Nr. 2«2 Donnerstag den 10. November 1SSI. Meßmer Wneiqer Aüieigc- und Amtsblatt fir bcn Kreis Gieße«. Bureau r Lö'ul straße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Berlin, 7. Novbr. Prinz Karl von Preußen ist plötzlich im Jagdschloß HubertiiSstock bei Ebei-walde schwer e krankt. Se. König!. Hoheit hatte der Jagd den ganzen Tig obgelegen und 8 Stück Hochwild erlegt. Kurz vor der Abfahrt de- Kaiser- zur Rückkehr nach Berlin wurde der Prinz so heftig unwobl. daß er im Jagdschloß zurückbleiben mußte; «s geschah dies so plötz- lich, daß nicht einmal Zeit blieb, den Kaiser und den Leibarzt, welche bereits auf der Fahrt nach EberSwalde sich befanden, zu benachrichtigen. Bekanntlich war Prinz Karl tn diesem und im vorigen Jahre leidend, batte sich aber sehr bald wieder erholt; der Prinz. Gereralfeldzeugmeister und Chef der Artillerie, steht im 80. Lrben-jahr (N uesten Nachrichten zufolge ist an der ganz»n Krankengeschichte nichts Wahres. Red.) — Ezar Alexander 111. gedenke fei'e l 5jährige Hochzritsfeier festlich zu begehen. Der Crbgroßherzog Friedrich Wilhelm von Baden soll dabei das deutsche Kaiserhaus vertreten. — (Die Oelhetmer Quellen). Es sind jetzt bereit- zwölf G»sell- schäften mrl der Gewinnung von Petroleum ui dem Hannoverschen Oeldtstricte beschäftigt, wobl ein Bewe S, daß die Industrie lebens« und cntwickelungSfähig ist. Aus Oelhkim sind zwei Dipe^chen tn Birlin eingeqangen, deren erste besagt, daß das Freitag Abend tn Betrieb gesetzte Bohrloch 6 innerhalb t3/* Stunden 70 Barrels Oel producirt habe. Werter wird darin gemeldet, daß die Bohrlöcher 3 und 5 unverändert vorzüglich produciren und daß 7 und 8 in einigen Tagen «be-falls den Pumpbeirteb beginnen dürften. — Die zweite Depesche lautete: N. 6 lieferte in voriger Nacht bet sehr langsamem Betriebe ca. 200 Bar'elS sehr seine- leichte-Oei und producirt gleichmäßig werter. — Mohr. Es ist die- nun die dritte Oelquelle von größerer Produc.ivität, welche von der Oelhetmer Gesellschaft erbohrt wurde. Brieflich«» Nachrichten zufolge steht für die nächste Zeit die Erbohrm.g dive's.r weiterer Oelquellen in Aussicht, betreffs deren insofern auf große Oe.'mengen geschloffen werden darf, al- die Aiueichen, die dem Erschließen stärkerer Quellen vorherzugehen pflegen, nämlich da- mit heftigem Geiüse erfolgente Auisteigen von GaSmengen, sich bet einer Anzahl im Äufsck ließen befindlicher Boh'löcher bereits bemerkbar machen. ES scheint bei der überraschend schnellen Entwickelung der Oelhetmer PetroleuM'Jndustrte der Moment gar nicht so fern zu sein, in welchem Deutschland -um größten Tbeil seinen Consum feit ft productren wird. — Der Reichstag ist nun durch kaiserliche Verordnung, welche im „Reich- Anzeiger" veröffei tl cht ist, auf den 17. November rinbrrusen. Als Alterspräsident, welcher die nächste Session zu eröffnen berufen sein wird, wird der Abgeordnete für Mülhausen im Elsaß, der Commerzienrath und Fabr.k- befitzrr Johann Dollfus bezeichnet. Geboren am 26. September 1800, steht Herr Dollfus im 82. Leben/fahre und >st das älteste Mitglied unter den neu gewäblten Abgeordneten. Sollte Herr DollsuS das Amt zu übernehmen verhindert sein oder eS an daL rächstälteste Mitglied übertragen wollen, was ihm fretsteht, so würde Graf Moltke, geboren cm 26. Oktober 1800, Alterspräsident sein. • — Bei Gelegenheit der allgemeinen deutschen Ausstellung cuf dem Gebiete der Hygiene und deS Rettur g-wesens im Jahre 1882 wird auch e n Laboratorium für Untersuchung von Nahrungs- und Grnußmittcln zur Anschauung gebracht werden. ES b-stebt, wie wrr erfahre: , gleichzeitig auch die Absicht, eine Revue über den Bestand und die Verbältniff- der Ui tersuchungs- Aemker, ,esv. der Co: trol-Statio: en für NabrungS- vnv Gennßmittel da:zu- stellen, damit dieselbe allgemeire Beachtung finde. TaS Untersuchungs- Material soll in übersichtlichen Tabellen zusammcng'stellt werden, um v'.elle cht auf solche Weise zu einer einheitlichen Untersuchungs-Methode zu aelang-n. — Bemglich der nun erfolgten Veröffentlichung des östrrreichischen W hr- gefetzes für Bosnien und die Herzegowina wird den „Berl. Polit. Nachr." mitgetheilt, d ß der Erlaß dieses Gesetzes — und d es ist jedenfalls in hohem Grade charakteristisch und politisch bedeutsam — erfolgt ist, ohne daß vorher eine Verhandlung hierüber mit der Pforte stattgefunden hätte oder eine Anfrage an dieselbe gerichtet worden wäre. Karlsruhe, 7. November. Der „Karlsr. Ztg." zufolge besteht d>e Krankheit deö Großherzozs in einem gastrischen Fieber. Vorgestern und gestern Abend trat eine Erhöhung der Temperatur ein, welche auch beute anhielt. Alle übrigen Kra kheitserscheinur.gen halten sich in mäßigen Schranken. München, 7. November. Bei der heutigen Stichwahl im 1. hiesigen Wahlkreise siegte Ruppert (Centrum) mit 7700 Stimmen gegen v. Schlör (nat.-lib.) 6400 Stimmen. Breslau. Breslau-Osten. Im Ganzen abgegeben 15,550 Stimmen, davon für Hasenclever (Socialdem) 8455 Stimmen, für Beblo (Fortschr.) 6855 Summen. — Breslau-Westen. Im Ganzen abgegeben 16,435 Stimmen davon für Kraecker (Socialdem.) 8312 Stimmen, für Freund (Fortschr.) 7898 St. Oesterreich. Wien, 7. November. In der heutigen Plenarsitzung der österreichischen Delegation erklärte Hübner, daß es ihm, als dem ältesten Diplomaten in der Versammlung, gestattet sei, dem zu Aller Le dwesen so früh abberufenen Baron v. Haumerle ein Wort der Anerkennung und deS Dankes zu widmen. (Beifall). Der wichtigste von dem Dahingeschiedenen zu einem g,drihlichen Ende geführte Akt sei die thetlweise Modificirung der Berliner B'schlüffe für Griechenland gewesen. Diese brennende, zu den ernstesten Besorgniffen Anlaß gebende Frage sei innerhalb weniger Monate gelöst worden, Dank der Weisheit und der Mäßigung der Mächte, Dank dem einmüthigen Zusammengehen ter Cabiuete von Wien und Berlin. ES sei dieS etn neuer Beleg für fein (des R dnerS) Axiom, daß eS eine orientalische Frage nur giebt, wenn die Mächte es wollen, und daß, trenn ff- nicht wollen, es keine giebt. Der Aufgabe der Berudigui g der Balkanhalbinsel, sowie der Erfüllung seiner übrigen schweren Drrufspflichten habe sich Haymerlc mit dem Aufgebote und der An- strenguna seiner geistigen, mit Zerrüttung und Erschöpfung seiner physischen Kräfte peribmet. Er sei eines frühen Todes gestorben, aber nachdem er sich wohlve,dient gemacht habe um den Kaiser ujiö das Vaterland, wohlverdient um die Erhaltung deS europäischen Friedens. Arankreich. Paris, 7. November. Nachrichten aus Tunis bestätigen, daß zahlreiche Stämme der Aufständischen ihre Unterwerfung angeboten haben. — DoS „PariS-Ioiunal" erklärt alle Gerüchte hinsichtlich der Zusammensetzung M zukünftigen Ministeriums für verfrüht mit dem Bem-rkeu, daß (Sambetta noch Niemandem irgendwelche Eröffnungen gemacht habe. Die Dinge würden daher bleiben, wie sie find, bi- Gambetta officiell beauftragt werde, ein neue- Erbtnet zu bilden. Das genannte Journal glaubt versichern zu können, daß do- neue Ministcrium am Tage nach der Ertheilung des bezüglichen Auftrag s an Gambetta im „Journal officiel" publicirt werden wür e. England. London, 7. November Es ist Gefahr vothanden, daß der Landge- richtsbof durch die überaus große Menge der vorlie^endru Proceffe zum Stillstand komme. ES muß entweder vas Personal stark vervielfacht oder da- Verfahren abgekürzt werden, sonst wird eine Ltockuni entstehen; sehr nachtheilig ist auch der bedeutende Kostenaufwand; da dec Gerichtshof die Fälle nach ftinem B-lieben auSwählt, müssen oft GutSherre,., Sachwalter, Zeugen und theure Abschätzer wochenlang warre». Bis jetzt haben nur die Sach-valter rom neuen Zustande der Dinge Vortheil gezogen, während die Gutsherren gewalrige Schäden erleiden, da während der Schwebe Niemand Pacht zahlt. Rumänien. Bukarest, 7. Norbr. Der König empfii g heute in feierlicher Audienz die außerordentlich- persische Gesandtschaft, welche die Glückwünsche des Schaf- von Persien anläßlich der Ethrburg Rumäniens zum Königreiche übrrbrach'e. Seröien. Belgrad, 7. November. Das Gerücht, daß sämmtliche Bischöfe wegen der SuSpendirung des Metropoliten ihre Entlaffung zu nehmen beab- sichtigen, ist unbegründet. Durch den Einfluß des M nisters des Innern, GarasLani-.i, find die durch den Protest des Metropoliten heroorgerufenen Differerren ou-aeglichen worden. — Die von der liberalen Partei verbreitete Nachricht von der beabfichtigten Demission des Cabinets entbehrt ebenfalls der Begründung. Afrika. Tunis, 7. November. Bei den Recognoscirung-n in der Umgebung des Lager- von Teboursouk stieß man auf einige Aufständische, welche ohne Müde zerfireut wurden. Die Unterwerfung aller Aufständischen im Norden der Regentschaft wird demnächst erwartet. General St. Juan ist in Rairuan wieder eingetroffen; tn Djebel-Ouffelet traf derselbe keinen Aufständischen. Amerika. Washington, 7. November. In feinem allgemeinen Jahresbericht empfiehlt General Sherman aus Gründen des militärischen Dienstes eine Vermehrung deS Heere-. Morgen finden in 12 Staaten der Union die Wahlen statt, -uä diesem Anlaß werden die Märkte geschloffen sein. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 8. November. Die „Post" enthält einen Aufsehen machenden Artikel, welcher sagt: Fürst B smarck beabsichtige im Laufe der Woche zurück- , zukehren und dem Kaiser Angesichts des B?ahlergrbniffes über die zukünftige i Gestaltung der Regierung Vortrag zu halten. Wie die „Post" hört, habe der ' Kanzler geäußeN. er fd müde, das Sticbblatt für alle Bosheit, Niederträch- ‘ tigkeit, Derläumdung und neidische Verdächtigung zu sein, welche eine Bevöl- ; kerung von 45 Millionen ablagere. Der Artikel kommt zu dem Schluffe, der ! Nachfolger des Fürsten Bismarck muffe, da mit der Fortschrittspartei nicht monarchisch zu regieren sei, mit der Unterstützung der Katholiken eine regie- । rungsfähige Majorität bilden, nachdem die nationalliberale Partei, auf welche gestützt Bismarck den langjährigen Kampf gegen das Cmtrum^ geführt, ihn im I Stich gelassen und deren Führung auf die radikalen Parteien übergegangen sei. inft der Kubes, Häär, sitt so *r 6128 Ai« Kirchlichr An^eigkn der evang. Gemeinde Gießen. Donnerstag den Iv. November, Abends 6 Uhr: Im Saale des Gymnasiums: Misston-stunde. Pfarrer Dr Naumann- (Die Neger in Westafrcka als Heiden und als Christen.) empfehle meit Regligösto dewden, S Tüchern, i schuhen, io und Mansi Krankfun a. M., den 9.Novbr., Nachmittags 2 Uhr — Min- (lelegr. (Soureber'd?^ Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Erekm- act:en313V6# StaatSb.-Actien284^ e, Galizier 2693/4, Oest. S'lberrcnte 6_63/4/4% Goldrenle 7714, 4% 1880er Russen 743/6, 2 Onent-Anleibe 6UVi6, ö% Rumänis^- Rente 891/4, Lombarden 125Vh. Tendenz matt. zM elrgt Ms empfehlen xS- ^'3 Kommod 2 Spleg"' 1 MM" 1 Pferd, 1 Gießen, den 7366) Vermischtes. Witten 3. November. Unsere Stadt sollte gestern und heute von den Folgen deL herrschenden Waagonmangels in eigrnthümlichcr Welse betroffen werden: es war namilch mcht möglich, die Straßenlaternen anzuzündcn, weil es an Gas mangelte. Unsere städtische Gasanstalt bezieht sämmtliche Koblen von der Zeche „Pluto", und zwar in letzter Zeit vier Doppelwaggons täglich. Obgleich nun die genannte Zeche, welcke, deilaustg bemerkt, wiederholt in letzter Zeit wegen Wagaonmongels die Förderung auf Stunden hat aussetzen muffen, das Menschenmögliche zu leisten bestrebt war, konnte sie der hiesigen Gasanstalt dennoch nur einen Waggon täglich liefern. Weil man nun den Privatabnebmern wenigstens Gas liefern wollte, so borgte man zu dem einen Waggon von Zecke „Pluto" auf einem befreundeten Werk noch eine ebenso große Quantität und war dadurch im Stande, die Privatabnehmer zu befrievigen, die Beleuchtung der Stadt aber mußte unterbleiben. Wenn demnach für einige Tage Wüten in die Reihe derjenigen Städte eintritt, in denen es „finster" rst, so .st das nicht unsere Schuld. (Elbs. Z.) Kassel, 2. November. Die Kunde von einem blutigen Morde durcheilte heute unsere Stadt. Der Israelit Rosenberg, ein gut situirter und angeblich angesehener Handelsmann, begab sich am'Sonnlag Abend spät auf den Heimweg vom Dorfe Zwergen aus, um nach Niedermeiser zu gehen Dort ist er nickt angelangt. Am andern Morgen wurde nickt weit vom Dorfe Zwergen der Leicknam deffelben etwas abseits vom Wege unter Kartoffelkraut von Dorfbewohnern aufgefundcn Am Kopse fand sich eine klaffende Wunde vor, die anscheinend von dem Schlage mit einer Axt herrührt. Uhr, Börse und Werlhgegenstände fand man bei dem Leicknam; es scheint ulio fein Raubmord, sondein ein Racheaet an dem alten, in den sicbenziger Jahren stehenden Manne begangen zu sein —- Der Mörder des Rosenberg ist bereits von einem Gensdarmen in das hiesige Kre sgerichtsgefängniß abgeliefert worden. Derselbe ein Sckäfer, soll die That mit einem Hammer verübt haben. Als Motiv des Verbrechens wird Rache gegen den Erschlagenen angegeben, der allmählig das Vermögen seines Mörders an sich gebracht haben soll. Weitere Ausklärungen wird die Untersuchung und die Hauptverhandlung ergeben. . «. o r. c n Neuwied 3. November. Eine als höchst exaltirt bekann'e Frauensperson schob gestern Nachmittag auf dem hiesigen Kirchhofe ihrer Stiefmutter aus einem Revolver eine Kugel in ben Rücken D»e Verwundete, welche sofort zuiammenstürzle, befand sich mit ihrem Manne an dem (Stabe dessen erster Fiau, als die Thäterm fick von hinten näberte und den Sckuß aus nächster Näbe abgab. Die Wunde soll erheblich sein und konnte d,e Kugel, welche im Rücken festsitzt, bis heute nock nicht entfernt werden, jedock ist Hoffnung auf Wiederherstellung nicht ausgeschlossen. Die 35 Jahre alte Derbreckerm wurde verhaftet. — sWas kostet der Kölner Tom?] Die Summen, welcke theils aus Prlvatkrmen, tbeilß auS öffentlichen Mitteln seit 1821 in die Dombausasse geflossen sind, betragen bis heute 18 Millionen X. die jo ziemlich zu gleichen Theilen auf die Thürme und den Ausbau der Kircke felbft verwandt wurden. Diejenigen Summen, welche die früheren Jahrhunderte für das Gebäude ausbr ngen mußten, namentlich diejenigen Gelder, die m fcen (dopclen Fundamenten ruhen, sowie die zum Ankauf benachbarter Grundstücke erforderlichen Opfer ergeben mindestens einen Gesammtwerth, welcher circa 40 Millionen X darstellen wird. — sGasmotoren.] In einer Schilderung der internationalen ElectiicssätsauSstellu-g in Paris kommt die „Köln. Z g." auf die Gasmotoren zu reden und schreibt dieSfalls: Die gegenwärtige Ausstellung wird eine Epoche in der Geschickte der Gasmotoren bilden, weil dieselbe zum eisten Male Motoren großer Kraftleistung zeigt und damit den KrafterzeugungS- maschinen eine ganz andere Richtung anbeutet. Die gegenwärtig ausgestellten Motoren sind Hochdruckmaschinen und tragen die Bezeichnung „System Otto", eine Benennung, burck welche die Firma dem intelligenten Erfinder und berzertigen Mitglieds der Direktion Herrn N,k. Aug Otto die ihm gebührende Ebre zu Theil werden läßt. Das von Herrn Otto erkannte und in den ausgestellten Motoren verwirklichte Princip besteht in der Verwendung sehr schwach- procentiger Gas- und Luftmischungen, welche erst durch vorhergegangene Kompression tm Cylinder der Maschine brennbar werden und die momentane Verbrennung oder Explosion auS- schließen. Deßhalb arbeitet die Maschine ohne alle Stöße und m der Wei'e einer ruhig gehenden Dampfmaschine. Gasmotoren werden schon in der ganzen civilisirten Welt verwendet. Die größte und neueste Anlage ist bekanntlich diejenige tm Theater in Frankfurt a. TO., woselbst fett kurzer Zeit zwei gekuppelte Maschinen von je 50 Pferdckräften für Feuerloschzwecke auf gestellt ungeeignet sind, in wenigen Minuten nach dem betreffenden Signal dir enorme Wasser- menge son 5 Gsm. in der Minute in die bis übet oaS Da» be8 Gebäude« führende Druck- lettung zu pressen. Im Ganzen sind zur Zeit etwa 7Q45 Motoren mit 24,190 Pferdekraften Die Rabatt-Sparanstalt hat ihre Thätigkeit begonnen. Die Anstalt hat zunächst an folgenden Plätzen Agenturen errichtet: Berlin, Magdeburg, BreSlau, Stettin. Kassel Gießen, Darmstadt, Mannheim, Neustadt L Pfwz, Karlsruhe, Heidelberg, Leipzig, Delitzsch, Glaucdau, Gcra Greiz. Dortmund, Hannover, Potsdam, Frankfurt a. M., Offenbach, Hanau, Mainz. Heilbronn a. N , Pforzheim, Straßburg ic., und wurde an verschiedenen Plätzen mit Ausgabe der Rabattsckeine bereits begonnen. (Wahlkuriosum.) Ein Wirth im Kreise Bochum, der aus irgend welchen Gründen nicht aut auf den Dr. Löwe zu sprechen war, warnte seine Gäste und Bekannte davor, diesen Mann wieder in den Reichstag zu entsenden, denn dann feiere er als Abgeordneter des Kreises Bochum bald sein 25jähriges Jubiläum und müsse mit 5000 Thlr. Mrlich alö Abgeordneter pensionirt werden. Diese 5000 Thlr. habe dann der Kreis Bochum wieder mehr auf dem Halse. Viele haben diese Geschichte geglaubt; den „Penschoneier n will'n wi en nich, dann wählt wi liewer 'en Andern." (Wie sich ein Haifisch im Hafen von Baltimore fing,) erzählt der dortige „Korrespondent" so: Im Trockendocke auf Locust Point wurde ein 7 Fuß 6 Zoll langer Haifisch gefangen, nachdem schon wiederholt das Vorhandensein solcher Gäste berichtet wurde, ohne daß man der Sache Glauben schenkte. Der Dampfer „Mc. Elellan war auf das Trockendock geschasst worden, um reparirt zu werden, und man war Morgens eben damit beschäftigt, Wasser auszupumpen, als man auf einmal eine starke Bewegung unter der Oberfläche des Dockwassers bemerkte und wenige Minuten darauf einen großen Haifisch entdeckte, welcher sich in dem Dock gefangen hatte, und nun bei dein Versuche, die Freiheit wieder zu gewinnen, das durch Pumpen immer weniger werdende Wasser gewaltig peitschte. Nachdem das Dock trocken gelegt war, lag das Ungethüm auf dem Boden, peitschte mit dem Schwänze die Planken und schnappte in höchst ungemüthlicher Wesse nach allen Seiten, wobei man hinreichend Gelegenheit fand, die Kraft seiner Kinnbacken zu beobachten. Nach und nach ließ jedoch die Wuth des Ungeheuers nrch, da ihm das fcauptelement, Wasser, fehlte. Gleichwohl hielt er cs noch volle drewiertel Stunden auo, ehe er krepirte. Man holte den Fisch schl'chlich heraus und stellte thn zur Besichtigung aus. Tausende strömten täglich herbei, um einmal einen ventablen Haifisch zu sehen. ((Heirathsannonce.) In einer Zeitung zu St. Louis fand sich kürzlich nach folgende Heirathsannonce: „Schöne Worte fehlen mir — dafür werde ich die That reden lassen' Ich soll alt fein. Man sagt es, aber ich glaube, daß ich noch jung bin. Hung ist mein Herz und jung find meine Dollars, die, 14 000 an der Zahl, noch unberührt vom rauhen Hauch der Welt im Kasten liegen. Heirathen! Ha! zu heirathen! Ich ließ wn sagen, heiratheii fei ein Himmel, der Himmel! Wahrhaftig! Ich liebe die kleinen weißen Hände und die großen schwarzen Augen. Wo ist nun eine Dame mit blonden Locken- köpfchen? Ich schreibe abgerissen, dunkel, sehr dunkel - ich liebe! Zum ersten Mal liebe ich Wo ist sie, die mich wiederliebt? Wo ist sie um Gottes willen, wo ist sie? Ich muß sie finden, ich muß, muß! Die hochachtbaren Ladies, welche mit beim Suchen helfen wollen, SdiliFsberlcht. Mitgetheilt von dem Agenten bt8 norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger in Gießen. ~ Bremen, 7. November. sPer transatlantiscken Telegraph.] Der Postvampfer Geneial Werber Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 21. Oktober von Br'rmtn und am 2h. Oktober von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Ubt Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. ... Die r>r "Kntltche 9 CM I 17. und letzte L 1372 Seldge, 75 000,30 000 loose vers. incl. i JL 4.-. 5 S ßottecteur A. < Wiederverkäu Borzügl. Eingemo Esfiggm Hellerlü Dietoria und Bvl empfiehlt Rrantfutt, 8. Novbr. Bet der heutigen Stichwahl wurde Sonne, mann mck 9149 St. gewählt. fcoeH (SoctalDm.) «^ 8600 (£t. G„iz, 8. Novbr. Bei der hier stattgehabten Stichwahl wurde Wilhelm Bloß (Soctaldem.) gegen Merz (cons.) gewählt. Labr. Bei der am 4. ds. ersolgten Stichwahl wurden insg lammt 17 709 St. abgegeben. Davon erhielt Ferdinand Sander, Fabrikant in Lahr (nat.-lib.) 9150 St., Dr. Julius Siben, Gutsbesitzer in Forst (Cmtr.) 6511 Im Ganzen abgegeben 16,310 St., ba?on für Gutsb-- fifaer Jakob Schuck in Frstenbach (nat.*U6.) 8436, für Kreisgerichtsrath a. D. in Auburg (Centr.) 7874 ^t.mmen. Heidelberg. Abgegeben im Ganzen 17,620 St., davon für Dr. Blum (nat..K 10 970 K für Dr. Fischer (Centr.) 6603 St 1 Bonn, 8. November. Der Reichstags- und Landtags-Abgeordnete Fransten ist gestern nach kurzem Krankenlager gestorben. $ Kronstadt, 8. November. In Folge des SudwestwindeS sind alle Raed-si wieder eisfrei geworden, die Schifffahrt unbehindert. 5 Gr. Kälte. Wien, 8. November. In der heutigen Plenarsitzung der ungarischen Delegation erklärte der Sectionschef Kallay: lieber die Äußerungen, welche lch m der letzten Sitzuna des Ausschusses der ungarischen Delegation tür auswart'ge Ang^egenhetten adban habe sind in den Blättern theilwene irrige, vielfach lückenhafte Berichte erschienen^ Dies gilt für den größten Theil der über diese Verhandlungen erschienenen Mittheilungen. Es kann nicht meine Aufgabe fein, mich "r oHllememe Rectificationen eimulaffen6 ich halte es jedoch für meine Pflicht, betreffs lenes Theiles meiner Aeußerungen, welcher die jüngst stattgehabte Monarchenbegegnung betrifft, einige Bemerkungen zu machen und eme Lücke auszufüllen, an welche die Tagespreffe gan; irr- ibümliche Folgerungen geknüpft hat Diese Lücke beftebt. .soweit ich mich erinnern kann und wie auch die anwesenden Mitglieder des Ausschusses sich erinnern dürsten, in ^olaendem: ^ch sagten „Was uns betrifft, so werden unsere Beziehungen zu Ztalien durch keinerlei egoistische Rücksichten bestimmt- Um so offener €°nnen mir es aussprechen, wie bereitwillig wir zu der jüngst erfolgten Annäherung dn. Hand । geboten haben, deren Werth für uns noch um fo höher erscheint, als eine freundliche Gesinnung uns nicht von den regierenden Kreisen allein entgegenaebracht wird, sondern nach den vielfachen Kundgebungen der öffentlichen Meinung Italiens auch im Her.en b r Bevölkerung lebhaften Wiederhall findet^ In Folge dieser 1 staltung der gegenseitigen Beziehungen werden wir m Zukunft gegensutig nichts zu fürchten haben." Kallay schloß, er halte sich verpflichtet, diese Lucke zu ergänzen, ohne sich in eine Erörterung des weiter Gesagten bezüglich der Jrrendenta und anderer Punkte einzulafsen- (Lebhafte allgemeine Eljens.) ,sr. „ Ml>v, London, 8. November. In dem vor dem Schwurgerichte m Maidstone verhandelten Processe gegen den des Gold'schen Eifenbahnmordes angeklagten Lefroy Mapleton wurde der Angeklagte für schuld g befunden und zum Tode verurtheilt. Madrid, 8. November. Nach hier eingegangenen Nachrichten hat m der Kohlengrube zu Balmes eine Explosion stattgefunden, wodurch 15 Personen getodtet und fünf schwer ve' 8. November. Da die türkischen Behörden ungeachtet des ersten günstigen Berichts darauf beharren, die ganze Ladung — auch die nicht für Konstantinopel bestimmte — des deutschen Dampfers „Vulkan ?^tiren zu wollen, welcher Dampfer bekanntlich Dynamit führen soll, hat der deutsche Geschäftsträger Hirschseld gestern eine Note überreicht, rn welcher er gegen das Verlangen der Behörden protefiirt, eine Durchsuchung der nicht nach Konstantinovel bestimmten Waaren für ungesetzlich erklärt und Vorbehalte bezüglich der durch die Anhaltung des Schiffes geschädigt en Interessen macht- L v k a 1 e Gießen, den 9. Nvv. Gestern Abend 7 Uhr passirie Se. König!. Hoheit der Groß- hcrzog, von Nidda kommend, die hiesige Station. ~ <_< v Gießen, 9. November. (Sterblichkeit in Gießen.] Die Zahl der Toveöfalle belief sich innerhalb der Woche vom 30. Oktober bis 5. November 'm Ganzen auf 6. Ein Gisen- bahnbediensteter gerietb bei Ausübung seines Berufs zwticken die Puffer der Locomotive und dem Tender und erlitt dadurch Verletzungen, denen er nack wenigen Stunden erlag. Außer- d m starben noch 4 erwachsene Personen, nämlich 2 an Lungenschwindsucht, eine an Aliers- schwäche, eine an Krebs. Ein Kind starb wenige Tage nach ver Geburt an allgemeiner Schwäche. Gießen 9. November. Gestern Abend wurde in einem diesigen Wirihschaftshofe einem fremden Zwiebelhändler ein Mantel vom Wagen gestohlen. Die Schutzmannschaft ent deckte den Dieb in einem Manne aus Grüningen und verhaftete denselben in einer Wlrth- schaft am Schiffenberger Weg. Vor dieser Wirthschaft an einer Hecke hangend, befand sich der Mantel. — Ein hiesiger Musiker wurde heute Nacht in der Sandgasse von 4 Mannern Überfällen, gründlich durchgehauen und ihm die Violine zerschlagen. Den Thätern ist man auf her Spur. — Seit ca. 8 Tagen trieb sich ein Individuum in Förster-Uniform in der Stadl umher, bei Lehrern, Forstleuten, Officieren rc. in feinerer Weise fechtend. Die Polizei nahm sich heute Morgen des Menschen an, da sie vermuthet, eine ähnliche Person, wie der vor Kurzem Verhaftete, welcher bei den Herren Professoren schwindelte, in Händen zu haben. Die auf Grund neuer wissenschaftlicher Forschungen dargestellten und von vielen Herren Aerzten warm empfohlenen W- Voß'schen Katarrhpillen, welche den so lästigen Schnupfen in wenigen Stunden beseitigen und heftige Lungen-, Rachen- UNO Kehlkopskatanche binnen kürzester Zeit in die mildeste Form überführen, sind (ä ®oh 1 X) in den Apotheken zu Gladenbach, Fiohnhausev, Marburg (Einyorn-Apothek. - Frankfurt (Adlerapotheke) und in den übrigen bekannten Apotheken zu haben. Daselbsl wird auch eine kleine Broschüre über dieses neue Heilverfahren von Or. weck. Wittlinger unentgeltlich abgegeben. ~ Handel und Verkehr. — Der so erfreuliche Aufschwung der Deutschen Eisenindustrie begegnet jetzt zwai nirgends mehr Zweifel, es dürfte aber, um die Bebeuturg der eingetteteren Besse,ung gan> zu ermessen, nicht ohne Interesse fein, aus dem vorliegenden reichin Material von Zelt zu Z:U einige konkrete Roten berauszugreifen. So wird u. A. dir Kgl. Dircciion der Rechlsrheinilcker Eisenbahn in den nächsten Tagen nicht weniger als 54 Güterzugs-Lokomotiven im Submission» wege zur Lieferung aussckrciben. Höchst bedeutend ist auch der Bedarf Amenkas an E>senbahnmat«rial. ÖOTliegente. Berichten zufolge Haden neuerdinas wieder übernommen: Krupp 38,000 TonS Schienen, Bockumer Gußstahlfadrik 1 0,( ( 0 Tons Stahlblöcke für Schienen, die Gute Hoffnungsbütte 19,00" Toni Stahlbiöcke und l,5uo Tons Schienen. — Es begreift sich danach, wenn vom Rhein gemeldet nhb, daß alle Hüttenwerke außerordentlich stark beschäftsst sind. werden gebeten" rc. n u. — sIm neuerbauten Saale des Konservatoriums.] Commerzienrath: „Sehr schon, in der That, ick bin ganz Überrasckt." - Director: „Gegen die Einrichtung, Ausstattung und Ausdehnung läßt sich allerdings nichts einwcndcn, leider bat der Saal einen groyen Uebelstand — die Akustik ist schlecht." — Commerzienrath: „WaS Sie sagen! Ich rieche nichts" — «Wer ist der Fulste?] Ein Düsseldorfer ging eines Tages am Rhein fpajiertn Da gewahrte er drei Sackträger, welcke, lo lang sie waren, in der Sonne lagen- »W r eß von öd) der Fulstc? de sall fünf Selbergroichen Han." Sogleich erhebt sich der Pckter und sagt: „Ick sinn der Fulste, göbt mech die fünf Selvergroschen." "Nah i ech sin der Fulste!" und hält die Hand hin. Drickes bleibt ruhig hegen. „De es der Fulste, sagte der Herr, „da do häst den Drückztehner!" Drickes gähnt und spricht: gut und stecht en meck en de Täsch." i.l fr alBq» ut" teht. [Na6?: V fr. «i Malierin) j,.H l,n ®ototr > hui C(; tllon tzMü v ™ Dito lU"R lehr 14: ;t öomptlfttT •» I 61Ma :U ffiti'e tint- nie 1 Wklt ottutnr ct a- ®-, teo'üi «ilöidjjteedt -7 it enorm, ®afn, 8 führend« tni 190 Pfndtkirsü, ll Hai iunätl a n' Äafifl, 0ittn kbtztch, Elam« Hanau, «m, ätzen mit 8uf;t> welchm Erülldn Bekannte bau« als Abgeorbnno 00 Thlr. MM t Kreis Bochu, i „Penfchonein n zählt der boitigt 16 6 Zoll langn • Gche bericht« Rc. Clellan' roti ui war Aorgnu starke Bewc^uar rauf elnin gras« bei dein Striufo rbende Waß'i t? m auf dem 'Wt ;emüthiicher Sfft seiner Kinnbacke» nid), da ihm t:; :rte( Ltunben am i zur Besichtige sisch zu feden. sich kürzlich nack ich die Thal rebo jung bin. )»nz c och unberührt v» «en! Zch l’fb r’ die kleinen t blondem i ersten iM lt* ist fit? ZtL mut )t-n helfen wollen. cher am »'• . ... " ist 9 XV ,Stbx * rieche niwir ,m W" lonnt iflS,n' rhebt sich ii", iit: >''C tr &Ä& |C ,®war:? SS vo° y^>. iliven im unfleDU qifjni:(T in ” lt M" F m*' Allgemeiner Anzeiger. «Bonnrrftag brnlO-lloormbrr, Nachmittag- 2 Uhr, werben m bei ftUtffdbm Hosrailhe da- hier meiftbietenb gegen Baarzahlung ver- nCl3CAommoben, 1 Schränkchen, 3 Sopha, 2 Spiegel, *2 Stühle, 1 Tisch, 1 Uhr, 1 GlaSschrank, 1 eichener Schrank, 1 Pferb, 1 Pferbegeschtrr. Gießen, ben 8. November 1881 Bauer, 7366) Gerichtsvollzieher. Feilgebotenes. Frisch elr^etroffene Schellfische aus Eis tmpftbltn (7388 J. 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Fangmann. Reparaturen und Bezüge werden besten- besorgt. (5G89 Mittagstisch im Abonnement. lleslaiiralioii Fritz Loiiy, D. 210 Marktstrasse D. 210 empfiehlt Wenzels Winter-(Palmen)-Garten. Freitag den 12. November: 1 Aboniiemenl-Concerl. Wiener Abend» Anfang präcis 2 Uhr. Entree 20 Pfg. Die Liste liegt an der Kasse zum Abonniren auf. Das Rauchen ist in den Abonnement-Concerten nicht gestattet. 7389)__________________________Wrausse^ Kapellmeister. Rabatt-Spar-Anstalt Berlin SW., Charlottenstr. 19. Unsere Gesellschaft ist unter Nr. 7986 in das Handelsregister eingetragen. Die Aktien sind fest übernommen und werten dishalb nirgends zur Subscription aufgelegt, noch an der tforfe gehandelt; dagegen haben fick sämmtliche Actionäre verpflichtet, an Freunde der Sache Actien gewinnfrei abzugeben. Eine Uebertragung unserer auf Namen lautenden Actien an Dritte ist nur mit Zustimmung des Aussichtsraths zulässig j dieselbe gilt als ertherlt, wenn der Aufsichtsrath nicht innerhalb eines Monats einen anderen Käufer zu denselben Bedingungen beibringt. (§ 7 des Statuts.) Die Superdividende der Actien darf nicht mehr als höchstens 10 pCt. betragen, so lange der Reservefonds nicht die Höhe von 50 pCt. des eingezahlten Actiencapitals erreicht hat (§ 31 d. St.) Die Uebereinstimmung zwischen dem inneren Werth der ausgegebenen Sparscheine und der Gesammtsumme der hierfür verzinslich angelegten Gelder must allmonatlich durch einen Notar oder vereideten Bücherrevisor geprüft und das Resultat in genügender, durch den Vorstand festzustellender Weise veröffentlicht werden. (S 36 d. St ) Dem in der constituirenden General-Versammlung gewählten Aufsichtsrath stehen alle Rechte und Pflichten zu, wie dem später durch die ordentlichen Generalversammlungen zu wählenden Aufsichtsrath, mit Ausnahme dcS Anspruchs auf die Tantieme oder irgend eine andere Dergüttgung für die Dauer seiner Amtszeit bis zum Ende des ersten Geschäftsjahres. (§ 41 b. St.) Berlin, am 1. November 1881. (7391 Der Vorsitzende des Aufsichtsraths: Der Vorstand: Georg von Bunsen.Dr. Wilhelm Loewenthal. E Heller. Vermiethungen. 7376) Zu vermiethen ein kleines Logis im Nebenhaus. I. Georg Unverzagt, Gartfeld.^ 7377) Ein kleines Familienlogis zu vernuethen bei Gärtner Noll, L'cherstraße. 7378) Ein Zimmer mit Kammer, mit oder ohne Möml, zu vermiethen bei PH. Schlatter. 7381) Ein kl. möblirtes Zimmer zu vermiethen^ Neuenweg 116. 7382) Zwei schön möblirte Zimmer sind per sofort zu vermiethen. _____Schillerstraße A. 1113. 5082) Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen und sofort zu begehen . Chr. Schopbach. 6546) Ein kleines Familienlogis sowie ein einzelnes Zimmer ist an stille Leute zu vermiethen im „Darmstädter Haus". 5105) Eine Familienwohnung im 1.Stock zu vermiethen. A. Rüflng, Bahnbof. 7129) Ein Familienlogis zu oermietben. _ Rothenberger, Kaplansgasse. 7345) Möbl. Zimmer auf sofort zu vernnethen. Neue-Bäue B. 101, 1. St. 7353) Möbl. Zimmer zu vermieth n _________Frankfurterstraße 33?/10. 2. St 7363) Ein Stübchen zu vermiethen bei Wwe. Henkel, Flügelsgasse 90. 7228) Ein Familienlogis zu oerm ethen F. Winter, Bürstenmacher. 6514) Die Parterre-Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern ncbst Zubehör, alsbald zu vermiethen bei Georg Lüdckina. Teufelslustgärtchen. 6165) E-ne Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern rc., und ein schön möblirtes Zimmer nebst Cabinet zu vermiethen bei _______Dr. Körniger, Grünbergerstr. 3665) Die von Herrn Major Rau fünf Jahre lang bewohnten Räume sind im Ganzen oder auch getheilt, anderweitig zu vermiethen. Reflectanten wollen sich gefl. wenden an Rudolf Wolf, oberer Riegelpfad.^ 7323) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Zimmer- meister R u ck ft u h l, Steinstraße 121», Parterre.________________________________ 7303) Eine geräumige Werkstätle, welche sich auch zu einem Lagerraum eignet, ist zu vermiethen. Südanlage C. 42. 7296) Eine Familienwohnung zu ver- miethen.___________Reichensand C- 130. 7286) Der erste Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße ist durch den Tod des Herrn Dr. Eckstein Ende Februar oder Anfangs März nächsten Jahres zu vermiethen. Julius Hoch. 7207) Eine kl. Familienwohnung zu vermiethen. W. Seultug. LchlMaffe 258 SÄ'“ große Zimmer mit Zubehör und Lager- raum — per 1. Dez zu vermiethen. (6718 6162) Zwei Familienlogis zu vermiethen im „Schützenhof". 3674) Ein freundlich möblirtes Zimmer billig zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. b. Bltts.___________________________ 3436) Der von Frau Kuch ler seither bewohnte untere Stock meines Hauses, Süb- Anlag-, ist anderweit zu vermiethen. I. Alker. 7184) In meinem neuerbauten Hause an der Ostanlage ist der untere Stock, 7 Zimmer, Küche, Bodenkammer rc., sowie der obere Stock, 5 bis 6 Z'mmer rc., zu nermietl)tn und alsbald beziehbar. Auf Wunsch mit Stallung. ___ L Kauf. 2585) Eine Wohnung zu vermiethen und sofort beziehbar bei ___________________ffiebr. Stamm. 7342) E ne Wohnung in meinem Nebenhaus, 4 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Dr. Ploch. 7335) Möblirtes Zimmer zu vermiethen- Seltersweg C. 72 'm Hinterhaus. 7261) Ein Famil'enlogis p.r 1. Dczdr. zu vermiethen. Wetzsteingasse 60. 7213) Logis, gleich beziehbar, zu ver- miethen. Neue-Bäue B. 90. 6814) Kleines Familienlogis zu ver- miethen. Sonnenstrahe B. 106. 6598) Ein großes unmödl. Zimmer zu vermiethen -m_______„Schützenhof". 7234) Wohnung mit ober ohne Laben preiswürbig zu vermiethen. Nähei es bei bcr Expeb. bs. Bl. 7205) Ein schönes Familienlogis zu ver- miethen bei Jacob Dörr, Mühlgasse. Vermischte Anzeigen. 7379) Ein Hund, Pudel, groß mit rothen Flecken, abhanden gekommen. Dem Wiedeibringer ein? gute Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. ______________Circus Lorch. Prlzwaarm § werben nach neuester Mode umgearbeitet Reparaturen vünktlich besorgt, sowie sämmtliche inszrürschnerfach einschlagenbe Arbeiten stets prompt unb billig bergestellt. Georg Schultheis, Kürschner, Marktstraße 20. Alle Schirmreparaturen, so- wie das Neu-Ueberziehen von Regenschirmen wird bester.- besorgt von Weltzenkorn, 7273) Schulstraße 19. fließener Concert-Verein. Zweites Coneert am Sonntag den 13. November 1881, Abends präcis*) 5 Uhr, im Saale des Gesellschastsvereins unter gefälliger Mitwirkung der Frau Lederer - Ubrich, KönigL Kammersängerin (Sopran), des Herrn Carl Heymann, Hofpianisten und des Herrn Friedrich Grützmacher, König!. Kammervirtuosen (Cello). 7039) PROGRAMM. 1. 2. 3. 4. 5. 6. Sonate A-dur für Cello und Klavier . . . Arie : „Martern aller Arten“ aus der „Entführung aus dem Serail“ Sonate H-moll (Klavier) a ) Romanesca Altitalien. Melodie aus b) Gavotte für Cello . . . c) Perpetuum mobile . . . Lieder: a) Wie berührt mich wundersam b) Abendreihen c) Vergissmeinnicht a) Orgelfantasie und Fuge \ b) Abends i c) Concerlparaphrase über für Klavier Mendelssohns Sommer- • nachtslraum I von van Beethoven. „ Mozart. „ Chopin. dem 16. Jahrh. von Padre Martini. „ C. M. v. Weber- „ Franz Bendel. T, Karl Rein icke. „ //. Hoffmann. „ Bach-Liszt. „ Schumann. f) Liszt. Der Flügel von Blüthner ist aus dem W. R u d o 1 p h’schen Pianofortelagcr. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. Rudo 1ph’schen Musikalienhandlung ä Jt. 2.50 (Sperrsitz ä JL 3.50) zu haben. *) Der Zutritt zum Concertsaal findet nur durch den Nebensaal I statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. : Der Spar- & Vorschußvcrcm Steinbach • veröffentlich! hiermit, daß die Zahltage genannter Kasse auf SPtittiDödb i uno Äamftag, Mittags von 12 ühr an verlegt, und daß außer * dieser Zeit keine Geschäfte besorgt werden. (7375 Der Direktor: L. Haas. IlibSaotlieik Piiöbus. Der soeben erschienene Kftalog der nachgelassenen Bibliothek des verstorbenen Herrn Professor Dr« Phöbus hier, enthaltend Medicin und Pharmaeie, sicht auf Verlangen gratis und franco zur Verfügung. Gießen, den 1. November 1881. Fr. E. Fehsenfeid, 7287) Buchhandlung und Antiquariat. = Circus Lorch.-- Heute Abend 8 Uhr: Grosse Vorstellung. 7380) Eine gesetzte Frau, welche in allen häuslichen Arbeiten, sowie im Nähen und Bügeln tüchftg und er« ! fahren, auch englisch spricht, sucht, gestützt auf gute Zeugnisse, Stelle als Haushälterin. Offerten unter M- W. 6 an die Annoncen-Expedttion von Karl Bindernagel in Friedberg (Hessen). D^ ' Bettfedern-Leinigungs- Anftall von (7241 F. Wagner» ^tferroeg 109, ! empfiehlt sich zum Reinigen und Putzen : von Federn und Waschen von Bettzeug. Lager von <6cttfrbetn bester Qualität. 6283) 5>fc neuesten Muller von Aamen- Iilchülcn i sind eingetroffen und wird das Umändcrn ! prompt unb billig besorgt von Isouis Gail. I Mäusburg. 7076) Ganze Bibliotheken, sowie einzelne Werke und Schulbücher kaust ! und verkauft das Antiquariat von A- K. IVornm Siltersweg. -ftifirplflii. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2", 3«», 6» 81’* 11*> 444 76 • 7.50. Marburg 8-‘8, 852. Caffel 1217*, 1* 3», 9«* 1153 pc» 443 8"*. Wetzlar 6", 8«, 12, 1* 4", 45’ 7** 7“ 9,J5. EmS Eoblenz 6", 8«*, 12, 1* 4« 73* Deutz 6*’, 12, 457. Fulda 615, 12, 5. Lauterbach 643, 12, 5, 73i. Gelnhausen 820, 1210, 440. Nidda 8-0, 12io, 440, 745. Ankunft in Gießen von: Frankfurt l12, 8« 92s* H4i 2" 4» 72.^ s36*, 1212*. Marburg 632, 730. Eaffel 2U, 313*, 8«*, H-s,43a, ß«*, 11». Wetzlar 7", 940,1133, I2ss*, 315 432 «« 832*, 1120. Ems-Eoblenz 940,1133,1258*, 315 645 1832* Deutz 1133, 432, 1120 Fulda 1126, 429, 10. Lauterbach 810, ll“, 4”, 10. Gelnhausen 920, 3X, G56. Nivda 636, 920, 336 6*6. * bebeutet Schnellzug. Die fetten Ziffern bie Nachtstunben. Berantwortliche Redactton: A. Scheyba. — Druck und Verlag der Brjühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Ktcßen Hierzu eine Beilage.