Concert miethen. Flügelsgasse 31. 95. MAN WASCHE STETS MIT. Hudsons OD to der sitz Eintrittskarten sind von Freitag den 14. Januar an in R u d o 1 p h'schen Musikalienhandlung zu 2 Jt. für einen Sperr- 03 O GO 309) Ein Commis, Manufacturist, mit fluten Referenzen sucht Stellung. Gest. Offerten an die Exped. d. Bl. unter 318. Adam Bender, Krofdorfer Straße D. 113,7. und Garantie-Capital Ende 1879 . . Berlin, den 30. December 1880 Cs; Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Putsch) in Gießen. 100,186 jährl. Rente. 26,285,200. des Pianisten Hans Wchibers aus Berlin unter Mitwirkung der Opernsängerin Frl. Aeiaia Block aus Frankfurt a. M. und des Concertsängers Herrn WHheim Bartschat aus Berlin Freitag den 14. Januar, Abends 8 Uhr, ins Zinnie de ft €’«/*(* Gewiiciit auf sofort ein tüchtiges Dienstmädchen. Näße res (292) Kaplonsgasse 6. 227,5. 'S <3 BESTER U. BILLIGSTER ERSATZ FÜR SEIFE; 254) In der Nähe des Marktplatzes ist ein Geschäftshaus mit schönem Laden zu 39,000 Mark zu verkaufen. Näheres durch J. Blitz. Sauerkraut, per Pfund 10 H, empfiehlt 244) E. Hainbach. Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt X 1— per Centner „ „ in's Hans geliefert „ 1.05 „ „ Wird das Zerkleinern deS Cokes gewünscht, so werden hierfür 10 H per Centner berechnet. Der Transport in das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Abnahme von mindestens 5 Cmtner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. (83 flcnera(=Uerfammrmig. Tagesordnung: B.st mmnnq über d e Ausstellung, Vorstandswahl, Rechnu gs b age. (<63 Zum jjnniüriiius Heute Dienstag u. Mittwoch 310) E'.n Pferdeknecht mit guten Zeugnissen zum sofortigen (Sintritr gesucht von August Lchleßingcr. Marburg, von Mitgliedern des academischen Gesangvereins und hiesiger Dilettanten: Orpheus, Oper in 3 Acten von Gluck. Orpheus: Frau Dr. Weiffenbach, Eurydice : Fräulein Charlotte Gr im mell, Amor: Fräulein Hermine Kattmann. Danksagung , 318} fa?en wir allen D njen gen, welche uns während Krai ksems unseres l eben unoeraeßliche» Gatten und Vaters Kari Hohei, besonders aber den Schwestern und dem Frauenv°rein, so tröstend zur ^eite ftanben, ferner für die so viel gespendeten Blumen und für die Theilnahme an feinem Begräbrftß unseren tiefgefüh'.ten Dank Gteßen, den 9. Januar 1880 Frau Bohn und Kind. Spielwerke I 4 — 200 Stücke spielend' mit oder 1 ohne Expression, Mandolne, Trommel, Glocken, Castagnetlln, Himmcls- stimmen, Harfenspitl rc. , Spieldosen 2—16 Stücke spielend; ferner Necessaires , Cigarrenständer, Schweizerbäuschen , Photographie » Albums, Schreibzeuge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer, Blumenvasen, Cigarren- Ettus, Tabaksdosen, Arbeitstische, Flaschen, Biergläser, Portemonnaies, Stühle rc., alles mit Musik. Stets das Neueste und Vorzüglichste empfiehlt J^H. Heller, Bern (Schweiz). ÄJH?? Nur direkter Bezug garantirt Aechtheit; fremdes Fabrikat ist jedes Werk, das nicht meinen Namen trägt. Fabrik im eigenen Hause. (306 "ODUÜJj aqual usstizßizrst; api.iijnnß’ öunpsh; -a-E -lnr juctß 08 azqm?aore uioa uajAdaijaidS) uoa uaslnvtz, uaq as;un u.iuiuioj §3uü3^ OOO'OS uoa uri usstuocpi aaq 00l Daiififatjimfl. 303) Für die innige T eilmbme bei dem uns so schmerzlich betroffenen Verlust uns res lieben Söhnch.ns, sowie für d e reichlichen Blumenspenden, sagen ihren herzlichsten Dank Albert Herrmann und Frau. Gießen, den 10. Januar 1881. Concert hu Clnhsaale Montag den 17« Januar, Abends 6 Uhr. Unter gefälliger Mitwirkung der Frau Dr. Weiffenbach von hier, Fräulein Charlotte Grimmell und Fräulein Hermine Kattmann Direction der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft Weitere Auskunft wird gem er,heilt, auch werden Anträge auf Versicherungen entgegengenommen vo- ___________________Wilhelm Mosler in Gießen. Commissiouslager. Gut frequentirte Ladengeschäfte in Gießen, welche geneigt sind, den commissionsweisen Detailverkauf der Chinesischen Thee’s von Fein & Co, limited London, zu übernehmen, wollen sich mit Referenzen an Unterzeichneten wenden. Nicht« Colo- nialwaaren-Geschäfte erhalten den Vorzug. Eduard Jeaureuaud, Roßmarkt Nr. 20, General-Agent von Fein & Co, Limited, 305) Frankfurt a. M. Wolle" kauft und nimmt in Umtausch die Wollspinnerei von Exträct. Billets ä 1 JL im Cafe Leib. Friseur H. Plank, Gustav Gerhardt und Abends an der Kasse (266 Donnerstag den 13. Januar, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel: 320) Möblirtes Zimmer mit (Sabinet zu vermiethen._________Karl Wenzel. 316) Zweistöckiges Hinterdaus ^Selters- berg E. 37) mit Garten, gutem Trinkwasser, Scheuer und Stallung, ist per 1. April zu vermietben E Wenzel. Berlinische Mens-Bersichcrungs-Gesellschaft. 297) SLtr im Jahre 1881 an die nm Anspruch auf Dtv>d-nde Versicherten zu vertheilerde Ge inn für 1876 stellt sich auf JC. 482,560, die Prämiensumme der Theilnahmeberechn t-n beträgt Jl. 1 664.U0J. Die hiernach zu vertbeilende D vid-nde von 29% w rd den Berechtigten auf ihre im Jahre 1881 zu leistenden Prämien in Anrechnung gebracht. Die Dividende pro 1882 beträgt voraussichtlich 30% dcr 1877 gezahlten Prämien, „ 1883 „ „ 30% „ 1878 „ „ 1884 „ „ 31% „ 1879 „ Die Gesellschaft schi eßt jede Art von Lebensversicherungen gegen feste und billige Prämien. Aussteuer- und Leibrenten-Ver- sicherungen werden unter den günstigsten Bedingungen «ffectuirt. Versichert waren Ende 1879: Wermietyungen. 301) Ein LogtS zu vermiethen. _________________V Bram m. 300) In meinem neuerbauten Hause sind mehrere Logis zu vermiethen. Vkil Bauer II., Bahnhosstr. 298- In meinem Vorderhaus ist eine Wohnung, bestehend in 4 Zimmern, zum 15. Api il zu vermiethen, sowie eine kleine Wohnung bis den J. Februar. __ I. Nuckstuhl, Gartfeld. 319) Ein Logis, gleich beziehbar. _________Emil Nödel, Flügelsgasse. 316) Ein möblirtes Zimmer zu oer- ber Familie Gärtner. Donnerstag den 13. Januar: TJnwiedexru.fl.ich. Abschieds - CoiicitI. Sicherer Nebenverdienst. 242) Eine solide Feuerversicherungs- Gesellschaft sucht tüchtige Agenten unter günstigen Bedingungen zu cngagiren. Offerten sub X. Y. Z. besorgt die Exped. ds. Bltts. 24) Em kleines Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermietben und alsbald zu beziehen. _________W Äeuling —i9) Ein möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Seltersweg L't. C- 61. *"294) Zimmer mit Eabimt zu vermietben. Schulstraße 19. 21) Zimmer mit Cabinet im ersten Stock, mit Aussicht nach der Straße, hochfein rnöblirt, verrniethet _______S. Elsoffer, Marktstraße 205. 287) Ein FamUienlogis mit allem Zubehör per 1. 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