nblct’ l?’! Hachtl-, ®«ta ?"* *» »timt ß-h uf «d SetUuf u ehörde. 8 Wnlü|tn, beu ’°n gelbttegen Grundstück auf n dabei statt. Kt, ober ebne ren Selben, Hern : ntroleur. ZüQer. achmtttagS ibe durch ne ne re Ich, bah alle S Mulle und M Bilden lirtn alter ’lblttfrit int Sabril jölber. strchmd, >chrrda'iA »ÄS» SÄ’0* .KZ a guiug* « JSj** W-ktt. Dineil' “isr w2>-< nE'd«rt tfw (201 4-, »*■ L Df Färberei de« fach- Vertreter W ,ie Psali ir. W* 5 , Frankfurt a -'" 8 > (Lrftes Blatt. Sonntag den 10. April 1881 Kießener Anzeiger Amige- inb Amtsblatt fit brn kreis Gießt«. Banm Schvlstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. Preis vierteljährlich 1 ttart 20 Pf. mit vrin-ttlohn. Durch die Post bezogen vierieljährlich 2 Warf 50 Pf. Amtlicher T h ei l. (8 e s u u d c u e Gegeustände: 1 goldenes Plncenez, 2 Hemdenkragen, 1 Wagenreif mehrere Schlüssel. Gießen, den 9. Äpnl 1681, Großherzogliche Polizeiverwalkvng Gießen. KresentuS. Politische Ueberflcht. Die conservative Partei scheint sich zur i.eutu Wahlbewequng als „christ. lich-deutsche Partei" etnfübien zu noUew. In Berlin verkündet wenigstei.- Laß erste Flugblatt einer solcher, neuen Partei, daß auß allen deutschen und christlichen Parteien ein Lomitä zusammengetreten sei, „um den Wahlkampf gegen die vaterlandSlose, jüdische Fortschrittspartei, wie gegen die Soctaldemo- Iratie, die auf den Umsturz de- Staate- au-geht, vorzuberetten." Untere Zustände, heißt e- ferner, seien durch da- verderbliche Wirken dreier Mächte zurückgekommen: „durch die Fortschrittspartei, durch da- heizlose Großkapital, tuich da- Lhristenthum- und Deutsch «feindliche Judenthum! — Denn diese - tret beulen den Staat au-, saugen den Volkswohlstand auf, beseuicen und fcetnmen die Negierung m ihren wohlwollenden Absichten." ES »st lebhaft zu bedauern, daß in lern ehrlichen politischen Wahlkampf die confesfionellen Ver- dächltgungeu. der Gegensatz von Reich und Ärm und endlich grundlose Verleumdungen über LnSbeutung deS Staates und Aufsaugung deS VolkSwohl« staude- hineingezogen werden. Greift diese Wahlparole um sich, so gehen wir einem höchst erbitterten, unnatürlich erregten Wahltreiben entgegen, befien Früchte dem gemeinsamen Feinde, der Socialdemokratie, zu Gute kommen würden Die Most'sche Angelegenheit wirft interesiante Stielflichler auf die eng« ! lischen Verhältnisse. Sowohl der LtaatSsecretär deS Auswärtigen, Dilke, alS der Ehcf der Admiralität. Braffay, zwei von Gladstone in daS Eabinet berufene Radikale, sollen Most materiell muetpützt haben I Die irische öandUga trägt die Soften der Dertheid'gung Most'S, ein Beweis, daß die genier, Anarchisten i und Eommui.isten aller Mänbcr sich für solidarisch erachten. Endlich sollen bet Most chiffrirte Papiere gefunden worden fein, deren Inhalt den Zusam« menhang der gefährlichsten Socialisten aller Länder beweist und über em l LttiNtat Aufschluß geben soll, daS in Berlin geplant war. Bet den eigen« • rhümlichen Auslegungen der englischen Gesetze hält man übrigen- die Freisprechung Most'S für wahrscheinlich. Solchen Nachrichten über die Einigkeit der internationalen Verschwörer gegenüber, ist man bemüht, internationale Vereinbarungen zu schaffen, wclche tiefe dunklen kulturfeindlichen Mächte lahm legen. Die bezügliche Anregung dürfte in Kürze vom Fürsten BiSmarck an die Mächte abg.hen. Sicherem Vernehmen nach stehen wir kurz vor der Erneuerung deS Drei«Kaiser«BündnisieS. Man dön, daß zunächst Lzar Alexander 111. in Berlin emzutreff en, den großen F.-ühjahrSparaden b.izuwohnen und die traditionelle deutsch «russische Freundschaft neu zu besiegeln gedenkt. Don Berlin anS würden dann der russische und der deutsche Kaiser zusammen nach Wien reisen, wo durch den Beitritt deS Kaiser- von Oesterreich auf- Neue die heilige Allianz gestiftet werten soll. Seit längerer Zett streiten sich Frankreich und Italien um den domini« renden Einfluß auf den Bey von Tunis, und daS u.ächtigere Reich hat cs bisher verstanden, zwar den offenen Eorflict zu vermeiden, aber doch in Tunis feine Pläne zu verfolgen. Nachdem der Bev oon TuniS zwilchen zwei Feuern sich in Neutralität zu falviren gedach'.e, ist plötzlich diese tunesische Frage durch den Aufstand der arabischen Stämme, welche die Grenzdlst icte von Tunis und dem französischen Algier bewohnen, in ein neue- Stadium getreten. Tdatsache ist, daß der tunesische Stamm der KhrumirS einen Einbruch in französisch.s Gebiet verübt hat, und eS ist selbstverständlich, daß die algerische Regierung Maßregeln ergreifen muß, um diese Verletzung de- Völkerrecht! zu ahnden und eine Wiederkehr zu verhindern. — Algier selbst ist nämlich keineswegs vollständig pacificirt. Es vergeht fast kein Jahr, ohne daß durch religiösen Fanatismus, durch die Härte der französischen Verwaltung u..d besonders durch die Erprefiungen und Brutalitäten der Frankreich getreten Häuptlinge einzelner Grenzstämme Ausstände startsinden, an denen auch befreundete Shriks »v Nachbarländern, also auch in TuniS. theilnehmen, über welche der Bey von TuniS wenig Gewalt hat, da er sich mtt einem Tribut begnügt. Fiüher fiel eS aber Frankreich nicht ein, in solchen Men den Bey verantwortlich zu machen. Die innere Bedeutung bei neuen Aufstandes, der bald niedergeschlagen werden wird, ist nicht groß. Frankreich. welches den Ge- erai Ehanzy 1879 abberief, verurtheilte jenes System, welches Algier als eine Art französischen Paschaliks betrachtete, das man irgend einem Günstling gab, damit er sich dort bereichere oder „arrangire." D»e Republik wollte, als sie Albert Grevy, den Bruder bei Präsidenten nach Algier sandte, durch Ausdehnung des Cioil« Gebiets mtt bürgerlicher Verwaltung und gemeinem Recht und durch Beschrän- fung deS militärischen Gebiets daS colonisatonsche Element stärken und da- Heer allmälig nur zum Schutz des Landes an den Grenzen machen, während es vorher da- Lanb beherrscht hatte. Der Ausstand zeigt, daß diese wohl« wollende Absicht nicht überall, besonder- nicht au der tunesischen Grenze, ge» billigt wird. Natürlich hegt man nun in Frankreich den Verdacht, der Bey von TuniS, dem ter französische Einfluß ebenso lästig ist, wie der italienische, stehe dem neuen Ausstand nicht ganz fern. Die Bedeutung dieses AulpaiideS liegt also in ter Mö lichkeit eine« LonflictS mit Tunis, den die französischen Lhau« vinisten nicht ungern sehen würden, und damit in der Aussicht pus Derwick« Jungen mit Italien. Drei erklärt die Verst mrnung der Börsen und die Aufregung in Rom und in Pari-. Griechenland soll nunmehr ungesäumt von den Großmächten ausgesordert weiden, die mit ter Türkei vereinbarten Grenzlinien anzunehmen. Die Labt« nete haben der neuen Grenze sämmtlich zugestimmt und die Aufforderung Griechenlands zur Anerkennung derselben geschieht durch identische Noten, welche keine LuSflucht oder Verzögerung gestatten. Die Großmächte lasten keinen Zweifel darüber, daß tie Griechen ohne jede Unterstützung bleiben würden, fall- sie sich in den Krieg stürzen. Diese energische Sprache dürste in Athen wirksam sein. Deutschland. Darmstadt, 6. April. Nach der „Darmst. Ztg." zugehender amt« licher M'ttheilung haben des GroßherzogS König!. Hoheit aus Grund deS A'.t. 2 deS Gesetze- vom 22. Januar 1861, betr. da- Eivildiener W'ttwev- Jnstitut, allergnädigst zu bestimmen geruht, daß die nachbenannten Beamten und Betienfteten in die betbemeihen Klaffen deS Eivtldiener-Wlttwen'Justttut- zur vorläufigen Aufnahme eingereiht werden: pellt find. In Klasse V. In Klasse II. der Oberstaatsanwalt bet dem OberlandeSgericht; Präfidenten der Landgerichte; SenatsprLfibei.teu bei dem OberlandeSgericht. In Klasse UI. Mitglieder der Lmdgerichte, Amtsrichter und Staatsanwälte, sowie der GerichiSschreiber bet dem OberlandeSgericht und die GertchtSschreiber bei den Landgerichten, insofern sie einen pension-fähigen Gehalt van 4400 JL oder mehr im Jahre beziehen. In Klasse IV. der controlirer.be Beamte bei der Hessischen LudwigS-Etsenbahn-Gesellschaft; Hülf-gericht-fchreiber bei den Kammern der Landgerichte für Handelssachen; der L inte-cultur-Ji.spector; Mitglieder der Landgerichte. Amt-richter und Ltaat-anwälte. sowie der Ger chtsschreiber bct dem Oberlandesgericht und die Gerichtsschreiber bei den 2anbper,(tten, insofern sie einen pension-fähigen Gehalt von weniger alS 4400 JC. im Jahre beziehen; Rectoren der Mittelschulen, insofern sie nicht al- DolkSschullehrer ange» der Buchhalter der LabinetS- und Hofkaste. In Klasse VL Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten; Registratur«Assistenten bei den Ministerien. In Klasse VIH Der Ctcorom bei den Gefängnissen zu Mainz. In Klasse IX. LmlSgerichtSdiener; Beschließer und Werkmeister an dem Arbeitshaus; GcsangknwLrter an den Proviozial-Arresthäusern und den Haftlocalen. Frankreich. Paris, 6. April. Aus Algier wud gemeldet: Im ftanzöflschen Lager wird beute eine aus drei tunesischen Generalen bestehende Eommission erwartet. Toulon, 7. April. Das aus 8 Schiffen bestehende Mittelmeer«Geschwader ist h'.er ««getroffen und w.rd morgen nach der algerischen Küste abgehen. Hriechenland. Athen, 7. April. SLmmtliche Gesandten begaben sich heute Nach« mittag 5 Uhr in corpore zu dem Minister des Auswärtigen, fturnunDum- Der deutsche Gesandte, v. Radowitz, verlas den identischen Vorschlag der Mächte, welcher ven allen Gesandten unterzeichnet ist und ließ Kumunduros eine Abschrift desselben zurück. In dem Vorschläge heißt eä, die Mächte i Bitten von dem Wunsch- nach einer friedlichen Lösung der griech sch-turllschen «rage befielt, den letzten Vorschlag der Pforte bezüglich d-r Grenzregulrrung gebilligt und oerlangten die Annahme desselben Eilens Griechenlands, indem fie gleichzeitig versprächen, die Ausführung desselben zu überwachen. Wenn Griechenland diesen Vorschlag ablehne, so würden die Mächte ihm ihre «eitere Unterstützung entziehen. KumunduroS erwiderte, er werde den Vorschlag der Mächte sorgfältig prüfen und nach reiflicher Ueberlegung sobald als möglich eine definitive Antwort geben. Telegraphische Depesche«. Wolff'» telegr. <$»rtefp»*>cni4Snttau. Berlin, 8. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Dem Dom- capitel zu Trier ist aus Anzeige von der erfolgten Wahl eines Bkthumsver- wesers durch den Oberpräfidenten der Rheinprovinz im Auftrage des Staats- mintsteriumS die Müthetlung zugegangen, daß die Staatsregirung sich nicht in der Lage befinde, den Gewählten als Capttular-Vlcar der Dtöcese Trier zuzulasseu. Wenn die StaatSreg'erung im Gegensatz zu den Fällen von Paderborn und Osnabrück für den in Trier gewählcen BiSthumSverweser die Entbindung von der eidlichen Verpflichtung nicht etntreten lafien konnte, so sei der Grund dafür nur darin zu suchen, daß die Regierung in dem bisherigen Ver- halten und Auftreten des Gewählten nicht die Bürgschaft für eine Führung deS bischöflichen Amts in einem versöhnlichen friedliebenden Sinne finden konnte, welche der Artikel 2 des JultgesetzeS zur Voraussetzung habe. Die Staatsregterung werde fich jedoch durch diesen Zwischenfall nicht beirren lasten, ihrerseits ihre Fürsorge für die katholischen Mitbürger, auch weiterhin überall da zu bethätigen, ws ihr dies durch ein entsprechendes Entgegenkommen er- möglickt wird. Lorrd»», 8. April. Der Lord-Siegelbewahrer, Herzog von Argyll, hat wegen Meinungsverschiedenheit über gewtffe Punkte der irischen Landbtll seine Dtmisston gegeben. — In einer Zuschrift an hiesige Morgenblätter hält Maltmau Barry seine Behauptung aufrecht, daß Unterstaatssecretär Dilke ihm im September 1879 eine Summe Geldes für die „Freiheit" übergeben babe. Petersburg, 8. April- Die gerichtliche Verhandlung m dem Proresse gegen Ryffatoff und Genossen wurde gestern Vormittag Punkt 11 Uhr eröffnet. Auf dem sonst für die Geschworenen bestimmten Platze waren in drei Reihen Sessel aufgestellt, aus welchen eine Anzahl hoher Persönlichkeiten, darunter der Prinz von Oldenburg, der Kriegsminister Gras Miljutine. der Finanzminister Abasa, der Reichscontroleur Solski, Graf Baranzsff u. A. Platz genommen hatten. Für die Vertreter der inländischen Preffe waren 5, für die Vertreter der ausländischen Presse 10 Sitze reservirt. An der Hauptwand des Saales befand sich das lebensgroße Portrait des verstorbenen Kaisers, mit Trauerflor umhüllt. Den Vorsitz bei dem Gerichtshöfe führte Senator Fuchs, ihm zur Seite saßen die Senatoren Bippen, Piffareff, Orloff, Sinitzin, Belostotzki. Als Staatsanwalt fungwte Bturawieff, zur Unterstützung ist demselben zugetheilt der Prokuraturgehülfe beim Preisgericht, Postotzki. Auf der Anklagebank faßen: Ryssakoff, 19 Jahre alt, klein, blond, bartlos, in schwarzem Anzüge ; Michailow, 21 Jahre alt, von etwas über Mittelgröße, blond, gleichfalls in schwarzem Anzüge; Jesse Helfmann, 26 Jahre alt, mittlerer Größe, mit schwarzen Augen, stumpfer Rase, rückwärts gekämmten Haaren und etwas jüdischem Typus, in ein schwarzes Kleid gekleidet; Kibalcic, 27 Jahre alt, von mittlerer Größe, mager, mit dunkelbraunem Haar und kleinem Bärtchen-, Sophie Perowskaja, 27 Jahre alt, klein, mager, von bleichem Aussehen mit hoher schmaler Stirn, braunen Haaren, in schwarzem Kleide; Sheljabow, 30 Jahre alt, von hohem Wuchs, mager, mit braunem Haar und Vollbart, starken Augenbraunen unh scharfblickenden grauen Augen. Vor den Angeklagten hatten deren Vertheidiger Unkowski, Chartulari, Gerke, Gerard, Kedrin Platz genommen; Sheljabow hat auf die Zuziehung eines Vertheidigers verzichtet und will sich selbst vertheidlgen. Außerdem waren die vorgeladcnen 64 Zeugen und 11 Sachverständige im Saale anwesend; ebenso waren ein griechisch-katholischer, ein römisch-katholischer und ein lutherischer Geistlicher, sowie ein Mollah zur Abnahme des Zeugeneides zugezogen. Der Staatsprocurator Murawieff trug die Anklageacte vor, deren Verlesung über zwei Stunden dauerte. Hierauf begann das Verhör der Angeklagten. Gegen 3 Uhr wurde die Sitzung auf 2 Stunden unterbrochen. Rach Wiederaufnahme der Sitzung begann das Zeugenverhör. Rach Vernehmung des Kutschers Frolof und einiger anderer Zeugen wurde die Sitzung auf Freitag Vormittag vertagt. — Der Zugang zum Gerichtsgebäuoe wird streng überwacht, die Eingänge sind von Gensdarmen und Polizei-Agenten besetzt, der Eintritt ist nur gegen Karlen gestattet. Jede Ansammlung von Menschen auf der Straße ist verboten, die Straße darf nur auf der gegenüberliegenden Seite von Wagen befahren werden. — Dem Gerichtshöfe gehören außer den bereits genannten Senatoren an die dazu deputirten Graf Bobrinsky, Baron Korff, Tretiakom und Heller. Nachdem die Angeklagten auf die Frage deS Präsidenten ihre Namen, ihr Alter, ihre Beschäftigung, ihr Domicil angegeben hatten, gaben dieselben zu, daß ihnen eine Abschrift der Anklageakte zugestellt worden sei. Jeliabow erklärte, es sei ihm ein von Unterprokurator Pleve unterzeichnetes Schriftstück zugegangen, er habe vom Gefängniß aus gegen die Competenz emes Gerichtshofs Einspruch erhoben, der von der Regierung berufen, in einer gegen die Regierung gerichteten revolutionären Sache Richter und Partei zugleich sei. Der Gerichtshof müsse jedoch direct aus dem Volke oder auS legal gewählten Vertretern desselben, m jedem Falle aber aus einer Jury bestehen. Auf diesen Protest sei ihm eine Antwort zugegangen, deren Authenticität er ihm zu bestätigen bitte. Der Präsident erwiderte, daß er die Zweifel Jeliaboff's sofort beseitigen werde und ließ durch den Gerichtsschreiber einen vom Gerichtshof heute früh in ordentlicher Sitzung gefaßten Beschluß verlesen, wonach der von Jeliaboff vorgebrachte Einwand der Jncompetenz unter Bezugnahme auf die Art. 1031 und 600 der Strafproceßordnung als unbegründet und unzulässig verworfen wird. Jeliaboff erklärte sich hierdurch zufrieven gestellt. Auf eine Frage des Präsidenten nach seinem Alter und seiner Religion erwidert Jeliaboff, er sei als ein Mitglied der orthodoxen Kirche getauft, leugne aber seine Zugehörigkeit zur orthodoxen Kirche, er bekenne sich zur Lehre Jesu Christi, welche einen hervorragenden Platz in seinen Ueberzeugungen einnehme, er sei aber der Ansicht, daß ein Glaube ohne entsprechende Handlungen ein todter Buchstabe sei. Jeder wahre Christ müsse kämpfen für die Wahrheit, für die Rechte der Unterdrückten und Schwachen, wenn nothwendig, müsse er auch für dieselben zu leiden im Stande sein. Auf die Frage nach seiner Beschäftigung erklärte Jeliaboff, er habe der Sache des Volkes gedient, das sei die einzige Beschäftigung, der er seit Jahren sein ganzes Leben gewidmet habe. In Folge der Abwesenheit der Zeugen Oberst Dvorjtzky, Capitän Kulebiakine, Stadtsergeant Denisow und Kaufmann Goldenberg tritt ein zweiter Zwischenfall ein. Der Staatsanwalt macht darauf aufmerksam, daß die drei ersten Zeugen abwesend und durch ärztliche Krankheitsatteste entschuldigt seien und daß der letzte tobt sei. Die schriftlichen Aussagen der Abwesenden würden genügen. Da die Aussage des verstorbenen Goldenberg sich auf die vorliegende Sache beziehe, so könne fie vielleicht gleichfalls verlesen werden, gemäß den Senatsentscheidungen der Jahre 1869 und 1874. Die Mehrzahl der Vertheidiger tritt dieser Ansicht bei. Herard behält sich vor, den Zeitpunkt zu bestimmen, wo er fich erklären will, ob er die Verlesung gestatten will oder nicht. Kedrim schließt sich ihm an. Auf die Frage des Präsidenten an Herard, warum er sich nicht jetzt erklären wolle, erwiderte Herard, weil Goldenberg in einer von der jetzt vorliegenden Sache verschiedenen vor Gericht gestellt fei. so könne seine damalige Aussage nicht bei der vorliegenden Sache in Betracht gezogen werden. Ein solches Verfahren ließe sich aus den angezogenen Senats-Entscheidungen keineswegs herleiten. Der Staatsanwalt meinte, es liege ein Miß- verständniß vor. Es handle sich nicht um verschiedene Sachen, sondern nur um verschiedene Theile einer Sache. Jeliabow sei wie Goldenberg, ebenfalls wegen der Minenlegung bet Alexandrowsk ange- klagt, folglich sei die Vorlesung der Aussagen Goldenbergs zulässig. Herard erwidert, der Gerichtshof solle über die Zulässigkeit der Verlesung der einzelnen Theile der Aussagen entscheiden. Der Staatsanwalt beruft "sich abermals auf die betreffenden Senatsentscheidungen und hält sein Recht auf Verlesung der Stellen der Atlssage Goldenbergs, welche Jeliabow, die Perowskaja und Kibaltischtsch betreffen, aufrecht. Jeliaboff verlangte das Wort und erklärte, die Interpretation der Gesetze sei nicht seine Sache, er müsse sich daher der Entscheidung des Gerichtshofes fügen. Er beantrage aber die Cilirung Kochurnilow und -ololkewitsch. Der Gerichtshof lehnte dies ab, da diese wegen derselben Angelegenheit verfolgt würden, deren Aufklärung die Vorladung der Genannten bezwecken solle. Die Angeklagten hatten kein Interesse daran, dieselben zu geben und das Gesetz gestatte ihnen, nicht zu antworten. Da Goldenberg bei derselben Affaire betheiligt gewesen fei, wie Kochurnikow und Kolotkewitsch, weshalb sollte man für den Einen das verlangen, was den Anderen verweigert wurde. Jeliaboff verlangte hierauf den Beweis für den Tod Goldenbergs, welcher nicht constatirt fei. Der Genchtsl-of zog sich zur Berathung zurück. Rach feiner Rückkehr gab er folg<.nbe Erklärung ab: Rach Anhörung bes Staatsanwalts und der Vertheidiger und Jeliaboff's erklärt der Gerichtshof, daß die Abwesenheit der drei vor- geladenen Zeugen eine gesetzmäßige sei, daß deren Aussagen verlesen werden sollen und daß die Einwände JeliaboffS nicht giltig seien. Goldenbergs Tod sei ordnungsmäßig constatirt. Er könne daher nicht vernommen werden. Die Aussagen der von Jeliaboff gewünschten Zeuge,! bezögen sich auf eine Affaire, in welcher sie ebenfalls angeklagt seieu- Es würden daher die Stellen der Aussagen Goldenlergs verlesen werden, die sich aus die gegenwärtigen Angeklagten bezögen. Hierauf erfolgt die Verlesung der Anllagealte, welch. 1'.) Kolumnen umfaßt.__________________________________ __ Das Erdbeben auf Chios. Den ersten telegraphischen Nachrichten über das Erdbeben auf der Insel Chios sind jetzt aus Smyrna und Konstantinopel nähere Mitthetlungen gefolgt, welche so Schreckliches enthalten, daß man wünschen muß, sie wären übertrieben Die Depeschen lauten: Smyrna, 4 April- Aus Chios sind gräßliche Nachrichten über die Erdbeben Catastrophe einget, offen. Gegen dreißig Ortschaften der Insel sind zerstört; man zählt mehrere Tausend Opfer. Die Erdstöße dauern fort. Die Bevölkerung verlaßt d c Städte, ohne die Opfer zu b graben. 40,000 Personen fehlt es an Obdach. Kleidung und Nahrung. Der General-Gouverneur Midhat Pascha entsandte neuerd ngs zwei Dampfer mit Aerzten, Lebensmitteln und Zelten. In Depeschen aus Chios w>rd besonders um Brot gebeten und ersucht, an das Mitleid Europas zu appeUirem — Konstantinopel, 5. April. Ein Special-Correspondent meldet aus Chios, vom 4 April, 8 Uhr Abends: Auf der ganzen Insel sind gegen 4000 Personen umgekommen; in Chios allein sind bisher 1400 Leichen aus den Trümmern herausgezogen worden Die am meisten heimgesuchten Ortschaften sind: Sarkies, Kalimassia, Vassiliomes und Veroerato. Das Eidbeben ist anhaltend. Der Gouverneur Sadyk Pascha ist abgereist, um Hülfe zu bringen. Der Sultan entsandte zwei Schifte mit Zelten und Lebensmitteln nach der unglücklichen Insel. , .. _ . , .... Dem furchtbaren Erdbeben, welches im Tyrrhenischen Meere die Insel Ischia heimsuchte, ist also jetzt im Acgäischen Meere eine Catastrophe gefolgt, ju welcher das erstere nur ein kleines Vorspiel gewesen zu sein scheint ChioS liegt an der Küste von Kleinasien, beiläufig um zwei Breitegrade südlicher als Ischia, und übertrifft an Ausdehnung die letztere Insel um mehr als das Fünffache. Wie Ischia und Capri vor dem Hafen von Neapel, so liegen Lesbos (Mytilene) und Chios vor dem berühmten Hafen von Smyrna. Von Smyrna kamen die ersten Nachrichten über das Unglud und von dort aus mußte die erste Hülfe nach der Insel gehen. Chios hat im Msttel- meere einen hohen Ruf wegen seiner Fruchtbarkeit und der Schönheit des Menschenschlages, welcher sich die edlen Linien aus der klassischen Zeit gerettet zu haben lchemt. Die Chioten behaupten, daß ihre Frauen und Jünglinge schon im griechischen Alter- tbume als Modelle für die Künstler gesucht gewesen seien An der ganzen Küfte von Kleinasien und in den griechischen Gewässern sind die Chioten ihrer Lebenslust, ibrcs Muthes und auch Uebermuthes wegen berühmt. Die Insel hat fünf gute Hafenplatze mehrere Städte und etwa 70 Ortichaften Die Zahl der Bewohner wird heute aus 50,000 geschätzt; sie betrug aber noch zu Anfang dieses Jahrhunderts 130,000. Eines der furchtbarsten Ereignisse, welche die Weltgeschichte verzeichnet, war das Gemetzel aus Chios im Jahre 1822, in welchem die Türken bic Chioten mit Feuer und schwer! vertilgten und bei dem an 100.000 Menschen ihr Leben eingebüßt haben sollen. D'c Einkünfte der in türkischem Besitze befindlichen reichen Inseln waren der Sultana zu gesprochen. Die Ch'vten, welche auf ihren griechischen Ursprung von jeher stolz waren, erhoben sich wiederholt gegen die Türken und wurden immer wieder mit der glotzten Grausamkeit unter das Joch zurückgebracht. Der bedeutendste Aufstand war jener in dem oben genannten Jahre Lord Byron ging mit dem Gedanken um, den Cmote Hülfe zu bringen. Damals flohen die Insulaner vor dem Türkenschwerte nach allen Richtungen der Windrose, wie heute vor dem entsetzlichen Naturereignisse. In allen Hafenplätzen nahm man die Kinder und Frauen von Chios auf und auf elenden Barren kamen sie nach der griechischen Küste hinüber. Das Unglück von Chioö bewegte die gefammte gebildete Welt, wie cs heute wieder bei dem Erdbeben der Fall fein wnd Dennoch vermochte damals der Dertilgungskrieg der Osmanen den Muth der Chioten n;d)t zu brechen. Die Uebriggebliebenen erhoben sich im Jahre 1827 neuerdings, und nun wurden sie derart niedergeschmettert, daß ihre Kraft ein für alle Mal gebrochen erschien. Hocvinteressant ist die Geschichte der Insel, auf welcher viele Gelehrte die Gedurtsstätte des Homer — vor allen anderen Inseln und Städten — suchten. D'e „Schule des Homer" nennt man auf der Insel eine antike Bank am Fuße des Berges Epos unweit der Meeresküste. Es ist eine schwere Steinplatte, welche auf vier verwitterten Tb'erfiguren ruht. Die Stätte ist der Stolz her Insulaner und von den Poeten der Insel in alter und neuer Zeit besungen worden. Chios ist. wie gesagt, eine der rcidmcn Inseln an der kleinasiatischen Küste, und neben dem Handel verdankt es den Wohlstand seiner Bewohner der Fruchtbarkeit des Bodens. Die Hauptstadt Chios ober ftaftro, gegenüber der klemasiatifchen Küste, scheint, so viel man dis jetzt weiß, ebenfalls vom Erdbeben beimgesucht worden zu fern Die Stadt liegt an einem überaus fruchtbaren Küstenstriche; der Hafen ist freilich nicht mehr so bedeutend wie noch zu Anfang dieses Jahrhunderts. Die Gebirge im Jnneri werden als Kalkgebirge bezeichnet Im Altn:thum wurde viel Marmor auf der Insel gewonnen. Daß sie früher schon von Erdbeben heimgesucht worden sei, ist nicht be- fannt. Fast alle Ortschaften liegen in fruchtbaren Strichen an der Küste und im gebirgigen Innern Seide und Baumwolle g beiden vorzüglich auf der Insel Der Wein von Chios ist hockberühmt und wird dem Malaga gleichgestellt C'tronen, Feiger und Oliven liefern reiche Ernten. Eine Besonderheit der Insel ist der Mast x (em Baumsaft-, welchen die orientalischen Weiber kauen. Der Mastica ist ein Brannrwetn der zum Theil ebenfalls auf Chios gewonnen wird. Berühmt sind die Ter binthen die herrlichen Bäume, welche leider immer seltener werden. Als eine Besonderheit ber Insel werden noch die rothen Repphühner bezeichnet- . . . Und dieses prachtvolle Elland ist in diesem Augenblick eine ungeheure Stätte des Jammers und der Wehklage geworden, von welcher man jeder neuen Nachricht nur nut gepreßtem Herzen entgegen1 sehen kann. _ „ Lokales. Gießen, 9. April. sSitzung der Stadtverordneten vom 7. ds. Mts.j Anwesend Herr Bürgermeister Br a m m , Herren veifleordneten Keller und Heß; von Seiten der Stadt verordnetm die Herren: Baist, Diery, Gatt, Srüneberg Homderger. Kauf Lüdekina, Ab. Roll, «ug. Noll, Petri. Scheel, Sckopback, Voat un. Wortmann. — In die «bschötzunaS.Lommiision für die Besteuerung des Weins werden tu seitherigen Herren wiedergewählt. Hierauf bringt Herr Bürgermeister Srama ein Aniwor: schreiben deS Reickstagsabgeordneten Freiherrn v. Rabenau zur Kenntniß der Cerfemmlun^ worin Herr v. Rabenau mit Bezug auf ein an ihn gerichtetes Schreiben in Betreff des Der fahrens der Snaßburger Tabakmanufaktur erklärt, daß er zu denjenigen Abgeordneten eeböre, welche bie s. Z. von dem Verein deutscher Tobakfabnkanten und Händler an den Reichsta; gerichtete Petition befürwortet haben. - In Betreff der Petition an den Statthalter vo» Elsaß Lothringen wird mitgetbeilt. daß derselbe erf ärt. er könne in dieser «naelegenheu nickt» thun. da eS im Interesse Elsaß - Lothringens liege, die Manufaktur beizubebalten. — Rescript Gr Ministeriums des Innern und der Justiz an ba* KreiSamt Gießen emvffehu unter Beifügung eines Abdruck- eines Localreglcments über den Gebrauch von Bie,druck' apparaten, wie solche- im Kreise Lffenback eingeführt ist, die Einführung desselben im Krei'i Gießen. Seitens der Polizeibehörde wird die Einführung qu. Reglements ebenfalls befürwortet Die Beschlußfassung hierüber wird ausgesetzt, da weitere Erhebungen stattfinden sollen- — Ueberfckreibung eineS Pachtvertrags unter gleichzeit-ger Ueberiassung weiterer zwei Wiesen binK1 den Sieben an den neuen Pächter wird genehmigt. — Die Kosten für die Bepflanzung Realschulgartens, sowie die Anschaffung von Grasiamen für die städtischen Wiesen wervm gv nehmigt. — Dem Gesuch der Alteensckule um Abschlagen einer Wand und Herstellung ein'» Bretterverschlags in dem Schulhause am Asterweg auf städtische Kosten wird stattgegeben. (Hin. (4 . (2 „ ) Schwarzbrot I. Sorte 129 73 3 auer . , I Thoma- 78 tzeifen- u. Lichter-Fabrik P. Jos. Mobs ®K'8 He nrtch IVünfrr cm 6ebn. 4 Dem Postschaffner Trm pensionirten Bademeister Heinrich Boaei eine Lochte' [32 llloil Klostermann von Äal( mit Bterbtaurr. Ferdinand Lieven von 4 32 1 64 2 Mäusburg No. 14. der Bäcker »6r. (2 Pfd.' »eißbrod . Schwarzbrot L Sorte ’ IL Sorte Den 2. April. Charlotte Hermine Äubl, geborene Wvr.dorss, Ehefrau de- Bremser- Johanne- Äubi, alt 27 Jahre, gei. den 25. Mär» Den 6. April. Johann Melchior Äauf, Postpackmetster in Pension, alt 79 Jahre, gest. den Z. April. Auszug aus den Kirchenbüchern der JIM Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 1. April Friedrich vauderer, Tapezier dahier und Elisabeth Auguste Verger au- Londorf Den 3. April. Wilhelm (San-, Kutscher dahier und Elisabeth Schäfer, ledige Tochter de- verstorbenen Ackermann- Heinrich Schäfer III. zu Atnderdügen. Brodpreise vom 10. bi- 24. April 1881 t dn Zlistl -hie, flttolflt, wclchk so •n- Dit Ttp.lchen über iie ürbbtben jnftört; man libli kttung Ptrläßi b r Obdach, Alnbncg •te naitrb njt ,vn u8 Chios ®irt b- zu apptlhrtn - )ie8, vom 4 ÄpnL umgtfommtn; u ogm worben Pit , Passilioniks unb Mascha ist QbgcTcift. jdUn und itbent- :t dir Znsck Zschi- lgt, |U welcher bc; [t an der Lüste io: übertrifft an Äu! chia und Capri it: vor dem btrübntr i übet das Un;lü- empfiehlt seine sammtlichen Haushaltungs- und To-letter-r Seifen zu den billigste» Preisen. (1710 (4 . (6 . bei Emil der BrodveikLufer Kgr. (2 Pfd) Weißdrod . , (4 , ) . (4 . ) 1 2 1 2 1 2 3 Altkatholischer Gottesdienst. Am Palm Sonntag, den 10. April, findet um 9 Uhr dahier in der HoSpitalkirche Altkatholischer Gottesdienst statt. Zugleich wird dabei den Gemeindemitgliedern Gelegenheit zur Ofter-Lommuni-n gegeben «erden. Den 1. April. Sm unehelicher Sohn, Earl August, geb. den 9. Mir,. Den 2. April. Dem PostseeretLr Lari Goldmann eine Tochter, Sophie Katharine Mar e Mathilde, geb. den 8. Februar Den 3. April. Dem Schreinermerster Aeinharv Wagner eine Tochter, Ida Wilhelmine, grd. den 22. Januar. Denselben. Dem Werkmeister Joseph Avth ein Sohn, Lari August, grd. den 17. «ärz. Denselben Dem Metzgermeister Lari Burkhard etnr Tochter, Mart« «agustr Elisabeth Susann« Margarethe, grd. den 15 März. Drnirlben. Dem Weichensteller Konrad Strippe! eine Tochter, Marie, geb. d. 29. Januar. Denselben. Dem Gemüsehändler Johanne- Zörb ein Sohn, Earl Heinrich Joseph, geb. den 13. März. Denselben. Dem Bautechniker Friedrich Jakob Altvater eine Tochter, Katharine, geb. den 20. Februar Den 5 April. Dem Lehrer an der höheren Mädchenschule Dr. August Friedrich Buch hold rin Sohn, Otto Carl, geb. den 22. Februar. Den 6. April. Dem Laglöhuer Konrad Schmidt ein« Tochter, Anna Katharine, geb. den 20. März. Den 7. April. Dem Kaufmann Konrad Joseph Keller eine Tochter, Christine, ged. den 7. Februar. Demselben. Dem Uhrmacher Heinrich Friedrich Reit eine Tochter, Larolin, Antonie, geb. den 18. März. Schreibmaterial,enbändler Johann Heinrich Friedrich Kühn von Gießen mit Barbara Dolhasen, Tochter dc- verstorbenen Steuermann- Iaeod Dollhofen II. von Bingen. 5. Schuhmacher Heinrich Wi.helm Schmidt von Kirtorf mit Marqareihe Wiener, Tochter de- verstorbenen Ackermann- Adam Wißner von Alt-Buseck 5 Schreiner Karl Kaust, Wittwer, von Gießen 58 2 26 3 52 1 Wilhelm Drescher em Sehn Iuliu- 7. Eine Tochter von au-wärt-. 3. Dem Ladern,tster Balthasrr Witter «ine Tochter. Elis» Anno. Gest»rde»r. 3. Apnl. Wilhelm, 1 Jahr alt, Sohn de- Taglöhner- Konrad Pfeiffer. 3. Dem Tagtöhner Heinrich Münker ein Soho, 2 Tage alt. 4. Dem Postschaffner Franz Hanstein eine todtgedorene Tochter. 3. Anna Hermine Karoline Hvrtenie Bertha Elisabeth, 1 Iadr alt, Tochirr de- Gui-drsitz'r- Karl Schlenk,. 2 Taglöbner Wilhelm Aodoer. 40 Jahre alt. 3. Der pevsionirt« Postpackmeister Johann Melchior Kauf, 79 Jahre alt. 4. Adolf, 10 Jahre all, Sodn ce- verstorbenen Dachdecker- Georg Insel. 5 Wilhelm, 6 Jahre alt, Sohn de- Baknarbeiter- Jacob Balser h. Karl, 8 Jahre alt, Sohn de- Lontroleur- bei der Lewerde- bank Heinrich Wagner. , (6 . ) . . r bei W Seulina und Pb- Bob . . B5 Agr. (2 Pfd.. Schwarzbrod LL Sorte El6 'LZ. NB. Schwarzbrod IL Sorte wird von & Busch, H Faß, F. Henning«, 8- Krpneberg, D Longe, A- Noll, L. Schneider nicht verkauft. Gießen, den 9. April 1881. Großherzogliche Polizei-Denvaltung Gießen. Fresenius. 1942) Sss Neueste in Daiuen-lDiliaugeo rnk Kleiderstoffen empfiehlt in reichster Auswahl und ?u den billigten Preisen Fe Holberg) Kirchenplatz. mit Anna Margarethe Haub, geb. Z ist von Holzheim M B erdrauerrtdesiger Anton Joseph ~ '* 1> arte Hudrrtinr Anna Lieven, Tochter de- verstorbenen (6 . ) bei H. Jhibn ........ , Ä HaaS und R Wallenfels . _ F. W Hartmann..... „ M.Lcnz. t;. Wallenfels, D. Rübl Dwe., L- Keil und Ehr. Faß Honstein eine Tochter. 30. März , Auguste Margarethe Christiane. 29. Dem Hautdoist Han- Llaus «ringel «in Sohn 2 Apnl. Dem Schubmachermeist'r Christian Stcuerwald eine Tochter, Lauise. 1. Dem Schuhmacher 1. Apnl Dem Taglöhner 5*«n» n V* * ? (»«>. 2.< "„ •Ml Nette ihi Senn im (ti, *?"?"■ r-’St« °en leb l^ibc,. [un9 zurust. jjjA 'toauanroali'j uni "heil bet brr. M. werben icllm unb et otbnungemi^ig ,bct von ielifliofi ,s Qngeüüi: • 'N, dir sich aus di. ünnagealie, welch. jib§ hat im M ir ibtit bt« Meiis-ce ttt )U haben djetff. it griechisch tr gaujen Äüilf k ttr Lebenslust, 'V Ins flute Hajenpl-' {„er wirb beute rlt« fy( uni. tl i f “»i2.n«e /um ea,„n ... H°l, auf tlrim »on tbm gepachtet«« Terrain, sowie einem gleichen Gesuch von H. Noll VII. wird Ge. ««bmiauna ertbeilt. - Dem wiederholten Gesuch de- Otto Moaenburg um Ueberlaffung von Pflastersteinen soll unter der Betmflung entsprochen "erden, bah Gesuchsteller d,e vor seinem Hau!« brsindlichen Treppentritt« entfernt. - Infolge Gesuche- de- diesigen verein- um Ueberlaffung städtischen Gelände- wird der P,e'» von 2 -4L p'o OMrter festgesetzt. Rach Genehm,oung verschiedener Kasten Deereturen wird die Lffentl. Sitzung geschloffen e Aiewen 9. Mär» Bon Heil zu Zeit werden in einer (tat Berlaae zur „Loneordta di. Arbeit-zttim unb Löhne der diversen Handwrrkerbranchen die Leben-mittelpretse und Preise der Wohnungen k zusammengeftellt und zwar von te. 23u Städten. Für Gi'ßen ^°ben ^ darin Nachstehende- verzeichnet: 2s erdalten de, un» die Schreinergesellen be, llstündiger Arbeit-'»e,i 15 .* Wvch.nlobn, Schloffergesellen bet derselben Arbetttzrit lv ^. Schneider gesellen de. wftündiß.r Arbeitzeit 12 JL Schudmacher de-gle.ch.n, 8°brtkorh^n bei Sstbadiger libeiteielt 7 < 50 A. - tl kostet nach dieser Zusamm.nftellung 1 Kilo Roggenbrok 28 ?^l° «öggenmebl 38* D.izenm.bl 46 Butler 2 <36 Milch da. Liter 17 1 Tuetnb Gier V4 X 100 Kilo Kartoffel 4 JL, Ochsenfleisch 1 X. 32 X Kubfleiich 1^*, Schweinefleisch 1 X 32 Hammelfleisch 1 X 18 Speck 1 X 70 da- Liter Bier 3o\ 100 Kilo Weizen 22 1 X Roggen 22.3 X. G'dsen 2/ -4L ' Sür Schlafstellen werden ver Monat bezahlt be, Benutzung «ine. halben Bette. 3 X 50 \ eine, «anzni 5 X 50 X für eine FanrtUenwodnung per Monat bei 1 heizbaren Raum 6 X. 2 be^fcjeen H&uuxra 10 X, 1 hnzbarer unb 1 nichthe,.barer Raum 9 X - Die Prei . fdr oröhrr. «ohnunaen sind nicht verzeichnet - 100 Kilo Steinkohlen sind verzeichnet mit 1 Ji 9ü 1 Rmtr. Holz mit 2X 50 A und da. Liter Petroleum 28 - Ob diese Zahlen überall »utreffen »«mögen wir nicht zu beurtheUe» Wir geben Vie im Intereffe de, Sache selbst zur Kenntniß und Kritik der Leser. * fluchwürdigen A ientate aus unseren allverehrten Heldenkaiser war in Berlin der Gedanke rege geworden, zur Sühne dieser verbrechen eint Votivkirche zu er bauen und »war au. Beiiräaen vom ganten Volke. Der Voranschlag für Erbauung dieser Kirch« beziffert« sich auf 600,000 X. wovon aber bi. jetzt nur 300 000 gefichnt sind Einem an un. gestellten Ersuchen zu entsprechen, will der .Anzeiger eine Sammtlstelle für unsere Stadt und Umgegend zum Fwecke der Förderung de. Unternehmen, eröffnen Sind d.e Ze.ten «den auch nich, gerade darnach, dag man reichliche Gaben erwarten darf, so bietet sich vielleicht doch ad und zu eine Gelegenheit, «in Scherflein für den schönen Zweck zu opfern. Wir werden daffelbe gern annebmen und on die Sammtlstelle in Berlin weiterdef^kein. V r i m i f 4 t f 4 naiv, 6 April Bet de» ^uge, welcher die Kaufmann sche Menaaerre auf der Ludwig.bahn van hier nach Frankfurt führte, geschah et. datz j»i(d)«n Waunteim und Meder, „d sich bi. Stirnwand eine. Löwenköntg«, der in einem Waggon gleich hinter dem Tender fuhr durch da« Äfitteln der Fahrt löste. Ein Bahnwärter an der Strecke bemerkte mit nicht aeringem Entsetzen, daß au. diesem Waggon zwei gewaltige Löwenköpfe ohne Hmderntß in C F««te blickten Er beeilte sich, d-n Loeomoit» und Zugführer von dieser Erscheinung ,n Kennt, «iß zu setzen, floh dann aber entsetzt in den Wald. Der Zu- wurde zum Stehen gebracht und man rief d»a Thiarbändtger, die erst au. dem neisten Schlaf aeweckl «erden mußten, die jedoch di« Wüstenkönige .beredeten-, ihre Häupter wieder in den Käfig zurückzuztehen und dann dte Wand ven^Reue^m und bf Raubmorde- tn Sachsenhausen beschuld'gte Albrecht bat sich atstern Abend freiwillig aus der Eonstabler-Dache al. Gefangener gestellt^ Albrecht tJl. fld, n.T tn Iba. ’cn bin ."Mm.., ». b.,ab sich .unitfl in äB.ubld>aft .um Haferkasten, al.dann tn den .Frankfurter Hof' wo er Wohnung nahm Sest ern Abend deiuchte er den Paimengarten, wo er den gegen ibn erlassenen Steckbrief la. "«d da. Publikum von der scheußlichen Tdat sprechen bitte Da er ei, Entkommen nicht für möglich h^el', begab er sich »ur Polizei und meldete sich freiwillig. Er legte heute Herrn Poliznrath Dr. Rumpf «>n ums^ffende-doiiz« ii n Q Ö e,> ab #r Kaplansgasse (nächst dem Kreuz). M an ii n an Gießen Ltch Hungen Nidda Stockheim Büdingen Gelnhausen sen: Gelnhausen Büdingen Stockheim Nidda Hungen Lich Gießen ii n ii n 1881. 510 525 555 619 640 7^ n (2482 Herrn entschlafen ist. Gießen, den 8. April 1881. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Gartfeld) aus statt. II Jeikgevotenes. IGrabstück und 1 Garten in der Stefansmark, in der Nähe des Viadukts gelegen, zu verkaufen- 2499) Baum, Spengler. Dienstag den 12 und Mittwoch den 13. April, jedesmal Nachmittags 2 Uhr anfangend, werden in dem Hause WtlhelmSftr. 19d im oberes Stock versteigert: 3 vollständige Betten m t Feder, Mal' tze, 1 Sopha, Kleider-u Küchenschränke, Spiegel re., Haus- und Küchengeräthe, 1 Negu- lator, Tische u. Stühle re. Gießen, 9. April 1881 (2487 I. A-: Müller, Ortsgerichtsmann. Blülhenmdil I. n. II sowie alle Ingredienzien s 5 - 6> 3 Beginn deS neuen Quartals! Beste Zeit zum Abonnement. * Anfertigung von Photographien g in jeder Art und Grösse ö — . - o Aufnahmen bei jeder Witterung ° ooaaooaoaoooicöcsaooGQaQaa Vermischte Anzeigen. Ein Jischernachen bet Dutenhofen in der Lahn aufgefangen. Der Eigenthümer wolle sich bei mir melden. 2500) Flurhüter Weller in Dutenhofen. Oberhesfische Eisenbahnen. Am IS. und 18. April wird je ein Extrazug von Gieße» nach Gelnhausen und umgekehrt, mit Anhalten auf allen Stationen und Halte- Aermiet-rmgen. 2503) Em kl. möblirtes Zimmer sowie eine Schlaf stelle zu verm. Lindenplatz A. 242. Photographische Anstalt o von (2498 Q Franz G-erbode 5 2489) Ein kleines FamiltenlogiS zu oermiethen bei Jakob ThomaS, Schiffen- berger Weg. Gießen, den 7. April Großherzogliche Direktion Todesanzeige. Verwandten und Freunden statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß unsere liebe Gattin und Mutter Maria Unverzagt, geb. Hoch, nach langem schwerem Leiden heute Morgen um 9 Uhr sanst dem Die soeben erschienene Rr. 27 enthält: Das Eidbuch von Köln. Historische Erzählung von Franz Eugen- — Eine verklungene niederrheinische Kunststätte. Von K. Kühlenthal. Mit 3 Illustrationen. — Die Mutter des Fürsten Kaunitz. — Das rothe Gold. Em Roman von Th. H- Pan- tenius. (Fortsetzung'. — Die Kriegsführung der Boers. Mit Originalzeichnung von G. Koch: Boerscharischützen- — Moderner Aberglauben. — Am Familientische: Ein St'ckduch sür.Damen- — Gcsundheitsrath. Mit LM.e.iiüustr>rten Beilagen: Der März. — Die theosophische Gesellschaft in Indien. Von Julius Stinde. — Umschau tn fernen Landen. — Eine Lotterieziehung. Von Tb- Coßmann- :5g ’Z 2-» stellen nach solgmdem Fahrplan abgel - - ' 445 ~ ' 2495) Ein Familienlogis im Ganzen oder getheilt zu vermiethen Wetzstein- gasse 154.___________________________________ 2494) Eine Familienwöhnung zu ver- miethev bei Schneidermeister F r e ch. "2492) Die Mansardenwohnung, fowie eine Stube im unteren Stock zu vermiethen. B a l t h. Weber, Grünberger - Straße B. 151A__________________________ 2491) Ein Logts zu vermiethen bei Schreiner Heß, Kaplansgasse. MslcharMet als Franzen, Perlborden, Blonden. Knöpfe zu allen Stoffen passend, Metallisch liessen empfiehlt in grosser Auswahl zu billigen Preisen (2496 Robert Haas, Selterswcg C. 59. 2505) Ein mödltrtes Zimmer zu verm. Marktstr. 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Eintrittskarten find vorher bei den Herren Fr'keur Weicker, Neustadt, Friseur Reuter, Kaplansgaffr, Restaurateur Albold, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 2286)_________Per Vorstand. Kriegervereirr Gießen. 2490) Montag, den 11. April 1881, Äb nb8 8'/a Uhr, Monatsversammlung im Vereinslocal. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über den Delegirtentag in Darmstadt. 2. Bethctligung an der Friedensseier in Frankfurt a. M. am 8. Mai. 2490)Der Dorstand. Die Rougewerkschule uon Wetzlar eröffnet ihren Sommer-Unterr'cht am 21. April d. I. Programme übersendet kostenfrei (2452) Der Direktor: Baumbach. Todes Anzeige. Allen Freunden und B kannten hiermit d'.e traurige Mittheilung, daß unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Elisabeth# If isslg, geb. Lingelbach, im 80. Lebensjahre am 8. Ap il, Morgens 9% Uhr, nach langem Leiden sanft tn b