Nr 47. Mittwoch den 9. März 1881. Aichener '•Kiuciger Anstigk- und Amtsblatt für bcn firris Gießen. ■ ‘ t ‘ " Preis viertetjLhrlich 2 «ar! 20 Pf. mit vrmgerl.bn. BttreeM! echulftraßc B. 18. Erscheint täglich rml Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 «ar! 50 Pj. Amtlicher Hh eil. Betreffend: F«ldwkge-»ulag« und Dltgulirung der Grundstücke In der Gemarkung Lollar. B e k a n n t m a ch n » g. Bet der in Gemäßheit unserer Verfügung vom 24. Januar l. I. («nzetger Nr- 22) am 5 1. M. stattgehabt« Abstimmung haben gegen den Plan 58 Bethiiligte gestimmt, deren in Betracht kommende Grundstücke einen Flächengebalt von 69732 qm und ein Steuerkapital eon 112 fl. 3 kr. besitzen, „ährend 147 Grundbesitzer, deren Gelände einen Flächengehalt von 247916 qm und ein Steuerkapital von 351 fl. 58 fr. hat, al« dafür stimmend anzu. >eh,n |l"b^irtnad) fc(e Ausführung de» in der summarischen Darlegung näher angegebenen Unternehmen» beschlossen Die Siimmberechligten-, sowie Zähl-L>ste sammt dem Protokolle vom 5. l. M. mit Anlagen wird vom 10. bi« 24. I. M. a-s dem Großher,»glichen Bürgermeister,!-Bureau zu Lollar mit dem «nfügen zur Einsicht der Betheiligtrn offen gelegt, daß eine etwaige Anfechtung d.r Zulässigkeit, oder .liecht«, iefiä, digkeit der Abstimmung, oder de« vorstehend angegebenen R'sullates derselben nur während der oben angegebenen Frist von 14 Tagen bei Meldung de« Ausschlusses mittelst Recurse« an den KreiS-Au-schuß de« Kreise« Gießen zulässig ist- Gießen, am 7. Mär, 1881. Großher,»gliche« KrriSamt Gießen. Dr. Boekm ann. _____________________________— Politische Ueberflcht. Die VermLolungtseurlichkiiten de« Kaiser-Enkel- und seiner Gemahlin, nunmehrigen Prinzessin Wilhelm von Preußen, haben mit dem feierlichen Einzüge de« jugendlichen Paare« in Poisdam ihren Abschluß gefunden. Die Tagetpolitik dringt nach kurzer Ruhe wieder in den Vordergrund. Der preußische Ministerwechsel ist noch nicht enischieden; al« Landidat für da« Ministerium des Innern scheint Herr v. Putikamer noch immer in erster Linie zu stehen. Bezüglich der Stellung Preußen« zum Vatikan, wie zu besten Trabanten, dem Eentrum, wäre die Ernennung Putikamer'« von weittragender Bedeutung. Die Maigeseße, so schneidig ihre Handhabung im Sinne des kämpsenden Staates möglich ist, lasten sich in vieler Beziehung milder interpretiren, und Herr v. Pultkau er ist der Mann dazu, die größtmöglichen Concesflvnen durch seine Jnterpretativnskunst zu machen. Zunächst soll eine Rom freundliche Erledigung der Verwaltung de« Bisihum« Fulda zu neuen Concessionen führen, wobei allerdings zu wünschen wäre, baß dies in einer Form geschieht, welche der Würde de« Staates nicht zu nahe tritt. So sehr auch das Enve des Cul- turkampses berbeigewünscht werden mag, damit die Nation „up ewig unge» deeld" ihren höheren Culturaufgaben sich zuwenden kann, so ist eS doch gerade um der Dauerhaftigkeit des religiösen Fri.dens halberwünschenSwerth, daß die Basis deS Frieden« für beide Theile gerecht und ehrenvoll ist. Da« deutsch« VersicherungSgewerbe wird neuerding« durch Meldungen über weitergehinbe Absichten der Verstaatlichung, deren erster schritt durch die Beseitigung der Unsallverstcherungs^Gesellschasten geschehen würde, fall- wirklich daS segenSr'iche Haftpflichtgeseß durch die Annahme des staatssocialistischen Gesetzentwurfs über die Arbeiterveisicherunz beseitigt werden^ sollte, beunruhig'. Uebr'gens dürste im Reichstage für diese) Gesetz, desten Schädlichkeit sowohl zahlreiche Petitionen von Versicherungs Gesellschaften, al« die Proteste der Arbeiter selbst erläutern, kein so günstiger Wind wehen wie im Volkswirth- schafiSrathe. Die Zeiten, in welchen dem Staate blühende Privatindustrien alS annectionswerth erscheinen, werden um so rascher schwinden. a!S die Erfahrungen mit allerlei Verstaatlichungen keineswegs glänzende Resultate zeigin und nebenbei erweisen werden, daß dadurch nur die Auswanderungen steigen und die Steuererträg« fallen- Dir Vetleihunq deS schwarzen SdlerordenS an den französischen Gesandten in Berlin, Grasen St. Vallier, gilt allgemein als eine Anerkennung der Verdienste dieses Diplomaten um di« Erhaltung des Frieden-. AuS London meldet man die Genesung Gladstone'- von dem ernstlichen Unfälle, der ihn betroffen. Die Hiobspost aus dem TranSvaal-Lande hat in England großartiges Aussehen erregt. Leider verlangt Britannien in erster Linie Revanche; der Stolz Albions ist durch die Heldenthat der BoerS tief verletzt. Die Sympa- thien der civiliflrten Welt sind auf der Seite der holländischen Bauern, welche Gut und Blut für ihre Unabhängigkeit einsetzen ur.b_ mit antiker Tapferkeit den Spitzkop gestürmt Haber. Die nächste Folg« des Sieg,« sind große Trup- pennachsckübe der Engländer, welche verlangen, daß die Boers derartig besiegt werden muffen, daß fie sich auf Orabe und Ungnade ergeben. Unmöglich aber ist es keineswegs, daß der Oranje-Freistaat sich gleichfalls erhebt und England neuen Niederlagen entzegengebt. Die Stiwmung im Caplande ist bedrohlich, da man einen unmenschlichen DernichtungSkawpf gegen die Boers keineswegs gutheißt. Griechenland setzt seine Rüstungen fort. Neuerdings liefefr Amerika Munition. Mit Beginn des Frühjahrs erwartet man den Ausbruch von Uir ruhen auf der Balkar-Halbinsel, und man weiß noch nicht, ob diese das Signal zum Losschlagen der Griechen oder umgekehrt der griechischen Kriegserklärung an die Türkei die Loosung für die bulgarische Erhebung sein würben. Der russisch-chinesische Conflict ist durch Vertrag beendigt. Präsident Garfield ist in Washington eingetroffen und hat sein Amt bereits angetreten. Deutschland. Berlin, 5. März. Di« Secessiomsten, deren Führer seit dem Ein. treffen de« Freiherrn v. Stauffenberg, jetzt vollzählig hier versammelt find, hatten gestern eine Berathung über die Gesammi-Situation und besonders betreff,nd die nächsten Wahlen. Es scheint, daß Freiherr v. Stauffenberg einige- mildernde Oel auf manche Schroffheiten einzelner seiner Freunde zu gießen sich bemüht. Er kommt au8 Süddeutschland und bringt dortige Ec- fahrungen mit. Mau kam bei der gestrigen Besprechung überein, an dem ursprünglich!» Haupt zedanken bei SecesfionsprogrammeS unentwegt festzuhalten, uäml ch daß eS Ausgabe der Secession sei, versöhnlich nach recht« und link«, b. h. nach nationalliberaler wie nach fortschrittlicher Seite hin, aufzutreten und zu wirken, um die Möglichkeit der Bildung einer großen umfassenden liberalen Partei anzubahnen. So soll in Wahlkreisen, wo nationalliberale Abgeordnete gegründete Aussichten haben, für diese bei den Wahlen votirt werden. Die Seceisionisten wollen keinen allgemeinen, für das ganze deutsche Reich bestiaimten Wahlausrus, sondern deren verschieden«, für di« einzelnen Provinzen. Staaten, Landschaften, erlassen. — Die „Nat.-Ztg." bekämpft die Vorlage betreffs de« deutschen Volk«- wirthschaftsratbs und meint: Schließlich bekunden alle die Versuche den Par- lamentarismus zu brechen, doch nur, daß derselbe eine Macht ist, die sich nicht beseitigen läßt und mit welcher man sich daher früher ober später wirb ver- stänbigen müssen. Demselben Blatte zufolge wären in ber längeren Unter, rebung, welche ber König von Sachsen mit dem Reichskanzler Fürst Bismarck gehabt, in eingehender Weise über den Eulturkamps und besten eventuelle Bei. legung bie Ansichten ausgetauscht worben. — Der Eultusminister Herr v. Puttkamer wirb bie provisorische Leitung b«s Ministeriums bes Innern übernehmen. Herr Bitter will unb soll Finanz. Minister bleiben unb betreibt mit Eifer sein neues Einkommensteuer-Gesetz. Der entlasten« Minister Graf Eulenburg wirb morgen vom Kaiser empfangen werben unb in den ersten Tagen ber nächsten Woche nach Italien abretfen. W-.e Tags vorher die Gerichte, beschulbigte ber Reichskanzler gestern die städtischen Behörden Berlins der Parteilichkeit aus politischen Rücksichten. Diese« Auf. treten wird von ber hiesigen Presse streng verurtheilt. — Die Sache btr Boer« finbet auch hier große Theilnahme. Herr v W ber au« Tresben, btr bekannte Afrikareisende, hielt in betn Verein für HanbelSgeographie eine Vorlesung über bie Boer«, worin er beten Sache ber Allgemeinen Theilnahme empfahl. Es hat sich hier ein Somit« zur Unterstützung der Verwundeten in TranSvaal gebildet, das zu Beiträgen ausfordert und deutsche Aerzte und Krankenpfleger nach dem Kriegsschauplätze senden will. Kassel, 6. März. Tie .Hess. Morgen-Ztg.' schreibt: Es wird gut sein, wenn man im Lande sich daraus vorbereitet, daß bte nächsten Reich«tag«. mahlen erheblich früher statifinden, alS man bisher annahm. Es soll in ernste Erwägung gezogen sein, den Reichstag aufzulösen, wenn er daS Budget bewilligt haben wird, also Ende März ober Anfangs April. Die Wahlen könnten bann schon im Ma stattfinden. Fürst Bismarck befürchtet, daß bie Dahlen um so weniger in seinem Sinne ausfallen, je weiter fie hinausge- schoben werden- Unb in der That, die Wahlen können manche Überraschung gewähren unb das Vtrhälkniß ter Parteien vollstänbia umgestalten. Osnabrück, 6 März. In einer Persammlung von Tabaks-Inter«"enten aller Irt btr Stadt Osnabrück ift am 20- Februar b. A die ganze Lage ber rabaks-In- bu::ne, wie fie sich in Folge brr Erhöhung ber ^abakssteuer, bes Gebührens ber atrQKburaer Manuiactur unb ber brobenben Anzeichen einer geplanten weiteren Lteuer- erböbung gestaltet bat, nach allen Leuen am bas Grünblichfte eröNert worben- Es würbe hieraus nachsolgenbe Resolution beschloßen, bie bem Reichstage wie den .jugrem aller Parte.en übenenbet unb mit ber Zlussorberung zu Zustimmungserklarungen an alle Tadaks-Jmerestenten im Reiche geschickt werben soll, „xie heute m Osnabrück versamrneltdN Arbeiter unb Interessenten bes Tabaks-Indmtrie erkennen als unabwenb- bare Folge bes Porgebens ber Elsaß-Lothringer ^abaks-Manmattur m Ltraßburg den voll,'.'änbigen Ruin ihrer Fristen^rotz der Eingaben bes H^de^Nanbes an b verschiedenen BeLörden behnt die Ltrayburger Manmactur ihren Ab aß d r.ct aus bie Eoniumenten aus unb ebnet bam t bie Wege Dem Monopol bas Einerseits die reefarigte Existenz vieler tausend Familien vernichtet, welche bislang ihr Brod durch Im V r > i. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24 25. 26. 27. 28. 29. 30. 11 Distmev WUdft rm 2 1565 1. Hiilihio rm 53 2 E 3 gt me T' «n im Diftr La Leib, Karl, Lackirer in Gießen. Jost, Gustav, Kaufmann in Selters. Bopp, Johannes II., Gastw.rlh in Aonhaujen. Röckcr, Ludwig, Lanvwirlh in Büßfeld Tilge«, K-, Bürgermeister in Fauerbach p. d. H. Ocks, Heinrich III., Bürgermeister in Ilbeshausen. Kauffmann, Louis, Fabrikant in Gieß-.n. Reitz, Heinrich L, Landwi,'h in (ScbjcQ. Strauch, Heinrich, SBhig in ©rebcnbain. Bähr, Johannes VIII., Pachter in Rohrbach. Hofmann, Johannes in CrainfUd. Ruppel, Georg Philipp Louis, Wirth und Oeconom in Nidva. Puth Wilhelm, Landwirt^ in Okarben. B^rg^s, Friedrich Jakob, Bürgermeister in Prtteiweil. Hofmann, Georg Konrad, Metzger in Schotten. Patz, Gustav, Fabrikant in Gießen. Fey. Wilhelm, Kaufmann in Alsfeld. Alb«, Karl, Pachter in Bönstadt Lony, Christian, Bierbrauer in Gießen- Fisch'r, Heinrich Wilhelm, in Butzbach. Fink, Johannes, Gastwirth in Dtlbel. Friedrich, Heinrich V, in Heimerlshausrn. Ruckelshaujen, Johannes, Landwtrth in Michelbach. Rausch, Johannes, in Schadges. Deckmann, Georg VI, Landwtrth in Bleichenbach. Lang, Heinrich I., in Stockhausen. SBcigrl, Johannes III., in Heidelbach. Naumann, Dr. Alexander, UniverstlälSprofefsor in Gießen. Morscycl, Johannes, in Nieder Weisel. Plank, Wilhelm II., Gerber in Gießen. 1518) Unttrballu wischen Su6m Lrdingu Äkivc N^en3u Untemeb W put ij ®ieh, Hieße: diS^i-00^ 5-91, Käse °°.8( Htüä 0—0 J ssMusö 48 68-00 H, K glitt 16 unb Welsche 7.50- gian waren ca. - werden. retfte>gett- «■ loo3 «■ 380 Sitten "fttttut 3ufan 1 ?f[J ta-M ; He lag Die btr M von ^Hector 3* dahj, 8rnrhniigt ^amstc z B Net töet »te; Vermischte». Darmstadt, 5. Mär- Gestern verschied nach längerem Leiden Herr Prof. Dr. Georg Zimmermann dahier. Der Verstorbene wirkte eine Reihe von Jahren als Lehrer an dem hiesigen Gvmnasium, sowie alS Professor an der Hochschule ,u Gießen und war auch literarisch vielfach tbätig. Gin Drama desselben. „Der junge König und die Schäferin" kam an der hiesigen Hofbübne zur Aufführung — Ein geborener Darmstädter, Herr Dr. Julius Scriba, z. Z. Prtvatdocent der Chirurgie und Augenheilkunde an der Universität zu Freiburg, hat unter glänzenden Bedingungen, Seitens der Regierung von Japan, einen Ruf al«^ Professor an der Universität iu Jeddo erbalt-n, an welcher Hockschule in deutscher Sprache bcc.it wird und bereits mehrere deutsche Gelehrte mrt bestem Erfolge wirken Wie uns mitgethetlt wird, hat Herr Scri a Die Berufung angenommen und wird sckon in einigen Wochen nach Japan abreisen. Sein Gehalt ist vorläufig auf 18,000 JL fixirt und bestreitet die japanesische Regierung auch die Kosten der Ueberfahrt. — (Leute die ein Ereigniß zu schätzen w'ffen.) Die von der serbischen Regierung der Gewehrfabrlk Gebr. Mauser in Oberndorf zugekommene Bestellung von 100.000 Gewehren hat unter der dortigen Bevölkerung eine große Freude bervorgerufen. so zwar, daß am 21. Februar ein großartiger Fackelzug abgebalten wurde, der über 500 Theilnehmer zählte und ganz Oberndorf auf die Beine lockte. Die Musik spielte: „Das ist der Tag des Herrn", ferner „Die Himmel rühmen deS Ewigen Ehre" und „In der Heimath ist es sckön". Die Stadt war an diesem Abend reick illumintrt. — Eines kolossalen Erfolges kann sich das neue Lustspiel „Der (Kompagnon* von *• vltrongt rühmen Daffelbe ist in Berlin bereits 25mal vor ausverkauftem Hause gegeben und wird gewiß seine 200. Aufführung erleben. Der bekannte Compomst Ernst Scherr bat soeben eine darauf bezügliche melodiöse Polka: »Herr Doß, Herr Voß, Paragraph 6* erscheinen lassen (Berlin, H. Erler), welche auf dem hübschen Titel die zwei Hauptfiguren darstellt. Das Stück ist auch am hiesigen Theater in Vorbereitung. 6 (Ätlu* JEhAr SchneidmüLer und Georg Heuser dahier um Bauer aubmß. 7 3™” Weber Url~rc« Stücke« behandelt die Jugendleiden de« beliebten Dicktels Heinrich Heine. Hühneraugenopcrateu Hirsch, einer der Hauptdarsteller in dem Lustspiel, gibt zu überaus trolligen Verwick.ungen Gelegenheit und wird von Herrn Leo Fischer dargestellt. Der Darauf folgende einstige Schmauk, „Schwert des Damokles ', besten Hauptpoint die immer mehr aufgeregte Gemüthsruhe eines gemüthlichen Sachsen ift' wird nicht verfehlen, den Abend zu einem recht genußreichen zu machen. diese Industrie sanden. Heute schon können in Folge be5 durch d-c erhöhte Steuer verminderten Consums und infolge Dir du ich bas Lei fahren der Straßduraer SWanu- fa cLn?^rocnbJ6 gewordenen Beschränkung der Aroeil v'.ele Fam'lien ihr Biod nur norhdürftig Dcrbicncn. Viele ber beschäftigungslosen Familien fallen vereits der. (Äe- memben zur Last- Diese Nothftänbe werden aber erst dann ihren Hödepunkt erreichen, wenn die Arbeitgeber durch bas vorsiehenb gekennzeichnete Voigehen ber Manufaktur und eine den Verbrauch noch mehr einschränkende Erhöhung ber St uer aerwunaen roerben, bu jarbeit 0an3 einzustellen. Die Tabaksarbeiter und -Interessenten halten es baher für eine Pflicht gegen sich selbst unb ihre Familien, wider ein derartiges Vorgehen der Straßburger Tabaks-Manufactur den entschiedensten Protest zu erbeben. Sle forbern non ber Einsicht ber Volksvertretung, baß sie mit allen Kräften dem Vor- gehen ber Straßburaer Manufaktur, sowie jeder weiteren Erhöhung ber Tabaksteuer entgegentrete sie forbern, baß auch ihre Arbeit, von welcher nach ber Tadak-Enauete Elf-V nc der Bevölkerung Deutschlanbs lebt, in ihrer berechtigten Existenz ge- fcyutzt werde. 00 Stuttgart, 6. März. Der vorgesehene Antraq, die Restieruna zu bitten, daß sie tm Bundesrath auf die Einführung des Tabaksmonopols hin- wirke, ift tn der Abgeordnetenkammer erschienen, nicht als Amrag aus dem Hause, sondern, was ihn tm Voraus gewichtiger macht, als Antrag der Ftnanz- commisfion. Dieselbe hat ihn mit allm Stimmen gegen die eine des demokratischen Abg. Mayer gestellt; ein Mitglied, der demokratische Abg Schwa» im Reichstag zur Fortschrittspartei sich haltend, fehlte. Genau ebenso wird voraussichtlich das Stimmenverhältniß im Plenum sich gestalten. Alle Parteien werden für daS Monopol sich auisprechen, ausgenommen die an Zahl geringe demokratische, von der es noch fraglich ist, ob sie einmüthig stimmen wird. Amerika. Nkew-Aork, 6. März. Dir Handelskammern von Chicago, Jnd a- nopoli» und Cincinnati haben Erklärungen beschloffen, in welchen das Vochan- densetn einer epidemischen Seuche unter den Schweinen in Ohio und den west, ltchen Staaten bestritten wird unv die gegenthetligen in Europa verbreiteren Gerüchte als unbegründet bezeichnet werden. Lokale-. »„„Ä™ Ä4 '»X i Ti1, taSUn|1, blitten ®*,a'non? gatni onirtno.n ?• ? "r Exttci-r- unb E-önfplox, für d--s hnsig, R«„>men- ö. Die Straßenbeleuchtung bttr. 4- ®i,ection °» Obrrhrstlfchen Eistnb-Hncn »eg.n iBrnujung stäbNschrn Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. E Orrespoudenz-Bureau. Berlin, 7. März. Der Kaiser empfing Nachmittags um 1 Uhr den Regierungspräsidenten v. Wolff aus Trier. ®Je ®“bfletcommiffion hat heute das gesammte Extraordinarium deä Milttärrtats durchbcrathen und dabei tm Ganzen 900,000 M. abgeiekt. darum Ur ble Position für den Bau einer neuen Artillerie-Kaserne zu Schwerin. Ein Antrag des Abg. Grafen Frankenbcrg, die Beträge für Neubauten und für die Erwerbung von Schießplätzen auf eine Anleihe zu übernehmen, wurde avgelehnt. « r r t)£rIa“lct' hat ber zurückgetretene Minister des Innern, Graf Eulenburg eine Capitularstelle am Dom zu Brandenburg vom Kaiser als Gna- denbewets erhalten. k -Der „Post" zufolge war zwar der Geh. Rath Schrautt, nicht aber der Präsident der Reichsbank vor der Hand als Delegirter zur Pariser Müm- conferenz ausersehen, vielmehr würde der Secretär der deutschen Botschaft zu theflnehmen ^^lemann, als deutscher Delegirter an der Münzconferenz . T. ^^rltn, 7 März. In ber am 5. bs. Mts. unter bem Vorsitze des Staats- ^th?Ct*b0e-6altCn^ Plenarsitzung des Bundesraths wurden nach V»r- lrgung ber Jahiesnachwelsung über die Vcränbeiunaen in bem Bestände ber vom PeClCÜ- erworbenen Grundstücke, die weiter eingeaanaenen Prasidialvorlagen, nämlich: a) eine Denkschrift über bie Ausführung der Anlech'aefttzc d) der Entwurf einer Verordnung über die Errichtung eines deutschen^Volksw tb cha ts- 'aths und c; ber Entwurf einer Novelle zur Gewerbeordnung Schwimmlehrer und Rechlsconsulentcn betreffend), den zuständigen Ausschüssen über- wl-sen. Vorschläge zur Wiederbesetzung von Stellen bei den D^scipl,narbme und bei der Disciplinarkammer in Leipzig erhielten die Zustimmung. — Die Gesetzentwürfe betreffend a) die Versicherung der in Bergwerken rc beschäftigten Arbe ter aeaen die folgen der beim Betriebe sich ereignenden Unfälle, b) die Abänderung der (S^merbe- ?^hVUZ£^nn0nDx,en2’/)^'e Besteuerung de. zum Mllttärdienst n,cht hnangezogcn-u Wehrpflichtigen, ä) die Bezeichnung des Raumgedalts der Gefäße, in welwcn Slüifin- fetten jum Verkaufe gestellt werden, über welche Ausschußberich,- «stattet Äurd'n' gelangten zur definitiven Feftstellung und sollen alsbald dem Reichstage voeaelcat ""den.-Rach dem Gutachten des Ausschusses für Handel und Verkehr ^°,°°r»Uegt einer Bekanntmacvung wegen Abanderuiig der Varfchristen über zulässige sifeblcrarenien re™*“" 2C Waagen die Zustimmung erthcilt. — Den Schluß bildete die Ernennung von Commis,ar,en zur Beiathung von Vorlagen im RoickAwe gdroffen wmb9eUng ®'"0abCn' Übcr bcrcn Seschästliche Behandlung Bestimmung Dresden, 7. März. Amtlicher Meldung zufolge hat sich das Eis der Moldau bei Moldauthein Mittags in Bewegung gesetzt. Bei Prag ist die Eisdecke noch fest; das Thauwetter hält an. London, 7. März. Heute früh war hier das Gerücht verbreitet der aatssecretär des Krieges, Childers, habe eine Depesche erhalten, in welcher gemeldet wurde, General Wood sei bei einem Angriffe auf die Boers gefallen. Wie competenterseits versichert wird, ist eine derartige Depesche tm Kriegs- Ministerium überhaupt nicht eingegangen und wird die Nachricht als vollkom- men unbegründet betrachtet. n" ® 9Zettl8" ireleen >n einer zweiten Ausgabe aus A^-wcaüle von gestern Abend: Zwischen dem Gei eral Wood und dem Anführer der u'm’ S?u6eh' TO Rinamnttrretunfl stattgefunden. Heute ist ein bis zum . d«. dauernder Waffenstillstand abgeschlossen worden. Den Boers «st qe- stattet, an den von ihnen befetzten Punkte» 8 Tage lang Prooiantvorräibe zu G-neral Wood telegraphisch übermittelt worden. Die „Daily News" «' s hren, über das bezüglich der BoerS einzuschlagende Verfahren babc keinerlei arSrncon’S ten«tU, «-herrscht. Geoeral Roberts s-i der n„,at r k -^^Ensanträgen, wie von KrtegSwerkzcugen; es unterliege keinem enalonbSbG6rben !°lche Bedingungen angeboten werden würden, wie sie Englands Ehre erheische. Das den Boers unwiffentlich zugefüate U weckt werde wieder gut gemacht und die Unabhängigkeit der annecttrten Revubll werde unter Schutzwehren hergestellt werden, mit denen sich die BoerS im Voraus selber einverstanden erklärt hätten. ö ere tm t ex. ' 71 März. Die Regierung vou Irland beschloß die Ver. Haftung Dtllon s, weil derselbe in seiner bet dem letzten Agrar-Meetina aebal- tenen Rede den Pächtern anempfohlen habe, Jeden, der ^gegen "die Landlig, sei, mit dem socialen Banne zu belegen. H { Seilgcöotenes. Ein noch gut erhaltener Confer- mandeN'Äuzug iß billig abzugrben. Neuenweg B- 128- mre baumwollene Scheuer» tücher empfiehlt ____________Heinrich Wallach. Außer meinen prlmlssima ital. Maccaronl, empfehle ich noch eine gute ital. Maccaroni per Pfd. 45 Pfg- 1586) (gtnil Fischbach. Kasseler pferdeloofe, L 3 X, sind zu haben (1281 b« Wilh. Ärämcr, Bleichstraße. _ IffiUld ...» l«.d>lbrtnnbai. Dn wetbijte unb Vr. Stute!. fd>.nb. t.. .Uor.Srihi.n-: »nfl.fid>tl trt n>lf.|H*rn Unglück., in Bin»» bülfu .» bit ge.btn unb t« autc SubUi» dmp'ä,mit unb tannjietrtxfnet. Di« . «»»»u. Wn».nbune ... S.itt. .«bint.it bi. ®ntunfl b.4«in«» mdrt. Die |o im. etiOTirltn 6l.fi. finb um« b» hierbei in ®.n SnbWinifi» b. b durch nn. Ihmm.nt" »Iflont, t n b.»n»bt« Ei, .ichb.il, nicht |u »i|int.n. w-tt bo» ®n«, »eiche» L Umtuaun btr ungiickilch.n «fab-miftr in Bunch.n bilt.t., mit Ichw.f.Uour.m «mm.niof tmprigntrt «.».(», 1° «it» n»n bufinung«».!!. Brai»»I«b» «b.It» unb d»f.Ib» un= iftfllidK Schmerzen nlpart worden_____________ Die Preise stellten sich: Dd>(cn 1. Dual. X 66-LS. 2 Dual. X 60 -62, Kübt und Blinder 1. Dual. X 54—55, 2. Dual. X 45—50, Salber 1 DuaL X 52-54, 2. Dual. X 45-50, Hammel 1. Dual. X 60-62, 2. Dual. .< 40 50 rei 100 Pfd. Schlacht» gewicht. Schwnne wurden »orige Woche 650 verkauft, das Pfund 6d H ttfcei Anzeiym wie Geschäfts-, Grundstück» - An - und Verkäufen, Stellen - Angeboten und -Gesuchen sowie In den sonstigen vielen Fällen, wo Inserenten Bedenken tragen, ihren Namen in den Zeitungen xu nennen , nehmen Offerten von Reflectanten an ihrer Stelle wir entgegen und t-teilen ihnen solche am Tage des Eingang» uneröffnet au. — Auf Grund langjähriger und vielseitiger Erfahrungen ertheilen wir Rath bei Abfassungva vsn Anzeigen und der Wahl geeigneter Blätter. — Verschwiegenheit streng beobachtet. IIAANlvVNTKIA »V VOGLER, Annoncen - Expedition, & Frankfurt a. M. Karlsruhe. Stuttgart. München u. a, O. n 400 Wellen BuchenReiser, Rmtr- rm reifer, 26 3 Slinkel. 1564) m m e Eichen: 10 rm Tlstr Bucdwald, 684 Werk- B. Bau-, 354 177 5 s Müller. 1113) 40 32 5 8 67 9 12,7 1 8 52 9 9 14 28 Distr- irre, Stämme Buchen Eichen Nadel Äspen Dorn 3 16 84 1 rm Knüppel, 2 rm Stockholj, 10 rm Reiser Buchen : 181 rm Scheit, 11 rm Scheu (Anbruch), 38 rm Stammknüppel, 69 rm Ltsckholz, 373 rm Reiser. Birken: 1 rui Scheit. Fichten: 3 rm Reiser. h H 1000 5850 8 99 240 Eichen- „ Nadel- „ Buchen'Stockholz, Eichen» u. Nadel'Stockh-, Buchen - Durchsorstungs» zu Zaungärten geeignet, 100 137 75 26 15» lab. Etchen: 10 f. I., b rm Scheit, Rau 3,4 59,7 2 1 Holzversteigerung. Montag den I V. März l. I., des Vormittags um 9 Uhr, kommen im RuttrrShäufer Gemeinde» »alb, District MauSberg und Wehr» meistdtetend versteigert werden Gießen, den 17. Februar 1881. Großherzogl. Ottsgericht Gießen. Hofraithe am untersten Riegelpfad, Grabgarten daselbst, Hofraum daselbst, Grabgatten daselbst Eichenstämme v. 10—100 Emtr. Durchmester und biS zu lOMtr- <ä ge, Nadelstämme von 2,41 Fstm. Rmtr- Eichen - Nutzscheitholz Flur. Mittwoch öm 9. Mär?, Nachmittags 2 Uhr, sollen tn der Klett'fcben Hoftmthe: 2 Nähmaschinen, 1 tLchrank, 2Delbtlder, 3 Spiegel, 3 Sopha's, 1 Uhr, 1 Käfig mit Kanarienvogel, 3 Kleiderschränke, 1 Waschtisch, 2 Kommoden, 1 Secrctär, 1 Bett, 1 Nachttisch, 1 Nähttsch verfteigcrt werden. Gießen, 15. Februar 1881. 1543) Bauer, Gerichtsvollzieher. (Süferholz). Im District Mausberg wird mit dem Brennholz der Anfang gemacht und kommt gegen 10 Uhr das dort liegende Stammholz zur Versteigerung. Ruttershausen, den 5. März 1881. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Mtt. 413 Strangswiese- Gießen, 8. März 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. fl. Bramm. (1574 Qufammmtunft tebeimit um »'/, Uhr Vormittags, am ersten Stage tm «endergrund an der Grenze glichen Htrlchroth unb »teinfnorr , am »«eiten im D'stricte Sühenkovf bei Hol,iiummer 200. r o t b (7 fiilometcr von der obtrhessis chrn Bahnstation Hungen entfernt) . rm 530 Buchen-Scheitbol,. 100 -Prügel, 136 -Stockbolz, ^0 -Reiser, 1 Qidxnltamm von .38 cm Durchmesser unb 9 m Länge, 1 Buchenstamm oon 42 cm Durchmesser und 8,8 m Länge, Kohlretser und Leshol- de« Revier« RupperlSburg abthetlungsweise; RI. Xreitaa den 18. März d. I. bei Weickart«ha'n in den D'stricien Sühenkopf, Taubhau«, Hausplatz, LamperSlhor und Mittwoch den 9. d. Mts. werden gegen Baarzahlung meistbietend versteigert-. -Nachmittags 2 Ubr: ca. 1(X) Stück ruffftein Kaminrohre, ca. 380 OFuß geschliffen- Stein platten und ca. 500 Stück große Eisenklammern (für Maurer) - Zusammenkunft am Selrersthor; Nachmittag- 3' 4 Uhr: 1 Pflug, 1 Egge, 1 Hausen Mist von ca 5 Wagen und 1 Eichenstamm. Zusammenki Nft auf der Wieseckbrucke am Neuenweger Thor.^ Die Versteigerungen stnden bestimmt statt, '©tefien, 7- Man 1881- . 1553) Geißler, Gr. Gerichtsvollzieher. Arlirilsvrrgrltting. 1518) Die Instandlihunfi und UnteTbaltuni des Gartens >m aca- demischen Hospital soll auf dem Wege ba Submiifion v:rgeben werden. Btbuifiunaen können aus dem Bureau des Verwalters täglich Nachmittags zwischen 3 und 5 Ubr «„gesehen wnrben. Uniernebmet wollen ihre Offerten biS znm 12. Mir, er. einreichen. Sieben dm 5. März 1881. Zagdverpachtling. Die der Stadt Hungen zustehende Jagd von 452 Hectaren Wald und 839 Hectaren Feld, welche am 1. März b. I. dabier verpachtet, wurde nicht genehmigt und soll deßbalb Samstag den 12. d. MtS., Vormittags 10 Ubr, nochmals auf hiesigem Ralbhaus verpachtet werden Hungen, den 6. März 1881. Giohb-rzogl. Bürgermeisterei Hunzen. 1571) Bender. 1381) Ein schweres, schwarzes, gutes Zugpferd, 6 Zahre alt, Stute, in der Nähe Gießens zu verkaufen. Näheres bei Kaufmann Sttack, Bahnhoffttaße. Klafter-Nutzholz, 1 rm Scheit, 1 rm Schc t.Ändrucb,', 32 rm Stammknüppcl. Buchen: 6 rm Halnbuchen-K lastet Nutzholz iKammtn),24 rm Scheit, 193 rm Slamm- fnüpptl 1265 rm Stammreiser. Birken: 1 rm Schelt, 2 rm Reiser. Tistr. daselbst, 14. Buchen: 727 rm Stammreiser zum zweiten Male. Ktofbori, den 7. März 1881. Ter Kömgl. Ddtrförster: 1573) Muller Handel und Dcrkchr. w tba.i Auf cvm bmitofn Sßotbfnmaxhe foüctt dutfti prr 4$fb. 0.95 k . m. t ettd 4-5 A 2 6t. 00 A. Sänl.nn 1 6t. 11- 12 4 . »n 6tU t X 1 70—2 00 Hahnen p Sl X 2.00 — 2.50, Ganse px. ® 0 T'iit» etc® ^ 2 50- 3 (K. Dd/erlnto r,6- GO j, rei ®fb . M; unt 4^' W A ftclTfledeb 40 45 -5>. «ammf.fidf* 60 1,0 A. gn —Ou A eartofidn'r.r' «*’ »:U> X 4.5O-5.OU 3wi»d» » atr X 00-12 WilS per tun 16 snt 1^4 tonltraut 100 6tM X 0.00—0-00. ttntenein »er 1 Stuck 5 < ? mä rq Gleiberg, Einzug nach der Jagd, Braut auf Gleiberg, Häusliches Glück, Fest unter der Linde, NB. Der Reinertrag wird zur Hälfte dem Fonds zur Erhaltung der Ruine Gleiberg und zur Hälfte dem Fonds zur eventuellen Erbauung einer Tonhalle überwiesen. (1532 *) In gestriger Nummer durch ein Versehen mit 2 bezeichnet. 1580) Mehrere gute Bienenvölker in Strohstöcken verkauft ______Rechner Braun in Staufenberg. Geschälte Bietoria-Erbsen, Thüringer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt 79)_________Fr. Seibel. 1538) Ein Haus zu verkaufen. _______________________Flügelsgasse 93. Bonner Portland Cement, eiserne Tragbalken, Säulen, sowie alle Bauartikel in Guß und Schmiedetsen, Thonrohre rc. empfiehlt (1228 J. Gr, D- Bapst, 1576) Ein großer Vogelbauer — Hecke — ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__ Drninnge-Nöhren jeder Dimension, welche alle erforderlichen Eigenschaften zur Anlage dauernder Drainagen besitzen, sind stets zum Verkauf vorräthig in der städtischen Ziegelei zu Lich.(1405 Gute Hardtsteine zu rauhem Mauerwerk sind preiswürdig zu haben. Schutt unenlgeldlich. Beste Abfahrt bei jeder Witterung. Näheres bei A. Schultheis jun., Seltersweg 10. Jermielyungen. 1560) Ein freundliches Zimmer, fein möblirt, in freier, schöner Lage, zu ver- miethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1558) Ein kleines Logis zu vermiethen. H. Schmidt II., Grünbergerstraße. 1570) Eine kleine Mansardenwohnung von 2 Zimmern, 2 Cabineten, 1 Kammer, 1 Küche und geschlossenem heizbarem Corri- dor, ist bis zum 1. April, am liebsten an eine Dame oder an ein älteres ruhiges Ehepaar, zu vermiethen. _______Frau Prof. Buff, Seltersberg. 1585) Das seither von Herrn Pfarrer VtgrltuS bewohnte Logis, bestehend aus 6 heizbaren Zimmern und Zubehör nebst Gartenantheil zu vermiethen und 6. Mai beziehbar. Körner, Westanlage D. 101. 1579) Drei in einander gehende Zimmer, mit oder ohne Möbel, sind Frankfurterstraße C. 28, zu vermiethen. Stall und Boden können auf Verlangen abge- geben werden.___________________________ 1577) Zwei Stübchen mit Bett zu ver- miethen._______________Maigasse C. 14. 1581) Ein Mansardenlogis, bestehend aus zwei Zimmern, Küche, nebst Wasserleitung, verschließbarem Corridor, an eine ruhige Familie zu vermiethen. ______________________West-Anlage 88,s. 320) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._________Karl Wenzel. 1232) Der erste u. dritte Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße (je 6 Zimmer, geräumiger Corridor, ?c.) find ersterer per 1. Juli, letzterer per 1. Mai zu vermiethen. Zu elfterem auf Wunsch Lagerraum oder Stallung. Theodor Haubach. 468) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Fritz Fürst Ww. 1502) Jin Fischerhof ist ein kleines, sowie ein größeres Logis zu vermiethen. 1391) Ein Logis von 6 Zimmern mit allem Zubehör in der Nordanlage vom 1. April an zu vermiethen durch _________________________I Blitz. 1395) Das von Herrn Rendant Walther bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. __Carl Leib. 1074) Ein kleines Logis zu vermieihen. ______________F. Felstng, Neuenweg. 1094) Der 3. Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen und Ende Mai zu beziehen. _____________Ludwig Hein, Kreuz. 1158) Ein kleines Familienlogis dis zum ersten April zu vermiethen. Rüsing, in der Nähe des Bahnhofs. 1390) Ein Logis von 4 Zimmern mit allem Zubehör vom 1. April an in der Wilhelmsstraße zu vermiethen durch ___________________________I Blitz. 1420) Der mittlere Stock meines Hauses mit 5 Zimmern, Küche und Zubehör zu vermiethen. I. Stein, Bahnhofstraße. 1432) Familienlogis, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1. Juni zu vermiethen. Wtlh. Kohlermann Ww., Neustadt. 460) Ein Laden mit Logis zu ver- mietben._________Sonnenstraße B. 106. 340) Ein möblirtes Zimmer (Parterre) zu vermiethen. _______I. Mannberger, Neuenweg. 1182) Familienlogis zu vermiethen und 1. April beziehbar. ________Rothenberger, Kaplansgasse. 78) Wenze l's Garten gegenüber, B 163,3, mittlerer Stock, 5 Zimmer zu vermiethen.______________________ 1124) Familienlogis von 5 Zimmern und allem Zubehör zu vermiethen bei PH. Bauer, Bahnhofstraße- vermischte Anzeigen 1569) Eine Brauerei sucht für ihre auf's Beste eingerichtete Wirtschaft einen tüchtigen jungen Wirth, der mit Unterstützung seiner Frau dem Geschäfte in jeder Beziehung auf's Beste nachzukommen versteht. Näheres in der Expedition dieser Zeitung.______ 1561) Ein ordentliches Hausmädchen, das gut nähen und bügeln kann, wird gesucht. Näheres in der Exped. d. Bltts. 1556) Ein Kellnerlehrling gefudft im ___Cafe KIetn.__ 1562) Ein tüchtiger Werkführer für eine Cigarrenfabrik gesucht. Wo? sagt die Exped. d. BlttS.___________ Erklärung. Ich erkläre hiermit, daß ich die von mir in der Wirthschaft des Heinrich Horn IV. dahier ausgesprochene Beleidigung gegen den fürstlichen Forstschützen Weist als gänzlich unbegründet zurücknehme. Burkhardsfelden, am 3. März 1881. 1572) Heinrich Rühl I. 1584) Gesucht wird zum 25. März ein braves, reinliches Mädchen, welches sich jeder häuslichen Arbeit willig unterzieht- Zu erfragen Neue Anlage C. 31 im dritten Stock.______________________________ 1575) Ein braves Dienstmädchen auf sofort gesucht. Näheres bei der Exp. d. Bl- 1583) Ein tüchtiges Dienstmädchen ge- sucht. Näßeres bei der Exped. d. Bltts. 1224) Zwei Schüler können Kost und Logis erhalten. Zu erfragen in der Exp. ds. Bltts. 1578) Eine noch wenig gebrauchte Singer - JV&hmasclilne von Frisier & Rossmann steht zu verkaufen. Näheres bet ______________Heinrich Arnold. II., Zchloßgasse. Der Alice Verein für Frauenbildung und Erwerb in Gießen eröffnet am 25. April d. I. sein 5. Semester mit 1) einem allgemeinen Cursus, 2) einem Schneid, r- Cursus, 3) einem Lehrerinnen-Cursus. — Programme urd nähere Auskunft ertheilt Fräulein Elisabeth Müller, Lehrerin an der Alicenschule. 1566)__Der Vorstand. Verein . zur J'örDerunif her Sonntngsltier Monatsversammlung im alten Zlathhaussaalc Donnerstag den 10. Mär;, Abends 8 Ahr. Tagesordnung 1) E urichtuug des Feiernde- ds |ür Lehrlinge. 2) Bericht über den internationalen Congriß in Bern- Auch Nichimitglieder sind willkommen. Der Vorstand: 1557)__Dr. Naumann._________ Die Schuldner des Herrn Apotheker Dr. Laiihiu^er können die schuldigen Betrage in den nächsten 8 Tagen noch kostenfrei an den Unterzeichneten bezahlen. Gießen, den 7. Marz 1881. 1529)___________________ M. Pilger. Cbcrljcffifcbe Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Sitzung; Mittwoch, fL März, Abends 7 Uhr, in der Kleinen Aula der zlniversität. Vortrag: Herr Professor Streng über den Zustand d r norddeutschen Ebene wählend der Eiszeit. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt.(1521 1264) Der Unterzeichnete empfiehlt sich dem hiesigen und auswä'llgea Publikum zur Anfert gung von Gartenspalieren, Hütten, Hallen, Waschpfählen, Baumstangen und allen sonstigen in dieses Fach einschlagenden Artikeln unter Zusicherung billigster und promptester Bedienung. Oiicoö Helseilbein, an der Marburger Straße. 1498) Ein Acker und em Garten sind zu verpachten. Näheres im Schlosser Krailing schen Hinterhaufe, Neue Anlage. Pension in guter Familie für einen Gymnasiasten oder Realschüler. Ueberwachung, Had); Hilfe. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Schüler, isr. Confession, welche eine der hiesigen höheren Schulen besuchen wollen, finden gute Pension und auf Wunsch auch Nachhülfe in den Unterrichtsfächern. Näheres bei der Exped d. Bltts.___________(1553 1399) Im kommenden Frühjahre können 2 Schüler in einer Familie Pension und auch, wenn es gewünscht wird, Nacdhülfe bei den Schularbeiten erhalten. Nähere Auskunft ertheilt die Exped- d. Bltts. Wärter, unverheiratbet, für das akademische HoSpital gesucht.__________(1519 Ein oder nvei Schüler finden in einer gebild. Familie gute Pension. Näheres in der Exped. d. Bl. _ (1379 1497) Ein Schüler kann Kost und Wohnung erhalten. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 1534) Sehr brave Mädchen, welche mit guten Zeugnissen versehen und in Küche und Hausarbeit gründlich 'erfahren sind, suchen Stelle. Näheres bei Frau Müller, Löwengasse Nr. 161. Theater in Giessen. (Cafe Leib). Mittwoch den 9. März: Benefizvorstellung für Herrn Max Leo- Fischer. Abonnement suspendu. Zum ersten Male: Neine's junge Heiden. Lustspiel in 3 Acten von A- Mels. Hierauf: Das Schwert des Damokles. Schwank in 1 Act von G o. Puttlitz. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ^Druckerel (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.