< NMfft W®» Un il« In fttl bntü srr. 83. Freitag den 8. April 1S81. Kietzener '2(n;ci(ttvt*xx i Echulstroße B. 18. ■MHBB—SÄ—■ Erscheint fAflUdi mit Ausruchme bei Stontafl*. Preis vierteijLhrlich 1 TRaxt 20 Pf. mit «ringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Har! 50 Pf. Amtlicher Theil. Gießen, am 7. AprU 1881. Betreffend:. Die Einführung einer allaemeinen Einkommensteuer, hier die Wahl der EmsLätzung-. Commissionen für 1882. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglicben Bürgermeistereien deS Kreises, mit Ausnahme der Bürgermeisterei Gießen. Rach Art. 33 des Hesepe- vom 21. Juni 1869 soll behufs der Einschätzung In die Steuerklassen dec Einkommensteuer zweiter Abtheilung für jede Gemeinde eine örtliche Commission gebildet werden, welche von dem Drt-oorstand gewählt wird. Don den zu wählenden Mitgliedern dürfen nicht mehr al- zwei Drittthetle dem Gemetndevorstond selbst angehören; wenigstens ein Mitglied muß aber demselben angehören. Der Bürgermeister ist wählbar. Zu Mitgliedern der Eommisston können nur solche gewählt werden, welche zur Zeit der Wahl volle 30 Jahre alt sind und deren Staat-bürgerrecht weder su-pendin noch verwirft ist. Rach Verfügung Großberzoglichen Ministerium- der Finanzen sind für Gemeinden bi- zu 3000 Einwohnern, sonach für alle Gemeinden de- Lreise- Gießen mit Au-nabme der Stadt Gießen, 3 Mi'glieder und 2 Ersatzmänner zu wählen. Sie wollen sofort den Gemeinderath versammeln, die Wahl vornehmen lasten und da- darüber aufgenommene Protokoll binnen 8 Tagen einsenden. Or. Boekmann._____ Betreffend: Die Rotzkrankheit unter den Pferden zu Wetterfeid- Gießen, am 5. April 1881. Gießen, am 6. April 1881. Betreffend: Die Besteuerung de- Wem-. Großherzozliche Polizeiverwaltung Gießen. Großherzoglickes Krei-amt Gießen. Dr. Boekmann. auf Losten der Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 7. April 1881. Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Die Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen, werden hiermit auszefordert, bi- zum 20. l. Mt-. an Baumen, Ttrüueüe« und Hecken die Skaupeunester zu vertilgen. Dtei-niaen, weid)* dieser Aufforderung nicht Folge geleistet haben werden, verfallen nach § 368, pos. 2 de- Reich-stcafgesetze- in eine Geldstrafe bi- zu secv-zig Mark oder in eine Haftstrafe bi- zu vierzehn Tagen. Außerdem wird die Vertilgung der sich vorstndenden Raupennester Die Spernnaßreaeln bei Hermann Fuldat „Gasthau- zum Rappen" in Grünberg, bei Jhring ,(Ba(lbQu6 zum Löwen- in Lich, bei Heinrich Schäfer in Langsdorf, sowie bei Ort-diener Pfarrer in Willingen (s. Anzeiger Nr. 69) sind nach vorschriftsmäßiger De-infection der Stallungen wieder aufgehoben worden und können in denselben wieder Pferde eingestellt werden. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Orroßberzoglichen Bürgermeistereien des Kreise-. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, an die Erledigung der Verfügung in Nr. 72 de- Anzeiger- vom 23. März l. I. Dr. Boekmann. _____ Da- praktische Ehristentbum. Fürst Bismarck — so meinen die Eonservanven — habe mit ter Be» Zeichnung seiner wohlwollenden Fürsorge für die Arbeiter alS „praktisches Christenthum" ein erlösendes Wort gesprochen, und die Reich-.Arbeckerver* ficherung sei die „erlösende Thal." Vorläufig freilich Lnn man kaum weiter gehen, al- von einer Absicht de- Fürsten Bismarck zu sprechen, allmälig die Arbeiter von allem Uebel zu erlösen, und diese Absicht ist nicht nur eine red. liche, sondern eine löbliche. Der Reichst« nzler .st ein Feind der Schlagworte Sociali-mu- und Communismus; er hat Rech:, daß im mod rren Staat wie in der Gemeinde bereits ein Stück Communismus verkörpert ist. und schließlich zeigt sich in vielen Gesetzen die Nächstenliebe, welche das Christenthum predigt. Wenn daher Fürst Bismarck als dec „reine Socialift" dingestellt wird, wenn man chm Bebel als Staatssecre'är empfiehlt, so wird d«e Situa« tion durch solche oratorische Sprünge gerade nicht geklärt, aber es ist rielleicht noch weniger vein klärendes Creianiß", geschweige denn ein erlösendes Wort, wenn man die ernsten Versuche, im 19. Jahrhundert nach Christi Geburt die sociale Frage lösen zu wollen, als praktisches Christenthum bezeichnet. In der Nacht vorn 1. auf 2. I. Mts. wurden dahier mittelst Einbruchs und Emsteigens nachfolgende Gegenstände gestohlen: 1) eine Standuhr mit Porcellangedäus, auf welchem die Figur eine- liegenden Mannes in Bronce sich befindet, 2) eine graue, mit Seide durchwirkte Tischdecke, 3) ein braun - Sophakiss.n, in welche- Rosetten und Veilchen gestickt find, 4) zwei weiße Sophasckoner, 5) zwei kleine Herrenpdotographien mit schwarzen gepreßtm Rahmen, 6) ein Photograpdie-Album, schwarz mit Mesfingschloß, 7) zwei grau cantrte Saffee-Servietten mit weißen Borden, 8) eine weißgewirkte Raffee«@erciette mit franzen, 9) mehrere 6fl Iniangt elhm- p. v. Ritgni^ ner ju oennittben. än§burgJD 56 ergehende i ober and) nnjeln Elsoffer^ mittletcr __Fresenius.______________________________________ An die Großherwgiichen Bürgermeistereien des Kreises Gießen "4 ßtmmtrr. mit «pr>l an in der 't^ndurL oerfflitt^ SVw«"'«- AiJjSfiEi- ■$aStnr°3*e -(üBset i’säs* KE ''Vfi bis 11 v Hs-, d W»"’ ilptil' nQ- 4 ^rfl: n 54,2 220 20 170 33 «16 die Truppen haben Befehl erhalten, die Verstärkungen zu erwarten, außer im Falle eines Angriffs auf sie. W im Gießt Montag von & foll im Sie1 D'-ütt A Holz vnyrj, sung proclamiren soll, so ist wegen der bisher auf allen G.bieten eines reli- atösen Socialismus gemachten üblen Erfahrungen doppelte Vorsicht geboten. Etwa- anderes, als eine selche Vorsicht wünscht der oppositionelle Liberalismus gar nicht, denn er ist weit davon entfcr.t, grundsätzlich neuen Maßregeln auf dem Gebiete der Ärbeiteiverstcherung zu n-tderstceiten; — nur ist chm die Ueberstürzuug, mit welcher man ein neues Gesetz durchpeltschen möchte, nicht sympathisch; im Volke versteht man nicht recht, warum mit einem Male mit einer gut entwickelten und stetig entwicklungsfähigen Haflpfl'chtgrsttzg^bung gebrochen werden soll. Zum mindesten dürfte man doch der bewährten Oe« setzgebung noch einige Jahre der Entwicklung gönnen, da es nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich ist, daß die Leistungen steigen und die Unzufriedenheit fich verringert, und in der Zwischenzeit würde man den reellen Werth der erlösenden That des praktischen Christenthumü" sachlich und statistisch prüfen können. Lehrte doch daö Chrrstenthum uns den Rath des Apostels kennen: „Prüfet Alles und behaltet das Beste!" fttni lliftlb, hm Hano dn W wj 3»' fommtntr 5« von Srohrnto Mann lebt» o Unfritben, w» dem Trunk er kam Minkrl i stj,> Itmem W tzmbl, reißt |i sog. AorbßeL« Pausen bei z» alk not ®k biß auf’8 und jiiin Tanz «eint nur, mai Sin erivachsme V'nkil in bet fleht zu ®»tt. »ett gelegt. » tott. Nach bl über ein Drii ihre Trunksuch ihm 1 * gem vn) nidit gere, sehrroinen die aber zu BeirlQ Zahlen Zuchth' Lokales. Gießen, 7. Avril. Heute aI8 vorletzte Vorstellung und als letzte- Benefiz für Fräulein Josephine Beck geht daß L'Arronge'sche VolkSstück: „Mein Leopold- über die hiesige Bühne. Der Verfasier von „Eompagnon", „Dr. Klaus" rc. bietet in diesem Stück eine Reihe humorisinckcr, sowie gefühlvoller Scenen, wclcke das Stück „Mein Leopold" zu seinem besten und beliebtesten Werke gestaltet haben- Wir glauben, daß die Benefiziantin eine gute Wahl getroffen hat und wünschen für diese vorletzte Vorstellung ein volles Haus. England. London, 5 April, Abends. Unterhaus. Churchill kündigte an. daß er am nächsten Donnerstag die Frage stellen werde, ob Personen, welche das Journal „Die Freiheit" unterstützten, gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden könnten, ob zwet Mitglieder der jetzigen Regierung „Die Freiheit" durch Beiträge unterstützt hatten, ob ohne jene Hülse „Die Freiheit" überhaupt nie gegründet worden wäre und ob daher die betreffenden beiden Mitglieder der Regierung in die jetzt gegen „Die Frechen" em- geleitete gerichtl che Verfolgung mit hineingezog.n werden würden. — Auf eine Anfrage Baxter's erwiderte Unterstaatssecretär Dilke, sobald die griechische Grenzfrage gelöst sein würde, wäre die Regierung bereit, jeden Vorschlag in Erwägung zu ziehen, der geeignet wäre, das Loos der armenischen Untcrthanen der Pforte zu verbessern. * Dublin, 5 Aplii. Durch eine Proklamation des Vicetönig; ist für 17 Grafschaften uno für die Stätte Limerick, Galway und Cork angeordnet, daß alle Personen, weiche nicht zum Waffentragen berechtigt fL;b, ihre Waffen vor dem 15. d. Mts. cm btc Poliz i abzuliefern haben. Spanien. Madrid, 5. April. Gerüchtweise verlautet hier von einer republika- ulschen Erh'bung, welche in Oportv stattgefnnben haben soll, bie Aufständischen 'lieii fich in einem Theater festgesetzt haben. Skhrr «a Echen - Radel 96 Unter bei eint Pu £. Bau-, 29 gifyn, Wti mit 21 Dir Zu *^ttn Äilnn Ächnrise. ®"k a «jkjoji Seirgraphrschr Iepeschr«. Wolfes Corrtsporidenr-^rrr'eau Berlin 6- April- Der Reichstag erledigte eine Reihe von Petitionen und setzte sodann die erste Berathung der Trunksuchtoorlage fort. An der Debatte bcthelligten sich Reichensperger, Witte, Staatssecretär v. Schelling, v. Maltzahn-Gültz und Virchow Nachdem die Diskussion geschlossen, beantragt Hasenclever, der nicht zum Wort gekommen war, die Auszählung des Hauses, welche nur 147 Anwesende und damit die Aeschlußuniühigkeit des Hauses ergibt. Das Haus vertagte sich bis zum 26. April- — Tie „Promnzial-Correspondenz" bezeichnet m einem Artikel über die Arbeiter- Rcsorm es als d«e Aufgabe des Staates, dem Auseinanderfallen der natürlichen Kräfte durch Zusammenfassen der sittlichen Kraft zu steuern, und betont bie Nothwendigkeit, daß der Staat nicht Alles geschehen lasse, was geschieht, sondern daß erhandelnd roirte. Darin sei die Arbeiterpolitik der Reichskanzlers begründet- Die Mehrheit erkenne die Bedeutung der Reformvorschläge an; wenn es auch im Einzelnen an der Btlliaung und Aneigung seiner letzten Schlußfolgerungeii fehle, so sei doch zu hosten, daß d:e parlamentarischen Parteien sich in Widerspruch setzten mit der Bevölkerung, mit der sie jetzt wieder in nähere Berührung kämen- In der Bevölkerung, wo der Umschwung bereits als vollzogen gelten dürfe, werde man für eine falsche Bedenklichkeit und Unentschlossenheit auf diesem Gebiete ebensowenig Verftändmß haben, wie man sich für die Bemühungen der wuthschaftlich liberalen Partei, ihre Grundsätze wieder zu Ehren zu bringen, begeistern werde. ,, t n _ — Der Kaiser empfing heute Mittag in besonderer Audienz den Fürsten Suworow, welcher sich in feierlicher Ausfahrt nach dem kaiserlichen Palai begab und ein Schreiben mit der Anzeige über das Ableben Kaiser Alexander II. und über bie Thronbesteigung Alexanders des III. überreichte. Sodann wurde Fürst Suworow »on der Kaiserin empfangen, heute Abend wird er vom kronprinzlichcn Paar empfangen. Berlin, 6. April. Die Anerkennung beS Königreichs Rumänien vurch das deutsche Reich steht unmittelbar bevor. Smyrna, 6. April. Die Erberjchütterungen auf ChioS dauern noch in ber heftigsten Weise fort und vollenden bas Zerstöre gSwerk; unter den Trümmern befinden sich noch viele Verwundete ohne Hülfe, die Bevölkerung lagert auf den Friedhöfen- Die Mannschaften des türkischen und de« franzö< fischen StationS.Schiffes leisten vorzügliche Dienste, ihre Anzahl ist aber nicht genügend. Ein großer Theil der Garnison von Smyrna begiebt sich zur Fortränmung der Trümmer nach Chios. Von alle» Leiten gehe,« Unterstützungen ein, dieselben find aber noch nicht hinreichend für die große Zahl ber Nothleibenben. Paris, 6. April. Oberst Bnigöre, Ordonnanz Olftcier deS Präsiden- ten ber Republik, ist heute abgereist, um bas Com'-ando über bie Artillerie bei dem für bie militärischen Operationen an der tunesischen Grenze bestimmten CorpS zu übernehmen. — Viele lunefische Untertanen h >ben Tunis oerlafien u d fich zu den Khrumirs beg.'ben. — Eine von eine n Händler in Tu. is an bie Khrumirs abgesandte Kiste mit Flintenkugein im Gewichte von 150 Kilogramm ist von ber Verwaltung der tunesischen Eisenbahn mit Beschlag belegt wordm. Petersburg, 6. April. Baron Alexander Nikolai, vormals Chef ber Civilvrrwaltung im Kaukasus, ist an Stelle Saburoff'S. welcher zum Senator ernannt wurde, zum Minister des öffentlichen U iterrichts ernannt worden. London, 6. April. Die „Mornsi g Poft" will wissen, ber Unter» ftaatssecretär des Auswärtigen, Dilke, unb ber Lorb ber Admiralität, Brassey, seien bie Mitglieder bes Crbmets, welche bie von Most herausgegebene „grei- beit" unterstützt hätten. Konstantinopel, 6. April. Ein aus allen hiefigen BanquierS be» stebenbeS Com'tö zur Unterstützung der Noth.etdenben auf 6b od erläßt beute eine Aufforderung an ausvärtige ginai-zinstitute zur Eröffnung von Subscriptionen. London, 6. April. Im Befinden Lord Beacousfield's, ber eine ziemlich gute Nacht hatte, ist eine n ch- unerheblich? Besserung eingetTeten. München, 6. April. Die zweite Kammer hat ben Antrag Hafen- brädl's auf Abschaffung des siebenten Sch ljahrcs in namentlicher Abstimmung mit 77 gegen 62 Stimmen angenommen; bie Linke stimmte geschloffen gegen bie Reckte. Nom, 6. April. Die Journale „Popolo Romano" m b „Capitaao gracassa" erfahren nuS angeblich guter Quelle, grankrttch habe ben Mächten gegenüber bie formelle Erklärung abgegeben, baß bie eventuellen militärischen Operationen an der tunesischen Grenze einzig und allein die legitime Verthei- bigung ber Grenze gegen unruhige Stämme bezweckten. Jeder Gedanke an eine Occupation von Tunis ober an eine Bedrohung der Unabhängigkeit diese- ! Lande- sei absolut ausgeschloffen. Algier, 6 April. Die hiesigen Journale constatiren, daß es sich bei 1 der gegenwärtigen Aktion um eine legitime Vertde diqung handle. Der Bey von Tunis müsse seine Truppen mit den französischen Truppen behufs strenger Bestrafung der Khrumirs und zum wirksamen Schutze der Eisenbahnen verbi»- den. Ein Zurückbalten würde einer fembljffee ■ Erklärung alelchFommen. Deutschland. Darmstadt, 5. April. Durch AuSschreiben des Ministeriums des Innern, Abtheilung für Gesundheitspflege, ist den hessischen Apothekern (gleich, wie in Baden) ber Verkauf ber sog. R.klame- ober Schwindel- unb Gehciv'.. Mittel verboten worden. . m Darmstadt, 5. April. Delegirtentag der ttriegerkameradlchaft Haffia. (Sckuuf.) Es solat die Neuwahl des Vorstandes. Gewählt poerven: Oberst Ger lach (Darmstadt), Major von Rotsmann (Bad Nauheim), Ritimeister Hehl (Worms), PoM.etar Jung (Gießen), Dr. Vogt (Butzbach), Köhler (Alsfeld), Dr. Nies (Darmstadt), Bernhardt (Mainz). Aul er (Bensheim), Weber (Oppenheim), Groß (Friedberg), Dr. Weinsheimer (GernShetm). „schienen Se. Großberzogliche Hoheit der Prinz Heinrich in der Versammlung und nahmen an der Sette des Präsidenten Platz. - Es referiren Herr Dr. Vogt über den Krtegertag in Schweidnitz unb Herr Dr. Nies Namens der da»u bestelltrn Commission über den Provtdentta-Dertrag. Auf Antrag der Commission beschließt der Delegirtm tag, das Präsidium zu ermächtigen, mit der LebensvrrsicherungSgrsrllschaft Providentia in Frankfurt einen Vertrag auf den näher mitgetheilten Grundlagen abzuschließen. - Die auf dem vorigen Derbandstage niedergesetzte Commission zur Ausarbeitung eines Normal-Local- Statuts für Kriegervereine legt heute den Entwurf eines solchen gedruckt zur Begutachtung der einzelnen Vereine vor. Der Termin zur Aruserung etwaiger Wünsche unb Bedenken ist auf den 1. Juli b. I. festgesetzt. — Ein Antrag deS Kriege,ve>ctnS Gießen, wonach der Jahresbeitrag eine« acttven Mitgliedes zur Hassia künftig 5 H, statt, wie seither, 10 H betragen soll, wird nach längerer Debatte gegen 42 Stimmen abgelehnt. — Der Antrag des K'tegervereins Hockwrtsel, welcher verlangt, daß daS officielle Verbandsorgan, die „Kriegerzeitung", )edem Lerein durch das VerbandSpräsibium obligatorisch besorgt wird, wird zurückgezogen. Gegen 1 Uhr erhoben sich der Ehrenpräsident der Hassia, Se. Großherzogltche Hoheit Prinz Heinrich, und kielten folgende Ansprache an die Versammlung: „Zu meinem Be- daunn muß ich mtck entfernen, da ich zu Sr. Königlichen Hoheit dem Grobherzog beschieden bin: aber ehe ick gehe, wollte ich meinen Dank aussprechen dafür, daß mir die Stelle als Ehrenpräsident des Landesverbandes angetragen wurde, die ich mit Stolz angenommen habe. Es wird mein Streben sein, für die Ziele des Verbandes zu wirken, so viel in meinen Äiatttn steht, insbesondere daran mitzuarbetten, daß der schöne, patriotische Geist, der in drn Vereinen ist, aufrecht erhalten und immer weiter gepflegt wird. Ich hoffe, daß mit der Zett auch die Vereine im Großherzogthum, die bis jetzt nicht zu unserem Verbände gehören, sich veranlaßt sehen, nach und nach demselben brtzutreten, dies umsomehr, ais unseres allverehrten Groß Herzog« König!. Hoheit unser Protector ist und als cs im Jntercffe der einzelnen Vereine liegt, unter einem Protectorate zu stehen Ich wollte bloß noch meine Ansicht oussprechcn mit Bezug aus den Anschluß an andere größere Verbände. Ich glaube, eS ist etwas sehr Wichtiges, daß wir zuerst im eigenen Hause, also im engeren Vaterlande, vereint sind, daß wir da.unS zusammenschllchen und fest zusammenstehen, ehe wir daran denken, uns einem großen anderen Verbände anzuschließen. Erst im eigenen Hause Friede und Eintracht und dann Anschluß an andere Verbände! Ick wollte mir bloS erlauben, meine persönliche Ansicht auszusprechen und glaube auck, daß dieselbe bet vielen Herren Anklang finden wird." Das von dem Präsidenten auf Se. Großh. Hoheit den Prinzen Heinrich hierauf aus- grbrachte Hoch fand begeisterte Aufnahme. Im weitere« Verlauf der Tagesordnung gelangte ein Antrag des Kricgervercins Butz dach nach längerer Debatte in ver Form mit 12l gegen 21 Stimmen zur Annahme, daß das Drrbandspräsidtum befugt ist, biS zu 30 JL Unterstützung an bedürftige Kameraden zu bewilligen (statt 15 seither). — Nachdem noch Mainz als Ort für den nächsten Delegirtrn tag bestimmt worden, wird die Versammlung geschloffen. Bet dem darauf folgenden Banket, an welchem circa 80 Verbandsm'tlltedcr thetlnahmen, toastirte Herr Oberst Gerlach auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Königl. Hoheit drn Großberzog, Herr Major v. RotSmann auf Se. Großh. Hoheit den Pctnzcn Hetnrick, Herr Dr. Nie« auf die allgemeine deutsche Krieg«'kameradschaft, Herr Dr. Vogt auf den Lanves- vrrband Hassia, Herr Augustin, Vertreter der Kriegerkameravschaft Frankfurt a M., auf das Präsidium der Hassia, und Herr Römheld (Warna) auf die Stadt und den Kri gerverein Darmstadt. DaS Fest verlief in allen seinen Theilen in der gelungensten Weise. StraHburg, 5. April. Der Bezirkstag für Unter-Elfaß ist gestern zu einer außervrbentlichen Sitzung zusarnu engelreten unb hat bei ber Wahl ber aus seiner Mitte hervvrgehenden 13 Mitglieber zum Lanbesausschuffe bie seitherigen Mitglieber mittelst geheimer Abstimmung mit großer Majorität wiebergewählt. — Der Bezirkstag für Ober-Elsaß hat gleichfalls bie seitherigen Mitglieber zum Lanbekausschuffe wieberg wählt, mit Ausnahme Kraffl's, an besten Stelle Camille Schlumberger gewählt würbe. — Der Bezirkstag für Lothringen verlegte bie Wahl auf ben Schluß ber Tagesorbnung. Frankreich. Paris, 5. April. Mehrere Abendblätter geben ihrem Befremben Ausdruck über bie Argumentation ber „Times", welche Tunis im Namen der Integrität beß ottomanischen Reiches vertheibigt, nachbem England Cypern annectirt habe unb Oesterreich Bosnien unb in einem Augenblicke, wo Entlaub in Konstantinopel bie Nothwenbigkeit einer neuen Zerstückelung ber Türkei zu Gunsten Griechenlands unterstütze. — Nach einem Telegramm der „Temps" aus Tunis hat ein tunesischer Kaid Namens Hassuna am 1. ds. gegen 3000 Angehörige des Regia-Stammes um sich geschaart und ist mit denselben nach Sibielamfsfi an bie Grenze marfchirt, um unter bem Vvrwanbe einer Besprechung den französischen Sommanbanten von Soukahras zu überraschen. Der (Sommanbant war jedoch vorher benachrichtigt worben unb konnte fich zurückziehen. — Die Eisenbahnbeamten in Tunis find sehr besorgt, daß die Eisenbahn zerstört werden könnte. — Telegramme ans Guelma melden ben Durchmarsch von br-i Regimentern, welche nach ber Grenze geben. Pari-, 5. April. Aus Tunis wird gemeldet, daß die Gäbrung unter ber tunesischen Bevölkerung, die durch die Propaganda der antifranwsifchen PaNei auf- gcreizt sei, schon vor langer Zeit vorbereitet worden sei. Tunesiiche Beamte in den Grenzorten hätten der Bevölkerung erklärt, daß Frankreich tunesische Gebietstheile unrechtmäßigerweise besetzt halte. — Die Khrumi s sind an der ganzen Grenze in Bewegung, alle Nächte werden Signalfeuer angezündct- Die Khrunurs behaupteten, von den Italienern unterstützt zu werden- Die französischen Truppen sind, rote aus Souk- haras gemeldet wird, zurückg gangen, um die Grenze gegen die Angriffe zu schützen, die Stteitkräfte sind indessen noch nicht hmreichend genug, um die Khrumirs m deren eigenem Lande zu züchtigen. — Nachrichten aus Toulon erklären cs für unr ditig, daß Kriegsschiffe nach Tunis gesandt rootben seien; es seien nur Truppen von Toulon nach La Calle transportitt morden, damit die algerischen Plätze nicht von Truppen entblößt würden- — Man glaubt, daß die Feindseligkeiten mcht vor Sonntag beginnen würden; Mi 3367) n W- holzb Montag oon !S0 TU Dttbqjm, ' *u’ i» Hi angkvrbna, d' thre Waffm intr rtpuilüfl. : Aufständische,, litionen und schlt .baut betbedigkn iltz und Virchow l zuv. Won et. be und damn bit tum 26. Üpril Iber die Skbtitm natürlichen Ärdfte : Nothwendigkeii, [ handelnd wirk. hrhck «kenne die an der Miaunz u hoffen, bafe b.e ölferunß, mit der .0 der Umjchwung iklichkeil und lln- wie man sich für : wiedn ,u Shm Fürsten Suworow, und ein Schreiben ie Thronbeite'guu non der Äaiierti Sen. Rumänien ruiL hios dauern «* werk; whr bit Seoölkeruna und W fw* M iß ober nicht jfgiebt srch i'H große 8®W er de- PrLß»'°' der die «riilltiit T»«ii bl« in S»“ • ite w» 150 itt B-iP-Sill,# wtnw« 66'f J» S i«« °""" *««■»£ 19 ei"9(2j K» «* h Lav"a^ habe ,eatntT $!,llil' ». *■* ti»; K- AtÜlt fl °p" ° eine flu B «n•r t m, 5. IprtL Wie Mummt orrtauirt, ist dem fdt.m^n Knisbaumfißer vm, Itifflfc, Heien Wiffel, d'e diesige ÄifilbaumnUfdUOf ftbrnrigm trertfn. Hanau. 5. Ipnl. Käbeend da» geßeiae Schwurgericht burtd ft einen Mordversuch, bet nut tut* eine beiovbeis glücklich« Fügung ein solche« Hteb, durch litten rang einer lang. jLh'igen Zuchidaußftrafe lübctr, toi sich in der heutigen Verhandlung «in traunaes Bild verkommener Zvftäut« und enileglicher Rohheit Lngeklagi ttax der keiniveder Damion Kinkel von Ötobrntafi iiiiinfelb Ätei« Hüufeld) seine Übeftou tu Itt o xiügeit zu bab Gelberüben 1 Bund 00- (Hl X. ^wiebeku 1 Bund 0 H Sellerie da» Stück 00— 00 X OTeerrettig 1 Stück 00—00, Spargel hab Pfund X 3.00, Romam Salat 00 00 X ündtvien 00—5 X- Rothkraut ( 0—30 A. Leih, kraul 20—25 H, »rtischoken 00—70 X. Erbsen do» Pfd. 00 X Limburg, 6. April lFrachtmarkt ) «oiher Weizen X 20.10, Weiher Wetzen X 00.00, Korn X 16.45, Gerste X 10.70, Hafer .* 7.75, Saathafer .< M.45 Grbsen X OXM), Kartoffeln i 50 Kilo X 0.00. (Durchschnittspreis pro Kalter.) Die Aufnahme Jeder Art von Behörden und Privaten in sammt- liche existirende Zeitungen. 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Die Zusammenkunft Ist auf dem alten Anneröder Weg an der ersten Lchneise. Oilhen, am 5. April 1881. Srsßherzo^l. Bürgermeisterei Gf ß n. fl. B ramm. (2384 Holzverfteiqerung. Montag den 11. April er., pon Borm ttag- 8 Uh an, »erben im Weitersdalner Gemeinte« tMlb nachstehende Holzsortimente meist« b!etend oetsteigert- A Bauholz: 179 Nadelstämme mit zus. 52 97 fm, 57 Radel Derbstangm mit zusammen 9 93 fm B. Brennholz: 154 Rmkr. Buchen'Lcheiter, 25 , „ «L, üppel, 54 2 , , «Stöcke, 220 „ w R«ifig, 20 , Radcl-Scheiter, 170 „ w «Knüppel, 33 N , -StScke, 616 „ „ «Reisig. Der Anfang beait'.nt im District März cker mit dem Buchen-Brennholz. Weiters Haiti, am 2. Ap'il 1881. Äroßh. Bürgermeister.i Wetrershain. 2367)______Faulstick. ______ Freitag drn 8. April rr., Vormittags 10 Uhr, werden m der Wohnung des Johanne- Nuß III. in Dayenbvrn 1 Kuh, 2 Rinder, 1 Dagen, verschiedene Oeconomiegerätbschaften, Heu, Stroh, ^Flüchte und Hausraid öffentlich gegen Baarrahlung versteigert. Gießen, den 7. April 1881. 2434) M Pilger, Loncursverwalter. Bauxnpfähle und Bohnenstangen werden billig abgegeben. (2222 Gebr. Wallach in Aisftid. Allgemeiner Anzeiger. H.'l;dcl.sieigerung im Wiesrckrr Gemeindewald. Dienstag den 16. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Vemetndewald, District Heegwald versteigert werden: 18 Rmtr. Eicken-Knüppel, 1785 Wellen Eiche:..ReiSholz, 120 E chen«Stämme — 15,25 Cbm. J'halt, 1424 Eichen-Stangen. Das Gramm- und Stangenholz ist zu Werkbolz geeignet. Üßitf'tf, den 6. Spul 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Wteseck. 2433)_______Lang.____________ jjo^oerneiijprung. ?Ji ontafl den 11. und Dienstag den 12. d. MtS., jeder'mal Morgen- 8 Uhr aufanzend, soll im Lechgesterner Gemen dewald nachverzeichneter Holz versteigert werden: 9 Fimlr. Buchen'Knüppe!, 114 „ E-chen-Knüppel, worunter 18 Rmtr. von 2,5—3,5 Mtr. Lä ge, 12 Birken Ki üpptl, 181 „ Nadel Knüpprl, worunter 30 Rmtr. von 3 Mtr. Länge, 61 „ Eichen-Stöcke, 60 w Nadel Siöcke, 2000 Wellen E chen-Rtisig, 4000 N Nadel.Reifig, 43 Eichen • Stämme von 15—30 Etmtr. Durckmefier, 5—10 Mtr. Eänge, = 11,20 Fstmtr., 33 Birken«Stämme von 20—29 Etmtr. Durchmesser, 4—9 Mtr. Lärrge, — 8 Fstmtr., 31 Nadel'Stämme von 16—27 Etm. Durchmesser, 4—10 Mtr. Länge, = 9 Fstmtr., 10 E chen«Derbstangen, 3 Birken- „ 213 Nadel- 2000 N tdel-Rersigstaogen. Zusammenkunft am ersten Tag am Mühlberg, am zweiten Taz am Schindanger. SämmtlickeS Bau« und Werkholz kommt am eisten Tag zur Versteigerung. Leihgestern, am 6. April 1881. Großv. Bürgermeisterei Leihgestern. 2439) Heß. Für Arbeiter. Eine Parthie Hosen sehr billig im Frankfurter Waarrn-Dazar, 2429) Schulstrape 17._____ Geschäfts - Verkauf in Eberstadt a. d. Bergstrasse. 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In dem Iohanniter-KrankenhauS zu Nteder-Wetsel werden Kranke ohne Unterschied und der Heimatbsangehörigkeit aufgenommen. Die Aufnahmen erfolgen durch die dem Krankenhaus vorstehende Diakonissin oder durch Herrn Dr. Melchior in Butzbach. Die Aufnahme ist jederzeit widerruflich. Die Kranken haben sich der Hausordnung zu fügen und können anderen Falls sofort entlassen werden. Das Pflegegeld beträgt der Regel nach 75 Psg., für dessen Zahlung genügende Sicherheit nachgewiesen werden muß Bessndere Vereinbarungen werden vorbehalten. Den Kranken wird für das Pflegegeld volle Verpflegung und ärztliche Behandlung gewährt. Ausgeschlossen hierbei sind die Kosten für Anschaffung von Kleidern und Wasche, Transport- und Beerdigungskosten. (2403 Nieder-Weisel, den 12. Mai 1880. (H. 6808» Namens der Genoffenfehaft von Jobanniter-Rittern im Groffherzogthum Hessen. JL A 16 16-20 16 15- 19> 20- 41—46 16 71-76 16 65 9 55—59 4 17-20 Sk. 8J v*r«aU! 6d «0 Wi 1880 nebst herzoglich H» unschädliche ' käuflich zu b dergleichen, e (Sii sä Die erst, 3m bt Entwürfe- (I großen Ärtt Hüuptnbm welche ben I befürwortete Lami weüere Sui als unsiuch entstanden i die Durchfl den deutsche beiter verstch worden stnl 200,000 ^ 2’ WWli Wtn, au w Ännahrr Stiht iptieg: 9«tOT0tTUf, N licht 2( Di- »«sich, »“tbl btt« C ‘W4tn 6ho «»«Mn« «I SCitlt Sinltti । «»hart t b'" etanfc» C? 8ao,i>f 6atl “»*> -'«Sch 8-Mu ob tat $•» letztNc »itr? * ÄS